liegen LelohnM 1 w° 3eiurSrietluN ?näC,l'Oin?§nUpRnCl^ ^uoeisberger'i - enogravhie wird Tam ^ verren gründlich eneilt ——-J^nratenftrafee^ DE8ä e _ ? ^fümten 9irn W | i^icl des bPl SrQtTlni5' ’ trnechH c ^' ^ iubelt. SÄbl’eßj^rQtnBL ''^ebenn ein ^äSB^. totem ftÄ“* n»5stt,ti?yi--iiian!m,tnto: on bie^fi(tinii;,|icüeb.^f' AKKZLL schöllnngclcgrcr ta oen eicoghrten au ueroafc j’iäbcveö L-allloriwch?j MrMr.U» erteilt gründlichen lIuMai Bilau.;- und jlbidiliterz: Schufll äiificbolr cm M an die ecidiäteitcL'z^M^ fiitataS» faderes Laütei^r ' ■■ 241.00 » 59.40 • 153.50 Nr. 76 Zweites Blatt 139. Jahrgang Erscheinl täglich mit Ausnahme des Sonntags. General-Mzeiger für Ghechesien Sonst sie hl man keine blühenden Sträucher, sie scheinen im alten Nau Vizepräsident dl o r Das Haus erledigt zunächst Beratung im Plenum stehende hnern 80 Ml. Steuern des Hraide! 3l/»°/0 Reichsanleihe . 3°/; do. 111.60 politische Lagestzehan Slerliuer Börse, 31. März. Anfangskurse. Canada E. B 173.70 Elektriz. Lahmeyer . Elektriz. Schlickert . Esehweiler Bergwerk 18.00 147.40 119.00 Harpener Bergwerk Lanrahütte . Lombarden E. B. . Nordd. Lloyd . , Türkenlose . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . . Tendenz: fest. 9910 99.30 94.85 104.10 58.60 61.10 98.60 95.80 94.50 117.60 50.25 88.20 65.10 99.35 191.80 86.60 95.25 169.40 130.40 241.00 141.20 187.80 150.00 202.10 120.50 121.90 183.50 . 219/0 . 110.40 86.90 95.80 83.90 94.50 Er- auf sich die Richtung abändern, daß ein freundliches, nachbarliches Verhältnis ermöglicht wird. Wir können, sagte der Redner, das umsomehr erwarten, als unsere Politik nicht gegen Endlich ein Frühlingstag. Die Luft ist so milde, daß der Ueberzieher lästig wird. Die Fliederbüschc zeigen grüne eine andere Klassifizierung Örtert von 3000 bis 10 000 Einwoh Annexion seine Rechte nicht berührt, cs wird seinen Widerstand gegen diese aufgeben und wird seine Politik in der klärungen wird Serbien aürüsten und seine Armee den Stand des Frühjahrs 1908 bringen. Serbien hat zu verpflichten, seine Freiwilligen zu entwaffnen und Bildung irregulärer Korps zu verhindern. Heimer Park ganz zu fehlen. Ueberall herrscht in der Umgebung der Sprudel lebhafte Bautätigkeit. Der lange und strenge Nachwinter — die Erde war bis 50 Zentimeter tief gefroren — hatte die Arbeiten zurückgehalten. Im Park werden, wie iin vor gangencn Jahre, große Rasenflächen tief umgegraben, um noch in diesem Frühjahr die Flüchen frisch einzusäen. Eine mühsame, schwere Arbeit, dieses Umgaben. In langer Linie stehen junge und alte Arbeiter, sie durchstoßen mit dem scharfen Spaten die alte filzige Grasnarbe und werfen das abgestochene Rasenstück herum, daß das obere zuunterst kommt. Die Umgebung der Sprudel ist unzugänglich. Tics? Schächte sind da gegraben, Berge ausgeschachtcter Erde liegen daneben. In diese Schächte werden riesige Kanal? aus Betonmassen eingebaut, durch die die Rohre ziehen, die das warme Wasser der Sprudel den ncuerrichtcten Badehäusern zuführen sollen. Tic Reihe der neuen Bade Häuser südlich der Sprudel werden eben unter Dach ge bracht und der Ausbau begonnen. Große Mengen von Material für die Herstellung der Betonmassen liegen am Platze: gelber scharfer und feiner Main sand, graubrauner körniger Rheinsand, feingeklopfte Basaltsteiue aus den Vorbergen des Vogelsberges, Zement aus den malerischen Kalkfelsen Unlerfxankens. Durch die sorgfältige Mischung dieses ausgesuchten Materials aus den verschiedensten Landschaften Mitteldeutschlands entsteht die widerstandsfähige Bctonmasse, welche den Lauf des kostbaren Badewassers, das tief aus dem Erdinnern emporsteigt, in den Rohrleitungen sichert. Interessant ist es, die Arbeiter in ihrer Tätigkeit zu beobachten. Am ungünstigsten ist offenbar der Erdarbeiter daran. Er arbeitet meist in gebückter Haltung, das Loshacken des Erdreichs mit der schweren Kreuzhacke, das Herauswerfen der Erde aus dem tiefen Schacht ist eine, einförmige und schwere Arbeit. Der Mann arbeitet ftili und wie es scheint verdroßen. Er hat zum Plaudern und Lachen und Scherzen keinen Atemzug übrig. Hoch über ihm steht auf schwankendem Balkenwerk der Zimmermann, eine hohe schlanke Gestalt, so ruhig und sicher, als befände er sich auf beni festen Erdboden. Auch oer Zimmermann plaudert nicht. Ruhig und gemessen folgt er dem Kommandowort bei der Beförderung der langer: Bauhölzer an ihre Stelle hoch oben im Sparrenwerk. Ganz anders geberdet sich das lustige Volk der Maler und Anstreicher. Sie scheinen etwas in sich zu haben von dem leichten Blut ihrer Farbenkollegen von der hohen Kunst. Da stehen und fitzen sie auf dem Gerüst und baumeln mit den herabhängenden Beinen. Sie tragen, gehüllt in die mit Farben beklecksten Malerkittet, die lustigen Farben auf und flöten und singen und plaudern dabei, >vie eine Schar bunter Distelfinken, die sich auf dem Buschwerk niedergelassen hat. Im Park begegnet man schon Badegästen. Der zirka 8 Hektar große Teich ist noch zum erheblichen Teil mit morschen, aber noch zusammenhängenden Eisflächen bedeckt, die nächster Tage zerfließen werden. Schneeweiße Schwäne und Enten rudern auf dem offenen Wasser. Schwärme von ganz modern grünlich gekleideten Finken picken eifrig auf den Eisflächen. Was finden sic da? Hat der Wintersturm aus den Erlen Waldsatnen auf die Eisflächen gejagt? Am Bootshause liegen die Boote auf beni Trockenen tieloberst. Sie haben Frühjahrstoilette gemacht. Ein hellrotes Kleid — solider Oelanstrich — bedeckt die Haupt fläche, während die Bootsrändcr mit dreifarbigen Bändern gestrichen sind, meist in den Farben der Bänder, die die /urschenherzen in der nahen Universitätsstadt umziehen. Alles bereitet sich in Nauheim vor, die Gäste zu cmp fangen, die Heilung von Siechtum suchen, die ihren Körper stärken und widerstandsfähig machen wollen. Oder andere, Die sich an dem herrlichen Park, der rauschenden Konzert musik, dem Gesang der Vögel, den fröhlichen Wasserfahrten im hellen Sonnenschein oder besser noch im Vollmonoschein, wenn die Liebste dabei ist, erfreuen wollen. Die Nauheimer erwarten ihre Gäste, sic hoffen auf einen schönen Frühling, warmen Sommer und sonnigen Spätherbst, auf einen reichen ununterbrochenen Wechsel des Zustroms von Besuchern. So wird es auch den Nauheimern leicht werden Dem kommenden Winter cntgegenzusehcn, der ihre Wechsel fällig werden läßt und ihnen btc verdiente Ruhe bringt. Glück auf! 4°/0 äussere Argentinier 3% Mexikaner . . . 4l/,°/o Chinesen . . . Aktient Bochum Guss . . Buderus E. W. . . . Tendenz: fest. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstrave 7. Expedition und Verlag: 5L Redaktion: 112. DeL-Adr.:AnzetgerGreßen, vor. Es sollten in / ..x. , .. zu übergeben. Diese Erklärung wird nach einer Mitteilung eli/rofsnet die Sitzung um! /2H ungarischen Ministerpräsidenten Wekerle in der ndc 'üÄitwnen durch Ueber^ > gestrigen Sitzung des ungarischen Abgeordnetenhauses ,-post-ionen durch Uv folgende Punkte enthalten: Serbien erkennt an, daß die vorsrülMg in Vad-Nmcheim. Bad-Nauheim, 29. Mär^. 188.20 191.80 17.90 86.70 146.70 Kasrsberseihte Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für and Industrie, Giessen. Fran Marter Bor.-'C, - :. März, 1.15 Uhr. hessische Zweite Kammer. Darmstadt, 30. März. Am Regicrungstischc: Minister des Innern Braun, Geheimerat Dr. Becker. loeisung an die zuständigen Ausschüsse. Darauf beginn: Beratung der Regierungsvorlage, halten. Die über 2 Stunden dauernden lehrreichen Auseinandersetzungen des Redners wurden von den zahlreich erschienenen Zuhörern aufmerksam verfolgt. Der Vortrag behandelte die Rentabilität imo. sachgemäße Zucht, und es wurden alle möglichen Winke gegeben inbezug auf Rassen wähl, Geflügelkrankheiten usw. Es würde mitgeteilt, daß der Landwirtschaftskammerausschuß beabsichtigt, im Herbst in Schlitz eine allgemeine B e z i r t s g e f l ü g c l s ch a u abzuhalten, an der sich alle Landwirte des Schlitzertandes beteiligen können. (j R 0 dheim a. d. Bieber, 30. März. Mit Beginn der besseren Jahreszeit scheint auch hier eine rege Bautätigkeit einzusctzen. Es gilt vorerst mehrere im Vorjahr im Rohbau erstandene Gebäude zu vollenden, daneben ist auch mancher Neubau projektiert. In erfreulicher Weise hat unsere Gemeindebehörde eine Baulinie am „Siechenhaus", rechts von der Hauptstraße nach Fellingshausen eröffnet, wodurch auch dem gering bemittelten Mann möglich wird, zu angemessenem Preis ein Bauplätzchen zu erwerben. Die neue Straße, in östlicher Richtung nach dem Vetzberg führend, bietet bei trockenem Boden ein vorzügliches Baugelände. Der Neubau für die geplante Kleinkmderbcwahranslalt au der Vetzberger Straße geht seiner Vollendung entgegen. ^Marburg, 29. März. Der in weiten Kreisen bekannte, seit langen Jahren im Schuldienst der hiesigen Stadt stehende Rektor Schenk begeht am 1.April sein 5 0jähriges D i e n st j u b i l ä u m. Die „Eichener Zamiiiendlatter" werden dem „Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Eietzen" zweimal wöchentllch. Die „Landwirtschaftlichen Zettfragen" erscheinen monatlich zweimal. Mittwoch 31. März 1909 Rotationsdruck und Verlag Der Brühl'schen tw Universitäts • Bilch- und Steinbruder* R. Lange, Gießen. die Unabhängigkeit oder Integrität, oder die friedliche Entwicklung Serbiens gerich.et war. Entsprechend diesen ~ 3'/,"/<» Konsols . e e e 3% do . . . . 3l/,°/0 Hessen . . . . . 3'/2°L Oberhessen . . . 4°;0 Oesterr. Goldrente . . 4'/6o/o Oesterr. Silberrente. 4°/0 Ungar Goldrente . . 4° 0 Italien. Rente . . . 3°/0 Portugiesen Serie I « 3°/0 Portugiesen „ III . 4'/,% russ. Staatsanl. 1905 472°/o Japan. Staatsanleihe 4°/0 Conv.Türken von 1903 Türkenlose . . . . 4°/0 Griech. Monopol-Anl. . Gelsenkirchen Bergwerk . 180.20 Hamburg • Amerik." Paketf. 110.99 Harpener Bergwerk . . . 188.60 Lanrahütte . . . » Nordd Lloyd..... Oberschles. Eisen-Industrie Berliner Handelsges- . . Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank ...» Deutsch • Asiat. Bank . . Diskonto-Kommandit . , Dresdner Bank ...» Kreditaktien..... Baltimore- und Ohio- Eisenbahn ...» Gotthardbahn . ... » Lombard. Eisenbahn. . , Oesterr. Staatsbahn . . . Prince - Henri - Eisenbahn , heute der Skupschtina über die Vorstellung der Großmächte l Windstoß eine Wolke gelben Blutenstaubes. Bericht erstatten. Sodann wird der serbische G^e^rhtc in ; Wien beauftragt, die von den Großmächten empfohlene serbische Erklärung an die österrcich-'nigarische Regierung Entwurf eines Gesetzes zur Abänderung des Gesetzes vom 22. Dez. 1900, die Besteuerung des Gewerbebetriebes im Umherziehen betreffend. Tas wichtigste im Entwurf sind die Festsetzungen des Tarifs, der für Wanderlager in Gcnicinden bis zu 10 000 Einwohner 80 Mk. Steuersatz und in Gemeinden mit 10 000 und mehr Einwohnern 150 Mk. Steuersatz für je sieben aufeinander folgende Tage und weniger, vorsieht. Gelangen ausschließlich gebrauchte Gegenstände (Trödelwaren) zum Verkauf, so beträgt die Steuer die Hälfte der vorstehenden Sätze. Abg. Molthan (3tr.; erklärt, das Gesetz sei nur ein Glied in der Kette von Maßnahmen zum Schutze des Mittelstandes. Der Mittelstand habe nicht teilgenommen an dem Aufschwünge, den die Industrie genommen hat, er habe jchwer unter der gegenwärtigen schwierigen Lage zu leiden. Unter den Schäden, die den kaufmännischen Mittelstand treffen, nehmen die Wanderlager den ersten Rang ein. Die Inhaber seien zumeist Nichthessen, die den ansässigen Kaufleuten nicht nur Konkurrenz bereiten, sondern auch durch minderwertige Waren das Publikum schädigen. Von den Abgg. Reinhart und Pennrich seien Abänderunysanträge cingebracht worden, die der Ausschuß jedoch nicht mehr hätte prüfen können. Ganz beseitigen könne man die Wanderlager nicht, weil das mit der Gewerbefreiheit nicht im Einklang stehen würde, doch wolle man Auswüchsen auf dem Gebiete entgegentreten. Abg. Reinhart ist mit dem Ausschußbericht einverstanden, namentlich weil man die kleineren Orte berücksichtigen wolle. Jedoch würden eine ganze Anzahl Orte durch das Gesetz nicht berührt, daher schlage er, Redner, Die Mächte in Serbien. Gestern vormittag haben die Gesandten Deutschlands, Frankreichs, Rußlands, Englands und Italiens in Belgrad die angekündigte Note über die Beilegung des Konflikts zwischen Oesterreich-Ungarn und Serbien abgegeben. Ter serbische Ministerrat beschloß darauf nachmittags, den Forderungen der Großmächte vollinhaltlich zu en tjprechen. Von diesem Beschlüsse wurde .der serbische ver ueoetgieijet iujug iuuu. zu yucuviuuiuju- yiunc Gesandte in Wien in Kenntnis gesetzt. Die Regierung wird l Knospen. Aus oen Kätzchen des Haselftrauches jagr ein Aus und Gießen, 31. März 1909. * Stadttheater. „Husarenfieber" hat in seiner Neueinstudierung so lebhaften Beifall gefunden, daß allgemein das Bedauern geäußert wurde, daß keine Wiederholung slatl- sinden könnte. Die Direktion hat daraufhin — zumal da die diesjährige Spielzeit kürzer wie die vorjährige ist — noch eine Aufführung des beliebten Lustspiels, und zwar zu Volkspreisen, für nächsten Samstag, 3. April, angesetzt. — Großen-Linden, 29. März. Der Kaninchen- und Geflügel-Zuchtverein „Volkswohl" veranstaltet Sonntag, 4. Juli, in den Räumen des Gastwirts Fischer eine große Allgemeine Kaninchen- und Geflügel-Ausstellung. Zur Prämiierung werden auch Tiere solcher Züchter zugelassen, die nicht im Verein sind. Die Preise jüt prämiierte Tiere bestehen aus Geld- und Ehrenpreisen. R. Odenhausen (Rabenau), 30. März. Heute morgen 9.40 Uhr schwebte über dem Lumdatal und unserem Dorfe aus der Richtung Bersrod kommend ein Luftballon. Er ging ziemlich tief, sodaß man die Personen gut unterscheiden konnte, auch streute er Sand aus und man vermutete ein baldiges Landen. Ter Ballon flog mit rasender Geschwindigkeit über das Appenbörncr Tälchen und ging dann gleich am Berge in einer jungen Fichtenschonung am Rande eines hohen Fichtenbestandcs nieder. Die Insassen waren drei Herren vom Luftschifferverband Mainz-Wiesbaden unter Führung des Hauptmanns und Batteriechefs der 4. Batterie Artillerie-Regt. Nr. 27 zu Wiesbaden. Beim Landen hatte der eine Herr sich den Fuß verletzt, er wurde vom Pächter Eirnhard, der mit seinem Fuhrwerk gleich an der Landungsstelle eintraf, zum hiesigen Bahnhof gefahren, ebenso der verpackte Ballon. Dr. Kunz aus Allendorf, der zufällig vorbei fuhr, stellte eine Sehnenverzerrung, welche nicht bedeutend war, fest. Die Einwohner von Odenhausen, Geilshausen und Kesselbach strömten in Scharen herzu, leisteten die erste Hilfe und begrüßten das für die Gegend immerhin seltene Ereignis. Die Fahrt hatte in Mainz um 7.55 Uhr vormittags begonnen und endigte 9.45 Uhr hier. Die Herren fuhren 1.13 Uhr zurück nach Wiesbaden. = Lauterbach, 29. März. Bei der gestern abend im Burgbräu abgehaltenen Generalversammlung der Beamten Vereinigung Lauterbach wurde auf einen Antrag des Oberlehrers Como die Gründung einer Kohlen- kassc endgültig beschlossen. An Stelle des früheren 1. Vorsitzenden Dilling, jetzt Aktuar in Schotten, der sich um die Beamtenvereinigung hervorragend verdient gemacht hat, wurde Aktuar Pfaff mit großer Mehrheit gewählt. P. Schlitz, 30. März. Ain Samstag wurde ein durchreisender H a n d w e r k s b u r s ch e verhaftet, der dringend im Verdacht steht, sich an einem achtjährigen Mädchen eines Sittlichkeitsvergehens schuldig gemacht zu haben. Er lockte das arglose Kind hinter eine Feldscheuer, ist aber an seinem Vorhaben jedenfalls gestört worden. — Der Land- lvirtschaftskammer-Ausschuß für die Provinz Oberhessen ließ am Sonntag durch Lehrer Holler aus Lauterbach am hiesigen Platze einen Vortrag über Geflügelzucht ab- für acht Tage von den Wanderlagern erhoben werden, in Orten von 10 000 und mehr Einwohnern 120 Mt. Abg. Pennrich will statt 10000 die Zahl 9500 setzen, damit die Sonderinteressen von Bingen gewahrt werden.— Abg. Raab rügt, daß man im Ausfchußbericht immer nur von den Interessen des Mittelstandes gesprochen habe, nicht aber von denen der Arbeiter, die durch die Wanderlagcr ebenfalls geschädigt würden, denn die minderwertigen Waren werden auch bei geringen Löhnen hergestellt. Zur Bekämpfung der Schmutzkonkurrenz sei die Sozialdemokratie stets bereit. Seine Partei stimme dem Gesetz zu und auch den Anträgen Reinhart und Pennrich. — Abg. Breidenbach erklärt namens seiner Partei die Zustimmung zum Gesetzentwürfe. — Abg. Büchner wünscht, daß schon bei 2000 Einwohnern der Steuersatz von 80 Mk. eintritt. — Abg. Damm spricht für den Antrag Reinhart. Geheimerat Dr. Becker ist über die Steuerbewilligungslust des Hauses erfreut, zumal es sich fast um eine Verdoppelung der Sätze handelt. Eine derartige Bewilli- gungsfreildigkeit finde man selten. Redner tritt dann sür den Antrag Reinhart ein, bittet aber, dem Antrag Pennrich nicht zuzustimmen. Er habe das Vertrauen zu der Stadt Bingen, daß sie bald auf 10 000 Einwohner kommen werde. «.Heiterkeit.) — Minister des Innern Braun bittet ebenfalls, den Antrag Pennrich abzulehnen. Die Abstimmung ergibt Annahme des Gesetzentwurfs und des Antrags Reinhart zu Art. IV. Die übrigen Artikel weroen in der Ausschußfafsung angenommen. Daraus vertagt sich das Haus auf Mittwoch früh 9 Uhr. Stimmungsbild aus Sem preutz. AbgeorünetenkM?. Berlin, 30. März. Alljährlich, wenn der Frühling mit mehr oder weniger Brausen ins Land komint, erscheint in der preußischen Landslube der Derr Elsendahnminlster mit einem respektablen Füllhorn, genannt S c t u n d ä r d a h n - V 0 r 1 a g e, bewaffnet. Und mit zufriedenem Blick schüttet er die Eisenbahnblumen, die sein Füllhorn birgt, vor den suchenden Ülugcn der Volksboten aus den Tisch des Hauses. Diesmal wars nur ein schmächtiges Wünschelhorn, mit dem Herr v. Breitenbach vor der Volksoeriretung paradieren konnte: War man vor zwölf Monden baß erstaunt, als er eine runde halbe Milliarde sür Bahnbauten hinlegte, so staunte mau diesmal über die verhältnismäßige Geringfügigkeit der Summe, die er für die 'Erweiterung des Bahnnetzes übrig hatte. Hein Wunder, daß man vieliach betrübte Mienen sah: War doch von den vielen Wünschen, die die Volksvertreter im Vorjahre namens ihrer' leer ausgegangenen Wahlkreise dem Minister mit heißem Bemühen ans Herz gelegt, nur em verschwindend kleiner Teil erfüllt, und der humorvolle Herr v. Pu ttkamer hatte sicherlich recht mit der Vermutung, daß von de>i achtzig Abgeordiicten auf der Rednerliste weitaus die meisten Klagelieder in petto hätten. Einen großen Teil dieser Trauergesänge bekain man schon am ersten Tage der Beratiing zu hören, und ihre Zahl wird sich in der Mittwochssitzung zweifellos mindestens verdoppeln. Die allgemeine Aussprache brachte nur recht gelinde Kritiken der Vorlage; mit der schweren Not der Zeit rechnend, tadelte man nicht sowohl die Magerkeit der Vorlage, als das unangemessene Verhältnis zwischen den Ausgaben für Haupt- und denen für Nebenbahnen, die beide etwa gleich hoch sind? Einhelligen Beifall saiid der Entschluß der Regieriing, den ersteir Schritt auf deut Wege der Elcktrisieriing auch des Fernverkehrs 311 tun — der Minister hatte die zwei Millionen, die für die Einführung des elektrischen Betriebes auf der Strecke Dessau—Bitterfeld aus- geworsen sind, natürlich auch seinerseits in bengalische Beleuchtung gerückt. Grundsätzliche Erörterungen und Anregungen gab es kaum, mid nach dreistündiger Sitzung vertagte man die Fortsetzung der parlamentarischen Lokalbahnpropaganda auf Mittwoch. * Mora. aucii^ ■ ■ MW $ciW,u’ M. 2W- ui ciitc üvpoibcl gkid)1 äter abzirgebeu. gd)riiil.*J)lcli>imftcn unter: rv-LäWv» iu\ L muM- mt,W MMler auszulci«'- .. ScbrinLSlcWncs; md.W'MlSii.dc^c^ Verlort ifStadB ** Gies»* UM ball f Ä»laA M j? Wlßz fej" u« 'M Mi Kelranntmachrrng »ir Ä. ntbmnifl der 1900. (B*/, B"/j 8 dem rytiebbof, nttf dem Vutbciuer>m Vurtbcmuhlbdjen in der Bekanntmachung, rbloiiei, 1 (fitenbrebcr. 1 Metzger. Kcbrliuge L Co.. Frankfurt a. I nnd ficckig. Ranmorhiilsrr. >l»cbcl’ Xrii^tndt <"»#> Ilodhrimr BRAÜdACtf & FISCHER foterei Gta. chiifi . Marz IW. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. M c c u m- Inbeii wir Jntereffenteu mimohctm cm. Gießen, am 30. März 1909. Der 2lufsichlvrat: Di Heyligcnstaedt. ausgeschlossen. Wichen, den 24. März 1909. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.. Keller. Da» und woilkomm«n»te iolbstt&Ü|a Waschmittel tn Verbindung mH Sri fr, geni hervorragendes WaechmintL besw Er teil tOr Soda, vorzüglich nun Einsetzen oder Einweichen *1 Wlacht, euro Reinigen von schmutzigem KGebengeachfrr end Holzgeraten etc. Oben genannte 3 Artikel in allen ein* schiägigen Geschäften zu erhalten. alleinige Fabrikanten» Henkel A Co., DOsaeldoet. Wir brir' n : rr.ii: ir ? der Interessenten, daß anläßlich des bevorstehenden £ . ’r . t den 3 Wochentagen 7., 8. und 10. Avril 1909, die Vorschriften über die Mindestruht : und Mittagspausen der Gehilfen, Le'u iinge unt 1 j r I , >er Gewerbeordnung keine Ann ; ung zu finden ta?.n und d-e Läden, sonne die offenen Berkauis teilen an diesen Lagen bis 10 Uhr abends offen gehalten werden dürfen Gießen, den 20. Mär; 1909. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. :R e i ii h a r t ein- zwei- u. drelleilk- all Hintrelwaiae i . Camlirldge . i roskil- u St-rnwalz., Ätaul- hkchirlaltwalsvn ebi-, xwel-, u dreiteilig auch für Sand- iQl’unK, alle sonst izen Gerate zur Boden*u lur. Kataloge gratis und franko PH. MAYFARTH Iclnrn rfc. — Gartrngrr empfiehlt J. B. Häuser Bckai-nini.rchnug. Durch Beschluß der Stadtverordneten-Versammlung vom 18. ds. Mts ist der Pbilosovlieuwald von der Lcicbolzuutzung Kaiser Allee und ans dein Trieb meistbietend versteigert. Die Zusammenkunft ist aus der Licher Straße am unteren Friedhosseingang. B”/, Gießen, den 30. März 1909. Großherzoglichc Bürgermeisterei Gießen. A. V.: Keller. Bekanntmachung. Nachstebenoe ^'stanntmachung bringen wir hierdurch zur Normal-Pflüge Federzinken-Kultivatoren fünf. sieben-, neun- u. elfacherig über die Rad.-pur arbeitend. Eggen WALZEN ■{rparatnren bllHret. alle Ersalatclie vorrätig. TOihti«« Vertreter resu bt. wo wir noch oi ht «ertreteo »i >1 Bergcbung von Buuarbcilen. Die für die Erbauung eines SchulhauseS nebst Abort' gebäude, Einfriedigungen und Hofanlage in Lauter erforderlichen Arbeiten und Lieferungen, wie: Erd-, Maurer-, Steinmetz-, Zimmer-, Dachdecker», Spengler-, Glaser-, Schreiner-, Weißbinder-, Schlosser--, Tapezier-, Pflaster- und Planierarbeitcn, sowie die Eisen-, Röhren-, Zement- und BasaltgruSlieferung sollen im Wege öffentlichen Angebots vergeben werden. Die AngebotSunterlagcn liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten, Zimmer Nr. 18, während der Dienststunden zur Einsicht der Interessenten offen. Angebote, mit entsprechender Aufschrift versehen, sind verschlosien und portofrei bis spätestens am TounerStag । dem 15. April 1909, vormittag» 10 Nhr, auf Großl Bürgermeisterei Lauter einzureichen, woselbst die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Bewerber erfolgt. Freie Wahl unter den Bewerbern bleibt vorbebalten. Gießen, 30. März 1909. Bto Der Großh. streisbauinspektor deS Kreises Gießen. I. B.: st a l b i l e i s ch. täglich von vormittags 9—12 Uhr und nachmittag der Schülerarbeite^ j in Abzug gebracht. , 7. Bei den bereits früher gemusterten Pferden sind an den |________________________________________________________________ Halftern auf her linken Seite die BeftinummgStäselchen, । tocldte die Designation der lebten Musterung aufweisen, . , JH , *7. „ -u befestigen 1 Freitag, 2. Avril, nachmittags 3 llbr wird bas Abfall - Wett mb biffige Mrd- fotfcn -U»-Lckli» «» solchc d°lr v-n^d«, PM-mc,, nnd.->L d.^«nlai,-n eor ite-gründei 1MK. < Üeber Jahr«- am hleeüri I I lalae. _ auf un-vre maachineJle Einneblung zum Stopfen von aufmerksam. S. it< r 79 Tel. it!7. Neuenweg 4. T ■ ’ •"*>». roo VAhar •nt-rcichter. gerader, wunderbarer Wucb- «4 Bieichkraft. Wischt die Wische von selbst ts clortert el bis einhalboftindigem Kochen, macht s* rein end blendend weiss, frisch und duftig wie von der Sonne gebleicKt! 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Uiunti)citlid)c Arbcitövermitielimg. Ltli-tislhtr Arbkitsliachivkis ßifßtii. (startenttraste 2, Zimmer S. Es können eingestellt werden: a. bei diesigen Arbeitgeber«: . _ 2 Weißgerber. 1 Buchbinder. 1 2attler und Taoezterer, 1 war hct. 1 Wärmer, 1 Zchnetder, 2 Windmacher. 1 ifln lerer Oai* duriche 1 Köchin, 3 Vmiffraucit. 1 Haucbalüerm, 3 Di nmiädchen. Vcbrliiitif: 1 Bnch'oiitd?r. 3 Srtivemev, 1 Spengler unb .w itnlinieiir. 1 Bäcker, 1 Schlosser. 2 Winter, 1 Schmied, 1 Vrfcr- madchen. 1 Polnerer und Iclornteur, 2 Tapezierer, 1 Wanner i>. bei auswärtigen 21rbeitgebern 4 Baufvengler, 1 Backet 1 sanier ii. Za neuerer. 1 JÄwtfur. 4 Taaioluier. 1 jllng. Schweizer, l 21nstrcicher und ^.teitzdtrdel 4 2dmeibcr, 3 Innbivirtfd). MncdHe. 1 landwtrisch. rieintmttidKn. 3 KödHiincn, 6 .liimnennadchen, 4 -vaucinencr, 7 Mcllncr, 3» W 30 -vniix- u. 5lüd)cnninhdicn, 1 stütze, 2 ’lterfonoliitiiödK«, wtn ftaheclöcbinnen. 1<> l'lnttcr unten. Vcbrliitne: 2 Bäcker, 2 Schlosser, 1 Schreiner, 1 Metzger. Eö suchen Arbeit: _ , , ” * 3 Handlungögedilsen, 2 Td,miede. 2 Weißbinder. I winicr em ,1niinilnteur, 3 M Huer, I Backer. 2 ISitenbrcbcr, 1 Monbttor, Drr. Steinmetzen, 1 Mechaniker. 1 Maschinistu. ^eit"r ti Bau'chlofter. 1 Sveugut 2 Lchutimacher, 1 Slernniadjcv, 2 Polsterer u. rave zierer. 1 Maschuienschtiin.r, 2 Schreiner • ,'nbrfitcdjtc.. ein siTnnfenv’lciicr, '! i>ati>l'urt'chen. 2 lanöro. 'Jlrbctirt. - rdetier, 1 Haushälterin, 3 Aau-trauen, 2 Watrauen, 1 Kindermädchen. Ksliannimiichiing. Wir machen die Besitzer derrenigen Pferde und Fahrzeuge, torWje bei v./.er Aushebung :m gtifle cin-'i sttobilmachlmg zu ge- ftellen sind, beceitö tm .Frieden ausdrücklich aus folgende gesetz- Üchen Bestimmungen aufmerksam: 1. Uebertrewngen der bmsichllich der Stellung der Pferde zur Äuc^.'dung getrvs--meii Anordnungen wrroen nach 8 27 bt-4 EriegSlCisrungSacsetzeS vom 13. Juni 1873 mit Geld- strafe btS zu 150 Mark geahndet. 2. Pserdebesitzer, welche tljre gestellungspflichtigen Pferde nicht ungesäumt und vollständig voriühren, faibeit außer der ge» setzlicheil Strafe zu gewärtigen, daß auf ihre kosten eine rwangsiveise verbeischaffung der nicht gestellten Pferde vor> genommen wird. S. Ter Berkaus eines Pferdes vor erhaltener GesteNungs- dufforberung entbindet nicht von dessen Gestellung, sofern die ‘Jlbtiefenntg an den neuen Erwerber noch nicht erfolgt ist. Eine Ausnahme findet nur statt, wenn nachweislich der UteiFmii an die Militärbehörde, an Offiziere, Sanitätsoffiziere ober Militärbeamte, welche sich ihre Pferde für die Mob'.lmachung selbst be'ckwffen, erfolgt war. 4. Don Bekanntgabe deS MobilmachungSi>efeli bis nach Beendigung der PferdeauShebung ist jede AuSftlhrung von Pferden in andere Kreise oder Ortschaften verboten. Jn- Imdell-andlungen tverden für jeden einzelnen g-all mit bas m 8 27 des DstegSleistungSgesetzeS vom 13. Juni 1873 vorgesehenen Strafe geahndet. Eine Ausnahme von dem Derdote findet nur statt, wenn nachweislich der Berkaus an Militärbehörden deS Aushebungsbezirks oder an solclie Offiziere, Santdiisosfiziere oder Militärbeamte, welche sich die Pferde für die Mobilmachung selbst beschaffen, geschehen ist. t. Bei der Vorführung müssen die Pferde durch den Besitzer versehen sein mit: Halfter, Trense, zwei mindestens zwei Meter langen Stricken und gutem Hufbescklag. Der Wert dieser Stücke ist in der Taxe mitentdalten. Jrhlt eines derselben, so werden die dadurch entstehenden Kosten ; bei der Tarsumm? in '.'lbzug gebrackst " €. Pferde, welche als brauchbar auögewählt, aber zunächst nickst abgenommen werden, sind dvn den Besitzern, bei Mei- tnmg der unter 1 erwähnten Strafe, auf drei Wochen, vom Tage der Aushebung an gerechnet, zur Verfügung der MUitärbehorde zu halten. Bis zur förmlid>en Abnahme habert die Besitzer ober deren Beauftragte die Pferde zu bvauffichtigen und auf eigene Kosten zu verpflegen. Wenn die Besi^-r dieser Berpflichtmiy nickst genügen, werden die dadurch entstandenen Kosten bet Auszahlung der Taxsumme die amtlichen Bcrwicauuacn im in.Mürben Schlachtuos betreuend. Wir bringen hiermit zur all ememen >tennini6, datz säuitliche Hallen meister he-5 itnbtiidicn Schlad, wose.. zur Born ahme von Verwiegungen beiitfli und nlv Wiegineister verpstichtet sind. Gießen, den 29. März 1909. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. B.: stcller. Bekanntmachung. Frühjahrs 5rontrollvcrfammlung. Ee> baden aus der Stadt tstießen auf dem Hofe der alten ftaferne aui Vflitbtirni Bbilivp Platz zu erfcbciuen: 1. Cni-.ierc. Sanitätoofstziere und Beaune der Reserve und 'der Vanbiucln 1. Aufgebots Meiner Dienstanzugi; 2. Tie '.V?nnin‘d)niten der Reserve und Vnnbroebv 1. 2lusgeboiö aller Waffen einschließlich Halbinvaliden und nur Garnisondienst' fähigen; , t 3. Die zur Disposition der Truppenteile oder Ersatzbehörden entlassenen '.ninnnfdmfien aller Waffen; 4. 2111c Ersgyreserviften. geübte und nicht geübte; unb -wM Am 3. r'lortl. 9 llbr vormittags, Jahrgänge 1896. 1897 außer Ersatzreiervtsten 2t tu 3. .'loril. 2 llbr nachmittags. Jahrgänge 1898, 1899, 1900 außer Erkatzre'ervisten, 21 m "». VluriL 9 Uhr vormittags. Jahrgänge 1901, 1902 außer Erfatzreservisten 21m 2lvril, 2 Uhr nachmittags, Jahrgang 1903 einschließlich Ersatzreserviiten, sowie nur Erfatzreservisten der Jahrgänge 1896. 1897. ISfr 21 in 6. April, 9 llbr vormittags. Jahrgang 1904 einsckliehltch Ersatzreiervistcn foroie nur Erfatzreservisten der Jahrgänge 1899, 1900 21 in 6. April, 2 llbr nachmittags, Jahrgang 1906 einschließlich Ersatzrctervisten. sowie nur Erfatzreservisten der Jahrgänge 1901. 1902. 21 m 7. 2loril. 9 llbr vormittags, Jahrgange 1906. 1907. 1908 einschließlich Erfatzresermsten. Die oben unter Rr. 1 Ausgesfibrten (CffUicrc jc.l erbaUen besonderen Befehl Es wird f o l ge ii des erinnert: 1. Befreinngsgefudie find bis Iväte'tensst rage vor dem Appell durch den Bezirksieldwebel des rmupt Meldeamts einzureichen und müllen durch die Bürgermeisterei bezw. bei Beamten durch die vor* gefetzte Behörde beglaubigt fein. Berücksichtigung kann nur in den dringendsten Iallen fmtthnben. 2 Jeder 5loiitrollvflidiune exiiebt die Jahresklafse. zu der er gehört auf dem Deckel seines Pfilitarvastes. 3. Die Mtliiart'äsfe mit etngeklebter gelber Kriegsbeorderung dezw. Pannonz und .vubrungszeugnis sind uui.zubringen. 4. Die Vcuie baden in bürgerlicher Kleidung zu erscheinen. Stöcke. Schirme Pfetten und . .>garreu find vorher weazulegen. 5 Sänultche Manuichaneu iteben wahrend des ganzen Äon trolltages bis einfthliciihdi Miiternacht unter dem Militärgefetz. Demgemäß werden auch llnpünktlichkeit und Berfäamnis der KonnoUveriammIung befimii. Bckanutmachutig. Der Boransckstag der Gemeinde -ickdgcn für das Ri 1909 liegt vom 3. April d. I. an 8 Tage lang zur Einsicht der Intereffenten auf dem Bürgermetsteret-Bureau offen. Rödgen, den 31. März 1909. 1963 Großherzogliche Bürgermeisterei Rödgen. bezeichnet werden, um Unfällen vorzubeugen. Gießet., hm 22. März 1909. Großherzogliches streiSamt Gießen a- 2'.: ge\. W c lck e r. Smtgeftecfite - bevor Sie meine Läger m Möbeln. Betten, Polsterwaren, Wäsche u. Kleiderstoffen etc. besichtigt haben. Sie werden dann zur Ueber- zeugung kommen, dass Sie Auf Kredit sowie ^e^en Bar nirgends vorteilhafter kaufen können wie im leistungsfähigen und kulanten Möbel- und Waren-Versand-Haus J. Jttmann Plocksir. 14-16 Bäessem Plockstr. 14-16 Kleinste Anzahlung! BeQuemste Teilzahlung! Diskretion! — Kunden ohne Anzahlung! ■ Aus einer Diese Schutzmarke Neu eingetroffen die folgenden wasserdichten Wagen Oesen abzugeben Neubeziehen c10/. 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Saathafkl Gebrüder Berdux Telephon 231. Bahnhofstraftc 27. in Rhein. Kaufhaus Bahnhofntr. 26. Gieren Wir haben in Gemeinschatt mit anderen Banken obige Anleihe übernommen und erbitten Anmeldungen von heute bis zum 5. April 1909 zum Kurse von Giessen, 31. März 1909. Bank C. der Rebe de.- ^nserrmtiven Sprechers gewonnen, baß em gewisses Ein lenken wenigstens bei einem Tc,l der Konservativen nicht ausgeschlossen ift Wenn ein Zusammenwirken der nationalen Gruppen zur Durchführung einer so eminent nationalen Frage wie die Regierung noch im Rahmen bcc Möglichkeit ift. dann sollen wir alles tun. um die Möglichkeit m die Wirklichkeit übeczuführen. Der Block bat doch auch den ,vre,sinnigen ctuwj geboten; von bett schönen Orden will ick gar nicht sprechen (Heiterkeit), aber Börsen, und Bcrcinsgesetz! Wir verlangen Ixt der Finanzreform direkte Steuern und halten für ben heften Weg den Ausbau der Erbschaftssteuer. Taö Besin steuerkomprsmiß ruiniert den Mittelstand. Reichskanzler Fürst Bülow: M. H.l Ter Vorredner, der Abg. Götz von Olenhusen, hat sich erlaubt, mir Vorhaltungen zu machen. Er bat e» gewagt, meine Königstreue anzuzweifeln, cö würde lächerlich sein — ich glaube, eö würde auch nicht verstanden itxrbcn —, wenn ich mich gegenüber dem Herrn Abg. Götz von Olenhusen in dieser Richtung tcci’tfcrtinen wollte. (Sehr richtig!) Ich habe in einer fast -lOjäorigen Dienstzeit unter oft schweren, unter oft sehr schwier.- gen Verhältnissen meine Treue für König und Vaterland, für Kaiser und Reich bewährt. (Beifall.) In der äußeren, wie m der inneren Politik habe ich niemals einen anderen Leitstern gekannt, als das Wohl der Monarchie und das Wohl beß Landes, die Staatsräson, die nationale Idee unb die Kaiseridce, die für mich unlöslich verknüpft sind. Ich lehne eS ab, mir von dem J lbg. Götz von Olenhusen Vorschriften machen zu lassen über meine Haltung gegenüber meinem König und Herrn. (Lebh. Beifall.) Für diese Haltung erkenne ich keinen anderen Richter an, als Seine Majestät den Kaiser und König und mein Gewissen. (Beifall.) Im übrigen gipfelten die Ausführungen des Abg. Götz von Olenhusen heute wie vor einem Jahre in dem Vorwurf, daß ich in meiner Haltung gegenüber seiner Partei und speziell in der Draunschweigifchen Frage mich m Widerspruch setzte mit dem Legitimationsprinzip, mit dem Rechtsbewußtsein de» deutschen Volkes. Damit bekennt der Vorredner sich zu dem Standpunkte, den vor 200 Jahren die Stuarts einnahmen, als sic das Legi, timitätsprinzip als ein von allen nationalen und praktischen Rück, sichten losgelöste», immer und unter allen Umständen allein gü!- kgeß Prinzip mit starrer Konsequenz hinstellten. (Sehr gut! links.) Mit diesem Prinzip haben die Stuarts bekanntlich Schiffbruch gelitten. Tenn in irdischen Dingen gibt es keine immer allein gültigen Maxime. Da ist alle» bedingt. Wenn Sic sa» fceffreiten, so würden Sie ja zugeben, daß auch das Hau» Hannover, dessen Legitimitätsrecht wir angeblich verletzt haben sollen, nicht legitim war. al° es nach der Vertreibung der Stuart» den englischen Königsthron bestieg. (Heiterkeit und Sehr gut! rechts.) Tann könnten Sic die Legitimität der in Schioeden, Spanien. Portugal und der in manchen anderen Ländern regierenden Dynastien anzwciscln. Mik fold)cm Formalismus, mit solcher Ueberspannung von Prinzivien (Sehr richtig!) gelangt man zu unmöglichen Forderungen. Alles Irdische steht im Strome der Entwicklung, lieber dem formalen Recht steht da» Recht des deutschen Volkes. (Lebh. Beifall.) Das Recht des deutschen Volkes, seine Weltstellung zu behaupten. Hannover ist durch einen Krieg erworben, der. wenn er für Preußen unglücklich geendet hätte, wenn nicht die Vernichtung, so doch die Schwächung der vreußischen Monarchie nach sich gezogen hätte. (Sehr richtig!) Seitdem cS eine Weltgeschichte gibt, haben Länder und Fürsten für die Folgen itnglürflicbcr Entschlüße büßen und die Konsequenzen aus sich nehmen müssen. (Lebh. Zust.) Solange das Land Hannover nicht a'ö ein gegenwärtiger territorialer Bestand im Deutschen Reiche rückhaltlos anerkannt wird, befindet sich Preußen im Stadium der Notwehr. Ich will aber doch noch, da ich einmal zu diesem Thema das Wort ergriffen habe, daraus Hinweisen, daß nach der deutschen Reicksverfassung die deutschen Fürsten sich ihren Besitzstand gegenseitig garantieren. Das ist recht eigentlich die Basis der Reichsverfassung. Daraus beruht das Vertrauen, das die deutschen Fürsten untereinander haben. Darum ist es im Deutschen Reiche keinem Fürsten möglich, gegen einen andern Fürsten territoriale Ansprüche zu erheben. Wenn wir daS dulden würden, so würde daS rückballlose Vertrauen, das jetzt die deutschen Fürsten untereinander verbündet, gegenseitigem Mißtrauen Platz machen. Es würde wieder ein Zustand eintreten, wie in früheren Zeiten unserer Geschichte, wo jeder deutsche Fürst sich auf Kosten dcS andern mit Vergroßerungsahsichten trug und Ansprüche gegen den andern in petto hatte. Einen solchen Zustand wurde gerade so wie vor 100 ober 200 Jahren da» Ausland dazu benutzen, um sich in die deutschen Verhältnisse eiuzumischeu und Deutsche gegen Deutsche aufzuspielen. Im Deutschen Reich müssen klare Besitzverhältnisse herrschen. Wenn gesagt wird, ein wölfischer Prinz könne unter Verzicht auf Hannover in Preußen cinzichcn, der andere aber sich für Hannover cmsetzcn würde, fo würde daS gerade einen Zustand der Unsicherheit darstellen, den wir nicht einreißcn lassen wollen. Und darum hat sich der Bundesrat vor zwei Jahren nicht nur wieder dazu bekannt, sondern einstimmig den diesbezüglichen Beschluß angenommen. Daraus ersehen Sie. wie ungerechtfertigt die fBor- würfe und Ausführungen des Vorredners waren. Ick will mich nun zu einigen Bemerkungen dcö Vertreters der Sozialdemokratie wenden. Der Abg. David ist zurückgekommen auf die Vorgänge de» vergangenen November». Darüber will ich nachstehende» sagen: Greifen Sie m i ch an. so viel Sic wollen, aber lassen mir endlich Seine Majestät den Kaiser au« der Debatte. (Stürmische Zustimmung recht».) Ter Kaiser hat dem deutschen Volke sein volle» Vertrauen bewiesen, rr bat durch seine Haltung gegenüber vielen Mißverständnissen, Kritiken und ungerechten Angriffen bewiefen, daß er nicht klein denkt. Seien wir auch nicht klein in seiner Beurteilung. Hierauf hat er durch seine 21 jährige Regie- rungßtätiglcit ein wobl erworbenes Reck t. Wen» ich einmal gesagt Ijcbe, der Kaiser sei kein Philister, so habe ich damit nur feststellen wollen, daß er in hohem Maße eine Eigenschast besitze, die ich bei einem Manne sehr hoch stelle, die M e g a I o . vsychie. An dieser Megalovsvchic können wir uns alle ein Bei. Mg. Götz v. Olenhusen (Welfe): , Wie im vorigen Jahre lehne ich da» Gehalt des Reichs- .anzlers ab. Er verlangt von uns, die Führer der wclfisck.xn Agi- tation mußten sich rürfbnltlp» dem Verzicht unseres Fürstenhause anschließen. Ohne ein Recht ist ein Verzicht nicht möglich; ,va--- der Kanzler von uns verlangt, ist. daß mir hannöverschen Abgeordneten auS dem Re ick'ötage vcrschwin. den. Ich bitt in dieser Session ja bis jetzt nur allein hier ge. Wei en, aber einer ist schon wieder bn Heiterkeit); um 100 Pro- 3«it.&abe ich mich schon vermehrt. (Große Heiterkeit.) Bei den nächsten Wahlen kommen noch mehr, der Kanzler wird die wcl. fischen Abgeordneten nicht Io». Und wenn nicht alle Gerückte trügen, so glaube ich, ist auch der Nachfolger des R e i ck S. kanzle r s ein Hannoveraner. Ich habe nicht:- getan, als daß ich die legitimen Reckte meines angestammten Herrscherhauses vertreten habe, und da» locrbe ich auch weiter tun. Derselbe OTaun. der die Treue zum Lande und zum Fürstenhause als eckte Tugend preist, mögt cS, die Königstreue der hannöverschen Äbge. ordneten al» antinational zu bezeichnen. Mir hat Seine Majc'tät der Kaiser in den November tagen leid getan, wo kein gut. < Haar an ihm gelassen wurde, und da hat der v injla die Tit funic; 'chUcßen lassen und nickt da» Wort ergriffen* fein Dort der Entsckuldignng für den Kaiser gehabt. Ick habe nack 12 Jahren meinem ange tammtcu " rrfcbci häufe uock die Treue bewahrt. Da lobe ich mir doch den Herrn von Oldenburg. (Große Heiterkeit.) ?ber jetzt kommt die Kehrseite her Medaille. Herr v. Clbrnbur. rief den Saztaldemokratei u: Ja, für Sic ist die Monarchie eine Einrichtung, für in bc König eine Person' .i frage ich 'ch alle die. dic cbcn|o denken, wie er: Wo waren Sie denn im April 1866? spiel nehmen. Das Land hat genug von diesen Erörterungen über die allerhöckste Person; macken wir ein Ende und kehren wir zurück zur alten bewährten Ucbetlieferung, bie Person b c » Kaiser» nickt in bie Debatte z u ziehen. (Zustimmung recht».) Der Abg. David hat weiter gemeint, ich führe einen Kampf um mein Amt Davon tu, soweit die allerhöchste Person und der Hof in Frage kommen, nicht die Rede. Dr. David äußerte bei dieser Gelegenheit — vielleicht war dabei der Wunsch der Vater de» Gcbanken» — er sehe mick vielleicht zum letzten Ma! auf diesem Platz. Nun. ich bleibe solange, al» mir dav Vertrauen Seiner Majestät de» Kaiser» zur Seite sicht und alv ba ■ mit meinem Gewissen verträglich i ft (Bravo! recht».) Wenn eine dieser beiden Voraussetzungen hinfällig werden folltc. fo werde ick keinen Augenblick länger blcidcu. Darüber können die Herren beruhigt fein Parlamentarische Schwierigkeiten können mir meine Aufgabe erschweren, sie entbinden mich aber nicht von bei Pflicht, solange mein schwere» Amt zu verwalten, al» bie« ■'er Wille bc‘ Kaise ist, und ick glaube, damit den Interessen de» Lande« zu dienen Damit ist für mich die Erörterung über diese« Thema abgefcklosfen. Nun bat der Abg. David aber auch in einigermaßen weitschweifiger Weise (Unruhe link») sich wieder verbreitet über da» berühmte Thema Kamarilla. Er meinte, er fei neugierig, ob ich e» tragen würde, die Eristenz einer solchen Kamarilla bei un» beute noch zu bestreiten. Nicht nur bestreite ich die Eristciiz einer solchen iiamariQa an unserem Hofe, sondern ich weise die» Gerede mit allergrößter Entschiedenheit zurück. (Lochen link».) Sie sollten auf- hören, ewig mit dieser alten Seeschlange zu operieren. (Heiterkeit.) ES gibt bei uns keine Kamarilla, und wenn eß eine gäbe, so würde sie keinen Einfluß haben. Daß ein ISinifier, der 12 Jahre im Amte ist unb beinahe 9 Jahre Reichskanzler ist. tr.de Gegner hat, darüber können Sie sich doch nicht wundorn. (Heiterkeit.) Ta gibt eß bie Enttäuschten, denen man beim besten Willen nicht all: Wünsche erfüllen kaim (Lachen recht». Pause, große Heiterkeit link»), dann die Ehrgeizigen, die gern selbst Minister oder Rcich-kcrnzlcr werden tuschten (Erneute Heiterkeit). Dazu gehör: aber nicht mein hochverehrter Freund, der Statthalter von E^saß-Lothringen. Graf Wedel, von dem Herr v. Olenhusen gesprochen hat. Ta gibt e» die Fraktionen, denen man nickt alle Dünsche erfüllen kann, und die in einem ^antf, wo die Regierung nicht auf eine einzige Partei eingestellt werden k-rnn, natürlich immer mehr oder weniger die« oder jene« am Reichskanzler auSzusctzen haben werden; und je länger einer Reichskanzler ist. um so stärker schwillt dieser Ehor der Racke an. (Große Heiterkeit.) Dies Schicksal teile ich mit mci nem großen Amlsoorgängcr. Aber auf Sc. Majestät den naifer und König haben solche Machinationen gar keinen Einfluß, und an feinem Hofe wird solchen Intrigen kein Vorschub geleistet. Da gibt eß febr aufrechte unb tüchtige Männer, bie ihren Kaiser unb König nach bestem Wiffen unb Gewissen dienen unb bie Intrigen verabscheuen. g. Liebermann von Sonnenberg (Wirtsch. Vg.) (persönlich): In meiner Erklärung habe ich gesagt, daß die Freisinnigen ichon bei 500 Mark beginnend die Erbschaftssteuer einführen wollen. Ich habe mich überzeugt, daß der Antrag der Freisinnigen erst bet 10 000 Marl anfangeu will. Aus dem Antrag ging das nicht hervor, wohl aber aus dem Protokoll der nächsten Sitzung. Ich bin loyal genug, das hier zu konstatieren. Größe dieses Staatsmannes zu erkennen und ihn zu unterstützen: statt deyen iahen eie den Zweck der Hebung in seiner Se- famprirng. Nun ist Ihnen durch den Blockgedanken des Junten Buloch eine neue Aera entstanden. Und als auf bem Reich-Uaden stand: „Nie wiederkehrende Gelegenheit" da wollten^-mc gleich die ganze Hand haben. (Heiterkeit.) WaS haben -sie mm eigentlich schon bewilligt! Sie werfen uns vor, wir wollten die Nachlaßsteuer nicht bewilligen; Sic haben aber )cr. bewilligt, erstens das Spiritusmonopol. Da haben Sie nichts weiter gekonnt als über die berühmte Liebesgabe her. zuziehen. (Lehr richtig! rechts.) Tann haben Sie die Jnseraten- steuer, die Elektrizitätssteuer abgelehnt, die Wcinstcuer wollen Sie ableynen, und mit der Tabaksteuer, da ist es noch mehr als schwach, ^a wollen eie eine Gewichtssteuer, die doch gerade für das kleine Publikum das Merbedcnklichste märe, während dagegen eine Steuer, die die Qualität trifft, sehr viel ausgleichender und besser wäre. Mit dem Abg David ist selbstverständlich nicht über m ° ” a r 1) 0) e § Empfind -> n zu streiten. (Sehr richtig! rechts.) Wenn er hier einen Versuch unternimmt, so steht das auf öerjelbcn Hohe, als wenn er uns in Aussicht stellt, den christlichen -Ltaat neu organisieren zu wollen. (Heiterkeit.) Der christliche -Lkaat wird keinen Wert darauf legen, sich von dem Abg. David oder Singer organisieren zu lassen. (Heiterkeit.) Der Abg. Bebel — °as konzediere ich ihm sehr gern — ist ein sehr guter Kenner der preußiichen Geschichte. Er hat in Nürnberg gesagt: Ob Sie in ben anderen Staaten Revisionisten sind oder nicht, das können Sie halten, wie Sie wollen, darauf kommt es nicht an, aber in Preußen fairb es um Kopf und Kragen gehen. Ta kann ich nun sagen, wenn es in Preußen gegen Sie (zu den Sozialdemokraten) um Kopf und Kragen geht, bann ist der Moment gekommen, wo auch ich bin plus royalistc que le roi. (Lebhafter Beifall rechts.) Abg. Mommsen (Fr. Vg.): Herr von Richthof en hat das gesagt, was meine Fraktion zu laßen ljat. Wenn ick hier nochmal rede, so ist es nicht meine Schuld, loitbcrn die Schuld meiner Angreifer. Herr Wienier hat von agrarischen Demagogen gesprochen. (Stürmisches Sehr richtig. links.) Wenn er mich damit persönlich gemeint hat, so tonnte idjntirba» in einer sehr groben Form verbitten. (Lachen link.,) Mir stehen durchaus auch solche Töne zur Verfügung, iHeiterkeit.) Wenn ich es nicht tue, so, geschieht cs aus dem Grunde, weil meine Erziehung mir nicht gestattet (Minuien- langes schallendes Gelächter links), im politischen Kampf den Ton i er guten Gesellschaft zu verletzen. (Erneutes Gelächter links.) Außerdem finde ich cs unelegant, wenn Parteien, die hier so lange miteinander zufammengegangen sind (Laute Aha.'-Rufe links), bei einer eventuellen Trennung sich nun in dieser ttorm in die Haare fahren. (Heiterkeit.) Ich will deshalb nickt von Börsen- oder Tabakdemagogen sprechen. Aber eins mutz ick hervorheben. Denken Sie daran, was uns Land- wirten und Bundesiuitgliedern gesagt worden ist, sogar von einem -sirosesior! (Heiterkeit.) Man hat uns glatt des B c - t r u g c s b c z i ck t i g t. Darauf zurückzukommen, ist unter meuter Würde und unter der Würde der Landleute, die sich in fyejBcm Mühen quälen, ihre Scholle ihren Kindern zu erhalten, i Beifall rechts.) Im übrigen muß ich hervorhebcn, daß beispielsweise der Abg. Wienier in Insterburg gesagt hat, daß seine freunde sich ihre endgültige Stellung zur Reicköfinanzreform Vorbehalten müßten, bis Konzessionen gemacht würden in bezug auf das preußische Wahlrecht. (Hört! hört! reckts. Zuruf: ^ackacher!) Was sagen Sie dazu? Wenn Herren, die gar nicht Preußen sind _— und die gibt es bei Ihnen — sich einfach erlauben, in dieser Form sich in eine preußisch Angelegenheit ein- zumischen. (Lebh. Zustimmung rechts.) Was die StcUung des Fundes der Landwirte zur Erbschaftssteuer anlangt (Zuruf links: Nachlaßsteuer!), nennen Sie es Nachlaß- oder Erbschaftssteuer, das ist mir egal, so stehen wir auf dem Standpunkt, die indirekten cteuern dem bleich, die direkten den Einzelstaaten. Ter Bund erblickt eine kolossale Gefahr darin, locnn bei einer Erhöhung der direkten Steuern die Existenz der Einzelstaaten bedroht und unter Umständen vernichtet wird. (Sehr richtig! rechts, Lachen links.) Ter Weg, den wir jetzt beschreiten sollen, i|t ein äußerst bedenklicher. Man fängt mit der Erbschaftssteuer an, weil sie die Budgets der Einzelstaaten nicht durchkreuzt. Wie lange lvird es aber dauern, bann werden Sie mit anderen direkten Steuern kommen. (Zuruf links: Jawohl!) Dann werbe ich hoffentlich das Vergnügen haben, die Vertreter der Einzelstaaten an meiner Seite zu haben. Der Bund der Landwirte weigert sich durchaus nicht, dem Reiche das Notwendige zu gewähren, er will jogar biet mehr geben, als Sie verlangen. (Widerspruch links. Zuruf: Her damit!) Wenn Sie das bestreiten, dann haben Sie wie gewöhnlich keine Ahnung von den Vorgängen. (Sehr richtig! rechts, Lachen links.) Der Bund will die Matrikularbeiträge erhöhen und Sie werden dock nicht bestreiten, daß damit der Besitz getroffen wird. (Sehr richtig! rechts.) Nun möchte ick den Freisinnigen, die uns vorwerfen, daß wir den Block zerstört haben, doch einiges ins Stammbuch schreiben. W e nji d e r Block kracht, so krackt er aus Ihrer (zu den Freisinnigen) gewohnheitsmäßigen Unfähig- k e i t, politische Situationen richtig z u e r - kennen. (Großes Gelächter links.) Im Jahre 1818, in den fünfziger Jahren, wünschten Sie das Deutsche Reich. (Zuruf bei öen Freisinnigen: Das haben wir ja auch bekommen.' > Jawohl, aber auf anderem Wege. Sie wollten das erreichen auf dem Wege des Türnens und Singens. (Große Heiterkeit.) Daß Sie sehr § Reichskanzlers Herr v. Oldenburg hat mir wegen meines Tones mit Grob- heitrepressalieii gedroht. Ich habe aber ihn gar nicht persön- "ch gemeint, sondern den Bund der Landwirte, gegen den uns zu wenden wir ein Recht haben. (Sehr richtig! links.) Von seiner guten Erziehung mag Herr v. Oldenburg den Bündlern etwas abgeben; das wird gut sein. (Heiterkeit und Sehr gut! links.) habe in Insterburg nicht gesagt, für die Bewilligung neuer Steuern müsse das Reichstagswahlrecht in Preußen eingeführt werden. Ich habe nur gesagt, wenn dem Volke neue Lasten auf« erlegt werden sollen, müsse es auch mehr Rechte bekommen. Wir sollen unfähig fein! Haben die Konservativen etwa gerade jetzt staatsmännische Befähigung bewiesen? (Sehr gut! links.) Die Braiinlwein-Liebesgaben haben bei der Stengelfchen Reform lewst die Regierung und daS Zentrum als ein Geschenk bezeichnet. Vielleicht macht Herr v. Oldenburg auch mit dem Zentrum in dieser Beziehung schlechte Erfahrungen. (Heiterkeit.) Wenn nach dem Verlauf der heutigen Erörterungen die Konservativen vom Bund der Landwirte abrücken, dann werden wir zu einem positiven Ergebnis fotnmen (Beifall bei den Freis.) Einzelstaaten find zu wichtig, als daß die Entscheidung heraus- gezogert werden könnte. Wenn wir in dieser Beziehung irgend- welche Zweifel hegten, so würden sie uns genommen werden müssen durch die Stimmen der Ungeduld und der Un- zufriedenheit, die aus dem Lande täglich an unser Ohr schlagen. (Lebhafte Zustimmung.) DaS Land empfindet e§ als eme nationale Kalamität, daß die Entscheidung über die Finanz- rcionn solange hinausgezögert wird. Das Land wurde es als rl" " « * ' § nales Ung. Iück auf fassen, wenn dieses hohe Haus sich außerstande zeigte, die Reichsfinanzreform zu lösen. Als übereinstimmende Ueberzeugung der verbündeten Regierungen muß ich es aussvrechen: wir verlangen von diesem Hause eine f e ft e und unzweideutige endgültige Entscheidung über d i e Reichsfinanzreform und noch in dieser Session. (Lebhafter Beifall.) Ich mutz es t; e" aussprechen, daß die Schuld an den gegenwärtigen so unbefriedigenden Verhältnissen mehr oder weniger alle Parteien tragen. Herr Haußmann hat zwar gesagt, daß seine Partei m dieser Beziehung tadellos dastände. Wenn man die Herren hier hort dann steht natürlich jede Partei da weiß und fleckenlos wie em Lamm. (Heiterkeit.) In Wirklichkeit sind Sie allzumal Sünder.^ (Große Heiterkeit, Zuruf: Die Regierung auch!) Auch die Regierung hat Fehler gemacht, aber lange nicht so viel wie Sie. Die Rechte ist gegen eine angemessene Erbschaftsbesteuerung, und "L nC gegen die Form, unter der allein nach An- sicht aller Sachverständigen eine höhere Belastung des Spiritus möglich ist. So kann es nicht weitergehen. W e r e s m i t u n s e- ren Institutionen gut meint, mutz Front machen gegen diese Verschleppungstaktik, gegen diese ^.^wmnis des Willens zur Tat. Es müssen endlich die großen Gesichtspunkte in den Vordergrund geschoben werden, die der großen Aufgabe entsprechen. Es ist davon gesprochen worden, daß dieser ober_jener Abgeordnete sich in seiner Haltung beirren lalte öurd; die eorge um seinen Wahlkreis. Davon kann dock im Ernst ^c?c ,ein-. kann nicht aunehmen, daß irgend ein Mitglied diejes Hauses sich in seiner Entscheidung beeinflussen lasien könnte durch die Gefahr eines Mandatsverlustes. Solche lokalen Erwägungen müssen gegenüber der Größe der Aufgabe, müssen gegenüber dem Allgemeininteresse ebenso zur Ruhe verwiesen werden, wie die egoistiscke Interessenvertretung gewisser E r w c r b s g r u p p c n , die sich wider den Willen der Oeffentlichkeit mit einer einzig dastehenden Kühn- hcit in den Vordergrund gedrängt haben. (Hört! Hört! links.) Ich sage es mit dem vollen Ernst, den diese große Aufgabe Der langt: Tic Reichsfinanzreform ist die wichtigste Aufgabe, die je diesem hohen Hause unterbreitet worden ist. Sic must gelöst werden, sie must schnell gelöst werden, wenn nicht anders unser Ansehen nach aussen, unsere Kraft nach innen leiden soll. Sie muß gelöst werden, wenn der Reichstag seine Stellung behaupten, rvenn er zeigen will, dass er auch imstande ist, grosse Aufgaben nach grossen Gesichtspunkten zu lösen, unbekümmert um kleine Sonderintercsien und unbekümmert um kleine Differenzen. Tas Land und die verbündeten Regierungen haben das Zutrauen zu Ihnen, dass Sie sich dieser grossen Aufgabe gewachsen zeigen wer- bcl‘* Beweisen Sie dem Lande und beweisen Sie dem Auslande, dass Sie imstande sind, diese Aufgabe zu lösen im Interesse unseres Vaterlandes, und im Interesse des Ansehens und der Stellung des Reichstages. (Lebhafter Beifall.) Abg. v. Oldenburg (Kons.): Dem Abg. v. Oldenburg gebe ich zu, daß die Spiritusgesetz« gebung un Deutschen Reich ein so raffiniertes Produkt ist, daß der, der keine eigene Brennerei hat, sehr leicht in die Schlingen der* 'emgen fällt, die die eigenen Brennereien vertreten. (Sehr wahr! links.) Gerade die Geschichte der Spiritusgesetzgebung hat es uns zur Aufgabe gemacht, mit besonderer Vorsicht bei der Reichssinanz« reform vorzugehen. (Sehr gut! links.) Aber dem Herrn v. Oldenburg gegenüber möchte ich einmal allgemein betonen, wir sollten endlich einmal uns alle dazu bekennen, daß wir keine Sonderinteressen eines eigenen Gewerbes vertreten sollten. Das haben wir bei der Reichsfinanzreform von vornherein erklärt: eigene Interessen dabei gibt es für uns nicht. Die Schwierigkeiten sind denn auch durch diese Sonderinteressen von der anderen Seite gekommen. Am allermeisten ist zu bedauern die Haltung der Konservativen unter dem Einfluß des Bundes der Landwirte. Wenn der Einfluß des Bundes der Landwirte in dieser Weise bleibt, können Sie unsere Zustimmung zu der Finanzrcform nicht bekommen. lSehr richtig! links.) Dem Block eine Leichenrede zu halten, ist nicht meine Aufgabe. Ich weiß auch nicht, ob es schon an der Zeit ist. Ich unterscheide ick rnick hier etwas von meinem Freunde Haußmann. Wir müssen versuchen, vorwärts zu kommen. Dem Abg. Olden, bürg will ich noch Vorhalten, daß die Gründung des Deutschen Reiches keine Tat der deutschkonservativen Partei war, sondern eine eckt liberale Tat. (Lebhafte Zustimmung links.) Solange wir liberal regiert wurden, waren die Verhäl'tnisse etwas anders als heute. Da wäre ein so krasser Jnteressenstandpunkt niemals vertreten worden wie heute. Aus dem Gang der heutigen Debatte geht klar hervor, daß Freikonservative, Nationallibcrale und Freisinnige bereit sind, nach wie vor an den Vorlagen mit. zuarbeiten. S)er deutschkonservative Fraktionsredner hat sich vorsichtig ausgesprochen. Hervorgehoben zu werden verdient aber auch, daß Don der größten Partei des Hauses bisher nur ein Elsässer zu elsässischen Fragen und ein Welfe zu welsifcheri Fragen gesprochen hat. Ich wundere mich gar nicht darüber, aber ick möchte den Herren von der Rechten doch zu Gemüte führen, daß die Herren vom Zentrum sich nicht geäußert haben, weil sic in der glänzenden Position sind, daß sie sich Vorbehalten wollen, bald mit der rechten Seite, bald mit der linken Seite zu Pakt.eren. Ob Ihnen (nach rechts) das auch immer Freude machen wird, wollen wir einmal abwarten. Wir sind diejenigen, die eigentlich Opfer bringen, nickt die Agrarier. Leute, die ihren Besitz recht sauer erworben haben, erklären sich bereit, da darf der Grundbesitz nicht ausgenommen werden, zumal es dem Grundbesitz in letzter Zeit ganz gut geht. Von einem notleidenden Grundbesitz un Deutschen Reiche kann nicht die Rede fein, iarum ist die Forderung, daß der Grundbesitz bei der Finanz- resorm nicht ausgenommen lvird, vollmlf begründet. Ohne Er- ftlllung dieser Forderung gibt es keine Finanzreform. (Beifall _ . Damit schließt die Diskussion. Das Gehalt des » totrb „bewilligt. Die sozialdemokratisch« - eine Beschränkung der „ . ~ u - - - -7 -Der Rest des Etats der Reichskanzlei wird bewilligt. Das Haus vertagt sich. Nächste Sitzung: Mittwoch 11 Uhr. (Nest der 2. Etats« beratung.) ' Nr. An Einlagebüchern sind (rnbc 1908 aus 17 760 5tüd 799 St. 13 265 610,94 Mk. Vt 730378,91 Mk. Utbt Mk. 4. rnSk 1 778,— Mk. Mk. 213 101,01 Mk. 452 192,40 Mk. 579 008,28 Mk. ar Zwait, Ui 503 554,77 1908er 7 000 nu» (Sieben, 30. März. Tie Bc rir kSsparkasse (Sieb 19. März 1834 staktsand, feierte am 27. 7,2 81. 6,1 80 8 btj 443 1335, Wfcr.i ka-v emtti ! Iiahtc cf 26 800,— „ 605$ÖS?28 Mk. in um wie die Höchste Temperatur Niedrigste , 15 778 403,54 Mk. 15274 848,77 ,, 503 554,77 Mk. 8i II * am 29. . 29. Reingewinn 5 120 Mk. 4 600 „ 1550 „ 4 074 „ 1 180 „ 15 „ ft Cpfe 5 für Rettungshäuscr und sonstige Anstalten d) für Lehranstalten e) für sonstige Vereine l) zur Verwendung für gemeinnützige Zwecke g) als Iubtläumsgabe als etnmaliaer Beitrag 1. dem Tl-erefensäuglingSheim in Gießen 5 000 Mk. 2. der Aliceschule das. 2 000 ,, h) für Unterbringung skrofulöser Äinber in dem Elisabetbhaus in Bad-Nauheim zwecks Grinau ebs ciner Badekur i) für Prämien an Dienstboten k) für Prämien an Sparer e n, deren Eröffnung am . . . — - . I. MtS. in dem Festsaale bei höheren Mädchen,chule ihr 75)ähriges Bestehen. Es wurde zunächst eine geschäftliche Sitzung unter dem Vorsitze des Direktor- Doering abgetxiiten. 3n seiner Eroffnungsausviache wieS derselbe daraus hin. daß die Bezirks)varkasfe Gießen heute an einem Markstein in der Geschichte des Instituts stehe, denn seit seiner Eröffnung iciat 75 Iadre verflossen. Aus der den Mitgliedern zugeganaenen llebeisicht sei zu entnehmen, welch große Summen on Spar Einlagen der .8ässe anverkraut ii-orden seien und daß >ic dadurch, iowie durch den von Anfang an bv.iti.ucn Wohltätiglettssmn an ihrem Teile dazu getragen habe. di. »oualen Zustände zu bessern. Von Zntcref,c dürfte auch wohl hin, loenit darauf bin gewiesen werde, daß eine Veruntreu ung durw einen Beamten nie stattgefunden habe unb ab uncinbrüiglidj nur 1 Posten mit bemerkt: 1. Ende 1907 waren gegen Hypotheken ausgeliehen in 1908 neu ausgeliehen 445 183,33 Mk. in 1908 zurückempfangen 167 581,49 „ Daher mehr ausgeliehen Hiernach Stand Ende 1908 2. An Garantie-Gemeinden waren Ende 1907 ausgeliehen Dazu in 1908 ausgelichen 289 000,— Mk. in 1908 Äurüdcmviangcn 78 773,17 „ somit mehr ausgeliehen Stand Ende 1908 3. An Kirchengemeinden des Bezirks vermischte». * Stauweiher für den Rhein. Tie Lanoioirtfchini kammcr der Rheinproviiiz richtet an den Lderpi äsidenten tut: Eingabe, worin sie im Interesse der Landwirtschaft gegen ein- weitere Vertiefung der Stromsohle des Rheins protestiert, da hierdurch die Entnässerung weiterer Landnriche zu befind- fei. Tie Stammei hat weiter ein Projekt vorgelcat, da»> die läge ü?it Staun. ; : :i ngu r. mungen verhindern und das Hochwasser durch großzügig- Ein leitung in die Felder der Landwirtschaft nutzbar nrack n istten. * Schauspieleraberglaube n. Belanutlich ivicU bet Aberglaube am Tb.ater eine große Rolle. Tie englischen BAau spielcr und Schauivielcrinnen scheinen aber nach den Mitt-Bungee eines Londoner Blattes in gani besonderem Maße abenjldubifdb; sein. So gilt es in englischen Buhnenkreisen für sehr i'.Th2iigTi:Ä®, wenn ieniano einen Regenschirm auf ihm Schreibtisch Des Regisseurs legt. Tann ist die ganze muhevolle 'JItbeil, die ohb an die Inlzcuiernng eine- Stückes gewendet hat, unuonft yter Kein englischer Schaufpiclcr wirb au vor Kulisse aus die oyw treten, olpi' daß er sorgfältig den A-rmel des linken Inn-.-» etnas zurückgeschlagen und in ehre Jolle gelegt hat ®ne gwr- Rolle spielt ferner das Paar Schuhe, das ein Bnhnmm tgi! beim Tebüt getrogen hat Diese Schuhe werben all laübaret' Talisman sorgfältig aufgehoben und in allen LebenÄaam, ht besonders irfRvieng und vrekir sind, angezozicn. Daher kv«m: <■ auch, baß man in England nicht selten Schauspieler • und mit großen Gagen in I öchst inangelhailer und beichte -ro bekleidung «.rvlickt, die zu dem sonstigen eleganten .’li-uHccen m krassem Gegensatz steht. Tie größte «vurcht man jeiwd) ecr b Pfau Er bat nach der abcrg( .ubifdnm Ansicht der englischen Schauspieler einen bösen Blick Eine Sckmuspielerin, bic die )ure zu spielen bat, würde niemals mit dem Vogel Jupiter».- aur > Bühne erscheinen Za, als vor einigen Jahre» in Vonbon em neue- Theater eröffnet wurde, bei d m Dir Logenbrüstimgen mn gemalten Pfauen geschmückt waren, weigerten sich die Schauspieler, aufzutreten. Es blieb nichts anderes übrig, als den 2tbmitd roufr-c von den Logen zu «ulernen. — Fußball Vergangenen Sonntag batte der Glehns ouüballflub von 1900 tviibci zwei Mannfdrasten im o-cld L jüngste und schwächste Mannschaft spielte rn Gieren tzegen bc. Wetzlarer Fußballklub. Bei Halbzeit stand Lpicl noch n- entschieden, in Der zweiten Hälste drückte Gießen etwa- mit de» Winde spielend, trotzdem kann Wetzlar infolge zu späten Eingrestnu der Deckung 2 Tore erzielen. Den Spielern mangelte es h» öfteren noch an Technik und wurde bierburd) manch komi> Situation hcrvorgerufen. — Tie 2. Mannschaft von Gießen tÄL in Marburg gegen die 1. Mannschaft des F -E Germania batM Tie hiesige Mannschaft spielte in jeder Beziehung überlegen vv gewann nach Belieben. 11:0 Tore lautete das Endresultat A Gießen. (Eingcfaiiöt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden ÄN ' l übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Eine der erfreulichsten Eridieinungen im G-mütsleben kes Menschen ist dessen Rücksichtnahme auf seine Umgebung Mar kann getwit die Art, wie jemand seine Mitmenschen b handel als Maßstab für feinen Bildungsgrad ansehen Zn linieret deutign-. Zeit aber, der Zeit deS Herrenmenschen, luchen viele ihr eign:.' ^d), ihre eigenen Interessen in den Vordergrund zu Art len, ur bekümmert darum, wie ,hr Tun auf c Rebenmenschen wir? Weich' 3umutungat oft an die Nachsicht derer .) :• :t lunco die nicht zu Ucbmnenfcben neigen, weiß jeder auS Crrcbninfl Heute sei auf einen Mißstand aufmerksam gewacht, der zwar idi" oft gerügt würbe, aber immer wieder in die Erscheinung tritt daS Rauchen an Orten, wo es nicht fta kthaft r H erzu find in erster Linie aeichlossew' Räume zu zahlen, in dv'-^ Vorträge, nonjertc und deryl. Veranstaltungen stakt inden rdrr aus Eourwisie auf Die bei wldjen Gelegenheiten oft motxicahra Tomen, namentlich aber auch in Rücksicht auf die ikinragmbrt resp. die Mitwirkenden tollte das Raudzen inttrrb.etben, ob» daß auf dem Programm oder durch Anschlag eigens darauf «' merksam gemacht wird. Auch viele Angehörige des fUafrn sckilechts summen mit Pwß Dr Stöker ubcn-ui, der in seinem sehr lesenswerten Buche: c^esundheit und Erziehung, den lobe- als einen ekelhaften Luftverderber bezeickmet ES tollte im^" terefie deS guten Tones die Anschauimg in weite Votk-krev« bringen, daß das Rauchen eine Freiheit ist, von der man m» aUetort» i^ebrauA nracben darf —l 67,65 Mk. verrechnet habe werden unchftm. Soc 21 Jahren. alS der Vorsitzende in Treusten der Sparkasse trat, habe der Sinlage- beftanb rund 3 Millionen und Ende 1908 nahezu 15» i Millionen Mark, also das 5fache betragen. Sämtliche Visitationen der Äaüc seien ausnahmslos gut ausgefallen und die von der Lberrechnungs- kammer geprüften Rechnungen zumeist ohne jede Bemerkung und ohne, daß sich ein Abschlutz geändert habe, abgc'chlossen worden. Von Ausarbeitung einer Festschrift sei abgesehen worden, weil der Vorsitz..ndc erst vor 6 Jahren beim Einzug in daS neue Gebäude die Geschichte unserer Aafie herausgegeben habe. Ter Vorsitzende gibt hieraus zu dem vorläufigen Abschluß für 1908 zunächst bezüglich der Einlagen nähere Erläuterungen Darnach betragen die Einlagen Ende 1907 — 14 857 5/0,08 Mk. und sind in 1908 durch Zugang um 484 612,04 „ somit Ende 1908 gestiegen auf 15 342 182,12 Mk. 30 Sammelstellen der Pfennigsparkasse sind vorhanden. wollte, um den Arzt zu rufen, sprang der „Zranke" Dlöfcii^ auf und schlug den Bürgermeister mit einem schweven Stock Boden. Mit Mühe gelang es Den Nachbarn, den Stromer ja überwältigen unD zu fesseln. Diese Erhöhung ist eingetreten: a) durch Ausleihungen 428 814,77 Mk. b durch Ankauf von Wertpapieren um 26 800,— „ c) burd) Bankguthaben 47 940,— „ Für Unterstützungen weiden aus dem Zur »frage der Srundstückreinschätzung Wird uns geschrieben: Mit Bezugnahme auf die Verhandlungen in der Stadtverordnetensitzung Dom 25. ö. Mts. über die Neubewertung des Grundbesitzes für die Wertzuwachssteuer sehen wir uns zu folgender Erklärung veranlaßt. Bei der Neubewertung des Grundbesitzes der Gemarkung (Ließen, die für die Zwecke der Wertzuwachssteuerveranla.- gung ftatrianb, wurde auf Wunsch Großh. Bürgermeisl-ttei auch eine Bewertung des städtischen Grundbesitzes vorgenom- men, obschon eine solche mit Rücksicht darauf hätte unterbleiben können, daß eine Wertzuwachssteuerveranlagung des zum Verkaufe gelangenden städtischen Geländes ohne praktische Bedeutung ist, da diese Veranlagung für die Stadt doch nur zu rechnungsmäßig sich ausgleiafenoen Einnahme- und Ausgabeposten führt. Tie Bewertung des Grundbesitzes, bei welcher der Wert am Tage des Inkrafttretens des Ortsstatuts (8 März 1908» sost'zuftellen war, wurde auch auf Straßengelände, öffentliche Plätze ufto. ausgedehnt. Es geschah dies lediglich in der Absicht, den Wert dieser Objekte für Den Zeitpunkt des Inkrafttretens des Lrtsstatuts festzulegen, damit bei einer etwa künftig eintretenden Veräußerung von Gelände dieser Art die Grundlagen für die Wert° zuwachssteuerveranlagung ebenfalls gegeben waren. Wenn auch im allgemeinen eine Veräußerung von Straßengelände wenig vorkommt, so ist doch die Möglichkeit einer solchen nicht ausgeschlossen, da sie jederzeit bei einer Verlegung von Straßen, oei Straßenregulierungen usw. praktisch ausgeliehen (nach Berüch'ichtigung der vorjährigen Nebersicht bei den Gemeinden Hausen und Rutterslrausen) in 1908 wurden zurückempfangen aber nichts ausgeliel)en hiernach Stand Ende 1908 5. An Private gegen Bürgschaft von Privaten waren ausgeliehen Enbc 1907 Ausgelichen würbe in 1908 nichts, dagegen zurückempfangen Stand Ende 1908 6. An Feldbereinigungsgesellschaftcn waren Ende 1907 ausgelichen ausgelichen neu in 1908 75 900,— Mk. zurückempfangen in 1908 91 401,76 „ Sonach Stand Ende 1908 7. Gegen Hinterlegung von Wert- vopierenundeed. Kaufbriefen. Stand Ende 1907 in 1908 neu ausgelichen 3 772,— Mk. dagegen zurüdempsangen 47 149,69 „ Hiernach Stand Ende 1908 8. InEffckten waren Ende 1908 angelegt nominell In 1908 wurden neu angefauft für 30 000 Mk. dagegen zurückempsangcii 3j200 so daß dcr Stand Ende 1908 beträgt 9. Im Ronto-storrent-Verkehr mit dem Bankhaus. Stand Ende 1907 Schuld In 1908 wurden angelegt 956 753,74 Mk. dagegen zurückerhoben 894 605,99 ,, Stand Ende 1908 werden kann und wiederholt schon praktisch geworden ist. Die deshalb vorgenommene Wertveranschlagung des boten, sollte auch bezüglich 3. Wettstreit deutscher Männergesangvereine jn Zrantsurt a. M. Wir geben nachstehend die vollständige Liste der am Rotier- vreiflfmgen teilnehmenden Vereine nebst den von ihnen gewählten Chören. ES sind im ganzen 35 Vereine mit 7199 Sängern (ein Verein war nachträglich zurückgetretens. Die Vereine und folgende : 1. Oberbarmer Länger bam, 233 Länger, (1. Reiters Morgen!ied, Ad Rtrchl; 2. Tic Allmacht, V. Ladiner). 2. Quartcit-Vcre,n Tüfielbori, 167, (Tie Wcihe des Liede», yeqar). 8. frrciinbichoft, Pforzheim, 174. (Märzluft, Anqerer). 4. Btnlomele Tüffelbori, 143, (Im Gebirge, Lchwaiz». 5. Barmer Sängerchor, _'08. Tic beiden Särge, Hegar). 6. Kölner Mäniiergefangverein, 233, (1. Ter Abschied, B. L L S. 227; 2. MorqenUeb, Rietz) 7. Teutscher LängerkrciS Elberielb, 242, (1. Liebe, R. Strauß; 2. Friiblmgszeit, Ditbelm) 8. Konkordia. Karlsruhe, 131, (Tie neue Wacht, Th. Gerlachf. 9. öriuaer Männergriangvercin, 127, (Im Gero itter- sturm, Vollmann). 10. Bonner Liedertasel, 183, (Sonnenauigang, Brambach). 11. Wiesbadener Männerqeiangvercin, 184, lBella»«. Neumann). 12.Kreuznachcr Liedertafel, 131. <1. Heimweh16 154; 2. Ter Jäger au5 R.). 13. Llederiialle Karlsruhe, 190, «l.Srurm- der M_c.it1, 2ücber). 14. Sängerchor d Turnverein- Cfcnbad), 200, (1. Früdlmg-ltek C. M. von Weber: 2. A.'ärznachr, K. Kreuzer). Io. .Rbemland' Koblenz 224, (?) noch nicht bekannt . 16. Gclombei) Elberield. 257, (Tie Allmacht, D. Vadmei). 17. Gelienlirchencr Plänner^eian^. verein, 225. rJlorbmännerlieb, Sturm). 18. .Frohnnn", Äülhen-.r a./Rubr, 2d9, (Maienzrit, Rietz). 19. .Eimakeit*, Bochum, (1. Tie 'Allmacht, V. Bachner: 2. Hell mS lenster, Rremlet.. 20. Kruvvicher 'Männergciangoerc.n .Gemeinwohl- in Esten o/Ruhr, 279, (Tvalatia, Hewer). 21. Vlänneraciangverein 6 cl'enkircde 164. Ablösung, Hutter). 22. .KonkorDia" Esten a/Rnhr, 366. (1. FrrdericuS Ner, törvc; 2. ilerlafien, Koschan. 23 .Schlägel unb Eisen", Lochum, 249, (Selmiucht, Schubert). 24. Sänger Vereinigung Crrield, 230, (SBamunq vor beni Rbem, Reumann) 25. TuiSblirger Läugcrbunb, 189, । Sie Tleertöftimmen, L.Kcmoter, 26. L'iebertafcl Al..Gladbach, 203, (?) noch nicht bekannt). 37. dt<- felber Sänctcrbund.232, Lturmerwachcn,Neumann'. 28. GregonuS", Borbeck, 185, (Lturnierivachen, Nellmann). 29. .Konkordia*, Aachen, 204, iVergebliche Tlucht, H. Litt). 30. ,parniomae, Aachen, 213, (1. Die Rose Nand ,m Tau. Sdjumqnn . 2. Pilger, chor, R. Wagner) 31. Gel'cnkircheiier Sängerverciingima, IkS, (?) noch nicht bekannt). 32. Berliner Leblcrgesangverem, 28.« (1. Ruhe schönstes Glück, Schubert; 2 ützows wilde Jagd, (L T.. v Weber) 38. Berliner Längcrvercln iGäcdia Mclodia, 188, (Gnädig und baimbtruq, Grob. 34. Tortmunder Mäimergefang- veiem, 284, (1. Tas deutsche Lied, flalluvoba; 2. ‘8meta, Adi. 35. Lehrergesangverein, Tortmund, 268, (TaS deutsche Lied, von gOBbänöer. von Straßengelände nur selten vorkommt, dazu bestimmen lassen, dieses Gelände als wertlos zu katastrieren, so hätte im Falle eines späteren Verkaufs der gesamte Vevkaufspreis der Wertzuwachsskeuerveranlagung zugrunde gelegt werden müssen, während die von der Veranlagungskommission entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen vorgenommene Festlegung des Wertes, den das Straßengelände bei einem eventuellen Verkaufe am 8. März 1908 gehabt haben würde, mir die Tifferenzbesteuerung zwischen diesem Schätzungswerte und dem Verkaufswerte nach sich zieht. Tatsächlich besitzt ja auch das Straßengelände wie jedes wirtschaftliche Gut einen Wert, wie sich dies auch hei federn Verkauf städtischen Straßengeländes zeigt. Mitunter sind es recht erhebliche Preise, die in solchen Fällen bezahlt werden. Taß die Großh. Bürgermeisterei gleichfalls iticht auf dem Standpunkte steht, daß Straßengelände prinzipiell von der Bewertung aus',uschließeu fei, geht aus dem Umstande hervor, daß sie in der von ihr eingereichtett Ertlärung für einige Straßen Vermögenswerte, zum Teil recht erhebliche, eingestellt hat. Wahrend Großh. Bürgermeisterei allem Anscheine nach nur solche Skraßenparzelleu bewerte! hat, die nach Maßgabe des ihr bekannten Bebauungsplanes in absehbarer Zeit zur Veräußerung gelangen können, hat sich die Veranlagungskommission mehr auf den allgemeinen Standpunkt gestellt, daß, da nicht voxauszusehen ist, welche Aenderungen int Laufe der Zeit cintrcten und welche Straßenparzellen oder Teile derselben zum Verkaufe kommen können, eine Veranschlagung für sämtliche Parzellen ange- zeigt ist. Sie hat damit Vorsorge getroffen, daß in allen Fällen bic Grundlagen für eine Veranlagung gegeben sind. Was die Höhe der Wertveranschlagung des Straßen geländes anlangt, so lönncn hier ja die Ansichten leicht auSeinandcrgchen, da diese Bewertung eine äußerst schwierige ist infolge Mangels hinreichender Lchätzungsunterlagen. Angeführt sei hier nur, daß es nicht richtig ist, wenn behauptet ivurdc, daß das Straßengelände in gleicher Höhe wie das anliegende Baugelände bewertet worden sei. Tic Bewertung war stets eine geringere und bewegte sich zwischen Vs bis höchstens % deö Wertes des anliegcilden Geländes. Wenn im übrigen bei den Verhandlungen auch die Anjicht vertreten worden ist, daß die stattgehabte Bewertung des städtischen Straßengeländes unter Umständen eine steuerliche Belastung der cpemclndc herbeiführen könnte, so ist dagegen zu bemerken, daß die Gemeinden zur staatlichen Vermögenssteuer überhaupt nicht ^ugezogen werden und daß fomit bic Bewertung des städtischen Besitzes in dieser Beziehung belanglos ist. Und wenn es wirklich dazu kommen könnte, was jedoch kaum anzunehmen ist, daß eine staatliche Grundsteuer wieder eingeführt würbe, etwa in ber Form einer GrunbvermögenSstcuer, so würbe boch ber in ber Steuergesetzgebung stets festge Halle ne Grnnbsatz. baß öfsent- liche Straßen, Platze usw. steuerfrei sind, auch fernerhin bei- behalten werben. Vic biescr Grunbsatz bereits in dem Gesetz vorn 13. April 1824, bic Lollenbung bes Immobiliar- katczsters betr., bas fetzt noch bezüglich ber Gernembesteuer gilt unb früher auch Hinsichtlich der Staatssteuer Gültigkeit hatte, zum Ausdruck kommt, so ist er auch in dem Entwurf für das neue Gemeindestcuergesetz sestaehatten worben, indem auch hier in Art. 3 bestimmt ist, baß bic bem öffentlichen Verkehr bicnenbcn Straßen, Wege, Plätze unb Anlagen ber Grunbstcuer nicht unterliegen. Die vorgenommene Bewertung bes Straßengelänbos kann Jon ad) zu einer steuerlichen Belastung ber Gemeinde nicht führen. ermähnt möge ferner noch sein, baß bic gleichfalls zum Ausbrud gebrachte Ansicht, daß bic Wcrtveranfchlagnng bes Grunbdesitzcs durchweg viel zu hoch fei, nicht richtig sein bürste. Es geht die- auS bem Umstand hervor, baß fast sämtliche bis jetzt cingelaufenen Berufungen sich gegen eine tzu geringe Wertbemessung richten unb nur in wenigen Fallen wegen zu hoher Veranlagung Einspruch erhoben worben ist. Gießen, ben 28. iDZän 1909. Großh. Finanzamt. Steinhäuser. 210 326,83 „ 940 705,74 Mk. 277 601,84 ,, 13 543 212,78 Mk. 14 ^07,75 Mk. 62 147,75 „ 47 940,— Mk' 31900,— Mk. 32 750,— Mk^ 7- 748,0 März 1909 paifiupi .0 i"v 13IJUIOXDQI Icinvercuuv der Luft Abfolute Feuchtigkeit Relativ« ötudjligfeit Windstärke Settec 30. 2“ 8o. 9* 736 4 739.3 11,2 8,6 8,0 6,4 80 77 SW 8 2 4 ^egcti Bew.