Montag 3. Januar 1910 macht Bagger-Khans iit dort verblieben. Die Telegraphen-! Tendenz die ihrer straft nno Beoeurung ^ut sprech ende Bür- Linie Ahar—Täbris ist total zerstört. tretnng und stelle niemanden m fernen politischen Rechten x f ( a t am am Sava Die heutige Nummer^umsatzt 10 Seiten. schlechter als andere Staatsbürger. und 184 a und b des Strafgesetzbuches und §§ 56,12 miD 42 a der Reichägewertzevrdnung ergänzt und entsprechend enveitert werden". Ferner gelangte ein Antrag von Dr. Milippi^nc Annahme: „Die Bürgerschaft ersucht den Senat, es veranlagen zu wollen, daß die schulpflichtige Jugend und deren Eltern bei jeder Gelegenheit vor der Schmutz- urrd Schundliteratur eindringlich gewarnt werden; daß der Jugend von feiten der Schule gute Bücher in reichilichem Maße zur Verfügnng gestellt werden, und daß die Schulbibliotheten mit den hierfür erforderlichen Mitteln versehen werden; daß die privaten Bestrebungen zur Verbreitung guter Literatur unter der Jugend, insbesondere die Unternehmungen des Jugendsch-riftenausschnises und die Kinoerlesezimmer der Patrio- tischeii Gesellschaft in jeder Weise, namentlich durch Gewährung öffentlicher Räume und durch Geldbeihilfe gefördert werden." — Das Rollen des Donners. Jedermann kennt daS dem Blitz folgende rollende Getöse, das sich, nach seiner Entstehung und in verkleinertem Maßstabe, dem Knistern des elek- Der österreichisch-ungarische Ausgleich. Ofen pest, 3. Jan. In Erwiderung der von Mitgliedern der Kossuth-Partei zum Jahreswechsel dargebrachten Glückwünsche erklärte Handelsminlsler Kossuth, daß der Gründling einer selbständigen Bank derzeit unüberwindliche Hindernisse im Wege stehe. Die Krone hege Mißtrauen gegen die Bestrebungen der Unabhängigkeitspartei und habe sie daher nach dem Zerfalle der Koalition nicht mit der Führung dec Regierungsgeschäfte betraut. Die zwei wichtigsten Vorbedingungen der selbständigen Bank, nämlich ein von Oesterreich unabhängiger Geldmarkt und die Aufnahme von Barzahlungen seien beinahe gesichert gewesen, da mit französischen Geldkräften bereits Vereinbarungen getroffen gewesen seien und Aussicht bestanden habe, die Zünden Senat zu ersuchen, an I skops gewinnen konnte. „Die Kanäle treten auf diesen Photographien nicht auf", so bemerkte der englische Gelehrte trocken: „die Erklärung dafür ist, daß das Teleskop zu stark war, nm sie wiederzugeben. Die neuen Photographien be- deuten einen gewaltigen Fortschritt gegen alle bisher möglichen Marsaufnahmen, aber von den Kanälen ist nichts gebtieben. Sie yerugsprevr: monatlich 75 Ps^ vierteljährlich Mk. 2.20; durch Dr. Mönckeberg angenommen, „bat Senat zu ersuchen, an I s zuständiger Stelle (Bundesrat) dahin zu wirken, daß zum Zwecke eines besseren Schutzes der Jugend die Bestimmungen der §§ 184 j 1 irischen Funkens einer Elektrisiermaichine vergleichen läßt. Wie entsteht aber dieses Geräusch? 2.?rauf gibt eine slkotiz der Reuter- Korrespondenz Llntwort, wonach in dem Physitalischen Laboratorium des Professors Trowbridge iwn der Harvard-Universität in Cambridge (Arajfachusetts) interessante Versuche angestellt wurden, aus Denen hervorging, daß das rolleiide Geräusch des Blitzes als Ursache den Zerfall von Wasserdampf hat, durch den die Explosion der Hydrogen- und Oxygen- Gase herbeigesührt wird. Bei feinen Versuchen mit künstlichen Blitzen hat Professor Trowbridge einen wahren Regen von riesigen elektrischen dienten erzeugt. Tas Geräusch der EnUadung war so stark, daß man seine Öhre;: mit Baunuvotte verstopfen und außerdem noch mit einem dicken Tuche zubinden mußte. — Amerikanische A st r o n o m i e. Aus Amerika kommt wieder einmal eine Alarmnachricht; diesmal über London: Die phantastischen Schilderungen von Den lebenden Bewohnern des Mars und ihren gcwattn/'n analbauten sind zu Ende. In der letzten Sitzung der englischen Astronomischen Ge sellschaft hat der Leiter Dvs Grecnwich-'Obfervarorinms, E. Ä. 'J-innrrber, erklärt, daß auf dem Mca's keine Kanüle vorhanden feien und daß alle Geschichten von den Marsbewohnern nichts anderes sind als Einbildungen. Es wurden die neuen Marsphotographien vo.gelegt, Die der bekannte amerikanische Astronom Pros. Hole jetzt von seiner Sternwarte auf dem Mount Wilson in Kalifornien mit Hilfe seines großen 60 zölligen TeleDer Neujahrrtag in Berlin. Berlin, 1. Jan. Das leichte Frofiwct.er am heutigen Neujahrsmorgen hatte die Straßen Berlins nach den letzten Regentagen säubern helfen, und so fand sich auch mit Dem anbrechenden Tag, als die Kaiserstandarte, die Königs-, standarte und die Kurbrandenburgische Flagge auf den Zinnen des königlichen Schlosses emporstiegen, eine gewaltige Menge Schaulustiger im Lustgarten und beim Kaiser Wilhelm-Denkmal ein, die bis zum Beginn des großen Weckens auf etwa 12- bis 13 000 Personen anschwoll. Ilm 8 Uhr 2 Minuten traf auf dem Anhalter Bahnhof Prinz Rupprecht von Bayern ein und fuhr zum Schloß, wo er die Terrasfenwohnung bezog. Der Katser traf bald nach 9 Uhr vom Neuen Palais her im Automobil hier ein, die Kaiserin um 9 Uhr 22 Minuten mit Sonderzug auf dem Potsdamer Bahnhof, von wo sie im Galawagen sich nach dem Schloß begab. Während die Majestäten im Schloß die Neujahrswünsche des königlichen Hau,es und der Hofstaaten entgegennahmen, erfolgte die große Anfahrt der Fürstlichkeiten, der Generalität, der Staatswürdenträgei und der Hofchargen. Die Schloßgarde-Kompanie formiert; sich, die Galawachen der Gardes-du-Korps und die sogen Leibgarde der Kaiserin rückten an. Um 10 Uhr begann in der Schloßkapelle der feierliche Gottesdienst. Oberhofprediger D. Dryander predigte über das vom Kaiser ausgesuchte Textwort Ev. Johannis I, B. 4 „In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen." Dies Licht der Menschen führte der Oberhofprediger aus, sei die Liebe, die Liebe Gottes, die uns leuchte, und die Liebe, die auch aus uns leuchten soll, jene selbstlose Liebe, die nicht das Ihre sucht, die geduldig ist und verzeihen kann. Und weil unser keiner diese Liebe ausgelernt habe, darum träten wir jedes neue Jahr mit neuen Vorsätzen zu dieser Liebe an. Leuchten möge die Liebe in die dunkle Welt, und könne es nicht sein auf einen weiten Kreis, ein kleines stilles Leuchten, erwärmend, erquickend, könne von jedem ausgehen. Was uns Pas neue Jahr bringe, wissen toir nicht, aber was wir zu tun hätten, daran sei kein Zweifel. Und in das Gelübde, unsere Pflicht in Liebe zu tun, schlössen wir dann oncb das der Treue für unfern Kaller and fern cSayfi v«h politische Tagesschau. Die Kämpfe in Nordpersieu. Die von der Teheraner Regierung in das nordpersische Aufstandsgebiet entsandte Expedition hat in den letzten Tagen durch die Einnahme Ahars einen neuen beträchtlichen Erfolg über die Banden Rahim-Khans errungen. Einem Bericht des B L.-A. aus Täbris entnehmen wir folgende Stellen: t . Die Expedition Jephrem, welche sich mit der berittenen Streitmacht Samed-Khans nördlich von Sarabstadt vereinigt hatte, griff Die Streitkräfte Rahim-Khans beim Dorfe Meraban an, vertrieb Den Gegner aus seiner Stellung und verfolgte die fliehenden Reiterfcharcn, welche ein Gebirgsgeschütz mitführten, dreißig Kilometer weit, eroberte sechs Dörfer, aus denen alle kampffähigen .Anhänger Rahim- Khans flüchteten, dessen Streitmacht, total aufgelöst, sich nach Der Stadt Ahar zurückzog, wo er bisher den Wohnsitz hatte. Die Verluste des Gegners sind bedeutend, er büßte sämtliche Bagage und alles Kriegsmaterial ein. Die Expedition nahm am vergangenen Montag die Verfolgung wieder auf und beschloß. Dem Befehle der Teheraner Regierung, Ahar unbedingt einzunehmen, nachzukommen. Rahim-Khan hatte dort feine Streitkräfte gesammelt, besetzte das schwierige Gebirgsgelände und lauerte auf die herannahende Avantgarde, wurde jedoch nach längerem Gefechte zurückgeschlagen. Unsere Verluste sind zwei Tote, drei Verwundete und acht Pferde. Die Gegner hatten große Verluste. Die Führer der Expedition beschlossen nunmehr Die Beschießung von Ahar. Rahim-Khan, ein- geschuchtert durch das mörderische Feuer unserer Maschinengewehre sowie das ununterbrochene Vordringen unserer Kavallerie, zog es vor, nach Ahar nicht zurückzukehren, sondern 'flüchtete nach Norden. Die Expedition eroberte ein öfter» ircichisches Feldgeschütz sowie eine Gebirgskanone, viele Gewehre und bedeutendes Kriegsmaterial. Die Bevölkerung hatte Duytf) Eilboten die Führer gebeten, Ahar nicht zu bombardieren, und verweigerte Rahim-Khan die Rückkehr nach der Stadt. Der alte Rahim-Khan beteiligte sich nicht an Den Operationen, er liegt schwertrank nördlich von Der Stadt Ahar DarnieDer. Die Streitkräfte wurden von feinem ..neftcn Sohne befehligt. Der Bezirk Ahar ist nunmehr 1 ei-b pPTrh'-m bpr* M a ch t - - b * c t -V >' i ii £ ec? l y i c - IUNg ein Der leibt, ein außerorüentlicher Erfolg Der Expedition Jephrem. Polizei und Justiz werven neuorgani- iiert Die zurückgebliebenen Rädelsführer und ihre Au- i änger sind verhaftet. Die Bevölkerung atmet auf, sie ist für ihre Befreiung aus der Knechtschaft Rahim-Khans dank- uar. Der Endschumen sowie eine taufcudlöpfigc Volksmenge empfing die Expedition beim Einmarsch enthusiastisch. Hier waren enorme, aus Der Stadt Ardclut geraubte Guter auf» gestapelt; sie wurden jedoch von Rahim-Khan teilweise nach Morden in Sicherheit gebracht. Dieser soll unweit Ahar neue Streitkräfte sammeln. Weitere blutige Zusammenstöße stehen bevor. Tie Expedition ist trotz der großen Strapazen und Gewaltmärsche in guter Verfassung Munition ist vorhanden. Sie erwartet Marschorder. Die Creuzvtgeschütze sind in Dem schwierigen, teilweise von meterhohen-Schnee- tnassen bedeckten Gebirgsgelände nicht in Tätigkeit getreten, dagegen Die Maschinengewehre, welche von einem deutschen Instruktor befehligt werden. Große Erfolge verdankt Die Expedition in Den siegreichen Gefechten diesen Waffen. jSarabftaDt ist von russischen Truppen besetzt. Die Streiterklären sich als optische Täuschungen. Einen wirklichen Grund zu Der Annahme, daß diese Ersc^inungen an Der Marsoberfläche ein Werk künstlicher Arbeiten seien, hat es nie gegeben. Nur das Seltsame Des Gedankens fomite es möglich machen, daß Die phantastische Annahme so viel besprochen wurde. Es ist gut für Die Wissenschaft, Daß Diese Idee nun enbgültig beseitigt ist " In derselben Sitzung äußerte sich A. C. D. Crommelin über den Hailey scheu Kometen. „Wenngleich der Komet eine außerordentliche Schnelligkeit zeigt, so ist er Doch von so geringer Dichtigkeit, daß wir auch Dann nicht Den geringsten Schaden nehmen würden, wenn wir Den Kopf des Kometen in Der Mitte durchkreuzten. Voraussichtlich wird Die Erdbahn den Lauf des Kameen Durchschneiden. Seit Dem Jahre 240 v. Chr. wissen tvir von Dem riesigen Schweife dieses Kometen, der Millionen von Meilen lang ist. Aber Die Dichtigkeit dieses Schweifes muß sehr gering fein, Denn als im Jahre 1861 Die Erde Den Schweis durchkreuzte, erfuhr man erst nachher von dieser Tatsache." — Kleine Chronik aus Kun st und Wissenschaft. Ter Prinzregent verlieh Dem ans Dem Staatsdienst scheidenden Atad?miepwfessar Franz von Defregger Die große goldene Luitpoldmedaitle. Der Regent übergab Die Medaille während Der Tafel dem Geladenen. - Zum Direkt» r Der Dresdener Gemäldegalerie wurde als 'Nachfolger des Geh, Hoftats '2t Wo er mann der Assistent am Kaiser Friedrich-Museimr in Berlin, Dr. Hans P p s s e, ernannt. — Am Hoftheater in Rudolstadt hatte Lco Blechs komische Oper „Versiegelt" einen starken Erfolg. — Zur Ausarbeitung eines einheiMcherr Autoren Vertrages, der für all. Bühnen Geltung haben soll, werden Vertreter des Verbandes deutscher Dramatiker und des Bühnen- Vereins in nächster Zeit in Berlin zusainnttenkommen. Vom Bühnen verein sind Ernst vonVossart, Intendant von M utzc nbecher (Wiesbaden) und Dircllor Marter steig (Köln), vom Autoren- verband Oskar Blumenthal, Max Dreyer und LudnZia niilba abgeorbnet. — Freiherr Alfred von Berger wird ü i r cito i- des Wiener B u r g t h e a t e r s. Wir haben kür^ sich bereits die b^ orflehende Ernniinui^ miitgeteilt, die jetzt durst den Kaiser erfolgen wird. Nr. 1 Erstes Blatt 1C9. Jahrgang Ter Giehrner Anzeiger M M erscheint täglich, außer MA W MkL.»V/LVIIVIIVI 44|L ivlilV 1 ms wirtschaftliche seitsragen ffl Ws WU 'W Sä xr Chefredakteur: A Goetz, ^en.sprech-Anschlüsse: Rf WM 93e.ra'cl.n,Or»iC? bC?t für die Redaktion 112, — /HU. < politischen Teil: August 5» General-Anzeiger für Gberhessen WM für die Tagesnummer nofafiottsbrutf und Verlag der Vrühsschen llniv.'Vuch- und Zteindruckerei H. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: §chulstrahe 7. A^zeigen'teck^'h."Äck bis vormittags 9 Uhr. __ _____________________________ \ **' ---W \ •••*• • • ’• ---- ’ •’ ...../ xj xj nicht danach trachten, zu zerstören, sondern das Recht der Nation zu verteidigen. * Ofenpest, 31. Dez. Der Finanz Minister bat mit Rücksicht auf das Fehlen eines verfassungsmäßigen Staats- hauShaltungsgesetzeS angeordnet, daß die direkten Steuern nicht ein getrieben und im Falle der Nichtbezahlung dieser Steuern für die Dauer deS Exlex-ZustandeS Verzugszinsen nicht angerechnet werden sollen. Hingegen werden die notwendigsten Ausgaben, Beanitengehältcr und Zinsen der Staatsschulden weiterhin geleistet werden. Die Suspendierung der Zahlungspflicht direkter Steuern schließt die freiwillige Zahlung nicht aus. Wie das Ungarische Telegraphen- Korrespondenz-Bureau dazu bemerkt, bilden die direkten Steuern einen verhältnismäßig geringen Teil der Staatseinnahmen. Der Regierungswechsel in der Türkei. Konstantinopel, 1. Januar. Von Hakkl Bey ist gestern ein Telegramm eingetroffen, in dem er sich grundsätzlich mit der Antwort der jungtürkischen Partei auf die von ihm gestellten Bedingungen einverstanden erklärt und seine Abreise von Rom auf den 4. Januar ankündigt. Wie verlautet, hat Hakki Bey auch eine allgemeine Amnestie für die kriegsgerichtlich Verurteilten angeregt, eine Maßnahme, die die Rückkehr der ^Würdenträger des alten Regimes ermöglichen könnte. Nach authentischen Informationen gewährt ihm die jungtürkische Partei volle Auktionsfreiheit. Wie „Jeni Gezetta" meldet, iit Hilmi Pascha zum türkischen Botschafter in Paris ausersehen. Berlin, 31. Dezbr. Wie ein Korrespondenz-Bureau mitteilt, ist die Meldung von der Ermordung des früheren Malis des Jemen falsch. Hassa Tahsin bcinifiioniectc wegen Krankheit; er besindet sich auf der Reise. Lrankreich und Montenegro. Antivari, 2. Jan. Nach der Ankunft der französischen Schiffsdivision sandte Fürst Nikolaus «an den Präsidenten Fallier es ein Telegramm, in dem er seiner Freude Ausdruck gab über das Erscheinen der französischen Schisse in den montenegrinischen Gewässern, das den Montenegrinern Gelegenheit gebe, ihre aufrichtige Freundschaft zu bekunden, die ioIIc Slatven mit der großen, edlen französischen Nation verbinde. __ . Bei dem im Palais zu Topolitze zu Ehren des französischen Geschwaders gegebenen Galadiner brachte Fürst Nikolaus einen Trinkspruch aus, worin er sagte, angesichts der spontanen Kundgebung der Sympathie und Freundschaft Frankreichs empfinde er ein tiefes Gefühl, in dem «sich Liebe, Bewunderung und Dankbarkeit mische. Nichts habe seine Zuneigung zu Frankreich erschüttern können, das seine geistige Nährmutter gewesen sei. Admiral Pivet erwiderte, er sei glücklich, die ersten Schiffe in die montenegrinischen Gewässer geführt zu haben. Er sei überzeugt, daß die Schiffs anderer Nationen folgen würden, um Montenegro zu beweisen, rote hoch sie den Charakter und die Tapferkeit der Montenegriner, sowie die _ politische Bedeutung und Persönlichkeit des Fürsten Nikolaus schätzten. Heer und Flotte. Berlin, 1. Ian. Dem General der Infanterie v. Bülow, fnnrmflnbiereitber General des dritten Armeekorps, wurde der Schwarze Adlerorden verliehen. Deutsches Ucicb. Der Kaiser nahm am 31. Dez. nachmittags im Neuen Palais den Vortrag des Reichskanzlers entgegen. Eine Berliner Zeitung hatte mitgeteilt, der deutsche Staatssekretär, Freiherr v. Schoen, habe Besuchskarten mit der Aufschrift „Baron de Schoen" im Gebrauch. Gegenüber der Anzweifelung dieser Nachricht durch die „Deustche Tageszeitung" kann die „Tägl. Rundsch." bestäti- gen, daß ihr selbst eine solche Karte mit der Aufschrift „Baron de Schoen", welche der Staatssekretär einem Abgeordneten des deutschen Reichstages übersandt hatte, schon vor Wochen vorgelegen hat. Auf Grund des zwischen der bayerischen Staats- regierung und dem fürstlichen Hause Thurn und Taxis abgeschlossenen V er t r äg e s verzichte das fürstliche Haus ab 1. Januar 1910 auf alle Portofreiheiten, die den Mitgliedern, den fürstlichen Beamten und den Dienststellen auf den bayerischen Posten vertragsmäßig eingeräumt waren. Die Demokratische Vereinigung der Herren v. Gerlach und Dr. Breitscheid ist in voller Auflösung begriffen. Nach einem Bericht der „Voss. Ztg." kam es in einer Versammlung, die die abgesplitterten Milglieder der „Demokratischen Vereinigung" gegen den Hauptverein und seine Leiter veranstaltet hatten, zu höchst unerquicklichen Szenen. Viel hätte nicht gefehlt, so wäre man zu Tätlichkeiten geschritten. Von der einen Seite wurde immer der anderen Seite die „wahre Demokratie" abgesprochen. Der Zwist war entstanden aus rein persönlichen Differenzen, wobei Neid, Mißgunst, Großmcmnssircht eine durchaus überwiegende Rolle gespielt zu haben scheinen. Die Vorwürfe steigerten sich zu ehrenrührigen Beschuldigungen schlimmster Art. Man hatte den Eindruck, daß die neue Bewegung die Bahn vollständiger Selbstzerfleischung beschritten hat. Die „Voss. Ztg." bemerkt dazu: Diese Vorgänge sind sehr lehrreich für diejenigen Kreise, die Neigung verspüren, auch die Herren v. Gerlach und Breitscheid sämt ihrem Anhang der neuen Deutschen Freisinnigen Boltspartei zuzuführen. Der geistliche Redakteur des Antizentrumsb a tes „Der Lothringer", Abbe Lück, läßt es an zielbewußter Energie im Kampfe gegen das Zentrum nicht fehlen. Er hat den katholischen Hilfspfarrer Ncysius von Fleisheim ver- ftagt,. weil dieser von der Kanzel herab u. a. erklärt hat, ec sei durch Bischof Benzler ermächtigt, diejenigen zu exkommunizieren, die den „Lothringer" lesen. Die Verhandlung sollte am 22. Dezember im Amtsgericht zu Finstingen vor sich gehen, wurde aber auf den 19. Januar 1910 vertagt, weil der als Zeuge geladene Beschof Benzlep nicht erschienen war. Der Kläger erklärte, daß er auf eine kom- inissarische Vernehmung des Beschoss nicht eingehen könne. Bischof Benzler wird also persönlich unter Eid auszusagen haben, ob er jene Anweisung, das Antizentrumsblatt auf die angeführte Art zu boykottieren, -wirklich gegeben hat. Dem Beklagten schien übrigens ein Vergleich erwünscht zu sein, aber Abbe Lück erklärte: „Ich bin einmal in Akülhausen einen Vergleich eingegangen. Dieser Vergleich ist von der Ientrumspresse derart illoyal ausgeschlachtet worden, daß ich mich mit diesen politischen Gegnern zu einem Vergleich nicht mehr hergeben mag." Man darf recht gespannt auf öte Verhandlung am 19. Januar sein, zu der B-schor Benzler nunmehr amtlich als Zeuge geladen werden wird. *. V» 1 V*; *- . V UVLUHl, bül 4, 4, u, c V M 4. u « , . k ~ I 1—-- - - ' v - bewilligt worden. Ter von den deutschen und tschechischen ärztlichen Standesorganisationen über die Klinik verhängte Boykott ist hierauf aufgehoben worden. Ter englische Schatzmeister Lloyd George verspottete in einer Rede, die er am Samstag in Reading hielt, die Furcht vor den Deutschen und sagte, (SngLanb solle Deutschland lieber nachahmen in seiner Sorge für den Schutz der Arbeitergegen Krankheit und Invalidität. Tas Budget ermögliche solchen schütz. Tas russische Kais er Pa ar ist am 31. Dez., nachdem das Geschwader mit der Leiche des Großfürsten Michael Nikolcye- witsch in Sebastopol eingetroffen war, mit seinen Kindern nach Zarskoje Sselo abgereist, nro es nachmittags eintraf. Tie russische Reichsduma wurde aus Anlaß des Weihnachtsfestes durch einen Erlaß des Kaisers bis zum 2. Februar 1910 vertagt. Ter König der Bulgaren hütet infolge einer starken Erkältung, die er sich bei der Besichtigung der schwimmenden Ausstellung in Burgas zugezogen hat, das Bett. Die Absicht, zu der Beisetzungsfeier des Großfürsten Michael von Rußland nach Petersburg zu reisen, ist daher aufgegeben worden. Aus Athen w:rd gemeldet: Tie durch die Demission des Ministers des Innern Triantaphillikes am Samstag eingetretene Krisis ist, wie hier versichert wird, bei- gelugi Ter König bewog den Ministerpräsidenten Mavromichalis, dec ursprünglich die Demission nicht annehmen wollte, dazu, die Einwilligung zu geben, da der Rücktritt des gesamten Kabinetts ernste Schwierigkeiten nach sich gezogen hätte. Tie Unterredung des Königs mit dem Ministerpräsidenten dauerte drei Stunden. Tie Kammer wird am Montag die Arbeiten sortsetzen und bis Ende des Jahres alten Stiles tagen. Ein spanischer Ministerrat beschäftigte sich mit der finanziellen Lage des Landes. Es wurde festgestellt, daß der Staatsschatz nach Abzug aller Ausgaben einschtießlich der für Melilla, am 31. Dezember einen Ueberschuß von 77 Millionen aufweist. Aus Lissabon meldet man: Tie Cortes wurde vom König feierlich eröffnet. Die Thronrede hebt die guten Beziehungen zu allen Machten hervor und bespricht die Unterhandlungen betreffend die Abgrenzung im Gebiete von Macao, sowie die Absclüießung neuer Handelsverträge. Chile hat mit Beginn des Jahres 1910 eine Normalzeit eingeführt, die der Zeit in Greenwich genau uint 5 Stunden nachgeht. Aus Washington wird gemeldet: Im Hinblick auf die zunehmende Bedeutung der amerikanischen Inte ressen im fernen Osten, sowie aus technischen Gründen beschloß das MarinedepartemeM, die jetzige Pacificflotte in eine Asiatische und Pacific-Flotte zu teilen. Wie Reuter iaus Peking erfährt, hat die chinesische Regierung bcm portugiesischen Gesandten eine Note überreicht, in der in oller Form abgelehnt wird, die Frage der Abgrenzung Macaos einem Schiedsgericht zu unterbreiten. Diese Frage fömte nur von China uitb Portugal entschieden werden. Aus Staöt itnö Land. Gießen, 3. Januar 1910. Bauernregeln im Januar. Die Bedeutung des Monats Januar fürden 2 an b mann Der erste Monat des Jahres, Januar, deutsch Jänner, Hartung oder Eismonat genannt, hat vor allem bei Unseren Landleuten eine große Bedeutung. Der Januar muß Schnee und Kälte bringen, wenn er dem Landmann gefallen soll, wie mancherlei Bauernregeln besagen. So heißt es: Reichlich Schnee im Januar machet Dung fürs ganze Jahr! oder: Januar muß vor Kälte En cf en, wenn die Ernte soll gut sacken. Dagegen: Im Januar viel Regen und Schnee Tut Saaten, Wiesen und Bäumen weh! und: Januar warm, daß Gott erbarm! Klarer Frost und Schnee im Januar soll einen schönen Sommer im Gefolge haben: Ist der Januar hell und weiß, Wird der Sommer sicher heiß. Auch besondere Werktage hat der Januar in alten Bauernregeln. Gleich das Wetter des ersten Tages soll bedeutungsvoll sein. Denn: Morgenrot am ersten Tag Unwetter bringt uns große Plag. Ferner: Zu St. Pauli (10. Januar) Sonnenschein Bringet ein viel Korn und Wein, und: Wie das Wetter an Marcellus (16. Januar) war,' So wird's im September, ob trüb oder klar. Mit der Zunahme des Sonnenlichtes beginnt mm auch langsam wieder die Entwickelung in der Natur, und vom Fabian- und Sebastianstage, dem 20. Januar, heißt es in einer alten Bauernregel: An Fabian und Sebastian Soll der Saft in die Bäume gähn. Wollen wir hoffen, baß bas angebrochene Jahr 1910 dem Landmann, Weinbauer und Obstzüchter ein Segensjahr werben möge. ** Ordensangelegenheit. Der Großherzog hat dem Hausverwalter und Bademeister Kissel in Bad Nauheim die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm vom Fürsten von Montenegro verliehenen Ritterkreuzes des Tschernagorischen Unabhängigkeitsorbens (früher Kreuz Danilo I.) erteilt. ** Lehrerpersonalien. Uebertragen würbe bcm Schulamtsaspiranten Val. Deckert aus Bensheim bie Lehrerstelle an ber Gemeinbeschule zu Rembrücken, bcm Schulamtsaspiranten Gg. Friedrich aus Linbenfels bie zweite Lehrerstelle an ber Gemeinbeschule zu Gammelsbach. * * Oberrechnungsiammer - Personalien. Der Großherzoa hat ben Oberrechnungsrevisor bei ber I. Jn- sti.ilatur-Ableilung ber Oberrechnungs.ammer Hch. Erb auf jetn Nachsuchen aus bem Staatsdienste entlassen. * * Neue Kommerzienräte. Der Großherzog hat bem Bankbirektor Adolf Hügel zu Darmstabt unb bem Teilhaber ber Firma Martin Mayer in Mainz, Fabrikanten Sacky Richart ben Charakter als Kommerzienrat verliehen. * * Studentische Unterrichtskurse. Der Kurs in einfacher Buchführung beginnt schon Montag, 3. Januar, roieber; bie übrigen Kurse, soweit nicht anbers verabrebet, erst in ber folgenben Woche. • ’ Neuer Hofmetzgcr. Dem Herrn Adolf Möhl, Fabrik feiner Wurst- und Fleischwaren, ist ber Titel eines „Großherzoglichen HofmetzgecS" verliehen worden. ** Aus der Freiherrlich von Weyherischen Eleonoren- Stiftung ist eine Pension neu zu vergeben. Es werden daher alle die, die auf Grund der Verordnung vom 19. Januar 1848 um eine solche Pension nachsuchen wollen und nicht bereits früher um eine solche eingekommen sind, aufgefordert, spätestens bis zum 29. Jan. in c' ** Der Charakter als Overausjeyer würbe bem mit ber Versetzung der Geschäfte bes Verwalters tun Provinzialarresthaus in Gießen betrauten Ge fangen cmf jeher an ber Zellenskrafanstalt Butzbach Karl Mölcher erteilt. * • Stadttheater. Da Herr 9lorben sich vorübergehend Schonung auferlegen muß, so ist für die morgige Di°n§tagS-Abonnements--Vorstellung statt des angetunbigten Lustspiels „Der Weg zur Hölle" ber Schwank „Der selige Toupinel" angesetzt worben. Der lustige Schwank hat bei seiner Aufführung am Cyloesterabcnb einen lebhaften Heiterkeitserfolg davongetragen. ** Kinder-Konzert. Gestern nachmittag war Steins Saalbau bis auf den letzten Platz gefüllt, inan war gekommen, um zu hören, was die dem Musiklehrer Kruse anvertraute Jugend gelernt hat. Es ist sehr schwer, zu sagen, was bewunderungswürdiger ist; bie Gebulb unb das Geschick bes Lehrers, 30 Kirabe n. unb Mädchen im Alter von 8 bis 15 Jahren zu so trefflichem Zusammenspiel zu bringen, vder die Leistung der Kinder. Der von den Hörern gezollte Beifall war wohl verdient. In ber Pause und am Schluß des Programms erfreute Kammermusiker Willy Kruse von der Oper in Kassel bie Hörer durch Schumannsche und Chopinsche Konzertstücke sowie durch zwei Sonaten von Bach, die er mit feiner Technik vortrug. Herr Kruse feit, beabsichtigt, einer Einladung nach Lauterbach Folge zu geben und dort mit seiner Kinder-Musik ein Konzert zu veranstalten. • * DaS Mu seum des Oberhessischen GeschichtSvereinS im alten Schloß ist für Besucher vom 15. Januar bis 15. Marz geschlossen. * • Besitzwechsel. Bauunternehmer F. Christ ophersen verkaufte an ben Rentier Georg Schwaab von Ober-Mock- i’tabt sein Anwesen Wilhelmstraße 53 für 38 000 Mk. und nahm dagegen in Tausch bas Schwaab'sche Haus in Ober» Mockstadt mit 20000 Mk. an. **DerVorstandderGießenerBcstattungS-- g eno ss enschaf t teilt uns mit, daß die Genossenschaft, um das allerdings für niemand angenehme Ankäufen eines Sarges, sowie die Besorgung sämtlicher Bcstatluugs-Ange-- legenheiten zu erleichtern, ihre Verkaufsstelle in ben Laden deS Schreinermeisters Fritz Rosenbaum, £ötoem,ajc 20, verlegt hat. Herr Rosenbaum übernimmt die Funktion bes Magazin-VerWalters. (Näheres Inseratenteil.) * * Die Hauptversammlung ber hessischen Landwirtschaftskammer findet am 17. Januar statt. ** Die Neujahrsnacht ist diesmal int allgemeinen ruhiger verlaufen als im Vorjahr. Bloß um die eigentliche Jahreswende wurde es etwas lebhafter, namentlich in der inneren Stadt. Erfreulicherweise blieb der Ausdruck der Neujahrsfreubigkeit immer in ben Schranken, so baß bie Polizei recht wenig zu tun fanb. ** Auf bie Glaubrecht-Ged ächt» iss eie r, bie von ber hessischen Vereinigung für Volkskunde unb dem Geschichtsverein morgen abend veranstaltet wird, seien alle Freunde des bekannten oberhessischen Volksschrift'iellccs wch- lnaks hingewiesen. Im Mittelpunkt ber Feier steht ein Vortrag von Professor Dr. Noeschen. = Lich, 2. Jan. Im Zeichen ber Weihnachtstagc stand noch die Lgeitrige Abcndunterhaltung, die ber Gesang Der ein „Cacilia" seinen Mitgliedern und Freunden im Hei- landschen ‘Saale bot, der bis ans den letzten Platz gefüllt mor. Ein Theaterstück, Christbaum, Wcihnachtslicder und Wcibnachls- glocken bildeten den Mittelpunkt dcc Feier, um den sich dic übrigen Veranstaltungen zu einem in jeder Beziehung gelungenen Ganzen gruppierten. Das Hauptinteresse nahmen natürlich wieder die von der Sängcrschar unter Leitung von Lehrer Wilhelm Zimmer vorgetrogenen Darbietungen in Anspruch. Neben Bekanntem befand sich manches Neue unter den Gesängen. Auch die von dec Kapelle Hisgcn gespielten Konzertstücke fanbeit lebhaften Beifall. Mit der Abendunterhaltung war eine Jubiläumsfeier des 1841 gegründeten Vereins verbunden, dec ihn den Wirren des Jahres 1848 allerdings auf längere Zeit „einschlieft und erst 1859 wieder neu belebt wurde. Am 22. Nov. 1909 hätte die 50. Wiederkehr des Tages, der für die weitere Entwicklung der „Cacilia" den Grund legte, festlich begangen werden müssen, verschiedene Umstände ermöglichten es aber damals', nicht. Deshalb wies der Vorsitzende Hch. Schmidt gestern abend in einer Ansprache, in der er der zum Teil noch lebenden Mitbegründer gedachte, auf den Gründungstag hin. Zugleiä) brachte er ein vom Ortseinnehmcr Phil. Zimmer, dem damaligen Dirigenten des jungen Vereins, jetzt einer der ältesten Bürgey unserer Stadt, verfaßtes Gedicht zur Verlesung, das des fünfzigjährigen Bestehens und einer frohen Zukunft der „Cäcflia" gedenkt. /\ 9)1 ü n ft c r bei Lich, 2. Jan. Die Wetterauer Kalk- und Steinindustrie will den sehr ergiebigen Basaltbruch' an b^r Steinesmühle von der Gemeinde pachten unb dort, ein Basaltwerk mit Klopfmaschinen einrichten. Die Angelegenheit wurde am Donnerstag im Gemeinderat geregelt. — Auf dem Gebiete des früheren Braunkohlenbergwerkes Hesfenbrücker Hammer wird nach Kohlen gebohrt. Man ist auf gewaltige Basaltlager gestoßen, unter denen man die Kohlen vermutet. — Unsere Gemeinde wird m diesem Jahre an ba§ staatliche Wasserwerk Lautci angeschlossen. 4 Muschenheim, 2. Jan. Einer der ältesten Ein- wotzner unseres Ortes, der 75jährige Landwirt Gilbert Koch, bei dem die Gemeiudeochsen untergebracht sind, wurde schwer v e r l e tz t im Stalle aufgefunben. Er war beim Füttern von einem ber Tiere so unglücklich angepackt worben, baß nach schweren Verletzungen bes Kopfes unb ber inneren Organe sofort ber Tod cintrat. Heute würbe der Verstorbene, ber sich hier großer Beliebtheit erfreute, unter großer Beteiligung cms dem Dorfe und aus der Umgebung beerdigt. - r. Stockheim, 2. Jan. Es soll in aller Kürze hier eine größere Versammlung stattfinden, in der Beschlüsse über Eyendahm'ragen, besonders Wünsche zwecks Herbeiführung eines besseren Anschlusses auf der Stecke Vilbel— Heldenberqen—Stockheim—Lauterbach bereiten werden sollen. n. Babenhausen b. Mücke, 31. Dez. Am 1. Januar wird ein SDerr Klaußen, der seither auf der Molkerei in Weickartshain beschäftigt war, hier eine Milchentrah- 111 u n g 5 ft a t i o n errichten. Klaußen will zunächst int Erd-, geschoß der Wirtschaft von Bär arbeiten, um bann später einc^i größere Molkerei unterhalb bes Dorfes $u errichten. Heute würben bie hierzu nötigen Geräte von der Station Mücke 1 hierhergcdracht. ? Villingen, 2. Jan. Mit Wirkung vom 1. Januar ist der seit etwa 6 Jahren hier tätige Lehrer Thöt nach Nieder-Namstadt versetzt worden. Nur ungern sieht man den beliebten Lehrer von hier scheiden. jl Schlitz, 31. Dez. Am Donnerstag vormittag hat^ sich ber ledige Taglöhner Friedrich H i ck m a n n von hier .teil und sind in den Hafen zurück-' Angebot erhöhen sich die und Schaio 00 77—85 00 00 74-77 00 00 00 69-73 68-77 00 0U 35—41 00 65—70 00 26—33 00 30—32 72—74 00 00 00 Statt Karten. Die Geburt eines Töchterchens 010 beehren sich ansuscigen Berliner Pfannkuchen „ | < Konditorei W. Amend z c > *4 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 ou 00 00 00 00 00 OU 52—64 41—49 34-40 L* ti* L* 50—54 45-49 40—42 Ballon nicht auffinde gekehrt. 83-90 76—83 70—73 2urd)- id)iuttäpreis pro 100 Pfd. übrig, und durch das geringe Preise. L. Bad-Nauheim, 31. in Bad Nauheim sind jetzt für htniSfeier, die .nbe und den, Ee- roitb, seien ade -ichcWllsrtz.loch« :r Feie: steht ein 1 an einem Baume aus dem Grabe seiner Mutter erhängt. Hickmann, ein Junggeselle im Alter von 47-Jahren, war dem Für die-ahlreicheii Glück lviinschc, welche mir^zum Jahreswechsel auS Stau jenbei'fl u. Umgegend zu- gingcn, tage ich herzlichen Dank und wünsche allen Gra- nüanten ein gelegneres neues Jahr. (Og. Sandmann, Mehrer i. P. Lich, den 2. Januar 1910. th. Marburg, 2. Jun. -iie Mitteilung wegen der An - läge einer Ueoeriand-Zcnträte i|t Stimrnungs- maqe für ein Projekt, des,en Verwirklichung aussichtslos ist. Es handelt sich oarum, die Nehmühle bei Niederweimar, unweit des vielbesungenen A>irtshau,es an der Lahn, vorteilhaft an den Mann zu bringen. Tic Mühle hat aber nur 40—50 HP Wäss er traft, die durch Turbinen auf das Doppelte zu steigern sein wird, so dast man damit allenfalls zwei Dörfer mir Strom versehen röniuc, aber nicht dreißig. Außerdem aber liegt die Mühle nicht hochwasser- frei/so daß eine gewisse Zeil im Jahre die Wasserkraft überhaupt nicht benutzt werden kann. [j Kirchhain, 1. Januar. Der Müller Kremer in Anzefahr rettete mit großer Lebensgefahr seinen 6jährigen Jungen, der in das Hochwasser der Ohm geraten war, indem er dem mit den Wellen Kämpfenden etwa 50 Dieter nachschwamm. Landwirtschaft. ** Saatgutbeschaffung. Tie ungünstigen Witterungsverhältnisse während der Ernte des Jahres 1009 haben die Veranlagung zu einer für Saatgut nicht immer einwandfreien Körncr- qualitat gegeben. Es sind daher für das Frühjahr viele Landwirte gezwungen, sich Saatgut für die Aussaat zu beschaffen. Die Kar- tonelerntc, die wohl 1909 im Durchschnitt gut ausgefallen sein mag, hat aber insofern enttäuscht, als vielfach über Fäulnis der Knollen in den Aufbewahrungsräumen geklagt wird. Dazu kommt, daß auf zahlreichen Kartoffelseldern Zttanlheitserscheinungen beobachtet wurden, die ein Saatgutwechsel angezeigt erscheinen lassen. Den Landwirten, die Bedars an Getreide- und Kartoffelsaatgut haben, ist zum Bezug die beste Gelegenheit in den von der Landwirtschaftskammcr errichteten Saatbaustellen gegeben. Die Felder der Saatbaustcllen werden besichtigt, ebenso wie die eingesandten Proben geprüft. Lustschiffahrt. Groß 111. Berlin, 31. Dez. Das M i l i 1 ä r l u f t s ch i f s „Groß 3" unternahm heute vormittag Lvm Tegeler Schießplatz aus den ersten Ausstieg. Es fuhr IV2 Stunden über dem Schießplatz und lanoetc dann glatt. Tas neue Luftschiff übertrisjt seine Vorgänger an Größe und Antriebskrast: cs ist 86 Meter lang und ,aßt 8000 Raummeter Gas. In die neun Meter lange Gondel sind vier Mvtore eingebaut, die vier Propeller treiben. Ein deutscher Ballon verunglückt? Reval, 1. Van. um <>U. v. W3. von Nagoe aus gesichtete Luftschiff war niüjt Icnibar, sondern ein Freiballon, der sich in nordöstlicher Richtung bcivegte. Man will die deutschen Farbei: ertamit und in der Gondel zwei Personen bc- mertt haben. Tie znr Hilfeleistung entsandten Dampfer haben ben 'cdend-Schtadn. gemidjt da wohl in allen größere oder senden. Dennoch haben wir Wintemur hier. ImK 0 nitzky- stift werden täglich eine größere Anzahl Bäder verschiedener Formation verabreicht, und finden daselbst Kurfremde vollständige Pension. Ebenso find auch in Pensionen und Hotels eine Anzahl von Badegästen. Tas Mitttärhospital zählt zurzeit 18 Patienten, die ebenfalls im Konitzkystift bauen. Die Spazierwege des Barles werden auch bei dieser schlechten Zett in gutem Stande gehatten. Die zweite Apotheke der Stadt sLöwenapoihete-, die seither einen Stock des Stadthauses inne hatte, wird wohl zu Anfang des Sommers ihren Neubau beziehen können, dann wird das ganze Gebäuvc als Stadthaus für Bürgermeisterei und Orts- 67—69 62—65 40—41 37—39 Dez. Die Badehäuser wenige Monate geschlossen, kleinere Herstellungen statt- * Aus englischem Kindermund. Eine Engländerin, Mrs Anni Tibbits, die Material zu einer Studie über die geistigen Fähigkeiten des Kindes sammelt, hat sich mit einer Umfrage an Väter und Mütter ihrer Heimat gewandt, um Aussprüche und Geschichten von den Kleinen zu erfahren, die ein Licht auf ihr Denken und Fühlen werfen. Unter den zahlreichen Anekdoten, die ihr mitgeteilt wurden, finden sich einige hübsche Beispiele kindlichen Humors.. „Ein Freund von uns," so erzählt ein Vater, „hat unglücklicherweise eine außerordentlich große und außerordentlich rote Nase. Als wir ihn einmal zum Mittagbrot einluden, nahm ich mir meinen siebeniährigen Jungen vor und schärfte ihm »uf das Strengste ein, ja nicht etwa eine Bemerkung darüber zu die Hölle!" * Gut getroffen. „Denke dir, Wilhelm, jetzt habe ich eine famose Herrschaft gefunden. Dort wünscht der gnädige Herr immer Schweinebraten mit Sauerkraut und Klößen, was doch auch dein Leibgericht ist!" * Der preisgekrönte Ochse. Michelbauer (zu seinem preisgekrönten Ochsen-: „Hoho, Hansl, tu nur nct a so stolz, host du ettva den ersten Preis kriegt über i?!" * Ahnungsvoll. Köchin (die in einer ihr fremden Gegend in Dienst getreten ist): „Mein Gott, wie mein Herz schlägt! Hier ist bestimmt eine Kaserne in der Nähe!" * Passende Gelegenheit. Handwerksbursche iam Fenster ein Plakat lesend): „Diese Villa ist zu vermieten!" „Hier geh' ich fechten; wenn der Gendarm kommt, hab' ich die scksönste Ausrede!" * Tas Neueste aus Poscmuckel. „Das Neueste tn unserer Stadt sind gegenwärtig die Fensterscheiben, indem ein großes Hagelwetter die alten sämtlich zerschlagen hat!" Kleine Tageschronik. Tie Erdbebenwarte Dar m ft a d t - I u g e n h e i m verzeichnete vom 1. Januar ein mittelstarkes gern beben m etwa 9u0u Kilometer Entfernung. * Eisenbal^unfall bei Kassel. Aus Kassel wird unterm 31. Tez amtlich gemeldet: Der gestern abend hier abgegangene Eilgüterzug 63-17 fuhr (wie wir schon Trunk argeben. . 0 Laubach, 2. Jan. In der Neusahrsnacht wurde einem Dienstmädchen seine Ersparnis von 90 Mark aus der Kommodschublade entwendet. Tie nachts 2 Uhr benachrichtigte Gendarmerie mar sofort zur Stelle, ihre eingehende Untersuchung führte bis jetzt nicht auf die Spur des Täters. — Bergrat Dr. Sattler aus Daemstadt wird am Donnerstag abend im Schützenhof im Auftrag des Lokal- geiverbevereins über den Vogelsberg im Vergleich nut umliegenden Gebirgen einen Vortrag halten, den er durch etwa 50 Lichtbilder erläutern wird. ! Vom nördlichen Vogelsberg, 2. Jan. Mitte Dezember wurde vom Sinken der Schweinepreise berichtet und die Vermutung ausgesprochen, daß der Preis- rückgang bis ins neue Jahr hinein andauern würde. Dies hat sich für unsere Gegend keineswegs bewahrheitet. Heute zahlen die Händler für das Pfund Lebendgewicht 55 bis 56 Pfennig und dieser Preis wird in den ersten Tagen noch steigen. Es herrscht allgemein ein großer Mangel an schlachtreifen Schweinen. Eben ist die Zeit der Hausschlachlungen und jeder Dorfbewohner ist bestrebt, seine eigene Vorrats- fmnmer zu füllen. Da bleibt für die Ausfuhr nicht viel 21—25 10—20 DrigLnaL-Drahtinelörrngen. London, 3. Jan. Der kürzlich in London verstorbene Chemiker Ludwig Mond bestimmte in seinem Testament, daß der Universität Heidelberg, der Akademie der Wissen- machend Wh-S'dL ich nun mit ^"Wl I» S,adt 20 000 Wund Sftdm» wie ü>r Junge seine-Augen mit einer geradezu schrecklichen .^art- l ans feinem Nachlaß Zufällen follen. näckigkeit auf die Nase geheftet hielt und machte ihm ein Zeichen, j---„j»— ---------------------------- nm ihn zu warnen. Das hatte aber die denkbar schlechteste Wir- ✓--* knng, denn er rief entrüstet aus: „Aber Papa, ich habe doch nicht ein Wörtchen über seine Nase gesagt!" Ein kleines Mädchen, das sehr ungezogen gewesen war, wurde ermahnt, Gott zu bitten, daß er aus ihr ein artiges Kind mache. Das Gebet lautete solgendermaßen: „Ach lieber Gott, mach doch aus mir ein artiges I Kind, und wenn du s das erste Mal nicht fertig kriegst, per- ' suchs, Versuchs doch bitte immer wieder." Ein anderes kleines । Mädchen richtete folgende Bitte an den lieben Gott: „Bitte, lieber Gott, beschütze Mama, Tada und Barbara und mach doch, daß die Köchin aufpaßt und nicht mehr von Mamas porzellanernem Teetopf abbricht." Die fünfjährige Mary spielt mit ihrem Kätzchen aus« dem Kaminteppich: plötzlich hält sie crftaunt~ inne, duckt ihr Köpfchen herunter und legt ihr Ohr an öic Seite des Tieres. „Mama, hörst du was?" fragt sie höchlichst erstaunt. „Was denn?" „Na, Kitty kocht doch!" ruft sie aus. Das Herzklopfen des Kätzchens war dem Kind wie das Sifdyen eines Kochtopfes vorgekommen. Die sechsjährige Barbara führt mit ihrer Mutter folgende Unterhaltung: „Mutter, darf ich meine beste Puppe mit in den Himmel nehmen?" „Aber nein doch!" „Darf ich meine zweitbeste Puppe mit in den Himmel nehmen?" „Nein, auch nicht." „Darf ich dann wenigstens meine alte Lumpenpuppe mit- in den Himmel nehmen?" „Nein, die erst recht sticht." „Dann nehme ich halt meine Lumpenpuppe und geh' mit ihr tn Von Silvester an empfehle meine vorzüglichen Sreppeiii ■ und ‘uiihlmai1 toar l e&s > =9 ^umannidie vcrr toiie fen -N Folge'L Konzert % ^schichtZvereins 15> Januar bis ^ristophersen von Ober-Mock. ■ 38 000 Mk. und : HauS in Ober- ' kcstattungs« ° Genossenschaft, c Ankäufen eines Maliungs-Ange. F in ben Laden wn.tt.je 20, Der« dir Funktion des nttil.j ÖCI hessischen 7. Zamm al im allMeinen um die e.gMliche namentlich irt der der Ausdruck der ulen, so daß die gericht dienen. RB. Darmstadt, 2. Jan. Eine seltene Auszeichnung ist vom Kaiser dem früheren Feldwebel Böning vom Leibgarde-Regiment Nr. 115 zu Teil geworden. Böning, der liü) ini Dietiit als tua,1 tiger <,oifcat erwies uno auu> dichtete, ist zurzeit als Beamter bei der Regierung zu Wiesbaden. Er erhielt die Mitteilung, daß er vom Kaiser zum Leutnant der Landwehr befördert worden sei. R.B Gei ns heim (jtte.v jß-Q!erau), 2. Jan. Bei dem hiesigen Gemeindeeinnehmer erschien nach Denen Ang wie am Silvesterabend gegen 6 Uhr ein Mann, der sich als Beamter der Auisiastsvehorde in Darmstadt vorteilte und erklärte, es solle aus Amatz einer anonymen Anzeige eine Revision der Gern e i n d e k a s s e vorgeirommen werden. Zu diesem Zwecke roertc fein Vorgesetzter alsbald im Automobil aus Darmstadt emtrenen, wahrend rd „ j.tt ätteftt«,®!1 it Rittern von '’”*»**1 tÄV , -mnua" ,, ’»ng '5t ««6 1 ^ 31 MI «ÄW» Al Id»'“ nt' e- 3^445 fnJ ?. °°r»dri- 7-'k°»diL° s?®" selig, N ”nt bat b, ehhnii . vu Zahnarzt Xets tu 1 rau Marguerite geb. Gins. Giessen, 3. Januar 1910. D. H. V. Mittwoch den 5. dsü. Mts. pünktlich 9'j Uhr abends, im Bereinöheim GcschiisMchc Sitzimg. Tages-Ordnung: 1. Lichlbildervortrag. 2. Verschiedenes. Pünktliches und zahlreiches tii scheinen erwünscht v , Ter Borstand. Aus Südbulgaricn werden große U e b e r s ch ttew* nt u n q e n gemeldet. Bei der Station fi atunißa, östlich von Philippopel, st ü r z t. e gestern die B ahnst r u ck c ein, nachdem kurz vorher der Orientexpreßzug aus Konstanz nopel darüber gefahren war. In Alexandria wurde gestern nachmittag dnrm G r o ß feuer in den Tabakvorräten des Zollspeicher^ men. Der Zugfuhr er des Etlguterzuges muroe biort 'n k [ ou^> c L ” re 9r | n c n ü e r b r a u u t c n. Im, ganzen sind getötet, mehrere Leute vom Personal, der Guter- Personen verbrannt und neun znm Teil sehr schwer v c r züge wurden schwer verletzt. Der Matertalschaden ist \,;rben bedeutend. Etwa 15 Güterwagen sind zertrümmerst; dte u beiden Gleise sind gesperrt. Von Kassel, Warburg Märkte. und Altenbelen sind Hilfszüge nach der Unfallstelle abge- ic. Frankfurt a. M., 3. Jan. (Orig.-Telegr. Des «Grey gangen Die Aufräumungsarbeiten dauern voraussichtlich Anz.") Amtliche Notierungen der l)cutigen ö-rueb tmarf tvxei e. Tag. > MsSch« ist noch nicht«-. * Sarah Bernhardts träume. Ucber die Psycho-1 ie.80 'tzerslc (Wetterauer) '-Vif. 16.00—16.50, Gerste loqie und Bedeutung des Traumes hat Eugene ^pebauit bet einer I Pjsttter Nied Mk. 16.50—17.50, Kleie Alk. OO.Oo—00.00, Reihe hervorragender Pariser Künstler und Per onlichketten eine I .. . 50_16 50 ^iais Mk. 15.75—16.00, Meizenmehl Alk. 32.25 Umfrage veranstaltet, deren Ergebms er tn den Annales mitteut. - -0 2 Qun(iiät 30.75-31.00, 3. Cualitat Alk. ‘28.7o Gr beginnt mit den Erllärnngen roarah Bernhardts, dte autzer- o9? 0 4- ^lalliäl Mk. 00.00-00.00, Roggcnmehl 0 ordentlich interessante Züge zu dem Eharakterbild, der großen 00^25.50,1.Qualität AU. 22.00—22.50, Weizenkleie Mk. 10.25 Künstlerin beitragen. Sarah Bernhardt erklärt, daß sie es stets k.W.5O, Meizenschale Alk. 00.00—00.00, Roggeicklete Mk. 10 50 vermieden habe, stch länger mit dem Problem des Traumes zu > u.vo, Alalzkeune'Istk. 00.00—00.-0, Bienteber 12.7e,—13.2o. beschästigen, denn sie sei abergläubig. Sie erzählt von ^raumen, Vcr 100 Kg. ab hier. die alle Phäitomene der Vorausahnung tragen. „Las nt Idtiam Frankfurt a. M. Vieh Hoi-M a r k t b e r i ch t vom 3. ^an. und vielleicht auch ein wenig beunruhigend, ^ci) erinnere mtd) Auftrieb: Ochsen 290, Lullen 22, Kühe 833, Rinder 1151, Kalber an meine früheste Jugend: meine Mutter wollte mich .l.rt ,öie 234 Schale 37, Schweine 1521, Ziegen 0. Normandie mitnehmen, meine Phantasie regte stch, dec meuevian Tendenz: Rinder lebhaft, ansverkatül, Kälber eittzückte mich und ich suchte mir alles vorzustellen, was ich nun aerauntt, Schiverne nüuelinÖBtg, kein Uebecstand. sehen Würste und wo ich nun eine Zeit lang leben wurde. Endlich a Preis kam der Tag der Reste. Wir fuhren ab, wir kamen an, aber pro lOOPfd. bis zu dem Schlosse, wo man uns erwartete, war noch em Stuck <.ebtn?,:&dlLad)t< Wegs zurückzulegen, inmitten völlig unbekannten Landes. Die ->nn.d,s°von-dis Nacht brach herein; nirgends ein Wagen oder em Verkehrsmittel. Cd)|en. . Wie sollten mir ohne Führer und ohne Wegweiser die immerhin Pollsteychige, ausgemastele, höchsten ziemlich ansehnliche Wegstrecke zurücklegen? Meine Mutter Schlachtwertes, höchstens 6 Jahre alt 43—46 kannte den Weg nicht, sic zauderte, denn alle Wahrscheinlichkeit Junge stetschige, nicht ausgemastele und sprach dasür, daß wir uns verirren würden. Ta sagte itf):_ „>>ch äste re ausgemaslete - \ ’ ‘ ’ kenne den Weg" Meine Mutter war erstaunt: „Du bist doch Ala,;ig genarrte junge und gut äe- niemals hier gewesen." „Das schadet nichts, ich weiß, tote das nährte allere ...... Schloß gebaut ist." Und nach einem vorhcrgegangenen -träum 'Julien. gab ich eine ganz genaue Schilderung. Ick, brachte das alles Vollsteychige, au§geiuad.),cne, höchsten mit so großer Sicherheit vor, das; meine Mutter nicht mehr od)lacl)tiuerte5 zögerte und sich ohne Mißtrauen dieser seltsamen Vorahnung vollsleiichige, jüngere ■ ■ > • - • • überlief; die mir alle Einzelheiten einer mir völlig srernden cs a r 1 e n, «u g e. Landsataft vorher verraten ijaue. ^ie sehen," st-hr Saray Bernhardt Bollstelschlge ausgemastele^anen höchst. lächelnd fort, „meine erste Traumerinnerung ist, wt: die -ted)» ^d.)lacL)iiücrte5 nifer der Pshchologie sagen würden, ein topographischer Traum £u7 ttayre 34-40 (üjrf.t meniacr intereiiant ist ein anderer ^raum, den Sarah Schlachtiverte^ bts gU i - • in 'jlmcrita erlebte. „M hellere ausgenmltete Slulte itnb .oentg träumte, mein in Paris zurückgebliebener Sohn sei das Cincr ^416111^1(161161111^61.0^111)011110,5^111 eines llnsalles: ein toller Hund hätte ihn gebissen. Meine! 'Hlayig genährte ^uhe und ö_to.c „ • • Träume sind von einer beängstigenden Genauigkeit, ich sehe alles Gering genährte Kühe und oaiie . . vor mir mit der Schärfe und Klarheit der Wirllichtett. Als rsj^nnuirhmaft) nnb befte ich erwachte, war io. au.s .Vochste veiorgt. ^d) telegraphierte pemste Mast- (Bollmckchmast) und beste nach Varis — acwist eine Torheit, aber jede Mutter wird meine eaugtaiücr . • • - - - • ÄMÄ Äää;. ”eu9" <: Paris ereignet. Zum Glück ging alles gut ab; die Ktteider Aettere Masthammet und gut genahit ^_25 65-68 hatten mein Kind vor den Folgen des Bisses geschützt. Sarah Achate . . - - M’ÄÄt. '««FS tt Ä »SW &s das Phänomen, daß sie nie gesehene Landschasten aus vergangenen | fleischige ^cbiumu _ Träumen genau wieder erkennt, hat die Tragödin ost beobachtet. - „Wie soll man das alles ernären ? llnd was mindestens ebenso I WCItcroCi 10)1. seltsam ist, wie diese Vorahmingci', das ist die Tatsache, daß OeffcntNche W e 11 c r b i c n ft Ü e 11 c Gießen. ich niemals, aber auch wirklich niemals von der Buhne oder von sillgeineine Wetterlage feit Sonntag früh: Heber nacht ist Rollen oder von irgend etwas gettaumt habe,- wasi mit bem L f b f tm Norden geringer Jlcgcn und Erivärmtmg eingetreten, Theater in Beziehung steht. Lch für meine ^rson kann daher cbenjo wie Süddeuischland, auch nicht glauben, das; die Traume mir durch unsere Wunschi ) scheint; cs ist nüolge des südlichen Hochdrurk- und Neigungen oder durch unsere besonderen b ; ”cob7etg^V^or^)en des Gioßhei-zogtumS .vär.ncr als im Süden, stimmt werden. Eher wurde ich denken, das; unbekannte Machte 19^ jn ber ,lt c>5 iniiÖCr geivordcn (Feldberg 3 Grad uns beherrschen." > Warme). Die nördliche Zyklone hat südwärts siart ihren Wirkungsbereich ausgedehnt und über Nordosteuropa südwärts bis stiorddeutschland Ütordwestiviude gebracht. Wetteraussichteu in Hessen am Dienstag dem 4. ^anuav 1910: Trüb und nebelig, tm Norden geringer Regen, etwas 'milder. _______ 1910 Beginn meines großen Abendmäntel ZUM verkauf kommen <5i«fe«n Kuidermäiitel) | Aöcke | ---Saison--- Räumung; - Ausverkauft ruhigem Hause u. freier gesunder Lage versetzungsh. z. norm. (• Schiffenb. Weg 16, Nähe Bergstr. 4 Zimmer Pfeffer Marktplatz Große poften Damen-ÄIeidersiosie in nur guten Qualitäten Es werden Große Posten Damen - Konfeftion insbesondere a»/x pariser u. Wiener Modell-AoMme u. 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