nach Malta ist auf den 9. Mai, vormittags, festgesetz Die Ankunft in Malta erfolgt am 10. Mai, morgens 9 Ugi t ir, ution zur ?lnnahme, in der es u. a. stimmig eine wie solcher in dem Artikel geschildert, nicht haben. Y. politisches aus Hessen. Stadtv. Dr. u; u e 1 schreibt tnu,: In dem Bericht über den nationalliberalen Parteitag in Grünberg in Nr. 102 des „Gieß. Anz." finoet sich folgende Stelle: „. . . Rechtsanwalt Kaufmann stellt vor Schluß der Versammlung noch fest, baß die in Lollar von Dr. Ebel aufgestellte Behauptung, der nntionalliberale Kandidat bei der letzten Landiagswahl im Wahlkreis Grünberg, BürgerAusLand. Z u r T h r o n b e st c i g u n g iwt j i; a m e b V. In Erwiderung auf die durch den türkischen Botschafter in Wien erfolgte Notifizierung der Thronbesteigung des Sultans Mohamed, von der Kaiser Franz Josef Akt nahm, wurde — wie die „Politische Korrespondenz" erfährt — die österreichisch-ungarische Botschaft in Konstantinopel beauftragt, der Pforte die Wünsche der österreichisch- ungarischen Regierung für das Wohl des Sultans und den Erfolg seiner Regierung auszudrücken. Reise des rumänischen Königspaares. Wie verlautet, begibt sich.das Königspaar im Mai nach Karlsbad zum Kuraufenthalt. Eine Begegnung mit Kaiser Franz Josef ist in Aussicht genommen, jedoch ist der Tag noch nicht bestimmt. Ein Zwischenfall in der franzöfischen Marine. Aufsehen erregt ein Zwischenfall, der sich gelegentlich des Be- suches des Präsidenten Fallieres in Villafranche an Bord eines Panzerschiffes zugetrageu hat. Es heißt, ein höherer Offizier habe sich,gegen einen untergebenen Offizier zu Tätlichkeiten hinreißen lassen. Der Vizeadmiral Jonquiöre habe eine Untersuchung eingeleitet. Die Ursache zu dem Zwischenfall ist nock) nicht be- fcnnt. Die Namen der betrcfsenden Offiziere werden geheim gehalten. Der venezolanische Expräsident Castro hat gestern plötzlich Paris verlassen, um sich nach Sanlander zu begeben, wo am 8. Mai seine Frau eüttreffen soll. Er bestätigte vor seiner Mreise, daß er gegen die französische Regierung wegen seiner Ausweisung aus Martinique einen Prozeß anstrengen werde. Pc ehre re französische Po st beamte wurden vom Dienste suspendiert wegen antimilitaristischer Kundgebungen und wegen der Erklärung, daß sie Anhänger der Vereinigung mit der allgemeinen Arbeiter-Konföderation seien. Ter Schah hat die Wahlen für ein neu zu berufendes Parlament angeordnet. an der Brücke, 10 bei der Sophien-Moschee in weißen Sünderhemden, auf deren Brust das Urteil angeheftet ist. Es sind durchweg Anatolier, unter ihnen die Haupträdelsführer der Meuterei vom 13. April, ferner die Diördcr des Ministers Nasim Pascha, des Abgeordnete,i Arslan und einiger Offiziere, sowie die Leute, die den Marineminister verwundeten. Gleic^eitig wurden standrechtliche Erschießungen von Meuterern im Scheraskierat oor- genommen. Ueber die Lage in Kleinasien werden heMe endlich beruhigendere Meldungen verbreitet. Nach amtlichen Depeschen soll es dem neuen Vali von Adana gelungen fern, die in Adana, Mersina und Aleppo sowie anderen syrischen Städten herzustellen. Alle Valis in Syrien und den benachbarten Sandfchaks erhielten vom Minister des Innern den strikten Befehl, energische Maßregeln gegen die Revvlutions-Unrtriebe der mohammedanischen Union zu ergreifen. Erwähnt sei hier zum Schluß noch, wie populär der Reorganisator der türkischen Armeen v. d. <Ä)ltz in der Türkei ist. Der Berl. Lokalanz. meldet nämlich aus Saloniki: Dem Generaloberst von der Goltz-Pascha sei angeblich von der türkischen Regierung das Großweftrat angeboten worden; er habe jedoch dankend abgelehnt. Deutsche» Reich. Die Abfahrt des Kaiserpaares von Korfu die Abfahrt von Malta nach Brindisi am 11. Mai morgens. Der gestrige Seniorenkonvent des Reichstages will dem Plenum Vorschlägen, im Laufe dieser Woche kerne Sitzung abzuhalten, um die Finanzkommission in ihrem Wunsche zu unterstützen, ihre Arbeiten möglichst ab- zuschließen. Uebrigens ist Ruhe und Besonnenheit die Parole des Tages. Der Gesamtvorstand des Wahlvereins der Liberalen hielt am Samstag und Sormtag im Reichstagsgebäude eine Sitzung ab, ar oer zur gegenwärtiger! politischen Lage Stellung genommen wurde. Es gelangte einDie Türkei nach dem Thronwechsel. Nachdem die Lage sich nun wieder einigermaßen geklärt hat und Ruhe in Konstantinopel wieder eingelehrt ist, nehmen die Arbeiten des Parlaments ihren Fortgang. Gestern beschäftigte man sich mit einer allgemeinen Verfassungsänderung. Von Seiten der Bulgaren und Griechen wurde gegen den Artikel 1 der Verfassung protestiert, der als Staatsreligion des ottomanischen Reichs den Islam angibt. Der Bulgare Daltschoff wandte sich gegen die Institution des Senats, der in seiner jetzigen Form den Rest eines absolutistischen Staates darstelle, und verlangte die Ab- schaffung dcs Senats oder die Wahl seiner Mitglieder durch die Bcwölkerung. Der Präsident teilte hierauf mit, es sei ein Telegramm des persischen Botschafters in Konstantinopel, eingegangen, in welchem mitgeteilt wird, der Botschafter habe selber die telegraphische Nachricht vom Schah empfangen, daß der Schah die Einberufung des Parlaments anbefohlen habe. Die Verlesung des Telegramms war von großem Beifall begleitet; von mehreren Seiten wurde gerufen: „Das bat unser Beispiel bewirkt!" Das Daus trat sodann in die Besprechung der einzelnen Artikel deS Verfassungsentwurfes ein. Die Verfassungsrevision umfaßt in ihren Hauptpunkten folgende Bestimmungen: Der Sultan leistet unmittelbar nach der Thronbesteigung vor dem Parlament den Eid ,auf die Verfafsung und das Scheriat. Er ernennt nur den Grvßwesir und den Scheck ul Islam. Der Großwesir bildet das Kabinett, das zurücktreten muß, wenn die Kammer ihm ihr Mißtrauen ausspricht. Wird die Kammer aufgelöst, so haben innerhalb drei Monaten die Neuwahlen stallzufinden. Die Präventivzensur wird aufgehoben. Gegen die Verfassung oder die Einheft des Staates gerichtete Vereinigungen find untersagt. Wenn die Kammer eine Regierungsvorlage zioeimal ablehnt, wird sie aufgelöst; wenn jedoch die neue Kammer die Regierungsvorlage abermals ablehnt, so ift deren Entscheidung bindend. Die Session dauert sechs Monate. Der Senat besteht aus 45 Mitgliedern, von denen ein Drittel vom Sultan ernannt, die übrigen von der Kammer gewählt werden und zwar sämtlich für neun Jahre. Die Senatssitzungen sind öffentlich. Das Recht des Sultans, staats- gesälfrliche Personen in die Verbannung zu schicken, wird aufgehoben. ■ lieber das Schicksal Abdul Hamids ist inzwischen noch nichts weiteres bestimmt worden, aber von diplomatischer Seite werden in Konstantinopel energische Schritte zu Gunsten des Lxsultans gemacht. Der Spezial-Korrespondent der Daily Mail in ©tantbul berichtet daß die Nachforschungen nach Papieren im Zildiz fortgesetzt werden. Gestern begab sich eine zu diesem Zwecke eingesetzte Kommission in Begleitung des zum Tode ver- iirteilten Ober-Eunuchen und Vertrauten Abdul Hamids, dessen dinrichtung ausgeschoben wurde, nach dem Jildiz. Mit foilfe ter Andeutungen des Ober-Eunuchen wurden zahlreiche geheime :5>oFuniente entdeckt, darunter der Briefwechsel Abdul Hamids mit einem europäischen Monarchen. Tie Briese rn-fen ein bemerkenswertes Licht auf die letzten Ereignisse in der Türkei. Der neue Sultan hat das gesamte Vermögen Mdul Hamids, 2as aus widerrechtlichen Konfiskationen herrührt, dem Staats- U)atz überwiesen. Ueber die Haupträdelsführer im letzten Ausstande ist inzwiichen ssrenges Gericht gehalten worden. Von den 13 Verurteilten, Lie gejlern früh 3 Uhr öffentlich hingerichtet wurden, hängen 5 meister Lang, habe das freisinnige Programm unterschrieben, unrichtig sei usw." Da mir hiermit — die richtige Wiedergabe vorausgesetzt — eine Aeußerung in den Mund gelegt wird, die ich überhaupt nicht getan habe, sehe ich mich zu der nachstehenden Erklärung genötigt. 1. Es ist nicht richtig, daß ich gesagt habe, der nationalliberale Kandidat hätte das freisinnige Programm unterschrieben. Die Behauptung eines solchen Unsinns wird mir wohl ein Anderer, und wenn er politischen Dingen noch so sernsteht, nicht zutrauen. 2. Ich habe in Lollar lediglich ausgeführt, daß wir uns mit den Nationalliberalen geeinigt haben, nachdem Herr Lang unser Programm unterschrieben hatte. Daß damit nur unser W a h l p r o g r a m m gemeint sein konnte, ging eigentlich für jedermann aus meinen Darlegungen, die übrigens nur zur Abwehr vorausgegangener Angriffe gemacht worden waren, klar hervor. 3. Zu meiner Behauptung war ich berechtigt. Unser Kandidat, Herr Bürgermeister Sann, hatte sich ausdrücklich ausbedungen, nicht der freisinnigen Fraktion beitreten zu müssen, seine Kandidatur luar also keine freisinnige int eigentlichen Sinne. Sie war von unserer Seite aufgestellt nur mit dem einen Programmpunkt: Gegen jede Aende- rung der §§ 67 und 75 der Verfassung, soweit dadurch die Rechte der beiden Kammern in dem bekannten Sinne verschoben werden. Das allein haben wir in der Agitation vertreten und dieses unser Programm hat eben Herr Lang unterschrieben. Dr. Ebel. •• Landesuniversität. Se. Kgl. Hoh. der Groß- herzog haben den Prwatdozenten Dr. Kurt Otto Brand in Gießen zum außerordentlichen Professor bei der philos. Fakultät der Landesuniversität ernannt. ** Aus dem Militärwochenblatt. Karstedt, Oberveterinär im Großh. Art.-Korps (1. Großh. Hess. Feld- Art.-Regt. Nr. 25), besten Versetzung zum Garde-Drag.-Negt. (1. Großh. Hess.) Nr. 23 aufgehoben. ** Ordensverleihung. S. K. H. der Großherzog haben dem Bürgermeister, Ortsgerichtsvorsteher und Standesbeamten Hch. Schäfer II. zu Nodheim das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für langjährige treue Dienste" am Bande des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen; ferner das Eyrenkreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen dem Oberstleutnant Freise, beauftragt mit der Führung des 3. Württ. Feld- Art.-Regts. Nr. 49, seither Abteilungskommandeur im 2. Hess. Feld-Art.-Regt. Nr. 61; das Ritterkreuz 1. Klasse desselben Ordens dem Major Proffen, Bataillonskommandeur im 2. Kurhess. Jnf.-Regt. 9h:. 82, seither beim Stabe des 5. Hess. Jnf.-Regts. 9h:. 168; das Ritterkreuz 2. Klasse desselben Ordens dem Oberleutnant a. D. Frhrn. v. Buse d seither im 2. Hess. Feld-Art.-Regt. Nr. 61. •* In Audienz empfangen wurde von Sr. Kgl. Hoheit dem Großherzog am Samstag u. a. Ober- amtsrichter Hanftejn von Ulrichstein. " Lehramtspersonallen. Se. Kgl. Hoh. der Großherzog haben dem Oberlehrer an der Augustinerschule (Gymnasium und Realschule) zu Friedberg Paul Helmke den Charakter als Professor erteilt. " Lehrerpersonalien. Ernannt wurde der Hilfs- lehrer an der Blindenanstalt zu Friedberg Friedr. Pimper zum Reallehrer an dieser Anstalt unter Belassung in der Kategorie der Volksschullehrer. — Uebertrage« wurde dem Lehrer Ernst Jakob zu Wetterfeld die 2. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Gonterskirchen. '"Der Verein der Tabakindustriellen vo Gießen und Umgegend nahm am Sonntag in einer auße n heißt, daß eine 9Nitarbeit des Freisinns an dem Zustande- lommen der Reichsfinanzreform nur möglich sei, wenn eine ausreichende Besteuerung der Erbschaften erfolge. Eine Wertzuwächsstcuer auf Immobilien könne als Ersatz für in Wegfarl tommende indirekte Steuern dienen, nicht aber als Ersatz für die Erbschaftssteuer. Da bei dem Ernst der Lage mit einer Reichstagsauslösung zu rechnen sei, werden alle Organisationen der Partei aufgefordert, in die Vorbereitungen zum Wahlkampf schleunigst einzutreten. Der Hauptverband Deutscher Flottenvereine im Ausmnde hielt gestern im ReichStagsgebäude in Anwesenheit eines Vertreters des Reichs-Mactneamts seine diesjährige Mitgliederversammlung ab. Der Verband zählt zur Zeit 152 Vereine und Zweigvereine. Im verflossenen Vcreinsjahr wurden aus den gesammelten Beiträgen 175 000 Mk. zum Bau einer Wetterwarte in Tsingtau dem Kaiser zur Verfügung gestellt. Prof. v. Halle. Der kommissarisch im Reichsfchotz- amt beschäftigte außerordentliche Professor an der Universität, Wirkt. Geheimer Rat, Admiralitätsrat Dr. von Halle ist aus dem Reichsschatzamt ausgeschieden. Herr von Halle mar bei den Vorarbeiten zur Reichsfinanzreform in der Finanz-Kommission des Reichstages Gegenstand lebhafter Angriffe gewesen. Der Gesetzentwurf betreffend das Münzwesen und eine Münznovelle sind dem Reichstage zuge- gangen. Der russische M i n i st e r Iswolsky wird nach seiner Wiederherstellung auf einige Tage von München nach Berlin rechen, von wo aus er sich zu längerer Erholung nack) Italien begibt; Jswvlkys Rückkehr nach Petersburg soll ansang Juni erfolgen. Vie Reichrversicherungrordmmg. Zu unserer gestrigen Veröffentlichung ist uns von anderer Sefte folgende Zuschrift zugegangen: In dem in gestriger 9hnnmer dieses Blattes mit der Ueber» schrist „Die neue Reick)sversicherungsordnung" veröffentlichten Artikel ist gesagt, die Vorlage werde erst im Herbste dem Reichstage zugehen. Diese Annahme entspricht, wie aus zuverlässiger Quelle bekannt, nicht der Absicht des Reichsamt des Innern. Der Bundesrat, der den Entwurf der Reichsversicherungsordnung sofort nad) dem Eingang den zuständigen Ausschüssen überwiesen hat, wird voraussichUich in Kürze die Durcharbeitung desselben zu Ende geführt haben. Er kann dies umso eher, als der Entwurf schon 3—4 Monate vor seiner Veröffentlichung den einzelnen Bundesregierungen zur bertraulidjen Aeußerung vorgelegen hat. Sofern nicht — wider ©murrten — Hindernisse eintreten, wird der Entwurf dem Reichstage noch in dieser Tagung zugehen. Von einer allgemeinen Besprechung des Entwurfs zu einer „Reichsversicherungsordnung" muß ich an dieser Stelle absehen; ebenso von einem Eingehen auf die einzelnen Teile. Es möge nur gestattet fein, einiges zu dem erwähiften Artikel zu sagen. Zunächst sei darauf hingewiesen, daß das Krankenversicherungsgesetz von 1883 nicht „bereits" 1903 sondern letztmals 1903 ergänzt und abgeändert worden ist. Bei Beratung dieser Novelle zum Krankenversicherungsgesetz hatte der Reichstag an die Regierung das Ersuchen gerichtet, geeignete Vorarbeiten zu dem Zwecke eurer organischen Verbindung der drei großen Versicherungsarten, Kranken--, Unfall» und Jnvalidenversick)erung, zu beginnen und tunlichst schnell durchzuführen. Der Reichstag wollte vor allen Dingen eine Vereinfachung der Arbeiterversicherungsgesetzgebung und eine Verbilligung der Verwaltung. Ob diesem Ersuchen durch den Entwurf zu einer Reichsversicherungsordnung nach jeder Richtung bin insbesondere aber dem Ersuchen nach einer Verminderung der Verwaltungskosten Rechnung getragen worden ist, scheint mir bei nüchterner und objektiver Betrachtung des Entwurfs zum mindesten fraglich zu fein. Für den Theoretiker unb für viele andere, mag der Entwurf etwas Begeisterndes und Anziehendes haben, der nüchterne Praktiker aber laßt sich von Augenblicksstiminungen nickst leiten; er übersieht das Ganze, er prüft und wägt die Vorteile und Nachteile. Von größter sozialpolitischer Bedeutung in dem Entwurf ist die Herbeiführung einer gleichmäßigen Ausdehnung der Versicherungspflicht in den einzelnen Versickierungszweigen. Dies erscheint mir noch viel wichtiger, als die Schaffung emes „gemeinsamen Unterbauet" für die Arbeiter-Versicherung, von dem die „Kölnische Zeitung" mit Recht sagt, daß er naturgemäß diese Aufgabe nur halb erfüllen könne, weil unter ihm noch die Krankenkassen stünden. Die Einheitlichkeit in der Rechtsprechung auf dem Gebiete der Krankenversicherimg wird nickst, wie der Verfasser deS Artikels meint, dadurch herbeigeführt werden, daß nunmehr über 800 Vers icherungsämter statt der Verwaltungs- pp. Behörden entscheiden, sondern sie wird in der Hauptsache dadurch erzielt werden, daß nunmehr auch das Reichsversicherungsaint als höchste Spruchinstanz bei der Krankenversicherung in Betracht kommt. In der Krankenversicherung hat der Versicherte wie feitber, seinen Anspruch auf Krankenunterstützung zunächst bei der Ktan'en- faf)e geltend zu machen. 8hir wenn diese den Anspruch ablehnl entscheidet nach Anrufung das Versicherungsamt. Bei der Unfall- und Invalidenversicherung ist das in dem Artikel angeführte Verfahren vorgesehen. Dieses Verfahren wird aber jedenfalls den in der Begründung zum Entwurf erhofften Erfolg, Aus Stadt und Land. Gießen, 4. Mai 1909. —- Elektrische Straßenbahn. Die geringe Breite der Bürgersteige macht es in vielen Straßen unmöglich, Maste für die SpanndrLhte der Oberleitung aufzustellen. Man mußte daher von vornherein damit rechnen, daß die Hauseigentümer erlauben, an ihren Häusern Rosetten für die Befestigung der Spanndrähte an zubringen, was auch in der Stadtverordneten-Versammlung mehrfach betont wurde. Demgemäß hat die Bürgermeisterei vor einigen Tagen die betreffenden Eigentümer ersucht, der Stadt vertragsmäßig das Recht hierzu eftizuräumen. Wie wir hören, ist eine größere Zahl solcher Verträge bereits abgeschlossen, während andere Besitzer eine Entwertung ihrer Grundstücke fürchten und nur eine widerrufliche Genehmigung geben wollen. In arideren Städten hat die Erfahrung gelehrt, daß solche Bedenken nicht begründet sind. Dagegen wird es unserer Stadt kaum möglich sein, das Unternehmen durckzuführen, wenn der eine oder aridere Besitzer die Erlauonis später zurückziehen und die Stadt damit in die größten Schwierigkeiten versetzen kann. Selbst-, verständlich muß der Besitzer eine Sicherheit dafür haben, daß das einzuräumende Recht ihm künftig nicht lästia wird und er namentlich bei Um» oder Neubauten nicht behindert ist; nötigenfalls muß die Stadt auf ihre Kosten die Rosette vorübergehend durch einen Mast ersetzen, der dann meist innerhalb des Bauzauns ausgestellt worden kann. Wie wir uns überzeugt haben, sind in dem von der Bürgermeisterei ausgearbeiteten Vertragsentwurf die Rechte des Eigentümers in weitgehendem Umfange gewahrt. Man hofft allgemein von der Straßenbahn eine günstige Einwirkung auf die Entwickelung unserer Stadt und die Grundstüüswerte. Es liegt daher im eigenen Interesse der Hausbesitzer, kleinliche Bedenken zurückzu- [teilen und durch Gewährung der nachgesuchten Erlauonis^ j das große, gemeinnützige Unternehmen auch ihrerseits nach Möglichkeit zu fördern. Nr. 103 y V Erstes Blatt 159. Jahrgang Dienstag 4. Mai 1909 ”"5‘leer «is» A _ — «°zug»,retr- Girbener§amllirnbl8tter; M »Ul» W 1L 3'veiqiicflc).. zweimal wöchentl.Xreis- M MM W « V SLX BÄW SS @8 MW W W zOfl H S monatlich 65 Pf.; durch blatt für den Ureis Siehrn Mfl H W Kz ■ M ■ ■ E ■ die Post Mk. 2.—viertel- (Dienstag und Freitag); ■ ■ W W W JSffl W W A».. B jährl. ausschl. Bestellg. General-Anzeiger für Oderheffen MZW 2Innal|mc von Anzeigen V *7 1 L r f u. Land" und.Gerichts- bis Rofofionsbni» und Verlag »er vrühl'schen Unlv.-Vuch- an» Stemdruckere! kl tätige. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schuistratze 7. An,°io°niI^ !Ed-rgch«,dii n zu Gießa wir die Fimen, di echm, daß sich in die LieserantL können. l dem unterzeichU Jin ’^oman RelcSumLee^ns- »eine ÜberuPo,‘ gjwlin W. 57 *n -------- • Telefon 555 • leban. grösster Äosä en von Mk, 5.- an tographie :: :: :: Arbeiten 146! Qualität gchuls- 11, ***v\k« m W* ngsten an dm ZM -ZK er sreiea ordentlichen Versammlung folgende Resolution an: Die am 2. Mai 1908 in Gießen tagende außerordentliche Mit» gliederversaminlung deS Vereins der Tabakinduftricllen von Gießen und Umgegend spricht ihr Bedauern ouS. daß der Hcrr Reichskanzler den Tabakverrin ganz besonders tadeln zu muffen glaubte, umsomehr, da der Regierung seitens de( TabakvereinS Entgegenkommen gezeigt wurde. Einmütig und unter großem Danke erklären wir unS mit dem Vorgehen der Denkfchristkommifsion einverstanden und betonen ausdrücklich, daß das System der Gewichtssteuererhöhung, wie eS die Denk- schristkommission in Vorschlag brachte, allen Beteiligten, insbesondere auch den kleinsten Betrieben beffer als jede andere BesleuerungSart Rechnung trägt, sowie bet mäßigen Sätzen die Hoffnung läßt, daß die Schwierigkeit des UcbergangS in die neuen Verhältnisse ohne zu große Schäden für daS getarnte Gewerbe in nicht zu langer Zeit überwunden werden kann. Wir sind felsenfest überzeugt, daß nur ein ge- s ch l o s s e n e S Vorgehen des Deutschen TabakvereinSLchlimmcrcS verhüten kann und bitten alle Kollegen, einen einigenden Beschluß herbeiführen zu wollen. *• Luft schiff Häfen. Man schreibt uns: „Ttr erweiterte Ausschuß bc*3 württemberaischen Luflflottenvereins hat einen Arbeitsausschuß für die Errichtung einer Luftschiff- Halle in Stuttgart gewählt. Zu der Versammlung waren auch der Lberbürgermeister v Gauß und ein Vertreter des Kriegsministeriums erschienen Sberburgermcister v. Gauß teilte mit, daß die Stadtverivalmng die Besä>affung eines Platzes mit allein Wohlwollen behandeln werde. Ten Aus- lührungen der Vertreter des Grafen Zeppelin war zu enttiehmen, daß eine Vetriebsgesellfchaft, der auch der ,Fuft- jchtffbau Zeppelin" nahesteht, die Einrichtung eines fahr- planmäßigen Luftschifiverkehrs von Luzern oder Friedrichs- Hase, l über Frankfurt a. M. nach dem No rden in die v>and genommen hat. Es wird von den Bewerben der Städte durch Angebot von Landungsplätzen abhangen, welche Linie im einzelnen gewählt -rocii wird. Die Luftschiff- ltnicn sollen bereits im nächsten Jahre in Betrieb genommen werden." Bei der günstigen Vage Gießens wäre ein Angebot, hier einen Landungsplatz zur Verfügung zu stellen, sicher nicht aussichtslos. ** Kolonialvortrag. Samstaa, 8. Mai, findet auf Veranlassung des Militäranwärter-Vereins Gießen im großen Hörsaal der Universität durch Feldlazarett-Rendant Grämlich ein Vortrag über „Unsere Schutzgebiete" statt. Ter Vortrag wird erläutert durch eine große Anzahl von Lichtbildern. Zutritt hat jedermann, auch Damen. ** Eine eigenartige hochmoderne Fassade lucrben die beiden Häuser der Firma Aug. Montanus Nachfolger am Marktplatz erhallen Die Gebrüder Jmheuser, welche Eigentümer dieser Geschäftshäuser sind, haben einer Spezialfir>iia in Berlin Äust.ag erteilt, die Augcnseite der Gebäude modern und anfprcdicnb für geschäftliche Zwecke nach ihnen vorgelegten Plänen umzutvaudeln. Wie man hört, beträgt die dafür zu zahlende Summe die Höhe von 17—18000 Ml. Die Berliner Firma soll übrigens auch mit einer zweiten Firma in der Bahnhofstraße abge- fchloffeii haben ivegen Umwandlung der Außenseite des Ge- schäjtslokais, mn dasselbe entsprechend zu modernisieren. ** Die Generalversammlung des Bezirkszuchtverein ssiirVogelSbergerBieh für den Kreis Gießen fand am Samstag nachmittag im Eaf6 Ebel statt. Die Veranstaltung war wohl in Rüasicht auf die am 12. dieses Monats in Schotten anstehende Generalversammlung der Herdvuchgesclischaften für das Vogelsberger Rind schwacy besucht. Der Vorsitzende des Bezirks, Regierungsrat Tr. Merck, erstattete den Jahresbericht, aus dem mir Mitteilen: Der Verein hat sich im vergangenen Jahre um einen £rtdyid)toercin mit 21 Mitgliedern vermehrt. Es gehören ihm an die Trtszuchtvereine Allendorf (Lahn), Großen- Linden, Grünberg, Heuchelheim, Leihgestern, Steinbach, Watzenborn-Steinberg, Lauter, Bellersheim, Göbelnrod, Queckbont und Stockhausen Wickhardshain, zusammen 10 Srtszuchtvereine mit 419 Mitglieder. Im Jahre 1908/09 wurden im Bezirk neu nngetbrt 15 Bullen und 58 Kühe Vogelsberger Rasse Die alljährliche Jaseischau fand im Korbezirl Hungen-Lich über 33 und im Korbezirk Griin- berg ilber 15 Bullen statt Bei einer Stalischou im Oktober in Großen Linden, Allendorf a. d. Lahn, Heuchelheim, Watzcnborn-Ssimbcrg und Steinbach wurden im ganzen 53.) Mark für Preise zuerkanut. Ter Vorsitzende machte darauf Angaben nbcr die auf Veranlassung der LandwirtschaftS- lammet festgestellten Leistungsprüfungen bei Vogelsberger, nn Vergleich zu Simmentaler, Rindern. Es ergaben diese Durchschuittsletttungen bei ilchkühcn: der ®c- K»jt Geldwert flünmenlalev 3jäh- lige Lcistungs- Prüfungen Vogelüdcrger lifäh- rige Vciftungo- prüsungeu ___________________ Tie Juilerkonen nu oo kg Ücbcndgeivichk benagen: bei Vogelsberger nn 1. Lebcn-iat)r 49,25 Mark durchschnittlich sür beide Jahre 42,4-< , bei Simmentaler im 1. Lebensjahr öl,65 , 16,M _ burd)id)iuUlid) sür beide Jahre 49,26 , Mit dem Schutz der Singvogel deschastigt sich eine in der heutigen Nummer enthaltene Bclannt- madmng des Großh. Polizeiamts, woraus besonders hingewiesen fei. " Gießener V o l k s d a d. Im April wurden 8475 Bäder verabreicht gegen 8450 im Marz 1900 und 7660 nn April 1008 oder nn Turchschnitt täglich 263 Bäder gegen 273 nn März 1900 und 256 un April 1908. Ter Besuch l;<.t sich nn einzelnen wie folgt verteilt: Schwimmbad: 3238 Manner, darunter B66 zu 10 Pfg^ , 918 Frauen, , 164 10 , Wannenbäder 1. Klasse 244 Männer, 81 Kranen, . 3. . 781 , 545 Brausebäder 1. Klasse 870 Männer, 81 Frauen, 3. . 1976 , 215 Tanwi- n. Heißlnitbäder, sowie Massage Auf. 135 Alänner, 11 Frauen. Tie Personemvage ivurde von 220 Personen benutzt und daß Bad von 5 Personen besichtigt. ’• I n A iner 11a verstorbene Hessen Frau Charlotte H u t s ch l e r, geb Tag. aus Worms, S7 Jahre alt, -u Brooklvn, N.B - Henrn Hensel aus Bergheim, Psilch n>id)ie- zuuahine Kalbes Gewinn 208,80 5,40 38,55 64,88 253,56 10,54 35,45 76,23 74 Jabre alt. zu Washington, T E. — Ft Marg Ritzert, — Jäger und (ein Ende. Au® einem Vogelsberger Ctte schreibt un® ein Freund unsere® Blatte®: An» letzten Sonntag wurde hier eine eigenartige Hochzeit gefeiert; eß waren dazu zirka 200 Gäste emgelabcn, an verschiedenen Braten. Weinen, feinen Birren und Likören hat es dabei nicht gefehlt, auch von 500 Vsimd Mehl waren die feinsten Kuchen gebacken worden. Es war nämlich eine Jäger-Hochzeit: der Bräutigam war Rad Jäger, der Sohn des Heinrich Jäger VIII. und dessen Ehefrau Margarethe Jäger, eine geborene Jäger; die Braut war Emma Jäger, Tochter de® Wilhelm Jäger und dessen Ehefrall Elifc Jäger, geb. Jäger. So viel man Härte, wurde des Nachts von den jüngeren Gästen em Scheibenschießen veranstaltet, wozu rauchloses Pulver verwendet wurde. ? Hungen, 3. Mai. Gestern nachmittag gaben hd> hier die Zweiqvereine Frankfurt, Weinbau jen, Gießen, Bud ngen, Fried berg und Nidoa des Vogelsberger Hoben- Klubs cm Stelldichein, zu dem auch die Sessionen Grünbcrg, Lauoach. Särollcn, Ulrichsieui mW Alsfeld erichienen waren. Kur; von 2 Uhr trafen die Wanderer über Bad-Salzhaufen. Forstbaus Glaub- zahl und Langd hier em und wurden am Eingang der Stadt seitens der hiesigen Sektion herzlich bcroilltommi. Nach Absingung cmed Liedes zogen die Vcrcrnc mW Sektionen unter Vocantritt einer Mterlung der Gießener Regünemskapelle in stattlichem Zuge, in welchem sich auch viele Damen beianbat, durch die Ztadt in der saal der „Traube", wo das Mittagessen eingenommen wurde. Nach dem Essen sand eine Besichtigung der Stadt, des Schlosses mW der Kirche start, worauf man sich wieder im Gasthaus „Zur Traube" zusammenfand. Uriidnebene Ansprachen wurden gehalten, die mit kernigem „Frisch auf" ausklangeu. Tie Koiizerlstückc der Musikkapellc und allgemeine Gesänge hielten die Teilnehmer m froher Stimmung zusammen, bis die ßcü zum Aufbruch mahnte. Die wieder heimkehren d^rn Vereine wurden mit Musik an bic Bahn begleitet, ivo man sich herzlich verabschiedete. Ostheim b. Butzbach, 3. Mai. In Kürze wird hier Bürger m et st erwähl fiattfinben. Ter oltbeivährte Bürgermeister Joh. Jak. Schneider, der schon 2 7 Jahre ununterbrochen an der Spitze der Gemeinde steht, wird dabei zum drittenmal kandidieren und voraussichtlich wie früher ein- ftimniig wiedergewählt iverden. -s- Bad-Nauheim, 3. Mai. Heute und morgen findet hier der Verbandstag der hessischen Vorschuß- und Kred it oerc ine nn Theatersaale deö Kurhauses statt, den der Großh. Kurdircttor zur Verfügung gestellt hat. ?luf der Tagesordnung stehen gegen 20 Punkte. Tie übrige Zeit soll zur Besichtigung des Bades benutzt werden. Es sind über 100 Vertreter aus allen Teilen des Hessenlandes anwesend. [] Marburg, 4. Mai. (Tel.) An der hiesigen Universität sind bis jetzt schon bedeutend mehr als zweitausend Studenten immatrikuliert. [] Marburg, 3. Mai. Am 6. Juni beginnt hier wieder ein vierwöchiger Kursus zur Ausbildung von Turnlehrern und Studierenden in der Leitung von volkstümlichen Spielen. — Zwischen Schweinsberg und SDlaröorf im Kreise Kirchhain landete gestern nachmittag um 6 Uhr ein mit zwei Damen und zwei Herren bemannter Luftballon aus Düsseldorf, der um */,ll Uhr aufgestiegen war. Die Insassen erzählten, daß sie bei 15 Grad unter Rull Ccls. in einer Höhe von 4600 Meter gewesen seien. A l b s h a u s e n, 2. Mai. Q,eifern morgen wurde neben dem Eisenbahngleis zwischen Burgsolms und hier der 25 Jahre alte Bahnarb.iter Wilhelm Hofmann von h.er von Beamten eines Güterzuges bewußtlos mit einer Kopfverletzung gefunden und nach Burgsolms gebracht. Es ist anzuncymen, daß Hofmann beim Nachhauseweg von einem Zug angefahren worden ist. Ter Verletzte wurde in die Klinik nach Gießen verbracht, wo ein Schäoelbruch festgestellt wurde. (Wetzl. Anz.) X. Hanau, 3. Mai. Nächsten Sonntag findet hier der 21. Bezirkstag, der dem Deutschen Techniker- Verband angehöreuden Mitlelrheinischen Bezir tsverrval- tung statt. Ter Bezirlsverwaltung gehören an die Zwe.g- vereme Tarmsladt, Trcicich, 5ruiit|urt a. M., Friedberg, Fulda, Gießen, Hanau, Homburg v. d. H., Mainz, Lffen- bnd) a. M., Weilburg, Wiesbaden und Worms, sowie Einzel- Mitglieder in tnehr als 100 Lrtcn des Main- und Mittel- rheingebictes. FE. Wiesbaden, 3. Mai. Am 4. Mai begebt der in weiten Kreisen dec Laiwwirtschast, besonders in Nassau, der Wetterau, bem Ried uiw der Pfalz, kbr bekannte und um die Landwirtschaft 1-ocbverdicute frühere Lehrer an dem lanöwirt- ichaftlichen Institut Hvt Gcisberg, ticlKimer Regierungsrat Prof. Tr. Tünkclberg keinen 9 0. Geburtstag ui Wiesbaden, :oo er im Ruhestände lebt. Meine i l Hessen unb den Nachbarstaaten. Bei der Laninchen-Ausstellung in Garbcnhcim erhielt außer den bereits miigeteilten Züchtern noch Ludwig Kreiling-'.vießen einen 2. Preis in der Abteilung B, Silberkainnchen. <ßcrid?t»;aai. R. B Darmstadt, 3. Mai. Ter 3b Jahre alte Schlosser Hugo E v v ma n n von Erünbadi, her in der 'Jiadu zum 14 Fedr. im :>iau>ch ui seiner Wobiuing t’.c eigen irbeirau bedrohte und durch ein iuuD 'ihr geworfene^ Messer sein Dicriiibrigeo caneben liegendes muio tötete, wuide heute von der Strafkammer iveatn iahrläinger Tötung und Bedrobwig .u 10 Monalen und 2 Woä)en Geiangiiis verurteilt. Er erlanntc das Urteil an. Vermißtes. * Ein unduldsamer deutscher Lffizier. Ein Herr Ernest Barbotle, dessen Ballon Sl. Louis im Württemberg,scheu lande:., richtete an den Matin einen Brier, ut dem er sich über dre Behanolung durch die deutschen Behörden beschwert. Barbotte und sein Begleiter wurden angeblich und dort in Gegenivan eines Bolrzeibeamicn uiu> eines In- santcrie-LeuMlNUS linier’ud>L Auch der bereits verbuche Ballon wurde auf dem Badiil^' aus.inaiider genouimen und genau umenuebt. Auf die Bc'ch’verde Barboites annvortete der auf- iichlStüdrende Ti'iiier, er bade bestimmte Anweisung. UebrigenS bade man vor zwei Monaten cvuifä^ Cntiier., die in Frankreich landeten, zur .Zahlung von 500 Franc» Zollstrafe gezwungen. zieren und ibn dem SuindnnctParr zum Geschenk machen. Man wird gut tun. erst die Bestätigung dieser font>erbaren deutscher Onizier io wert vergessen könnte. Im »rbrigen aber ist dies An der '' i.irlung • ' - "er auch in beet Kleine Tageschrouil. Ter Vitterungsumsclag. : m den letten Tae*n in Len und Mittel Teutia'iond cin.K:rctrn i«. bat i,ch auch in ^iapern und Südtirol bemerkbar gemacht. Doe: drrnchl feit vorgestern btüige4 S chneegenöber Im Gebirge liegt der 2*nrc füllennxti- .40 Em bod Auch m München trat starker Schne.joU nn. So^ar Jtal.cni ist stark o.imaeiuch: denn in Venedig ist feil Sonntag tn: Temperatur au» Null gesunken In Beltuno wütet starkes Sa»neeaestöder. Wie perlautet, bat die Gesell'chait Loewc das Flugmaichinen- Daknt Wrights für 600000 Mark tüt Deutschland er* worben. Em irrsinniger Wallfahrer aus Ried in C'fier• reich verursache in dem oberbanerischen WalsiahrtsoNe Altötting einen Aufruhr Er lärmt in der Mirdx und konnte erst von 4 Männern bewältigt werden. Im Krankenhause riß er die Heiiungsanlage auseinander und icritörtt die ganze Zelle. Acuerrocbr mußte die Zelle unter Wasser setzen, mn den Tod'üchtigcn kamviunjähig zu machen Trotzdem waren 7 Männer nötig, um den Rasenden zu überwältigen. In Rom nntrbe gestern cm kurzer Erdstoß wahrgenommen, der von unterirdischem Getöie begleitet war. In Paris kam cm adüiäbrtgcr Knabe bcun Spielen en em Starkstromkabel zu nahe und wurde getötet. Zwei. Männer, die den Knaben zu retten Deriuducn, wurden ebenfalls geu>tiL Erst der Jcuenoehr gelang die Bergung der drei Leichew CinacfaBOte Um einer etwaigen irrtümlichen Auisassung der Stellung des Buiid« Deutscher Bodenrewrmer zur Beucueruung de.- unverdienten 2öertzuivachscs von vomherern zu begegnen, sei e.» uns gestattet, auf folgendes hinzuweiien: 1. Die von dem Bund seit langen Jahren vertretene fn>r« berung hat sich niemals auf etwas anberr. gcnchtci alt- auf die Bficueruiig des uitDcrbinunt Werizuii-achie.- von ivrund unHI Boden Der Begriff „unverdient" ichsießt tebt durch xapitalfl und Aibert bewickle Wcrtsteigerung aus. so da« nur da» durch das Zusammenwirken der Gesamthcii Gemeinde, Staat, Reich, gcsclzasfene Mehr steuerlich ersaßt iverden soll. 2. Eine Besteuerung des i^ewimics au-? Börsenoap,eren und anderen '.Viobilicn liegt den bodenresormerlschen i'^eaiikcngangc» durä-aus fern. Ter Bund als solcher bai sich niemals mit chr besaßt. Wo sie aber von einzelnen Theoretikern der Bodenreform in den Kreis ihrer Betrachtung gezogen wurde, hat sic stets eme entschiedeiic Ablehnung erfahren. 3. Plan ging dabei Don der Erwägung aus, daß eine Steuer auf den Bodcii und eine Steuer auf '.'trbeit uund Modincn tme einander eiilgegengefetzte Wirkung haben Tie erstere bat, mban sie iiameiului) dem fpekulalwen ^uruekhaltcn dtS Bodcii» em- gcflcnarbertet, dre Teliden;, dessen Benutzung als Wohn ua» Werkitätte zu erleichtern und dadurch i'ic Produktion zu -oroeri. Tic Steuer auf Plobilien bringt bic Gefahr mit sich, gleich Ut Steuer auf Arbeit, bic Unternehmungsluft zu dämpfen und dadurch die Produktion zu hemmen. Ter Vorstand der Lrlsiruove GießeU des Bundes Teutl'chcr Bodenrefonner. Gießen, den 2. iDiai 1909. JdanOel mhO Verkehr, Volkswirtschaft. M a ii n h .' i m . Mai - in Mamcheim beruft aus den 26. Mai eine nubrrorbentlid* Generalversammlung mit folgender Tagisordnung: Genehmigung deS Vertrages, durch den der Scluvarzwoider Baiikvereiii in < vv berg fein Vermögen acs Ganze.- unter Ausschluß b r Li. ...dat on an bic 'JUjeiniidK Kcedü Bank übertragt »Fuiion ; die Aktionäre de 1000 Mk. zwei Aktien der Rheinifä>cn Kredit-Bank von ie 1000 Mk., lonnc gkidjjfitig in Baar 5 Proz. vom Nominalbetrag der »um Umtausch eingereichten Scliwarnvälder Bankocreins Akt«, n < rdöhu'i.z dcs Grundkapiial® zu diesem . Innd, fowic jur Bersinrkun evr Betriebsmittel um insgesamt 10 Millionen Mark auf «ö Mu« l io neu Mark. Märkte. ke. Frankfurt a. M., 4. Mai. Beu- und Etrohmarkt. Augefahrcn waren 20 Wagen peu und 1 Wagen Stroh. Bezu-.t ivniüe 'in He»i Mk. 3.80.—4.4", Stroh Mk. 3.»u-U.0Ü. Xie Jufu4r flammte ans den Kreisen Büdingen, Dieburg und 'Jlitoa. — Boraussichtltche Witteruu- nu Heften am Mm 5. Tlai: peiici unO trodcii. Rächt« noch kalt, am Tage wärmer. Nördliche Winde. - - München, 4. Mai. Grzvischof Tr von Stein t-; heute früh 11 Hin gestorben Original-Vrahttttclöuitgcn. 6t u t tfltt i i, 4 Mai ui dec Fam.uc res verstof denen früheren Mülisterprasidentcn v. Mitinacht sind herzliche Beileidstelegramme des Kaisers, des Reich»' kanzlcrs unb des Staatssekretärs v. B.'iynianii Holiwetz cui» gegangen. Paris, 4. Mai. Die Gesamtzahl der durch die tx- Hörden disziplinarisch verfolgten Postbeamten beträgt o2. Das Komitee ist gestern zusammengetret«. um Maßregeln gegen die disziplinarische Verfolgung bet Kollegen zü treffen Tie gesauten Besrnlusse iperbcn streng gehcinl gehalten Man glaubt bqtimmt, daß eine od gemeine Arbeitseinstellung erfolgen wird Tic Lage wird infolgedessen als sehr ernst betrauftet. Bon txn ae richt sich verfolgten Postbeamten dürfen nur funi nn Besitz ihrer Titel bleiben. — In Ttjon sind zwei Poitbeamtc, m St. Elientie einer ivegen ihrer Sia fung am Tage der Maifeier ihrer Stellung enthoben worden Paris, 1 Mai. Sie Nachforschungen nach der Per son, die ein Kabel mit 300 Lelegraphcndrätsien in t*r Nähe des Westbadnhofes durchschnitten Kat, Haden noch zu tetnem Ergebnis geführt. Jndcfsen ui die Posi^-l bem Täter aus der Spur. K o n st a n 11 n o p e l, 4 Mai Nach privaten Nachrichten aus Asien ist die Vage dort e r n ft. In orzcrum wurocn 30 Armenier getötet In Mersina bedroht ba* Volk das deutsche, englijihe und französische Komulat, wohin sich viele Christen geflüchtet haben. K o n st a n 11 n o p c l, 4 Mai I itungSmeldungen folge wird der Sultan demnaäm fine Reise tn das Innere dcs Landes antreten Unter anderen wird er So- lonifi und Smnrna besuchen Konstantinopel, 4 Mai Ta der Ersulta» Abdul Hamid bereits angcfangen hat, scme Wachter zu bceinfiussen, sind nuum..>r d e x‘a..itaäkcr in erniUwx Erwägungen cingetrvten, emen anderen abgeschlossenen Jnternierungsorl ausfindig zu machen. London, 4 Ma». Ti-.- Ai'kunft 4ön,g Eduard» in Paris wirs nächsten Mittwoä, erwartet Tci ‘tönifl nnro ivabrichcinlid» di« Samstag in Paris verbleiben. b bCm MfrüiTtwra* Auergoee .--chatt ■erth» O. 17. Iw < mT4* ®«we- 70° o Stromerspamis- iter achte luldw' qei owe*. Namen 2673 Giessen, den 4. Mai 1909 Frau Christian Hohmeier Wwe den z. Mai 1909 Giessen, Sonnenstr, isthässEch.. (2680 Driburg, den 4. Mai 1909. Lr. von 03327) kaust mau vorteilhaft bei 2593 Ludwigftraße 28 Telephon 473 andere" Zu haben bei (2376 M. ficgkr, PserKmctzcr Das Lene vou allen Fetten zur (Erhaltung des Hufes ist wrbeictt Adolf Levy und Frau Claire geb. Rosenthal. Arbeiterhosen Arbetterjacken Arbeiterblusen Arbeiterhemden Arbeiterschürzen' Arbeiterstrümpse Arbeitersocken Schlosseranzüge Dreühosen Künstler- oder Malerblusen empfiehlt billigst Das Befie I für die Im Namen der Hinterbliebenen H. E. Jughardt. Fs>eihank Schweinefleisch 50 Psg. [ Die Geburt eines kräftigen Jungen zeigen hocherfreut an Sä Wett, wurden etz« S>tg der dr.'i 9 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Kari Hohmeiea6* Schlossermeister. Ja^olisiere i dein J Bk Venvandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, dass unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter r Lrlsgruppe Gietza itjchcc Lodenreformc Im Namen der tiestrauernden Hinterbliebenen H. Wagner, Telegr.-Leilungsausseher. Gießen, Bahnhofstr. 58, den 4. Mai 1909. )olk»Virtsch^ cinische Kredits! Kai eme au&etwtaiidx gcsordnung: toNguni caibtr Lankvmm in Tn- Ausschluß der Sicuibatwi jt (iyuimni; die Äuon^ 1 jm Arge des llmiauite -Men von je 1000 A - von je 1000 M, M nalbenag bet Mi Um« ereins-Men. ÄWung nc zur ÄcrpriM de, M Rar! aus 85 Ai- unter Garantie guten Sitzes Heinrich Euler Schneidermeister 2080 ----- Lchillcrstr. 7 ----- lieber Nacht I trocknen die Fußboden Farben aus der Bictorm Drogerie Adoif ILielvi-, Marklstr. 5. Leleph. 555. tu. und Strohs 1 Vagen Stroh. »- nt. 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Für die vielen wohltuenden Beweise herzlicher Teilnahme, die mir während der langen schweren Krankheit und bei der Beerdigung unserer lieben, unvergeßlichen Frau Elisabethe Wagner geb. Seipp erfahren haben, insbesondere Herrn Pfarrer Barth für die trostreiche Grabrede, sowie allen Freunden der Berstorbenen für die überaus grobe Kranz - und Blumenspende sagen wir tiefgefühlten Dank. .. ^'Mgesucht . HGtht atur Qilr Denn j* Ätiü . Die Beerdigung findet Mittwoch den 5. Mai. vormittags 11 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. ÄVErtt£tcnc L°f suchtet als auj h ßS!tunb«ii J?-c durch "itoiitt Mo taj nut das bum Staat, n;u.5 WnöQbieren w nennen tatengangc w ltd) niemals mit ft ’rctifem her Bodenref^ wurde, hat sie stets ei uug aus, daß eine St® tbcit uunb Mdilien q t Tie elftere Hai, jn> ibnltcn des Lobens c -Nutzung als Lohn- g ic Produktion zu jüttc W mit sich, gleich iluft zu dämpfen rnibb 2(ufluit Noll, ÄreupSrogmt, Bshuhofstrlihc 51 Dunkclkammer zur Verfügung._____________ empffehlt seinen (03024 bür^riilh. Mittagstisch zu 80 Pfg., im Abonnement billiger. IsizensK. Für Großberzogtum Hessen Darmstadt, ausgenommen Mainz, ist ein Patent-Hansbaitungs-Massenartikel, womit 8—10000 Mk. pro Jahr zu verdienen sind, abzugebcu. Herren, die sich eine angenehme und gute Position gründen wollen und über 1200 Mark verfügen, wollen ihre Offerte richten an Brinüzer Bureau, Wiesbaden Z‘is Kirchgasse 47. 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