Zweites Blatt Nr. 180 Mittwoch 4. August 1909 Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntag?. Zeneral-Anzeiger für Oberhesien i>t, wird die Steigerung des Exports unvermeidlich in der Haupt-1 von Fruchtsaft verwandt werden, sind nicht unbedenklich. Erstere ist für Fleisch und Wein verboten, scheint aber in beit geringen! end August: B sagt. Er führte aus: Wenn man jetzt die politische Lage i wohne y" ( her der alten KM Meteorologische Beov rchtnugen des Handel Börse, 4. August, 1.15 Uhr. do. 3% do. 120.25 237.50 Berliner Börse, 4. August. Anfangskurse. bei ziemlch stadem Zusatz antisepti Canada E B. Zchalrel werde dem Lioa-saiz gebraucht icirb, 156,80 Lande, wie es das unsere Elektriz. Lahmeyer . Elektriz. Schuckert . sollte gai-.z üU-„ tich im Somme und deöülsizierend wirkt. der : von ehedem gearbeitet, und das einzige, was uns noch gereitet hat, ist unser freihändlerischeS System gewesen. Wenn wir die ungünstigen Bedingungen, unter denen wir produzieren, noch dadurch verstärkten, daß wir 17 Sh. pro Tonne für unser Roheisen mehr zu zahlen hatte::, 40 Prozent mehr für unsere Ataschinen usw., 40 Prozent mehr für unsere Schiffe und 18 bis 25 Prozent mehr für die notwendigsten Lebensmittel, wo würden wir dann stehen. Sicherlich würdet: wir dann nicht ungefähr 25 Prozent mehr Waren auf dem Weltmärkte absetzen, als Deutschland und die Vereinigten Staaten zusammengenommen." handel. — Dia mantenreg ie des Südwestafrikanischen' Schutzgebietes, G. m. b. H., Berlin. Die Regie nahm im April ihre Tätigkeit, im Aiai den Berkaus auf. Sie hat in den seitherigen vier Vionaten 150 000 Karat empfangen und diese Steine sämtlich bis auf einen kleinen Rest, aus den mehrere in. diesen Tagen in Berlin eintressende Händler reflektieren, verkauft, mit einem Erlös von 4,20 Millionen Mark. Tie Regie über» nimmt mit den Steinen zugleich alle Zahlungsgeschäste, so der Entrichtung des .Ausfuhrzolls und nnherei: Behörden-Abgaben, bet Förderabgaben an die Kolonialgesellschaft, sowie der Gewährung der Vorschüsse und desinitiven Rettoerlöse an die ein» liefembeit Schürfer und Schürsgesellschaften. Harpener Bergwerk Laurahütte . Lombarden E. B, . Nurdd. Lloyd • . Türkenlosa . . . Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul» straße 7. Expedition und Verlag: 51. Redaktion: e^A112. Tel.-Adr.: Anze:gerG:eßen. zert 196.00 186.40 20.60 95.00t 144,20 115.00; 126.60' 199.00 phil. SuuS UN.NZ N n;nt Orchester, n Ameni __Anfang 8 ft Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . 186.60 Hamburg • Amerik. Paketf. 124.00! Harpener Bergwerk. . . 105,50- Laurahütte . . . • . . Nordd Lloyd..... Obersehles. Eisen-Industrie Berliner Handclsges. . . Darmstädter tzank . • . Deutsche Bank .... Deutsch-Asiat. Bank . . Diskontu-Kommandit . . Dresdner Bank .... Kreditaktien ..... Baltimore- und Ohie- Eisenbahn . . . • • Gotthardbahn .... Lombard. Eisenbahn. . . Oesterr. Btaatsbahn . , . Prinee - Henri - Eisenbahn . WO äsche-Versand- Geschäft. :: r Frankfurter 8l/»e/e Reichsanleihe. . M 1 ^)gla:ch um 1 £, 2 sh., 6 p. Den Schlußfolgerungen, die Preiö- J* ^-kretar der Tarifresormliga aus dem stärkeren Amvachsen ' ^1^>bn Konkurrenz zieht, geht HitGleh Smith nint kritisch /Tl n. |H *i>e. 3°/e 3*/,% Konsols vieren wenigs.zns schon äRVSSS. ptllchft. oarne M «reif« ? istiBC Höpte toomnade W- Deutfcfyianö und England aus dem Weltmarke. ler Sekretär der englischen Tarifresormliga, Professor Hevins, Allerdings wieder einmal den Rachwe:s zu erbringen versucht, k«! England es seinem Festhalten am freihäiwlerischen Prinzip iIW oerbonjen habe, ntenn sein Export an fertigen Waren in den I»4ti 25 Jahren weniger stark gestiegen sei, als der Deutschlands. 3n eurer Zuschrift, die, wie uns der ^andelsvertrags- lD‘.ein mitteill, der „M anchester Guar dran" veröfscru- lät werden nun die Behauptungen und Argumentationen des W.Mnerischen Professors in einer bemerkenswert vernünftigen ta) jachoerständigen Weise zurückgewicsen. Der Schreiber, ein is. tziudley Smith, stellt zunächst fest, daß die Produktions- >|ta, die natürlich in England geringer seien als in Deutsch- W, nicht den einzigen Faktor der Konkurrenzfähigkeit eurer ^M!u>!r auf dem Weltmärkte ausniachc. „Die Arbeitslasten, die ClluLität der Arbeiter, die Intelligenz und die Energie in der 6«Mifation des Handels, die Lage der Absatzmärkte und die Lüsslichkeiten des Verkehrs mit ihnen spielen eine Rolle, und iW-l'.d) tarnt keine Ersparnis bei den Produktionskosten uns LO Engländer) in der: Stand setzen, mit Deutschland auf den iWVstTeuropäischeu Märkten zu konkurrieren, da dieses Deutsch- in der Mitte dieser Märkte gelegen ist, sie mit Armeen von Zur Calonsteuer. Wir erhalten folgende Zuschrift, die auf weitere Mängel a: Talonsteuer hinweist: Das Talon sieuergesetz läßt offen, wer die Steuer tragen I i , l. Cinc gesetzliche Feststellung des Trägers der Steuer trbc daher zu großen Mißhelligteiten und großer Ver- rnnig geführt haben. Zu entrichten hat sie jedenfalls -t Aussteller der Gewinnanteil- und Zinsbogen. Wie nun !-r Aussteller die Steuer abwälzt, wird sich allgemein nicht ; en lassen, doch kann cs als sicher gelten, daß sie abge- wird. Damit ist nun nicht gesagt, das; der Bezugs- "echtigtc dieser Gewinnanteile und Zinsbogen der Zcch- ide der Steuer zu sein braucht. Da, wo es angeht, wird ■ii die Steuer im Gewinn- und Verlustkonto der Gesellschaft ^»rechnen. In diesem Falle käme die Zuteilung der 'men, wenngleich er den Absichten des Gesetzgebers nach rossen werden sollte. Auch bei den Kommunalpapieren iri) der Besitzer der Zinsbogen von der Abgabe verschont iben, da die Kommunen die auf ihre Anleihen entfallende lempelabgabe zahlen werden. Ist die Haupreinnahme- ellc der Kommune die Steuerlraft der Bevölkerung, so cd :n solchem Falle der G.'meindesteuerzahler der eigent- « Trager dieser Stempelabgabe sein. Die Talonsteuer ist also nur in sehr beschränktem Maße :it Befttzsteuer, nur da, wo sic auf die Höhe der Gewinn- teilung der Gesellschaft einen Einfluß ausübt und der iwinn durch Gewinuanteilfchein erhoben wird; sonst ist eine Steuer auf Schulden, eine negative Einkommen- iii« mit schwacher Uebertragungsmöglichkeit. Sollte die lempelabgabe aber wirklich auf den Zinsbogeninhaber ab ätzt werden können, so wird sie eine regelrechte Ein- mensteuer, eine zweite Auflage der Steuer auf Ein ntmen aus dlapitalvermögen. Als solche ist sie im höchsten iibe ungerecht, da sie nur das Einkommen berührt, das Form von Gewinuanteilfcheinen und Zinsscheinen vom lilalvermögeu bei Gelegenheit der Talonerneuerung er- en wird. Die Einkommen aus Hypothekenfordertulgen, ii Depositen- und Spargeldern usw., die jährlich gewallige inmien aus machen und sicherer den Besch treffen als das tomincn aus Wertpapieren, bleiben völlig unbeachtet. 4--t'rin liegt die wesentliche Schwäct)e des Gesetzes. Eigen fcheint es auch nach dem Wortlaute des Gesetzes und nach i Auchm-rungsbestimmungen, daß man bet Auslands- Aitcren beinahe auf völlige Steuerfreiheit wird rechnen ..Briten. Ist es so undenkbar, daß zum Beispiel bei Erueue- Wiz von Ziusscheinbogen einer im Auslande ausgestellten 2 '!i',.'>en Anleihe diese Zinsscheinbogen von Wien aus tomtteibar an den Bezugsberechtigten int Jnlaudc zum tilgen Portofahe zugejandt werden? Durch diesen un- «.lelbaren Bezug aus dem Auslände würde die Steuer» Acht nicht eintreten. Wenn auch die Ausgabe neuer Mons, für die int regelmäßigen Laus der Beryaltnisse noch M bestimmter Anlaß vorlag, nach dem Wortlaut des Aches rechtlich vertretbar ist — aus der MchtauSgabe •»ja Talons eine Verletzung der Sorgfalt eines ordentlichen Msmanns zu instruieren, geht zu weit —, so ist doch • Dfc VON so vielen Gesellschaften geübte Verfahren nicht "«tti unserem Geschmack, und es wäre besser gewesen, cs »G- allgemeinen Gründen zu unterlassen. Dieses umso- Mc, da es für jedermann erkenntlich sein konnte, daß 2 Äempelavgaben nachträglich doch noch eingesorderi iniDm würden. tr~-- ______ _ Vermischtes. * Bildung eines :n ler nationalen Luftschiffamts. Ter gSlöln. Ztg." wird aus Berlin geschrieben: Stach einer Meldung eines hiesigen Korrejpondenlen soll Frankreich die Bildung eines Jnlernalionaten Luslschifsanues planen und zu diesen: Behnse eine Konferenz nach Paris emberufcn wollen. An dieser Meldung ist richtig, daß Frankreich sich nut B o r b e r e 11 - ungen zur Elnberuinng einer Internationalen ^uslschiffahrts'Kon- ierenz in Paris beschäiligt, auf der eine Reihe von Fragen, die das neue Beförderungsmittel in: Geiolge Hal, einer einhenlichen Regelung enlgegengefiihrt werden soll. Auf welche Weise das aber geschehen soll, stehl noch inchl fest und muß naiurgemäß auch der Bejchliißsassung der Konferenz selbst überlassen fein. * Verwerfliche Konservierungsmittel. Neben die alten harmlosen Konservierungsmittel, Kochsalz, Zucker und Essig, sind neuerdings verschiedene Ehennkalien getreten, die jene an Wirksamkeit allc:diitgs übertreffen, dafür aber auch als ge- sundheitsschädigeill) hart angegriffen werden. Tie Benzoesäure, die als Konservierungsmittel für Fleisch und in der Form benzoc- faitrer Salze auch für Milch verwendet wird, roirlt nach den Untersuchungen Pros. K. B. Lehmanns in Würzburg üi größeren Mengen süsttdlich, während fleincrc Tosen auch üci dauerndem Genuß unschädlich gesunden werden. Allerdings liegen noch keine lang andauerilden Experimente a.i Menschen vor, die allein eine endgültige Entscheidung bringen löimiüii. D^e Borsäure, die erst Literarisches. Im eigenen Hanse nicht teurer a ls in einer Mielswohnung. Unter diesem Titel ist soeben ein Büchlein vom Lkgl. Bauinspektor Flur im Berlag der Westdeutschen Berlagsgesellschast m.b.H., Wiesbaden erschienen, das die Renlabilität des Eigenhauses mit Garten nachiveisen ivill imb diesen Nachweis auch mit Geschick führt. Talsächlich kann man schon für 6000, 8000, 15000 Bit. und mehr je nach Größe uiiö Ansprüchen ein schmuckes Einfamilienhaus mit Garten bauen lassen. Das Buch enihäll in seinen 39 ‘ülbbilbungei: eine ganze Reihe solcher Beispiele in Ansichten und (tzrundrissen. Ein Niielöbelrag von jährlich 500 Mk. würde dem Zinsausivande eines Hauses für 10000 Mk. entsprechen. Sonach ist jede Familie in der Lage z. B. im Eigenhause einer Gartenstadt' bziv.-Vorstadt zu wohnen. Btrnige ’&* Rönioiit1' ,<■ ^Ntiik «iessej 009 3‘/,°/e Hessen . . , . . 3l4°/0 Oberhessen . , . 4°/0 Oesterr. Goldrente. . 4,/1e/0 Oesterr. Silbcrreirte. 4°/e Ungar. Goldrente . . 4® e Italien. Rente . . . 3°/0 Portugiesen Serie I . 3®/0 Portugiesen n III . 4l/t°/# russ. Staatsanl. 1905 4,/3°/o Japan. Staatsanleihe 4°/0 Conv.Türken von 1908 Türkenlose . . , . 4°/0 Griech. Monopol-Ant . 4°/0 äussere Argentinier . 3°/e Mexikaner . . . . 4*/,% Chinesen . . , , Aktien« Bochum Guss . . . . . Buderus E. W. . • • . Tendenz: fest > ;!f T>e Steigerung des deutschen Exports könne deshalb mit der t Mts- ^rglisck)en nicht ohne weiteres in Vergleich gesetzt werden, weil 8 ' -ciprüngl:d)en Ziffern sehr verschiedenartig seien: in Teuiicu- X OH fceniertete h'ich die Warcuaussuhe vor 25 Jal-ren auf 2 T, 'i UIt^ m Englaiw auf 5 £, 6 sh. „In einem dicht Eilletten upd.Vollständig enünüfeit»j* .r‘ _< Mengen, die den Fruchtsirüpen zugcsetzt werden, nicht geradezu schädlich. Die Ameisensäure dagegen ist sowohl ein äußerlich ätzendes Gift wie auch ein Blutgift und deshalb lieber ganz auszu schließen. Kleine Tageschronik. Der Schifssuniall bei 1 i/esbcrg, wo der Kessel des Dampfers „(5 u t_e n b c r g“ ci. icrtc, hat ein neues Opfer gefordert- "lluch die Frau des Schiill.estanraleurs Engels, die bei dem Rolandsecker Schiffsunglück schivere Brandwunden davoii- trug , ist g e st o r b e n, so daß das Unglück insgesamt sechs Opfer gefordert hat. Laut „(tzodesb. Bolksztg/ soll eine Dyn a - m i t p a t r o n e, die mit den Feuerungskohlen in den Schiffsraum gelangte, die Explosion vernisacht haben. Diese Ansicht teilt auch der Maschinist, der unverletzt geblieben ist, während der in der Feuerung rührende Heizer verbrannte. Bei dem Gewitter, das Graf Zeppelin am Montaa mied, wurde die A r n ft e i n e r K l o st e r k i r ch e bei Obernhof in B r a n d gesetzt. Ter große Waldbrand der Gemeinde Schule tm Engadin konnte durch die vereinte Arbeit der nächsten Gemeinden, von wo alle verfügbaren 'Mannschaften zu der slundenweit entfernten, 2000 Meter hoch . belegenen Brandstätte eilten heute morgen eingedämmt werden. Fest? Decker, Gaiiwin. trin nimmt noch är die Rechlsanwatie des Sari Dörr von Stangenrod. gegen den Äebaficur W. Heh in Wichen. Augeklagien. wegen Beleidigung dal da» Wvofc- bctAogh*c Scholsrngerichi in Wichen am 12. Marz IVVV hir Recht crlanni ID*. Der «naeklagic ttrnit Uildclm <*e1 V» können eingeiiclli werden: n bei bicHaen tixbeunebern: 1 Weihbinder 1 Maichincnichreiner. 1 Hautzburichc. 3 Ticnn* mödchen 1 Waschfrau. 2 Vaufirauen. 1 Kindermädchen. Lehrlinge: 1 schreiner. 1 Sch mied. 1 schlosser. b. bei au»ivnrtlflcn arbciiqcbctn: 2 Soenaler. 2 win»er. 3 Bau 11 Mübclichretner, 1 iVnfcur, ein landw «nechi. 1 <»auc> und Stichenmndchen. Vebrlinnc: 1 Soengler und ,sniiaUaieur. 1 Backer. t»o tuchen Arbeit: ___ l Reiter, l warmer u Heizer. 2 2ournierböck.' 23 eiserne Vctmfne*te. 3f) ei lerne Lchranbiwingen. 1 groben Veimoten. 1 Drehbank. 1 Aarb mublc. 1 arohen •yonen voliener und lociher Zii*fühe. ca. 2 cbm DrechdlerbolA und ca. 1 cbm getchniiieiies vi*cnbolA M8 lang. ; beeil und 3* । hart , ferner eine Barne Aubbaum Fournier und oninge HoiAvorxaie oersteigern üßi!74 Johannes Lang Wwe. Trauben allen Anforderungen emlorechend reit acinub. bünnichalig. ißh und billig Mittwoch, Donnerstag. Lamdkag frischeintresfend: H^seine Algier-Tmben in St’icn ä ca. n Btund per Pfund 26 Pfg. in Silien a ca. K Pid.. per Psd 2m Pfg^ ausgewogen oer Pfd 32 Pfg. Frische Fische Donnerstag früh emtretfenb: Lchkllfischk, Backfische. Rohlingen. Mabliau Nene holl.Vollheringe Stück 6 und 7 Pfg. Heue Salzgurken Sl. 8 Fig. Hem Saoertranl PM. II PI. 9kuc marin. Heringe Stück io W Versteigerung. Donnerotag den Lug. d. X nachmittags 2 Ubr versteigere ich Aeustadl 66 da hier folgende >ur