Samstag 3. Juli 1909 Nr. 153 Zweites Blatt 159. Jahrgang Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. ein» Die „Siehener Zamilienblätler" werden dem «Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Sietzen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. 20 gebrauchte ° eilgetauschte rungen wird der Abschnitt über die Wohnungsgeldzuschüsse stimmig angenommen. Montag Weiterberatung der Besoldungsordmmg. In der ReichStagskommisfion für die Gewerbeordnung Rotationsdruck und Verlag der Br Ührchen UnwersitätS - Buch- ünd Steindruckerei. R. Lange, Dießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: e^51. Redaktiome^l 12. Tel.-Adr.: AnzeigerDießen. Der Gustav-Adolf-verein. Unsere Stadt rüstet sich, in der nächsten Woche den Hessischen Hauptverein der Gustav-Adolf-Stiftung zu seiner 65. Jahresversammlung in, ihren Mauern auszunehmen. Mit vollstem Recht erfreut sich gerade dieser Verein allseitiger Untetftü&ung unh- freudiger Teilnahme der Evangelischen in Stadt und Land. Bekannt und beliebt ist der Gustav-Adolf-Verein wohl, aber in anbetracht dessen, was ihm zu leisten obliegt, und was er sich vorgenommen hat, noch lange nicht bekannt und beliebt genug. Vielleicht dürfen nachfolgende Zeilen um noch größeres Interesse sür ihn werben. Wir in Hessen haben ja besondere Veranlassung, für den Gustav-Adols-Verein einzutreten. Zwar war bald nach dem 200 jährigen Gedächtnistage dec Schlacht bei Lützen (6. Nov. 1832) in Sachsen der Gustav-Adolf-Verein ins Leben gerufen worden, auch hatte man -einzelne Zweigvereine gegründet und Beiträge bekommen, aber erst, als der Hess. Hofprediger, Dr. Karl chiedener Fabrikate. 1 erhalten, von Hk. 20.- bi, ■ ov.- sofort (D*/« za verkaufen. Hessische itomobü-Anstalt ster Kronenberg jph. 680. Süd-Anlage 7. 'ast noch neues ssabnad u. iaaa&a aus den Reichstagskommisstsnen. Die Büdgetkommisfiou des Reichstages fetzte am Freitag die zweite Lesung des Besoldungsgesetzes fort. Der Bericht über die erste Lesung liegt noch nicht gedruckt vor. § 6 des Entwurfs des Besoldungsgesetzes, der in der ersten Lesung der Kommission § 29 geworden ist, besagt bezüglich der Wohnungsgeldzuschüsse, daß der Reichshaushallsetat bestimmt, welche Beamten und Offiziere den im Tarif angegebenen Tarif- klassen beizuzählen sind. Das wird dahin geändert, daß nicht der Reichshaushaltsetat, sondern die Besoldungsordnungen darüber zu bestimmen haben. Rach 8 42 der Kommisjionsvorlage wird der Reichskanzler ermächtigt, den Beamten, die ein geringeres pensionsfähiges Gehalt beziehen als bis zum Inkrafttreten des Gesetzes, das Mehr über die in der Besoldungsordnung angegebenen Stufen hinaus bis zu ihrem normalmäßigen Ausrücken in eine höhere Stufe zu bewilligen. Abg. Erzberger beantragt, hinzuzufügen: Haben diese Beamten das Höchstgehalt ihrer BesoldungsÜasse bereits erreicht, so wird die Erhöhung des Wohnungsgeldzuschusses nicht eingesetzt. — Ein Regierungsvertreter sagt zu, zu Protokoll eine dementsprechende Erklärung der Regierung zu geben, bittet aber ; & AbgA L^' ffli W KE Eß Friedrich des Großen Lieblingsschwester. Am 3. Juli dieses Jahres werden 200 Jahre verflossen sein, seit dem damaligen Kronprinzen von Preußen, Friedrich Wilhelm, eine Tochter geboren wurde, die spätere Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth, deren Namen in der Geschichte durch ihren innigen Freundschaftsbund mit ihrem großen ^Bruder ^Unsterblichkeit erlangt hat. Zwar ichrer Geburt den Memoiren der 3. «Säte te! H-nE-L nahm Staatssekretär v. Bethmann-Hollweg Stellung zu den Kommissionsbeschlüssen über die Lohnämter. Der Staat dürfe sich nicht an der Festsetzung der Löhne beteiligen. Tie Kommission habe ihre Beschlüsse gefaßt ohne Fühlung mit der öffentlichen Meinung, die in diesen Monaten von ganz anderen Dingen in Anspruch genommen sei. Sie seien gefaßt ohne sorgfältige Prüfung. Wolle die Kommission, daiß die Gewerbenovelle zustande komme,, dann müßten diese Beschlüsse wieder beseitigt werden. Im Verlaufe der Aussprache erklärte Staatssekretär v. Bethmann-Hollweg es erneut für unzulässig, daß dec Staat sich in die Lohnfrage eimnische. Tas gehe auch nicht an etwa durch Sanktion von Bestimmungen der Tarifverträge. Es gebe unter feinen Umständen an. Australien könne für uns nicht maßgebend sein. Abg. Naumann (Freis. Vg.) betont die Notwendigkeit einer Behörde, die die Durchführung der Verträge sicherstellt. Die Arbeitskammern sollen es auch nicht tun dürfen, also wer denn? Tas müsse doch eine paritätische Körperschaft tun. Der Staat müsse die Rechtsfähigkeit verleihen, um bis Unterlöhne zu verhindern. Aba. Manz (Freis. Vp.) bekämpft den hierdurch herbeigeführten Eingriff in das Privatrecht der Arbeitgeber, dec zu Unzuttäglichkeiten führen müsse. Dann müsse der Staat auch für Aufträge sorgen. Wir wollen alle der Hausindustrie helfen, aber aus diese Weise gehe es nicht. Der Redner empfiehlt den Weg durch das Arbeitskammergesetz. Abg. Fleischer (Zentr.) begrüßt den Gedanken des Staatssekretärs, daß die Arbeitskammern mehr zur Regelung der Heimlohnfrage herangezogen werden sollen. Er hält es ober doch für wünschenswert, daß der Staat zu einer Vereinbarung seine Sanktion gibt, als Stärkung, aber ohne staatliche Verantwortung. FreMch rechtsberbindlich mutz es schon fein, um die Schmutzkonkurrenz zu verhindern. Ter Staatssekretär wiederholt den ablehnenden Standpunkt., In hygienische Tinge könne der Staat eingreifen, aber nicht in die freie Lohnregulierung. in seiner plumpen und doch zärtlichen Offenherzigkeit: „Meine Tochter ist häßlich und blatternarbig, aber trotzdem ein braves Ding. Vor drei Jahren hättet Ihr sie noch schöner haben können." Als dann aber aus diesem Plan nichts wurde und als Wilhelmine in die Flucht Friedrichs und die tragischen Konflikte zwischen Vater und Sohn verstrickt wurde, da mußte sie die fürchterlichsten Szenen im Berliner Schloß erleben und die härteste^Züchtigung von ihrem Vater erfahren. Sie war an Leib und Seele so gebrochen, daß sie ihr Bett nicht verlassen konnte, und ihre hochgradige Nervosität, die eigentliche Krankheitsgeschichte, die sie bis zu ihrem Tode immer wieder niederwars, nahm von hier ihren Anfang. Ter Vater, der sie für „kompromittiert" hielt, zwang sie nun zu der Hochzeit mit dem Erbprinzen von Bayreuth; unter schweren innerlichen Qualen beugte sie sich dem harten väterlichen Willen und ließ sich von dem Minister Grumbkow den Unterwerfungsbrief diktieren, in dem sie sich zu jedem Gehorsam bereit erklärte. Aber drei Tage nach diesem Bries blieb sie ohne Trank und Speise. Ein Bruch kam mit dieser Heirat in ihr Leben: fein volles Glück sollte ihr erblühen. In den engen beschränkten Verhältnissen des Bayreuther Kleinstaates mußten die Flügel ihrer stolzen und großen Seele erlahmen: dazu wurde sie durch äußere Not und innere Seelenpein bedrängt. Solange ihr Mann Erbprinz war, war sie aus die spärlichen Almosen von ihrem Vater angewiesen: bei Grumbkow mußte sie sich sür stärkenden Ungarwein bedanken, den sie sich selbst nicht anschassen konnte. Später ging ihr charakterschwacher Gemahl mit einem Fräulein von Marwitz ein Verhältnis ein, unter dem sie sehr litt. In all dieser Not lag chr ganzes Glück in der engen Freundschaft beschlossen, die ihren Bruder mit ihr verband: die furchtbaren Jahre gemeinsamen Elends und gemeinsamer Gesahr hatte ihr Geschick zusammengeschweißt, ihre Seelen für immer d er bunten. Als Friedrich den Thron bestieg, trat fteilich eine Entfremdung und Verstimmung zwischen den beiden ein, die durch mancherfti Miß- verständnisse genährt wurde. Friedrich glaubte, daß die Schwester mit seinen Feinden, den Oesterreichern, konspiriere; sie verscklotz ihr Herz schamvoll vor seinem brüderlichen Trost und teilte ihm von ihrem häuslichen Elend nichts mit. Sein Aecgcr äußert sich in spitzen und malitiösen Briefen, aus derem Ton die ticfschmerz- liche Wunde, die seinem Herzen geschlagen war, deutlich zu erkennen ist; sie leidet still, aber ihre Verbitterung und ihr Groll werden aufgespeichert in den Memoiren, denen sie jetzt, zwischen 1744 und 47, ihre Vollendung definitive Gestalt gibt. Ter scharfe und häufig gehässige Ton, der diese Denkwürdigkeiten trotz ihrer brillanten Erzählungskunst bisweilen so unsympathisch macht, ist daraus zu erklären. Tenn als ihr Friedrich wieder die Hand zur Versöhnung reicht, da greift sie freudig zu und gibt alle ihre Wärme unö Herzlichkeit wieder dem allein geliebten Bruder hin. In ter traurigen Zett des siebenjährigen Krieges rafft sich ihre Grammovbon, neu, nir - und ein rasicnrcincr ickcr Lchäierbund, auhei- ilichfchon.Äemol,3Mon. peri. 137381 Mujtflbt S. aus formellen Bedenken, das nicht ins Gesetz aufzunehmen. Ter Antrag wird hierauf zurückgezogen. Zu den Schlußvorschriften der Besoldungsvorlage wird eine von Erzberger beantragte Resolution angenommen, die den Reichskanzler ersucht, alsbald im Interesse der Sparsamkeit und der Vermeidung der steten Vermehrung der Beamtenschaft die erforderlichen Anordnungen zu treffen, nach welchen erstens bei künftigen Etatsausstellungen die Zahl der nichtetatsmäßigen Reichsbeamten in den Erläuterungen zu den einzelnen Positionen angegeben wird, zweitens eine etwa notwendig werdende Ueberjdjreitung dieser Zahl während des Rechnungsjahres nur mit Zustimmung des Reichskanzlers (Reichsschatzamts eintreten darf. Hierauf wird über die Petitionen zum Wohnungsgeldzuschuß verhandelt. Nach langer Erörterung wird München, unter Widerspruch des Reichsschatzamtes, aber unter lebhafter Zustimmung des bayerischen Bundesratsbevollmächtigten, mit 15 gegen 13 Stimmen in die Klasse A hinausgesetzt. Ebenso wird den 'Wünschen einiger kleinerer Orte auf Hinaufsetzung in die nächsthöhere Klasse stattgegeben. Abgelehnt werden die Eingaben von Bromberg, Darmstadt, Leipzig, Gtzreifswald, Dresden, Offenburg, Hannover, Hamburg, Metz Quakenbrück, Trier, Ostrowo, Duisburg, Warburg, Arnsberg, Wesel, Homburg, Memel, Geestemünde, Lehe und etwa 30 weitere Petitionen. Tie Eingabe von Stuttgart wird mit 11 gegen 10 Stimmen abgelehnt. Mit den in der ersten Lesung und heute beschlossenen Aende- Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhrffen schon das nahe Ende vorausfühlende Seele zu heroischer Begeisterung auf: sie will mit dem Bruder, der mit feinem Königreich leben und sterben wird, gemeinsam in. den Tod gehen. Ihr letzter Brief vom 10. August 1758 ist ein ergreifender Abschied, in dem alle ihre Hingebung und Liebe noch einmal zum Ausdruck kommt. Am 14. Oktober- 1758, als Friedrich in den wogenden Nebeln des Herbstmorgens durch den Ueberfall bei Hochkirch der Vernichtung nahegebracht wurde, traf ihm ein furchtbares Unglück: seine Lieblingsschwester starb ihm. Ihre letzten Wüniche und Gedanken hatten dem Brüder gegolten, dem sie näher ge,tandcn und den sie besser verstanden als irgend ein anderer Sterblicher, den sie über alles geliebt hatte. * — Goethe und die Reichsfinanz resorm. Beiden Goethe-Festfvielen in Düsseldorf kam auch .Faust ü" zur Auf- mhrung. Tie Eröffnungsszeue der .kaiserlichen Pfalz" erregte, wie wir in dec .Bergiich-Märkischen Zeitung" lesen, immer mehr an- wachsende Heiterkeit, denn da klagt der Schatzmeister: „Auch auf Parteien, wie sie heißen, Ist heutzutage kein Verlaß. Die Geldespforten sind verrammelt, Ein jeder kratzt und scharrt und sammelt, Und uns're Kassen bleiben leer/ ’ Sogar der .schwarze Slod* kommt vor, denn Goethe'S Kanzler sagt: ..... Kaisers alten Landen Sind zwei Geschlechter nur entstanden. Sie stützen würdig seinen Thron, Tie Heiligen sind es und die Ritter; Sie stehen jedem Ungewitter, Und nehmen Kirch' und Staat zum Lohn.* Und bann klagt der Kaiser mit Recht: „Tadurch sind uns're Mängel nicht erledigt, Was willst du jetzt mit deiner Fastenpredigt? Ich habe satt das ewige W i e und Wenn; Es fehlt an Geld, nun gut, so schaff' es btnn.' ♦ -h. Das Ereignis. Ter W e 11 s p i e g e 1, die illustrierte Beilage zum Berliner Tageblatt, bringt in feiner Nummer 52 vom 1. Juli u. a. ein Bild von einer der Hauptstraßen des chinesischen Viertels von Newyork mit dem Zusatz, ein Blick „in jene Straße, in der Miß Gifte Segel ermordet wurde". Nun ist das Bild dadurch immerhin etwas beachtenswert, daß es eben aus dem chinesischen Viertel stammt, aber der textliche Zusatz, um dem ganzen einen ,aktuellen" Anstrich zu geben, ist doch ein bißchen seltsam. Es sollte doch eigentlich nicht möglich fein, daß große Zeitungen sich zu Pionieren der Schauerliteratur bergeben. gibt ihr Biograph Richard Fester als Datum 9. Juli au, doch wird von ihr selbst in ihren ____________ ... Juli als ihr Geburtstag genannt. Diese Memoiren, die in ihrem glänzenden Plauderstil dem Andenken an die Fürstin auch in der Literatur einen bedeutenden Platz sichern, sind zum Ausgangspunkt der verschiedenarttgsten Urteile über sie gemacht worden. Tie Ausnahme von allerlei Hofklatsch, die mokante und verbitterte Art, in der sie ihre Umgebung schildert, die mannigfachen Unrichtigkeiten, die in diesen Aufzeichnungen nachgewiesen wurden, all dies ließ das Werk als geschichttiche Quelle ungeeignet erscheinen und warf ein zweideutiges Licht auf den Charakter der Verfasserin, dem besonders Maeaulay und Droysen Ausdruck gegeben haben. Erst in neuester Zeit hat man sich zu einer gerechteren Beurteilung und einer unvoreingenommenen Vertiefung in ihr Wesen durchgerungen; besonders Stof er uitb Fester haben der seelisch und geiftig hochstehenden Frau, die Friedrich „sein zweites Ich" genannt hat, eine Ehrenrettung zuteil werden lassen. Eine düstere traurige Stimmung ist um das Leben dieses Königskindes gebreitet, das von ftühauf bte Schattenseiten eines Lebens auf der Menschheit Höhen soviel besser kennen gelernt hat, als die Sonnenhelle. Tie Mutter, die im Gegensatz zu dem einfach strengen Vater eine gewisse Verzierthett und Verbildetheit in ihr pflegte, ließ sie von dem Gelehrten La Croze unterrichten, der ans ihr ein kleines Wunder an Vielwifserei machte, ihr alle Einzelheiten der Geschichte einpaukte und eine witzige Altklugheit in ihr bestärkte. Bücher wurden früh ihr liebster Besitz und Friedrich der Große hat später gestanden, daß sie ihm erft den Geschmack am Lesen beigebracht habe, während er ohne ihre Stachelreden in träuniLrifchen Müßiggang versunken wäre. Aber die Treibhausatmosphäre, in der die beiden Geschivifter aufwuchsen und die dem genialen Knaben weniger schaden konnte, machte aus der kleinen Wilhelmine ein verschüchtertes, melancholisches, in sich verschlossenes Mädchen. Tazu kam noch die schon in ihrer Kindheit von den Eltern vielbesprochene Abncht, die Carlyle mit den derben Worten des Vaters roietergibt: „Wilhelmine soll stracks unter die Haube." Ter Königin sehnlichster Wunsch, die Heirat mit dem Prinzen von Wales, sollte nicht in Erfüllung gehen, obwohl Friedrich Wilhelm nichts^ dagegen gehabt hätte, wenn er nicht zugleich die Verheiratung Friedrichs mit einer englischen Prinzessin hätte in Kauf nehmen sollen. -Ler König brachte bereits öffentlich die Gesundheit Wilhelmines und des Prinzen aus und sagte zu dem englischen Gesandten Hotham Stimmungsbild aus dem Reichstage. Berlin, 2. Juli. Nach dem Bier der Tabak. In dreifacher Siebung hat die Steuervorlage der Regierung eine Gestalt erhalten, in der sie nicht mehr wiederzukennen ist. Die Banderole aus der ersten Lesung des Plenums wurde zur Gewichtssteuer in der ersten Lesung der Kommission und die Subkommission machte daraus den Fat- turenwertzoll: so geläutert machte der Tabak denselben Weg zurück. Aus der Subkommission heraus in die zweite Lesung der Kom- inission und aus dieser jetzt hinein in die zweite Lesung des Plenums. Tic Banderole blieb in den Protokollen der Subkommission: versunken und vergessen: der Schatten der Gewichtssteuer stieg als freisinniger Antrag mit hinauf an die Oberfläche der Plenarberatung. Mit sachverständigem Eifer hatten sechs oder acht Herren in der Subkommission sich lange SBodjen vergeblich bemüht, aus dem komplizierten Stoff ein brauchbares Steuergesetz zu machen, bis sich auch hier der neue Block herauskristallisierte und die Vertreter der Linken, die es. nicht für die Aufgabe des Parlamentes (halten, Steuern gegen das Gewerbe zu machen, sondern solche mit dem Gewerbe in hoffnungslose Opposittons- ftellung drängten. Dieselben sechs bis acht Herren führten dieselbe Auseinandersetzung dann in der Hauptkommission, und genau dieselben Abgeordneten auch jetzt im Plenum. Tas in Erwartung ter Abstimmungen präsente Haus ließ teilnahmslos die Reden und Gründe, die es schwarz aus weiß in den Berichten der Subkommission und der Kommission auf den Plätzen liegen hatte, über sich ergehen. Nur oben auf den Tribünen hatten die Redner aufmerksame und verständnisvolle Zuhörer, denn dort saßen die Herren vom Tabakverein, bis zum letzten Augenblick noch die öoffnung auf die Abstimmungen setzend. Aber als es nach sieben* stündigem Reden dann schließlich zu den Absttmmungen kam, da setzte der polnisch-klerikal-konservative Block sein Siegel unter die Abmachungen seiner Vertreter. Und morgen kommt der Branntwein an die Reihe. Jeder Tag hat jetzt seine Steuer. . Die neue Situation im Reichstage zeigt auch dem Tribünenbesucher tagtäglich charakteristische Bilder. Hier sieht man die konservativen Häupter, Frhrn. o. Richthofen und Herrn v. Heydcbrand, in der Mitte des Saales in eifrigem Gespräch mit den Zentrumssührern Spahn und Frhrn. v. Hert- ling. Tort pflegt Graf Westarp, der gegen den Polen gewählte Abgeordnete sämtlicher deutschen Wähler in Mescritz-Bomst, traute Zwiesprache mit dem Abgeordneten oon Biberach, just demselben Erzberger, der den Zentrumsritt in die Ostmark unternommen hat, mit die deutschen Katholiken vom gemeinsamen Abwehrkampfe gegen die Polengefahr abzuziehen. Hält das nationale Ehrgefühl den Herrn Grafen nicht von solcher Bruderschaft ab, so sollte wenigstens der gute Geschmack sie ihm verbieten. Aber aud) einige hohe Herrn vom Bundesratstisch finden sich mit überraschender Fixigkeit in die neue Situation. Insbesondere Herr Sydow scheint in rührender Nächstenliebe alle die Fußtritte und Flegeleien der Herren um Tiederich Hahn und Gröber vergessen zu haben. Wir dächten, aud) bei neuen politischen und parlamentarischen (Situationen gibt es so etwas wie Würde und Selbstachtung, das zu wahren auch Regierungsvertteter ein Interesse haben dürften. Zimmermann in Darmstadt, noch unbekannt mit ter sächsischen Gründung, am Reformationsfeste 1841 einen Ausruf an die Protest an ns ckw Welt erließ und denselben mit der Aufforderung an alle Evangelischen schloß, einen Verein für die Unterstützung hilfsbedürftiger protcstantifck)er Gemeinden zu gründen, als dieser Aufruf ungeahnte Begeisterung in weitesten Kreisen weckte, da war die Sad)e des Gustav-Adolf-Vereins, ober wie es richtiger heißt, des Evangelischen Vereins der Gustav AdolftStistung, teft gegründet. Durch den Zusainmeiischtuß ter biöteriqen Freunde und Gönner erfolgte am 21. und 22. September 1843 die konstituierende Hauptversammlung in Frankfurt a. M., auf der sclwn 28 Vereine durch Abgeordnete vertreten waren. Ungeachtet mancher Bedrängnisse und Schwierigkeiten, die ihm bereitet wurden, ist ter Gustav-Adolf-Verein Dank bet Opserwilligkeit ter deutsch-evangelisdstn Bevölkerung, dem Wohlwollen fürstlicher Protektoren irrib ber hingebenden unerntüblidten und umsichtigen Liebesarbeit seiner Vorstairde und vor allem seiner Zentral- leitung, dem Zentralvorstanbe in Leipzig, zu einem berrhd>crt Werke gebiehen. Er wird einem Riesenbaum verglichen, in dessen Scl-utz unzählig viele Zuflucht gefunden haben und Jahr für Jahr finden, einem Riesenbaum nut seinen Aesten, den 44 Haupt- vereinen, seinen Zweigen, den 2035 Zweigvereinen, den Fräftiaen Ranken, 696 Frauenveremen und wenigen, kleinen Trieben, Den 5 Studenten vereinen. Daß ein solch gewaltiges Unternehmen seinen Zweck möglichst vollkommen nut erfüllen kann, wenn es bis ins Einzelste organisiert ist unb tabellos funktioniert, ist sicher. Man kann sich kaum einen Begriff davon machen, welche Arbett in dieser Beziehung dem Präsidenten, dem Schriftführer, dem Kasiierer und dem Generalsekretär des Zenttalvorstantes obliegt. Fast 11000 Schriftstücke sind in jedem ter letzten Jahre auf dem Zentral- bureau eingegangen, mehr als 6500 wurden hinausgegeben: dazu kommen die Geldsendungen, die einlaufen uni) ausgeheu, die Zusammenstellung der Rechnungen aller Vereine, der Jahres- beridtfe usw., die Registrierung jeder Nummer, wahrlich, eine oberste Lantesbehörde hat keine umfangreichere Geschäftsführung. Getteu seinem Wahlspruch Gal. 6. 10. „Lasset uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen", will sick) der Gustav-Adolf-Verein jener Evangelischen annehmen, die bei kleiner Zahl durch ihre Umgebung, durch ihren Aufenthalt unter Andersgläubigen, 'meist arm, in ihrem Glauben gefährdet sind und sich desselben nicht gemeinsam erfreuen, sich nicht gegenteilig darin stärken können. Ihnen allen, ganz gleich ob es Lutheraner oder Reformierte oder Unierte sind, läßt er seine Hilfe, seine Unterstützung zukommen: er sammelt sie zu Gemeinden, sorgt für Kirchen- und Schulbauten, für Pfarr- und Lehrer- Wohnungen, die zerfallen oder zu klein, oder garnicht vorhanden, sind, schickt jenen Glaubensbrüdern Prediger, die ihnen Gottesdienste halten, bte Kinber taufen, die Brautpaare trauen, Kranken und Sterbenden Trost zusprechen und die Heimgegangenen zu Grabe geleiten, sendet .Lehrer aus, die evangelische Kinder in evangelischem Geiste unterrichten, beschafft hier eine Glocke, einen Friedhof, dort ein Harmonium, die nötigsten Altargeräte. Auf die großen Nöte unserer evangelischen Glaubensgenoisen in der Zerstreuung will ick) hier im einzelnen nicht genauer ein gehen: wir werden in den kommenden Tagen v-zn sachkundigen Atämiern ausführliche Berichte erhalten. Tas aber sei betont: mit Politik und antikathvlischen Bestrebungen hat das Friedenswerk des Gustav- Adolf-Vereins nichts zu tun. Ohne Unterschied der Sprach: ur.b der Nationalität werten Evangelische unterstützt; fern allen Pro- pagandaabsichten, aller Proselytmacherei, in echter Toleranz, die bei aller Anerkennung fremder Ueberjeugung fest für die eigene eintritt, wird nur für die Erhaltung evangelischen Lebens mtb Glaubens Sorge getragen. Durch Jahresbeiträge, Einzelsammlungen und Vermächtnisse stehen dem Verein schöne Mittel zur Verfügung, um fein segensreiches Werk zu fördern. Im Jahre 1907 hatte der Gustav- Adolf-Verein in Deutschland eine Einnahme Don 1 731102,62 Mark; das werbend angelegte Vermögen betrug 4019 321,52 Mark. Wieviele Hilferufe aber werden an ihn gerichtet! Aus- gegeben wurden von den deutschen Vereinen 1907 1601078,67 l’Jlarf. Unterstützt wurden damit unb mit den Beiträgen aus dem Auslände 1311 Gemeinden im Deutschen Reich, 790 in Oesterreich- Ungarn, 226 in sonstigen Ländern, wobei 121 Gemeinden neu in den Unterstützungsplan ausgenommen wurden. Seit dem Bestehen des Vereins wurden Dom deutschen Gustav-Adolf-Verein 44 515 936,76 Mark ausgegeben: die Gesamtzahl der bisher unterstützten Gemeinden beträgt 5790. Ob wir im deutschen Vaterlande wandern und unsere Schritte ..LKk eilen" nem verkehrsreichen £rte lend mit großer juftinii, tion der Streite Stod auietbad), ui ein neuer Sobnbau8,888 qm ©arten. lijerleitunQ, 8 Rimmern, ii, Seüem, Stall rc., für Miiomenen Scannen gc- billig zu verkaufen. Das- eignet iid) auch tot eine ceibmibluna-foroiefiiremen >r, da viel M'iveckM^ hier am Platze und in. der Midili und dlefeGefchaM' ler WW«i» iehenet Anzeiger-. W lÄckw-AU eingelegte, gut erhaltene iode 'Kertmni vreiswerl k WM' Wolmr^u. i. '""‘"wSiseyS Cb»h4i b Qe »«W Etz MM 1 (1) 1 Auszug (t d. Ztanderamlrreglstenr der Staöt Sieben. Vetter S Handel de« 8Ö.6Ö 11W Berliner Börwr, 2. Juli. Anfanpkar». 1KK70 146.2-J «wBW wird in manchem Herz ei tönen ,;u c Aull 19U9. 2. 2. 3. Bew. Himmel Klarer Pimmel 1 (b 1 1) 21.25 15 W 129.U0 2" 9* 7- 1 (LI 1 (1) 1 (II 1 Juli 1909 85.ßä 94.30 123.10 190.50 178.25 116.40 1M9JÖ 18190 90.03 96.25 171.0t) 190.60 241.20 140.75 184.90 152.40 200.60 99.95 99.85 95.60 10Ö.UO 62310 64.00 99.25 145?M 4180 ff = Harpener Bergwerk LaurahfltU . ■ . Lombarden E. B. . Nordd. Lloyd • • Tttrkenloee . . • 66310 96.90 181.5U 130.60 241.80 61*80 152.30 . 229.30 . 109.00 Türkenlose V, Griecb. Monopol-Anl. 4' , lussere Argentinier 3*;, Mexikaner . . . 4‘/ee/e Chinesen . . • Aktien» Bochum Oom . . • • Buderus E. W. . • . Tendern: ruhig. a u | c n, an: ersten 19,7 «c. 10,8'c. Ihr Ed dhio ii.- iv a l * Elektris. Ixhmeyer . . . Elcktrü. Sehnckert . . . Ksrhwciler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. Paket! Harpener Bergwerk. . . Laurahfltte . . . • • • Nordd Lloyd "berschlca- Eisen-Industrie Berliner Handelagea. . . Darmstadter Bank • • • Deutsche Bank . . . • Deutsch-Asiat. Bank • . DHkonto-Kommandit . . Dresdner Bank . • . • Kreditaktien . . . • . Baltimore- und Ohia- Eisenbahn . • . • • Gotthard bahn . . . • • Lombard- Eisenbahn. • • Oestcrr. Staatabahn . . . i rinee-Henri-Eisenbahn . Canada E. B. • . . DarmsUdter Bank . • Deutsche Bank . . • Dortmunder-Union C. . Dresdner Bank . . • Tendcnx : sehr ttilL iVictcorolufliidic L5ecit "llitnngcn der Station WicKtu. Telefonische Kursberichte Giessener Anzeigers* mltgetailt ron der Bank flr und Industrie, Gleaaen. Frauklartcr Börne, 3. Juli, 1.18 Uhr. _ ! unneu. in;- tr 5* = Landw,rtsci)aft. x St an len bacb, 1. Juli. Tie peueriUe bat noch nicht begonnen, iuol)l aber die H c n g ra S v e r st e i g e r n n q e n. Ain vovhicii Sanitlan luurben btt der fürstlichen Wratucrftcuicniiig enorme Ihme ev.uclt wie man solche icttbci noch nie erlebt hat. wurde der Morgen durchschmttlich mit 15-öo ML befahlt, wührend m früheren Jahren nur höchilena 30 Mk. erzielt wurden. Tazu i't der stand der lürüjer recht durltig. geboten sein soll. , ... fcetbelbcrg, 3 Juli Tel .veutc vormittag IV'^Uhr fand im Beisein des Gros-'der vgSvaare» und des Wmuat jear von Baden die feierliche E r ö s i n u n g S s i tz u n g der VciOcl berger Akademie der W isseni ch a tt en itatt. Ate iWt* r - !ndt L-rvinior Ti • f ■ i' ' ■ a - r 9kfjiiicn Tic idftltd) em Vifer alatdxn Ir. Bonner« t'aema tofltn uftmiltclbat vor der -CauptinabUdt! qpt Appetit wird reger. .Ihr Wrroenfoitem i rtarH. bir <*laninfeu ucT’djiDinbet und fdroeriite* rkrhlde NN den nedt ürtj ia«d) rin. Feri amten Eie tedotii oufbnicri'rt) da» etbte .Tr. tommcl ♦* vacnuitoiwi: und wetten ssr Nachahmungen »urfid' 'ir t d)cricbt»faal. RB Darmitadt. Juli Te <2 traf rammet ver handelte bic lurttich vertagte Anklagesate gegen den 31 librtgai noibeüiafien Kaufmann Vamni von 'Bodenbrun und dessen Oe liebte, die 21 labrigc Marte V a n g » D o i i von Zrtedberg. innmietu den ttnzut ■> iniiiqoial tn der vsychiatrischen Äliuit in ohepen aus innen iteiitcszufLind bcobad't.t werden Kadi dem Gutachten ift er normal Beide '.'Ingellaate hatten sich 1908 tu Mübllnnm auipebalten und wahr« nd ibi »auMierr uuaiWirtd eine Lträfe txrbürte, sich Pfandschein: und .Kleidungsstücke demselben ungeeignet Alsdann nebelten sie nach Köln über und Vanun sollte och dort der Judolterei ' iflglidi der Langsdorf schuldig gemacht baten. >ua» sie bett ritten hat. Wegen bteieo intiagevunttee sonne wegen Pftnidsiegelbeschd' dtgnng erfolgte oreisprechnng, dagegen wurden wegen des ersten Lielchadls Vamm zu l Jahr H Monaten W efüngniS. abJiglich । Monaten und »cuie (Wcnoihit »u 8 M onaten 4peiangntS. abzüglich 6 Monaten Untrriuthungdbnit, wr- uitetU. । Marburg, 2 Juli. Die ^iTarlaminer verbandelte deute gefltn den A atu r heil ku ndtflen e u ! e r , weil er te: einem '•Jtrtbd < :i. da .- an eir.ee Entzündung des linken ?limc< litt, nid*; sachgeinüi' ^Nähren sei la. 4inb ist rot, wie hinziugesü n sei, e.ut dem Äuge erblindet Tie ärztlichen Lachverfländi.i tt. Mre.? etijt 'l;voi Tr. vuöcbianbl und 2ros. Tr riraufemnnn sind der '.'iHiid-t, baf; der Angeklagte die Behandlung, an bei ta an und lüi hcI} nidns an»zuseveii sei. b :te abgeb n müssen, n.i! ■ r 50 Jabte im Dienste der Taubstummen. BenSheim, 3. 3ult ijincn ebenso wicktigrn als s V eneu Mark'tein to.rb die Grosih. Taubstummen Anstalt hier am 1b Juli l. I. rn ihrer «Kesttuckte 511 verzeichnen haben; sind es doch an vielem Taoe :*> Jahre, daß der gegenivärtige Leiter der Jnltait, Tircftor dem mes, tn ihrem Dienste und damit int xicnite der Taubsnimmenbtldungssache überhaupt fteht. 'w; Leben köstlich ist, so ist cs Mühe und Arbeit" iic|c-3 Wort des Psalmtsten, auf jede selbstlose Arbeit in feiner ganzen .rerrlichkeii amvendbar. findet ganz gewih auch sctnc volle '.Inwendung im Hinblick auf das LebenSwerl nn|crc6 ^Jbt- inco. i5in Lebensabschnitt, reich an Ärbeit, reich an Muhen und Lorgett, reich aber '.:ch an offensichtlichem Ä'gen bev -immels ltcgl hinter ihm. 2lus kleinen .Inlängen Herats hat sich die biejigc Taubstummen'Änstalt, bic tm ^alrrt do-> Je st ihres fünfzigjährigen Bestehens feiern durfte, gerade unter der umsichtigen Leitung ihres gegenmarttgcn Direktors zu einem ftol’cn Bau cnttuidcit, in dem feit feinem Beitelren Hunderte von armen Gehörlosen, von der yiatm enterbten, der Menschheit imeoergcgeben und zu brauchbareii (V,liebem der menschlichen Gesellfchast heran- gebildet werben konnten. Tie Fachpresse bes Taubilummen' ^ilbungsmesens Tmtschlands hat schon vor J?l>ren von Direktor Hemmeo als von einem „gottbegnadeten 4.aub- stuntmenlehrer" gesprochen Unb mahrlid), ivem cs ver gSnnt war iutb i|t, den Jubüar inmitten seiner ihm innig rngetanen ^chülerschar zu beobachten, wer den^Feuerener und das (beschick kennt, mit dem er bie armen sprachlosen in das wunderbare ttkfiigi unserer Muttersprache etnzu- silhren versteht, wer da weih, ime mächtig und nachhaltig und tiesgrünbig er religiös unb sittlich auf bic seiner An fialt anvertrauieu Kinder, ja auch bie dec schule bereits entwachseiien Inubftummcn etnzuwirten vermag, der wird jenem Urteil ber Fachpresse bedingungslos znslinimen.. — Vs würde fiir bic Iwette einer Tageszeitung zu weit fuhren, wenn mir hier den inneren und auszeren Ausbau schtlbern wollten, den die Liefiße Taubstummen-Anstalt mit Unter siüpung der obersten Schulbehörde gerade unter der Direktion Kemmes erfahren hat. 'Kur soviel sei gesagt. m den Annalen der Anftalts-^eschichte wird ber Warne ,Kemmes" stets mit goldenen Lettern verzeichnet stehen. Troll der vielen aus ihm lastenden Amtsgeschatte, die er als Leiter und Lehrer ver Anstalt zu bewältigen hat. pellt er seine Mraft'abcr auch noch in den Dienst der erwachse neu Taubstummen, die einst seine Schuler waren Ihnen ist er ohne Unterschied des Standes und der Jtonfcffioii Freund unb Berater bei der Auswahl unb (h> lermiuq eines Berufes, wie in allen Lagen bes Lebens, ^te lüerben c - sich auch nicht nehmen lassen, an seinem Ehren- LingcsaB-t. An den Dichter deS Sange» auf ben Cbctroalb 1 m Roth'schen Führer d »irch t* c 11 Vogelsberg. »Lein der Bege.'ierung holde .ümbermachl In Lieaesiuoersicht entgegenlacht, I;ok dessen Äuae maic'tawch klar Tie Schönheit ter Vlaiut ivirb offenbar — Tcn JxciLi kcr iSeisi, den Andern nc 41: ichüdern Fn künülerifcher Form, m gliuhgehnnmlen Silbern! ico ward Tein Sang, dem Cbcaoalb zum reise, Gar liebiirti :onet Tctnct Berse Weise, Aasßedotc. Juni 26. Georg Freiherr eexnef zu Tchw .i»4derA. Großh Regierrmg-afienor m G^ßen, mit Mar.c Jol>amra .Niel in Reichenbach. Kart Georg Viant von ButtnngSloewen, Palt- insoeklor ii Grehen, mit Ruth Margot Borchard ln utauhuit a. U. - 29. Georg Wüter, Pair« m jnebbctg (HKn), mH Meta Richter in Gictzen. - Ludwig Törmcr, Grosib. Biirgermemer tn Pi^ mit Diarie Luise Augu'te vddermann m öicktit. — 3uU 1. Ruit i7ppenhe,mer, Rauhnann, mli Hofmc Rothenberger, beide in Gietzen. Lheschl.ekviiße». Juni 26. Friedlich Hem, Figarremadrikant. mit Unna riedel, beide in 'Bietzen. — Emil Bürck. Siemdriitter in RarlSrrche, mit Martha Zufall m (ließen. — Christian Magmi», Schutzmacher, mit 2lugu|te Göbel, beide m Gienen. Geborene. t 5 an trn Rhem, nach Defl und Cftprra^n, noch Sonern «ufrr ob mir int Auslande, m allen (Erbteilen ren n, gar oft trerierr mir oa ein Rirdjlnn । ber em Bcibaiis, «ine lfarY ttotmunq oder eine 3xmmes, her von scher, in jeincr 2hnh xiflcn Tätigtet! als Lehrer, ivtc in seiner 26iährigcn Wirksamkeit als Direktor, seine iniiersw Befriedigung nur in tiller Arbeit und treuer Pflichterfüllung gesucht und ge- Hinten int, strebt erfahrungsgemäß nicht und) miBcren lehren und rauschenden Festen, bic bei Alltagsmensch so gerne seinetwegen vcranstaltcl sieht. Ihm genügt das Urteil ber Goli es st im me in feiner Brust: das Bewußtsein, ein treuer rdanshaltcr gewesen zu fein. Aus folaier Befcheidcnheit heraus Hal der ^ubtlar es Aioai abgelelmt, irgendwelche festliche Beranstaliungen zu feinem Ehrentage zu treffen, seinen dankbaren Schülern, den Lehrern der Anstalt und seinen Freunden im Lande Hin unb ter wird c, es aber nicht nehmen können, an diesem Tage m Berehruna seiner zu gedenken und ihm mit den Herzlichsten Olückwiinjchen zn nahen, bie austlingen in der Bitte: Mochte es dein Jubilar, der int Hinblick aus sein Lebenswerk mit innerer Befriedigung auf die Vergangen. Veit zurück und deshalb auch beruhigt in die Zukunft hinaus- blicken la,in. vergönnt fein, noch recht lange seines Amtes als Direktor zu walten, zum Legen seiner Anstalt und zum Wob ' der 0 ■■■-•n I n’ibn ui:: mer 8‘/te/e Beichsanleihe . . . VL do. ... 91 /,•/• Konsols • • • • 3*/o do. . . . • 8’/,•/. Hessen 3* ,eL Oberhessen . . . 4®/, 0osten. Goldrente . . 4V/e Oesten. Silberrcete. rL Ungrar. Goldrenta . • 4e e Italien. Rente . . . 3®/e Portngriesen Serie I . 3e/e Portaxiesen e III • <*/,•/, rnw. Staatsanl. 1906 41/,®/. Japan. Staatsanleihe 4®, Conv.Türken von 1903 . ut . Ltond g*a ii > i. h- i> c. ;i. .. .:. uas ui bei Ältnil «ehr la(tl Iw tu . rnw. tu» ’h Außer dem jcien bi. 'd iicr,stiilendin tiintriiuicümgeu vermischtes. » Ein Parlament in Hemdsärmeln. Aus New hort imrb beridnet: Tic große Hitzwelle, die tN-t über das Sstlichc Aordumrril.i hinzicln und bic Bew-.'hner der I61 o,'Nwte aus den Häusern treibt, hat ans das ainerikanuchc l-ailamcnt einen eigenartigen (SiniluB gehabt. 15s tit einJtlthinied unge I wohntes Bild, oss man letzt in '^aibm-iun im xenai beobachten kann : ein Parlament in Hemdsärmeln In hellen Leinenanzugen I sind bic 'tbgcordnc. n crichicncn, und wo tonlt brr cpriruibige I ichwar^ 05c b rod bonnmertf, sicht man u tzi oon der Hitze er mal tetr I Herren, die uncingcbcn! dcc Änrde tes ?Haumeo juf> ihrer »eitel entledigen unb Kbc Pause 111 ber Debatte nut ,^ubcl bcgruFtm 1 'Ji’ur ber Führer ber Republikaner mit einigen seiner (betreuen, nidiieu in schwarzem Alvakkarock, um io stumm gegen bic leichte I Toilette der anderen Senatoren ;u vroteüiereii.^ab.r «eine gut gemeinte Mahnung blieb ohne Irifolg, bic alte Tradition ilt in per glübenben Vife zu einem Nichts zusanimengeichmolzen, und 1 als ein Lpfer ber Higelte endgültig gefallen I - Ter „neue Tob" der indischen '-um t roe. xmn der energischen MafmaInnen dec englischen Regierung in Jnknen ist b’.c Witwenverbiennimg fiberrounocn, aber em „neuer -tob I ist an bic Stelle deS Scheiterhaufens getreten, cm zwiewcher Lob, I so ihirt, wie ihn nur tue blinde Jnbrumt des iinivurKlnbcn I Fanatismus ersinnen konnte Fn der Rivuta belle Mm tont I gibt ein in Indien iveilenber Missionar eine ciidiuttembc schn I benmg ber Erniedrigungen unb Demütigungen, bic die indische Wittvc heute anfielle bev Sd-eiterhausens erdulden mutz. 4,erl Glaube der Inder beschnlbigt bie überlebende Witn»e, beit -tob bc-1- Mannes verursacht w haben, und sie urird bann /.ehelich I degradiert' Leim bet Mann bestattet ut. versammeln nd) bic Anvern'.inbten bei der Witwe, bie bann mit prächtigen ^ivänbcm unb Juwelen q.ichmÜLtt wird. Auf einer i mrtc, ähnlich ter. bie sie am Hochzeitstage benutzte, bringt man |ie an bie J^pfet stelle und hier werben ihr nun bic Juwelen, Blumen und netten I kl ei der vom Leibe gerissen. Ihr Haar wird abgeichnitten, bei I Kopf rastert unb das Clsczcichen, bas sic am .\5al1e trägt, -er rissen' erst bann ist sie eine Witwe. Bon bicier etunbe an aber ilt ihr Leben nur noch bas der untersten Magd tm Haute. Tie Mutter niux selbst baS Lächeln ihrer Minber entbehren, beim Ujrc Söhne betrachten sie al« bic 3tf)uibigc am Lobe ihres Baters 4.1m Q‘laubigen iit sie ein Abscheu unb alles meubet verachtungsvoll bcn Blick von der Unglücklichen. Biele Frauen bgben dies furchD bare Martyrium nickt ertragen könnet' unb freiwillig bcn Lob vorgezogen. sie begehen 2cib|tmürb. 191)7 zählte man in^nbum nicht weniger ass 21 Millionen Witwen, darunter <00 (XX) junge Geschöpfe, bic nodi nickt gropiähtig waren und so in ber Bliue ihrer Zugenb lebendig als tot erklärt unb einem bitteren Taicm voll Demütigungen und Berachtungen preisgegeben sind. * 'Hufi einer Gamisonftadi Frau A. (au| Beiuck, nachdem da« jervicrenbe Mäbcki-n verschwunden „Wie lommt CS denn eigentlich, basj sie sich aber auch immer 10 hü bi die Dicnltmäddn'n heraussucken?" — Fran B : „Ja, das hat leine Vorteile: mein Mann und idi iutb' Ziemlich viel aui menen, und da ift es eine angenehme Beruhigung, zu wissen, bah inner ■; ],■ ? " ■ "J.u ' .' i'1. ’i'J'iH. ’ ii'11 ' ' .:.i.'nb krankt- Au7- ni^ er .'. 7 7 trt ryxrtcr.fr ! Vöchenü. Uebersjchl öLkTsdesiilt l. Glehes. 'klarten kern -ckula b — r. wdie tfltrtx 0«r Ma wie tim er tz,n«ohnerzahi ongenoa men p» 100 iinkL 1609 Aana Mtlttar). nicht w : bätter Tc Abc konnte vfrm «ry oanKtnt Dte cieit?.cb(eitSiU'er: 6 70 Merk r*elbnro«e: beonnoyt nach Abzug von 8 ci:>lremven: 1,« '/». tnflT 1 x ■ *. I •* lll vt t 2e7o ; 1 a, 2 "mli. In dem D ion agepro ze s- arger ftarben an: Zusammen: Erwachsene: im vom den hübemt irar-.milchen iatriän rrrancato^r 1 n kem a g e l 1. Leben».ahr. 7.-15. Jahr ruurte Jtr bat Urteil 16Meten. 4X« leictearrickt erkannte I -ungenichwwdmcht g«eri mn wegen versuchen Berbrecken» gegen - 3 Bluwergtttung ant- ani ehr ’ . onatc {ud>tuCUv ÄuHTtein I <(ncter.marf-(rnf irure-- Botueurufftte »ür iuläfitg erklärt 3 Mrniate murbo* u'mbnng anr ent Unters-ckura-do" eidiut)te «clj. -heq.-Jtat xr. ? Sarrentrapp mit Äblaw biefrt €onimerieme|teri vorn L'chramt ;uriick. An feiner Stelle wurde, wie au4 r e t b u c fl Cm. gemeldet wird, ver nrb. l;rofef|or an Ver dortigen llnfperfitat Dr. phiL Fnevrich Mc. necke hierher berufen. — Aus Königsberg 1. ir. kommt die ^achnchi, bav dem auBeroroenthaicn Bro’eüor cev rhatniajemiichcn (S bemte Zr. ttrwtn Rupp ('JJlarburg) bie Nachfolge bet ocriiorbenen ProfefiorS PaNheil an der Rönigdberger Universität vom Rumi4niint|ter an- Märkte. «Dcßtn, 8. Juni. Marktbericht. Auf heutigem'Wochen- markte loftcic: Bniier pr. Pfb. 1.10-1.20 W., Hühnereier 1 Et. 7—8 i-igM toitcneict 1 St. 8 Pfg., Haje pr. et. 6—8 Pf., (vVMcn p. Pfb. 00—OU i-fg., Linsen v. Pfb. 00— 00 ifg., -Lauben pr Pr. 0,80-1,00 Pik., '.Hihnci pr. SL 1,00—1,60 Bit., Hähne pr. Stück 0,80—1,80Mk., (Hanse pr. Pfb. 60—70Pf., Outen pr. Stuck 1,80 biö 2,2u Pik., Cci)|enflcifd) pr. Pfd. 76—84 Pig., $tub- und yhnbfleiid) pr. Pfund 70-80 Pig* Echweinesleifch pr Pfund 70—90 Psg., Schroemcfleifd), gefallen, pr. Pfd. 94' Pig., .ttalbfleifck pr. Pfd. 70—74 Pffl., vammelfleisch pr. Pld. 90-84 Pig. Nanoffelii vr. 100 Rg. 7.00-7.50 Tit., Zwiebeln per ®(b. 0,15—0,00 2)1 r., i’rtld) per Liter 20 Psg., Wemkraut per Stück 00—00 Pig., per Zentner Mk. 0.00— 0.00., ’-'lepicl per Ztr. 0—00 1UL Birnen per Ztr. 00— 00 Pik. Vlüfie 100 Stück 00—Ou Pjg., per Ztr. 0-00 Pik., »irschen per Pfb. 25-00 Pig. Marktzeii pon baden, 8, Juli. D i e h m a r k t. Zum Derkanl standen: 81 Ochsen, 69 Kühe, 244 Schweine, 94 Halber (Darunter uu Piasikalber, 94 Landkälber), 39 .Wimmel unb schale. Bezahlt wurde für 50 Hilogramm Schlachtgewicht: Cd)fen 1. L-ual. 76 00-78,00 Mk., 2. Qual. 74,00—75,0-, Pik., Sliihe 1. Qualität 66^00-68,00 ML. 2. Qual. 00,00—00,00 Mk. Bezaylt wurde lür 1 j'uiogr. Schlachtgewicht: Schweine, voll' ehchige, 1,38—1,40 Mk., Sauen 0,00-0,00 Mk., Eber 0,ü0-ü,ou Mk.; Halber: Masikälber 000—0,00Pi., ^andkalber 1.46-1^8Pik.; Hammel und Schaic 1,48 bis 1,56 Mk — .Hinber notierten: 00— 00 MQ tierfcl das Stück: 00-00 Mk. iAefchä't bei Hornvieh gedrückt, llebciltanb unbedeutend, bet Riciiwieb mutelmuBig, Ucbctftanb unbebeiueuD. Sie .Zufuhren stammten aus bcn Rteticn ber Qberlahn, Cbcrtaunu», l'unburg und 01 icv.en.______________ ___ Juni 21. Dem Feldwebel ("rorg rietnch Scheuer eine rochier, Johanna Emma ttaihaniie. - 22. Dem Fuhr mann Peter Lrecktzlrr emc rochier. - 23. Dem Hczer Jakob teinivebcr em ccbn, Wilhelm. — 25. Dem Melkermeister Emil Rimpel eine lodjtcr. Tein Streckenarbeiter Ohnftoph Schlamp ein cobn, Lorenz Heinrich fiarl Philipp. - 26. Dem Dreher Hermami Bender em 2ohn - 28. Dem Grosil). Unipei'-lck^profesior ~ 1. Johanne) Haller eine Dock'er, Adelheid .'l matte Marie. -30. Dem «a> mann -Slartin Weih ein Sohn, toick Karl. — Dem 'ladt. lag« löhncr Johann Meiller eine Tochter, Anna Margareta. Gestorbene. Juni 28. Anna Katharina schott, 16 Jahre alt. Wetzktetn- aaife'M. — Johann iveorg orank, b-utctpornchei, 56 Jahre alt, toebneritraBC 10. — 29. ü'eorg vaimanu. vlla'er, 4,^ Jahre alt, vmtet der Westanlage 9. - Juli 1. toifadethe Lchmidt, geb. Wagner, 34 Jahre alt. Bahnhofitr 62. Die rach- A o r 7 t P ' ' 1 Xonn,1,u’ * ,«1' -lebenden ävl ZI V Ihr mittag* bl» IX l hr nacht» fhr dringende Fälle »«eher aazvtreffen (D*/, Dr. Xcbliephakr. «rueth - raa^ 44 1. Dr. Wagner. Wr«t-Anlage 49 p. olytechnisches Institut _ > , , M . Arthileatar-a Franeenhausen a. nynnauier bukirw 74r's 17 B 7,6 7523 । 12,8 9,0 50 82 82 NE 9 XE 2 , WfrW J vockiüe Temperatur am 2. ' Juli = f vliedrigste , , Wir bleiben beim Echten ichtmlgeu «Beiler Rechtskonsulent 3773 Herren-Schnürstiefel, la. Chevreau, „Herz Kommandit jetzt Mk, and Ohio- Donnerstag den 29. 3tth d. 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Schüler-Prüfungs-Konzert in Steina Saalbaa. Die Ziehung der 1. Masse 221. Lotterie am 9. Juli. I r ___X--4__-2- ■■V3C Mk. 4 Mk. S Mk. IO Mk. 20 Hotel Schütz. Sorgen Sonntag, ebenda 8 Ihr 3"66 Gross« pamilien-Xonzert (Operetten-Abend) von Mitgliedern der hleaigen Regimentekanelle. . Bei xttaxtlgei Witterung Ina Garten. "WW Eintritt inkl. Programm 20 Pfg. Zu I■ • urh ' ■ I■ t cm • ■ Philipp Heltael. Benvaudten onb Bekannten dir traurige Nachricht, dafi eß Äolt dem Allmächtigen qriallen bat meine liebe .'rtau, umere gurr Mutter, Tochter, Schwester. Schwägerin und Tante Marie Port »ed. Ali-gelbSfer nach langem, mit grober Geduld ertragenem Seiden iu sich tu nehmen. 3m Namen der trauernden Htmerbliebcnen: Zugführer I. Port u. Kruder. XIX. Jahrhundertfeier der Schlacht imTeutoburger Walde: Ale Hermannsschlacht (von Heinrich von stleist). Aufführiulg: jlioutag Den 5. <,uli 1999 Tonntrsfij Den $. Juli 1909 jedesmal um 7 Uhr beginnend; Dauer etwa 1 . Ltd. Der als Siaturtheatcr eingerichtete Platz befinbet sich am ,ju§e des bleorgStcmpels in der Nahe des Lchiffen- bergß und ist sowohl auf dem alten als auch auf dem neuen Lchiffenberger Weg bequem in einer Stunde zu erreichen. Preise der Plätze an der Kasse (m 6 Dir tk) Sitzplatz 2 Mk., Stehplatz 1.25 Mk. ES empfiehlt sich, die Karten im Vorverkauf bei Heren Buchhändler Behrendt (r^reeS Nachfolger) bezw. vertu Challier oder Ferber sche Umo.-Buchhandlung zu läsen, da der Andrang im Walde möglicherweise sehr groß ivird und auch die Zahl der Sitzplätze naturgemäß beschränkt ist. Preise der Plätze int Vorverkauf: Sitzplatz 1.50 Mk., Stehplatz 1 Mk., Studeutenkartcu (nur im Vorverkauf): Sitzplatz 1 Mk, Stehplatz 50 >ff. Beginn des Vorverkaufs für die zweite Aufiübruu« am Tieed tag deu 6. Juli vormittags. Tertbeite sind an der Kaste unb bei den VorverkaufSstellen zum Vee'S von 30 P'g. zu haben. Bei unücfccrrr Witterung wird die Sufiübruua verichodeu n. Näheres durch Luodaog an der Geschäftsstelle bc» Mirkrerr AuiNgers bekannt gegeben. D*.» Tie Austühreudea. 3. d. N.: Tr. Bernbeck. Königl. Press. Iteefl-Lotlerie. 479.30 27 972.42 niedergelassen. Sprechstunden: täglich 8—9 Uhr vormittag« 12—1 Uhr mittags Sonntags 8—9 Uhr vorm. 14954 Dr. med. Feldaer, prakt. Arzt In unser Denosten'chastSreglster wurde heute bei der Spar- und Darlehens!aste, e. G. m. u. H., m Inheiden eingetragen : Friedrich Raab ist auS dem Vorstände auLge- schleden und an seine Stelle Wilhelm Jakob zu Inheiden 297 6 291 | des Baues Hessen am 3., 4. n. 5. Juli in Harburg a. L" Geislers Restaurant in Marburg Frankfurter Strasse am Kämpfrasen 8765 = an der Strasse vom Südbahnhof zum Festplatz. = Bekanntes Tnrnerlokal. Gute Speisen n. Getränke. Sonntag dcu 4. Juli findet nCUvIlCinClini in der Gartenwirtschaft von LE" Leihgestern. "WO Anlätzlich des am Sonntag dem 1. Juli hier üatthnbenben Gesangswettstreites empfehle ich dem geehrten Publikum meine Lokalitäten. Kür gute Svciien und Getränke ist bestens gesorgt. 04923 Lu recht zahlreichem Besuche labet ein J. Hess Gastwirtschaft »um Adler. ________Prima Mittagotisch. ________ Leihgestern. Der „Gesangverein Liederkranz** feiert am 3., 4. und o. Juli sein 46jähriges Stiftungsfest verbunden mit großem nationalen 350.— 27 972.42 Alle« In Ordnung! Burleske von «lab In S«en arohier Sckrlaqer de» flgpoCo'txater*. Anian, der Bornclluna an r^otvemaaen .*> Ubt Afenbtz. Morgen 2orntaa 2 k-. ritellunqen 4 Uhr nachmittaa» »u crmdhigten vrtilfn b Udr abends *u aewevmichen weiten. Lor vertäu' in den bekannten Llgorrengescha'ie». 3m ÄoloiTeumo *i*arter ■- ■■■ lS an en fest mit Brillantfen. rwerk ■ 11 ■ IW Damen • Trompeter • korpa lückeitcrn**. *W Eintritt frei! tko.wimrn 30 Vi, Sonntag von 11— 1 Uhr ^rfidichovveuslouLen Le< unqumt £}ittcruna finden die Konzene im oorb Xenaurtmi fiatt Es ladet ergebenft ein «M979 Direktion Alben Navvmauu. Eiebi^shöha Louutag deu 4 Juli 1006 uachmittags Grosses Konzert ausgeiabrt von der diesigen Regimentskavelle unter «ettwee des taronberzogl. Munkdirektors ff. straube. Anfang 5 Fhr.DHK5 Eintritt <• Pfg.