Nr. 154 Erstes Blatt 160. Jahrgang General-Anzeiger für Oberhessen Dienstag S.Juli 1910 Gietzener Anzeiger für bie Redaktion 112, WX^ Verantwortlich für den SS= General-Anzeiger für Gberhessen =SSS= A«nal,me »on Anzeigen V 1 6 1 1 u. Land" und „Genchts. bis vö°rnMaA"s"i'A Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Unlv.-Vuch- und Steindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition UNS Druckerei: Schnlstratze 7. Anzeigenteü^ Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Liu Wort zum Allensteiner Sensationsprozetz. ak. Wer in den letzten 4 Wochen bie Verhandlungen, Ivie sie sich vor dem. Schwurgericht in Allenstein vollzogen, aufmerksam verfolgt hat, wird sich des Eindrucks nicht verwehren gekonnt haben, daß hier eigentlich leeres Stroh gedroschen wurde. Ndußte man doch von vornherein annehmen, daß die Angeklagte, Frau v. Schönebeck, nicht aus die Dauer verhandlungssahig bleiben konnte, wenn ihr bei ihrer hochgradigen Hysterie alles das, was sie im Verlauf ihrer Ehe mit Herrn v. Schönebeck fid) hatte zu schulden lassen kommen, fortgesetzt unter die Augen gehalten wurde. Es muß solche moderne Tortur, bei der wir gar nicht davon reden wollen, daß man auch Herrn v. Göden in seinen intimsten Regungen seit seiner Jugend an zerfaserte und diese Feststellungen auch auf Frau v. Schönebeck-Weber wirkten, eine Frau im höchsten Grade aufregen und verhandlungsunfähig machen, weil damit das Moment des Gesundheitszustandes zu tlngunsten der Angeklagten fortgesetzt verschoben wurde. Es ist richtig, der Vorsitzende des Schwurgerichts hat sich alle Mühe gegeben, die Verhandlungen in einer Weise zu führen, daß die Öffentlichkeit an den sexuellen Perversitäten, wie sie zwischen Frau von Schönebeck und Henn v. Gäben vorgetommen sind, feine, genauere Notiz davon nehmen konnte. Der Vorsitzende hat auch wiederholt und fortgesetzt dafür Sorge getragen, daß der Sumpf des Allensteiner Dramas sich nicht fortgesetzt verbreiterte, indem er es verhütete, daß Personen, die in diese schmutzige Affäre verwickelt waren, wenigstens insoweit geschont wurden, als ihre Namen und bie Einzelheiten ihrer Hanblungen nicht an die Öffentlichkeit gezerrt wurden. Es blieb nur die Zeugin aus der Hebemann- jtraße, deren Aussagen, weil |ic mix allem, was sonst über Göben von seinen Kameraden zeugeneidlich vorgebracht wurde, in entschiedenstem Widerspruch stehen. Da diese Aussagen, deren Einzelheiten wir nicht kennen, unter Ausschluß der Oesfentlichkeit abgegeben wurden, haben wir keinerlei Veranlassung, des 9Läheren auf sie einzugehen. Frau v. Schönebeck hat aber diese Marter der ganzen Erörterungen über sich ergehen lassen müssen uno wenn sie nun am SamStag zusammenbrach, so ist das nicht erstaun- liu). Weshalb diese Marrer, weshalb diese moderne Tortur, wie wir sie auch schon int Eulenburgprozetz hatten? Der Zusammenbruch dieser Frau war vorauszufehen, so daß bie Feststellung der Sachverständigen, daß bie Angeltagte nicht nur verhanblungsuuchhig, sondern rockig geisteskrank und auf Monate hinaus nicht verhanolungssähig sei, feiner weiteren Verwunderung bedurfte. ist also oie Verhandlung deS Schönebecks-Prozeß auf unbestimmte Zeit verengt. lieber vier Wochen hat der Prozeß gewöhn und eine große Unmasse von Schmutz ist wieder aus den „kleinen Garnisonen" in die Oeffentlichkeit gezerrt worden. Wir fürchten, daß, mag man auch in solchen Fällen den Ausschluß der OeffenUichkeit noch so sehr aus moralischen Bedenken befürworten, dem preußischen Kriegs- ministerium ^eit genug bleibt und Veranlassung gegeben ist, diese Scharte auszuwetzen. Unseres Erachtens liegt der springende Punkt der ganzen sehr unliebsamen Affäre darin, daß Herr v. Schönebeck eine Dame heiratete, die ihm über die nötige Kommißzulage hinaus wohl hinreichend Mittel gewährte, aber nickst in der Lage war, den Ansprüchen zu genügen, bie man an eine Offiziersdame stellen muß. Eine hysterische Frau, ein schlapper Offizier und als Drittes ein „phantastischer Hausfreund", finb Leute, die man nicht als typisch ür bie gesellschaftlichen Zustände in unserer Armee ansehen kann. hessische Wahlkreisgeometrie. Der Abg. Köhler-Langsdorf hat folgenden Antrag beim Landtage eingebracht: Von allen Vorschlägen, die Bildung der Wahlkreise betreffend, entspricht wohl feiner weniger den Anforderungen an Recht, Billigkeit und historische Auffassung als derjenige der Fraktion des Bauernbundes. Es scheinen in dieser Fraktion andere als die allgemeinen Interessen vorherrschend wirksam gewesen zu sein. Besonders in die Augen springend erscheint dies, wenn man den neuvorgeschlagenen Wahlbezirk Großen-Linden mit seiner ungewöhnlich niedrigen Einwohnerzahl von 15489 (gegen Gründ erg mit 21375 und Lich mit 20 413 Ew.) in Betracht zieht. Es erscheint mir durchaus verwerflich, wenn ohne eine andere Nötigung als das Interesse der jeweiligen Mandatsinhaber bie Wähler zu Gruppen zusammengestellt werben, bie sowohl ihren Stammeseigentümlichkeiten als auch ihren Anschauungen, wie überhaupt ihrem geschichllichen Herkommen widersprechen. Darum war bie alte Bezirkseinteilung eine richtige, weil sie auf Landgerichtsbezirlen aufgebaut war, die selber die Fortsetzung von vorherbestandenen Grafschaften, Aem- tern, deuten, Markgenossenschaften usw. bildeten. So entsprach der seitherige Wahlkreis Hungen-Lich dem jahrhundertealten Amte Hungen, bereinigt mit Teilen der Grafschaft Solms-Laubach und dem Kernbestand der Grafschaft Solms-Lich Nun aber versucht die'Fraktion des Bauernbundes-z. V. die Bewohnerschaft des sog. Hüttenbergs (Urbevölkerung sind romanisterte Alemannen) mit der fräniisch-roma- nischen Bevölkerung der Solmstschen Grastchaften durcheinander zu werfen, und, was noch verkehrteräst, die Wähler der Rabenau, der althessischen Dörfer um Lollar mit denen der solmsischen Bezirke an Wetter und Horloff zu vermengen. Dieselben Leute, die ein ga»z bedeutendes in Aufstellung von Herdbüchern der Simmentaler und Vogelsberger Rindviehrafse leisten, übersehen, daß nicht alles, was Menschenantlitz trägt, gleich sei, und beachten nicht, daß anders geartete Menschen auch andere Wünsche und Anschauungen haben, besonders dann, wenn eine jahrhundertealte Eingewöhnung ihre Eigenarten festigte. Darum sollte wenigstens bie Großh. Regierung und die Erste Kammer in letzter Stunde noch solchen Vorschlägen ihre Zustimmung versagen, die — wie bie erwähnten — aller historischen und vernunftmäßigen Anschauung widerstreben. Ich beantrage deshalb, die Zweite Kammer wolle beschließen: 1. den seitherigen Wahlkreis Hungen-Lich in seinem seitherigen Bestand zu belassen, 2. die Großh. Regierung zu ersuchen, eine neue Wahlkreiseinteilung, unter Berücksichtigung der natürlichen und geschichtlich gewordenen Verhältnisse des Landes und jeiner Bewohner dem Landtage zur Beschlußfassung vorzulegen. 4?olitifd?c Tagesschau. Erziehung durch die Borromäus-Cnzyklika. Das führende Blatt des deutschen Zentrums, die „Köln. Volksztg.", mit dem schönen Wahlspruch: „Gemäßigt in der Form", harte bisher allzu abstoßend wirkende Schmähschriften über bie Reformation und die Reformatoren ab» geschüttelt. Nun aber haut sie in dieselbe Kerbe wie die Enzyllila des „Friedensapostels" auf dem Stuhle Petri und bringt eine solch massive Schmähung des Protestantismus, wie man sie in einer deutschen Zeitung selten gesehen hat. In einem Leitartikel: „Germanisation ist Protestanti- sation" spricht sie darüber, daß die katholischen Polen, wenn sie nach dem piwtestantischen Norden Deutschlands zur Arbeitserlangung auswanderten, zu Tausenden „verkommen". Von den Arten dieses Verkommens nennt das Blatt in lapidarer Kürze zwei: Prostitution und Mischehe mit protestantischer Kindererziehung. Wörtlich heißt es über die in andere Landesteile abwandemden Polen: „IN dem katholischen Westfalen und Rheinland finden sie in der geordneten Seelsorge und der kompakten Masse ihrer Landsleute noch einigen Rückhalt, ziehen sie es vor, nach dem protestantischen Norden sich zu wenden, dann verkommen sie zu Taufenden. Man möge nur den Polizeipräsidenten von Berlin fragen, welches erschreckende Kontingent für die Berliner Prostitution unsere früher so sittenreinen polnischen Mädchen stellen. Mischehen mit protestantischer Kindere^iehung sind an der Tagesordnung. Mir ist ein Fall bekannt, daß alle sechs Schwestern auf diese Weise in Hamburg ihren Glauben verleugnet haben." Nach der ,M>ln. Volksztg." wird also Prostitution und Protestantismus gleich gewertet. Diese unerhörte Schmähung des protestantischen Glaubens läuft letzten Endes auf eine Verdammung unserer Ostmarken polillk hinaus, und gegen die preußische Regierung wird der Vorwurf erhoben, „daß dieselbe unter einseitigster Verfolgung des politischen Zieles, die polnischen Schulkinder vermittels der Schule und der Kirche zu germanisieren, die religiös-sittliche Bildung der Jugend und ihre Vorbereitung für das spätere Leben gröblich vernachlässigt". Diese Angriffe gegen die Regierung sind ja nicht neu; neu ist aber der jeglichen Talles entbehrende Ton, in dem sie neuerdings vorgebracht werden und der beweist, daß bie Enzyklika Pius' X. in ultra- montanen Kreisen in der 'tat Schule gemacht hat. Abbanberechtigung der Deutschen Kolomalgesellschaft für Südwestafrika. Die neueste stummer des „Deutschen Kolonialblatts", des Amtsblattes für Schutzgebiete, enthält bie Verfügung des Reichskanzlers über den Ber g o au im süd westuf rikani scheu Schutzgebiete. Diese Verfügung bat sich burch den bekannten Diamantenvertrag als notwendig erwiesen und bezweckt, die durch den Vertrag bewirkten Abänderungen der bisherigen Vereinbarungen rechtlich sicher zu stellen. Die neue Verfügung bestimmt, baß die .Sonder- berechngung der deutschen Kolonialgejellschaft für Südwft- afrila auf Schürfen von Diamanten int Sperrgebiete am 31. März n I — also am Ende der vereinbarten Sperrzeit — abläuft. Um jeden Zweifel zu beseillgen, wird gleich- zeillg festgesetzt, oaß die bis zu diesem Zeitpunkte von der Kolonialgesellschaft ordnungsmäßig belegten Edelmineral- Schürsfeloer in Bergbaufelder umzuwandein sind. Hierdurch wird der Einspruch, den bie Lüderitzbuchter Bergbehörde gegen die Umwandlung erhoben hat, hmfällig und die Kolonialgesellschaft in den bauernden Besitz von Tiamanten- selbern gesetzt. — Mt dem Ablauf der Schürf sperre geht die Sonderberechtigung zur ausschließlichen Aufsuchung und Gewinnung von Mineraiietr aus den Fiskus über. Die kretische §rage. Die „Kölnische Zeitung" meldet aus Kreta: Venizcles Vorschlag, die Mohammedaner gemäß dem Verlangen der Schutzmächte ohne Treueid zuzulassen, Nmrde a b g c - lehnt, womit auch der Gedanke des Koalltionskomckees hinsälll. Um erregte Sitzungen zu vermeioen, die eine gefährlicheRuckwirkimg im Lande haben müßten, beschlossen die Freunde von Venizeles, Überhaupt nicht an den Kammersitzuitgen leüzunehmen, wodurch die Kammer beschlußunfähig würde. In diesem Falle würde, wie der Korrespondent der „Kölnischen Zeitung" Weiler erfährt, Venb SchiapareM. Mailand, 4. Juli. Der Astronom Schiaparelli ist g e st o r b e n. Der Name des genialen italienischen Astronomen, der gestern in Mailand gestorben ist, war gerade in jüngster Zeit wieder bei der Erdnähe des Planeten Mars im Munde aller Astronomen, obwohl der Fünf und siebzigjährige schon seit zehn Iühren den wohlverdienten Ruhestand genießt, handelt es sich doch gegenwärtig um die Entscheidung darüber, ob das, was Schiaparelli in feinen bahnbrechenden Untersuchungen über die Rotation uno die Topographie des Mars vor mehreren Jahrzehntett unumstößlich festgestellt zu haben schien, nämlich das Dasein der berühmten Niars- tanäle, auf Wirklichkeit ober Täuschung beruhe, ob wir mithin ein Recht haben, an dem Dasein von Marsbelvohnem als Erbauern solcher Riesenfanalanlagen festzuhalten oder rricht. Wenn auch, wie es leider wahrscheinlich ist, die Entscheidung zu ungunsteu der Kanäle und ihrer problematischen Schöpfer ausfallen wird, so kann das dem bleibenden Werte des auf zwanzigjährigen Beobachtuitgen beruhenden großen Marsw-erkes Schiaparellis keinen Abbruch tun. Der Anstoß, den es der Marsforschung gegeben, wird bis in ferne Zukunft fühlbar fein. Schon vor dem Beginn feiner Marsbeobachtungen hatte der junge Astronom, der feine Bildung neben dem heimischen Turin bcu Sternwarten zu Berlin und Pulkowa verdankte und schon mit 27 Jahren (1862) Direktor der Sternwarte zu Mailand wurde, sich durch einen Band „Bemerkungen und Reflexionen über die Theorie der Sternschnuppen" einen Namen gemacht. Er lvieS darin nab), daß offenbar manche Kometen an dem Auftreten gewisser periodischer Sternschnuppenfälle beteiligt sind, und daß vor allem der August- ober Laurenllus sch warm in engster Beziehung zu bem Kometen 1862III steyen müsse. Die Forschung hat diese Annahme bestätigt, und heute ist es uns ein ganz geläufiger Gedanke, bap die großen Srernfchnuppensrröme ihr Dasein der Zersplitterung bestimmter Kometen berbanien, deren Bestandteile, durch die Anziehungskraft der Erde aus ihrer Bahn gelenkt, die oberen , Schichten der Atmosphäre durchqueren und hier ins Glühen i geratend das prächtige Bild der Sternschnuppen gewähren.! Bon weiteren wissenschaftlichen Arbeiten unb Erfolgen des unermüdlichen Forschers ist die Entdeckung eines der kleinen Planeten, Hesperia, die Feststellung der Rolationsdauer des Merkur uno der BenuS — diese nicht imaiifechtbar — sowie eine Reihe sehr mühsamer und genauer Messungen an DoppelstLruen zu nennen. Die letzten Arbeiten sowie feine Untersuchungen über numnigfache Themata aus der historischen Astronomie, bie ihn bis in seinen Ruhestanb begleiteten, iverbeit nur vom Fachmann recht nach Verdienst gewürdigt werben können. * — 23 ie König Georg seine Rechnungen bezahlt. Sogleich nach seiner Thronbesteigung wanbte König Georg V. feilte Aufmerksamkeit barauf, wie btc zahlreichen Rechnungen des königlichen Haushaltes beglichen werden. Er setzte, wie eine gut unterrichtete englische Gesellschastszeitfchrist zu berichten weiß, eine Rechnungskammer ein, bie unter ber Aufsicht bes Schatzmeisters Sir William CarringtonS steht und ordu''1 an, daß alles, was der königliche Haushalt an jedem Tage bm< nicht, in den Küchen, in den Vorratskammern nnd vom Hoffchlächtcr genau aufgeschrieben und so dem veranUvortlichen Rechnungsführer borge- legt werden sollte. Jede Aufstellung verzeichnet ben Lieferer der einzelnen Gegenstände unb den Preis. Die Aufstellungen jedes Tages werben in ein Generalbuch übertragen, und von diesem wicber in Hauptbücher. Diese Hauptbücher sind in dunkel- rotes Leder gebunden und zeigen aus der Vorderseite eine Krone in Goldpressung. Jeder Unternehmer, ber für den königlichen Haushalt liefert, sendet seine Rechnung am Ende des Monats ein, sie wird mit oem Hauptbuch verglichen und roenn keine Beanstandungen erfolgen, sogleich bezahlt. Die Hofhaltung verlangt nirgends und niemals eine Ermäßigung, es wird schon beim ersten Abschluß vorausgesetzt, daß der Häirdler seine Waren zu einem angemessenen Preise abgibt. Kommt der Händler nur in den geringsten Verdaust, daß er nicht vorwurfsfrei oertauft, so werden ihm auf der Stelle die Lieferungen entzogen. Wie lcder HaushaltUngsvorslanb, so schließt aud) König Georg durch feine Beamten für ständige Lieferung länger währende Verträge ab. Dies geschieht z. B. für Kohlenlieferungen, die immer auf drei Jahre abgeschlossen und halbjährlich beglichen werden. Im Marlborough House geschieht auch das Putzen der Fenster, das! । Reinigen der Teppiche und das Fegen der Kamine auf Grund I langjähriger bindender Abmachungen, die aud) das Reinigen der ' Scheiben über den kostbaren Gemälden des Palastes mitein- begreifen. Die Dienerschaft erhält ihren Lohn allmonatlich, die höheren Stellen durch Schecks, die ihnen vom Schatzmeister zugehen. Alles, was für den persönlichen Bedarf König Georgs bestimmt ist, wie Zigarren, Theaterkarten, Zeitungen, Bücher, wird von seinem Sekretariat aus begHdjeu. Die Bezahlung erfolgt ebenfalls in jedem Monat, König Georg wünscht die Rechnungen vor der Zahlung aber immer erst zu sehen. Wie bei anderen Fürstlichkeiten, so geschieht es auch bei König Georg selten, daß er gegen bar einkauft, unb in Paris ereignete sich eines Tages, als er noch Prinz von Wales war, eine drollige Geschiftste. .In einer Buchhandlung sah er einige Sportreitschriften und Micher, ging hinein und kaufte sie. Bei der Bezahlung hatte er kein Geld bei fid} und sein Adjutant nur einen halben Sovereign. Die Büä)er sollten aber 20 Franks kosten. „Das Geld wird Ihnen zugefandt werden!" sagte der AdjutmU. Ans den Prinzen zeigend, fügte er hinzu: „Der Herr ist der Prinz von Wales!" Der Prinz selbst stand schon an der Tür, als ihm der Bmhhändler nachgelaufen kam und die Bücher wieder abnahm. „Vor einigen Tagen kam einer und sagte, er sei ein englischer Herzog," meinte der Geschäftsmann, ,,id) habe seitdem weder von ihm noch, von den Büchern etwas gehört, bie er mitnahm. Sehen Sie, da steht: Verkauf nur gegen bar! Wie soll ich den Prinzen von einem Herzog unterfdjdben ?" Der Prinz sagte, der Mann habe sehr reckst unb versprach, die Bucher abholen zu lassen. Das geschah, aber der Buchhändler war auch bann noch nicht überzeugt, daß der Käufer der künftige Erbe deS Thrones von England gewesen fei: er hatte ja nicht mal 20 Franks bei stch gehabt! — Knrze Nachrichten aus Kunst n. Wissenschaft. Bei der Hunverljahrfeler ber Erlanger Universität wurden u. a. Professor Kahl- Berlin, Professor S e e b e r g - Berlin und Major P a r s e v a l - Berlin zu Ehrendottoren ernannt. — Die Jntei ' nationale Ausstellung für Hvgiene in Buenos-Aires, woraus auch Deutschland vellreten ist, wurde in .Gegenwart dcS Präsidenten Figneroa Ale ort a feierlich eröffnet. — Zu dem mit dem neunten deutschen Gabelsberg ersehen Stenographentag in Stutigarl verbundenen Wettfchreidcn am 24. Juli babeit ftd) insgesamt 203S Teilnehmer gemeldet. Die Wettjchreiben nm- lassen Gefcywind.igtci.ten vpn 120 bis 360 Silben, zeles die Verantwortung auf sick» nehmen und den Schutzmäcbtcm ntifteilen, daß die kretische Regierung die Forderung auf Zulassung der Muselmanen ohne Treueid annehme. Der letzige regierende Ausschutz wurde dann aus seinem Posten bleiben, das bisherige Budget verringert und die Kammer erst dann cinberufen werden, wenn die Gemüter sich beruhigt hätten, wobei, die Abschaffung der Eidesleistung auch für die Christen in Aussicht genommen sei. Die Radikalen versichern, der Plan Vcnizeles sei undurchführbar, da eine Anzahl Freunde von Benizelcs zur Oppo- >ition übergegangen sind. Die Opposition werde den Rücktritt der ^Regierung erzwingen und den Schutzmächten mitteilen, daß die Forderung der Zulassung der Muselmanen ohne Treueid unerfüllbar sei. Der Ausgang der jetzigen Lftrsis ist kaum vor Ende dieser Woche zu erwarten. Aus C a n e a wird dem „Matin" gemeldet: Die Eröffnung der Nationalversammlung sei auf Mittwoch oder Donnerstag verschoben worden, weil die Opposition, trotz der Bemühung des Regierung, darauf verharrt, daß die muselmanischen Delegierten nicht zugelassen werden dürfen. Der türkische Bovkott gegen griechische Ein - g ä^n g e verschärft sich. Seine Leiter behaupten, die türkische Regierung sei nicht befugt, gegen den Volkswillen aufzutretrn. Sie drohen das Ministerium wegzujagen, wenn es kein Verständnis für den Volkswillen habe. Frankreich und das russisch japanische Abkommen. Paris, 4. Juli. Der „Temps" meldet, daß das russisch-japanische Abkommen den Kabinetten von London und Paris übermittelt worden sei und schreibt dazu: Frankreich und England können sich nur über die wachsende Intimität zwischen ihren Bundesgenossen Rußland und Japan freuen. Die Rückwirkung, welche die asiatischen Konflikte zu gewissen Zeiten auf dre europäische Politik ausüben werde, wäre für Frankreich immer unangenehm, bisweilen sogar unheilvoll. Deshalb muß alles, was derartigen Zwistigkeiten durch eine Politik des Gleichgewichts und des Status quo vorbeugt, von Frankreich willkommen geheißen werden und das ist in ganz hervorragender Weise bei diesem russisch-japanischen ,Ab- lommen der Fall. — Das Journal des Debats" schreibt: Durch das russisch-japanische Abkommen, welches bereits unterzeichnet ist, wird die vollständigste Solidarität zwischen den russischen und japanischen Interessen in der Mandschurei anerkannt. Die beiden Mächte verbürgen sich die Stellung, welche sie in der Mandschurei einnehmen und verpflichtet, falls dieser Status quo bedroht würde, sich betreffs der zum Schutze dieses erforderlichen Maßnahmen zu verständigen. Dieses Abkommen schafft eine wahre .Allianz zur Verteidigung und Entwickelung des Status quo der Mandschurei zum Vorteile Rußlands und Japans und bildet eine endgültige Antwort auf den Versuch Chinas, die Oberhand in der Mandschurei zurückzugewinnen sowie auf den Vorschlag des amerikanischen Staatssekretärs Knox betreffend Internationalifferung der mandschurischen Bahnen. Rußland kann nunmehr unbehindert seine Interessen in der Mongolei schützen und Japan hat freie Hand bei der geplanten Annexion Koreas. Deutsches Reich. Dar Kaiser trat am Montag nachmittag die Nord- landrcise an, an der teilnehrnen der Generaladjutant General der Kavallerie v. Scholl, der Chef des General- ltabes General der Jnfanrerie v. Moltke, der Chef des Militärkabinetts und der Chef des Marinetäbinetts, die ()lügeladjutanten Oberst v. Chelius, Fregattenkapitän von Bülow, Hausmarschall Freiherr v. Lyncker, Generalarzt Dr. Jlberg, Prinz Albert zu Schleswig-Holstein, Prinz Otto von Sayn-Wittgenftein, Graf zu Schlitz, genannt'.Görtz, Ge- neraladjutant v. Hülsen-Häseler, Gesandter v. Treutler, Oberst Dickhuth, Geh. Regierungsrat Professor Dr. Güß- seldt und Marinemaler Professor Stower. Die Ernennung des Frecherrn v. Rheinbaben zum Oberpräsidcnten der Rhernprovtnz wird nunmehr amtlich bekanntgegeben, ferner die des Unterstaarssekretärs im Staatsministerium Dr. v. Günther zum Oberpräsidenten von Schlesien. Der frühere Präsident der ersten sächsischen Stände- kammer, Graf v. K o c n n e r i tz, ist in Wurzen gestorben In einer in Chemnitz abgehaltenen Vertrauensmann e r - V e r s a m m l u n g der naiionalliberalen Partei und der Fortschrittlichen Vollspartei wurde beschlossen, für drc am 24. August stattfindendc Ersatzwahl in Zschopau- Mar i c n b c r g (20. sächs. Wahlkreis) den Landtagsabgeord- neterr Roch-Annaberg (Fortschr. Vpt.) und für die nächste Hauptwahl im Jahre 1911 oder 1912 im Wahlkreise An na- b crg-Erb en stock (21. sächs. Wahlkreis) den bisherigen Vertreter dieses Wahlkreises, den Reichstagsabgeordneten Dr. Stresemann (Natt.) aufzustellen. Beide Parteien haben sich verpflichtet, sich gegenseitig bei den Wahlen zu unterstützen. Ausland. Der Internationale Ei s e n b a h n lo n g r e ß in Bern wurde gestern nachmittag durch den Bundesrat und den Vorstcher der schweizerischen Eisenbahndepartements Dr. Forrer eröffnet. Dr. Forrer hieß die Vertreter der ausländischen Regierungen und Bahngesellschaften willkommen und drückte der internationalen Eisenbahnvereiniguna seine Glückwünsche zum 25jährigen Bestehen aus. Namens des Kongresses antwortete Dubois-Brüssel, der Präsident der ständigen Kommission der internationalen Vereinigung und entwickelte das Arbeitsprogramm des gegenwärtigen Kongresses. Der Präsident der Generatdirettion der.Schweizer Bundesbahnen, Weißenbach, wurde zum Präsidenten der Vorsteher der Eisenbahndepartements, Forrer, zum Ehrenpräsidenten des Kongresses ernannt. Aus Madrid, 4. Juli, lvird gemeldet: Nach Auflösung einer klerikalen Versammlung zog eine Gruppe von Demonstranten an dem konservativen Klub vorüber und stieß, vor ihm angelangt, Rufe gegen Maura aus. Es kam zu einem Zusammenstoß zwischen den Konservativen und den Klerikalen, der die Polizei veranlaßte, einzuschreiten und mehrere Verhaftungen vorzunehmen. Der König Dänemarks genehmigte die von Claus Berntsen vorgelegte frc inisterli st e : Foltetingsabgeord- uerer Berntsen Ministerpräsident, Verteidigungsminister unb interimistischer Kultusminister,- Graf Ahlefeld-Laurvig Mi- Landwirrschaftsminister; Folketingsabgeordneter Thomas Torsen Minister der öffentlichen Arbeiten- Direktor der .Hypothekenbank des Königreichs Dänemark Jrsen Soenderup Minister des Innern; Advokat des höchsten Gerichts Buelow IustjAninister; Großtanfmann Mus Minister für Handel und Schiffahrt. Das Kultusministerium wird in den nächsten Tagen endgültig besetzt. Der russische Kaiser bestätigte das von der Reichs- duma und dem Reichsrat o ngenommene Finnland gesetz. Blätternicldungen zufolge verhandelt der Türkische A l ) 11 c ii ü c r c in mit der Schichauwerft wegen des Ankaufs eines fertigen Panzerschiffes von 17 000 T. — Die Blätter melden, daß der Sultan dem Gesetz über die strittigen Kirchen in Mazedonien die Sanktion erteilt habe. 37. Eauturnfest des Gaues Hessen. ’ — K Grünberg, 4. Juli. Die -Lage des Turnfestes sind vorüber. Was die Einrichtung und Leitung des Festes, die turnerischen Arbeiten und Leistungen betrifft, so kann man den Gau und den Turnverein Grünberg nur beglückwünschen. Das leidige Regenwetter hat aber manche Unannnehmlichkeit verursacht. An jedem der drei Festtage regnete es. Der heutige Festtag begann vormittags mit einem Spaziergang in die neuen Anlagen des Brunnentals um er Leitung des Ehrenvorptzenden vom Turnverein, K. H. Jöckel. Von 11—1 Uhr war Frühschoppenkonzert auf, dem Festplatz. Um 2VS Uhr wurde „Swule ein, Festzug aufgestellt, in dem die Jugend zu ihrem Rechte kam. Weißgekleidete Schulmädchen mit schwarz-rot-goldnen Schärpen gingen ^voraus, es folgten die Knaben der Volks- und Bürgerschule mit Fähnchen, dann ein Jugendtrommlerchor und die Vererne. Auf dem Festplatz gab Rektor Angelberger seiner: tfreube Abdruck, daß das Schulturnen mit dem Turnen der Deutschen Turnerschaft Hand in Hand gehe in ihrem Streben, eine wehrhafte deutsche Jugend zu erziehen Jung und alt stimmte freudig in das Gut Heil auf die deutsche Jugend und darauf in den Gesang von „Deutschland, Deutschland über alles". Lehrer Roth leitete den Aufmarsch und die,schönen Freiübungen der Knaben. Dr. Ehrhardt zeigte ebenso hervorragendes bei den Stabübungen der 80 Schülerinnen, die sich in den schwarz-rot- goldnen Schärpen gar schmuck ausnahmen. Die Uebungen der Knaben und Mädchen hatten eine große Zuschauerschar herbeigelockt, die ihre Freude an der Turnkunp der Grünberger Jugend lwtten. Da der Boden durch den um 4 Uhr niedergehenden Regen lchlüpfng geworden war, so konnten die vorgesehenen Turnspiele nicht ausgeführt werden. Recht lebhaft ging es bei den Festwirten zu. Die Kapelle des Kaiser Wilhelm-Regiments konzertierte und dazwischen tönte vom Juxplatz herüber die Musik des Karussells und anderer Schaustellungen. Selbst heute waren die Eisenbahnzüge von kommenden und gehenden Festteilnehmern noch stark besetzt, während gestern am Bahnhof und aus den Bahnsteigen ein wahrhaft beängstigendes Gedränge herrschte. Trotz des starken Besuchs, den das Fest aufzuweisen hatte, sind keine Unfälle bekannt geworden. Um 6 Uhr, abends fand die Preisverteilung für das Vereins-Riegenturnen statt. Folgende Riegen wurden mit Preisen bedacht: Mu fterriegen Grün berg 1910. 1. Preis: T.-V. Butzbach (Gerät: 2 Pferde) 37.12 Punkte, M.-- ^.-V. Gießen (Reck) 37.12; 2. Preis: D.-A. Alsfeld (Stab- 36.62; 3. Preis: D.-A. Schotten (Stab) 35.75; 4. Preis: T.-V. Alsfeld (Reck) 34.87; 5. Preis: Wetzlar «Barren) 34.50; 6 Preis: T.-V. Gießen (Reck) 34.37; 7. Preis: Krofdorf (Barren) 34.25; o. Preis: Domassenheim (Lgstäbe) 33.75; 9. Preis: M -T -V Gießen, Zögl. (Pferd) 33.50; 10. Preis: Großlinden (Pferd) 32.87; 11. Preis: Fechtriege Bad-Nauheim (Säbel) 32.75, T.-V. Fechtnege Gießen (Florett) 32.75; 12. Preis:' Hermanustein (Barren) 32.50; 13. Preis: Wetzlar-Niedergirmes (Reck) 32.25, T-G. Marburg (Rech 32.25; 14. Preis: Treis a. Lda. iBarren) 32 12; 15. Preis: Schlitz, Zögl. (Barren) 32; 16. Preis: Leihgestern, Zögt. (Pferd) 31.87; 17. Preis: Langgöns, Zögl. (Pferd) 31.75; 18. Preis: Berghausen (Barren, 31.50, Grünberg, Zögl. (3 Barren) 31.50; 19. Pr.: Msseld, Zögl. (Barren) 31.37, Schotten 31.37; 20. Preis: Grüningen (Pferd) 31.12; 21. Preis: T -G Marburg (Barren) 31; 22. Preis: T.-V. Marburg (2 Barren u. .Florett) 30.87; 23. Preis: T.-V. Gießen, Zögl. (2 Barren u Florett) 30.75, Treis a. Lda., Zögl. (Pferd) 30.75, Griedel, Zögl. (Pferd) 30.75; 24. Preis: M.-T.-V. Marburg (Pferd, 30.62, Burgsolms (Barren) 30.62; 25. Preis: Hochelheim (Pferch 30.12; 26. Preis: Ockers hausen (Barren) 30, Cappel (Barren) 30; 27. Preis: Marbach (Barren) 29.87, Obermörlen (Reck! 29.87; 28. Preis: Schlitz (Reck) 29.75, Dutenhofen (Barren» 29.75, Bad-Nauheim (2 Barren u. Pferch 29.75; 29. Preis - Sauf erb ad) (Barren) 29.50; 30. Preis: Aßlar (Pferd) 28 87; 31. Preis: Hörnsheim (Pferch 28.75, Grünberg (Pferd) 28 75, Grümngen, Zögl. (Barren) 28.75; 32. Preis: Niedermörlen (Pferd) 28.50; 33. Preis: Werdorf (Barren' 28.25; 34. Preis: Niederweisel (Pferd) 28, Lich, Zögl. Pferd) 28; 35. Preis: Langsdorf (Barren) 27.87; 36. Preis: Lützellinden (Barren) 27.75; 37. Preis: Allendorf a. Lahn (Barren 27.62, Heuchelheim (Barren) 27.62; 38. Preis: Cappel (Reck- 27.50; 39. Preis: Kirchhaim (Barren, 27.37; 40. Preis: Nidda (Reck, 27.25, Wetter «Rech 27.25; 41. Preis: Gut Heil Hermannstein (Barren) 27.12; 42 Preis: Kirchgöns (Barren) 27; 43. Preis: Gut Heil Watzenborn, Zögl. «Barren) 26.75; 44. Preis: MuschenheilN (Pferch 26.62, Steinfurth (Barren- 26.62; 45. Preis: ©ambad) «Barren, 26 37 M.-T.-V. Gießen (Fechtriege- 25.37; 46. Preis: Großenlinden Zogl- (Barren, 25.25; 47. Preis: Hvlzlieim (Barren) 24.75 Punkte. 2Lus Stafct und Land. Gießen, 5. Juli 1910. Tageskalender für Dienstag, 5. Juli: Stadt- t h e a t e r: „Die lustige Witwe". Anfang 8 Uhr. B. Die 28. allgemeine Pfarrkonferenz der evangelischen Geistlichen der Provinz Oberhessen findet morgen, Mitwoch, 6. Juli, in Steins Garten hier statt. Den Hauptgegenstand der Verhandlungen bildet ein Vortrag des Pfarrers Freimdlieb-Vilbel über: Evolutions- theorie und Christentum. Auch Nichtgeistliche haben Zutritt. Erledigt ist eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Mainflingen. Der vom Radklub „Germania^ in Alsfeld errungene Preis ist im Schaufenster des Herrn Friesleben ausgestellt. Silberne Hochzeit feiern morgen Wagenmeister Wolf und Frau, Kirchenplatz 21. = Klein-Linden, 5. Juli. Wie nunmehr beschlossen ist, findet der Gesangs-Wettstreit des Gesangvereins , A r i o n * am 2. Jutt 1911 statt. Lick), 3._ Juli. Die P v st u n t e vöc a m k e n v e r- ern e von Gie ß en und Bad-Nauheim besucksten heute Kloster Arnsburg und unsere Stadt. Im „Holländischen Hof" vereinigten sich beide Vereine zu einend gemütlichen Zusammensein. 4. Juli. Der 30 Jahre alte Dienstlnecht Will). Muller aus Ruppertsburg, zuletzt in Bettenhausen bedienstet, wurde heute durch Waa)tmeister Daum aus Lick) wegen Sittlichkeitsverbrechens verhaftet. Er versuchte eine 66 Zahre alte Witwe in der Gemarkung ^cuichenheim zu vergewaltigen. Es entspann fick) ein Kamps und berde wurden verletzt. Der Täter floh, wurde aber in Brrilar eingeholt, dann weil er leugnete, zurückgebracht, wo er dem Gendarmen ein Geständnis ablegte, von wo aus er in das Haftlolal Lich verbracht lmtrde. r. Londorf, 4. Juli. Auck) der heutige 2. Festtag des Krieg er vor eins war sehr gut besucht und verlief in schönster Weise. Eine kleine Störung vrackite kurz nach 3 Uhr ein heftiger Gewitterregen, aber bald war lMLder alles vollzählig da. Zur Verschönerung des Festes trug heute besonders der Gesangverein Frohsinri bei, der einige herrliche Lieder sang und vielen Beifall fand. Auf die gestern an den Kaiser und an den Großyerzog ge- sandteii .i'uldigungslclcgramme gingen heule folgende Antworten ein. Seine Pcajestät der Karser und König laffen für H»uldigungsgrüße bestens danken. Der gebcime Käbi- nettsrat von Valentins. — Seine Konigt. .Hoheit der Groß- Herzog lassen den Teilnehmern an dem dortigen Bezirks- feste und Kriegervcreinsstiftungsfeste für treuen Gruß l^erz- lich danken. Geheimerat Römheld. w. Bad-Nauheim, 4. Juli. Der „Gesangverein Frohsinn"°-Bad-Nanheim gab am Sonntag ein Konzert auf der Kurhausterrasse. Die Aufführung — 13 auserwählte Lieder — stand in allen Teilen auf künstlerischer Höhe. Die «Sänger und ihr feinsinniger Dirigent Bechtolsheimer ernteten nach jedem Vortrag den rauschenden Beifall der zahlreichen Terrassenbesucher. w Bad-Nauheim, 4. Juli. Gestern, starb hier der Generaldirektor der norwegischen Eisenbahnen, Sunde, aus Christiania. — Der norwegische Justizminister Mertzberg ist zur Kur hier eingetroffen. d. Main L, 4. Juli. In einem Run d schreiben an die Stadtverordneten weist die Bürgermeisterei auf die Kosten größerer Bauunternehmungen in den nächsten Jahren hin. Der Umbau des Stadttheaters, der nahezu vollendet ist, erfordert 817 300 Mk., die Erweiterung des Rohrnetzes des Gaswerks und Anschaffungen neuer Gasmesser 400000 Mk., die Erweiterung des Kabelnetzes des Elektrizitätswerkes 600 000 Mk., Ausbau des Rohrnetzes der Wasserwerke ufw. 400 000 Mk., Erbauung eines Wasserwerks 2 600 000 Mk., Erweiterung der Straßenbahn 350 000 Mk., Erweiterung des Gaswerks 1100 000 Mk., Erbauuna eines neuen Krankenhauses 450000 Mk., Erbauung eines ^Stadthauses 550000 Mk., Errichtung, eines Neubaues für die Sradtkasse 80 000 ML, Erbauung eines Polizeiamtsge- bäudes 210 000 ML, Wiederherftellung des Kurfürstlichen Schlosses 350 000 ML, eine Anzahl neuer Schulhäuser, Lehrerwohnungen 2 230 400 ML, Erbauung von Straßen, Kanälen, Kläranlage für die Kanalabwässer nebst Pumpstation, Straßendurchbrüche usw. 3 875 000 Mk. Im ganzen find 16 Millionen erforderlich. Der Betrag solt nicht auf einmal durch eine Anleihe beschafft werden, sondern solb im Laufe der Jahre in Teilbeträgen auf Grund jedesmaliger besonderer Beschlußfassung durch die Stadtverordneten ausgenommen werden. Der nach dem Vorbild vieler außerhessttchen Städte gemachte Vorschlag, die Kapitalbe- dürsnisse der nächsten Jahre in ein größeres Anlehcn zusammenzufassen, will verhüten, daß die Stadt unmittelbar vor der jedesmaligen Regelung eines Anleihebedarfs die Genehmigung des Staatsministeriums zur Ausgabe der Schuldverschreibungen einholen, weil die Einholung der Ge- tiehmigung öfters längere Zeit beansprucht. - Die st ä d t. Spar ka) je hat im abgelausencn Jahre 1909 34 655 Einleger, die ein Gesamtguthaben von 40 803 791 ML aus- wiesen. Aus einen Einleger entfielen Ende 1909 durchschnittlich 1177.43 Ml. gegen 1160.71 Mk. im Vorjahre. Die Einlagen wurden mit 31/2 Proz. verzinst. z. LannSbach, 4. Juli. Für Sonntag, 24. Juli, ist die Bundes-Turnfahrt des Lahn - D uns berg-- Turnerbundes festgesetzt, zu der der Turnverein eifrig Vorkehrungen trifft. Die Zahl der angemeldeten Turner ist io, groß, daß bei günstiger Witterung ein gut besuchtes Volksfest zu erwarten steht. RB. Darmstadt, 4. Juli. Vor dem Kriegsgericht gelangte heute eine Anklage gca/’i den and Seligenstadt stammenden Dragoner Wllhelm S-B 01 g t vom Drag.-Rcgt. Nr. 23 liegen Fahne nslucht, Betrugs und D i e b st a h l s zur Verhandlung. Der Angeklagte wurde im Herbsi 1908 bei dem erwähnten Regiment eingestellt und desertierte bereits anfangs Januar 1909. Bis zum 19. Januar trieb er fid? in Uniform herum und schwindelte sich bei mehreren Bezirkskommandos, wie in Würzburg, Neustadt, Kaiserslautern, Fulda urw^ Leipzig unter der falschen Vorw'ügellnm, er sei nad) Königsberg kommandiert, habe Lie Fahrkarte 11 nb Geld verloren, Geld aus, bis er endlich in Sangers Haufen festgenommen wurde. Nack) seiner Fluck)t verübte er in Schweinfurt, wo er sich als Sohn eines Holzhändlers ausgab, weitere Schwindeteien und wurde Ende Mai dort festgenommen. Nam Verbringung in das hiesige Militärgesängnis entwich er dann anfangs Februar. Hierbei hatte er sich Verletzungen zugezogen, er wurde aufgegrrffen und in das hiesige Milttürhospital gebracht, aus dem er im August mit großer Kühnheit entkam. Er nährte sich teils durch Arbeu, teils durch Diebstählen, bis er Mitte Dezember in Frankfurt verhaftet wurde. Der Angeklagte erhielt eine Gefanttstrafe von 3 Jahren Gefängnis, 4 jährigem Ehrverlust und wurde aus dem Heere ausgestoßen. Leipzig 4. Juli. In dem Disziplinarprozes; gegen den Ober- postassqtenlenZ 0 11 i t f d) erkannte der Tisziplinarhof auf Verwerfung jowohl der Berufung der Staatsanwattschaft als auch des Beschuldigten. Zur Zahrt des Luftschiffes „Deutschland" gibt die Wetterdienststelle in Aachen folgende amtliche Erklärung über die Wettervorhersage: Weder am Montag nachmittag noch Dienstag früh vor Antritt der- Fahrt find Erkundigungen seitens der Deutschen Luftfchissahrt-Gescllschaft zu Düsseldorf eingezogen worden. Eine offizielle Beteiligung der Aachener Dienststelle fand nicht statt, jedoch sollten über die Errichtung eines aerologisd)-meteoro1ogischen Dienstes Dienstag Verhandlungen gepflogen werden, wozu der Direktor des Observa-, toriurns sich Dienstag früh nach Düsseldorf begeben hatte. Dennoch wurde Montag vormittag ein Telegramm gegen 9 Uhr mit den Windmefsungen, gegen 11 Uhr ein Telegramm über die Wetterlage gesandt. In dem letzteren wurde ausdrücklich der veränderliche Witterungscharakter bei lebhaften bis böigen Würden betont, die später an Stärke Nachlassen würden; letzteres bezog sich natürlich im wesentlichen auf die kommende Nacht, was auch eintraf. Auch ist es unzutrcfsend zu behaupten, daß diese Nachrichten zu spät ankommen würden. Der Wetterdienst ist stnallich geregelt, und es kommen bekanntlich die Wettertelegramme in der Zeit von 9V3 bis 10 Uhr an, so daß die Wetterlage des gleichen Tages erst um 10 Uhr übersehen werden kann. Für diesen Zweck besteht ein internationales Netz meteorologischer Stationen, die ihre! Berichte um 8 Uhr den einzelnen Zentralstellen mitteilen, von wo die weitere Bearbeitung erst erfolgen muß. — Daher können erst nach 10 Uhr die Vorhersagen ausgestellt werden. Die Windmessungen werden in der Zeit von 8—9 Uhr angeftellt. — Vor Antritt der Fahrt am Dienstag hätte man sich, da die Nachrichten von Montag nunmehr veraltet waren, in Aachen bei der Wetterdienststelle erkundigen und die Fahrt wenigstens bis zum Eintreffen der Windmeffungeil (gegen 9P 4 Uhr) verschieben können, um so mehr, als die Wetterlage als ungünstig von vornherein bezeichnet war. Die Windmessmrgen ergaben in einer Höhe von 500 bis 1000 Meter eine Geschwindigkeit von 16—18 Sekundenmeter, womit von selbst Fahrten von Motorluftsd)iffe'n mrmög- lick) waren. Diese Wiirdgeschwindigkeit mußte, da das Schiff zeitlich und örtlich dem Tiefdruckgebiet näher kam, bei Tage zunehmen, was aus der Wetterkarte am Dienstag auch ohne weiteres zu erkennen war. Im übrigen sei noch bemertt, daß nad) Vorlage der Wetterkarten und der aerologisd-en Messulrgen gegen 10V2 Uhr die Gesahr, worin sich das Luftschiff befand, vollends erkannt wurde. Schwerer Lisenbahnunfall in Amerika. Heber einen schweren Eiseilbahnmrfall, dessen Opfer bisher, noch mcht genau zu -ermitteln waren, erhalten wir lrachstehenpe Drahtnachrichten: Elevela nd (Dtnn\ 4 Juki. fccutr nachmittag stietz'en ?5 Meilen fühhch von TaDtott ein Schnellzug imb ein Güter zug zusammen. 25 Personen sollen gelötet und 75 verwundet sein. Cleveland (Cbin\ 1. Jnli. Bei dem Eisenbahirungluck in der Nähe von Davtou bohrte sich die Maschine des Güterzuges durchs ernen dicht mit Frauen und .Andern besetzten Wagen des Schnellzuges. Mehrere Wagen entgleisten. Bis jetzt sind 31 Tote und 87 Verwundete geborgen worden. CLeveland , 4. Juli. Die Zahl der bei dem Eisenbahnzusammenstoß in der Nähe von Danton getöteten Personen ist höher als zuerst mrgenoutmen wurde. 3 6 Leichen sind bereite« geborgen worden. Wasseruhren. Die chinesischen Studienausschüssc, die seit einiger Seit Europa und Deutschland bereisen, schenken ihre Aufmerksamkeit auch unseren Zeitmessern. In manchen Gegenden des himmlischen Reiches werden nämlich als Zeitmesser noch die uralten Wasseruhren benutzt, Sie gehören ebenso wie die Sonnen- und Sanduhren zu den Vorgängern der jetzt allgemein üblichen Hemmwerkuhren. Uhren, an denen der möglichst gleichförmig gemachte Ablauf von Wasser zur Zeitmessung diente, sind tm Altertum vielfach benutzt worden. Em besonders geschickter Verfertiger solcher Zeitmesser soll um das Zahr 140 v. Ehr. Ktasibos in Alexandrien gewesen sein. Vitruv beschreibt in seinen vom Jahr 16 bis 13 v. Ehr. geschriebenen „Zehn Bucher über Architektur" die Wasseruhren sehr genau. Sie bestanden aus zwei übereinander angeordneten Gefäßen. Aus dem oberen, mit einer bestimmten Wasser- menge gefüllten Gesäß floß das Wasser durch ein Mundstück in Gefäß, das vorher bis zu einem bestimmten niedrigsten ^'•?r'tant)c ?tIccrt war. Die Wasser höhe in dem unteren Gefäß stieg durch den Zufluß aus dem oberen Gefäß innerhalb einer bestimmten Zeit auf eine bestimmte Höhe, so daß aus dem Wasserstande stets die seit Antrieb der Uhr verflossene Zeit zu erkennen war. Das Ablesen wurde erleichtert durch eine an der Wandung des unteren Gefäßes angebrachte Skala und einen Schwimmer mit Zeiger, der auf _bic Skala hinwies. Auch setzte man an eteUe des Zeigers dem Schwimmer eine Zahnstange auf, die in ein Zahnrad eingriff, das im Verein nut anderem Räderwerk eine Glocke zur Angabe der Stunden in Bewegung fetzte. Da man damals^kein feststehendes Zeitmaß besaß, sondern an der Teilung des Tages von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang in Zwölf eüunbcn festhielt, so wurden auch die daraus für die Skala entstehenden lliiftimmigfeiten in sinnreicher Weise überwunden Zn der Folgezeit sind die Wasseruhren noch stark in Gebrauch geblieben. Berühmt ist die kunstreick-c Wasseruhr mit Räderwerk gewesen, die Harun al Raschid, der Kalif von Bagdad, Karl dem Großen verehrt hatte. Später hat fich Leonardo da Vinci mit der Berbessemng von Wasseruhren befaßt, vornehmlich durch den Bau eines mit Wasser getriebenen ^Füll- und Läutewerkes, dessen Zeichnung lu-ns noch erhalten ist. Sehr bemerkenswert ist eine zu H o h r aus Steinzeug hergestellte Wasseruhr in den Sammlungen des Eluny-Museums zu Paris. Zur Messung des Zeitlaufes im einzelnen biente die Höhe eines Spriligstrahls unb zu der des ganzen das völlige Ablaufen der Wasserflutung aus dem oberen in das untere Gesäß. Höhr ist die bet Koblenz gelegene Tonwerk- ttötte, die schon seit dem (Silbe des 15. Jahrhunderts bestanden hat unb seit dem Wiedererwachen des deutschen Kunstgewerbes zu neuem Leben erblüht ist. Mit Grenzhausen bildet Höhr den Ltolz des sogenannten Kanneiibäckerläiidchens. Die blaugrauen ^temzeugkrüge kommen von Grenzhausen und Höhr. Von der alten, im Eluny-Museum befindlichen Wasseruhr hat die keramische badndmle in Höhr eine treffliche Nachbildung in Steinzeug ge- fertigt. In der christlichen Kulturwelt sind die Wasseruhren'schon längst unmodern geworden, aber der konservative Sinn der Chinesen hat sich von ihnen noch nicht so ganz zu trennen vermocht' auch im nialaischen Archipel sind sie noch anzutreffen. Llernrischres. * Aus den Geheimnissen der Rosenküche. Die Role, bereit Duft und Farbenpracht viele Berufene und Unberufene in begeisterten Hymnen preisen, spielt ihre hervorragende Rolle seit Jahrtausenden nickst nur int Reiche des schönen, sondern hat Bedeutung auch ^derzeit in dem Reiche gehabt, wo Köchin und Konditor den Lössel und Schaumschläger Ichwingen. Die Rose wird als Küchengewächs tm abendländischen Europa zwar nicht mehr in dem großen Umfange, verwendet wie svoch vor wenigen Jahrhunderten, indes auch heute noch betrachtet man in vielen deutschen Gauen Rosenpudding unb andere mit Rosenblättern ober Roseirwasser zubereitete Mehlspeisen, ^Kofeit- irmbot, Rosenkonfekt und Rojenhonig als erlesene Genü'se. Dem gebackenen Flieder des Mai folgen tn Steiermark im Juni und 3ult die gebackenen Rosen, die in der Weise zubereitet werben, fcafejnan die frischen Blütenblatter mit feinem Eierteig umhüllt, in Fett ausbackt und mit Staubzucker bestreut. RosenliLör aber, den man in Deutschland scherzhaft „Doppelte Liebe" und ui Italien Rosoglw nennt, ziert unter diesem Namen auch die Schilder von Tausenden von kleinen Wirtshäusern in Oesterreich. Ein wirkliches Nahrungsmittel ist in Ostindien eine von den Eingeborenen Senta ne na genannte Kletterrose, deren dicke fleischige Blätter zum Abschmecken dem Kucheitteig zugesetzt, aber auch getrocknet, zu Mehl verarbeitet und zu Brot verbacken werben. In Süddeutsch land hingegen ist es tn Familien, die am Alten ™-’9en' no* vielfach üblich, die ersten nach Anfang der Jagd Mitte August auf den Markt kommenben Rebhühner mit Rosen tume mnberetten. lieberreich ist die küchlick?e Verwendung von Rosen m ^falten und im nahen und fernen Orient, unb bis zu ben albannchen Küsten des adrialischen Meeres hinaus gilt Rosen- wein als etwas besonders Köstliches. Die klein asiatischen Türkinnen bartumicren sogar den Kassee mit Rosenwasser und weil man glaubt, daß Rosendust eine besonders heil kräftigende Wirrung habe, setzt man Rosenwasser dem Sorbet zu und versetzt mit ihm als Mittel gegen Eholeraansteckung jenen fürchterlichen m,t ^-ichtenharz versetzten Wein, der unter dem Namen „Vino resinato' bewnders in Griechenland ein beliebtes Volksgetränk rft. Em besonderes Rezept zur Bereitung von Rosenwein rührt von dem berüchtigten Kaiser Heliogabalns her. Er war stolz darauf ,bcit Rosenwem durch den Ertrakt des arabischen Narden- bartgrases und durch Zusatz von Pinienzapsen zu verbessern und liefe, tote spater „König Morgen wieder lustig", den Wein, mrch- dem er in ihm gebadet, unter das Volk verteilen. * ©in gefährlicher Bischof. Von dem Besuche der Konigm von -tanemarf auf Island weiß eine englische Wochenschrift eine kleme Anekdote zu erzählen. Der würdige greife Bischof von Island hatte es übernommen, der hohen Frau alle Sehenswürdigkeiten des weltfernen Eilandes zu zeigen und ihr zu erklären wie das Volk von Island lebt und arbeitet. Die Königin dankte dem wackeren Gottesrnanne herzlich für alle seine Bemühungen und als sie horte, daß er eine große Familie habe, erkundigte sie sich nach leinen Angehörigen und fragte ihn, wieviel Kinder er habe. Ohne einen Augenblick zu zögern, antwortete der greife Herr kurz und bündig: „Zweihundert". Die Königin wich unwillkürlich zurück und blickte zweifelnd auf diesen fruchtbaren Vater, der ruhig und gelassen vor ihr stand, als sei eine "Nachkommenschaft von 200 Kindern die selbstverständlichste Sache von der Welt. „200 Kinder!" ries die Königin. „Ja sagen Sie nur, wie tonnen Sie denn so viele erhalten." „Das macht keine Schwierigkeiten, Majestät," erwiderte der Bischof harmlos lächelnd, „im Sommer schicke ich sie hinaus auf die Weide, und wenn der Winter kommt, dann werden sie geschlachtet und verspeist " Die Königin hatte nicht gewußt, daß das dänische Wort für Kinder fast genau so klingt, wie der isländische Ausdruck für Schafe. * Mädchenhandel in China. Unter der lieberfrfjrift• „Der Handel mit „Ameisen" blüht" bringt die chinesische Zeitung „L,sinan Seltersweg 23 3584J Em großes, helles, freund liches Kncivzimnier abzugeben. __frankfurter röof. Für einen Grostkaufmann febr geeignetes, schönes, geraum. Besitztum in seinsier Lage unter gunsi. Bedingungen zu verkaufen. Schriftl. Anfragen unter 05597 an den Gießener Anzeiger erb. 05593) EinKüchcm'chrank in. Glasaus s. weg. Atang. an Waum bill. zu vertäus. Näh. Neustadt 12 III. Kassenschrank wegen Wegzug billig abzugeben. Offerten unter L. 173 an den Qiießener Anzeiger erb. (I27 fl liühcliüiiuctcü ArliWfÄ zu verkaufen. (3702 Nätieres Bleichstraßc 16 p. bkiir. 3iü.iicr=!)iiil|iiifli(l|int lHand- u. Fußvetr.) billig zu verk. 05606)Neuenweg 52 p. irhiuf-O)clndfo Ankauf. Getragene Kleider, Schuhe, Weiß zeug, Gold und Stlbersackicii, sowie Zinn, Zink, Messing, Küpser usw. tauft zu den höchsten Preisen 05196 Jakob Ott, treuen Baue 21 Bekanntmachung. Am Sonntag dem 10. Juli 1910 findet uachmirmgs 31/« U6t tm ^aalc des ^Hotcl Deutsches Haus" au Alsfeld int HMvtrsamlllN!! Sts Atlijcssiftcli ADllllsmillS , r... mit folgender Tagesordnung statt: 1. Geschäftsbericht. 2. Wahl des Präsidenten und Vtzeprandentrn. 3. Erganzungswahl des Ausschusses. 4. Rechnunaslage pro 1909/10 unb Voranschlag pro 1910/11. 5. Statutenänderung der 8, 14, 15 und 16. 6. Die Unternehmungen des Oberh. Ovstbauperetns mtl dem Landm.-Kammer-Ausschuß pro 1910. Referent Dr. Hoffmann. '■ Gemeinsamer Ausflug des Oberh. Obstbauvcretns zur Besichtigung interessanter Obstanlagen. 8. Aittrage unb Mitteilungen. 9. Vortrag: „Tic Auswahl des Pflanzmaterials bei der Anlage von Obttvflanzungcn". Referent: Gr. Fachlehrer John-Friedberg. Vormiltags um IO1/» Uhr «pünktlich, stndet in bcmiclhen Lokal oic Baumwärtcrvcrsammlung uatt. tFohrgeld IV. Klaffe wirb Veremsbaumwärtern vergütet., Hauptpunkte der $aumroärter* verfammlung: 1. „Organisarion der Baumwärter". 2. „Die Land- wtrtfchafiskammer und die Baumwörter". 3. „Borttag des Vereins- obstbautechnikers Koch". Anträge zur Hauptversammlung sind, soweit noch nicht ge- Ichehen, an die Geschäftsstelle des Oberhessischcu ObstbauvereinS^n Friedberg einzurelchen. Alle Mitglieder, sowie Jmeresiemen des Obstbaues sind emgeloden. Gießen, den 30. Juni 1910. Großb. Kreisamt Gießen. I. B-: lgez.) Langermann. ZLnkauf. Mehrere Waggon trockenen Wollstaub zu kaufen gesucht unter Einsendung von Muster Offerten mit Preisangabe an Ein- u. Ver läussgenosscnschaftSeckenheim bei Mannheim. (3694 Hochachteud Der Vorsitzende Aug. Hoeruer. aooooo oocxod Hospiz,ta? evang. Schwesternhaus, tiieoie», ioDanaeMtr. 3. mm» Amtliche Btlamltmchiülgkn örr AM Achen. Nachstehende Arbeiicn sollen Montag den 11. Juli auf unserem Tiefbauamt vergeben werden: Vormittags 11 upr die •btiunci Pflaster und A,phaltarbeiteu für die ^teitbefeftiatuio der t',»e.dc»rakr whtei. Seltersn.es unb eüb.«uton? IsStt««» 11 ,1 11 hr die Al an re i unb pilaiterarbeiten für die Neubefestigima Unterführungen an der West Anlage mu bei - luiitnbt. Die -^ei butgungsumerlageti liegen auf unserem D esbauaml offen und unb Angebote dahm einzureichen. ZustMags vb M 3 Zimmer Unerreicht WDW-MIS Damen-Halbschohe A-1 Chevr. m. Lackk, jetzt ■ 2 Zimmer Biograph Plockftraße 12 Plockftraße 12 06603 Zeder Film des neuen PiMamW eia Mga! Zirkurblut NLAL'üllrg 12 vermieten. Asterweg 16. OASij Dammftratze 4611. 05221] Diezstraste 1011. Die Kolsette ftine vorzügliche Pariser Humoreske, gesptelck von: mieten. Bahnhofstratze 2. gegenüb. z. 1. Oft. 5 Zimmer 2867) NicvlauS. Telephon 20 Emst Schneider, Rechtsanwalt. zu vermieten. [05337 ö zu vermieten. 18698 soiort gesucht. 13679 ür sofort gesucht. m >• Bttfammenfunft 3Öt)Uj Lauffrau tevti. 4), per L Oft. er. zu verm. M i et ge juche pW* licrtdnc&cncs ?u verlr Kufen Herrn Luguet . Herrn Grägoire Frau Nau. . . Der Gatte Der Impresario Die Frau. Kinder-Stiefel u, -Halbschuhe siatmEticJ billig Grünewald in Giessen. Bureau: Liebigstrasse 19. Giessen, den 1. Joli 1910. Nur noch bis zum 15. Juli Dev Spiegel des Lebens \ 4 Zimmer | Allein Linden. Schöne 4«Zim.- Wohnung, vart.imEckhaus frankfurter' u. Dammstrabe v- 1. Ott. Habe am 1. Juli die ärztliche Praxis in Manzenberg begonnen. billig zu vermieten. Näh. Nord-Anlage 88 imKontor. Gut möbl. Zimmer m. Morgenkaffee an bess. Herrn zu vermiet. J Kommen Sie möglichst vorm ittags ? Brav, fleitz. Mädchen, welches etwas kochen kann, old Beiköchin für Hotel gesucht. Demselben ist Gelegenheit geboten, das Wochen zu erlernen. Schriftl. Meldungen imt. 06595 an den Giebener Llnzeiger erb. Um damit zu räumen, werden die noch vorrät. Herren-, Knaben- u. KindcrLleider bis Ende August zu enorm billigen Preisen abgegeben. 3590 &rkus Bauer gegenüber der Stadtkirche Stucbcmd. 11 Sernsvr. 269 Ich bin bei Groseherzoglichem Landgericht der Provinz Oberhessen in Giessen als Rechtsanwalt zugelassen und führe die anwaltliche Praxis gemeinschaftlich mit Herrn Rechtsanwalt Justizrat Wllh. . Sprechzeit: Werktags 1—2 Uhr nachmittags, an 8onn- und Festtagen vormittags bis 12 ühr. Fernsprecher; Münzenberg Nr. 1. [3703 Frankl Schublager tai Konrad Stern prakt. Arzt, Wundarzt und Geburtshaher. Sektion Giessen D. L Oe. A.-V, Donnerstag den 7. öuH: BercinSzimmer. (v*/T) 3601s Möbl. Zimmer mit ob. ohne Pension zu verm. Sreinstr. 48. Mvltkestratze ‘44 Elegante 5 - Zimmer - Wohnung lparterre) mit Bad u. all. Zubeh. per 1. Juli zu vermieten. Näher. Schiffcnberger Weg 2, 053451 Sch. möbl. Zimmer mit ob. ohne Pens, z. o. Sonnenstr. 20. ftrbi. möbl. Zimmer mit fep. Eingang an Kaufmann oder Beamten zu vermieten. Konzerthaus Kolosseum. Heute Dienstag de» 5. Juli Grosses KONZERT der Haus Kapelle unter persönlicher Leitung des Kapellmeisters Weller verbunden mit grober Abschiedsfeier, wozu ich alle meine Bekannten, Jreuude und • Gäste bösl. emlade. Gleichzeitig sage dem verehrt,chen Publikum von Gietzen ein herzliches Lebewohl. OryO9 Hochachtungsvoll Albert Navvmann, Direktor a. D. Sächsisch-Thüring. Lanüsmannschast West Anlage 46, 1. Etage, schöne 5-Ztm. Wohnung mit Badezimnier, allem Zubehör und Garteuanteil per 1. Oktober Schiffcnberger Weg 2. Moderne 6-Zimmer-Wohnung nut Bad, Mädchentum., Balkon, elektr. Licht, Gas u. sämtl. Zub., weg^ugShalber sof. zu ücrniicten. Näheres daselbst parterre. i®“ großartiges amerikanisches Sensationsdrama Wie die Armen in Paris effen hochinteressante aktuelle 9taturausnahme ?.u ut'viinktrn Gutgehende SMdmctei günstig zu verpachten. Schriftl. Aitgebole (unter 05312 an den Gießener Anzeiger erb. 100(10 Mk. aufSSfÄ einem pünktlichen Zindzahler auf 2. Hypothek gesucht. Schriftl. Angebote unter 0Ö598 an den Gtegcner Anzeiger erb. Wer übernimmt eine feit 20 Jahren von 6000 bestehende bis 8000 Mark. Doppelte Sicherheit. Schriftl. Angebote unt. 3549 au den Giebener Anzeiger erb. NU »Meinem Zu erfrag, in der Geschäftsstelle be» Gießener Anzeigers. (.05079 «Offene Stellen Damen-Schnür u.Knopf-Stiefel, Einzel- « 50 u. Mußterpaare, Wert bis M— zu Mk. 20.— jetzt U schwarz und farbig. Mädchenkammer und all. ,',ubeh., -'1 Settersweg 73, i|. Stoll, Gaü il elektr. Licht, mit großem Wohnung, beueh. aue ÜZtmmern Gartonanteil p. 1. Oki. zu verm. “ “ “ . Näheres Wiesenstrabe 4 p. 36021 Bleichstraße o schöne 6-Zim.- Wohnung nebn Zubeh. p. 1. Aug. Tücht. Verkäuferin suchen pr. 1. August oder später 3638w;hI Marktvlal? isin. morgen 90 im „Pfälzer Hos^. Gartcttüraste 28, zu verkaufen. 11741 Näh. Bureau Horst, Riegelvfad. 05468) Ein neues feines Salon- kiavtcr, Nubbuunt, billig zu verkaufen. Wcserltraire iti. Fran^aise malt. brev. donne lec- et conv. Adresse: Bad - Nauheim. Villa Margareta. My. de N.-Renaud. Wriliftr icdcr Ärt werden billig angefertlgt. (05612 Gg. Hütteuderger, SelterSw. 67. Näheres daselbst parterre Ebelstrabe 16 Mne 5-Ztm. Wohnung, 2. Stock, mit allem Zubehör und Gartenanteil per l.Ci wber zu vermieten. Baubel, Ebelstratze 16 pari. 3614] Sch. O-Z.-Wolm., p. ob l.Sb, gegenüb. d. Stadtth. m. all. Zubeh. z. 1. Oki. z. verm.Diezstr. 6 1. Fräulein v. auszerh. sucht zu sof. oder tväter Stelle zul 2Bindern ob. als Stütze und zur Gesellschaft zu alter. Ehepaar oder einz. Dame. Schriftl. Angebote unter 05600 an den Gtehener Anzeiger erb. 05599] Suche für meine Tochter, im Nähen u. Bügeln gut bewandert, Stellung in vesserem Hanöhalt. ^Näh. Ebelstrabe 9 Hinterh. 06608] Mädchen übern. Laufstelle vor- ob. nachmittags 2—3 Stunden. Lüwcngassc 21 11, 3634] 3-Zim.'Wohnung im mittler. Stock, Schiffenberger Weg 54, an ruhige Leute zu vermieten. Näheres Parterre.___________ 3612] 3 Zimmer, Küche, Korridor im Seitenbau, neu hergerichtet, an ruhige Leute bill. zu vermiet. _____________Sonnenstrabe 6. Grossmut und Dankbarkeit Großartiger hochdramatischer Kunstfilm, Farbenkinematographie von Path6 fröreö. Ein origineller .Heiratswettbcwerb, hum. Tonbild: Die weitze Taube. ist das neue Elite- Programm im Kinematograph Bahnhofstr. 54 05592 Bahnhofstr. 54 billig sind die Preise meines diesjährigen Moderne Wohnung (5—6 Zimmer) in ruhiger freier Lage von kleiner Beamtenfamilie für 1. Oktober gesucht. Scbr. Angeb. m. Preisangabe unt. 3701 an den Gietz. Anz. erb. Zum 1. Oktober 2—3-Zimmer Wobnuug von jungem Ehe- paar gesucht. Schriftl. Angeb. m. Preisangabe unt. 05591 an den Gies;. Anz. erb. 2 möbl. Zimmer, ungeniert, in ruhiger Lage zum 15. Zuli ev. 1. August gesucht. Schriftl. Angebote unter 05596 an den Giebener Anzeiger erb. .Junger Mann sucht in der Nahe vom Lmdenvlatz möbl. Zimmer mit separatem Eingang. Sckriftl. Angeb. m. Preisangabe unt. 05601 an den Gieß. Anz. erb. verlange die „Deutsche Bakanzenpost" Eßlingen 142. __________________(ss14/l) _________ 4 ausierer und Wicdervcr käufer, nur strebsame Personen, ür grobartige Patentneuheit ge- licht. Dauernde Beschäftigung. Berdienst 32 Mark pro Woche eventuell mehr. Schriftl. Angebote unter 05531 an den Giebener Anzeiger erb. Wieijrccc IMmMcn Fciilsic neue größte Heringe „ „ Kartoffeln g seinfchmeckend und gut bekömmlich empfiehlt billigst Georg Wallenfels nur Marttplatz 21 Telephon 46 gegenüber der Engelapotheke 'iiaballmarkenausgabe d. Sparv. Garten, Bleichplatz per L Oktbr. zu verm. Bahnhosstrahe 41. 1369] Ost-Anlage 12, Ecke Land- grafenstrabe, Beletage, elegante 5—6-Ztmmer-Wohnung p. 1. Zuli ev. früher zu öcrnucten. Naher. H. W. Rinn, Ost-Anlage 12 v. 05614] 2-Zim.-Wobn. m. Korrid., Küche, Kammer u. Bleichpl. zu verm. Krofdorser Stratze 5 a. Kaiser-Allee 8 Mansarden-Wohnuna, 2 Zimmer mit Zubehör, per sofort oder per später zu vermieten. [3602 Zu erfragen im L Stock.______ 37081 Kaifer«Allee 15 Mansarde, 3 Zlmmer, 2 Kabin., GaS u. Zub. Oft od. früh. zu vermieten. Schöne 3-Zrmmer-Wobnung, lock, p. L Okt. zu vermieten. Gebr. Weib Neustadt 10. 05398] Zwei 3-Zim.Wohn. m. Zub., Ga- ufro. per 1. Aug. zu verm. Näheres Löberö Hof 8 v._____ 35981 3 - Zimmer - Wohnung zum L August zu vermieten. Zu erfragen Löwengaffe 28. Kl.-Liüden, Rangierbahnhos, schöne 3-Zimmer-Wohnung nebst Gartenanteil 2C. per sofort oder 1. Auli zu vermieten. [8266 H. Bernhardt, Klein-Linden. Georg Briichncr, Ober-Kleen. ^iiljiiiiiditr i'oiort gesuA. 056111 M. Kühne, Asterweg 3. 1 Wärter 05558] Möbl. Zimmer m. fep. Ging. zu vermiet. Bruchstrabe 411. MWHöbl. Zimmer zu vermiet. _____________Grabenstrabe 91. 3611] Gut möbl. Zimmer zu ver- Provinzial-Siechcnanstalt, _____________(ffiestcn. ________ Tüchtiger Pferdeknecht und inchrerc Arücitcr gesucht. 05604!_________(5. Rüdfamen. Lelirlin^. Suche per sofort od. später für mein Engrov - Geschäft Lehrling nut guten Schulzeugnissen. 3707] Tyrdr. Tcipcl, Gicstcu. Llontoristin gesucht. Schriftl. Angebote unter 95610 an den Gietz. Anz. erb. ___________Heinr. Bernhardt. Schiffenberger Weg 18 4-Zimmer-Wohnung per 1. Okt. zu vermieten. 13709 Nüh. y. Weber, Kaiser-Allee 43. 36331 Aslerweg 601. schöne 4-Zim.- Wohn. in. Gartenaut. u. Bleichpl. sofort zu vermieten. ^lüheres Schottstratze 21. 05493] 4 mal 4-Z.-Wvhu. in einem Dieub. b. d. (Lrednerstrabe p. 15. Juli zu verm. Wilhelmstratze 53 p. 3620] 4-Zim.-Wohnung in. Loggia, Gartenanteil, Bleichplatz u. sonst. Zubehör in der Brnchstratze per L Oktober zu vermieten. 9läh. Ludwigsrrabe 81 p. 3645] Schöne 4 Zimmer - Wolm n n g, pari. ob. 1. Stock, per 1. Oktober zu vermieten. Ecke Stein- und Schillerstratze. 3518] Wiesenstrabe 4 ist die mittL Etage, 4 Zimmer, Badezinmter, | Ver sc hi edene | 3623] öriebrichitr. 14, Ecke Jrank' surter Stratze, herrschaftliche 7—8» Zim.-Wohnung, 2. St., m. vollst, einger. Badez., Balk. u. Beranda, elektr. Licht, Heitzwasser-Anlage, durchweg Linoleumfutzböden und all. Zubeh. p. 1. Okt. zu vermiet. Näheres 6iriedrichstrabe 141. 05605] Zimmer i. Nebenb. an einz. f>rau zu verm. Kaiser-Allee 15. j Möbl. Zimmer | 05594] Mehrere möbl. Zimmer zu vermiet. Marktstrabe 27. 05544] Einfach möbl. Zimmer zu Cafe Amend Heute OPERN-ABEND „„ Wwijilicr lijiem tKlavp-EamerajmitZubehörbtüta U ve^ausen. Näheres Neuen Baue zz p. |36’>1 Glattbaar, deutich. Pinscher schwarz m. gelb, Nllde, retnr., sehr ^chöu, 5 Monate alt, zu verkaufen. BfarrhauS Gambach. [0549O