Nr. 283 Zweites Bkatt 159. Jahrgang Donnerstag 2. Dezember 1909 fcrfdjemi täglich mü Ausnahme be5 SonntagS. ^Siebener $amilienblätter** werden dem Slnsetaer* oiermal roöchenilid) beigelegt, daS „Kretsblatl für öen Kreis Eietzen" zweimal wöchentlich. Die ..cavbwtrklchastlichen seit- fragen** erfehernen monatlich zweimal. Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen SijtattonSbTutf und Verlag bet SräbHcfjen UnwersuälS - Buch- und 6tembrudeteL R. Lange, Dietzen. Redaktion. Dxvedmon und Drnekeret: 6*ul* ftrnse 7. Eroedition und Verlag 5L Redaktion:e-E 112. LeU-Adru AnzeigerDietzen» Ai hessisches Gesetz zur Tilgung ö"Annahme der Arbeiter bleibt nach trne vor den Zechen :• ib erlassen. Äe Nachweisstellen sollen verpflichtet sein, jedem Ar- ieitssuchenden.einen Nachweisschein für diejenige Arbeitsstelle zu erteilen, auf welcher er beschäftigt zu werden wünscht, vorausgesetzt, daß auf freier Arbeitsstelle Arbeitsgelegenheit für Arbeiter der in Frage kommenden Art vorhanden ist: sie dürfen also den Arbeitssuchenden auf keine, ihm nicht genehme Arbeitsstelle verweisen. Dem Bergarbeiter, der seine Arbeit wechseln will, soll auch noch nach dem Snfrafhrcten des Arbeitsnachweises das Recht und die Möglichkeit erhalten bleiben, schon vor Kündigung seines bsh.r g n Arb.its- terhälmijses in den ihm zusagenden Arbeitsstätten sich Dach Arbeit zu erkundigen. Ter Betriebsführer der von ihm gewählten Zeche darf dem Arbeiter, schon bevor dics:r srine alte- Stelle gekündigt hat, die Annahme zur Arbeit zusagen unter dem Vorbehalt, daß der Arbeiter binnen einer bestimmten Frist den von der Nachweisstelle aus- sustellenden Nachweisschein erbringt. Wird ein A.b.its- juchender von der Zeche, der er von der Nachweis|telle Angewiesen ist, nicht angenommen, so soll er auf Verlangen vhne weiteres von der Nachweis,lecke sofort einen anderen ^acywcisschein bekommen. Als Legitimation eines von einem Verbandswerk kommenden Acbeitsiuchenden dient entweder die Bescheinigung der erfolg.en Kündigung, oder der Nachweis der sonstigen Lösung des bisher.g.n Arbei.s- berhältnisses. Als solcher Nachweis gilt besonders der dem Arbeiter zu erteUcube Ab.ehrschein. Tie Nachweis- stelle darf also beim Vorliegen dieser Papiere den Schern ^ur verweigern, wenn der Arbeiter die angenommene stelle nicht angetreten hat, oder wenn der Falt des Kon- d:aktbxuches vocckcgt. In beiden Fällen ist Lia Veriagung Scheines auf Die Dauer von 2 Wochen luschränll. SBer diese Bestimmungen ohne Voreingenommenheit ’W, der wird kaum einen Grund zur Unzufriedenheit darin finden können. Im Gegenteil wird dem Berga^beiler die, Erlangung von Arbeitsgelegenheit nicht unwesent.ich er# leichtert. Man befürchtet aber eine Kontrolle und w n'cht deshalb durch Vermittelung der Regierung einen pari.ät - scheu Nachweis eingerichtet zu sehen. Es ist nicht anzu# nehmen, daß die Regierung sicy diesmal einm.scheu wird und so wird man sich mit der Tatsache der E.nführuug abfinben müssen. Ter Zlveck der Einführung liegt aber auch nicht darin, die Arbei.er zu kontrollieren, denn eine solche Kontrolle ist gar nicht mehr erforderlich, son.eru er li g dar n, geordnete Verhältui.se in der A^beitsverm.t eiung herbei- zuführeu, dem Ageu.euweseu zu steuern und den Ueb.rgiiffen einiger Bergwerisbesitzer zu begegnen, die skrupellos in Zeiten der Leutenot anderen Zechen die Arbeiter oft zu Hunderten tvegtapericn. Tie Konkurrenz der Zechen untereinander soll auSgeschallet werden und dann na ürl.ch daif auch als zwei.es Mockv für die Einrichtung des Nachweises gelten, dem allzugroßen Wechsel vorzubeugen, das sogen. „Zechenlaufen" einzuschränken, ein Gesichtspunkt, der für die Sicherung des Grubenbetriebs von außerordentlicher Wichtigkeit ist. Trotz dieser zweifelsohne auch für die Bergarbeiter guten Seiten des Nachweises wird unter der Zwaugsherr- jchaft der Gewerkschaften von einem Teil der Arbeiter gegen Die Einführung agitiert Tie Gewertsä-aftssuhrer schüren das Feuer und fachen es zur Flamme, um es angeblich dann zu dämpfen. Tenn laut einem neuerlichen Beschlüsse der Geiverkschastsvorstände will man erst die Neichstags- verhandlungeu abiparten, ehe man zu weiteren Schritten übergeht. Vor übereilten Schritten, d. h. vor dem Eintreten in einen Streit, wird bei Der ungünstigen Sachlage genxtrnL Der latente Kampszustand wird aber fortdauern und den Judustriebezirk in Spannung erhalten. politische Lagesfcliau. Die Erklärung der Zeatrumspartei zum Äoereu-Bitter-Streit. Tie „Köln. Voltsztg." ve.öjienllicht so.gende Erklärung, die bekannllrch vor einigen Tagen schon angemudigt worden war: Der Vorstand der Fraktion des Zentrums im Reichstag, der Vorstand der Fraktion des Zentrums im preußischen Abgeordnetenhaus und der Landesausichuß der preußischen Zentrumspartei haben am 28. dkrvember d. I. in Berlin im Frallionszsmmer des Zentrums im Reichstags- gebäube eine gemeinschaftliche Sitzung abgehalten. Nach eingehender Aussprache gab der Abgeordnete Roeren folgende Erklärung ab: „Weil.die Definition des Charakters des Zentrums im Satz 1 der Lejchtüsse der sogenannten Oster-Tienstag-Konfercnz zu Mißdeutungen Anlaß gegeben hatte, trete ich auf den Boden der in der heutigen Versammlung vorgeschlagenen Erklärung über den Charakter des Zentrums." Daraus wurde die nachstehende Erklärung einstimmig angenommen und ifyre Veröffentlichung beschlossen: Tie bereinigten Vorstände der beiden Zentrumsfrakttonen des Reichstags und des preußischen Abgeorbnetenhauses, sowie der Landesausschuß der preußischen Zentrumspartei sind der Meinung, daß es gegenüber der fortgesevten Mißdeutungen des Charakters der Zentrumspartei genügen tonne, auf das seit 1871 unver# ändert bestehende Programm und die fast 40 jährige Tätigkeit des Zentrums M verweisen. Sie glauben gleichwohl folgendes erklären zu sollen: Tie Zentrumspartei ist gründsätzlicheine politische, nicht konfessionelle Partei. Sie steht auf dem Boden der Verfassung des Deutschen Reichs, welche von den Abgeordneten fordert, sich als Vertreter bes gesamten deutschen Volkes zu betrachten. Darum erstrebt die Zentrumspartei den Schutz und die volle Gleichberecl^tigung aller Staatsbürger, deren Interessen sie in steter Rücksicht aus die Wohlfahrt des Ganzen und auf das Gemeinsame aller Klassen zu vertreten sucht. Mit diesem grundsätzlichen Charalter steht keineswegs im Widerspruch, daß die Zentrumspartei in^beu langen Jahren des Kulturkampfes die Abwehr Der gegen den"latholischen Volksteil gerichteten Maßnahmen auf dem Gebiet der Gesetzgebung und Verwaltung als erste und dringendste Aufgabe betrachten mußte und daß es auch heute noch eine ihrer vornehmsten Pflichten ist, die staatsbürgerliche Gleichberechtigung der kathol. Minderheit zu wahren. Die Erklärung ist unterzeichnet von Frech, von Herll ling, Dr. Porsch, Dr. Karl Bachem, Dr. Jul. Bachem, Tr. Blumberg, Kahensly, Fehrenbach, Förster, Fritzen, Graf G-ahlen, Gröber, Tr. Hager, Herold, Hitze, Horn (Neiße), Kirsch, Müller (Fulda), Otto, Graf Praschma, Dr. Pichler (Bamberg), Roeren, von Savigny, Dr. Schädler, Scharmer, G-raf Strachwitz, von Strombeck, Trimborn, Wallenborn und Wellstern. Die Militärlustschiffe zranireichr. Paris, 1. Tez. Tar Kriegsmini st er erklärte den Vertretern der Lustscyissahrtsgruppe int Parlament, daß er mit der Ausarbeitung eines Gesamtprogramms beschäftigt sei. Was insbesondere die Frage der LenkballonS an# belange, so würden bereits setzt die Erbauung von Ballonhallen und die erforderlichen Einrichüingen für die Beschassung und den Transport von reinem Wasserstoffgas ins Auge gefaßt. Mehrere Parlamentarier, die sich für den Lustichiffverkehr interessieren, sind an den Kriegsminister mit der Erklärung heran- getreten, daß der für die Militär-Luftschisse vorgesehene Kredit von 500000 Franks unzureichend sei, um angesichts des Anwachsens der Zahl von Luftschifsen bei der deutschen Armee, Frankreich nicht in das HlNtertreffen geraten zu lassen. Ter Kriegsminister Le Brun antwortete, er werde einen viel höheren Kredit fordern. hessische Landessynode. R. B. D a r m )t a d t, 1. Dez. Tie achte ordentliche ev a n g. L a n d e s s y n o d e, die durch den Alterspräsidenten D. Stamm (Gießen) um 9y< Uhr eröffnet wurde, beschäftigte sich heute wieder sehr eingehend mit den Wahl- prüpingen. Nach längerer Debatte, an der sich Lberkons.- storialpräsident D. Nebel und die Synodalen Schmeckenbecher, Wahl und Wagner beteiligten, wurden die Wahlen Der Dekanate Alsfeld, Alzey, Erbach, Friedberg, Lauterbach, Reinheim, Rodheim, Groß-Umstadt und Zwingenberg für gütig erklärt, während die des geistlichen Stellvertreters tm Te.anat O send ach für ungültig erf.ärt wurde. Bei der darauf erfolgten definitiven Wayl wurde Geh. Sck-ulrat D. Stamm (Gießen- zum ersten, Schulrat S ch a u o zum zwellen Präsioenten und Gch. Justiz, at Wahl und Pfarrer Dingeldey zu Schriftführern geuxihlt. Zu Mi gliedern des LandeSsynodalausschusses wurde Pfarrer Jaudt (Planig), Kirchenrat D. Schloss er- Gießen, Freiherr von Leonhardi (Groß-Karben), Geb. Justizrat 23ai,l (Schlitz) und zu deren StelivettieTrn Prof. Dr. Berger (Darmstadt), Dekan Fölsing (Gimbsheim,', Pfarrer Sack (Bossenheim) und LanDgerickstsdirektor Kolb (DarmsiaDt) gewählt. Zu Mitgliedern ces Finanzausschusses wurden Geh. Jusiizrat M i ck e l (A r ü n b e r a), Kaufmann Lenz (Ortenberg), Justizrat Dr. Lucius (Mainz), Dekan Wagner (Grünberg), ReNiNer Weimann (Wöll,ieiit) (Siellrertreter: Sanitätstat Dr. Becker (F^iedb.rg) uno De- ian Kcil (Spachbrücken,: zu Mi.glle^ern Des Ges.tzgebungs ausschusses: Prof. Dr. Berger (Darmstadt), Dekan Liz Jakob (Mainz, Reallehrer Mini (Bensheim, LanDgerichls^ieektor Kolb (Darmstadt) und Geh. Ju>.i^,rat Wahl (Schlitz); zu Mitgliedern des Petitionsaussa-usscs: SiOdipfarrer Tr. Tiehl (Darmstadt), Parier Sack (Bosse,'hci.n,, K.rchenrat Stamm (Stockstadt), Lberamtsrichter Röinheld (Nidda) und Oberlehrer Hermann (Tarmstaot); zu Mügliedern des lirchlichen Disziplinarhofcs: Tckan W.hsurg (Ebelsbach), Justizrat Tr. Lucius (Mainz) und Geb. Schul rot Dr. Gerhardt s Michelstadt) gewählt. Im Aus.cyuß für innere und äußere Mission sind jetzt Kirchenrat D. Schlosser (Gießen), San.tätsrat Dr. Becker, LaiiDge.ichisoirc.tor Ko.b (LOtmstadt-, Pfarier Lühl (Meder-Eschdach), Prof. Weimar (Gießen), m der Verwaltung der Luther-Lti.tung Geh. Schulrat D. Stamm iGießen), Kirchenrat D. Schlosser (Gießen) imD Dekan Wagner (Grünberg). Tie Sitzung wurde gegen 2 Uhr g» Ichlos.en und die Synode auf unbeiamnue Zeit vertagt Vie Kieler Werftafiare. leouneuufl.) 4i Kiel, 30. Nvv Tie heutige zwanzigste Sitzung wurde vormittags 9v» Uhr mit dem Aufuuf neuer Zeiugeu erosfnet. Fabrikant voppe ba- funbet, daß et seit 1884 Frankenthal kenne. Seit 1890 stehe er mit ihm in engerer Verbindung, da ei einen großen Bedarf an Altmaterialien habe. Frankenthal habe ihn auch materiell unterstützt, indem er ihm Darlehen gegeben habe. Frankenthal fragt, ob er nicht jedem ohne Unterschied Geld gegeben habe? Zeuge: Ja, Bors.: Haben Su: utit Frankenthal üoer die Werftgeichäste! gesprochen und hat er Ihnen Andeutungen gemacht, daß er da bejonbere Vorteile hatte'? Zeuge: Tas weiß ich nicht. Zeuge Lohmann wußte, baß Frankenthal Geschäfte mit der Werft machte. Einmal habe ihm Frankenthal eine Bürgschaft über 20 000 Mauk geleistet, ohne baß er eine Sicherheit verlangt hätte. Vors.: Haben Sie damals nicht auch von ber Werstafjäre gefbrodjen? Zeuge: Ja. Ich hörte auch von bem Verdacht, dach soll erst alles baviei cn werden. Barbier Prange kennt den Angeklagten FrankQUhal seit langer Zeit. Ein Bruder von ihm war dessen Maschinenmeister. Frankenthal hat dem Zeugen durch Bezahlung der ersten Einrichtung zu einem Geschäft verhalfen, ohne eine Sicherheit zu verlangen. Auf Antrag des Verteidigern Justizrat Schirren wird die Frau des Anaetlagten C h r u n st vernommen. Sie bekundet, ihr Maain sei sehr solide. Als et verhaltet wurde, war er sehr elend, über seine Lage äußerte ec sich nicht. Erst im Gefängnis sprach er sich eingehend über die Vorgänge in Teplitz aus. Seine Wäsche war so, daß ich sie nicht anfassen mochte. Mau sah, daß er unter Ungeziefer zu leiben hatte. Riecken: Ich mochte hinzufüg en: Die Aussagen der Frau brauchen wir gar nicht. Wir Haden hier auch Ungeziefer, außerdem nicht genügend Luft. Vors.: Es ist hier nicht der Opt, die Gesängnisverwaltung zu kritisieren. Angell. Riecken: Ich bin aber davon krank gen-orden; es ist die höchste Zeit, daß darüber gesprochen wird. Frankenthal läßt durch den Untersuchungsrichter Grütz- macher feststellen, daß er verschiedenen Rechtsanwälten und anderen Alademckern die Mittel zum Studiuvi gegeben und hohe Bürgschaften übernommen habe, ohne Entschädigimg dafür zu verlangen. Verteidiger Justizrat Schirren legt dem Gerichtshöfe umfangreiches Material über falsche Bahnverwiegungen aus oen verschiedensten Teilen Deutschlands vor. Er wolle aber keine Anträge stellen, da das Material für sich spreche. Auf Antrag! Frankenthals soll sich, der Sachverständige Metz über die Beziehungen Frankenthals zur Germaniawerft äußern. Danack) hat Frankenthal gwße Jahresabschlüsse mit der Germaniawerft gehabt und immer reell gehandelt. Vert. Justizrat Schirren stellt fest, daß Krupp einmal für eine Tonne Mittelstahlspähne 80 Mark bot, die die Kaiserliche Werst daun in der Submii'swtü ftir 45 Mark verkaufte. Krupp kaufte dann die Spähne für 60 Mark wieder. Auf Befragen erklärt der Verteidiger hierzu: Ich will damit nur beweisen, daß der Jntendanturassessvr Frerich in seinem Betriebe absolut nicht Bescheid wußte. Aisessor Frerich legt die Gründe der Kaiserlichen Werst für ihr damaliges Verhalten dar. Es werden darauf eine Reihe von Briesen verlesen. Siegfr. Jakob sohn stellt den Antrag, einen Brief des Untersuchungsrichters an ihn und seine Antwort daraus zu verlesen. Ter Untersuchungsrichter erklärt, Siegfr. Jakobsohn habe sich nach seiner Haftentlassung in Kiel ausgehalten und sei mit den Söhnen Heinrichs zusammengewesen. Ingenieur Heinrich: Das geht Sie nichts an. Vors.: Sie sind entlassen und haben sofort Den Saal zu räumen. Ter Zeuge Heinrich verläßt den Saal. Auf Veranlassung des Verteidigers Rechtsanwalt Stobbe werden noch einmal die Bermögensverhältniise des Rat Heinrich erörtert, wieviel ihm seine Söhne gekostet haben und wieviel die beiden Bauer, Vater und Sohn, von ihm erpreßt haben. Aus Franken- thals Wunsch werden noch einige Briefe von ihm an Jakobsohn verlesen, worauf die Beweisaufnahme für beendet erklärt wird. Ter Vorsitzende formuliert sodann die Schuldfragen. Sie lauten für Heinrich, Chrunst, Riecken und Fahrsbutter auf AmtS- unter|d}Iagung, sowie Führung falscher Bücher und Beläge, ob Die Angeklagten Geschenke für ihre Handlungen angenommen haben, für die anderen Angeklagten auf Verleitung und Beihilfe zur Amtsunterschlagung. Bei sämtlichen 17 Fragen wird die Neben^ frage nach mildernden Umstanden gestellt. Mit Mcksicht aus den Gejundheüszustand Fraiikenthals, der -usammenzubreckfen Orvhi, wird die Verhandlung auf morgen vormittag vertagt. ♦ •4 Kiel, 1. Dez. Erster Staats anwalt Greffrath führt in seinem Plädoyer aus: Ich will nicht das Material der letzten vier Wochen wiederholen, das würde nur Verwirrung stiften. Ich muß midj daher auf die Hauptgewichtspunkte beschränken. In vieler Beziehung waren wir angewiesen auf die Aussagen der Beamten. Ich möchte zuerst Herrn Assessor Frerich eine Ehrenerklärung geben. Es ist hier so hingestellr worden, als ob er nicht in seinem Ressort Bescheid wisse. Auch mein Kollege Neils ist angegriffen worden. Es war das eine strafbare Handlung, wir gehen aber darüber hinweg. Weitere Angriffe richteten sich gegen Den Kri minalkommissar Wannowski. Herr Wannowski ist ein außerordentlich anständiger Mensch. Weil er event. eine Belohnung aus Staatsmitteln erhält, soll seine Glaubwürdig!eit anzuzweifeln sein. Die Gehälter aber, die Kriminalbeamte erhalten, jind allein nicht ausreichend, es würden sonst viele weggehen und Sie haben gewiß schon oft gelesen, daß für die Entdeckung eines Verbrechens eine tklo&nmv» u unrecht anqcffrib'n rooxbfit. Tai Berliner Polizei Lräsidiam nrirb nickt einen un'ähigen Beamte» mit der 3u{Delung einet ftriminaliflcfif betrauen. Ich komme nun zu oni ernte Inen An- qeHagt n und roerot mick bohrt bemühen, alle Uebcrtrcibungen zu vermeiden. Was Irankenthal anlangt, so iebtrn eS, dl ob er lunädul den Ankläger soielen und dir Wern auf die Anklagebank bringen wollte, (rr iit darin aber nickt iortgriahtrn. .jn seinen Motiven spielte zunächst bet £hib et ne Rolle, da die Serft oer AnklagebeHörde das Material ;ur Serfüqnng 'teilte. Krr butte ferner ein Interesse daran, zu beweisen, oaB aus der Werst nickt ganz regelmäBip gehandhabt wird und itljheBlitf) wat eine gewisse Eitelkeit im Spiel, da er angeblich der Cbenr-erftbtrcfutr war. Irankenthak hat sich nach meiner Mnnnng glänzend bet* letbtflt, sein Berteibiger wird ti schwer haben, ihm tt seinem Ilädoyer gleichzukommen. ES ist erwiesen, baß aus der tfikrft tnel gemischt worden ist. Auch tue Gänse und die Marzivan- torte halte ich nicht rür einer. Beweis der liiebenBroürbigfeU ^lsrankenthalv. ihr ist fein schlechter Mann, aber die Taten, deren er beschuldigt wird, kann man ihm zutrauen. Tie Aussagen des CH nur tt halte ich für Schwindel. Ter unbekannte sZ-teund txS cs.hrPnst ist ebensowenig vorhanden, mir der unedel ich« Sohn beb iluiber. Tai KankowSki iche Geständnis ist das (Schäube, aui nera die Anklage ruht. ES tut nur leid, gegen den Angeklagten Heinrich Vorgehen zu müifen. Ick will ganz objektiv icin und erklären, oatz d>e Staat Sanwal tschau die Freisprechung beanttagt härtr, wenn das Geständnis gekommen wäre. In den Brie'cn ist erwiesen, daß mit Balboi- Heinrich und mit Meschores CKrunst geumm ist. Am belastend sten ift der Schwiegersohnbries Rieck en. 6tald und Siegle Iacobsohn beantrage ich, frev,ufined)UL Bci fetUtretn hat die L-taatsanwaltschast lang* gc'chwan.t, fie ist abrr zu hem Mtefultut gekommen, baß eine Begünstigung nicht vor- liegt Die Latsachc, baß wichtige Briefe verschwunden sind, ist für die Staatsanwaltschaft von ma&gcbcnbcr Entscheidung gewesen. StaatoanwaltschattSrat ReilS: Ich beantrage, den Angeklagten Brakei freizusprechen. Er ist sofort von Dem Gt'chän »utückgetrcten, alS et sah, baß eS nicht reell war. Berdächtig war die Vernichtung seiner Korrespondenz allerdings, damit hat ihm sein Schwager einen schlechten Dienst erwiesen. Rieden ist duich- aus nicht der korummerte Beamte, alS der er hier geschildert wurde. Bei Iahrsdutter kann es sich nur um Da» Sckuldtg handeln. Repenumg ist überführt. Cd in bedeutenden Mengen »ür sich verkauft zu haben, er ist daher ebenfalls schuldig, -ranlcii- Ihol und Herrn. Iacobsohn beantrage ich, der Unterschlagung, der ^nstntung dazu und Der Beamtenbestechung schuldig zu 'vreclien und ihnen keine mildernden Umstände zuzubilllgen, .bcn'o nicht - Dem Angeklagten Heinrich, der alS Borgefevter geduldet hat, datz seine Uiuergrbencn große Unregelmäüigleiten begingen. Staatsanwalt Marschner äußerte ji^ iiarncnilul) üb.r die Bedeutung der Briefe und kommt zu dem Schlüsse, das; mit dcn Ausdrücken Valbois und Rabbi der Angeklagte Heinrich unb mit Meschores Chrunst gemeint sein. Ta Klünder keinen Sohn Halle, in den Briefen aber von einem Sohne deS Rabbi bic Rede ist, so fei von den Angeklagten ein unehelicher Sohn unter- gefdjoben worden. Es sei »ehr leicht möglich geroccn, int iSe- längnie die falschen Briese herzustellett. Der Staatsanwalt halt diese Briese tür äußerst belastend lüt die Angeklagten und bittet die Geschworenen, sich dieser Ansicht anzu'chlicßen. Ter Verteidiger Rechtsanwalt Stubbe, Der RechtSbcistand oes Angeklagten Heinrich, sucht nachzuweisen, daß nach den Be weisen der Staatsanwaltschaft man von Veruntreuungen nicht wrechen könne, daher habe die Anklage kein Iundam.nl. Tic Beamten seien früher überlastet gewesen, «eßt stehen zwei Beamte an der Stelle, >vo früher nur einer stand. Gin Komplott Heinrichs mit den Unterbeamten durch all die Jahre hätte nicht unbemerkt bleiben können. Die Ausführungen Irankenthals Aber das Mischen seien hier nicht mafujelnnD, die Beamten leien von Irankenthal getäuscht worden. Tao Manloivdi sche Geständnis habe nur einen halben Wert. Tic Staatoanwaltschatt habe darauf verwiesen, daß Heinrichs in die Hände von Gr erdfern oeriallcn 'ei und habe da« als Schlußstein der Anklage bezeichnet. Man brauche aber nur die iikngften Prozesse ;u betrachten, um ju ö i Ur hergeuguna u f >mmi", nichts habe zu schulden kommen lassen. Gbrunst habe jebeniclld nie einen Einfluß auf Heinrich auszuüben vermocht Wenn der Erste Staatsanwalt auf Den Roten Adlerordcn I fflaifc des Art minalkommisfarS Wannowski hingtroieien habe, um dessen Glaubwürdigkeit zu erweisen, so dürfe er wohl bemerken, daß Heinrich ebenfalls den Roten Adlerordcn und den zdronenorden befipt Hierauf beantragt Staatsanwalt Greffroth die Haftcni l a i ju n g 5 i e a f r IaeodfohnS, die beschlossen roub. Verteidiger Iustizrat Schirren beginnt fein Plädoner rür nie übrigen angeklagten Beamten mit einer jdritik der oeutidKn Strafprozeßordnunn. Die er im Vergleich tu der englischen fchari angreitt. Das Plädoner soll morgen weiter geführt werden Au» i-tafct und Land. Gießen, 2. Dezember 1909. ^DerHeilstattenvcrcin für da4 Großher- Jägtutn Hessen hält am ftrcitag, 10. Dezember, ferne Mitgliederversammlung im Sitzungssaalc der LandeLver- ■ sicherungsanslalt zu Darmstadt, Wuhclminenstratzc 34, ab. Die Interessenten ^Mitglieder ufro.1 werden hierauf mit öent Bemerken aufmerksam gemacht, daß wichtige Ber- lranhlungsgegenstanoc aus der Tagesordnung fteben. und daß besonders die 4) r g a n is a t io n der Tuberkulosebekämpfung m Hessen besprochen werden foll. ** Warnung vor neuer Schundliteratur. Man schreibt un- vom Lande: Obgleich oer stattipf gegen die Schundliteratur immer frischer und tatkräftiger einseht, um einer Pestbeule, die am Mark unseres Volkes zehrt, muff am zu begegnen, wissen doch die Agenten dieses Bolis- grftes immer wieder Mittel unb W^ege zu srnden, ihre Ware an den Mann, an das Volk zu drutgen Wie, davon ein Beijprel. Ein lunger Mann mit barmherziger Svrech- weise tritt dieser Tage in bte Häuser her Criicbaften des . Vogelsderges, auch in das meinige Der Erntretende prüfen- ' nett 3—4 kleine Broschüren für 10 Ptg Der Mann macht den Eindruck eines Notdürftigen, dem man gerne bte 10 V,g. gönnt. Auch ich lafie muh von diesem O’eiuh.c bestimmen unb reiche ihm 10 Big, wofür er l Broschüren auf me ne üommobe legt. Da rallt mein B.ick aus die Titel Der circhen Die sagen mir genug Ich durchlebe „Tic große vclbin aus Liede . Da haße uh den krafsesten Auswuchs der Schundliteratur vor mit. Obgleich das Heftchen nur ö Setten Text enthält, fehubert es Dom- - niais konzentriert in einer Iorm. d c bem elenden Mach- werk eiitfpricht. Wer am G::e der Schundliteratur zwe.'eit. der lese diese Verbrecherwerke an edlem Menfchenge'üe. Im Berlage dieser Schundwerle, da must der ^ebe. aayeicpt werden durch ein Verbot, diese enkseyllchen Broschüren zu brideu unb zu verbreiten Auch unsere Jugend lieft biete Mißgeburten spekulativer. flcn»uen»ioie. vtetfirr ticiaw Sulun9 dieses SdUangengit t m der um elfen Phantasie unser« Jugend zeüigi, davon suid ber Bc.pieie genug bt- lärmt geworden. •• I m Kolosseum eröffnete geltem das kn r wohl bekannte unb beliebte Kölner Burlesken-Theater -L.ic Drangs ein merwöck en. iches oa .ipc m.t b.n Stuck ..n M c feine XH u ui in c r und i ut tocaicr < h . in a n n. Das ziemlich ja^liuo nidiicncnc k rbhtum er ic^u -u» an den harmlosen, u.uci. aitfamen Vo.gang.n am m.ijteit aber ar. Tb. Drang- Tarsteklunisarr, die eper fn 'otftrn* skannt ist. Cbne seinen Dünnes w re an den ÄufTährunpen l-ium etwa- beachtenswertes, soll es auch gar nicht fein; alles ist eben nur Hintergrund für Dh. Drang- burleske Darstellung, an der sich der Zuschauer so h:rz! ck t>:rgn?gL Cb er nun al- wehmütiger fanto’felhflb auf tritt bzr seine eine Nummer von «Mitin schließlich doch beherrscht ober als Handwerker a. D., der sich in seiner neuen „Filiale", der Villa Schweppe, unter all den (Säften nur unbehaglich fuhrt und schließlich in seine Backstube zurückkehrl, er eni- esselt immer den Sturm einer ausgelassenen Heiterkeit. Von den übrigen Vorfübrungen ift die Sängerin Lösch- w,h zu erwähnen, die Bruder Ierboni mit ihren komischen Turnübungen, die hier schon gut bekannte Tänzer.n La Gazelle unb bann noch Sascha, der mü feinem Haarwald bic sel.samsten Sunsotückchen auSführi Nicht nur, daß er eine Anzahl daran befestigter Gewichte um sich tmicln laßt, sondern schließlich auch einen Menschen bain t hebt unb sich mll ihm tm Sir bei dreht Sehr erfreulich ut ti. baß sich die Tirction des Lolosscums bemüht, wert- oolle kinematographi,che Vor Ührungen zu bringen, m e z B lic hübsche Reihe aus dem norda'rilanischen Volksleben, gerade hier ist ein interessantes löcbicl, da- seither den meisten Menschen nur in -.arren Bildern bekannt war. — während der Pause war das Blütenfesi in den Alpen, da- in den geschmückten Räumen deS vorderen Restaurants abgcfcalicn wirb, recht gut bc.ucht DaS Tamm- i rchester, eine Älasertrupoc, hat ju) ebenjo reidjct Beo allzu erireuen. - Robgsn, 30. Nov ;jur Icicr des GeburrstageS des ^roßhcrzogs versammelte uch kucz.ich im 5aa.e des Gast, iuris 2sagncr der Rriegeroerein. Nachdem vom Präsidenten Inderthal Lie rtameraoen begrünt worden, ja,ilbcrtc 'Biarrer Groth in fesselnder -äjeiie bat freundliche Verhältnis zwischen unferem Landesiüriicn unj dem Volk und fchloß dann mit einem Hoch auf unseren GrotzhcrHog. Hierauf hielt Bahnu^igfd.aisner 2-wald von (;iercn eine längere Ansprache über den Iroeck der Hassia und fchloß mir einem Hoch auf fie. Mücke, 1. Dezember Durch den llinschwung der Witterung entstand ot.aiteis, das mehrere schwere Unfälle in den Dörfern unserer Umgebung verur,aa>t»' In Merlau kam eine Iran zu Iall und brach zwei Rippen. — Erne Dicnstmagd zu Nieder £ b m c n zog sich durch Ausgleiicn auf dem i- lal.eis eine Geh.rnexschUttcrung zu. - xmi Elpenrod erdtt ein Mann buno Jollen eine Schuiterverrcnlung — Eine bejahrte Iran in Rup- D er teilt ob i.u.zrc so ungmulL,. eine Hausireppe hinab, oaß sie das Bein braca uno nod) ihrem S>cim getragen werden mußte. n. Naunheim, 1. Dez. Die „Naunheimer Jähre" ist nuumehr eingciicüi. Durch die (yirmen Muller-Aöbach und viiger-Nt-eiubrohl wuroe im Lause dieses Sommers cm cifCmer ^u,,ganger,»eg geiujahen, oer nunmehr einen bequemen Ucbergung iibcr me Lahn ermöglicht. Um Die erhsblichen Ävneii zu decken, w rueii '» L g. oruckcngSch cr- l udch, der Be'rag wird bei Jahres und 'Nonatskarten ixrmäL'iguiig finden. [J Marburg, 1. Tcz. Ter (Sacarbeitet L. Böth aus EappU, der am Sonntag den tödlichen Schlag gegen Den Schrcmcr H. Schwick auSsuhrle, wurde heute niillag !c |i gen om mcn. r. Treis a. d. üucl, 1. Dez. acc Cuiibaulethiiifer 13 c n t uon (jvieDlicrg hielt geflcni abcuo im Au'irage Dee Cb«cljefn|ditii Cbstvauvereiiis vier m Der Benuer',chen iüinidjau einen feht bclcl)icucen ibovirag über das Umpicopien aller ooei solcher Cb|ib au nie. Die feiten Jriianc zu nagen pflegen. Dee iloi- trag fanb Den lebhauen BenaU der zaulieichen ^unorer und gab AU einer längeren, aiiiegeiioen Au^ivrame über Die DotiK-qeiiDc unb anDeie uen Cuiibau benefienbe äragcn Anlaß; beionDer» wurde non) aui den 2lpfelbluieii|iea>et, einen ber ßcia!)dictiiicn ^cy.ivliiige Der Coiibauiniudit, hingewicien. öUeich'aui jiuu Tont mi Die cinpiangenc Belehinng uno als Bewco, Dab Die ‘.'Inreg- inigüj des tioiuagcitDcn am fruchtbaren Bod.'n qe’alien waren, lei'ieien mehrere Vlniuejenbe Der 'Jliiporbeiung beejeioen. Dem CveHicniidjen Cbfibauuereui al» Mitglieber beijuireten, Iolge. — Ronnenroth, >. Dez. kürzlich «aiiD im caait bti CdaitwiU» Adam Hoch eine Veriamnilnng der Lanbw. Bezug»- nnb •Jibiaq-^euoiieuichaii, c. G. in. u. paiiprudu, natu Dec Vereins- ooriiijenöe picy. Serih icilie mit, Dau Dirctior Menne! von bet Vaupi - ivenoiieistcha-t IrieOberg in'oige ieicpi)oni| Viajt- criauictL ..ad) ScbluB bce XL Vorsitzende mc den Vonrag veeni Tr. l'taa» Tank au«. x als SvnD.rheit grnnomer, bas mir rmer grrn.-n Anzaül meiit gaittieittger Bicriaeorndrude ge- icnmüni ist tJir seden do bas Si^iuxler Srabiwr tm ,euichp. wn Mail ®>cier, cL Ylruon am .uu-erg । Tirol oon LJUq pon Uorffl). eben lallt nnt dachu lockende L?itUee!andichait. em Augen- Oltddoub txm Ete.oui an« bem Santo S. Dazunfctoi em gestreut nnb Allerlei Au ävc von öein nllen >>c0ern Der aBnge Jnbc.t bet tze t.S bntei :. dai; Du- Iklu trwrte In:ung a geovde.c i aiiüi allen h>mnu nennen unb all:n an.ietai :anüler.t<2xn unb Sbien*;-nbard Eisenbahn . » .< • ’eeterr. StaaUbaho . . - Print« - Hein - Eiacahahi \ VISITKARTEN ***>**** —-— ■ - ---- sewet wul Z,riÄ-. a'.ar ;.cf. *'* • * «■ ' Ctm •»"« eu mrt .0 Clüotz Lezeinber + . V Gestern abend um 81/2 Uhr entschlief sanft nach längerem Leiden lieber Gatte, unser lieber Vater, Schwiegervater und Grossvater Die Beisetzung findet Freitag den 3. Dezember, vormittags 11 Uhr, in aller Stille in Rülfenrod statt. Blumenspenden dankend abgelehnt. Johannes Pfeil. Gießen, den 1. Dezember 1909. Puppen st üben-Tapeten Ernst Bloedner Nachf. E. B» Diejenigen unserer Mitglieder, welche die Quittungen beim Umgänge deS Dieners nicht in Empfang genommen haben, können die selben bis zum 10. Dezember einschließlich 'ei Herrn Ernst Balser, Mausburg, abholen lassen. Wer seine Quittung bis dahin nicht ein- Umarkt. WtäW Ik. k fyui ILm] X, X Für die vielen Beweise herzlichster Teilnahme während der Krankheit und bei dem Hinscheiden unseres unvergeßlichen Gatten, VaterS u. Großvaters Herrn Simon David sagen wir unfern innigstgefühlten Dank. ifweik - B- li Danksagung. Mr die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Sohnes Friede. Wilh. Volkmanu sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Gluck sagt innigsten Dank Familie Wilhelm Bottmann II. \ ,n So, ‘ob. bas 1 in rs'ordenlli 5 Ä tat °ttl°hren 1 WutSMaS Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Tochter, Schwester und Enkelin Fräulein Kätchen Pfeil sowie für die liebevolle Pflege der ev. Schwestern, und die vielen Blumenspenden sprechen wir hiermit unfern tiefgefühlten Darrt au§. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Die Eröffnung der Eisbahn wird an den Plakattafeln und Säulen durch Plakate be = könnt gegeben. Die Eisbahn wird geöffnet von früh 11 Uhr an. Nichtmitglieder zahlen für ein. Für Konditor-u. Merckn stets frische Landeier, 100 St. ui 8 Mark, emp iehlt 6544 bte Qbst und Gemüsehandlung Emil Kalbfleisch jl >Dbahn sbabn ■ •. r, 1,15 Übt imeyer. • ackert • ergwerk . > Bemerk eerik. Pakeil ■gverk • • ■ "onbesttt et N ’’QmiL ^taqen 'Uoiutes Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden meines innigstgeliebten Gatten Herrn Johannes Neeh Grotzherzogl. Äanzleidtener i.P. sage innigsten Dank. Katarme Reeh Ww» geb. Barth. «4 d Ludwig* Kröll Blockstrasse 10 Plockstrasse iO X161/08. .B* n Donnerstag den 9. Dezcmb. 1909, nachmittags 3 Uhr, werden in unserem Amtszimmer die dem <üeorfl Wisüg und Ehefrau geb. höhnte in Frankfurt a. M. zugelchriebenen nachstehend verzeichneten Parzellen versteigert: Fl. I Str. 849' - 199 qm Grabgarten in der <5-cheppeneck Fl. I Nr. 850Vw - 307 qm Hos- reite daselbst Fl. I 8ti. 849^,0 - 266 qm Hvf- reite daselbst Fl. I Nr. 849'* ,0 - 118 qm Grabgarten daselbst, identisch mit Hotel „Grotzherzog von Hessen". Ziehen, den 3. November 1909. Grotzherzogl. Lrtsgericht. F. A.: Keitzer.______ X 116/09. (B19/n Donnerstag, 23. Dczbr. 1909, ^achm. 3 Uhr, werden m unserem Amtszimmer die dem Carl Rühl ?nd deisett Ehesrau geb. Schlicker n Gietzen zugeschriebenen, nach- sehend verzeichneten, Parzellen versteigert: 1858 — 337 qm Hofreite in der - Schevveneck. i/wO’Ao = 502 qm Grabgarten m. _ . Häuschen daselbst. Gietzen, den 15. Novbr. 1909. Grotzh. Or'saericht Gießen. Gros. Gießen, Steinstr. 51, 2. Dezember 1909. 6546 Sid SS**, T6',/Lj 11# r * sO' * 'l, der Grossherzoglicb hessische Forstmeister i. P Freiherr Friedrich UM i toettry K 101.09. iB,R/u Donnerstag, 30. Dezbr. 1909, nackm. 3 Uhr, werden in unserem Amtszimmer die dem Johannes Förlick bezw. bem Johs. ^örtsch und dessen Ehefrau geb. Kühn zu- geschriebenen, nachstehend oer- zeicknelen, Parzellen versteigert: 31.1. Nr. 1158. Hoiraum m.Scheuer i. d. Wetzsteingassc, bezügl. der nickt verknusten 92 qm. Fl. I. Nr. 1159. Hofreite das.. 87 qm. Fl. I. Nr. 1162. Hofreite daselbst, 594 qm. Fl. 1. Nr. 1163. Grabgarten, hinter dem Ltockbaus. 389 qm. Fl.1. Nr. 1164. Grasgarien das., 194 qm. _ . . Fl. I. Nr. 11644/ig. Horreitegrund daselbst, 34 qm. . Fl. I. Nr. 1161. 128 qrn Einfahrt m der Wetzsteingaffe, hiervon die ideelle Halste. Gietzen, den 15. Novbr. 1909. Grostherzogliches Orlsgericht. G ros. Betreffend Sonntagsruhe im Barbier- und Frisourgewerbe. Nachdem die Abstimmung über den Antrag hiesiger Larbiere und Friseure, das seither — nach Bekanntmachung Grotzherzoglicken Kreisamts Gietzen vom 14. März 1904 — für den ersten Feiertag bestebende Verbot der Beschäftigung von Gehilfen und Lehrlingen im Barbier- und Friieurgewerbe und das Verbot der 'Ausübung dieses Gewerbes überhaupt, snfunftia für den zweiten Weihuackts-, Qstcr-undPsiugfrfeiertag einzunibren, beendet ist, liegt die 'Abstimmungsliste in der Zeit vom 3. bis ein» schließlich 17. Dezember l. I. zur öffentlichen Einsicht aus der Bügermeisterei, Zimmer Nr. L aus. Etwaige Einwendungen und innerhalb der bezeichneten Frist vorzubringen. Svätere Einsvrüche blechen unberücksichtigt. Gietzen, den 1. Dezember 1909. _ B’ u Der von Grobherzoglichem Areieomi bestellte Liomminar: Keller, Beigeordneter. ' .'yj isen-Tninstn: Vergebung von Bauarbeiten. Nachstel)ende, bei Erbauung eines Caf6s mit Tennishaus und Verkaufsläden in der Parkstraße zu Bab'Nauheim, vorkommenden Arbeiten sollen unter Hinweis auf den Mi- nisterialcrlaß vom 16. Juni 1893 in öffentlichem 22ctt* bewerb vergeben werden. Tit. XIV. Rolladenliefernng: etwa 400 qrn Rollläden mit Zubehör aus Kiefernholz für die Schaufensters ff- nungen. Tit. XI. Weißbinder arbeiten: Los I, 555 qm innerer Wandputz auf Betonwände, 611 qm Verputz auf Lu- ginowändc, 1245 qm Deckenputz auf Eiscnbetondecten, 422 qm äußerer Putz auf Beton, 278 m BetongcsimSverputz, 85 qm Wandaustrich in Lelfarbe, 1691 qm Leimfarbenanstrich auf! Wände, 1245 qm desgl. auf Decken, 300 m Oclfarbenanstr'cki bcr ^ängetandcl und Ülbfaltrobre, 800 qm Oelfarbenanstrich. der Rolläden, Anstriä, der eisernen Schausensterkonstruk-» Honen usw. Los II, 12-88 qm innerer Wandputz auf BEtein-- wände, 748 qm Deckenputz auf Eisenbctvndecken, 70Ö. qm äußerer Putz, 93 m Betongesimsverputz, 150 qm Wandamtrichj in Lelfarbe,' 1141 qm Leimfarbenanstrich auf Wände, 748 qm deSgl. auf Decken, 188 m Qelfarbenanstrich der Hänaekandec and Abfallrohre, 130 qm Rabitzdecken, 300 qm Holzbalken^ deckenverputz, 65 m RabitzgesimS usw. Die Lose tverden getrennt vergeben. ArbeitsSefchrci^ bungen, Zeichnungen und Bedingungen liegen auf unserem Amt (Zandcrstraße) zur Einsicht offen. Die Angebotsunter- lagen ,'Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen) werden gegen Erstattung der Selbstkosten, sowüt der Vorrat reicht, abgegeben (Versand nur gegen Nachnahme). Die Angebote sind verschlossen, portofrei und mit ent> sprechender Ausschrrft versehen, bis Mittwoch den 15. Dezember 1909, vormittags 11 Uhr, dem Er- öffnungstermin, bei uns ein zureich ew Zu spat einloufende Angebote können nur dann berücksichtigt werden, wenn ftß den Poststempel des 14. Dezember aufweisen. Zuschlaasfrist 14 Tage. D’/ia Bad Nauheim, den 30. Nov. 1909. Großh. Baubehörde für die Neubauten in Bad NauhewL Jost. Gemälde - Versteigerung zu Gietzen, Mäusburg 5 wegen Aufgabe des Artikels, Montan den 6. Desember, nach' mittags von 2—5 Uhr. Es kommen dabei die besten Meister des Inn- und Auslandes vor. Au» den wahren Wert wird nicht gesehen und ist aus icbem Gemälde der VerkausSwerl angegeben. Tic Versteigerung findet bestimmt statt. GS werden die Gemälde zu jedem Gebot abgegeben. . Es ist eine nie unederkehrende Gelegenheit, sur wenig,Geld ein wertvolles Gemälde zu erwerben. Verkauf gegen itane, au solvente fünfer auch Ratenzahlung nach Ucbcrciukunft. Bs sichtignitg bis dahin gerne gestaltet. >09289 Hochachtend __C. Canning öe. -Maae), 1909; Schreibaehilfe gesucht. Bei dem städtischen Ärmeuamt ist alsbald, svätestenS zu« L Februar 1910, die Stelle eures jüngeren Lchreibgebilfcu neu zu besetzen. — Bewerber, die bereits aus einem Bureau gearbeitet haben und mit der Schreibmaschine vertraut sind, wollen chre selbstgeschriebenen Gesuche brs 20. d. Mts. unter Beifügung von Zeugnissen und Angabe der Gehaltsansvrüche beim städtischen Armenamt. Asterweg 9, das auch weitere Auskunft gibt, einreichen. Stenographen werden bevorzugt. Gietzen. den 1. Dezember 1909. . BVis Großherzoglicke Bürgermeistercr GretzeL I. V.: Keller. Mlichk BekalllllüichllMii der Alldt Gletztil. Aus der Stiftung eines hiesigen Bürgers sind am Montag dem 6. Dezember 1909 100 Larb Brot an hiesige Arme ohne Unterschied der Konfession zn vergeben. Meldungen nimmt das Städtische Ärmeuamt, Asterweg 9, am Donnerstag dem 2. Dezember 1909 entgegen. BVu Gießen, 30. November 1909. Die Ärmen-Tepulalion der Stadt Gletzeu, Keller. maligen Eintritt 30 Pfg. .Jahresbeitrag Mk. 3.—, Eintrittsgeld Mk. L—. Gießen, den 2. Dezember 1909. Der DorstmrL. Anmeldungen zur Mitgliedschaft können auch an oben bezeichneter Stelle erfolgen. _____________________ in 125. hU I oem Q'S.d legen. r>5 Mosel mH. P'S. Kaisermehl Sack Pfg. 1OO Rhein Deutscher Rot Pfd. 80, 3 rein Bordeaux-Pflaumen 28 Birnschnitzel Md. 20 Pfg., beib , 18 eüd prima große 6 Stück nur 50 Pfg Blutwein, sehr beliebt, für Blutarme 110 Rti* Inta ™ Giessen Ludwig Bahnhofstr. 26 Neuen Baue 17 Seltersweg* 27 tat fr Ernst Bloedner Nachf. Gegr. 1883 Gegr. 1883 Erstes Spezialhaus am Platze Seltersweg Ecke Plockstr. 1 Kasserole: Koche mit Luft, brate ohne Fett. K ut<* iw.. ix ibrr e i Äalisornischc Aprikosen feinstes Mischobst Feinste -Ugier-Tatteln . Zeigen Maronen, italienische Nähmaschinen aller 2oiteme rocrbrn repariert. ««US» Wrcfcaeikte ttkrfitätrc <>rirbr. ütafrr, Vubmiflirx. HL empfiehlt preiswert; Nickelgeschirre Aluminiumgeschirre Stahlwaren Alpacca-ßejtecke Beste Pflauzeubutter Margarine, er He Fabrikate Bestes Backpulver Beste» Puddingpulver I». Vanillin-Zucker Ast. Zitroneu-Essenz Echte Messi na-Zttroneu Kousnm-Lakao, garantiert Block-Schokolade , Riegel-Schokolade Apfelsinen, Messerputzmaschinen Einkoch-Apparate und -Gläser fr ZW Sonntag dem 5. Dezember er. "Wü wtrfuna»eon tu »rfflrtfreit t-amu bie au»n>artia*n Beiucher ücb von her ^«itunAefnäiafni bcr biene en ük f *ah» nie U em umerfenbe» flilb machen Kinnen. Tie yeurttilune erfolgi durch ernt Äcmunffixm unpane-tfdjer VachverVLndi. Die (iklctiäuÄin habet o erben ne bet er. bte Dekoranon noch emtflf Laoe na4) dem #erfr6x»taa tu beInnen, bamu etwa er» fotberlidx 'Jixxdwrüfungeii teuftnben tdnnen. 2? bc Vogelkäfige Heinzelmännohea-Apparate p"- Sin« VW X*L\- T. vt (fr-hl tti eifoi In. 35O kn frvtttr. 1» f?eilrn: •nti r.'t 1 r* lef I Woitt Erste Lagen, recht mündig und gut- iVOIlli gesiegt, au« eigener ÄcQertL Rhrbleichart Walportaheimer Lber-Fugelheimer Bordeaux Medoc St. Emilio» St. Fullen Ehateau-Margaux Italiener Bino del Pimonte Chianti, Vecchio Portwein Gobelins ftnsWId [eile omI inilitfli Pcrrtppiche linoleöffl- Teppck Vorlagen Betlkotter «, Hasfia-Blütenmehl x» Süße Mandeln, prima , „ handbelefen Haselnußkerne, prima neue Korinthen, entstielt Sultaninen, feinste Helle Licke Rosinen, In. Beste» Zitronat , Lrangeat 68 35 45 SB 16 vePr ® Ltm- fc^clca I Extl. tot JhTT'it Sk L fr.) Ifi fr Ecx ancu M5| k V "--u I | I "8U Pflaumen feine gebackene, süß, Psd. 22 Pfg. bei 5 Psd. 20 Pfg. 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