w S<0: hV <;l 8/ v' r* . Die heutige Nummer umfatzl 12 Seiten. politische Tagesschau. Uebereilte Eesetzmacherei. Nachdem wir schon am Samstag darauf hingewresen haben, daß im Reichstage die wichtigsten gegenwärtigen Vorlagen nicht im Handumdrehen erledigt werden dürsten, wird heute auch den „Mitteilungen vom Hansabund" „von industrieller Seite" in ähnlichem Sinne geschrieben. In dieser Zuschrift werden bereits lebhafte Klagen erhoben: Tie Art. wie wichtige, die allgemeinen Interessen von Gewerbe, Handel und Industrie berührende Gesetzentwürie von unseren gesetzgebenden Körperjchailen behandelt werden, löst besonders in »ndullrieUen Kreiien tiele Verdrossenheit aus. Ter Antrag Erzberger und die Anträge m der Kali-Kommission zeigen, daß Stimmungen bestehen, welche man als produktivnsieinbliche bezeichnen dari, ohne daß von feilen der Regierungsstellen immer in genügend Der Keifers Reise. Metz, 30. April. Der Kaiser traf nach Besichtigung der Westfront gegen 12 Uhr in Metz ein und besuchte das Gewcrbehaus, sowie dre elsaß-lothringische Kunstausstellung. Schloß Urvil le, 30. April. Der Kaiser kehrte heute nachmittag von Metz hierher im Automobil zurück. Die Kaiserin und die Prinzessin unternahmen vormittags eine Ausfahrt. Nachmittags spendete die Kaiserin den Schulkindern von Kürzel Kaffee und Kuchen und wohnte mit der Prinzesstn dem Kaffeetrinken bei. Heue Beschlüsse in zriedberg-VLdingan. Tic Lage im Wahlkreis Friedberg-Büdingen ist seit den letzten Beschlüssen der dortigen Abteilung des Bundxs der Landwirte etrvas besser und erfreulicher geworden. Der Bund der Landwirte selbst scheint erkannt zu haben, daß er mit »einen Forderungen an eine Kandidatur Dr. Becker zu weit gegangen war, und der Friedberger Wahlkreisvorstand des Bundes hat das getan, was wir als im Interesse einer Verständigung liegend schon am 25. April angeraten hatten: er hat beschlossen, „einer Vertrauensmännerversammlung vorzuschlagen, die in der am Sonntag im Hinblick auf die in Aussicht genommene Kandidatur Dr. Becker gestellte Forderung, daß Herr Dr. Becker sich verpflichten müsse, dem Bunde der Landwirte beizutreten, zurückzuziehen, um der nationalliberalen Partei die Zustimmung zu dieser Kandidatur zu ermöglichen." Dem Vorstand der nationalliberalen 'Partei wurde von dieser Entschließung Kenntnis gegeben. Damit haben ersreulicher Weise die Bündler den Willen bekundet, die parteipolitische Lage in Hessen nicht unnütz zu veHchärsen, denn cs war klar, daß die Entscheidung in Friedberg für die Frontstellung der Parteien in unserer engeren Heimat von ziemlich schwerwiegenden Folgen begleitet sein werde. Herr Dr. Becker-Sprendlingen scheint «ich dessen bewußt gewesen zu sein, daß auch sehr viel von seiner eigenen Entscheidung abhänge, und er hat den Parteien kurzerhand dadurch reinen Tisch gemacht, daß er erklärte, nicht kandidieren zu wollen. Aus seiner Entschließung, die nicht im vollen Wortlaut mitgeteilt worden ist, darf man wohl entnehmen, daß er die Bedingung stellte, alle bürgerlichen Parteien müßten sich auf seine Kandidatur geeinigt haben. Da aber die Fortschrittliche Volkspartei jur ihn sich keinenfalls würde entschieden haben, wollte er vielleicht schon deshalb das Feld sreimache^ für einen anderen Kandidaten. Es wäre außerordentlich wünschenswert und erfreu- trch, wenn in der Tat alle bürgerlichen Parteien in Friedberg-Büdingen einmütig sich zusammenschließen würden, um die Sozialdemokratie abzuwehren und für Hessen und das Reich zu bekunden, wie schädlich es ist, wenn die staatserhaltenden Gruppen sich immer mehr entfremden. Möge man auf allen Seiten die unglückseligen Kämpfe bei der Reichsfinanzreform in der Entscheidung für den Wahlkreis möglichst zurückstellen! Dann wird eine Einigung recht gut möglich sein, und es wird an der nationalliberalen Partei liegen, die vermittelnde Rolle zu übernehmen, auch zum Nutzen der eignen allgemeinen Marschrichtung, die wiederum auch für das allgemeine politische Leben vom höchsten Interesse ist. Das wird hoffentlich auch der Bund der Landwirre berücksichtigen, daß es jetzt näht darauf ankommt, formale Bedingungen zu erfüllen, sondern darauf, weithin über das Hessenland hinaus eine eindrucksvolle Kundgebung zu erreichen. In diesem Sinne begrüßen wir es, daß der Zankapfel der Kandidatur Becker beseitigt ist, und daß die Nationalliberalen in Friedberg am gestrigen Sonntag kein unbedachtes Schlußwort ausgesprochen haben. Sie haben vielmehr bekundet, weder nach rechts noch nach Lin Erfolg der türkischen Truppen. Nach den letzten Meldungen scheinen die türkischen Truppen die Aufsländischen geschlagen und zurückgctriebcn zu haben Viel- leicht versucht man es in Konstantinopel in Oiefem günstigeren Augenblicke mit einer friedlichen Verständigung: Berlin, 30. April. Bei der hiesigen t u r k i, ch e n Botschaft ist folgeiide Depesche eingetroisen: Konstantmopcl: Scheflct Torgut Pascha ist in Katsch an ik an gelangt unh hat den dortigen Paß befreit; die Aufständischen imd gänzlich zerstreut. . __ 1 Saloniki, 1. Mai. Am Patz von Katschanik herrschtRuhe. Die Truppen des linken Flügels unter Ssman Pascha stteisen oas Gebiet der oberen Marawa av und'b rennen die Häuser der abwesenden Besitzer nieder, über deren Verbleib fein Nachweis vorhanden ist. Blutvergießen wird möglichst vermieden. In Binsa, Bilink und Str aza dauern die Zusammenstöße mit den Rebellen fort. K o n st a n t i n o p e l, 30. April. Nach einer offiziellen Mel - düng Dcrfudjtcn die Rebellen von Katschanik in der Richtung nach der Marawa zu entfliehen, wurden aber an der Flucht verhindert. Die Albaner bitten Neuerungen nicht einzuführen und einen parlamentarischen Ausschuß nach Albanien zu entsenden. Die Rebellen errichteten Verschanzungen zwischen Katschanik und Eleschen. Saloniki, 30. April. In der Stimmung der Bevölkerung in Oberalbanien ist ein plötzlicher Umschlag etnge- treten. Die Arnauten beschlossen, der Regierung keine Schmierigkeiten mehr zu bereiten; sie streben nur Erleichterungenbei gewissen Abgaben an. Die Bevölkerung von Djakowa und Ipek hat den Sultan Mohamed anerkannt und ift bereit, zusammen mit seinen Truppen gegen den Rest der Aufständischen zu kämpfen. Somit scheint der Ernst der Lage in Oberalbanien überwunden zu sein. Konstantinopel, 1. Mai. Die Kammer verhandelte über den Antrag der albanischen 'deputierten betreffend btc Entsendung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses nach Albanien. Der Führer der Iungtürken beantragte Vertagung der Aussprache, bis die Regierung erscheine. Konstantinopel, 1. Mai. Wegen der von der Kautmer beschlossenen Streichung der Pensionen einiger Schwiegersöhne der kaiserlichen Familie reichte der Finanz Minister seine Verabschiedung ein. Auch der Minister des Innern droht aus dem gleichen Grunde mit seinem Abschied. links gehen, vielmehr mit den anderen Parteien gemeinsam vorgehen zu wollen. Hinter so gutem Willen und der im allgemeinen Interesse liegenden Mäßigung sollte der Bund der Landwirte nicht zurückstehen. Es liegt jetzt bei ihm, die Wiederanknüpfung besserer Beziehungen mit der großen Mittelpartei auch seinerseits in die Wege zu leiten. Die großen müssen über die kleinen Gesichtspunkte siegen! Es würde eine vaterländische Tat sein, wenn der Bund der Landwirte keinen Anstoß daran nimmt, daß der in Friedberg aufzustellende Kandidat der nationalliberalen Partei angehöre. Freilich müßte dafür gesorgt werden, daß dieser Kandidat unter allen Umständen die landwirtschaftlichen Interessen versteht und würdigt und auf jegliche Hinneigung nach radikalen Ideen und Zielen deutlich verzichtet. Wir erhalten über den Friedberger Beschluß der Nationalliberalen folgende Meldung: Friedberg, 1. Mai. Die Vertrauensmännerversammlung der Nationalliberalen beschloß, einen Kandidaten aufzustellen, der der nationalliberalen Reichstagsfraktion bcizutrctcn hat. Tic Aufstellung des Kandidaten wird einem auä neun Herren bestehenden Ausschuß überlassen. Dieser Ausschuß soll weiter mit den bürgerlichen Parteien im Wahlkreis und der Wahlkreisorganisation des Bundes der Landwirte in Verbindung treten, um deren Zustimmung zu der ausgestellten Kandidatur zu erlangen. Von anderer Seite erhalten wir noch folgenden ergänzenden Bericht: X Friedberg, 2. Mai. Die gestrige Vertrauensmänncr- vcrsammlung der nationalliberalen Partei des Wahlkreises Fried- berg-Büdingcn war von etwa 20 0 Vertrauensmännern besucht. Als Vertreter der Landesorganisation war Landtagsabgeordneter Dr. Osann, als Vertreter der Reichstagsfraktion Abg Fuhrmann erschienen. Den Vorsitz führte Justizrat Windecker aus F-riedbcrg, der über die Beschlüsse des Bundes der Landwirte und üln-r die Kandidatur Bcckcr berichtete. 'Dr. O s a n n teilt mit, daß der geschäftsführende Ausschuß der Landes- partci einmütig das Vorgehen der Wahlkreisleitung gebilligt habe. Es könne nur ein Kandidat in Frage kommen, der der nationalen Parl-ei beitrete. Abg. Fuhrmann wahrt den Standpunkt der Reichstagssraktron, besonders der Kandidatur Becker gegenüber. Nach längerer Äussprack/e wurde einstimmig beschlossen, und zwar durch doppelte Abstimmung, nur einen Kandidaten auf- zustellen, der der nationalliberalen Partei beitrete. Es wurde bann ein Ausschuß gewählt, der mit den in Frage kommenden Persönlichkeiten verhandeln solle, und außerdem beschlossen, Verhau d l u n g e n mit ben rechts und links von der natwnalliberalen Partei stehenden anzuknüpfen zur Unterstützung eines der drei in der Versammlung genannten Kandidaten, bte alle auf nationalliberalem Standpunkt stehen und für Beibehaltung der Schutzzölle sind. . _ . . Außer einem auswärtigen Herren, der aber nicht in Betracht kommt, wurde Pfarrer Vogel aus Reichelsheim i. O. genannt, und Landwirt Schutt von der Garbenheimer Mühle eindrucksvoller Form au< die Gefahren für das gesamte denlich Wirtschaftsleben hingewiesen wird, welche mit dieser Richtung gegen die vroduktioe Arbeit verknüpft sein müssen. Es ifi aber um jo bedauerlicher, daß auch in unseren amtlichen Kreisen die Bedeutung der produktiven industriellen oder uocr- Ijaupt selbständigen wirtschaftlichen Tätigkeit nicht in dein erforderlichen Blaße gefördert z>l luerbeu scheint; denn den Ent rouvf des Zuwachssteuergesetzes möchte man geradezu als em Kampfgesetz gegen Unternehmungslust und Tüchtigkeit^ bezeichnen. Solche Gefetzeiilivürfe sollten nicht von den amtlichen Stellen ausgehen können. Tie Entwürfe dürfen nicht übereilt vorgelegt werden. Es geht nicht an, daß ein Entwurf, rote z. B. das Reich szu wachs st euergesetz, das eine außerordentlich schwierige 'Materie behandelt und 57 Paragraphen enthalt, nun innerhalb 14 Tagen vom Reichstag durchberaten werden soll. Wir möchten dazu jedoch nochmals betonen, daß wir bad Reichszun-achdsteuergesetz keineswegs, wie es der Bcrsasfti der zitierten Zuschrift anscheinend tut, verwerfen, -rte Grundgedanken des Gesetzes sind durchaus richtig. deshalb nicht nur wegen des Reugelds, sondern auch auf 10000 Franks Schadenersatz wegen mißbräuchlicher Zurückbehaltung des Manuskripts. Vor der Ziollkammer des Pariser Gerichts machte der Kläger geltend, daß die Beklagte bösen Wülen bekundet 'habe, wogegen diese erfiärte, das sei nicht der Fallh das Stück sei ju Lang, Striche seien notwendig, und der Kläger sei zu.Schadenersatz anzuhalten, well er diese Striche nicht machen wollte und der Bellagten unnötige Ausgaben verursacht habe durch die Einstudierung eines Stückes, das nicht bühnengerecht sei. Das Gericht nahm an, daß beide Parteien gegen ihre Verpflichtungen gefehlt hätten, md hat die Aushebung des Vertrags ohne Reugeld an- geordnet, während Batallle bis zum Betrage von 10 000 Fr. für die Ausgaben aufkommen sollte, die die Beklagte sich für dis Faustaufführung auferlegt hatte; nach Erstattung dieses Geldes sollte er sein Manuskript zurückerhalten. Batallle legte Berufung ein, und der Appellhof hat das Urteil des VorderriMers umgestoßen. Unter Aufhebung des Vertrages zwischen den Parteien wirb Sarah Bernhardt zur Zahlung des Reugeldes von 20 000 Fr. verurteilt; sie hat, der Köln. Ztg. zufolge, dem Kläger das Manuskript nebst ben Abschriften binnen acht Tagen nach Zustellung des Urteils zurückzugeben, bei Strafe von 50 Fr. für jeden Tag Versäumnis. Der Beklagten wurden die Kosten auferlegt. — Das erste vollständige Gerippe eines steinzeitlichen Menschen aus dem Moustsrien wurde, wie der „Globus" berichtet, im September v. I^ von Peyrony bei Ferrassie in der Dordogne gefunden. Das Gerippe gehört ohne Zweifel zum Monsterien, da die drei darüb erliegenden Schichten aanz unberührt waren. Tas Skelett, das auf das sorgfältigste geborgen wurde, lag auf dem Rücken, mit dem Oberkörper leicht nach links gewendet. Die Beine waren stark gekrümmt, die Knie nach rechts gedreht. Der linke Arm lag aus- gestreckt am Körper entlang, der rechte Arm war gebogen, so daß die Hand die Nähe der Schulter erreichte. Der Kopf war nach links gewendet, der Mund stand offen. Ringsum, über und unter dem Skelett lagen viele aufgebrochc Knochen sowie Zähne von Bison, Hirsch, Ziege und tier und steinerne Äunsterzeugnisie vom Typus des uihc.i.t MauAÄLL. tote AveM sar der TstL jLrMünZlich dorr besondere Anziehungskraft durch die Schönhell der Räume mit ihren wundervollen Stuckdecken aus dem 18. Jahrhundert und den prächtigen Deckengemälden. Tas Museum hat die Aufgabe, in llrblldern und Nachbllbungen bie Gesamtentwickelung der beut- schen Kultur bis zur Zell Karls des Großen vor Augen zu führen. Zur Erreichung dieses Zieles bient zunächst eine streng systematische, übersichtliche Aufstellung der Altertümer, verbunben mtt sorgfältiger, ausführlicher und allgemeinoerstätidltcher Bezettelung, sodann bie Ausgabe tvisftnschastlicher Verzeichnisse der einzelnen. Abtellungen und volkstümliche Führer durch daS gesamte Museum, ferner Führungen seitens der wissenschaftlichen Beamten, die in erster Linie für Altertumsvereine und Schulen, in Zukunft icboch auch regelmäßig an bestimmten Tagen für weitere Streife beabsichtigt sind. — Die Allgemeine Städtebau-Ausstellung wurde gestern in der Hochschule für bildende Künste zu Berlin eröffnet. In Vertretung des Reichskanzlers war Geheimrat Lern a l d erschienen; ebenso waren u. a. das Unterrichtsministerium und das Ministerium für öffewliche Arbeiten vertreten. Geheimer Baurat March sprach namens des Ausstellungs-Ausschusses in seiner Eröffnungsansprache die Hoffnung aus, daß die Ausstellung, die aus dem Wettbewerb für den Bebauungsplan von Groß-Berlrn entstanden fei, dazu beitragen möge, den öffentlichen Willen Tür die gewaltigen Opfer geneigt zu machen, die gebracht werden müßten, um den künftigen Bewohnern der machtvoll angewachsenen Reichshauptstadt ein schönes Menschenbasein zu schaffen. Der Präsident der Ausstellung, Oberbürgermeister Kirschner, UNftete ben Mitarbeitern seinen Dank ab und brachte ein Hoch aur ben Kaiser aus. Daran schloß sich ein Rundgang durch die Ausstellung, an der auch bie Hauptstädte beS Auslandes in erheblichem Maße beteiligt sind. — Ein Rechtsstreit um Faust. Ter iranzösiAhe Schriftsteller Henry Bataille hatte vor geraumer Zeit eine Bearbeitung von Goethes „Faust" sertiggestellt und ^Lrarah Lernharbt zur Auisührung in ihrem Theater eingereicht. Taraui würbe zwischen den beiden Parteien ein Vertrag abgeichlonen. Der die Bedingungen der Amführung feststellte. Er war darin bestimmt, daß, wenn die Ausführung unterbleiben sollte, Frau Bernhardt em Reugeld zu 20000 Fr. zu zahlen hatte. Schon waren die Zivilen verteilt, die Bühnenausstattung m Arbell und die Proben im Gange, als Frau Bernhardt sich plötzlich eutMoß« V > ^Faust'' nuüt tu gehen, Lätaillg verklagte fte Björnfons Uedersührung nach Norwegen. Kopenhagen, 30. April. .Heute vormittag kurz nach UV, Uhr kam Björn sonsLeiche im reich geschmückten Bahn- Hose an, empfangen von den meisten Ministern, den Reichstagsabgeordneten, Vertretern der Schauspieler, Schriftsteller, Journalisten, des Magistrats, der Universitäten, sowie von anderen hervorragenden Persönlichkeiten. Freunde Björnsons, sowie Mitglieder des SchriftsteUervereins trugen den Sarg vom Eiienbahnwageu zu dem sechsspännigen Leichenwagen, der sich sofort in Bewegung ,'etzte. Unmittelbar hinter dem Leichenwagen gingen die beiden Söhne Björnsons, Björn und Erlings sowie andere Verwandte, eine ungeheure Menschenmenge schlotz sich an. Tie Witwe Björnsons fuhr auf einem kürzeren Wege nach dem Hasen. Die Hauptsttaßen, durch die sich der Zug bewegte, waren überall reich mit Trauerfahnen geschmückt. Sämtliche Geschäfte waren geschlossen. Die Schaufenster zeigten Trauerschmuck. Als der Zug ben Hasen erreicht hatte, wo ein norwegisches Panzerschiff Anker geworfen hatte, würbe ber Sarg auf einen Katafalk aufgcbahrt. Nachbem bie Verwandten Platz genommen hatten, hielt der M i n v st erpräs ident eine Ansprache. Daraus wurde der Sarg an Bord ber „Norge" gebracht, währenb bie Musik einen Choral spielte. Hier gab ber norwegische Gesanbte dem Dank Tür bie dänische Teilnahme Ausdruck. Nachdem die Musik die norwegische Nationalhymne gespielt hatte, setzte sich das Schiss langsam in Bewegung, ein dänisches Panzcrschifs erwies die Ehrenbezeugungen. Christiania, 1. Mai. Die „Norge" mit Björnsons Leiche an Bord lras heute nachmittag aus Kopenhagen hier ein. .Am Hafen hatte sich der König sowie eine große Volksmenge eingesunden. Der Sarg wurde in feierlichem Zuge nach der Dreifaltigkeitskirche verbracht, wo er bis zur Beerdigung bleiben wird. — V o m Röm.-Germ. Museum in Mainz wird uns geschrieben: Nachdem bie ersten beiben Bauzeiten ber Wieder- herftellung bes Kurfürst!. Schlosses beendigt sind, kann am 3. Mai b. I. bas Röm.-Germ. Zentral-Mujeum von neuem seine Pforten bem Besuche öffnen. In ben drei Jahren, bie seit ber Schließung bes Museums vergangen sind, hat eine völlige N e ua u f st el l u n g stattgefunden. Im Erdgeschoß mit seinen einfachen Räumen und wuchtigen Gewölben inb bie vorgeschichtlichen Altertümer in füns Sälen untergebracht, im 1. Obergeschoß die ber römischen, im i rruchrdmcuüen. Irst- uvLreu Stockwerks haben noch eistz Nr. 101 Erstes Blatt 160. Jahrgang Montag 2* Mai 1910 4lllj vlUvl iss General-Anzeiger für Gberhesfen WM ‘itt die Tagesnummer HOfafiOn$öni(! und Verlag der BrühNchen Univ.-Vuch- und Steindruckerei K Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: zchulftratze 7. Anzeigenitttt bis vormlltags 9 Uhr. lh ” eilten lUgeden. w (9. Lob o;Tx , hnhaus mS* 1 1" »tttauÄJ’i ALZLW tFusch^ ehe, Stühle ihenschrüDke Verschränke schschränke Moden, Solas len md ragens Kleider bei |9 lil WM tim gut erb. Taielflatim pert. VtMrerWcaAl.! Mkauf von eisen, Lmn-eu.MetM ner, Flaschen. Louis Rothenvergn, rnwenL Televboo SW ^Wi sbaden.Friedr Mr^ Mit MWÄ? iriitL Angebote unter- >en GiehenerAtMecuc. 8P*s* Kakao Kaffee Tee „pjehltinb*«* Trida Richter. is|i|.GeicbältfirSe** Neustadt 8. ÖeUaS allen irkethvacli8- Wiesbaden, 1. Mai. Um 5 Uhr 45 Minuten trafen dq5 Kaiserpaar, die Prinzessin Viktoria Luise und das Gefolge im Sonderzug hier ein und begaben sich nach dem königlichen Schloß, wo sic Wohnung nahmen. Die Majestäten und die Prinzcsiin erschienen, so meldet der amtliche Bericht, nach ihrer Ankunft im königlichen Schlöffe auf dem bekannten Eckbalkon nnd wurden von der tausendköpsigen, vor dem Schloß versammelten Menge stürmisch begrüßt. Die Maifeier der Sozialdemokratie. Gießen, 2. Mai. Die Maifeier der hiesigen Sozialdemokraten verlief ohne Zwischenfall. Der Festzng, in dem ciwa 500 Personen gezählt wurden, während btc Parteileitung mit mehr als 1OOO gerechnet hatte, bewegte sich durch die Straßen, deren Benutzung die Poltzer gestattet hatte, also in der Innenstadt lediglich durch solche, die teilte Straßenbahn haben. Auf dem Festplatz, der Winn- schen Licgcnjchaft neben dem Gewerkschajtshause, vergnügten sich die zahlreichen Festbesucher, von denen viele aus den uinliegcndcn Orten stammten, in der herkömmlichen Weise. Die Festrede hielt Stadtv. Zielowski aus Frankfurt. Die bisher vorliegenden Nachrichten ausdem Reiche lassen daraus schließen, daß der erste Mai in Ruhe und ohne Zwischenfälle verlaufen ist. Dasselbe wird au§ der Schweiz berichtet; nur in .Genf kamen einige Ruhestörungen vor. Sogar in Paris hatte die Polizei nur mit kleinen Zw i schenfällen zu tun. Aus Hoffen. Bezüglich der F r e i f a h r t k a r t c n für d i e M i t- g lieber der Zweiten Kammer sind Zweifel entstanden, was unter „S i tz u n g s Periode", für deren Dauer, sowie acht Tage vor und acht Tage nach dieser die aus- gestelltcn Frei, ahr klarten Gültigkeit haben, zu verstehen ist. Wie die Kammerlanzlei den Abgeordneten nun mittcilt, bildet nach einer Auslegung des Großh. StaatsministerinmS die dreijährige Legistvturpcriode (Landtag) eine Session (Sitzungsperiode), insolang'e nicht der Landtag durch landesherrliches'Edilt gemäß Artikel 58 des Gesetzes, die landständige Geschäftsordnung betreffend, vom 17. ^Juni 1874 verkant wird. Deutsches Aereh. Der Entwurf betreffend Aenderung des Post- ta x g e s c tz e s ist dem Reichstage zugegangen. Der Entwurf bestimmt, daß eine Gebühr für Posteinliescrungsscheine bei gewöhnlichen Paketen und für Postschließfächer erhoben werden darf. Bisher wurden bei Paketen Einlieferungsscheine erteilt bei Wert- und eingeschriebenen Paketen, der .handel wünscht aber auch für den Verkehr nach überseeischen Ländern, nach denen die Aufgabe eingeschriebener Pakete nicht immer zulässig ist, eine Bescheinigung über eingelieferte Mete. Die Post übernimmt dadurch bei gewöhnlichen Paketen keine Regreßpflicht, doch dienen die Ernlieferungs- Icf)eilte den Versicherungsgesellschaften gegenüber, die die Pakete gegen Verlust versichern, als rechtsgiltiger Beleg. Die Bescheinigung, die eine Mehrarbeit für die Post verursacht, soll mit einer Gebühr von 10 Pfg. belegt werden, bei der Versendung von zwei und drei Paketen mittels einer Paketadresse wird mir die einfache Gebühr erhoben. Aus Wiesbaden wird gemeldet: Ter konservative Parteitag der Provinz Hessen-Nassau, der am 1. Mai nachmittags hier unter dem Vorsitz des Oberleutnants a. D. Wilhelmi aus Wiesbaden tagte, nahm folgende Entschließung an: „Die Provinzialversammlung der konservativen Partei von Hessen-Nassau spricht dem Vorstand der deutsch-konservativen Partei ihr vollstes Vertrauen und ihren Dank für die erfolgreiche Arbeit der letzten Fahre deutsch-konservativen Partei ihr vollstes Vertrauen und ihren Tank für die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre aus. Sie hofft, daß es gelingen wird, die staatser- haltenden Parteien zu einer fruchtbringenden Tätigkeit für unser Vaterland wieder zu einigen." Die fortschrittliche V o l k s p a r t e i in Bayern konstituierte sich am Sonntag. Zum Vorsitzenden des Landesausschusses wurde Reichstagsabg. Dr. Müller- Meiningen gewählt. Der Vorstand des Deutschen Stüdtetages trat am Sanstag unter dem Vorsitze des Oberbürgermeisters Kirschner zur Beratung der Vorlage über die Reichswertzuwachssteuer zusammen. Nach eingehender Beratung wurde beschlossen, schleunigst eine Eingabe an den Reichstag und an den zuständigen Ausschuß zu richten, in welcher der in der Eingabe vom 14. Juni 1909 vertretene Standpunkt, daß die Zuwachssteuer als Reichssteuer zurzeit ungeeignet fei, aufs neue betont wird. Die Beratung ergab allgemeine llebereinstimmung im Vorstände. hingelegt worden, wo er jetzt, 20000 Jahre später, gefunden wurde. — E i n jüdisch-christliches P s a l m b u ch aus dem c r st er. Iahrhunder t. Der größte Fund, der seit der EM- dcckung der Apostellehre für die Entstehungsgeschichte des Christentums gemacht worden ist, die jüngst von Rendel Harris in shrischer Uebersetzung entdeckten sog. Oden Salomos, werden demnächst in einer Ausgabe Adolf 5) arnacks in deutscher'Sprache erscheinen, im Zusammenhang der Texte und Untersuchungen zur Geschichte der altchristlichen Literatur. Harnack weist nach, daß die Oden ursprünglich ein jüdisches Liederbuch aus dem letzten Jahrhundert vor der Zerstörung Jerusalems sind, also aus dem Zeitalter Christi, und daß sie sehr bald darauf von christlick)er soanb in Palästina bereichert und vermehrt wurden. Nachdem Haimack den Beweis geliefert hat, daß das von Harris entdeckte Psalmbuch die alten Oden Salomos sind, über ihr Alter, ihre Ursprache und die Einheit der Oden ein vorläufiges Urteil abgegeben und sich über das Verhälwüs des syrischen zum koptischen Texte ausgesprochen hat, gelangt er zu einer Scheidung des Jüdischen und Christlichen in dem Psalmbuch. Er trennt das religiöse Selbstbewusstsein, die Frömmigkeit und Theologie des jüdischen Sängers, dessen Spuren er nachgeht, und das Werk wie den Standpunkt des christlichen Bearbeiters. Die Oden haben deshalb geschichtlich eine hohe Bedeutung als Urkunden für die Entwickelung der besonderen, Frömmigkeit im Judentum und als Urkunden für das älteste Christentum in Palästina, für dessen Entstehung hier manches neue zu lernen ist. Die deutsche lieber- setzung, die Harnacks Erläuterungen zugrunde liegt, ist eine Arbeü von Prof. Dr. Johannes Flemming. — K u r z e N a ch r i ch t e n aus K u n st u. Wissenschaft. Die belgische Kammer hat das i n t e r n a t i o n a t e A b k o m in e n von Berlin über den Schutz von literarischen und k ü n st- lerischen Werken angenommen. — In Düsseldorf wurde gestern, am 1. Mai, die Ausstellung von S chü l erarbeiten der Kunstgewerbe--Lehranstalten der Rheinprovinz, Westfalen und Hessen-Nassau eröffnet. — Im Berlin wurde am Samstag in den Ausstellungshallen am Lehrter Bahnhof die Große Berliner Kimstausstellung eröffnet. Ausland. Die italienische Deputiertenkammer nahm mit 393 Stimmen gegen 17 Stimmen bei drei Stimmenthaltungen die Tagesordnung F-aleoni an, mit der die Regierung ich einverstanden erklärt hatte, und welche besagt, daß die Kammer die Erklärungen der Regierung billigt und zur Tagesordnung übergeht. Aus B r ii s s e l wird gemeldet : In £ erbäten wurde am Samstag in Anwesenheit des Königs das n c u_e Kolo- nialmuf eum eingew eiht und gleichzei.ig die koloniale Weltausstellung eröffnet. Kolonialminister Rentin würdigte die kolonialpoli.ischen Verdienste des Königs Leopold und führte aus, Belgien sei entschlossen, durch Förderung des Handels methodisch seine Kolonie fort- zuentwickeln. Hierauf ergriff König Albert das Won, indem er seinerseits die Verdienste feierte, die fein Vor gängcr aus dem Thron durch die Schaffung des Kongo- taates sich erworben habe. Er dankte den Missionaren, Offizieren und Beamten für ihre Aufopferung. Die Re- ormen würden fortgesetzt, um. die Entwickelung der Kolonie im Sinne der christlichen Moral zu garantieren. Belgien müsse hinsichtlich der ökonomischen Entwickelung seiner asriianischen Kolonien eine hervorragende Stellung einnehmen; deshalb sei der Ausbau der Ei senkahnen und Verkehrswege notwendig. So müsse eine Verbindung der Hauptstadt der Kolonie nach dem Herzen von Katanga geschaffen werden. Tas sei Ausgabe der belgischen Finanzinstitute. Aus Amsterdam tvird gemeldet: Roosevelt hat abends mit seiner Familie die Reise nach Kopenhagen an getreten. Der englische Gesetzentwurf bezüglich des Vetorechts derLordsift veröffentlicht worden. Die Grundlage für ihn bilden die Vetoentschließungen, welche bereits im Unterhause angenommen worden sind. Die Einleitung nimmt Bezug auf die Absicht, an Stelle des jetzigen Oberhauses eine zweite Kammer zu fetzen, welche auf einer volkstümlichen anstatt auf der erblichen Basis zu bilden ist. Da aber eine solche Veränderung nicht sofort durchgeführt werden kann, so sind die bestehenden Rechte der Lords einzuschränken. Der Gesetzentwurf sieht vor, daß die vom Unterhause angenommene Finanzbill, wenn sie nicht spätestens einen Monat nach der Vorlage von den Lords angenommen sein sollte, dem Könige zur Erteilung der Zustimmung überreicht und nach Erteilung der königlichen Zustim- ftimmung Gesetz werden soll. Vom 1. Mac ab wird in Frankreich die Gewichts- e i wh e i t der Briese des Vereinsvertehrs von Id auf 20 Gramm erhöht. Die f r a n z ö s i s ch e R e g i e r u n g bereitet einen Gesetzentwurf vor, der eine bessere U eberwach ung und Unterdrückung der Spionage ermöglichen soll. Dius Marseille wird berichtet: Die Zahl der Strafanzeigen, die von den Kapitänen der Handelsschiffe gegen Matrosen wegen Desertion bisher erstattet worden sind, beläuft sich auf etwa 5 00. Aus Washington wird gemeldet: Eine Spezialbot- schaft Tafts an den Kongreß befürwortet die Vollendung der Befestigungen am Panama lanal bis zum Eröffnungstermin der Schiffahrt auf dem Kanal am 1. Jan. 1915. Aus Stafct und Land. Gießen, 2. Mai 1910. • * Finanzpersonalien. Der Groß Herzog hat den Steuerkontrolleur Finanzaffeffor Phil. Steinmann zu Michelstadt und den Hauptsteueramtsassistenten Paul Schlamp zu Mainz zu Revisionskontrolleuren bei dem Hauptsteueramt Mainz, den Fmanzaffessor Gg. Serth aus Ilsdorf zum Steuerkontrolleur ernannt, — den Hauptsteueramtsassistenten bei dem Hauptsteueramt Mainz, Anton Spilger zu Mainz, in gleicher Diensteigenschaft an das Hauptsteueramt Darmstadt, den Hauptsteueramtsassistenten bei dem Hauptsteueramt Gießen, Fnedr. Schlegel zu Gießen, in gleicher Diensteigenschaft an das Hauptsteueramt Mainz versetzt, — die Finanzaspiranten Franz 9teumann und Gg. Dül)all, beide aus Darmstadt, zu Hauptsteueramtsassistenten bei dem Hauptsteueramt Mainz, den Finanzaspiranten Ludw. Meyer aus Darmstadt zum Hauptsteueramtsassistenten bei dem Hauptsteueramt Bingen, den Finanzaspiranten Hch. Ludwig aus Alsfeld zum Haupt- steueramtsassistenten bei dem Hauptsteueramt Gießen ernannt. • * Zulassung zur Rechtsanwaltschaft. Am 8. April wurde der Rechtsanwalt Dr. Hch. Fulda zur Rechtsanwaltschaft bei dem Oberlandesgericht zugelassen, nachdem er gleichzeitig die Zulassung bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg aufgegeben hat; am 12. April wurde der Gerichtsaffessor Karl Obe neuer von Kriegsheim zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht Pfeddersheim zu- gelasfen. * * Eine Bürgermeisterbersammlung für den Kreis Gießen fand am Samstag nachmittag unter deut Vorsitz des Provinzialdirektors Dr. ll s i n g e r in Grünberg statt. Wir werden über die interessanten Verhandlungen morgen ausführlich berichten. * * Lan d e s w ai s c n t a s s e. Die Rechnung der Landeswaisenkasse für das Rechnungsjahr 1908 (Ende März 1908 bis Ende März 1909) wurde soeben veröffentlicht. Die Einnahmen betrugen 303 903,63 Mr, davon 135 830,62 Mk. Zuschüsse aus der Hauptstaarsiasse; die Ausgaben beliefen sich auf 301575,42 Mk., davon wurden 172616,72 Mk. für Die Verpflegung der Waisen, Geschenke au die aus der Anstalt austrelenden Waisen (8917), für ärztliche Behandlung usw. verwandt; 119 917,30 Mk. wurden neu ausgeliehen. Ende März 1909 waren in Verpflegung 1492 Waisen. Während des Rechnungsjahres 1908 wurden ausgenommen aus Starkenburg 138, aus Oberhessen 52 und aus Rheinhessen 119, zusammen 370 Waisen; ausgetreten sind 405 Waisen. * * Der Aufruf z u Gunsten der Ober-Mock st ä d t e r, der von den Ministern nnd den Mitgliedern der beiden Ständekammern ausgeht, ist nunmehr erschienen. * • Der Zirkus Schumann, der mit seinen ausgezeichneten und gut eingerichteten Zeltbauten fast den ganzen Oswaldsgarten einnimmt, eröffnete am Samstag abend fein hiesiges Gastspiel mit einer sehr schön ausgewählten und ausgezeichnet durchgeführten Spielfolge. Der alte, gute Ruf, den sich der Zirtus Schumann seit Jahren zu behalten und zu mehren wußte, hatte eine Menge Schaulustiger herbeigezogen, die das große geräumige Zelt fast bis auf den letzten Platz füllten und den gebotenen meist ganz hervorragenden Nummern mit Vergnügen und Interesse folgten. Der Vorstellung der gesamten, zahlreichen Künstlerschaft folgte ein von Ernst und Oskar Schumann famos gerittenes Spanisches Bolero, das sowohl die Reiter als auch die Pferde, die sich in vollem Lauf fast auf der Stelle drehten, in einer gcrabc.ut älänzenden Leistungsfähigkeit zeigten. Ungemein belustigend irirftc das Auftreten von Clown Nelson und Zwerg-August Sieeardt, der sich sofort die Gunst der Zuschauer erworben hatte und die an den kleinen drolligen Mann und einen Späßen ein riesiges Vergnügen hatten. Als sehr gewandte und Eräftigc Turmer erwiesen sich die Brune t tis auf ihren langen Leitern, indem sie halzbrecherische Kunst- tücke vollführten. Eine allerliebste Nummer war die Frei- heitsdresfur Klein und Groß, die Ernst Schum an n vorführte, wobei namentlich das Ponni, das sich mit dem Zwerg-August herumbalgte, sehr freudigen Beifall fand. Eine prächtige Dressur zeigte auch der Ponnihengst Bubi, der ebenfalls von Ernst Schumann gezeigt wurde und allerliebst war desselben Herrn Vorführung des Miniatur- Jockey-Rennens auf einer Anzahl, niedlicher Ponnis. Viel Beifall fand Frl. Duboy als Blitzreiteriu und Frl. de Persky als ausgezeichnete Schulreiterin im Herrensattel, wobei ein ungewöhnliches Zusammenstimmen von Tier und Reiter zu beachten war. Eine vorzügliche Darbietung war das Auftreten der Miranos, zweier als Matrosen gekleideter Herren, die an einer balancierten zwölf Meter hohen Stange ganz hervorragendes leisteten. Prächtig und reizend war das von 9 Paaren getanzte span. Ballett. Nach einem sehr schon gerittenen Doppel-Jokeyaustritt, der zum Teil auf nur einem Pferd erfolgte, ritt Mr. Florio sein afrikamsches Dromedar mit hervorragendem Geschick in der hohen Schule vor. Es folgten die 7 Eugens, hervorragende Akrobaten, und dann die Dressuren Direktor Schumanns, die ungemein fesselten. Zuerst wurden zwei Araberpferde vorgeführt, die eine vorzügliche Schulung erwiesen und ebenso wie die anderen Pferde aus den leisesten Wink gehorchten. Dann kamen 6 braune Wallache nnd 2 Steiger, die die ganze Manege auf den Hinterbeinen durchquerten und außerordentlichen Beifall sanden. Zwölf numerierte Trakehner Rapphengste, die in ihrer Gesamtheit und teilweise auch einzeln vorgeführt wurden, leisteten geradezu erstaunliches und wußten auch ganz genau ihre 9hmuner, so daß sie nach dem tollsten Durcheinander sofort an ihre Plätze sprangen. Zum Schluß stiegen alle auf die Hinterbeine und standen eine ganze Weile. Drei tüchtig« Akrobaten stellten dann Marmorgriippen, worauf Ernst Schumann seine englische Vollblutstute Adrea vorführte und für seine meisterhafte Reitkunst stürmisch beklatscht wurde. Ec ritt dann noch Dacapo Leo, den Walzerkönig, ein Pferd, das über außerordentlich starke Sprunggelenke verfügen muß, denn es tanzt mit seinem Reiter auf dem Rücken einen regelrechten Walzer. Den Schluß bildete Frl. Genie als Voltigeuse, die auf ungesatteltem Pferde ihre Kunststücke aus- führte. — Alles in allem ein hervorragendes Programm, daß den alten Ruf des Zirkus Schumann aufs. neue begründet und mehrt. ** Der Hassia-Bezirkstag des Bezirks Gießen fand im Lenz'scheu Felseuleller statt. Vertreten waren sämtliche B.'- zirksvereine mit Ausnahme des Mariuevereins Gießen. Der Be- zirksvorsitzende, Lehrer Daab - Lollar, gedachte zuerst der Anwesenheit des Kaisers in Gießen nm 18. April nnd bat bei späterem Hierherkommen des Kaisers um allgemeine Beteiligung der Kriegervereine. Hierauf erstattete er Bericht über das Go schästsjahr 1909. Der Vorsitzende besuckste die Bezirksvereinc Bersrod, Allertshausen, Hausen, Klein-Linden und Daubringen. Die Statistik des Bezirks zeigt 38 Vereine mit 2657 Mitglieder, mehr gegen 1908 einen Verein (Allertshausen) und 56 Mitglieder, ba„u kommen noch 178 passive Mitglieder. Das Varvermögeu der Vereine ist 21224 Mark. Die Vereine erhielten seit Gründune der Hassia an Unterstützungen 56 276 Mk., davon 1909 1479 Mk. Der „Hessische Kamerad" wurde in 458 und der Hmsia-Kalnwer in 2104 Stücken gelesen gegen 1825 in 1908. Der Bezirk zahlte an den Verband 513,40 Marl und erhielt an Bonifikationen zurück 68«,77 Mark, erkrankte Kameraden erhielten 330 Marl, Waisen 110 Mari, also leistete der Verband an Vereine, Kameraden und Waisen 1127,77 Mark. Das Sammelweseu hat in mancheii Vereinen gute Anfänge gemacht, es gingen an Sammelgelder 72 Mark ein, darunter von Lollar 21,20 Mark, Londorf 10,20 Marl und Klein-Linden 10,06 iVLarf. Au der Sammlung für Ober-Mockstadt beteiligten sw) 25 Bereute mit 214,90 Mark, Lollar gab allein' 51 Mark. — Inzwischen traf vom Prästdiur.t der Hassia aus lDarmstadt Hauptmauit Waldecker ein. Daun begann die Beratung der Anträge zu dem Verbandstag in Offenbach am 5. Juni. Zu Delegierten wurden gewählt: Bettrksvorsteher Daab-Lollar und als Stellvertreter Landtagsabgeordneter Leun- Großeu-Liudeu. Kamerad Dickors erjudne, daß die Haftpflicht- augelegenheit bei Scheibenschießen bald vom Verband erledigt werden möge. Dann wurden Diplome für 25 jährige ehrenamt liche Tätigkeit im Vorstand ausgegeben an Ludwig Launsprach- Reiskirchen und Karl Kliugelhöser ui Mainzlar. Der Vorsitzende empfiehlt den Besuch des diejährigeti Bezirkssestes in Loudon Das Dezirksfest 1911 wird dem Verein Großen-Lmden übertragen. Ter Bezirksvorsteher wird beauftragt, auf dem Hassiatag 1911 Gießen als Ort der Hauptversammlung vorzuschlageu. Haupt- mamt Waldecker spricht über den Veterauenappell, der am 14. und 15. August in Darmstadt stattsindet. Aicher den Veteranen am Darmstadt und Mainz haben sich bercit-3 5000 Veteranen zu dein Wiedersehen gemeldet. Um 5 Uhr wurde der Bezirkstag mit einem Hoch auf den .Großherzog geschlossen. •* Roheit. An einem Ladenumbau am Kirchenplatz wurde in der Nacht zum Sonntag ein neue eingesetzte Erkerscheibe im Werte von 350 Mk. von einem unbekannten Tcitei mittelst Diamant völlig zerschnitten und unbrauchbar gemacht. Anscheinend liegt ein Racheakt vor, der aber nicht den trifft, den der rohe Täter treffen wollte, denn die Scheibe ist versichert gewesen. ** Hoffnungsvolle Inge n d. Gestern gegen V212 Uhr vormittags konnte man 3 Kinder im Alter von 8—12 Jahren im total betrunkenem Zustande in den Anlagen an der Licher Straße wahrnehmen. Man tonnte schon von weitem Schnapsgeruch an ihnen feststellen. Als die Leute auf sie aufmerksam wurden, ergriffen sie die Flucht, einer über den anderen taumelnd. x Lauterbach, 1. Mai. Die Erschließung des östlichen Vogelsberges soll durch eine neue Vogel sbergbahn von. Fulda aus erfolgen, die auch zahlreiche volkreiche Orte hes südlichen Kreises Lauterbach dein Verkehr angliedert. Dieser 4.agc wurde die Strecke vorn Präsidenten der Eiseubahndirektion Frankfurt Reuleaux und Baurat Rugeuberg im Kraftwagen betalt Die Herren hielten die Bahn für bauwürdig, da die stark bevölkerten Orte des preußisck^en und hessischen Gebietes eine Rentabilität versprechen. Die Linie soll von Fulda über Kleinlüder, Blankenau, Hohenfeld, Hauswurz, Reichlos, Gunzenau, Metzlos bis Freiensteinau führen. xBad Nauheim, 1.Mai. Gestern vormittag wurde durch den Ortsgewerbevercin die Ge s e l l e n pr üfu n g in der Stadtschule vorgenommen, nachdem die Gesellet'^ stücke in den letzten Wochen angefertigt tvorden sind. Die Verteilung der (^ef eilen b riefe erfolgt an einem der nächsten Sonntage durch eine größere Feierlichkeit. - - Gestern nachmittag stattete Finanzntinister Braun unserem Bade einen Besuch ab, er besichtigte die neuen Badehäuser, die Sprudel und die neuen Kolonnaden. — Die r u f f i s tfyc, Gemeinde feierte heute in ihrem Gotteshausc, der I Äfe> »9 ös .“j"® mit I .■**«» 5* Wttin in, &. . '>•• f'che Tarbietu r i ?v'L- und dann die TcG. °'°> f'Men. T ' eilte oot|üg'-: I . «nieten Pj,^ ' ß nn ■ kamen 6 brat- I Manege fluj t. 1 Mrordcntlichcn S&ir * ’“et ^app^engji: | 'Cl,c uuch einzeln a?l ilaunlic^cä und ivntzu- i ' ’° N sie ne.- irL Qn ihre Plok' E, Ql|i die W-'le. Drei tüG -nppcn, worauf (hr itftute Adrca oorjübti üunijch beklatscht rour:: \ >^den Walzcrkönig, : ^pmnggelenle verfüg :c auf. dem Rücken cinn l bildete Frl, Genie c, cdc ihre itunslslücke ql. 'agendes Prograinm, m aufs, neue begnin: । des Bezirks Gießen jet ’ rcien waren jäinüiihe > ievereius Gießen. Ter: ; gedachte zuerst der fi i 18. Äpril und bat . um allgemeine Beleiht er Bericht über da- e rtc die Bejirksvereine << ten und laudringen, i nit 2657 Mglreder, m.'i j len) und 56 MitgliücU r. Tas Barvermogcn e erhielten iÄ ^w:.' wax Vä091Q - and der >?-" w' n 1908. Ter Bezirk e, erhielt an Bomiilt.» rötet erhielten 330 i" Berband an 3krm:, v ■jag SammeliDi'iin btt1 idir, cs gingen an Tm- !oUeu 21,20 Mark, Sinu 'M । Bereme mit 214,90 3- ,rciid :n traf vom W; iann Aaldeckn cm. -- öcm Lcrbandstag ui < M gewählt: Bezirks- Landlagsadgeorönet^-, riuchu, dal; die bald vom Ärband u- MW -SW ' it'iioOO Veteranen ^ adenumbau :**s$ < Gestern ff. "^5.***? 9 vi jsllie » «*<: ' 9ict*lD it -®‘ it1’ MU, l^CQcaops Ein labe frank Chocolade Ein M.^enuss tedenes , I Irrtum auf itfl I ein nmianarctd)' - 1 ..... iticbcr die Grenze überschritt. Der Bauer war cm ^.ickichadcl und es fiel ihm nickst ein, 8 Psg. für nichts unb wieder nichts f zu bezahlen. Er strengte einen Prozeß gegen die Zollbehörden.an, wurde anfangs abgewiesen, erfockst aber schließlich m der letzten Instanz den Lieg feiner guten Lache. Ter Pxozey hatte nicht weniger als drei Jahre gedauert Der Bauer erhielt teilte 8 Pig. ■ zurück unb konnte stolz verkünden, daß es in Berlin gerechte ’ Richter gäbe, während die Zollbehörde mehrere taufend Mark Sßosten bezahlen ntußte. Orignral.DrahtmeLöungen. Tarmstadt, 2. Mai. Tic Regierung veröffentlicht in der Darmst. Ztg. den 1. Teil eines Gesetzes über btc Verwaltüngsrechtspflege, in dein die Zuständig- teil der einzelnen für die Berwaltungsrechtspflege bestehenden Gerichte und das Gerichtsverfahren genau festgesetzt wird. Bcrwaltungsgcrichte sind danach die Kreisausschüsse, die Provinzialausschüssc und der Verwaltungsgerichtshof. Letzterer hat einen Präsidenten im Hauptamt und eilte Anzahl von Mitgliedern, die teils int Haupt- und teils im Nebenamt tätig sein werden. R. B. Dar m st a d t, 2. Mai. Der Verein h e j s. G, c - richtsassessorcn hielt am Samstag in Frankfurt eine Versammlung ab. Man besprach die Aufnahmefähig keit der Assessoren in den Hess. Richlerverein, der bei seiner Generalversammlung einen dahingehenden Antrag erörtern wird. Weiter verbreitete man sich, über die Gepflogenheit der Regierung, die neuerdings verantwortliche Stellen mit Assessoren besche, ohne ihnen die geringste Vergütung zu gewähren. Johannistal, 2. Mai. Bei bnt Flügen auf dem hiesigen Flugpla'.-. verunglückten mehrere Flieger. Die Maschinen Poulains, L ch ü t t e s und Thelens wurden vollständig zerstört. Thelen n.m !.ta . mt gesicht. Metz, 2. Mai. Gestern nachmittag um 4 Uhr fand die Er^ Öffnung der elsaß-lothringischen Kunstausstellung statt, btc 800 Paris, 2. Mai. Von den gestern vorgenomrnencn .Ver- hastungen wurden sieben aufrecht erhalten.____________________ srül'-ren katholischen Ncmhardislirche, ihrLster , est. Eme - frohe ^sterbotschast ist der russischen Gemeinde geworden: ! die -cknvester des Großherzogs, bie Zarin und btc Groß- sstrstin Sergius, haben das Protektorat über dte russyche sttrwe und die russische Gemeinde übernommen. 1. Münster, 1. Mai. In den letzten Wochen wurden in der Nahe wieder drei TaunnSHirsche erlegt. Zwei , Herren von Frankfurt und ein Jäger auS Fauerbach v. d. H. waren bie glücklichen Schützen. Es handelte sich nm junge > st-icrc, ba3 letzte war ein Sechsender. I. Hochweisel, 1. Mai. Dieser Tage waren Vertreter des LreiSamts und der Kreisbauinspektion von Friedberg hier und in Fauerbach v. d. H., um mit dem Ortsvorstand über den Bau neuer Sch ul Häuser zu ver- hanbeln. In Hochweisel wurde der Beschluß gefaßt, einen neuen Schulsaal in der Nähe des SchulhauseS an ber Kirche :it errichten. Das SchulhauS selbst soll ganz zur Lehrer- ivohnung umgewandelt werden. In Fauerbach v. d. H. soll ein neues SchulhauS nut Lehrerwohnung gebaut werden. rm. Darmstadt, 1. Mai. Der Verband der Hessischen st aarl ich en Unterbeamten hielt heute seine Landesversammlung in Frankfurt ab. Nach einem Hoch auf den Großherzog und das Großherzogltche Haus wurde der int letzten Jahre verstorbenen Äollegen Häuser und Hanauer aus Darmstadt und Schäfer aus Vilbel gedacht. Dem Verbandsrechner Döbel-Darmstadt wurde Entlasttrng erteilt. Bei der Eingabe au Regierung und Landstände ermahnte der Vorsitzende Häuser, bau man der Regierung volles uncrschülterliches Vertrauen entgegenbriuge solle und verwies auf die Denkschrift, aus der die Anerkennung der schlechten Lage der Beamten von der Regierung klar zum Ausdruck kam, sowie auf das Wohlwollen, durch eine Besoldungsrevtsion, die nun sicher bald zu erwarten sein dürfte. Sämtliche durch das Los erltsgeschiedenen Vorstandsmilglieder wurden dann durch Zuruf wieder gewählt. Es wurde dann weiter vc- schlofseu, in Zukunft die Provmzialversammlungen fallen zu lassen und die jährliche Landesversammlung am ersten Sonntag im August in Frankfurt (Hessische Beamte sollten ihre Tagungen immer in Hessen abhalten! RcdZ abzuhalteu fieber verschiedene von dem Verband noch anznstrebende Ziele wurde durch leblmflc Aussprache .stlar- heit geschasscu Am vormittag berieten die Vereinigten Kanzlei-, Amtsgerichts-, Kreis und Hauptsteueramtsdiener. Die Tagesordnung wurde sehr gekürzt, da die Vereinigung dem Veroand der llnterbeamten angchört, auf den man einen großen Teil der Arbeit abge- wälzl habe. Besonders wurde lebhaft gesprochen über den durch die neue Geschäflscinteilung den Gerichtsdienern zu- gefügten Ausfall an Gebühren. Es wurde beschlossen, bei der Regierung dahin vorstellig zu werden, daß der Ausfall, der bei manchen Beamten von großer Bedeutung ist, anderweitig gedeckt wurde. Die ausscheidenden Vorftands- mitglicber wurden einstimmig wiedergewählt. Seltsame Prozesse. In einem Aussatz, der sich mit bcu hohen Kosten ber heutigen Rechtsprechung beschäftigt, berichtet eine sranzöfische Zeitschrift allerlei Emzclheiten bin iciiiamcn Prozessen, in denen die Kosten jedes vernünftige Verhältnis zu dem Streitgegenstand verloren haben. Vor 8 Fahren „ «and man in der Rechnungsaufstellung des russischen Kriegs- Göttnern, mmistcriums einen Rechenfehler von 2,80 Mark: sofort wurden an Vom Nad'iorschimgcn eingeleitet, aber keiner der Beamten wollte ben Lustschiffahtt. Mannheim, 1. Mai. Gestern faitb in Gegenwart des Großherzogs von Baben unb des Erbauers bie Taufe bcs lenk baren, von Professor Schütte erbauten Luftschiffes statt. Das Luftschiff erhielt ben Namen „Schütte-Lain". London, 30. April. Bei einem zu Ehren von P a u l b a n im Savoy-Hotel gegebenen Frühstück kündigte ber Ehcfrcdatteur der „Dail y Mail" an, daß das Blatt weitere 10 000 Pfund für einen neuen Flug aussetze, für den die Bedingungen iwd) festzusetzcn seien. Graham White erklärte, er werde bas Ok'lb, das man als Anerkcn.iungögabe für ihn fammlc, dazu verwenden, unverzüglickf einen Flug von London nach Paris in btc Wege zu leiten. Vermischte». 03693] sich Guter Privat Mittags- u. eu. Avcndtifct), 'Jtähe b. Martnil., lief. Schrtftl. Angebote unter 03725 an den Gießener Anzeiger erb. Frau Dürr, Linbenvlatr 12. Knflmiff'tt ikf- deutsche Schafer- ülUlUU|ill ijünbm uuoliograu), weiße Brust und weiße Pfoten. Abzugebeit gegen gute Belohn. m73u) ^'anbgraf-PIzil.-Pl. 21. Laben. Prtvat-MittagStisch bei ruhig. Familie gesucht. Schriftl. Llngebote unter 03/34 an den Gießener Anz. erb. 2590) Zur Bermetbung von Ber^ wechdlungcu gebe hierdurch be- tanrn, baß ich nach wie vor meinen Bcrut als Leichenfrau ausube. Leichenfrau Dürr, Seltcrsw. 65. v»/a Der Vorstand. Stolze-Schrey, Dienstag den 10. Mai d. Fs. beginnen wir im VereinSlokah Bahnhosstr. 7, wieder einen Aniängerkursus. Dauer 14 Abende. Honorar 6 M. iüted» Geapreiö tei Die Probenzu 1. dem Universitätsstiftungsfest am 1. Juli 1910 2. dem 91. Vereinsstiftungsiest im Juli 1910 mit Chorauffiihrung haben begonnen. Nächste Probe in der neuen Aula der Universität: Montag, 2. Mai 1910 v30/< (für Damen 8 Uhr abends, für Herren s/49 Uhr abends). Neuanmeldungen daselbst und in der Wohnung des Herrn Prof. G. Trautmann (Moltkestr. 6) werktags |(äusser Mittwoch) zwischen 1 und 2 Uhr nachmittags. 03531) WäscheWaschen u. Glanz- bügcln wirb angenorn., Herren- u. Tauienwasche tu. auf Wunsch ausgeb., f. Hanbw. u. Rascnpl. w. gar. Wäscherei Wölbt, Ebelstr. 3. 03724) Eilt deutscher Schäferhund zugelaufen. Lft-Vnlagc 17. 03650) Guter PrivatmittagStisch Lonucnßraße 25 11. 03612) Ausgcoiloetc Mraufcn^ Pflegerin nimmt Vrivatvstege, Wocheiwstege, aud) Nachtwachen an. Nah. Smulftraße 11 111. 03725) Tücht. Schneider nimmt Arbeit, Groß- und Stleinftüd, im Hause an. Su er fr. t. d. Geschciftsft. d. G. A. Visitenkarten befert rasch and billigst tirübl'sche Untv^Druckerel 1. 2. 3. 4. Tagesordnung: Bericht über Gamag. Wanberabteilung. Sominerausstüge. Verschiedenes. Der Vorstand. Mittwoch den 4. ds. MtS., abends 91/, Uhr, int Vercinsheim viel Einhorn: Geschäftliche Sitzung W'/uiltto W Schuhhaus L. SÜSS 8. Rachmaninow Fr. Schubert Hans Pfitzner 1 1. Ktbl. 2 Nr. 71 die Haseläcker, Acker — Weide — 98 97 der Mark 6 54 77 Löberstraffc 12. 2477] 51 53 34,85 Dorf über'm beim Dorf Weide — langen Wiese — 69 auf'm Baum Heege Holzung Eintritt frei. Geöffnet von 9—1 u. 3—6 Uhr. GIESSEN der gerichtlichen Verhandlung vom 20. 9loi)ember 1885 Durch I u_c}uucten- am 9. Juni 1886. gez. Henkel gez. Areitstadt. 03741] Freundl. mÖbL au verm. Nord-Anlage 31III. immer Biograph Plockstratze 12 Plockstratze 12 03736 Nvr M heute und morgen 90 78 } für den Kreis Gietzen. Ginkitt frei. 352 ' 528 beim G. Traut mann H. Wolf R. 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Die Rechtsnachfolger bcS Hypothckeu-Gläubigers werden aufgefordert, spätestens in dem auf Dienstag den 5. 5uui 1910, vormittags 7» 10 Uhr, von dem unterzeichneten Gerichte anberaulutcn Aufgebotstermme ihre Rechte anzumelden, widrigenfalls die Ausschließung mit ihrem Rechte erfolgen wird. Fronhausen, den 27. April 1910. d2/6 Königliches Amtsgericht. U V im Dorf 5. Trio op. 17 in a-nioll für Klavier. Violine und Violoncell ------- .Eintrittskarten : I. Platz Mk 4.—, II. Platz Mk. 3.50, UI. Platz Mk. -.50, IV. Platz Mk. 2.—, ___________ ___________1 Stehplatz Mk. 1.50, Studentenkarten Mk. 1.—. Kl. Partitur-Ausgaben sind iu der Musikalienhandlung des Herrn Ernst Challier (Rudolphs Nacht), Telephon Nr. 671, ür Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Ritter und abends an der Kasse zu haben. 119 , 1136 166 ' 1204 _ --- vor 086 1229 Giessener städtisches Muse™ förVölkerkunde der Wilhelm Gail-Stittung. 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