Erstes Blatt L60. Jahrgang Freitag I.Juli 1910 Gietzener AnMer General-Anzeiger für Gberhessen monatlich 75PÜ, vierteljährlich Mk. 2^0; durch die Post Mk.2.— viert et- jährl. ausschl. Beslellg. ZeilenpL-eis: lokal 1b Pf^ auswärts 20 Pienniq. Chefredakteur: A. Goetz. Verantwortlich für bert politischen Teil: August Nr. 151 Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich GietzenerZamilienblätter; zlvetmal woihentl.Urest- blatt für den Ureir Ziehen (Dienstagund Freuag): zweimal monatl. Land- wiitschaftüche Zeitfragen Fernsprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, B» . Mneral-Anzelger M Vveryeffen -LLM Annahmr von Anzeigen V •e*’’ • 6 • f ».Land" und „Gerichks- bi« oom^ttogTfl'iib” Rotationsdruck und Verlag der vrühk'schen Univ.-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulftratze 7. Auzr<-,-nl-ä^'H"^«e^ Die heutige Nummer umfaht 14 Seiten. vir Zollechöhungen auf Schaumwein und Spirituosen. Die Ankündigung des Fnkrafttcetens der Zoller- Höhungen auf Schaumwein und Spirituosen mit dein ]. Juhi d. I., ist bedauerlicherweise erst in letzter Stunde, 14 Tage vor dem Ablauf der Frist erregt und der deutschen Geschäftswelt ganz überraschend gekommen, umsomehr als irgend welche 'Verhandlungen mit den in erster Linie zu- ständigen Interessenvertretungen über die Zweckmäßigkeit dieser vielleicht folgenschweren Maßnahme überhaupt nicht ftattgefiniden haben. Weder der Deutsche Handelstag, noch der Deutsch-Französische Wirtschaftsverein, noch der Hani delsvertragsverein, noch der Zentralverband Deutscher Industrieller,' haben sich bisher mit diesen Zollerhöhungen einverstanden erklärt oder gar die deutsche Regierung dazu aufgefordert. Abgesehen vom Bund der Industriellen dürste einzig das Votum des Wirtschaftlichen Ausschusses in diesem Sinne ausgefallen sein, doch kann diese Körperschaft nrirt- lich nicht als legitimierte Vertretung von Handel und Industrie angesehen werden. Es muß von neuem berechtigte Mißstimmung in Handel und Industrie Hervorrufen, wenn in einer so wichtigen Frage Die zuständigen Interessenvertretungen völlig übergangen werden, ein Verfahren, das unserer Wirtschaftspolitik nicht zum Segen gereichen kann. Begründet wird diese „zeitweise Aufhebung einer besonderen Vergünstigung" mit den ungünstigen finanziellen Ergebnissen der Reichsfinanzreform, die es nicht zulasse, daß das Reich aus irgend welche Einnahmen aus den damals festgelegten Zollerhöhungen länger verzichtet. Wir halten es jedoch nicht für ausgeschlossen, daß sich der Reichstag hier vielleicht etwas verrechnet hat. Die Zollerhöhungen sind durchweg so erheblich, daß man mit einem erheblichen Ernsuhrrückgang in Spirituosen und Schaumwein rechnen muß, dessen Folge leicht sein könnte, die erhoffte erhebliche Mehreinnahme in eine Mindereinnahme zu verwandeln. In diesem Falle darf man wohl erwarten, daß der Bundesrat alsbald von seiner Befugnis Gebrauch macht und die * Zolle wieder auf ihren früheren Stand ermäßigt. Wir erinnern ;. B. daran, daß, als am 1. Juli 1900 der Jolß aui ausländischen Branntwein erheblich erhöht wurde/oer Verbrauch davon, der in den Jahren 1898./4—38/1900 durchschnittlich 36 950 hl betragen hatte, so stark zurüdaing, daß er 1907/1908 erst wieder 29 200 hl erreichte, trotzdem inzwischen die Bevölkerung eine Zunahme von 8 Millionen Menschen erfahren hatte. Der Zollertrag, der 1892 93 noch 7,18 Milt. Mart betragen hatte, erreichte 1906/07 und 1907 08 erst wieder 6,72 und 6,66 Mill. Mark. Die Zollerhöhung harte also das Zollerträgnis schwer geschädigt. Sollte aber die gehoffte Mehreinnahme wirklich ein* treten, so wäre doch reiflich zu erwägen, ob nicht möglicherweise der Schaden, der uns aus dieser Maßnahme erwächst, den bestenfalls recht geringfügigen finanziellen Vorteil er* hsblich überwiegt. Gewiß ist es eine ganz verkehrte Auffassung, wenn man in Frankreich diese Hollerhöhungen als eine Antwort auf die französische Tatifreform hinstellt und gegen diese „deutsche Repressalie" aus das lebhafteste protestieren zu müssen glaubt; besonders bedauerlich ist es, daß dieser Anlaß von chauvinistischer Seite benutzt wird, um mit allen Mitteln zum Zollkriege gegen Deutsch- land zu schüren Wenn man auch von der Einsicht der maß* Zubeifest des Magdeburg, vragonerregiments Nr. 6. Mainz, 30. Juni. gestern abend fand in her zur Manege hergerichteten and sehr hübsch ausgestatteten Stadthalle die erste Aufführung des R e i t e r f e ft s p i e l e s statt. Die Spiele stellen den Einzug des Kurfürsten Johann Friedrich Karl DcnCftetn tn Mainz dar. Fanfarengeschmetter durchdrang den dicht gefüllten Saal und der oberste Wappenherold leitete mit einem Prolog das Fest ein. Nun folgten die einzelnen Bilder in farbenprächtigem Zuge. Unter Rittmeister Franz Christoph von Schwartzach (Oberlt. Duval) rückte die Husarengarde heran und hinter ihr Hauptmann von Herstall lSerg. Lübke) mit einer Kompagnie Welschischer Fußtruppen. Dann folgten die Kurfürstlichen Kammerherrn in reicher Kleidung (Einjährige des Regiments) und diesen schlosset: sichl die vergoldeten mit herrlich gezierten Pferden bespannten Wagen der Hofdamen an. Tann machte der Kurfürstliche Kriegsstaat, mit dem Marschallstab, Minister, 6)ef)eime Räte und Kavaliere. Hierauf ritten in schwarzem, weltlichen Kleide, die Mzeichen des Domkapitels am roten Bande, die Domkapitulare und Prälaten ein. Dann tarnen verschiedene Inhaber der kurfürstlichen Erbämter. Einem Konimandv der Leibgarde mit der Leib standarte ritten die „Musiei der Ehurfürstlichen Leib-Guarde" zu Pferde voran und ihnen schloß sich der Obermarschall mit dem Kur- schwerte an Endlich in einer Menge von Lakaien, Bedienten usw. der „Kurfürstliche Herr" selbst auf prächtig gezäumtem . Grauschimmel. Der Kurfürst trug das scharlachrote, mit yermelin verbrämte Kurhabit. Dahinter vier Pagen, ebenfalls in roten Gewändern und mit weißen Federhuten. Die Leibgarde beschloß den Zug. Der Kurfürst nahm mit seinem OJeroigc Platz und besichtigte die verschiedenen Spiele und Vorführungen ''Exerzieren, Tournieren, echte, waghalsige Zirkuskilnststücke usw. Den Schluß bildete eine achtpaarige —uadrille. Rach Schluß der Vorführungen rückte der Zug m gleicher Ordnung wieder ab. - Die Aufführungen, die zum Besten der Armen von Mainz stattsinden, dürfte eine sonne stimme abwersen, wenn auch die Kosten außergewöhnlich hoch sind. .. Professor Ehrlich üb ex f ein neues Sy - t) n 11 • r 111 c i. Au., Lfenpkst wird der „N. Fr. Pr." be- rb-ji ) ■ Lrowjsor Ehrlich hat un die sozialdemokratische Partei m .vaio. Die ihm anläßlich seiner Erfmdnnn eine Glückwunsch- depefche fandte, folgende AMwort gerichtet; „Empfangen Sie gebenden Stellen in Frankreich erwarten darf, daß sie den chauvinistischen Bestrebungen nicht nachgeben und etwa Repressalien gegen Deutschland ergreifen, 'die zu ernsten handelspolitischen Verwicklungen führen müßten, so sind doch handelspolitische Verstimmungen zu befürchten, die sich zunächst in einer weiteren Verschärfung der vielfach beklagten französischen Zollschikanen äußern könnten, woraus dann wieder eine deutsche Antwort nicht ausbleiben würde. Am besten wäre es zweifellos, wenn eine feste Abmachung auf mehrere Jahre -zwischen der deutschen und ftanzösischen Regierung zustande tarne. Die Ausfuhr von Wein, Sekt, Kognak und Likören nach Deutschland ist für Frankreich wichtig gering, daß sich die französische Regierung für seine Erleichterung und Sicherung zu gewissen Zugeständnissen entschließen könnte. Uno Klagen deutscher Exporteure nach Frankreich, deren Abstellung man dagegen aüstauschen könnte, gibt es ja genug — von den Zollsätzen des neuen französischen .Tarifs ganz abgesehen. Es sei nur an die Handhabung dds Einsuhrvermerks, an die Unzuträg lichteilen des gegenwärtigen Deklarations- und Expertise-Verfahrens u. dgl. mehr erinnert. Deutsches Reich. Ter Kaiser besichtigte gestern im Kieler Hafen den neuen Panzerkreuzer „von der Tann". Später empfing der Kaiser den Professor für deutsche Literaturgeschichte und Direktor 'des Germanischen Museums an der Harvard-Universität 'zu Cambridge Dr. Francke und den Finanzminister Tr. Lentze. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: In einem Teil der Presse ist die Nachricht verbreitet, die preußische Regierung 'hätte die vom Groß Herzog von Baden beabsichtigte'Verwahrung beim Vatikan gegen die Enzyklika 'Hintertrieben. Sechs von den evangelischen Fürsten, 'so wird weiter gesagt, hätten sich dem Wunsche Preußens um des lieben Friedens willen gefügt. — Dir stellen fest, daß an diesen Behauptungen kein wahres Mort ist. Die Stadtverordnetenversammlung von Berlin nahm gestern einen Antrag einstimmig an, den Magistrat wiederholt zu ersuchen, bei der Regierung dahin vorstellig zu werden, daß die zur Einführung der fakultativen Feuerbestattung erforderlichen Maßnahmen ge* troffen werden. In Anwesenheit des Großherzogs von Oldenburg fand in Danzig der Stapellaus des Linienschiffes „Oldenburg" statt. Tie Taufe vollzog Prinzessin Eitel Friedrich von Preußen; die Taufrede hielt der Großherzog von Oldenburg. Der Feierlichkeit wohnten auch die Mitglieder der zurzeit hier tagenden 51. Hauptversammlung des Vereines deutscher Ingenieure bei. Die württembergtsche Zweite Kammer hat nach zweitägiger Beratung einen Antrag, worin sich die Kammer gegen den Fortbestand der tierärztlichen Hochschule zu Stuttgart ausspricht und die Regierung ersucht, die durch ihre Aufhebung erforderlichen Anleitungen zu treffen, mit 47 gegen 23 Stimmen bei zwei Stimmenenthaltungen angenommen. ^.reiEjCrm^n^er Asquith erklärte im britischen Unterham'e, Daß die Regierung beschlossen, eine Herbstsession abzuhalten. In ihr lo-Ueit die letzten Beratungsstadien des Budgets und der Bill meinen herzlichsten Dank für die außerordentlich liebenswürdige und warme Glückwunschdepesche, welche mich aufs tiefste bewegt und ungemein erfreut hat. Leider ist die große Ausgabe noch nicht gelöst; denn derzeit ist nur die provi- Joriime wohltätige Wirkung des Serums erwiesen worden, aber die Hauptsache, ob eine bauernde und bleibende Heilung möglich i st, ist derzeit infolge der Xtür;e des Zeitraums, der für die Versuche und Proben bisher anberaumt gewesen war, n och fraglich. Empfangen Sie nochmals herzliche Gruße. Ehrlich lebt in Frankfurt. — Thomas Mann und sein fürstlicher Kritiker, -iöir erhalten folgende Zuschrift, die sicher weite literarische Kreise interessieren wird: Im Aprilheft des „Kunstwart" veröffentlichte der Herausgeber eine ihm zugegangene kritische Studie über ibomaö M^nns Roman „Königliwe Hoheit", als deren anonym bleibender Verfasser „ein deutscher Fürst aus regierendem Hause" genannt wurde, der die von Mann geschilderten Kreise aus eigenem Erleben und eigenem Verkehr auf das genaueste kenne und sich nun im „Kunstwart" über Manns Auffassung vom Fürstentum habe aussprechen wollen. Diese Kritik hat in literarischen Kreisen natürnQ) jeljr viel Beachtung gefunden, da sie mit ebensoviel psychologischem Feingefühl und sittlichem Ernst, wie mit sicherer Beherrschung auch der literarischen Form das Problem des Fürsten, was sie besonders wertvoll macht, vom Standpunkt eigenen Er- lebens untersuchte. Die Bemühungen, den Namen des surstlichen Kritikers zu erchrschcn, blieben damals vergeblich. Heute darf man wohl den Schleier der Anonymität en und mitteilen, daß zwar fein regierender deutscher Fürst als Verfasser in Betracht kommt, aber daß die Bezeichnung des „Kilnstwart"-HerausgeberS „ein deutscher Fürst aus regierendem Hause" in vollem Maße sutrifft, denn die Verfasserin der Kritik ist die Swwester der Kaiserin, die Prinzessin Feodora von Schleswig-Holstein, die so unerwartet in der vorigen Woche aus dem Leben abberufen wurde. Man weiß, wie diese geistig ungemein angeregte, feingebildete un^-retn^c ^rau an allen Zeitsragen teilnahm und wie aufmerksam sie auch gerade die Neuerscheinungen der belletristischen Literatur verfolgt hat. Man weiß, daß sie unter Dem Namen ft-, Hugin selbst Romane von hoher dichterischer Schönheit Per öfseutlicht hat. Nun lernen wir sie auch auf einem anderen literarischen Gebiet kennen. Es ist schade, daß die Prinzessin nicht noch einen Schritt weiter gegangen ist und mit offenem $ Hier auf den literarischen Turnierplatz getreten ist. Das Problem des modernen Fürsten, das Thomas Mann in seinem Roman als Künstler gereizt bat, würde m einer solchen Erörterung durch einen Angehörigen des Fürstenstandes sicher eine bedeutsame Förderung erfahren haben. — Kurze Nachri chtenausKun st u. Wissenschaft. Tolstoi soll ernstlich erkrankt fein: Tolstoi ist 82 Jahre alt. — Ter Schauspieler Kainz verließ Wien und begab sich zur Nachkur auf den Pemmering. über die Abänderung der Erklärung bei der Dhronbefteigung erledigt werden. Auf eine Anfrage nach dem Ergebnis oei Konferenz über die Verfassungsfrage erwiderte A^gnith, er wolle mit der Antwort lieber noch etwas warten. Lloyd George brachte sodann das Buvget ein und führte aus: Die Ausgaben find gegen das Vorjahr beträchtlich gewachsen. Die größte Zunahme haben die Ausgaben für die Marine erfahren, |üi bie annähernd 57$ Millionen Pfund Sterling mehr qeforöert werden. Die Gesamtausgaben für die Marine weroen auf 10 500 600 Viund Sterling geschätzt. Insgesamt sieht das Budget an Ausgaben 198 930 000 Pfund Sterling vor. Die Ablehnung des Budgets durch das Oberhaus im Jahre 1909 hat bic Finanzlage des Vorjahres sowie des gegenwärtigen Budgets ungünstig beeinflußt. Die gleichen Schwierigkeiten entstanden durch den Aufschub, den die Erhebung gewisser Steuern erlitten hatte. Der russische Reichsrat und die Duma haben sich bis zum 28. Oktober vertagt. IG Die für Kreta bestimmten Seestreitkräfte der Mächte snü» vollständig in der Sudabncht versammelt. Sie bestehen aus neun Kriegsschiffen, von denen sieben große .Kreuzer sind — Das türkische Ministerium des Innern ließ den zuständigen Behörden die Mitteilung zugehen, daß bic Kretafrage' sich einer den türkischen Interessen entt'prechcnden Lösung nähere und daß somit fein Anlaß mehr vorhanden sei für einen anti- griechischen Boykott, dessen Fortsetzung auch für die ottoma- nischen Griechen sowie die Angehörigen anderer Staaten nachteilig fei. Die Behörden mögen veranlassen, daß dem Boykott schnellstens ein Ende gesetzt wird. Gemäß dem kürzlich getroffenen Uebereinfommcn rwischerr Korea und Japan erließ der Kaiser von Korea ein Edikt, durch welches dem Kaiser von Japan die Polizeiv«rt* w a 11 u n g des Landes übertragen wird. Dies wird als der erste Schritt zur Annexion Koreas betrachtet. Die endgültige Annexion wird an dem Zeitpunkte erwartet, Ido Korea unter dem wirksamen Schutz von Garnisonen steht, die stetig verstärkt werden. Vas Zatzresfest der kudovinana. Gießen, 1. Juli 1910. Tie Landes Universität feierte heute ihr Fabres-- feist in herkömmlicher Weise. Vormittags 11 Vi Uhr femb ein Festakt in der neuen Aula statt, bei dem der Geh. Medizinalrat Prof. Tr. Strahl, die Festrede üben „Anatomische Methodik" hielt. Hieran amchließend, verlass er 'Die Chronik der Universität für das abgelaufene Jahr, verkündete die Ergebnisse der "greis au# gab en für 1909 10 und Vie für 1910/11 neu gestellten. — Von den Aufgadew des Nergangenen Jahres sind die der theologischen und der juristischen Fakultät und bic der medizinischen Fakultät für den aiahemi)ü)£n Preis nicht bearbeitet morden Der Arbeit für den Balserpreis: „Tic Frage her Entstehung der Ma-, laena neonatorum ist experimentell naäMiprüfen" irotrbe Der Preis zuerkanm. Ihr Verfasser ist Cand. nred. Fritz. Wolf f. Von furendung?; c) der medizinischen Fakultät: 1. für den akademischen Preis: „Tritt die Artverschiedenheit der zentripetalen und frentrU ugalen mar schattigen Nerven auch in Unterschieden der Lei- tungsgeschwindigkeit hervor? Die Untersuchung ist an Nerven der Kaltblüter anzustellen, bei denen durch länger voraus-- gegangene Durchschneidung der entsprechenden vorderen oder )interen Wurzeln eine Nervenfasergattung beseitigt ist", 2. für den Balserpreis: „Tie klinische Bedeuntng der eosinophilen Zellen int Auswurf"; d) die bei Philosoph,'chen Fakultät: 1. aus dem Gebiet Der Sprachwisscnscha'r „Die Lehren Der römischen Nationalgrammatiker in sprachwiiien- chastlicher Beleuchtung. BesonDerer Wert nnrD einerseits auf die UntersuckMug gelebt, wie weit das von den römischen Grammatikern Ueticrliefcrte zum Gebrauch Der literarischen! Denkmäler, bM. zum Oknraudi bestimmter LiteraOrr* verloben stimmt; andererseits auf eine dem heutigen Stande unseres Wissens angemessene Erklärung acr von den <■ ram • matikern behandelten Tatsachen", - au- dem Cvvir Der alten Geschichte: „Cieervs historische Angaben sind geebnet vorzulegen und auf chre Glaubwürdigkeit zu prüfen' " aus dec griechischen Philologie; „De deorum heroumque m^di- corum cultu Attico“. 4. aiw der Kunstwissenschaii: „Die pätgotische G'.iibvlasti! im Mittclrheingebiet Es s D x Material in Der Gegend des Mittelrheins gesammelt, mrono- logisch geordnet und nach kunsthistorischen ^nd historuwen Gesichtspunkten bearbeüct loerdeu". 5. aus der romai-naum Philologie: „Die Waldbäume in den fnanzösisw. n r rrs- bcncunun^ciT", 6. aus der Physik: „Es soll ein m ausgearbeitet und ein Apparat gebaut werden, imt r ' n Hilfe die Gesetze der geD«impften Schnnngungen an mochanuch d GerLcht-saat. Berlin, 30. Juni. Die 25 jährige Arbeiterin Agnes^ Tenzer, die vor 31/» Jahren ihr damals sieben Wochen altes Kind erstickt und die Leiche zu verbrennen versucht hatte, und/ als ihr dies nicht gelang, mit einem Hackmesser zerstückelte, wurde vom Schwurgericht des Landgerichts II zum Tode verurteilt.. Die Geschworenen erklärten sich einstimmig bereit, ein Gnaden- gesuch für die verurteilte zu unterzeichnen. Metz, 30. Juni. Das Schwurgericht verhandelte heult gegen ein 26jähriges Dienstmädchen, das beschuldigt war, sein uneheliches Kind gleich nach der Geburt getötet zu' haben. Die Angeklagte war, als sie noch in Bclsort in Stellung war,, von einem jungen Handwerker verfuhrt worden uni) hatte, als sie später in ihrer Stellung bei einem Pfarrer in Montignh war, das Kind in eine Abwässergrube geworfen, wo es spater als Leiche vorgefunden wurde. Das Mädchen gab an, daß die Tat in einer Notlage begangen habe, da es um seine Existenz' habe fürchten müssen. Die Geschworenere verneinten die Frage nach vorsätzlicher Tötung, worauf Freisprechung erfolgte. D arm st ad t , 30. Juni. Die S t a dt v er o r dn e te n genehmigten heute eine Vorlage der Bürgermeisterei, über die Versorgung von ArheilgenmitWasseraus dem Zen trat Wasserwerk der Stadt. Der vorgelegte Vertrag wurde mit einigen Aendernngen angenommen und die für die Nohrlegung erforderliche Summe von 120 000 M. bewilligt Diese Summe hat Arheilgen mit 5o/ö zu verzinsen. Der Wasserprell soll jeweils 1 Pfg. mehr betragen, als in Darmstadt. Man rechnet damit, daß die Eingemeindung A r h e i l g e n s in etwa 5 Jahren erfolgen wird. Wenn sich die Wasserleitungsanlage innerhalb drei Jahren mit 5o;o von selbst rentiert, soll die Zinsverpflichtumg der Gemeinde Arheilgen aufhören. j[ Marburg, 30. Juni. Der soziatdemotratische Schriftsteller Eduard Bernstein aus Berlin sprach gestern abend int Hotel Freidhof auf Veranlassung der Freien Studentenschaft vor einem zahlreichen, aus Studenten und Arbeitern bestehenden Publikum über die Frage: „Wohin ft euertunseremoder ne Kul tirr?" Seine Ausführungen sanden Beifall. — Das am 1. Juli 1908 abgebrannte städtische Elektrizitätswerk, die Herrenmühle, wird nach langen Verhandlungen jetzt wieder so aufgebaut, daß sie sich ihrem historischen Charakter anpaßt und zugleich der dort so sehr nötigen Straßenverbreiterung etwas Rechnung trägt. Zum Friedberger Attentat. IN Berliner Blättern war gestern die Nachricht enthalten, daß der entflohene Werner nur zwischen zwei Zügen in Lüttich geweilt habe und sofort weitergereist sei. Diese Nachricht war falsch, denn das Wolffsche Depeschenbureau meldet heute die Verhaftung Werners in folgendem Telegramm: Brüssel, 30. Juni. Wie das Abendblatt„Derniere Heure" meldet, ist der der Mitschuld an dem Friedberger Verbrechen verdächtige Karl Werner heute in Lüttich verhaftet worden, wo er sich unter dem Namen Schmidt aufgehalten hatte. Bei der Gießener Staatsanwaltschaft ist noch keine amt- liche Bestätigung dieser Nachricht eingegangen. * Der Bankvor ft eher M eher befindet sich dauernd auf dem Wege der Besserung und konnte heute bereits das Bett verlassen. Eine weitere Vernehmung findet erst nach vollständiger Genesung statt. ergewählt. O Bad-Nauheim, 30. Juni. Heute hatten wir auf der T e r r a s s e ausländischen Besuch. Nachmittags und abends konzertierte dort die Kapelle des Kgl. schwedischen Dal-Regiments aus Stockholm. Trotz der schlechten Witterung waren beide Konzerte gut besucht. Die fremden Soldaten, lauter schön gewachsene Männer, waren in den schmucken, schwedischen Uniformen mit den gelben Aufschlägen doch eine außergewöhnliche Erscheinung und hatten daher eine starke Anziehungskraft ausgeübt. •* Das Standgericht des I n s a n t e r ie - R e g i - incnts Kaiser Wilhelm verhandelte m seiner Sitzung am Mittwoch gegen den Musketier E. ber ^cibfonipngiüe wegen Ungehorsams gegen einen Befehl in Dienstsachen, A ch t u n g s- Verletzung und Beleidigung eines Vorgesetzten. Ter Angeklagte, zu Mauloff, Kreis Usingen, geboren, von Berni Bautechniker, ist bereits sechsmal disziplinarisch, darunter dreimal wegen Vergehen gegen die Disziplin mit zusammen 11 Tagen mittleren Arrest vorbestraft. Seine Führung m der Kompagnie ist als schlecht bezeichnet. Am 30. April war der Angeklagte mit anderen Leuten der Kompagnie zum Kohlenempsang bei der Garrn- son-Derwaltung kommandiert. Nachdem die Kohlen empfangen waren, ließ der Sergeant einige Leute wegtreten und befahl den übrigen Leuten, worunter sich auch der Angeklagte deiand, zum Holzempsang zu fahren und dort so lange zu matten, bis der das Holz ausgebende Kasernenwärter komme. Nachdem die Leute einige Zen auf den Kasernenwärter gewartet hatten, begaben sie sich alle bis auf einen Mann in die Kantine und verweilten dort längere Zeit Als der Sergeant, dem das lange Ausbleiben der Leute aufsiel, sich nach ihrem Verbleib erkundigte, erfuhr er von dem zurückgebliebenen Mann, daß sich die anderen Leute in die Kantine begeben hätten, woraus er einen Gefreiten nachsandle, um sie zurückzuholen. Bet der Zuredestellung der Leute über ihr Verhalten lachte der Angeklagte, ivoraus der Sergeant annahni, das; B. betrunken sei; er sagte zu ihm: „Sie sind ivohl betrunken?" oder so ähnlich. Ter Angeklagte erwiderte: „Ich bin nicht betrunken, ich verbitte mir das!" Der Sergeant meldete diesen Vorfall der Kompagnie, ivorauf gegen den Angeklagten ein gerichtliches Verfahren eröffnet wurde. In dem Verhör vor dem Gerichtsofsizier entschul- digte der Angeklagte fein achtungswidriges Benehmen damit, daß er angab, der Sergeant genieße feine Achtung vor den Leuten, da das Gerede in der Kompagnie bestände, er verkaufe der Kompagnie gehöriges Brot in der Kantine. Als Zeugen hierfür benannte er verschiedene Musketiere. Ferner befnnuete er, der Rekrut Z. habe gesehen, daß der Sergeant etlvas aus einer Konservebüchse gegessen habe; Z. habe sich darauf bei einem allen Manne danach erkundigt, ivas das gelvesen fein könne. Es wurde hierauf die Ver- mulmig ausgesprochen, daß es Fleischkouserven gewesen sein könnten. Zeuge Z. stellt jedoch die Aussage des Angeklagten m Abrede. Ter Sergeant gab an, daß er leere Büchsen auf seiner Stube stehen hatte, aus denen er von dem Spengler Nuslcticw G. Sprengtrichter für die Stuben habe fertigen lassen, was Musketier G. auch bestätigte. Durch die Zeugen wurde weiter festgestelll, daß aUgcmeiit) Zur Strandung des L. 3. VII. Wellendorf, 30. Juni. Ter größte Teil des Luftschiffes „Deutschland" ist bereits aus dem Bahnhof Wellendorf verladen. Die Hintere Gondel, die Passagierkabine und die Ballonhülle werden im Lause des Nachmittags verladen werden. Die Ueber- reste des Aluminiumgcrippes des Luftschiffes werden zum Einschmelzen in die Fabrik gesandt, während die Motore und die Gondeln nach Friedrichshafen befördert werden. Osnabrück, 30. Juni. Direktor Colsmann ist heute früh nach Düsseldorf ab gereift, Oberingenieur Dürr hat sich wieder an die Unfall stelle begeben. Berlin, 30. Juni. Hauptmann Hildebrand berichtet im „Tag" über eine Unterredung mit dem Grafen Zeppelin; dieser sagte u. a.: Es habe sich heraus gestellt, daß die drei Motore völlig intakt geblieben seien. Lediglich der Umstand, daß bei der Schrägstellung des Luftschiffes nicht mehr genügend Benzin zu lief, habe das Verjagen des Motores herbeigefuhrt. Jedem anderen Luftschiffe märe untei die "N Um- tändelt genau dasselbe geschehen. Der Gras m ei nie, day cm neues Gerippe in etwa acht Wochen fertiggestellt sein wurde, w daß schon int September die Fahrten wieder Qufgenommen werden konnten. Der Schaden betragt etwa 100 000 Mark, da der größte Tell des Materials wieder verwendet juerben kann. Die ;)Cpnelin- Gesellschaft baut sofort ein neues Luftschiff, das der Luttschüfahrts- A.-G. zmn Selbstkostenpreis überlassen und bereits im Spätsommer wieder in Dienst gestellt werden soll. Eingesandt. (Für Form und Jnhall aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Infolge der günstigen ErnleanSsichten in Argentinien sind dio Getreidepreise in den letzten Wochen ganz enorm gefallen. Trotz- dem lassen sich die Bäcker hier in Gießen die allen h o h e i» Preise bezahlen. Ich erlaube nur die ergebene Anfrage bei der Backer-Innung, ob ui aller Kürze nicht ein bedeutender Abschlag in Brot unb Brötchen zu erwarten ist? Civis. oebämpften schwingenden Systemen unter Veränderlichkeit (rfi'er Destinrmungsstücke quantitativ untersucht und demon- nviert roerben können." . ..... im Mittag fcnrd im Steins Saalbau ein ^eftenen für die Dozenten und Beamten statt. Hieran schließt sich ein 3 Zimmer 2 Zimmer brücke. Der Vorstand. Liebigstr. 33 Gießen, 1 Juli 1910. bection '5e — Neue Voll-Heringe — 3 Stück 25 Pfg. ' a1/. 51- Ubr. 25 40 25 20 1— Fcillste Likd-Kier 65 teile! Bahnfahrt wird vergütet. Der Vorstand. Ker Ira ufo. ihuif-OH'lndjr Kr MWDeW^ nach auswärts. Bekannt reelle Bedienung! Besichtigung höflichst erbeten! Neue italienische Kartoffeln Rene LoniMer-Malta Neue Zwiebeln Mainzer Hanbkäse Lmbnrizer Käse Eimer gleickalt. jg. Mädchens zu mackep. Schrift!. 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