Nr. 150 Pi sich der Stimmen die Fraktionslosen: Meines KeusUeton. II ist ein Druckfehler zu berichtigen: (nicht Horn) hat gegen den Jmmob.- Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: e^51. Redaktion-.e^Ai 12. Tel.-Adr.:AnzeigerGießen. der Auswahl der Strauße die größte Sorgfalt gewaltet, cs sind riesige Tiere, darunter einige, die sich erst zwei Jahre desLebens erfreuen und dabei eine Rückenhöhe van 1,60 Meter haben. Fünf Arten Straußen lieferten das Material für diese Farm: Somali- strauße, ostafrikanische, Kavstrauße, Strauße vom Blauen Nil und westafrikanische Strauße. Die Strauße vom Blauen Nil, zwei Hähne, bilden die Hauptstücke der Farm, die das ihrige dazu beitragen wird, Hagenbecks Ruf äls Tierzüchter aufs neue zu verbreiten. — Wie man Kindertrotz behandeln soll. Ucber den Gehorsam und den Verkehr zwischen Eltern und Kindern erzählt Elisabeth Boehm-Langarben im Juliheft von Westermanns Monatsheften (Braunschweig, folgendes praktische Beispiel: Man hatte mir ein Bübchen im Alter von vierzehn Monaten anvertrant, das auf dem Lande aufwachsen sollte, um kräftig zu werden, und ich machte damals die Erfahrung, wie sehr selbst ein so kleines Kftid durch Umpflanzen seelisch leidet. Ich war das einzig Bekannte für ihn in dieser ihm ganz fremden Welt, und mit Leidenschaft klammerte er sich an mich. Das Kind war sehr eigensirrnig und trotzig; schon in den ersten Tagen hatte ich einen harten Kampf mit ihm zu bestehen: fr stand während der Mahlzeit neben mir imb warf meine Serviette von meinem Schoß auf die Erde. Ich bat ihn, sie mir zu geben, er tat es nicht; ich hob sic auf, er warf sie wieder herunter. Es kam so weit, daß ich glaubte, ernstlich darauf bestehen zu müssen, daß dr sie aufhebe, wozu er auf feine Weise zu bewegen war. Ich sprach ihm gut zu, ich strafte ihn. Er meinte kläglich, ich versöhnte mich wieder mit ihm; er war sehr wefth und zärtlich, und ich war fest überzeugt, nun würde er die Serviette aufheben. Aber nein! Nach wie vor warf er sie fort uitb trampelte darauf herum. Schließlich überwältigte ihn der Schlaf, und ich hatte das beschämende 'Gefühl, Enthalten haben Delsor, 2BettcrIe. *) In der Liste Nr. Der Zentrumsabg. Ho en Ums.-Stempel gestimmt. E n t h a l t e ii haben sich der Stimme : Becker-Arnsberg (Zentr.), Wiedeberg (Zentr.), Schiffer (Zentr.), Schirmer (Zentra, v. Volko (Kons.), Rolher (Kons.), Behrens (Wirtsch. Bq.)._____________________________________ Oolitedche S-—-—7 — nicht von Maschinen, sondern auch zum Teil von den Straußen I rwn diesem kleinen Kerl besiegt zu lern. Mir war es eine gwtze Gießener Strafkammer. )( Gießen, 27. Juni. Diebstahl. Kurz nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis war die hier wohnhafte aus Lassenroth gebürtige Putzfrau M. B. aushilfsweise bei einem hiesigen Wirt beschäftigt. Nach ihrem Weggang ver- nkißte die Wirtin ein Portemonnaie, in dem sich etwa 5 M beenden und ein goldenes Halskettchen, sowie verschiedenes Silberzeug. Spater gewahrte auch das Dienstmädchen des Wirtes- daß ihm ein Rock fehlte und man hätte gegen die Putzfrau Verdacht, bei der dann auch eine Haussuchung borgenommen wurde, die das Halskettchen und den Rock zutage forderte. Fr-au B.. ivegen Diebstahls im Rückfall in Untersuchung gezogen, gab den Diebstahl der bei ihr gefundenen Gegenstände zu; dagegen bestritt sie, das Portemonnaie und die Silbergegenstände gestohlen zu haben. Sie fonirte mangels Beweises wegen den zuletztgenannten Gegenständen nicht bestraft werden, aber den Diebstahl der zwei anderen Gegenstände sollte fte mit je 3 Monaten Gesängnis büßen. Mit sttück- ftcht darauf, daß die angesetzte Minimalstrase schon sehr hoch ist, wurden bie Strafen auf 3^Monate und 1 Woche reduziert. Körperverletzung. Vor dem Alsfelder Schöffengericht hatten sich der Schreiner- geselle Hch. L. von Heidelbach und der int gleichen Ort beschäftigte Lchmiedegeselle C. Hch. D. aus Lingelbach wegen Körperverletzung zu verantworten. Die Angeklagten waren mit einem Kameraden wegen der Begleichung einer Zeche auf dem Heimweg in Streit geraten und bearbeiteten sich gegenseitig mit ihren Stöcken, ohne ftdoch^erhebliche Verletzungen davonzutragen. Ihr Kamerad hatte am Schöfsengencht unwahrerweise angegeben, er habe 6 Löcher auf seinem Kopf davongetragen. Diese Aussage erschien dem Lchösfengerrcht nicht glaubwürdig, weshalb es den Zeugen nicht beeidigte und den Angaben der Angeklagten, die wahrscheinlicher waren, mehr Gewicht beilegte und die Angeklagten freisprach, unter Belastung der Staatskasse mit den notwendigen Auslagen der Angeklagten, wozu auch die Kosten des Rechtsbeistandes kamen. Die Staatsanwaltschaft hielt zwar die Freisprechung für gerechtfertigt, dock lollte, da die Angeklagten nicht wegen völliger Unschuld, sondern nur mangels Beweises ftcigesprochen worden sind, die Die namentlichen Abstimmungen in der zweiten Lesung der Reichrstnanzreform. ui *) $ei der ALstimumiig über die B eleucht ungsmi ttel- !?lsv nrit 25' $Uni 1909 baden für die Steuer gestimmt, Ja: Arendt (Labiou), Arnold, Arnstadt, ? Sbera0' S!10' Bonm, v. Brvckhausen, w. Gros v. Carmer-Osten, Graf v. Carmer-^ieseimin .Löscher v. Eiern, Feldmann, Gmf Hufnaae?^^'^■ F Henning, v. Hehdebrand ö- Krocher, v. Maltzahn, Mentz, v. Michaelis, Nehbel, Niederlöhner, v. Oldenburg, Perniock 111 AAE' -A?"er, v. Richthofen, Ritter, Rother, Rvesicke, Rupp, fSwlermann, v. Steinaecker, v. Treuen- ' Winckler, v. Winterseldt. — Reichs- » Dsunstermann, Dürften, v. Gamp, Fürst Hatzftld, Hostel, .Kolbe, v. Siebert, Löscher, Pauli (Oberbar- nrm), Scherre, Schlüter, Schmidt (Altenburg), Schultz, Stubben - doftf, Barenhorst, v. d. Wense, Witt (Marienwerder) ErbUrGr, ” Zentrum und Wellen- ^af Reck^^g, Bmrmann, Beck (Aichach), Becker lArns^ EÄ^'oAr (Köln), Belzer, Blrkenmayer, Bitter, Dahlem Diftsner, Engelen, Erzberger, Euen, Euler, Faßbender Fehren- Fleischer, Frank (Ratibor), v. Freybera, v. Galen Gerstenberger, (teberiS, Gleitsmann, Glotvatzki, Göring, Grüber HEer, Hamecher, Hauser, Hebel, Heim, .Herold, Fahr v' Ö trieb berg, Hitze, Ho en, Holzapfel, Öo9' ich schnell. Wie oft habe ich den Gedankeii gesegnet, seinen Tro« als Krankheft zu behandeln und nicht den Versuch gemacht ru haben, feinen starken Willen zu brechen, sondern ihm zur Fähigkeft der Selbstbeherrschung und Selbstsucht verholsen zu haben F^tzt ist er em junger iHiamt, bei- mit ruhiger Energie und großer Selbstbeherrschung seine vorgesteckten Ziele eins nach dem andern erreicht. * selbst besorgt. Nack) einigen Monaten schon nehmen die jungen Tiere an den Diahlzeiten der alten teil. Hinter dem Haus für die jungen Vögel befindet sich ein Krankenhaus, in dem schwächliche und verletzte Exemplare sachgemäße Pflege erfahren. In der Nähe liegt auch die Sckmtzhalle, die die Tiere bei ungünstiger Witterung aufsuchen können. Ein prächtiger Weideplatz und ein kleiner Teich zum Baden steht den Tieren ebenfalls zur Verfügung. Auf diesem Weideplätze tummeln sich 84 große Vögel, die mit ihren possierlichen Reunkimststückeii das Vergnügen aller Besucher bilden. Eine Anzahl von Einzelgehegen für Zuchtpaare befindet sich im Osten der Anlage. Den Zuchtzwecken entsprechend, hat bei ,-^bTchspartei: Langerfeldt, Linz. — Wirtschast- llche Vereinigung: Behrens, Böhme, Bindewald, Tr KEardt, v. Damm Gäbel, Gräf (Wnmar), Hanisch, Herzog, Kolle, Sattmann, Liebermann v. Sonnenberg, Staab, Rieseberg, Rvth, Schack, Stauffer, Bogt (Crailsheim), Vogt lHalkr — Reformpartei: Bruhn, Gräfe (Sachsen), Kohler, Werner. —Zentrum und Welfen: Wiltberger - uc a t x 0 n a 11 i b c 3: a I c: Arning, Bärwinkel, Bahn, Basser- mann, Beck (Heidelberg), Blankenhorn, Boltz, Buchsieb, Prinz, Schönaick>-Earvlath, Contze, Detto, Everling, Fehlhauer, Findel, Fuhrmann, Görck, Görcke, Hagemann, Hagen, .Hausmann, Heinze Hieber, Hoppe, Hom, Junck, .Kleye, Linck, Müller (Rudolstadt), Neuner, Ortet, Osann, Paaslh«', Rimpau, p. Schubert, Schwabach, Semler, Sieg, Sievers, Stresemann, Trautmann, Vogel, Waeh- horst de Wente, Weber, Wehl, Wetzel, Wilde, Wölzl, Wommelsdorff. — Freisinnige Fraktionsgemein schäft: Ablaß, M;lhorn, Buddeberg, Cuno, Delbrück, Dohrn, Doormann, ^Dove, Eickhoff, Enders, Fegter, Fischbeck, Goller, Gothein, Günther, Gyßlmg, Haußmann, Heckscher, Hermes, Hoffmeister, Hormann, Kämpf, Manz, Mommsen, Müller (Iserlohn), Müller (Meiningen), Mugdan, Naumann, NeumaTm-Hoser, Pastmicke, Dfnndtner, Potthoff, Schweickhardt, Sommer, Spethmann, Stengel, Swrz, Struve, Träger, Wagner, Wieland, Wiemer. - Sozialdemokraten: Albrecht, Binder, Böhle, Bömelburg, Brey, Brühne, David, Dietz, Eichhorn, Emmel, Fischer, Frank (Mannheim), Frohme, Geck, Geyer, Hengsbach, Hildcn- brand. Hoch, Horn, Kaden, Ledebour, Lehmami, Metzger, Niolken- buhr, Noskc, Sachse, Scheidemann, Schmidt (Bei'lin , Schwartz (Lübeck«, Severing, Bürger, Stadthagen, Stolle, Studien, Süde- tum, Ullrich, v. Vollmar, Zubeil. — Fraktionslose: Gregoire, Haussen, Kvbelt: Zweites Matt 159.Jahrgaug Mittwoch 3V. Ium 1908 ÄtAwAHA# Xk-A Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen MkMKbr General-Anzeiger für SberheM Handel. — r 3 a a u t > Barnatha« t.t 2 t a m b w l t : mit 1*»'CO tüt.' ct< ! Pfund T-«bm6hch?ettc:t zahiung-unf a h i ■*. TeiitW Kinnen ccaeii die Hamdurg-Ainerika-ö,nie tt: Trlbu* A Nnndhrlm, Glcasrii Mein diesjähriger grosser beginnt Donnerstag den 1 Juli verkauft Preisen Frankfurter Schublager Elcktrix. Lahmtyer . Elektris. Schachert . Eschweiler Berrwerk 190.50 181.70 21.40 129.00 -Kinder- mehl -Krankenkost. Gelsenkirchen Bergwerk . Hambarp-Amerik. Paket! Harpcncr Bergwerk. . . ................ Nordd Lloyd..... Oberschlea. Eisen-Indoatrie Berliner Handelest* . . Dinnstldter Bank . . . Deutsche Bank . . • • Deutsch-Asiat Bank , . Diskonto-Koni mamüt . . Dresdner Bank . . . . Kreditektica . . . . Baltimore* cn 1 OLia- Euenbahn..... Gotthard bahn . . . . Lombard. Eisenbahn. . . Oesterr. Staats bahn . . . Prince - Henri • Eisenbahn . Harpen er Bergwerk . Laurabütte . • LotLbardcn E. B. . . Nordd. Lloyd . • . Türkenlvae . • • • Telephon 539 bö.öO IMJÜo 85.55 94.21» Sämtliche Schuhwaren staunend billigen Mäusburj 12 228.70 loauo 99-JO 9X45 stc-ns eine geringe (Geldstrafe erkennen, >venn es überhaupt zur Verurteilung käme. Ter Gerichtshos sprach den Angeklagten von der Bedrohung frei, indem er annavm, der Mann habe ernstlich nickt daran gedacht, dicS tatsächlich fluDAiiffibrcn. Dagegen bnbe inan den Aiigellagtcu wegen Körperverletzung unter Mislbrauch ber &laffc für schuldig befunden und auf eine zweimonatige Wf fängmsstrafc als ausreickende Sühne erkannt. (Lrfchwerend bei der Strafzumessung habe der (Gerichtshof in Uebereinftnnniung mit dem Anklagevertreter den Umstand würdigen müssen, da« durch die rohe Tal des AngeNagten das gute Berhaltni-.- des Militärs und des Zivils zu einander in der (Garnison gestört werden kann, mildernd fei dessen gute Führung und Unbestraft- heil berücksichtigt. Ter (befreite kehrte ichtuna der Kaserne zu die die Wirtsckwft Ostend iuid Hervorragend bewährte Nahrung. Die Kinder gedeihen vorzüglich dabei u leiden nicht an Verdauungsstörung. Türkenlose . . . 4°;, Grlech. Monopol-Anl 4°/, äussere Argentinier 3°/, Mexikaner . . . 4*/.e/e Chinesen . . . Aktien* Bochum Gua» .... Buderus E. W. . . . Tendenz: fest Berliner Canada E. B. ... Darmstädter Bank . • Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. . Dresdner Bank . . • Tendenz: ruhig. Staatskasse nicht mit den Auslagen der Angeklagten beloftrt werden, ursfanib i'c Berufung e nlegte Nach eingehender Brüning des Sachverhalts eutichi d bic Strafkammer, da» die -iaatska,,e von den Auslagen der Angeklagten nur die »oNet^ eines von ihnen geladenen .trugen, Der jur Aufklärung des -ackoer bolles not- nw-iwm erschien, zu tragen hob:; die Konen des Rechtsbeistandes und die persönlichen Auslagen der AngeNagten haoen )te selbst 62.20 64.00 98.90 92.40 49.70 88.90 98.75 Lerantwortllch t. V.: für t^crichtssaol kr. Anderson« für Stadt und lb'and: .starl ^^urath.. 124.50 178.40 llfiSO 189.75 18!.»- 90.00 95.00 171.00 130. SO .'41X0 145.00 185X0 U2.7O 200.00 Telefonische Kursberichte Giessener Anzeiger«, mitgeteilt von der Bank kür und Industrie, Gleesen. Frankfurter Börne, 30. Juui, 1.1- Uhr. F)rucksachen aller Art liefert In jeder gewünschten Ausstattung preiswert die Brühl’sche Universitäts-Druckerei, Schulstr. 7 ging von dort mit vier Sameraden der Geielllcha't Rosenbecker nach, wobei die Mädchen in angemessener ^nttemmm den 'ur.- Soldaten folgten An der Bürgermettterci Itanöcn, nckus Boies ahnend, die irv,listen und besprachen d,e brrorftrbcnDr Lod?.eit des verlobten Haares, da traten die fünf Lvldaten ,n ihren »re,S. (brfreitrr doetzel packte den schwächlichen .'/stährigcn Peter Re'en- bccker und mit den 'Sorten: Ser wollte was, entnr, er demden Hut und Stock, stieß ibn ru Boden und bearbeitete denselben in dieser Lage mit dem 3cttrngcrocbr. Der Bruder kam dem am Boden liegenden zu fcilfe, aber auch aut bi cum ging der Uk träte mit der Söffe los und cauh der vagener bekam, al- er bellen moUtc, einen Sttck in den Rücken. Bon den wer Kameraden die ,n Bereitschaft die Szene umstanden, hatten zwei ebemalls das Seitengewehr gezogen, ohne sich ober aktiv an dem Angrm zu beteiligen. Ter Angeklagte, welcher bisher unbeirrti ist und iid> bei der Truppe vorzüglich geführt hat, behaupt t. cr habe -n Rottv- br gehandelt, er fei als Soldat von den JiOMiun bc schimpf! -.md bdcibigt worden. Er habe d'.e Mädchen, sein Ber bdltnid und deren faeimbtn, die Süd-Anlage herunter nach vame bringen wollen, aber der Uebermacht der Zivilisten gegcniider dies nicht gewagt und fick deshalb die Kameraden zu vilfe gerufen. Er will nur mit der flachen Klinge geschlagen hoben und bestreitet entschieden, dost er mit der Waffe gestochen hat. Act AngeNagte behauptet, es habe der fltoierbeder, als^er dm an der Bürgermeisterei zur Rede gesteUt, zuerst mit seinem Stock accklogen. Tte vernommenen zahlreichen Zeugen bestreiten cntidueben unter Eid, dost icmand den Angeklagten beschimpft Hot. Rur die Aeutze rung mit den zwei Mädchen fei gefallen, die aber nur icker chatt geioeien ict Ee sei unwahr, wenn der Gesreite deha je, mit einem Stock geschlagen oder bedroht irorden und hatte dann erst zur Waffe gegriffen. Tcrfdbc habe vielmebr dem älteren Rosenbecker Hut und Stock aus der Xrnno gerissen und wie cm Tiger mit dem Seitengewehr auf diefcn loSgefcklagen und von herunter gestochen. Ter Zeuge, der diese g-ns in Ucbereinstimmung mit anderen Zeugen mach'e, erklärt aut Befragen des Verhandlungsleiters, cr fei Soldat geweien uno verstehe sehr wohl einen Unterschied wabr;unehmen zwiscken^ckiagen nut der fachen klinge und Stechen, der Gefreite Woctzel habe beides ■ in seiner Wut. Tic drei Verletzten haben zwar keinen dauernden Schaden genommen an ihrer Gesundheit, dock können dieselben dem Zufall danken, dost dem so ist. Tic Entlastung^ ’.eugcn, die Begleiterinnen des Angeklagten an dem Abend der Tat, wollen nur gehört hoben, dost der Cfcfrcite beschimpft worden ist, sonst wollen beide Mädckcn nichts gesehen haben, auch haben sic nickt gehört, was ihr Begleiter gesagt hat. Ein Kamerad Woetzcls, der bei der Affäre mttgeroirft, versucht, dies n reden, cr wurde aber, weil er im Verdacht steht, die Lat des Mannes begünstigt zu haben, zu feinem Eick nickt fcrcioigt. 2clbft der Verteidiger des Angeklagten zog seinen Antrag, diesen Zeugen zu vereidigen, zurück. ttriegSgerichtSrat Obenan« gründete die Anklage, wonach der Angeklagte schuldig sei der Körperverletzung mit gefährlichem Werkzeug unter Mischrauch der Waüe und der Bedrohung mit Totstechen Der Gefreite habe sich an jenem Abend beispiellos roh benommen, cr habe einen älteren schwächlichen Mann, der ihm nichts getan, noch mit der Wo u bearbeitet, als dieser am Boden gelegen. Was cr getan, fdxmbc des ■ i cr trage; er habe aber auch der ganz n (Garnison durch die Art, wie er auf offener Strafte einen Zivilisten behandelt habe, geschadet, denn durch solche Taten leide das gute Einvernehmen des Bürgers und des Militärs, welches b kannllick in (Rieften besteht, darum müsse bei Angeklagte, obwohl er noch nickt bestraft ist, mit 3 Monaten Gefängnis für die .Körperverletzung mtb mit 1 Woche (Gefängnis Tür die Bedrohung bcitrait werden. Der Verteidiger Leutnant der Reserve foaberlorn weist daraus hin, daft der Angeklagte geglaubt hat, in Notwehr sich zu befinben, fei dem aber so, so sei der Angeklagte straffrei zu erklären. Die Strafe, die beantragt fei, märe nach Vage des Falles viel zu hoch. Es fei bei der Affäre für die Beteiligten kein dauernder Sckxckcn entstanden und ein Schöffengericht würde Höch- SVwe/e Beichsanleihe. . . 3'. do. . . . 3lL*i. Konsuls • • • • 3*/. do..... 3*/,*/, Hessen..... 3V/L Oberhessen . . . 4e/e uesterr. Goldrente. . 4*/ee/e Oestarr Silberrente. 4e,e Ungar. Goldrento . . 4’, Italien. Rente . . . 3°/e Portugiesen Serie I . 8*/, Portugiesen „ III . 4'f,0/j russ. Staatsanl. 1906 4‘/ie/e Japan. Staatsanleihe 4°/e Conv.Türken von 1903 und guter Marnie und wollten zur Stadt zurück gehen. Moltkestrafte trafen sie den AngeNagten Woetzel, rocl Madckun am Arm hatte, worauf Okrnöhcuner die Bemerkung machte: Ta der Lanz hat zwei ?Mdchcn und ich habe leine, der uuist aber beute nacht ein breites Bett haben, der könnte nur aber eine der BLädchen abgeben. Die Kefellschaft lackte und ging weiter Woctzel kam aber hinter den Leuten drein und stellte den einen der Brüder Rosenbecker, während die trauen weiter gingen. Ot, gab nun einen Wortwechfel, wobei der Gefreite die .'lusdrucke Gicftencr Scklamstibeifter, Lumpen usw. gebrauchte. Roienbecker erklärte, cr brirudx kein Mädchen, cr habe feine Fran und bemerkte, sind wir Scklammbeister, fo bist du ein schlechter «chneeickipper (ein Spitzname für die l liier'. Woetzel äußerte, es tue ihni leck, genug, d«ist cr l>ei den Schneeschippern dienen müsse und drohte ickliestlick, haft, wenn Rosenbecker sich nicht weg macke, er ihn >uederstect>cii werde, woraus dieser daraus hniwies, da« er nicht allem sei, sondern nur zu pfeifen braudw, um JOilfc zu haben. Damit scku-n die Angelegenheit erledigt, -ter (befreite kehrte mit seinen beiden Mädchen m der Richtung der Kaserne zu die i'künbetgcr Strafte zurück, ging in t.. ..... zu tragen. t w , _ . „ r , Dergehra gegen das Perionenstand^gefeh. Eine Trauung, MC ;ioei Tage vor dem ursprünglich ange setzten Termin stattfand, icmrde dem Standesbeamten indck. 'n von chrof- starben zum Berhöngnis Die Trauung war am den Tag festgesetzt worden, an dem die Braut ihre Boloahrigreit^er- [angni sollte. Umständehalber fand aber die Trauung zw CT :: Strohhüte, Batist- und Stickereihüte :: Kattun-, Batist- und Stickereikleidchen Spezial-Geschäft Franz Bette G Mäusburg 10 Fernruf 666 Inventur - Ausverkauf a,6A Wegen ^lufgabe des Geschäfts vollständiger für Jacketts und Mäntel. 04865 Marktstrasse 4. Telephon 394. Fr. C. Adams Neuenweg 28, Restaurant zum Löwen. en ^ros Glas und Porzellan 60 cketail Bitt© Schaufenster zu beachten, oder verlangen Sie Preislisten mit Abbildungen. 3103 Ausverkauf Stsffreftelagers bestehend in Herrenstoffen, als Reste für Anzüge, Hosen, Joppen und Westen, sowie prachtvolle Reste für Paletots und Capes, zum Aussuchen, Steter1 3 gföarfc. Ferner für Damen Neste für Haus- u. Straßcnkleider, Kostümröcke, sowie Norma! - Konservengläser genau in der Form, Grösse und Qualität wie Weck’sche, dabei 80—15 % wie neue Preise von Weck. Einzelne Teile von Normal und Weck passen zueinander. 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