rstes Blatt L59. Jahrgang Freitag 4. Juni 1909 Die heutige Nummer umfahr 10 Seiten. Bezugspreis monatlich 75 P^., vier! el- jährlich Dl?. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pi.; durch diePost Mk.2.—viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Pf., auswärts 20 Pfennig. Verantwortlich für den politischen Teil: E. Anderson; f Feuilleton und , Vermischtes * K. Neurath; für ^Sladt u. Land" und „Gerichts- ffeurschule igen a. Rh. sicht-Prospekt hi Nr. 128 Der Stehener AnzeAer erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich SießenerKamilienkstätter; zweimal wöchentl.ttreir- blatt für öen Kreis Sieben (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Lanö- wirischaftlich« Seftfragen Fernsprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag «..Expedition 51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Haare £r. und tomrate Dose Mk. 1K !$[ rogerie. Otto Sch«1 Lvangelisch-Zozialer Kongreß. S. u. H. Heilbronn, 3. Juni 1909. Am Schluß seiner gestrigen Nachmittagssitzung sprach im Anschluß an die Debatte über „Luxus und Sparsamkeit" Liz. Schneemelcher- Berlin über die „G c i st i g e n Störungen in der deutschen Gewerkschaftsbewegung". Der Redner führt aus: Die Gewerkschaftsbewegung habe die Hoffnungen, die allgemein auf sie gesetzt wurden insofern getäuscht, als sie eine Vermehrung der Sozialdemokratie nicht habe verhindern können. Immerhin sei die wirtschaftliche selbständige Vertretung der Interessen der Arbeiter eine unbedingte Notwendigkeit. Die gelben Gewerkschaften und die vaterländischen Arbeitervereine seien auch vom christlichen Standpunkte aus zu verwerfen. Sie wollen den Arbeiter durch Hunger mürbe machen. Freie Gewerkschaften sind von der Sozialdemokratie nach dem Worte eines Gewerkschaftlers „Partei und Gewerkschaften sind eins" auch in Wirklichkeit nicht zu trennen. Aus diesem Grunde kann man es den christlichen Arbeitern nidjt verdenken, daß sie besondere Organisationen für sich geschaffen haben. Anderseits kann man es Leuten, die in diese Orgairi- sationen nicht gehen wollen, auch nicht verwehren, andere berufliche Organisationen zu gründen, und Gegengründungen gegen diese von christlicher Seite wieder wären nur Quertteibereien. In der Debatte ergriff nochmals Staatssekretär a. T. Gras Posadowsky das Wort. Er nahm Bezug auf die angebliche Aeußerung eines westfälischen Großindustriellen, daß die christlichen Gewerkschaften noch viel schlimmer seien als die Sozialdemokraten und erklärte, dies sei die Meinung jener Leute, die die Berechtigung einer Arbeiterbewegung überhaupt bestreiten. In der Sozialdemokratie und den mit ihr zusammenhängenden Gewerkschaften ist der Kamps gegen die Monarchie ein großer Fehler. Tie Praxis beweist, daß am meisten für die Arbeiter in von Monarchen beherrschten Ländern geschieht. Länder mit anderer Staatsform verfallen leicht der Gefahr, daß eine Partei an die Spitze kommt. Auch die kollektivistische Idee des Sozialismus ist undurchführbar, denn die Menschen sind keine Engel. .Um den Bestrebungen der Sozialdemokratie Abbruch zu tun, müssen wir die christliche Gewerkschaftsbewegung mit allen Mitteln unterstützen. Das Korreferat erstattete Pfarrer Liz. Traub- Dortmund. Er kam zunächst auf den Zusammenhang der christlichen Gewerkschaften mit der Partei der Christlich-Sozialen zu sprechen und erklärte: Es muß einmal mit ruhigem Ernste gesagt werden, welche Verwirrung die Christlich-Sozialen und die kirchlich-soziale Bewegung in der Oeffentlichkeit dadurch angerichtet haben, daß sie sehr oft so arbeiteten, als ob auf evangelischem Gebiete rechtmäßige Arbeit eigentlich nur von hier aus gemacht werde. Wir wehren uns gegen die Vorstellung, als ob evangelische Pfarrer und evangelische Christen ihren sozialen Ernst nur tm Rahmen der kirchlich- und christlich-sozialen Arbeft betätigen könnten. Tas Wort christlich hat in Arbeiterkreisen einen Klang erhalten, der ohc öcrtilqt „Srfc hg. . $■ js Lager lernet übel ärgerliche semrichtungen RedaMon, Expedition und Druckerei: Zchulstratze 7. An^igenteü^H^Beck. Deutsches Rerch. Der Kaiser traf gestern gegen 9*4 Uhr in Posen ein und nnrrde im Schlosse vom Hausmarschall Frhrn. v. Lyncker, Geh. Baurat Prof. Schmechten und dem leitenden Baumeister Duhm empfangen. Der Monarch besichtigte unter Führung dieser Herren das Schloß, über dessen gesamten Bau er sich sehr anerkenneud aussprach. Um 11,50 Uhr erfolgte vor dem Schlosse der Vorbeimarsch der Truppen der ganzen Garnison, worauf der Kaiser sich im Automobil zum Frühsttük in das Offizierkasino des Regimentes Königsjäger zu Pferde Ni. 1 begab. Um 2 Uhr nachmittags trat der Kaiser die Rückreise nach Wildpark an und ttaf um !/28 Uhr abends dort ein. Reise des Kaiser Paares nach England. Der Londoner Korrespondent der Birmingham Post meldet, baß der Kaiser und die Kaiserin .mit der Prinzessin Viktoria Luise Mttte Ok- ttber im Schloß Windsor ein treffen werben, wo sie sich einige Zeit auflialten. Sie feiern sodann den Geburtstag des Königs in Sandringham. Vor einigen .Tagen war gemeldet worden, dotß sd»er Kaiser einen längeren Kuraufeatthalt tn New Quay in England nehmen werde. Der Reichskanzler Fürst Bülow wird, wie die Voss. Ztg. im Gegensatz zu anders Ioutenben Meldungen in der Tagespreise versichern kann, auch in diesem Sommer fernen Urlaub in Norderney verbringen. Ausland. Der französische Botschafter Constans verließ am 2. Juni Konstantinopel. Zahlreiche Mitglieder der türkischen Beamtenschaft, der Armee, per französischen Kolonie und des diplomatischen Korps, darunter der deutsche Botschafter Freiherr von Marschall mit den übrigen Mitgliedern dec Botschaft gaben ihm das Geleit. Die Meldung, daß Constans unb Sinawjew vom früheren Sultan Bestechungsgelder empfangen hätten, bestätigt sich nicht. Serbien und Bulgarien sollen gegenwärtig über den Abschluß einer Zollunion miteinander verhandeln. Die Zurückziehung der Truppen der vierSchutz- m ächte von Kreta soll nach der Ficks. Ztg. am '1. Juli erfolgen. Zwischen den Schutzmächten werde jetzt ein englischer Vor- schlag mit Aussicht auf Erfolg behandelt. Hiernach sollen die Truppen der Kontingente durch 'Stationsschiffe ersetzt werden. Die Auftechterhaltung des Status quo würde damit markiert. ir billig. M Kaufzwang, ^wmpt und in ALL Ossmann % Seltirsweg 81, »hon Nr. W. politische Tagesschau. Kaiser Wilhelm und Zar Nikolaus. Die Begegnung zwischen dem deutschen Kaiser und bem Zaren, die demnächst int östlichen Becken der Ostsee statt- linden soll, ist aus die Initiative des Zaren zurückznsühren. diesjährigen Reiseprogramm des deutschen Kaisers war liiefe Monarchenbegegnung nicht vorgesehen. Aus dem Um» -Hande, daß bei dieser MonarchenVegegnung auch die leiten» Len Staatsmänner beider Länder zugegen sein werden, schließt man aus ihre große politische Bedeutung. Dem ..Neuen Wiener Amtsblatt" wird aus Petersburg telegra- sphiert: Der bevorstehenden Zusammenkunft des Zaren mit Kaiser Wilhelm wird hier große politische Bedeutung beige- meffen int Sinne der Festigung der deutsch-russischen Freund- ßchast. Fürst Bülow wird Kaiser Wilhelm begleiten, während mtssischerseits Stolypin und Iswolsky im Gefolge des Zaren Kein werden. Der deutsche Kaiser wird drei Tage in den russischen Gewässern verbleiben. Tic russische Presse betont, Laß die ^Begegnung keineswegs die Isolierung Englands be- Leute. W rst aber höchst wahrscheinlich, daß die Zusammen- Theodor Barth Die näheren Freunde Barths haben es schon seit einiger Zett gewußt, daß sein Gesundheitszustand viel zu wünschen übrig ließ, trotzdem ist die Nachricht von seinem Hinscheiden wohl allen unerwartet gekommen. Dr. Barth war. wie das „Berl. Tagebl." mitteilt, vor einigen Wochen, von seiner Gattin begleitet, nach Baden-Baden gekommen und hatte dort in einem Sanatorium Heilung von einem Magenleiden gesucht, das zuerst nicht gefährlich schien. Er wurde dann sehr schwach, do.ch schien sich sein Zustand gerade in den letzten Tagen gebessert zu haben. Ein Gehirnschlag machte nun seinem Leben ein jähes Ende. Die Leiche wird nach Heidelberg übergeführt, wo seine verheiratete Tochter wohnt, und dort eingeäschert werden. Theodor Barth hätte am 26. Juli seinen 60. Geburtstag gefeiert und seine Freunde bereiteten für diesen Tag größere Ehrungen für ihn vor. Es hat nicht sollen sein. An seiner Bahre trauern mit seinen Angehörigen nicht nur seine engem politischen Freunde, sondern auch seine Gegner, die es nie verkannt haben, daß er ein Mann von großem Wissen, von unermüdlicher Arbeitskraft, von unanfechtbarer Anständigkeit und bestem Idealismus war. Unser heutiger Parlamentarismus hat wenige Männer seiner Art aufzuweisen; leider. Man hat Theodor Barth vielfach Inkonsequenz und politische Wandlungsfähigkeit vorgeworfen. Sehr mit Unrecht. Er kam allerdings von den Nationalliberalen, war mit Bamberger zusammen in der freisinnigen Partei und trennte sich dann zur Zeit der Caprivischen Militärvorlage von ihr, eben wegen dieser Vorlage. Znletzt gründete er die demokratische Vereinigung und hoffte die Kluft zwischen den bürgerlichen Parteien und der Sozialdemokratie überbrücken zu können. Das war nun allerdings ein Irrtum, aber er ck>arakterisiert diesen Politiker, dessen Ziel eine große, einflußreiche liberale Partei war. Wenn es gerade ihm, der immer nach dieser großen liberalen Partei Verlangen getragen hat, beschieden gewesen ist, am meisten zur Zersplitterung des Liberalismus beizutragen, so ist das das eigentlich tragische Moment in seiner Lebensarbeit. Ein engherziger Parteipolitiker war Barth nie. „Diejenigen, die mit ihm länger als ein Jahrzehnt Schulter an Schulter gekämpft haben, wissen am besten," so ichreibt die „Freisinn. Ztg.", „seinen Kampsesmut, feine Arbeitskraft und seinen Arbeitseifer zu würdigen. Mer auf ihn trifft das Wort seines Freundes 9kaumann zu: er gehörte Ui den Individualisten, die vor lauter Individualismus keinen Parteisinn haben. Zum Parteiführer fehlte ihm bei der Vertretung seiner überdies oft wechselnden Ansichten die Ruhe und Stetigkeit, ohne die der Glaube an die Zuverlässigkeit der Führung bei den Anhängern und selbst bei den treuesten Freunden nicht erhalten werden kann. Im April 1607 hat Dr. Barth auf dem Parteitag der Freisinnigen Vereinigung nach berühmtem Muster sich eine politische Grabschrift gewählt. Sie sollte lauten: „Tiefer ist ein Säemann demokratischer Ideen gewesen." Dt. Barth selbst mar aber sein schlimmster Gegner, indem er in seinen Ideen, und zwar gerade in der Auffassung über grundlegende prinzipielle Fragen, sich recht häufig mit sich in Widerspruch setzte." Mit Recht hebt die „Köln. Ztg." hervor, daß Barth fast immer Oppositionsmann gewesen ist, „und doch steckte in ihm das Zeug zu einem Regierungsmann im guten Sinne. Als er in den eaprivischen Zeiten glaubte, daß ein frischerer Zug durch die Regierung ginge, da hat er ohne kleinliche tzrinzipienreiterei den Reichskanzler Grafen Caprivi aus allen Kräften unterstützt, und wenn damals die Militärreform unter Dach und Fach gebracht wurde, so hatte er daran sein gutes Teil Verdienst. Die vielfachen Beziehungen, die Barth zum Auslande und zu einflußreichen fremden Politikern unterhielt, seine zahlreichen Reisen ins Ausland, die immer mit ernsten Studien verbunden waren, hatten ;ur Folge gehabt, daß man bei ihm nicht auf die Kleinlick)- feit stieß, die manchen Politikern innewohnt, die nie über chren Kirchturm hinausgesehen haben. Barth hatte ein lebhaftes Interesse an der auswärtigen Politik und Ver- 'tändiiis dafür, daß man als Patriot im Innern die Regierung bekämpfen könne, sie aber dem Ausland gegenüber unterstützen müsse. Wenn er das Right or wrong, my cormtry auch niemals ostentativ herauskehrte, so hat er \ doch immer danach gehandelt und in manchen Fällen iift sein Einfluß auf ausländische Politiker nicht zu unterschätzen gewesen." Es ist zu beklagen, so meint die „Köln. Ztg.", daß es rin Deutschen Reiche so viele DJZämier gibt, die durch ! unsere ganze Entwicklung in eine unfruchtbare Oppvsitions- : ftemmg hineingedrängt werden oder nicht dasjenige Feld angewiesen erhalten, auf dem sie für ihr Land Großes leisten fönnten. Aiwatzme von Anzeigen _ bis Dornüttags"’snu,“ Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Such- und Steindruckerei R. Lange. ietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen tun ft auf die nächste Politik Einfluß haben wird. Das werde schon die nächste Zukunft lehren. * Nicht unter Ausschluß der Linken. Fürst Bülow traut sich ein recht schwieriges Experiment zu, nämlieh eine Verständigung zwischen der Rumpft'om- mission und den liberalen Parteien herbeizuführen. Nach einer Korrespondenz trägt sich Reichskanzler Fürst Bülow mit der Absicht, in den nächsten Tagen neuerlich die Führer der Blockparteien zu Besprechungen einzuladen. Der Reichskanzler gedenkt die Herren einzeln zu empfangen und mit ihnen die durch die Beschlüsse der Finanzkommission geschaffene Lage zu besprechen. An diese Audienzen sollen sich, falls die Einignngsversuche des Reichskanzlers von Erfolg begleitet sind, gemeinsame Besprechungen der Blockführer unter Zuziehung der Staatssekretäre v. Bethmann- Hollweg, Sydow und Löbell anschließen. Wie verlautet, hat Fürst Bülow in Wiesbaden vom Kaiser den Auftrag erhalten, die Finanzreform nicht unter Ausschluß der Linken durchzuführen und in diesem Sinne tätig zu fein. Ueber den Erfolg feiner Bemühungen wird der Reichskanzler dem Kaiser noch vor dessen ')iordlandreist berichten. So, wie Die Dinge jetzt liegen, ist es schwer zu verstehen, auf welcher Grundlage eine Verständigung wohl noch möglich wäre. > 706 53 70 143k * 935 65 145019 tn » 7006 98 m UI n 6 [48009 21 IM K V im 75 1*8 » 411 151064 93 L- 15to» i e&i 800 1531" M B 817 Sö 154M «1 U 59 1!1 U ® TU ö 64 1571« ® W ö 86 [SCO] * 159« Ul M 45 78) 71 a ’,30ö 77 .’<« M OK ,3 951 (3000! 1651Y1 « MS 161®". 1» 4 W 1U \W\ « \W\ ttt 5® W Lm «1 m Ml. 5 TM SS 910 • 3 30 18 ö 69 4’1 K « 789 877 93! S ffl« ! , 453 653 7® 3 [3*01 SC6 (Ml »t* 503 76 836 950 18»- 1310 441 89 5« « ’ , 88 19U39 SÖ® [5001 209 26 659 2011»»$ S 51630 9«2O4Ja* in» 1213^^2165 88 916 . .. J37 <9 , <,o7 97* 244^ 53 2^ AA 16 t w \ &A der Sache des Christentums nicht zuttäglich ist. Man hat selbst Not, sich unter all den christlichen Bewegungen herauszufinden. Die Geschichte wird entscheiden, ob diese Art des christlich-sozialen Betättgungsdranges der Ausbreitung christlicher Gewcrkschafts- ideen auf die Tauer mehr geschadet als genützt hat. — In den Gewerkschaften ist ein neues Zeugnis für das Geschick der katholisckien Kirche zu militärischer Organisation zu erblicken. Tas tteibcnde Motin zur sozialen Organisation katholischer Arbeiter war ein ausgesprochen kirchliches. Allmählich wurde die Erkenntnis stark, daß die konfessionelle Basis zu schmal für einen Wettbewerb mit den freien Gewerkschaften ist. So wurde der Versuch gemacht, durch soziale Organisattonen größeren Stils, als es Arbeiter- und Gesellenvereine waren, die Befähigung der katholischen Welt auch zur Beherrschung der wichtigsten Frage des Jahrhunderts, der sozialen Organisation nachzuweisen und damit sich politisch unentbehrlich zu machen. Zugleich sollten die Beteuerungen der konfessionellen Friedensliebe, die wiederholt zum Kaiserthron emporgetragen wurden, in der anschwellenden Zahl der interkonfessionellen Gewerffchasten ihren Rückhalt finden. Die katholische Kirche als letztes Bollwerk gegen die anstürmende Sozialdemokratie zugleich als „Verfechterin der positiven Glaubenswahrheiten" ein Bundesgenosse der gläubigen, wenn auch noch irrenden Brüder auf evangelischer Seite: wahrhaftig diese Idee war stark genug, um mit ihr eine Probe gerade in einer Massenbewegung zu wagen. So kam es zu den christlichen Gewerkschaften. Daß die überwiegende Mehrzahl christlicher Gewerkschaftler norf) heute katholisch ist, wird allgemein anerkannt. Tie Anstellung • einer Anzahl evangelischer Sekretäre beweist nichts für das Zahlenverhältnis, sondern nur für den klugen Sinn der katholischen Führer. Ebenso unangetastet bleibt aber der interkonfessionelle Grundsatz, auf dem diese Gewerkschaften stehen. Bedenklicher als das Zahlenverhältnis erscheint aber die Tatsache, daß dies Zusammenarbeiten zwischen katholischen und evangelischen innerhalb der christlichen Gewerkschaft doch stets von der Zustimmung der kirchlichen katholischen Autoritäten abhängig bleibt. Daher auch der brennende Wunsch des Gewerkschaftsführers Gisberts, vom Papste ein unzweideutiges Eintreten für diese Form christlicher Gewerkschaftsidee zu erlangen. Darum sein Gang nach Rom, darum der Streit um die Worte des Papstes, die trotz des ehrlichen deutschen Zeugnisses einfach umredigiert worden sind, sodaß man jetzt gerade so klug ist wie zuvor. Ein beschämender Vorgang in der katholischen Welt. Wir glauben nun nicht, daß der Einttitt in die christliche Gewerkschaft den Glauben des evangelischen Teils gefährden könne. Es genügt hier der Hinweis, daß in den Gewerkschaften garnicht über Glaubensangelegenheiten verhandelt werden soll. Tie Sozialtheoretiker haben sich aber die Frage vorzulegen, was der Name christlich eigentlich besagen soll. Er richtet sich gegen die freien Gewerkschaften, weil sie sozialdemokratisch und gegen die Hirsch-Tuncker'schen Gewerkvereine, weil sie liberal empfinden. Obgleich damit politische Parteigruppierungen genannt sind, soll doch durch den Namen zugleich die Weltanschaurmg dieser anderen Gewerkvereine als unchristlich bezeichnet werden. Das ist an sich schon ein bedenkliches Scriabren.. Noch bedenklicher wird es aber dadurch daß im selben Augenblicke, in welchem dieses Stichwort zur Unterscheidung von anderen deutschen Arbetterverbänden gebraucht wird, doch der Inhalt des Wortes verblaßt und mit keinen bestimmten Grundsätzen erfüllt erscheint. Gewiß, die Stimmung gegen Kaiser und Reich ist eine andere wie in den freien Verbänden, aber teilte andere als bei den Hirsch-Dunckerianern. Gewiß, man will sich nicht in seinen kirchlichen Empfindungen kränken lassen: das haben die freien Verbände tatsächlich öfters getan. Die Hirsch-Tuncker'schen aber nicht. In der gewerkschaftlichen Kampfesweise finden wir wenige Unterschiede. Die Sozialdemokratie bekämpft die Christlichen mit allen Mitteln. Und die Christlichen mit dem gleichen sogenannten! Terrorismus der Sozialdemokraten. Sttciks werden von allen Gruppetl mit derselben Solidarität geführt. Alle drei Gewerkschaften kämpfen gegen die „Gelben" Gewerkschaften, und die Sprache, die gegen das Unternehmertum bezw. das Kapital geführt wird, ist doch nur in Nuancen verschieden. Tas W«rt christlich als Unterscheidungszeichen erscheint uns daher lischt vollberechtigt. Der Charakter der christlichen Gewerkschaften besteht wesentlich darin, daß sie nicht sockaldemokratisch und nicht Hirsch- Dunckersch sein wollen. Für diesen polemischen Zweck ist uns der Name christlich zu schade. Nun wird gesagt, wir sollen die christlichen Gewerkschaften, von denen man im katholischen Lager ein Erwachen des Selbständigkeitssinnes befürchtet, unterstützen und ihnen den Rücken stärken. Wir teilen diese Ansicht nicht. Ein solcher Schritt wäre illoyal, wir ließen uns dabei nicht von gewerkschaftlichen, sondern von kirchenpolittschen Gedanken leiten. Vor allem würde aber ein solcher Schritt eine Erschwerung der Stellung katholischer Gewerkschaftler in ihrem Kampfe bedeuten. Die katholische Arbeiterschaft muß heute selbst stark genug fein, irm die kirchliche Gewalt auf die Glaubensangelegenheiten «ein- zuschränken. Wenn man bedenkt, daß 40 Prozent dec gesamten Zentrumsstimmen auf die Arbeiterwelt entfielen, so ist solches Resultat ohne die Hilfe der christlichen Gewerkschaften undenkbar. Daher ist M schließen: Mag die Arbeit der christlichen (Gewerkschaften vom gewerkschaftlichen Gesichtspunkt noch'so tüchtig sein, ihr geschichtlicher Ertrag kommt in absehbarer Zeit dem Einflussc der katholischen Welt und des Zentrums zu gute. In absehbarer Zeit: Dem: auch ein Masseneintritt Evangelischer wird zunächst nur das Ansehen dieser katholischen Schöpfung in ihrer Bündnis- kraft steigern und würde bei einer Vorherrschaft des evangelischen Elements zur Sprengung der Gewerkschaften führen, bereit An- erkenmmg durch bischöfliche Gewalten dock mehr wie Duldung aussieht. Wäre denn aber der Versuch nicht wert, die Probe auf eine Annäherung der Konfessionen zu machen. Auch das wäre ein kirchenpolitischer Gedanke, aber keine soziale Erwägung. Wenn der Protestanttsmus aber seinem Besten getreu bleiben will, wird er nach Rothe grundsätzlich 'seine Stellung in der christlichen Weltgeschichte und nicht in der Kirchengeschichte nehmen. So lautet die unendlich tiefe und darum unerschöpfliche Aufgabe des Protestantismus: Freiwilliger, selbstloser Dienst an der Aufwärtsbewegung des Volkstums. Damit tritt selbst die Sache in ihrem Ernste an uns heran, und jede noch so gut ober schlecht gemeinde Nebenabsicht scheidet grundsätzlich aus. Darum gehört unsere Arbeit dem Anffttege der gesamten Kultur, nicht einer kirchlichen Gruppe. Es mögen manche Mängel bet den freien Gewerkschaften unb den Hirsch Juncker schen vorhanben sein: Ein Anlaß, eine neue anttsozialdemokratische Gewerkschaft üuf neutraler Grundlage zu gründen, lag nicht vor. Von hier aus gewinnt die Vermutung neue Nahrung, daß essich eben nicht blos um eine neutrale Gewerkschaft handeln solle. Wir wünschen, daß bald eine Zeit kommen möge, in der andere Fragen sich in den Vordergrund drangen, vor allem die Frage der Stellimg der gewerksckwftlickun Lrgami'attenen tm Kulturleben überhaupt. Nicht der unorganisierte londern der organisierte Arbeiterstand wird kulturell in die Höhe steigen. Ohne volle Koalitwnsfreiheil wird das nicht möglich sein Seine Sache tst es bann, in dieser Freiheit bic Macht zu erringen" bte das größte Geschenk der menschlichen Natur ist: Gewissen- ÜErbt 5 Ml — 14» — tl ! ” 1 1 cn bet Hcn^vO lanb ;u bciuakii, tun dann an den icitnguit3>tonuniiiion tu London tctlzunet-men. in T?f ^'N über die christlichen C*Vwrff4)^tfn fe|f>n bei oen Referenten sehr aus« inai'v. rginqen, wurde aur Bor [rflaq Pori'in-nden Ha mack bcfdiloiien, von der '2ütnabmt enter Resolnnon Abstand -u nehmen__________________________ 21 us 5taOt unb Land. Wiegen, 4. 3un* 1^09. vom •tragenbahnbau. 58 sind bereits in 20 tfif en bahn mauert tne Hälfte brr , xum Bahnbau benötigten -Stimmen vom Eisen und Stahl merk Phonir-DuiSburg Ruhrort hier eingetroffen, mll denen ' man 3200 Meter Olcts legen Fann Die zweite xjälfte nnrb 1 in den ersten Tagen des Juli hier eintreffen Bon den i Bahnhöfen bis zur Licb'gstraße, in der Frankfurter Straße, von der Ecke der Liebigstraße bis zur Wieseckbrütie, am Marktplatz und an der firfjer Straße, fonrie an der Straße. । die von der Marburger Straße zum Friedhof führt, also , auf 5 Strecken, ist das Bett bereits aushehoben, in dem der Unterbau für die Straßenbahn hergerichtet werden nnrb Er nnrb für Pflasberstraßen in Packlage und Stitotterskeinen, für Wphaltstraßen durchgehend in Betonunterlage bestehen ' Langs der Marburger Straße bis zum Dalltor ist der Unterbau teilweise schon mittels Dampfwalze fcftgelegt. daß heute im oberen Teil mit der Legung des Greife« begonnen worden ist. Auch auf den übrigen 5 Strecken soll die Arbeit schnell gefördert werden. Die Verbindung deS Elektrizitäts- iverleb mit dem Speisepunkt für die (Äraßenbahnwagen. der am Marktplatz eingerichtet wird, ist ebenfalls fertig Man hat diese Arbeit mit der Ä'abeUegung für den Schlacht- Hof vereinigt und vom Werk entlang der Lahnskraße durch die Reustadt und Marktstraße ein doppeltes Kübel in die Erde gebettet, um, falls die eine Leitung defekt werden sollte, zur Strom Zuleitung ein Kabel in Reserve zu haben 3nnfd)en dem alten Mtathaufe und dem Elektrizitätswerk, in dessen zu errichtenden Verwaltungsgebäude gleichzeitig auch die Verwaltung der Straßenbahn untergebracht nrirb, gibt es direkte Fernsprechverbindung, um vorkommenden- sallS Betriebsstörungen, Unglücksfälle usw. sofort melden zu können. Für die bestellten 12 Wagen, die am 1. Novbr. betriebsfertig zur Ablieferung kommen, muß bis zu diesem vkitpnnft die Wagenhalle, die ihren Platz zwischen der Lahn und der Lahnstraße in der Nähe deS Elektrizitätswerks erhält, fertig fein. Der dafür bestimmte Platz ist bereits abgesteckt: er wird, damit er hochwasserfrei wird, 1’.- Meter erhöht werden. Die Anbringung der Rosetten soll Anfang । voran . daß m der Ieitrigen Rosettens raste der Teil der Hausbesitzer, der sich bisher noch md)t erklärt hat, dies bis baijui tun wird. Geschieht dies, so steht der Fertigstellung der Straßenbahn und bereu Inbetriebnahme am 15. November nichts im Wege Im andern Falle ist nicht voranszusehen, ob das Unter nehmen in diesem Jahre noch fertiggestellt werden kann, selbst wenn man an den Stellen, wo dies angängig ist, sich zur Aufstellung von Masten entschließen wurde. "In Audienz empfangen wurde von 6r. Kgl. Hoheit dem Großherzog am Mittwoch u. a. Forstmeister O h l von Ober-RoSbach. *• Geh. Kommerzienrat. 6c. Königl. Hoh. der Großherzog haben dem Kommerzienrat Ludw. Mayer, Fabrikbesitzer in Offenbach, den Charakter als Geh. Kommerzienrat erteilt. •• K onf ulatSwefcn. Der mit dem ReichSereguatur auflgcftattctc Kgl dänische Konsul Beruh. Wolff in Frankfurt a. M. ist zur Ausübung konsularischer Verrichtungen in Hessen zugelassen worden. •• Hessisches Lehrerinnenheim. Das Großb. Tlinifieriitm des Innern hat dem Verein Hessisches Lehre rin ne nh ei m ,in dankbarer Anerkennung der m diesem Jahre abgelausenen 25iahrigen, höchst ersprießlichen Vereins- tätigkeif aus Staatsmitteln eme einmalige Gabe von 3 00 Mark zugewiefen. •• Erledigte Lehrerstellen. Erledigt sind: Eine mit einem kathol. Lehrer zu besetzende Lehrerftelle an der Gerncindeschule zu Klein-Auheim. Die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende 6. Lchrerstellc an der Gemeindeschule zu AlSseld. •* DaS neue Bootshaus des Ruderklubs „Hafsia' auf der Bleiche wurde am ersten Pftngfl• feiertng ein geweiht, wozu ber Bo ich and deS Süddeutschen Rudervi'rbandes. sowie eine An.zahl Vertreter der Berbands- verenie erfdriemm waren. In seiner Begrüßungsansprache dankte her erste Vorsitzende der ..^assi'i", ft Weller, allen, die zur Ausführung des Banes mitgemirft haben, besonders Ko in merz »en rat .{vniigcuftaebt für die Verfügungsstellung des Bankapitals, sowie dem Erbauer Ardntekten Jipp und dem Bauleiter PH. Bauer, der die stilgerechten Malerrnen miSführte Ter erste Verba nds Vorsitz ende Heidt- Fvaukfnrt feierte «ließen als Spi'rtsstadt, während dir zweite BerbrntdSboriitzeiide Hell^Aainz dem nationalen volkStümlidten Rudersport । in Hipp Hipp >mrni widmete. Es folgten Ansvradien und Glückwünsche bei Vertreter der 2terdandsvereine, die der „Hafsia" zur Erinnerung ihre BerritrSwinll^l übmeidrten. xvrr W e h n überbrcuhte die besten Wünsche der Gieichmer )ftudi rgefellsdmft 1877 unter Uebcrreidmng eines nvrtvollen ErmnerungsbecherS mit Widmimg und stwarti die Hosfniuig aus, daß die beiden ^^achbarvereine das bestehende gute VerMtniS weiterhin aufrecht erhalten würden Eni Rundctzing durch die ein- nid) mit» praktisch eingerichteten Mu ml ich ketten beschloß die offizieNe Feier, woraus die .zahlreich erschienenen Mitglieder mit ihren OKiftat noch einige gemütliche Stunden dct- b rächt en. ** Hilfsverein für die Geisteskranken in Hessen Ä'ie 9 Waieralmia nunlung der Verttauensmänner des HilfSver. ins wird am 19. Juli hier abgebaftrn Als Haupt- tbema steht die Frage auf der Tagesordnung: „Entspricht da« Institut der Wencralnrnaiimilung der Vertrauensmänner i'cuinn ■ nbenwnnnni. das Korreferat Ebrrant Dr Rvmltzld Außerdem nnrb Pros Di Soimmr einen ^rmiii mu Lichtbildern baltrn über „Die Bauart der Irrenanstalten". Lich, 3. Juni. Vor einigen Monaten ging durch die Zeitungen die Notiz, daß die 60|äbnge Wiederkehr deS Tages, an dem zum erstenmal Zöglinge deS Frankfurter Waisenhauses nach Llch in Pflege kamen, durch em größeres Fest begangen werden soll. Wie verlautet, ivünscht nun der Vorstand deS Frankfurter Waisenhauses mehr eine Feier in der Stille und in kleinerem Maßstab. Somit ist da« von der Stadt für den 20. Juni auf dem Hardtberg geplante öffentliche Volksfest noch nicht ganz fest bestimmt. Dci Tag kann noch verlegt werden. x Bad Rauhe im 3. Juni Der Musikverein m Friedberg führt hier ui Erinnerung an den Löu. Feier in der Kirche, in der der LnSgeittliche Hochgräie daS Leben des Jubilars ausführlich darlegte uub die Wünsche deS L der konf iftor rumS dem langtätigen Organisten überbrachte, wurde der Beginn der Festlichkeit dargelegt. Nachher begab man sich zum geschmückten Schulhause, an dem der Spruch prangte: .Ter treue Mann wird viel gesegnet!' Hier überreichte Geh. RegierungSrat Schönfeld mit herzlichen Worten dem Jubilar das Ritterkreuz 2. Klaffe: darauf folgte eine kurze Beglückwünschung durch KrtiSschulmspektor Feuerbach. AIS Geschenk der Gemeinde überreichte Bürgermeister Lind eine goldene Taschenuhr, Lehrer Massing auS Laubach als Geschenk deS BezirkSlehrervereinS einen Ruhefeffel, worauf die Schulmädchen als Tank einen prächtigen Blumenkorb übergaben. Für alle Geschenke sprach Lehrer Blank seinen herzlichen Dank auS. Im Saale des Gastwirts Lind fand daS gemeinsame Effen statt, an dem sich nahezu 50 Personen beteiligten. Wie üblich, redeten die Mitglieder der KreiSschulkommission, bann noch ergriffen drei 'einer Söhne das Wort: Pfarrer Blank aus Neustadt i. £)., Lehrer B. auS Schlitz und Lehrer B. auS Pfungstadt. Seine ämtlichen sechs Söhne haben das Gymnasium in Laubach besucht, einer ist noch Schüler in diesem. Lehrer DebuS auS Ruppertsburg toastete noch auf die Familie deS Jubilars, der noch gerührt besonders feinen Kollegen feinen Dank aussprach. Da Lehrer Blank durch die neu geschaffene 2. Lehrerstelle größere Ruhe in feiner Tätigkeit erhalten hat, gedenkt er noch einige Jahre im Dienst zu verbleiben. § M ichel b ach, 3. Juni. Beim AuSgraben einer Pfuhlgrube wurde ein hiesiger junger Mann durch herab- rutschende Erdmassen verschüttet und tot auS deiu Schachte gezogen. Q Gedern, 3. Juni. Hier treten zurzeit die Maseru unter den kleinen Kindern bösartig auf. Ein Knabe von 7 Jahren ist der Krankheit bereits erlegen. -s. Arheilgen, 3. Juni. Ter schon oft gerügten Unsitte, mit Petroleum Feuer auzuzünden, ist gestern abend die lOiährige Tod) ter des Zimmermanns Traser zum Opfer gefallen. Eine Stichflamme brachte die Kanne zum Explodieren und das Stint» stand im Nu in Hellen Flammen Das Mädchen trug schwere Brandwunden davon und ist nach einer schmerzvoll verbrachten Nacht heute früh gestorben. h. Bingen, 4. Juni. Gestern abend gegen 8 Uhr geriet der zwischen AßmannShausen, Bingen und RudeSheim verkehrendePersonen bampfcc,(Sermaniae in Brand. Ter Dampfer sollte repariert werden. Dabei erfolgte eine Benzin-Explosion, die ihn in Brand setzte. DaS Schiff ist vollständig ausgebrannt. Ein Arbeiter erlitt schwere Verletzungen. h. Frankfurt a. M., 3. Juni. Dem Besuch der englischen Goethefreunde, die am Mittivoch hierankameu und der Arbeiterführer, die Freitag hier weilen werben, ist zu Anfang der Woche cm Besuch ber Deputation bei Education Guilb von Rochbale vorangegangen. Es mären 12 Arbeiter unb 2 Volksschullehrerinnen, bie im Auftrage ihres Vereins eine Reife burch Deutschland machen, zum Studium von gemeinnützigen Institutionen unb von BilbungSvereinen. Bei dem 2lbschled gaben bie Englänber ihre Bewunderung und Anerkennung für die ihnen in Frank, furt gezeigten Einrichtungen für Volkswohlfahrt und VolkS- dildungSzwecke lebhaften Ausdruck. X. Hanau, 3. Juni. Die Entwickelung unserer Stadt zu einem größeren Garnisonsorte scheint kicher vor sich gehen «i wollen. Zunächst ist zu beruhten, daß die Absicht der Militärverwaltung, in Hanau das Be fleidungsarnt für das 18. Armeekorps zu errichten, sich zu venvrrÜichen scheint. Magistrat und Finanzausschuß der Stadtverordnetenversammlung beschäftigten fid) bereits mit dieser Angelegenheit, auch weilte nufer Oberbürgermeister in dieser Sache in Berlin. Ta siSlalisches Baugelände \uy Verfüguitg steht, wird es fid) für die Stadt Hanau wohl um die Leistung eines Barzuschnsses zu den Baukosten handeln. Die .ütiserne für das im nächsten Herbst nach Hanau zu verlegende 3. Eiienbahnregiment ist im Bobbau iertig, daneben erhält sich das scheinbar nicht unbegründete Ge rüebt, daß die Militärverwaltung die Absicht hege, später nod> ein weiteres Eifenbahnregiment zu verlangen. Tic Arbeiten für das neue Garnüonlazarett, das die Staht Hanau erbaut und dann der Militärverwaltung vermietet, sind foeden zur Ausschreibung gekommen. Treysa, 3. Ium. DaS 8 lährige Söhnchen des Arbeiters Pinbardt goß in Abwesenheit der Eltern Petroleum ins Feuer unb vt-rbrajuue lämmcrhd) Tarife« selbst, wonach für iauaenbe Tiere bie Fefisetzunaen über bae '«etr-nnchalren der venchieo.nen Viehanen keine (•'uUigteü haben krn Anirag des turhei i'chen Vereins auf ‘»'embnine nner Aus'.ade riß ?on mindcuens iüni Stunden wurde be» Vo.-ano au Material übermieien, ein Antrag, bat BunoeSorga» in d-7 Folge ime-.mcl in der Woche erscheinen »u lauen, ebenso ein 'olcher u halten verpslichtet ist Ter VoNragrnbe ließ werter mit einsließen. daß er für ein Cernten bet Gernze nicht ist Todestag Händels (14 Avril 1909 'des «etftrrS Eratorium ,„3 of ua" unter Mitwirkung der Kurkapelle ämbcrftcin Ertbefter am 6. Juni in bet Dankeskirche auf Dc:S Konzert wurde kürzlich auch schon üi Friedberg gegeben 0 G on terSkirch en, 3. Ium. Bei ber gelingen 3u b iläumlieier deS Lehrer« Blank beteiligte sich btt ganze Gemeinde. 22 Jahre lang bekleidete der eurige Lehrer die hiesige Stelle, nachdem er 28 Jahre vorher meist tn Rieber-Lhmen unb in Haarhausen tätig war. Mit einer (SericbtsfaaL R B Darmstadt, 3 Ium Die Straffammer verurteilte brüte den 1843 in Gießen geborenen unb in Pfungstadt nrobnbaften Privatier Karl Müller roegeu Beleidigung des Eberlandesgerichts zu 1000 M k Ge 1 dstrafe Müller liegt mit dem Poliieibiener Liebig von Pstmgstabt m einem Proj'rß: et batte ibn »ur JadUmg von i386 Mk p^rflagt bie dieser 1893 als Voimund ber erstebelichen Sinder von buller* fetzigen Frau nach amtSgerichtluher Anweisung erhalten und an die Frau abzuliefern batte, waS auch nach Angabe Liebig« ioch Ausweis einer von ihm vorgelegten Quittung der Frau damals geschehen ist. Müller and seine Frau bestreiten iriwch. da- '"Mb erhalten au haben und behaupten, bie Quittung sei tjetalHbt Durch Urtril des Landgerichts wurde dem Liebig der r üterliche Eid darüber auferlegt, baß er bas Geld damals ausgezahlt habe Mü diesem Urteil war aber Müller nicht einverstanden und wohl hauptsächlich, um eme neue Verhandlung und neue .ieugrnver- nehmungen zu ennöalidien, erließ er im ..Pfungstädter^ An»<^kr" im Efroher v I. ein „Emgrsandt", ivorin er do Eberl uv**» gerickl angriff und ihm vonvarf, e« habe nach Gunst unb Ansehen der Person geurteilt und nicht seine Schuldigkeit gettrn. andern gezeigt, daß (Gewalt vor Recht gehe. — Diese ungeheuer» lieben Beschuldigungen brachten Müller Vvr die Strastummer Er behauptete heute, lediglich in Wahrung berechtigter Interessen gehandelt und nicht bie Absicht ber Beleidigung gehabt »u babew Das «richt hatte unter Berücksichtigung t*r besonder u llmütn;# einen Sachveiständigen laden lassen, der jedoch die volle str.'frecht- lichc Verantwortlichkeit des Angellagten konstatierte _ :aat«- anwalt hielt auf der ganzen Form des ..Eingesandt" die "bfi* ber Beleidigung für erbracht und beantragte 60Ö Mark (Hclbbvy In Rücksicht auf die Schwere der Beleidigung ging da« jedoch, wie eingangs erwähnt, noch bedeutend über bie beantragte Strafe hinaus >t r rcgsger i cht. Der Dragoner T u ß m a n n vvm 24. Dragoner Regiment mürbe wegeri AchtungSverl. tzune! orr wr- sammilter Mannschaft und llngehon'ams zn 3 Monaten verurteilt. Tußmann hatte einem Beseyl, den der UntervfhH<'c vor der Manns chatt erteilte, keine Folge geleistet und belobigende Aeußernngen vor sich bingcinunndt Dortmund. 3. Juni. In der B e r u l u n g « v e rh a " d- lung gegen den verantwortliche«! Redakteur der biefigen /Jlrbeiter- Leitung , '71 o 11 e b o h in, mürbe heute nach ,we«wöcheni!i t • ' - banblnnq bie Beriilung üevrooden. Rottebolmi roar am 9 3ebni’ tj da? bestimmteste versichert, daß der Reichskanzler au bid* Position nickt weichen werde. Daraus könne man sich w bedingt verlassen. Hohenheim, 4. Juni Gestern abend zeigten die J"' strumeute der hiesigen Erdbebenwarte ein starkes, etwa zwei Stunden dauerndes Erdbeben an. das etwa an der I ü ft c Amerikas getvefen sein durfte Paris, 4 Juni. Echo de Paris meldet aus London rie deutsche Botschaft dement tert entschieden die Meldung, monad) das deutsche «aiferpaar beabsichtige, m Herbst einen längeren Auseiitbalt in England zu nehmen Belgrad, 4. Juni Infolge des Konfliktes mit dem Major Ekanowitsw begab sich Prinz "fror- geftem ins rnrg#minifterium und verlangte vom Minister, t^lß Ekanowiisch vor ein Kriegsgericht gestellt un> ivegrl Herausforderung des Prinzen zum Duell t-egrobiert tvet» ren solle. Andernfalls drol te der Prinz, fid) auf offener Straße (ücnugiuung zu verschaffen Turban, i Juni Ter Premierminister der Iran#» r-aalkolonie, Louis Botba, wird fid) aus <*4efunbbeil.rad* sichten noiii Europa begeben Zunätirst gedenkt er Tratsch' viehandler-Versammlung. F. C. Vie-baben, 3 3ukL__ Der Bunb der Vichhänbler TeutschlanbS hielt gestern hier eine Vorstands)itziing ab, ju ber sich zahlreiche Mit glieber aus ganz Deutschland etna-funben hatten, speziell vertreten waren der Altmärkischc Viehhänblerverein. Verein ber Viehhändler des Kreises Bingen. Brandenburgl'cher Viehhändlerverein. die Vereine der Regierungsbezirke Köln unb Tüiielbor. Esten, Fränkischer Hannoven'cher, Shnrheffiidier. Mittelrheuiischer, Rassamicher, Lberdessischer, Pfali. Vogelsberger, Stabe und Zül- lübau Der Vorsitzende Daniel- Tiaborf deieichnel das abgelaufene Geschättsiahr als günstig. Ter Bund letzt sich auS 52 Vereinen und 28 Emielmitglledern nut insgesamt ">000 Mitgliedern, gegen 2583 im Vonahre, mfammen Ter Kassenbericht weist einen Uebenchuß von 1000 Mk aui Te: Vorsitzende regte an. ob es nicht geboten erscheine, einen Anschluß an die M iNelstandsbewe»rung antubabnen, die seit dem allgemeinen Mittel- stand-5'.age im April d I tn andere Bahnen gelenkt fei und sich vom Etnsiuß der Kvn'ervativen und Bund der Landwirte ge rnn-.gt habe Tie Diskussion zog sich sehr tn die Länge: schließ sich wurde bie Angelegenheit einer brrigsiederigen Jtvrrnv.rton überwiesen Tie Ei enbaHndirektion Elberfeld legte dem Bund' die Frage vor. ob es sich nicht emtn hie, m dem Rebenrarif mm beutidxn Eisenbahn.Tiertar.i eine einheitliche (Gebühr für die bahmeitige B.igabe von Viehbegleiter» fenmieten Ter Vorstand beiübt: bie Frage, eben»o erllärte er sich einverstanden mit den cor» geschlagenen Sätzen von 3 Mk. Htr den halben und «'» Mk. ’ür den ganHen Tag außer dem Fahrgeld von 2 P'g rur den Änlv meter für Hin und Ruckfahrr. letztere auch ent Srlpigm. Ein Antrag des hes'iüsien Vi hbändlervereins Main;, dahin «it wirken, daß ui 3uhmrt die M ilb<. während de« Transporte» bn ihrer Mutter bleiben dunen, erledigte sich durch bu Bestimmung be» Handel. — Hessische Bank Darmstadt. Dieses Institut, das von Anfang an nicht recht lebensfähig erschien, wird aller Vor- missicht nach in Liaiiid.ition treten. Aus den 24. 3um wird eine auRcrorbenllidK Generalversammlung embennen brbuv' V<- schlußia'sung über Liguidation und Genehmigung eines mit ivr Bank für Handel und Industrie in Tarmstadt Tarmstädter Saist abgeschlossenen Vertrags uim Zwecke ber Durchs üb. ung der Vi. baüon und der Erfüllung ber Verbindlichkeiten d. r Hessische« Mt Tie (Gründung der Bank, die au« den beiden linnen Hjuhirr-w H Elchboni unb Wild. Fries hervorgmg. geschah im Juli l'«H mit einer Million ?Äarf Aktienkapital. Für das erste l^eichästs« labr betrug die T'vidende 4 Proi per Anno, für l'XM? 5 broi. Tür 1907 wieder 4 Pro*. Im Laufe de« genannten Jahres war dann die llebeniahme der Firma Abel u. Eo tn Bert« unter Erhobung des Aktienkapital» aui 4 Millionen Mark unb Errichtung einer Niederlassung in Berlin gevlaiit. Dieses i-r^iekt ist gescheuert. Tann bat die Bank ihre Mittel in verid)i-ef«ew industriellen Beteiligungen festgelegt. ES kam iu Schioi >' ten. b-nen das Institut durch die im August 190H vorgenv 'neue MavtHal erhobung vergebens ui begegnen luchte Tie Tarrn nabtet Bank ist bei der Hessischen Bank ziemlich erheblich bdetiur Txt Abschluß für 1908 liegt noch nicht vor. Ende 1907 war bet Status überaus illiauibe. Märkte. fe. Frankfurt a. M., 4. Ium. Heu- unb 6 t robm a r f t ?lngefahren waren 6 Aagen Hei« und 1 Wagen Stroh. Bezahlt wurde für Hei, Mk. 4.60.-5.00, Stroh Mk. 8.00-0.00 T-e 3u'utt kam aus den Kreisen Tübingen unb Tieburg. Tendenz feft. "■ 1 - — VorM,i«stchiltche «ttiernng für tzesten am am t.ig txr 5. Juni: Veränderliche Bewölkung. Geringer Regen. TlärNkW Winde. Amtlich« Teil. Bekanntmachung betreffend: Erhaltung der Sicherheit, Bequemlichkeit unb Reinlichkeit auf den öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen. Mr bringen die nachfolgende P>olizeiverorduung für die Stadt Grüuberg zur öffentlichen Kenntnis. Gießen, den 14. Mai 1909. Großherzoglichcs Kreisamt Gießen. I. B.: We l cke r. Polizeiverordnung für die Stadt Grnnberg, betreffend: Erhaltung der Sicherheit, Bequemlichkeit und Reinlichkeit auf den öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen. Auf Grund von § 366 Ziffer 9 und 10 des Reichs- ^trafgasetzbuches, Art. 111 des Polizeistrafgesetzes und Art. 78 der Kreis- und Provinzialordnung vom 12. Juni 1874 wird nach Anhörung des Gemeinderals und der Gvoßh. Bürgermeisterei Grünberg und mit Genehmigung Großh. Mini- steriunls des Innern vvm 11. Februar 1909 zu Nr. M. d. I. 2106 folgende Polizeiverordnung für die Gemeinde Grün- bevg erlassen. § 1. Das Lagerni von Holz, Steinen, Kisten, Fässern, Kebricht, Schutt und dergleichen, das Stellen von Wagen uno Oekonomiegerätschaften auf städtisches Eigentum, sowie auf Straßen und Verbindungswegen in und außerhalb der Stadt ist verboten, soweit dies ohne Notwendigkeit oder länger, als die Notwendigkeit es erfordert, erfolgt. § 2. Es ist verboten, auf den erhöhten Fußsteigen Wagen jeder Art, Karren, Schlitten und Fahrräder zu fallen. Ausgenommen von diesem Verbot ist das Fahren mit durch Menschen fortbewegten .Kranken- oder Kinder- ivagen, sofern darin Kranke oder Kinder gefahren werden; solche Wagen dürfen jedoch nicht nebeneinander gefahren oder aufgestellt iverden § 3. Insoweit die Fußsteige für die Ein- und Aus- ssahrt Air und von den Hofreiten und Grundstücken besonders hergerichtet sind, ist das lieberfahren der erhöhten Fußsteige nur an den hierfür vorgesehenen Stellen zulässig. § 4. Es ist verboten, außerhalb der Frühsttinden von 6 bis 7 Uhr Gegenstände, die durch Form, Größe oder Beschaffenheit geeignet sind, die Vorübergehenden zu bc- sclmdigen, zu belästigen oder zu beschmutzen, wie Metzgerbollen, Bäcker- und Marktkörbe, Kaminfeger-Utensilien, iandwlrtsck)aftliche Geräte und dergleichen auf den erhöhten Fußsteigen zu befördern. § ö. Es ifi verboten, den Verkehr durch ungerechtfertigtes Stehenbleiben, durch gewerbliche Verrichtungen, durch Feilbicten und Hinstellen von Gegenständen, durch das Tragen von Stöcken und Schirmen in einer andere Personen gefährdenden Weise zu hindern. Die für den Marktverkehr geltenden Bestimmungen werden hierdurch nicht berührt. § 6. Ausnahmen von den Vorschriften dieser Polizeiverordnung können durch den Bürgermeister gestattet werden. 8 7. Auwiberhandlungen werden mit Geldstrafe bis zu 60 Viark oder mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft. § 8. Diese Polizeiverordnung tritt mit dem Tage ihrer Veröffentlichung in Kraft. Gießen, den 14. Mai 1909. Großherzogliches Krcisamt Gießen. I. V.: W e l cke r. Bekanntmachung. In das Genosscnschaftsregisler wurde bezüglich dem lcmd- wirtschastlichell Konsumverein Hausen e. G. m. u. H. eingetragen: An Stelle des aus dem Vorstande ausgeschiedenen Heinrich Hofmann wurde Ludwig Happel als Rechner gewählt. Gießen, den 1. Juni 1909. b*/6 Großherzogliches Amtsgericht. Bekanntmachung. An der Volksschule zu Gießen ist die Stelle einer Handarbeitslehrerin aus 1. Juli 1909 anderweit zu besetzen. Diese Lehrerin soll auch zur Erteilung des Hausbaltungsunterrichtö befähigt sein. Mil der Stelle ist ein Ansangsgehnlt von 1100 Mk., steigend von drei zu drei Jahren um 150 Mk. bis zum Höchstgehalt von 1850 Mk., verbunden. Bewerberinnen wollen sich unter Vorlage ihres Lebenslaufes und ihrer Prüfungszeugnisse bei der unterzeichneten Behörde bis zum 15. I. Mts. melden. Gießen, den 3. Juni 1909. B4/® Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Keller. Bekanntmachung. Die Lieferung von 51,50 cbm Rinneuvstastersteme III. Sorte aus seftbeständigem Basalt [Höhe 13—14 cm) für Gemeinde Wißmar habe ich zu vergeben. Gest. Offerten wollen mir bis zum 12. Juni spätestens 12 Uhr mittags eingereicht werben. Krofdorf, den 31. Mai 1909. B2/g Der Bürgermeister. Braun. Bekanntmachung. Der Ausbau des Dreihäuserweges, iowic des Heineweges in Wißmar, zuiammen veranschlagt zu 4200 Mk., soll vergeben werden. Kostenanschläge liegen aus meinem Bureau offen. Gesl. Offerten erbitte ich bis zum 12. Juni er. spätestens 12 Uhr mittags mir einzureichen. B2/« Krofdorf, den 31. Mai 1909. Der Bürgermeister. Braun. Bekanntmachung. DaS 1. 3icl (tfcmcinbcikucr und Kaualacbübren für 1909 ist binnen 8 Tagen bei Bermeidtlng der Beitreibung zu bezahlen. Gießen, den 2. Juni 1909. B3/® _____________________Sinbitnffe: Doevser._____________________ Vergebung von Maurer , Pflaster- u. Asphaltarbciteu. Die Maurer-, Pflaster- und Asphaltarbeiten für die Nenbe- sestigung der Schulstraße sollen Donnerstag den 10. Juni ds. Js., vormittags 11 llbr, öffentlich vergeben werden. Arbeitsbefchrcibungen und Bedingungen liegen während der Dienststuuden bei uns zur Einsicht auf. Angebote nm" Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenannten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Anfschrisl versehen an uns einzurcichen. — Zufchlagssrist 3 Wochen. B3/® Gießen, den 1. Juni 1909. Städtisches Ticsbauamt. Braubach. Aiteil-Kulklk. Bilanz pro 31. Dezember 1908. Aktiva. JL An Warenbestand 11 442.38 „ Kassebcstand 2 922.31 „ Ausstände 5 849.21 Passiva. JH, Per Geschäftsanteile 1610.— , Refervefonds- konto 6090.— „ Bilanzkonto 6521.02 „ Kreditores 13.20 „ Saldo-Reingewinn 5 979.68 20 213.90 20 213.90 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1907 . . . 151 Während 1908 gingen zu ....... 13 "164 Während 1908 gingen ab ....... 4 Daher Stand Ende 1908 ......... 160 Die Rechnung liegt von heute an 8 Tage lang in der Wohnung des Direktors offen. 3243 General-Versammlung Samstag, 12. Juni, abends 8V2 Uhr bei'Wirt K. Rau. Tages - Ordnung: 1. Abhör der Rechnung pro 1908, 2. Verteilung des Reingewinns, 3. Revisionsbericht, 4. Verschiedenes. Alten-Buseck, am 3. Juni 1909. 22. Ziehung 5.KL 220 Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 3. Juni Vormittage. Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammem beleeflW. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 11 98 106 272 31G 407 647 [500] 701 882 982 (500) 1304 97 611 715 872 2165 211 66 916 18 58 3254 314 495 683 745 873 933 75 88 4126 f500j 57 411 582 790 882 [500| 5 141 92 244 368 526 833 05 983 6070 [500] 483 599 624 77 728 29 861 7068 296 347 86 531 754 8225 318 36 695 708 19 896 954 9 081 57 169 251 441 49 681 749 839 926 [500] 93 10032 192 669 721 916 11161 316 1 2072 148 [500] 352 64 400 612 |500] 711 52 [500] 13093 323 680 703 140.36 127 14 49 335 657 [1000] 984 15112 390 537 [5001 17 789 87 16111 527 [1000] 794 836 1 7059 412 30 [ 500] 97 527 ]1000 | 32 737 SOS 20 36 1 8490 500 7 76 838 19038 38 657 68 839 [1000] 85 20236 331 L2 666 flOOO] 2 1 069 279 374 434 35 575 [1600 ] 703 10 997 2 2210 322 [1000 ] 890 908 [500 ] 23178 590 635 829 915 24112 737 [500 ] 859 75 989 25128 42 420 25 [5001 512 95 624 94 785 933 43 [500] 64 [1000] 26 335 472 [500] 520 601 86 939 2 7 374 601 [3000 ] 28109 52 224 333 435 63 94 686 831 968 2 9 053 71 130 [500] 80 217 82 334 36 489 583 736 [3000] 802 950 [500] 30054 227 314 471 99 545 711 [1000 ] 891 31288 91 418 50 [1000] 647 86 [500 ] 802 88 3 2019 72 152 309 [50001 505 725 913 3 3119 281 507 608 995 3 4192 [ 500 ] 212 42 456 822 82 3 5(118 [500] 331 707 862 995 3 6072 152 | 500j 60 [500] 81 214 62 flOOO] 78 341 110001 585 665 738 49 934 77 37047 81 193 220 82 320 543 709 868 [500 ] 93 38048 107 595 699 720 30 48 77 830 956 93 39116 319 705 478 269 316 464 566 970 606 406 20 540 307 25 829 71 [1000] 69135 71128 7O070 93 512 658 73068 211 126 206 17 753 935 79 33 490 601 555 96 664 306 13 9 7 467 867 7 5144 318 [5U0] 511 77 666 76’57 352 73 434 [3000] 41 64 601 77069 218 78*08 IG 523 82 659 811 79007 66 339 [1000J 751 828 62 67 77 65h 13 426 554 8 3 625 4 1 57 66059 508 822 988 6 7064 248 351 [30001 551 064 74 68010 279 380 90 [1000] 565 662 903 32 35 91 527 35 40099 I 1000] 184 306 [1000] 461 95 749 990 41092 138 87 285 [1000] 404 766 | 500 | 43001 9t 200 69 443 660 62 713 44106 325 415 802 4 5076 1 80 401 [500] 535 53 710 46025 175 93 648 939 45 47166 79 325 [500 ] 534 35 [500] 645 739 848 53 [1000] 48 242 350 77 437 559 61 4 9 008 96 117 67 318 827 971 75 50016 512 843 5 1022 385 491 636 794 [1000 ] 52037 84 137 15001 269 7 3 622 720 34 911 5 3068 282 85 467 518 792 5 4-102 451 706 977 5 5052 [ 3000] 204 302 9 450 [1000] 551 (500] 659 67 717 70 5608G 108 56 368 540 82 852 57049 252 [1000] 59 355 886 971 98 58330 929 59027 705 805 109146 67 407 669 913 110131 472 568 857 942 70 11 1138 [500 ] 333 40 48 556 95 963 112166 [3000] 877 453 504 34 86 «B I 1000] 936 67 113004 155 555 889 114090 134 [10001 253 317 68 527 110001 29 664 68 99 890 909 1 15149 313 31 42, [1000] 569 913 116320 994 1 17035 55 243 878 702 90 93 118027 86 287 440 92 [1000 ] 502 63 119130 523 71 602 4 786 [30001 940 47 13000 ] 271 554 673 (1000] 98 952 . _ 35 [500] 708 62 11000J 7 2008 244 982 [ 3000] 40 323 72 422 550 612 813 [500] 74038 [500] 366 93 731 [500] 887 940 83 90181 283 4.31 91113 18 238 403 40 ( 500) 92 604 48 795 960 9 2135 368 80 400 4 5 560 7 2 632 792 903 9 3 26a 98 382 412 640 [500 ) 808 913 9 4009 [ 3000 ] 07 -6a 478 598 997 950-27 72 [8000] 75 343 [3000] 459 630 «72 9 6174 224 593 [3000] 686 |500| 94 742 841 lb00] 995 9 7167 249 84 466 80 709 98022 129 [SOOOl 249 393 l 500| <31 534 74 725 831 53 71 971 87 9 9011 28 62 127 61 .66 350 59 193 240 404 72 795 99 60 225 70 98 329 513 42 670 6 1 004 35 [500] 52 [1000] 83 (3000] 211 70 81 329 420 542 841 997 62004 .....' 63093 116 594 608 [1000 ] 44 [50U] 93 64026 70 803 4 906 , , 80009 |500| 132 [1000 ] 223 398 [1000] ^40 «04 34 766 964 81058 129 [ 30001 38 85 413 502 690 8 2 860 [dOO] 83180 412 88 966 84167 253 76 11000 ] 382 4H £42 [500] 77 89 658 [1000] 84 9’1 85456 561 692 870 860oj 175 249 51 387 630 963 8 7012 70 183 208 45 jlOOO] 38, 718 |500] 88400 37 521 47 [1600] 679 824 963 8 9002 179 222 120145 91 409 87 [1000] 698 ( 5001 733 859 907 57 73 121010 257 313 93 6’3 2t 92 797 1 22492 1 2d264 [500] 430 51 64 792 807 19 1 24029 121 (5001 62 266 11000] 382 401 82 611 761 833 918 55 66 1 2 5 073 100 95 28- 86 852 411 570 637 736 814 20 86 126001 510 48 839 1271aO 225 58 795 1 28005 38 59 133 80 [5001 294 307 583 682 722 885 [500] 129043 405 542 |1060| 74 616 970 SO 130099 102 205 30 [500] 311 84 544 [5001 643 Id 1023 [30001 184 490 657 962 1 3 2021 413 [30001 573 I3UOC| C G 714 803 7 6 919 1 33185 209 77 439 617 [500] 71 713 913 134158 215 84 477 505 670 828 54 135053 213 | 5000l 73 385 619 [ 500 ] 30 960 ( 5001 13 6025 2.’3 50 391 665 7d1 915 [ 600] 137012 93 799 827 922 [5001 61 138145 221 58 304 70 551 752 823 931 13 9048 75 106 14 17 322 96 589 809 60 931 140041 727 56 846 [500] 903 86 141157 522 95 [30001 761 896 142025 311 143019 121 303 150.'*) 505 75 667 144044 243 52 73 315 869 51 [3000 i 145131 93 282 851 8W 942 1 46912 510 24 [1000] 875 966 147029 | 435 56 654 [1000 ] 860 931 ,rnrtn1 100284 94 470 625 73 [1000] 887 [500] 101187 [5000] 489 [500] 639 66 918 64 1 02027 57 CG 312 70 453 745 51 [500] 864 103057 504 659 104082 15001 163 9o 459 507 92 613 1 05 208 375 634 65 [30000 106lOo 86 401 [1000] 68 531 42 675 792 873 907 6o ^00' 1O7160 44 442 [1000 ] 694 786 879 108075 87 129 57 9. 97 344 65 528 37 776 815 1 4 8040 181 264 399 458 591 98 623 771 894 931 66 77 1 49008 166 218 556 623 708 829 52 929 150016 17 351 432 548 633 840 55 919 29 58 61 [500] 151108 289 307 11 [3000 ] 438 508 619 861 904 13 66 90 [500| 98 1 5 2012 128 78 94 960 1 53033 7 2 326 6 7 749 154036 510 [500] 67 619 705 [5001 97 887 966 1 55158 [JOOO] 62 273 337 637 7.32 6.8 960 1 5 60’4 51 130 16 294 408 744 1 57113 05 [3000] 276 479 583 949 158327 561 061 749 845 969 1 59096 286 G03 63 16O027 326 438 643 87?. 16 1 229 380 676 744 854 [3000] 81 95 [30001 162027 119 202 56 320 71 536 163249 481 720 [5001 63 918 16421G .374 76 93 587 697 799 884 1 65609 93.3 1 66015 [ 3000 ] 418 61 704 98 867 [1000] 167072 123 (10001 78 208 [500] 25 371 94 436 55 661 719 45 804 945 1 68101 22 420 (.80001 66 509 [10001 609 50 80 703 29 61 904 1 69087 102 92 4'4 699 772 170007 85 158 700 90 1 7 1 014 520 8=5 1 72124 49 59 224 91 380 472 667 768 91.3 71 [30001 173172 488 506 747 884 1 74071 [1000] 107 81 332 [1000] 547 68 609 33 738 90 1 7 5012 682 725 865 96 927 1 76022 118 275 372 578 177045 145 [5001 491 178012 21 254 96 684 flOOO] 797 [5000 ] 951 [10001 179135 71 323 28 506 683 18O061 357 [5001 510 99 948 57 181007 27 44t 563 690 725 804 997 1 8 2 044 206 38 344 575 638 [500] 99 746 985 1 83119 298 750 57 1 84034 271 [500] 342 89 555 185144 84 309 14 67 580 641 864 71 968 .19 186*01 562 602 (10001 722 865 [30001 187 090 372 !^7 808 44 900 17 1 883'0 563.668 868 1 89 240 83 94 388 411 501 20 688 781 844 [500] 968 19O020 427 82 519 900 [10001 19 1 021 (10001 185 388 760 800 1 9 2094 126 73 335 65 4.30 SS 634 [ 500] 47 [1000] 809 44 [5001 7 9 3049 10g flOOO] 267 369 442 65.3 77 702 [5001 702 (5001 25 822 953 -4 1 94128 318 407 522 917 26 1 9 5071 217 206 511 59 666 1 96309 618 708 851 76 954 197304 52 640 702 32 802 9.31 19 8000 240 [1000] 330 460 745 811 50 1 99150 259 [1000] 359 493 554 841 ”0 2 00169 283 90 335 CIO 8’0 37 20 1 648 800 1 27 970 20 2063 69 328 402 699 2 0 3057 152 520 36 51 609 907 204065 104 10 12 [1000 ] 241 555 69 715 65 [1000] 946 63 73 87 2050’8 73 93 488 [1000] 542 71 20 6068 243 312 77 546 669 2 0 7051 288 649 834 95 [ 3000] 208111 384 476 507 842 943 73 2 0 9 099 403 4 4 622 774 802 79 81 94 2104 04 770 [500] 862 211087 138 64 562 931 2 1 2435 76 740 74 [1000] 948 2 1 3 04 74 85 738 008 2 1 4486 708 912 2 1 5257 430 631 2 1 6077 [600] llt> 456 589 678 746 948 2 1 7116 423 i 598 639 88 840 2 1 8019 144 200 531 607 37 708 91 966 2 1 9055 158 [1000] 423 03 589 650 99 22 0026 83 84 526 616 779 2 2 1 051 274 462 570 [1000] 85 [3000] 838 [500] 84 990 2 2 2’1.3 80 38t 88 [500] 95 404 [ 500] 586 630 ( 30001 989 221*1’8 230 74 698 925 70 224098 [1000] 165 2.37 68 [.3000] 82 318 412 55 [500] 573 896 930 .34 2 2 5091 224 .374 46-1 [1000 ] 546 [1000] 670 860 93 2 2 6008 22 91 [500] 187 265 435 649 60 903 [16001 227.375 401 715 97 862 917 62 96 228756 857 79 229076 1.39 212 413 69 825 230197 25.3 5.30 [500| 730 836 231117 240 92 [500] 355 622 [5001 717 899 232113 (500] 42 282 flOOO] 305 552 735 820 95G 2 3 3111 361 67 409 26 672 998 234’42 358 597 815 235184 734 23612’ 274 422 560 621 237149 216 21 66 335 480 505 671 748 98 911 (1000] 238276 [5001 689 2 3 9411 520 9.39 2 4 0026 154 55 85 90 498 557 654 66 745 71 241166 95 201 460 761 [5001 900 2 4 203.3 113 .309 17 515 94 [ 5001 243140 67 (100001 223 3’1 747 65 807 2 4 40’6 ( 5001 433 98 [100001 593 [500] 913 2 4 5074 103 15 ( 5001 289 5T2 91 680 763 873 88 910 2 4 6’91 9Y 356 423 618 729 97 24 7 261 .304 547 775 2 4 8242 323 63 95 572 701 249653 59 818 964 2 5 0082 481 544 600 (5001 752 74 25 1 0’1 100 73 [500] 296 310 [500] 22 [500] 411 71 507 65 645 56 93 855 906 78 (10001 84 2 5 2461 809 82 924 39 2 5 30*8 381 510 78 (5001 254149 587 6.3 823 945 2 5 5280 301 31 557 (5001 801 944 [3000 ] 256302 409 601 64 257194 296 349 [500] 729 955 2 5 8326 89 [500] 695 847 82 96 987 2 5 9 094 244 418 588 91 860 260061 247 [30001 882 486 541 [3000] 56 716 !3 (5001 895 928 4 6 2 61152 75 89 [1000] 260 69 (.500] 98 (10001 385 87 514 667 748 804 (10001 968 2 6 2 798 959 2 63’70 79 95 314 620 786 976 2 6 4163 3G9 428 543 [500] 98 [3000] 723 .39 97 80.3 [500] 5G 265008 51 353 411 90 562 73 678 2 6 8047 1.39 283 7.31 75 859 2 6 7069 100 239 [500] 302 773 800 (.30001 20 908 78 2 6 8169 94 325 90 560 679 2690.38 67 24.3 64 85 [500] 400 [1000] 592 (10001 639 724 [500] 833 962 2 70115 348 (10001 411 44 4 6 542 4 7 796 856 84 271110 363 564 751 804 [1000] 64 272190 4’1 (500] 648 713 827 46 980 2 7 3 003 34 97 130 91 274 (10001 302 274551 (1000] 812 84 2 7 5150 61 66 327 530 (10001 1176 714 836 [30001 SO 914 2 7 8259 441 502 11 739 [1000] 844 27 7031 124 203 792 [5001 862 2 7 8116 31 62 201 616 Gl 279103 [30001 80 343 ( 5001 68 685 899 28002] 293 451 560 616 905 2 8 1 006 [3000] 59 164 371 474 92 566 798 837 926 2 8 2084 284 607 [10001 792 835 11000] 978 2 8 3194 (5001 272 384 710 921 27 284130 43 59 350 549 709 22 55 71 894 2 8 5009 418 551 81 695 777 8’7 9’3 2 8 6056 110 99 292 716 867 919 (10001 26 287241 |3000] 336 [10001 66 411 76 82 [500] 542 849 Tm Gewinnrade verblichen ■ i Prüm io A oononn M 2 Gewinne ä 40000, 3 ix 80000, 2 ä 15000. 9 ä 10000, 16 ä 5000, 225 ä 3000, 383 ä 1000, 604 ä 500. 22. Ziehung 5. Kl 220 Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 3. Juni nachmittags. Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beiß-efiifrt. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 3 67 [3000] 163 45< 596 608 71 729 1395 706 29 33 897 931 2051 213 [500] 45 53 531 75 705 811 29 [500] 3081 4’3 54* 645 SS 863 962 47’6 5049 200 4’5 500 834 909 31 (lOOOj 60.30 [ 500 ] 303 10 95 467 520 647 97 763 921 92 7060 253 306 14 72 515 653 980 [500] 8051 170 283 319 586 88 90 91 864 66 907 9055 [500] 64 135 53 66 310 415 [500] 47 96 [ 500 ] 6’4 723 10015 76 141 83 359 515 77 614 15 44 [1000] 877 [5000] 1 1042 [3000] 464 [3000] 72 691 [3000] 715 45 1 2066 loOOl 116 23 244 306 5 41 726 880 1 3053 08 111 [500] 13 202 64 312 66 424 81 611 55 71 762 [500] 14097 279 356 500 80 7’5 90 849 914 76 15017 82 314 579 96 821 30 16’99 32 54 [10001 615 88 799 951 82 1 7’32 [3000] 337 182’2 23 588 [30001 19017 533 709 814 20233 37 [10001 341 64 [500] 470 515 960 21229 31 66 84 [3000] 358 82 415 631 [30001 62 7’7 2 2162 "88 (10001 97 492 511 ’7 860 929 [1000] 77 23."36 64 412 600 51 776 .833 24118 61 65 314 41 645 71 72 f 10001 745 876 924 2 5012 (5001 67 92 106 [500] 509 (3000] 655 26141 65 66 68 236 91 371 534 6’3 743 942 87 2 7048 76 102 67 415 79 95 505 861 (10001 991 2808" 175 ’76 340 51 98 432 701 913 «0 20008 24.3 419 3, 506 31 647 817 964 .,„30275 405 52 589 740 67 952 56 »6 31033 58 168 !500 [ 94 331 760 66 964 3 2111 12 11000] 217 504 095 .844 (.'>oo| 9’3 33.89.1 893 95 3 4150 7 7 464 619 (10001 14 <08 981 (5001 3 50'3 145 374 549 670 861 9 5 916 [5001 88 3 623.3 634 730 905 61 37187 [10001 270 (30001 705 [5001 89 832 925 84 [500] 87 3 8018 139 359 485 [1000] 727 3 9 463 846 76 937 [500] 18 61010 60 66 89 85161 204 16 34 3 93 133 64 [500 ] 550 72 840 89102 47 90070 [1000] 111 264 473 514 614 9400? 67 854 803 628 383 712 917 450 438 914 233 601 52 62 717 5 7081 554 ( 5001 57 5 8107 702 124 39 52 360 85 613 807 81439 75 785 65 400 86106 »78 97 136114 274 1 07 138059 358 ?-> 58 559 726 346 30 727 875 83 8 8180 97 603 739 66 805 132027 650 742 803 954 794’6 577 726 34 900 26 80168 293 349 [1000] 727 [ 500] 65 [500] 891 133 207 11 346 413 65 [500] 806 51 83 96 990 [500] 59039 34 [1000 ] 53 60 916 4 4 600.31 320 23 593 735 905 199 490 750 59 928 95193 298 449 [500] 62 737 9 6007 73 83 99 184 220 849 9 8’17 |500| 660 717 964 [1060] 87121 244 [1000] 319 450 [500] [3000] 933 74 125 201 [10001 33 733 55153 451 530 85 712 61 940 67 (500] 928 73 84 5 6090 137 «02 59 728 45 853 930 1 39107 [3000] 170 4H 568 84 90 970 [1000] 83 92 66 93 937 137371 467 691 901 40 71 40001 147 237 6! 485 522 674 779 845 59 41115 310 338 4 33 918 42'75 98 [1000 | 708 43006 3< 270 307 98 488 [5001 91 676 8.37 960 4 4117 235 304 486 682 827 (5001 50 916 4 5215 402 587 642 47 814 4 6304 400 27 47421 83 608 823 37 901 63 94 48049 75 266 [5001 312 23 48 64 471 6S3 49132 76 213 305 [1000] 11 92 498 [500] • 622 904 50.326 2 9 61 44 7 9 9 892 937 5 1 247 392 52 1 726 [3000] 884 94 5 2241 [10001 481 619 5 3117 85 384 5 4013 [3000] 237 925 264 50 818 35 909 9 9330 76 703 71 862 82 [5001 . 100275 432 510 [1000] 607 811 (1000) 1O1000 (3000 ] 30 256 835 518 602 63 7.T, 985 1 02258 374 423 78 590 [1000 ] 722 890 925 103446 673 829 985 11000] 104141 50 230 41 396 441 670 721 850 1 0 5 065 [ 3000] 379 4 1J [3000] 563 789 904 24 43 1 0 6 291 320 39 757 959 [l'JOOl 97 107(162 411 36 [3000] 615 108115 17 [500] 213 36 346 64 75 576 854 [3000] 100459 987 1 10103 63 201 490 [500] 853 9’0 1 1 1234 [1000] 515 96 l 112197 507 ',28 1 13010 74 92 110 719 114'159 132 [.',001 569 701 828 30 115026 [5"o] 19 7213 59 973 116039 248 793 [500] 840 62 117040 214 40 86 442 627 82 118647 907 119033 210 56 988 [500 i 93 120’64 .'inool 308 519 695 977 86 1 2 1 435 87 155 487 522 53 (10001 791 [30001 Q2 137 58 211 443 63 576 636 800 28 [10001 63011 207 373 585 736 49 967 6 4009 15 21 35 [16001 68 416 21 70 504 619 43 815 52 650-0 265 326 622 [ 3000] 733 6 6089 176 401 95 506 657 728 13000] 97S 67304 [1000] 431 668 [1000 ] 752 68,63 333 1500] 532 636 736 52 60021 64 194 [1000] 266 329 66 69 626 951 58 66 70223 672 89 7’2 843 7 1 272 317 [1000] 54 536 [500] 46 6’0 723 335 914 72171 367 [ 500] 715 [500] 935 93 73'1-6 236 335 695 7 4039 [3000] 144 213 350 04 403 862 60 1101 75001 [500] 61 104 407 98 594 8.92 756 93 862 [500] 76236 59 528 [1000] 729 [500] 830 7 7041 222 771 [1000] 78085 [500] 111 99 421 [500] 84 635 [500 ] 908 73 122128 1'0001 285 123030 52 163 (1000 ] 284 [500] 340 477 593 647 708 846 55 [1000] 908 124268 392 500 607 67 876 [500] 125094 225 619 923 126UG0 219 309 57 7 2 83 64 3 901 127 137 79 293 620 (.30001 72 (.30001 128087 94 463 (500] 009 10 [10001 835 924 44 1 29010 53 216 21 (10001 531 [500] 130014 133 [10001 77 [1000] 402 513 13 1 293 [500] 312 19 31 [1000 ] 469 [3000] 504 393 572 (10001 708 92 379 1 3 3098 247 302 74 803 1 34071 174 575 1 3 5003 3'2 223 cG5 Ml 6.35 879 [300] 82035 [500] 397 [500] 506 46 83429 94 513 615 66 735 84151 68 319 | 3000| 84 5 956 68 333 —- — 91148 75 228 95 415 1500] 526 66 751 839 998 9 2133 [500] 248 [S000| 425 33 562 86 601 817 9 3 026 33 133 [500] 430 635 783 877 909 [ 500] 153050 234 56 381 602 43 831 154239 757 782 6'8 76 42 75 718 591 943 892 703 934 768 329 439 614 713 547 550 981 14106« 14 2037 137 143065 123 228 470 589 63 441 [1000] 103 865 763 422 43 ■ 425 742 615 665 740 1 4 6047 330 476 591 626 [ 500 ] 40 54 49 [1000] 147020 28 155 330 [1000] 89 514 938 1 4 8051 261 80 641 |50C] 149115 239 951 [500] 150107 17 (1000] 50 [5001 201 64 514 61 63 602 151130 215 17 1 5 2003 21 48 188 66 367 140067 171 492 611 [31X10] 783 85 192 270 397 607 [öOO] 888 985 [10001 362 97 [ 500] 636 791 816 19 ( 30001 204 4 7 62 363 422 598 717 1 44153 40 [1000] 897 971 97 1 45140 212 325 73 74 792 93 342 90g 22 [1000] 155072 133 585 961 156 1 9 961 [500] 157118 54 294 20 0078 554 611 29 88 945 2011’6 M Air r,c. 2O2\i3 203’48 388 6’9 69 750 81 805 204’99 619 9U> 205042 [.>00] 86 159 ..17 727 2 0 6 088 163 34' a .fi Pn«3-S< 207154 280 370 514 55 94 603 6 752 88 m 208o,V 367 l’M] 887 2083'2 62 582 681 905 [5001 210020 68 168 >77 330 40» 57 92 563 837 918 ^ 24 735 2 1 2081 306 66 593 640 [500] M 96"M9~2141V88 98 263 787 878 1'60 2 1 5024 28 156 9 2 323 56 545 73 84 «n1-6«093 oVo2M 84 i500] 419 73 783 807 217089 75 . 80 . 926 2 1 8020 676 851 2 1 9147 205 2 > 3’0 4 49 6’0 720 31 1500) 856 (5000J 66 220"2.> 176 448 618 711 52 861 92 953 68 221035 55 448 57.. 6’6 2 2 2001 9 102 528 602 (1000] 71 788 930 51 79 2 2 3301 78 856 909 2245G0 |yml 749 [3000] .8 225". u 444 585 836 976 2262’2 411 [50001 614 “ “ ,?270S! .21 si= =3. “ [ (500] 136 75 244 649 98 841 2 29731 327 404 68 2 3 0044 320 70 588 734 2 31159 flOOfll 246 qq ,,, [3000] 56 [500] 694 712 893 232266 [1000 ] 475 (VmioI 640 830 2 3 3298 366 83 90 443 669 7M 873 234157^5 388 759 67 9»L 23 5092 331 84 698 738 65 to3 236P 1 oo-z 1000 34 ‘ l3000 ] 90 441 61 [ 10001 627 39 I ir.Oül 23/306 702 | 500] 13 99 817 2 3 8 077 290 342 486 93 674 830 90 97 239.50 309 410 18 5i 87 639 Z 19 81 « 251 92 515 liooo] 37 850 54 984 2 4 1 034 103 49 71 .10 „4 326 88 406 37 ( 500 ] 63? 717 58 2423’6 53 409 14 54 684 88 757 946 2 4 3 279 358 456 72 687 7’5 2 44121 73 252 635 39 2 4 5007 270 422 28 332 8 43 ^7 78 97 829 986 2464’5 [1000] 29 544 1500] 914 247040 47 187 344 480 662 73 721 44 95 [500] 804 47 [10001 982 [500] 58 1500) 95 248302 [500] 43 531 [3000] 249093 U7 4W 529 50 771 74 85 941 65 [500] .^50073 93 381 458 508 (1000) 48 639 [500] 822 [1000] 65 66 998 251107 273 545 [3000 ] 252070 ’=l ’67 465 525 8’7 991 [500 ] 253576 (1000) 254343 *70 408 öS 737 «£255123 200 603 7331 [1000] 250,38 499 701^ 64 2o7191 332 404 735 2 5 8 126 99 303 35 5G 471 S.Ä rn“ 259371 113 » 0») 85 95 539 610 9.9 1 5 8012 163 254 428 501 44 74 846 93 97> 159raf, 187 203 08 328 (30001 41 557 IGO^äa 673 76 727 42 161008 [ll.'OVl 246 330 9t 709 162163 226 42 437 676 [5001 829 1 63 4(l-> ’9 665 726 13000 ) 966 1 64020 31 74 90 410 31 54 563 «!! “ 940 165018 23 26 83 115 435 664 1 66013 38 -E 02 .67007 613 7 18 168’21 91 694 734 (3000] 169007 [500] 278 571 686 862 73 935 170018 29 53 460 597 [1000] 032 40 90 712 852 11000) 79 171104 211 325 540 678 943 172üO7 17 42 “ 631 849 78 f10001 041 173678 783 821 998 'o90) 174745 964 32 1 7 5 026 1500] 216 47 391 438 ?3000l 1 ™ 176000 210 62 Ü67 741 833 939 l,39001, 177023 111 2-W V21 575 13000] 701 46 845 979 1 17®“® "P 334 403 '>°01 43 551 645 86 863 908 [ 500] 179104 60 237 781 [ 1000] 91 940 76 ' 18O?17 434 543 709 43 928 80 (3000] 181070 [1000] 94 21o 341 46 [5001 479 4-9 99 1 8 2054 106 378 1100.11 903 6’9 -r8?RAno5r' °4 334 l500' 493 °82 691 704 852 303 02 ‘ 6 1 84029 118 301 (30001 457 a3ü 64 664 ag ofl R1„ ... „--- 301 l.3000] 457 535 64 604 65 86 818 9.1 185199 200 49 93 374 514 38 769 958 1 Rßui S L° Ä 18»»? “ " L rSF?™1-" - s s L S |30001 193359 (aOOl 555 783 194(818 "G4 iv, iSÄKSSÄ'1*' 199113 «•« 228 267 773 Z?.8?912 30 230 [500] 355 518 788 28 1 047 [3000] 282101 259 489 586 606 2 8 3.86 i"36 flOOO I 488 645 81 706 8’6 912 44 57 284101 17 21’ [1000 1 389 469 560 (3000] 669 285761 98 848 286091 £10 610 741 [500] 852 28721Ö 71 600 41 [500] 717 888 944 270249 [500] 512 600 32 725 88 805 ( 30001 arw 27 1006 10 37 198 222 67 387 42’ 550 2 7 2101 38 231 316 474 025 <11 99 966 274132 45 4340 6»85rJ^l 67 97 2 7 5004 10 [500] 169 330 [1000] 2' 7iT«Ä™t7< 802 965 276079 214 433 85 [3000, So pJm3 ‘4 613 15001 60 6ß 80» 98G 27850» 640 [500] 713 2 7 9026 59 76 114 692 260109 [500] 53 226 37 352 60 520 52 682 84? 999 737 ?3 813 36 910 24 263205 [3000 ] 326 86 896 265067 150001 2 64108 293 461 VoLvTi72 300 94 2 6 6351 67 410 698 810 931 85 267109 13000] 217 402 671 810 939 2 6 8032 170 87 £4 Lj 76 97 503 8w 736 2 6 9011 36 111 91 600 Total-&us verkauf wegen vollständiger Geschäftsaufgabe ö'-in Mclcpcnbcu>> Arzt, tmmori'tisch 'aar toafjet, ^drbc mittel, frottier’ und Waschhaud- icuubcn, Bad«- banben, SLwammbcntel empfiehlt in grober ÄuZwavt. au* *9 8lo(ftniinn,?S crihtnrS wart gtürtiftta 8thärprnbdnb Srrt Mir. 75 jt|t Mtr. 3 5 M Beachte» Lic bitte die Preise im Hutseuster. »rotze flnigiebigfeil! Parkett-Seife ----Marke Rose---- hefte« einsach'tr» taD billigste» Relnitzimg» «iltel leibst für die dunkelste» Boden Bdll'ter Ersatz für Ltah'sväne unh ---- terpenlinöl ---- •rin «taub ’ .. |*ri*l< Arbeit! .. Xaierbdlc .. .. W6r»! .. .. Zu haben in den durch Plakate kenntlichen Aelchdtlen. au» gutem fflcficcbt mit rein nUI|v» seidener Stofmanutur feit 9 Qß beriger BerkmifSorei» Mk.5^0 jetzt 'Urtitni'rli'rfit mH Chiffon und Blumen VUPPnilUll qarniuir seitheriger j Xß Berkaufsvrei» Mk. 8.— jetzt i»'™ ^nntaiteaetledii nut seidensten und ^aniajirqnicmi Blumengarnitur \ !fß seither Berknufborei» Mk. ftSt» jetzt ßlotfrnionn uns 'Mticflfdit und Lcidenirossgarnitur seitheriger tj Berkaus»vivi» Mk 12.— jetzt 0.1,1 iriiwiritr ^orbrnhnt und S!abelgai> nnur seitheriger Brrkaufdoreiv k Mk.lL ,etzt v.i ) Hühneraugen u. fdinier*lo» ,,Dollo”, schacht. äO Pfg- Allein echt: .21)75 Pelikau Lvotbeke, Shrciuplay L Gesellschaft-Verein Giesse«. Bei der Heutigen Ziehung sind folgende Schuldscheine der 1836 er Anleihe 92, 175, 192, 276, 284, 286, 298 und 314 zur Rückzahlung auf den 1. Juli 1909 mit je Mk. 171,43 bei der Mitteldeutschen Creditbank Filiale Gießen auSgelost worden und härt von diesem Tage die Verzinsung auf. Rückständig von früherer Ziehung ist Nr. 212. Gießen, den 2. Juni 1909. v*/ Der Vorstand: Tr. Fromme. Siebers fiepfeltee Es möge sich ein Jeder merken, will er mal seine Nerven starken. Sein Blut verbessern und den Magen, der lange nichts mehr könnt' vertragen. Wer nachts um seinen Schlaf gebracht, wem tag» der Durst zu schaffen macht. Der trinke Sieber*» Aepfeltee und wird befreit von allem Weh. Pakete 50 Pf. u. 1M. (Probepakete 30 Pf.) überall erhältlich. Ausdrücklich Kleber*» Aepfeltee fordern. Iss1/« Hauptdepöt; Dr. Jul. Caesar, Hirschapotheke, Giessen Alice-Schule. Der Unterricht beginnt Montag den 7. ftaii und werden noch Schülerinnen in alle» Slasten ans« genommen. v*e ‘u. Gamaschen in grosser Auswahl August Kröll Giessen, Seltersweg 12 Große Sendung frisch gestochener Kinamategraph Jetzt Bahnhofstraße 54 gegen.,.' otrl Gro^gerzog. Täglich gedankt von 3—11 llbr abend» Woti) nette» Programm. Mrentvanorama der italicnifrbfn Riviera, berrt. Nniuraii'nahcne (<» ii't der Maler, sehr humor.'ii'ch. Herr und Tienrt, summende» Drama C, kehr zurück, aus Undine, i„nbUb. Tratten al» Kriegerinnen, vrachiooll koloriert. Ileitanradon Heuchelheimer Niftta ------Reu bcrflcridstet!------ Beliebter romantischer AtisentbaHSort. :: :: - - Großer, schattiger Garten. Kleiner Laai mit Klavier - für GeselUchaueii und Bereine. Bekannt nuir Küche. Wafielbäckerei. • Täglich irischer Kuchen ;2779 ____Cat 6. s== Aufmerksame Bedienung. Mäßige Preise < arl Dlrtael. Kolosseum LSalltortzr. M-J* leier»da» 444 Ocutt Arerta» den 4 3ni UM»; Hrigts Elite-Garten-Konzert de» neu enaaaierten Damen Blas-Lrchc-ftcro „Vt)ni IN Direktion. Heimig Ruichitzka schneidige Militarmuüt und Zanfarenarariche. I । ui । । m i r Programm 20 Pfg. Lamotag den 5. Clnm 1909: Be, gui "iiacr fsnirrunq Priits (§M5 ^miütii = Wurtti ’ itfjt. I Jn, Saale ab 5. jun Wanipiel 6to Wiener Ling- I ipichttniceiblee „Raub «1 Edelweiß*“. Bei ungumnger Ditierunn finden die Konzerte im Laale hott Um geneigten Zuspruch bittet 11» ____________________________rucflOT ilbert Itapi man«. ucksäcke to grosser Auswahl empfehlen zur baison Brüder Schmidt Iah.: Helerieh t-wthardt. Parkett- w Damit behandelte Ad den r> tdniien nab aewdcht wer li O dildeu und der >»'lan, ver ““ ------ loten geht ----- EAeia eiaabirri ana «eruA! »enie Glätte! Ij] für leidende und empfindliche Füsse ist der von Prof. Dr. Lahniann empfohlene „Reformstiefei“ für Herren und Damen. /z ' " BV* Teberaas bequem Im TrafM- *11 Alleinige Niederlage für Glessen und Umgebung: Wilh, Herbert, Giessen-, M Inh. Carl Herbert, Marktplatz Lr K-* ■ L WWWWWMWVWWW {TT riTH riTiT| [(■ U uijnJij ü uluu 11111 I 1n rin n 11 rl n 1 ri 11111 hnl 111111111 WWWWWWWWWWWWMDU^^