9hr. 303 Zweites Blatt 159. Jahrgang Mamag L7. Dezemder 1909 Erscheint tigllch mit Ausnahme der SomckagS. Dre „Gießener $emihenb!itter“ werden dem ,9lngctqer* viermal wöchentlich beigelegt, baß „Krelsblfltt für den Kreis Sieben" jmetmal wöchentlich. Die .^antzwirts gastlichen Lett« froflen“ erichemen monatlich iroetmtL Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhesjen Äotahenlbrud tmb Vertag her Br üblichen lUuxrfuätß - Buch- tmb Steindruckerei. 9t Lange. Sieben. Redaktion. Expedition mtb Druckerei: bchul- straß« 7. Expedition und Verlag: e^5L Äebaftiorc 112. XeL-Slbu ÄnictflCTÄwfeen. Sck)wievigkeiten der Ueberbrüdung der Gegensätze zwischen Krone und Unabhängigkeitspartei, in letzter Linie an dem Argwohn des Königs gegen die Revolutionäre von 1848 Damit war die Bildung eines parlamentarischen Min-- sieriums ausgeschlossen, und es tonnte, wenn man nicht zu einem Ex lex-Zustande kommen wollte, nur von einem Ueberganos- oder Geschäftsministerium die Rede sein. Man hat in Wien lange gesclpvankt, wem man dieses Ministerium anvertrauen sollte. Graf Desewffy lehnte von vornherein ab, Gras Khuen-Hedervary war bis zur Mittagsstunde des 23. Dezember so ,ehr Favorit, daß das k. k. Kvrre- spondenzbureau schon die Meldung ausgeben konnte, er sei zum Ministerpräsidenten designiert, um eine halbe Stunde darauf verkündigen zu müssen, baß es Baron Ladislaus v. Lukacs sei, der die Kabinettsbildung übernehmen wurde. Herr v. Lukacs steht jetzt im 60. Lebensjahre. Er wurde ncuh Absolvierung seiner Rechtsstudien 1874 außer ordentlicher Professor an der Rechtsakademie zu Raab und 1878 von seinem heimischen Wahlbezirk Magyarigen zum erstenmal in den Reichstag gewählt, im Jahre 1887 wurde er zum Ministerialrat im Finanzministerium ernannt. Lukacs legte aber dieses Amt schon nach kurzer Zeit nieder und war wieder Abgeordneter, bis er unter dem ersten Ministerium Wekerle im Jal)re 1893 abermals, und zwar als Staatssekretär, ins Finanzministerium berufen wurde, dessen Leitung er nach dem Rücktritt Weierles 1895 übernahm und unter allen Kabinetten von Banffy bis Tisza auch beibehielt. Er hat in dieser Stellung bei den Ausgleichsgesetzen, der Verlängerung des Bankprivilegiums, der obliga- torischen Rechnung in Kronenwährung und der Aufhebung des Jnseratenstempels ungemein Großes für Ungarn geleistet, so daß es kein Wunder war, daß der Kaiser ihn 1905, in der großen Krise nach dem Rücktritt des Kabinetts Stefan Tisza, mit der Kabinettsbildunb betrauen wollte. Lukacs lehnte jedoch damals ab und hielt sich, zumal er auch bei den Wahlen von 1906 kein Mandat erhalten hatte, von jeder politischen Tätigkeit fern. Zwar hat er im Auftrage und als Vertrauensmann der Krone, als homo regius, schon Ende Juni dieses Jahres mit der Unabhängigkeitspartei Unterhandlungen gepflogen, die aber nicht zum Ziele führten. So tritt er erst jetzt wieder auf die politische Schaubühne. Ob es Lukacs gelingen wird, die Aufgabe, vor der er jetzt steht, zu losen, ist nicht leicht zu sagen. Er soll mit den Parteien des Abgeordnetenhauses verhandeln, um dadurch eine Majorität zustande zu bringen, die es ihm ermög» licht, ohne Anschneidung der Heeres- und Bankfrabe nicht mir das Budget inklusive der Heeres- und Annexwnskre- bite im ungarischen Parlament und in den Delegationen unter Dach und Fach zu bringen, sondern darüber hinaus auch her Wahlreform zur Annahme zu verhelfen. Gelingt das nicht, so ist ihm schon jetzt Vollmacht erteilt, das Abge- ordnetenhaus aufzulösen und Neuwahlen auszuschreiben. Ob es dazu kommen wird, hängt in der Hauptsache von der Stellungnahme der mächtigen Justhschen Bankgruppe gegenüber dem Kabinett Lukacs ab, die bis jetzt noch einiger» maßen ungeklärt ist, wenn man dort auch im allgemeinen dem neuen Ministerpräsidenten sympathisch gegenübersteht, öatte doch Jufth bei seinen Verhandlungen mit Lukacs diesem folgendes Programm vorgeschlagen: Allgemeines, gleiches, geheimes, gemcindeweise auszuübendes Wahlrecht, Vorbereitung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit Ungarns und Errichtung der selbständigen Bank bis zum 1. Januar 1911. Lukacs aber hat sich nur mit den beiden ersten Die vorläufige Lösung öcr ungarischen Minifterkrise. Seitdem im Jahre 1906 das aus Berfassunqspartei, Unabhängigkeitspartei und klerikaler Volkspartei zusammengesetzte Koalitionsministerium Wekerle den Pakt mit der ungarischen Krone dahin geschlossen hatte, daß die natuo» nalen Forderungen der Maghqren in der Heeres- und Baick- frage so femge ruhen sollten, bis eine auf Grund des allgemeinen, gleichen und geheimen Wahlrechts beruhende WahlreforM in Ungarn durchgeführt sei, — hat es an Mirristerkrisen und an Zerwürfnissen mit dem Träger der Stephanskrone in Ungarn nie gefehlt. Schuld daran war einmal der Umstand, daß das Ministerium Wekerle im Grunde von der Einführung eines Wahlrechts nach öster- reickstschem Muster nichts wissen wollte, weil damit wahrscheinlich die jetzt bestehende Vorherrschaft der Magyaren im Parlament gebrochen worden wäre, und sodann die Tatsache, daß die Unabhängigkeitspartei nicht nur sehr ener- aisch an ihrer Forderung der magyarischen Kvmmando- sprache festhielt, sondern auch diejenige nach einer Bank- trenmmg immer mehr in den Vordergrund rückte und die Bewilligung des gemeinsamen Budgets für 1910 und namentlich der Kredite für die Heeres- und Marinerefornr, sowie für die Annexion Bosniens und der Herzegowina, von der Erfüllung dieser beiden Forderungen abhängig machte. Wenn aber das Ministerium We-erle sich bis jetzt am Ruder hielt und seine des öfteren angebotene Demission von der Krone nicht angenommen wurde, so ist dieses Moment lediglich darauf zurückzufiihren, daß der Küttig darauf bestand, oas Kvalitionsministerium müsse die im Pakt von 1906 vorgesehene Erledigung der Wahlreform durchführen und dürfe erst dann zurücktreten, wenn die auf Grund des neuen Wahlrechts vorzunehmenden Neuwahlen zum ungarischen Abgeordneten! ' "c es zum Rücktritt nötigten. An dieser Theorie hielt die Krone >enn auch fest, bis sich im dLovember dieses Jahres die Unabhängigreckspartei in Kossuthianer und Justhstrner spaltete, von denen die ersten bereit waren, in der Bankfrage mit sich reden zu lassen, wahrend die letzten, zu denen weitaus die Mehrzahl der das Abgeordnetenhaus beherrschenden Unabhängig» keitspartei gehörte, die Banktrennung schon für das Jahr 1911 forderten. Dieses Abschwenken der Justhianer von der Unabhängigkeitspartei brachte es mit sich, daß das Kvalitionsministerium Wekerle im Abgeordnetenhause nicht mehr über eine kompakte Mehrheit verfügte, mithin auch von der Krone nicht mehr gehalten werden konnte, wollte man nicht Ungarn in die größten Wirrnisse stürzen und sein Verhältnis zu dem Bruderstaat Oesterreich aufs ärgste gefährden (eine Befürchtung, die kurz vor dem Feste gelegentlich der Beratung des Budgetprovisoriums und des rumänischen Handelsvertrages schon feste Gestalt anzuneh- men drohte). So setzte denn eine Zeit ein, in der ungarische Politiker fortwährend zwischen Osenpest und Wien unterwegs waren. Die Krone unterhandelte nicht nur mit Wekerle und Andrassy von der Berfassungspartei, um sie zum Bleiben zu bewegen, sondern auch mit Kossuth und Justh von der Unabhängigkeitspartei, überdies mit dem Grafen Khuen-Hedervary, mit dem früheren Finanzminister Baron Lukacs und dem Präsidenten des Magnatenhauses, Grafen Desewffy. Ein Verbleiben Weckerles im Amte mußte laber der ganzen parlamentarischen Situation nach schon bald als ausgeschlossen gelten, und eine Berufung Kofsuths ober Jusths zur Kabinettsbildung, von der einmal vorübergehend die Rede war, scheiterie, ganz abgesehen von den Punkten einverstanden erflärt, den Vorschlag hinsichtlich der Banktrennung aber dahin abgeändert, daß diese Angelegenheit, sowie Die Heeresfrage, erst dem auf Grund des neuen Wahlrechts gewählten Parlament unterbreitet werden soll. Daß die Justhgruppc sich zu diesem Ausgleich bereitfinden läßt, will uns zweifelhaft erscheinen. Denn sie hat, wenn die Wahlen fid) unter dem neuen Wahlrecht vollziehen, wenig Aussicht, in ihrer bisherigen Stärke in das Abgeord- n et en 1)0310 zurückzukehren, da die Frage der Banktrennung den großen Massen überhaupt unverständlich ist. So wird, mag fcirer!^ — Kleine Chronik aus Kunst und Wissenschaft Der Explorer Club in Newyvrk beschloß ein stimmig, Dr. Cook aus dem Klub aus zu stoßen, da der Ausschuß, bet den Bericht Dr. Cooks über die angebliche Besteigung des Maa Kin prüfen sollte, ein abfälliges Urteil fällte. — In Frankfurt a. M. ftarb die Begründerin des englischen Theaters in Deutschland, Meta-Illing, an Lungxn» er Zündung. in Anspruch, und er entfaltete eine überaus reiche literarische Tätigkeit. Die Whigs wußten den schneidigeti Sl r, März aus Seeheim eine Lehrerstelle an der Gern .eschule zu Ober- Hilbersheim. •• Erledigte Lehrer ft ellen. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Schulstelle zu Helpershain, mit der Organisten- und Borlesedienst verbunden ist. Ortszulage kann bewilligt werden. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Schulstelle zu Köddingen, mit der Organisten dienst verbunden ist. Ortszulage kann bewilligt werden. ----- Homberg a. d. Ohm, 23. Dez. Der Kriegerverein Homberg wird am 9. 10. und 11. Juli n. I. das Fest der Weihe seiner neuen Fahne begehen; mit diesem Feste wird das Bezirk-fest deS KriegeroereinSbezirkS Homberg verbunden werden. W. Offenbach, 24. Tez. lieber 2 Selbstmorde und einen Unglücks fall mit tödlichem Ausgange ist heute zu berichten. Heute morgen erschoß sicl) der Kasscn- bote der Stadtkasse, Heinrich Huber, der eine Quittung über 5.25 Mk. aefälscht und aus Furcht vor Strafe zum Revolver gegriffen hatte. — Ter Wirt Christian Kratz (Kitte infolge mißlicher Vermögensverhältnisse die Weihnachtskasse unterschlagen und sich deswegen heute morgen vergiftet. — Aus Unvorsichtigkeit erschossen hat (ich heute morgen gegen 10 Uhr das siebenjährige Söhnchen des hiesigen 'Gastwirtes Hab er land. Ter Junge hatte einen Revolver in einer unverschlossenen Schublade gefunden. Beim Hantieren ging der Schuß los und die fliigcl traf den Fungen ins Herz, so daß der Tod sofort eintrat. w. Mainz, 27. Dez Im benachbarten Weisenau ertrank gestern abend das dreijährige Kind des Expedienten nabet) in der ungedeckten Pfuhlgruoe einer Wirtschaft. N. Mainz, 24. Dez. Wie schon kurz mltgeteilt wurde, unternimmt gegenwärtig der frühere Rennfahrer Verheyen auf dem großen Sande mit einem Blöriotschen Eindecker recht erfolgreiche Flugversuche. Am Donnerstag wurde der Apparat bei einer UebungSfahrt in einer Kurve von einem stacken Windstoße zu Boden gedrückt, wobei der eine Flügel und die Schraube beschädigt wurden. Außerdem wurden durch den Anprall zwei Stangen zerbrochen und einige Drähte zerrissen. Der Schaden ist jedoch gering und leicht zu beheben. Der Führer selbst, der nur im Gesichte leicht verletzt ist, beschäftigt sich augenblicklich mit der Herstellung eines neuen Eindeckers, den er, im Gegensatz zu dem Bläriot- scheu Flieger, der mit einem 30pferdigen Anzani-Motor in Bewegung gesetzt wird, mit einem deutschen Motor versehen will. fc. AuS dem Kreis Biedenkopf, 27. Dez. In bcm abgelaufenen Jahre wurden im Kreise Biedenkopf unter Mit- Wirkung des MeliorationS-BauamteS Dillenburg in Angriff genommen und zu Ende geführt die Melioration detz AllnataleS tn der Gemarkung Sinkershausen 18,6 Hektar, die Regulierung des Elbrighäuser Bacheö in der Gemarkung Battenberg in einer Länge deS FliißlaufeS von 4 Km.; die Regulierung der Eder von Dodenau bis Battenfeld in einer Länge von 9 Km.; die Wiesenmelioration und Bachregulierung in den Gemarkungen Niederhörlen und GuotShausen 13,7 Hektar, und in neuer Flußlauslänge von 1,213 Km. Die Wlesenmeliorationen in der Gemarkung Bottenhorn 42 Hektar; die Obstbaumanlage tn der Gemarkung Allendorf 2,06 Hektar, die Oedlandmelioration in der Gemarkung Hatz- seid 6,5 Hektar; die Wiescnmelioration in Kombach 3 Hektar and die Melioration einer Oedlandstäche in der Gemarkung Holzhausen. Die sämtlichen AuSsührungSkosten beziffern sich auf 84 940 Mt. Dec Staat leistete zu den Kosten einen Betrag von 16 868 Mk. pro lüütlunb 71-74 37—40 38 70-74 40 64-70 34 60-64 81 72—74 57 . . 56-58 72-74 57 Vebeudgeivicht des 3’/, do. 11TJ0 159.50 Börse, 24. Dezember. AnUsfiaarss. 70-72 70-72 56 65 61 45 107X0 2uL7b 219» 433 40 -Wjl IVO» 1U2J» 18L» 1MJ0 249J0 150.00 1*10 161 W 210.90 Harpeasr Bergwerk LaarahOtle . . Lombarden E. B. . . Nordd. Lloyd . . 7 Tttrkeulvea . , i . 262.00 . . -.1144)0 84-88 72-76 Indn-t"»-' *C1*wew. Börie, 24. Dezember, 1.15 ühr. 64-50 65.10 99.80 94^0 179.00 47.40 . 206140 , imn 22.90 . 1u2Xj . 179J0 Cauada E. B. . . . ParmstAdter Bank . Deutsche Bank . Dortmunder-Union C.«* Dresduer Bank . ,c Tendenz: fest. Ekktriz. Lzhmejer . . . Elokutz. Schlickert . Eacbweiter Bergwerk - . Gelsenkirchen Bergwerk . naabarg - jUnenk. Paket! Harpener Bergwerk. . . Laurahtttte . . Nordd- Lloyd .•».... Dberschles Eisen-Industrie Berliner Handels?«*. . . . Larmstldtar Bank . . . Deutsche Bank . . . . Deutsch • Asiat. Bank . . Diskonto- Kommandit Dresdner Bank . . . . Krcditakticn . . . . . Baltimore- und Ohlu- Eisenbahn . . .. Gotthardbabn . ,Q.t. Lombard Eisenbahn V 0 äussere Argentinier V.1 91.10 31 xikaner . . 67.20 1 m neuen .... 99X0 Aktien Bochum Guss . . . Buderus E. W.-».e Tendenz fest. Berliner . 180.70 . 18-A) - 249.00 . 98.- . 161.73 Telefonische Kursberichte Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank fUr Hande! d*ollfleiid)ige Lchweine über 2'/, Zentner Lebendgewicht........54—56 5eilid)iDcinc über 8Zentner Ledendgew. 54—56 Schlachtwerte»........38-42 Bollsteuchige onegrmnftetc Kühe höchst. Schlacht «verles bifl m 7 Andren . . 33-86 Aeltere ausaemostete 11 übe und wenig gut entwickelte iiiuaereKul)« u. uärien 80—82 Halber. Feinste Mast- (BoUnnlchmast) und beste SmigCälber . .......50—62 Mittlere Mast- und gute Saugkälber . 44—46 Schweine. Bollsteischkge Schweine bis zu 2 Zentner l'ebenöc«terr. StaaUbahn . -. itsw Prince- Henri -Eisenbahn-. 1300 Lchlen. Iunae, fleischige. niebt auSgemästete und ältere auSgemästete...... Färsen, Kühe. öoflflei|d>iqe aiiAgemästete Färsen höchst. 3'/,7e Konsuls . 37, do. -Jf.f...:. 3'/,", Hessen 4-‘<. 3' Oberhessen * — 4 Oesterr. Goldrente . 4'/.7. Oesterr. Silberrente J 4", Ungar. Goldrente 4*. Julien. Rente . •. u- 3° 0 Portugiesen Serie I .' 3® 0 Portugiesen „ TTI . 4‘rass Staatsanl. 1905 4' ,* , japan. Staatsanleihe 4®/, (onv.Ttirken von 1903 Türkenlose.....; 4®/, Griech. Monopol-Anl... nnd Frankfurter 3',,7. Reichsanleihe .- . . pro 100 ’btb. tckcnS* S » achk« #*«■'* non-biioon-bt» Werhnachtsfreude der Sftnber und toastete auf Kaiser und Großherzog. Säbrenb der erfte Deik der Fee er ernst war, kam dann auch der Humor zur Geltung. -- Kinzenbach, 26. Dez. 2Lrr Abend des ersten Feiertages waren die Kinder des Torfes mit ihren El.er» um den Weihnachtsdaum versammelt. Bei der Frier wr'r.n der Gesangverein und ein aus dessen Mitgliedern und er wachsenen Rädchen gebildeter gemischter ähor mit Alt und jung lauschte mit Wohlgefallen den Teidnaches.ledern. X Nidda, 26. Te> Am Abend des 1. Seidnaäus c-.ei- tagS »and wie alljährlich ein feierlicher Abendgotte-5 fiatt Zwei große (ihr : rbäumc zu beiden Seiten dei A^mrt erstrahlten im Kerzenlicht. Zn der Kirche mar kein mehr leer. Den gescuralichen Teil hatten außer der (Gemeinde der Gemischte Chor und ein Schülerchor, beide unter Leitung des Lehrer- Bopp, übernommen. Die Ansprache hielt Pfarrer Hermann. Der ganze Gottesdienst nahm einen erhebenden Verlauf. Märkte. 0 Marburg, 26. Ttv Im Zadr« 1910 werd«, hier folgende Märkte nboebalten: Rrämermarfte 2. Februar, 83. ar^, 3. Mai, 1. Zuli. 29. September, 18. November, 3d. k «em der. öthrvemrmärfte: 17. Februar, 10. März, xl. AvM, 19. Mai, 9. 3um, 14. Juli, 11. August, 1. Sevtember, 18. Cftober, 24. ‘.November. i-ferbeinärfte: 17. März, 18. eeptembet (legtem mit t genau kennt, hatte bei diesem und jenem der Leute noch ctroa* Besonderes hinzugefügt. Bei den meisten Kompagnien erschien der Hauptmann zur BZche- rung und hielt eine kernige Ansprache. In einzelnen Jaulen war auch die Irau Hauptmann mit in die Kompagnie gekommen und nahm teil an der Freude der Fröhlichen. Nach dem Abendessen rückten die Mannschaften unter dem Weihnachtsbaum zusammen, um cm Fäßchen Bier zu leeren. Auch die Unteroffiziere fanden sich zu dem gemütlichen Trunk ein. Bei dem Bier ftelltc sich bald die richtige Stimmung ein. Im Provinzialsiechenhaus hatte man 300 Insassen den Wechnaattstisch zu bereiten. Im großen Mänverbau, im Frauenflügel und in den gesonderten Baracken- flügeln der Anstalt brannten die schön geputzten Wechnachts- bäume und reiche Gaben ivaren für die Veteranen der Arbeit auf weiß gedeckten Tischen aufgebaut. Die Verlesung des Evangeliums der frohen Botschaft und das Absingen von Weihnachtsliedern ourch einen von den Angestellten der An- statt gebildeten Chor versetzte die alten Leute in die richtige Festsirmmung. Aian sah nur vergnügte Gesichter, wenn auch mancher der Insassen wohl wehmütig an die Seinen daheim gedacht haben mag. Biele erhielten aber von den Ihrigen ans Anlaß des Weihnachtsfestes eine Sendung, die die Schwestern bei der Bescherung aushändigten. Als Vertreter der Provinz wohnte Regierungsrat Welcker, als Vertreter der Stadt Gießen Beigeordneter Keller der Bescherung bet x Klein-Linden, 26. Dez. Tie Weihnachtsfeier, die der Kriegerverein am 1. Weihnachtsabend in der „Deutschen Eiche" abhielt, erfreute sich eines sehr starken Besuches und nahm einen schönen Verlaus Mehrere Mamcrabcn, einige Mädchen und mehrere Schulkinder wirkten dabei mit. Die Glanzpunkte des Abends bildeten die beiden theatralisct>en Aufsuhrungen von Schulkindern und erwachsenen Äiadchen: „Tas fremde Kind" und „Tie rechte Deihnachtsfreude". Besonderen Beifall ernteten die WeihnachtSchöre der Schulkinder. P arrer G ö 11 c 1 m a n n hielt die Festrede, in der er die deutsche Weihnachtsfeier in schöner Weise schilderte. Lehrer Keil sprach über die Drucksachen aller Art liefert In jeder gewünschten Ausstattung preiswert die Brühl’sche Universitäts-Druckerei, Schulstr. 7 böhttk und 6rwtikrtt MWcMuIc si (Sitßti. Tie Anmeldungen der Mädciien, die von Beginn des kommenden Schullichrc? ab unsere Schule besuchen sollen, werden Mittwvct, den 12. und Donnerstag den 13. Januar von 9—1 Uhr im Schulhortse, '.'Lord-Anlage 14, entgegen- genommen. Vorzulegen sind: Geburtsurkunde und Imvs- febein, beyn. Bescheinigung der 2 Impfung, und bet ’Vin- dern. die au? einer anderen Schule kommen, ein Abgangszeugnis Wädchcu, die erst schulpslickmg werden, sind bei der Anmeldung vorKustellen. Anmeldungen nach der festgesetzten Zeit tonnen nur berüdfidutgt iverdcn, insofern die bar. Klassen nicht schon vollzadlig ftnb Gießen, 22. 'Dezember 1909. Lroßhazoglichc Direktion; Dr. otQtitflh D”lu Submission auf liefern-Stammholz. Das in dem hiesigen Gemeindewald, Distrikt ttteberg unb CWeberg, lagernde Niesern-Stammholz: 19 Stamme von 30 bis 39 cm Durchm 10,.V >7 Stämme von _<> bis 29 cm Durchm — 23,40 ^rm 457 Stämme von 12 bis 25 cm Turchm -- 06,77 Fm soll im Submissionswege vergeben werden Angebote hierauf sind getrennt für sedeo einzelne Sortiment, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift bi» zum 29. dieses Monats, nnttags 1 Uhr, bei der unterzeichneten Bürgermeisterei ein zureimen. TaS Holz lagert ui der Nähe der Staatsstraße Greßen- Gründerg bei der C’kinfenburg. Großen-Buseck, den 21. Dezember 1909. Großh. Bürgermeisterei Großen-Bus eck. Schwall Enthebung von Neujahrs-Glückwünschen. Neujahr 1910. Wie in trüberen 0 obren, fo Innen wir au cd bei t?m bwf* klebenden ^obreoroeddef »er i^nibcbuno bon Äreiebr«.* ®llc rounicben burch Bciuwe und Hartfit der bteRqen Sllciuf inber - Bcwahranstalt eine Mabe koenden und einem der unter^eiebneten Herren über- :n tu wollen Turd) ‘^croncathdinne der Namen brr (Reber unb tkb< rinnen im .(Siebener Ünieiset- noch vor Oabrr^ftbluii .-r:tb e* aüücmein anertannr. bah alle Oienannren von Abharlnn» ber Neniabrsbeinche, ioleie von Juirnbunn von Neu,ade.'karten bei jedermann Wr befreit selten nnd ibreriritf beides itM beanivrnchen. Tie llnterftüv. nfi, die hierdurch Zugleich der aenanntra ß*' ranakeu» Anftalt mit ihren SO Qtnbrm newabrt wird, r: eine Ichaveno.vene. um die wir berilich bitten dienen, 24. Te^mber list'. 'Bfarrvi Äusielb. iüarrer Bechtolsbeimer. 2tflbtr« Stadmu 2ann. ffirebenrat Ir. Nanmann. Starrer €**>•**• Srinbanbler Lngntt Schwan. •T^ a