Donnerstag 7. Januar 1909 1S9. Jahrgang Erstes Blatt gesetzt. Nr. 5 Ter Lietzener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: vierinal wöchentlich GietzenerFamiliendiälter; aiocunol wockentl.Areir- blatt färben Kreis ®k6en (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Landwirtschaftliche Seitsragen Fernsprech • Anschlüsse: sür die Redaktion 112, Verlag u. Expedüion 51 Adresse tot Depeschen: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen sür die Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. Deutsche» Ueich. — Reise-Dispositionen des Kaisers. Nach den nunmehr für die nächsten Monate ausgestellten Reise-Dispositionen deS Kaisers wird, wie die „B.Z " erfährt, die früher geplante Reise nach dem Mittelmeer mit einem längeren Aufenthalt auf Schloß Achilleion aus Korfu nicht stattfinden. Tie Reisen der kaiserlichen Familie sind für dieses Jahr sehr eingeschränkt worden. Kaisers Geburtstag soll diesmal in einfacherem Rahmen gefeiert werden, obgleich man eine Anzahl Gäste, wie die Könige von Württemberg und Sachsen, erwartet. Das Sparsamkeits-Prinzip soll bei Hofe streng durchgeführt werden. DieTagungdesDeutschen Flottenvereins findet vom 3. bis 6. Juni in Kiel statt. Der frühere Präsident des Reichstages, Graf von Ballestrem, hat vor einigen Tagen einen leichten Schlaganfall erlitten, doch gibt sein Befinden zu kernen Besorgnissen Anlaß. Ungültiges Reichstagsmandat. Nach Meldungen aus Straßburg dürste die Wahlprüfungs-Kommission des Reichstags im Plenum beantragen, dre angefochtene Wahl des Sozialdemokraten Bühle für Straßburg-Stadt im Reichstage für ungültig zu erklären. Das Befinden C a st r o s ist fett seiner, Operation verhältnismäßig befriedigend. Trotzdem ist bei dem Patienten, wie Professor Israel mitteilt, die Lebensgefahr noch immer nicht ausgeschlossen. Staatssekretär von Schön hatte gestern vormittag eine Konferenz mit dem Beniner österreia)isch-mrgar. Botschafter Grasen Szögyeny. Titeländerung. Im Königreich Sachsen werden die Regierungsassessoren in Zukunft den Titel Regre- rungsamtmänner führen. . KolMjehe Lagesjchau. Tie verbotene französische Vorstellung in Straßburg. Tie Mitteilung elsäisiicher und französischer ^cuungen, b(i6 eine ttanzösijche Vorstellung m Straßburg zu Minuten der ep’er des Erdbebens in SüduaUen verboten wurde, ist unrichtig. u» handelt sich um das bereits an'angö Dezember erlassene Verbot einer Iranzösilchen Vorstellung seilens eines Ditellanlenklubs, m der die Regierung eine direkte Propaganda sür das Bordringen der französischen Sprache erblicken mußte. Auch mit dem Bor'all einer Theaterdemonslranon m Dledenhoun, die zeitlich hinter dem verbot liegt, Hal die Angelegenheit nichts zu tun. England der unversöhnliche Feind Deutschlands. Es war zu erwarten, daß sich an die Neujahrs- äußerurigen des Kaisers zu den kommandierenden Generälen Kommentare der englischen Presse knüpfen wurden. Die Aeußerungen haben in London tatsächlich großes Aufsehen hervorgerusen, und werden von den Londoner Morgen- blättern in aus, ähnlichen Berichten wiedergegeoen. Am meisten Eindruck macht in England die Erklärung des Grafen Schlieffen, daß England ein unversöhnlicher Feind Dmlsch- lands sei. Die Zustimmung des Kaisers zu dieser Ansicht, meint ein englisches Blatt, wird einen peinlichen Eindruck parlamcntartfd?«:» aus Heiden. R.B. Darmstadt, 6. Jan. Der Finanzaus- ch u ß der Zweiten Ständekammer ist heute zum Beginn einer Etatsberatungen zusammengetreten. Es wirrde, wie üblich, zuerst eine allgemeine Aussprache über die augenblickliche finanzielle Lage abgehalten und dabei betont, daß das Budget für 1009 keine besonders wesentlichen Veränderungen gegen das Vorjahr enthalte. Man hofft deshalb auch, daß die Beratung des Budgets vom "Ausschuß in kurzer Zeit erledigt werden kann; die Budgetberatung soll in den nächsten Tagen ohne Unterbrechung fortgesetzt werden. Rach Uebergehung der ersten Kapitel deä Etats fand eine eingehende Besprechung über das Kapitel SB ein- baudomäne statt, für das die Einnahme auf 151 754 9)1!. und die Ausgabe auf 150 072 Mt. angesetzt worden ist. Die Einnahme weist eigentlich gegen das Vorjahr ein Mehr von 6712 Mk. auf, der Finanzminister hielt es jedoch für angezeigt, einen sog. Erneuerungsfonds im Betrage von 5737 Mk. zu schaffen, aus dem die Mittel zur Bestreitung der durch Ersatzbauten und Ersatzanschasfungen für größere Jnvenlarstücke entstehenden Kosten entnommen werden können. Im Ausschuß wurden dagegen keine Einwendungen erhoben. Weiter wurde die Frage erörtert, ob der Fiskus noch weitere Ankäufe in dem Weinbaugebret machen solle. Eine größere' Debatte entspann sich auch beim Kapitel Kamera» und Forstdomänen. Im Etat für die staatlichen Forstdomänen ist als Einnahme aus 15 400 Festmetern Holz und Rinde ein Betrag von 157 080 Mark vorgesehen, und die Gesamteinnahme aus diesem Kapitel stellt sich auf 273 847 Mk., während die Gesamtausgabe. 140 705 Mk., d.i. 10067 Mk. mehr als im Vorjahr, beträgt. Bei den Kameral- und Forstdomänen des Großh. Hauses stellt sich die Gesamteinnahme auf 6 0002857 Mark, die Gesamtausgabe auf 5 011485 Mk. Die Gehälter für 83 Oberförster belaufen sich einschl. Wohnuugsgeld- zuschuß auf 428260 Mk. Es wurde hierzu die Frage angeregt, ob sich nicht eine größere Ausnutzung der Waldungen ermöglichen lasse. Dann wurde auch zur Sprache gebracht, ob sich die Organisation vom Jahre 1890 wohl bewährt habe und insbesondere, ob nicht damals die Stellen der Oberförster allzusehr vermehrt worden seien. Auf diese und ähnliche Fragen dürfte die Großh. Regierung erst . gelegentlich der gemeinsamen Etatsberatung mit den Regierungsvertretern eine nähere Antwort erteilen. Die Be- . ratung des Finanzausschusses wird morgen vormittag fort- in England Hervorrufen. Die „Franks. Ztg." bedeutet denn auch schon in ihrem letzten Abendblatte, daß dre Aeußerungen des Kaisers durch Indiskretion bekannt geworden ind. „Wenn der Kaiser", so schreibt das Blatt, „im Kreise seiner Generäle offen seiner Meinung Ausdruck gcbr, so ollte doch auch dafür gesorgt werden, daß diese Memungs- äußerungen wirklich auf diesen Kreis beschränkt bleiben, und nicht von einzelnen benützt werden, um bte Seffent- ichkeit zu beunruhigen. Eine Beunruhigung der öffentlichen Meinung können wir nun in diesen Aeußerungen beim besten Willen nicht erblicken, selbst dann nicht, wenn die Zustimmung des Kaisers zu den Ausführungen Schliessens in England wirklich Unbehagen Hervorrufen sollte. Wir geben dem Frankfurter Blatte aber darin recht, daß derartige Fälle von Indiskretion doch eigentlich nicht Vorkommen dürsten. Im Kreise seiner Generäle muß der Kaiser unter allen Umständen der Diskretion sicher sein. Boykottdrohung der schrvcizerischcu Mnller gegen Deutschland. Eine gestern von dem Juittativkoutttre zur Aowchr der bcut- schcn Baänichleinjuhc nach Olten einberufene Versammlung zahlte <2 schweizerisch Müller. Es wurde beschlofsen, über deutsche Getreide- uitb Mchipwdukte einen Boykott HU verhangen Sollte Der Geteideboykott unwirksam blciuen, so soll das geivaytte tiatirrfomitee Vorschläge unterbreiten, um den Boykott auch auf anoere Artikel auszudehnen. Oesterreich «ud Serbien. Die Verstimmung >ue|tertiiü)S nngui oer Rebe des serbischen Ministers des Aeußern nimmt immer mehr zu Der DÜerreia)t|ü^ ungarische Gesandte in Belgrad, Gras Forgach hat neue 3nftcut ttonen erhalten und wird feine Intervention svrtietzen, da das Wiener Kabinett die bisherige Erklärung Mtlowanowttich s Tur ungenügeno halt. Wie verlautet, hat Gras Forgach den Austrag, auf sofortiger Beantwortung seiner Anfrage zu bestehen. In Serbien setzt man inzwischen leine Rüstungen gegen Oesterreich eifrig fort. Der Direktor der belgiichen Wüsten,aorik tn verstal bestätigte einem Mitarbeiter des Petit bleu, daß Serbien dort Munition bestellt habe. Es handle sich aber nicht um 2^ Million, sondern um 25 Millionen Patronen für die / Milttmeter-Mauier-- gewehre, mit denen die serbische* Armee bewafsnet tlt Ausruhr in Persien. Teprschetr aus Teheran i/Ciagen, day ^spahan in vollem Aut- CTf'gre ist. Die Lage sei sehr er^t. Es herrsche vollständige Anarchie. Soldaten Hutten die Haupt-Karawansereien uitb Basare geplündert. Der Gouverneur und andere Beamte hätten im brr- lischen Konsulat, hervorragende Bürger im ruf|i|a)en Konsulat Unterkunft gesucht. Prinz Ferman Ferma hat nun den Beseht erholten, sich als Gouverneur nach Jspayan zu begeben. Oileans verbreileie Nachricht, daß Truppen aus Guatemala mit iolchen aus Honduras und Nicaragua bei Arnopala gegen. ticara- gua zusamnieiigezogen worden 'eien, unzutreffend. 2lu$lan3. Friedeusk »nferenz. In Brüssel tritt heute das aus. kührende Komitee der interparlamentarischen Fiiedeuskonstrenz zu° sammen, um in Ausführung der m Berlin gelabten Beschliche die Organijationslragen der Vereinigung zu regeln. " Aus Portugal. Tie m den Blattern verbreitete Nachricht, König 'Manuel jci brustkrank, entbehrt Der Begründung. Ter Ge- iundheitsuistand der Königin Mana P'a dagegen ift foUflcW jchlecht; sie leidet an häuftgeu nervösen Anfallen; ihr Nierenleiden hat sich verschlimmert. „ . , ~ Buhamara. Dem ^Daily Expreß wird ans Alcazar gemeldet, daß Buhamara, der eine Zeitlang als Prätendent iur den Thron von Marokko eine Roste spielte, ans dem Lande gefluchtet 4ei. Muley Hasid hat so'on Schritte getan, um die nun als Buhamara-Gebiei gellende Provinz im Dlovöen Alarokkos zu besetzen. Es sollen sich dort reiche Aimeu besiuden, sur deren Aus' Deutung französische und - spanische Unternehmer hohe Abgaben 5at)lg[‘ach dem Sturze Jilanschikais. Ter englische und oer amerikanische Gesandte sind der Ansicht, daß Die Entlassung Zncuuchikuls eine vage schul, die eine feile Haltung der Alachie er» wrdere, und ivarnen den Regenten vor Regierungsmatznahmen, die die Ruhe im Innern Ehinas ge'ährden könnten. Jur vage in M i 11 e l a m e r l k a. Nach einer Mitteilung des Generalkonsulats von Guatemala in Brüssel ist die aus New- L»özugspreiZ: inonatlich7s PI.,vierteljährlich Alt. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Ps.; durch die Post Atk.2.—viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Ps^ auswärts 20 Plenniq. Verantwortlich -. —- _ w für den politischen Teil, General-Anzeiger für Gberheffen «oiaiionsdruck und Verlag 6er Brüheschen Univ.-Such- und Steinöruderei «. Lange, «edattian, Lkpedttian und Druckerei: Schulstrahe 7. Anzeigenteil'. H. Beck. Aus Stadt und Land. Gießen, 7. Januar 1909. Gedenket der hungernden Vögel! • * Tageskale n der für Doniierstag, 7. Jan.: 4. Vortag der Gesellschaft üir Erd- und Bölkerkunde: Dtexi k a ntsch e Altertümer von Frau Pros. Seler in Bonn. Abends « Uhr in der groben Untversitätsaula. Freidenker - Bereinigung: Vortrag von p'tau öenriette Fürth tu Frankfurt a. Al.; Mutterschaft und Berus. Abetids 81/, Uhr in Steins Garten. • • Landtagsnachwahl in Bee rseldett. Im Wahlkreise Beerfelden wird der Gutsbesitzer Breitner, den die nationalliberale Partei als Kandidaten für die Ersatzwahl ausgestellt hatte, nicht kandidieren. LS besteht die Absicht, nunmehr den Oberamtsrichter 2B ü n 5 e r in Ä)ald-Michelbach aufzustcllen. .** Justizpersonalien. S. K. H. der Gro ßherzog haben den Landgerichtsrat bei dem Landgericht der Provinz Oberhessen, Geh. Justizrat Dr. Will;. Schäfer auf sein Rachsuchen unter Anerteunung seiner langjährigen treuen Dienste in den Ruhestand versetzt und ihm aus diesem Anlaß das Ehrenkreuz des Verdienstordens Philipps des Groß- mütigen verliehen! den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Gießen, AmtSgertchtsrat Friedr. Schnitzspahn, zum Landgerichtsrat bei dem Landgericht der Provinz Oberhessen, den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Friedberg, Adolf Strack, zum Amtsrichter bei dem Amtsgertcht Gießen, den Amtsrichter bei dem.Amtsgericht Herbstein, Ernst Gramer, zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Gießen und den Gerichtsassessor Karl Pückel in Taimstadt zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Friedberg ernannt. • • Ordensangelegenheiten. Se. Kgl. Hoh. der Großherzog haben dem Vernarb Sauerwein zu Riadrid und dem Reglerungsrat Dr. Phil. Böeber, Mitglied der Elsenbahndirettion zu Elberfeld, die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihnen vom König von Preußen verliehenen Kronenordens 4. Klasse, bezw. Roten Adler-Ordens 4. Klasse erteilt. * • Bestätigter Beigeordneter. Se. Kgl. Hoh. der Großherzog haben die am 16. Dezbr. 1908 durch die Stadtverordnelen-Vetfammlung erfolgte Wiederwahl des Bau- iats Fnedr. Jaeger zum besoldeten Beigeordneten der Haupt- und Residenzstadt Darmstadt und zwar auf Lebenszeit bestätigt. * * Italienischer Konsul. Der zum König!, ital. Generaltonful mit dem Amtssitze in Frankfurt a. M. ernannte Herr Camillo Berlola, dem das Reichserequatur erteilt Blättern. , B Die ,N. Allg. Ztg.- schreibt letzt in einem zweiten Artikel. Tie .Germania" hatte in einem Artikel vom 5. Jan. über Die eummimg m Wien eine ihr angeblich von Uitterrichieter Sette zngegangene Znfchrlst vciösieiulicht, in der eZ u. a. heißt: am Berlin vertraut, hat auf Sand gebaut". Diese Empfindung gelangt bei-- fpiel^weise offen zum Ausdruck in der christtich-sozialen „Netchs- vost" vorn 1. Januar durch eine von einem österreichitchen Diplomaten herrährende Zuschrilt, welche Die Forderung erheb., Dais Deutschland mehr als bisher in Konstantinopel iur das Jutereye Oesterreichs - Ungarns wirken solle. Wie wir hören, erklärte der hiesige österreichiich-ungarische Botschaster diese Behauptung amtlich für eine absurde und böswillige Ersindung. . . . Tie „(Germania* wendet sich nun gegen die scharfe Kritik, Die üjre Zuschrilten aus Wien gelunben haben und bemerkt lolgendes: Wir sind nach wie vor Der Ueberzeugung, daß untere Zuschrilten die Stimmung und Auffassung, Die in hohen Wiener Kreisen herrschen oder doch bis in Die letzte Zeil geherrscht haben, richtig wiedergecen. Dian wird das auch m der Wilhelmstraße recht gut wissen. Daß das oifiziöie Wiener Blatt so schreibt, wie es ,etzl tut, ist eigentlich selbstverständlich. Es schildert eben die ^.mge so, wie man in Wien wünscht, daß sie sein sollten. Biellercht auch so, wie man m Berlin wünschte, daß man sie in Wien schildere. Vermutlich sind sie auch neuestens ziemlich so geworden, was aber nicht hindert, daß man eine Zeit lang berechtigten Grimd zu haben glaubte, an der aufrichtigen Unterstützung des Lerbundeten zu zweifeln, und daß diese Zwerlel noch eine Zett lang nachwirkten. Unfern Artikel auf das Zentrum zuruckzuluhren und ihn als Vorstoß gegen den Fürsten Butow und die Blockyoltttk auszulegen, ist bequem, aber töricht. Wir hatten bei der Veröffentlichung lediglich die Absicht, davor zu ivarnen, daß durch lässige und zwei'elhaste diplomatische Unterstütziing unseres „briflanten Sekundanten" von Algecnas bei Dietern der Glaube an die unbedingte Lündinstreus Deutschlands erschüttert werde und die Neigung, ja Slotwendigkeit entstehe, 'sich nach ander-n Stützpunkten umznsehen. Wenn die Verhältnisse sich nunmehr zum besseren wenden, so ist das geschehen, was toir allem wünschen. An dem Sturz des Fürsten Bülow Haden roir, wie schon so und so olt gesagt, gar fein Interesse, zumal bei der gegenwärtigen innerpolitischen Lage. Wir müssen aber auch Verwahrung dagegen einlegen, daß uns das zur Enthaltung von jeDer Kritik der Bäkowschen Politck verpflichte und jede fern Verhalten nicht lobende Aeußerung als versuchte Kanzlerstürzerei des Zemrums ausgelegt werde. Was würde die Blockpresse, Die sich wahrend der LirrstS so scharf über den Rotier ausgelassen hat, wohl jagen, wenn wir ihr vorwer^n wollten, sie habe damtt den Kaiser stürzen wollen? , , c = . . Dieser merkwürdige Rechtfertigungsversuch des Zentrums wird schwerlich den schlechten Emdiuck verwstchen, den Die bisherige Haliung des Zemrums in Der Politik des Reiches hervorgeruien hat. Zentrumr-Lamariita. In welcher Weise das Zentrum gegen den Reichskanzler und seine Blockpolitik agitiert, hat jetzt die „Nordd. Alla. Ztg. in chrer letzten Wocheiirundschau aufgeöedt. Tas olst^ose Blatt wendet sich i» {charter Weise gegen unlautere Machenschaften dec 3entruni§- prene, die unser Perhaltms zu Oesterreich-Ungarn betrepen. Es roub zunächst Bezug genommen ans eine Wiener Korrewondenz, die die .Germania" am 29 Dezember angeblich .von einem bekannten österreichischen Politiker* erhalten haben mi-t. ^arm wird der deutschen Politik der Vorwurf gemacht, sie stehe mäst lest genug zu Oesterreich-Ungarn, uiib Fürst Bülow lasse sich durch gewisse Alockeinflusse, die vor allem von der Großlndiistrie und vochstnanz ausgingen, am tatkräftigen, konsequenten Handeln hindern. *.ci Wochenschauer des oisiziösen Blattes hübet in biesen Gebanken. qänaen eine auffallende Aehnlichkeit mit den Gebaukengangen deutscher Zentrumsblätter. Eine /Berliner Korrespondenz , bte am 29. Tezember in der Wiener /ReichSpost* er,chle.ion ist und die- fclben Ausführungen wie die ,Wiener Korreip/ bringt, bestätigt, daß hier Fäden hinüber und herüber gesponnen werden. -Lie Nordd. Alla. Ztg.' schreibt dann: »Wenn wir dem Zusamnien- hana ,,vüchcn Den beiden Artikeln genauer nachgegangeii sind, als ihr sachlicher Inhalt öerDient, so geschieht dies aus zwei Gründen: einmal, weil sich daraus der Nachroeis ergibt, wie die Zentruins. Publizistik m ihrem Haß gegen den Reichskanzler es nicht oer- schmäht, das Vertrauen zu untergraben, das P.urst Bulow u, der verbündeten österreichisch - ungarischen Monarchie besitzt, sodann, wett unsere osterreichstch - ungarischen oreunbe an diesem Beilpiele zu erkennen vermögen, was von dem Gerede einer schwankenden Politik Deutschlands zu hatten ist. E» aibt in unserer amtlichen Politik Oesterreich - Ungarn gegenüber tanächlich nicht die mmdeslen Schwankungen. Wohl aber glaubt das Zentrum m einigen semec fanatischsten Anhänger em ^nterene daran zu haben, diese Mar zu verbreiten, um damtt dw Position des Rerttislanzlers auch nach außen und von außen zu erscbwerei'.. Es ist nötig, diese Takick ausiudecken, um nicht latsche Vorstellungi-n Über den Charakter und Die Zuverlässigkeit der deutschen Politik auskommen zu lasten." Diese entscbledene Lprache zeigt wieder einmal, wie Die Uluamontanen alle Hebel in Bewemmg letzen, um übet Wien Zentrum wieder zum Trumps in Teutjchland zu machen, Dann aber, daß der Reichskanzler willens und mächtig genug ist, Dieien Rankünen entgegenzuireten. Hub Da schreibt Die Zentrumspresse unentwegt, eS gäbe feine Zeittrumskamarilla. In Wien hat man übrigens ebenso wie bei uns die wahren Absichten des Zentrums duichschaul. Das erfährt man aus den Wiener wurde, ist zur Ausübung konsularischer Verrichtungen ini Großherzogtum Hessen zugelassen worden. — Bauaspirantcn. Tas Großh. Ministerium der Finanzen hat bestimmt, daß die seitherigen Bauaufseher. Aspiranten infolge der neuen erhöhten Prüfungsordnung die dienstliche Benennung .Bauaspiranten* zu führen haben. • • Ernst Ludwig-Sch ule. S. ft. H. der Gr oß- Herzog haben genehmigt, baß bic höhere Bürgerschule zu Bad-Nauheim den Namen .Ernst Ludwig- Schule* führe. **DasBeköstigungsgcldfürdie hessischen Garnisonen wurde in Tarmstadt und Buttbach für Unteroffiziere auf 52 Pfg., für Gemeine auf 10 Pfg. festgesetzt. Für Gießen beträgt es öl Pfg. und 39 Pfg., für Mainz 49 Pfg. und 38 Pf., für Offenbach und Babenhausen 48 Pfg. und 37 Pfg. und für Worms 46 Pfg. und 33 Pfg. '' P o si p e r s o n a l n a ch r i ch i e n. Versetzt wurde : Post- sekretär pab i chl von Lauterbach nachLippehne (Sie Soldin . Sc* standen: die Poilasüsteuleuvrü'uug Pougebllle S a h m in Gießen Freiwillig altsgeschleden: Poslgehilie Element in Romrod. ' Meteorologisches. Tcr verflossene Dezember ist seit dem Bestehen deS Hessischen meteorologischen Beobachtungsdienstes (Januar 1901)- der an Sonnenschein ärmste Monat gewesen. Stach den Auswertungen der Hessischen meteorologischen Zentrale, des Großh. Hydrographischen Bureatls zu Tarmfladt, betrug die Dauer de- SonnenscheinS in den drei Atonatsdritteln zu Oppenheim 5.8. 7,0 und 2,8, in Friedberg 2,7, 5,2 und 9,3 Stunden. Tie Gesamtdaucr erreichte also im ganzen Monat in Oppenheim nur 15,6 Stunden, d. s. 6 Pcoz. der im Dezember möglichen Dauer deS Sonnenscheins, m Friedberg nur 17,2 Stunden oder 7 Proz. der möglichen Tauer. Dabei waren in Oppenheim 19, in Friedberg 21 Tage ohne jeden Sonnenichem. *♦ Die furchtbare Grubenkatastrophe in Radbod bei Hamm in Westfalen hat auch den Bergleuten im Großherzogtum Hessen Veranlagung gegeben, den schon oft bewiesenen Gemciusinn zu betätigen, der gerade den Arbeitskameraden dieses Berufs eigen ist. So ist aus den Kreisen hessischer Bergarbeiter heraus die Anregung zu einer Sammlung von Bergmannsspenden für die Hinterbliebenen der Opfer des Radboder Unglücks gegeben worden. Als Ergebnis dieser Sammlung konnten in diesen Tagen im ganzen 918.55 Mark durch Vermittlung der Bergbehörde nach Hamm überwiesen werden. An dieser Summe sind beteiligt (worüber hiernlit öffentlich mit Dank quittiert wird) Grube Messel bei Darmstadt mit 89.75 Mark; Grube Aussicht bei Waldmichelbach mit 102.15 Mark; Grube Georg bei Rohrbach mit 20 Mark; die Fürstlich Solms-Braunfels- schen Gruben Wölfersheim und Weckesheim mit 100 Mart; die Gießeuer Braunsteinbergwerte vorm. Feruie bei Gießen mit 312.65 Mark; Grube Bereinigter WUHelni bei Hungen mit 6.75 Mark; die Gruben der Gewerlschast Luse u. Ilsdorf zu Gießen mit 116.95 Mark; Grube Roßbach b. Oberrosbach v. d. Höhe mit 65.25 Mark; Grube Oberrosbach bei Lderrosbach v. d. Höhe mit 45.05 Mark; Gruben der Gewerkschaft Louise zu Rieder-Ohmen mit 50 Ml. und N. N. mit 10 Mark. " Karl Hermanu Wolf, der bekannte österreichische Reichsratsabgeordnete, der in diesem Monat eine Reife durch Deutschland macht, wird bei dieser Gelegenheit auch nach Gießen kommen und hier am 19. über die Not der Deutschen! »Oesterreich sprechen. Die tschechischen Ausschreitungen gegen unsere Volksgenossen in Böhmen in der letzten Zeit haben in Deutschland von neuem die Aufmerksamkeit auf die österreichischen Verhall- nisse gelenkt und eine tiefgehende Erbitterung wegen der «in unseren Volksgenossen verübten Gewalttaten verursacht. Kail Hermann Wolf, der weit über die Grenzen seines Vaterlandes hinaus als der schneidigste und rücksichtsloseste Vertreter der deutschen Interessen im österreichischen Reichsrat und im böhmischen Landtag bekannt ist, will auf seiner Reise nichts anderes, als die Volksgenossen im Reiche über die Lage der Deutschen in Oesterreich aufklären und durch diese Aussprache und Berührung neuen Mut schöpfen zum schweren Kampf in seiner Heimat. Er rechnet deshalb auf die Zuhörerschaft aller derer, die an dem Schicksal der deutschen Brüder in Oesterreich Anteil nehmen. Ter Bund der alten Herren des Vereins deutscher Studenten hat es in dankenswerter Weise übernommen, die Vorbereitungen für den Vortrag zu treffen. Die Versammlung soll nach der Absicht der Veranstalter keinerlei parteipolitischen Anstrich haben, und eS werden deshalb alle Vereinigungen, die national sind, dazu eingeladen. Wer also den hervorragenden österreichischen Politiker, der zudem nod) ein Volksredner von unwiderstehlicher Gewalt ist, hören will, der möge bei dieser Veranstaltung nicht fehlen! • • DaS Kunstmettlaufen deS hiesigen Eisoereins am Dienstag hatte folgendes Ergebnis: I. Iugendlaufen-.- 1. Lahr, 2. R. Schmidt, 3. M. GijeviuS, 4. Schinner, o. Nowack, 6. Wiener, 7. Wallenfels, 8. GiieviuS, 9. G. Schmidt. II. Laufen für Erwachsene: 1. Herr 6tud. ing. Friedlem, 2. Frau Tr. Korn, Breslau, 3. Herr Assessor Pröschcr, 4. Herr SieoerS, 5. Frl. Quentell. — Im Kolosseum ist gegenwärtig ein ungemein leb- hafteS Treiben, das in erster Lime dem urwüchsigen rheinischen Humor beS.TünneS" zuzurechnen ist. Peter Prang entfesselt mit seinen drolligen Burlesken die reinsten Bcifalls- orkane, und daS Publikum kommt säst nicht aus dem Lachen heraus vor lauter Vergnügen. Als angeheiterter HauSknechl ist er im Nachtasyl von erschütternder Komik, und alS gemütlicher Reservist in Reserve-Leutnant Linsemann ist er nicht nur als Mimiker ausgezeichnet, sondern auch von unbedingt schlagender Wirkung. Auch die übrigen Mit- wirkenden verdienen volles Lob. Ein vorzüglicher Tamen- imitator ist M a n deWl rt h, den manche Soubrette um seine Smgstimme beneiden dürfte. ES ist ganz erstaunlich, >oas der graziöse Künstler leistet, sowohl m Mimik, alS auch Gang, Haltung und Tarstellung. Auch die übrigen Nummern des diesmaligen Programms sind ausgezeichnet und eines Besuches wert. — Wie wir erfahren, kommen von heute an zwei neue Burlesken auf den Spielplan: Ter fesche Major und Ganz der Papa, die seither überall mit stürmischem Beifall aufgenommen wurden. • * lieber die Ehe m Vergangenheit, Gegenwart unb Zukunft wird hier am 12. Januar ui 5le:nS ©arten Dr, phil. Helene Stöcker aus Berlui sprechen. Sie gehört zu den meist umstrittenen Kämpferinnen der Frauenbewegung. Sie ist als eine bedeutende Führerin der Bewegung für Mutterschutz unb Reform der ferueflen Ethik anerkannt. — Ta Dr. Hclene Stöcker chre Anschauungen bei unS selbst vortragen wird, ist jeder selbständig Denkende in der Lage, sich ein eigenes Urteil über den hohen sittlichen Ernst des Kampfes für eine gesündere Geschlechtsmoral zu bilden. • • B e sitzwechsel. TaS Anwesen der Zigarren-Fabn- kanten Gebc. Schmoll, Tiezitraße 11, ging in den Besitz des MusiklehicrS Wigand Gernhardt zum Preise von 31 000 Mk. über. Gernhardt beabsichtigt, borten ferne nun 12 Jahre bestehende Musikschule zu vergrößern. ’* Zum Mord tm Stadtwald. Der in Haft genommene Schuhmacher Reis, der unter dem dringenden Verdacht steht, den Lustmord am heiligen Abend im Gießener Stadtwald begangen zu haben, hat zugestanden, an dem Tatabend mit einem Knaben, der ein Fähnchen getragen habe, bis zur Gabelung der Licher Straße gegangen zu sein. Er will dann allein in die Bedürfnisanstalt dort eingetreten fein und erklärt, daß der Knabe, als er die Straße wieder betrat, verschwunden gewesen sei. Reif will dann allein zur Stadt zurückgekehrt fein. Durch die Art und Weise, wie das. im Stadtwald verübte Verbrechen zur Ausführung gekommen ist, kam die Staatsanwaltschaft in Pforzheim auf den Gedanken, daß der Verbrecher, der den Lustmord in Gießen begangen hat, auch einen Mitte November v. I. bei Pforzheim verübten Lustmord begangen haben könne. Auck) dort ist der Tod eines Kindes durch Ersticken eingetreten, weil der Lüstling sein Opfer mit dem Gesicht auf den Boden drückte. Eine Vernehmung des Reis, wo er seit August v. I., bis zu welchem Zeitpunkt er in Gießen in Arbeit stand, gewesen ist, hatte das Ergebnis, daß Reif genau angab, wo er gearbeitet hat. Nur für die Zeit vom 10. bis 15. November, in die die Pforzheimer Tat fällt, gab er ausweichende Antworten. Er will sich nicht besinnen können, wo er die fragliche Zeit zugebracht hat. Bisher hat der in strenger Haft gehaltene Reif keine Ahnung, weshalb die Staatsanwaltschaft wissen will, wo er gewesen ist. Man hat chm absichtlich nicht gesagt, welcher weitere Verdacht auf ihm ruht unb erwartet erst den Eingang der Pforzheimer Akten. Liebrigen5 wird Reif in den nächsten Tagen photographiert werden, und dann soll mittels des Bildes der Versuch gemacht werden, den Knaben zu ermitteln, mit dem Reif am Weihnachtsabend bis zur Licherstraße gegangen fein will. Mit der Sache Reif, soweit dessen Täterschaft in Gießen in Frage kommt, ist, der Untersuchungsrichter Landgerichtsrat Brühl betraut. Die Ermittelungen über die persönlichen Verhältnisse Reifs und seiner verschiedenen Aufenthaltsorte seit August v. I. führt Oberstaatsanwalt Lang weiter, um sestzustellen, ob Reif auch das Verbrechen in Pforzheim begangen hat. •• Von den Wandernden. Die »Herberge zur Heimat imirbc im Dezember von 1964 Gästen benutzt, von Denen 576 Selbstzahler waren unb 1388 Herberge gegen Arbeitsleistung amiahmen. Tie Frequenz betrug im 4. Ouartal 5546 Gäste, für das Jahr 19u8 19 781 Gäste gegen 14 900 in 1907. — Für den Arbeitsnachweis lagen 39 offene Stellen zur Besetzung vor, von denen 36 besetzt wurden unö zwar 15 auswärts und 21 am Platze. Tie Uutergebrachten bestanden aus 24 gelernten Handwerkern und 12 ungelernten Arbeitern. " Die städtische „Schnakenkommission^, deren gemeinnützige Tätigkeit in den vergangenen Sommern durch Die fühlbare Abnahme der lieblichen Tierchen angenehiu empfmiden mürbe, beginnt in den nächsten Tagen wieder Durch besonders dafür besteUte-Leute mit dem AnSbrennen der Keller. Da ihre Arbeit den beabsichtigten Zweck nur Dann erreicht, wenn möglichst alle Keller ausgebrannt werden, liegt es im allgemeinen Interesse, daß alle Einwohner den Leuten den Zutritt zu den Kellern gestatten. Erne gesetzliche Handhabe dafür besteht nicht, jedoch wird ein moralischer Druck dadurch ausgeübt werden, daß die Namen derer, die nicht „brennen" lassen wollen, namhaft gemacht werden. ** Der Ballon „Schlesien" des schlesischen Vereins für Luslschiffahrt ü bei flog am 30. Tez. v. Js. mit seinem Vorsitzenden Professor Abegg m der Gondel Hessen. Er kam von Breslau und landete bei Nierstein. Ta die Wolken, die bei der Fahrt während der ganzen Nacht die Erde nur stellenweise frcigaben, legt der genannte Herr Wert auf Mitteilungen darüber, ob und zu welcher Zeit in unserer Gegend damals em Ballon beobachtet wurde unb welcher Ort eß ist, in dem die Lustschiffer auf einem Tach nut riesigen Buchstaben den Alainen P. (oder F.) Hartmann gelesen haben. Tie Redaktion deS Gieß. Anz. ist gern zur Uebcrmittelung solcher Nachrichten bereit. — Die Maut- und Klauenseuche ist ausgebrochen in Aschheim, Bezirk München, am 4. Januar. (:) Laubach, 6. Icm. Am Neujahrstage gab ein junger Bursche einen scharfen Schuß nach einem Wobn- baufe ab. Tie Fensterscheibe wurde zerschmettert unb die Glas stücke fielen auf die in der Nähe aufbewahrten Fest- tuchen. Leicht hätte ein größeres Unglück entstehen können, da die Mugel dicht an der Stirn eines in der Stube befindlichen Mädchens vorbeiflog. Polizcttiche Anzeige des Vorfalls ist erfolgt. (?) Aus dem Vogelsberg, 6. Jan. Am verflossenen Neujahre ereignete sich ein ergötzliches Stückchen in dem Torfe N. Hier haben ebenfalls wie in anderen Orten die F e u e r w c r k s k ö r p c r die Schußwaffen zu Silvester verdrängt. In einer Wirtschaft brachte zum Neujahrsabend ein Bursche ein Zigarrcnlistchen voll der verschiedensten iZeuerwerkskörper, wie Frösche, Raketen, Schwärmer, Sonnen u. dgl. m., mit. Um den rtameraben die Ungefähr- l'chkeit der kleinen Frösche zu zeigen, wurde ein solcher an- gezündet. Bums.' gings los, aber der unheilvolle Frosch hüpfte direkt in das am Boden stehende Kistchen mit den ^euerwerkskörpern, diese mit einem Schlage entzündend, 'hin erhob sich ein Zischen, Krachen, Knattern und Knallen, daß die Burschen wie der Blin Reißaus nahmen. Erst nachdem es im Wirtszimmer wieder stille geworden, wagten sic ivieder den Eintritt, um nun einem Dunstschwaden entgegen» tttgehen, der ihnen den Atem benahm. — S ch o 11 e n, 6. Jan. In dem vom Sprachverein I ausgeschriebenen Wettbewerb für eine Prcisarbeit über „Goethes Anschauungen von der deutschen Sprache" wurden die ausgesetzten Preise den Arbeiten des Professors Dr. Seiler-Bielefeld und Tr. Rausch, des Rektors der hiesigen höheren Bürgerschule zuerkannt. s. Tarmstadt, 6. Ian. Bei der Handelskammer wurde E. Parkus, Tirektor der Bank für Handel unb Industrie, zum ersten Vorsitzenden, und die Herren Geh. Kommerzienrat Tr. Merck und -wmmerzienrat Jacobi zu stellv. Vorsitzenden wiedergewählt. Ferner wurde beschlossen, die Arbcttskanimern auf paritätischer Grundlage abzulehnen. — In den nächsten Tagen wird das Sttaßcn- büb unserer Stadt durch sogenannte Adrßbuchauto- maten bereichert werden. Tic Automaten gewähren nach Einwurf von 10 Pfennigen Einblick in das Darmstädter Adreßbuch. Tarmstadt, 6. Jan. Da die Liktoriaschule, die höhere Töchterschule, und auch die Obcrreal- schule seit längerer Zett überfüllt sind, so ist die Errichtung zweier gleicher Anstatten durch die Stadt nicht langer hinauszuschieben. Das vor einiger Zett von der Staot- Verwaltung für die Neubauten vorgelegte Projekt, defscn Ausführung den Bettag von einer Million übersteigt, ist soeben vom Großh. Ministerium genehmigt worden. Mainz, 6. Dez. Großfeuer brach heute morgen in der Wachswarenfabrik von Werner u. Merz in der Erthalsttaße aus. Eine große Menschenmenge sammelte sich an den beiden Straßenenden an, auf seine Kosten kam jedoch das Publttum nicht, auch nicht ein Fünkchen Feuer war von der Straße aus zu sehen. Es brannte in den 2r- bettsräumen und c5 wurde allerhand Material zerstört, was einen unangenehmen Geruch weithin ü er breitete. Nach kaum halbstündiger Tätigkett hatte die Feuerwehr den Sranb gelöscht. WormS, 5. Jan. Auf Anregung deS ReichStagS- abgeorbneten Frhrn. Heyl zu Herrnsheim hat sich hier ein aus Angehörigen aller Parteien und Stande bestehender Ausschuß gebildet zum Zwecke der Gründung einer Genossenschaft zur Versicherung gegen die Ar- beitSloslgkeit. Außer für ArbeitSgelegenheck soll auch für WohnungSgelegenheit gesorgt und zu diesem Zwecke Baracken mit einer Anzahl von Betten gestellt werden. Wolfs heim (Rheinhessen), 6. Jan. Die Schulbehörde hat dem Lehrer Schenkelberg hier, der bisher Rechner un Winzeroerein war, die Wetterführung dieser Geschäfte untersagt. Sein Nachfolger wurde der Bruder des Bürgermeisters Hungermüller. h. Bischofsheim, 6. Jan. Im Güterbahnhof stießen gestern infolge falscher Werchenstellung zwei Güterzüge zusammen, dabei entgleisten mehrere Wagen. Schieneii und der Unterbau wurden stark beschädigt. — Krosdorf, 6. Jan. Am nächsten Sonntag, den 10. Januar, findet hier m dem Saale des GanwirlS Moos zum ersten Male einer der in vielen Orten des Kreises Wetzlar emgeführten und beliebt gewordenen VollsunterhaltungS- abende statt. Die Unterhaltung tragt diesmal einen meist musikalischen Charakter. Der Eintrttt emschl. Programm kostet nur 25 Pfg. = Atzdach, 6. Jan. Herr Lehrer Koester dahier ist von der Regierung m Koblenz zum Hauptlehrcr ernannt worden. = Frankenbach, 5. Jan. DaS Amt deS Genie i n d e re ch n e r S, das der im Herbst verstorbene Johannes Walbrecht 27 Jahre zur großen Zttfuedenhett verwaltete, wurde dem Landwirt Gadinger übertragen. — Die Firma Niedere- Marburg hat die hiesige alte Schule käuflich erworben und m deren Raumen eine Z igarre nfa bril eingerichtet. ^Marburg, 6. Januar. Oberbürgermeister Troie kündigte in der Ctadtverordnetensitzung gelegentlich seines NeujahcSgrußeS für diejeS Jahr u. a. den Umbau des Rathauses, den Wiederaufbau der abgebrannten Hercenmühlc (stabt. Elektrizitätswerk), den Neubau eines Rathauses unb höhere Steuern an. — Auf dem Vorplatz eines Hanfes in der Nähe der Elisabethkirche wurde heute nachmittag em neugeborenes lebendes Kind gefunden. 'Man vermutet, daß eme fremde Frau, die eine Kietze trug, das Kind dort niedergelegt hat. b. Frankfurt a. M., 6. Jan. Die votbcrcitenben Arbeiten für bie Frankfurter Aeronautische 91 us- itellung nehmen so guten Fortgang, daß alle Aussicht aur cm Zustandekommen des Projektes besteht. — —------- ____ ____ r-i Kirche und Schule. ZE. Frankfurt a. M., 6. Ian. Die Freie Landes- k i i cv l i cb e Vereinigung für das Großherz ogtuar Hessen hielt heute rarrfvm. 3 Uhr tm Kaiscrkellcr ihre Hauptversammlung ab. Sic war aus allen Decken des Londes sehr gut befudiL Aus bent vom Vorsivcnden Professor Berger- rarmstadt erstatteten Ialrresberickt ist herDormheben, baß die Vereinigung mitberaten und gelotet hoi, um bat Religwns- uiucmau an den hessischen Voiksschutta iu reformieren. In Den Ortsgruppen Gießen, 'Dinins und Worms habe ein rcq& Leben sich entfaltet. Leider sei der Mitglieder zugang un _a belaufenen Jahr gering gewesen. Ter Boden sei bcijnixv-J iu £ rfen - bad) a. M. für die Zdccn der VercuiiAuitg unvraktckabct. Vorträge un lammenden Jahr find in DarnMaot, Vlainz und Worms ui Aussicht genommen uno hervorragende 'Manner aus Redner jje- luonncit, m Gießen wird bereits in diesem Monat Pfarrer a,T. Förster-Franlfuri a. M. fpreclien über: .'tirdfc und Frömmigkeit. In allen Orlen Deo Landco müßten gerade in diesem Jahr Die Ideen der Freien Laiunstirchttclx ir Vere.nignng hinein getragen Ivetten, um eine wirksame StcckiUig der Verciingung bei ben im Sommer statt findenden Uttchen-Wahlm zu idjairen. ^Lebhaftes Bravo! Pfarrer SLriba-Wuiternbeim eiftaucic den Staifcn> uendjt. Tie EianoiMen betrugen pro 1908 20,3 Mark, die Aus> babcH 1541 Mark. Die sodann vorgeiwmmcuen Wahlcu für die and Dem Vorhand aue-''d)cibc:Uen Mttgiickvr Amtsrichter ÄW|- Gwß4verou, Pfarrer Äxt, Psarier Rückert-Tarmjioot, Tekan £rth Niederuwlttiadt wurden Bibliothekar Pfannmullcr-Tarni- n ü r, Lehrer Valentin Müller-Gießen, Dekan Lauih-Planig iiud ein weiteres Plitglicd aus Gieyen gen-.ih^. Einer der angc- nhensten atabenrifdicn Vertreter der f'ystematt>d cn Thevlogic Pros. Dr. D i t i n»o-Göttingen hielt hierauf einen Borirag über die zutage: „Ist monisufcne :Htiigion lebcnsgc'ährlttb?" Das Erdbeben in Süöitaiien. Der Bericht eines Schwergetroffencu. Von Pcofesivr August Rmndor an der Kgl. Höheren Handels' schule zu Palermo, gehl der Bois. Ztg. folgender Bericht dieses 'Jiugcn-cugcn des Etthebens in Mcsima zu: Meine ü-ran ist Mesiinesin. und oeovr ich von der italienischen 3i*'L crun.j nm 1. Oktober 1907 an die hiesige Kgl. Handels- ? Sprache 5JSÄ 1 Hta > Ad iCa,et taX\S“ atischexbe- “wS“8' L».S,7 1"*«» ^°n»schuk, die d>°Lb-„ / ™ nudt IdJ 6on bei Sttot« J‘£ Projekt, bejjelt Iu,n iib-cheigt » W »oa«. '■ Cltfl heute m°r°e» °«EW Itotmclte l! N» Loste» tarn 7 buchen Feuer "AW in den K. Mnd jeqtö^ “ «tötete, Roch «'»ehr de« Krwd 'S »iS Reichztegi. ™ W sich hier ein Stäube desiehendei ündung einer Ge. gegen die Ar. elegenheit soll auch Md zu diesem Zwecke estellt werden. ■ Die Schulbehörde t bisher Rechner :ung dieser Geschäsic der Bruder des Züterbahnhof fließe» zwei Hüteczüge e Wagen. Schienen jl kchsten Sonntag, den des ©aiiroidS Moos *.n des Kreises Wetzlar lSunterhaltungs- : diesmal einen meist ’d)L Programm kostet ö;, ss xM^ Koester dahier i[i upUrhror ernannt ;q8 Amt deS Gr- verstorbene ZohanncS uedenhelt verwaltete, ragen. - Sie Fiona ,te Lchule käuflich er- garrcnfabrlk ein» erbürgrrmeister Trost is S->°S«E L ich Umbau des Ra rannten Hm-»«* eines dem S«* , ltuibt h-ot- >* 5 srntb gii«"»‘"; d,e eint Littzi trug. Sie TS?-* letzt. -—■ k-r i*u .lC jiMÄ sehr 7stilendes-L7raer- iW Vti die r ü® - rtfi/reiL a*1 ’<6*ke» tesgsS NuiMr »• 'ent aerabe t». JJL g-E'^ o>reim9jnd "?>« 'M Jö - Kaylk^' yjp R'> .'r 'N^1?100^ i! J ictnu^Lw haben sollte. 5"r Bauer & Cic., Berlin SW.48. L w per häuf e. 39 142 900 Der 10 an minderwertige Nachahmungen gibt, deren Verpackung der echten Scotts Emulsion täuschend ähnlich nachgemacht wird, so achte mau beim Einkauf genau auf unsere Fischer- schutzmarke und weise alle diese Nachahmungen zurück. ^cywar.;. GcbroaauL., tocifcc Weste, wie neu, f. luny. Herrn pass.. zu vcrkauwn. Slcinitr. 88, II. 1080 Die neueste n Meldungen aus Men tna lauten schauerlich. 9500 Mann Truppen sind dort. Mrlle von Typhus nnd Tetanus kommen vor. Andere Infektionen werden befurchtet. ärztlichen Zuschriften. Sanatogcn Ist erhältlich in Apotheken und Drogerien. Nur echt flrif Wer Marie-LemFUch« — dem E-cr-mtiv» zeicheir bt8 Scott» sch« Scr$a)rcuäl; Der Fischer mit dem großen Dorsch aus dem Rücken ijt das Garantiezeichen für die echte Scotts Emulsion, unb nur diese ist nach dem Scottschen Verfahren hergcstellt. Da es aber viele mehr oder wenige Hilfeleistung lag. f Die „Ageuzia Stefam" verostentlicht eure sJiotf, oerzusolge I ddeutsames Monument, droht einzustürzen. Der Abt Chrysostomos be-3 Aihos-Klosters Lawra wurde auf Athos von unbefanutett Tälern ermordet. Die Wuwe des beruh m t en E g y p l o l o g e n B o uvi a n h zu Paris und ihr Sohn sind wegen des Verkaufs gefälschter Altertümer angeklagt worden. Handel. X. Hanau, 6. Jan. Dle Diamantensunde in Sud- weslafriko. und die Wichtigkeit der Frage, ob und durch rodele Acaßregeln sie für die Interessen der beteiligten Industrie-und Handelsziveige tu Öanau speziell nutzbar zu machen fern könnten, haben die hiesige Handelskammer veranlaßt, eine größere Anzahl von Interessenten und Sachverständigen zu einer Verhandlung darüber einzuladen. <6ertd>tofaal« Neiße, 6. Jan. Das Krrrg-^richt der 1*2. Division verurteilte die M i l i l ä r g e f a n g c n e n Koyllöffel und Muller wegen Meuterei zu je 3 Sauren 6 Monaten Gesängnis. i S amm Hübncr, t. April 15:07, (Vannoljabneu,) su ucrEaufcn. 1011 Schillerstrave 3L Aielsach zu Schnittholz geeignet. Fichte-Derbstangen mit 28,16 Fm. Anfang und die Zilsammenkunft ist vonnittagtz Uhr im Distrikt Markstemmühl am Eingang des Waldes der Straße von Villingen nach Hungen. Bauhotz-VersteigeLNUg im Billmger Gemeindcwald. Dienstag den 12. Januar d. Is. kommen tu den Distrikten Marksteinmühl und Blaustück folgende Holzsortunente Versteigerung. ?07 Eiche-Stämme zu Wagnerholz geeignet mit 16 öm. Fichte-Stämme von 20 bis 45 mittl. Diltchmesfer und 18 bis 28 Meter Länge mit 176,48 Fm. Wmdhof. Freitag: [199 Metzelsuppe nur am Tag! Warum, ja warum?'?? ALan frage die Behörden, und alle , werden mit einem Achselzucken antworten und jeder die Schuld imf den anderen zu schieben suchen. Armes Italien, daß du , solche Leute an deiner Spitze hast. Tu armes drittes Italien!! Tausende liegen unter den. Trümmern, lebend und um Rettung jammernd, nein, nicht Tausende, sondern Zehntausendc, fieren herzzerreißende Hilferufe allmählich leiser werden, tote die ^age vvrbeifließen. Und nach ein oder zwei, höchstens, drei -lagen, wird ja endlich alles verstummt fein. Und bann i|t es — nach der Meinung der Staatsmachtigen — an der Zeit, energisch mit dem Rettungswerk zu beginnen, und Brot, Wager, Berbandz-eug, LaZarette und Soldaten, namentlich Tausende von Soldaten herbei- Mschaffen, uuc sie die dann verpestete Lust ernsaugen und vielleicht die Giflkeime durch das gaitv Land tragen zu lassen, ^eit drei Tagen ruhen ober stöhmm die Eltern, zivei Brüder, zwei Schwesteni meiner Frau unter den Trüiumem ihrer 5>äuicr. Wer weiß, ob mehrere von ihnen nicht unter den Trümmern leben, drei, frier Tage lang mit dem Tode vor Augen bei voller Besinnung, And mit ihnen Tausende und Abertausende. Doch fehlt es an allem, um stehengebliebene und jeden Augenblick mit dem Einsturz drohende Käufer fronten der großen, alten Paläste, deren cs leider so viele in Messina gibt, niederzureißen, bevor an die Bergung der unter den enormen Schutthaufen begrabenen Tausende gedacht toerben kann. Nichts, nichts ist vorhanden trotz der Anweseiiheit dreier italienischer Kriegsschiffe, mit dem König und der Königui an Bord. Wenn wie gesagt, der Pesthauch von siebzigtavsend uiiter den Trümmern elend Begrabenen die Luft erfüllt, werden Texte, Sputen, Lebensmittel und Wasser zur stelle sein. Doch so lange die Verschütteten lebten, konnten sie, fast ohne Ausnahme, nur von Russen und von italienischeii Aerzten urtb freiwilligen Krankenwärtern verbunden nnb gepflegt, doch nicht gespeist oder getränkt toerben. Denn den Aerzten und freiwilligen Krankenpflegern selbst mangelte es an Nahrung, Trank und Obdach, so datz der größere Tell auf der Erde Eantpiereit mußte, wie er eben ging, unter ein paar Volchrettem oder iwd) schlechter. Ebenso wie die Verwundeten! Mit Ausnahme nur der wenigen Tausende, die durch irgend einen Glückzufall Beförderung in den Schneckenzügen fanden und nicht durch die entsetzlichen Stötze auf der zwanzig- stündigen Fahrt zwischen Messina und Palermo über (Satama ihre Qualen durch den Tvd erlöst sahen. Wer all daS überstand, fand ja bann endlich üt den Hospitälern, in hunderten von Privathäusern aufopfernde und uneigennützige Pflege. Ader — und das ist das Fürchterliche — das surd nur wenig 5)underte oder wir selbst Ämsende. Wer jedoch kann jemals die sschamch von den Inhabern der Staatsgewalt waschen, daß viele Zehn- teufenbe einen langsamen, qualvollen Tod starben, weil von den .leitenden Persönlichkeiten nichts, garnicksts zeitig genug angevrdnet wvrden ist. Das Tütigteitsfieber setzte ein, wo cs aus gehört schule berufen wurde, war Messina während der letzten J5rei . 3aÄte meine ständige Residewz gewesen, so daß mir icnc Stadt 1 ebenfo heimisch ist, wie mein Geburtsort Berlin. Die Katastrophe : trat um 5 Uhr 23 Min. aut TOlorgen des 28. Dezember ein. Doch i bis zum späten Nachmittag jenes Tages war es in Palermo und feem übrigen Sizilien iroHtelinnen nnlielannt geblieben, daß das ' blüheride Messina sozusage>i vonr Erdboden verschwundeii war. i Die Telegraphenlinie und die telephviiische Verbindung, sowie das . Messina mit dem Festland verlündeiide Kabel waren eben auch jeriLört Erst am abend des 28. Dezember sickerten Nachrichten durch, daß Messina zerstört sei. Doch wollte es noch iwch n-ie- niand glauben. Denn in Palermo war das Erdbeben nur leichtester Art gewesen und hatte mich beispielsweise nicht^aus dem Schlaf zu erwecken vermocht, ebensoivenig wie meine Frau und gwei andere Insassen bet Wohnung. Am nächsten Morgen jedoch bestätigten sich die Nacht ich keii in ihrer vollen Schwere, jo daß id) mich entschloß, einem sofort von der Leitung des San Saverio Hospitals (des größten städtischen Krankenhauses Palermos) cm- gerichteten Vilfszug mich anzuschließen, um über das ^chickml der Elterii nnb Geschwister meiner Frau Llcherheit zu haben, und um ben drei gleichzeitig mit uns nach yJceifnui abgehenden iussischen Kreuzern „slava", „Caesarewitsch", „Admiral lMakarvff" als Dolmetsch iiützlich zu sein. Bei unserer Ankunst fanden wir ‘ tn Messina auch den englischen Kreuzer „Sutleb", und ein deusiches Schulschiff soll auf dem Wege sich befinden oder mzwiichen wohl cingetroflen sein. Messina ist volllommen zerstört. Man sieht wvhl noch eine Anzahl Säufer aufrecht stehen, schaut man aber Mher zu, so bemerkt man., daß mir die äußeren Mauern stehen und fron wirklich unzerstört gebliebenem Bauten sand ich wohl rein Dutzend im ganzen vor. . , . . .. .. Was urich mit wildem Schmerz beim Eintritt tn die e-tobt erfüllt, ist die vollkommene Anarchie. .Bon Ordming, sachlichen Dispositionen intb irgend einem Kennzeichen ben Tätigkeit obrigkeitlicher Behörden keine Spur, dagegen überall die unvertenn- Baren Anzeichen der Arbeit der jogenamüen Hyänen der flachte selber, Leichenschänder umb Diche, die sickr eingenistet haben und tn Abwesenheit von Carabinieri, Militär und Polizei ihr gieriges Gewerbe betreiben tonnen. Dte Russen verrichten unterdes'en Wund«: an Aufopferung uiä> Rettungswerken. Ihnen allein, und vielleicht ein wenig einigen englischen Ntatrosen ist es zu danken, wenn viele Lunderte Verwundeter geborgen und Tausende gerettet werden konnten. Es wäre albern, hier schöne Worte zu suckln, die russische Mannschaft und ihre Offiziere und Unterofsiziere wogen jeder einzeln unfern aus dem ChinafeldzuA berühmt gewordenen damaligen Kapitän Lans auf, nur datz ihre Namen tuuy anz vereinzelt jemals befannr werden, und doch setzte jeber »on ihnen mehrmals in jenen beiden Tagen des 28. uird 29. sein Leben aufs Spiel im wahren Sinne des Wortes. Die italienischen Soldaten waren gezwmigen untätig zu verharren. Tenn der Generalstab wollte in aller Gemütlichkeit irgenb einen der theoretisch so schön klingenden allgemeinen Rettungsreldpläne aus- arbeiten, kam jedoch in ben langen Stunden des Nachmittags vom 29. v M. zu keinem anderen Ergebnis, als den unterstellten Aiannschasten jede Äcöglichkeit abzuschneidLN, die Tausende der unter ben Trümmer,i Teöenbig Begrabenen und um Hilfe und Befreiung flehenden zu retten. Es fehlte ferner an allem, zuerst an Brot und Wasser. Die Züge trafen mit schneckenhafter Langsamkeit ein, und da Personal und jegliche Ordnung sehlten, herrschte ein tolles Durcheinander. Obgleich zwischen der 80 ober 90 Kilometern betragenden Strecke Messina—(Satama das Gleis tn vollkommener Ordimng war, gebrauchen die Züge durchschnittlich 9 Stuiiden zu der Fahrt. Und drei Züge gibte vielleicht (Sa. iUÖÖil°u>^aticn' 20 Wagen N-uipv^erde geem net, bat adzugeben [010JV» Preis?, Wetzlarerwea 80. vro 1909 zu Mk. 36.- il 49.20 nabe der Stadt gibt ab 109D Bcuncr, Srku'isienslrafre >7. SAHATOGEH ist ein Nährstoff von grösster Reinheit, der sich als zuverlässiges Kräftigungsmittel seit einem Jahrzehnt bewährt hat. Sanatofren reist eine Doppelwirkung als wertvolles Kräftigungsmittel und als be- ™ sondere Nahrung des Nervengewebes. Dies begründet seine Unentbehrlichkeit für die grosse Zahl derer, die in ihrer Gesundheit geschwächt sind (Blutarme, Nervöse u. a.), und zur Ernährung Leidender während und nach erschöpfenden Krankheiten (bei Neurasthenie, Tuberkulose, nach Operationen u. a. m.). Die geradezu beispiellosen Erfolge werden erläutert und nachgewiesen in mehr 8 als 120 wissenschaftlichen Veröffentlichungen und anerkannt in 8000 Trotz der Abschiebungen w ä ch st d i e B e v ö l l e r u n g der krummer stadr wieder, da die Bauern der Umgegend kommen, um an den Liebesgaben Anteil zu nchnten. Biele Einwohner richten aus! den Trümmern Baracken lyer. Gestern nacht legten Lerchen-^ 'leddcrer und Räuber au mehreren stellen der ^tafrt Feuer an nnb versuchten auch ein Attentat auf die Banca d'Jtalia, ivo die F-cuerwchrleute einen Geldschrank mit 40 Mill, in retten besttebt waren. T-er Dampser -Orione brad)tc 177 Räuber nach Palermo, 100 wurden erschossen. Der TirTllor des Acuseum von Paierrno ist in Messina cingetroffat, um Vorkehrungen zur Rettung der Kunstwerke zu treffen. Der M i l l i o u e n- schätz der Madonna della Letterc wird von i-poldaten bewacht. In Neapel haben die Schakale von Messüta würdige Rivalen in Eamoristen gesunden, die unter der Maske der Wohl- tätigteit weibliche Waisen an sich locken. Drr Präfekt traf energische Gegcmnaßregeln. Nach dem Mattinv wttd das gesamte a in c r i» kanische Geschwader von 23 Schiffen, das ursprünglich aus mehrere .Häsen des Mittel-moeres sich verteilen sollte, nach:ucej|uta und Reggio gehen. „ Y . . . I Der mit außerordentlichen Vollmachten free]ebene derzeitige I Kommissar General Aiazza teilte dem Ministerpräsidenten Gi- olitti aus Messina telegraphisch mit: Die Nachfor- chungen nach den Verschütteten und etwa noch lebeiiden Personen werden fortgesetzt. Gestern wurden etwa. 10 lleber- lebenbc geborgen- Die Walwscheinlichkeit, noch wertere zu retten, verringert sich stündlich, dessen ungeachtet werden die Nachsor- 'chungerr fortgesetzt. Insgesamt wurden bisher 2300 Lebende unter den Krümmern hervorgezogen und 2000 Leichen unter ven sanitären Vorschristsmaßregeln beerdigt. Aus den Trümmer-j lütten der Banca d'Jtalia, der Banca Co mmercrale, des Gebäudes der Navigazivne Generale sowie anderer öffentlicher oder privater Institute barg man in den letzten Tagen G e l d und Geldeswert. Das S t a a t s a r chi v, das Äypothekenarchiv und das Nvtarialsarchiv iverden bewacht. 181 Personen, die vor Lei Verhängung der Belagerungszustandes verhaftet worden wa.rcn, wurden nach Palermo gebracht. Die Eisenbahnverötndiuigen mit Palermo und die DampferverLindungen mit 9'ceapel sind wieder hergeftellt. Um die Eisenbahnsttecke nach Neapel wieder fahrbar zu machen, wurde Personal an die b al ab rische Küste entsandt. Es ist mit dem Bau von Baracken begonnen worden, die baldmöglichst vermehrt und eingerichtet werden sollen. Der GesundheitsÄustand her Truppen ist twtz der Ae- strengungen und der ungünstigen Witterung gut. , --------------—-------------:----- Ä f. Sn Messina arbeiten gegen 10 000 Atatnsien und Soldaten. — Kleine E h r o n 11 aus Munn u n ö äi I) en i d) af t. Die ntadt wurde zur besseren Einteilung der Arbeit in sieben! Der Direktor a. T. der Haiidschriftciiabteilung der Königlichen; Abschnitte geteilt. Bisher wurden für 5 Millionen Lire Wert-! Bibliothek ,n Berlin Geh. Rcglerungsrat -tt. ^alenttn R o s e> oeaenstäitde geborgen. Um die Bevölkerung von der Abfahrt der feiert am 8. d. M. seinen 80 Geburtstag. — ^ie Reichstags^ Damvfer zu verständigen, durchziehen Ällitär-Patrvuillen bic | b i l b e r von Angelo Jank imb geltem entfernt worden Straßen. Trontpeter geben Signale. Viele Leute mußten mit ■ ■■ ---— 1 " --------• Geivalt aus den gefährdetert Häusern entführt und in Sicher-1 Markte. heit gebracht iverbeiL I ic. Franksurt a. 2c., 7. Jan. (Telegr. Orig. - Bericht der Auf den Trümmern von Messina fanb gcitcrn eine ^tzzieß. Anz.".) Amtliche Rolieruiigen der heutigen Vlehmarrt- Bersantmlung statt, der der Senator Durante und einige p r e i j c. Zum Verkaufe standen: 32 Ochsen, 00 aus Oesterreich, Deputierte beiwohnten. Die Versammelten faßten eine Ent- gy Bullen, 0 aus Oesterreich, 123llühe, Fersen, Stiere und Rmder, schließung, die den Wiederaufbau Messinas als ein ein- ^2 Kälber, 149 Schase und Hämmel, 639 Lchweme, t> Stegen, mutiges historisches und nationales Bedürfnis be- 0 Ziegenlämmer, 00 Schastämmer. Bezahlt wurden iur zeichnet, und die Erwartung ausspricht, daS Parlament werde m 10q Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1. Qualität 78—pik.,- Uebeceinrtiminung mit dein Verlangen der Nation und dem Wunsck)e 2. Qualität 73-7Ö Alk., 3. Qualität 60—63 Ack.: Bullen: ver ganzeil zivilisierten Welt wirksame Maßluitzmen tteffen, iim h, Qual. 66—68, 2. Qual. 62—64; Ruhe 1. Qualität 69—<2 2) L, Messina ein neues Leben zu fid)cnt. 12. Qual. 60—62 Alk., 3. Qual. 48—50 Mk., 4. Qual. 00 00 Jlt., Ter "Amvalt Calapai konnte sich mit übeNnelrichluher An- 5.Qual. 00—00 Alk. Bezahlt wurden für das Pfund (schlachte ftrengung aus den Trünrmern feiner Wohnung befreien. Hierauf gewicht: Kälber 1. Qualität 90 bis So Pfg., ^eberidgewlcht rettete er seinen lö jülwigen ^Sohn, seine Tochter, seine Frau, 153—->7 Pfg., 2. Qualität 80—86 Pfg., Lebendgewicht 48-0^ Pfg., ein junges Mädchen und zwei Dienstmädchen, den Grasan und die 1 Schlachtgew. 60-6ö Pfg.; Schafe^ 1. Qual. Schlachtgew. 70 bis. Gräfin von Sarega. I uo Pfg., 2. Qual. 56—58 Pfg. techweine: 1« Qual. öav bivi,LtUg. «tUvtuger, geltet amca ;u. Die Beerdigung findet statt am Freitag, den 8. Januar, naehm. 31/, tihr vom Trauerhanse Wissmauustrawe 29 aus. 293 Die trauernden Eltern: Christian von Hoven u. Frau Marie geb. Schmandt bucnacker Neuen Baue 11. meine Näucher--PPurate finb fein lackiert, nehmen bei groß. Nuizraum wenig'lllatz in 'Anspruch unö tfinnen tn jedem Zimmer ausgestellt werden. [213 Preise sind billig! Wilh.Dürbeck, Spezialgeschäft Neuenweg 20. Alicettragc LSu [8 S-Ztmmer-'Ufohnutin, timten mit Voflnia und allem Zubehör, per 1. rüprll zu vermieten. Nao. H. Lannsvacb. Aliceftr.22 p. LOöi Laden mit ob. ohne Wohn, ipf. au v. Nah. .Mx emo lau \ I Klcift.rieustmadlytn welches lochen kann u. alle.tzauö> arbeit oernchU gegen hooen Lohn ver lofort ober 1. Scbruat ecfutUL Zuverlässig. Lllädchen, welches Küche- u. Hausarbeit nrdnbL verliehin linbcrL Haushalt gesucht, läute Zeugnisse Bedingung. 0113 Molttekrr. M, 1. Etage. Meid, nachm. 4—8 Uhr. Aum 12. Jan. ein tüchtige- Hauck- mädchcu. bas nahen und bügeln kann, tjtau Dr. Mcvcrdoft, 212 Dudanlage 7, I. 2UUi Die mutiere irtane Einern strafe 4, 4 Zimmer, tiadezunm^ nut QiaocinncUtunn, clcitr. Licht unb allem tiuoehvr, völlig neu hcrgerichtct, ut 3um 1. April eo. auch rrüucr au vermieten. Näheres Marburger Str. 20. König!. Preuss. Kiassen-Lotierie Dre Ziehung der 1. Klasse 2201er Lotterie beginnt am 12. Zauuar. Mnip -Ao % % V» Vi nr • M. 4 M.S M. 8 M.10 Nb 20 li<74ÖP R " empfiehlt, jo lange Vorrat Der Köuigl. Preutz. Lotterir-Eiuuehmer • ‘o••••»«• t •.-*v»>«,*eU«.a vienaitle < - Ziuimer»Wvgnung m bener Lage per L April evtl, früher zu vermieten. ,iu Näheres Lchilleruratze 26. Zu u ev miet eil ijtiiiiH mit guter Schulbildung u. schöner Handschrift für unser Kontor per sofort ober später gesucht. ,20V tiiicBcncr BrauvauS und Prebheiciahrik A- 4 LiZ. Lcuntngboff. 6 hm. Pappclbobleu, 5 cm «art, circa oO cm breit, au ver- teufen. a Jim. Mk. 55.-. Schristl. Angebote um. 0101 an die Geschäfts,relle deö (Lieg. Aw;. Lauvercs, fleitzigcS Mädchen, nicht unter 17 Zähren, für tieinen pauöhalt gegen hohen üohn per soiort ober lä Januar gesucht 2i«0 Gchauäeuilraüc 12, 1. Gott dem Allmflkchti^en hat es in seinem unerforschlichen Rat- schluss gefallen, heute Nacht 12 Uhr unsern lieben Sohn, unser einziges unvergessliches gutes Kind, unsern Grossneffen, Neffen und Cousin Friedrich von Hoven Obertertianer des Schillergj mnasiums in Ehrenfeld, im fast vollendeten 14. Lebensjahre zu sich in die Ewigkeit abzu- beruien. Er starb an den Folgen einer Blinddarmentzündung. Um stille Teilnahme bitten gesucht. [102 ______Hoflollnluticherei Huhn. Lrhrung Kolonialwaren • Großhandlung sucht zu Citern einen sangen llllann von hier mit guter Schulbildung Aum Eintritt als Lehrling. Schrmliche Angebote unter 2UG an den Gieg. 21nz. erbeten. U98) 3-Zimmerwohn. mit all. . ,ub. 3. Etage, -utm 1. Jebr. ob. später Au vermieten. LZesernrage in. lHrl)rrir 3°<3iunn.4Uü nun . der Neuzeit entsprechend eingerichtet, foiort au vermieten. [01iti20 Näheres bet Wilhelm iRdbrio, Grove MÜHlgane 41. AU vermieten. ______________Ebelttrake 32 ltk»| 2-ZiiNinerwohNltNg Mil allem Zubehör zu o. DieAnrave 7. 1^> z-Zunmer-'Lüohn. mil allem Zubehör, Bleichplah u. Warten- anictl au vermiet. Steinnrave 38. I Verschiedene | 0721 Eine 3 cv. o-Z. W. o. 1. Avril A. oerm. 1. Etage. Woethcftr. 54, v. C60J Parterrewohn. u. Mansarde Au vernneten. Dammftrafte 25. 170J Kleine L^obnung au oerm. Neuculvea 28. Bahnhofttr.OO. Mansarde, rrcunbL mobl. Zimmer au vermieten. 086 lüöill jiiumrrAU vermieten JIIUIIIU LvbctMvnjc L 11. ^aiiürmi öen aauzen ,II* *Lag ver soson gesucht. 214 ________Drau Carl Nowack. Ein jüngeres, unabhängiges .177 Bildchen lagoiiber in Laufftelle gesucht. Zu erfrag, in der Ervcd. b. Zl. 190J Ein durchaus zuverlässiges *DiÜhdieti dvö Die einfache suche vcrueht, wirb öum L tjrcbruar gefuchi orantiurter Strave 43. 181* 8ränkfürtcrUäse , schone herrfchaiiiiche ü. Zimmer- *— . ..uciuouumi Wohnung, Loggia, trodcnbobciL ! m ruh. -vau:e Leu V' ftm "“tiÄstr. 27, patt IÄScS™ dhi 1. teiou, u Zimmer um all. Zubehör, per 1. Aoril au oerm. ____________Bleichstrake 8. 1811 Schöne neuzettl. ei,iger»chi. v-Zlmmermohnung in der 2-JIb belmstratze ver 1. Avril «n vermieten. Näheres bei L chäfer, WiihelnmraveSl, l. Gcmcht zu baldigem Eintritt gegen hohen liebn em tüchtiges ?.'?adchen, das kochen kann unb Hausarbeit versteht. Iran Wilhelm Bach, QUA_________Mockstr. 1.__ Weg. Erkrankung meines jeht- gen, braves Auverlässiges Latti- mädchcn gesucht. 211 Löbcrttrahe 17, 1. 0109) Lausmädcheu für oormitt gesucht. Moltre,trabe 28, I. Tüchtig.» Madchcn für Kinber und leichte Hauöarb. gesucht. Nah. Kavlanogasie 23.0)100 tzch suche ein braves Dienst' madchcn. (0108 B. Mick, Goetheltr. B, II. Ciuüoc, Herren Hoicn, lieber- lieber, Schube usw. toure au den höchsten Preisen. Schnfti. 'Ange- bote unter ftv an bie Geschäfts- stelle bö. Ul. zur Wetterbeforber. Zu tasijeu Rufud)t: Ein guterhaltenes Stehpult, doppelt, möglichst schmal. <008 —Zu erfrag, i. b. GefchäftSsi. d. Bl. Drei 3-Zimfflßr-Woiinungen au vermieten. 3|3O Zu^nrag. Riegelvsad Nr. 2l. I 2 Zimmer WieheiL"^^uci'uaeS Hausmädchcn fc- u>lCBCIL ^lActger erbeten, fort gesucht. Süd-Anlage 14. 3m> u:tue imune kvovuunß, icmjl* Stmuicr nut Loogto, ver 1. Avni iu vermieten. Näheres flarl Habn, vobernrahe 17. ~~ Bleifttitrahe 25 6 Zimmer ncbit allem Zubehör auf 1. Avrtl tu vermieten. |21 Äkaheres Bteichniauc 23 pari. I ö Zimmer I Giessener Konzert-Verein 118. Koneertjahr. Sonntag den 10. Januar 19u9, abends 5Uhr in der Neuen Aula Viertes Konzert • Zweiter Solisten-Abend Das Berliner Vokal-Quartett Fräulein Eva LeOmann Herr Richard Fischer Fräulein Aaoe« Leidhecker | Herr Ueü van der Hyk Am Klavier: Professor tiuetav Jenner aus Harburg l. Vier a capella-Qaartette: a) Ave verum ......... a . . W. A. Mozart b) FUeliet dahin......... JoBn Beu ne t c) tia*rliarda..............Leo Hable r d) Aitdeut£chesWeihnachtsL.Joseph,lieberJo6ephmein, gesetzt von Arnold Mendelssoba 2, Vier Duette liir bopran und Tenor; a) Er und Sie b) Untenn Fenster c) W icKcnhed d) Die tausend Grüße, die wir dir senden . 3. 11 Zigeuneriieder Pause von 10 Minuten 4. Drei Duette für Alt und Bariton; a) Es rauschet das Wasser bl Der Jäger und sein Liebchen . c) Vor der Tür........ EL Schumann • Jobs. Brahms \ Jobs. Brahms 5. Drei Quartette: a) Der Gang zum Liebchen ........ b) Neckereien . ... i c) Wechsellied zum Tanz.......... j Jobs. Brahms Eintrittskarten: l- Platz Mk. 5.—, IL Platz Mk. 4 —. TU. Platz Mk. 3—, TV. Platz Mk. L20. - ~~ ~ Stehplatz Mk. 2.—, Studenteukarten Mk. 1.— sind in der Mubikalienhandlung des Herrn ERNST (JHALLiEK (Rudolphs Nachf.k Telephon No. b7R tijr Studierende auch bei Herrn Hausverwalter RITTER und abends an der Kasse zu haben. v1,, Oetfnung de» baale* •il/i Lur. Gültigkeit haben blane. rote und rotweisse Karlen, ungültig sind gelbe Karten. Z-oiderimM Ners'chrvdenvs H iitmn »i uerv-, uuviniuuui aue l^hUIUli>UÜ schitllllchen Ärdciien auch Aushtlfesielle. Lchriiil. Angebote unter 0106 a. d. Geichäftsii. d. lÄieg. 21 nz. erb. üllö) -3uno. llftadchen ans guter Familie lucht Stellung, ebenso eine Beiköchin und mehrere llltädchen illr foiutt Frau Wcifrcuoach ^reuAvlav 0 11. au den Nachlaß der Johannes Lauer Ww. Lina geb. Ethner sind bis längstens den 15. Fau. au stellen. Spätere Anforderungen können nicht berücksichtigt werden. Der Nachlabvsleger: Wilhelm Dürbeck, 215:___________Neustadt 78, II. !V schk M iii, Frau LouiS Reih Wwe., Ilfl Bruchstr. 31, D„ Neud. ^>r. Seibel. Kommt und Jubelt! Kommt und Jubelt! Kolosseum (liessen Walltorstr. 36—38 (früher (iaic t?cib) Telephon 611 Heute Donnerstag, dcu 7. Januar 190« Großer (Äala - Premiere» und ^amilicn . Abcad Mit Brasenioerieilung. Zum ersten Male: .Der falsche Nojor . Militär-BurleSke o Peter Prang und „Der gauee Papa”, ^onomU benrb. o. uieicr Prang Au herbem das wundervolle SpeHialitäten-Programm mu Mau de E^irth, ueftcr >soubietlrn- Larsteüer. Lamsrag, den 16. Januar 1909: Grosser oubskripuon» ■ matkenball Starten hierzu find in den bekannten BorverkaufSfteÜen, sowie im Kolosseum zu haben. Zu recht zahlreichem Besuche labet ergebens! ein (00116 A. Happinann. Direktor und Inhaber des stoloficuniß Gietzen. DaS Theater ist, angenehm gehetzt! =s»=— Sieijtntr lliaiiialim=Seteiu 1ÜÜ5. Winterfest Samstag, den S. Januar, abends 8«/; Uhr im Kolosseum. Gäste können durch Diitglieder emgesührt werden. Meinen im unt Riegclpsad circa 2000 qm grotzen und mu vielen Obstbäumen bepflanzten [176 Garten bin ich willens zu verpachten. Pachtlicbhaber belieben sich an (Sutil Fischbach, Seilersweg 24, ;u wenden.____________________ L-Si-limiitemcht aus höherer Klane? Lchriftl. Angebote unter Nr. 178 an die Geschäfts,t. d. Gieg. Anz. erteilt Nachhilfe ^luycih stunden in Mathc matit unb Phvftk unb beaus- iichtigt Schularbeiten. Schriftliche Angebote unter 0106 an die Geschäftsu> d. Äieg. Anz. ------ Wiassnge &■■■ -- Dampf und Hethluit Bäder Krankenpflege u ^lachtwachcu L. Kratz n. Krau, 00617 Landgraf''Zhil.-^Vlatz 8. Tel. 8L4 Empfehle mich den geehrt. Damen in nuten Tages , Ball- u. Gefell schafrSfrifur. Aboun.werd.u.ang. (^.Parlier, Seliersw.81 o„ l. f0U4 Nachbilfe-Uutcrricht iut VaL | s>ranz. u. Engi, für Sextaner bis I Peruaner erteilt zu mahigem 'Rreifc. Cnmcn unter K. K. 556 ftadtvouiagernd. <01U7 8®“ Beamter "WS vermittelt O kostenlos • erft- üelllge voootheken zu gllnili» gen Bedingungen. iC’/j W. Weiss, ynfvektor, Darmstadt, Uiebirauenirr. 27. Gute 2ßirt)d;aft o. d. Brauerei sofort preiswert zu vermieten. Lchriftl.Angebote umer Nr.0106 an den Eienener Anzeiger erb. Ree«: Tüchtich, urebfamer Kaufmann, 80 ,'inbre all, (ath., wnuschi mu kath Tarne zwecks baldiger Hetrar in Berbinduug zu treten. Nicht anonyme Offerten müglichsi mu Zitd und Angabe der 25er- hailnuse unter um an die Wc- ichnnsucUe dcö Äieg. Arrz. erbet. I Dislteiion i»oreu>irche.___________ Sonntag abend ut tni Theater Parken em schwarzes Kopftuch ab Hand. get. Man biue: das,, a. ö. ^ausmeruer d. Tveai. abzug. t0102 Karten zu haben beim 1. Borfttzenden, Herrn ttmU Ltto, ^ahnbofstrabe. D1/, Po$lffltie*-?ereio'C3 AV. uf/nnr fl 1! Oleksen. Sonntag, dcu 10. Gunnar, nachmittags 4 Uhr beginnend, WeiiiBachts-Feier in der XuruhaUe, verbunden mit Verlosung, Theater, Tanz «Zreunde und Bekannte können durch Muglieder eingefuvrt werb. 2011 Der Lteritaud. v/ü- nur --ackstaz y/1. UV. 7 |i.jt pü Ul. Äufn., Ur. M. llanmmi Kircherrplatz 9. 157 Heidelberg udi! Neckarlai. v. a. c. Zweig-Yerein Giessen. Kreitag, den & datu abends ti Uhr, Mondtsverjamuuuug Im Kaleerhof. (v’/i Besprechung des WänderplaneS illr ibvO-lblu. Sonntag, den 10. Januar: l NttcmgMlldeluaz:_AA! berg — Biahlgrabcn — Buubach. Ätarfchzcii 4 Stunden. Zumuuuew turnt uuuagL 12 Uhr cui der UniocrniüieinbUoibuL Bürgerges slischait Heute Donnerstag, punkt9Uhr VHja.iflejtunDe im Vereins lokal iPosilelleri Damen und Herren. v'^ll Der Üorktand. Geeeng varein Harmonie, Heute Donnerstag, den 7. Inn- IDiri)t(btjinn ört5in.,8n»8t Zahlreich erfchcincn! >'^>l Der Borland. Sektion Giessen D. a Ue. A.-V. Sonntag, den 10. Januar: Bendern «Tung, hcib voueü’olmS Liber. v^J 6 Stunden. Abmarsch S Uhr oormuragL. Qehen Tag von 2—10 Uhr geöffn. ..eued btaüiueaier Glessen. Direktion: Hnnnaaa Steiagoetter. Areitag, den 8. Januar 1909, vtniane b Uhr. 12. FreiUg-AbünDiment-Yorslell^ zohuWlielMkmll ^.choufviel in 4 Luizllgen von venrit duuu. Anfang 8 Uhu Ende geg. IO*/« Uhr Sonntag, den 10. Januar 1909, nachmittags 3*., Uhr. Kleine Preisei Kleine Preise! .Novität! SovlUU! „ule Pfarrerin“ Schaufpiel in 3 Alien von ^tichard tyciunßcr. Anfang 3'/, Uhr. Ende geg. y/< Uhr Abends 7V, Uhr. Gewfihnl. Preise! Gewöhn!. PrsUe*. Unter Mikwirlung der riaoelle des Jnfamer>c-megiuienio ritaifcr LvUhellli" (Str. Ubi. .Vovitat: Xoviuut „Bis trüü am iunie“. schwank mit (Dtiana m 6 Akten von Jean zlrou und Arthur „ Liopichiv. Munk oou 'L>aui Ilinke. Anin 10 Uhr tfWtWfW