kostenlos «schlanas. '»heit der ckhaltigste s°nipletter Sämtliche' Künstlern ‘fchitehtnr »8 BaSette ‘‘lahette Eintritt frei ynibid)OV6ctt:9otnnt. b Eintritt frei. fteberöt ein J®® btt M w 6 2eib) :: Telcvdo« kil '. März 1909: tellung. "W 18. Marz 1909: teiiungen 1 abends 8 Uhr. rstcllnng. - Eintritt ire der picivgefröntcn SiW , Nackttänzerin. . in welcher Liga $M* rrang. _ in Koloieum zu babc- Köln. ’Burlevfcn ftiffliMeO echte!. eng beliebten Swfowtlt 'ip". *38 :rt bet* vorzüglichen W rille „ 2« Mar».r $5* * Stadt** Rektion: 7onnWO JJ0ö 3'/i ^p^(i xhK 71;.. 116r än ^87"Klei< d - oiintsg , Konzert )S 7 Uhr. , lenwaM Konzert sikdirektors (, K » Eintritt 40 Pft Nr. 78 Zweites Blatt 159. Jahrgang Samstag 37. März 1909 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntag». Tie ..Stehencr Zamillenblatter" werden dem »Anzeiger- viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit« fragen" erscheinen monatlich zweimal. Gießener Anzeiger Eeneml-Anzciger für Oberhejjen Rotationsdruck und Verlag der Vrühllchea UnwersitätS - Buch» und Sleindruckerei. R. Lange. Dießen. Redaktton, Expeditton und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: e^5L Redaktion: e-E H2. Tcl.-Adr.iAnzeiqerGieben. politische Wochenschau. _ .. Gießen, 27. März. Ter bisherige R c i ch s t a g s b l 0 ck ist ernstlich ins ^üank^en geraten, ja nach der gestrigen Abstimmung rn der Frnanzkommission zu urteilen, hat der bisherige 23(oci oufgehort zu existieren. Zwischen den konservativen und den übrigen Blockparteien Hal sich eine Kluft aufgetan, die nicht leicht Kn überbrücken sein wird. Die Gegensätze sind keineswegs plötzlich zutage getreten und sic sind nicht erst von gestern und vorgestern. Schon in der Geschäftsordnungs- kommissioi^ zeigten die Konservativen eine sehr bedenkliche Haltung. Ihre Taktik ging dort allem Anscheine nach darauf hinaus, die durch die trüben Ereignisse des Herbstes notwendig gewordene Aendcrung der Geschäftsordnung des Reichstags zu hintertreiben. Wenn man an die erregten Erörterungen der Novembertage denkt, an die Debatten des Reichstags über eine bessere Ministerverantwortung, an die feierlichen Erklärungen Bülows, daß die Regierung die Vorschläge des Reichstags entgegennehm.cn wolle, und trenn man nun die klägliche Art und Weise sehen mußte, wie diese Frage in der Reichstagskonnnission behandelt wurde, dann mußten einem allerdings Zweifel an der Arbeitsfähigkeit des Blocks aufsteigen. Was hat die Geschäftsordnungs- lommission, die sich mit dieser Materie zu befassen hatte, bisher in drei langen Monaten geleistet? Nichts, gar nichts. Man hat Beschlüsse über Beschlüsse gefaßt und wieder aufgehoben, und so ist die ganze Arbeit per .Kommission umsonst gewesen. Die Konservativen wollten in dieser Frage eben nicht mitmachen. Wenn nun auch die Verhandlungen über die Reichssiuanzreform nicht recht vom Fleck kommen, so liegt die Schuld wiederum bei den Konservativen und ihren — heimlichen Freunden vom Zentrum. An die Stelle hoher idealer und patriotischer Ziele.ist auf dem rechten Blockflügel allmählich Der armselige Egoismus der Geldsackpolitik getreten. Die Nachlaßsteucr, ohne die die Reichsfinanzreform nun einmal nicht durchführbar ist, wird von den Konservativen abgelehnt, weil man sich zu einem Patriotismus nicht aufzuschwingen vermag, der auch den Großgrundbesitz etwas kosten soll. Daß der Mittelstand 400 Millionen neuer Steuern durch Verteuerung von Lebens- und Genußmittel aufbringt, findet man ganz in der Ordnung; und wenn es nach den konservativen Großgrundbesitzern ginge, dann betäme die große Masse noch einige andere Steuern dazu. Gegen die Zumutung aber, mit 100 Millionen direkter Steuern aus dem Nachlasse von über 20000 Mark etwas zur Besserung der zerrütteren Reichsfinanzen beizutragen, eifert man in einer Weise, die einen direkt onekeln muß. Doch nicht genug damit. Auch die geplante Herabsetzung der bisherigen sogenannten Liebesgaben bei der Branntweinbesteuerung stößt auf Widerstand bei den Konservativen. Die Liebesgabe, die bekanntlich darin besteht, daß die Konsumenten für ein gewisses Kontingent Alkohol den höheren Preis zahlen als der tatsächlich entrichteten Steuer entspricht, kostet uns heute rund 45 Millionen. Nach der Vorlage soll die Kontingentspannung, die heute 20 Mk. beträgt, zunächst auf 15 Mk. und vom 15. Oktober 1914 ab auf 10 Mt. herabgesetzt werden. Die Konservativen ver- langen nun aber, daß die bisherige Liebesgabe in voller Höhe aufrecht erhalten werden soll, und das Zentrum unterstützt diese Forderung. Za, es verlautet sogar, daß Konservative und Zentrum sich geeinigt hätten, die bisherigen Liebesgaben noch zu erhöhen. Der Streit um diese Liebesgabe hat nun die Blockkrisis akut werden lassen, und. wenn die Konservativen nicht noch in letzter Stunde einlenken, wird der Block in Trümmer gegangen sein; damit wäre denn wohl auch das ganze Reichsfinanzprogramm gescheitert und Fürst Bülow müßte zur Freude des Zentrums und der Konservativen gehen. Dann werden Konservative und Zentrum als „Retter" auftreten und die Herrschaft per schwärzesten Reaktion könnte beginnen. Wahrlich, fein ausgesonnen. „Block ist tot, Block ist tot, Bülow liegt im Sterben; (bildlich gesprochen!) Das ist gut, das ist gut, Da könn'n wir was erben." Eichener Uunstverein. Die augenblickliche Gemälde-Ausstellung int Turmhaus am Brand, die in dieser Zusammenstellung nur wenige Tage hiev zusammenbleiben kamt, hat eine Anzahl von Bildern aufzuweisen, wie man sie selbst in vedeutend größeren Städten nur selten in dieser Auswahl zu Gesicht bekomm:. Allerdings steht auch hier neben den bedeutenden Werken wirkliä)er Kunst auch manches weniger wertvolle Bild, das eigentlich nur das Zntevesse des Malers und seiner Verwandten verdient. Das ist aber kein Schaden, denn es ist nicht nur eine immer wiederkehrende Er scheinung bei jeder Kunstausstellung, sondern gibt auch die Mvg lichkeit über Wesen und Wert der einzelnen Bilder schärfer und klarer tu urteilen, Unterschied und GestaltungSsähigkeit am gleichen Ort nachzuforschen und festzustellen. Vieles davon wird dauernder Besitz und haftet unauslöschbar — vieles auch wieder ver'chwimmt schon nach Stunden und ist bald vergessen. Die diesmalige Ausstellung aber führt uns auf Höhen deutscher Kumt. Ten breitesten Raum nimmt der wuchtige ostpreußische Akademteprofestor Ludwig Dettmann ein, dessen Gemälde eine virtuose großzügige Technik mit einer außerordentlich seinen Naturbeobachtung vereinen. Bor allem aber ist es die Behandlung von Luft und Licht, die immer aufs neue verblüfft und erst allmählich ganz gefangen nimmt. Da sind zuerst seine friesischen Mädchen, die mich stark an O. H. Engels gleichnamiges Bild erinnern, besonders in der Gestalt des zweiten Mädchens, das kräftig ausschreitend, feine Lebensfreude in die Welt hinausträgt. Eine wohlige, feelen- volle Stimmung liegt in der anmutigen Früylingsnacht mit dem aneinandergeschmiegten, Menschenpaar und der weiten, dämmerigen Ferne, die in Duft und Ruch zu atmen ichcint. Eine fröhliche Tonart schlägt das Picknick an und hier nt es besonders der behaglich kauernde Mann, der die ganze Stimmung des in goldigem Lichte strahlenden Bildes- in sich verdichtet, wiedergibt. Außerordentlich packend in der Farbgebung ist das herzige Bild Christnacht. In blendendem Lichte utzen zwei Engelchen in der Krippe und letradjten mit verwunderten Augen das zappelnde Kuäbleiu, das int Dunkel der Stallecke von der Mutter gewartet wird. Bon ciusachec Größe sind dre Bilder Im Walde, Im Park, Stein klopf er, Backstabe, Das Gespräch und Marienkirche in Lübeck. Einen starken Eindruck macht das ohne jede Pose gemalte, schlichte Bild des Berliner A d 0 l f Ö e r i n g DerlctzteZung, eine Mutter vor der Bahre des verunglüctteu Sohnes. Einfach in der Komposition und in der Tönung ist das große Bild Christus von Fritz von Uhde, das mich bei längerer Betrachtung ungemein gefesselt hat und alle die Vorzüge des großen Scaler d unaufdringlich zirv Geltung bringt So singt man jetzt hoffnungsfroh im Lager der zn- künftigen lonservativ-klerikalen Blockbrüder. Vielleicht kommt es aber doch noch anders. Beachtung verdient cs, daß die Reichspartei bei der gestrigen Abstimmung über die Liebesgaben in der Finanzlommission von den Konservativen abrückte. Tas hat allerdings nicht verhindern können, daß die Kommission — mit geringer Mehrheit — dic Aufrechterhaltung der bisherigen Liebesgabe >n*n Beschluß erhoben hat. Zn S e r b i c u hat sich mittlerweile etwas Weltbewegendes ereignet. Ter Kronprinz Georg, der Schrecken der Mütter und Töchter Belgrads und nicht minder der Ehemänner, der Schrecken seiner Umgebung, die Seele der Kricgspartei, hat den plötzlichen Entschluß gefaßt, allen Rechten seiner hohen Stellung zu entsagen. Er will fortan als einfacher Serbe seinem Baterlande und dem Könige dienen. Jst's möglich? Sollte man sich bisher wirklich ein so falsches Bild von diesem jungen Manne gemacht haben, der seine Diener zu Tode prügelt und Wachtposten wie Spatzen niederknallt. Es wird schwer, zu glauben, daß dieser Entschluß mehr ist als Theatralik und Popularitätshascherei. Für die Sache des Friedens wäre cs allerdings etn Glück, wenn Kronprinz Georg von Serbien bei seinem Entschlüsse verharren wollte, trotz der 800 Offiziere, die ihn gebeten haben, den Verzicht auf den Thron zurückzunehmen. Aber es heißt auch schon, daß es dem Könige gelungen sei, den Kronprinzen zur Zurücknahme seines Verzichtes zu bewegen. Zu anderen Zeiten könnte man die Streiche dieses Operettenprinzen mit Behagen registrieren, aber gegenwärtig ist die allgemeine Lage doch zu ernst, um nichc auch diesem Vorgänge eine ernstere Seile abzugewinnen. Rußland scheint ja nun auch endlich ernstlich für dic Erhaltung des Friedens wirken zu wollen, wenn es sich bestätigen sollte, daß der russische Minister Iswolsky der Annexion Bosniens bedingungslos zustimmt. Recht merkwürdig nimmt sich allerdings die sehr gereizte Stimmung der französischen Presse gegen Oesterreich und Deutschland aus. Auch auf Englands Zricdensliebc scheint kein gar zu großer Verlaß zu sein. Die Stimmung ist dort infolge der Flotrendcbatte äußerst gereizt. Trotzdem kann man nach, den letzten Vorgängen hoffen, daß der Friede erhallen bleiben wird, da Frankreich und C 'gland nach der Anerkennung der Annexion durch Rußlan^ schwerlich daran denken werden, Oesterreich-Ungarn und Serbien in den Krieg hinein zu Hetzen. In Serbien scheint die Stimmung jetzt auch schon weit friedlicher zu sein als bisher. E. A. Die serbische Krage. Die gestrige Meldung, daß Rupiano die Annexion Bosniens und der Herzegowina als vollendete Tatsache anerkenne, scheint sich bestätigen zu wollen. Die Petersburger Telegraphen-Agentur erführe nämlich von tornpeten.er Stelle folgendes: Zm Zusammenhänge mit den in Wien vor sich gehenden Unterhandlungen über die Formel einer serb. Erklärung war der Gedanke aufgetaucht, das Wiener Kabinett könnte an dic Mächte eine Note richten, in der es, auf die Mitteilung des österreichisck-ungarisch-türlischen Protokolls hinweisend, um die formelle Zustimmung der 'Mächte zur Aufhebung des Art. 25 des Berliner Vertrages er- mchen würde, und diese Zustimmung tonnten die Mächte in Form von Antwortnoten ausdrücken. Ihn einerseits alles zu tun, was von ihm abhängt, um die äußerste Spannung der Lage, dic zu einem bewaffneten Konflikt Oesterreich- Ungarns mit Serbien und Montenegro zu führen droht, abzuschwächen, und den Mächten ein Uebereinkomrnen mit dem Wiener Kabinett über die Formel dec serbischen Erklärung zu erleichtern, erklärte das Petersburger Kabinett, es sei seinerseits mit obigem Verfahren einverstanden. Zn Belgrad hat Die Nachricht von der veränderten Haltung Rußlands die letzten Hoffnungen, die schon durch Die Abdankung des Kronprinzen stark erschüttert waren, zu uichte gemacht. Selbst die Überzeugtesten Optimisten, die des Erfolges der serbischen Sache sicher waren, sind vollkommen niedergeschlagen. Allgemein herrscht die Ansicht vor, daß dic Großmächte das serbische Volk endgültig auf Gnade und Ungnade Oesterreich-Ungarns ausgeliefert haoen. Man ist endlich zu der Erkenntnis gelangt, daß die Macht der Staatskanzleren urirerglcichlich größer ist, als die Macht des slawensreundlichen Teils der europäischen Presse. Förmlich über Nacht ist dic Ernüchterung cin- getreten. Das seit sechs Monaten angefachtc Kriegs- fieber ist plötzlich geschwunden. Belgrad zeigte gestern das Bild einer sehr ruhigen und friedlichen Stadt. Auch in den Abger.dnetenlreisen herrscht eine vollkommen friedliche Stimmung. Unter dem Eindrücke dieses großen VLeinungsumschw.lngcs bespricht die serbische Presse die Abdankung deS Kronprinzen, den sie noch vor wenigen Tagen als die Hoffnung des serbischen Voltes pries, fair einmütig in kühler Weise und gibt der Ansicht Ausdruck, daß dieser Schritt des Kronprinzen ein Glück für das Land sei. Nur „Politika" und „Mali Zournal" bemühen sich, Den Kronprinzen in Schutz zu nehmen. Die serbische Regierung gibt inzwischen eine authentische Darstellung Der Todesursache Des tronprinzlichen Dieners Kolakowitsch. Durch Die Obduktion Der Leiche sei festgestellt worden, daß Kolakowitsch infolge akuter eitriger diffuser Entzündung des Bauchfells, die als unmittelbare Folge einer Perforation des DünnDarms eintrat, gestorben sei. Kurz vor seinem Tode hat zwlakowitsch folgende Erklärung abgegeben: „Ich bin gestern abend um 11 Uhr im Palais des Kronprinzen unglücklich ausgcrulscht, stürzte dic Treppe hinab und verletzte mich am Bauch. Tas Unglück ereignete sich dadurch, daß ich mich, obwohl Die Treppe nicht beleuchtet war, beeilte. Dem Kronprinzen einen Brief zu überbringen. Da ich schon vorher mit einem Leistenbruch behaftet war, so befürchtete ich, Daß Die Schmerzen stärker werden würden. Deshalb bat ich meine Kameraden, mich sofort in Das Spital zu überführen, was auch geschah." So hat sich Dieser Vorfall zugetrageu. Dieses Protokoll, Das Kolakowitsch eigenhändig unterzeichnet hat, haben der Stadtpräfekt miD verschiedene Aerzte unterzeichnet, welche bestätigen, Daß Kolalowitsch Diese Erklärung bei vollem Bewußtsein abgegeben hat. Die veränDertc politische Lage kommt nun auch in Den Meldungen aus London zum Ausdruck. Wie Das Reu- ter'sche Bureau aus Diplomatischen Kreisen LonDons erfährt, ist Die pessintistische Anschauung, Dic zu Anfang Der Woche herrschte, f a st ganz gc - schwunDen. DaS Hauptinteresse nehmen augeublialid) Die Verhandlungen zwilchen England und Oestcrrerch-Ungarn in Anspruch. Der Telegraph zwischen London und Wien spielt ununterbrochen, zu einer endgültigen Entscheidung ist es aber noch nicht gekommen. Das Reutcr'schc Bureau ist zu der Erklärung ermächtigt, daß zwischen dem Londoner und Wiener Kabinetl feine große Meinungsverschiedenheit bezüglich Der Serbien zu empfehlenden Formel herrsche, da es sich nur um die Festsetzung des Wortlautes handle. Es bestätige sich, daß sich. Großbritannien und Francreich dem russischen Vorgehen in der Anerkennung in der Annexion Bosniens und oev Herzegowina nicht eher anschließen werden, als bis die Verhandlungen beir. die Beilegung des österreichisch-serbischen Konfliktes zu einem befriedigenden Ergebnis geführt hätten, was aber wie ein guter Grund vorliege zu hoffen, nur die Frage von Tagen sein könne. Besonders hervorgehoben werde das, was dic britische Forniel, dic im vollen Einverständnis mit Frankreich und Rußland ausgestellt worden sei, anbelange, jede Verständigung zwischen den Kabinetten von London und Wien auch für Paris und. Petersburg annehmbar sein würde. Wie die österreichische Regierung Die gegenwärtige Lage beurteilt, zeigt eine Veröffentlichung der Wiener „Zeit" über folgende authentischen Acußcrungen des Frei Herrn! von Aehrenthal: Man kann dic Erklärung ZSwolskys, daß Rußland nunmehr Die Annexion ohne Reserve anerkennen wird, mit aufrichtiger Befriedigung begrüßen. Tie von Oesterreich-Ungarn und Deutschland befürwortete, von Rußland nunmehr angenommene Methode für die Behandlung Von den Drei Bildern des rasch bekannt gewordenen schweizerischen Malers Rüdisühli gefallt mir Die Felspartio nm besten. Der GermanischcHein mit seinen brennenden, grellen Farben scheint mir zu sehr gemacht und auch die Mythologische Z n s c l vermochte mich trotz ihres bestechenden Reizes nicht tiefer zu interessieren. Mit glatten, sreuudlichen Mitteln hat K. Müller in Hamburg seinen Ruhetag im Manöver gemalt und recht viel versprechend scheint mir R. Zeschke zu sein, dessen Bilder Bei Sonnenuntergang und Abendsonne in der .Heide eine anmutende eigene Note haben. Sauber gemalt ist auch Die Sapph0 von Lüdccke und das ansprechende Bild Der kranke Zager von Adolf Bock. Zivei hübsche Pastelle stellt Schickhardt mit seinem Morgen und Vorfrühling ans. Besonders beachtenswert sind noa? Schneewittchen von Richard Scholz, ter das alte Märchen freundlich neugestaltet, und Z. Heffner mit feinem klaren Wintcrtag, einer sonnigen Schueclandschast voll scharfer Charakteristik. Erwähnenswert sind weiterhin noch W. F r c y mit seinen Kühen im Wasser, A. Hermann mit den beiden Stilleben Birnen nnd Aprikosen, R 0 e ß l e r mit seinen bekannten üöeitern» typen und Emmy T i n g e l d e i n Gießen) mit ihren M a i» blumen. Zum Schlüsse will ich noch auf die getönten Bleistiftzeichnungen von P. Mu e l ler -K aenrpf nunuerfiam machen, die von enter starken Persönlichkeit zeugen und frische Lebendigkeit anfnreisen. Es sind dies: März tag, Märzsonne, Frühlings- sonne. K. 'N. — 91 [frcö Back in Frankreich. Die französische Revue „Le progres social" bringt unterm 20. März eins der Feder Raymond Darsiles’ eine ausführliche Besprechung deS Romans „Die Pariser" von Alfred Bock. Darin heißt es, das Buch werde in seiner Eigenart auch beim französischen Publikum Verständnis finden und Interesse erwecken für die Heimat des Dichters. Er (Raymond Darsiles) bereite eine Uebersetzung bc5 Romans ins Französische vor. — Matkowsky und b i c Backfische. Matkowsky war nicht im gewöhnlichen cinnc Liebling der Backfische, die jeden jugendlichen Liebhaber anschwärmen, die Zuneigung der Berliner jungen Damen, int Alter von 15 bis 18 Fahren hatte einen walw- hast künstlerischen Grund. Nun ist cs bemnnt, erzählt Der Börsen- ccuricr, daß der große Tragöde stets einem guten Glase Weiu und manchmal auch mehreren Gläsern mit Begeisterung zugesproänm hat. Zn einemj großen Rah der .Backfische wurde einstmals Der Entschluß gefaßt, den gefeierten Künstler mit Liebe und Zärtlichkeit dem Weinteusel zu entreißen. Eines Abends nach einer „Romeo-Vorstellung" scharten sie sich zusammen nnd begaben sich vor den Eingang des Weinlokals, in dem der Künstler zu vermehren pflegte. Mattowsky hatte schon vorher davon gehört und sich aus den Ulk gefreut. Als seine Droschke, die ihn von Denn Theater abholtc, Vor dem Portal des Weinlokals hielt, stand vor ihm eine Phalanx schöner Backfische in Paradcaufftellung. Maikows ky sah sich lächelnd beim Aussteigen aus Dem Wagon diese doppelte fs-ront blonder, brauner und schwarzer Kövse tut. Plötzlich erscholl wie aus einem Munde die Bitte: „Mattowskh, erkalten Sie sich der Kunst!" Matlowsky blieb einen Augenblick stehen und sagte bann nach kurzem Nachdenken: „Meine Damen, ich freue mich sehr über die Fürsorge, die Sie mir entgegenbringen. Aber wenn Sie mich retten wollen, dann haben Sie fieber ein. falsches Mittel gewählt, denn . . . hier zögerte er ein wenig und fuhr dann mit seinem verbindlichsten Lächeln fort). Zch bin kein Kapitol." Und schnurstracks ging er hinein. Unsere Backfische blieben bestürzt stehen und sannen noch lange über die rätselhaften Worte nach, deren Lösung sic anfangs nicht finden konnten. — Deutsche Speisekarten in der Schweiz. Ter Deutschschweizerische Sprachverein hat im Frühjahr 1908 an die Gasthofbentzer der deutschen Schweiz ein Schreiben gerichtet, in Dem er sie zur Einführung der deutschen Speisekarte ermuntern wollte. Ter Erfolg dieses Rundschreibens war, wie wir iml Zahresbericht des Vereins lesen, über Erlvartcu günstig. Au vierzig Antworten liefen ein. Die einen benachrichtigten den Sprachverein, daß die deutsche Tischkarte längst bei ihnen ein geführt wäre, die andern teilten mit, daß sie damit beginnen wollten. Mehrere sprachen sich zustimmend, ja begeistert über das Vorgehen des Sprachvereins aus. Die Antworten kamen meist front Vier- waldltätter See und aus dem Kanton Graubünden, nut wenige aus Dem Berner Oberland, woraus der Sprachvercin sehr richtig schtteßt, daß in den Verkehrsgcbietcn des ferner Lberlandes die Neigung zum Welschtum stärker sei als in andern Reiscgegenden Der Eidgenossenschaft. Mit Genugtuung gibt Der Sprachverein davon Kenntnis, daß seine Bestrebungen heute von der Deutid)* ichwerzenschen Presse viel besser gewürdigt mürben als vor einigen wahren. Xie deutsch-schweizerische Presse hätte srch überzeugt. Das; es nicht „unqc;unbe Deutichlümolei" wate, wenn man in Der Deupchcu Schweiz für bic Ansprüche der deutschen Sprad-e cintrcte« 77 Kleine Chronik aus K un ft unb Wisse 11 schaf t. Bonn Pt am 23. ds. Mts. Der Archäologe, frühere langjährige Letter Des Rheinischen Proviuzial-Museums, Tr. Phil. Ernst a u tz ni W c e r t h yn Alter von 80 Zähren gejtorben. her Annerionsfrage ift unbebhiflt die am besten geeignete, die schwebenden Streitfragen rasch ihrer Losung suuitubren und die internationale Spannung zu beseitigen, die sich in der Unter ’.cit gezeigt hat lieber die englische Anregung einer* identischen Schritte- der i^rogm.ichte in Belgrad wurde vorläufig cui Einvernehmen noch nicht erzielt; r: ift je doch in dieser Frage eine Annäherung der verschiedener! «Standpunkte zu konstatieren. Äir hoffen,nachdem wir das Mindeskmatz oct Forderungen, tie ivtr an Serbien zu stellen haben, in unseren, England bekannt gegebenen Entwurf iiusgenokmncn haben, hob die englische Regierung unsere Mäßigung anerkennen und in Belgrad den Standpunkt ver> treten roiro, von dem ins unsere Bedingungen auigest wurden Bon einer unsererseits geforderten demütigenden Erklärung des Belgrader Kabinetts kann nicht die Rede jein. Brr wollen nur eine Hl drang unseres Verhältnisses ,,u Serbien und oaß mit dem System der zweideutigen tXedensarten ein Ende gemacht wird Ties liegt übrigens tiud) in dern Interesse des armen Landes, das sich seit Monaten im Zustande einer gewissen xrisis befinde! tpotitifebe Cagesiebau, Die Finanjkoinmissioii der Reichstage- trat gestsrn nm ln Ufr vormittags wieder Zusammen und fuhr tn der P>'ratunn oe- 8 -'des Branntweinsteuerentwurfs tort Tw Blockiragc wurde mit keinem Worte aeftreift. Tic Reichs Partei hotte einen Benni« lungsvorschlaq eingebrockt, den Abg Freiherr v Ofamv begründet Ei ermäßigt die Spoumm.i nur 1» Mk und nach Aefjn fahren, alfa» vom V Oktober 1919 <üj, diii 1” M l ; von den Ertragnissen bis 1914 stellt er jährliäi 10 ‘.nhllioir.ii und bis 1919 dann jährlich 5 Millionen für bm Ten atu nein in wnds bereu Tic Absmnmnng brachte eine lieber laschumi: die Reichsparteitrenntesich von den T c u t i di konservativen Man hatte nach dem Bcrlaiif der Verband Jungen erwartet, daß sich eine Mebrbnt aus der Rechten und dein 3entnm' auf den Hauotamrafl der .Honfcrvoiiven, Antrag Dietrich, vereinigen nnirde, der du- Spannung von 20 Mk. für ote inrtn .n jöni Jahre auiredtt erhallen und fie bann dauernd nur V> Ml. fest leg,n will. Vorher aber wurde der weilergehende Antrag des E-rafen Schwerin znr Mstimmung gestellt, der die Mür*uun bev Liebesgabe auch für 'Väter ablebnt und sie in ihrer jetzigen hllionen “Karl für den T. naturii-run^Sfonds entnimmt, stimmten bi - Honfcr- Vatinrn, die Wirtsktjaftliche Vi ceinlflilttfl, das Zentrum lind die Bolen, gegen den '.".ntrag ebcnfo geschlossen die Reichs Partei, die MiaH-onalliberalen, die freisinnigen und die soAialbmofraten. So sand der Antrag eine Mehrheit von 16 gegen 12 Stimmen!. In raidier Fvlae wird bann eine Reihe weiterer Paragraph, n nnheruubcrr nodi bc,m Entwurf angenommen. Pom Zentrum liegt ein Antrag auf Begünstignng der kleinen Obst 1> r c n n c r e ic n vor: bei einer Produktion unter 50 Hektoliter sollen )ie bei der Peiarauchsabgabe um 10 Prozent begünstigt wir den, bei einer Produktion von .50 bis 100 Hektoliter um 30 Prozent. Tic Beschlnsüassung über diesen Antrag tvirb bis zu nächsten Sibimg ausgesetzt, wo die Regierung, die den Antrag mit Rücksicht auf das Sienererträgnis bekämpft, Material voi legen wird § 13, beiressend die gewerblidwn Brennereien, wird nad) einem Anträge Dr. Weber folgendermaßen gefaßt: „Als ncroerblidie Brennereien sind olle Brennereien, tvcldic Hefe erzeugen, fowr diejenigen anzusehen, die toeder zu den landwirt idjaftlidien Brennereien, noch zu den Cbfrbrcnnerncn und den diesen gleichgesl'llten Brennereien gehören." Es wird also die Hefeproduktivn als Zeichen des gewerblichen Betriebes angesehen. Nächste Sitzung Tieustag Eine wichtige Entscheidung im Aerjteftreit. In der Frage des AerztestreikS hat das Kölner Landgericht eine prinzipiell tvichtige Entscheidung gefällt. Der öngellagle Arzt Dr. 51 lerne n t, der sich geweigert hatte, ihm überwiesene Mitglieder der kranlenkaffe zu behandeln, wurde verurteilt, den in dem Viertel Lövenich tvohnhasten Mitgliedern der Liankenlasse einschließlich der Familienangehörigen ärztliche Hilfe zu leisten. e Das Aufblühen von Kiautschou. In bei Bnlgetkoininission de« Reichstages erklärte bei der Beratung de« Etats für da« Schutzgebiet Hiautschou Staats- fekretar v. Tirpih gestern, Tsingtau fei innerhalb von 11 Fahren aus einem öden armen Torfe zur siebten Handelsstadt eine« unter 40 europäischen Settlements cmporgewachfen. Der derzeitige Rückgang des Handels in Tsingtau hangt lediglich mit der allgemeinen wirifchaftlichen Depression Olt- Asiens zusammen. Trotzdem seien die Einnahmen TsmgtaliS mir um 200000 Dollars gesunken. Die neuesten Berichte aus Kiaunchon lauteten i e h r gün ll ig. Für die neuen Bahnbaiiten seien allein für 25 2)iiUioncn Marl Aufträge nach Deutschland gegangen, doch lediglich deshalb, »veil wir Tsingtau besäßen. Die kohlenanSfuhr sei gegen daS Vorjahr um da« zwanzigfache gestiegen. Tk'ittfcbc» Kcicb. Der Kronprinz wurde, wie das Militärivochenblatt nieldet, bis auf weitere« vom 1. April ab zur Dienstleistung beim 1. Gar de» Feld «Art.-Reg. kommandiert. DaS preußischeLnftschiffer-Bataillon blickt mit dem heutigen Tage auf ein 25,ährigeS Bestehen zurück. In der gestrigen Sitzung deö BnndeSratS wurden angenommen die Entwürfe des Gesetzes betr. Aendcr- »ingen des GeiichtSvcrfasiungSgefetzeS und der Strafprozeß« Ordnung foiDie Vorlagen wegen Einführung eines Gesetze« über die Freizügigkeit, eines Gesetzes über Unterstützung«. Wohnsitz auf der Insel Helgoland, eine Vorlage betr. Verlegung der Zollgrenze beim Alten Hafen in Bremen, eine Vorlage betreffend Acnderung de« hamburgischen Freihafcn« gebietv und schließlich eine Vorlage betr. AuS'ührungS« destimmungen zmn Wechfelstempelgefetz. Ausland. Der r ussischc Finanzminister Kol ow»ew ist zum ruffiiebeu Botswaner in Paris au seriellen 3n P et e i bu x a imiibe eine neue revolutionäre Cr ganffaiwn entdeckt uno st env.r bastun aen vorgeuimmen. :K u m ä n i i (b e ^aiif rnumuhni. T Blatt Advenil beboupict, daß m den Bezirken Dorodoi und Botuscbani und Fasst) große Baiierminrutvi^ au»qetnrodxen seien Die Regier»na ver bcimiidu zurzeit d> Tatsachen, hat ichodx umfassende nuhtanftbe Maßnahmen getroffen Der E r präsid c n i H st r o bat fub gestern nachmittag fax Trinidad an Land aeietzt nxerden Easrre rbx'h lebhaften Widerspruch gegen bi. runa de- Jditnnbrl^qefedfcbait, ibn nid)i ui Bene meta .u I n ' i flar : ■> i. mitedu seitens der Bem mlauer, il'ii an .uNa i ' vrii . i nher . u geben, sid> ,ui verteidiaen R c u c Unruhe n in U bi n a? Aad» .".clbungux üil> Peking find neue fcrndsclxac Sunbatfmnmt veranstaltet worden Twe Trnwnftrationtn find das Werk der geheimen iHnellschan öes großen -chwertes. Tic Jtunbarbunqeit waren besonders bc ocuteno in Tarnt an. Man hegt Berürchtungen für oas Schicksal der -.aHrndxn fremden, welche in der rtaN und deren Umgebung roeilen. Ter Gouverneur der Provm. Schonttmg bat Befehl erhalten, unverzüglich Truppen nach den bebrobtm Crtrn ;u , ntienden uno alle Maßregeln zu tretrnt, um da» Leben der Fremden zu schützen. Besonders idienten die Riffiovare bedroht »u sei». i Aus Stadt und Land. Gteßen, 27. März 1909. Zur sünfjigiahrigen Jubelfeier de» mittelrheinischen Turnkciscs. Am heurigen Tage kommen in Maiwz die mitrelrbeiniicheii Turner zusammen, um miteinander die Wiederkehr deS ^ages festlich zu begehen, an dem vor 'ünfzig Jabrat bet Grundstein des ,etzt io blühenden Berbandes gelegt rturoe, der sich um die deutube BolkStumiache große und bleibende Berdienste erworben Hat. Das 3at,r 1859 ist noch in anderer Beziehung allen deutschen Sater- landsfreunden lieh und bedeutungsvoll geworden. Fällt doch in dieses 3abr btc ('farinihung des beurichen Aa nonaiver eins und die Siner des 150. Geburtstages Friedrich Schillers, der nach den Zähren der Reaktion zum crstenmal wiederein lwm deutschen Bolk das Bewußtsein inadinci, daß b^ Dort „Teutschland" mefrr als cm bloßer geograrüufcher Begriff sei. Zu demselben Zisle, wie bicic beiden Ereignisse, sollte auch die Gründung dec mittelrheinischen Turnverbandes dienen. Tee Perband wollte Männer aus verschiedaien deutschen Staaten zuiaimnenfa'sen zur Pflege und Ausbreitung des beutitfen Turnwesens als eines der und*1 tiaften Ztveige des Volkslebens und der Polksgeilmdhen Es ist wahrlich fein Zufall, daß gerade ui dem alten deutschen Kulturland am Zufammenfluf von Main und Rh^nn der Trang nad) der Zusammenfassung aller beur'dnm Turner zuerst zur Tat wurde. Hier batte von jeher der Gedanke eines einigen und freien beuHdxu Vaterlandes am kräftigsten Wurzel geschlagen und hier war das Turnen als eines der Mittel ba;u schon in den vierziger Fahren volkstümlich geworden. Es konnte durch btc Reaktion zwar gehemmt und unterbrürft, aber niemals ganz ertötet weiden Mein war zwar die Zahl der Turner, bie nm 29. August 1X58 zu einer Vorbesprechung in Lffenbach zusammen traten. Nur die Vertreter von sieben Vereinen konnten dem Rust von Bode in Crfenbach, Ravenstein in Frankfurt und Rübfamen in Gießen Folge leisten. Es naren die Vereine von Tarmftnbt, Frankfurt, Friedbeig, Gießen, Mainz, Rödelheim und Sachsen bauicu, die sonach als die eigentliches Gründer des Mittelrhein kreifes gelten tönn.'n. Nicht viel größer war die Zahl der Vereine, die nur dem am 27. März 1859 gehaltenen ersten Turntan in Lffenbach die eigentliche Gründung des .Ureisverbandes tnu- nahmen, aber ihre 'iah! wuchs rafch, so daß die ein Jahr später in Moburfl sich bildende deutsche Turnerschast fdion einen lebens kräftigen Turnverband vorsand, der dann als Alrei» IX der Turnerschaft bereu Schicksale immer in ben vordersten Reihen miterlebte unb an ihren Erfolgen allezeit lebhaften Anteil halte. Tas Verbandsgebiet erlitt im Wechsel her Jahre mannigfache Veränderungen, die ursprünglidi dazu gehörige Pfalz wurde an den oberrheinifchen .streis abgegeben und bapir ipater der füd liche Teil der preußisdien Rheinprovin; dem V.wband angegliedert Immer aber blieben die Lande an Rhein und Main, d.- llhr im Philosopheuwald. M ä n n e r - T u r n v e r e t n Lichtbilds i Vortrag über da deutsche Turnfest in Frankfurt ; streisjubiläum Samstag abend 8* _• Uhr in Steins Galten. Anlagemusik Sonntag vormittag 11' Uhr in der Süd Anlage. Lpielplau 1. Ouvertüre zum Ballet .,Elektra" von Hertel: 2. Venns Walzer von Vridc. .3 Am Saifcrbore! Fackel tanz von F-örster: 4. Kaiser-Musketiere! Marsch von strauße « •• S. K. H. der Großherzog haben dein Geh. Regi. r.ingS« rat Wilh. HaaS, Generalanwalt des ReichSoerbandeS bei deutschen landwirtschaftlichen Genoffenfchaften in Daruislabt, die Erlaubnis zur Einnahme und zum Tragen des ihm vom König von Serbien verliehenen GroßoffizierkreuzeS des St. Sava«OrdenS erteilt. •• Lehrerperfonalien. In den Ruhestand versetzt inurbe der Reallehrer an dem Realgnmnasium und der Obcr- lealschule zu Gießen Christian Albach unter Anerkennung ieiner langiährigen treuen Dienste und Verleihung btr Slrone zum Ritterkreuz 2. Klaffe deS Verdienstordens Philipps des istroßmütigen; der Lehrer an der Volksschule zu Lffenbach Fäh. Adam Völker unter Anerkennung seiner langjährigen treuen und ersprießlichen Dienste: der Lehrer an der Ge. 'ueindeschule zu Egelsbach Foh. Körbel unter Anerkennung feiner langjährigen treuen Dienste; der Lehrer an der Ge- ineindeschule zu Bockenrod Val. Bender, sämtlich auf ihr 9!achfuchen. AuS dem Militärtoochenblatt. v. Schlutterbach, Cberft und Kommandeur deS Fnf.-Leib-RegtS. Großherzogin (3. Großh. Heff.) Nr. 117, nut bc; Führung bei 80. Inf «Brigade beauftragt. — Der Cberfilt. Her hubt v. Rohden beim Stabe des 2. Thur. Inf.-Regts. 9lr. 32. unter Versetzung zum Ins.-Leibregt. Großherzogin (3. Großh. Heff.) Rr. 117, mit der Führung dieses Regmientö beauf- tragt. — Zum Cberftlt. befördert: Frhr. v. Langennann u. Erlenkamv, Motor beim Stabe des Leibgarde«Inf.-Regts. (1. Großh. Heff.) Rr. 115. — Ernannt der Major z. T. Sicberg, bisher BatS.-llommandeur im Inj.-Rcgt. Prutz Karl (4. Großh. Heff.) Nr. 118, unter Erteilung der Er- laudniS § um Tragen der Uniform des Hevment5, zum militärischen VorstandSmrtgl'.ed der WilhelmS'.-e.lanstall in haben. — Versetzt: der Hauptm. v. Bartemverfer un Generalftade deS 5. Armeekorps in das Le«bgarde«Inf.-Regt. < l. Großh. Hcff.) Nr. 115. — Dom 1. April ab auf ein Jahr zur Dienstleistung beim großen Generalstabc tonunanbicrt: die OberltS.: v. SelafinSkn irn Inf.-Leibcegt. Großherzogin (3. Großh. Heff.) Nr. 117, Frhr. v. Gienanth im Garde« Trag.-Regt. (1. Großh. Heff.) Nr. 23. — Ernannt, unter Enthebung vom Kommando zur Dienstleistung beim Großen Generalstabe: Ring im Inf.«Regt. Prinz Karl (4. Großh. Heff.) Nr. 118, zum Adiutanten der 16. Inf.«Brig. — Zum BezirkSofsizier ernannt: Hauptm. und Koinp.-Ehef Bauer v. Bauern tm 2eibgarde«Jn».«Regt. (1. Großh. Heff» Nr. 115, beim Lanbw.«Bezirk Karlsruhe. — Zun» Stomp.« Chef ernannt, unter Beförderung zum Hauptmann: Cberft. Dernher iWilhelm) im Leibgarde-Inf.-Regt. (1. Großh. Heff.j Nr. 115. — Zum Dbedt. befördert: Lt. Freiherr Schäffer v. Bernstein zu demselben Regiment. — o. GruneliuS, Lt. der Res. deS Lclb-Drag.-Regt-. (2. Gr. veff.) Nr. 24, vom 1. April ab auf ein Jahr zur Trntt« leistung bei diesem Regiment kommandiert. — Von der vaupt-Kadettenanstalt Oberleutnant Müller in da« Ins - Regt. Prinz Karl 14. Großh. Heff.) Nr. 118, versetzt. — Mit dem 1. April: Henning, Cberftlt. z. D. und Pferde« inufterungSkommlffar in BraunSbeig, in gleicher Eigenschaft nach Gießen versetzt. — o. dem Knesebeck, Lt. tu dcr Tlamin-Battr. deS III. Stamm-See-Bats., scheidet an« der Marine ans und ivird unter Beförderung zum Cbent. im l>lroßh. Art.«Korps, 1. Großh. Heff. Fel dort. «Regt. 2ir. 2» angestellt. — Zu LtS. befördert die Fähnriche von der El st im Großh. Art.-KorpS, 1. Großh. Heff. Feldart. «Regt. Rr. 25, Da in m, Rocco im Inf.-Re«,t. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess) Nr. 116, Backof im 5. Großh. Heff. Ins.-Regt. Nr. 168. — Den Abschied bewilligt Halten im Ins.-Regt. Prinz Karl (4. Großh. Hcff. ' . 118, behufs liebertritt in Königl. Bayer. Dienste. — Irn Beurlaubten- standc. Zn Stabsärzten besürdert: die Cberarzte der Res.: Dr. Schult eß (Mainz), Dr. Reumann (II Darmstadt): die O der ärzt e der Landw. 1. Aufgebots: Dr. Kipper (Gießen), Dr. Str uv er (Mainz): zmn Cber- arzt befördert: bei Assist.-Arzt der Landw. 1. Aufgebot-: Tr. Mänrer (WormS).— Kadetten-Anstellung 1909. ?llS LtS. ohne Patent die Portepee-Unterasnziere Beudcr im Lcibregt. Großherzogin (3. Großh. Heff.) Nr. 117, Fell im Jnf.-Regt. Prinz Slarl (4. Gioßh. Heff. iv. 118, / ihr. von Werthern im 5. Großh. Heff. Jnf.-Regt. Nr. 16S. Bickel im Großh. Art.-KoipS, 1. Großh. Heff. Fcldait.- 'Jtcgt. Nr. 25. • • Stadtthcater. Außer den, Bcnest; deS Regimut4 Rudolf Goll am 1. April bringt bie letzte Spielwoche noch am Dienstag, 30. März, mit Shakespeares , V imlde eine AbonnernentSabend, der besonderes Intercffe beanspmchen darf. An diesem Abend ivird Herr Curt Gühnc, der bisher dem Rehhof'schen Ibsen-Ensemble angehüitc — daS auch hier nut Baumeister Solneß so starken.Eiwlg hatte — als .Hamlet' unsere Bühne als Churakterdaistcllcr und Registst.'» ve:i stichlet und ivird sich anch m letzterer Eigenschaft bm h Inszenierim-z 1'v5 Shakefpeare'fch^n Meisterwerkes hier eins ihren • * xonzert Stammler Fr inlciu Ida Stcunmier, nufere beliebte rivnzertfängerin und Geiaiig-stlueiln, bot am Freitag dem 2t> Mär; in der Loge einen Lvriiagsabenb nerauftaltct, der ui fdiünftcr unb erfolgreichstci 5.vi|c wi lief Tn- reichhaltige Programm wurde' mit kleinen Äu nahmen von Schuleriinien und Schülcrii de-> Frl. 3taw- Schülern ganz seÜ'üverständlich ift, auf aifinr Stufe tat önnens standen, fo muß doch ict>c einzelne Leistung d* durchaus aligeruirdet bezeichnet werden .11 2ünqrr.r schätzen wir Frl Stammler schon lange, ui-> Lehrerin bet jie nun auch am Freitag cum laude abgeschloffen b» heu Taktstock schwang verr Schattier imierstützo ben mit schönem Ton und rcocr Technii >?rrr \ki h n, der nn: ncherhell viel zu den Erfolgen der jungen v n.*r bc: ichön gefprocheneu Tanlesworten im Namen aller Schul ecr Lehrerin ein elegant gcrahmtcv Bild überreichte. * * A ii o ft e 11 u n g von m n o b c n b a n b a r b c 11 < n Tie von Knaben der Voll und höheren 2d>uicu im dies- > 'egenstande werden morgen Sonntag, von ll - Uh; " RabattSv-iroercin luf Bcr.inloifi.ii.i r I i ■ ift die flciunO» Entwickln»«! des Barverkehrs »>> wra rn. un lülibcm I' lhäusgrdolu^n entflrymutretrn rnb IM allq meiner -4 bfttiet .rklnstirien emzeliicr ■ .fcbäil«. r.vldx >ur iiiilmifl oft eie 1 ">r:n lni«M 1 OCH wohl liier .vi Erwin mcbk .lusöl.ndrn dl'irii . 511 Arbeit cr-Lchrtolopie Ter Vorstand txr .Irbeitstebrto onic uno Beobachtung, anstalt Steiumüdle in Frantfurt a. M, Stift strahc 3»'. teilt nut, das um l 'Ivnl dieses Iahre> die flrl>citel»'hr(ofonif auf her Stein' muhte bet Obe rer l end a a» auf 25 Plätze erweitert wird, so daß von ba ab weitere Zöglinge ausgenommen werden können Tic Anstalt ist für fronlentlaficne ••nabei geeigiiet, btc fchwactz l»ridhiflt oder geistig zurückge'.'lieben find, ohne so schwachsinnig zu fein, daß sie in eint Idioten anflült verbracht li erben mutzt en In Aufen. alt in der Ansialt soll dezweckcii, die über in :x biv Jahren jo I weit zu iordern, datz sic in einer freien Lchrc oder Trcnfff Prima geräucherte (336 | ' UW^NS Vollfettbücklinge J. Heilbronner Rittergasse 8 Marktstrasse 17 verkaufen, dtähereS i ls7.'> 7.75 ■n 8.75 n A.-G., C<l o b s. Erb hier betriebene Petroleum Geschäft ist trank beitshalber nebst Inventar zu Helm auf ihrer Kreuzfahrt im Mittelmccr eine Begegnung haben werden. Paris, 27. März. „Petit Parisien" meldet aus Biarritz: Der deutsche Kaiser sandte König Eduard ein A l b n m , welches Abbildungen vom letzten Berliner Besuch des englischen Königspaares enthielt. Belgrad, 27. März. Wie verlautet, ist cs dein Mi nistcr Paschitsch gelungen, den Kronp r iuzen zu bestimmen, die Abdankung >v i e d e r z u r ü ck z u n c h m e n. — .Hier herrscht wenig russenfreuudliche Stimmung. Es finden anti-russische Demonstrationen statt. Infolge dessen reisen die lvenigen russischen Freiwilligen, die |id) hier befinden, wieder nach Rußland ab.’ Irrlgatore, Binden, Spritzen C. Pattberg“- Selters weg 60. Knaben- und Mädchen-Schnürstiefel prima Weissenfelser Fabrikat Garantie für besondere Haltbarkeit 23/24 25/26 27/30 31/35 Mk. 2.25 2.75 3.45 3.90 Knaben- und Mädchen-Schnürstiefel prima Rindbox, mod. breite Facons Damen-Spangen-Lederschuh Damen-Schnürstiefel. la Qual., vorz. Ausf. Damen-Schnürstiefel. Chevrol. m. 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Das Kreisamt Büdingen hatte dieser Tage eine Versammlung derOrts-Woh- nungsinspektoren aus dem nördliche Teil des Kreises einberufen, um einen Jnstruktionsvortrag des Landes-Wohnungsinspektors Gretzschel aus Darmstadt anzuhören. Für den anderen Teil des Kreises hatte eine gleiche Versammlung schon früher stattgefunden. Ten Vorsitz führte Regierungsassessor Schäfer "aus Büdingen. An den JiJ, stündigen Vortrag knüpfte sich eine rege Aussprache, in welcher auch das Gebiet der Wohnungsfürsorge gestreift wurde. Hierbei griff Finanzanrtmann Köhler tu Nidda auf Grund seiner reichen Erfahrungen als Leiter einer gemeinnützigen Baugenossenschaft recht wirksam in die Debatte ein. Die Versammlung hat zur Klärung der vielen für die Wohnungspflcge in Betracht kommenden Fragen erheblich beigetragen. u. Lützellinden, 26. März. Auch für unfern Ort ist die Anlage einer Ouell Wasserversorgung beschlossen. Die Wasserleitung für etwa 1000 Einwohner mit 200 Häusern ist au> rund 50 000 Mark veranschlagt. Nimmt man an, das Kapital soll mit 4 Prozent verzinst und mit 1 Prozent amortisiert werden, so sind im Jahr 5 Prozent von 50 000 Mk. 2 500 Mk. aufzubringen. Es entfallen also auf jedes Haus durchschmttlich 12 50 Mk. ober etwa 1 Mk. im Monat. = Ettingshausen, 26. März. Gestern hielt der Zweißverein des Evang. Bundes seinen zweiten Fant i l i e n a b e n d im Saale des Gastwirts Phil. Sommer ab. Eine außerordentlich zahlreick>c Versammlung hatte sich eingefunden, die nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden und den gemeinsamen Gesang des Luthcrliedes mit ge spauntem Interesse dem Lichtbildervor.rag des P'arrcrst- stenten Han stein auS Gießen folgte, der Bilder von Land und Leuten in Südwcstafrika zeigte und erklärte. Besonderer Dank gebührt auch dem hiesigen Gesangverein, dessen Gesänge wesentlich zur Verschönung des Abends bei- tritgen, so das; mit dem gemeinsamen Gesänge von „Deutschland, Deutschland über alles" eine wohlqelunqene Feier zu Ende ging. W. Frankfurt a. M., 26. März. Polizeirat Wolff vom hiesigen Polizeipräsidium ist gestern Abend infolge Schlaganfalls plötzlich gestorben. ** Kleine Mitteilungen ans Hessen und den Nachbarstaaten. Der Turnverein „Gut Heil" in Steinberg hat 97 Mitglieder und nicht 47 wie gestern angegeben war. Die Ortskrankenkasse in M a i n z'schließt ihre Jahresrechnuna mit einem Defizit von Mk. 105 868 ab. Weiter fand auf der Güterabfertigung in derselben Nacht ein Einbruch statt: es waren die Pulte ausgebwch n und alles durchwühlt, ohne daß dein Einbrecher etwas Passendes in die Hände fiel. Ein Dreirad, das bev Einbrecher am Bahnhis stehen ließ und in dem sich ein Oelfläschchen befand, das aus einer Bad Ouiulnmcv Apotheke flammte, führte zur Ermittelung des T iter.-. Das 'bad war aus dem. Hvfc einer Villa gestohlen uwrden, di. zur Zeit unbewohnt war. R. hatte sich dort in drin Mansarden zimmer einen Kochraum und eine Lagcrstärre zurecht gemacht. Es war Proviant genug vorhanden, den er sich ans einem Petro len mlwrd zurecht machte: nur fehlte es chm an Wasser, da die Wasserteilung ab- gestellt war. Er wußte sich aber zu helfen, indem er Selters wasser imd Wein zum Waschen benutzte: man sand etwa 60 leere Flaschen in dem Raum vor. Während seinen fünf- oder sechslägigen Aufenthalt dorten, brach er fast alle Behälter ans und schasste Sachen fort. Er stattete nachts and) den Aachdarsvillen Besudle ab und stahl Schmuckgegenstände, Kleider und sonstige Gebrauchs gegenstände. Zur Abwechselung suhr er auch nach Franksurt, am dann bei der Rückkunft wieder sein altes Logis anfznsucheu. liefe Iohrt dürste er benutzt l aben, um in Frankfurt Sachen abzusei en. Die eine Villa allein schätzt ihren Verlust auf 1000 Marl. Nachdem der Täter beim Verlassen der Villa hstgenomnren wurde, gestand er zu., auf dem Dreirad, das er dorten gestohlen tolle, nach Gießen gefahren zu fein, um die Einbrüche auszusichren. Außer den angeführten Diebstählen ist er noch einer Reche anderer verdächtig, es konme aber .mangels genügender AnbaUspltnkle feine 'Jinnage erfroben werden. Ser Sachverständige, dm ihn auf seinen Geisteszustand untersucht hat, hielt ihn für geistig minder - wertig und erblick) belastet, doch muß er für feine Straitaten vci - anvrorticch gemacht werden. Der Angetlagle ist miederlwll vorbestraft und schon in früher Jugend mit dem Strafgesetz in .sinn- slikt geraten. _2ic Staatsanwaltschaft beantragt- für sechs ihm nach gewiesene Straftaten Zuchthausstrafen v.'N ii ln> zu 1 Fahr was zusammen 18 Jahre ergab, die in dem M.rrimatbetrage von 15 v ah reit erkannt werden sollten. Das Gericht hielt aber ange sichts der geistigen Verfassung des Angeklagten S 3 obre ;3 u dH -= Haus für ausreichend und sprach ihm die bürgerlichen Ehren rechte auf 1U Jahre ab, auch wurde die Zulässigkeit der Polizeiaufsicht ausgesprochen. März. „Petit Journal" bestätigt in einer Mel daß König Eduard und Kaiser Wil Kassen sdräke. Geie^fcnheätskauf, Wegen Aufgabe eines größeren Commissionslagers, Hal erstklassige Fabrik eine Anzahl Kassen- schränke zu jedem annehmbaren Preis abzugeben. Offerten unter U.31G an Äaafcnstcin L Vogler, Preiswertes Angebot in • Schuhwaren • __Robfjeinier Straste 40, van. Einen sehr gut erhallen. Kinderwagen, hodwlegantes Atodell, fo- roie einen Kinderstuhl nnt billig abzuged. Niegelvfad 28, ll. >02048 02044! Sportwagen zu verkaufen. Liebigslraße 77. Gießener Strafkammer. Ein Einbrechervirtuos. )(Gießen, 26. Mörz. Im Sommer 1907 wurde der Schlosser H. R. von Lauterbach in Bremen ju 8 Jahren Zuchthaus und den üblichen Nebenstrafen verurteilt. Im Frühjahr letzten Jahres erfolgte seine Ueberführung in das St. Jürgeic-Ashl zur Beobachtung seines Geisteszustandes, von wo er int November nachts ausbrach. Einige Wochen später mürbe bei einem Wirt in der <3-ranffurter Straße hier nachts eingesliegen und neben Bargeld ein Fahrrad und ein Ueberzieher gestohlen. In der nämlichen Nacht versuchte ein Dieb in das Pfarrhaus hier efttzu- steigen; er wurde aber durch den Sohn des Geistlichem verscheucht das üeihn?. IUüet!er u*9lptiI ] in^eibc?at -3. _ »' un W’- iienf««i|tunoT"nl' * \ 16,^rio Ur,‘ Ri 5; ’ • Mörbert? demselben ro? ‘ ? ^ueiebeck, Lt in x II iW* M iwn Oberlt. ul Ml. iKlbatt.^gi, ä gl öle Fähnriche von bul «ofeb. Hess. Feldart.M! Kmsex 11 1 °I im 5. Grogh. U; 1 'Ich'kd bewilligt Kaltci- 1 °Bl)- öcn.) Ar. ns, hchz | e,~3’» Bcurlcuibtn!» Ordert: die Oberatii-1 M» Dr. 3lcuni63:11 der Lcmdw. 1. Ansgebc^ I iver sMainz); 3nm 3k, I >ct Sanbiv. 1. Achebc- | ten-Anstellung 1901 - epee-Unterosfiziere fBetii:1 | :oßf). Hess.) Nr. 117, ss,i , oßh. Hess.) 118, Fis.- i . Hess. Znf.-Regt. Nr. ü 1. Grotzh. Hess. Ä i Ffellt svrtkomnten können. Das Pflegegcld beträgt jährlich 600 Mk. Jeder Zögling hat die nötige Kleiderausstattnng nritznbringen. Ten AntneJdungen —'die an den Vorstand vtz richten sind — ist eilt Schulzeugnis, ein Lebenslauf und ein ärztliches Zeugnis beizufügen. ** Der Zirkus Adolf Straßburger eröffnete sein hiesiges, nur wringe Tage dauerndes Gastspiel gestern abend mit einem wirklich ausgezeichneten Programm. Vor allem sind die vorzüglichen Pserdedressuren zu erwähnen, die man heutzutage nur noch selten zu sehen bekommt, weil sich die meisten Zirkusdarbietungen leider immer mehr den Varietös angleicheu. Der Zirkus Straßburger ist erfreu- licherwei,e aber noch ein Zirkus von der alten, guten Art, bei der die Pferde int Vordergrund stehen. Und 'über herrliche Tiere verfügt dieser Zirkus. Es ist eine Freude, die eleganten Bewegungen dieser ivohlgepflegten, herrlichen Pferde zu beobachten, die auf jeden leisen Wink ihres Gebieters unfehll'ar gehorchen. Von den reichlichen Vorführungen seien heute nur die wichtigsten erwähnt. Da ist Fräulein Amanda eine vorzügliche Drahtseil-Künstlerin, hie unter vielen anderen verblüffeu-den Kunststücken auch frei auf einem auf dem Seil stehenden Stul;le sitzend balan- ,-ziert. Fräulein Aila zeigt 'sich als gewaiidte und sichere 'Parforeereiterin und du Plessi als Bur setzt durch seine ausgezeichneten Reiterkünste in Erstaunen. Sehr interessant war die Vorführung des Pferdes ohne Schweif, wie denn überhaupt die Tierdressuretl auf einer sehr anerkennens- üierten Höhe steheil. Frau A. Straßburger erntete mit ihrem geschickten Elefanten stürmischen Beifall und auch D i r c f t o r Stras; b u r g e r wurde mit seinen mehrfachen Vorführungeii von Vtassendressureii lebhaft beklatscht. Tie edlen Pferde, die durchgängig ausgezeichnetes Materml sind, sind ganz vorzüglich geschult und außerordentlich geschickt. Ein guter, sicherer Jockei ist . Interesse beanspichid^. 1 t Gühnc, der hörte — da§ aich olg hatte - nlj if tüiiinicnbe Spitljdt an : unb Xtgiffeui wrplWet mschast durch . twWw- uub t- . Loge einen BortrngM^, ib crsolgttiDcr Sei?®'- ,ni wurde mit kleiner-- Lchüstrn des 5rl- 7 i, itidir «Ile. m- ,d° in, auf gleicher oiuii jede einzelne r* „je rtjefdllofl«- luv trng .fjnitlcr t-1 11 der jungen . - Lehrerin und e der jungen ~a hmtcs iiiiflbenÖn iin^ UsW ni£ C - 'iarlcn daß di^i ÄtÄ , iW'-Si ER isfcÄS HM' 'it ^o'u'-ie^lave L- LHStztz HM Ein Lagerplatz am neuen Gülerüahnhof, zu verkaufen, evtl, auch zu ueruadjtcu. t^ii',. GeleffenheiiNkauf! Mehr. Salon Vianinom Ar „Rab. Violinen, neue Bauart, gr. hvchge- wöll'i, a. alt. MlofterbuLi, ge >. Fr. Springer, fow.alle Vivl.,gez.Gotil. Libich u. Job. Mufti, habe als Fachmann 3. Elnfviel. in Evmtniss., fotu. Sckiüler Biol. Musik-,'mft. u. Verl, v. Noten, 2atien u. gnftrumente h»'. 5truie,Aiterioeg 47, Gießen. 0/3 Belgische Riesen billig abzu- gebeu. Lchillerstrgße 34. 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