Nr. 102 Zweites Blatt Montag 3. Mai 1909 1S9. Jahrgang Erscheint iLgllch mit Ausnahme des Sonntag». Frau «'M leicht. Bei- Ml>. Lclterswcg i 8. Such lueM.-" rschiede Die „Eiehener Zamilienblätter" werden dem .Anzeiger' otermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatl für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen Seit, fragen" erscheinen monatlich zweimal. ShtßA — Mantegazzas Katechismus. Paolo Mantegazza, der bekannte Verfasser der „Physiologie der Liebe", hat nach langer Zeit wieder ein neues Buch erscheinen lassen: es nennt sich „Bibel der Hoffnung" und enthält nutzer autobiographischen Notizen die Hauptgrundsätze, von welchen der viel gelesene und geschmähte italienische Physiologe sich auf seinem Lebenswege leiten ließ. Die römische „Tribuna" entnimmt diesem neuesten Werke des alten Idealisten — Mantegazza wird im Oktober das 78. Lebensjahr vollendet haben — nachstehenden „Dekalos": 1. Du sollst immer arbeiten. 2. Du sollst immer lieben. 3. Liebe die Frau mehr als dick) selbst. 4. Rechne nie zu den Aktiven deines Lebens M-Nch! ich der unübetftofltntn MafWobt* atdlt Wilhelm Schätlltt, Mahnung ietjt dauernd thcB, WMt 6. Rotationsdruck und Verlag der vrühl'sch« Unwersiläts - Buch, und Stemdruckeret. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul» stratze 7. Expedition und Verlag: Redaktion:^^112. Tel.-Adr.:AnzeigerGleßen. SÄ*» tr, sehr gewissenhafter MW Mmt %l Uhr gab man „Wallensteins Lager", von 2 bis Vr5 Uhr „.Die Piccolomini" und von 6 bis gegen 11 Uhr „Wallensteins Tod". Die zwischen den Stückeir liegenden Pausen waren für das Publikum bestimmt, sich auch leiblich zu erguicken. Dingelstedt beabsichtigte durch diese Gesamtdarstellung des Schillerschen Meister- lüerks, vorzugsweise jenem Publikum, welches nicht mehrere Tage an eine Aufführung zu wenden vermög, namentlich Den Land- geistlichen und Lehrern, Gelegenheit zu geben, es in dieser vvll- llänbigen Form im Zusammenhang kennen zu lernen. Wenn der Weimarer Bühnenleiter damit auch einen Kassenzweck verband, so wurde dieser volltemMeu erreicht, denn von nah und fern waren i[te in dichten Scharen herbeigeströmt und genossen im Schweiße ästeS Angesichts das außergewöhnliche Schauspiel. Bekanntlich ül auch Gustav Frehtag in seiner „Technik des Dramas" für die Aufführung der Trilogie im Zusammenhang eingetreten. Eine eigenartige Seite dieser interessanten Vorstellung bildete an diesem denkwürdigen Tage das Leben und Treiben hinter den Kulissen. Vor 10 Uhr morgens mußte bereits angetreten werden, und da man nicht in jeder Pause das KostüM und die Maske ablegen und zum Essen irach Hause eilen konnte, so war man gezwungen, bis fast gegen Mitternacht auszuharren. Im Musiksaal dos Theaters wurden den Schauspielern ihre Mahlzeiten serviert, imb wer einen Blick durch die Fenster hätte werfen können, würde geglaubt 'haben, daß „Wallensteins Lager" hier oben noch einmal «ufgeführt werde. An einem Tisch saßen „Buttler" und die Jteibcn Piccolomini" und spielten Whist, an einem anderen „Terz- I1)" mit „Wränget" — Sechsundsechzig. Mit mächtigen Schritten und dröhnendem Sporengeklirr durchmaß „Wallenstein", eine Zigarre rauchend, den weiten Raum, während sich in einer Ecke em Kreis um „Jllo" und „Seni" gebildet hatte, der sich den vor- ttiefflicher Rtotwein schmecken ließ, den der Schloßkeller gespendet. Lom Publikum wurde diese Dauervorstellung im allgemeinen günstig ausgenommen, nur einer war nicht zufrieden: Weimars rrier besser Thüringens Bolksdichter Alexanrder Rost: er ant- hrortete auf die Frage, wie ihm die Gesamt-Ausführung her Trilogie gefallen: „Gar nicht! — Zehn Stunden Theater! — Sterne Pferdekur!" iHf?sirebiamer staufnM et stüereUAebwZ Sgl SL-M warteten, daß dazu Vorschläge von der Reichsregierung gemacht werden würden. Als wir uns in dieser Erwartung getäuscht sahen, sind wir mit dem jetzigen Vorschläge hervvrgetreten. Wir wollen nicht in die Sage kommen, über fertige Entwürfe für indirekte Steuern abzustimmen, ohne daß Eittwürfe für Besitzsteuern ausgearbcitet werden. Wir hoffen noch immer auf weitere Gesetzentwürfe in dieser Richtung. Die zweite Voraussetzung war, daß indirekte Steuern in Höhe von 400 Millionen bewilligt würden. Das bisherige Verhalten der Freisrmrigen hat uns nicht die Meinung gegeben, daß dieses durch die Parteien geschehen werde, die dem Besitzsteuerkompromiß zugestimmt haben. Wir hoffen aber, daß dieses. auf dem von uns eingefchlagenen Wege noch möglich wird. Insbesondere, fuhr Frhr. v. Richthofen fort, sei nicht abzusehen, wie mit Zustimmung der Freisinnigen ein annehmbares Branntweinsteuergefetz zustande kommen könne, und es sei nach ben Berichten aus der Subkommission unwahrscheinlich, daß mit Hilfe der Freisinnigen eine ausreichende Einnahme aus dem Tabak erreicht würde. Alle anderen indirekten Steuern mit Ausnahme der Brauereisteuer seien abgelehnt. Für ich bestehe die Hoffnung nicht, daß mit Hilfe der Freisinnigen die fraglichen 400 Millionen flüssig gemacht würden. Leider habe die Regierung noch keine Vorschläge füir Ersatzsteuern gemacht, so daß es noch nicht möglich sei, sich über die WahrscheinliclKit von deren Annahme auszusprechen. Das Verhalten seiner Partei sei von Anfang an konsequent und loyal gewesen. Jeder Angriff auf sie müsse bestimml zurückgewiesen werden. Zum ersten Male bei dieser Verhandlung nahm jetzt eines der beiden polnischen Mitglieder das Wort, der Mg. v. Skar c- z i n s k y. Er erklärte: Wir werden das lleinere Uebel wählen und für den Antrag Dietrich in seinem ganzen Umfange stimmen. Wir wollen keine Steuern auf Vorrat bewilligen: wir wißen aber noch nicht, welche Beträge die Wertzuwachssteuer bringen könnte. Jedenfalls werden weit höhere Beträge herauskommen, als die Regierung annimmt. Wir können für die Erbschaftssteuer, bei der die Regierung jedem Leichenwagen nachlaufen muß, für diese widerwärtige Steuer nicht stimmen. Dr. Weber (Natl.) wies darauf hin daß die Ausführungen des Reichsbankpräsibaiten vielfach mißverstanden seien. Sie hätten besagen wollen, daß durch die Wertzuwachssteuer auf Effekten sowohl das ausländische Kapital dem Jnlande ferngehalten, als auch das inländische Kapital aus i>em Lande ins Ausland hinausgetrieben wird. Das würde eine starke Schwächung unserer vvlkswirtschaftlick)en Kraft bedeuten. Dem Abg. Muller- Fulda gegenüber hob der nationalliberale Redner hervor, dieser habe mit seinen gestrigen Ausführungen offene Türen eingerannt. Da sowohl die Kommission als ja auch die Verbündeten Regierungen in der Frage der Wertzuwachssteuer auf Immobilien völlig einig sind. Wenn der Abg. Herold von ter Ruhe in Westfalen gesprochen habe und der Zuversicht Ausdruck gab, daß das Zentrum aus einem etwaigen Wahlkampfe mit einem Gewinn von mindestens 10 Mandaten wiederkehren würde, während bie Nationalliberalen arge Schlappen erleiden würden, dann müsse er demgegenüber das Folgende sagen: Die Ausführungen des Herrn Herold ließen die gerühmte Ruhe der Westfalen nicht erkennen. Sie zeugten von einer sein starken inneren Erregung, die nicht gerade von der günstigen Posttion Zeugnis gab, in der sich nach 'Herrn Herold das Zentrum befinden solle. Die Nationalliberalen richteten ihre Haltung in der Frage der Finanzreform nicht danach ein, ob sie in einem etwaigen Wahlkampfe Schlappen erleiden würden oder nicht. Hier stünden nicht Parteiinteressen in Frage, sondern die Nationalliberalen seien der lieber Beugung, daß hier das Interesse der Nation vorangestellt werden müsse, deren wirtschaftliche Entwicklung ohne eine baldige und gründliche Finanzresvrm in Frage gestellt sei. Ob seine Partei durch ihre Arbeit für das Zustandekommen der Reform bei den Wahlen geschädigt würde ober nicht, könne ihre Haltung in biefent Augenblicke nicht beeinflussen. Im übrigen glaube er, daß die weitesten Kreise im Volke der Haltung der Nationalliberalen ein größeres Verständnis entgegenbrächten, als das Zentrum anzunehmen scheine. Des weiteren hielt Dr. Weber dem Zentrum entgegen, daß doch auch dieses das Spiritusmonopol abgelehnt habe, wie ebenso die Zigarrenbanderole. Seine Fremrde seien bereit, an Stelle der ab gelehnten Steuern Ersatzsteuern in voller ftöJje zu bewilligen, sobald die Verbündeten Regierungen, worum er dringend ersuche, sie der Kommission vorgelegt haben würde. Abg. Dr. Wiemer (Fr. Vp.) wendet sich scharf gegen die Aeußerungen des Abg. Frhrn. v. Richthofen. Die Konservativen leien allerdings konsequent, aber vor. allem in der Verkennung der politischen Notwendigkeiten. Auch innerhalb der konservativen Partei sei eine starke Strömung für die Ausdehnung der Erbschaftssteuer, ebenso im Zentrum, insbesondere in Bayern. Vor drei Jahren sei gerade von Mitgliedern der Zentrumspartei die Ausdehnung der Besteuerung aus Ehegatten und Kinder beantragt worden. Die Freisimrigen, die früher auch Bedenken, aber nicht grundsätzlicher Art, ausgesprochen hätten, haben sich entschlossen, der Nachlatzsteuer zuzustimmen in der Ueberzeugung, datz ohne aus- Die wertzuwachssteuer in der Zincinzkommfffion. Die Aussprache über die Wertzuwachssteuer nahm auch iwch einen großen Teil der Sitzung am Samstag in Anspruch. Der erste Redner war der Zentrumsabgeordnete Herold. Dem Konjunkturrückgang, der zur Folge hatte, daß die Werte fallen, und damit auch der Ertrag der Jmmobiliarzuwachssteuer, legt er keine Bedeutung bei, weil nicht jede Gegend und jede Stadt gleichmäßig getroffen, sondern ein Ausgleich geschaffen werde. Er stimme für diese Steuer, obgleich vermutlich seine westfälische Heimatprovmz von allen Provinzen am stärksten betroffen werde. Die Wertsteigerung treffe nicht nur die Städte, sondern auch das flache Land: in Westfalen sei das gmrz eklatant. Die Zölle hätten einen so riesigen Einfluß, wie das der Mg. Mommsen anneiyme, auf die Wertsteigerung nicht gehabt. Im Westen rentiere sich die Landwirtschaft überhaupt nicht mehr. Die Gemeinden könnten nicht immer geschont toerben. Im übrigen hätten sie die Möglichkeit, ihrerseits durch Zuschläge zur Einkommensteuer den Besitz zu treffen. Es sei eine Inkonsequenz, in den Gemeinden den Besitz schonen und im Reiche ihn heranziehen zu wollen. Auf die Schwankung der Kurse hätten die Maßnahmen der Regierung einen viel größeren Einfluß als die Wertsteigerung bei Immobilien. Eine einzige Rede des Kanzlers könne die Kurse hinauf- schnellen ober herunterbringen. Wie wirken staatliche Maßnahmen wie Eisenbahnen und Kanalbauten auf die Kürse! Daß der Prä- fibent der Reichsbank sich gegen die Zuwachssteuer auf Effekten sträube, sei kein Wunder: er sei der Vertreter eines Spezial- ressorts, und daß diese ihre Sonderinteressen vertreten, hat man iwch neulich bei der Essigfrage erfahren. Das Zentrum ha he Anträge gestellt, den Besitz heranzuziehen, ohne die Matrikularbei- iräge erheblich zu steigern. In dieser Richtung bewege sich auch Irr konservative Antrag. Der Gedanke sei gesund. Die Zentrumspartei sei nach ihrer ganzen Vergangenheit gegen den Vorwurf geschützt, den Besitz nicht genügend heranziehen zu wollen. Der Einwand, der gesamte Besitz müsse herangezogen werden, sei nicht stichhaltig. Bei indirekten Steuern werde immer nur ein Teil herangezogen. Das mobile Kapital entziehe sich bei der Erbschaftssteuer in hohem Maße der Besteuerung. In England habe ' man bereits eine Versicherung gegen die Erbschaftssteuer ins Leben gerufen; das beweise das Jrrationelle der Steuer. Uns kann 'teurerftc der Abg. Herold dann weiter, die Reich stags- icuflösung recht sein. Wir werden verstärkt 'toiederkommen! Aber die Na t io n al l i b e r a l en! Wie wollen sie mit der Parole der Erbschaftssteuer z. B. in den Wahlkampf in Hannover ziehen! Ihr Umfall in der Erbschafts- tcuerfrage wird sie teuer zu stehen kommen. 35 000 Unterschriften irägt heute schon die Petttion der westfälischen Bauernvereine «egen die Erbschaftssteuer. Ob der Reicl)skanzler im Palais IxmiDnitriert oder die Sozi auf der Straße, bleibt sich gleich. Beides ist Mache. Die Freisinnigen sind für die Regierung, weil diese ihnen entgegenkommt, sonst verlangen sie Stärkung des Barlcnnentarismus. Jetzt rufen sie nach einer starken Regierung. Wenn die Regierung in ihrer schroffen Stellung verharrt, so trägt sie auch die volle Verantwortung für die Verzögerung der Reform. Schatzsekretär S ydvw: Der Vorwurf der schroffen Haltung Humbert mich. Bisher las man es anders. Die Regierung hat Hweits in einer Reihe wichtiger Fragen nachgegeben. Bei der Erbschaftssteuer hat sie die Stimmen aus dem Lande für sich. Hatten wir die Dieform im vorigen Jähre gemacht, so säßen wir jetzt bei der« zweiten Reform, infolge der Beamtenvorlage, der Ermäßigung der Zuckersteuer usw. In Stuttgart frnb in zwei -Zagen 10 000 Unterschriften für die Erbschaftssteuer gewonnen Norden. Mit Rücksicht auf die Länge der Rednerliste machte der 3>orsitzende der Kommission Dr. Paasche nunmehr darauf aufmerksam, daß es wünschenswert sei, bald fertig zu werden. Am Abstimmungsergebnis änderten die Reden doch nichts mehr. Der nächste Redner war 2lbg. Frhr. v. Richt Hofen CStonf.). Er führte ans: Gewiß beftreiten wir der Regierung nicht das Recht, an einem bestimmten Standpunkt festzuhallen: hnr meinen aber, daß dies ein richtiger sein muß, und daß sie dabei die ihr bekannten Anschauungen der größeren Partei zu berücksichtigen hat. Ich wollte an sich dem Abg. Wiemer nicht Mittworten, um ferne Schärfe in die Debatte zu bringen, bin aber durch Andeutungen über die weitere Gestaltung der geschäftlichen Behandlung zu einer abweichenden Haltung genötigt, und will Oirz auf die Vorgeschichte des sogenannten Besitzsteuerckompromisses eingeben. Dieses hat zwei Voraussetzungen. Einmal war damals keine Aussicht, eine Mehrheit für die Deszendenten^Erb- amfallsteuer zu findelr. Insbesondere hatte ich, wie das Protv- Dll der Kvmmissionssitzung ausweist, für meine Partei am 43. Februar d. I. erklärt: „Gegen den Grundgedanken, die Ausdehnung auf Deszendenten und Ehegatten, verhielten sich meine Freunde ablehnend. Diesen Standpunkt würden sie nie ver- luissen." Es wurde daher der Versuch gemacht, andere Besitze fteuern von hundert Millionen zustande zu bringen. Wir er- Execution dem Scharfrichter die Kost und Verpflegnrrg zu verschaffen ist." — Erscheinung der Jungfrau von Orleans. Am 18. April ist in RoM unter großem Geprärrge und in Gegenwart sämtlicher ftanzösischer Bischöse sowie von 30000 Pilgern die 3ungrrmt von Orleans selig gesprochen worden. Doch damit nicht genug: tote der klerikal-royalistische Gaulvis mitteilt, fordert die Jungfrau von Orleans seit bald einem Jahre auch die Errichtung eines besonderen Gnadenortes in dem ft einen Dorfe Orroux bei Cvmpiögne. Dort sieht nämlich ein zehnjähriges Mädchen namens Susanne Berten jeden Freitag nachmittag um 3 Uhr die Jeanne d'Arc in einer Ulme erscheinen! ,^Jch sehe zuerst etwas wie einen Blitz," erzählt sie, „dann sehe ich die Dame zwischen zwei Zweigen. Ich habe rwch ein wenig Furcht: dann schlägt mein Herz sehr stark, aber ich kann nicht fortgehen, ich bin wie an den Boden angebunden. Die Dame trägt eine Rüstung ganz aus Blei, sie hat schwarze Haare, die ihr über die Schultern fallen, mit einem Scheitel mitten auf dem Kopfe. Sie hält in der rechten Hand ein großes Kruzisix, die Stirn Christi blutet manchmal ein wenig. In der linken Hand hat sie einen Säbel, eine Krone wie aus Sägezähnen gemacht, und einen Lorbeerzweig, her ber ab bangt." Auch Offenbarungen hat die Jungfrau ihr schon gespendet, z. B. fvlgettde: „Susanne, es wird ein großer Krieg kommen, dann kommt die Cholera, dann bad gelbe Fieber dann das schwarze Fieber und giftige Fliegen (sic!), Rom', Mes- suina (sic!) und alles drum herum wird untergehen." Dann sagt sre Mir jedesmal, wenn ich sie sehe: „Susanne, es wird ein Krieg kommen zwilchen den Mächten. Ich gebiete dir gelte hin und segne die französisck^e Fahne und die Kriegswaffen" Der Pfarrer von Gillocourt batte geraten, sie zu fragen, wer sie sei daraus anttvortete sie: „Ich bin Johanna d'Arc, die Märtyrerin- ra) will eine Kapelle haben hier unter diesem Baume " — Der Berichterstatter des „Gaulvis" meldet, daß die Einwohner von Orroux der Erscheinung noch zweifelhaft "gegenüberlieben: der Eine kirchliche Untersuchuna stattfindet, o - geschuhte der Gnadenorte Marpingen, Lourdes und Laialette kennt, merkt losort die Aechrlichkeit mit dein, was jetzt in Orroux,in ^zene gesetzt merben soll. Wir können also erwarten, datz sich dort bald eine Wallfahrt zur seligen Johanna von Orleans als zu enter besonderen Revancheheiiigen bilden wird UP1 Archen Beigabe einer royalistischen Opposition gegen ine Republik. tiefbau S S Ai ffopi W ; tann, in fi &ISHei5 PQtle$ Eiehener Anzeiger General-Anzeiger für Odecheffen Judjt auf sofort Stell" E Angeb. mit Gehafl-e flQn den Gieh. 9- Mädchen sucht SO toritett Behandlung ber Angelegcnl)ert. Angenommen ist nur der Änirag der Dirrichaftlichen Bereinigung. Es wird beschlcft'en, die anflnumtmcn* Refolutwa nicht birekr ans Plenum au geben, sondern das Vorgehen der verbundeteu R-gierungen abzuwarten. Zum Berichterstatter wird Abg. Raab Lirtsch. P i , bestimmt. Namens brr National liberal en gab hierauf Dr. Weber iolgcnde Erklärung ab: Ich Mächte zur Geschäftsordnung nur hm bemerken, baß meine politischen ^freunde in dieser Hom« Mission sich zwar an der Setterberatuna der Vorlage über das tiranntwemsteueraesetz usw. rote bisher aktiv und fördernd beteiligen roerbat, um in keiner Wetfe die Reform auf;uhaltcn. ohne uns aber dadurch irgendwie zu prarudizieren. Nachdem aber durch Dir Ablehnung sämtlicher Anträge aus Einführung etner aus- -ich-mden Reichsbesitzsteuer, insbesondere auch der nach unterer inficht unentbehrlichen Ausdehnung der Erbschaftssteuer aut 2ci Amben len und Ehegatten in unbeerbter Ehe das Zustande- kommen der Reform, rveldK wir nach wre vor als ein Ganzes betrachten, nach nm'ercn Wünschen kaum erreicht werden kann, halten meine politischen freunde es für wünsclxmSwert, in dieser durchaus veränderten politischen Situation zunächst erneute In- "rultiLnen unserer Fraktion einzuholen, um hierdurch klar zum 1 isdruck au bringen, baß wir uns in der Kommission nach keiner ■' rfitunfl bin seftzulegen beabsichtigen. .'lbg Tr Wicmer >Fr Bv gibt für die littksl,berate ,,raltionsgemeinschaft Die gleiche Erklärung ab hierauf nimmt Abg *St. 3 Po h n sZentr.> das Wort und vertritt die Auffassung, daß das Befitzsteuerkompromlß noch in Geltung sei. hierauf wird mit allseitigem Lachen geantwortet Tie Finanzkommission vertagt sich hierauf aus Dienstag. Lciterberatunq der Branntweinsteuer. Schluß 12V» Uhr Vie neue kieichsoersichcrungrordnung. Bon Hans Kahl, I. Ter Entwurf einer umfassenden Reform der sozialen 23er» uchcrungsgcfetze ist endlich erschienen, nachdem man in allen be reiligten .ilrciicn Zähre lang über dieselbe diskutiert bat und .dblrcidx Beratungen und Besprechungen der Fertigstellung voraus- icqnnncn sind. Da die Vorlage dem Reichstage erst im Herbst zugchen wird, so ist die frühzeitige vorherige Veröfsentlidmng wohl zu ocm Zwecke erfolgt, den Znteressentcn und '4.:olitiltrn Gelegenheit zu Meinungsäilverungen für oder gegen die einzelnen Bestimmungen zu geben. Wenn das Ärankcnvcrfichcrungsgesetz von 1883 bereits 1903 umgestaltet wurde und die Unfailverjichcrungsgcsctzc von 1884 und 1886 im Ialne 1900 tiefgreifende Veränderungen erfuhren, tbenfo das Znvalidenverficherungsgesev von 1889 im Jahre 1899, io bedeutet dieser ncuerschicnene Entwurf einen bedeutsamen Ld-ritt vorwärts aus dem (gebiete der Arbeiterversicherung im deutschen Reiche. Es sind vor allem drei Hauptpunkte, die dem neuen Entwurs das Gepräge geben, indem derselbe 1. einen gemein famenUnterbau für bie gesamte soziale Versickerung schafft, , ,, , 2. die Krankenversicherung einheitlicher gestaltet und 8. eine Hinterbliebenen Versicherung der bisherigen Invalibitätsvcrsichcrung angliedert. Gegenüber diesen drei Hauptpunkten des Entwurfs treten andere umgeänderte Bestimmungen und Neueruiigen an Bedeutung zurück. Durch die ganze bisherige Diskussion über die Reform zieht wie ein roter Faden die Frage der V e r f ch m e l z n n g der vc»> ichiedenen Zweige unserer Arbeitervcrsicherungsgcsctze. ES gab stimmen dafür und solche dagegen. Während früher der Gras BosadowSki) einer Verschmelzung der einzelnen Gesetze geneigt schien, haben das Reidisamt des Innern und dessen jetziger Leiter, Herr v. Bethmann-Hollweg, eine solche für allzu schwierig be- runden und davon abgesehen. Die Hindernisse zur Verschmelzung mögen wohl im Wesen der einzelnen Versicherungszweige selbst gelegen haben, auch war bet den bisherigen Trägern der einzelnen Verstchi'rungSzweige, den Versiderungsanstalten, Bernfögenosfen- idsafteu und Mninfritfaffeit, die sich in langer, bewährter Arbeit eine -Selbständigkeit grichasjen hatten, wenig Neigung dazu oor- banbeit. Nichtsdestoweniger trägt der neue Entwurs dem Wunsche und dem Bedürfnis nach mehr Systematisierung und Einlxitlichkeit doch dadurch Rechnung, das; er alle bestehenden Arbeiterveniche rungogesetze in ein einziges Gesetz unter dein Namen „Reichs- v e r s i d»e r u n g s o r d n u n g" zusamniensassen will. Und wenn mit bi ei er Verschmelzung der Gesetze nickst auch eine Verschmelzung der Linridjtiingen vollzogen worden ist, so ist aber doch uim wenigsten das erreicht worden, dast eine Menge von Vorschriften lür die verschiedensten. Versicherungszweijsc zwecks leickstercr Än- wendbarkeil einheitlich gestaltet worden ist. Zn der Begründung des Entwurfs wird mit Recht daraus l'ingewiesen, das; die bisher geltenden Bestimmnngen dem Wunjckc tz und klarer Erkenntnis, wohin er sich zu wenden habe, nickst überall zu entsprechen oer> mochten. Das lag aber auch zum großen Teil daran, dast die VerjidierungSorgane. Venvaltungsstellen und Bei'örben aller Art, die mstzuredeu und mitzuentscheiden l-atten, örtlich so weil auS^ einanderlagen, das; et dem Versicherten schwer und nach Lage der Tinge zu seinem Schaden oft unmöglich war, mit ihnen in persönliche Verhandlung zu treten. Ans diesem Grunde sieht der Entwurf zunächst sog nan vor, deren etwa 800 geschaffen werden tollen unb von denen für tedeii Kreis ober ähnlich grosse,i Bezirk eines vorgesehen ifL Diesen Ver11ck»erungsämtern ioll ein grosser Teil bcricnigcn Vluf- gaben zufallen, für die bisher die uibheidfen und oerjehiebtnen Verwaltungsstellen und ' den Schiedsgerichten und den Trägern her einzelnen Versicherungen zuständia waren. Sic lolleit a. B. für die 8rankenDerfickwrung bie AufsichtSinstanz unb L*ntidiribungebcbür bc erster Instanz bilden, für die Unfall-, Zn- validitatS- unb Hinterbliebenenvenickrerung den gemeinsamen llnterbau abgeben unb tu,neben dieienigen Aufgaben auf dem Gebiete bet reichSgeietzliilieii Versicherung übernehmen, die bisher den unteren Venvaltungsbedörden, den Gemeinden und sonstigen Znstanzen obh»acht11dien Edarakter baten sollen, insofern ihnen a. B. in der Unfall Versickerung E-Nlsdieidungen aus Beschwerde»» dez. bei Beiträge, Prämien, strafen tstw, ferner in Streitigkeiten zwischen Arbeitgebertt und Versickierteii über das Ber'icbe- ruiigsverbülmis, über '.‘Inrerfmung von Beiträgen usw. zustehen sollen, so kann man bie Versicherimgsäniter als Svruck» und Besästuscheborden enter Instanz bezeichnen. Die mittlere In- ilatU uiire das biebcrige Schiedsgericht, das den Titel „£ b c r i’e r H dje r u n n a in i‘ zu iu breit bat, und bie oberste und dritte Znstanz biiehe ba.' Reich Sverfichernugsamt über Landesoersickierungsamt, mir es bisher schon bestunden. Es wurde sich bteinadi z. B beim Versicherungsamt als unter ii i r Zu stanz das Veriabrm bei einer Rentenfeitsei unq in folgender Wem- vollziehen: Da.. Vcriidxriin.-. heit? Wie gesagt: wir möchten in biefen kritischen, bi8 zur Sicbchitze erregten Tagen, in benen es schwer wirb bie Objektivität zu bewahren, über die staatsmännische Leistung Bernhard von BülowS kein Urteil fällen. Am Enbe ist ber 60. Geburtstag ja auch kein 6)erichtstaa. Em Tag guter unb ehrlicher Wünsche soll er sein. Unb nun wohl: wir wünschen bem Kanzler bie Fähigkeit fester unb schneller Entschlüsse. Wir müssen heraus aus bieser dauernden Krisenatmosphäre, bie uns ben Atem zu benehmen beginnt. Je eher, um so besser. Tie Sommerreise des Zaren ist nunmehr bestnitiv beschlossen. Wahrscheinlich beginnt sie Enbe Juni unb wirb gegen zwei Monate bauern. In See gehen werben bie Kaisernacht .Stanbarb' unb vier Begleitschiffe, bie einstweilen noch nicht bestimmt sinb. Da ber Zar in letzter Zeit einer Annäherung an Deutschlanb zuneigt, was noch vor kurzem in Abrebe gestellt würbe, so wirb bie ,6tanbarb* einen beutschen Hafen anlaufen. Darauf begibt sich ber Zar nach Kopenhagen, besucht einen englischen Hafen, um König Eduard zu treffen. 9tach einer Begegnung mit FalliöreS trifft er mit König AlsonS zusammen, besucht Italien, eventuell auch Griechenland, waS noch nicht enb- giltig beschlossen ist. Daraus passiert ber Zar bie Darbanellen, um sich nach Lwabia zu begeben. An Land wirb der Zar nirgenbs gehen, sonbern sich nur mit bem Austausch von Besuchen von Schiff zu schiff begnügen. Für bie Reise werben bereits Vorkehrungen getroffen._______________________ Aus Staör und Land. Gießen, 3. Mai 1909. • • Badischer Besuch am Großherzoglichen Hofe. Am b. bsS. MtS. werden, nach ber .Darmstädter Zeitung*, Ihre Konigl. Hoheiten der Großherzog undJbie Großherzogin von Baden ihren offiziellen Antrittsbesuch nach bem Regierungsantritt am hessischen Hofe machen. Die Herrschaften werden bald nach 11 Uhr am Main-Neckar- Bahnhos eintreffen, wo großer militärischer Empfang ftatt- finbet. Hierauf werben ber Großherzog unb bie Großherzogin mit ihren Gästen burch bie Nheinstraße über ben ^Ernst- LubwigS-Plah unb bie Parsorce-Brücke in baS Residenzschloß einfahren, wo bie badischen Herrschaften Wohnung nehmen. Um 5 Uhr nachmittags findet im Schloß Galatafel zu fünfzig Gedecken statt, um 7 Uhr Festvorstellung un Hoftheater. Tie Abreise der Gäste erfolgt am 6. dS. MtS., nachm. zwischen 2 unb 3 Uhr vom Mam-Neckar-Bahnhof. An diesem Tage ffndet um 1 Uhr FrübstückStasel zu 20 Gedecken im Neuen Palais statt. • • Hof dienst. Se. Kgl. Hoh. ber Großherzog hat die EtiftSbame Freiin Elisabeth v. Bellersheim, gen. LtürzelSheim, zur bienfttuenben Ehrenbame ber Großherzogin ernannt. • • Ordensverleihung. C. K.H. der Großherzog haben bem Bürgermeister, OctSgerichtSvorsteher unb Standesbeamten Franz Adam Appel mann zu IügeSbeim das Allgemeine Ehrenzeichen mit ber Inschrift .Für langjährige treue Dienste" am Bande des Verdienstordens PhilipvS des Großmütigen verliehen. • • Neuer Konsul. Ter zuni Generalkonsul von Venezuela in Hamburg ernannte Herr Tr. Iof« Ignacio (Sar- denaS, bem das RcichSereanatiir erteilt wurde, ist zur Ausübung koiimlar. ’. iaaN 243J0 17 JO 161J0 120.70 12#U* 19tJO Tendern: behauptet Berliner Börse. Canada E.B......180^5 DarmstAdter Bank . . . 123.60 Deutsche Bank .... 24X3'1 Dortmunder-Union C. • • 6.'.70 Dresdner Bank . • • • 154.70 8. Mai. AnfangakurMi Harjcner Bergw . . . LaurahDUe .... !*>>’ Lutobanicn E. B. . ... U-70 N>rdd. Lloyd.....94.40 Türkenloee .••••• 14ÄJ0 Tendenz: e-hwAcher. Braut-Seide v. Mk. 135 ab — Schon verzollt* — V-riancrn Sie Muetcr* — W1* « Hrnneberg. ZÄrleK Dio crhnncfp Ziordn des Menfchen »st ein »c Zabre» . \ • ikDTtboliuietfc. dic durch beit .i’lurtboiin' nnc anerkannte ^cbonheitSwirlima auf d»c V®;- IpeiiVL tv » d»/6 Statt jeder besonderen Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, dass unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter Wwe heute nacht n Uhr nach längerem Leiden im Alter von 69 Jahren sanft in dem Herrn entschlafen ist. Grossen-Buseck, den 2. Mai 1909. 2650 MF Bi® Landsmannschaft Darmstadtia Gießen, den 3. Mai 1909. 2643 Giessen, den 2. Mai 1909. v'/- liefert mit Firmen-' MHs HOSpiZoamen' tiieeee», lotunucaety, NI ■ | • Die Beerdigung findet Mittwoch den 5. d. Mts., nachm. 3 Uhr, vom Sterbehause Bismarckstrasse 13 aus statt. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Christoph Schmidt V. Eindruck billigdie Brühl’sche Univ.- ■ Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Edm. Wetter. Danksagung Für die wohltuende Teilnahme, die uns beim Hinscheiden unserer inniggeliebten Schwester, Schwägerin und Tante erwiesen wurde, sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dank. , F. M. Die Beerdigung findet Montag den 3. Mai, nachmittags 3 Uhr, in Michelstadt i. 0. statt. Die Giessener Burschenschaft Frankonia I A. : Beck, derz. Sprecher. W Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme während der schweren Krankheit und bei der Beerdigung unseres lieben teueren Entschlafenen Emil Beil sowie für die zahlreichen Blumenspenden sagen Allen herzlichen Dank Die tieftrauernden Hinterbliebenen. Unterfertigte erfüllt hiermit die traurige Pflicht ihre E. M. E. M. A. H. A. H. und i. a. B. i. a. B. von dem am 30. zu Mainz erfolgten Ableben ihres lieben E. M. A. H. Forstassessor Joh. Bapt. Schwarzmann geziemend in Kenntnis zu setzen. Unterfertigte erfüllt hiermit die traurige Pflicht, ihre lieben A. H. A. H. und i. a. B. i. a. B. von dem Ableben ihres iieDen i. a. 15. Ludwig Knust, Grossh. Hess. Forstassossor geziemend in Kenntnis zu setzen. Bekanntmachung. Der am 4. Mai d. Z. ftattfbiZxnbr Viehmarkt findet ausnahmsweise wieder auf dem OswalbSgaNen statt. Gießen, den 30. April 1909. y. Großherzogliche Bürgermeisterei Gieße«. . __I D »reller________________________________ Bekanntmachung. Die für das Rechnungsjahr läuti rücknandigen Kapital, -ittsen können innerhalb der nächsten 14 Tage noch ohne Kosten an den Zahltagen iTienotag u. Donnerstag vor. und na-mittag«. Lam«tag nur vormittags) zur Universität- kaffe entrichtet werden. Gießen, den 3. Mai 1909. y Großh. Un'versitäts.Rentamt. W e, m e r. _____________________ Bekanntmachttttg. Die bei Cbenbaufcn, Kreis tieular, errichtete Älotbrücke ist nur für leichtes .^ubrwerk bis au 20 Ztr. eingerichtet und dar» von schwererem ^ichriverk nicht befahren werden Zch erluche bi er ,u beachten, da ich sonst bie «rucke für jeden Verkehr sperren mühte. Krofdorf, den 1. Mat 1900. Der Bürgermeister. Wh «raun. Bekanntmachung. Der Voranschlag dec Gemeinde N o n n e n c o t h für das Rechnungsjahr 1909 liegt vom 5. Mqi l. I«. ab acht Tag'- lang auf dem Bürgermeisterei - Bureau zur Einsicht dc> Intereffenten offen. Nonnen rot h, den 3. Mai 1909. 2649 Großh. Bürgermeisterei Nonnenroth. I. V.: Koch, Beigeordneter._______________ Ardeitsvergelmng. Montag den 10. Mai l. Is., vormittag« v Uhr, werden auf hiesiger Bürgermeisterei Wegebauarbelten, veranschlagt zll 628 Mk., in Akkord gegeben. Allendors a. d. Lumda, am 1. Mai 1909. Großh. Bürgermeisterei Allendors a. d. Lumda. 9642_____________________Rein._______________________ Die Arbeiten und Lieferungen der Materialien zur Erbauung oon 2 ©lellmcrfoncbäubcn auf Babnhof Nibda sollen vergeben werden. Verdingungsunterlagen find bei der unterzeichneten Inspektion euuufebcn, und tonnen mit AuSnabme der Zeichnungen auch gegen postfreie Eiiifenbung von 2 Mk. in bar bezogen werben. Angebote mit enlsorechenber Aufschrift sind bis zum 15. Mai vormittags 11 Uhr einzureichen. — ZuschlagSfrist 4 Wochen. Gießen, den 30. Avril 1909. b*/$ , Grosch o'ticnbalinbciticbo Clnfpeftion II.______________ Verdingung. Die für die Erbauung einer neuen Turnhalle in Laubach erforderlichen Arbeiten wie: Maurer-, Zimmer-, Dachdecker-, Spengler-, Glaser-, Treppen-, Schreiner-, Schlosser- u. Weißbinderarbetten sollen auf dem Wege öffentlichen Angebots vergeben werden. Zeichnungen und Bedingungen liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten in der Zeil vom 5. bi« 19. Mai d. Jo. vormittag« während der Dlenslstimden zur Einsicht offen und sind dortselbst AngedotSsormulare gegen Erstattung bei Unkosten erhältlich. Tien-lag de» 4. Mai d.IS^ nadin. L Udr, versteigere ich Wen »tobt 55, dahier. gegen Barzahlung: L Berrikow unb 2 vollständige «eiten. i 2 Vferbe, 1 Hahrrab, cxl 80 Liter Gffiti 1 Rollwagen. 1 Safier» wagen. 1 Gasmotor, 1 Piamno. 11 WiriLti'che, S> Stühle. AH Vor» beer bäume. 1 «abeeinnebtun.^ 2 Sofas. 1 Trumeaux-Spiegel und andere Sachen. aBK Bersteigerung zu 1 bestimmt. Born. Ger chtZvollz:e^r t:f!R ri II.1-Kj^vftättfte 5«trr gn:t Iti-.Qe Iti'lct teitt 2»4 73 Hf. u. ö. 2—. .-rttti u. kriwn fc'^t in t0Loseu. 12000 Ist.Gewinne Sehr günstige Gewinnchance. 3icbuttn am 14. Mai dS. IS. Diese Lose catpf. Rich. Buchacker. Gießen, Reuen Baue 11. >2910 . II .................... Franz Hermann berliner Roman Neu! Preis 4 M., geh. 5 M. Mit hinreissender Erzählungskunst schildert Meissner den Lebens• kämpf eines ans tiefster Armat sich re blühendem Reichtum empor• schlingenden Mannes. der als moderner Mensch seine aberlegene Kraft in den Dienst der Allgemeinheit stellt. Auch das Liebfsleben führt ihn zu immer edleren Höhen, über diese Szenen. in denen Zraoen^ejfa/rrn aus Berliner Kreisen mit sicherer Gestaltungskraft gezeichnet sind, ist ein Reiz hoher Poesie gebreitet. So tvohnt dem gross angelegten Aoman zugleich ein kulturhistorischer und erzieherischer Wert inne. le kabee ii jeder Büchbandlnng Verlag von Rich. Bong, Berlin W. 57 iM-Spneioipg des teilten - Vereins. Die zunächst hergestellten 6000 Nabattsparbücher sind soweit vergriffen, daß ein Neudruck in aller Kürze wieder erfolgen mutz. Bevor wir die Neuauflage in Druck geben, machen wir die Firmen, dir geneigt sind, unserer Vereinigung beizutreten, darauf aufmerksam, daß sich eine unverzügliche Ausnahme-Anmeldung empfehlen dürste, damit sie in die Lieseranten- Liste der neuen Nabattsparbücher mit ausgenommen werden können. Die Anmeldung muß längsten« bi« 10. Mai bei dem unterzeichnete» Vorstand geschehen. Der Vorstand , des Vereins der Detaillisten zu Kietze«. in grösster Ansiihl neueste Modelle der ersten Fabriken zu Originalpreisen von Mk. 5.— an bis zu den feinsten Marken. Dunkelkammer Gebrauchte taddloe arbeitende Apparate stets billigst atuugebsn. ■-------- Auf Wunsch Teilzahlungen ■ Objektive und sämtliche Bedarfartikel für Photographie Photographische Arbeiten Preisliste gratis! | it? Marktstrasse 5 ADOLF BIELER • Telefon 555 • Die Angebote sind verschlossen, portofrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bi« ülittipoifi den 19. Mai ii. Zs., lormittogg 11 Uhr, bei dem Unterzeichneten einzuretchen, auf dessen 'Bureau dann die Eröffnung der Angebote in Gegenwart etwa erschienener Bewerber stattfindet. Zuschlagssrist: 2 Wochen. Schotten, den 28. April 1909. v'/ Der Großh. Kreivbauinspektor: W i tz l e r. PUlsbkM Molthumkt üuö rierslhüii in Tchottcn Mittwoch ben 12. Mai d. Js. Programm: Vormittag« *,,9 Uhr: Beginn der Prämiierung. 91ad) Beendigung derselben Beginn bc« Zuchtoieh- marlteS (zum Verkaufe angemeldet sind: 11 Bullen, 25 Kalbinnen und 60 Kühe). Nachmittag» l/3l Uhr: Gemeinschaftliche« Jesteffen aus dem AuSitellungSplatze. Nachmittag« 2 Uhr: Preisverteilung und Vorführung de« prämiierten Viehes. Nachmittag« 3 Uhr: Generalversammlung der Herdbuch- geseUichasten für baß Vogelsberger Rmb in der Fet'lhalle. Die Veranstaltung findet auf dem Bockzahl in Schotten statt; während derselben ist llonzert. Alle Landwirte und Freunde der Zuchtbestrebungen werden hiermit freundlichst eingeladen. Gießen, Wiesbaden, den 1. Mai 1909. p'/e von Heim bürg, Korell, VerbandSvoisitzender der Herd- Vorsitzender des Landwirtbuchgesellschaften iür daß schaftSkammermAuvschuffeS Vog> isberger Rind. für ObrrbcHcn. Die Fachleute aus aller Welt haben freiwillig und einstimmig geurteilt, dass eine Schuhcreme mit solch vollendeten Eigenschaften wie Erdal nie existiert hat und auch In Zukunft nicht übertroffen werden kann. Erdal überall erhältlich. Vertreter: Gebe. Jullmann. Bahnhofblr. all Diese Schutzmarke «Sfeil- /v Streiecfi ist 6109 Garantie für die reine und unübertreffliche Qualität ehter Seih. üdende der Bestattung»scnofica|chall brr freien «djretncrberetuiguug Gießen II. IUm III. Vleichstr. 8, Hinterbnn«, Telefon 691 Gartenmöbel *** Verandamöbel Rollschutzwände August Kröll Giens»n, Selteriweg 12. Reste und 2534 zurdekgesetzte Partien ausserordentlich billig. Hsinrich Hochstätter Tapetenhaus Schlossgasse 19 Telephon 36 Dienstag u. Freitag frisch 98j bei L.Steinhänser Neuen Baue u. Sellersweg. Somm.-runtirnJit 2. fiprtL ReUrprüfuoe. Q7inMrwncm4>t 13. OttoWr. Herzog). Baugewerkschule Holzminden. ' Hochbau "TBET Tiefbau = Flaschenbier. Bon ievl ab m fteta hütber -ülluna operiere: Bnnmwachs | Alice-Kochschule. Adler Troqerie. Ctio Sdiatü Vielseitigen Wünschen entsprechend, beabsichtigt man einen flnrpti |nr 'llnübilhnnu oon IiklljlviWti in eimacher unb ieinercr 5düche nach Vnngsten an brti Wadnnutaeen lööcbeiulid) einzurichten. Herrichancn, welche bereit finb ihre Mädchen baren irtl nehmen zu tasten, unb um baldige schriftliche Slnmelbuna bei i>tbuL Tcut Id). QodilebTcnn, gebeten. - Rahere Besprechung später flcmeinfnm. - V£*< Schülerinnen für den jepigen Äiidu» können noch ftnirrtre. Der sehr preiswerte unb gute MiitagStilch wird besonder» emolotztta. __________________________Ter ^ornand der Alice Schmle. Ii» Riedershäustcr, hell, ltt Nicdcrslrautzcr, dunkel, nsdi jRün6. ^rgusrt kleine Alafcte 11 Vig.. große flache 22 V'g .«cyo W* in jedem Cuamum auf Dunfch in« Hau» geliefert -wx frvmcr empfehle prima naturreinen Apfelwein. Fritz Kremer, „Stadt Marburg“. Ticnstag früh von 8 Uhr ab kommt auf bc« Brandplatz eine große Sendung frischer Gemüse zum Verkauf. Lpinat per Pfd. 10 Psg. **