Nr. 301 ter Sleftentr anjetjtt erscheint täglich, ander Sonntag«. - Beilagen: viermal wöchentlich 6ief>ener$amilknblätter; zweimal wöchentl.Ureir- dllltt für drnKrei; Kietzen (Dienstag und Freitag); zweiinal münotl. Land» wirtschaftliche öritsca-en Feruiprech- Anschlüsse: für die Redaktion 118, Verlag u. Expedition 61 Adresse für Depesche»; Anzeiger Wieben. Annahme von Anzeige« für bie Tagesnumrner bis vormittags 9 Uhr. Erstes Blatt Donnerstag 23. Dezember 1909 ISS. Jahrgang vezugoprev,: monatlich 75 Pi^ viert el- jährlich Mk. 2.90, durch Abbol» u. Zweigstellen monatlich 65 lit; durch die Bost '!'{(. 2.—Dtertcl- jährt, ausschl. Beilellg. Zeilenprets: lokal 15Ps^ ausioärr« 20 Pienntg. Lhetredakteur: A Goetz, verantwortlich für den politischen teil: August voetz, für .Feuilleton' und .Vermischtes* K. Neurath; für .Stadt u. Land- und »Gerichts- (aal': E. Heb; für den Anzeigenteil - H. Beck. General-Anzeiger für Oberhessen votationrdruck rmd Verlag der vrühfschen Unto.-Vuch- und Steiaörnderd H. tauge. vedattion, Expedition und VrnSerel: 5-iilstratze 7. Kunstkrieg scheint sich noch zuverschärfen. In der gelingen Llbendsitzung des Gemeinderats richtete Bürenossenschatt als Klara Ziegler-Stiftung für kranke Schauspieler zufalle. Sie bestimmte, daß ihre Leiche im Krematorium in Ulm verbrannt wird. — Franz Lehar, der Komponist der .Lustigen Witwe", hat soeben ein neues Werk vollendet, diesmal eine ernste Oper, die den Titel „Soldatenliebe" führt. — Siegfried Wagners neue Oper „B a n a d t e t r i ch" erlebt am 23. Januar im Hostheater zu Karlsruhe ihre Uraufführung — In Straßburg ist der klassische Philologe und Altertumsforscher Ludwig Friedländer im 86. Lebensjahre gestorben. Von seinen zahlreichen Veröffentlichungen gewann sein großes Werk: „Darstellungen aus der Sittengeschichte Roms in der Zeil von August bis zum Ausgang der Autonine" WÄtruhm. Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Die Mllltördittatur ht Griechenland. Obwohl der „Daily Tellegraph" noch vor kurzem meldete, daß weder der König, noch die Regierung die griechische Militärliga mehr respektierten, weil in ihrem Schoße Zwistigkeiten ausgebrochen seien, und daß demgemäß ihr (Silbe nahe bevorstehe, so fdjeint sich doch in Wirklich-« fett die Militärtiga ihrer Herrschaft noch sehr sicher zu fühlen, und alle Differenzen hinsichtlich der Bestrafung der an der Typaldos-Affäre beteiligten Offiziere einstweilen zurückgestellt zu haben. Hat sie sich doch soeben erst ein Stückchen geleistet, aus dem zur Genüge hervor- gcht, wie sie ihre Herrschaft auch gegen das Parlament auszuüben gedenkt. Am Montag abend hatte der Kriegstninister Lapathiotis der Kammer den Entwurf der neuen Heeresvrgänisation unterbreitet und dabei bemerkt, daß die Regierung die Heeresverwaltung in durchaus verwahrlostem Zustande von ihren Vorgängern hatte übernehmen müssen. Da diese Worte nur auf Thvotokis zielen konnten, der neben dem Portefeuille des Ministerpräsidenten auch dasjenige des Kriegsministers übernommen hatte, fühlten sich die Theo- tokisten beleidigt, es kam zu einem Kammerskandal, und Theotokis verließ mit seinen Anhängern den Sitzungssaal, wobei er die Drohung ausstieß, er würde sich an das Volk wenden und mitsamt seinen Anhängern den Kammersitzungen nicht melfr beiwohnen, falls nicht der Kriegs- mtnister Lapathiotis von seinem Posten zurückträte. Dadurch ist nun eine sehr kritische Lage im griechischen Parlamentsleben heraufbeschworen worden, denn Lapathiotis ist Vertrauensmann der Militärliga, während Theo- tokis in der Kammer so viele Llbgeordnete hinter sich l)at, daß ohne sie die Kammer beschlußunfähig wäre. Der Ministerrat, der, wie sich jetzt zeigt, noch völlig unter hem Einfluß der Offiziere steht, will Lapathiotis nicht fallen lassen, und Theotokis wiederum scheint von seiner Forderung der Absetzung des Kriegsministers trotz aller mit ihm' gepflogenen Verhandlungen keinen Fuß breit weichen zu wollen. Jetzt schon die Kammer aufzulösen und Neuwahlen ausznschreiven, erscheint der Regierung nicht tunlich, da einmal die Kreter keinen Hehl daraus gemacht haben, daß sie sich an den Wahlen beteiligen und Abgeordnete in die griechische Kammer entsenden würden, mithin Griechenland dann ein ernster Konflikt mit der Türkei drohte, und da zweitens bei der Erbitterung des grieckstschen Volkes gegen die Militärpartei und die von chr zur Durchführung der Heeresreform verlangten neuen Steuern der Sieg der Theotokisten nur zu gewiß wäre. Unter diesen Erwägungen hat nun tue Ofsiziersliga »— und Mrin zeigt sich wieder die von ihr ausgeübte Militär di lratu r in schlimmster Form — sich nicht entblödet, dem Parlament sagen zu lassen, daß sie eine Fortführung der Kaminersitzungen verlange, ja, sie hat sogar über den Kopf des Ministerrats und Kriegsministers hinweg die drei in Patras, Nauplia und Chalkis stehenden Regimenter nach Athen marschieren lassen und die dortige Garnison in den Kasernen tonsigniert, um eventuell mit Gewalt die De- schlußfäl igkeit der Kammer herbeizuführen. Ob sie hier nur durch" den Schreck der Bajonette auf die Abgeordneten wirken .oder die Theotokisten von Patrouillen zwangsweise in die .Kammer bringen lassen oder schließlich durch einen Staatsstreich die Geschäftsordnung der Kammer ändern und vielleicht gar selbst die Regierung übernehmen will, ist nock) ?/ücht klar. Jedenfalls aber kann ein solches Unterfangen das Faß der griechischen Geduld sehr leicht zum UeberYaufen bringen. _ . , ... Sföie ernst die Lage in Griechenland augenblnrlich tsi. ICUincs ZerrMeton. .1— Cooks Verdammung ist jetzt amtlich voll- toaefn 3u dem gestern schon veröffentlichten amtlichen Mert sich nun auch ein Mitglied des Ausschusses. Der/ Polarforscher Knud Rasmussen, der von dem Unt-ersuchungsausschuß zur Begutachtung zugezoaen war auß.nttc einem Mitarbeiter des „Tages", daß solch elendes Ma.terial, foLd/e wertlosen Bemerkungen über Wind, Eis und-/ Schnee sicher noch keiner wtsienschaMchen GeseN- sckfa^st vor gelegt worden senn. Entweder ist Cook ein •fe ‘a TSf.'vjl?«:' k» " ä. ttsfisxssg "derrlieh^nen Titel eines Lb" r en do ktors ab zu erkennen. Jtijns ässs’vIFsÄE® 3 Vn-ad’ H -tüd überhaupt Starke nndirubmen wul '"noern ÄSÄKftg- SFfifif sÄ&rS™. jSK“ 5 =5 äks Die Beisetzung öes Königs Leopold. der Provinz, statt. Äurz nad schlosse die Vertretungen der Raia auf den Ministerpräsidenten verübt hat, machte heute einen Selb st Mordversuch, indem er vom zweitenStock d eS Justizpalastes herab spran g. Aus Gcsterreich-Ungarn. Wien, 22. Dez. Das Abgeordnetenhaus nahm nach kurzer Debatte das B u d g e t p r v i s o r i u m mit 246 gegen 202 Stimmen in allen Lesungen und sodann die Vorlage betr. das Svirituskontingent an. . ,, Die Abgeordneten haben in allen Lesungen das Gesetz über die Förderung der Viehzucht und der Viehv er Wertung in allen Lesungen das handelspoltttsche Er-- mächtigungsgesetz und zwar den rumänischen Handelsvertrag jnü 277 gegen 155 Stimmen angenommen, während der Rest der Vorlage, betr. die Ermächtigung der Regierung zum Abschluß von Handelsverträgen mit den übrigen Balkan staaten, in namentlicher Abstimmung mit 24B gegen 131 Stimmen angenommen wurde. Sodann genehmigte das Haus den Antrag auf Vermehrung der VizepräsidentenstkUen von fünf auf sieben, um den Nuthenen und der Union Latina eine Ver-- trrtimg im Präsidium zu ermöglichen. Nach Erledigung der dttüstandsangelegenheitcn wurde die Sitzung geschloßen und das Haus vertagt. e Ofenpeft, 22. Dez. Das Abgeordnetenhaus verhandelte heute über den Antrag Hollos, in dem verlangt wird, eS möge an den König eine Adresse gerichtet werden, daß eine selbständige nngar is che Bank am 1. Januar 1911 errichtet werden solle. Ministerpräsident SBcferle be- kämpfte den Antrag vornehmlich mit dem Hinweis darauf, oasi eine formale selbständige Bank den Kredit imb die Valntavm- hättnisse anfangs erschweren, nicht aber erleichtern werde. Nachdem der Abg. Mollo den Antrag befürwortet Imtte, wurde er mit 133 gegen 98 Stimmen angenommen. Der el-emalige Finanzminister Luka cs und der ehemalige Ministerpräsident Graf Khucu von Hedervarh reisen nach Wien und werden dem König über die Verhandlungen mit den Parteien berichten. ____________________ Brüssel, 22. Dez. Die Deputiertenkammer ist heute nachmittag zusammengetrcten, um die Adresse festzustellen, die morgen dem Prinzen Albert überreicht werden soll. Vonderveld (Sozialist) erklärte, daß die Angelegenheit in öffentlicher Sitzung verhandelt werden müsse, was der Präsident als gegen das Reglement bezeichnete. Die Sozialisten verließen darauf den Saal, schließlich wurde der vorn Ausschuß vorgeschlagene Text der Adresse angenommen. ____________________ vorausgesetzt, daß feine Parteigenosfen ficy nicht i-aorn einschüchtern lassen durch die Drohungen der Offiziere — den Fehdegana mit der Militärliga wagt. Die schwüle Atnwsphäre, die jetzt über Grieck)«nland lagert, würde dadurch jedenfalls gereinigt werden, wenn auch nid)t abzusehen wäre, welche Folgen dieser Kampf für die griechische rvönigsfamilie und das Land selbst haben würde. Aus Athen wird gemeldet: Die Abendblätter vom Mittwoch melden: Der König werde eine friedliche Lösung der Krise herbeizuführen suchen. Die Skimmer hat heute keine Sitzung abgeyalten. Int übrigen ist die Lage unverändert. Ein Trupp Studenten veranstaltete eine Kundgebung zugunsten des Obersten Zorbas. geht vor allem auch daraus hervor, daß der nriegsmintste. Lapathiotis, um Blutvergießen zu vermeiden, seine Demission bereits eingereicht hat Ob der König sie annehmen wird, steht sehr dahin, da die Ofsiziersliga ihr den energischsten Widerspruch entgegensetzt. So kommt für die Vermeidung weiterer innerer Wirrnisse in Griechenland alles darauf an, ob Theotokis mit sich reden läßt Wohl ist er ein sehr schwankender Charakter, der schon des öfteren gezeigt hat, daß er auch anders kann, als nunt von ihm erwarten mußte. Möglich also, daß er auch diesmal noch einmal nachgibt und sich mit einer Entschuldigung des Kriegsministers begnügt, statt auf seinem Rücktritt zu bestellen, möglich aber mich, daß er jetzt — vorausgesetzt, daß feine Parteigenossen sich nicht haben Brüssel, 22. Dcz. .Heute vormittag sand die Beisetzung! des Königs unter großer Beteiligung des Publikums, auck aus ~ " nach 9 Uhr versammelten sich im <5>tabt- ,,____ ________ _ der ausländisckien Monarchen, Minist^, Abgeordnete, Senatoren und h)he Würdenträger. Gleich nach der Ankunft des Prinzen Mbert um 10 Uhr sprach der ibarbinal- Erzbischof Mercier ein Gebet, worauf der Sarg auf cnen von acht Pferden gezogenen Leichcuwagen gefetzt wurde. .Hieraus setzte sich der Zug nach der Kirckst von St. iZnurule m Bewegung, an der Spitze die Deputationen der belgischen «Regimenter und der Büraergarde. Hinter der Leiche fdiritt Prinz Albert, ihm folgten die au-ständischen Fürstlichkeiten, darunter Prinz Heinrich von Preußen, Prinz Rupprecht von Bayern, Prinz Johann Georg von Sachsen, Herzog Ernst Günther zu Scksteswig-Holstcin, der Kronprinz von dlumänicn, Prinz Heinrich der Niederlande und der Herzog von Connaught. l>!ach dem Tranergottesdienst m der Kirche von St. Gudule bewegte sich der Trauerzug roiebemmf nach der Sckstoßkirck>e von Laekcn zurück. , Gegen 2 Uhr traf der Trauerzug bei der Manenkirche ein. Dekan Cvoremau, der inzwischen die Prinzessckmen Luise, Stephanie, Clementine und Albert, sowie die Gräfin von Flandern empfangen hatte, geleitete die sterblich' Hülle de-, Königs nach dem Katafalk. Ter .^wrdinat-Erzbisckof von Mecheln, umgeben von allen belgischen Bischöfen und ge stgt von allen Fürstlichkeiten, geleitete den Sarg in die kleine Üapelle, wv die Wnigsleiche morgen zwischen den Sarkophagen her verstorbenen Gemahlrn und des verstorbenen Sohnes beigesetzt wird. Der Mordanschlag aus den rumSn.MinIsterpräsidenien. Auf1 den Ministerpräsidenten 23 ratta nu ist, wie berichtet wurde, ein Mordanschlag verübt worden. Bratianu wurde von den Revvlverkugeln, die der sozialistische Eisenbahnarbeiter Stoe- nescu gegen ihn abschLoß, dreifach getroffen, doch sollen nach den bisherigen Meldungen die AZerletzimgen nickst schwerer Art sein. Zweifellos ist, so wird der „Boss. Ztg." aus Bukarest geschrieben, ein Mordanschlag gegen Bratianu auf die Erregung zurückzusiihren, die unter den Sozialisten Rumäniens luegen der rechtswidrigen Ausweisung ihres Führers Tr. Rakowsky Platz gegriffen hat. Sck)ou die blutigen Krawalle, deren Schauplatz die rumänische Hauptstadt in der Nacht vom 1. auf den 2. Nov aus dem gleichen Anlasse tvurde, hätten den Regierenden die Augen öffnen sollen. 2Däre Rakowsky für irgendwelche Vergehen, die er -sich yu Schulden kommen ließ, nach Recht und Gesetz bestraft worden, so hätten sich seine Anhänger vermutlich in das Unabänderliche gefügt und die rumänische Regierung hüte alle Billigdenkenden auf ihrer Seite. Das ist aber nicht geschehen Man schob ihn einfach über die Grenze ab, bestritt ihm seine Staatsbürgerrechte und gestattete Lhm nicht, den Nachweis zu führen, daß er tatsächlich rumänischer Staatsbürger sei. Aus diese Weise glaubte man sich am leichtesten des unbequemem Mannes entledigen zu können, den viele der leitenden Männer in der jetzt regierenden liberalen Partei vordem chrm Freund und Gesinnungsgenossen genannt hatten. Wrr können von hier aus das Maß der Schuld des Sozialistenführers nicht nachprüfen. Ionel Brattanu ist ein Sohn des berühmten liberalen Staats- mamres Joan Bratianu, der Rumänien auf dem Berliner Kongreß vertrat. Er steht heute am Ende der 40er Jahre und ist Ingenieur von Berni. Schon mehrmals hatte er unter dem Kabinettsck^s Sttirdza ein Ministerportefeuille inne gehabt, und zwar das für öffentliche Arbeiten, des Aeußern und des Innern, als er nach dem Rücktritt Sturdzas am 19. Januar 1909 selbst zum Präsidenten des Ministerrates ernannt wurde. Bukarest, 22. Dez. Senat und Deputierten- kammer brandmarkten in ihren heutigen Sitzungen den Anschliig gegen den Ministerpräsidenten. Der Unterrichtsminister verlas eine Erklärung, welche besagt, die Regierung werde das solidarisch begonnene Werk fortsetzen, sie betrachte das Attentat als Kundgebung der anarchistischen Tendenzen, meld« das öffentliche Leben Rumäniens entehren Schließlich appelliert die Erklärung an alle, beizutragen zu der Verteidigung der sozialen Interessen und Staatseinrichtungen (Beifall.) Bukarest, 22. Dez. Der Arbeiter, der das Attentat Herrn Heimcringk bient und den verlassenen Strandkindern durch feilte Liedrn einen Schimmer des Schönen und Großen zeigt. Es war die anmutige Stzene des Stückes. Aber die eigentlich drama- ttsche Handlung baut sich auf unmöglichen Voraussetzungen, auf einer ganz unwahren ausgeklügelten Begründung auf. Ter Dichter der „Heimat" gibt auch hier leinen Menschen, sondern nur von Theatralik geleitete Bühnenfiguren und dem der ergreifende poettschc Ausdruck versagt bleibt, weck all seine überhitzte Wildheit nur berechnete Kälte ist, weil kein befeeLenbed Erleben seine Worte verklärt. Obgleich der Orden im Lande ist, lebt die alte unge- ländigtr Deute- und Rachegier noch in den Gemütern fort und sie bricht lodernd aus zwischen den beiden öäutitltna5familien. Cor bem Ricksterstuhle des Ordenskomturs stehen sich der Rynkcsohn Gregor und die Falknervochter Briovlla gegenüber, die in der Blütrackw die Väter getötet haben; ihr wilder Haß wandelt sich in wilde Liobec'leiden schäft Um den Streit zu schlichten, soll einer der Rhnkesöhne die Falknerswchter heiraten und Gregor zwingt fernen Bruder, das wilde Weib zu freien, obwohl er die Liebe zu feinem Pflegekind Melide im Herzen trägt. Durch diese unbegründete Verwickelung verschafft sich Sudermann die Möglichkett, in zwei weiteren Auszügen dar zu steilen, wie sich der wilde Gregor und die wilde Brigvlla cm Ehebruch finden, wie sie dem Bruder nach dem Leben ttachten und schließlich selbst den Untergang in den Fluten finden. Heimcringk aber zieht mit Melide und den ©tranbfinbeni aus, um ihnen die Heimat wicderzufinden. Manch Gelungenes zeigt sich auch hier, in der Gerickstsszeuc, in dem Aus- bäufen der Fmiersignale am Meer, aber die Unwahrheit des ganzen Ausbaues zerstörte jede tiefere Wirkung, die auch die gute schau- spiclerischc Darstellung nicht allein hervorbringen konnte. — SÄleuthers Rücktritt? Einer Drahtnachricht aus Wien zufolge, teilt das Berl. Tgvl. mit allem Vorbehalt mit, daß zwischen dem O b c r ho s m e i ste ra m t und dem Direktor des öamlurget Schauspielhauses, Baron Berger, Verhandlungen ftatriänben, um Berger als Nachfolger Schlemhers in der Direktion des Burgtheaters zu gewinnen svll. Der Rücktritt Schlenthers werde in einigen Monaten, vielleicht sckxm cm 1. Februar erfolgen. Obwohl die Verhandlungen mit Baron Berger noch nicht abgeschlossen sind, gilt es heute schon als s i ch^e r, daß "er der Nack>'o!ger Schlenthers werden wird. In diesem Fall dürfte sich die Gemahlin Bergers, Frau Ho Heuse l s, die leidend ist und sich ermüdet fühlt, vom Burgtheater zurück- ziehen. — Der verbesserte Michelangelo. Der römtische A«r Hessen. Die ordentliche fcouptomanunlung der Pensi 0 ns - taffe für die Arbeiter der Preußisch-Hessi- fchen Eisenbahngemeinschaft fand vor einigen Taaen in Berlin statt. Es kamen im roeienilicoen Antrag auf SatzunaSänderangen zur Seracung, durch die eine Erhöhung der jafcungflniäBigen Lufsenler/tungen angeftreb. wurde. Durch Zustimmung der Regierung4ver:reter konnten Anträge angenommen werden, die so erhebliche Berbei. rangen der Mitglieder-, Witwen- und Waisen-Renten, zum Teil schon alsbald, zum Teil vom 1. April 1911 an bring. :i werden, daß den berechtigten Wünschen der Lrbeiterschas. Rechnung getragen werden dürfte. Dcuticbcs Kcicb. Ter „ReichsanHeiger" veröffentlicht Be''immungcn über ben Betrieb von Tclearaphcnanlagen aus sremdenZahrzeugeiisürdie Seefahrt und die Binnen Schiffahrt in deutschen t^einäffern. Danach ist fremden Kriegsschiffen allgemein und anderen Fa rznigen vorüber gehend die Anwendung optischer und atu,rischer Signale, mit Ausnahme von llnterwa serschall-Signalen, und (yun[eit' telegraphie nach den geltenden Anweiiungen mit einigen Einschränkungen gestattet. Im öffentlichen Interesse kann diese Erlaubnis vorübergehend beschränkt ober aufgehoben werden. Ausland. Rack mühseligen und langen Verhandlungen wurde vor dem Wiener Gericht eine gütliche Beilegung des Lbrenbeleidi- gungS-Prozesse-der scrbisch-lroaiu'chcn >lt>alition gegen Tr ftr ieb jung und die „Reichs post" erzielt Tieier Ausgleich Tarn auf Grund einer Erklärung dcS Tr. ^rriebjung luftanöe, die besagt. /N^d) habe alle Behauptungen meines Artikel- nach gründlicher Prüfung ausgestellt und bin uur nach gewissenhaftester (Äwagung tu meiner, in dem Artikel niehergelegten Grund- tajfung gelangt. 3d) weis, die Beweiskraft deS offiziell beitätigten Aufenthalts bc? Professor- Mortooich in Berlin zu würdigen. Ich erkläre darum lovol, daß die beiden Tütumentz wir. 20. und 21. Cft>bn 1908 alten Stils auszuscheiden iind, und daß ich auch hie übrigen 2vhimentc nicht mehr m Anspruch uchmeu nuxfUc" Aui Grund dieser Erklärung wurden die Strafanträge zurück- gezogen und Tt. Friednaig bann irriges prvchen. Der französische Senat beriet einen Gesetzentwurf, wonach das Berner Uebereinkommen betr. die Zu - g a n g J fl r a 6 e n zum Sim plon bestätigt wird. Couhba beantragte oi* Schaffung i'tner oirchcn Linie, welche die Nord- Hasen mit Ifta'ien verbinbrn Cbautcmps bekämpfte dos Uebereinkommen und verlangte die Schürfung einer großen Verkehrs aber, meld* England, Frankreich und Italien verbinde. Nachdem nod) mehrere Redner zugunsten des Uebereinkommens gesprochen hatten, mürbe die Fortsetzung der Beratung auf morgen vertagt Wie die Petersburger Telegravhen-Ägentur meldet, ist Oberst Karpow einem Meuchelmorde zum Opfer gefallen. Der Täter, Michael ^'Loskressensli, bnt der politischen Polizei erst kürzlich ferne Dienste an zwecks Aufdeckung der verbrecherischen Tätigkeit revolutionärer Organisationen. Ten mörderischen Anschlag führte Woskressenski vermittelst einer Höllenmaschine aus, die er in einem Möbel verborgen und mit der elektrischen Glockenleilung in Verbindung gebracht hatte. Die LaudesverlciDigungSkvm-'Nisiivii der russischen ReichSduma beichloß, die Herabsetzung des AuSgabe- budgets des Marine Ministeriums um 20,8 Mill Rubel Voranschlägen, dabei wird beantragt, die zum Dau neun Äricg»idni!c rin,^letzten 12,t^Mill zu streichen, da die für diesen Zweck für 1909 bewilligten Summen noch nicht verausgabt seren. Aus Soeul wird gemeldet: Premierminister Pi wurde wahrend roter Ausfahrt m einem kleinen japanischen Dagen non einem 20 jährigen Koreaner durch Dolchstiche im Unterleib und der Lunge tödlich verletzt. Ter Premierminister wurde ins Hospital gebradtt. Der Wagensührer wurde gleichfalls durch Dvlchstichc verletzt. Er starb bald darauf. Der Täter wurde verhaftet 'JDtan nimmt an, daß er Mitglied einer geheimen politischen Gesellschaft ist. Au» Stabt und (and. (Sieben, 23. Dezember 1909. Vogelschutz im Winter und Sommer heißt cm Schriftchen, ba-5 von Ludwig Ankenbrand verfaßt und vom Berliner Tierschutzverein herausgeaeben ist. Auf 02 Seilen befehlt uns der Verfasser über das Leben der heimischen Bogel im Winter Walde, zahlt uns die gefiederten Flüchtlinge auf, die in den Städten Futter und Unterkunft suchen, und gibt Anleitung zum Schutze berfefben. Die ver» schiedensten Arten von Fulterhauschcn und Futterapparaten werden beschrieben und ihre Bezugsquellen angegeben: auch können brr schmucken Häuschen und Kästen nach den zahlreichen Bildern selber gefertigt werden. 115 vortreffliche Ab- Bildungen schmücken das Buchelchen, das wie kaum ein zweites geeignet ist, unsere Jugend zu Tierfreunden zu erziehen, das oder auch manchem Haus- und Gartenbesitzer den Weg zeigen wird, wie er durch Anlage von Nist- und Futterplatzen zum Sckmtze der heimischen Dogelwelt beitragen kann. Wie mandrer Zunge wünscht sich auf Weih« nachten einen HandwerkSkastra. ohne recht wissen, wozu er €äfle und Felle, Kammer und Beißzange gebrauchen fotl. Vogelsclmtzkästen soll er zimmern, sie aber auch täglich und regelmäßig mit Futter bestreuen Das Bückfleiu. welches ba^u vortreffliche Anweisungen enthält, ist vom Berliner Tierschuiiverein zu beriechen. Der Herr Lehrer, liebe Mutter. SUagi' uns heul der Böglern Not; Schnell fault’ ich bnim dieses futter Um das Geltz h"ir’< Zehn-llhr-Brot. Komm doch, Mutter, komm' geschwinde, 2>eh, da» Tleielem flattert fort, Steh. ieyt sitzt e» auf der Linde, Steh, wie'» hämmert, siehst du » dort k Menn nach Wünschen, Mittler. Mutter, Dich das liebe Christkind fragt. Last e» bringen Vogelstitter, Sag ihm nur, ich hab'» gesagt. — — OrdenSangelegenhett. Der Großherzoq bat dem Schriftsteller Dr. jur. Karl Schaefer zu Straßburg i. E. bic Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen bei ihm von dem König von Rumänien verliehenen Offizler- kreuzeö bei Eternl von Rumänien erteilt. • • Jtnanzper so Italien. Der Gerichllasfesfor Wild. Weissen bach aul Matnz-stastel wurde zum Fmanzaffeffor ernannt. Dem Geh. Oberfinanzrat Dr. Änell zu Darmstadt wurde die Stelle eine! Mitgliedes der Prüfungskommission für die mittleren Stellen im Finanzfach übertragen. • • Lehrerpersonalien. Ucbettroqen wurde dem EchulamtSasplranten Hch. Ackermann aul Raunheim die Lehrerstelle an der Gememdeschule zu Erlenbach, dem Schul- amtlaspiranten Herrn. Pauli au» Lich die Lehrerstelle an der Genietnbeschule zu Nieder-MooS. ” Stadtth eat er. Das 5dxruimel „Die Hofen des Herrn von Bredow^ ist nach ben Ersah rangen Der Premiere noch weiter gekürzt worben, so daß eS bei Den werteren Aufführungen die Spielbauer von 3 Stunden kaum übersteigen dürfte. • • Born stoloffeum wird uni geschrieben. Heute abend findet eine Familien-Dorsvellung statt, verbunden m:t großer Lechnachtibescherang. bei der jede Familie ein .ones Weihnachtsgeschenk erhält -- Am Freitag fällt die Borstellung aus: ebenso am 1. Wrilinachtsseiertag. 'An jiei'em Tage finden zwei große Festvorstellungen in Wetz lar im neurenovierten Theatersaale von Göths Garten statt. •• .verkehrte Welt" kann man sagen, toerrn man hört, daß die Lieferung von Schweinefleisch und Wurstwaren an das Iägerbataillon in Marburg für das erste halbe Jahr einem Gießener Metzgermeister zugeschlagen worden ist, während die Lieferung für unser Gießener Regiment für den gleichen Zeitraum an Marburger Metzger- meister vergeben worden fein soll "Tie Ferien der obligatorischen städtischen Fort- bildunglichule, die von 436 Schülern in 15 Klassen be- nicht wird, sind auf 3 Wochen festgesetzt. — Tie Alice- 'chule hat wie unsere anderen Schulen nur 14 Tage WeihnachtSfcrien. - Weihnachtsfeiern. Der Kavallerie-Berein veranstaltet am ersten Feiertag hn Felfenkeller seine mit Xbeaterauffuhnmqen, Verlosung rc. verbundene Deibnachtl- eier. — Der Eoang. Arbeiterverein veranstaltet an> 3. WeihnochtSfeiertaq in der Turnhalle ferne Weihnachtsfeier Außer Konzert, GesangSoortraqen, Deklamationen :c. ist die Aufführung zweier WeihnachtSspiele: »Der Waisen (Sbriftfeft* und .Der Schneemann^ (letztere! von Bindern aufgeführt) in Aussicht genommen. ** Berzollung von Deihnacktssendungen. Am 1. Wei nah s eiec age sSamst g 25 l MtS. > können vormittags zwilchen 10>'3 und 12 Uhr im Weihnachtsverkehr mit der Post eintreffenbe Äuslandssendungeu in den Ge schäftsräumen des .Hauptsteueramts zollamtlich abgefertigt werden. ** Ban k enschlu ß an Weihnachten. Die Reichsban k schließt morgen mittag 12 Uhr. Auch die Mitteldeutsche Ereditbank gibt bekannt, daß am Freitag, 24. ds. Mts., ihre Lassen wie Samstags nur b iS 4 Uh r geöffnet sind ♦* Fur die.hilfsbedürftigen in Ober-Mock- stabt sind bei unserer Geschäftsstelle bis jetzt eingegangen: Bon G. T. .50 Ml., 5t B 1.—, F. G. 3.-, N. N. 2 — MI-, zusammen 56 Mk Weitere Gaben werben von der Geschäftsstelle des Gieß. Anz. angenommen. ** R B. D. Wcihn achts gab e. Bon einem Unbekannten wurden uns 30 Mk. zur Unterstützung „verschämter Armen" unserer Stadt zu Weihnachten zugesandt. Dir haben die Gabe der Bürgermeisterei überwiesen, da diese durch das städtische Armenamt wohl am besten in der Lage ist, bei der Verteilung der Summe im Sinne des gütigen Gebers zu handeln. ^Einbrecher. In das Lager der Firma Siemens und Schuckert im Tiefenweg wurde gestern abend einge- brocheu und .Vrpferdrahi hn Werte von 25 Mk. gestohlen Ter Diebstahl wurde alsbald entdeckt und angezeigt, weshalb es auch gelang, bic Täter, drei hier wohnende Arbeiter, noch in der Nacht fesHunehme? Das gestohlene Gut hatten sie bereits an einen Alt Händl er verkauft und den Erlös geteilt. Bor einiger Zeit schon war im selben Lager ein Lupf er dieb stahl ausgeführt worden, der ebenfalls von einem der verhafteten Täter ausgeführt und eingestanden wurde. •• Tie Oeser-(Glaubrecht-sAedächtniStafcl, von der wir gestern berichteten, ist am Hause beS Mineral- wa sser HanblerS Jean Weisel, Sonnenstraße, angebracht. •• Die Maul- unb Klauenseuche war am 16. b. MtS. fast überall im Deutschen Reiche e rloschen. Rur in einem mittelfränkischen Bezirk herrscht sie in brei Gehöften. =• Alsfeld, 22. Dez. Die Kreiseinwohncr begrüßen es freudigst, oaß die Kreisbehörde entschlossen ist, das Wahzen der Lreisstraßen einzuführen, wenn auch das Walzsvstem anfänglich größere Losten verursacht. Die gewalzten Straßen bedeuten gegenüber den unaewalzten einen großen Fortschritt. Der Vorteil der gewalzten Straßen tritt be» sonders bei langanhaltendem Rogenwetter in die Lrsck>ei- nung, aber auch sonst bedeuten diese Straßen ein wünschenswertes Fo rderun gsmittel des Berkeyrs für Menschen wie Bich 2$. Elpenrod, 22. De> Richt auf Äranspanbildung im Honigkesscl ist die kürzlich hier vorgekommene Vergiftung in einer Familie zurückzuführen, sondern auf die glasierten Töpfe, in denen der Honig aufbewahrt wurde. Solche Glasuren enthalten Blei, wodurch manchmal eine Bleioxvdvergiftung entstehen kann x Gr oß-Eich en, 22 DeH. Die Milch lieferung auf den beiden hiesigen Molkereien ist wie auch bei anderen Molkereien seit der Stallfütterang bcmerkenSwertzu- rückgegangen Tritt dieser ^all auch sonst beim Futterwechsel in die Erscheinung, so ist dock) der Unterschied niemals bei normal gutem Töerfüllet so groß wie gegen* wattig. Die sehr geringe Güte des Dörrfutters, namentlich des deues, wie auch bet weniae Sorrat an Heu verursachen diesen Rückgang in der Milchprodukkion jedenfalls steht hiermit auch der gegenwärtige hohe Preis der Butter ün Zufammenlxmg. § Ruppertenrod, 22. DeL Heute morgen trat ganz unerwartet nach einer klaren rosmacht Glatteis ein. Ein auswärtiges Fuhrwerk, mit zwei Pferden bespannt, fuhr der östlichen OttSstraße entlang Auf dem Glatteis smrzte das eine Pferd, beide Pferde scheuten durch den FaU und gingen in rasender Eile durch Die Deichsel brach von dem leicluen tidgelthen ab, die Pferde sprangen zu einer Seiten gaste hinein und rannten wider eine Mauer, an der sie stille halten mußten. Unmittelbar vor dem Einbiegen der Pferde war ein vierfähriges Lind über den Seiteniveg geschritten Der Fuhrmann tvar zu seinem Gluck abgefhegen, ehe die Pferde durchgingen. Hier war also Gluck bei Unglück lz. Babenrob, 21. Dez. Nunmehr scheint ber Wunsch del größten Teils unserer Bevölkerung nach einer besseren Wasserversorgung seiner Verwirklichung naher zu kommen. Heute würbe bunt) ben Geiuemderat ein unroeii bei TorieS gelegenes Grundstück beS (hmuobnert Herder onqekaust. in dem »ich aulaiebiqe CiieQen behn^en, b:e das Wasser zu einer Wafferieitung abgebtn sollen. Damit scheibet unser Torf für ein gemeinsames Vruppenwafferwert für da» obere Schwalmtal aus, von dem die Rebe war. Der Preis bei angekauften Grundstücks beträgt 1700 Mk. x Nidda, 22. Dez Hrare abend fand in Gege» wart bei» jrurawnum^ an großen Saale der #Iein• kin d erschu l e deren Weihnachtsbescherung ftmt Nach von den Sonniagsjchülern und den Kleinkinder.chülern vorgetragenen Weckrielgesängen und Sprüchen hielt der Bor sitzende des Kuratoriums eine Ansprache, in der er bu B,. Deutung des Weihnackü«:festes für die Kinderwelt hervor- hob und mahnte, die Kinder frühzettig dem „Gbnühnb- zuzufichren Tarnach nmrt>en die unter den zwei 3eu>» :ack isbaumen aufgelegten Gaden verteilt, bestehend in Äe> dungsfrucken, Spielwerk und Konfekt 70 Kinder wurde, beschenkt und verließen mit fröhlicher Miene den Saal Iie Geschenke wurden durch sreuvillige Gaben bcjöaift: die Anordnung hatten die Domen des Kinderschulkomiieel beiorgt der Schwester wurde der gebührende Dank gezollt. n. Geiß - Ridda, 22. Des. Am Samstag abend .yxit 8 Ufn wurde -em Gasllvirl und Kramer Fotz». Ledmer hier b* Laden lasse, ein Säfufcen mit etwa 100 Mk. Inhalt, gcstodte ». Trovdan gerade an biciem Abend das üau-3 sehr besucht vor nxu es dem Dieb in einem ruhigen Augenblick gelungen, bte Tat auszuführe- 'Man konnte weder eine Sour unben. noch irgend lemand i ui Grand als der Tat verdächtig gngtben. K« Sonntag morgen fand man da» Kä'tchen entleert an ?>oie eine» hiesigen Mannes auf dem Schubkarren stehen. Etwas soate» lac, der Geldbeuiel. m dem Lehrner etwa 70 Ak. in Golb noch bei anher» ausbervahne, Himer 'einem vau>e in ber (Soiie la Nachmittag wurde unter Beteiligung ber ganzen Gemeinde an Polizeihund auf die Fährte gtfrtü- Er verfolgte eine 5oe etliche T red noble oor kamen. So wurden vor rter Wochen tn einem Haufe eine goldene Uhr uno ein Ueberjieher gestohlen Leider tonnte hier gar nichts ermittelt werden. -t. Gedern, 21. Dez. Ter hiesige Bahnhof nm* gegenwärtig bedeutend erweitert, da er sich für den Güterverkehr als nicht ausreichend erwiesen hat Seit Montaa verkehrt zwischen hier und dem Littenbenger Baiattwar ein Materialzug, der den notigen Schult l><-roeischafst. sc. Bad Nauheim. 22. Ter Tat Präsidium be» All gemeinen Deutschen Mufiker-Berbandes hat ben Tarif für erste Sinnnien 180 Mk., für jweue Stimmen 170 Mk monailub gewblt werden und der Cperrttnibicnit mü 3 Mk. für du Borstellung besonders gezahlt wirb. Solisten sollen entipiedxrJ Höhere Gage erhalten. Bei der Bcrpstick tung, 18 Musiker w stellen, würde die seither gezahlte Summe für bic icthenttmntitdr Saison zu obigem Tarif knapp ausreichen, elbn wenn für et na Monai nur Die Verpflichtung von 40 Muiikern auch fern« aufredx erhallen würde. Cbigt Gcbältci müsseu aber an bet Musiker gezahlt werden, da es unmöglid) ist. bet 125 bi» 140 auszukommen, besonders bei den Verheirateten Unter dies« Borausseyungeti wird Die Hurbirrtlion genötigt fein, bte Aufwendung für das Äurot(bcftrr »u erhöhen. Vor allem ebn ist es angebracht, do«; bao Pauschalwttcm aufgehoben, unb bif Gehälter an die Musiker direkt von ber Kurbirektion ausgeHahtl werden. ; L. Friedberg, 22. Dez. Heute fand bie schriftliche Prüfung ber Abiturienten von der Klaffe la bei Lehrerseminars ihren Abschluß. 27 Seminaristen hatten sich ihr unterzogen. Die mündliche Prüfung beginnt am 11. Januar. — Eine erhebende *nacbricbten. I[ Aarburg, 22. Tez. Dem Professor hr- tuRU' aefckpchte an der Universität Bonn, Geh. Rcg-Nat Tx ph1' »art Iusti der heute sein fahriges Doktor-Fumilanm beging, wurde von der philosophischen Fakultät der byfig*»1 Universität das Diplom er neu er! Ter belehrte ftaräl auS Marburg.____________________ ___________ 05cricbt»iaaL 1 W. Berlin, 22. Dez. ter 2C|ätitmc ttmilburfdx JR üAii»« unb ber 16|äbngc Louitursche Hlatt, tie bet bet Rö iiiiAr- 3eehaiiDlun iralisten auch sein mögen, er kann eine gewisse Besrie- ii:gung darüber doch nrcht unterdrücken, wenn ein Mann, I )LtiO wäre es auch ein Prinz, in einem solchen Augenblick iLm die 5: and drückt und ausruft: „Ah, mein Herr, ich lese oft etwas von Ihnen, und immer mit Vergnügen!" • Der Zar auf P o st e n. Vom Zaren, der kürzlich in der \ Uniform eures ein'achen Soldaten unerkauul spazicreii ging, um ; Soldateuiebeu besser kennen zu lernen, wird aus Livadia eine neue Geschichte berichtet, die ihn in einer ähnlichen Rolle zeigt. [ Der Zar ging in Begleitung eines Adiulanien in den Garten - umher, als er plötzlich einen Posten bemerkte, der einen Blm »rz ' hatte. Ter Alami versuchte vergebens, den obersten Krieg-' <‘vrn : ,1.1 grüßen. Soiort sandte der Zar seine:: Adiutanten zu dem Soldaten, et solle seinen Posten verlassen und sich zu einem Arzt begeben: nfcer der Manu weigerte sich und erklärte, er märe durch 'einen i (vib gebunden, eher zu sterben, als seinen Posten zu verlassen, bevor | die Ablösung käme. Da trat der Zar seloü an den Soldaten I h«ran und sagte ihm, durch denselben Eid wäre er verpflichtet, zuerst seinem Kaiser zu gehorchen, und nach dem Kriegsrecht hatte er, öcr Bnr, mit dem Wacko'fuiei allem das Recht, eine Schildwache ier sand ge|i ^menanflnlt |i| | iiim und üln: I entienben N: ccklors und» Bescherung s Kleine TageSchronik. Tas tzochwaffer m Süd-Steiermark nimmt gefährlichen Umfang an. Tie Stadt Eilli imb ihre Umgebung sind überflutet. Side .'öäuscr dwhen cinzusbürzen. . Gestern nadmiittag 3 Uhr ist Vvr der Einfahrt zum XMien Vvn Flensburg der Dampfer „flaiud" unter gegangen. Tie acht Mann sollen ertrunken sein. Ter der Kosmoslinie gehörige Frachtdantpfer „Salatis", von Panama unterwegs, ist heute^ früh bei Dun gen e ß bet starkem Südwinde auf Hoher See gestrandet. Von Dover und Rotterdam sind Sd)leppbampfer zur Hilfeleistung abgegangen. Wie die Kosmoslinie mitteilt, find keine Fahr- gä^e an Bord. Tie Eisenbahndirektion K a t t o >v i tz teilt mit: Einige Blätter verbreiten das Gerücht, da» am 18. Dezember in dem Eilzuge 9 der Linie Berlin-Breslau Kanowitz eine B ombe gehmben worden iei. Es bandelt fiel) aber nur um eine M a s s i e r k u g e l. ferner ist die Nachricht einiger oberschlefischer Blätter, daß der Oberkellner des Spelseivagens vom Eilzug Nr. 9, in dem vor einigen Tagen ein Attentat gegen eine allein reisende Dame verübt wurde, verhaftet worden sei, eine Erfindung. Märkte. fc. Frankfurt a.M. D i e h h of-M a rkt b e r i ch t vom 23. Dez. Auftrieb: Ochsen 48, Bullen 00, Kiihe 122, Rinder 00, Kälber 1041, Schafe 403, Schweine 641, Ziegen 7. Tendenz: Kälber und Schafe gut, ausverkauft; Schweine ge- Schweinemarkt, der unter fortwährendem Regen sich abwicket», hatte keine Bedeutung und war als .Markt ' kaum zu bezeichnen. Bezahlt wurden für das Stück: Kühe, frischmelkend und tragend 1. Qual. 450 bis 520 Mk. ieinzelue Stücke bis 540 TU.), 2. Qual. 375—42 > Mk., 3. Qual. 260 bis 340 TU. Fettvieh wurde gehandelt der Zentner Schlachtgewicht: Fette Rinder 1. Qual. 70 bis 72 TU. (einzelne Stücke bis 75 TU.), 2. Qual. 67—69 Mk, feile Klibe 1. Qual. 61 bis 63 TU., 2. Qual. 55—59 TU., 8. Qual. 51 bi 54 TU., Wurstkühe 46-48 TU. Kälber gingen ab 1. Qual. 70-7-' TU., 2. Qual. 63 bi3 68 TU., 3. Qual. 55 bis 60 TU. der Zeuiuer Schlachtgewicht Ter Auftrieb wurde in allen Vieh- gaitungen glatt geräumt. Nächste Biehmarkltage 4. und 5. Januar 1910. Büchevtisch. — Eharkcs Tickens, Ausgewählte Romane und Geschickten. Ueberfetzt und heransgegrben von Gustav Tiet)■ rink Erster Band: Wc i h n a ck ts ae s ch i ch t en. Verbog Vvn Allxrt Langen in München. — Ter Verlag vvn Albert Langen veranstaltet eine Neuausgabe der Werte b-s wobl am w fisten ge- liebten englischen Erzählers in einer Ueckertragung von Gustav Mehrink. Ilm das sicher vorhandene Bedürfnis zu besriedigen, drm Namen Tickens endlick auch durck eine wertvolle liebertraaung und geschmackvolle Ausstattung gerecht zu werden, ist diese Aus-» wähl entstanden. Ter erste Band enthält die Weihnacktsgeschichken. die sich gut zur Festgabe auch für ganz junge Leute eignen. — Selma Lagerlof, Wunderbare Reife des kleinen Nils Holgersson m i_t b e n Wildgansen Neue Ausgabe in einem Bande i50S Seiten Grvtz--Oktav>., Mü 95 Textilliistcationen und 8 farbigen Vollbildern von Wilhelm Schulz, sowie einer Uebersichtskarte von Schweden. Verlag von Albert Sangen ui Mamchen. Tatz Selma Lagerlöf in ihrer „Wunderbaren Reise" den Schweden unb der gan-en germanischen Welt ein Kinderbuch geschaffen hat, wie es in der Lücratur aller Bölter und Zeiten nur wenige gibt, — das durfte feststehen und kaum von jemand bestritten werden. Es erübrigt sich also wohl' den Inhall dieses Meisterwerkes nock erst lange zu Loben. Wilhelm Schulz, der feinsten deuticken Zeichner einer und dazu ein ebenso guter, verständnisvoller Kenner der ftinbcrfcck wie ^selma Lager lös selbst, hat das Buck mit Bildern geschmückt. Turck das Zu iammcnrcirfcn dieser beiden wird unserer Jugend ein Eejcheickwcrk von seltener .vDarnwnic zivischen Jichall und Ausstattung geboten. — Verner von Heidenstam, Die Schweden und ihre Läuotlinge. Ein Buck für Junge und Alte. Mit 23 Vollbildern ;Umfang 25 Bogen-. Einzige berechtigte lieber scyung aus dem Sck-wrdischen vvn Pauline .filaiber. Umschlag- -eickiiung von Wilhelnt Schulz. Verlag ixm Albert Langen in Mimckten. Verner von .^ibenftant behandelt m diesem Bande du: schwedische Geschichte von den sagenhaften Urvölkern an bis zum Auftreten Gustav Wasas. Aber es ist beileibe teilt trockenes Geschichtswerl, leine nüchterne Aneinanderreihung von Jöaupt- und Staatsaktionen —: in wimdervoll lebendigen einzelnen Bildern schildert uns Leid en st am mit Meisterhand das '-IMt' der Schweden in seiner Entwickelung, in seinem Wachsen und Werden, in seinem Glück und Leid. So ist ein Buch für die Jugend ent standen, das auch bei uns in Deutschland eines großen Erfolges sicher ist. Amtlicher Wetterbericht. Oef fentliche Wetterdienst st eile Gießen. Allgemeine Wetterlage heute morgen 8 Uhr. Tas^ westliche Tiefdruckgebiet ist in nordöstlicher Richtung bis nördlich Schottland vorgerückt und hat ganz Deutschland mit ungewöbnlich warmen Südwinden überflutet. Die Morgenteniperaturen liegen in Hefien zwischen 10 und 12 Gr. Wärme. Tabei sind überall starke Regen- fälle niedergegangen, auch in den höheren Lagen der Thltclgebirgc. — Soweit aus dem äußerst unvollständigen Beobachtungsmaterial geurteilt weiden kann, verbleibt Mitteldeutschland unter der Herrschaft des tiefen Druckes. Wetterausfichten in Hessen am Freitag dem 24. Dezember 1909: Tiild, doch bereits etwas kalter, geringer Regen. emvfiehll als praktische Weihnachts -Geschenke Rudolf Richter, 6671) Markt strafte 1000 fach bewährt hat sich der Fenchel- bon<£ aus der Germania- Drogerie bei Huste» und Heiserkeit der Kinder. _ 16298 Probeflasche 30 Psg Germania-Drogerie Carl Seibel. Sebenb- &d>lazfct» pro lfcs- * Bon Albert I., dem neuen König der Lei gier, werden in Pariser Blättern ein paar hübsche Anekdoten erzählt, die beide in gleicher Weise sein ein» faches Wesen kennzeichnen. Auf einer der Reisen, die er, un sich zu unterrichten, mit dem General Jungbluth unternahm, war er eines Tages in Potsdam, und als er sich zum Bahnhof begab, bemerkte er, datz ber Wartesaal mit Pflanzen und Hahnen geschmückt war. Zu feinem Bereiter meinte bet Prinz, man erwartet zweifellos irgend füne hochgestellte Persönlichkeit; die beiden betraten den KommerM er der W 5C bei Äom6 alten 64»^- 5 hatte M 1 folgendes: „Blond, mit milchweißem Teint und kräftigen Zügen war der große junge Mann, ber sich still an feinen Platz hielt und forglid) daraus achtete, niemand zu be» i Andern, wahrend er sich in die Lektüre eines Buches von dem Dichter Perl aeren vertiefte, ber prächtige ThpuS eines i Vlämen. Qfin Reisender kam in den Wagen und erkannte I iln: ,,Monseigneur, wie geht es Eurer Hoheit^ Der junge blonde Mann erhob sich, verbeugte sich vor dem Herrn, bet ihn eben bcqrüfit hatte, und fragte auch feiner- | skits nach dem Wohlergehen. 2er hiuzukommende fleifenhc war ein Präfekt, dem ich schon mehrfach begegnet I war. Nachbem er die Hoheit 0 eg rüst t, bemerkte er, daß ich KhlistbescherMß ii.Sleinfinhtr^ewfltaanitiilL Am vergangenen Sonntag fand die Ehristbefcherung unserer Anstalt durch kirchliche Feier in der Johanncd,kirche und danach durch die Gabenvencitung an unsere 241 Anstaltskinder in der Kleinkinder ckulc^fic^^ ^^^rung an den schönen Berlmu' der reichen Befckeruna sprechen wir hierdurch unseren herzlichsten «taut ans aflen, ™ e9 durch ihre vielen Gaben und Arbeuen mancherlei Art der Kinderfchar unb durch sie auch ihren Eliern eine aroge Wcch- nachlöncubc bereitet haben. Insbesondere danken wir mr die beträchtlichen Geldbeiträge, die uns auch diesmal durct^ die warnen des Vorstandes, die Schwestern der Anstalt und von Lchulerinnen der höheren und erweiterten Mädchenschule geivendet wurden. Möge unterer Anstalt und ihren Kindern die allseitig erwiesene Webe und Wohltat auch ferner erhalten bleiben, Gebern und Nehmern zum Segen! Gietzen, 22. Dezember 1909. Tcr Vorstand der Kleinkinder-Bewahranttall. Dr. Naumann. I b“/« ^n tiefem Schmerz teilen mir Freunden und Bekannten mit, daß mein innigstgeliebter Gatte, unser treuforgenber, unvergeßlicher Vater, Schwieger« vater, Großvater, Bruder und £)nl>' Herr Postament Heinrich Schöck Polizeidiener i. P. heute vorm. 7V3 Uhr in aller Stille nach langem, schwerem, in Geduld ertragenem Leiden im 55. Lebensjahre sanft entschlafen ist. Die tieftrancrnfcctt Hinterbliebenen. Gardenie ich, ReichelSherm, Gießen, Mainz, Hochweisel, Frankfurt a. M., den 32. Dezember 1909. Die Beerdiaung findet am 25. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, m Garbentei ch bei Gießen statt. 09713 Schellfische allersciutte leberldfrifche 5812 sind in Eispackung eingetroffen bei Georg Walleusels Markwlav 21. Telephon 46. Gegenüber der Engelavotheke. Das neue Bartpflegemittel Struwweiin gibt dem Bane jede F-orm ohne zu kleben, ohne Brenneisen und ohne Banbmde, hergestelll v. C. T- Wunderlich, Hoilicf., Nürnberg, zu 1 Mk. u. 2 Mk. v- fVL bei W. Silbinger, Drogerie, Gietzen. ID ,»1 Lebende Karpfen „ Hechte „ Schleien ff. Zander, Lalm, Zungen, Schotten re. rc. Rum und Punscheffenzen, Äognak Latao, Schokolade Prompter Versand. (6856 J. M. Schulhof, Tel. 119. Marttffr. 4. Freihändiger Holzvcrkanf in der Fürstlichen Obersörstere, Sich. ...m 2 -Xfltniar abcndü werden Gebote auf folgende ■an6^y^nt?^en «eS;neS 8xn./ur Gmfctebung SSbS“^. Ä. 'tfSK sÄU fd>on W « -ii cuö Vatigcbcrg 2c l89 Kiefern, 31 Fickt-, und 2d lEleinbruckvgebiet», . -,-TirI 2tamm- u. Liangen- Ü5 Derbstangenl: <». 43,b2 tyltm. 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