Zweites Blatt Nr. 29 139. Jahrgang Donnerstag 4. Februar 1909 Gießener Anzeiger Erscheint tSglich mit AuSnahin- beß Sonntag«. General-Anzeiger für Gberheffe« Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- strabe 7. Expeditron und Verlag: Redaktion: 13. TeI.-Adr.:AnzeigerGleveu. RotattonZdruck und Verlag bet Lrühl*schv> Universiläts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Die Gießener Famllienblätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Tie „randwirtschastlichen Zeit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Koliti?che Cerge-jchnu. Der Lod des früheren badischen Minister des Innern Tr. jur. u. ing. Karl Schenkel. Die „Südwestdcutsche Korresponbcnz" schreibt: Ter frühere Minister £ic6 Innern, Dr. iur. unb iitg. Karl Schenkel, seit 2 Jahren Präsident der Oberrechnungskammcr ist am heutigen * Tage nachmittags nach geduldiger Ertragung unsggbar''r Schmerzen. 63 Jahre alt, an einem Krebs leiden gestorben. W sind fmtm 2 Jahre her. daß Schenkel von seinem Posten als Minister' des Innern zurüctlrat .und damit aus einer Verwaltung ausschied, der er über die .halste seines Lebens angekört hatte. Vor 37 Jahren trat Schenkel, der als Sohn des berühmten Heidellrerger Theologicprofcssors Schenkel aus fchweizerisdrem Gebiet in Schafs-' Hausen 184.3 geboren wurde, in das Ministerium des Innern als Hilfsarbeiter ein und bearbeitete hier in seiner spateren Stellung als Rat, Direktor und Minister die verschiedensten Gebiete der inneren Verwaltung. Kein Minister des Innern war so viel Angriffen und Jntriguen des Zentruuts ausgesetzt, rvic Karl Schenkel', freilich gab es noch keinen badischen Minister, der so energisch und zielbewußt das 3cntriun l>ekämpite wie er. Zwei wichtige Tatsachen in der Geschichte des badisck>en Parlamentarismus knüpfen sich an den Namen des Verstorbenen. Einmal die Einführung des geheimen direkten Wahlrechts und das Zustandekommen des bekannten Stichwahlabkommens für Nationallibcrale und Sozialdemokraten im Jahre 1905, infolgedessen damals Vcrwal- tungsbeamte unter stillschweigender Duldung der Regierung zur Wahl eines Sozialdemokraten öffentlich aussorderten. Tas Zentrum hat damals die Lüge verbreitet, als ob Schenkel selbst der geistige Urheber dieses Großblocks gewesen sei, aber Schenkel sowohl als auch Staatsminister v. Tusch gelang cs, die Unrichtigkeit dieser Vehauplung nachzuweisen. Die Ursachen der Entlassung Schenkels als Minister des Innern sind I>cute noch in Dunkel gehüllt, Tatsache ist jedocl), daß sich Schenkel schon damals unwohl fühlte und sich auch wenige Monate später einer schmerzlichen Operation im Krebs-Institut in Heidelberg unterzog. In Schenkel verliert die badische Beamtenschaft einen ihrer begabtesten, hervorragendsten und fleißigsten Vertreter, dessen Name in der Geschichte des Landes unvergessen bleiben wird. • Bergarbeiter-Kongreß. Auf dem gestrigen dritten und letzten Sihungstage des. Allgemeinen Bergarbeiterkmtgresses sprach ein Mitglied der polnischen Bcrufsvereinigung über das Thema: Das Verbot die Bestrafung des Systems der schwarzen Listen und die dauernden Sperren. Eine Erklärung, worin gegen das Vorgehen der Grubenbesitzer protestiert und die Reiebsregicnmg ersucht wird, die bestehenden in Frage kommenden Gesetze so auszubaucn, daß der Aussperrungspolitik der Grubenbesitzer durch die Bestrafung eines derartigen Vergehens ein Ende bereitet werde, wurde nach längerer Erörterung einstimmig angenommen. Darauf wurde der Kongreß geschlossen, * Zum deutsch-schweizerischen Mehlstreit. Ter schweizerische Nationalrat Alfred Frey antwortete in der „Neuen Züricher Zeitung" auf die letzte Auslassung der „Nordd. Ällg. Ztg." zu dem deutsch schweizerischen Mehlkonflilt. Die Antwort besagt u. a.: Die Sc^veiz unterließe laut Protokoll schon in der ersten Lesung nicht, auf bett Artikel vier ihres Zolltarifgesetzes hinzuweisen, durch den dem schweizerischen Bundesrat die Ermächtigung gegeben wird, Maßregeln gegen die Ausführungsprä- titien des ?luSlmrdcs zu ergreifend. In der zweiten Lesung wurde schweizerischerseits erklärt, daß die Schweiz das beutfdjr Begehren nach einer Ermäßigung dcS schweizerisäMt Generaltarifzvllcs für Mehl nach wie vor ablehnen müsse unb zwar mich wegen der deutschen Exportprämie. In der Vereitwilligkeit der Schweiz den Mehlzoll zu binden, lag ein Zugeständnis ihrerseits nicht; vielmehr bedeutete diese einen Verzicht Deutschlands- Es ist fest-gestellt toorben, daß die Schweiz bei der zweiten Lesung auf die deutschen Ausführungsbestimmungen rnrückgetonuncn ist. Daß sie dies in der dritten Lesung nicht mehr tat, war eben die Folge der in dec zweiten Lesung getroffenen Vereinbarung, wonach dieser Punkt der Verhandlnugen beiderseits nochmals zu prüfen Und sodann zum Gegenstaitd besonderer ®EÖvleninßcn zu umchen sei. Die twchmalige beiderseitige Prüfuitg hieß hier nichts anderes, als eine solche auf besonderen Konferenzen. Daß Deutschland diese Auffassung teilte, gebt daraus hervor, daß die Angelegenheit seither mit seinem Einverständnis noch zweinml zum Gegenstand von besonderen konserenziellen Erörterungen gemacht wurde 1907 imb 1908. • Neber^die Arbeitslosenfürsorge durch die Gemeinden wird der „SüdwestdeutschtM Korrespondenz" geschrieben: Im Hinblick auf die Arbeitslosigkeit, hie jetzt überall, besonders aher in Deutschland, England und Amerika um sich greift, müssen die Versuche einiger Städte, dem Problem durch kommunale Maßregeln beizukommen, unserem Interesse begegnen. Am meisten bat sich wohl das System der Stadt Gent bewährt, das an hie Arbcits- losenimtersttitzungen der Gewerkschaften auknüpst: Jeder Arbeiter soll als Zuschuß zu diesen Beträgen noch die Hälfte mehr seitens der Gemeinde erhaltest. Gewiß mag dieses Ausmaß der Unterstützung als wenig genügend erscheinen, aber nichts steht im Wege, dieselbe zu erhöhen, und jedenfalls bildet die Anknüpfung an die bereits vorlwndene Aktion der Gewerkschaften einen wertvollen Stützpunkt für die Gemeindefürsorge. Wenn als Nebenzweck ein weiterer Anreiz für die Arbeiter, sich gewerkschaftlich zu organisieren, um so dieser Unterstützung teilhaftig zu luerbcn, erzeugt wird, so vermögen wir nach dieser Rickstung durchaus nicht der Ansicht, die E- Tischendörfer in der „Hilfe" ausspricht, beiau- pflichten, der hierin eine Gefahr erblickt, sondern glauben, daß gerade solcher Ansporn angesichts des großes Wertes bet Organisationen für die Ermöglichung kollektiver Arbeits- und Tarifverträge nur zu begrüben ist. Tatsächlich hat das Genter System auch anderwärts Nachahmung gefunden und breitet sich immer mehr aus. Von einem andern Gesichtspunkt ließ sich die Stadt Z ü r i ch leiten, die bereits seit längerem während der Winterszeit ArbeitStosenunterstützungen gewährt, besonders an verheiratete und sonst bedürftige Arbeiter. Die Unterstützungen toerben übrigens vorwiegend in natura, b. h. in Anweisung von Lebensmitteln unb Snhsidien für Begleichung der Mietzinse gewährt. Es liegt aus ber Hand, daß dieses Vorgehen sich der eigentlichen Armen- unterstiltzung durchaus nähert und in gewissem Grade die demoralisierende Wirkung haben muß. Immerhin kann es sehr wohl als Ergänzung der obengenannten Unterstützungen nach Genter Art durck^gekührt werden, weil ja diese nur der organisierten Minderheit zugute kommen, die ihrerseits Armenunterstützungen wohl kaum annehmen würde, während für die große Masse her ungelernten, unorganisierten, minder selbstbewußten Arbeitergruppen eine Armen Unterstützung nach Züricher Art gewiß bedeutsame Erleichterung schwerer Notzeiten bietet.___________________________________ vom Sund der Landrmrte. Ter Abg. Köhler-Langsdorf ersucht uns um Veröffentlichung der folgenden Erklärung: Es ist vielerorts die burcbauS irrige Meinung verbreitet, als ob mit meinem Ausscheiben au-s der Deutsch-sozialen Partei und auS der Wirtschaftlichen Bereinigung im Reichstage and)1 mein Austritt aus dem Bund ber Landwirte sich ergeben habe. Unterstützt wird diese irrige Llnficht noch durch den Umstand, daß die meines Erachtens, in ihrer Tendenz als „n htivualliberal-gouverNemen« tak «fuszufassende „Neue Tageszeitung" zu Friedberg, zu deren Aktionären auch ich als „trauernd h i n te r b I i e b c n" mich leider zu zahlen habe, schon seit geraunter Zeit die heftigsten Angriffe gegen mich richtet. Ich muß dem allem entgegen treten mit der Erklärung, daß meinerseits — und obgleich ich mauche.rlei trübe Erfahrung hier verzeichnen muß — mein Verhältnis mit dem Bunde ber Landwirte aus dem Grunde nicht gelöst werden lviri>, weil ich niemals die 2>eranticvrtnng für etwas zu übernehmen vennag, das einem einträchtigen. Zusammenwirken dieser mächtigsten Bauernorganisation in irgend einer Weise Abtrag tun könnte. Dieser Wille könnte nur durch eine direkt-feindliche Stellungnahme der Zentralleitung des Bundes in das Gegenteil geMjrt werden. Meine Stellungnahme gegen die Fraktion des Bauernbundes im Landtage wird ursprünglich veranlaßt durch den Umstand, daß ihre Mitglicber im Sommer des bärigen Jahres, dazu angestiftet von benr damals noch draußenstehenden Forstmeister Dr. Weber, hinter dem Rücken des Abg. Bähr 1l!nd von mir, zu Gießen eine Zusammenkunft gepflogen hatten mit dem Endzweck: den Abg. Böhr und mich — wie mir dies Forstmeister Dr. Weber persönlich bemerkte — „kaltzu- stelle n". Dieses „Kal tfte l le n" aber beztveckte vor allen Dingen die Beseitigung meiner freigesinnten, radikalen Bauernpolitit und Ersetzung durch eine Politik, Meines KerrMero«. — Die ilä n big c Ausstellung für deutsche Flugschiffahrt in Berlin, zu der zahlreiche Annrelbungen ciit» gegangcn sind, daß sie als gesichert zu betrachten ist, umfaßt sieben Gruppen und zwar: Flugmasch-inen, ALodelle, Projekte, Zcick)- nungen, Entwürfe, AntriebSmotvren, Flugmaschinen-Tcile aus Eisen, Holz, Stoff usw., Materialien zum Bau usw., Sportartikel aller Art, Literatur. Tie Eröffnung soll möglichst noch im DLärzd - «I. erfolgen und zwar in benr neuen Jnbustrie-Paläst „Johannes-Hof. Zu der geplanten internationalen aeronautischen Ausstellungen stellte diese ständige, nur deutsche Ausstellung sich nicht als Konkurrenzunternehmen dar. — Die Aufwendungen Sven Hedi ns für seine ftorfd) er tätigte it Wie aus Gothenb u r g gemeldet wird, beziffert Dr. Sven Hebin die Gesaintkoften seiner soeben beendeten Expedition auf 145 600 Mk. 79 320 Mk. waren ihm von verschiedenen Gönnern, darunter König Oskar von Schweden und Emanuel Nobel, für seine Zwecke zur Vertilgung gestellt worden. Er mußte also 66 260 Att. ouS Eigenem zuschietzcn. Die sämt- lichen fünf Expeditionen, die der Gelehrte in den letzten elf Jahren unternahm, verursachten Kosten in Höhe von 333 300 Mk. Das zweibändige Werk, das er über die Er-gednisse feiner butten Expedition veröffentlichte, brachte ihm einen Gewinn von 72 920 Air., davon 40320 Mk. allein aus der englijchen, 16 800 Pik. aus der schwedischen Ausgabe. Aus dec unter dem Titel „Asien" erschienenen volkstümlichen Darstellung ferner vierten Expedition, erzielte er 134 400 Mk. lieber diese letztere Reise oerlaßie er außer- dem eine umfangreiche streng wissenschaftliche Arbeit, zu deren Drucklegung ihm bte schwedische Regierung eine Beihilfe von 84 000 Mk. bewilligte. Diese Summe reichte aber bei weitem nicht an5; er mußte noch 78 400 Mk. zulegen, um die Fertigstellung des Werkes, das in den nächsten Tagen im Buchhandel zur Ausgabe gelangt, zu ermöglichen. hc. Expedition zur Ausbeutung her Saurier- fundstätte in Deutsch-Ostafrika. Die Saurierfundstätte in Deutsch-Ostafrika bei Lindi in der Oberen Kreide am Teir- baguru soll dem „Globus" zuwlge burch eine aus privaten und staatlichen Mitteln ausgerüstete Expcbition näher erforscht und audgebeutet werden, die Dr. Ja neu sch, Kustos am Berliner geologisch-paläontologischen Institut, leiten wird. Die ersten fachmännischen Untersuchungen hat dort im September 1907 der Konservator der paläv ntt> lo g is ch-geologis ch-rn in eralogis chen 91b- teilung am Kgl. Naturalienkabinett zu Stuttgart Prof. Dr. E. FraaS borgenommen. Tie Schicht ähnelt dem bekannten Bone Gab in Quarrt; in Wlwming, der den amerikamschen Museen so viele wichttge vorzeitliche Rieseu.reptile geliefert bat. Die massigerr 5Awchen liegen ausgewittert an der Oberfläche des Bodens und tonnen durch Grabungen in dem darunter liegenden sandigen Mergel jmnö Sandstein weiter verfolgt werden. Viele Klwchen zeigen noch ihre natürliche Lage ineiitonbec und beivcisen damit, daß wenigstens einige Teile der Skelette begraben worden sind, bevor die um gebenden weichen Teile vermodert iraivn. Alle Stücke, die Fraas mrtgebracht hatte, und die jetzt im Stuttgarter Kgl. Mtttralienkabinctt Aufstellung gefuichen haben, gehören einem großen pflanzenfressenden Dinosaurus an, den Fraas Giganio- sanrus benannt hat. Das Tier wird eine Länge von 14—15 Meter gehabt haben und scheint ein naher Verwandter des Diplodocus unb Mervfaurus aus Wyoming zu sein. Der Sckstidel ist iwch unbekannt geblieben. Vielleicht findet man U-n und die sonst fehlen» den Skeletteile vetzt, ebenso Reste aitberer Reptile, die mit dem Gigautosaurus dort zusammen gelebt haben müssen. — Der Gentleman auf der Bühne. Ter Londoner Thoaterdirektor und Schauspieler Sir Charles Wyndham hat einige Zeit in Berlin geweilt und Theatereindrücke gesammelt. Er hat sich jetzt in London darüber vernehmen lassen und fällt, ivie das „B. T." meldet, über den deutschen Schauspieler solgenbes Urteil: „Ter deutsche Schauspieler ist ein aiisgezeichneter Charakter- spieler, aber er kann keinen Gentleman spielen. Tas fogeiiannte moderne Gefellschasts- oder Problemstuck liegt ganz anßerhalb seines Gesichtskreises. Er ist ebensowenig er'olgreich darin, sich wie ein Gentleman anzuziehen, wie ihn zu spielen." - Herr Wyndham hat, wie uns scheint, die Wahrheit nur halb gesehen. Taß der deutsche Schauspieler sich nicht immer wie ein Gentleman an- zuziehen und zu benehmen versteht, ist richtig. Das l;ä»gt mit der Jugend unserer moiibameit Kultur zusammen, obschon zum Beispiel die von der naturalistischen Spielmeise erzeugte Neigung mancher Schauspieler, mit den Händen in der Hosentasche zu spielcu, den Engländer wie etwas Britisch-Natlonales anheimeln sollte. Aber was hat das mit dem Darstellen von Charakteren und mit dem Problemstück zu tun ? Ta kommt es uns ernsthaften Deutschen nun einmal nicht so sehr auf em gut gebügeltes Beinkleid als auf die Erfassung des dichterischen GebankeiiS an. Wir gönnen den Engländern ihre besseren Schneider, wenn sie uns unsere besseren Darsteller lassen. die mit den Worten „g o u b c r it c m e u t a I»b u r e a u I r c » t i fti)" vielleicht nicht unzutreffend gekeunzeichuet sein mag. Es> hat also mein Verhältnis zu in Bund der Landwirte int Grunde betrachtet nichts gemein mit meiner SteUilugnahu'.e zur Fraktion des 23 a u c r n b n nb c ö int Landtage sowohl, wie zur D e u t s ch- so z ia l e n Partei. Tie Zugehörigkeit eines Abgeordneten zu einer politischen Partei ist stätuten $ cinäfi bem Richteramt des Bundes insolauge nicht unterworsen, als ber Abgeordnete in wi r ts cba s t s - po 1 i t i s ch c r Hinsicht beit Intentionen beS Bundes gerecht wirb. Darum ist eS möglich, baß bie Mitglieder des Bundes Gras Oriola, Fweih. p. Hehl, Geheimtat Haas her n a t i o n a 11 i b e r a I c jt, die obersten Führer des Bundes selber: Dr. Rösicke und Tr. Hahn der ko u s e r y a t i v e n, v. Liebermauit her Deutsch-sozialen, Zimmermann, Grafe ii. a. der Reform , unb andere Bundesmitglieber ber Reichs- Partei angeboren. Warum also sollte bics alles nicht zutreffen auf mich? — Darum werbe id) iin Hinblick auf beit Bunb der Landwirte „Gewehr bei Fuß" stehen; meine Berpflichtungen ihm: gegenüber erfüllen: aber dasselbe and; erwartend vom Bund: Treue gegen Treue! Ader das Pulver wollen wir dod; troden halten! Langsdorf, den 3. Februar 1909. Köhl er-Langsdorf. Geffenttiche unentgeltiche Arbeitsvermittlung. Man schreibt uns: Seit seiner Gründung int April 1907 ist der Mitteldeutsche ArbeitsnachweiSverband in Frankfurt a. M. bestrebt gewesen, an allen Orten seines 2^erbandsgebietes öffentliche, unentgeltliche ArbeitsvemtittlungSstellM einzurichten. Es ist auf diese Mise ein engmaschiges Netz entstanden, daö mir noch in ganz wenigen Landkreisen Lücken aufweist, doch schweben auck hier sdwn 2ZcrhaMungert, um oiese Lücken zu schließen. Sämtliche Vennittlungsstellen hoben Has Recht und die Pflicht fich sofort, luenn sie eine bei ihnen angeineldete Stelle nicht besetzen köwren, telephonisch mit den nächst gelegenen größeren 2lrbeitsnad)' weisen sich in Verbindung zu setzen, nur geeignete Arbeitskräfte zu erhalten oder Steilensuchendp in offene Stellen einzuweisen. Wenn es aud> auf diesem Wege nicht gelingt, die angegangenen Gesuche zu erledigen, so geben die einzelnen Arbeitsrmchweise die Meldung ber noch offenen Stellar jeden Donnerstag abend «in bie Verbaussleilung in Frankfurt a. M. weiter. Tie letztere stellt die cingcgangenai Meldungen in zwei Listen zusammen, einmal die sog. gemischte Liste, in der alle Berufe vertreten sind uitb eine sog. LandwirtschastSlisle. Diese Listen gehar jeden Freitag an alle öffentlichen ArbeilS-nadüveisstellen in Mittel- unb Süddentschlond, ferner erhalten bie össcntlickie" Gebäude die Listen zum Aushang zugesanbt. Wenn nun auch seitens des Becbandr-S alles zum Ausbau des öffeittlichep iincntgeltlidicii Arbeitsnachweises getan ist unb nod; inutter getan wirb, so wäre es doch eutschiebeir wünschenswert, wenn besonders von dew Arbeitgebern auch diese Einrichtungen mehr i'Jie bisher benützt würden Es gibt doch für alle Arbeitgeber nichts bequemeres, als einfach per Postkarte oder Lelephoir sid; av. den öffentlichen Arbeitsnachweis seines Ortes lau kleineren Orten ist es meistens ber Bürgermeister) zu wcuben, ber bann, wenn er die Stelle selbst nicht besetzen kann, die Pflicht Hal. den oben beschriebenen Weg cinyi« schlagen. Arbeitgeber wie Arbeitnehm.cr tomuten auf diese Weise zu einer sehr ausgebreiteteu iiueutgcltticheir 2)ekauutticachung ihres Gesuches und baburd? naturgemäß zu einet schnellen Erledigung desselben. Für die Landwirte und auch Handwertsmoistec der kleineren Orte war bie Beschaffung non Arbeitskräften bisher immer mit großen Zeitverlusten unb nicht unbedeutenden Geld- Bo flat verknüpft, wobei sehr ost nicht einmal ein annehmbarer Erfolg erzielt wurde. Aufgabe dec öffentlichen ArbeitSuachweise soll es in edler Linie sein, hier Wandel zu scharfen, bewnderS auch den kleinen Städten und dem. flachen Lande picht pur dia vvrhaubencn Arbeitskräfte zu erhalten, sondern auch neue Kräfte anzuweröen. Ausländische Saisonarbeiter sind jedoch von den Nachweisen ausgeschlossen. LTniveriitäts-Nachrictzten. ^-Tübingen. 3. Febc. In der hiesigen medizinifcheii Fakultät wird em Extraordinär tu m für Zahnhcrl - rrri jhmiwwwi — Der ,2)1 »is en »Al man ach des B e r e i n s B e r l i u e r Preise 190 9", d. h. die Sanimlmig von Liedern und Sprüchen, die nach altem guten Brauch kiirztich wieder den Befucherüineu des Pressefestes als Andenkeu gewidmet wurde, brachte auch in dieseui Jahre eine Fülle von Beiträgen, darunler viele stimmungsvolle Verse und eigenartige Sentenzen. Hier ein paar Stichproben auö dem reichhalligen Buche: Die ieingeislige Marie v. Ebner-Efchen- bach läßt sich vernehmeil: ,Mau iniiü eine alle Wahrheit nur auf den Kopf stellen, dann fällt ihr vielleicht eine neue aus der Tasche." Recht boshait und treffend jagt Noul Auernheimer: „Es gibt eine Kategorie von SchrmsreUern, bie ihre An tut mit Zitaten gar- nieren. Sie erinnern mich an ]enc kleinen Halisfrauen, bte, wenn sie Gaste empfangen, sich das Besteck von der Nachbarin aus- leihen." Sohr launig spottet Ludwig Fulda über gewisse Bekeirnt- nisdichtungen: „IHv wähnt, ihr könntet, wenn in heißen Sünden Ihr flammt auf offnem Markte lichterloh, Die Ueber-Renarsjance begründen: Es ist jedoch nur — Unterrockoeo." Besonderen Wert empfängt das schmucke Buch durch den Beitrag Ernst v. Witdenöruchs, ivohl eines der letzten-Gedichte, das er geschrieben hat, eine Selbslcharakteristik, die man nicht ohne Ergriffenheit lesen kann: W o i h r m i ch suchen sollt. Wem ber Zymbeln und ber (Beigen Holder Wettkampf winkt als Zieh Aiög' er schwingen sich im Reigen Und gewinne er sein Spiel. Mich nicht labet mehr zum Tanze, Denn zum Tanz warb ich zu alt; Nicht mehr greif' ich nach dem Kranze, Allem Wettkampf warb ich falt. Aber wenn an Deutschlands Pforte Not und Unheil lauernd späht, Oder wenn mit schnödem Worte Lästernd uns der Fremde schmäht, Wenn ihr bann, zum Kampf gezwungen, Einen braucht zu Hieb unb Stich, Wo bie Jüngsten steh'n der Jungen, Suchet da, ihr sinder mich. künde neu errichtet, bene« Zn hader olertfcjeihfl die orsraudichast be* neu zu errichtenden Zahnärztlichen Institut» zu überne-ne. hatte, um Württembergern, btt ’td) der Zahn Heilkunde widmen, bic bisher tehlenk: Gelegenheit, sich t:n eigenen Land« au-zubilden, ;u verichaffeu. Lchöffengericht. 6,: e b e n, 2 Aeor. folgen gefuuhee Lchlafet. Ter Bildhauer > a und Maufnonn V ü wn hier standen unter 2£ii flogt, drei Studenten mittelst eines Ltotfet* in da5 (Bendit und Kops qesdtaqen iu Kadri' T.-r Borfall ipwlt- fitt* wie jvlgt ab Tic 'flngeLaglcn paiiiatni jn ocr Nach: tvir. 7 ,Ttuf H. November Donq’tt 3c cS den Seltersweg nnb flr wahrten ovrt einen itHarnntn 3tubciuen, txrr kur; vorher auo einet benachbarten Sirtfihofi gekommen wa; roetften ibn und wollten ihn zum ldeimgeh". bewegen Hierbei wurde dern einen von dem Studenten, «ach vormisgegan i^n-m Dormxckh-', cinlrrten laisen p.ito prasst betP- Ang'.'klag'.' Tret 3tttünftifle Seteinibrnber. Thuiimann, bei niflrii stand, 11,78 Mark Ku schlag« ng kl kannte das (Bericht auf 15 Mark Geldstrafe ev. 3 Tafle t^cfängniv und bezüglich deS Mundraubes auf 6 Mark ov. ' -üi.v- Haft Aiif>erdrm gelmigte ein Bettler zur A-iirteilung und 1 Br leidignngrklngeii. die größtenteils durch Pergleiche ihre Erledigung tauben. (ßcridnsfaal. RB. Darmstadt, 2. Fcbr. Bor der T1 r a s r a m m e v kam heute bic Ober 2 enSbacher £ I v c 11 a n g c l c g c u - beit zwischen Gcnicindcaiigchvrigcu und der Lberldrsterci zur ''Verhandlung, die in dem niedlichen Tors schon seil längerer Zen 'viel Aufregung hervorgcrusen und zur Amtsniederlegung des Bürgermeister- gelührt hat. Der Jorstwarr (i b c l in n n n m Cber-Eendbad) scheint ein eiwaü selbstherrliches Regiment gesühri ,n haben, Es war im Sommer vor. Zs. von cmci Anzahl Einwohner de- Ortes eine Eingabe bei der ftorftnbieihing des M, 'nisteriumü eingereicht worden, worin eine Reibe von Beschwerden /gegen Edelmann und den Oberförster Kammer erhoben wurden. 'Zn der vom Schreiner Ludwig Scheuermann an4gegangenen Eingabe wurden beiden Beamten Tiensiwidrigkeitcn vorgcworsen tmd in einem Nachtrag zur Emgabe noch zirla 1<» Punkte angeblicher Zlnregelmähigkeuen aulgesührt, die n a. darin bestanden, daß Obci svrfter Kammer für ihn gekniete Privatarbeiten aus der Siaal: fasse an die Waldarbeiter haue bezahlen lassen, wobei and) Edel- mann mitbeteiligt gewesen sei, weil er die Arbeiten nnd Auszahlungen z>, kontrollieren harte. Dem Edelmann wurde noch nachgesagt, daß er auö dem Okineindcwald Moosstreu für Staats- avaldzweckc verwendet habe. Zn einer nnbeten Eingabe hatte /Schremermeister Joh. Peter oebenennann behauptet, der Oberförster habe zwei Waldarbeiter, die er zengeneidlich m Bezug nui die erwähnte Eingabe zu vernehmen hatte, emgeschuchtert und iie veranlaßt, zu seinen (bcx> DbedovfterA) (Bunden au-zusagen. Weiter ivar behauptet worden, der Oberförster hätte bei Verpachtung der Jagd em Aiitglied der Ükmeinbcrat5 zu bestechen vcrjud)k :c. Endlich Halle Lndivig Scheneimann In einer Wirtschaft, nachdem nm Morgen dp. Tages beim i)orstgericht der Obeuorster und der Ilrorstwart eidlich vernommen worden ipnrcn, geäußert: .Denen von heute morgen sollten d,c Hände abfoulcn. ’ Die Angclogenheii kam, nachdem bic Horstbehorde gegen die Berlasjer der Eingaben -Stralantrag gestellt, vor dem Schöffengericht zu Beerfelden zur Verhandlung. Die Beweisaufnahme cnbetc denn damit, daß das (Bericht ben von den Angeklagten angebotenen Wahrheitsbeweis als inißlnngen bctrachtetete. t'. Sch. wurde wegen Beleidigung durch die Emgahe zu 20 Mk. Geldstrafe und wegen der Aeußerung in der Wirtschaft, worin ein Vorwurf des Meineids erblickt ivurbc, zu 3 Wochen Gefängnis, 3- P- Sch- zu 20 Mk. und bic beiden Ar- beUer Sattler und Rexroth zu ie 10 Ml. Geldstrafe öcrur- tellt. Gegen öiei Urteil hatten sowohl die Verurie»lten >vie die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt. Zur heutigen iBerhandlung waren 86 Zeugen geladen. Cberlorftcr Kamuier bekundete, daß er die beiden Arbeiter ausdrücklich aufgesorden habe, die reine Wahrheit zu sagen. Ihn, sei mich nichts davon bekannt, daß die Arbeiter zu Peivatarbciten für ihn ohne Entschädigung verwendet oder mit Staatsmitteln bezahlt wurden. Edelmann habe nach seiner Versicherung mir bic kurzen Fristen der privaten Verwendung zii ganzen Tagen zusammengezahlt uns entschädigt. Durch die ,^orischasfung ddr Moo-streu, die notwendig loar, sei niemand ein Schaden erwachsen, gorstwart Edelmann verblieb im allgemeinen bei seinen Aussagen vor dem Schossengericht, doch standen fic in wichtigen Punkten in Widerspruch mit den Bekundungen anderer Zeugei,. Die Verhandlungen bauerten bis zur spaten Abend- •tunbe fort. d. Luxemburg, 3. Öcbr. Ter 21 ff i i c n h o s verurteilte ben vüticnarteitcr Wirth, der an bet 13 labngen öcbülerm TI a q einen L uftmord beging, zu l e b c n s l ä n g 11 d) c r Zwangsarbeit. vermischte». • X rc ftot b c it b r i O ! abt Berlin Eine eigenartige trraÜ>ifd>c Jvagc liegt, rote bav Berl. Dagbl hört, benr Berliner Magistrat gegenwärtig tvr Tic JVarbfn der Stadt Berlin sind idjntir; rm weiß, und diese Harden, die mit 5-it bciitfdKn Reichs färben id’ivai< :rfifv-rm »rirr leicht oenvechielt werden können, dadcu. wenn tnc Stadt Berlin über Orm Noten rlau soll dann von den städtvch-vkbäuben bic o*r rvf«eiß wehen Der Berliner Magi,trat hm übrigens vuch das \2tabnpapiKn fnx.ni einmal geändert Turcv Beschluß lwm 1. Oktober 1S75 ivurde dem Berlme, ren b i S>. ring genonmui.. den ttonig -rstdrich ! ,m 3aI r ■ 1710 Vovven- tter der bmnols geeinigten A- tbem Mnigeirgt bmi * Sie transit glviamundi ."n ."eneral A t^ux für den Staat und Vnnt' i > . a . .. 14. Qanuar rittbet juh folgend^ Znserai -v. -rt> ' früheren G.neraladnitanten 2: •< - t >-Ülsen vaseler, bibc itb ‘um 2dHadxm angefau’t und gefangt da- nick' hiervon am Freitag der 15. b. Monats an,fban 30 Lsg -den. Roßschlachterei ' • j ne fliegende Rote, ein- luiugc Ept'ode erzählte jüngst, une rrii im ,Let«iger Tagcblart“ lesen, Tr. xyntL* Richter, ter kB: m Eov.nt l*krc*n in London Wagner-Opern Intet, aus ben letzten Vroden. W beend einer Pause in her Sarhtnr blies ein 7 rombonesmeler plötzlich ganz unvermittelt einen Ton. R'chter blickte erstaunt auf, hopfte ab und nagt* ben Munter, mir er denn dazu Lime, zu blasen, wo eS nichts zu blasen gäbe. ES siebt in meinem P«in," antwortete e:ivaS ängstlich der MunLn '^Lasten 5-: mich das ieben!" rief Richter ungläubig, da er both bei seinem bekannten erstaunlichen iveoächtnis alle Wagner Partituren im 5h>t)fe bat. Unb wie der kurzsichtige Musiker seine Noten in bic ü?anb nahm, machte er eine sonderbare Entdeckung Tt- einzelne '.Qote, bic er gesesini hatte, flog nämlich davon. „ES rtKn- nur eine Zrliegc," »agte er crfbiunt, fügte aber ganz swl; hinzu: „Immerhin, ich habe sie gespielt.'^ • Eine vergessene Jahrhundertfeier. Unsere jubilaumSlustige Zeit hat merkwürdigerweise ganz vergessen. Den Zaa festlich zu begehen, an dem vor hundert Jahren her blinde Blindenlehrer LouiS Braille geboren wurde, brr burd, die Erfindung der nach ihm benannten Lchrist dec größte Wohltäter seiner unglücklichen LeidenSgesäl'rtcu geworden ist. Braille er- 2otn eines Sattlers das Licht der Welt. 2llS dreijähriges Stittb stieß er sich beim Spielen in der väterlichen Derkstatt die Spihc eine 5 SattlenncsserS ins linke Auge, ein Unfall, bet fpater auch aen Verlust der Sehkraft aus dem unverletzten Auge und die völlige Erblindung des Kindes zur IVofac halte. Er war zehn Jahre' alt, als cs seinen Eltern gelang, eine Freistelle für ihn am Pariser Blindeninstitut zu erhallen, an dem Louis Braille später als Proscssor der Geschichte, der Algebra und deS Älavier- Cer Rcliefbuchstaben -um (Gebrauch für die Leseübungen bet Blinden erfunden. Ta<- war ein großer Schritt nach twrwärtS, aber noch immer fehlte ben Blinden die Möglidckclt, zu ichreiben, zu der ihnen erst das geistreiche System der Braillcickcn Blindenschrift verHolsen bat. Lottis Braille rußte bei seiner Arbeit aus der Basis des von EharloS Barbier für die Blindenschrift auf- gesielltcn Systems. So entstand das aus erhöhten Punkten bc stehende Alphabet, das eine für bi- Blinden leicht lesbare Rcliei- schritt bildet, nnb das sie mit £>tlfe eines einfachen Apparates zum Schreiben befähigt. Nachdem bas Prurzip einmal gefunden, war cs nicht mehr jchivi-r, bas Verfahren für den Gebrauch beim Reckten- nnd Musikunterricht weiter auszubauen. Man bat jciih-r nichts Besseres und Praktischeres gesnnoen als diese Braillesd'e Blindenschrift, bic die Schätze der Literatur den in ewiger Nacht Wandelnden durch die Reproduktion in >?od)brud ersdüossen Itat, die sie zur Ausübung der Musik befähigt, nnb bic ihnen mit der von rechts nach links erfolgenden »Hritrung der Schrift» -eichen erst bic Möglichst der schriftlichen Arbeit nnd mit ihr bic Aneignung einer geschlossenen ivisscni'dtaftlichen Bildung gc- schatten ljat. Louis Braille starb mit 42 Jahren an einer Lungen' ent-ündung. Er fand seine letzte Ruhestätte auf dem üirchhosc in Eoupvrau, wo ihm im Jahre 1887 ein Denkmal errichtet wurde. * In ber Bierstube. Gäste: Jort mit dem Pilsener! Bohkott gegen Boykott! Wir wollen nichis Böhmisches! — Wirt: Regen Sie sich nur nicht auf! Mein Pilsener können Sie ruhig trinken — das bat Piste» nie gesehen! »leine Tageschronik. In Oranienburg.wurde der Stemnietznieister Piarfchncr von Dem Referendar v. Igel m den Unterleib gcjd)osscn, weil er sich ivcigeitc, Igel und diel anderen Referendaren fernen voi einem otasthoie haltenden Schlitten zu cmci ^iachtfahit -u überlafien. Alaischncr ist am «adpmttag gestorben, der Täter wurde im Bett verhaftet. Eme Anzahl c n g l. M o t o i r a d f a h i c r (etwa 18 000) haben ftd) dem Rricgsmimner für den Jall cinc5 Krieges als Bkclder angeboten. Gingesandst. (Iür Iorut mib Inhalt aller unter bicicr Rubrik stehenden Artikel übernimmt btc Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Zn einer bet Pflichten eines Gießener tzausbefitzerS gehört cS int allgemeinen, für die Reinhaltung bc4 vor seinem Besitztum her ziehenden Bürgersteiges -u sorgen d I). — was uns hier hauptsächlich beschäftigen |oll — in ber Wintcrzeit jenen Bürger- ober iVubflcig von Schnee und Eis für den Z-ußgangervcrkchr freien- halten. Aus ber Stadtverordneten-Sitzung ber letzten Woche ist in dieser Beziehung noch heroorzuheben, dan dann cm Antrag des Lausbesitzervereins auf Ucbcrnabmc der icottoirremigung :c. in die Regie bet Stabt rundweg adgelehnt würbe. Wir haben uns bähet wegen Klagen über Mängel ober über ein Uebermaß — je nach ber Anschauung — bei der Ersüllnng besagter Obliegenheiten nur an die dausbesitzer unserer Stadt zu halten. Wer i'» nicht weiß, daß es [eit Jahren immer so der Fall gewesen ist, wird — nach dem Schneefall vom vergangenen Samstag her - fein blaues Wunder sehen können, ui melmrr Weise bic Ober hessischen Eisenbahnen sich ihrer Pjlicht deS Ircihaltcns ihrer Bürgersteige und der beiden Bahnübergänge von 5dmce und Eis em lebigen zu dürfen glauben. Die Bcrwaltung der Oberh. Eifenb. läßt cS nämlich geschehen, aaß nui den ihrem Besitztum angrenzenden srußsteigcu und aus den Bahnübergängen ber Schnee und bas Eis burdi Eiiisrreucn von Salz zu entierncn gesucht wirb. Man sollte doch meinen, baß bei Eisenbahn genug Arbeitskräfte zur Verfügung stehen, nm bic Sdmcc- unb Eislagen auf dem Trottoir, wie bte nnbern Hausbesitzer auch, burdi Schauicl unb Besen bekämpfen zu lassen. WcldxS größere Rcd't sollte gerade bic Eisenbahn buben, zur Ersparung von Arbeitslolmcn den täglidien Pasjatiten der Irankiurler Stragc zuzumuten, sich in der Jetztzeit durch einen Morast von glitschigem unb nassem Schnee burchzu- nrbeden oder, wenn der Iuyganger bas nicht mag, zu feinem BcrdrnB diesen Stellen burdi Begehen deS IahrdammcS auszu- weichen. Weiß denn die Bcrwaltung der Oberh Eisenbahnen nicht, baß das so erzeugte Salzwosscr ba» Schuhwerk der Passanten in erheblichem Matze angreiji uno verdirbt Ja sogar, daß eme mit Salzwasser benetzte Sohle überhaupt nüht mehr trocken wirb und manch einer so bic Unbehaglichkeit nasser, kalter ftüQe auf einen ioldjcn Anlaß twhl zurücki ihtcn barf. Mit welcher Zähig keu dieses Salzwas'er dem Schuhwerk der Kußgüngcr anhouet ober sich m dasselbe geradezu cinjaugt, kann leicht Daran ermenen werden, wenn man beobachtet, aus wie weite Strecken bet Nack»- barjd.ast dieses Salzivajscr weurrgciragcn wirb unb auch da den Schnee znr Nässe bringt — Zweck bujer Zeilen ist es, btc Per maltung bei Oberh.^ Eiienbabncn zu bitten, mu Rücksicht cu iie Passanten das Salzsrreucn zur Entfernung des Schnees m den Straßcnrcilen den Babnwärtcrn fortan iu verbieten, fonst es doch Sache unserer Behörde wäre, bic Rechte des Publikums gegen eine darin licgntbe Ungehörigkeit in geeigneteni Maße zu schützen. Einsender weiß es. daß beüpicl»roct|c für Irandurt c. M. ein Polizeiverdot gegen bas Salz streuen getTtn Schnee auf b.-r oübvbabn bestebt aus bem Grunde, weil das Salzwaifer mit der Zeit einen zerstörenben Einfluß aus ben Pferdehui aiisüdt. Warum sollte gerade aus bic Fußbekleidung b«"' Menschen eine qlrid 'Hüdnditnabmc in dieser Beziehung nicht odzuwalten brauchen! " -r- ^rieffafkn -er Ne-aktron. (VtnonqiHC Anfragen bleiben nnbcrnckstihttgt.) H Sa.. III.. l e. . < . ‘tauei. iivmt-.xicr, die am 26. Jcmnar ftottfanb, können wir jetzt nicht mehr berichten. TLirchliche Nachrichten. 3$raclitifdyc Rdigionsgcmcinbc. Hotterdienst in ber Synagoge Süd-Anlage). Samiloq ben 6. Februar 1906: Vorabend 5.13 Uhr. Morgen? 9.00 Ubr. Nachmittags 3.30 Ubr. rabbntartcgana 0.20 Uhr. Israelitische Uetigionrgeselljchast. Sotler-ieast. Sabbatkeier am 6. Februar 1909: Ireitag abend 5.05 Uhr. Samstag üormitta- 8.30 Ubr. -UachniitiagS 3.30 Uhr. Sabdat-Ausgang 6.20 Ubr. WocbenaotteSbienst: Morgen? 7.00 Uhr, abends 7.00 Uhr. Meteorologische Beobachtungen Der Station wichen. Februar 1909 Barometer nui 0' reduziert Lkiupcraiiii bet Lust « X» 5 = 9» w - ZH 40 l Setlev 3. 2" 741 6 -3,7 5.6 93 w 4 Regen 3. 9" 740,7 “ 4,9 6,2 97 ' w 2 4 7" 740,2 t 5.6 6,7 99 g 2 • höchste Tempere tue am 1 | 1 2. Febr. bis 3. ?ebr. --- 4- 4,9’C. Niedrigste , • 2. • ■ 3. ■ — -8 0,7 '6. Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteU: von der Hauk fflr Handel und ludosirle, Giessen. Frnnkfnrter Börne, 4. Fcbruir. 1.15 Vur- 3>»ey, Beichsanleibe . . 10 dH do. Konsols .... 96.C0 3 H do.....b7.()0 dXe/. Dessco.....93.001 •/, Oberbessen . . . 94.00 4H Vesten Golcrcnte. . IW60 4‘/»S Vesten, hüberreute 9« 20 4 H Ungar Goldrente . . 93.70 4 H Italien. Rente . . . — 3?6 Portugiesen Serie l . 5h 00 3% Portugiesen p 111 l 9.60 4>i° e russ.-'ilaatsanl. 1K‘5 98.10 •/, japan. >taatsaukiLC 94 40 4 ?5 Conv. Tftrkeu rou 19V > '.'3.60 Tllrkcnlose......147.10 4% (iriceh. Mouopol-Anl. . —.— 43i äussere Argeutiuicr . 87.80 öe/e McxiKaner . . . 64.80 4>te/e tbinesea .... 98.60 Aktien: Bochum Gas»..... 220 50 Buderus E. W.....110.50 Tendenz: fest. Berliner Börse, 4. Canada E. B. . . . . 174.20 DaqnStädter Bank . . . 131.50 Deutsche Bank . . . Dortmunder-Union C. . . 6o.6l) Dresdner Bonk . . . 15210 Tendenz: still. Elcktriz. Lahmojer . . * 118.75 Elektriz. ächuckert . . . 11-'.25 Esehxveiier Bergwerk . . 184.90 Gelsenkirchen Bergwerk . 1><6 4a Hamburg-Amenk L’akelL 1124» Uarpencr Bergwerk. . . 19 W) Laurabßtte......199.30 5ordd. Llojd.....91.70 Obeischle». Weou-Iudustrie 95.10 Berliner Handelsgcs. . . 174.20 Darmstadter Bank . . . 131 4u Deutscü-Aaiat Bank . . 185 20 Diakouto-Komiuandit. . . J87.1k) Dresdner Bank .... 132 40 "Baltimore- und Ohio- kisenlshu.....111.10 Gottbardbahn.....—.— Lombard. Eisenbahn . . 17.50 Vesterr. Maats bahn . . . 145 40 Hriuce-Henri-Eiseubahn . 121.— Februar. AnJangskurie. Uarpener Bergwerk. . . 188.50 Lanrabtltte . . . . . — Lombarden E. B. ... 17.60 Xerdd. Llojd ..... 91 7» Turkenlosc ......146.80 Uur die echte Scatts ^nmtjion, keine Nachahmung! Der Weltruf von Scotts Emulsion bürgt für die Güte bc3 Präparates, und die mit ihm erzielten Erfolge sind unbestritten. Billigere, vielfach minderwertige ^Nachahmungen von Scotts Emulsion hat c5 von jeher gegeben und neue tauchen immer wieder auf. Es hieße aber am verkehrten Ende sparen, wenn man anstelle des altben'ährten Originalprä- parates solche Nachahmungen kaufen wollte, denn nur der Erfolg entscheidet, und diesen hat die echte Scotts Emulsion aus- zuweisen. Darum Vorsicht beim Einkauf. Man bestehe daraus, die echte Scotts Emulsion mit unserer bekannten Fischerschutzmarke zu erhalten und laste sich keine Nachahmungen aufteden! Für Wöchnerinnen wird von ärztlichen Autoritäten H Y G I o P 0 >, das neue, mf elektrischem Wege hergotellte Eisenpräparat, als hervorragendste< blutbildende* Kräftigungsmittel warn, empfohlen Hyglopon regt den Appetit intensiv an und »Urkt die >. rven. — Origii^in >«rhcn M 175 und M. 3.— in den Apotlieken crbAltiieh. C*f, General-Depot lür Deutschland: Dr. X> as'crzug. Frankfurt a. M., TheaterplaU 1. WTTKti uü We ayt'ia — b«a «or-rti/. UlC<= l< «-Cütt» Drucksachen aller Art liefert in Jeder gewünschten Aue- sUttung. stilrein und preiswert die Brühl’sche Universitäts • Druckerei, Schulstr. 7 Bekanntmachung. Die nachstehend abgedruckte Verordnung Großh. Ministeriums deS Innern vom 5. Dezember 1908 wird unter dem Anfügen zur allgemeinen Kenntnis gebracht, daß damit die §§ 7—10 der Polizei- Verordnung vom 2. Januar 1891, das Schlachtwesen in der Provinzial- hauptstadt Gießeu betreffend, außer Wirksamkeit treten. Gießen, den 28. Januar 1909. Großhcrzogliche Bürgermeisterei Gießeü. J.V.: Keller, eine Braun. Dr. Sev ferch. § 9. Diese Verordnung tritt nm 1. Januar 1909 in Kraft. Darmstadt, den 5. Dezember 1808 Grokberzoglichcs Ministerium des Innern. Folgt Abdruck der Verordnung in Nr. 33 des Regierungsblatts. Verordnung, das amtliche Verwiegen der Schlachttiere betreffend. Vom 5. Dezember 1908. Mit Allerhöchster Ermächtigung Seiner Königlichen Hoheit Leö Grotzherzogs wird hierdurch verordnet: § 1. Schlachttiere sind nur dann amtlich zu verwiegen, wenn der Bescher cs beantragt. Das auttliche Verwiegen darf nur von vereidigten Verwiegern und nur mit solchen Wagen vorgenommen werden, die den Eichstempel tragen und Eigentum der Gemeinde oder einer öffentlichen Anstalt sind. Gemeinden mit öffentlichen.Schlachthäusern können verbieten, daß in diesen andere Wagen, als die darin aufgestellten amtlichen, benutzt werden. Mit der Vornahme der amtlichen Verwiegungen sind, insoweit nicht in öffentlichen Schlachthäusern mtt Schlachtbauszwang besondere Verwieger angestellt sind, die Fleischbeschauer zu betrauen. S 2. , Die Schlachttiere sind, wenn nicht ausdrücklich etwas anderes verlangt wird, nach den in den §§ 4 und 5 dieser Verordnung enthaltenen Vorschriften zu verwiegen. Anträge auf Verwiegungen, die von den in Absatz 1 genannten Vorschriften abwcichen, sind dem Verwieger schriftlich zu übergeben. Sie müssen die Art der verlangten Verwiegung genau bezeichnen und mit Datum und NamcnSunterschrift versehen sein. § 3. Die Verwieger haben über alle amtlichen Verwiegungen Buch zu führen, und zwar getrennt für Verwiegungen: a. nach den §§ 4 und 5; b. nach £ 2 Absatz 2 dieser Verordnung. Tag und Stunde der Gewichtüseststellung sind bei jeder Verwiegung in das Verwiegebuch einzutrageir. 8 4. Für die Feststellung des Lebendgewichts gelten folgende Vorschriften: a. Großvieh mus; stets einzeln verwogen werden: b. Kleinvieh und Schweine dürfen, soweit eS die Gröhe der Wage zuläht, bis zu 10 Stück zusammen verwogen werden: e. unbedingt nötige Anbindcstricke sind mit zu verwiegen. 8 5. Für die Feststellung des Schlachtgewicht? gelten folgende Vorschriften: . I. Die Gewichlserinittelnng erfolgt bei Großvieh m ganzen Tieren (soweit es die Gröhe der Wage zuläht», in Hälften oder in Vierteln, bei Kleinvich und Schweinen nur einzeln und in ganzen Tieren. Großvieh und Schweine sind vor dem Verwiegen zu spalten. II. Vor der Gewichtsermittclung sind beim Ausschlachtetl vom Tiere zu trennen: A. bei Rindern leinschl. Kälbern», Schafen und Ziegen: a. die Haut, jedoch so, dah kein Fleisch oder Fett daran verbleibt: r , b. der Kopf im Genick vor dem ersten Halswirbel ohne icdes Halsfleisch: c. die Fühc im ersten Gelenk über dem Schienbein: d. die Eingeweide der Brust-, Bauch- und Bcckenhöblc mit den anhaftenden Fettpolstern, jedoch ohne Nieren, Niercn- fett und Schluhfeit: e- die an der Wirbelsäule und in dem vorderen Teil der Brusthöhle gelegenen Blutgefähe mit den anhaftenden Geweben, sowie die Luftröhre, die Thnmusdrüscn (Milcher» und der sehnliche Teil des Zwerchfells: f. das Rückenmark bet gespaltenen Rindern: g. bei männlichen Tieren den Penis (Ziemer» und die Hoden, ledocb ohne das sogenannte Sackfctt, bei Kühen das Euter, jedoch ohne Voreuter: h. bei Grohvieh der Schwanz zroischen dem 2. und 3. Schwanzwirbel: B. bei Schweinen: a. die Eingeweide der Brust-, Bauch- und Bcckenhöhlc, jedoch ohne Stieren, Niercnfett und Schmalz: b. die Zunge, die Luftröhre irnd der Schlund, jedoch ohne icües Kinnbacken- und Halsflcisch und ohne Halödrüsen: e, daS Zwerchfell ohne anhaftendes Schmalz: d. bei männlichen Schweinen die äuhercn GeschlechtSIcile, bei L»tutterfchweinen die Zitzen: e. das Rückenmark: f. die Augäpfel und das Innere der Ohrmuschel. »LEI. Bei Entfernung der unter II A und B angegebenen Teile, insbesondere der Geschlechtsorgane, des Afters und der Blase, sowie beim AuSstecheu der Augen und Ohren und beim Entfernen der Zitzen bei Schioemen dürfen nicht auch benachbarte Teile entfernt werden. IV- Erfolgt die Gcwichtscrmitlelung innerhalb zwei Stundeir nach dem Töten des Tieres, so sind bei Grog und Kleinvieh 2f70, bei Schweinen bis zu 50 Kilogramm Schlachtgewicht 1 Kilogramm von 51 bis 75 Kilogramm „ 1ä „ über 75 Kilogramm „ 2 , für Warmgewicht in Abzug zu bringen. < Erfolgt die Gewichtsfeststellung später, so ist ein Abzug nicht »mehr gestattet. _ 8 6. Bei Vornahme amilicher Verwiegungen haben die Verwieger jedesmal zu prüfen, ob den in den §§ 4 und 5 enthaltenen Vorschriften, oder wenn es sich um Verwiegungen nach 8 2 handelt, ob den vertragsmäßig eingegangcnen Bedingungen entsprochen ist. Sind die in den §§ 4 und 5 enthaltenen Vorschriften oder die vertragsmäßig eingegangelieu Bedingungen nicht eingehalten, ins- bnsondere an einem Schlachttiere mehr Teile als zulässig entfernt worden, so hat der Verwieger die Gewichtsfeststellung dennodi vor- zunehmen und sie, sowie die Verletzung der Verwiegevorschriften nach Art und Umfang in das Vertviegebuch 3a) cinzutragen, die Ausstellung eines Wiegescheines aber zu verweigern/ Der als Verkäufer des Schlachttieres sich ausweiseiidcn Person ist auf Verlangen Einsicht von den nach Absatz 2 gemachten Einträgen in das Verwiegebuch zu gestalten. 8 7. Neber jede amtliche Verwiegung ist, ausgenommen im Fall deS § 6 Absatz 1, ein Wicgschein zu verabfolgen. Alle Wiegfcheme müssen die Angabe von Tag und Stunde der Gcwlchtsfcstilellung enthalten. Für die Wiegscheine stnd besondere Formulare zu verwenden, und zwar: a. für Verwiegungen nach den in den 88 4 und 5 enthaltenen Vorschriften solche, die in schwarzem Fettdruck die Ueberschrift tragen: „Amtliche Verwiegung nach den iu den 88 4 und 5 der Ver ordnung vom 5. Dezember 1908 enthaltenen Vorschriften." Auf diesen ist das nach § 5 Ziffer IV Absatz 1 in Abzug zu bringende Warmgewicht anzugeben oder aber zu vermerken, daß nach 8 5 Ziffer IV Absatz 2 ein Abzug mcht gestattet ist: b. für Verwiegungen nach § 2 Absatz2 solche, die in rotem Fettdruck die Ueberschrift tragen: »Amtliche Verwiegung nach § 2 Absatz 2 der Verordnung vom 5. Dezember 1908, abweichend von den iu den 88 4 und 5 enthaltenen Vorschriften." Auf diesen ist stets die Art des Verwiegens gcmäfc deS nach § 2 Absatz 2 gestellten schriftlichen Antrags anzugeben. Die für die amtlichen Verwiegungen vorgeschriebeucn Wieg fcheine dürfen bei nicht amtlichen Verwiegungen nicht verwendet werden. § 8. Die zum Schlachten in ein öffentliches Schlachthaus mit Schlachthauszwaug zu verbringenden Schweine sind auf Verlangen des Embringers am Eingangötor in dauerhafter Weise so zu kennzeichnen, daß bei der Feststellung des Schlachtgcwichts (§ 5) Verwechselung mit anderen Schweinen nicht stattfindcn kann. Bekanntmachung. Betrifft: Landcsvolizci licke Abnahme des Gleisanschluffes für die Firma Karl Bänninger in Gießen in km 1.830 der Strecke Giehen-Gelnhauscn. Die nachstehende Bekanntmachung bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Gießen, den 30. Januar 1909. G.roßherzogliche Bürgermeisterei Gießen, . Mecum. Bekanntmachung. Betriffl: Wie oben. Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntnis, daß Terutin zur landespoltzeilichen Abnahme des Anschlußgleises der Firma Karl Bännlnger in Gießen in km 1.830 der Strecke Gießen - Gelnhausen auf Freitag, 12. Februar d. I., vormittags 10 Uhr 30 Miu. an Ort und Stelle festgesetzt ist. Einsprüche hinsichtlich der planmäßigen Ausführung des Projektes können im Termin vorgebracht werden. Gießen, den 22. Januar 1909. GroßherzoglicheS Kreisamt Gießen. B*/»)__I. V-: gez. vr. Merck.______________________ Bekanntmachung, die Lescbolzuutzuug in den Waldungen der Stadt Gießen bctr. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß nach einem Beschluß der Stadwerordneieu-Versammlung diejenigen Abteilungen der Waldungen der Stadt Gießen, in welchen Holz- fällungcn stattüuden, brs zum 15. April d. Js. von dex Leseholz- nutzuug ausgeschlossen sind. Diejenigen Personen, welche entgegen dieser Bestimmung beim Holzauslesen in den erwähnten Walübe- zirken betroffen werden, haben Bestrafung auf Grund des Forst- strafgesetzes zu erwarten. Gießen, den 30. Januar 1909. B*/i Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. M e c u nt- B=Vi die Entfer- vornehmen Bekanntmachung. Die auf dem hiesigen Friedhof am Nahrungsberg bclcgeucn nung des Denkmals und der (Smfnifung von uns aus lasten. Gießen, den 18. Januar 1909. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V-: Keller. Erbbcgräbnisstätten von MuSpratt, Friedrich Perm, gestorben am 31. August 1856 Orth, Wilhelm, belegt mit seiner am 10. März 1868 verstorb. Ehefrau Müller, Johann, geswrben am 1. November 1873 Schwalb, Karl Ludwig, Stein, Hermann Heinrich, Königcr, Dr., Rinn, Andreas, Ullmann, Lina, 14. Januar 1871 25. Oktober 1875 27. Ium 1885 9. Mai 1882 ...... 14. März 1884 Kempf, Wilhelm, „ ,, 5. Dezember INI iDcrbcit seit mehreren Jahren nicht mehr ordnuligsmäßig unterhalten. Gemäß den Bestimmungen im 8 15 der Friedhofs- und 18c- gräbnisordnung der Stadt Gießen vom 12. Juni 19(Z roirb hiermit den Angehörigen zur Wiederherstellung des Denkmals, der Einfassung und der Anpslanzungen der Grabstätten oder zu deren Ent- ferninig eine Frist bis 1. Avril d. IS. gesetzt. Nach fruchtlosem Ablauf dieser Frist werden wir ZLrbeitsvergebnng. Die zur Einrichtung zweier Zellen im Polizeigefängnis in der Sandgasse erforderlichen Schreincrarbciteu sollen Montag, den 8. Februar dS. IS., vorm. IO Uhr öffentlich vergeben werden. Arbeltsbeschreibung und Bedingungen liegen bei un§ zur Einstcht offen. Angebote auf uorgefdjriebeiicm Formular, das daselbst erhältlich, sind bis zur genannten Stunde an uns abzugeben. — Zuschlaassnst 14 Tage. Gießen, 2. Februar 1909. Städtisches Hochbauamt. [>’,'■.)G e r bei. Jagd-Verpachtung. Dienstag den 2. März d. IS., nadnnittagS 2 ^ur soll die hiesige Gcmeinde-Jagd auf 6 Jahre vffcntlick) meistbietend im 3. Jagdbezirk verpachtet werden. Die Bedingungell liegen vom 8. Februar ab 14 Tage lang auf dem Bürgermeisteramt zur Einsicht offen. Königsberg (Kreis Biedenkopf), den 2. Februar 1909. Jagd Vorsteher Schupp Bürgermeister. I)«/, Holz-Submission. 9(u5 den Waldungen der Gemeinde Albach soll nach-- verzeichnetcs Holz auf den» Snbmissionswege vergeben werden: 1 Kiefcrn-Stamm II. Klasse, 45 Etm. Durchm., 3,4 Mir. Länge — 0,54 Fm. 3 Kicsern-Stämme III. Klasse, 30—35 Etm. Durchm., 10 Mir. Länge — 3,70 Fm. 3 Kiefern-Mämme IV. Klasse, 24—29 Etm. Durchm., 7—15 Meter Länge = 1,59 Fm. 15 Kiefern-Stämme V. Klasse, 17—24 Etm. Durchm., 8—13 Mtr. Länge = 5,57 Fm. 1 Fichten-Stamm I. Klasse, 52 Etm. Durchm., 8 Mtr. Länge — 1,70 Fm. 3 Fichtcn-Stämme II. Klasse, 40—47 Etm. Durchm., 10—19 Mtr. Länge — 6,10 Fm. 30 Fichten-Stämme III. Klasse, 30—39 Etm. Durchm., 15—23 Mtr. Lange = 49,56 Fm. 36 Fichten-Stämmc IV. Klasse, 25—29 Etm. Durchm., 6—22 Mtr. Länge — 34,09 Fm. 143 Fichten-Stümme V. Klasse, 12—24 Etm. Durchm., 8—22 Mtr. Länge — 54,94 Fm. Die Angebote sind pro Fm., getrennt nach Sortiment und K(assen, verschlossen nut der Aufschrift „Holz-Submission" bis spätestens Samstag den 6. Februar d. F., nachm. 2 Uhr an unterzeichnete Bürgermeisterei einzureichen, wo alsdann in dem Gememdesaal dahier die Oeffnung der Offerten stattfindet. Das Holz ist gefällt und wird auf Ver- laitgcn von Forstwart Zimmer vorgezeigt. Albach, den 30. Januar 1909. Großhcrzogliche Bürgermeisterei Albach. 737) Balser.__________________ Königl. Lbersörsterei Bralldsbulldlirs. Fm Wege deS schriftlichen Angebots sollen auS den Forstorten 2a u. 3 Espaerwaldchen, 42b Harrmsäiälberg, 47 Jaukhardt, 53 Gönsrod und Totalität der Schutzbezirke Weiperfelden u. Hassel- bDrn LsNä Kl. 4) 18 Stamme SZ1 Fm., Los 2 (B Kl.5> 223 Stämme = 48,59 Fm., Los 3 45 Stge 1.. Los 4 10 Stge. 2. Kl., Fichte: (Bauholz bis 27 Mtr. lg. und 33 Etm. Mitlendurchmester) Los 5 (c Kl. 1) 2 Stämme — 4,55 Fftm., Los 6 le Kl. 2» 39 Stamme 55,8° Fm, Los 7 (c Kl. 3» 45 Stamme — 32,18 Fm., Los 8 (c Kl. 4» 193 Stämme = 32,61 Fm., Los 9 279 Stge. 1, Los 10 484 Stge. 2., Los 11 406 Stge. 3 Kl.: Kiefer: (mtL einiger Lärchen, metst Gruben- Oolä) Los 12 (e Kl. 3» 5 Stämme — 3,01 Fm., Los 13 (c Kl. 4) 606 Stämme -- 121,16 Fut., Los 14 4 Stge. 1. Kl. Das Holz ist eingeschlagen und muffen die iur iedes Verkatus- los, bei Stämmen pro Fstm., bei Stge. pro Stück abzugebenden Gebote die ausdrückliche Erklärung enthalten, daß Käufer fidj den allgemeinen und besonderen Verkaussbedingungen unterroirft. Die Gebote sind biS zum 17. d. Mts. einfchl. portoirei, geschsossen, mit der Aufschrift „Gebote auf Holz" versehen an die hiesige Ober- sörsteret einzureichen und wird die Eröffnung der eingegangenen Offerten am 18. d. Ms., vorm. 10 Uhr ebendmelbst geschehen. D*/2 Bekanntmachung. Die Holzversteigerung vom 26. Januar l. IS. ist ge-^ nehmigt. Die Abfuhrscheine können vom 5. Februar ab gegen Sicherheitsleistung auf hiesiger Bürgermeisterei in Empfang genommen werden. Allendorf a. d. Lda., den 3. Februar 1909. Großh. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lda. 806) Nein. Samstag den 20. Februar l. Fs., nachm. 1 Uhr soll in der Wirtschaft des Heinrich Fuchs dahier die der Gemeinde Wohnfeld zustehende Wald- u. Feldjagd auf weitere 6 Jahre öffentlich verpachtet werden. Bemerkt wird noch, daß das Jagdgebiet 5 Kilometer von der Bahnstation Weickartshain und Freienseen entfernt liegt. Wohnfeld, den 1. Februar 1909. Großh. Bürgermeisterei Wohnfeld. Hofmann. 805 Vergebung non Wegbaimtemlieil. Gv. Kurverwaltung Bad-Rauheim vergibt die Anlieferung folgender Wegbaumaterialien frei Verwendungsstellen: Mainsand ..... 240 Kbm. UsakicS ...... 200 Kbm. Basaltkleinschlag (kein Maschincnkleinschlag) ür 3 Losen 200, 150 und 250 Kbm. (für Los 3 250 Kbm. auch Quarzitkleinschlag zulässig). Basaltgrus .... 175 Kbm. Grubenkies..... 200 Kbm. Pochkics ..... 620 Kbm. Nähere Bedingungen und jede weitere Auskunft erteilt der unterzeichnete Forstassistent Gr. Kurverwaltung, auf dessen Bureau ■ (Badchaus 4) Angebote mit Proben bis zum 12. Februar d. Js. unter Bezeichnung: ,Submission von Wegbaumatecialien" einzureichen sind. B*/. Eröffnung am 13. Februar d. Js., vormittags 10 Uhr. Bad-Nauheim, den 3. Februar 1909. Eggers ________________________Gr. Forst-Assessor.________________________ Nutzholz - Versteigerung im Gemeindewald von Reiskirchen, Mittwoch den 10. d. Mts., Zusammenkunft vormittags 10 Uhr an der Honig-, müffle (Straße Neiskirchcn-Nauborn). Eichen: 2 Stämme I. Kl. = 6,88 Fm., 15 II. Kl., ----- 24,29 Fm., 64 III. Kl. = 39,72 Fm., 2 IV. Kl. 0,50 Fm. und 12 Rm. Nutzholz. Nadelholz: 14 Stämme II. Kl. — 22,38 Fm., 57 III. Kl. = 29,45 Fm., 101 IV. Kl. ---- 20,31 Fm., 9611 Stangen I.—III. Kl., 1050 Stangen IV. u. V. Kl. (zu, Bohnenstangen geeignet) u. 6 Rm. Nutzholz. Bei ungünstiger Witterung findet die Versteigerung inj der Wirtschaft Lehnhardt zu Neiskirchen statt. Groß-Ncchtenbach, Kreis Wetzlar, den 3. Februar 1909. BV. Das Bürgermeisteramt. Holzversteigerung iu dem Frcibcrrlich von Nordcck zur Nabcuauischcn Revier, Groff-Vuscck, Freitag den 5. Februar Ifb. Fs. aus den Distrikten Mvuchwald (Gcrnarlung Groß-Buseck, und Nicderscrlbach (Gemarkung Trais) nach Zusammeukuuft in Si»tritt Münchwald vor-, mittags 10 Uhr. 1. Es kommen zum Ausgebot in Distr. Mönchwald: Stämmev Eiche über 50 cm m. Durchm., 2 Stück mit 2,59 Fm, von 30 bis 39 cm in. Durchm. 4 Stück mit 1,93 Fm, von 25—29 cm nt. Durchm. 3 Stück mit 1,29 Fm, unter 25 cm m. Durchm. 24 Stück mit 4,03 Fm. Elsbeere von 20—29 cm m. Durchm. 5 Stück mit 0,98 Fm. Tcrbstangcu: Hainbuche 10Stück mit 0,20 Fm Inhalt. Scheiter Rm: Buche 48, Elche 10. KuüVvelRm: Buche 50, Eickie 22, Elsbeere 2, Fichte 4. Reisig, Wellen: Buche 1600, Eiche 575. Stöcke Rm: Buche 24, Eiche 18, Fichte 10. 2. Von 12 Uhr ab in Distr. 2ücberfeUbarti: Slämmc: Elche von 40—19 cm m. Durchm. 4 Stück mit 3,13 Fm, von 27 und 31 cm i m. Durchm. 2 Stück mit 0,61 Fm. Lärche unter 25 cm mitt!.' Durchm. 10 Stück mit 1,73 Fm. Fichte unter 25 cm m. Durchm., 19 Stück mit 3,19 Fm- ffteisstaugen: Fichte 60 Stück mit 0,95 Fm Inhalt. Knüppel Rm: Buche 6, Eiche 11, Lärche 2. Reisig, Wellen: Buche 1400, Eiche 1200. Stöcke Rm: Buche 8, Eiche 5, Fichte 6. B l Sämtliches unter 1 und 2 aufgeführtes Holz wird vorgezeigt.! Die Frciherrl. von Nordeck zur Rabenauische Jorstverwaltung. ' Gelegenheitskaus. Hochherrschaftliche Wohnungs-Einrichtung bestehend aus 6 Zimmer, TMche und Vorplatzmöbel ist besonderer Umstände halber mit Mark 2500.— Nachlatz abzugeben. (Auf Wunsch kann die Einrichtung geteilt, oder das eine ober andere 3immer auSgeschaltet werden. 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Schrank mit Spiegel, 180 breit, 2 Stühle, 1 Handtuchhalter .................Mk. 1150.— Fremdenzimmer: Fremdenzimmer, hell Elche mit Intarsien, 2 Betten, 1 Sdirank, 1 Waschtoilctte, 2 Nachtfchränke, 2 Stühle, 1 Handtuchhalter . . . Mk. 552.— Küche Pitch pinc compiet: Schrank, Anrichte, Tisch, 2 Stühle...............Ml. 280.— 1 Garderobe............... . Alk. 75.— Summa Mk. 9512.— Die Möbel befinden 'ich nock in eilicr ersten Hofmöbelfabrik zum Versand bereit. Näheres und wegen Bcstchngung unter F. T. 1653 d. Taube & (So., Frankfurt a. M.b^/i Pvstpakel-Adresjen mit Zinna uifc.. buugfi vrühl'iche llnlversitälr-vmclerei. (Sieben. Wohltätigkeits - Konzert dee Kronbauer’schen Quartettvereins in Giessen Dirigent: Herr Professor G. Trautmann, Groeeh. Univ-Musikdirektor. Sonntag, den 7. Febmar 1909, abends 5 Uhr, Im grossen Saale des Gesellschalts-Vereins K 4» kV» '» Tosecretan. de« 11. Aebr. ISOH. nodimtuaqi 3 Hfai wird tut bicÜAtm Crt»üm4)i bie vor em sauren de» Georg tarnt! u- (rveirau geb. «tudart siebende thmellc der teemarkung (Hieben: 1 SW 4 — 331 qu» <*orreiie gut dem Vxeui cjttntht6 «Liiibuiicad verVetgerr Gieüen. den IP Januar 1906. Gr. Oneeerimt Gtetzerr. i-Berg, Konzertsängerin aus Frankfurt a. M, (Violine). Unter gütigi Ber|jn (G< L. vaa Bcethotea. J. Drehe». Ana a) werden. f Die von dem Diener bezogenen Spernltikartcn müaaen bei Ernnt Challicr hat begonnen. Alle Lchuhivaren gelangen in diesen Tagen zu reduzierten Preisen [•V. zum Berkaus. Auf Kredit! Springmanns Schuhhaus Giessen, Bahnhofstrasse 58 ü J. Äie Telefon MB. IBM Kleinste Anzahlung! SiMtils-StiMti Ul die Verrichtung der Heuswascbe mit Prospekt gratis. Tischen aubgelegi («07 0 □□□□□UDO□□□□□□□□□□□ □diaDDQODPDDPOPDPDO, Mark l —, Scbüler- von Ernst Cbdlicr Herrn Hawcrwalter D D O D a o ni iihriod« m Laslei Fr. Abt M. Flite. 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Schlafwandel, Chor a caoella • • • « 2. P.oujaaie für Hollac, ult Begictung du Piai.oforte op. <0 m ü-dur 8. Lieder am Klarier: at acbtuucUi, op. 40 Nr. 3 | b; Wie bist da meine Königin, op. 32 Nt. 9 • c) An die Nachtigall, op. 4o Nr. 4 di Salome, op. 69 Nr. ti 4. Chöre a capella: a) I'u, .tiJle VYasacnose .... b) Frühling • t • • • «, SolosUkke alter Meister iur Violine, mit Begleitung des Pianoforte adcDoaDDpDäpDDäQäöaD " 'MM Fin ’ 5 Hindert ■MM' spiel o «■ dem»oUkommet»tenMibettatlr.eo B Wasch eiltet »oo höchster W* I Weech-und Bleichkraft. Wischt Me 1 von selbst ohne jede Arbeit und MQhe. bleicht wie die Senne, ec hont \ das Gewebe und ist absolut noscbldJicb. u :: UeberaU erbaulich. :: :: ••• ALLEINIGE FABRIKANTEN ■ i------ Henkel &«. Co.. Düsseldorf. Gienen, den 3. ftebrnar IM». Gr. Ortdaerichi Siehrn. Gros. 6) Wiegenlied . . . » - b. Chöre mit Begleitung des Pianoforte: a) Moudenscbein (fünfstimmig) b) Nachtgcsamr im Walde K m t IB4/, DvnaerStaa. dem Z5. Pkbruar 1909, nachmittags 3 Uhr, werden auf biciinem Lriogerichi die vor dem Namen des Heinr. 43c lof II. und Ehefrau geb. «alter stehenden Grundstücke der Gemarkung Gieffen: f 5 19 - 314 qm befreite am unter- sten Ntegelpsab auf die Wiesen 6,20 - 241 qm Grobgarnen daf. ! öffentlich mctitbictcnb oersteigert ■ i werden. Gienen. ben L Februar 19» Gr- QrtSgerichl Stehen. M G r o S.__________ H K 129 AH 7 M Tonnerstag, dem «5. Februar ■ 1909, nachmittags 8 Uhr, wird ■ aus htesigem QrtSgertcht die vor ■ dem Alainen des Wtlh- Klarenaar ■ u. ifbcnau geb. Bungert stehende v» iiatAclle der Gemarkunp Gtehen: Kg 6,13' i, — 422 qm Hofreite am 2iccblod) ■ öffentlich meistbietend versteigert. DM Giehen, den 2. Februar 1909. Gr. OrtSgericht Giehen. ■ GroA______ Unser gesamtes Warenlager in Wäsche, Ausstattung^-G-egenständen und Betten unterstellen wir einem s Räumungs-Verkauf. 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Februar, vormittags von 11—12 Uhr m der Schule zu melden. ▼*/, L. WMjer, Cbertebrenn. TarnVerdn Giessen. 3u dem am Samstag, 6. Februar abends H I hr iw unterer Twrwbaüc ünnnnbenben Grossen Maskenbälle mit Wrnuvcwewlfäbrunncn liegen tflHew zur vorherigen