Donnerstag 30. Dezember 1909 Erstes Blatt 159. Jahrgang btnguneen «u genmfroi. bagegai für bar aUemrgen Xtentoott | Ilinauungen ber Konservativen Partei in ihren Wählermassen gletäiermaden entspricht, wie denen ber Nationalliberalen. Gerade diese m früheren Zeitläuften so oft in Erscheinung getretene und nicht zum Sdjaben des Landes betätigte Uebereinftimmung ober zum mindesten das einstige Zusammenwirken dieser beiden großen Parteien lägt uns die durch Schuld bet konservativen Parteiführung herbeigefuhrle Entfrembung, ja man kann sagen, diese heutige Kampfesstellung, für die eine Aenderung kaum zu erhoffen ist, irn Interesse einer segensreichen nationalen Art eil so bedauerlich erscheinen. Wenn dieses Bedauern, das sich so vielen und nicht ben schleclftesten Patrioten jetzt in so mancher Stunde auf die Lippen gedrängt hat, argwöhnisch oder übelgesinnte Politiker zu dem Vorwurf einer neuen Rechtsschwenkung des Nationalliberalismus veranlagt, so beruht dies denn doch auf einer völligen Verkennung national* liberaler Wünsdx und Anschauungen. Die Partei denkt nicht daran, aus Sehnsucht nach früherer Freundschaft sich einer Partei wieder in die Arme zu werfen, deren Führung, wie em unbefangener Blick in die politische Gegenwart dartut, den ganzen Jammer der Zustände verschuldet hat, die wir nid ihren heutigen und künftigen unheilvollen politischen Folgen so lebhaft beklagen. Aber zweierlei zu tun hat heute ein besonnener Politiker allen Anlaß. Einmal nicht zuzulasien, daß die Kritik gegen bie auch von uns verurteilte Finanzreform zu einer t e u e r h e tz e a u s- arte. Wir beklagen nicht die durch bie Finanzreform geschaffene Gesamtbelastung als solche, wir verurteilen nur bie AusgeNaltung dieser Reform und darüber hinaus ihre unglücklichen politiichcn Folgen. Zum andern erlernten wir an, daß über ben jetzigen Partei hader hinweg aus der Nation selbst heraus eine Wiedergeburt einer Parteikonstellation kommen mutz, die es ermöglich, unsere großen kulturellen Güter gegen Zentrum und Sozialdemokratie zu verteidigen. Den Weg hierfür zu finden, müssen wir der Einsicht ber Dählermassen und einer .klugen Führung von Staatsmännern überlasten, die über dem jetzigen politischen Wirrwarr den Blick für die Staatsnotwendigkeiten ber Zukunft sich bewahren mögen. Immer wieder wird auf eine maßvolle Reform des preußischen Wahlrechts hingewiesen, und die Konservativen sollten in der Tat in ihrem eigenen und im Interesse der Gesamtlage in dieser Frage sich etwas entgegenkommend zeigen. Der erwähnte Artikel ber .Köln. Ztg.« klingt in folgenden Schluß aus: Tie beoorfiebenbe Reform des preußischen Wahlrechts wird die naiionalliberale Partei rote andere Parteien vor die Aufgabe stellen, für diese Sicherung und Festigung des Staatsgestiges roeib herzig und ohne PaneiegoiSntuS einzutrelen, in dem Bewiibiiein. daß daS rechtzeitige Erkennen von Staalsnotroendiqkeiten allein den roeitichanenden Politiker und StaalSinann ansmawt. Es wird oon dein gleich starken Sinn anderer Parteien für solche eiaats- noiroenbigfeüen und die durch ste bedingte gründliche Reformierung unieiefl preußischen Wahlrechts und von einer klugen Führung der Liaaisgeichä'te adhängen, ob sich au6 der heutigen Troltlo'igkeii und Honiiuiigsloügkeit unserer politischen Zuslänbe ein Weg zu einer lichtern Zukunft findet, ober ob roir zu politischen Kämpfen und Erschütterungen ber Fundamente unseres staatlichen Daseins kommen müssen, deren Ende und Ausgang abzusehen jenseit jeher heutigen Berechnung liegen muß. Die „ftreufötg.", das Hauptorgan der tfonjertxatt&en, hat übrigens zu der veröffentlichten Wahlstatistik folgende Bemerkungen gemacht: Kein vernünftiger Mensch wird das geltende preußische Wahlrecht für eine Art von Ideal halten. Es leidet zweifellos an einer Reihe von fogenannten „Schönheitsfehlern". Es ermöglicht zahl* reiche sogenannte „Wahlkuriosa", von denen bie Agitation bisher rtahezu ausschließlich gelebt hat, obgleich sie für den,Ge,amt- charakter des preußischen Wahlrechts ebenso unerheblich lind,, wie das gelegentliche Vorkommen von Untraut in einem Weizenselbe. Stellte sich wirklich heraus, daß das nunmehr in seinen Grundzügen seit 60 Jahren geltende Wahlrecht mit Rücklicht auf das seitdem geschichtlich Geworbene einer Fortentwicklung bedarf, so würde gerade eine solche „Fortentwicklung" im eminenten Smne konservativ sein. Wir werden abwarten müfien, was bie Regierung demnächst etwa Vorschlägen wirb. Nur eines steht schon jetzt vollkommen fest: günstiger als bei den Wahlen des Fabres 1908 hat sich das vielangefeuidete preußftche Wahlrecht gerade vom demokmtuchen Standpunkt aus schon seit vielen Jahren nicht mehr präsentiert. * Kulturbilder ao3 Nicaragua. Mit dem zurückgetretenen und nach Mexiko geflüchteten Präsidenten Zelaya hat ein Berliner, Dr. Walter Lehmann, ber soeben aus Zentralamerika heimgekehrt ist, mannigfache Begegnungen gehabt. Der junge Gelehrte war als wi.senschaftlicher vilfsarbciter des Berliner Museums für Völkerkunde im Jahre 1907 nach jenen Gebieten Der Rücktritt öes Grohwesirs hilmi. Die Jungtürken hatten bekanntlich in der Kammer die Erteilung der Konzessionen für die Jlußschiffayrt auf dem Euphrat und Tigris au die englische Lynch-Äcsellfchaft scharf mißbilligt und den Großwesir aufgesordert, zurückzutreten. Hilmi kam dieser Aufforderung alsbald nach, und der Sultan l)at laut nachstehender Meldung sein Entlassungsgesuch angenommen: Konstantinopel, 29. Dez. Der Sultan nahm die Demission des Graßwesirs an. Die Ernennung des Bot- sck-asters in Rom, Hakki Bei, zu seinem Nachfolger steht bevor. Man sieht, wie stramm die Jungtürken, trotz der konstitutionellen Verfassung, die Zügel der Regierung in den Händen haben. Sie hatten am 5. Mai dieses Jahres nach der Niederwerfung der bekannten Auflehnung gegen das jungtürkisckfe Regiment Hilmi als ihren Mann an die Stelle Tewsik-Pasckjas gesetzt. Jetzt wird der Großwesir als Sündenbock in die Wüste geschickt. Denn die jungtürkische Partei kann nicht immer unbeirrt die von ihr eingeschlagencu Wege weitergehen und muß Volksstimmungen Rechnung tragen. Prof. Schiemann hat erst gestern in der „Kreuz- ztg." dargeleat, was für Wolken sich zusammengezoacn haben: „Im südlichen Arabien hat sich allmählich aus der englischen Station in Aden ein umfangreiches englisches Schutzgebiet entwickelt; der persische Golf, seine arab.-- schen Küsten, das Schat el Acab und, seit der Konzession Lynch, auch der Lauf des Euphrat und Tigris stehen unter englischem Einfluß, der Aubem von Aegypten aus an der Westkütite Arabiens und ihren heiligen S ätten immer fühlbarer und durch die Einwirkung Englands auf die Stämme Jnnerarabicns immer lästiger wird. Im Hinblick auf den Protest, der in Bagdad laut geworden uft, ist es nicht unwahrscheinlich, daß diese Fragen im kommenden .Jahre von Bedeutung für das innere Leben der Türkei werden." Die Jungtürken scheinen ihren Kurs danach einrichten zu wollen. Es war auch behauptet worden, daß das Verhalten des Finanzministers Dschawid-Pascha bei der Erteilung der Ä'on^eifion nicht ganz einwandfrei gewesen sei und bedenklich an die Sitten des alten Regimes erinnert habe. AuS dieser Stimmung heraus entstand eine große Erregung, besonders in Mesopotamien, dessen Abgeordnete aus Ihrer Meinung auch kein Hehl machten. Zum erstenmal war Hilmi Großwesir geworden am 14. Februar d. I., als Nachfolger Kiamil-Paschas, unter dem er das Ministerium des Innern geleitet halte. H lmi- Pascha ist 1856 auf Mytilene geboren und wurde der brciien Oessentlichkeit zueifft durch seine Resormarbeit als General- gouverneur in Mazedonien bekannt. ' Ucber die Ernennung des neuen Großwesirs, eine förmliche Wahl durch das iungtürkische Komitee, gehen der „F. Z " aus Konstantinopel folgende Meldungen zu: . In einer geheimen Sitzung des Komitees für Einhert und Fortschritt, die über die Nachfolge auf dem Groß- wesirposten abstimmte, erhielt der Botschafter Hakki 40, der Senatspräsident Said 37 und der Botschafter tn London, Tewfik, 12 Stimmen. Die Chancen Saids sind trofc- bem minimale. Seine Ernennung würde die besten Elemente des Komitees vor den Kops stoßen. Botsck)aster Hakki Bey hat vorläufig auf dre Aufforderung, daS neue Kabinett zu bilden, noch nicht geantwortet Vor der Anfrage bei Hakti Bel) trug das Komitee dem Generalissimus Mahmud Chefket das Groß- wesirat an, der tote früher entschieden ablehnte unter der Begründung, daß seine militärische Autorität unter dem Vorwurf, er hätte die Macht erstrebt, leiden würde. e Ueber das Schiffahrtsprivileg auf demEuph- tat und Tigris, das die Krisis hauptsächlich veranlaßt hat, entnehmen wir den Darlegungen Dr. Hugo Grothes, der durch seine große Forschungsrefte mit Mesopotamien durchaus vertraut ist, nach der „Köln. Ztg. folgende interessante Stellen: . , . , . Eines vor allem ist bisher viel bu wenig betont worden, nämlich daß die das alleinige Schiffahrtsrecht auf dem Eufrat !^d Tigr§ ergebende Kompagnie keine reine K^ftalistengruppe dar stellt, die wie eine Enenbahn- oder <5^1 f m b rt gef c II idxu t lediglich die Einrichtung und den 9Lu§bau eines DerkehrSdienstes betreiben wird, bei deren Gestaltung sie, da sie 'elbstnE Handel treibt also keine eigentlichen Interessen,verfolgt. £ ti n m ^..Eo., bie nn Augenblick den britischen Bestrebungen im Zerftschen Golf so ert)cHi(f>: imb unschätzbare Dort Pannbien,te leftten haben unb mit brei Dampfern -u je 250 Tonmn /mit Beiboot ie 350 Tonnen) ben Tigris befahren, ftnd bie g r o b tc 3 Lnrf- nVh Grßortfirma Mesopotamiens unb bes . k> ch e n P ersiens. Seit 1888 lauten ihre Dampfer Sä SS 3ahre Ioju erruni i Teheran über Kum und -sultanu- MbÄ^ft^iK^ö »t kba nb el snUberlaff ung SÄ'X’Ä * b-.-uch.-n --N- 3iCil^n?KTmhrb5flSC'tor^eÄrb d-r Ott-m-nisch-n G-s-N. aebühren öerhinberte, twte Belieben unter Berück- W., ben Tarif all«, ftckftigung ihrer ® eimWaren, bie England Sie könnte also die Emftchr. ^mmter -^xren, nicht auf .den .Ddarkt zu bruigen vnm 9^*^ burrfl w Nationen, tn dieser ober jener tfonn.o für birete Fr-ch-satz- erschwer«. Be- Konnossemente von engluchen Hafen nach Aasuao u AetzenerAMgerW _ M < Polin,chen Teil: August @cncral=3njciger für Sb-rh-ff-n MW HS oom^uage's'uh“ Hotationsörtid und Verlag 6er Ärühlichen Unlv.Guch- und Steletiruderet B. fangt. Reöattion, Lxpedttlan und Druderet: rqufftratze Anzetgenteil: H. Beck schildern: ,Lch persönlich", so sagte Dr. Lehmann, „habe mit dem Prä,i- benten nur die besten Erfahrungen gemacht, unb ich beroabre ihm eine dankbare Erinnerung. Denn ohne seine Unterstützung unb fein Verständnis für meine Aufgabe, wäre es mir kaum gelungen, in die Urwälder Nicaraguas einzubringen unb zu ben noch völlig rm Urzustände lebenden Jnbianerstämmen zu gelangen. Zelava gab mir einen Bries an ben Gouverneur bes an bie Ucroalbbejirre grenzenben Territoriums mit, unb wies biesen an, mir tnw mililäritd)e Bebeckung zu stellen, was benn auch geschah. Als ich ben Prösibenten in ber Haupt stabt zum ersten Male bt luchte, rourbe ich zunächst in einen Empfangssaal geleitet, ber mit Leinen, brr verschiedensten Art besetzt roar. Zwischen kaum bekleidet« Indianern unb Mischlingen saßen Herren in full brefj, in Lad- lriefeln unb mit Chapeau claque in ber Hanb. Wie verschieben aber auch bas Aussehen her Leute war, bie Lanbesuntugcnd beherrschte sic alle: Das Ausspeien. In Zelaya lernte ich einen Monn von burd>au5 guten Manieren kennen, ber das Franzosisd-e wie seine spanische Muttersprache beherrscht. Er ist ein etnxis wohlbeleibter t)crr, ber in seinem Straßenanzar« einen gar nicht üblen Einbruck machte. Auch seine Frau, Donna Bianca, ist eine ganz scharmante Dame. Ich habe ben Präsidenten dann später mehrfach noch besucht unb einmal sogar auf seinem Sommersitz. Zelaya hat sich zwölf Jahre aus bem Präsl- dentenstuhl gehalten, unb diese Tatsache allein schon bcioeiiL daß er ein Mann von Energie unb Tatkraft ist. Schon als ich bas Laub betrat, sagte man mir, baß eß mit feiner Herrschaft halb zu Enbe fein werbe. Er hat sich aber bann noch zwei Jay re behauptet. Die Mißstimmung gegen ihn war besonders dadurch gesteigert, daß er em Alkohol- und ein Tabakmonopol einaes.ibrt hatte, deren Erträgnisse in die eigene Tasche unb bie seiner 'Jin- bänger flössen. Es ist ja überhaupt die Finanzwirtid^ft fait aller dieser Republiken die Ursache der fast nie enterbenden Unruhen, ba immer eine Partei an bie Staatsbcippe will, non ber bie anbete sich natürlich nicht so leichten Kaufs vetbränge« lassen will! Von allen fünf Republiken Zentralamerikas erfdnen mir Nicaragua am rüdftänbigften, obwohl es unter biefem Präfibenke» immerhin etwas vorwärtskam. Die Hauptftabt Managua macht ben Einbruck eines Dorfes. Von einigen besseren Häusern abgesehen, enthält bie Stabt nur elenbe Hütten. Die traben sinh ungepflastert, bie Einrichtung in ben Hütten unglaublich Vrimiti». Vielen Aufwand treiben bie F r a u en. Biß zum Nschmittag sind sie unsichtbar und faulenzen in fast patadiesischem Koftüm t« ihren Wohnungen. Dann aber wird große Toilette gemacht, erst für die Ptsvienade und dann für das Theater, das übrigen^ nur als Nendezvousplatz betrachtet wird, um zu sehen unb gesehen zu werben. Unglaublich geht es in ben Ministerien zu. Alle Rang- untersdftebe scheinen verwischt, alles rennt unb läuft burcheinander, schwatzt unb raucht, unb wenn nicht bas Geklapper einiger Schreibmaschinen die lärmende Unterhaltung durchdränge, würde mait von Arbeit überhaupt nichts merken. Das Militär macht, wenigstens in der Hauptstadt, einen strammen Einbruck. Ei» früherer preußischer Hauptmann ist als Instrukteur tätig, ber wirklich etwas von dem preußischen Drill dieser Misdjrasse bet» gebracht hat. Wie überall in ber Welt, sinb auch in Nicaragua Deutsche zu finben. Nur sinb leiber auch Elemente barunter, die unserm Vaterlanbe nicht zur Ehre gereichen. Da sie nicht arbeiten unb doch sehr gut leben, so stehen sie in bem Verdacht, ©ölblüige ber Regierung zu sein unb ihr Spionenbienste zu leisten. Nockj immer ist für Zentralamerika Paris bie große Sonne, um bie sich bie Welt breht, unb in Paris längere Zeit einmal zu leben ober von bort Einrichtung unb Kleibung zu beziehen, ist ber sehnlichste Wunsch bet oberen Schichten. Jetzt aber beginnt man auch deutsche Kultur zu schätzen, und ich bin mehrfach in Mittelamerika Männern begegnet, die aus deutschen Unroeriitatert studierten. Vor allem ist es für die Aetzte eine große Empfehlung, sich an unseren Universitäten ihr Wissen erworben zu hoben. Was endlich ZeloyaS Zukunft betrifft, so mag er wohl hoffen, aus feinem Exil m Mexiko noch einmal zur Macht zurück- zukehren, doch ist es fraglich, ob es ihm gelingen wird. In gewissem Sinne hat sein Sturz etwas Tragildjeß, denn sein Gegner E st r a b a war ihm aus bem Gebiet bet Moskitoküste erftanben, demselben Territorium, das et aus den Händen ber Engländer feinem Lande zurückgewonnen hatte." Die Beratung über öen französischen Zolltarif. Paris, 29. Dez. Die Kammer nahm heute nachmittag in der fortgesetzten Beratung der Vorlage betreffend die Reform des Zolltarifs einen Zusatzantrag an, wonach jeder Industrielle oder Lxmdelstreibende, der mehr als fünf Arbeiter beschäftigt, die ihren Wohnsitz nicht in Frankreich haben, einer besonderen Steuer unterworfen ift; deren Betrag durch das Finanzgesetz festMsetzen ist. Schließlich wurde der letzte Artikel der Vorlage angenommen, nach welchem das Gesetz lam 31. März 1910 in Kraft, treten soll. Im weiteren Verlaufe der Beratung sprach der Handels- Minister Über daS Gesetz betreffend die Revrsion des Zolltarifs als Ganzes und führte aus, die Kammer habe ein weises und maßvolles Werk geschaffen. Der Präsident der Zollkommission, Abg. Klotz, sprach in demselben Sinne und ersuchte die Regierung, in allen Handelsverträgen die Besttmmung einzufugen, daß Streitigkeiten auf schiedsgerichtlichem Wege auszutragen sind und auf der nächste:! Haager Konferenz vorzuschlaoen, daß ein obligatorisches Sck/iedsgericht für Zollsireitigftiten g.schaf en toer.e Darauf wurde die Vorlage im ganzen mit 365 gegen 142 Stimmen ang enommen. Deutscbe» llctcb. Wie die „Koblenzer Zeitung meldet, hat das 2lus- toartige Amt an die HMtoelskammer zu Koblenz folgendes Telegramm gerichtet: Nach Mitteilung des kaiserlichen Botschafters in Washington ist die Bestimmung Über die Be- zettelungspslicht für Weine bei der Einfuhr nach den Bereinigten Staaten bis aus weiteres außer Anwendung gesetzt. Der Elsaß-Lothringische Lehrer-Berbandi hat jid) in seiner Vertreler-Veriammütttg am Mituoochf für ben Anschluß an ben Deutschen Le hr erve r ein autgefpwtben. Tie „jBartdruber Zeitung" meldet: Tct Kronprinz und die Kronprinzessin von Griechenland mu dem Prinzen und der Prinzessin ZriedriiL Kurl von Hessen trafen Mittwoch mittag -um Besuche der Großherzogin Luise in Karlsruhe ein. Prinz und Prinze,jrn Mar geleiteten den Besuch ,zum 3d)Lob, wo Tframiltenjrübftnd ftattfanb, zu dem außer den genannten Furstlüchkei.en der Großherzog und die Grobhc z gin e:f .,4en:n. Nackim t ap besuchten der Kronprinz und hu L.orurinze.s n von (bnc- chenland, sowie die hessischen Herrschaften das Großherzog^- paat im PalaiS und reiften, Dom Großherzog und oer Großherzogin zum Bahnhof geleitet, um 5 Uhr 38 Min wieder ab. — Heute abend um C Uhr 11 Min begrüßte daS Großherzogspaar am Bahnhof den Herzog und die Herzogin Johann Albrecht von Mecklenburg, ioddje auf der Durch jährt in Karlsruhe kurzen Aufenthalt hatten. 2luslmiö. Au» Stadt und Land. (Sieben, 80. Dezember 1909. 3m ö sterreichischen Herrenhause begann am Mittwoch die Beratung des Budgetprovisorium s Grab- mayr gedachte der friedlichen Lösung der Annepumskrise, die auch der BundeStreue deS Deutschen Reiches z,u danken sei, begrüßte die Reform der Geschäftsordnung des Ad- Bllnonetenhautes und trat den daran von manchen deutschen reisen geknüpften Befürchtungen für die Deutschen em gegen. Solange die beuti'dr Einigkeit gewahrt bliebe, glaube er nicht an int Möglidikeit einer Vergewaltigung der Deutschen Die volle Gesundung des Parlaments aber sei nur möglich, wenn der deutsch-tschechische Ausgleich endlich gelinge. Ein Sm'temwechsel wäre lebhaft gu beklagen. Er verweise aus die großer. Sympathien, welche der Ministerpräsident Bienerth infolge seiner korrekten, nationalunparteilichen Geschästsiuhrung im Hause genieße Der Redner wandte sich sodann geaen die Aus' teihmg deS PoriefeuUles nach einem selten Zifiernschlüsjcl. Er wuniche dem Minisrerpräsidenten noch reckt viele glückliche Tage und rufe den Deutsd-en zu: „Sursum corda!" Lebhafter Beisall.) AuS Paris kommt eine verspätete Unglücksnachricht: Ter Befehlshaber deS Tschad-Gebietes meldet: 200 Krieger des Borku-Stammes griffen am 2 7. November daS Lager der Kamelreiter bei Kenam an, 45 Kilometer nordöstlich von Mao. Auf französischer Seite beträgt die Zahl der getöteten und vermißten eingeborenen Schüßen zwanzig Auch wurde ein Leutnant verwundet. DaS Lager wurde in Brand gesteckt. Tie Be- fofcung von Kenam ist unverzüglich verstärkt worden. Nach Erörterungen, welche zwei Sitzungen in Anspruch nahmen, lehnte die russische Reichsduma mit 151 gegen 8h Stimmen die Besprechung der Anfrage übet die Ermordung de» Ehefs der politilcken Polizei Karpow ab. Wie aus London gemeldet wird, legten aus Anlaß des 100. Geburt» t ages Gladflo nes cme bulgarische Ab- •rbmmg, eine rufsisck>e, armenische und andere au»Iänbifd)C Abordnungen am Tentmal Gladstones Kranzspenden nieder Eine Anzahl fy*n»rragcnb(T Persönlich leiten vereinigte sich lmur dem ik>rnv des Oordgrvschau,>,lerS Lord Lorelnirn zu einem Festmahl, bei dem ein Vertreter der bulgarischen Avvrdnung an bad unver- geschiche Wirken C^Inbflmtc-? fftr ote feinen Nationalitäten erutnerte Nack» dem „3lbam" ließ der Wali von Pemen, der sich an den £rt dec Ermordung der Forsdfungsreisenden Bnrck- hardt und Benzoni begeben hat, fünf Einlreimische verhalten. Au» Melbourne wird gemeldet: Tie wmterenz von Per- tretem her britridm ‘Jlhntiraliint. des auftraliidjen BurtdcSnaates mio der Neuseelands- und sZidichi-Im'eln, die sich mit der Stage der drahtlosen Telegraphie i m Stillen Ozean bc- fasch', cntp:abl die Errrck'tung von HvehkraftftatIonen m Sydney, de: Taubtsef, Ban, in Neuseeland. 3-uPn und den Csenninieln, Mittelkraftstalronen auf den neuen Hebriden und den Salomon htidn. Alle Stationen sollen unter der itontrolte der Negierung steh.n. ICircbc unO» schule. Ter Preußische Lehrerverein hat auf seiner Vertreterversammlung in Magdeburg nach einer ein# g henden Aussprache cinftinnni nach ch nde En schließung angenommen: „Die 2. ordentliche Bertretervcrsammlnng des Preußischen Lehrervereins erhofft von der bevov- fl eh end en Berwaltungsresorm eine derartige Ge# jaltung der preußischen Schulverwaltung, daß 1 die Ber- traltung de» gesamten höheren und niederen Schulwesens einem besonderen Unterrichts Ministerium übertragen werde, 2. in allen Instanzen der staatlichen Schulverwaltung, Lelirer und andere Personen, die des ErzielmngSwesetiS kundig sind, zur ehrenamtlichen Mitwirkung herangezogen werden, 3. der Schule der durch ihre Eigenart bedingte Schuß vor .zu weitgehender einseitiger persönlicher Einwirkung, der jetzt dis zu einem gewißen Grade in der Brzirksmstimz durch die kollegiale Verfassung der SIbtetUingin für Kirchen# und Schulwesen gemährt tft, mindestens erhalten bleibe und daß deshalb diese Abteilungen nur unter der Bedingung beseitigt werden, daß für sie ein nach dieser Richtung hin vollwertiger Er# fatz gesck>asfen werde, 4. die hauptamtliche Kreisschulinspektion durch Fachleute, die sich im Dienste der r^lkSschule praktisch bewahrt haben, ^ur allgemeinen Durch# führung gelange, daß aber die Tiszrvlinaroefugnijse dieser Instanz eine Erweiterung nicht erfahren." — Jubiläum Am 2. Zanuar 1910 sind es 50 5ihre, daß der Direktor der Bezirkösparkasse Gießen. Herminn ,2'0ring, in den öffentlichen Dienst trat Dem beschei- denen Wesen deS Jubilars entspricht eS. wenn er diesen Tag in aller Stille zu Hause verleben will. Wir müssen unS deshalb darauf beschränken, dem alten Veteranen der die Feldzüge IW- und 1870 71 mitgemacht bat. auf diesem Wege die hcrtfidiften Glückwünsche darzubringen Möge der Jubilar noch recht lange sein verantwortliches Amt in körperlicher und geistiger Frische versehen und ihm an der Seite seiner treubesorgten (Katrin ein tvohlverdienter schöner LebenSalnnd befd)leben sein . — Schäfer # Berlammlnng. Am Sonntag bau 9. Januar findet nachmittags in Lich bei Gastwick Louis Heller eine Versammlung dc-Verein- deroberhefstschen Schäfer statt. ee Schmetterlinge zwischen den Jahren. Der 2. RedaktionSschmetterlmg. ein munteres Tagpfauenauge, wurde uns heute überbracht. Er wurde von einem Leser deS Blattes in der Nabe der Tampfziegelei gefangen. •• Eine nette Geschichte von einem Schuhmacher- meister aus Gießen, der nach Rranffurt a M gefahren sein soll, um Einkäufe zu machen, dort ein galantes Abenteuer erlebt bat und bann mit einem 6 Wochen alten ff nhe hier wieder angekommen ist. wird feit einiger 3eit in der Stadt erzählt- )n den lebten Tagen werden sogar Staunen von 2 Meistern genannt, deren Familie sich auf dem Wege über Frankfurt a. M um ein Haupt vermehrt hätte. Zchaoe nur. oaß von der ganzen Hache !nn Wort wahr ift. Das Geschrchtchen ift nämlich den Erzählungen von SUreb Bock , Wo bic Straßen enger werden" entlehnt- Unser heimischer Dichter hat in dem Bändchen ähnliche ffdoptivvater-Erlebnisse von einem Leder Händler erzählt, der nach Frankfurt zum Einkauf gefahren ist. Seine Erzählung nt allerdings hübscher als der zweite Ausguß, der jetzt in Gießen Der- .apft wird und der sogar in einem Friedberger Blatt zum Abdruck gekommen ift = Heuchel beim, 29. Dez. Ter Jagdaufseher Otto Motwatd, von dest n trauriger Lage gestern berichtet wurde, tft Vater von sieben Kindern im Alter von P/> di» 12 Jahren; sein Augenleiden, bo6 ihm da« Licht auf dem einen Auge ganz, auf dem anderen Auge zum größten Teil genommen hat, ist unheilbar. Die Sammlung, an der sich an der Spitze der .Allgemeine deutsche Iagdschutzoere n'. bezirk Nheii.land, und in hervorragender Weise die Wetzlare, Jägerei deteilgie, hat einschließlich deS Teiker'ichen Gemälde» vis jetzt annabeind 2INM) Mk. aufgebracht. TaS Gemälde wird mit behördlicher Genehmigung und unter bebördlichei Aufsicht am 31. dS. Mts. verlost und die 300 Loie sind bie aus w nige Stück unteraebrachi. Herr August Nilbmger gibt Lose zu 2 Mk. noch ob; ebenso können daselbst Spenden, die dem bedauernswerten Manne zugedacht sind, abgegeben werden. (:) Leihgestern, 29 Dez. Verspätet eingegangen ) Der Abend des 2. Mi nachtSseiertages vereinig:- Die Mit- gfieber des ffa n i n d)e n • und G e f l ü g e l z u ch t v e r - einS m;t Frau und K ndern im Resiauran z im Bahnhof zu einem Familienabend. Ein geschmähter E r stbaum, unter dem Geschenke für die Kinder ausgebreitet waren, .eierte den kleinen Zestsaal. Herr Schraoer eröffnete bic Feier durch eine kurze Ansprache. Nachdem einige Deih- n.rchtslieder gesungen waren, erfolgte die Bescherung .hieraus wurde g m in am Kan nchenl ra en g g ss n roara f An'p^ack/en, humori,tische Borirägc und Ge.ange die Teilnehmer noch lange bei ammenhielten. = Taubringen, 2«. Tev Herr Karl Schäfer begeht am 1. Fomiar 1910 sein 25jä brigeß Dienst- fu bild um als Polizeidiener unterer Gemeinde. = 21 d), 29. Dez. Anläßlich Der Verlobung der Prinzessin Dorothea von Solms-Hobeniolms-Lich erschien kürzlich ganz unerwartet die Gießener RegimentS- ka veile vor dem Schlosse und brachte ein Ständchen in Form eines fast einitünöiqen Frühkonzerts. — Die Gründung eines V o l k s bi l d un gs v ere i n s, der nch dem Ahem- Pkainschen Verband für Volktzbildiing und verwandte Bestrebungen anglicdern soll, ift hier in Aussicht genommen. Tic Bestrebungen eine« solchen Verein«, wie ihn die Nachbar- Häbte Hungen und Laubach z. B. schon lange besitzen, würden auch m Lich auf guten Boden fallen. • Ettingshausen, 29. Dez Nach längeren Verhandlungen wurde heute im Beisein des Regterungsrats Merck der Gemeinde st einbruch versteigert- Höchst - bietender blieb Pflastermcister Launsbach von hier mit 6900 'JJtf. n. Schotten. 29. Tez. Die Zweigv ereine Frankfurt und Offenbach des Vogelsberger Höhen-Elub unternehmen Sonntag den 2. Januar von hier ans ihre erste gemcinsmue Wanderung int neuen Fahr auf den Höhere) d 8 k o p f, wo ein gemeinsanicS Vtittagessen stattnndet. ^)tach der gegen 5 Uhr erfolgenden Rückkehr Ul ein geiniit* licheS Zusammensein der beiden Vereine mit dem Haupt- oorltand des Gesamtklubs und dem hiesigen Zioe'qvereinc in der Turnhalle vorgesehen. Um 8 30 werden Die frankfurter und Offenbacher die Rückfahrt antreten; erst nacht« gegen 1 Uhr treffen ne dann wieder an den Ausgangspunkten ein - eine anstrengende Leistung. — Schlitz, 29. Dez. Nachdem das von dem Grasen von Sckstitz für sein Schloß und die umliegenden Lekonomie- gebäube erbaute Eleitri-ilätswerk Mitte November b. I in Betrieb genommen worden ist. ist es. wie das hiesige Lokalblatt verlündet, am 16. d. Mts. von Baurat Schooert aus Darmstadt geprüft und abgenommen worden. Tas Resultat soll vorzülich jein: die Kosten betragen nur 40000 Mark und die Kilowattstunde soll sich auf 22 Pfg. berechnen. Der Graf hat Damit seine früheren Ansichten geändert und, wie in seiner Kundgebung vorn Llpril 1908 den Schlitzern angejagt wurde, seine Besitzungen nicht an das städtische Werk angeschlossen und auch feine Schneidemühle nicht an die Stadt verlauft. Das städtische Elektrizitätswerk, mit dessen Bau in der letzten Septemberwoche begonnen wurde, wird nun Mitte, spätestens Ende Januar 1910 in Betrieb gestellt. Es besitzt eine Turbinenanlage und Lotomobiibeirieb und kann wohl als eine neue Errungenschaft der Gemeinde bezeichnet werden. Bei allen Hetzereien gegen das Derk ift doch, und namentlich in den letzten Wochen, die Beteiligung der Bürgerschaft so zahlreich geworden, daß man opne optimistische Anwandlungen seine Rentabilität schon für das erste Jahr in Aussicht irellen kann. Von den ca. 600 Haushaltungen der Stadt sind jetzt ca 250 mit über 1800 Lampen Lichtbezug ange- meldet, von Motoren für jetzt 17, im ganzen 37 mit ca. 120 PS. und eine weitere Anschließung gewerblicher Betriebe, die jetzt mit eigener Einrichtung arbeiten, sieht in AuSsickst. Man kann also Der von „wohlwollender" Seite Den Hausbesitzern in Aussicht gestellten Steuererhöhung Durd) das Elektrizitätswerk benchigt entgegenjehen, und die e cmeinbe hat außerdem bewiesen, daß sie auch den Weg- 'all eines Großabnehmers ertragen kann. Das (Entgegen# kommen der Einwohnerschaft verdient überhaupt alle Anerkennung. Die Aufstellung der sehr zahlreichen Tach- ständer wurde auch von den Hausbesitzern. Deren Gebäude jetzt noch nicht an die Leitung angeschlossen find, gestattet, und nur in ganz einzelnen Jällen .2 oder 3) mußten Masten ausgestellt werden. DaS Städtebild ift dadurch gar nicht beeinträchtigt und hat, da man vielfach die alten Lampen für elektrisches Licht einrichtet, seinen eigenartigen Charakter behalten. ? Von Der Ohm, 28. Tez. Ter Gesindewechfel, Der nch alljährlich am Dritten Weihnachtsfeiertag voll- zieht, verliert immer mehr ferne früheren Attribute: Gesana und Klang, Umzug und Ccffentlid)feit. So vollzog er sich auch gestern in Den meisten Orten auf ruhige, kaum be- mctfenSiperte Weise. Damit geht aber etne Sitte früheren Volkstums verloren, bic allerdings in Den Nahmen neuerer Zeit mcht mehr paßt. ----- Ailiingen, 29. Tez. (Verspätet eingegangen). Am 2. Weidnachtsfeiertage veranstaltete Der .Klub Einigkeit* im Saale des Gastwirts Karl Strack I. eine Theater- .iiifiübrima. Die sehr gut besucht war. Daß reichhaltige Pro» I grainni wurde von Dem Publikum mit großem Verfall auf» Da die hiesigen Rind- eine In, Tie freier haben rott i: n letzte ist wohl al« die am Wir oerdaicken die Feier verein mit unseren Schulkindern, ichon seit vielen Jahren unD Die he*ten gelungene zu bezeichnen. unserem 1. Lehrer I^eix dtcridHsfanl. Beuth en, 39. Dez Den verbrecherischen Ein f I u 6 der Schundlektüre Hat sich der wicderho't vorbestrafte Bergarbeiter Slomka zunutze gemacht, um eine kg. Kirchhain, 30 T«z. vieh Märkte in den letzten Jahren immer mehr zurück- gegangen sind, wurde von der Stadtvertrelung eine üvm mi.sion eingesetzt, die die Gründe des Rückganges fcfrf:dien und Borschlage zur Hebung der Märkte machen soll — Bei der hiesigen Sparkasse nrirb vom 1. Januar 1910 an die tägliche Verzinsung eingeführt. — Infolge ungun [tiger BetricbSergeb nisse der dem Krers geh.r^n den O h m t al ba b n ist die Nacherhebung von ftrnKtutr • erforderlich geworden Hiervon entfallen auf die Star: Kirchhain ca. 1850 Mk. — Durch vermehrte Ausgaben an genommen. Lehrer Thöt sowie Du TtiVpieler fanden leb. hafte Rneckeni ung. s Boinh erm , 29 Dez. Ein frecher Raudanf all fand gestern nachmittag auf der Straße von ^rau-Naufe^ nach dem Zivi en statt Der Schwei nebunDler Adam Veyen Dörfer au? Nieder-Stlrngen, Der ^egen Abend den Deg an Salbe passierte, wurde von zwei strolchen Überfällen, über, loältigt und feiner Barschaft in der H beraubt. Tie Täter entfernten sich fth.euniqft nt den Salb, ohne daß man chre Spur ermitteln konnte. Krimi na kom. mif.är Daniel weilt feit beule mittag in der Nähe des Tat- orte-, um du Sauber zu ermitteln. — Obenho Uten (Hr. Lvetzlar) 28. Dez. B,« jr^. fehlt noch jede Spur über Die 36 Jahre ölte Aiaorren. orbeuerm Raroline ÜJagner, Du seit vor Weihnachien oen hier verfchwunden ist. Polizeisergeant Jakob au» Detzl^ konnte mit dem Spül Hund .Nowdy' seil Nellen, dog Do» Mädchen wahrscheinlich im Lahnstuß ihren Tod gesucht nnä vfunben hat. Ein am Ufer Vorgefundene« Tuch beuänqt diefe Vermutung. Infolge de« hohen Wasserstande« blieben oi« jetzt alle Nachfor'chunqen ohne Erfolg. = Fellingshausen, 28. Dez. (Verspätet rin» gegangen.) Erne schöne Weihnachtsfeier veranstaltete am 1. Feiertag abend in der Kirche gemeinfom unser Gesang. £anO*tx>irtjdiafL [] Marburg, 29. Te<. Der in oirieui Jahre tuet gegrfmbe.t KreiS-Ziegenzuebt-Verein hielt beute inner Dem Poti < des L'anDrall oieb. Neaieruugsrai o. N e ge lei n seine 3aoitt versaimuluuq ab. Wie aus Dem Fahresbericki erficht lick) war, fars der Verein, der jetzt schon m ACbn Cneguiouen übet 45o i'utghet« iiiiüayi, auf gute Er olge m der pebiuig der Zucht ^er -9uq M kleinen J’lanne«" zuruckdlicken. Ter Verein beobfubu.v, ■ fommenben Fahre, vielleicht am dritten Bnngsttage. in Halbe, aH Vorbereitung zu Der Beschickung Der Ausuelinna Der deutle^ '^anDivirischaita-Gesellschast m Kassel, eine Ztegen-Ausstellung uni einen i'ommennaiü zu veranstalten. — Bei Der Viediädluns iin Hreeite 'Marburg ergaben Nch salgende Ziffern Geböne 7M (gegen 7559 im Variabr, Webo'te mit Jieb'ianö 6511 »5603, vandhaltungen nut Viehstand 5367 (5 61), 'Werbe 5406 (38v?l Ninder 26 586 (28 149), Schafe 13 428 (15651), Schweine 24 4! (.'4 072». Vermifditc». * Die Königin der Belgier al« Sarnariterin Bon der otanaHin König Albert L, der nruen König« rv Belgien, weiß der Gil Bla» etnm charak^ttsmchen Borlall P erzählen, der iick erst turUid) ereignet.* und b.*r tnr intb das ungezwilngene, liebevolle Deien der Königin oie»
  • - mc große jtiitr ah;vx»rn un .-»oum uui« ■ JleD.jm gegeben M Art Diebesschule zu bilden und dadurch ein forgr> freies Leben zu führen. Er machte sich an den Lehrling Guzy heran, der erst 15 Jahre alt war, und schenkte ifrr ~ tzahl Nik Karter^csckichten, btc die Phanla.ie Dd Burschini aufregten, so daß er bald soweit war, e# in die Hände fiel. Die gestohlenen Gegenstände rourber verschärft und Guzy erhielt von Slomka das Lob, da; er es noch einmal zu einem tüchtigen Räuberbauptmanr bringen werde. Inzwischen halte Gn^v die Schur., bücke: zweien seiner Freunde, einem WagenstSper und einem Gatt nerlehrling, geborgt und sich diesen gegenüber mit brr Lvbe des slomka gebrüstet. Infolgedessen wurden nun au : diese beiden vom Ehrgeiz gepackt, es Guzn gleich zu tun Beide unternahmen mit Guzn verschiedene Einbruch. derer Erlös wieder zu Slomka wanderte. Die Verhandlung ergab die Schuld der Angeklazten. Slomka erhielt al« D, jtifler drei Jahre Zuchthaus, die brci jungen 2eui fünf bezw. drei Monate Gefängnis Außerdem erhielte noch zwei Hehler einen dezw. zwei Monate Gefängn.k Die verführten jungen Leute wurden vorläufig ihren (tuen übergeben. _ Gehältern und Löhnen auf der hiesigen Station vermindert )id) die von Der Staatseifenbahnvecw.iltung an die Stadt- lasse zu zahlende Steuersumme von 1900 auf 700 Mk. Ohm, Kleie und Dohra führen durch die Regengüsse der letzten Tage Hochwasser, der ganze Diesengrund mv Zuß der Amöneburg ist unter Safser gesetzt. W. Frankfurt a. M., 29. Dez Tie Zeichnungen zum Garantiefondo für die „Ausstellung für Sport und Spiel" sind im besten Oang und l>al)en Die Germs - heit gebracht, baf: Der GarantiefonDs eine anselmliche >> bc erreichen wird Tie Vorbereitungen für die geplanten Veranstaltungen sind bereits recht rocu gediehen Iie einzelner Termine sind bestimmt und für die meisten Spiele un) Turniere sieht auch das genaue Programm fest, ba* sich dur. große Reichhaltigkeit auSzeichnet. ES ist für große Abwechslung gejOrgt, was Der AnzielningSkraft der Ausstellung besonders zugute kommen wird. jungen '___________ __, . .. -» den Helden dieser Geschichten gleich tun zu wollen 5U>mf< leitete ihn nun regelrecht an, Einbrucksdiebsiahle zu begehen, von deren Erlöse beide ein froh ' ' konnten Der junge Mensch beging denn auch einen (hn- brnchsdiebstahl, bei dem ihm eine meihe von Gegenstände» ton gelt on. von-dlS von-biS 00 00 70-72 00 60—66 00 00 Literarisches. im*Deschäftsleben unserer Zeit Amtliche BeknIrntmachrrngen der Stadt Gießen Unsere Niederlassung Giessen Dietx Müller B*/, 00 00 00 00 00 00 00 00 00 50-56 44-48 40—43 83-93 74-82 70—74 Kälber. feinste Mast- (Vollmilchmast) und beste Saugkälber......... Mittlere Mast- und gute Saugkälber. Geringere Saugkälber...... Schale. — Tie Zeitungs-An nvnce ist ein wichtiger Faktor ......Z-'-t qciwrbcit. In weiten Kreisen von Industrie und fcanbei sieht man deshalb dein alljährlich um die Jahreswende erscheinenden Zeitungs-Katalog der Anwni Vriginal-Drahtineldungen. Neuwied, 30. Tex. Tie Don Dcn'tfjicbcnen Mattern gebrachte Nachricht von der Ber ya i tun g d e s M ö r bcrs öter Nickel bestätigt sich Nicht : bic Person, die man für ihn hielt, wurde bereits gestern abend wieder frcigelassen. London, 29. Dez. Bei einer in Irl in haltenen Rede erklärte der Generalpostineister 1 Gegner der Regierung versuchten das Volk mit der Redensart zu schrecken, wenn nicht die Wahlen zugunsten der Lords aussielen, würde man England bald im Besitz von Deutschland finden. Jede Regierung habe die Pflicht, für eine ausreichende Landesverteidigung zu sorgen; da er eben England vollkommen gesichert gegen jeden An griff halte, so könne er solche Versuche, Zwist zwischen England und Deutschland zu säen, nur auf das Schärfste vcr- hergesteüt aus Münchener Kavu- zinermalz, empfiehlt 10903 Restauration Spuck (Braucrciauöfchanki 38 Kord-Aniage Votlfleischige Schweine über 2'/, Zentner Lebendgewicht........ 58.00-60.00 73—74 00 Ietticknverne über 3Ztnr. Lebendgew. 58.50-60.00 73-76 00 fleischige Schweine.....5?.00-59.00 03—73 00 pro 100 Pkd. fchnulsvieiS Nrdcnb LLlachk- pro l>>0 Pi0. geoldit Ledend« Schlucht gewichk c anselhtlichk vo die geplanten^ Heu. Die cm.':: leisten Spiele tt n sesi, das fidite ist für arch & ast der Wslellr Neves eoiierfmt Neue -°lz- uni) Eißg-Gurken Neue Rote-Wcu Feinste Preiselbecreu Feinstes Anscl-Komstt empfie&U [4709 Georg Wallenfels Markt 2L vis-ä-vis b. Engelavorh. Ainliicher Wetterbericht. Oeffentlicke Wetterdienststelle Gießen. Allgeineine Wetterlage feit Mittwoch früh: Während der Druckwirvel über der Cüice nach den rulnschen Ostseevrovinzen gezogen ist und ganz Dkiitschlaiib abkuhlende 9lorbinmbe gebracht hat, ist voii Westen her cm kräftiges JöortiDmd gebiet b»S ßranfreid) ooroerücft und hat emc Abnahme bei Beivölkung imb ber Nieder« chläge hervorgeruien. In ben Pstitelgebirge'.'. herrscht schon heute morgen Frost. — Ein neuer, intensiver Tie'druckwiibel taucht bei Island auf, ohne vorderhand unser Wetter -i> bcemflufjcn. «-at westliche poch ^icht oüroäits über Deutschland. — In eub« unu Ostdeutschland herrscht Schneeslurm. WetleranSstchten in pesten am Freitag dem 31. Dezember 1909: Zunahme der Abkühlung und Frost, trocken Reste Neu einactrofscn: Rette zu Kindcrkleidcrn.Bluiclt, Hauskleidern, Strafrcnklctdern, Paletots, Herren'und tinabcu: Anzügen, eiuLelnenHoieu usw., ioiuic ganz kleine Rette für Pupvcnkleider -c. Gietzencr Restc-Lager Neuenweg L8. 6585 Jahre hier ge$r?: me unler dem k:: klein ieme V ll ersichllich war, Ie H übet 450 ’W Aiecht ber ,M" nn beabikhiiiV- Maye, w Loide.1 lellung der dere:^ lefteii'Anslieliunz c der ^iebtähli. Ziffern Teböill '» Wand 5511 W Pferde 3405 )1), Schweine W 3d)Qfe 218, SMweine 5 o, Ziegen 0. Tendenz: Halber flau, Schafe mittelmäßig, Ueberftanb gering, Schweine schleppeiib, incht geräumt. Preis Durch« die lÄ A; re- pselgs >- ut \ 1000 fach bewährt hat nck ber Fenchel- honis aus der Germania. Drogerie bei Hutten und feit der Sinder. lG2ys Probestaiche 30 Pf« , Germania-Drogerie Carl SelbeL Betr.: Tic Unfallversicherung der in land und forstwirtschaftlichen Betrieben beschäftigten Personen: hier: 5orl> sührung d,es llmlagelatasters für 1909. Bekanntmachung. Das Ilmlagetotaster der land- und forstwirtschaftlichen Denu'S- genossenschaft, lortgejührt für das Jahr 1909, liegt zwet Dachen lang, nämlich vom 31. Dezember 1909 bis zum 14. Januar 1910, auf der Bürgermeisterei — Zimmer Nr. 2 — zur Einiichl der Beteiligten offen. Etwaige Einsprüche gegen den Inhalt dm cs Kataster-?, gegen die Aufnahme oder Mcktaufnahmc der Neben betriebe in das Kataster, gegen bereit Veranlagung und gegen die Einschätzung der Betriebsbeamten und Facharbeiter sind urner- halb einer Frist von vier Wollen nach Offenlegung bet dem Vor ftanbe ber land- und sorstwirtschaNlichen Deruisge.nostenschan ut Türmstadt bei Meldung sp.rterer Nichtberücksichtigung vorzubrmgcn. Gießen, den 28. Dezember 1909. [B30/u GroÄerzogliche Bürgermeisterei Gretzen. I. V.: Keller. Qanöcl Mannheim, 29. Dez. Wie dem „Mannheimer General- Anzeiger" mitgeteilt wird, gründet zu Beginn des neuen Jahres ein Konsortium, bestehend aus dem säxhhrcitcruchen Bantverein in Bases, der Süddeutschen Tisronto-Gesellschaft, Aktien- Gesellschaft in Mannheim und der Bank von Elsaß-Lothrmgen m Straßburg im Esiaß ein neues Hypothek en - I n st i t u t unter der Firma Bo d en kr e d t t - Ba n k t n B a s e l Kredit Joncier de Bases Das Kapital ist auf 10 Millionen Franks festgesetzt, wovon u Millionen Serie A imb ö Millionen Serie B. Es sollen hierauf zunächst nur 25 Prozent ciNgezahlt werden, doch ist zunächst die Dollzahlung ber Serie A vorg-sehem s.os neue Institut soll Lypothekengeschästc nicht nur m der Schwerz, «nifeern auch in anderen dafür geeigneten Ländern machen burien. Tie hereingenommenen Hypotheken werben zur Sicherstellung der auszugebenben Pfandbriefe und Obligationen verwendet. Im ganzen soll aber nickst mehr als der zehnfache Betrag des rur- bezahlten Altienkapiials und ber Reserve m Psandbrtefen und Obligationen ausgegeben werd n. Märkte. fc Frankfurt a.M. D i e h h o'-M a rkt b e r i ch t vom 30. Tez. Austrieb: Ochse» 49, Bullen 00. Kühe 89, Rinder 00, Kälber 1066, beteiligt sind, zu verwenden. Eine anderweitige Verwendung des Baugeldes ist dis zu dem Betrage statthaft, in welchem ber Empfänger aus anderen Mitteln Gläubiger der bezeichneten Art bereits befriedigt hat. . . Ist der Empfänger selbst an ber Herstellung beteiligt, so darf er das Baugelb in Höhe bet Hälfte des angemessenen Wertes ber von ihm in ben Bau ücrroenbetcn Leistung, oder, wenn bte Leistung von ihm noch nicht in dem Bau verwendet worben ist, ber von ihm geleisteten Arbeit und der von ihm gemachten Auslagen für >cheri schenk | der wiederholt ss'I ie gemacht, m I dadurch tin $l A an den i X, und scheiß fc I e die PhanM^I bald i*»*: in wollen, rirr -1 jssdiebstähle 9-, I jftfje» 2e» ltV. ssa SM ssy »•SS» zffnete sie den Mastien und entnntim ihm t$r CßTln Uno leite begann sie auf ihrem geliebten Instrument zu spielen, mit all K Innigkeit und Kunst, die ihr eigen imb. Das Getto blieb ut dem (feinen Krankenzimmer. Drei Wocken lang hielt täglich der Vagen der Prinzessin vor dem ärmlichen Hause, drei Lochen lang stieg sie täglich die vier steilen Halztreopen hinan und spielte vor dec Kranken Eelbo, bis das Siechtum überwunden und die Frau genesen war. * Gin 13jähriger Theaterkomponist. Aus London wird berichtet: Eine ungewöhnliche Vorgeschichte hat bi; neue Pantomime „Einderella", die in nächster Woche im Londoner Strand-Theater zum erstenmal in Szene gehen wird. Denn der Tonsetzer des Wert-.-« ist ein 13 jähriger Knabe, der Beine Moritz Lützen, der bic Musik eigens für die Londoner Kindertänz^rin, die kleine Math Glynne, geschrieben hat. Der jugendliche Kam ponist hat einem Besucher die Geschichte seiner ersten Theater- bid;tung anvertraul; er erzählte mit kindlicher Begeisterung^ m;e er eines Tagrs mit dem Verfasser einer anderen Panwmime im Theater die kleine Mary Glnnne tanzen sah, itber jug-rntKickse Musiker war so begeistert, daß er keinem Begleiter sofort sagte, für diese reizende kleine Tänzerin müsse et Musik schreiben. Mr. Austin Fryers erklärte sich sofort lächelnd bereit, ein Libretto dafür zu verfassen. „So ging ich nach Hause und komponierte. Dann brachte ich die Musik dem Direktor detz Strand-TheaterS und sagte ihm. Miß Mary Glynne würde daS alles sehr schön und gut machen. Er läck-elte: aber als er die Musik hörte, willigte er doch ein. Ich bin sehr stolz, für meine kleine Freundin komponiert zu haben. Das ist alles, was zu erzählen ist," meinte der kindlich« Komponist einfach, „feit meinem, 5. Jahre komponiere ich und es macht mir viel Spaß." Die Pantomime, die von einem Kinde für ein Kind geschrieben ist und nur von Kindern dargestellt werden soll, ^wird ber junge Tonsetzer selbst leiten. Dar kleine Lutzen ist als Sohn ungarischer Eltern in England geboren und sein musikalisches Talent hat bereits lebhaftes Aussehen erregt. Ter Knabe hat schon rnelmach vor Fürstlichkeiten gespielt und aus den Wunsch des Präsidenten Loubel hin sogar einmal die Kapelle der sranzüsifchen 8 1 Der Empfänger von Baugeld ist verpflichtet, das Baugeld ,itr Befriedigung solcher Personen, die an der Herstellung Des Saues auf Grund eines Werk-, Dienst- oder Lieferungsvertrags il(fl Baugeld sind Geldbeträge, die zum Zwecke ber Bestreitung ber Kosten ein-s Don s in ber Weise gewährt werden, daf; zur Sicherung ber Ansprüche des Geldgebers eine Hypothek oder Grund lanao an bcui zu vevauenden Grunditücte dient oder die lieber- tragung des Eigentums an dem Grundstück erst nach ganzlichcr oder teilweiser Herstellung des Banes erfolgen wll. Als Geld- beträge, die zum Zwecke der Bestreitung der Kosten eines Baues gewährt werden, geltn insbesondere: 1. solche, bereit Auszahlung ohne naßere Befttnimung des Zweckes ber Verwendung nach Maßgabe des ^-ortschreitens des Baues erfolgen soll, . . L 2 solckse, die gegen eine als Bau gelb Hypothek bezeichnete Hypothek.8 33) gewährt werden. , § 2 Zur Führung eines Baubuchs nt vervnichlet, wer die Herstellung eines Neubaues unternimmt und entweder Baugewerbe- treibenber ist oder sich für den Neubau Baugelb gewähren läßt, lieber jeden Neubau ist gesondert Buch zu führen Neubau im Sinne dieses Gesetzes ist die Errichtung eines Gebäudes auf einer Baustelle, die zur Zeit der Erteilung der Bauerlaubnis unbebaut oder nur mit Bauwerken untergeordneter Art oder mit solchen Bauwerken besetzt ist, welche zum Zwecke der Errichtung des Gebäudes abgebrochen werden sollen. Aus dem Baubuche müssen sich ergeben: 1 die P.r'onen, mit denen ein Werk-, Di.nst- oder Lieierungs- v er trag abgcschlosten ist, die Art dr dteiew Personen über» rragenen Arbeiten und die vereinbarte Vergütung; Weitere Masthaunnel und gut genährte Schale...........31—00 Y!ci"ig genährte Hammel und Schafe (Plerzschastf.........22-26 Schweine. Sicherung der Banfordernngen. Nachstehend bringen wir die bereits in Kraft getretenen Vor schritten des Gesetzes über die Sicherung der Bausorderungen vom 1. Juni 1909 zur Kenntnis der Beteckiaten. Gießen, ben 28. Dezember 1909. [B8O/12 Grobherzogliche Bürgermeisterei Gieße«. J.B.: Keller. 2. die auf lebe Forderung geleisteten Zahlungen und die Zeit dieser Zahlungen: . 3 die Höhe ber zur Bestreitung der Baukosten zugesicherton Mittel und die Person des Geldgebers sowie^Zweckbestim-' mung und Höhe bcricnigcn Beträge, die gegen Sicherstellung durch das zu bcbaucitbe Grundstück S 1 Abi. 3 . jedoch nickst zur Bestreitung ber Baukosten gewährt werden 4. die einzelnen in Anrechnung aus die unter Ziffer 3 genannten Mittel an den Buchführungspflichtigen oder für seine Rech- rung geleisteten Zahlungen und die Zeit dieser Zahlungen. 5. Abtretungen, Pfändungen oder sonstige Verfügungen über diese Mittel: 6 die Bettäge, die der Buchführungspflichtige für eigen-- Leistungen m den Bau aus diesen Blitteln entnommen hat. Tas Buch ist bis zum Ablaufe non fünf Iabrm, von der Beendigung des letzteingetragenen Baues an gerechnet, aiifzu- bewahren. . § 3. Die Vorschriften des 8 2 finden auch aut Umbauten Anwendung, wenn für den Umbau Baugelb gewährt wird. § 4. Bei Neubauten ist der Bauleiter nervflichtet, an^leickt sichtbarer Stelle einen Einschlag anzubringen, welcher den Stand, den Familiennamen und wenigstens einen ausgeschriebenen Vornamen sowie den Wohiwn des Eigentümers, und, falls dieser die Herstellung des Gebäudes ober eines einzelnen Teiles des Gebäudes einem Unternehmer übertragen Jiat, b?ä Unternehmers in deutlich lesbarer und unverwiichbarer Schrift enthalten muß. Wird der Bau von der Firma als Eigentümer oder Unternehmer ausgeführt, so ist diese und deren Niederlassunasort anzugeben. 5 Baugeldemvfangcr, welche ihre Zahlungen eingestellt haben oder über deren Vermögen das Konkursvenahren eröffnet worden ist und deren im 8 1 Abs. 1 bezeichnete Gläubiger zur Zeit ber Zahlungseinstellung ober der Konkurseröffnung benarfh teiligt sind, werden mit Gefängnis nicht unter einem Monate beftroft, wenn sie vorsätzlich zum Nachteile der bezeichneten Gläubiger den Vorschriften des 8 1 zuwidergehandelt haben. Sind mildernde Umstände vorhanden, so kann die Strafe bis auf einen Tag Gefängnis ermäßigt ober auf Geldstrafe bis zu breitaufenti Mark erkannt werden. § 6. Zur Führung eines Baubuchs verpflichtete Terfonen, welche ihre Zahlungen eingestellt haben oder über deren Vermögen das Konkursverfahren eröirnet worden ist und deren im 8, 2 Abs. 3 Ziffer I bezeichnete Gläubiger jur Zeit der Zahlungseinstellung oder der Konkurseröffnung benachteiligt sind, werden mit Gefängnis bis zu einem Jahre oder mit Geldstrafe bis zu dreitausend Mark beftraft, wenn sie das vorgeschriebene Baubuch za führen unterlassen, oder es verheimlicht, vernichtet oder so unordentlich geführt haben, baß es keine genügende Ueberficht, insbesondere über die Verwendung der jur Bestreitung der Baukosten zugesicherten Mittel, gewährt. 8 7. Mit Geldstrafe bis zu rinbunbertfünfjig Mark und im Unvermögensfalle mit Haft bis zu vier Wochen wird bestraft, wer den Vorschriften des 8 4 >uwid rhandelt. 8 8. Die Vorschriften dieses Abschnitts finden auf Bautest, die bereits vor dem Inkrafttreten des Gesetzes begonnen sind, keine Anwendung.__ Verdingung. Die Lieferung von .Aleinpflattcr- und Mosaikvflastersteinen, sowie Zementvlaiten soll Montag ben 10. Januar 1910, nachmittags 3 Ubr, öffentlich vergeben werden. Tie Verdingungsunterlagen liegen während der Tienitstunden bei uns ;ur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der bei uns erhältlich, find fväteitens bis zum vorgenannten Zeitnunkt ocrfcbloncn und mit entfvrechender Aufschrift versehen, an uns einzurcichen. urteilen. Petersburg, 29. Dez. Die Duma verhandelte in geschlossener Abendsitzung über die Bewilligung von Geld Mitteln rur Reorganisation der Armee und deren Dislotalion. Dec Gehilfe des Kriegsministers, Generalleutnant Politvanow, hob in längerer Rede hervor, daß es durch das Ergebnis der angestrengten Arbeiten des Kriegsministeriums möglich geworden sei, die geplante Re organi.alion der Armee durchzuführen, ohne die Rekruten ?ai)L und die Ausgaben für den Unterhalt der Armee zu vergrößern. Generalleutnatit Politvanow er Hirte ferner, daß gemäß einem Wunsche des Landesverteidigungsaus schusseZ vom Kriegsministeriutn zu Verhandlungen mit den städtischen und den Semstwoselbstverwaltungsorgauen über die Einguartierungssragen ein besonderer Beooll'nächt'.gt'.'r abgeordnet würde, und trat der Meinung des Ausschusses bei, daß die schleunigste Verwirklichung sämtlicher beabsich tioten Reorganisationen die Kampffähigleit der Armee vor gi-osern und die Macht des Staate-? verstärken würden. er'all rechts und im Zentrums Der Gesetzentwurf wurde >ür dringend befunden und in .',wei Lesungen einstimmig angenommen. ________________________________ Die Bank für Handel und Industrie ist in Hessen zur Annahme von Mündelgeldern geeignet erklärt worden. Abteilung für Spareinlagen (DepositenBcasse) nimmt Barbeträge zur Verzinsung gegen Ausstellung von Einlagebüchern entgegen. Die näheren Bedingungen sind an den Schaltern zu erfahren. a”/i» Kassastunden: 8 bis 12 Uhr vormittags 2 bis 5 Uhr nachmittags Samstags bis 4 Uhr. geologischen Forschung haben nun zu bet Aickfinduug eurer Reihe bisher unvekaniilet Naintbrücken m Amerika geführt; allem im 6taate Utah hat man vier neue bisher unerforschte Meiüerstucke des Baumeisters fJlatur gefunden. Eine von ihnen, deren geologische Erforschung bereits begonnen bat, kann wohl als die größic Anierikas gelten. Sie liegt vier Mecken nördlich der Grenzlinie zwischen Utah und Arizona, zwischen dein Eolorado und den 91a- vajo-Bergen. Tie natürliche Bnicke besteht aus einem niachtvoll ausladenden großen Bogen aus natürlichem Landstein, ^te entirningt der Wand eines tiefen Eanions und senkt sich am anderen Ufer etwas zur liefe, und ruft einen mächtigen Etudinck hervor. Tte natürliche Brücke zeigt kaum einen SHih_ im Gestem: ihre Spannweite beträgt 274 s^nß, in einer Hohe von 301 cillB überdeckt sie den tu der Tiefe dahtnriesettiden Fluß. Älcitte Taacschroitik. Der von dem früheren Bürgermeister Geheimrar Mahla in Landau gestiftete Bismarck-Turm, dessen Richtfest heute stattfi.id.it tollte, stürzte gestern in sich zusammen. Da ber Unr.rurj in ber Mittagspause um s/*l Uhr erfolgte, Ut tem Menschenleben zu beklagen: der Turm bildet einen Trümmerhaufen. Nationalgarde geleitet. *■ Das beste Klavier der Welt. König Leopolb II. war kein Musikfreund und gegen gewisse Instrumente hatte er eine besonders starke Abneigung Insonderheit das Klavier und der Flügel, ,fo erzählt der Gil Blas, waren dem König der Belgier ein Greuel. Vor kurzem besuchte der König eine Ausstellung und der Direktor führte den hoben Gast auch in die musikalische Ab^ teihmg. „Hier sehen Majestät die Flügel des weltberühmlcn Hauses erwähnte der Direktor voll Unterwürfigkeit und aus einen in ber Nähe stehenden Freund weisend, der sich tief verbeugte, sagte er: „Und hier ist der Vertteter." König Leopold mußte wohl oder übel stehen bleiben: eine Wolke des Unmutes &og über seine Stirn, die Brcuien zogen ückt^drohend zusammen, alle Eingeweihten erwarteten eine peinliche Szene. Ter König kniff sie Lippen zusammen mtb fragte bann verärgert: „Ah . . . Za, ,a das sind Flügel . . . Zck sehe . . . Aber sagen Sie mir, mein lieber Herr," so wandt? er sich .ut dem Vertreter, „waS ist an Ihren Flügeln eigentlich Besouderes, wie?" Der Pansiw Vertreter war ein Mann van Geist und verl >r nicht die F-assung. Er übersah die Gelegenheit und amnortete läckvlnd: „Majestät, unsere Flügel haben das Anßevordciillickte, baß, wie S.e jlch hier ilber- zengcn können, sie iiickst gespielt werden. Sie stehcir da, stumm, wntos: man sieht sie an - bas ist alles." Ter König lächelte, die Falten sckstvanben aus feinem Gesichte: „Wirtlich?" w ries er mit unverhüllter Anerkennung, „man spielt nicht aus dreien Flügeln? Man spielt wirklich nicht?" Und dann fügte er erleichtert hinzu: Zeigen Sie sie mir jetzt, jetzt kann ich sie sehen ._. . eie und wirklich prachtvoll, wundervolle stücke. Mein Herr, ich muß Sie beglückwüiischen." Und das Monokel im Auge, schloß der Monarch: ja, wirklich, die Flügel, die Nicht geip.elt werden, das sind die besten Flügel ber Welt." Vielleicht batte ber gute Mämr emc Freundin, die seine flerwn nut lauter Mum marterte, w-ie mtinc Nachbarin, die das Klavier den ganzen Tag über mißhandelt. m • (Smc neuentdeckte natürliche Brücke tu Amerika. Aus Nein Bork ii'ird berichtet: Die gesteigerten Bemühlinge,' der (t I be^- I 1 X , 'S 3^ fob aus •*». . ^dpikt» .e,er oeranitt:,, ,Qln unitt^ I lec ujj' wohl als fc,,’. ^bauten hiesigen imCt Wehl jy reiung eine bi Ganges Nen foll ~ j.. Januar igjn - Infolge nnjii ’m Steis Qe'::• ■ ; von M>\k- en auf bie örte Ausgabes- Station Deimitic ang an bie 2i; 0 auf 700 U - 'ie RegenM k BiesengniÄ c esetzt. Tie Zeichniu.^ ung für 5rc. Zuschlags frist 4 Wochen. Gießen, den 29^Tezember lOif) Städtisches Tiefbauamt. Braubach. cen-6rpcoiton "fhitvlf Moise mu brixmberem 3 nt er ehe «ntgegtit In ?snierem findet in diesem Buch in ul ei sichtlicher 9lnoTbnung alle wünscktenswerlen Angaben In Verbindung mit RudoU ikoiieö Normal Zeilenmesser butet dieser Zeitungs : italog die nnzrge sickere und beouemv Handhabe für eine korrekte Zeilen!crechnuirg und für cute Kontrolle der Aitteigen»Rechirurigen Mit der weben ersckienenen Ausgabe für das Jahr 1910jmömct die Firma ihren Gesck äitssrcunden wieder eine cUgantc ^d)reibmdi’i’e mu einem Noti;kalender für jeden Tag des Iadrcs Die cdncibinappc enl hält ferner eine Reihe für das Gesckä'tsleben iricptiget Gesetz«, beftimnrungen, Porto und Stempel-Tarife, Zinstabellen Mw.^n einem besonderen Abschnitt wird ait SRcptobuhionen aufiaUiget Annoncen Entwürfe gezeigt, bie sic in ihrem eigenen Zeickcnvureau für ihre ycunben ycrgestellt Hal, wie sie beirrebt ist ihre -trenne auch auf diesemGeb.ci Den Iniermt.".i u.vi..; irenvoller zu macker Von Silvester ab täglich Hie Berliner taiUei mil Kreppei in bester L^ualität Konditorei Ant. 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