HL 259 Zweites Blatt 160. Jahrgang Erscheint tLgkich mü Ausnahme de§ Genntsg*. Die „Gießener LamIliendttMer- werden dem ,91n»etfler* viermal wöchentlich beigelegt, daS „Ureisblatt für den Ureis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Laabwirtlchaftlichei, Lett» fragen" erscheinen monatlich zweimal. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheßen Steltag, 4- November 19(0 Rotahontbnirf und Verlag der vrühl'fchen UnwerstlälS - Buch- und bieindruckerei. «.Lange, »ießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: bchul« straße 7. Expedition und Verlag: e^SföL «edatNom^MS 112. LeL-Adru AnzeigerGreß«. Aus dem Strafprozehausschuh. :: Berlin, 3. Nov. Der Strafprozeßausschuß beendete heute zunächst die Beratung des Abschnitts Voruntersuchung". In dem Abschnitt über bie Eröffnung des Hauptverfahrens hatte der Ausschuß in der ersten Lesung eine Bestimmung eingefügt, nach der auch in den vor den Amtsgerichten zu verhandelnden Sachen die Anklageschrift dem Angeklagten unter Bestimmung einer Frist mitzuteilen ist, innerhalb deren er Einwendungen erheben und Beweisanträge stellen kann. Diese neue Bestimmung war recht umstritten. Man griff sie an, weil dadurch das Amts- gerrchtsverfahren bureaukratisiert und verzögert würde. Dagegen wurde geltend gemacht, daß dem Amtsgerichte durch dre neue Strafprozestordnung eine Reihe von schwereren Delikten überwiesen worden seien, bei deren Verfolgungen für den Angeklagten dieselben Garantien eingeführt werden müßten, wie in den übrigen Verfahren. Die Abstimmung ergab eine Mehrheit für die Beseitigung des Beschlusses erster Lesung. Nach § 197 der Strafprozeßordnung steht der Staatsanwaltschaft die sofortige Beschwerde zu, wenn ein Gericht den Antrag auf Eröffnung des Hauptverfahrens wegen Unzuständigkeit ablehnt. Es war ein Antrag gestellt, dem Angeklagten dasselbe Recht einzuräumen; dre jc^ige Fassung wurde jedoch berbehalten. Zuni fünften Abschnitt des BucheS über das Verfahren in erster Instanz, der die Vorbereitung der Hauptverhanb- lung regelt, nahm der Ausschuß einen Antrag an, wonach mittellosen Angeklagten bei großer Entfernung des Wohnortes auf ihren Antrag diese Reise zum Gericht durch unentgeltliche Gewährung einer Fahrkarte ermöglicht lver- den kann. Zum § 232 im Abschnitt „Hauptv erhandlung" lag der Antrag vor, als neuen Absatz die Bestimmung hm- zu^ufügen: „&e Beweisaufnahme ist auf die sämtlichen vorgeladenen Zeugen und Sachverständigen sowie auf die anderen herbeigejchafften Beweismittel zu erstrecken; von der Erhebung einzelner Bewerfe kann jedoch abgesehen werden, „wenn die Prozeßbeteiligteu hiermit eillverstanden sind"— und die Bestimmung zu streichen, daß die Erhebung eines Beweises, falls das Beweismittel zur Stelle ist, nicht deshalb abgelehnt werden kann, weil die unter Beweis gestellte Tatsache für die Entscheidung ohne Bedeutung sei. Von anderer Seite war ein Antrag eingegangen, der das geltende Recht wieder Herstellen will. Dieser § 232 ist einer der wichtigsten der ganzen Prozeßordnung, denn es handelt sich um das Beweisrecht des Angeklagten rn der Hauptverhandlung und um dre Frage, ob oem Angeklagten vor der Verurteilung nrcht wenigstens die volle Freiheit der Beweissührung zugestanden werden muß. Die Aussprache hierüber kam heute noch nicht zu Ende. Weiterberatung Freitag vormittag. Die „Wahrheit" vor Gericht. 4 Berlin, 3. Nov. Zu Beginn der heutigen Sitzung erscheint der gestern Der» schwuirdene Zeuge Journalist Kleb Inder, genannt Binder, und entschuldigt feine gelinge Abwesenheit mit Krankheit und schwerer seeliicher Depression. Seine Vernehmung gestaltet sich, weil der aufgeregte Zeuge fortwährend auf andere Thematas zu konmien sucht, äußerst charakteristisch und temperamentvoll. Er schildert einen „Klavierhandel" zwischen der Redattrice Frau Mary Berg- Lrubemami und dem Klavierhändler Hintze, der einen Großhandel mit alten Instrumenten der größeren Klavierfirmen Deutschlands betreibt. Noch seiner Darstellung, die aus Angaben von Hintze beruhen soll, hat Fran Berg-Lindemann Herrn Hintze eingeladen, sie zu besuchen. Sie habe eine elegant eingerichtete Wohnung und wolle ein Klavier kaufen. In der Wohnung der Dame sei es dann zu einigen Zärtlichkeiten gekommen, und Herr Hintze lieferte einige Zeit später als Aequivalent em Klavier, das eine alte bekannte Firma trug. Frau Berg-Lindemann will nun die Entdeckung gemacht haben, daß das Klavier durchaus wertlos sei. Sie schrieb deshalb an Hintze und sprach dabei von Betrug und Schweigegeldern. Aus dieses Schreiben hin lud Hintze die Dame zu sich ein, steckte aber vorher vorsichtshalber eilten Lehrjungen unter das Kanapee und seinen Geschäftsführer ins Nebenzimmer. Als Frau Berg-Lindemann erschien, begannen unter Zeugenschaft der beiden Versteckten die Verhandlungen über ein Schweigegeld. Frau Berg-Zindemann erfiäiie stch mit 3000 Mark einverstanden, als ihr Herr Hintze die drei Tausendmarkscheine von weitem zeigte. Als er das Einverständnis hatte, steckte er die Scheine wieder ein und verklagte Frau Berg-Lindemann wegen Erpressung. Die Untersuchung in der Sache schwebt noch. Tie „Wahrheit" hat sich dann des Falles bemächtigt und verschiedene Artikel gebracht. Der Zeuge erklärt, daß der Angeklagte Bruhn in dieser Angelegenheit seine Hiebe gleichmäßig nach rechts und links verteilt habe. Es wird dann In der Erörterung des Falles Wertheim sortgefahren und zunächst die Verlesung der hierzu vorliegenden Artikel der „Wahrheit" zu Ende geführt. Zunächst wird der Warenhausbesitzer Wolf Wertheim vernommen, der zunächst mit seinen drei älteren Brüdern das alte Stammhaus in der Leipziger Straße leitete, dann aber mit diesen in Differenzen geriet und das Passagekaufhaus eröffnete. Der Zeuge behauptet unter großem Staunen Von Gericht, Zeugen und Zuhörer- schaft, daß die in der „Wahrheit" erschienenen Artikel gegen das Warenhaus Wertheim sich speziell gegen seine Person gerichtet hatten, da seine persönlichm Verhältnisse in den Vordergrund gerückt gewesen seien. Er habe Inserate an die „Wahrheck" gegeben, um diese feindseligen Artikel zu verhindern. Der Vorsitzende mackst den Zeugen darauf aufmerksam, daß seine Darstellung sehr seltsam sei, Bruhn habe ihn, den Besitzer des Passagekaushauses. im Gegenteil immer günstig behandelt, die Angriffe hätten sich nur gegen die alte Firma gerichtet. Die günstigen Artikel über das Passagekaufhaus seien sogar fortgesetzt worden, als er, der Zeuge, keine Inserate mehr aufgegeben habe. Ter Zeuge erklärt dies damit, man habe sich den Anschein geben wollen, als ärgere man sich darüber nicht. Dem Zeugen werden verschiedene Umstände vorgehalten, aus denen heraus seine Anschauung eine irrige sein müsse, er bleibt aber bet seiner Darstellung und gibt schließlich zu, daß er seinen Bruder Georg für den Hintermann der „Wahrheit" halte, der dieser das Material über seine, des Zeugen, persönliche Verhältnisse geliefert habe. Der jetzige Leiter des großen Wertheimschen Warenhauses in der Leipziger Straße Georg Wertheim bekundet als Zeuge zu dieser Sache, daß er weder direkt noch indirekt durch Mittelspersonen die „Wahrheit' über persönliche Verhältnisse seines Bruders informiert habe, um etwa einen Truck auf diesen auszuüben. Der Angeklagte Bruhn habe ihm auch niemals das Angebot gemacht, in der „Wahrheit" zu inserieren Auf die Frage, was er zu den Erklärungen seines Bruders Wolf zu sagen habe, zuckt der Zeuge schweigend die Achseln. Wolf Wertheim erklärt auf Befragen, daß er seine Ansicht, Bruhn habe mit seinen Artikeln erpresserisch Zwecke verfolgt, nunmehr nicht länger aufrecht erhalten könne. Darauf resümiert der Staatsanwalt, daß er kaum noch die Anklage im Falle Wertheim werde aufrecht erhalten können. Nach Verlesung einiger Artikel über den Spielklub Berolina werden die Verhandlungen auf morgen vertagt. Au- Stafct und Land. Gießen, 4. November 1910. Von der Edertalsperre. Die «Edertalsperre wird nach ihrer voraussichtlichen Vollendung 1914 eine Wassermenge von 2 2 0 Millionen Kubikmeter fassen und damit das größte Staubecken Europas sein. Die Wasserfläche wird sich zwischen Herzhausen im ehemaligen hessendarmstädtischen Kreis Vöhl bis nach Hemfurth im waldeckischen Kreis Eder erstrecken. Die Orte, die vollständig verschwinden, sind Asel, Bringhausen und Berich, ferner die Gehölfte Bornhagen, Stollmühle, Bericherhütte und einige Mühlen an der Werbe und dem Aselbach. Von den Dörfern Herzhausen und Nieder-Werbe bleiben nur einige Hochliegende Häuser stehen. Vielfach sieht man in den Dörfern schon verlassene Hofreiten, ja sogar abgebrochene Anwesen. Die Bewohner werden sich meist in der preußischen und waldeckischen Umgebung ansiedeln, nur wenige gehen nach Posen. Die große Mauer wird kurz oberhalb Hemfurth, da wo steile Höhen dicht an die Edor herantreten, errichtet. In den' letzten Wochen sind die Arbeiten dank des günstigen Wetters gut fortgeschritten. Etwa 500 Arbeiter waren beschäftigt, darunter über 300 Erdarbeiter, etwa 75 Maurer und etwa 100 Personen bei den Maschinen, in den Stkinbrüchen, Bureaus usw. Alle möglichen Sprachen hört man unter den Arbeitern, die aus Deutsck)eii, Italienern, Bosniaken Kroaten und Polen bestehen. Die Mauer erhält eine Länge von etwa 400 Meter und eine Höhe von 50 Meter, die Mauerftärke beträgt an der Sohle 35 Meter, auf der oberen Plattform 5 Meter. Sie wird ein Mauerwerk von 280—300 000 Kubikmeter umfassen. Während in der Mitte und am Westrande des Tales Baggermaschinen die Erdarbeiten besorgen, wird am Ostrande schon an der Mauer gearbeitet. Eine Betonschicht ist hier treppenförmig und metertief in die Felsen eingelassen, die Felsen an der Seitenwand werden zuerst mit Zementmilch verdichtet. Die untere Mauer ist drainiert. In der 35 Meter starken Grundmauer bleiben etwa 2—3 Meter breite Durchlässe, die vorläufig mit Pfropfen ausgemauert werden, später aber Turbinen für Kraftzwecke aufnehmen können. 40 pferdige Motore sind fortgesetzt in Tätigkeit, um das Grundwasser aufzusaugen. Als Baumaterial zur Sperrmauer dienen Grauwacke und Trassekalkmörtel. Bei Vringhausen ist ein großer Steinbruch geplant. Die Baggermaschinen sollen bis Frühjahr mit dem Ab heb en des Mutterbodens bis auf die Felsen fertig sein. Bis dahin ist auch die Ostseite der Mauer bis auf etwa 12 Meter gediehen. Ein neues Flußbett ist bereits vor der Mauer entlang gegraben, um nächstes Jahr die Eder nach der Ostseite zu leiten. Alsdann wird die Mauer an der Westseite begonnen. Zur Herbeischaffung des Baumaterials dienen Feldbahnen, auch hat man dazu eine Eisenbetonbrücke über die Eder gelegt. Eine Drahtseilbahn führt in einer Höhe von etwa 80 Fuß über die Mauer von einem Ufer zum andern, diese soll ebenfalls zur Beförderung von Baumaterial bienen. Man hat berechnet, daß die Eder bei Hochwasser in der Sekunde 500 Kubikmeter Wasser gibt, und daß damit, wenn gar nichts abfließen würde, die Talsperre in acht Tagen gefüllt wäre. Das Gelände der Edertalsperre und das Baugelände der Sperrmauer sind im Herbst von Wanderern fortgesetzt stark besucht worden. — TageSkalendrr für Freitag, 4. Novbr.: Stadt- t h e a t e r: .Jugendfreunde.- Anfang 8 Uhr. * • • Fahrpreisermäßigung für Arbeitnehmer und Handwerker zum Besuch der Brüsseler Weltausstellung. Die Weltausstellung in Brüssel wird am 7. November geschloßen. Die Fahrpreisermäßigung für die Rückfahrt wird von den Fahrkartenausgaben der deutfch- velgifchen Uebergangsstatlonen nur noch big zum 10. November (einfchl.) gewährt. • • Der Turnverein veranstaltet morgen abend in seiner Turnhalle am OSwaldß Garten sein Winterfest, für vaS ein sehr gewähltes Programm aufgestellt worden ist. U. a. wird die Kapelle des Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm unter der Leitung des Obermusikmeisters Löber Mitwirken und außerdem werden turnerische Darbietungen der verschiedensten Art und Gesanqsvorträge geboten. An das Unterhaltüngsprogramm wird sich der herkömmliche Ball an- schließen. * * Das hessische Tuberkulose-Wander- Museum war in den letzten Wochen im Kreise Friedberg (Gamb ach, Bad-Nauheim und Vilbel) ausgestellt und von über 2200 Personen besucht. Hieran mrgereiht haben sich die Orte Gedern mit 900 und Laubach mit über 1200 Besuchern, zusammen im Streife Schotten 2100 Personen. Gegenwärtig befindet sich die Ausstellung im Streife Lauterbach, in dem Schlitz und Herbstein in Frage kommen. Demnächst geht sie in den Kreis Gießen und von da auf einige Wochen nach Straffet Bis jetzt wurden insgesamt 320 000 Besucher gezählt. * * Billige Briefe nach Nordamerika. Die nachstehend verzeichneten Dampfer befördern Briefe zu dem ermäßigten Portosatz vvn 10 Pfg. für 20 Gr. zu den angegebenen Zeiten nach Den Bereinigten Staaten von Nordamerika. „George Washington" ab Bremen 8. Nov.; „Kronprinz Wilhelm" ab Bremen 15. Nov. ; , Kais er in Auauste Viktoria" ab Hamburg 19. Nov.; „Kaiser Äilhelm der Große" ab Bremen 29. Nov.; „Rhein" ab Bremen 3. Dez.; „Amerika" ab Hamburg 10. Dez.; „George Washington" ab Bremen 13. Dez. Alle diese Schiffe außer „Rhein" und „George Washington", bei der Fahrt ab Bremen am 3. Dezember und 13. Dezember sind Schnelldampfer oder solche, die für eine bestimmte Zeit vor dem Abgang die schnellste Besördernngs- gelegenheit bieten. Kreis Schotten. -r. Schotten, 3. 91 oo. Zur Erinnerung an die Anwesenheit des GroßherzogH und deS Kaisers von Rußland auf Dem Taufstein soll daselbst eine Linde gepflanzt werden. Mit der Einweihung wird eine kleine Feier verbunden. -r. Ulrichstein, 3. Nov. Mit den Arbeiten auf dem Felde mußte jetzt Schluß gemacht werden, denn feit gestern fallt Schnee. Es ist kälter geworden. Laubach, 3. Nov. Die vom 26.—31. Oktober 1910 hier im Gasthaus „Zur Traube" gezeigte Tuberkulo- en-Ausstelluug wurde gut besucht. Die Zahl der Besucher betrug 1225. In der aufgehängten Sammelbüchse befanden sich am Schluffe 16.50 Mk. Von beiden hiesigen Aerzten wurde an Wochentagen je ein Vortrag, am Sonntage zwei Vorträge gehalten. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 3. Nov. Das gern besuchte Ziel vielen Touristen und Schulen, auch der Nauheimer Kurgäste, ist «den Wntterstein. Stille Wege lühren zum Forsthans Winterstein. Der alte, nun in den Ruhestand versetzte Förster weiß uns auf Grund alter Erfahrungen genauen Bericht über die kommende Witterung 'zu geben. Die Großherzoglichcn und Rusfischen Herrschaften waren in diesem Sommer auf dem Forsthaus Winterstein gewesen. Die Kaiserin Elisabeth von Oesterreich, die oft als Kurgast m Nauheim lebte, weilte öfters hier und unter den vielen Kränzen, die ihren Sarkophag schmückten, lag auch ein einfacher; Kranz aus Heideblumen des Wintersteins. l. B u tz d a ch, 3. Nov. Nachdem die hiesige Bürger- mei st erwähl auch in letzttnslanzlicher Entscheidung des Ministeriums des Innern die Bestättgnng nicht gesunden hat, findet demnächst die Neuwahl eines Bürgermeisters statt. Für die Wahl wird die Liste der Stimmberechtigten, die bei der letzten Gemeinderatswahl benutzt worden ist, ohne nochmalige Offenlegung, zu Grunde gelegt und nur die Personen sind stimmberechtigt, die in dieser Liste stehen. Die bayerischen Staatsangehörigen sind nicht stimmoerech- tigt. — Kirchenrat Schrimpf und dessen verstorbene Ehefrau Emilie, geb. Schudt, haben dem hiesigen Armenfonds eine Stiftung von 400 M k. vermacht, wovon die Zinsen zu Weihnachten jeden Jahres an arme Hospitaliten zur Anschaffung von Weihnachtsgeschenken verwendet werden sollen. Sind in einem Jahre keine unterstützungsbedürftigen Hospitaliten vorhanden, so sollen die Zinsen kapitalisiert werden. Die Armenkommijjion hat diese Schenkung für den Armenfonds dankend angenommen. Die Stiftung soll den Namen fuhren: „Skirchenrat Schrimpf- Stiftung für arme Hospitaliten". X Steinfurth, 3. Nov. Bis in die letzten Tage hinein wurden noch täglich Rosen geerntet und versand, besonders nach Berlin. Die Rosenpakete werden abends in Bad-Nauheim zur Post gegeben und am nächsten Morgen stehen die Ro|en schon auf dem Berliner Markt zum Verkauf aus. Erst die letzten Regentage und einige falte Nächte haben die Emie, die sich noch nie so lange hm aus dehnte wie in diesem Herbst, ein plötzliches Ende bereitet. An Stelle des Blumenversandes tritt jetzt der Versand cum Stecklingen und Ablegern, besonders der ferneren Sorten^ die in diesen Wochen massenhaft nach allen Tellen Deutschlands und des Auslandes verschickt werden. — Die „Rosenbauern" sind jetzt fleißig mit der Bearbeitung und Bestellung ihrer Rosenfelder beschäfttgt. _ X Bad-N anheim, 3 Nov. Mit dem 1. November ist Lehrer Wagner nach bald 50jähriger Amtstätigfeü, wovm er 41 Jahre an der hiesigen Volksschule verbrachte, in den w)hl- verdienten Ruhestand getreten. Neben seiner Wirksamkeü an der Stadtschule, die sich in den 41 Jahren aus einer 4klassigen in eine 17klassige Schule umgewcrndelt hat, hat sich Lehrer Wagner als Vorsitzender desKur-undVerschönernngsvereins auch um die Entwickelung des Bades mrd vor allem bei doi Gründung des MU itär kur Hauses große Verdienste erworben. Lehrest Wagner war auch lange Jahre 1. Sprecher des Tnrnvereins> der si-ck) unter seiner Leitung einer günstigen Entwickelung »erfreuen konnte. . w ~ W Bad-Nauheim, 3. Nov. Der langjährige Besitzer der hiesigen Sprudelapotheke, Apotheker Werner, ist heute gei st o r b e n. A Nieder-Weisel, 3. Nov. Ein Bursche schoß mit einem alten Flobert Spatzen. Ter Lauf platzte und die Stücke Verletztenden Schützen so schwer, daß er ins Johanniterhospital gebracht werden mußte. Starkenburg und Rheinhessen. ch. Aus Rh einh ess en, 3. Nov. DasObstgeschäf k' war vis in die letzte Zeit hinein durchweg lebhaft. Sowohl' in Rheinhessen selbst wie auch an der Nahe, am Mittelrhein und im Ryeingau herrscht fortgesetzt Leben. Besonders kommt dieser flotte Betrieb von der starken Nachfrage durch die Wirte, die infolge der geringen Traubenernte erhebliche Mengen Mostäpfel keltern. Die Preise für Kelter- obst find denn auch fortwährend gesttegen. Für den Zentner wurden in der letzten Zeit 7—8 Mark befahlt. -o. Mainz, 3. Nov. In Alzey hatte man sich bedeutend verspekuliert, als man nach der Neufestsetzung des Ortsbauplanes, die 1896 zum Zwecke der Stabterwette- rung erfolgte, gewaltig in die Höhe getriebene Bodsn- preije zahlte. Der heutigen Verhandlung des Provinzial- Ausschusses wurde von vielen Besitzern in 'Alzey mit Spannung entgegengesehen, denn nach deren Ausgang werden sich künsttg die Grundstückspreise richten müssen. Der Eisenbahnarbeiter Lothhammer aus Mzey faufte bald nach der beschlossenen Stadterweiterung Gelände um 16 Mark das Quadratklafter. Man rechnete mit einem großen Aufschwung der Bautätigkeit und das ehemalige Ackerland war nun Baugelände. Der Aufschwung blieb aus und bald erfuhr man, daß der Boden zu teuer bezahlt sei. Die Stadt braucht das Gelände Lothhammers zu Straßenzwecken, konnte sich mü dem Besitzer aber nicht einigen, obwohl er bereit war, schon wett billiger zu verkaufen, als er selbst gekauft hatte. Die Stadl bat ihm für das Quadrat- ftafter 6 Mark, er verlangte 10 Mark. Die Lokalkommission schätzte 8 Mark, das Ortsgericht setzte 7,80 Mk. an. Nachdem in der heuttgen Verhandlung vor dem Provinzial- ausschuß Justizrat Callmann als Vertreter der Stadl A^zey bargetan hatte, daß die Gemeinde nicht mehr zahlen könne, als den Preis, den der Boden als Ackerland wert war, entschied der Provinzialausschuß dahin, daß für das Qua-, dratttaster 7 Mark zu zahlen sei. Hesien-Nassau. Allendorf a. d. Eder, 3. Nov. Die Eisenbahndirektton Kassel teilt mit: Am 17. November d. I. wird die normalspurige Bahnstrecke Allendorf (Eder)—t Hatzfeld (Teilstrecke der Neubaustrecke Mendorf—Raumland) als Nebenbahn mit den Bahnhöfen 4 Klasse Battenberg, Dodenau, Reddighausen, Holzhairsen (Eder- und Hatzfeld sowie dem Haltepunkt Eifa für den Personen-, Gnter- und Gepäckverkehr sowie für bic Abfertigung von Leichen und lebenden Tieren eröffnet Der Haltepunkt Eifa bient gewicht Kälber. Mk. 48-52 56.00-57.00 70.00-72.00 Nr. 146 in den ein mit sind an der Meteorologische Beobachtungen -er Station Gietzen. C Nov. 5 ‘<5 Wetter 1910 ® S.sj| N =- -i- 2,6 -0. ■3m ältesten Viertel von Lissabon wurden sieben pest- 3. 3. 4. Kleine TageSchronik. 75-78 68-69 2*& ti“ 34-38 28-29 54.50-55.00 55.50-57.50 55.50—57.00 Mk. 95-103 90-97 81-88 erhältlich Auergesellschaft, Berlin 0.17 69.00-72.00 71.00-74.00 70.00—72.00 ttv Q l* Dollsieifchige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht Vollsleifchige Schweine über 21/, Zentner Lebendge>vicht Fettschiveme über 3 Ztr.Lebendgew. . Fleischige Schweine Sonnenschein Regen II Bf -mir dem Per7onenverkeh'r. Me Mfertrgnng von 'Sprengstoffen ist auf allen Stationen ausgeschlossen. Auf allen Bahnhöfen befinden sich fahrbare Viehrampen; die Bahnhöfe Battenberg, Ho-lzhcmsen und Hatzfeld haben feste Rampen für Kopf- und Sertenverladung erhalten. Die Züge werden nach den besonders veröffentlichten Fahrplänen verkehren. Hk. Marburg, 3. Nov. Der ordentliche Professor für deutsches und öffentliches Recht an der hiesigen Universität, Geh. Justizrat Dr. Justus Bernhard Westerkamp wurde auf seinen Antrag von der Verpflichtung zur Abhaltung von Vorlesungen entbunden. Gleichzeitig erhielt er den Roten Lldlerorden dritter Klasse mit der Schleife. W. Frankfurt a. M., 3. Nov. Heute früh überfiel der Arbeiter Christian Rübsam seine von ihm getrennt lebende Frau in Hausen, schoß ihr eine Kugel in den Kopf und flüchtete. Die Frau ist schwer verletzt. Der Täter ist verhaftet. W. Kassel, 3. Nov. Gestern nachmittag wurden in der Nähe der Haltestelle Kirchditmold beim Ueber- -schreiten der Gleise die Zimmerleute Sommer- 7 ade, Vater und Sohn, von einer Leermaschine ersaßt und überfahren. Dem Vater wurden beide Beine und ein Arm abgefahren und blieb tot auf dem Platz. Der Sohn wurde tödlich am Kopf und an den Beinen verletzt und dürfte kaum mit dem Leben davonkommen. Baden. Mannheim, 3. Nov. Das Feuer bei der Ma- schin enfabrikvon Heinrich Lanz war gestern abend gegen 8i/2 Uhr ausgebrochen. Es ging vom sogenannten „Großen Bau" aus, wo in der Garderobe der Betriebs- schlosserei das Feuer entstanden war. Infolge des starken Windes griff das Feuer rasch um sich und hatte bald die Modellschremerei, die Schlosserei und den Zentrifugenbau erfaßt. — Die Firma Lanz gibt durch Anschlag bekannt, Daß in sämtlichen Werkstätten, die durch das Feuer zer- ,stört wurden, der Betrieb aufrecht erhalten wird. Alle betroffenen Arbeiter werden also weiter beschäftigt. Hfl Newy 0 rk, 3. Nov. Mc Curd h beabsichtigt Samstag auf seinem Doppeldecker von Deck der „Kaiserin Auguste Victoria" nach Newyork zu fliegen, sobald der Dampfer 50 Meilen vom Hasen entfernt ist. Offiziere der Armee und Marine werden den Flug^beobachten. Das Marinedepartement gab den Befehl, daß eine Flotille von Torpedobooten die Flugstrecke beaufsichtigt. Für den Anlauf nnirbe auf dem Vorderdeck des Dampfers eine besondere Plattform hergestellt. Märkte. le. Frankfurt a.M. Di e h y oi-M a rkt b e ri ch t-vom 3. Nov Auftrieb: Rinder 114, darunter 24 Ochsen, 1 Pulle, 89 Kühe, Kälber 709, Schale 443, Schweine 912. 1 Tendenz: Rinder, Kälber und Schafe gedrückt, Schweine bleibt Uebersland. Preis pro 100Pfd. Lebend- Schlacht- VISITKA RTEN ln leder beliebigen Schriftart und Kartonsorte, Pfarrer Schwabe. . / In der Zohannerkirche. Vormittags 9'/r Uhr: Pfarrer Ausseld. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde. Pfarrer A u s s e l d. Abends 5 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Beichte und heil. Abendmahl für die Lukas- und Johannesgemeinde. Anmeldungen werden vorher bei dem Pfarrer jeden Gemeinde erbeten. ; Abends 8 Uhr im Konfirmandensaal der Johanneskirche: 23er- ammlung und Bibelbesprechimg. Abeilds 71/, Uhr: Versammlung der konfirmierten männlichen Jttgeiid der L u k a S g e Ni e i n d e. Mittwoch den 9. November, abends 8 Uhr: Bibel-(MissionS-) tunbe im Johannessaal. Pfarrer A u s f e l d. Heute, Freitag den 4. November, üon 51/, bis 71/, Uhr: Versammlung der konfirmierten weiblichen Jugend der * Johannes gemeinde im Johannessaal. Uatholijche Gemeinde. Gottesdienst. Samstag den 5. November'. Nachmittags uni 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit $ur heil. Beicht. Sonntag den 6. Nov., 25. Sonntag n a ch P f i n g st e n: Vormittags von 61/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. „ um 7 Uhr: Die erste heil. Messe. r um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. , um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. „ um 11 Uhr: Heil. Blesse mit Predigt. Nachmittags um 6 Uhr: Christenlehre: darauf Andacht mit Segen. ' 7 RcichSgerichtsbrief. hdruck verboten). js. Leipzig, Oktober 1910. ' Graf Zeppelin irnterfagt die Benutzung seines - Namens als Warenzeichen. : Wir leben in einem Zeitabschnitt, in dem die Reklame für : den Geschäftsmann eine der wichtigsten Angelegenheiten des Ge- schäüsbetriebeS bebautet. Es ist deshalb begreiflich, daß auch der große Errungenschaft bebciitenbe Name Zeppelin überall jnm Zwecke der Reklame ausgenutzt wird. Da die Gestalt der Zeppelin- Luftschiffe im verwandtschaftlichen Derhältiiis zur Zigarrenform steht, glaubte die Zigarren- und Tabakfirnm Hans är Joseph in Maniiheim rütfbilbenS den 9lmuen Zeppelin ohne Einivilligung des Grasen Zeppelin für ihre Zigarren inib Tabakfabrikate ver- ivetiden zil können. Dabei geht sie so weit, daß sie den Namen Zeppelin vollständig für sich zu reservieren fucbt. Sie ließ sich unter Nr. 93 499 das Wortzeichen „Graf Zeppelin^ und ferner unter Nr. 106 972 das Wort „Graf Zeppelin" und das Brustbild des Grafen als Warenzeichen patentamtlich eintragen. Infolge dieses Vorgehens erhob Gras Zeppelin Klage gegen die Firma Hanf & Joseph, umsomehr deshalb, weil er bereits der Firma Hockenheim & Sohn in Mannheim erlaubt hatte, seinen Namen für ihre Tabatfabrikate zu gebrauchen. Ter Untcilassungsklage haben sowohl Landgericht Mannheim wie auch Oberlandesgericht Karlsruhe slattgegeben. Tie beklagte Firma verteidigt sich mit dem «neuen Kunstschutzgesetz. Nach § 22 dieses Gesetzes dürfen Bildnisse von Personen nur mit Einwilligung der Abgebildeten zur Schau gestellt tverdeu, dagegen erlaubt der § 23 desselben Gesetzes die Beniitzung von Bildiilssen aus dem Bereiche der Zeitgeschichte ohtte Einwilligung des Abgebildeten, weiiii durch diese Veröffenllichuug der Abbildungen fein berechtigtes Interesse des Abgebildeten oder seiner Angehörigen verletzt wird. Diese Gesetzesftelle in Verbindung mit § 12 des Bürgerlichen Gesetzbuchs bringt das Reichsgericht auf die Frage in Anwendung, ob jemand dem Gebrauch seines Namens uni) Bildes zum Zwecke der Warenb^eichnung und Reklame widersprechen kann. Und zwar hat das Reichsgericht die Streitfrage nunmehr ebenfalls im Siime des Grafen Zeppelin ausgelegt und die Revision der bellagten Firma, die das Urteil des Oberlandesgcrichts Karlsruhe än griff, zurück gewiesen. Die Ausführungen, die das Reichsgericht in seiner Begründung macht, sind sowohl von einschneidender Bedeutung für imser Warenzeichenrecht, wie auch von großem All- gemeinintercsse. Wir entnehmen daraus folgendes: Es ist grundsätzlich davon auszugehen, daß in § 12 des Bürgerlichen Gesetzbuchs bestimmt ist, daß der Namensbercchtigte ein Interesse baren haben muß, daß sein Name von anderen in unbefugter Weise gebraucht worden ist. Dieses Interesse ist im weitesteir Sinne zu verstehen. Es kommt nicht nur ein vermögensrechtliches Interesse in Frage, onderrr jedes schutzberechtigte Interesse. Der Senat steht nun grundsätzlich auf dem Standpunkte, daß, wenn jemand den Namen eines anderen als Warenzeichen eintragen läßt, eine Verletzung des Interesses des anderen darin zu finden ist. Denn derjenige, der ihn hat eintragen lassen, hat sich in den Besitz des Namens unter Ausschluß aller anderen gesetzt. Es ist jedock) einleuchtend, daß es durchaus im Interesse des Namensberechtigten liegen muß, seinen Namen nach Belieben zu gebrauchen. — Was das kombinierte Warenzeichen anlangt, so fällt das schon auf Grund derselben Erwägungen. Aber auch nach dem Kunstschutzgesetz vom Januar 1907 ist der Gebrauch des B i l d z e i ch e n s nicht gerecÄ- ertigt. Wenn dort gesagt ist, daß die Bildnisse der in der Zeitgeschichte stehenden Persönlichkeiten verbreitet werden dürfen, so ist doch durch den § 23 diese Verbreitung untersagt, soweit ein berechtigtes Interesse vorliegt. Uebrigens würde die Eintragung als Warenzeichen beni Sinne dieses Gesetzes direkt widersprechen. Tas Kunstschutzgesetz bezweckt mit jener Bestinrmung die freie Verbreitung von hervorragenden Persönlichkeiten. Wenn jemand dann ein Warenzeichen mit einer solchen PersöiUichkeit eintragen läßt, so hemmt er jede Verbreitung durch andere. Maßnahmen gegen die Schmutz- und Schundliteratur. Das hessische Ministerium des Innern, Abteilung für Schulangelegenheiten, hat an die Direktionen der Gymnasien, Realgymnasien, Oberrealschulen, Realsckwlen, höheren Mädchenschulen inü) Lehrerseminare, die Leiter der höheren Bürgerschulen uni) die Kreisschulkommissionen ein Ausschreiben, betreffend Maßnahmen gegen die Schmutz- und Schundliteratur, erlassen, in dem es u. a. heißt: Der Schutz der Jugend ist mit in erster Linie Sache des Elternhauses. Weim irgendwo, so bedarf aber auf diesem Gebiete das Erziehungswerk des Dauses der Unterstützung purch die Schule. Mit Befriedigirng haben wir aus Ihren Berichten und bei anderen Anlassen ersehen, wie viele von Ihnen bereits in den Abwehrkampf eingetreten sind, und wie die Lehrerschaft sich bewußt ist, daß ihr durch ihre Stellung in der Bevölkerung nach verschiedenen Seiten die Möglichkeit gegeben ist, auch außeramtlich erfolgreich zum Schutze der Jugend tätig zu sein. Wir können uns daher darauf beschränken, nachstehend die wesentlichen Gesichtspunkte anzuführen, nach denen die Schule .ihre Maßnahmen ergreifen kann, ohne damit andere Schritte ausschließen zu wollen. Art und Maß der zn ergreifenden Mittel soll m jedem Falle Ihrer pflichtmäßigen Erwägung unter Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse mtterliegen. 5)ierbei werden Sie sich stets gegenwärtig halten müssen, daß unbesck-adet eines tatkräftigen Vorgehens ein vorsichtiges und maßvolles Einschreiten schon wegen der Schwierigkeiten einer genauen Umschreibung der Begrifft „Schmutz und Schund" geboten ist, und daß die Schule es vermeiden muß, auch nur den Anschein eines einseitigen und übertriebenen Vorgehens zu erwecken. Im einzelnen empfehlen wir Ihnen daS Folgende: 1. Die Letter der Anstalten, die einen Jahresbericht an die Eltern ihrer Schüler versenden, wollen, wo die Verhältnisse es angebracht er- ischeinen lassen, nach dem Vorgehen des Ostergymnasiums zu Mainz nm Jahresbericht 1909/10 die Eltern zum Kampf gegen die Schund- und Schcrndlüeratur und ähnliche Feinde der Kinder Mffordem. 2. Die Schülerbibliotheken sind überall, insbesondere auch in den Volksschulen, einzurichten und anszu- fbLuen und, wo öffentliche ober von den Kreisen unterhaltene Büchereien nicht bestehen, den Fvrtbildungsschülem zugänglich zu machen. Bei der Ergänzung der Bücherbestände ist den Bedürs- drissen der lugendlichen Phantasie geeignete Rechnung zu tragen. 3. Die Lehrer wollen es sich angelegen sein lassen, gelegentlich ämmer wieder in belehrendem Sinne auf ihre Schü lc r e i n z n - Üvirken und die regelmäßige Benützung der Schülerbibliothek Zu fördern. Dabei muß die Auswahl der Bücher bei, ,-Schulem so freigelassen werden, daß sie die Bücherei mit Kult benützen. 4. Die Schaufenster und Läden der Buch- und «Schrerbwarenhändler und ähnlicher Geschäfte sind darauf hin im Auge zu behalten, daß sie der Jugend nachteilige Druck- Ychrrften und Abbildungen nicht enthalten. Auf die Beseitigung der beanstandeten Sachen ist mit dem Hinweis darauf cinzuwirken Idatz andernfalls den Schülern aus schuldisziplinären Gründen ^verboten werden müßte, ihren Bedarf in den betreffenden Geschäften zu decken. Wo an .einem Orte mehrere Schulen (ins- chepmdere auch die Volksschule) in Betracht kommen, empfiehlt sich stets em gememfameS Vorgehen der Schulen und dabei die Mit- .wrrttcng der Kreisbehörde umsomehr, als ein strafrechtliches Gin- ^gen den Geschaftsinh ab er in Frage kommen kann. Im .^alle vim Memungsverfchiedenheiten der betettigten Stellen und 'S ?on einem Vorgehen abzusehen oder unsere .Entschließung emzuholen. 5. Es empfiehlt sich, auf die Besitzer von Kinematographen einzuwirken, daß sie Vorstellunaen dem Gebiete der Märchen, der Geschichte, Technik Länder- und Völkerkunde für den Besuch von Schulen oder Schülern veranstalten. 6. Soweit noch nicht geschehen, ist aus die Tages- vrdmmg der Kreis-und Bezirkslehrerkonferenzen em Vortrag über den Kamps gegen die Schundltteratur zu setzen .— Wegen der Mitwirkung der Verwaltungs» und Poli- bei der Abwehr ter Schmutz- und Schund- lUerantr hat das Ministerium des Innern ein weiteres Ansicht: eiben an die Kreisamter erlassen. In den Thüringer Bergen ist ter erste Schnee ge- allen. Ans dem Rennsteig lag er bei zwei Grad Kälte zehn Zentimeter hoch. Die Stationen des Appenzeller Landes Einsiedel, Engelberg und Grintelwald melden Schueemengen bis zu 30 Zentimeter Höhe. Für die Hamburger wissenschaftliche Stiftung hat Otto^B e i t h - London 500 000 Mark gezeichnet. In Lahcwitz bei Königsaal ist eine mit 30 Personen, besetzte Fahre auf der angeschwollenen Moldau umgckippt, wobei drei Arbeiter einer Moldauer Zuckerfabrik ertranken. Die übrigen Insassen wurden gerettet. ?luf einem Gute bei Mohrnngsn sind zwei dort beschäftigte, beurlaubte Soldaten des Allensteiner Regiments ~ einem mit Kohlcndunst angefüllten Schlafraum, L CUL Hl IX U)nen_ sch las end er Schlosserlehrling trotz Verbotes geheizt hatte, bewußtlos aufgesunden worden. Beite Soldaten s' ' 1 Kohlendunstvergiftung gest 0 rben. Auf der Newa ist Eisgang eingetreten. Ra ckschütz erschlug der Schuhmacher Schütze ten Gememdeschreiber Flei schm cum, als dieser auf dem Sopha schlief. In Tirol herrschte gestern Orkan mit Hagelschlag c m 111 c r. Bei Kirchbichl wurde die Signalhütte k < lprtg erisscn und vor einen Schnellzug geschleudert, der jedoch noch rechtzeitig aufgehalteir werten konnte. In Z u r l ch sand die Einäscherung Henry D u n a n t s , des verstorbenen Begründers des Roten Kreuzes, statt. k c; k -ö r •D n ^t a .n die „Morgenpost" erfahren haben, daß das Kriegsrnmisterium bei der ZeppelttvGesellschaft ein neues Kriegsluftschiff bestellt habe. ^m Schnellzug zwischen Waidbrmk und Bozen wurden eurer Dame 30000 Kronen gestohlen. Der Täter ist spurlos verschwunden. Sturm fl u t richtete an der Riviera großen Schaden an. In Veltri wurde die Werft von Co st a g u 10 .bel elv 1 sperrte ein Bergsturz stundenlang den 23er- ,,,7!' ^turmslut brachte in Riva mehrere dreistöckige Häuser nnttr ^on Spezia ging ein Segelkutter p .. ~ie Grsenb a hnlrni en sind an mehreren Stellen v L 0 L I, Höchste Temperatur am 2. bis 3. November — 4- 5,9 ’G. 9liebvigite , , 2. „ 3. - - . - Vttederjchlag: — 0,0 nun. 732,6 5,2 6,0 90 WSW 2 4 728,2 3,9 5,5 90 8 4 10 724,2 6,2 6,7 94 SW 2 10 Englische Paletots . i . . Mk. 1 höher Jackenkleider . . . . 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M Jahre 1909 wurden für die Zwecke des Vereins, zur Linderung mannigfacher Not bei armen Glaubensgenossen, in wutoa ?UT? unsere fleißigen Sammlerinnen und das Wohlwollen der Gebenden zusammengebracht und durch Vermittlung des Verwaltungsrats in Darmstadt an 39 bilfsbedürf- rine Gemeinden und Anstalten verteilt. Indem wir allen Gebern und Geberinnen auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank au^svrechen, bitten wir, auch in diesem Jahre unsere Sammlerinnen freundlich annehmen und durch Svendung reichlidier Gaben die gute Sache unserer evangelischen Kirche fördern zu wollen. Gießen, den 1. November 1910. n»/ den Vorstand deS Gustav Adolf FraucuvercinS: »Die Borsttzende: Der Schriftführer: Luise Wortmann.___________Fritz Schmoll, Oberlehrer. Das Geheimnis der Gesundheit liegt W in der richtigen Ernährungsweise! Unverfälschte Natmweine, Ltbensmillel ' erhalten Sie im -- _____ Reformhaus, Kreuzplatz 5 Daselbst auch kräftiger vegetarischer Mittags tisch Fordern Sie bitte eine Preisliste gratis. Meine Kunden erhalten jede Woche eine neue Nummer eineß Iflu* strierten Reform-Wochenblattes unentgeltlich._______601 Keuchhustensaft „Bonussin“ thym^aIMenth.enknitfo^Mk7pe£kaniApo’th^ke7nre‘Z' Oi„b!irg B Schublager Malz- Kaffee geben jedem Verbraucher volle Befriedigung _J^LU R ORIGINAL" PACKUNGEN. Kursblatt des Siebener Anzeigers vorn 3. November 1910 Niederlassung Gießen. . 92. 92.50 Südd. Boden Kr. S. 5311.54 kündb. 1906 btd incl. Ser. 52 do. 40 u. 41 unk. b. 1910 4 37, 3«/4 do. unk. b. 1913 do. S. 44 3L N. P. do. 31/, Casseler LandeS-Creditanst. unk. Ultimo. DiSkonto-Gesellschaft M. 600/1200 S. 401-470 unk. b. 1913 M. 600/1200 98.60 47, do. r. 102 103.20 37, Industrie-Aktien* 47, Eisend. Nentenbank 4 do. do. ,.-Bk. Ser. 2 Meininger Hyp. Ser. 6 . 4 Nürnberg. BereinSbk. M. 300/1200 do. Verzinsliche Lose. do. do. . Pfandbriefe. Hyp. Mannheim kündb. ab 1902 abgest. t£°/( Frk. Hyp.-Bk. Westd. Bdkr. Ersenbahn-Renten-Bk. . Franks. Hypothek.-Bank I r. 105 II r. 102 do. do. do. do. do. M. 1000 M. 1000 Dl. 1000 13 9 67, 4 4 4 4 do. do. ab 1905 ab 1907 Bayr. Hyp.. u. Wechsel». s.fl. 500 Berliner HandelSg. . M. 500/1000 do. do. do. do, do. 7 7 6 6 67, 97, 8 57. 6 67, 236.50 133.30 133.80 37, 37, t7’ 4 4 4 4 4 43 46 47 215.50 311.- DreSdner Bank . . Dresdner Bankverein Llr. 100 M. 600 7.77 9 7 Dividende '008 , 1909 4 37, 3 4 4 3 5 5 157.50 139.70 147.60 148.30 Ser. 7 Ser. 8 Ser. 9 abgest. kündb. kündb. S. 23 S. 26 6. 17 S. 24 unk. b. 1913 . kündb. ab 1908 97.20 90.60 99.80 100.— 99.80 100.50 92— 92.- kündb. ab 1906 unk. b. 1911 . do. do. do. do Ser. 16 u. 17 unk. 1910 Ser. 18...... Ser. 20...... Ser. 12, 13..... Ser. Id , 180.— 18 >.40 385.90 43.20 Oest.-Ung. Bank . . Oest.-Landerbank . . Oest.-ttredtt-Anstalt. . Pfälzische Bank . . . Preug. Bodenkreditbank 288.— 168.— 129.50 129.50 111.50 Madrider abgest. . . Meininger Pram. Psandbr. Oesterr. 0. 1860 . . . Oldenburger..... Russische v. 1864 . . . Russische v. 1866 . . . Bk. S. 18 kündb. ab. 1908 S. 19 unk. b. 1909. S. 22 unk. b. 1912. S 25 unk. b. 1914. S. 27 unk. b. 1915 . do. S. 28-30, 32 (tilgb.) do. S. 45 (tilgb.) . . mitgefeilt von der do. Ser. 3 abgest...... do. Ser. 2 u. 3 künbd. ab 1905 37, do. do. Kommunal Ser I n. II unk. 1909 3»/, Naffauische LanbeSd. Vit. F. G. H. K. n. L. do. do. 99.40 99.40 99.80 99.50 100.10 93.50 92- 92.- 93.50 83.50 83.50 83 50 99 — 99.— 99 50 99.50 90.50 4i/ 3 4 4 4 8 9 8 57< 67- 6 4 4 4 37, 47» 4% 13 9 67« 67, 6 7’ do. do. do. do. Staatl. oder vrovinziak-garant. Heff. LandeS-Hyp. Bank Ser. 12—13 . 11 6 *•/» 6 97s 5 8 57, 7 9 7 8 10 77, n. 14—15 . Ser.I-V unk. 1909 Som. Obl. S. 5—6 . u. 7-8 . . Llr. 100 . ö. st. 100 . Llr. 100 . Llr. 100 . Llr. 50 . b.fl. 100 . Llr. 100 . Llr. 50 . Fr. 80 . Fr. 100 . Llr. 100 . ö. st. 500 . Llr. 40 alt. K. Rbl. 100 alt. K. Rbl 100 100.70 100.90 92.10 100.70 100.90 92.10 94.50 94.50 95.20 4 4 4 4 4 37, 37, 37, 37, V 6 91/ 81/, M. 1000 . M. 600 ö. fl. 200 ö. fl. 200 ö. fl. 200 600/1200 . I. fl, 350 116.80 210.50 166.30 102.10 121.— 130.00 4 7, do. 33*/’ oo. Hyp.-Bt. Vit. A Rk. 1000 do. Lik. B M. 1000 143.50 202 00 133.- 105.00 164.— 121.80 138.90 200 30 143.30 178.50 Effelt.« u. Wechfelb. BereinSbank . . do. Ser. 14 11 5R/ro 6V» 10 5 8 57. 7 9 7- 10 8 7- 257.80 187.— 126 80 192.25 163.— do. Hyp.-Akt.-Bk. M. 600/1200 Rhein. Kreditbk. M. 600/1000/1200 Rhein. Hyp.-Bank M. 600/1200 unk. b. 1912. unk. b. 1914. u. S. 18 . . unk. b. 1912. do. do. do. do. do. do. do. do. Unverzinsliche Lose. 5.83 9 57. do. do. do. do. do. do. do. Ser. 10 Reue Bodeu r. 102 . do. do. r. 101 Ung. Lokalbahn Serie Diverse Obligationen. 4 Buderus r. 103..... , 47, Tisch. Luxemb. cono. ..... 9j730 90.60 100.20 92.10 Kr. 1400 ö.fl. 200 S. fl. 260 M. 1200 Tlr. 200 do. S. do S. do. S. do. S. Brest. DiSkoniobank Mk. 600/1200 Commerz, u. DiSkonto-Baak . . Tarmftadter Bank . . M. 1000 (Bank f. Handel a. Industrie) Deutsche Bk. S.I-X M. 600/1200 Augsburger . . . Braunschweig . . Flnnlanoische . . Freiburger . , . Henua . . . . . Alailänder . . . I^aüander . . . 2'Lcminger , . . Orstr. v. 1864 . . Oepr. Kredit v. 1858 Papenh. Gräsl. . . RudolfS-Slislung . Türkische .... do. .... Ungar. Staats . . Benettauer . , • . fl-7 Llr. 20 Llr. 10 . Fr. 15 Lire 150 Lire 45 Lire 10 . s-st.7 ö. st. 100 ö.fl. 100 . s.fl. 7 ö.fl. 10 Fr. 40u Fr. 400 ö. fl. luO Lire 30 do. do. Hambg. Hyp^Bk. 2.141*340 kündb.ab!905 S. 341-400 unk. b.1910 Landw. Kreditbank Pfandbr. T-V . do Vandw. Kreditbank Lit. D-J . . do. do. Vit. N-P..... Landw. Kreditbank Pfdbr. Lit. Q»S . 99.10 99.10 99.10 99.20 99.30 90.80 90.80 90.80 92.- 97.40 89.70 99.- 94.30 98.60 98.60 99.10 99.30 99.30 93.10 93.10 90.10 91- 99.70 99.70 90.70 90.60 9o.70 99.00 99.» 0 99.00 99L0 dv. do. Pfdbr. do. do. do. do. do. do. do. do. oL do. 37, do. do. do. do. do. do. do. do do. do. do. do. do. Rhein, do. do. do. do. 4, PnuS HYPotheken.Akt..Bk.} aBg Hyp. B. Zf'. kündb. ab 1905 . . Bert. Hyp.-Bk. (vr. Pommr.- abgest. 807o do. “ ' " 37, Westd. Bdkr. Hyp. (Köln, S.3 kündb. 190a 37, do. do. do. Ser. 4 kündb. 1906 37, 4 87, 4 4 4 4 4 37. 37. 37, 47, 4 3 37, 37, 37, 4 do. do. 12 7’ 9 77, 47, Eisenwerke Lollar r. 102 . . . 47, Elektr. Werk Homburg r. 103 . . 1 D. Atlant Telegraf..... Franken-Allee, garant. v. Frankfurt Frankf. Hof r. 105..... Bank-Aktien. ReichSbank . ? . M. 1000/3000 Frankfurter Bank . . 'M. 1000 Badische Bank . . , Tlr. 100 37, Frk. Hyp.-Bk?Ser. 19 ' T 37, do. do. Kommunal Ser. 1 unk. 1910 4 Frk. Hyp.-Kred -Ber. S. 15-19, 21-27,31,34,35-39, 42 do. Hyp.-Kred.-B. M. 600/1200 Mitten». Bdkr. (Greiz) Au. B. M. luOO Müteldsche. Kredltb. . M. 300/1200 Nailb. s.Dtschl. S. I-VIM. 300/1200 37, do. Schafihaus. Bankver. . Südd. Bodenkredit-Bank Ungar. Kreditbank . . Unionbant (Wien) . . Wiener Bankverein. . Württbg. Bankanstalt. do. Bereiusbauk do. Serie do. kündb. ab 1907 unk. b. 1914 . . . . Kommunal...... pqp. (Köln- S. 1 u. 2 . . . 27, Siitt-Uvecheiib.-Raab-Graz . . ö.fl 150 27, do. do. ex. A. Sch. . ö. fl. 150 do. Anrechts ch eine . . , . st. 4 Badische Prämien Serie II 5 Donau-Regulierung . . 3*/, Gothaer Präm. Psandbr. I 37, do. do. H 3 Hamburger v. 1866 . . 3 Holländische Komin, v. 1871 37,Köln-Mindener.... 3*/, Lübecker v. 1863 . . . 2*/,Lütticher v. 1853 . . . 37, Hambg. Hyp.-Bk. Ser. 1—190 u. 301-310 31/, do. do. Ser.311-350 uak.b.1913 47, Mecklb. Hyp. n. Wbk. Ser. I verl. i 12 100^— tralltiliulet Ksrse ytriiaer yirfh 100.— Aschaff.Masch.Pap 137.- BliejenbachBergw. »Reue Boden A. G. 15o.80 „ Borz.Akt. 97.— Brauerei BiNdmg. 183.- Bochumer Gug , 22o.30 , Henninger. 128.— Buderus Eisen . ' do. Pr. Akt. 130.— Concordia Bergb. 332.50 „ Kempis . . 118.80 Dt. Luxemb. Bgw. 203.60 , llliaiuzer Akt. 201.- Eieltr.Lichtu.Krast 167.- „ Retteumeyer 107.- Eschwetler Bergw. 43.50 —■ — „ Stern(Oberr.) 192.- Fagott Manustadt 214.50 „ Werger . . 73,50 „ Borz.Akt. 215 — Zements. Karlstadt 122.- Geljenkirch. Brgw. 213.20 Chem.Bad. Anilin 498.- Harpener M 187.90 162.20 „ Blet u.Silb.Br. 125.50 Hajper Eisenw. . 173— 150.— „ GrteSh. Elektr. 280.— Hemmoor Zement 109.25 —.— „ Albert . . . 499.75 Hiberma Bergw. 115.60 Dt. Atl. Telegraph 127.20 Hüsch. Eisenw. 298.50. —. — Elektr. Böse Borz. 16.— Humbold Masch. . 133.10: — „ Allgem. Berlin —— — Laurahütte. . . 171.10 134.30 „ Vaijineqcr . . 117.- Massen Bergbau. 121.90 — „ Schuckert . . 158.- Mülheimer Bergw. 199.90 » . — „ Siem. L HalSkc 245.— 'Rordd. Wollkamm. 160.50 76.50 „ Untern. Zürich —.— Oberschles.E.-Ind. 101.75 136.50 Farbwerke Höchst. 540.- Phönix Bergw. . 242.50 175.30 KunstseideFft.a.M. 112.50 Rhem-Rass.-Bgw. 321.50 —.— Masch. Kleyer. . —.— Rhein. Stahlwerke 168.-1 480.— „ Grltzncr . . 252.40 Riedeck Montan . 203 — 380.- „ Fab.Üc.Schleich. 144.- Schles. Berg-Zink 416— 115.50 Hamb.-Am.-Pcktfl. 144 60 Wegelm & Hübner 222 _ —. — Rordd. Lloyd . . 107.75 Westeregeln Alkali 234- 40.50 SteauaRom.Petr. 131.10 , Borz. Aki. 4 dv. do. do. Scr. 5 unk. b. 1909 4 do. do. do. Ser. 6 unk. b. 1911 4 do. do. do. Ser. 7 mit b. 1913