Nr. 307 Drittes Blatt Freitag 31. Dezember 1909 159. Jahrgang 20 Pfennig Bs, Frisch gebrannter Kaffee! Wer bei mir kauft, kauft gutu. biliigl Ecke Klinik- n. Frankfurter Str. 4*R« Neu! Neu! Neu! Eigene grobartige Lichtanlage. 09859 Au recht zahlreichem Betuche lobet ernchenit ein____F. Wasl>""-s. PretS. (0461 L Seltersweg 30 Seltersweg 30 6756 Leiters weg 89. Teleobon dir. 733. VISU KARTEN ln )eder bclub,gen Schriftart und Karlo usorte, ........... x —r sowie mit Zirkeln aller studentischen Ver- ' einig an gen Liefert tu mäßigen Preisen die BrühPsche Univ -Druckerei; Rotationsdruck und Verlag der Brüdl'fchen UniDcmiäK - Buch- und öttmörudeceu 9L Lange. Dieben. Kunst-Verein Die Gemälde-Ausstellung im Turmbaus am Brand ist täglich« mit Ausnahme Samstags, von 11 bis 1, Mittwochs auch nachmittags von 3 bis 5 u. Sonntags von 11 bis 3 Uhr ununterbrochen geöffnet. 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Em solcher Moment stehe in aroei Jahren bei den Reichslagswahlen bevor Es seien in oem letzten Monat vom christlichen und vom alten Berg arbeitcrvcrdand etwa 20 000 Mitglieder gewonnen worden Hauptsache sei es, alle gelernten Bergarbeiter zu organu siecen. In Oberhausen haben die Vorstände der vier Berg arbeilerverbände getagt und nach langen Erörterungen folgenden Aufruf an die Bergarbeiter des Ruhrreviers beschlossen: „Tie am 28. Dezember in Oberhausen ffattgehabte Kvnscrenz der vier Bergcrrbeittrvrganisationen besagte sich emgeheiid mit der ArbeitSnact»veisfrage und kam -u der Ueberznrgung, daß dir Einschränkungen, die der Zechenverband der Satzung des Ar- beitsnachweises gegeben hat, in keiner Weise geeignet sind, die seitens der Arbeiter von diesem einseitigen Arbeitsnachweis befürchteten Gefahren, Lohndruck, Maffregeluugen usw., zu bt. seitigm. Tie Organisationen leiten daher den ZnxmgsarbeilS nac!»vi'is nach wie vor für eine Einrichtung, gegen die Oer Kamps nötigen falls mit den äußersten Mitteln gejährt werden mutz. Tic Konferenz hält angesictlls der W>rtick>afisfrife und der Fohlen- Vorräte den gegenwärtigen Zeitpunkt nicht für go- eignet, in einen Streik einmtreten, sondern ernpsiehlt den Berg. orEeitem dringend, diesen auf eine günstigere Zeit zu versäneben Tic Vertreter der vier Organisationen stellen einmütig aus dem Standpunkte, falls es zum Streik Gomnrt, nur an diejenigen Unter« ftübimg yu zahlen, die beim Beginn des' dtusstgndes ihrer Ornani satioii mindestens drei Monate angehärt haben. An Unorganisierte wird teilte Unterstützung gezahlt Mit Rücksicht auf den voraus- sicl>Üich bevor stellenden Streik ist dafür Sorge zu tragen, daß von jetzt ab schon jeder Zuzug von Arbeitern in die Berg. Alla. ^tg. ist die russische Negicrung bereit, die Srn!>c vor ein Schiedsgericht zu bringen. Landwirtschaft. ** Vortragsturs j ü r Landwirte. Ter von der Luidelödünger sind zurzeit am vvrleilbaftcslcn zu t>nii>ntben ?" x>ni 11,40—1 Uhr hält Generalsekretär Bussen^ Lmiuiovrr einen Bntvag über: „Tic AnnwnPinvg der Elektrizität m der Lanowntichail und ihre Veschafiimg durch gmosfewä-ast- liche Organisationen." Von 3—5 Uhr mulZm-ttagS findet eine Voprechung ber behmidelten Tliematas statt, wobei jedem Kursus- tviln. Imter Gelegenl>eit gegeben ist. Fragen an die Bortranendett. zu foeffat. Dauerkarten für den 4 tagten Kursus kosten 3 Mk., Einzeltagkartcn 1 Mk. und können von dern' Burvau der Landwirt« fdm.tofamiiun- in Darmstadt bis -um 2. Januar bezogen werden Später werden sie am Eingang in das Vorttogsfokal abgegeben. Buchführung jur Landwirte. Wie in laiwwirt- scl^aftlichen Kreisen noch nid)t überall bcflannt sein dürste, gibt die Lan dw, rts chii tsuunmer für dos Grvü^'rzog Nrm Hessen Puchs ich. nnigcn für kunne, mittlere und grotze Betriebe in Hessen heraus. Während die für rmt-Iere intb große Betriebe zurzeit im Ennimrs r-orlicgen, ist die vudnülmung jür fieinc bäuerliche Betriebe, biß auch in Betrieben mittlerer Gröhe zu beitu tim ist, wenn eilt Anfang nrt der Buchsührnng überhaupt gemacht werden soll, un Slbsiverlag der Landnnilsdzaitükaniiiicr bereite seit Mär- 1909 end>icnni. tauft wurde. Der Dampfer sollte mit Munition nach Wladiwostok gehen, ldellfeld erhielt für den Falt des Gelingens der gefährlichen Fahrt eine bedeutende Entschädigung zugesichert. Als der Friede von Portsmouth geschlofsrn tour e. nxn die „Ant-alt" erst bis Äiautschou gekommen. Die russ Regierung hat danach die ausbedungene Zahlung verweigert. Inzwischen war es aber gelungen, den Dampfer „SLiijalt" mit seiner Fracht irach Wladiwostok zu schassen. Infolge dessen Hal Hellfeld die russische Regierung aus vier Millionen Rubel Schadenersatz verklagt. In dem seit Jahren ipiclcn- den Prozetz hat nunmehr, so wird gemeldet, das deutsche Gericht Hellfeld die Zahlung zugesprochen und gleichzeitig die russischen Staatsdepots oei der Firma Mendelssohn mit Beschlag belegt. Diese Wendung der Lache hat d e russische Regierung veranlagt, den Oberprokureur des AnssalionS- departernents des Senats, Tynowsli, nach Berlin zu senden, um die Sack-e beizulegen. Tas ofsstsielle Jnsormationsburemt in Petersburg ver^ öffentlicht folgendes Rundschreiben über die Ajfäre des Dampfers „Anl-alt": Am 18. März 1906 brachte ba5 russische skriegsininifferiun^ bei dem beutidjen Gericht in Kiautschui die Fvrderuna aus Rückg be des von ixm Lmuptmonn v. ^eltieldl in Beschlag gerwnimenen Damufers ..Anhalt" und der darauf besinblict>en, der Krone ge horigrn Fracht rin. v. tzeslseldt anlnwrteie mit einer Gegenklage, in der er ungejähr 3 Millionen Mark forderte, genuin einem puiidyn ihm und dem russischen Miliuiragcnten in Tientsin, ClhTlbcn DQvtvbiiiLn», al'gesctLossenen Beitrag aus Ankaus van 0)r'sclnibcn. Tie As sä re Mir de mehrere Jahre üvn den deiitschm Geiiclcken in Chino verlxindett unb ist bis heute noch nicht völlig ba-nhet Schliesüich setzte die russisclL Regici-ung die Rüllgabe Ce. anderst torcwollen FradK durch, doch verblieb der Damvicr bis letzt in den Länden bc$ Agenten txm L>effseldt. Bei bei Gegen- iorderung bestraf en die Anwälte des Lbriegsgericküsininisteriuinä vor dcm Geridzie die Kompetenz deutscher Gerichts^ Instanzen in einer Angelegenheit bet ruiiisdxn Krone, indem sie bel-auvteten, dutz bloh bei jreiimlliger Zustimmung ein Staat den Gericlüen eines anderen Staates sich untcuurbiien könne, das Gericht in KiauN'chou ertannte, gebunden durch «nie Entscheidung einer höheren Instanz, die Redüinäffigkeit dieses Widersprud)s nicht an mib entschied zugunsten von vellseldt. Dieser griff zu prozessualen Maßregeln, zur Bollstrechmg der Entsaxidung, itv iolgedessen das Berliner Bankhaus Mendelssohn u. Cv. ein Schrei- den des Berliner Geriäüs über die Beschlagnahme der russiscl)en Wertpapiere erhielt. Die russische Regierung ging unverzüglich das Auswärtige Amt in Berlin an unb ersuchte dieses dringend, die ihm zu Gebote stehenden Mittel anzuwenden, um die Unantastbarkeit der russischen Fonds zu sichern. Tie russische Botsdmst in Berlin erhielt soeben dir Anfeoort des Staa.Sekretärs des Auswärtigen Amtes, welcher mitteilte, seine Regierung habe beschlossen, der administrativen Justiz die Frage über die Gerichts kompe» tenz vorzulegen. Lierdurch wird die Dallftreckung des ge- rickmichen SpnicleS betreffend die Beschlagnahme der russischen Wei Objekte eingesteNt, bis diese Justiz prinzipiell die Frage ent- ldrüben hat, ob den Gerichten das Rcr'n zuUeht, Maffregrln zur ißeidjlagnfllynu des Eigentums fremder Staaten zu ergreifen. MÖBEL EB _____________ Arankfmter Kypolhckenöank. Wir haben mit der Ausgabe einer neuen WlAaeu Serie 21 unserer Pfandbriefe, nicht vcrlosbar und vor 1020 nicht kündbar, zunächst im Höchstbetrage von M. 20,000,000—, begonnen und für diese Serie sowie für Erweiterung der früheren 40/ igett Serie 20, nicht verlosbar und vor 1015 nicht kündbar, um M. 10,000,000.— . . die Zulassung zum Handel und zur Notiz an der Frankfurter «Öde veranlaßt. B« Serie 21 findet Verlosung einzelner Nummern nicht statt; nur die ganze Serie oder einzelne Jahr- gange derselben können seitens der Bank und zwar er,t vom Jahre 1920 °b zur Rückzahlung nach 3 Monaten gekündigt werden; spätestens zum 1. Januar 1970 mutz solche Kündigung erfolgen. Stücke b.cfet Serie trogen di- Nummern 210 001-220 OUO. S.e Huden Ä tbd Beckusung einzelner Nummern nicht statt- nur di- ganze Serie oder einzelne Jahrgänge derselben können feilens der Bank und zwar erst vom Jahre 1915 ab zur Rückzahlung nach drei Monaten gekündigt werden; spätestens zum 1. Januar 8ÄL *ää« sw sä’« o U k . 11 !iAr,ih..nfl auf den Namen eines bestimmten Berechtigten kann nach Niatz. Inhaber, die Umichreib g f Preufzischen AuSsührungtzgesetzeS zum Bürgerlichen gäbe der Bestimmungen m Art. 18 öcS rcuB W Inhaber sind sie unkündbar. Gesetzbuch- verlangt w--den w .»Nz, ° '^^ann. u mach.m Ti- Einlitsuug bau Zur-. auswärts bei den Handelsregister eingetragen. Das Die Bank wurde -m 88 ^a- isv-^ lf)t damals erteilt, neuerdings anläszl.ch Privileg zur Ausgabe von Inh b p p -omen Erlah des Herrn FmanzministerS und der Erhöhung deS Grundkapitals ) g quftl. unb des Innern vom 22. Ma, der Herren Mmifter ^r ^indwlrtich » ., s- ^aS Statut bindet die Bank hm- 1905 auf Grund Allerhochller Ern ach g g yfflnninunflen des HypothekenbankgefetzeS und sichtlich ihres ^schästsbetrtebS emsa ) bbbciefen unb anberen Schuldverschreibungen unter beschränkt das Recht Ausgabe v ^gebenen UebergangSbeuunmungen Verzicht auf die ur altere Sonfcn m § 48 ^.ef 6 Gesamtbetrag ausschlieblich lediglich gemai; §§ 7, 41 und 4- „nd einschließlich derselben den ISsachen Betrag des der Kommunalobligationen den 1 f Reservefonds nicht übersteigen darf, eingezahlten Grundkapitals und deS g 1 j %rilllbrflDit0( Mk. 20,000,000.—, die Reserven Ende September 1909 belruyn unb©ciümnüortraoe5iifammen-- J G < __ ' An Dividende sind seit dem Jahre 1900 ;c der Psandbricsumlauf Mk. 467,6J4,* • 9°/0 verteilt worden. . Reichsbank in Klasse 1 beliehen und sind Die Pfandbriefe der Bank werde ^o^^ priüQ,en VeisicherungSunternehmungen zur deshalb gemäsi § 59 des Gesetz , ,-^brimgsgesellschaften, sowie gemätz Z 106 des Anlage von Pramienreseroen der - ' DOrt Beständen der Berufsgenoffenschaslen ver» GewerbeunfalloersicherungSgefetzeS zur w b ^^selben zur Anlage von vormundichaftliche>i wendbar. Im Grotzherzogtum Hesien u commUnalobliflationen der Bank können in und pfl.gsch-.s,lich-n T,- Kam^^ Preußen zur Anlegung von Mündelgelder unsere Verkaufsstellen zur Ausgabe. Die Pfandbriefe gelangen durch> u S Frankfurt a. M., Dezember • Ärallf|ttrter HypoLhekenbank. hvW/13 ° w Amtlicher Teil. Keklmntmachung. VetL. Gesuch bet Großh Bürgerin eifterei Ließen um Genehmigung zur Anlage eine- Dampfkessels zu Queckborn Die Stadl «Me^en beabsichtigt, auf dem Grundstück Wur l, Nr. 648 der Gemarkung Queckborn einen Dampfkessel zu errichten. Plane und Beschreibung hierüber liegen 14 Tage lang nam Erscheinen dieses im HceiZbftttt für den Lrers Gießen an gerechnet auf dem Bureau der Großh. Bürgermeisterei Cnerfborn zur Einsicht der Interessenten offen. Etwaige Einwendungen sind binnen dieser Frist bei Meldung des Ausschlusses bei Großh. Bürgermeisterei Lueckborn vorzubringen. Gießen, den 24. Dezember 1ono Großherzogliches Kreis amt Gießen. I. B.: Ä11L d e t. _________________ Eieren, 30 Dezember 1909 Betr.: Die Bedeckung der Stuten durch die LandgesrütS- beschäl er in 1910. Das GroKherzagliche Krrisamt Gießen an die Großh. Bürgermeiftcrrien deS AreiseS, Dir sehen Ihrem Berichte da über entgegen, wi.viel Scheine und Heblisten Sie voraussichtlich für bie im Jahre 1910 zur Bedeckung kommenden Stuten nötig haben. _______________Z, B Langer m a n n. ßrhanntmnrtning. Betr.: Feldbereinigung in der Gemachmg Gießen links der Lahn. Die erste Versteigerung der Massegrundstücke wird Dienstag den 4. Januar 1910 fortgesetzt. Zusammenkunft hierzu vormittags B3/« Uhr auf der NodHeimer Straße bei der Bahnüberführung. Friedbera, den 29. Dezember 1909. Der Äroßyerzogtiche Felddereimgungskommissär: Schnitt svahn, Großh. Mrcieamtmann. Bekanntmnchttnst. Der Voranschlag der Gemeinde Garbenteich für das Rs. 1910 liegt vom 3. Januar 1910 an acht Tage lang zur Einsicht offen. Garbenteich, den 30. Dezember 1909. Großherzogliche Bürgermeisterei Garbenteich. __________Kissel.___________________6956 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Taubringen für 1910 liegt vom 3. Januar 1910 an acht Tage lang zur Einsicht offen. Daubringen, am 30. Dezember 1909. Großh. Bürgermeisterei Taubringen. Walter. 6968 Preussische Pfandbrief Bauk, Berlin arsame Re rinne-Plakate aal Wunsch WoliÜ>"w«™i * wl. feinste Sttnnraüen hochfeine Sterawollen bette Konsum-Stcmwoneti Orangestern Blaustem Routern Violeutem Grünstem Braunstem Strümpfe und Socken a.us Stern wo Ile lind die billigsten, weil an Haltbarkeit imTragen unübertroffen! Aufsicht der Könürüeh Preußischen Sts*wre«i^ranx- Aktienkapital und R*serv**n........ca. M. 3).OOO.Ono Gewahrte Hypotheken-Dariehen...... . S8.OOD.COO Gewahrte Kommunal-Darlehen....... . ®.000,*0 Gewahrte Kleinbahn Darlehen....... . 6dOOOXK)l) Umlauf der Hypothek en-Pfandbriefe..... 36.000.01) Umlauf der Kommun al-Obligationen .... . . 61.000AJ0 Umlaut der KJ»*inbahn-OMi? itionen..... . 6jOOO.t stände der land- und fvrstwirlschaitlichen Beruisgenossenschaft in Tunnftabt bei Meidung späterer Nid)lbmicf)id)lujung oor-ubringen. Gießen, bat 28. Dezember 1909. JS”/U Gwßherzogliche Bürgermeisterei Greßeu. I. B : Seiler._____________________ Sicherung der Bnnfoidcrnngen. Nachstehend bringen wir die bereits in Straft getretenen Bor- schritten des Gesetze» über die Sicherung der Buuwrderungen vom 1. Juni 1909 zur Kenntnis der Be'.ciliaten. Gießen, den 28. Dezember 1909. [BM/U Eroßherzaglich« Bürgermeisterei Gießett. 3.8 : Seiler. g 1. Der Empfänger von Baugetd ist verpflichtet, das Daugeld zur Bk'riedt^ung solcher Personen, die an der Herstellung des Daues auf Grund eines Werk-, Dienst- oder Lieferung-Vertrags beteiligt finb, zu verwenden. Eine anderweitige Berwentung deS Baugeldes ift bis zu dem Betrüge Rauba ft, in welchem der Empfänger aus anderen Mitteln Gläubiger der bezeichneten Art bereit» befriedigt hat. Ist der Empfänger selbst an der Verstellung beteiligt, so darf er das Baugeld in vöbe der valttr deS angemessenen Wertes der von ibm in den Bau verwendeten Leistung, oder, wenn die Leistung von ibm noch nicht in dem Bau verwendet worden ist. der v?n ihm geleisteten Arbeit und der von ihm gemachten Auslagen für sich behalten. Baugeld sind O'oidbeträge. die mm Zwecke der Bestreitung der Kvstrn eines Baues in der Vene gewährt werden, daß zur Sicherung der Ansprüche des Geldgebers eine vvvoidek oder Grund- schuld an dem zu bebauenden Grundstücke bient oder die Neber- tragung deS Eigentums an dem Grundstück erst nach gänzlicher oder teilweiser Verstellung deS Baues cr'olgen soll. Als (Mb- beträar die zum Ziveckr der Bestreitung der Kosten eines Baues genräorr werden gelten insbesondere: L solche, deren Auszahlung ohne nähere Bestunmnng des Zwecke- der Verwendung nach Maßgabe des Fortschreitens des Baues erfolgen soll, 2. solche, die aegen eine als Baugeldhvpothek bezeichnete tzvpothek (§ 33) gewährt werden. 8 2. Zur Führung eines Baubuchs ist verpflichtet, wer die Herstellung eines Neubaues unternimmt und entweder Baugewerbe- treibender ist oder sich für den Neubau Baugeld gewähren läßt, lieber jeden Neubau ist gesondert Buck zu führen. Neubau im Sinne dieses Gesetzes ist die Errichtung eines Gebäudes auf einer Baustelle, die zur Zeit der Erteilung der Bauerlaubnis unbebaut oder nur mit Bauwerken untergeordneter Art oder mit solchen Bauwerken besetzt ist, welche zum Zwecke der Errichtung deS Gebäudes abgebrochen werden sollen. Aus dem Daubuche müssen sich ergeben: 1. die Personen, mit denen ein Werk-, Dienst- oder Äieferung-- vertrag abgeschlossen ist, die Art der diesen Personen übertragenen Arbeiten und die vereinbarte Vergütung: 2. die auf jede Forderung geleisteten Zahlungen und die Zeit dieser Zahlungen: 3. die Löhe der zur Bestreitung der Baukosten zugesicherten Mittel und die Person deS Geldgebers sowie Znvckbestim- mung und Höhe derjenigen Beträge, die gegen Licherstellung durch daS zu bebauende Grundilück (8 1 Abs. 3), jedoch nicht zur Bestreitung der Baukosten gewährt werden: 4. die einzelnen in Anrcckmung auf die unter Ziffer 3 genannten Mittel an den BuchiührungSpflichligen oder für feine Rech- nung geleisteten Zahlungen und die Zeit dieser Zahlungen-. 5. Abtretungen. Pfändungen ober sonstige Verfügungen über diese Mittel; 6. die Beträge, die der BuchführunaSvflichtige für eigene Stillungen in den Bau aus diesen Mitteln entnommen hat Das Buch ist bis zum Ablaufe von fünf Jahren, von der Beendigung deS letzteingetragenen Baues an gerechnet, aufzubewahren. 8 3. Die Vorschriften des § 2 finden auch auf Umbauten Anwendung, wenn für den Umbau Baugeld gewährt wird. 8 4. Bei Neubauten ist der Bauleiter verpflichtet, an leicht sichtbarer stelle einen Anschlag anHubringen, welch r den stand, den Familiennamen und wenigsten» einen ausgeichriebenen Vornamen sowie den Wohnort des Eigentümer-, und, falls dieser die Verstellung des Gebäudes oder eines einzelnen Teiles des G bäudeS einem Unternehmer übertragen hat, des Unternehmers in deutlich lesbarer und unverwischbarer schritt enthalten muß. Wird der Bau von der Firma als Eigentümer oder Unternehmer ausgcführt, so ist diese und deren Niederlafsuna-ort anzugeben. § ö. Baugeldempfänger, welche ihre Zahlungen eingestellt haben ober über beten Vermögen daS Konkursverfahren eröffn« worden ist und deren im § 1 Abs. 1 bezeichnete Gläubiger zur Zeit bet Zahlungseinstellung oder bet Konkurseröffnung benachteiligt find, werben mit Gefängnis nicht unter einem Monate bestraft, wenn sie vorsätzlich zum Nachteile ber bezeichneten Glöu> bist er den Vorschriften des - 1 5 uroiber gebanbeit haben 2 mb mtlbernbe Umstände vorhanden, so kann die Strafe bis auf einen Xag Gefängnis ermäßigt ober auf Geldstrafe bi- zu dreitaufend Mark erkannt werden. 8 6. Zur Führung eines BaubuchS verpflichtete Personen welche ihre Zahlungen eingestellt haben oder über deren Vermögen das SonkurSvenadren eröffnet worden ist und deren tm S 2 Sb, 3 Zlffer I bezeichnete Gläubiger zur Zeit dri'eur, 1 Schmied. 1 lanbrom<(6af:L Arbeitet • en. 4 Zimmern. 2 tiobnnnaen oun 3 Himment 4 Wobnunaen oou 2 Zinimerr, 6 mdblietic Ziminer, 1 Werkitau. I tyaaenbaJe. 1 Scheuer mit Stallung, 1 drei >0ck- Laaerdau» mit l^eröe -- von Mt. 2.50 an. Gillette, Auto-Strop. Luna, Rapide, Comfort etc. ..... Sicherheitsrasiermesser = RÄ*ierme»elo,’er. 1 Malchmist u. Heizer. 1 An'ireicher u Lackierer, k E"endreber. 1 landw Knecht. 4 Hauebu rlchen. t*» Tanel ebner. 3 Vaunraut* 1 Lauttnädchen. 1 Haushälterin. 3 Dienstmädchen. Bcrdingnng. Die 8ieterunn von Aleiiwflauer • und MofaikoklasterftetiEU sowie Zementvtaiten soll Montag den 10. Fannar 1910, nachmittags 3 Ubr, öffentlich oerneben werden. D«e Berdingunaonnterlagen liegen während der Tienfthunbce bei unS zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der bei unS er hältlich. und ioäteiteno bi« znm vorgenannten Zenounkl uerfdiioüen und mii entforechender Aufschrift versehen, an unS einzureichen. lice-Schule Kirchstraße Beginn des Unterrichts den 6. Fanuar 1910. Für her 10 wöchentlichen Schneider- und BügelkurjuS werden An- nieldungen entgeaengenommen. v* L Mocser, Sitrltjrrrit, Sirttitrijt 30. Holzversteigerung im Gießener Ltadtwald. Montag bett 3. Fanuar 1910, vormittags 9 Ubr de ginnend, iverden in den rüaldungen der 2iabi (Mienen im liftrth Fernewald II versteigert. 561 ,>ichienderbstanaen mit 39XJ7 Fstm. 4 Nm Eichennutzkloben AL, Eichen -cheit 18 . Bnken 2ck»cit 7 „ Aloen scheit 1 . Buchen Snüooel 53 , Eichen »Kn üovel 47 . Eidien-Liock 5 • «iefern Stock 39.5 . »>ichien Ltock 3120 Wellen Eichen reifia MO , Midjtenrcinn. Tie Zusainmentuntt in auf der Ärenzung von der tvni»tfcfine* und ÄarüMcbneife. Gießen, den 23. Tezcmber 1900. B*w . Großherzogi iche Bürgermeisterei Gieße«. I. Seller.