Montag 4. Oktober 1909 Die heutige Nummer umsahl 10 Zeiten. Weller ä s Madrid 3. Okt. Die Correspondeneia de Espana yi-i ™ ,rr p, । jjvv-v l vu, u. xA-u ^uLLci^unucnuiu. ue nana Die vor ^ocn Meldungen dev Wolffschen Bureaus,meidet aus Tanger : Nach Meldungen von Eingeborenen ___ innmin in—wn—wm—i—— ................. ........ ,ns Thomas 70. Geburtstag. land bege^c isen. Die öffentliche Feier des Gebntts- 1’116 feinen wo er Keller a! Jtooeinbi erselben übermittelt. Um 10^2 Uhr fand in der un st Hal le eine interne Feier statt, bei der die Hans' Gegenwart Samstag hematogen age ausdrücklich den en Dr. ilonimel. K. Neurath; für „3tnbt u. Land" und „Gerichts- ichtnugen Sukel Djennis uach den letzten Nachrichten, ein General! ein -or' brei Hauptleute, ein Leutnant und 35 Mann gcfl' uni) 200 Manu verwundet worden sein. D ^urch schri Madrid, 2. £tt In Besprechung der umlaufenden falschen Gerüchte über den Zweck und das Ergebnis de gestrigen Erkundigungsmarsches nach Suk el Djenni protestierte der Minister des Innern gegen die Weiter- Verbreitung der ungünstigen Nachrichten und betonte, man könne nicht über das Endergebnis des Krieges entscheiden aus Grund von Verlusten, die man im Laufe eines einzelnen Gefechtes erlitten habe. Der gestrige Kamp: war rühmlich und sehr bedeutsam. Die Spanier hätten die Mauren hart gezüchtigt und alle ihre Stellungen behauptet. Ausland. Die neue griechische Kammersession wurde durch^den Ministerpräschenten Maoromichalis eröffnet. Auf den Tribünen des Hauses befanden sich zahlreiche Offiziere. Die Kammer wird am nächsten Donnerstag die Wahl des Präsidenten und des Bureaus vornehmen. Aus Saloniki wird gemeldet: Ein türkisches C schwader, bestehend aus neun Schlachtschiffen und zwölf Torpedobooten, ist am Samstag nachmittag von Lamuos hier eingetroffen. Die Botschafter in Konstantinopel einigten sich auf identische Noten gegen das neue türkische Vagabunden g es etz, das entgegen den bestehenden Verträgen die Prügelstrafe einfuhrt. In Newyork fand am Samstag abend anläßlich der Hudson-Fulton-Feier ein großer Karneval statt. Die Feststraßen waren feenhaft illuminiert. Auch Großadmiral v. K ö st e r nahm in Begleitung zahlreicher deutscher Offiziere an dem Feste teil. Aus Peking wird gemeldet: Bei der Eröffnung der Peking-Kalgan-Eisenbahn am Samstag waren die Spitzen der chinesischen Behörden und zahlreiche Mitglieder des diplomarischcn Korps zugegen. Die Bahn hat eine Länge von 220 Kilometern, eine Steigung von 1 zu 30 und weist vier Tunnels auf. Der Bau, der von chinesischen Ingenieuren mit chinesischem Kapital ausgeführl wurde, beanspruchte vier Fahre. Aus Sraör und Land. Gießen, 4. Oktober 1909. ** Don der Kaiserin Alexandra. Die durch das Depeschenbureau .Herold- verbreitete Nachricht von einem der Kaiserm von Rußland zugestoßenen schweren Neroen- und Krampfanfall findet nach Erkundigungen der .Darmst. Ztg." in Kreisen, die dem russischen Hofe nahestehen, wenig Glauben. Was die endgültige Aufgabe der geplamen Mittel- meer-Reise des Zaren betrifft, so galt es für eingeweihte Per- onen schon im Juli als feststehend, daß eine derartige Reise nicht slaltsinden würde. ** Dom Großh. Hose. Am Freitag gegen 5 Uhr M 3- & H- die Prinzessin Heinrich in Begleitung der Hofdame Fraulein v. Oertzen und des persönlichen Adju- hatte k-an $ gross----------- Ta» sch Bezugsprers: monatlich 75 Pf., viertel- jährlich Alk. 2.20; durch Abhole- iu Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Alk. 2.— viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal!5Pft auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den politifchen Teil: August Goetz; für „Feuilleton- und „Vermischtes- Einzelheiten über den rupf. Madrid, 2. Ott. Ueber degestrige Verlustteiche Gefecht der Spanier auf dem Erk^nngsmarsch von Ze- luan nach Sukel Djennis-eben folgende Einzelheiten gemeldet: Nachdem die Sgade des Generals Wi- cario den .Erkundungsmarsc^usgeführt hatte, erhiett sie den Befehl, sich dem Gr^oieder anzuschließen. -Die Kompagnien an der Spitz^-ttten bereits ttotz des überaus hefttgen Feuers derben begomien, sich in voll- iommener Ordnung zwäuFiehen, da fiel Bicario, von einer Kugel in denchf gettoffen. General -vowar übernahm sofort die ^ung der Brigade. Die Mauren, durch diesen Erfolg Migt, verschärften das Feuer noch wetter, bis sie durchs Teuer der spanischen Infanterie und das Mafchiner^^^s^^ dezimiert, den spanischen Truppen den Kam-^^ überließen und sich endgültig zur Flucht wandten. Spanier kehrten hieraus in chre Stellung in Zeluan ba den Zweck des Marsches, die annähernde irfc der Stellungen der feindlichen Truppen zu crfrn' errci^)t hatten. Dladrid, Dtt $n dem vorgestrigen Gefecht bei werden durch Privatnachrichten ergänzt. Der F. Z. wttd aus Madrid gemeldet: Die allmählich eintreffenden Berichte über die Kämpfe bei Zeluan berichten von Szenen heldenhafter Tapferkeit auf beiden «Seiten. Die Mffleute verteidigten hartnäckig schier uneinnehmbare Positionen gegen die anstürmenden spanischen Truppen. Die Mvallerie konnte in dem stetten Berggelände nicht ein- greifen. Brigadegeneral Diaz Bieario befand sich immer im vordersten Treffen, wo Ihn ein K'opfsck>uß niederstrectte. Bon Melilla rückten heute Hilfstcuppen aus. Dort ist alles zur Aufnahnre von Verwundeten vorbereitet. Von Äiadrid geht nachts eine Abteilung Kavallerie ab. Der Feinb hat offenbar ffroße Verftärkungen erlMen; ; seine Gesamtzahl L>ttd auf 6000 Mann geschäht. Er führte iünttiid>c Bewegüngen in vollkommener Ordnung und mit RiesenschneNe aus, ist also offenbar vorttefflich geführt. Ter Maische Vormarsch auf den Marktflecken El Jemis wa. zunächst ohne besondere Verluste verlausen, als plötz- '.rch auf allen Höhen und in allen Schluchten, wie mtt Zauberschlag, Scharen von Riffleuten auftauchten.. Die Spanier waren mehrfach auf allen Seiten eingeschlossen, setzten aber doch den opferreichen Rückzug auf Zeluan in Neue Trnppenseuduugeu nach Marokko. Madrid, 3. Ott. Auf Ersuchen des Generals Marina, chm, wenn möglich, infolge der Ausdehnung des Feldzuges notwendig gewordene Verstärkungen zu senden, i rrai der Hinisterrat die Entscheidung, unverzüglich noch eine Div i f io ;t N a ch M'ar o : c o z?l entsende»-.'. Wie der Ministerpräsident Maura erklärte, beabsichtigt der Ministerrat hiermit aber keineswegs, den ursprünglich festgelegten Feldzugsplan irgendwie zu erwettern. Llmtliche Bertuschungsversuche. Deutsehes Aerch. Das große Kulturwerl, das die Staatsregierung im Westen Nordschleswigs plant, stößt auf «Schwierigkeiten, die zum Teil politischer Art sind. Es handelt sich, so wird der K. Z. aus Schleswig-Holstein geschrieben, um Len Schutz der ausgedehnten Marschländer eien gegen ine zerstörenden Fluten der Nordsee. Die StaakL- regierung hat sich berett erklärt, für die zu erbauende Deichanlage einen Beitrag von 636000 Mk. zu gewähren unter der Voraussetzung, daß dem Staat das Eigentumsrecht am Vorsttaud und an dem neuen Deich eingeräumt wurde. Diese Bedingung wurde in einer Versammlung der beteiligten Anlieger und Strandbesitzer in Tondern einstimmig ab g e l e h n t. Anscheinend sind bei diesem Vorgehen politische Gesichtspunkte mitbestimmend gewesen, denn das Dänenblatt Hejmdal äußert sich recht unwirsch über das bedeutsame Unrernehmen und erklärt, man habe die Aeußerung des preußischen Ministers des Innern nicht vergessen, daß die Deichanlage im Interesse des Deutschtums erfolgen solle. . Es wäre sehr bedauerlich, wenn poli- ttsche Treibereien dieses Kulturwert ernstlich gefäl)rdeten. Die Bewohner der Gegend sind weit überwiegend dänisch gesinnt. Emvfi volleneichnu ä-. - .ernt de <3Uirildf0tm g Ott Krhobeick - ’Q) lehr cs iüt Wm ft durch .b« «<ä Ellern IM «ÄS"61" soll die Besetzung von Zeluan auf die Einwohner von Fez und die umwohnenden Stämme einen großen Eindruck gemacht haben. Diese sollen zur Verstärkung der Harka, gegen die die Spanier kämpfen, Truppen ab le ilungen gesandt haben. Madrid, 3. Okt. Nach einem Vorttage bei dem Könige erklärte Ministerpräsident Maura beim Verlassen des Palais, die Regierung wünsche den Feldzug in Marokko sobald wie möglich zu beendigen und werde alle nötigen Verstärkungen dortt-in senden, um zum Ziele zu gelangen. Die Rrise in Ungarn. Die Unentschlossenheil in Wien i|t groß. Kossuth hatte seine Audienz beim Kaiser, eine Entscheidung wurde nicht gefällt, und Kossuth scheint mißvergnügt abgereift zu fein. Ofenpest, 2. Ott. Kaiser Franz Joses empfing in Wien den ungarischen Handelsminister Franz Kossuth in einer nahezu zweistündigen Audienz, hieraus hatte der M- nifter eine Konferenz mit dem Grafen Aehrenthal, nach welcher er abreiste. Bisher verlautete nichts, ob diese Audienz eine Wendung in der Klüse bewirken wird. Wien, 2. Ott. Der urigarische Handelsminister Kossuth äußerte sich über die auswärtige Situation gegenüber einem Redakteur der „Neuen Freien Press": „Ich bin wenig angenehm von der Lage berührt, die ich, in Wien vorfinde. Wenn ich sehe, daß hier allgemeine Animosität gegen Ungarn vorhanden ist, die mich unendlich peinlich berühren muß, kann ich nicht genug die Art mißbilligen, wie die Christlich-sozialen die Dinge behandeln, insbesondere wie sie die Monarchen in den Entscheidungen in der ungarischen Krise zu beeinflußen suchen. Se. Majestät hat sicherlich nicht die Ratschläge und Zudringlichkeiten dieser Kreise nötig, welche ja nicht einmal verstehen, Frieden in Oesterreich zu schaffen. Ueber die bevorstehende Audienz sagte Kossuth schließlich: Die Vorschläge, welche ich die Absicht habe, Sr. Majestät zu unterbreiten, sind solcher Natur, daß dadurch die ungarische Krise ohne irgend welche Unzu- tömmlichkeiten und auch ohne Notwendigkeit der Vertagung die Krisis gelöst werden konnte. Es könnten dabei gewisse Fragen von besonderer Wichtigkeit sofort enffchieden werden. Ansprache des Großherzogs, eehrter Herr Hrofessor Thoma! äoßherzogin und mir ein herzliches Anliegen, Jhich SolmsL^ 701 Geburtstag unsere Glück- und Segens- Gott ruhender Vater hat, einem langen Wuubolä undpschlossen. Ihnen zum heutigen Tage Räume ferti?bo^chrnqen für die Ausstellung der zahlreichen wertvoller "lirrwelche Sie in so hochherziger Weise der Kunstballe cvSlni i'n' ebenso für diejenigen, die die Kunsthalle ickon Ihnen enthält. Der Eröffnungsbau steht sertia welche ü ^er ehe wir ihn betreten, ist es mir ein leblja Lu ftelld' Ihnen herzlichen und warmen Dank für ')itU Samstag- vormittag mit der Beglückwünschung hJfMft ueii zahlreicher Abordnungen. Am Vormittag 00 x inz Diax von Baden in seiner Eigenschaft t der Ersten badischen Kammer Professor Thoma Auütvoll dargestelll, und in dieser gemüt- ing, die so schön erzählt, liegt seine größte Der Großberzog von Hessen hat Hans Thoma das Großtteuz des Verdienswrdens Philipps des Großmüttgen verliehen. Du Auszeichnung wurde ihm mit einem Glückwunsch- Ichreiben durch den Kabinettsdirekwr Römheld in Karlsruhe überreicht. Vom Großherzog von Baden hat Thoma einen der höchsten Orden, das Großkreuz vom Zähringer Löwen, erhalten. Die theologische Fakultät der Universität Heidelberg er- nannte -vhoma zum Ehrendoktor, mit der Begründung, daß Thoma seine ihm verliehene und mit höchster Hinoabe gc- pflegte Kunst oftmals in den Dienst der Religion gestellt l>abe; aus der Höhe seines Lebens habe er gleichsam in einem Hymnus da- Leben Jeiu verherrlicht mit Bildwerken, die im ttefften Gemüt und innigster Phantasie geschaut seien. Oberbürgermeister von Karlsruhe Überbrachte die Glückwünsche der Bürgerschaft und teilte mit, daß die Straße in die Galerie der bildenden Künste und die Wohnung des Jubilars ficy befuiden, von heute ab den Namen Hans-Thoma- Sttaße führen solle. Auch die Heimatgemeinde Bernau im badiichen Schwarzwald hat eine Abordnung entsandt, die den Ehrenbürgerbrief überbrachte. Der Jubilar dankte überaus gerührt für all diese Ehrungen. Die Ä ü n st l e r s ch a f t veranstaltet eine Feier im großen Museumssaal. Die bekanntesten Bilder Thomas joUen dabei gestellt werden. die hochherzige Stiftung Ihrer Bilder auszusprechen, herzlich zu danken für die jugendsprühende Hoffnungsfreudigkeit, mit der Sie sich der Ausschmückung der neuen Räume mit trefflichen Gemälden und Bildwerken hingegeben haben. Wir danken aber auch für alles, was Sie in langer Zeit für unsere deutsche und badische Kunst geschaffen, anregend, fördernd ermutigend getan haben. Möge eine gütige Vorsehung es Ihnen gestatten, daß Sie noch lange Jahre Ihrer hohen Kunst obliegen können zur Freude Ihrer zahllosen treuen Verehrer und zum Stolze unseres badischen Heimatlandes. Und nun fordere ich Sie auf, mit mir und dem heutigen Jubilar und Stifter die neuen Räume zu betreten zur Besichtigung der schönen Bildwerke." An diese Feier schloß sich die EinweihungdesThoma- Museums. Thoma hat in Ausführung eines lange gehegten Planes der Kunsthalle eine große Anzahl seiner Gemälde und Studien aus seinem Besitz gestiftet. Die Gemälde haben nach einer oberflächlichen Schätzung nnen Wett von über einer halben Million. Ueber das Museum werden wir noch eingehend berichten. Ehrungen Thomas. vollkotmnenster Ordnung durch. Dort wurde die Leiche des Brigadegenerals Diaz Vicario in das spanische Banner, welches auf der Burg von Zeluan geweht hatte, eingehülll. Ueber die Kavalleriebrigade, welche von Madrid nach Melilla abgeht, wird Jnfant Don Carlos von Easerta das Kommando übernehmen. Ein neuer spanischer Vorstoß. Melilla, 2., Ott. Um 9 Uhr vormittags verließen die spanischen Truppen Zeluan und gerieten bei dem vom General Marina angeordneten Vormarsch auf Sukel Djennis ht Kampf mit den Dtaroktanern. Das Feuer war zeitweilig sehrsitavk. M e l i i i a, 3. Ott. Die Marokkaner am Cap Tres Forcas lieferten 90 Gewehre ab und unterwarfen sich. Es heißt, daß auch die Mazulas, die Beni Sicar und die Beni Bu Jsru durch den Feldzug erschöpft seien und beschlossen Haven, den Kampf nicht wieder zu erneuern. I o m a, der bekannteste deutsche fötaler der erte, wie wir schon mitgeteilt haben, am i 70. Geburtsrag, den mit ihm ganz Deuffch- reit es künstlerisch nur irgendwie interessiert ist ^n" ir uEchem Ringen ging er unbeirrt von der , jinung jahrzehntelang seinen einsamen Weg, knaplp fünfzehn Jahren zu unbeftrittener Arbeitet hatte. Sein Name wird in der Ge- Nr. 232 Erstes Blatt 15S. Jahrgang ~ Der Eichener Anzeiger a ä " erscheint täglich, außer ßS&Bwjr Vy WGletzenerAnzelger für die Redaktion 112, < * «e V _ General-Anzetger für Oberhessen Annahme von Anzeigen . „ __ n., • ’ ’ u. -cuiiu unu „wetiajis- iür die Tagesnummer Botofioitsörut! und Verlag oer Brühl scheu univ.-Vuch- vnd Stdttomderei K Lauge. Redaktion, Expedition und Druckerei' Zchnlftraße 7. E. Heß; für den bis vormittags 9 Uhr. 1 1 u Anzeigenteil: H. Beck. - ft 15,56 C. _» = ft 7,ö0C,__ andere sen** Jod.Eisen, en anderen Lebertran- nergisdienWirk- id 4.60, Verlangen Sie eisen Sie Nacbabronngen in Giessen, Krof- ________ (Ds/, öffentlich bis er tz e Frfn A "3^ u n ft ftetd urit Anerkennung genannt werden al durch und durch deutschen Malers, h . ^yie6e an seiner schönen Heimat hing. Seine in der Heimat; den Schwarzwald mtt feinen werFn Tälern und seinen stlllen Höhen, mtt ' - im Dörfern und seinen hetmeligen Hütten, 2vheit tiefinnerlich erlebte, hat er mtt starker auswärtigen Künstlergenossenschaften und Hoch- I solck)er aus Heidelberg, Freiburg, München, , Breslau und Berlin, Thoma ihre Glückwünsche . tplome überreichten. Um 12 Uhr erschienen der < - Großherzogin, um ihrerseits Thoma zu seinem GI)r ^abre01 ^Ansprache des Großherzogs. 2 Mü & Diebel 4 Die Schlacht bei Zeluan. Die am Samstag kurz mitgeteilten toüifte der Spanier, die sie sich bei einem Erkundigungsmarsche zugezogen haben sollten, rühren von einer regelrechten hetzen S ch lach l Lr. Der Kampf in Marokko ist nocy lange naht $n Ende, unö die Siegesfreude in Madrid wird durch Htobsposten sckpnal-lich enttäuscht. Es steltt sich, heraus, datz mtt^ der Besetzung der Guruguberge im Rtssgebtet der Widerstand der Kabylen noch keineswegs gebrochen war; der ,pantsche Oberbefehlshaber mußte Befehl zu wetkeNnn Vorrucken tzeben. Die strategische Aufgabe des Vorstoßes der ^pantschen Truppen in der Zone der Benibuif^ur bestand, so heißt es, m der Einkreisung der Jxanberge, einer äußerlt schwer zugangltchen Höl>enkette welche als Forlläuser des Gmmgugebtrges des, en jÄ Zugänge bttdel. Vielleicht bat die spamsche Regie- runa auch größere Plane in Atirrokko vor, um such dauern- zu sichern. Ein Pariser Blatt will wissen, du spanffche Regierung habe beschlossen, ein großes Gebwt r besetzen? das Tetuan als Basis haben wird, und diese setzuna solle so lange dauern, bis Muley Hafid die thtntttf- Luerleqende Kriegsentschädigung bezahlt haben tpiri ^er erste Vorstoß ist gemackft, aber der Erfolg ist btSL aus- aebliebew Von amtlid^er Seite sucht man nadttch den unaünstigen Eindruck abzuschlvächen und in pb.senhafter Weise sucht man vorzutäuschen, das spanische V«ehen l)abe , Eindruck gemacht" und die Marokkaner würsi sich bald unterwersen. Die naafftehenden >schlachtberift lauten aber anders, und selbst wenn eine neue Divistt in das Riff- qebiet entsandt wird, werden die schwierig'Kampfe immer wetter sich ksinausschleppen. Die Madttr Presse ergeht !sich berettS in heftigen Anklagen gegerw ReLierung. des technischen Berufes besaht. mierung der Zipfelmütze. wesens. Tie aus die Fußspur des Täters ge zug g estöhlen litten habe cklärt, dieser nahm. am braten abgegeben haben. erinnern nur an Die mächtigen Fabrikneuöauten in Bad Nauheim von Baüinspektor Jost, an die neue Mercks chc (vabrir- antage beiDarmstadt von Pros. Pütze r. Den ausgezeichneten Lehrkräften an der Darmstädter Technischen Loän'chulc verdanken .wir ^inc stattliche Reihe tüchtiger Architekten, die bei voller ‘Mitten Bersanimlungstage ivurbc vom Geh. Cberbaural Wicko prmstadt der Beridst erstattet über eine Munbgebung zu dem Odcs preußischen Ministers der öffentlichen Arbeiten über die östliche Perwendung staatlicher Geldmittel bei Staatsbauri'nlei voller Würdigung verständnisvoll gchand- habter Sparzt sollen die oben bereits ermähnten Leitsätze zur Z-örderunc^ualitatsarbcit nie außer acht gelassen werden. Desl-alb iverdQende Forderungen für unbedingt notwendig daß genügend Kapital da sei. gute Qualitätsware zu liefern, daß aber die Hebung der Qualität eine längere Kultur, die wir augenblicklich noch nicht besäßen, verlangt. Er glaubt aber, daß der Werkbund bereits stark genug sei. um eine ruhige »nehbebe 'M- so rache zwi chcn den verschiedenen Polen einerseits der tiünftlrr und anderer 07ts der Inchlstrie sehr wohl zu vertragen, und daß etne Einigun i uiid damit eine Förderung der Lache unbedingt zu erwarten sei. $u4 dem lebten Bericht in der Samstags Runnner möchten wir noch erroäimuni, daß der verhinderte Berichterstatter über die Aus- Tas soll auch dieser Gelegenheit rückhaltlos anerkannt und ausgesprochen 3dmlbauten aus den letzten Pahren, un«Riechen- und Irrenanstalt, die neue Aula und andere Geigen Zeugnis dasür ab. ernannt- t.perj onali en. K-H-berGra heben den Oberlehrer an den. &aÄ bangten «totefior Dr. Karl Zulaus zum Direktor der jteanaji, |„;mnn „uä Q1 und des ProgymnasiumS ju Alzey ernannt „Ter rvabrifbau gehört zu den Bauten, die lediglich wirtschaft- lich-teclmisa>en Zwecken dienen imb die zur einwandfreien Lösung twonitaueiyl Anwendung von Ingenieurlonstruttionen bedürfen, (äl Fabr köau kann nur gut sein, wenn er sich den Anforderungen ueä jngcnicurS und Kausmanns zunächst unterort) net und ui Mppster und klarster Weise den Bedingungen des Betriebes sügl. Ttc Städtebauer und Lnsschutzvereine sollen darauf hin- irken versuchen, daß den monumentalen Fabrikanlagen — bei brung ihrer Sütimürbe aus Berühr usw. — der rechte Platz gewiesen wird, Damit die Zerstörung einheitlicher Städte- und ndi'chastsbilder nach Möglichkeit vermieden werde. Tem Be- :n, die Fabrikanlagen in bestehende Ortsbilder gut einzu- gen, nrirb^oie letzt schmr durch Die elektrische liebenragung reidibare Freil-eu in der Verteilung der Arbeitsgruppen und ic dadurch bedingte Ungebunbenfoeü in der Anordnung der Bau- agar sehr zu statten kommen." Tiefen Teil aus den dem Berichte des Professors Dölzig bei- gefügten Leitsätzen halten wir für so vorzüglich, daß wir sie hier wiedergegeben haben. Es sind goldene Sorte, btc bei allen derartigen Bitten befolgt werden sollten. Mit berechtigtem Swl; können wir seststelleu, daß in unserem Hessenlande Ausgaben nach den hier ausgestellten Forderungen glänzend gelöst sind. Sir seine i die daS Pftc .les /brat oas härte setzten s4------ - _ woselbst sic die Spur verloren. — - bet Hardt wurde am Sonntag auS leiner erachtet. Größere Dast-cn sind nur künstlerisch hervorragenden Architetlen zuzuteilHt straften, die vermeintlich zu „sparen", nicht aber zu baucu-^n. Tic Ausbildung der Architekten ist demenlsmechend aiwdstte Stufe zu heben. Tie grünMidx? Kenntnis des Gewerls^uien technischen und wirtscl-aftlichen Details ist die unecl Botausfetzuiig, um die vielfach als novvcndig anerkannte mt 3uLnufflonswesen so burdp zusüyren, das; die mit die^-fahren verbundenen Mangel, wenn iiid)t ganz befcitigi, io do-,„ Mindestmaß bcfdzräiüi werden. Erlal-iitngcn ui Der 6«^ Praxis loetoen den Architekn.i auch elfer in den en ।einer 7 glicbrigei Kommission eine Denkschrift ausgearv,^ ^.>i suiatlid-eu und stäotischen Behörden uberrcid)t jver 'Aus dem Bericht und der xiötu,,. diesen Punkt wäre folgendes hervorzuheben. llnbcDingt ld) t|t bie Ausarbci- mng guter Verträge unter Vlnzu-iehi. Fachmannes. Ter niedrigste Preis sollte menunv ben . erhalten. Es ist Ausssärung darüber nötig, was ~»uu-lt l)t, unt) .veldxr Preis dafür angelegt werden muß.x Bewerber sollten -.uaelasfcii werden. Da ohne gegenicutMuai nn kichc-s Zusammenarbeiten nicht.möglich। ncre Arbeiten fällten freihändig vergeben werden. Wirker müssen eine gründliche Ausbildung erhalten, vanri.^ Mräitc am Orte entwickelt und Die '.lrbuten n> ^erhalb gegeben werden; ist lebod) zur ^rlnn9nn9 ^ .arbeit die Bei> gtbung nach außerhalb Nicht zu ccrim d delchituen ivcrden. gi,c=rht Man erwartet al,o von ptn 25600^^ Don Gewerbetreibenden selbst, ~d>ntic zur 'öt',c,5.ui)mi|]ion^. ESÄÄ'S U» «WnS UM „Ut M bet w* ionntc gestern bet Besitzer w”Ä« tzoft», PH- Sch n ei bet,.ein W“ ccht^' .®^totZ"i>be^1möbEln>U(0be?75iä9t)rige Greis ernannt. ipeftoten Str u »r'U' Giessen nach Diez, 'nitz rn Lasse- nach Grc»en , »n r ^e» Böttger in Su8bad> Ä?nc^..ä.. im, bi« " ' anftnlt tommanbtett finb »om tabttheater. In der Meilen AuMchunig^ . modie ..D" fremd e» ta (la | mad)t g.gemuittl6 LLTL att, äm vöhepunkt des Stimes ans. bet S^ne •• (Viw ß i c r p n e i iloniponm, . --WMZML äÄH=s;-s;s=S= SrSterS Pusch zu Drteitberg entnommen. m **^)?eiftcrvrüfung. Anr Sonntag hatten iirf) rahtte^chu $)anbrocrkinei|lcr uaü> bV r re i d> u‘n g der haus cinticrunDcn, u ti her b Prüsungs- S» s» wÖ&sriÄS tammer und zwmnwrzienral che 'jungen Äceister zu L-Nfm»Ä “in“ jrn Sam^ s°nb in - L Fmk^m setzt gewissenhaslet, hielt er von der Firma em namhaftes Oeschenk. " Diebstähle. Eittem Betvohner der Liebigstratze wurde in der Nacht aus Sonntag ans dem un ©arten belmdlichen MUtadSa d« e«te «MMen. Ta. der D.eb die, ^Joiott KV fiÄSL« S *&»«** 7 :: ,1 au »werter Redner sprach Seer Äiienthatben erbi.ckl sLn^b« Äanommtt ......... ..... - bewme „u «nchvenniv^. überbar^ aNe i!vu« tne nntj« »u. unbedingt Gcfolgfchaft le nun uiuBicu. cot^nfr Ä'S'SüÄ-' einen grep.n Äarjjchwung genommen Ham an» frclhntq ai(vlt'cktmnsck>vorbildllcher Fa b r i kbau t c n . nicht Böl- ig. sondern PSI zig heißt. Es soll eine L-underaussiellimg vor' rildlichor ii-übrifbaunm für das Fahr 1910 vorbereitet wer dm, ivoöttrc'i di- VLircgung zur Errichtung gleich jchöner und ztoeck- mÄrcd cnDer Bauteil gegeben werden lofl. Eine dreiglii-drigr 5lEr.i'ton soll das vorhaiwene AuSsiellungSmatcrial ergänzen und Di-' Ausstellungen veranlassen. Der deutsche Weribuud. Ter erste, in bet ^»1°^,—t^chienene BeE^er '""Vrv^TS sä-uä» in H-rankiurt a. M. m d mau Warkbundes statt, wnh- einetieit« und S ct etoa 70P Wil; 8Ä »R« ~Sf' m den fanden de-, lAmichener ^ mehrere Bc- engere Fühlung zioifch^n aumiii. , bcrüeUen und will sein Ziel und ^chlachtrut 1 freiten. Er will daher nicht MillcUprrionen, der ^täusc^ m^Labe^ und^auj "-"den Solkwang bei BZerlbundes Die Gr n n Dun g c BZgliderausstellung Munügcroerbcmuicdm. JuBLtDcin ^ txibuid) für das Z-MMHUE währte bis gegen ) Cbcrburwrnteiftet AdickeS tretet dec Bundesregierungen, , .,cc ^Ministeriums Polizeihunde o er folgten diese bio -um ^oihgcsterner eg, I unter stützungsiocrten Bcitr ebungen Griolg. Als verloren. - Einens Äuh^chweizer mif dinr. bei lemer jerner^ ^i^ett^fUn m tooimtag aus femuc schlafimbe ern An- Erster Redner spr^h dcr ^vnöi^ d^ Bmwes oe^ <1l£)ufmc tn $ysns °aufc dieses Sommers von den ^agdpachtern - Ist und lwst>r verla, ,^r hatten, datz) künstterischm Beuat, aus du aXn ausgesetzt. Die Vögel haben sich gut entimckelt. ^,^ ww die A. mB«Un'Firmen dazu VAL. Ul - gaj dis » ff-“»-. slssäE **4.».. - äs ms?$sr JjXZtafiÄ'h W.nttr alb Baaelsutter zu verweben. - Ueberhoupt wirb jetzt durch b-e 3^0^.. f“C bb™ XÄ“an Ä Bäumen N.sttäs.en sü° IS . ÄÄW«. "Nd d-r und da find & hauüchen ausgestellt worden, die von den Vögeln un ->uucr i nn[ bcm ■■ ^VbTu 2uf tf dH iie. Zn der Nahe innerer Stab; | KiCb“X Rlci«.2inbCn, 3. CfL Sem Adlnrnen be. aina beule nachMlttag der Turnocicm au, dcltt vielucuibc. ' ' tumplnij. — DaS Erntebanlfcst sand heule m der Lirche ben Itaficc abkbnlt. Emme PAlnkwunstbc b '' f aul )Var, thtr,zoglichon J Stau, die damals ^>tatumai Der er mehrere Dottel »lhwesclmi daruntcr schon in Neinen Mengen den 2tntigar auch hier Verdacht unb’hfti r5rcd>tcn UIU) j Mal legte er seiner nrau m.ßtxrjog unb Di zum Genüsse hin; aber auch entage zu begli Borhandenscin des Giftes. D eer Angeklazste au, VM-igen^ .. „Sehr bo» Bann verschafft als Mittel Ais tu Der .Iiiiviw Labe. 3m übrigen bestreitet-«n zum beung Sben, • ein Frau zu vergiften. - anszuipree - SS SJ? A« -« J"Ä', das Verhaltms nut 'Linft ‘ i!e[Icn % lass Als HC Die -vuren u-v Bildwerke, sie diese auf -Not ibrt.' n»zen tzeinriiy ^e stattet baS folgte abends um »0 Gegenbesuch am <»t»66er*ofl»pe«t M«" ' Karlsruhe crjoln e m:t|" ä4tiee« Rnodtenlagct. babWniöo eab xu' -ln^J 3m ©;fotfle befanbenJi« unb in V - ■ ' Äfttgteiin sers*7«s.-£i‘£l p°n Karlsruhe bie Rückre-,e. nach S-ls-S«'-« ^ct Stu° ^Ännt:% o8b m^7n,°|-%enb'^.r:tär Pan b.r ^‘X11im Krregsmrnistermm —■ I------ vreisachcr Mordvcrluch gegen l)lt cr0ll. 4 Oktober. Unter der Anklage, feiner ewnen l bcnc Male nach dem Leben getrachtet zu haben, v» Sd)wur> oetnbi der Arbeiter Äemrich S*u.[t ebet™- Irr Aitgeklagte, der erst -i >>ahrr l5 cj Anfang 190b. Tie Ebe war von ^tang treuer kurzer Zeit knüpfte Sckul-e Verhalt t a s Ä* ..?L.-r;L^L'E'LL ausstbuUes der »wette» Kammer 'aeben^m Sltenftüd inseben ta,ien ™ "c ( q g u ng c n schulseS entsprechend eme Anzahl twurfzn- itach dem neuen Gern erndcum l ä Dirkung bet fanunengefteUt ist, um eine handhabe für ot 1 , ät» «... '■"■■S'ilJ.t ™ feÄ&ÄKSggj.fc "ist zum tiebeimen expe. „eisen, eme und aus zwe. Sttdir >n -.....^^Sen^Ä^Snban brr sehr m»-nkr-rn ß h er z 0 g f Zusammenstcttung noch nüher^^komE.^^^^^ ^ien'Äi* - UeberttagenIAW' cine 'ccr' ömäsÄÄ’dB stelle an der Gemcmdeschule zu Muhlheuu. sonberr auch MS per^smrgstechnnche Schub. W> „ -ZWWMZWMWM-i..........................,...................... zu Darmstadt zum Ztrech-mtm-nn bei den, »re'damr ) L rtnjfcn t«« » ,’lj4ul(n soll MateriatM-l» mch oorzüslulie Ämten errichten. ? ' . ö I««™«n der Aviturienrcii lcurHl'“'L -,r,ma )tüni> unter Dem dieser Gelegenheit rückhaltlos anerkannt un teÄm Mttttllchnst«st»r wi Unsere ll-tchlichen ZchnlbaMen aus tum 120 Latham $2,500 Km., Farma nn 80,009 Km. B4/10 die 'Ile ics ;en mehrere gelungene von Augenzeugen Kilometer, Geschwin- Gießen, den 1. OAober 1909. Groß herzogliches Amtsgericht. nrf)biW9c Luftschiffahtt. Potsdam, 2. Okt. Der Kronprinz unternahm heute Nachmittag auf dem Bornstedter Feld unter dem Jubel des Publikums einen Aufstieg im Flieger unter Führung von rnftleriid) hervorragenden Dernieinilid) zu „jparcn", äSbildung der Sfrdiiiehcn ju heben. Tie gründliche h'chcn Md Ivirlschasüichen Mg, iun öie uieliatt) al- bmisfionswefen so burdp erbnndtnen Mngel, wenn estmaß beschränn werden, i werden den Architckm ilen, ob sich eint Arbeit wrssronsVA fl’gnct, ober nnj^r fei, wvvvich nn nß/ng der Lnbmissions- i QnnVMsarbeil cdcih. i dnrch eine kaufmännisch vaiijaiwn de-i Prüsungr- kincr 7gliedrigen fiom- den staatlichen und Sport« ** F austbal l. Am Samstag fand eilt Fau st b a l l met t- spiel zwischen den dritten Manusck-aften des „Vereins für Bewegungsspiele" und des „Faustballvereins am L. L. Gymnasium" statt. — Nachdem das Spiel anfangs auf beiden Seiten matt ge- ivefcut war, kam es bald in flotten Gang. Besonders bei Gymnasium war das Zusammenspiel fpwie auch das Einzelspiel vorzüglich. So konnte denn L. 1k. Gymnasium mit 44 Punkten einen neuen: Sieg verzeichnen. Gesamtresultat: 173:129. Orville Wright. Wright führte ferner Flugversuche vor, wobei er nach Schätzung 400 Meter Höhe erreichte. Berliner Wettflüge- En t f ey: nun gs pr eis: Rougier versuchten Mordes. Darauf verurteilte der Gerichtshof den Angeklagten zu neun Jahren Zuchthaus und erkannte ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 10 Jahren ab. Weiter wurde er für dauernd unfähig erklärt, als Zeuge ober Sachverständiger zu fungieren. Holzvertauf durch schriftliches Aufgebot bei der fürstlich Solmsischen J Ahr $ i ift"b0 ®w« N VbelltigMe», . y/^zui'preWll, - Eu- ttur^jdieltt solg^,' l llMlen r»l laP habt g&faM61 digkeitsp.reis: Latham 18 Min. 463/s Sek., 5a r mann 22Min. 2Ssk., de Caters 22Min. 47Sek. Höhenpreis: Rougier 158 Meter, Latham 85 Meter. Belastungs- Preis: Rougier, der mit einem Passagier von 79 Kilogramm flog: aber dieser Preis wird nicht angegeben, da nur ein Wettbewerber war ynd da Farmann nicht die nötigen vier Runden zurückgelegt bat; Rougier wird einen Ehrenpreis bekommen; de Caters erhält einen Trostpreis von 2000 Mark. Latham hatte außer Konkurrenz, da er erst nach Sonnenuntergang geflogen war, eine Höhe von 178 Meter erreicht. Die Deutsche Flugplatzgesellschaft hat die beiden Apparate von Edwards und Sanchez Besä mit Beschlag belegt, weil sie ihnen Verpflichtungen nicht nachgekommen sein sotleu. Die Direktion will die Apparate zurückgeben, aber nur gegen eine Entschädigung von 11 000 Mark. Die beiden Chilenen wollen die Sache gerichtlich austragen und haben ihre Gesandtschaft davon benachrichtigt. Frankfurter Flugwoche. Frankfurt a. M., 3. Olt. Die Flugwoche wurde heute Nachmittag durch den dänischen Flieger Nervo eröffnet. Er blieb beim dritten Versuch 1 Min. 3 Sek. iit der Luft. Euler gelang es einmal, in einer Höhe von etwa 4 Metern eine Runde zu absolviern. Frankfurt a. M., 3. Ott. Der Par sev al-Ballon unternahm heute nachmittag eine Fahrt nach Wiesbaden zur Erforschung der magnetischen Ortsbestimmung. Die Kölner Flugwoche. Köln, 2. Okt. Ein Flug B l 6 r i o t s dauerte 13 Minuten. Ein Flugversuch Dufours gelang nicht, da der Propeller nicht zum Antrieb kam. P a u l h a u flieg dafür zu einem Dauerflug aus. In 17 Minuten legte er 10 Kilometer zurück, in 21 Minuten 20 Kilometer. Nach einigen Minuten verließ er bann das eigentliche Flugfeld und flog bis nach Merheim. Er kehrte dann wieder zurück, um abermals die gleiche Richtung zu nehmen. Um 6 Uhr 4 Minuten landete er glatt auf dem Flugfeld nach 38 Minuten Flug bau er. Rougier machte, nachdem er, um seinen Motor zu prüfen, zwei Runden geflogen hatte, einen Flug von fünf Runden für Den Belastungspreis. Als Passagier hatte er seinen Me- 'yaniker löura, ymitgenommeit. Er flog von 5 Uhr 43 Min. oid G Uhr 1 Min. in einer Höhe von ungefähr 30 Metern. Far - inan, der für den Preis von Berlin konkurrierte, flog 22 Runden und mußte wegen Motorbefektes landen. Dabei stieß Der Apparat so heftig auf den Boden, daß er beschädigt wurde. Ein Propellerflügel ist verbogen, Farman selbst ist unverletzt. d.e Caters flog zweimal je zwei Runden, mußte aber jedesmo^ wegen Defekts landen. M o l o n versuchte seinen neu hergestellten ckpparat und machte zwei Flüge von je zwei Runden. Den Schluß machte Rougier mit dem französischen Militärattache in Berlin als Passagier. Infolge des starken Windes wurde der vierte «Zlugtag beeinträchtigt. Paulhan versuchte vergeblich hoch zu bleiben und stoppte wiederholt ab. Dufours gelang nur eine halbe Runde auf dem Rasen. Das Publikum verlangte stürmisch Äleriot, bet einen Weitflug von 3—4 Minuten in einer Höhe von 10 Metern machte. Um 6 Uhr 18 Min. machte Paulhan eine schöne Runde in einer Höhe von 15 Metern. Forsnnspektlon zu Lich (Überreifen). . Auf dem üblichen Subnüfsionslermiil in Gießen, welcher in diesem Jahre am 8. November, vorm. 10 Uhr, im Lcuz'jchcn eichcurcUet abgehallen wer den soll und zu welchem die Gebote ain 6. Nooeuiber abends an das fürstlich Sivllbergische Rentamt zu s-rtenberg (Oberhessen» eingeschickt sein müssen, uetraufen: Die sairstlich Solinsische Oberföruerm Vidi 85 Fm. Eichen-Schwellenhotz, L45 Fm. Eichengrubenholz, 880 Fm. Kiesern-Bauholz dann auch in i verschieden großen Teilen abgegeben werden), 120 Fm. Kiejern- xrubenholz und 10 Fm. Hainbucheu-Srammholz; die fürstlich Solm- ii'die Oberföriierei Hohensolms bei Wetzlar 15 Fm. stärkeres Eichen- itammhoiz mittlerer Güte lUeberhäliev im Buchenschlage); und die Erstlich Solnuischc Försterei Hürmghmiseu bei Corbach in Waldeck 26 Fm. Fichten-Derb^ u. Reisstangen/r. 210 Fm. MieferngrubenboU. Interessenten bitten wir, du/gedruckte „Auskunft" zu ver- inngcit, weiche gern frei zugeichickt^bird, und nad; Ge»aileli weitere Fragen zu stellen. / B4ho 6 gtg» w $nm. 4 Lun ovober. Bekanntmachung. In das Handelsregister Abt. A. wurde .uigetragen: 1. Die Firma Geestemünder Fischh allen, Johannes Nimtsch in Gießen. Inhaber: Johannes Nimtsch, Kanfmann in Gießen. 2. Bezüglich der Firmen: L. W. SP ö r h as e vormals C. St auding e r L Co. Zu Gießen: Das Geschäft ist auf den Gotthold Hempel in Gießen unter Ausschluß der Uebernahme von Aktiven und Passiven Übergegangen, der dasselbe unter der bisherigen Firma lüeiterjüyrt. b. Gebrüder Sch mall, Gießen: Die Firma ift erloschen. ZLrheitsvergebung. Die nachstehenden Arbeiten zum ;4eubau des ^erwaltungs- sebäubeö für das siadt. Elektrizitätswerk Gießen sollen öffentlich »ergeben werden: 1. Zimmerarbeiten teinschl. Gesimse) 2. Tachdelterarbeiten 3. Sveuglerarbeiten 4. Grobichlosscrarvciten. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibnugen und Bedingungen liegen im Bureau des Architekten H. Meyer dahier zur Eimicht offen. Angebotsformulare können dafelbst gegen Erstattung der Setbst- losten erhoben werden. Die Angebote sind verschlossen, portofrei und mit der nötigen Aufschrift versehen bis Freitag den 8. Oktober d. Fs., vormitt. II Uhr, an Herrn Architekten Meyer, West-Anlage 6, einzureichen. Gießen, den 1. Oktober 1900. B4/lo Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. -OK yW \UbauiCn KtzKL ,... lWn - Ort® fc ff Ä.i« in ÖÄ "A-Stz- "E Aula und Erö nxii diesen Punkt iwrc )ingt ich ist die Aurarbei- uziehu ^ochmanneS. Ter > l erhalten. Es ift - pu^it ist, und ivelcher WB-, v. Bewerber sollten ^enieu trauen ein geöcih- nögliöjicre Arbeiten fall» n. :rker müssen eine ii, danvlj^ Aiüste am iten Ni^Prhalb gegeben iung D,n. arbeit die ja* yj ticrineio.g öiefet Leg den Behöld^ch üon den ittc zur ÄMtzudmiijious- »das M Ui'cn, MtcS Ifliiagc öu c eigenen C beneJDialc i ßebufte bercn; . S-SL ,05nW Ss •„». agc W«r^tn6L,ii 1,1 S. wl i» dm Geh'. S6erfatQ1 "er eme Kundgebung der ofseiitluhen Arbeiten tätlicher Geldmittel bei I verstandnisooll gehand- reits ermähnten Leitsähe nm acht gelassen lverdcn. lür undedingl lwiMndig Vermischtes. * Die „neueste" Stabt der 23elf. Den gewaltigen wirtschaftlichen Aufschwung Kanadas schilbert der bekannte englische Schriftsteller F. A. Mc. Kenzie in einer Reihe interessanter Vilber aus bem Leben biefer vor kurzem noch wüsten, jetzt rasch oufblühenben Gebiete. Ein anschauliches 2Zeispiel bieser schnellen Entwicklung bilbet seine Erzählung von bem Werben und Wachsen ber „neuesten Stabt ber Welt", von Melville im Territorium fMttel-Saskatchewan. Bor wertig mehr als zwei Jahren, am 9. September 1907, machte ein Pionier ber Kultur in ber völlig imbewohnten Prärie Halt, schlug sein Zelt auf unb ließ sich hier nieder. Er wußte, baß bie Eisenbahn, die Hauptlinie ber Granb Trunk-Pacisic, lsiec borübergeben würde: er glaubte, daß in naher Zukunft auch eine andere Linie nach dem Norden zur Hudson- Bai geführt werden würde; et kannte das Land und hatte Vertrauen zu seiner Zukunft. In einem Monat hatten sich um ihn herum ein Dutzend anderer Familien angefiebelt; sie bauten sich kleine Hütten, zum Teil aus Rasen, zum Teil aus Holz unb überbauerten so den bitterkalten Winter, wo in diesen nordwestlichen Ebenen das Therniometer bis zu vierzig Grad unter Null sinkt. So wurde Melville geboren und im nächsten Frühling hatte es ausch die ersehnte Eisenbahn. Heute zählt der Ort 1246 Männer, Frauen unb Kinber; er hat ein „Opernhaus" und eine Lokalzeitung, ben „Melville Kanabier". Zwei Hotels sind eröffnet unb ein brittes wirb gebaut. Drei Kirchen, eine schöne große Schule unb eine Feuerwehrstation sinb bie anberen öffentlichen Gebäube, die sich über die fast nur aus Holz gebauten 2—300 Häuser erheben. Am 1. November wird Melville Stadt werden, unb in zwei Jahren hofft es eine Großstabt zu fein. Die Bevölkerung trägt einen burchaus kosmopolitischen Charakter; in ber Schule werben sieben Sprachen gesprochen; bei ber jüngsten Preisverteilung würben die vier Preise von den Kindern vier verschiedener Volksstämme gewonnen, von einem schottischen, einem ungarischen, einem schwedischen unb einem deutschen Kinde. Der Besucher, der hier die primitivsten Lebensformen erwartet, wird durch einen sich entfaltenden Komfort überrascht, der ein Beweis für die stolzen Zukunftshoffnungen für die Bewohner von Melville ist. Zwar liegen auf den Straßen noch große Schmutzhaufen, und das „Opernhaus" hat nur den Namen von der Oper und dient höchstens zu kinematographischen Vorführungen. Aber die beiden Hotels, von denen das eine 60 und das andere 40 Schlafzimmer hat, bieten einen angenehmen Aufenthalt, und der Stolz der ganzen Stadt ist das dritte Hotel, das seiner Vollendung entgegengebt. Es ist ganz aus Ziegeln gebaut, der erste Ziegelbau in Melville; es kostet 75 000 Dollar und hat 65 Schlafzimmer. Die Ziegel sind aus einer Entfernung von 225 englischen Meilen herbeigeschafft worden. Das Hotel wird elektrisch beleuchtet, und ein Personal ist bereits engagiert, dessen Löhne durchschnittlich 20 Mk. die Woche betragen. Auch für Küche und Keller soll bestens gesorgt werden. „Wenn Sie in kurzer Zeit wiederkommen", erklärt der Besitzer mit strahlendem Lächeln, „dann merben Sie gute französische Weine unb den feinsten Kognak bei mir finben." Unb das alles im Herzen der Prärie, auf einem Fleck, der vor zwei Jahren noch Hunderte von englischen Meilen von jeder Kultur entfernt war ! Kirche und Schule sind die ersten öffentlichen Gebäude, die in diesen kanadischen Ansiedelungen errichtet wurden. In Melville erbauten sich zunächst die Lutheraner ein Gotteshaus und öffneten ihre Pforten auch den anderen Bekenntnissen. ■ Dann erbaute sich die englische Hochkirche ihr eigenes Haus, bann die Katholiken und Baptisten, Methodisten unb Presbyterianer haben bereits bie Grunbrnauern zu einer Unionkirche gelegt, „ber ersten Unionkirche im Nordwesten", deren Bau 5000 Dollar kosten wird. Die Aufführung der Schule hat nicht weniger als 7000 Dollar gekostet. Märkte. ic. Frankfurt a. M., 4. Otl. (Orig.-Telegr. des „Gieß. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchimarktpreise. Weizen Alk. 22.00—22.25, Knrhessischer Alk. 22.00—00.00, tta Plata Kansas Alk. 23.00—24.75, Roggen (hiesiger) Äik. 16.90 bis Mk. 174)0 Gerste (Wetterauer) Ätk. 17.00—17.50, Gerste Franken, Pfälzer, Ried Mk. 17.00—17.75, Kleie Mk. 00.00—00.00, Hafer 15.50—16.50, Mais Mk. 15.50—16.50, Weizenmehl Pik. 31.25 bis 31.50, 2. Qualität Mk. 29.75—30.00, 3. Qualität Alk. 28.75 bis Mk. 29.00, 4. Qualität Mk. 27.75-28.00, Roggemnehl 0 Mt. 25.00-25.25,1. Qualität Alk. 22.00—22.25, Weizenkleie Alk. 10.50 bis Alk. 10.75, Weizenschale Alk. 00.00—00.00, Roggeickleie Alk. 10.50 bis Alk. 11.00, Matzkeune Alk. 00.00—00.^0, Biertreber 12.75—13.25. Alles ver 100 Kg. ab hier. ic. Franliurt a. M., 4. Okt. (Tetegr.Ong.- Bericht des ^Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der Heuligen V i e h m a r k t- LtrsteigerAg m WüchennMktBtzen. Nachdem von Berkausern auf dem Wochenmarkt verschiedentlich der Wunsch um Ueberlassung sester Verkaussplatze geäußert worden ist, sollen Samötag den 9. Oktober 1909, vormitt. 11 Uhr, im Hose des Turmhauses am Brand verschiedene Plätze versteigert werden. Gießen, den 1. Oktober 1909. B‘/lo Großherzogliche Bürgermeisterei Gieße». _____________________I. V.: Keller. Auf Grund ber Ortssatzung ift bie Stelle eines besoldeten Bürgermeisters ber Kreisstadt Alsselb zu besetzen. Der Anfangsgehalt betrügt 4500 Mk. unb erhöht sich alle brei Jahre um 500 Mk. bis im Falle ber Wieberwähl, nach 12 Jahren, bie Höchstgrenze mit 6500 Mk. erreicht ist. Nach fünfjähriger Dienstzeit betrügt ber Ruhegehalt 25 Proz. bes Gehaltes, nach 12 Dienstjahren 50 Proz., nach 24 Dienst- jahren 662/3 Proz. Wirb ber Bürgermeister nach Ablauf seiner 9jährigen Amtsperiobe nicht wieder gelvählt, bann beträgt der Ruhegehalt 40 Proz., nach 18jühriger Dienstzeit 60 Proz., nach 27jähriger Dienstzeit 75 Proz. Bewerber müssen Angehörige des Großherzogtums Hessen sein, in ihrem Wohnsitz bie Wählbarkeit zum Ge- meinderatsmitglieb besitzen unb wollen Zeugnisse mit Beschreibung des Lebenslaufes bis zum 5454 2 3. Oktober b s. I s. bei Groß herzoglicher Bürgermeisterei Alsfeld einreichen. I. V. Kurtz. Moderne T anz-Schuhe Reizende Neuheiten :: empfiehlt in allen Preislagen ;; Willi. Herbert Inh.: Carl Herbert a4/io Telephon 74. Marktplatz 2 D r e i i e. Zum Verkaufe standen: 531 Ochsen, 24 au5 Oesterreich 25 Bullen, 0 aus Oesterreich, 874 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder' 390 Kälber, 415 Echase und Hammel, 1772 Scknveine, 0 Ziegen 0 Ziegenlamm, 0 Schasiamm. — Bezahlt wurden für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1. Qualität 80—83 Mk 3. Qualität 75—77 Alk., 3. Qualität 63—67 Alk.; Bullen: 1. Qual. 65—67, 2. Qiial. 62—64; Kühe 1. Qualität 74—76 Alk.. 2. Qual. 64—66 Alk^ 3. Qiial. 52—54 Alk., 4. Qiial. 00—00 Mk. 5. Qual. 00—00 Alk. Bezahlt wurden für das Pfund Schlacht gew.: Kälber 1. Qual. 82-87 Psg., Lebendgew. 48—50 Pfg 2.Qual.72—75 Psg.,Lebendgew. 43-46 ßlg., Schlachtgen). 64—20 Pfg.' 3. Qual.Lebendgeiv. 38—40 Pf.; Schafe : 1. Qual. Schlachtgew. 76 bis 78 Psg., 2. Qual. 60—65 Psg. Schweine: 1. Qual. 78—79 Ps, Lebendgewicht 61,5—62,0 Ps., 2. Qiial. 77—00 Pf., Lebendgewicht 60,0—61,0 Psg., 3. Qual. 72—76 Pfg., Lebendgeivicht 00-00 Psg. Geschäft bei Hornvieh gut, Ueberstand unbedeutend, bei Kleinvieh gui, kein Ueberstand. Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hessen am Dienstag dem 5. Oktober: Kühler, ivindig, Regenschauer. OrrginaL-Dkahtmel-ungen. Eine Rede des Prinzen Ludwig von Bayern. Würzburg, 4. Okt. In Helmstadt wurde das Denkmal zur Erinnerung an bie Verwundung bes Prinzen Lubwig im Jahre 1866 enthüllt. Prinz Lubwig wohnte ber Feier bei. In einer längeren Rede bezeichnete er als bie Nieberlage Bayerns in bem bamaligen Gefechte bie schlechte Bewaffnung unb mangelhafte Äusbilbung der Truppen. Der Grund des Kampfes, so fuhr ber Prinz fort, war die großbeutscheJbee, wir wollten einen Bunb auf förberativer Grundlage, ber Krieg entschied gegen uns. Was war bie Folge ber Niederlage? Dank der Opferwilligkeit ber beutschen Fürsten, bie für bie Gemeinsamkeit gar manche Vorrechte Hingaben, war dem deutschen Volke eine glänzendere Gegenwart beschieben als je zuvor, aber umso unheilvoller gestaltete sich bas Schicksal der Deutschen in Oesterreich. Von Deutschland, zu welchem sie von jeher gehörten, seitdem es deutsche Geschichte gibt, mit Gewalt losgerisseu, waren bie Deutschen in Oesterreich nicht mehr imstanbe, bie leite nbe Stelle, bie sie in ber ganzen Monarchie inne hatten, aufrecht zu erhalten; sie verloren zunächst Ungarn. Meiner Ansicht nach bleibt ben Deutschen in unserer Nach- barmonarchre nichts unseres übrig, als fest zusammenzuhalten. Sie bürsten also nicht über bie Grenzen schielen; bas ist Hochverrat und Schädigung aller staatstreuen Deutschen in Oesterreich-Ungarn. Es ist auch nicht zulässig, baß von Seiten bes beutschen Reiches in die Verhältnisse unserer ^Nachbarmouarchie emgegriffen wird. So wie wir uns verbitten, baß sich bas Auslanb in unsere Geschäfte mischt, so hat auch Oesrerreich-Ungarli bas Recht, es sich zu verbitten, baß wir hineinschauen. * Darmstadt, 4. Okt. Heute vormittag wurde hier in Anwesenheit der Prinzessin Ludwig von Battenberg' bie 25. Generalver,ammlung de^ A l l g. D e u t schen Fr au e n- Vereins eröffnet. Mainz, 4. Okt. Ein Unbekannter erschwiubelte gestern in ber hiesigen Nieberlassung bes Wiesbabener Bor- schußvereins einen Betrag von 12 000 Mk. durch einen ge- sälschten Scheck. Heidelberg, 4. Okt. Am Samstag vormittag wurde das nad) ben Entwürfen des Geheimrats Professor Dr. Warth (Karlsruhe- unb unter Leitung des Bezirks-Bauinspektors Groß (Heidelberg) auSgesührte neue staatliche Lehrerseminar feierlich ein geweiht. Limburg, 4. Okt. Ein junger Mann übte sich mit einem Freunbe im Hansgarten mu Scheibenschießen. Als er bem Freunbe bas Gewehr reichen wollte, guig aus unbekannter Ursache ein Schuß l0s unb traf die Mutter. Die Frau wurde so schwer verletzt, baß sie nach zwei Stunden starb. Newyork, 4. Okt. Der deutsche Kaiser sandte dem beutsch-amerikaiiischen Kriegerbund auf ein Begrüßungsleiegramm eine herzliche telegraphische Antwort, bie gestern bei ber Festver)ammlung bes Krieger- bunbes zur Verlesung gelangte. Großadmiral v. Käst erhielt bei ber Versammlung eine längere Ansprache. „Warm zu . empfehlen ist der Gebrauch von Zuckcr'o Batentr Mcdizinal-Seife bei Rauhigkeit u. Schuppungen der Haut, bei leichter Ichthyosis, ganz besonders bei Unreinheiten derselben, wenn Mitesser u. deren Jolgc- zustände, flidtd, Knilchen, Pusteln uiw., das bekannte, unschöne Gesichtsbild Hervorrufen." Das ist das Urteil des Herrn Dr. med. W. in Dresden über Zncker's Patent - Medizinal- Seise, ä Stück 50 Pf. (15% 13) u. 1.50 M. (35 %ig, stärkste Form). Dazugehörige Zuck°°Z - Ercmc 75 Pfg. und 2M., ferner Buckooh- Seife tmtlb), 50 Pf. u. 1.5u M. Echt in der Univcrsitäts-, Enget- u. Hirsch-Apotheke, bei Ang. Noll, E. Seibel u. W. Äilbiugcr. [sl‘,B as Konkursverfahren über das Vermögen des Adolf Baum von Hungen wird eingestellt, da sich ergeben, daß eine ben Kosten des Verfahrens entsprechende Konkursmaffe nicht vorhanden ist unb nach- bem eine hierüber abgehaltene Gläubigerversammlung zuge- stimmt hat. BV10 Hungen, 23. Septbr. 1909. Großb. Amtsgericht. Purgal-Tee wird anderen Abführmitteln durch seine milde, prompte Wirkung oorgezogen. Pack. 50 Pf. nur 15491 Zentral-Drogerie, Schulstr. Unsere Spezial Tapisserie enthält alle Abteilung Neuheiten - Saison Wir übernehmen das Entwerfen, Vorzeichnen, Anfängen sowie Fertigmachen aller in die Tapisserie- Branche einschlagenden Arbeiten. aVw Unser Lager ist sehr reich sortiert und umfaßt altes von der einfachsten Arbeit bis zum feinsten Geschmack und bitten wir unsere werte Kundschaft, unsere Lager zu besichtigen. — Vorzeigung bereitwilligst und ohne jeden Stauf» zwang. A. Salomon & Cie. Kolosseum Giessen Möbl. Zimmer Telephon Nr. 644. Walltorftratze 36—38. erftfloihije -ezilllitstei-Prograwill 6’iniflt HavHIavger i5492 können noch eintreten. (5419 Schul-Kleider Gebrüder Jmheuser Riegelvfad 301. Marktplatz 9—10. aVio 5497 Photograph. Arbeiten Dunkelkammer. ÄdoSf BieHer, Vickriu-Irogcrie Telephon 555 Markt*tra«*e 5 Brennzwetsclien 07538 kauft jede Quanum Ed. 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