Erstes Blatt 15». Jahrgang Donnerstag 25. März 1909 erscheint täglich, außer jWIMF • 'wg<* A Bezugspreis. Sonntags. - Beilagen: 4f A FI monatlich 7bPs., viertel- MsGienener Amemer^ wirlschaftllche Seitsragen H Mir El BL KQ BL v wra[ £L Zeilenpreis: lokal IbPf., Fernsprech - Anschlüsse: W ~ W M 38 Xr ▼ ▼ auswärts 20 Psennig. sür die Redaktion 112, fV^ O ff Verantwortlich Verlag u. Expedition bl ^eer < 9 * r <• ** für den politischen Teil: MM General-Anzeiger für Oberhessen ' ZZM lüs vo°rnüuag?s^ühr^ Rotattonrdruck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Steindruckeret R. Lange. Redattion. Expedition und Druckerei: SchulftraKe 7. feal": ®;^;Jör«bcJ? _ ______________ G ~ ' u Anzeigenteil: D. Beck. Die heutige Nummer umfatzt 10 Seiten. Das Ende des Blocks. Nun kst es allem Anscheine nach gekommen, wie es Vak komme, Mussen. Der Block fällt durch die Schuld der Konservativer auseinander. Wie nämlich Berliner Morgenblätter melden, hat der Führer der Konservativen v. Normann dem Führer bei Nationalliberalen Bassermann offiziell erklärt, daß feint flsattei von der Notwendigkeit des Zustandekommens der Reichsfinanzreform überzeugt sei. An indirekten Steuern müßten 400 Millionen Mark bewilligt werden. Die Besitzsteuer, die in dir Finanzhoheit der Einzelstaaten eingriffe, könne nicht zugestanden werden. Die Nachlaß- und Erbschaftssteuer aber würden die Konservativen unter keinen Umständen akzeptieren. Auf die Frage, ob das die Au'- lösung des Blocks bedeuten solle, wurde von d,n Konservativen erklärt, innatienalenDingenkönneman ja nach wie vor zusammengehen. Die gleiche Erklärung wie den Nationalliberalen gab v. Normann den Führern der Freisinnigen Fraktionsgemeinschaft sowie dem Führer des Zentrums ab. Die nationalliberale Fraktion gelangte in einer sofort nbgehaltenen Sitzung zu der Ansicht, daß die E r k l ä r u n g der Konservativen die Kündigung des Blocks dar stelle, sowie daß die Verantwortung dafür ausschließlich den Konservativen zuzuschreiben sei. — Schon in der Steuer-Kommission hatte der Vertreter der Konservativen gestern vormittag die Erklärung abgegeben, daß, wenn die Freisinnigen aus ihrem Widerstand gegen den neuen Branntweinsteuerentwurf beharrten, die Konservativen sich eine andere Majorität suchen würden. Als diese Vorgänge aus der Kommission int Plenum bekannt wurden, war man sich in den Kreisen der liberalen Blockparteien darüber einig, daß es nicht gut möglich ist, unter diesen Umständen den Block noch lange aufrecht zu erhalten. Bald darauf wurde auch zu allem lieber- flur; erzählt, Abg. v. Normann, der Führer der Konservativen, habe im Auftrage seiner Fraktion die Führer der Nationalliberalen und der freisinnigen Gemeinschaft besucht und ihnen offiziell bic Mitteilung gemacht, daß die Konservativen sich nunmehr gezwungen sähen, die Reichsfinanzreform ohne die National- lcheraleit und die Freisinnigen und statt dessen mit den Parteien zu machen, die den Willen dazu gezeigt hätten, d. h. also mit der Wirtschaftlichen Vereinigung, der Reichspartei und vor allem mit dem Zentrum. Auf Erkundigungen an unterrichteter Stelle werden diese Vorgänge dem „B. T." bestätigt. Es liegt in der Tat bereits eine offizielle konservative Erklärung vor. lieber die Pläne der neuen konservativ-klerikalen Koalition weiß man natürlich noch nichts Authentisches, wohl aber verlautet, der neue Block beabsichtige 400 Millionen neuer' indirekter Steuern zu bewilligen. Mit diesen außerordentlich bedeutsamen Vorgängen darf man lvohl auch den Besuch in Zusammenhang bringen, den, wie das genannte Blatt weiter erfährt, gestern der Führer der Agrarier, der Abgeordnete Graf Schwerin Löwitz dem Reichskanzler Fürst Bülow abgestattet hat. Nach diesem Besuch wurde in den Wandelgängen des Reichstages unter Berufung auf Aeußerungen vom Bundesratstische behauptet, Fürst Bülow werde auch Kanzler bleiben, wenn er gezwungen sei, mit der neuen Koalition zwischen Konservativen und Zentrum zu regieren. Wenn sich obige Berliner Meldung bewahrheitet, dann haben die Konservativen allerdings leine kleine Schuld auf sich geladen, und ein Beweis nationaler Gesinnung — auf die die Konservativen doch sonst immer so stolz waren — ist es sicherlich nicht, in einer solchen Frage, wie die Nachlaßsteuer, den Bruch herbei- qeführt zu haben. Was soll man in Zukunft von allen schönen Worten der Konservativen über ihren Patriotismus halten, wenn die patriotische Opferwilligkeit nur soweit reicht, als der eigene Geldsack nicht in Mitleidenschaft gezogen wird. lleberraschend ist der jetzige Zerfall des Blocks allerdings nicht gekommen. Das Verhalten der Konservativen und des Zentrums in der Kommission ließen erwarten, daß es schwer sein würde, den Block zusammenziihalten, wenn die Konservativen nicht nach- qeben sollten. In letzter Zeit hörte man nun allerdings auch aus konservativem Lager vereinzelte Stimmen, die für die Nach laßsteuer waren, ober sie sind, rote man jetzt sieht, nur vereinzelt geblieben. An den Konservativen hat es sicherlich nicht gelegen, daß der Block bis jetzt, also länger als man ursprünglich ztt hoffen gewagt hatte, zusammettgehalten hat. Unter schweren Opfern haben sämtliche liberalen Parteien die Blockpolitik fortgesetzt: es war eine undankbare Aufgabe. Nuy ist die Bahn frei. Der neue, aus den beiden konservatiben Parteien, der ivirtschaftlichen Bereinigung und dem Zentrum bestehende Block würde über 208 Mandate verfügen, während die Nationalliberalen und die Freisinnigen zusammen, etwa 104 Mandate haben. Die Polen haben etwa 20, die Sozialdemokraten etwa 43. Der Liberalismus wäre also so gut wie ausgeschaltet, und wer weiß, ob bei solcher Aussicht nicht auch dem Reichskanzler unheimlich zu Mute ist. Nach e i n e r u u s a u s B e r l i n z u g e g a n g e n e n Privat Meldung hat der Reichskanzler zu heute die Führer der bisherigen Blockparteien zu erneu ter Besprechung gebeten. Wahrscheinlich wird der Reichskanzler noch einen vergeblichen Versuch machen, den alten Block zusammenzukitten und dann den Reichstag auflösen ober selbst gehen. Eine dritte Lösung wäre ja allerdings auch noch möglich, aber die wäre dann nicht schön. Oesterreich-Ungarn und Serbien. Die von gestern Dotierten W tene r Meldungen befugen, daß in den Verhandlungen eine neue Verschlimmerung emgetreten sei. Baron Wehrenthal habe gegen ,ben ersten englischen Vorschlag gewisse Einwenbungen erhoben, bic Botschafter Cartwright nach London berichtet hatte. Gestern fei die Antwort des Londoner Kabinetts in Wien ciitgctroffen. eie lautet nach Wiener Ausfassung unbefriedigend. Daher sei fast jede Aussicht geschwunden, die mittlere Linie zwischen den gegensätzlichen Aus- fassungen zu finden. Man wisse in Wien noch nicht, ob die Verhandlungen noch lueitcr lausen würden. Auch in London betrachtet man dem Reuterschen Bureau zufolge in diplomatischen Kreisen die jetzige Lage des Zwistes ztvischen Oesterreich Ungarn und Serbien mit weniger Zuversicht. Es ist indessen unrichtig, daß die Besprechungen zwischen England und Oesterreick)--Ungarn abgebrochen seien. Wahr sei, daß bic Wiener Regierung gegen bic Vorschläge des englischen Stoats- sekretärs bezüglich der in Belgrad zu unternehmenden Schritte Einwendungen erhoben habe: die Verhandlungen dauerten jedoch gegenwärtig in Wien fort. Man sei bemüht, die englischen Vor-- schlüge, wenn möglich, so abzuändern, daß sie für Oesterreich- Ungarn annehmbar werden und ihr Erfolg in Belgrad nicht in Frage gestellt wird. Einstweilen scheine es, als ob Serbien entschlossen bleibe, den Ratschlägen der Mächte zu folgen. Die Voss. Ztg. meldet dagegen aus Petersburg: In russischen diplomatischen Kreisen wird die Lage nicht als hoffnungslos angesehen. Man findet den .'Hauptmangel in. der letzten serbischen Note darin, daß sie in schlechtem Französisch und roenig geschickt abgefaßt war. Wegen sprachlicher und redaktioneller Fehler würde kein Krieg geführt. Gestern soll nun in Wien auch die Nachricht eingetroffen sein, daß R ii ß l a n d endlich entschlossen fei, sich den Großmächten anzuschließen, die die Annexion von Bosnien als eine vollzogene Tatsache erklären wollen mit dem Ratschlage, Serbien möge auf seine Forderungen verzichten und obrüften. Mik diesem Entschlüsse Rußlands ist eine neue Situation geschaffen worden, welche die Ueberreichung der österreichischen Note in Belgrad hinausschieb. Wohl infolge dieser Meldung entwickelte sich an der gestrigen Wiener Nachbörse im Privatverkehr plötzlich eine wilde K urs - fteigerung. Kreditaktien, welche vormittags bis 600 gefallen waren, stiegen sprunghaft bis 616, ebenso Staatsbahn bis 666, Alpine bis 717. Sollte sich die neue Stellungnahme Rußlands bewahrheiten, dann wird sie wahrscheinlich aus einen recht deut 1 ichen Wink von Parrs zurückzuführen sein. Nach einer Meldung der Kölnischen Zeitung hat Frankreich nämlich die Erklärung abgegeben, daß es jedes Eingreifen in den österreichisch-serbischen Konflikt ablehnt, auch wenn eine bewaffnete Intervention von Seiten Rußlands erfolgen sollte. Recht ernst lautete eine Erklärung, die der ungarische Ministerpräsident Wekerle gestern im Abgeordnetenhaufe abgegeben hat. In dieser Sitzung interpellierte Mezofi iToziolW den Ministerpräsidenten über die 'auswärtige Lage. Er ersuchte ihn, daß ec den König bitte, sich für die Erhaltung des Friedens zu entscheiden. Ministerpräsident Dr. Wekerle erwiderte: Wir bieten alles auf, uni die Segnungen des Friedens zu erlitten. Wir haben unsere friedliche Gesinnung bis zu jener Grenze bekundet, über die hinaus wir ohne die Verletzung unserer Zntercssen und nicht nur unserer Würde, sondern mich unseres Selbstbewußtseins nicht gehen konnten. Wenn unsere ehrlichen Bemühungen ledoch scheitern und wenn die Notwendigkeit uns aus das Schlachtfeld ruft, dann fordern wir von Jedermann, auch von dem interpellierenden Abgeordneten, daß, wo die Kraft der Nation mit ihrem ganzen Gewicht auftritt, er deren Wirkung nicht durch gegenteilige Erklärungen zu vermindern sich bemühe. ^Lebh. Beifall und Händeklatschen. Der Ministerpräsident warf sodann einen Rückblick auf seine bezüglichen, in früheren Stadien der auswärtigen Lage getanen Aeußerungen und erklärte, daß jetzt die letzten Versuche gemacht würden, ob Oesterreich-Ungarn bezüglich des Verhaltens Serbiens seine Plitik so einrichten könne, daß sie sich im Rahmen des Friedens bewege. (Beifalls Zum Schlüsse gemeine Mann saßt auch hier sein Verhältnis zur Gottheit vor«- wiegend äußerlich auf: die Gottheit ist ihm an Macht überlegen, Ne straft den Frevler (inbenr sie ihn etwa lähmt oder nach feinem To.de als Gespenst umgehen läßt«: sie kann aber durch allerhand Mittelchen getäuscht werden, und wie der falsch Sck)wörende die Furcht hegt, durch einen Blitzschlag getroffen zu werden, so wendet er zur Abwehr der Strafe gewisse Kniffe au, die mit dem Blitzableitergedanken Zusammenhängen. Man hält etwa (im Rheiu- lanbe) den linken Arm hinter den Rücken und ftreeft einen ödest mehrere Finger so aus, das; sie senkrecht zum Rücken stehen, oder man hält die Linke seitwärts, abwärts, auch wohl in der Tasche. So „geht denn der Eid ro-ieber heraus", ober man „schwört in den Boden", man keiftet einen „falten Eid". Umständlicher ist der Apparat serbischer Bäuerinnen, die um ihren Gürtel einen Zwirnsfaden binden, der bis 'aus die Erde reicht. Eine andere, ebenso weit verbreitete „Völkeridee" ist die vom Sündenbock. Man sucht den Zorn der Gottheit ouf einen Stein oder sonstigen Gegenstand abzulenken, den man bei sich trägt. Der Oldenburger! glaubt auch wohl, ruhig falsch schwören zu dürfen, wenn er sich während der Vereidigung einen Hosenknopf obdreht, der natürlich schon vorher lose genug befestigt wurde. Weiterhin sucht man den Eid durch Verstümmeluny der vorgeschriebenen. Zeremonie ober durch „Gegenzauber" unwirksam zu machen. Man läßt also Worte der Eid formet aus, spricht sie undeutlich ober änbert ihren Sinn, mdem in Oesterreich z. B. statt „die reine volle Wahrheit" einfach „keine volle Wahrheit" in Aussicht gestellt wird. Ober, man geht von der Annahme aus, daß der Eid nur dann echt fei, wenn der Schwörende nüchtern und „rein" ist: wer also vorher etwas trinkt oder beim Schwören etwas Unreines berührt, schwört überhaupt nicht. Dazu kommen barm „buchstäbliche Interpretationen", indem z. B. jemand schwört „so wahr Gott über mir ist" und sich damit tröstet, daß nicht Gott, fonbern der Kamm über ihm ist, den er sich vorsorglich ins Haar gesteckt hat. Das führt zu den Mentakreservationen, d. h. Vorbil-aktung in Gedanken, mit denen namentlich die jesuitische Eideslehre wirtschaftet. Nach Sanchez darf man schwören, man habe etwas nicht getan, wenn man einen Tag hinzudenkt, an dem man es nicht getan hat. Alle diese Mittel, deren einzelne Anwendungsformen schier unübersehbar sind, sollen den Schwöreirden vor göttlicher Strafe schützen: überblickt man sie in ihrer Masse, ihrer raffinierten Ausgestaltung' unb beobachtet man, wie stark sie in der gcfmnteir Vorstellungswelt des „kleinen Mannes" auch unter sehr Holum, allgemeines Kulturverhältnissen wnrwln, so wird man wahrlich nicht glauben daß. derjenige, den der Respekt vor der Wahrheit, sein bürgerliches Gewissen ober die Furcht vor dem Arme des weltlichen Richters nicht von der falschen Aussage zurückhalten, durch den konfessionellen Erd zu einer subjektiv richtigen Darstellung des Tatbestandes nut erfolg gezwungen werden könne. Wessen Religiosität uorroiegenbl Milch gerichtet ist, der bedarf des Eides nickst mehr, um die -3U '"gen: westen religiöses Empfinden in Aberglauben und Mystizismus sich erfchopst, der findet Mittel und Wege genug um fernen ungerechten Vorteil troß des Eides zu wahäm. er — ?*eine Cbr ik s Äunft „nb Wissenschaft. Jt o o) c d c 11 hat irck) ril Hobokcn heute mit seinem Sohne Ker - mrt unter grotzen Kundgebungen der Menge an Bord des Dampfers „Hamburg" ein geschifft. — Tolstois Befinden hat fich wesentlich verschlimmert, sein nahes Ende ift zu erwarten. Gietzener Stadttheater. Die Großstadtluft. Schwank in 4 Akten von Blumenthal u. Kadelburg. Eine Zeit, die beinahe schon der Vergangenheit angehört, läßt den Blumenthal-Kadelburg'schen Schwank vor unseren Augen wieder aufleben. Die Grenzen zwischen Stadt und Land, zwischen Großstadt und Kleinstadt werden durch den gesteigerten modernen Verkehr immer mehr und mehr verwischt, und damit schwinden auch manche spießbürgerlichen Eigenarten der Kleinstädter immer mehr dahin. Allgemein menschliche Schwächen bleiben freilich nach wie vor bestehen, und die findet man in der Großstadtluft ebenso gut wie in dem kleinen friedlichen Ludwigswalde. Diese kleinen Schwächen und Fehler unserer Mitmenschen in der Großstadt und in der Kleinstadt sind es denn auch, die unsere beiden Schwankdichter mit gutem Humor schildern und damit frohes, befreiendes Lachen beim Zuschauer hervorgerufen. Regie und Darstellung hatten sich in der vorgestrigen Aufführung zu vortrefflichem Gelingen geeinigt, und so fand das Werk unter der Leitung Kron ert s am Dienstag vor nahezu auSverkauftem Hause einen sehr großen Heiterkeitserfolg. Die echte Schwankfigur des Fabrikanten Schröder wurde oon Willibald Völcker mit gut gelungener Komik ausgestattet, während sein Töchterlein Sabine in Dorle Maifahrt eine reizende Vertreterin gefunden hatte. Den Rechtsanwalt Lenz gab Erich Weingärtner nicht ohne gutes Gelingen, namentlich in manchen Einzelzügen. Die recht resolute und doch s- verliebte Frau de§ Rechtsanwalts wurde von Claire Albrecht sehr treffend charakterisiert. Den komischen Gempe, dessen Verstand nicht richtig funktioniert, gab Paul Kohl mann in sehr drolliger Weise. Als Ingenieur Flemming feierte Rudolf Goll wieder einmal durch feinen liebenswürdigen Humor einen vollen Triumph. Eine prächtige Charakterfigur war der Dr. Crusius von von Max Kronert. Reben der guten Dosis trockenen Humors zeigte dieser in der Kleinstadtluft verkümmerte Doktor alle wirkungsvollen Eigenschaften des sentimentalen Dulders. Den bösen Hausdrachen des Doktors zeichnete Ada Pauly mit gutem Geschick. Sehr gut wirkte ferner in den kleineren Rollen der Rektor Arnstadt Edgar PaulyS und die Frau Rektor von Marie Lauter mann. A.. * Professor Alfred Messel y. Gestern mittag ist der bekannte Architekt Geh. Regierungsrat Professor Dr. Alfred Messel nach langem Krankenlager in B erti u g c st o r b c u. Alfred M essel, einer der bedeutendsten Architekten Deutschlands, ist am 22. April 1853 als Sohn des Bankiers Messel in Darmstadt geboren. Er besuchte das Ludwig-Georgs- Gymnasium seiner Vaterstadt, nach dessen Absolvierung er die Kunstakademie zu Kassel unb vorn Fahre 1874 ab die Bauakademie zu Berlin bezog. Von 1883—1888 war et als Re- gierungsbaumeifter tätig und wurde 1885 als Hilfslehrer an die Technische Hochschule zugelassen. Er machte dann mehrere Reisen in das Ausland, hauptsächlich nach Italien, Frankreich, Holland, England und Oesterreich und war seit 1893 Leiter der ersten Masse an der Unterrickstsanstalt des Berliner Kunstgewerbemuseums. Im Jahre 1884 wurde Messel zum Professor ernannt und 1904 wurde er zum Mitglied der Akademie der Künste gewählt. Bei der Einweihung des von ihm gebauten Lanbesmuseums in Tarrn- st a d t, das als sein bedeutenbstes und hervorragendstes Werk auzu- sehen ist, im Jahre 1906 verlieh ihm der Grvtzherzog die Goldene Medaille fi'ir Kunst und Wissenschaft unb die Technische Hochschule den Ehrendoktor. Im vorigen Jahre wurde Messel vom Kaiser zum Architekten für die Kaiserlichen Museen ernannt, wobei ihm gleichzeitig der Aufttag wurde, die auf dev sogen. Museumsinsel vorhandenen Bauten mit den neu zu errichtenden Bauwerken zu einem einheitlichen Ganzen zu verschmelzen. Die Mehrzahl seiner bedeutenden Bauten, die alle eine schlichte Schönheit mit praktischer Raumgestaltung vereinen, stehen in Berlin und haben dem Bilde der Meichstagshauptstadt eine entschiedene Note gegeben. Außer den beiden großen Geschäftshäusern von Wertheim ift das Lettehaus, die Landesversicherungsanstalt, das Gebäude der Berliner Handelsgesellschaft, zu erwähnen, um von den großen Privatbaulen ganz abzusehen. Für die Gebäulichkeiten der Kunstausstellung hatte er den Schinkelpreis des Berliner Architekten-Bereins erhalten. Bekannt sind mich seine Arbeiterhäuser, das Volkskaffee- und Speisehaus in Berlin, der Dhron im Saal der deutschen Botschaft zu Rom und der Ministev- sitzungssaal des Preußischen Landtagsgebäudes. Seine Krankheit, eine starke Herzerweiterung, hoffte er durch einen Aufenthalt im Süden vergebens zu beheben. Bald nach seiner Rückkehr mußte er seine Tätigkeit aufgeben. * »ch — Geheimrat Prof. Dr. v. Renvers, dessen Ableben wir bereits gemeldet haben, wurde 1854 in Aachen geboren, studierte auf der „Pepimere" in Berlin und kam 1887 als Assistent zu Leyden auf die erste medizinische Klinik der Charite. 1893 wurde er vom Magistrat zmn dirigierenden Arzt am Krankenhause Moabit gewählt. Weit bekannt geworden ist Renvers besonders durch die Behandlung der Kaiserin Friedrich. Außerordentliche, Verdienste hat sich der Verstorbene in den letzten Jahren um die Forderung des ärztlichen Fortbildungswesens erworben. Auch an dem Ausbau des städtischen Gesundheitswesens hat er regen Anteil genommen. — Berufung. Geheimrat Professor Tr. H. G r c n a d) e r , Direktor hes zoologischen Instituts bei Universität Halle a. S. tritt vom Lehramte zurück; als Nachfolger ist Professor Dr. phit. Eugen K o r s ch e l t in Marburg ausersehen. — Aberglaube und Meineid. Die Ergebnisse eingehender Untersuchungen über dos Verhältnis von Aberglaube unb Meineid faßt Albert Hellwig in einem Auffatz. „Mystische MeineidszerSmonien" im letzten Hefte des Archivs für Religionswissenschaft zusammen. Nicht bloß Den Juristen, sondern das weitere Publikum interessiert angesichts der bevorstehenden Strafpinzeßreform die Frage, wie roeit die konfessionelle Fassung des gerichtlichen Eides auf Grund der nligiösen (nicht dogmatischeii, sondern zum guten Teil mystischen) Anschauungen des Volkes selber eine erhöhte Wahrhaftigkeit der Aussagen verbürgt. Der Die cn '?l nlaß ch sind mit 22 290 statt 19b9" Mehrausgabe ist durch die Ilmgenalning der Der städtische Voranschlag für 1909. ii. sich zmammengeschlosien, um ihrem Kameraden, der an nähernd 13 Jahre die Strecke ununterbrochen führt, ein Ge Materialien mit der Bahn. Auch Basaltlabungen gehen bereit' nachmittag in den Kieler Hafen eingelaufen. Der Verband der schlesischen Textil- industriellen hat beschlchsen. falls bei der jtnna Schlesische Vuntweberei-Langenbrelau bic ausständigen Arbeiter nicht biS Freitag die Arbeit wieder aufnehmen würden, allen organisierten Tertilarbeitern in Reichenbach, Langendielau und Peterwaldnu 311 kündigen. Ettingshausen, Queckboru, Nieder Beifingen. Oder Bessingen und Münster sind im Bau begriffen. Dagegen iinb der Bahnhof Wrfinbrrg und die Valtesielle Harbach noch nicht begonnen. X. Han an. 23. Niarz. 3n ™»er zahlreich besuchten Versammlung der Beamten- und Lehrerschaft wurde beschlossen, an den Reichstag eine Eingabe zu richten um Versetzung bet Stadt Hanau auS der EcrviSklasie C in die Klasse B. von Munster nach Lich, nm von dort weiter befördert ui Iveröfn Nur die Strecke von Oueckborn bi* Grünberg ist nodi ,m Bo i zurück, da man in dem zu durchichncidenden QueckbSrner Br' ' nur mächtige Baialtlager gestoßen ist Die Bahnhoi<>'uauten ui Geschädigten haben in Hessen, wie die jetzt Von Sich bis Öucckborn iil der Oberbau vollendet und bet (Miet* nuna ergibt 63158,28 Mk. ergeben. Da-Istrang gelegt, schon jetzt iahten hier ?• auf BenShenn Frachten für Private werben schon befördert Em hn-ngcr tot- lvohner, der eine neue vvircite baut, erhalt jein nunltichen Ban Ausland. Das italienische^ L1 n il a n n t iii 1 eitern vom König cMfnci nwrden. der di ibr.ui ? > >ii 1 ia< D,e Erinnerung । tiU vas Unglück in Malabtt H und ctjil. n, e >kündigung Vt-lev !ä?t "7 TJÄSf* n^.cne«"n^u~^a”n | Sen I IVn^utlu^ *« i-tnm’t £ «imeermauorrmn würd' >ur iS g. ____________________________________________________________________________________________________________ ■ Beweis un> . E.'enbabner der Strecke von Tlainjlar bis Lumda unseres 2lur Ttafrt NM taiuX gegeben und sind mrbt ,u cxr urwrimglicb beab'lchngtcn Motnl, Gießen. 2a. Marz 1909. !Ä?<6?t«;&mUen7n?ii ^.1m^B^t'ramm"auf ß"'W' '' ' ee Unter Preisausschreiben bat I ichmkzu machen und zwar einen Blumentisch, nebfl einer ,Id btr .ent . 7.11WH .nberufnug verschoben und wirhabenb i.chen Enolg gehabt, denn es und eine graue herrlich blühenden Azalee. Bahnhof-vor-teher Zimmer- »*»■ <“*> *■* UN» den .rrieben "ch-- recht überreichte b-° Geichenk dem Juhetpaare NU. P-Ken. So weit der ietbiiebe Minister, aber in Wien haben großen Bevölkerung, sondern auch für das starke Interesse, bas sie an den Wollen. Eindruck, die nachstehenden aus verläßlicher Quelle gefchomtin ^^n alrhutcn hat. b,e der Bergangenbeit und der Eigenart d Q Cuerfborn, -4. Marz ©anberhatii- Mttteümigen über die be w a ' t n ete« B anden t n « e rv t e n Bolk«stammes gewidmet sind. Nachdem wir nun das haltunggschule für den Hrei9 Sieben 'chltetzt Ende de4 11 »ö ',JLonxlc ” e 'Bomben unb Lablreitbc Material geii(btet haben, roetben bic ■arbeiten lanbiotrt’ hp|onQts h„r einen scchS.vöchentl.chen Kursus und kommt pl^-M^n'ömü an fcc bMniidÄ^c fö.cron ttr idiaftl.dpm Inhalt» non deren Ikoi $r. «iiebrne bie bann nfld) R (ei „ . 8inb e n. “ ^anb'chus bestimmt 7 Banden mit 317 Gewehren. 270 Bom übrigen von ber Redaktion in Gemcinichaft mit mehreren ^ach ? Hungen, 24. März Eine wüfte Schlägerei. d ■ nfr t nm g "...... ■ ? Stimmungsb - _ I «tu i-Hj" Jloörud , Lme kurze Sitzung und etn gro ße r Tag Aus d« Tages dem Großherzog Pfarrer Knodt von Wallenrod unb ^f/7ie wM1UbcbeutenI)e^/ *i‘üten ;u \VüJcn laVtSmd* ordnnng steht der M a t i n e - E t a t und an der sette deS Staats- Kreisarzt Dr. Schenk von Gedern. I nahm nnlbembc Umstände an. da i>ic betreffenden Leute m fekretärL v. Tiroch nimmt neben dem leeren Eesfel des Reichs-1 •• 2ehrerversonalien. Uebedragen wurde dem l ^rnnkenbett gehandelt hatten kanzlers der Leiter der auswärtigen Tohiit des ^euljchen Reiches. Gjihert Ctt zu Ober-Klingen eine Lehrerstelle an der v Vetzberg, 23. März. Lehrer Albert ift auf seinen Äl.n« «1g',totn33l"^0 6k babfi« gE ^mrmduchu.r Su ®unb,rnf)au|rn Wunlch °n bi. Schul. ,u M'tzlar.M^rg,^ St, 'Vorbereitungen getroffen 'ne die telegraphische Uebermtttelung der •• Medizinalrat Dr. Traudt t. Im Alter von Nachfolger wurde vom neuen ed)ul|ahre an ^.ctuilamte- heutigen Verhanblimgen deS Reichstages. Dieser aber sorgt für |67 3a6rcn ftarb gestern abend Äosarzt. Geheimer Medizinalrat bewerber WilmS auS RengSdorf bestimmt. Vetzberg bildet Abkürzung ihrer Arbeit. Ter Reichstag zieht heute die-Folgerung I (tnt[ Draudt infolge *äneö Schlaganfalls. feit nunmehr 12 Jahren einen selbständigen Schulverband au« ben bebeutlomen SBorgänaen m ber ”7«c"r,«cnI " Post-Ubcrwcriungs. unb Scheckverkehr. unb Hot unter grog.m Opfer ein schönes SchuihauS gebaut. SÄ’ed&i^nqebiöT;\rbab6«nbr.irifiMUunU1,'n Ui ben heute abenb in. Hause des K°u'männ.schen Vereins .jogen b.e Nmber nach Rvbhe.u. «. b. S.eb« zm Pünktlich um 2 Uhr eröffnet Präsident Graf Stolberg bie ftattfinbenben Vortrag deS Prokuristen Wilh. " o f e r sei noch-1 Schule, zu welcher Pfarrei unser Dörfchen noch heute gehört. Sitzung bet starker Besetzung des Hauses unb der Tribunen unb nlQ[S aufmerksam gemacht. Der Vortrag ist öffentlich und während eß in seiner sonstigen Venvaltnng dem Kreise Wetzlar . rleilt dem Berichterstatter der Kommtmon 'rreiherr v L!h N n c' 1 ac r>ntcccnentcn __ Herren und Damen — Haden freien unterftcfit ist Lmtge0ro6be”fOTfti«Tn6(^lonen^^ ranehört Bann tiinlnll. Ta ber Post-UeberweisungS- unb Scheckverkehr sich w Wetzlar. 28. März. An ber vor zwei Cwb.cn nimmt Herr ginget ba< Won zur Geschäftsorbnung. Erl nicht nur im geschäftlichen, sondern auch im pnoaten ~.cben ro,c^er |ng Leben gerufenen Bergoor- und iste iger- erklärt, man habe ben Wunsch geäußert, bic Angelegenheit der mcl)r embürged, ist eingehende Aufklärung freudig 3« I fÄ uI e wurde unter dem Vorsitz deS Cberbcrgrateß .Körfcr Hlottcnrüstung beim Etat des m der b^^^n und dem Vortragenden der Dank weiter Kreise s . ' ud h. bezahlt haben. In der gestrigen ^acyminagssttz ing oeri ' em Teilnehmer machte sich doS Ver- die Ltraßenrei nigu n g 70 400 anstatt 67»00 Ak. und lvc Budgetkomnnssion de^preuß. AbgeordnetenhaiiseS ^ade nun I ^ügen über Hi.ndSri.ct und Taunus allein nach Gießen b.e St raß en he leucht i.ng 44 000 Mk. statt 41000 M. vm- minifteriuin habe ^'sich" nn' Dezember an ben Dekan bn zurückzuwandern. Für kommenbr Osterferien ift cme ton9«c 9C,el,“^c ö f i c n 11 i 4 c 11 Anlagen sind mit 22290 siatt **L.'LL iS.r35MS. äÄ RSÖU4J*“*........ * * ......... Mintstenum vom Gericht die Zusendung der Akten erbeten. ■ \ g b. Oberlehrer Dr Bernbcck Vorsitzender, Kauf- Die Nnicrhaltnng der Bäche usw. erfordert ;>92u WL anOott Die Professoren unterstanden ber Disziplinargewalt bee 110 S ' ,Tt '„„x fnri' r..r Waltber ^00 Mk. Nen erscheinen hierbei n. a. «00 Mk. für die«cgnlter. Ministeriums. In der niedizinischcu Gesellschaft legte bei J“nn Vomberger, Wn r un btu . ui. na . >a er,I&cr Wieseck. «j* Ä. sjtWÄWÄ XiäÄX* »h® 2SH!:’“ “ ~ ! • I teiligten »hiftolten t stnd. phil. <5Qlfer, Gymnasiaft Haggen I Borjahr. Ter Auschust zur ‘Jlmicntaiic mußte uni 3700 M. Pater neccavi. I müQer unb Oberrealfchiiler Kilbinger. |auf 48 700 Mk. cihAt werden he. 1 Ercmcll ' Zirku ** ,. k > stre.se» und Wte bei ^nnr or. öeriOj«, noi a mi« a 11 b 1 7 Uhl 2 Mill irüb, mit teilt Londermges htei ein NUO der Provinz 's. mit 145000 iir^'i-u "i, n.'rai-iehen. gestern einen Br.es an den fchwererkrankteti Lrzbttchof von Bambeig u|l ^bflli) )d)0II leinc crftc Vorstellung Der Autus, der Tic Polizei lost 01 sind mit *.4.46 1’11. rund 1000 Mk gerichtet, worin er erklärt: -ter Kummer, m ben ber Rtrdicn finc qroRe Anzahl herrlichster Pferd» verfugt, iirnb bdtidrtLncbiigci uciniudilagl, wie un Boriahr. fürst durch bic an den Namen Lremel hm tnuvstiiden 0 retgiiiffe I dem reinzirzenischen (^ebietr das ’Däd)UcnTi(hbarue ,u Tie Ausgabe., 'üv bic allgemeine c 1 iv 0 U u 11 fl steig« I . sein 1 igi m 11 Innern, 1 ■ <• Istig. 11 I.el ei ciin hicblidic Vöfung bei Angelegenheit herbeizuführen, drängten I Direktion bittet, bei dem gegen Mittag stattuudenden Tieitraw>t»n l von 19^29,10 auf 18006,95 TU zuiiick. ihn dem Erzbischof eine wohlbedachte Erklärnng zu 1 ich den Elevhanten möglichst fernzuhalten, n.uneiulid) aber bie ttßt ©diulbeiililaung stnd 292 243 tgivai 2*mj24o> ... unterbreiten Die steigende Erregung der G.-muter im fände 3ugenb ab>ubalten, bicjonu guhnutigHt Inie w iierfen ober mit uurae|el)en. €ic werben last ganz von den .ladtt'chen Betnedc i!«be -bn. w« er -»-'ber (icabnl nod, ^mdn habe, ertennen ^..-n-o^n ™ ^ccr^ (aifen. bn« <» -c-trren -..len an ««Halfen ala n.d, mehr bic ttti^drinfe S»inba bicr oartier n ?brc lani- i^®Sfcn?‘rt .«««, .Vit. oa. ocblad-ü ...... Ui«.- he •«ahmen len« flkfmnnna «fdwtne. |u bei n M ’ '.,nV v , mal.. C . Lu cor brm Cr|bi(ibef bekenne tfr -Probe -cm aulnditiir-? P. I l ocf-n rrtrgcn^ b r ’ ,■ ' h " .-"27 12» l»l| ’l'lt. unb an eiro'.ciiroltrnbeittüpai und »«- dauern ans, dost er dem Erzbischof durch fein Verhalten eine 3t« ud) au.bnirft, ben lanj in Ä, j.U <-moi" -nlt o« erwarten. Tie Gesamteinnahmen dc, lud« Kränkung zugefügt habe, er versichere seine G e s ü hl e p r . e st c e- cme engere Beziehung bringt «IS es dem Ballett möglich n 277491 60 l2|R713,97. Ml. l i cher Ergeben beit unb hoffe, baß bie» bem Erzbischof 'st 3bre Tanze smb diShald a » lebende ^Uustrationcn von q.?hl a p u a H । u I e n nnb MN037,07 ,59.. 299.4m llf. iuh- einen Trost in Tagen schwerer Krankheit gewähren möge. Poesien zu bezeichnen^ «ie erzielte überall ausverkaufte $>muerLal)leib während 43^497,29 .876 205,79» M. < nniühmm ron der --------- hiei niemand veriaimi n. hi Feiitiebc« gen der Künstlerin anznfehen, b'.' übrigens nicht ak »adt- sondern als BarfusttänzeriN auftritt veranldilagt, während st.r die Erbeb».,g^ko'ie.'. Rückvergütung« Tin russisches Geschwader, bestehend auS den -Die Maul- und Klauenseuche ist auegc-i 13500 Dif.) iu b w. 23b9ü i23 6i5) 2'.f. uorgccbai tmb. Lm.enschiffen ,Lla.va- und . Zessarew,tsch- und den Kreuzern Hachen in Aschhenn, Bezirksamt München, am 22. März. Tie V "d e st e u e r '5 000? Mk t: • .Admiral Makarow', .Bogatnr^ unb ,Cleg* ,st gellem | Klein-Linden, 23. März. Der Turnverein ,uwachüstener li» ,100. ."tt. wird auS Anlaß deS öOjähngen Bestehen« deS Mittel-! D«r Betrieb de, S a n b g t u b e und dc Stein b ruck S - ' rhe.nkreifes nächsten Samstagabend eine Gedenkfeier oer» I nut einem Snraa von 64 32" <6800 if. uctac-eben, währens f qik»ns- a nhr ein "rflcfchiia h-irrE b.e I Einnahmen nut «oOOO (56 000. Mk. ein gesetzt find. aniialten. 2lbenb8 8 Ubr hnbet em .rackelzug durch die Tie Gemeindest eue r n, o c .cieTdixm mit ctciU t»uut Hauptstraßen deS Cdefl statt. Dann wirb auf dem Schild-1 crtjeht zu werbe« brauchen, ind mit 1365 118.73 Mk. anac bera cm Rreubenfeuct abgebrannt unb eine Ansprache lsknt, inabrend an .liisgaden nn.er diesem Titel .«O. geilten. I vorqeseben sind, bcrunter 57 000 Mk. Zi.schnsi zn Sen Kanali- ^- Stockhausen (fit. Gießen), 21. Mär;. > bie- ----------------- U Le rer Reil von Klein-finden u..:: ^cricbtsfaal einen schönen Vortrag. Er sprach über die Bekämpfung des Prestvr o»eß^ Zn brr PrwatNage'ackie des Recktsan Hottentotten- nnb deS ^»ercro-Aiifstanbetz in Süd-West. ;dUi Hornberger • ’1 i " den H<^lkut !hom^ Jlftita und über die besonderen Verhältniffe dieses Landes.> Re u thc r von dem btqigcn aiiu,enutijchen WochenblaU Bwis» -t. ' -etil' ifibiö*1’ St dell tt in 7. t 3vl« nBljepgen< ntle unb f mm bie ll iä-ebenen - kovskn <(awnr, b< rät iMit .Mt6au-5 X h< « L'una-'ii1 if II ! Bo JW Urteil V a n k i, Beuü B e i >> i o *lbftraie. '6er! Handlung- inn der b Ron . eitel, d '«ule von Frida Rol •uitel 2ti 3 di i ruid) jwe n a UÜI JU'füJrt bie «wf «der ; iiier bi •ereih? z, nwmer m " lenlbi X6r‘ mein "hrseinril Endigt ? ^ebrn '‘•fbilllqu 'ube die ' ’1? ter u* den 1 •fr*. bunt l.b ?™eänm i ' 8tty 5* lala ’Ütrii Tic vtnte x '■'i~l’'l in. r^®ieij Die Haupthaltepunkte wird man Niedrigste 24. 23. niedergelegl. Kleine TageSchronU. plosionsmotorc. Die motorische Kraft wird von den beiden Längs- ■= + 2,6 0 C. doppelt ausgesührt werden müssen, da für die Hin- und Rückfahrt je eine besondere Fahrstraße in Betracht kommt, die nebcn- man denkt bis zur äronautischen Ausstellung in Frankfurt a.M. int Juli d. Js. die Strecke weiterführen zu können über Gleiberg, Gießen, Münzenberg, Saalburg, Frankfurt a. M., wofür eine Fahrzeit von 1 Stunde insgesamt angenommen wird. Da jedoch die Finanzierung des Projektes noch nicht soweit Luftschraube ungeordnet werden, die gleichfalls mit den Motoren verkuppelt ist und zur Fortbewegung dient. Tie Fahrbahn des Luftschiffes ist somit durch die Führungs- Bor Eintritt in die Verhandlung erklärt der Vorsitzende, Gehr Justizrat Gebhardt, Reuther habe aus die Ladung von Zeugen zu dem Termin verzichtet, Weil er bereit ses, einen Vergleich efti- einzugehen. Rechtsanwalt Leun bemerkte, daß es sich bei der Beleidigung eigentlich um eine Beleidigung eines ganzen Standes handle, denn mit den Behauptungen des Beklagten sei nicht nur Rechtsanwalt Homberger, sondern desseir iämlliche StandeSge- irossen beleidigt worden und es sei nötig, daß sich Reuther erkläre, in welcher Weise er Genugtuung geben »volle. Reuther gab darauf folgende Erklärung ab: Seine Mitteilungen, die in «nach Bedarf angelegt werden. Zuchthaus und 8 Wochen Haft. I .. X. Hanau, 24. März. Die Ehefrau Wilhelmine Pfeiffer I messen, je stärker der seitliche Druck ist. in Langenselbold 'hatte Milch in den Handel gebracht, die 110 Pro ..... zent Wasserzusatz (!) besaß. Das Schöffengericht Langenselbold erkannte auf 150 Mk. Geldstrafe und aus Publikation gedicheit ist, daß die letztere Durchführung gesichert sein dürste, wäre es int Interesse des ganzen Unternehmens, wenn eine starke einrichtung genau festgclegt. Für die meisten Strecken wird diese einander angeordnet sind. Bahnhöfe und Haltestellen können nach zweitägiger Verhandlung den Knecht Pauer aus Rogau I erwerb größtenteils überflüssig machen. Ferner wird die Betricbs- wegen Mordes und schweren Raubes, begangen nn dem Guts-1 sicherheit fast absolut sein, da jede Kreuzung, Weiche und auch besitzet- Schönfelder in Rogau, seiner Frau und seiner Tochter, I Kurve vermieden sind. Ueberall sind Sicherheitsvorrichtungen zum! T o d e und zu Ehrverlust auf Lebensdauer, sowie den Pferde-1 mit automatischer Betätigung vorgesehen. Telephoit und Telejungen Hohberg wegen Beihilfe zu fünf Jahren Zuchthaus und I gl(1^ können während der Fahrt benutzt werden. Kein Neber- Ehrverlust auf gleiche Dauer. I fahren von Menschen und Tieren noch Gegenständen ist hierbei zugeführt. Ferner kann an jeder Seite des Wagens noch je eine des Urteils. Landau (Pfalz•, 24. März. Die Strafkammer verurteilte den Wein Händler Straub von Maikammer wegen rückfälliger W e i it f ä l s ch u n g zu drei Monaten Gefängnis und 2500 Mark Geldstrafe. Berlin, 24. März. Das Schwurgericht verurteilte den Handlungsgehilfen Richard Henkel wegen Raubmords an dem Juwelier Julius Frankfurter in Wien zum Tode und zum Ber tust der bürgerlichen Ehrenrechte. Kottbus, 24. März. Ter 17 Jahre alte Wtrtschaftseleve Morkel, der Sohn eines Gutsbesitzers aus der Rheinpsalz, wurd. heute von der Strafkammer wegen Ermordung der 16 jährigen Frida Kobel, einer Nichte des Inspektors des nahegelegenen Ritter- gntes Leuthen. mit der er ein Liebesverhältnis unterhielt, zu 12 Jahren Gefängnis vrrurteilt. Schweidnitz, 24. März. Das Schwurgericht verurtciltc Beteiligung au ihm besonders in hiesiger Gegend erfolgte, wodurch ihr in zweiter Linie große Vorteile, durch wachseuden Verkehr gesichert würden. Es mögen daher diese Zeilen dazu beitragen, daß genügend disponibles Kapital der Luftbahn-Gesellschaft Marburg zur Verfügung gestellt wird und somit das Projekt in der bestimmten Zeil ausgeführt werden kann. Jng. R. F. Meteorologische Beobachtnugen der Station Gießen. feiten des Ballonkörpers auf Räderpaare übertragen, die übereinander federnd angeordnet als Seilscheiben mit tiefen Rillen ausgebildet sind und zwischen sich ein kräftiges, straff gespanntes Stahlkabel fassen, das alle 100 Meter an ca. 10 Meter hohen eisernen Gittermasten befestigt, ist und so als Führungs- und Fortbcwegungskabcl des ganzen Luftschiffes^ dient. Durch eine besondere Leitung wird auf der ganzen Strecke die elektrische Energie zugeleitet und durch einige Stromabnehmer den Motoren Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hefjeu am Freitag dem 26. Marz: Wechselnde Bewölkung. Wiederholt Regenfälle. Temperatur ivie heute. Starke westliche Winde. die Parteien, der Kläger unter Beistand des Rechtsantoalts Leun, vor dem Schöffengericht erschienen Der Privatklage lag ein von Reuther verfaßter Artikel zugrunde, m dem dem Kläger vor- geworfen »vurde, daß er sich auf illoyale Weise Klienten verschafft, in gehässiger Weife Material gegen seinen Kollegen Elsoffer gesainNtelt lwbe. Ferner einen früheren Angestellten Elsosfers aus sein Bureau bestellt und ausgehorcht habe, um gegen Rechtsanwalt E. eine Anzeige erheben zu können. -Als Motiv dieser Handlungsweise gibt der Artikel Reuthers „Br otneid" an. Couverts mit Zinna s vrM'ickie Universitäts-Druckerei. Siebe». BanScl. •* Die 4 proz. Neu Isenburger S tadtankeihe vom Jahre 1909 loll jetzt auch an der Frankfurter Börse gehandelt werden. Wie verlautet, ist die Zulassung für 600000 Mark der Anleihe beantragt morden. " Tie Süddeutsche Jmmo bilr en-Gesellschaft in Mainz hat nach ihrem Geschäftsbericht einen um 69 412 Mark geringeren Reingewinn als nn vorigen Geschäftsjahre. Die Divi- öenbe ist aus 3 Prozent ermäßigt gegen 4 Prozent im Vorjahre. — ^BantenBereinigung Mit dem 1. April 1909 geht Die seit etwa 40 Jahren bestehende angesehene Bauksirma Gebr. Fürth & (So. in Hanau a. M. auf die Mitteldeutsche Kreditbank in Frankfurt a. M. über, welche dort eine Filiale errichtet. Die Bei der Generalprobe zum F a u u nn Tont,eben anjearer m Berlin erlitt während der Aufführung der Hexenküchen die beliebte jugendliche Schauspielerin Elli Rothe lebensgefährliche Brand- miinbcn. An ihrem Aufkommen wird gezweifelt. Nack wochenlanger Unterbrechung ist cs ber Deutsch Schwedischen Postdampferlinie Saßnitz Trelleborg citdlich gelungen, die Eisblokadc des S a s; n i tz e r H a f c n s z n durchbrechen. Ter deutsche Postdampfer „Imperator" wird bereits beute nackt im Anschluß an den Berlin Saßnitzer Schnellzug die regcl- nräßigen Fahrten nach Trelleborg wieder aufnehmen. kirchliche Nachrichten. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Zqnagoge (Süd-Anlage). Samstag den 27. März 1909: Vorabend 6.30 Uhr. Morgens 9.00 Uhr. Nachmittags 3.30 Uhr. Lchrifterklärung. Sabbatausgang 7.40 Uhr. Israelitische Religionrgesellfchaft. Gottesdienst. Gabbatfcier am 27. 9)1 ä r 5 1909; Freitag abend 6.25 Uhr. Samstag vormittag 8.30 Uhr. Nachmittags 3.30 Uhr. Sabbat-Ausgang 7.40 Uhr. Wochengottesdienst: Morgens 6.45 Uhr, abends 7.45 Uhr. ."■'älti»'-•* ... Die Kaiserjacht „Ho h en zo llern" ist in der Nähe von Nordernen mit einem norwegischen Dampfer zus am in en - denen Dte ^ncoirnji oon außen sutjquyn lvv*-v- gestv tzen, der gesunken ist. Die Mannschaft des Dampfers sich also innerhalb des Fahrzeugs keine krafterzengeirden Ex- wurde von der^Kai,eracht gerettet und nach» Wtchelmshaven ge- ircy mio uineiymu ul» Die „Hohenzollern" ist nur iu^ttg beschädigt. Griginal-Drahtmel-ungen. Paris, 25. März Ter Matiu schreibt: 311 gewissen- Kanzleien herrscht nunmehr die Hebers e 11 g 11 it g vor, daß sämtliche Anstrengungen, welcke in London, Paris, Petersburg und ;Rom zu dem Zweck unternommen worden find, eine sriedlickw Beilegung des österreich-serbischen Konfliktes herbeizuführen, erfolglos blei b c it iu erden Trotzdem hofft man in Paris noch immer, daß sich in letzter Stunde doch noch ein Wortlaut finden werbe, welcher die Gegensätze zwischen Oesterreich und Serbien ausgleicht. Pari», 25. März Unter den P 0 stbeamte n macht sich eine neue Gärung bemerkoar, veruriacht durch die Mitteilung, daß ihnen das Gehalt für die Dauer des Ausstandes gekürzt werden soll. Die Beamten erheben hiergegen Einspruch. Ter heutige Ministerrat wird sich wahrscheinlich mit der Angelegenheit beschäftigen, vorausgesetzt^ daß der Gesundheitszustand Cle- mcnceaus diesem gestattet, der Sitzung beizuwohnen. Petersburg, 24. März. Dem K r i e g s m i n i st e r R 0 e -- d tg er wurde unter Ernennung zum Mitgliede des Reichsrats und unter Verleihung des Alexander -Newski ordens der A bschied bewilligt. Zn seinem Nachfolger wurde der Chef des Generalstabes, Suchomlina w, ernannt. Sofia, 25. März. Der Westscherna Poschta wird au§ Belgrad gemeldet, daß trotz der neuerlichen Intervention der Großmächte immer noch große Gefahren für ernste Verwickelungen bestehen, da das unberechenbare Temperament des Kronprinzen Alles befürchten läßt. Belgrad, 25. März. Hier bleibt die Stimmung an» dauernb kriegensch. Tie Regierung ist vollständig unfähig, die Beilegung aufzuhalten. Ter derzeitige Stand der Arniee beläuft sich auf 75 000 Mann aktive Soldaten und 14 000 Mann vollständig kriegsmäßig ausgerüstete Freiwillige. oer Lnftbahn schon allein zu deren Gunsten. Fassen wir aber jie Vorteile eines solchen Projektes noch etwas näher ins Auge, io treten vor allem folgende Punkte besonders hervor. In erster Linie die verhältnismäßig billige Anlage, da die Luft geradlinig durchschnitten werden kann und Berge und Täler keine Hindernisse mehr bieten. Man könnte schließlich über den jetzigen Bahnen eine derartige Luftbahn einrichten und so den Gelände- -'lineraHen \ ber an= n ^hinicntito lJ *' c,n ®e. "lhchvocßchtt ?'1 cincr "*< -i.-.h; MaSst u 6,t üt M Wn> an Scannt Nbirg bi»« I *nin9en Schu,mb«i> Ät§ e^ulf)au§ gcbnui. Wim q. d. Bieber * ,3)o* »och heute ge^ön, »erroaltnng dem Kreise Wchi ^n der vor zwei Jahre, ergvor« und Steiger, sitz des Oberbergrates fe Kuratoriums die Abgang!, dchüler unterzogen, gen Kursus nur solche \mv. das 19. Lebensjahr volleck Siäi). Tie neue $atr en-Grünberg geht ihc 1. 3uni eröffnet WM berbttu vollendet und bet W hier die Materialzüge. t n befördert. Ein hiesiger & ul, erhält seine sämtlichen b Basaltlabungen gehen fast dort weiter befördert zu r bis Grünberg ist noch s m hichneibenden Cuedbörr.r im n iii. Die Bahnhojskoim W -Bessingen, Ober-Besser^ one Dagegen sind der BaW :bad) noch nick beMmen. Fn einer -e/nchten ) E-c öeschlosfen, -h richten um Ww der sse C m die RhfV B. WrMM. löhuim ist banplsachlich W . üir die 2äiiglingti0^ un. ßacbschule von WmJ ,l der Diesjährig«« iflltung des allen cd) fi •• crhaltung steige» ölt, während dwAE ;tqdd)Cii Ü«»- - s 09 290 l'tült Iii' sasr-S mArhnrnor Ciiithrthn möglich. Auch -gegen Blitzgefahr ijt die Bahn durchaus genügend tllarourger geschützt. Wind und Wetter haben auf die Brauchbarkeit und Ta» Problem der Luftbahn ist nicht ganz neu, schon vor I dos Betriebs keinen Einfluß, und selbst bei ungünstigstem 50 Jahren machte ein Schweizer den Vorschlag, zur Erklimmung I Wind und Sturm bietet die Konstruktion des Ganzen mehrfache von Bergspitzen sich de» Ballons, der durch ein System von Trabt I Zjcherheit. Ein weiterer wirtschaftlicher Vorteil besteht darin, feilen an Gestängen geführt werden sollte, zu bedienen. Bei dem I $runb unfo Boden der Bewirtschaftung nicht entzogen werden, nunmehr in Marburg aufgetanchten gleichen Projekte ^egen dir | uut) Oor a[[CTn die Betriebskosten sehr gering sind, yhtfolgc Verhältnisse weit anders, als zu der Zeit, da ein kluger Kopf I cjnei. his .u 200 Kilometer in der Stunde erhöhbaren Schnellig- in der Schweiz die erste Anregung gab. Wenn es damals bei I lassen sich große Strecken in kurzer Zeit zurücklegen und dein Problem geblieben ist und infolge der Verhältnisse bleiben I diäten so eine außerordentliche Zeitersparnis. Tie einzelnen Fahr- nmßte, so haben wir dock heute, durch die Fortschritte der Technik, I $cuge können in kurzen Abständen hintereinander abgelassen löcrden. ganz andere Mittel an der Hand, die ein solches Unternehmen I o(u(fj jjber Berge und Täler, Meerengen und Ströme lassen ausführbar macken. Und so konnte man auch mit Zuversicht 1 diese Bahnen bequem leiten. Da die Lystungsfähigkeit und das Problem einer Luftbahn aufnehmen und soweit fördern, daß I Ausdehnungsmöglichkeit die denkbar größte ist, die Betriebskosten die Ausführung derselben nahe bevorsteht. «dagegen relativ gering sind, uürfte ein solches Unternehmen auch Aber wie bei allen derartigen Unternehmen nicht ein Gm-1 finanziell rentabel sein. Seiner durchzudringen imstande ist, so hat man auch hier sich! Mit den Vorarbeiten einer Versuchsstrecke von Marburg nach bereits zu einer Gesellschaft zusammengeschlossen und ist beftrebt, I ^cm g Kilometer entfernten Frauenberg ist bereits begonnen, und immer weitere Kreise für das Projekt zu interessieren. Fassen wir alle unsere neuesten Transportmittel einschließlich der lenkbaren Luftschiffe und Flugmaschinen zusammen, so sollte man meinen, ein Bedürfnis nach einer weiteren derartigen Ver kehrseinrichtnng fei überflüssig. Aber wie steht es mit der Betriebssicherheit aller dieser? Von Jahr zu Jahr wird die Geschwindigkeit der Eisenbahnen erhöht und nut ihr auch die Gejahr für Leben und Gesundheit der Fahrgäste. Doch je höher wir die Schnelligkeit hinansschrauben, um so teurer gestaltet sich auch der ganze Betrieb. Selbst die lenkbaren Luftschiffe dürften eine Verbilligung des Reisens kaum in Aussicht stellen. Dagegen mürbe die Luftbahn nn Verkehrsmittel abgeben, bad die Mangel, die den übrigen anhaften, nicht hat, eine schnellere und gefahrlosere Personenbeförderung als seither ermöglicht und autzerdem noch den Vorteil verhältnismäßig großer Billigkeit in jid) birgt. ------- ---- Der Begriff Luftbahn schließt in sich, datz man cd hier Luftschlffühtt. mit einem Verkehrsmittel zu tun hat, dem ein ganz bestimmter I Das Reichsluftschiff Z. I. ist wegen ber unbeständigen Weg durch die Luft vorgeschrieben ist. Es ommen sonn z c 1 t Witterung nicht aufgesiiegen. Morgen nachmittag wird eine Teile in Betracht und Zwar: mafrfnnen- Probefahrt, voraussichtlich eine Höhenfahrt vorgrnommen; ?e ™n MU bie °ltc Füllung, sich !°.t »rc. W-ch-n vorzüglich bo- Tn*1 Fahrzeug besteht aus einem langgestreckten, Zylinder-1 mährt hat, wird dadurch ausgenutzt, sodaß am Samstag förmigen Ballon mit inneren Versteifungen aus Holz oder Alu- oder Montag die Fernfahrt nach München mit minium Die vordere und hintere Seite des Ballons läuft kegel- neuer Gasfüllung angetreten werden kann. — Der kleine förmig spitz zu und vermag so die Luft besser zu durchschnciden. Gorl-icQ erbautc unstarre Lenkballon unternahm gestern Die Außenseite besteht aus Stoff, der vollständig undurchlässig 9lt)enb bei Windstille seine erste Auffahrt. Der Ballon ist. Unterhalb des langgestreck^m Ballonkorpers hangen zwei aber balb jufammen und trieb mit gebrochenem Personenwagen, die durch einen Gang miteinanber verou n infolge Versagens des Motors gegen den Monacco- 3auregmg^ba§Tr m.der ' bean rn zu fasten Ihre Höhe beträgt ca. 2,5 Meter, ebenso wo er und der Mechaniker durch einen Dampfer gerettet die Breite, und sie haben gleichfalls vorne und hinten möglichst f wurden. Auch der Ballon konnte geborgen werden. spitz zulaufende Form. Innen sind verschiedene Abteilungen für - Hcrberoetttitni di- PMEN »Nd den W-gensÜhrcr >oww d.° ch E Dikch-n.«ch°u Fabrik m°g7.ch^'vvrgcirhen. Dir^ Ä-izung und A, L-°nl>°-d. u. Go. haben wegen Lohndlsserenzen di- Arden leucktnng soll bspw. elektrisch geschehen, als Sitzgelegenheit >ollen Drehsestel dienen, an den Wänden kleine Klapptische imgebracht fein Der Verbindungsgang dient zur Aufnahme der Toiletten. Die Fortbewegung des Fahrzeugs erfolgt durch Elektrornotore, denen die Triebkraft von außen zugeführt wird. Es befinden b mit iS I1 *BsF:r, I 48 300) V"0, afltteil*1 ier J'Sr Z»l deut beleidigenden Artikel enthalten sind, seien unwahr, sie be-1 vorteilhaft mit einem Elektrizitätswerk und einer Gasanstalt in ruhen auf ihm geworbenen falschen Mitteilungen, er nehme bie I Verbindung bringen. Angaben seines Artikels ihrem ganzen Umfang nach als unwahr Das Prinzip der Konstruktion ist nun folgendes: Der Ballon Bedm^n, daß er den Artikel veröffentlicht!^^ |0 gro^ genommen, daß sein Austrieb die Eigengewichte, die und damit Rechtsanwalt Hornberger beleidigt habe. Reuther ver- Wntore Ackfen .» Mlichket sich, 25 Mk. als Buße an den Hilfsverein für entlassensI A. . lonhülle, ^nnenve 1 f 9' 6 - Sireftion der Filiale übernimmt Herr Amand Fürth. Strafgefangene, sowie sämtliche Kosten des Verfahrens zu zahlen.I ^ader^> Kontrollapparate^und sonstigen Ausrüstungen, euiichlietzlich Santiago, 24. Akärz. Dem Veniehmen nach wird der Er gestattet die Veröffentliä)ung be» Vergleichs imi Inseratenteil I ^em Gewicht von ca. 60 Personen zistammensetzen, auszugleicken I t e r t r u st nicht erneuert werden. Die Vereinigung des Gießener Anzeigers und der Hessischen Wockcnzeitung aus I vermag. Rechnet man rund für den Kubikmeter Gasinhalt 1 Kilo-1 &er 3QiDetervrodiioenten tuird Gnbe be§ fDlonatä endgültig darüber seine Kosten. Reuther verpflichtet sich weiter, an keiner anderen I gramm Auftrieb, so entspricht die erforderliche Größe des Ballons I entscheiden. Stelle der Hessischen Wochenzeitung (wie im Inseratenteil) etwasI in Kubikmetern der Zahl der Kilogramme, bie die Summe der! . — über den Prozeß zu veröffentlichen. .. ! obigen Eigengewichte ausmacht. Da nun die Personenzahl nicht! Markte. m J M arburg, 23. März Ein Angeklagter, über besten .mmer die gleiche ist, wird in den meisten Fällen der Auftrieb fc. Frankfurt a. 9)1, 2ö. Marz. (Teiegr.L)rig.- Bericht des Pvrsoiillchkeit man recht zweifelhaft fein kann, stand heute vor Ballons großer sein als da» zu tragende Gewicht. Um »Gieß. Auz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Vie hmarkt- der Straftammer. ^m vorigen Herbst mürbe bei dem Gastwirt I . , nckalickst aus^ualeicken ist ein Wasserbehälter vor- v reise. Zum Verkaufe standen: 45 Ochsen, 00 aus Oesterreich. Umbach in Zesberg und einige Tage später bei einem anderen Em "uu "1 "hio nher^ «iHeettrnerden 1 Büsten, 0 aus Oesterreich, 80 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, wohner emgebrochen. In Rauschenberg gelang es, den Täter, be. | Ziehen, der an den Stationen beliebig ^ewllt oder entleert werden ^-,0 halber, 158 Schafe und Hammel, 1142 Schweine, 1 Ziege, sich Karl Bernsdorf nannte, zu fassen. Bei der Untersuchung! cann. Man will dadurch erreichen, daß das ganze Luftschiff 1^,; Ziegenlämmer, 53 Schastämmer. Bezahlt wurden für stellte sich hermts, baß der Mann dieses Namens die Papiere in I in der Schwebe gehalten wird und eine unnötige Belastung der ,gy Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1. Qualität 75—78 Mk. Sachsen von einem Schweizer, der sich Kaufmami nannte, gcstohlei' I Führungskabcl nach oben ober unten vermieden wird. Es ist I 9. Qualität 68—70 Mk., 3. Qualität 58—60 Mk.; Bullen: waren. Ter Verhaftete gestand ein, dieser Manu zu sein, ei! nfolgedessen nur die Kraft zu erzeugen, die zur Ueberroinbung I 1. Qual. 63—66, 2. Qual. 58—60: Kühe 1. Qualität 68—70 Mk., heiße Johann B resch ensky aus Pankau. Die auf biefe Adresfc I )e5 Luftwiderstandes nötig ist, und hierzu genügen ca. 100 PS 2. Qual. 57—59 -Mk., 3. Qual. 47—49 'Mk., 4. Qual. 00—00 Mk., eiiigezogeneu Akten ergaben, daß dieser Manu in den letzten Jahren I ciner Geschwindigkeit von etwa 180 Kilometer in ber Stunde 5. Qual. 00—00 Mk. Bezahlt wurden für ba-3 Pfund Schlacht- viele und schwere Strafen verbüßt hat. Merkwürdigerweise stim . . Bei aünstiaem daaeaen also solchem, der gewicht: Kälber 1. Qualität 90 bis 95 Psg., Lebendgewicht men bie Papiere bis auf kleine Abweichungen auf einen von ver " ungünstig oagegem ^^“ 53-57 Psg., 2..Qualität 80-88 Pfg., Lebendgewicht 48-52 Psg., schiedenen Staatsanwaltschaften gesuchten Schweizer namens Van I ber Errichtung treibt, i't die Kraft unbebeutenv.^ungünstiger 1 Z^^chtgew 68-70Pfg.; Schafe: 1. Qual. Schlachtgew. 70 bis kowskv. Ter Angeklagte versichert bestimmt, baß er mit diesem I ^turm oder Regen tonnen allerdings Die Fahrt etwas & erlang' 100 2. Qual. 60—64 Pfg. Schweine: 1. Qual. 69-00 Pf., N(nmie, dessen Vorstrafen da endigen, wo die {einigen beginnen, I amen, tedock keineswegs unhtoglm) machen, ba bie Ful)rung»wlle Oebeudgewicht 55,0—00,0 Pf, 2. Qual. 67—68 Pf., Lebendgewicht Nicht identisch sei. Tas Gericht verurteilte ihn zu 1J,4 Jahren >n beiden Seiten der Ballonhülle so stark find, daf; ihr Zer-15^ 0-00,0 Psg., 3. Qual. 62—66 Pfg., Lebendgewicht 00-00 Pfg. ceißeu ausgeschlossen ist und dic_ Seilräder sich um so fester I Geschäft bei Hornvieh gut, Ueberfianb unbedeutend, bei Kleinvieh ". Außerdem verteiltigut, kein Ueberfianb. ich' der Zug mindestens auf drei Gittermaste, ba man diese nichtI X Kirchhain, 23. März. Auf dem heutigen Rindvieh- legenüber, 'sondern nur je 50 Meter versetzt beiderseitig an- m a r k t standen rund 550 Kühe, Rmder unb Kälber zmn Verkauf. me Aufnahme der Luftschiffe zu errichten, sei es nur zur Be- gefahren. Ferkel kosteten 40-50 Mk., Läufer 60-80 Mk. bas .jerberguug, zum Nachfullen des Gases oder —-asserbaffm-, oder I ^nax., jc uncf) Größe unb Qualität. Tas Geschäft ging flott. auch zu evtl. Montierungen. Limburg a. b. Lahn, 24. März. Fruchtmarkt. Durch- Wenn man nun erwägt, daß unsere heutigen Schnellzugs-1 schuittspreis pro Alalter. Roter Weizen (nassauischer) 19,00 Mk., Maschinen die Kraft von ca. 1000 PS mehr entwickeln müssen, I weißer Weizen (augebaute Frembsoiten) 17,80 Mk., Korn 13,00 Mk., nm eine Geschwindigkeit von 90 bis 100 Kilometer in der Stunde Gerste: Futtergerste 10,25 Mk., Braugerste 0,00—00 Alk., Hafer ,,i erreichen, so spricht ein Vergleich mit dem Krastverbranch f 8.50—0.00 Vst., Gibieii 0,00 Vst., Knnosstlu 8,06-0,00 Mk. I März 1909 Barometer aut 0° reduziert Temperatur der Lust Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit c: 1 I i. Windstärke Wetter 24. 236 745,5 7,4 85 SW 9 Beb. Himmel 24. 936 742,8 6,7 5,7 78 8 4 Bew. Himmel 25. 7» 734,3 7,2 6,9 91 8 4 Regen Höchstc Temp erntur am 2 j. bis 24. Mö V3 = 4- 8,4 0 C. QHefien, Löwengasse 11, den 24. Mar» 1906. ityixio 1 Schuhmacher sucht 58—3 Zimmer Wohnung im Parterre, möglichst in de- 4 Zimmer Schillerstrafie 19 im I. Ziotf I 3 Zimmer 1850 sind. surr a. M. icitbcn. Der Vorstand 2 Zimmer (Mich. An» (1770 helmftrahe 2. 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