Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. 8 Otting b» 6. ft «e-ugspret»: monatlich 7äPs., viertel- flirte: Ed. M»«' sei, in der ihm die Huldigung einer größeren Menschenmenge enlgegengebracht wurde. Ter Besuch der Reichklagsabfleordneten. Friedrichshasen, 3. Scvi. Zum Besuch der Reichstags- Abgeordneten beim Grafen Zeppelin ist zu berichten, daß sich insgesamt 229 Abgeordnete angcmcldet haben. Parseval. Politische Wochenschau. Gießen, 4. Sept. üie Wirte: r. Heinr.W ist bestens geloK j Urkunde überreichen lassen: Friedrichshafen, 3. Sept. Eine Deputation aus München, an deren Spitze der Oberbürgermeister v. Borscht und der erste Vorsitzende im Gemeindekollegium, Schwarz, standen, überreichte heute nachmittag dem Grafen Zeppelin die Urkunde, durch welche er zum Ehrenbürger der Stadt München ernannt wird. Die prächtig ausgestartete Uriunde mit dem Familienwappen des Grafen ist mit dem Reichsadler, mit dem württcm- bergisäwn Staatswappen und mit dem Münchner Stadlwappen geschmückt. Graf Zeppelin dankte bewegt für die ihm zuteil gewordene Ehrung, indem er hervorhob, daß ihn die Ehrung I nnn München besonders freue, weil München bte erste Stadt Ans Stadt und Land. Gießen, 4. September 1909. ** Tageskalender. Kolosseum: Täglich Vorstellungen. Kine matographentheater: Täglich Vorstellung. Er st es Te gern feer Bauerntheater. Sonntag abend Uhr: Gastspiel in Steins Garten. ftspiel dch ” •auemtheat jährlich Alk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch dieVost Ml. 2.—viertel- jährt. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Ps^ auLwärtS 20 Pfennig. Ehesredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; für .Feuilleton" und »Vermischtes* K. Neurath; für ,Stadt |oit. Was sind gegen so weittragende Geschehnisse die Rei- treten im Orient! Was dort der eine Tag schafft, stößt Zeppelin III Hai Berlin verlassen, und schon richten die .vohner der Reichshauptstndt ihre Blicke wieder in die i le. Auf dem Temvelhofer Felde beginnt Orville Wright i seiner Flugmaschine neue Vorführungen. Wir haben in kiilschland große .Hoffnungen auf die Verwertung bei wvelinschen lenkbaren starren Luftschiffe gesetzt: daneben n wir aber die Flugmaschine, „schwerer als die Luft", im Auslande zur Vollendung gereift ist, nicht aus dem ge lassen. Das einzige Volk, das in dieser Zeit der tbezwingung vielleicht unruhig den Himmel und den izont absucht, sind die Engländer. Die Abgeschlossen- ihres Jnselreiches scheint dahin zu sein. Schon lasen beute in einer Zeitschrift den Satz: „Die Zeppelinen die gefährlichsten Linienschiffe — sie werden die Völker icher machen." Und vielleicht dürfen wir in der Tat .orten, daß die Weltpolitik Englands künftig in etwas incer$ °ötamni Bilden be?Ui QuMrv.s len 3lgQtten!!?\ Die Beilegung -er Aurstan-er in 5chwe-en. Auf Anregung des staatlichen Vertrauensmannes Eederborg hat wie ans Stockholm gemeldet wird, die Streikleitung beschlossen, die Arbeit spätestens am 6. September auf allen Gebieten trncber auszunehmen, ausgenommen bei den Mitgliedern des schwedischen Arbeitgebervereins. Die Arbeitgebervereine, bei denen ein Sympathiestreik statt gesunden hat, wollen ihre alten Arbeiter nach Möglichkeit loiebcr einstellen. Da ber Generalstreik auf diese Weise beseitigt ist, bleibt nur noch der Konflikt zwischen dem ,.Svensta Arbetsgisvarefoerening" und seinen Arbeitern übrig. Die Streikleitung 'hat den staatlichen Vertrauensmann gefragt, ob unter diesen veränderten Verhältnissen eine Vermittelung durch die Regierung zu erwarten sei. Dieser antwortete, er habe die leite Heberseugung, daß die Regierung die Vermittelung übernehmen wolle, wenn der Konflikt aus die von Anfang an streitenden Parteien, nämlich auf den genannten Arbeitgeberverein und seine Arbeiter, beschränkt werde. " Ordensangelegenheiten. Se. Kgl. Hoh. der Großherzog haben dem Oberstleutnant a. D. Maercker, seither Kommandeur des Landwehrbezicks Worms, das Ehrenkreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen und dem Gewerberat Falk zu Mainz die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm vom König von Preußen verliehenen Königlichen KronenordenS 4. Klasse erteilt. •• Eisenbahnpersonalien. Se. König!. Hoh. der Großherzog haben den Obersekretär in der Hessisch-Prenß. Eisenbahngemeinschaft, Rechnungsrat Phil. Deibel zu Frank, furt a. M., auf fein Nachsuchen in den Ruhestand versetzt und ihm aus diesem Anlaß das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. •• Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Lehrer Gg. Bickel Haupt zu Reichenbach eine Lehrerstelle an ber Gemeindeschule zu Auerbach. — Erledigt ist eine mit einem eoang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an ber Gemeindeschule zu Eberstadt (Kr. Darmstadt) und eine mit einem eoang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hainchen. Mit der Stelle ist Organisten- dienst verbunden. •• Au§ dem Militär - Wochenblatt. Prinz Albert zu Schleswig-Holstein, früher iw Großh. Garde-Dragoner-Regiment Nr. 23, Rittmeister und Kom- mandeur der Leib-Eskadron des Leib-Garde-Husaren-Regi- ments, ein Vetter unseres GroßherzogS und deS deutschen Kaiserpaares, von dieser Stelle entbunden und zum Eskadron- Chef ernannt; er erhielt die freigewordene 2. Eskadron. — Frhr. von und zu Egloffstein, Oberleutnant im 2. Garde- Feldartillerie - Regiment (früher im Großh. Artilleriekorps Nr. 25), zum Adjutanten der 1. Garde-Feldartillerie-Brigade ernannt. *♦ Der Gewerbeverein für Hessen hält ant 19. Sept. d. I. seine Hauptversammlung in Wörrstadt ab. Auf der Tagesordnung stehen außer geschäftlichen Angelegenheiten folgende für das gesamte Handwerk wichtigen Fragen: Die Verlegung des Handimrtersonnlags- unterrichts auf Wochentage und die Gewerbesteuer nach dem Entwurf des Gemeindesteuergesetzes. Tie Ausschußsitzung am Abend vorher wird sich u. a. mit der Frage der besonderen Hnterstützungen gewerblicher Hnterrichtsanstalten beschäftigen. •’ Rheinschiffahrts-Kommission. Se. Königl. Hoh. ber Groß Herzog haben ben Ministerialrat und Vor- sitzenben der Abteilung Großh. Ministeriums ber Finanzen für Bauwesen, Geheimerat Freihrrn v. Diegeleben, mit Rücksicht auf seine anberroeiten Amtsgeschäfte von den Funktionen eines Bevollmächtigten bei ber Zentralkommission für die Rheinschiffahrt, unter Bezeugung ber Zufriebenheit mit den in dieser Stelle mit Treue und Eifer geleisteten ersprießlichen Diensten, enthoben und ben oortragenben Rat in der genannten Minisienalabteilung, Geheimen Oberbaurat Im rot, zu Allerhöchst Ihrem Bevollmächtigten bei der Zentralkommission für die Rheinschiffahrt ernannt. ** Das Kolosseum hat seine regelmäßige Spielzeit mit Anfang dieses Monats wieder begonnen und zwar mit einem Programm, das sich in jeder Beziehung sehen lassen kann. Der größte Teil der Darbietungen besteht aus sangsnummern, zumeist von den Voigt-Stops-Sän- j <69 an ■ baffeaburg^--^ U WÄ, gekommen, die zum Teil sogar blutig verlausen sind. Äe känntlich bedrohen die Tschechen den deutschen Besitzstand immer mehr; sie waren ständig die Angreifer, und den Deutschen ist von Wien aus nur zu oft der Schutz versagt worden. Tie tschechischen Radikalen haben auch vor der geplanten Verständigung schon wieder schrille Kampfrufe ausgestosten und in Wien eine unerhörte Agi ation entfaltet- Die Schließung tschechischer Winkelschulen in Niederösterreich wird vom Tschechentum zum Anlaß genommen, den Deut- chen in Böhmen das Leben schwer zu machen. In Prag mürbe wieder öffentlich zum wirtschaftlichen Boykott der Deutschen aufgefordert und gleichzeitig vor der Beschickung der Verftändigungskonferenzen gewarnt. Dazu meldete indessen die „Köln. Ztg." vorgestern, das Aktionskomitee der tschechischen Gewerbetreibenden in Prag habe öffentlich mit Rücksicht auf die Gefährdung der Existenz zahlreicher Ge werbetreibender die Herstellung eines friedlichen Verhältnisses zwischen Deutschen und Tschechen auf der Grundlage der Gleichberechtigung als wünschenswert bezeichnet. Bei dem Hebermut der nationalen tschechischen Heißsporne, die ihre Hebermacht nur zu erweitern suchen, steht es um die geplante Verständigung sehr ungünstig. Es wäre zu ivünschen, daß aus Anlaß des Besuches Kaiser Wilhelms oie Wiener Regierung nachdrücklich auf den Schutz der deut- sck)en Interessen hiugewiesen würde. Wir können Oesterreich nur dann freundnachbarlich zur Seite stehen, wenn es sich endlich wirksam zur Hnterdrückung der slawischen Gehäsjig- ieiten aufrafft. Ausland. Mulay Hafid erteilte die formelle Zusicherung, daß Züchtig u n g c n in ber von den Konsuln beanfambeten Art nicht mehr Vorkommen würden. Aus Belgrad wird gemeldet: Ein über die Ministersitzung vom Freitag ausgegebenes Kommunique besagt, die Demission Ribar ätsch Tei nicht durch Motive persönlicher oder parteipolitischer Natur vera nlaßt, sondern sei aus prinzipiellen Gründen erfolgt. „Da eine Einigkeit aller Kabinettsmitglieder bezüglich der in Betracht tV.. enden Fragen besteht unb Hindernisse für eine gemeinsame Arix.t ber in der Regierung vertretenen Parteien beseitigt sind, wird die Regierung in ihrer jetzigen Stellung' verbleiben und mit voller Hingebung in der Erfüllung der übernommenen Pflichten fortfahren." König Eduard von England ist! am gestrigen Freitag von M a r i e n ba d abgereist. Der Ertrag der Steuern in Spanien im August b. I. weist gegen denselben Monat des Vorjahres einen Rückgang um 5 891 121 Pesetas auf, der auf die zeitweilige Aushebung des Loskaufes vom Heeresdienst zurückzuführen ist. Immerhin zeigen die Einnahmen der verflossenen acht Monate noch eine Vermehrung um 199 979 Pesetas gegen denselben Zeitraum des Vorjahres. Ter Finanzminifter bezeichnet den Stand der Staatsfinanzen als äußerst günstig.__ Zeppelin und parseval. Alles, was Graf Zeppelin nach seinen Erfolgen tut und kundgibl, zeigt ihn in einem überaus freundlichen und vorteilhaften Lichte. Während er eine sprudelnde Schöpfernatur besitzt, hat er sich, auch nachdem er vom Kaiser der „größte Mann des 20. Jahrhunderts" genannt worden ist, die Bescheidenheit unb Schlichtheit seines Wesens bewahrt. Sehr sympathisch berührt auch die Kundgebung, die er dem Berliner Magistrat hat zugehen lassen. Es wird gemeldet: Berlin, 3. Sept. In der L-itzung des Magistrates verlas Bürgermeister Tr. R e i ck e ein ihm von dem Grafen Zeppelin zugegangenes Schreiben, in dem der Graf seinen herzlichsten Dank ausspricht für die Begrüßungsworte des Bürgermeisters und den ganzen ihm in Berlin zuteil gewordenen Empfang, der den überwältigenden Abscvluß bilde zu dem Eindrücke, wie das gesamte deutsche Volk sich darüber freue, daß es einem Deutschen gegeben war, zu dem langersehnten Ziel der sicheren Durchquerung des Luftraumes die entscheidenden Schritte zu tun. Dann heißt in dem Briefe: „Ter Kaiser hatte die Gnade, es mir aus Rücksicht auf meine Gesundheit frcizustellen, mit der Eisenbahn anstatt mit meinem Luftschiff nach Berlin zu kommen. Aber nicht um Jahre meines Lebens möchte ich die Stunden des Hinunterschauens auf die meiner in festlichem Schmucke harrende Riesenstadt unb den Eindruck missen, daß die Herzen der dort unten winkenden unb rufenben Millionen in jubelnder Begeisterung mir unb meinem Werke zugewandt waren." Ter Magistrat von Berlin hat an Zeppelin folgendes Telegramm gesandt: „Zu glücklicher Heimkehr vvn schwieriger Fahrt, zur neuen bewundernswerten Leistung, sendet Ihnen in dankbarer Erinnerung an ben unvergeßlichen Tag herzlichen Glückwunsch der Magisttat von Berlin." Tie Stadt München hat dem Grafen die Ehrenbürger- Parkettboden ff fäsfäf Mehrer- »$* iheideuereu Bahnen sich bewegen wird. Zu den Erfindererfolgen hat sich am Ausgang der ocfye auch die kühne Tat eines Entdeckers gesellt. Der Mrdpol, gleichfalls ein Ziel menschlicher Träume, soll zum Mlenmal von Bewohnern gemäßigter Zonen betreten wor- sein. Dr. Frederik Cook hat am 2. September die Welt it dieser Neuigkeit überrascht, und ein amerikanisches Blatt schon in der Lage, aus des Forschers eignen Mitteilgen lange Einzelheiten zu veröffentlichen. In diesem lachte, den wir heute an anderer Stelle veröffentlichen, xt manches wie aufgeputzt und übertrieben, aber selbst nn auch der Nordpol von den Reisenden noch nicht er- iitjt worden sein sollte, so handelt es sich nach der Rück- r des Amerikaners zweifellos um beträchtliche Forscher- jtrbienfte. Vielleicht wird ein Zeppelinsches Luftschiff die uhevollen Forschungen demnächst nachprüfen und er- :nzen: geplant ist ein solches Hnternehmen bekanntlich Wil. It 54. 1 ^»September! 9' wundervolles Di, göichiffes, Nlltum» i Bild gesehen routit Her Lachersotg. s Drama aus bra t 1(6. der Unterdrückte-, . Zigeunerin, tniBeurz ristisch, Trickszene. >d. Lied der heimdi r Männergesang. ;.t) kein Klagelied mehr tönt. Zeppelin war in Berlin, i) Has Volk hat ihm mit unendlichem Jubel seine Ver- tirung gezeigt. Auch etwas menschlich sehr Denkwürdiges Interessantes verbindet sich mit diesem Triumphzug -ch die Lüfte und der Begeisterung der Massen: ein Er H inverschicksal von gewaltiger Größe. Es wurde schon daraus ^gewiesen, welchem Hmschwung Zeppelin in seiner Beur lung begegnet ist. Noch vor wenigen Jahren schrie und ) te man über ihn, als sei das Problem der lenkbaren 1 schisse überlstiupt eine Utopie, als seien wir in unserer altiscyen Epoche, der Blütezeit der Technik, aller Sehn )t nach weiteren Zielen bar. Das Schauspiel von heute schöner, berührt uns sonniger. Man hat auch eine Schuld den alten Mann in Friedrichshafen abzutragen. Groß c nicht nur sein Erfolg, groß war auch sein Ziel, seine iLMäffige, zielbewußte, jahrelange Arbeit. Tas Faustige i)nen, nicht nur an der Erde zu kriechen, sondern durch Lüfte der Sonne nachzueilen, hat er erfüllt. Und ihm irt> der „Zaubermantel", der ihn durch die Lüfte trägt, id)t feil um einen Königsmantel" sein. . . . ,7 mdere wieder um. Wir stehen noch lange nicht am Ende tr Entwicklung in den östlichen Staaten, und die West- t:eite selbst wissen noch nicht, an welchen besonderen In ressenwagen sie Vorspannen sollen. Die Kreta-Frage be- iid nneber auf anderen Grundlagen wie das mazedo- n'tfc Problem. Besonders das diplomatische Netz Eng i-Ls scheint stellenweise an Untiefen festzuhängen. Vorerst tir man von einem Erfolge der jungen Türkei sprechen. hat es erreicht, daß Griechenland bescheidene Zusiche- livgen geben mußte und auch die Westmächte im Interesse k Friedens allen Zerstückelungsabsichten kräftig ab- ’dten. Deutschland braucht an diesem mißtönenden !.’: .lycrt nur schwach oder gar nicht mitzuwirken. Muß ;t. vnt..7ee Jkr allen Jntriguen, die es immer wieder in Mißkredit vergebe^- ^oii. Br.ngen sollen, a,ufmerksam und fleißig die Tarnkappe ab- Oh»en, vor allem nicht in Zweifel ziehen lassen, daß Teutsch- H:ii der Türkei freundlich gegenüber swht. Wenn dann «ß Tag der Entscheidung kommt und die Ziffern voll>tandig nviltreinandeÄstehen, kann der deutsche Michel bei der Ab- uchnung sich noch immer beteiligen und, wie bei der letzten tNiankrise, ein kräftig Wörtchen mitreden. Griechenland tyt einstweilen seine überspannten Träume fahren laffen iaussen, und die Gärung, die vorläufig noch im strcecw- iilcu Heere herrscht und den Thron bedroht, wird vtelleicht noch ruhigen Heberlegungen das Feld räumen. In den nächsten Tagen werden Begebenheiten in der ^chbapten Donaumonarchie im Vordergründe des ^n- lrases stehen. Kaiser Wilhelm wird als Gast des Kaisers Josef an den österreichischen Kaisermanöoern teil- ahmen. Vielleicht erhält der alte Nationalitätenhader, von dm dieser Tage wiederum Proben gemeldet worden jinb, ku-r Nahrung. Der alte Monarch wird für die frohen die ^r bei der Jubelfeier in Tirol verleben durfte, tÄ wieder^Zant und Streit erleben. In der nächsten Woche Montag, sollen die Verftändigungskonferenzen be- fcl di- erfte Lw-i Es ist noch still in der inneren Politik des Deutschen Asches. Was auf dem Grabe des Blockes über die letzten Z^erpolitischen Kämpfe noch geschrieben wird, klingt nur j »Pf und leise, wie ein verzogenes, weit entferntes Ge- r er. Die im Reichstage vor einigen Wochen grimmig , einander schlugen, haben die Reise zum Grafen Zeppelin j l'treten. Erfinder- und Entdeckerneniateiten beherrschen K . t '> Tage; auch der redelustigste politische Maulheld fühlt, tilMS' gonntaiM V ; sich jetzt Dinge ereignet haben, von denen man noch -—22*^ ea)en wird, wenn um den Block wirklich kein Helden- und Das Parseval'sche Luftschiff, das bisher in Frankfurt kleinere Fahrten unternommen hat, ist am gestrigen Freitag erfolgreich nach Mainz unb Wiesbaden geflogen. Wiesbaden, 3. Sept Ter Parsevalballon traf, aus dem Ländchen unb von Erbenhcirn kommend, pünktlich um halb 4 Uhr hier ein und kreuzte in etwa 300 Meier Höhe in langsamer Fahrt eine halbe Stunde lang über ber imq des ®ct*< B । srn 1 ons neues ötiid. .W e * n der neue Wein dttzft1*. das tm Trud Endliche neue Puftiptrl von Ttdintljenie gelm,.,i elr*1 Laris. I Sept. Uetzer di< £a*b**g » I ballon» Rspubtiaue der Revers wird tu ch ue Vorderteil des VunfAtifeg nurüe durch t».< Wndiiüe/ und her ^.Hon btlbetr iorm: ch eine Laiche I« 2-^ 4 n ■ n 1' . n de vo> j-ltnr • dann wieder bis traf 20 Meter dem ,u vsderm. teviegm die Propeller, unb das Vuhid*« werbe fv Aber die Loire g triebe* und i- r ♦> mh aber be^ Als man seiner weder awfubttg mH$bc, sah we* bars fir.lr* L.e 3*<*,(** warte* die Intrttaw ovs Su »fpuitun. de* Ballon feftiBbeltm. wrbai ober mar’tlnii. Rach einer lsngrren. jetzt veisdrlichr* inrlpnne pssUlich ein Hkinbeem dem t.ch," be* Vorderrrrl drang mit «roher Sucht in bee 3rtu web werbe schwer beschädigt Bei bn* 3*f«*n*rir 6ettr*nigri irrttftewit Schließlich Zeuges 150 Mk M * inz. 2k dreisern» ' i-Uii., Perimir* U-nt-bte Mark tn Aktiva unb Passiva ad. Ter Reingewinn stellt sich guf 89536.28 Mk Sonne*lch«ft Redet hing irbr intemiant werden Anfang brr Schlir'en 8lt Uhr vormittags Trc Restauration auf dem Schlirfvlap hat am Tage des Pieisschlicsen» Herr tkirnufvl vom l1bil.'H*Pbcitn«üii' gegen voriahrig IM879.57 Mk ein ____ Tie Geschästsiatigkcit wurde durch eine Sparabkeilnng er lodlert. Die Bilanz von, 30. Juni l'NK) schließt mit 82 551 72 öait^cl imO» Vcrfcbr, Dolfswirtfcbaft. I 51s« l dor s. 3 P- «eblenticrlt let 2. dir*. a»U| soNd ger.ngc der da*Ptiächtich aal bee tzses V (31 i r b ber fl. a Sepi bin Automobil s.idr beim Rurfivxirt • - ren aus der 3ifbengakse ein.- ?ros 5 rasten- Ter Svag kostete dem Inhaber de- .ra^r- Vochste Temperatur am 2 —8. certember m» . , r r. dfrtznt'n. brfthk’ii cm, . n l^arburg, L Sept Mit V’ürronflrt L'n'rspiel Tt 4lait» verc. jsiedete sich erfter • bau tm (weiten vNbre tm naben AusslugsoN IX arvach bestehende Sommer- tbeater T4r BoCtellungen erfreuten sich stets eines so vorzüglichen Besuches, dah sein Si k^rlommen gesichert r>t In sruderen Jahren konnte hier kau« ein SintertbeatfT beflebcn, jetzt härteren beide X. Hanau. a Sept 5ür den Neubau einer epang Kirche im benad pirtcn Wroi -.lttbet« genahne bet ta ifer ein (Snadengeschen k von 10000 Mk •• Ein Riesenmaslkalb von 16n Psund lebend Ofrwichk schlachtete gestern stonrad Malkomesius. ** Besitzwechs cl. Die gestrige Mitteilung über den Verlaus des »linke!scheu Hauses ut insofern ungenau, als da» haus in den Alleinbefitz des Herrn U bl übergeht: Herr Schaumt*rger nxir blök Bermittler des Berkauss (T O'tofif n-Vinbrn. 3 Sept T n i«. n t e r i e - B r i g o dr , britrlwmb aus den Regiment' rn W'i 80, 81 unb 166. fand heute im (Mdntk Mtwfttm R .1 tenbadr. ANendorf. Tturnbofen und Lützellinden statt. Dan markierten arinb stellten bir 166er. ben .rngreifenben (Hranct Ne 80et und hier, ber ftortwkommandeur (tiidlrru r.«n uidv barn, Tivtsr.'nskom man deut Ofrnrr.illaititant r-dxili, und Br,- giTbrtirnerdl Brfier waten ,ur Britcdtigung ench>enen Um bte .Vbbc 252 zwischen vutzet linden und Stoppelberg i pulten sicd »wrt 6frfechte ab, eine tzarabe fand nicht statt Zadlretclx- Schlachtenbummler au» bat umliegenden Orten iwbitlcn den tn- tetrssanteu <**e«evbtrn bet — Grosten Linden. 4 Sept Seit rhugm Tagen haben lidr hier ein Bataillon de, V, nun dacht nur, tn ^mquanierung. das täglich hvimittag» brt LützelNnden ererziert Am •iadumitag mtroUt >ui» dann tn unserer vi,morkuini ctu btmtl'enKgtrt Bild Die losd."-u Iwlim den Cctieinit**bnrrn bfiin sjutbruigfit her Lernte und fühlen sich aummirfKinlub be, dieser Arbeit recht wohl Anerk.nuru'i i verbtrnt die Mtlitärbeh.'rbe für das irnt tegentommen. das (te bannt btt ’^Tdlfrumg enviesat bat Ofrftrrn 1 "ien bic Cf'ittenr sogar den Rachm'N.rasavpeN auslallen, um den Soldaten die ddbarbrit »u e,möglichen ft to «kha u s e n, 3 rrPt 3u dem grüern berichteten ötnbi uchsbtebüahl fei nachzutragen: Ter ernbrechet Hatte Uch «rührend der polizeilichen Turchfuchuna tatsächlich tuxb in ber Sodnung de» Gast________ tiat gehalten Okgrn 7 Uhr abends verschieb bie Familie ®ai* ht einer im oberen Stockwerk besinblichen u in mode ca 45 Mk Otrib Anw verriegelte oerr B-etl bab.i etn n dem Zimmer osfensted.nde» nienster Als er erne Stunde ipätr: — zwecks Auszahlung euir» Bierbünblers — da» i^klb holen wollte, war bas Schlost der »ommode erbrochen und d." vor kurzem binetn- gclegte Welbbetiag von ca. 45 Mk verichwunden Tesglerchen würben ein Paar u.ue Herrensttefel und . n neuer ^thbui vor- Mitzt. welche i^gcnnanbe ber üinbrechet zu inner Abe.ne ndti.) batte, um fernen Anzug wieder kamplet: zu machen da ferne eigenen Stifteln und Hut bereits am Bormnuu, durch den Polnei- dund auf gestoben und durch bic Pelite- beschlagnahmt waren Werter nahm der Spitzbube noch 7 Schlüssel zu Schränken und Türen m,t Ta bas um 7 Uhr von vetni tfrtl verichlonene «lenster abermals offrn stand, ist unzunedm^M. das, der Tred hin vorder als bie Wachmannschaft bas Haus tmsteNke das Werte ,wucht dar .lwe>. Herrn Etze«l gedSnge Pott monnaies wurden heute im Stockhäuicr .tzrlde aut irfLnden 3* tm gestern aus dem Werl 'chen Heuboden vorg.'unde>i. n vaMod befand «,ch ein Piandschein und erne Aabttabfattr. dre deifentltch zur Ih* grrifung des raff,menen Spitzbuben ssthren werden im Cberlahnfrn; geboren, erhielt sei« Austzrldung an den Technischen Hechfchulen zu Tharl tl nbnrg und München, besonders als Schüler van Prof Hm-,.' .Hartung, bestand 1898 das Bau- (übrrreiamcn, war dann m brr ^riratprrzis bet Hortung und später als dessen Äfftftait tätig 1901/02 wirkte n als Bou- iühifr am anokomischen ^nfutut ui Marburg 1903 wurde er ^lumeifirr und war daraus b,s Cftrrn 1907 »m Ministrnut* der ssfentlichen Arberten in der /.ccherrdauabtnlung bei i^seh -Rat Hostseld bdthäftigt In den letzten zwei Jabrrn Ifitrte Eaeiar die Ren bauten des Zenrrakgelananisses m ,rre enb,e» a. d Lahn Zum strnsbaurnfpekwr wurde er im Mär» 1908 ernannt. Cöfflchfffabrt. TieTrlugmaschinen.lndu'trie Aus Paris wirb uns berichtet Ter graste Erfolg der ,>liegerwoche in Reims hat ben Anstost gegeben zu einer neuen ^nduilrif, bir sich ausschliestlich mit dem Bau van Alugmafchinrn bestdäftrat Als vor einem ^ahr in einem Pariser Blatt «n Inserat erschien, in dem Aeropian- Propeller »um Berkaus Angeboten wurden, las es zedermann nur mrl einem Lächeln. bic 3bee, hast lelugmaschinenteile, geschweige benn ganze Apparate rrn lohnende» t8efd>lft abgeben sollten, erschien als gar zu abenteuerlich Die wenigen Männer, bie sich auf diesem (Mebiete einen Rameu gemacht Hatten batten entweder ihre Maschinen selbst gebaut oder wandten sich an bie eine oder zwei "innen, die ben Rohbau lieferten und alle anderen feineren Einzelheiten ben Fahrern selbst überlieft. Rur die Brüder Boisin hatten nch schon auüichtiestlich mit dem Bau von Ulug- Maschinen beschäftigt: aber über da.- Stadium des Erperiments waren sie mit ihren Maschinen, bie s,e für fich selbst ver- wandten, noch nicht weit hinan» irfommen Rach kaum einem 3abt bat sich da» Bild vdllia verändert In verschiedenen Stadtvierteln von Parr» sind neue Läden erdifnet, in denen die (?nrugniffe der modernsten Industrie verk.ru st rverden „Wir können in Dimehit lagen eine Maschine liefern," liest man in dem Inserat einer i^irma Und da» ist keineswegs zuviel versprochen: Kleine Tageschronik. Au» Steiermark, ftärnten, Tirol uiw wirb Wirker Temperatursturz gemeldet Tie Berge unb überall bis tief Herab mit Schnee bedeckt. Tie Sommerirrfchler treten iludbc- artig die Rückreist an. Tuidi neuere verheerende UeSerschwemmunge* in Tula (aXfrilo wurden 200 Häuer w e g g e s ch w e m m t. Zahl, -che Menschen sind dabei umg kommen Tet iHctiv.-rneur von Indien meiste m einer Tevefche en brn ftoloiiialminister im Haag, das, rn der Rächt vom 29 zum 80 Au.zuit bic ctabt Voemabteng in der Re chenzfchaft Prodolingo auf )eva durch erne lieber schwemm**« i ch w erb ermgefuch 1 worden rst. I ,e Zahl ber Toren wird auf 5stchs - und 8 Idd>fe . dürfte die Bericht an 0 e Ich ordentliche i^er erolver^a unltmg bet em 1" ept. i eil , en. Rach der Ukn--—' rechn r den 31. Mär, 1AW. weiche dem da« o f- • : 1» er reh't u ist. vertzfrM <■ in erunas» mch ui . >« nckstizen tet str'ent e»er fttiidltellung ein zur t’c^üaung der iAenera.oerza» Ueberfchutz van 14M 914.73 Mark. Es wirb sei en roie '. :t zu verlest en: 1. d' , Prozent ti elfte au# das dir nden der echt .ir ■tthtcnlapttel, welches stch w'e 'oiat: •) auf 31 60üiX< •?!?. voll cngeiatzltes »kneni 1 )W(X» ÄL b> mit 4 400 (XX) SIL neue Aktien mit 3tztz0gGtz ■ Nu 4 rotz. Itiniabtima, van der IftOOO*) SU tut das Hahr unb 1 830 000 TU. für * , Jahr teilnehmen. mit 157 tag lutammen 1 345 300 Mk. 8. Statutennuttzche Tantieme an de* ch.srat 4e« -7^9 D k. 8. PeNragsnuistrze iannemeen bie Tti 35 4*4,37 *r.• 4. Vertrag auf neue Rechnung ds 0*1,Ul Summa 1 49lp 14,73 ML Märkte. Gteheu, 4 Sept. Marktbericht. Aul heutigem markte f e:e itter pr. . d. 1J0— 1J0 TU, V eretcr 11 8-9 t«g^ ünteneier 1 St. 0 t’g, Haie pr. St. tz-O ft ibien p. Pld. i«>—00 Linien v. Pld. 00—00 t»g_ L pr. Pr. 0,30—1,00 Mk^ z uhner pr. GL 1,00—1.80 Tlf, 3 tück 0,30—ttänle vr. tk\8O-7u Unten pr. bis 2^0 . L Ceftlen# eild) pr. Pld. 78—*4 Pig. und Rind^.eilch pr. tllunb 70-80 Plg. Sch pr. Thinb 80—90 Pfg^ Sdn e'ne^eisch, gesalzen, pt. 9»1 ftolbfleild) pr. Pkd. 70—74 t*l*. Hammel'.eitch pt. 60—34 Wg, stanofieln pr. 100 flg. 6.00-7.00 Trt., 3ipieM» jtr. 7,tO—3»00 Mk, T »Ich ver Liter 20 «eiKfraul Stück 10—SO tilg, per Rentner Mk. 0A>—U.ÜO, tlepfrl pee 0—00 Äf, 8irren per 3as Paar uerksL 6 Äschen alt, 40—50 ML. 8—11 B.'eche* 80 drs 75 Ml., euringer, leichte Ware, »6 drs 110 Mk^ Ich Tiere 130 bi» 150 Mk. geile Schweine, bie um 1—2 ftt Zentner tm Preise gesunken waren, zogen tn den legten 8 wieder an. Io hast bie Metzger für den Zentner Schlachtgewicht Veste Ware 73—74 l^f. an legen muhten. Manche Vanbivme lallen teilweise wieder in den schon ost gerügten gebier, sch teile Tiere im Perkauf tnrückzuhalten, west sie hoffen, b ist Preise noch steigen werden eie be rückst chtizen da de, mmie brr ytnrn- fdxiftat 20 (XX, Franks für die Prägung von Medaillen in i^old und vergoldetem Silber defchlasfen, bte für bie i>crbftnftA>llftm VumdMifer diefes Wahres, iür französische wie für auSl indische, btinmmi sind Tie Medaille ist bereits entworfen und ein Pr"bestück tu ht der Mtmie auch schon grfrbtaa.n T-r ft'ntmurf stammt von R«-ns Biiudtckvn. der sich für bie ;Vtdmung ber einen Seite an LtiM Met imvrr'd.">n tnfpuiert und Boreas wie er Cm- thtjio, b«c Tochter des AtHenerkoNigs E.-chtb us in bk Lüfte entführt. baigefrdll bat Inf ber anberen Seite ist brr ipr te H wmels- raunt bargestrfit, an dem mau lenkbare Luftschiffe und Flug- mafchtnen vorüberfchweben ficht. — Slirtotv Fluainafch , ne im Tl u le um. Aus Varis wird belichtet: Ttc glnaniaschu.e. nut ber Vi*rwi feinen berühmten ging über den Pönal auvg- ibn hat, wurde oom .‘Platin* eiworven und ausgeklestt. Tm Bi tu bat nunmehr die Rnlchiue der kmn,-f,|cheii He uenmg als Ge>chei>k für nu TJuleum augebofen, und diele hat cs angenommen und bestimmt, baii öer Apparat im RimflgcnKibe-Tlufeutn der Hauptstadt zur Änlftellung gelange flern Die au nen I lehn Sau" rgefcllschasr rcr- füflt über recht gute Stimmen und sang mehrere rniste und heitere Lieder sicher unb ausdrucksvoll -- auz vorzüglich waren bu Llcdervortrage bes Herrn R Lhk der eine ausaiediae unb wohl lau lenoe ffarttonfhmme besitzt Erne srische, hübsch soskümierte Französin. 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