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Vp.)' äußert Bedenken gegen die Vorlage, besonders gegen die zulässige Kennzeichnung der Gerste durch Färbung. Die Vorlage sei durchaus nicht begründet. Die Denaturierungsfrage sei noch nicht gelöst. Die Denaturierung werde erhebliche Kosten verursachen. Schatzsekretär Sydow verteidigt die Vorlage. Mißbräuche sind vorgekommen, und die Gefahr solcher Mißbräuche besteht weiter. Die Verhandlungen in der Färbungsfrage sind abgeschlossen. Es soll Eofin zur Färbung verwendet werden. Die „(Meßen«! gamiUcnblStter* werden dem .Anzeiger" Dreimal wöchentlich betgelegt, das „KreisNatt für b<» Kteti Sietzen" jroeimal wöchentlich. Die „Landwinschastlich«! Leit« tragen" erscheinen menattldj jtueuuaL „ , engen von Gerste, z. B. aus Serbien, zu geringerem Zoll, als zulässig, rin« geführt worden. DaS beste Mittel gegen jeden Dttßbrauch ist dre Färbung der Gerste. Diese Färbung soll aber nur borgenonunen werden, toerat diese Maßnal^ne durchführbar ist. Das halbe Maßregel. Redaktion. Expedition and Druckerei Schul- praße 7. LxpedlNon and Verlage e^bL Sieb aftiom 112. Tri.-Adr^AnzergerGleßew crrbeiters in das Bauschösfenamt, halten wir für nicht erforderlich, da die Bauschöffenämter fast ausschließlich nur Aufgaben finanzieller Natur zu lösen haben werden und eine Vertretung der Bauhandwerker deshalb überflüssig erscheint. Wir hoffen, daß das Gesetz die Erwartungen der Handwerker erfüllen wird und Der russische Handelsvertrag wäre auch ohne die Differenzierung der Gerste zustande gekommen. Tie deutschen Unterhändler haben damals aber den Wert der Sache nicht erkannt. Im übrigen stimme ich der Vorlage zu. Abg. Neuner (Natl.): Der Entwurf füllt eine Lücke aus. Wir werden ihm zustimmen. Denn tatsächlich wird jetzt viel Malzgerste zu niedrigem Zollsätze eingeführt. Die Abgg. Dr. Sübekmn (Soz.) und Frhr. v. Gamp (Rp.), die als nächste Redner verzeichnet sind, hcwen bereits den Saal verlassen. Der Redner beantragt Verweisung der Vorlage an sondere Kommission. Schatzsekretär Sydowr Mg. Dove (Freis. Vg.): Alle Parteien haben in der Kommission so eifrig gearbeitet, daß man oft nicht wußte, wer Regierungsvertreter und wer Abgeordneter war. Bei der ersten Lesung baben wir an dem Re- ffiernngS entwürfe die schärfste Kritik geübt. Wir sind aber der Ansicht, daß die Kommission den richtigen Weg gefunden hat, um der üblen Erscl^einung des Bauschwindci-S entgegenzutreten. Wichtig ist, daß daS Gesetz durch landesherrliche Verordnung in Kraft treten soll. Wenn es sich nicht bewährt, so muß es auch auf dieselbe Art beseitigt werden. Wir stimmen dem Entwurf zu, wenn auch nicht mit überschwänglicher Begeisterung. Mg. BSmelburg (Soz.): Das Gesetz dient zunächst den Interessen der Unternehmer. Darum ließ man sich in der Kommission unsere Mitarbeit ruhig gefallen. Gestern abend aber, als man über Maßnahmen zum Schutze des großen Portemonnaies des Herrn von Oldenburg beriet, da schob man es beiseite. Die Stimmen gegen daö Gesetz haben sich vermehrt. Vielfach glaubt man, daß nur die Rechtsanwälte davon Nutzen haben werden. Das Baugewerbe ist viel gesunder geworden. Die Höhe der 23er: ifte hat sich von Jahr zu Jahr verringert. Aus Billigkcitsgründe haben wir die Forderung gestellt, oaß in jedem 23auschöffenamt wenigstens ein Bauarbeiter sich befindet. Die Vorlage ist eine Abschlagszahlung, dic uns die Regierung schon lanae schuldig ist. Ich stimme ihr zu. Die Reichs- einnahmen werden durch das Gesetz vermehrt werden. Die Vorlage geht an eine Kommission von 14 Mitgliedern. Das Haus vertagt sich. Donnerstag 2 Uhr: Sozialdemokratische Interpellation über die Wohlfahrtseinrichtungen der Unternehmer. Schluß 6% Uhr. daß die Bestimmungen über die Zollabfertigung von G e r ft e in den einzelnen Bundesstaaten nicht übe rein stimmen. Dann wird aber auch die Zollabfertigung verschiedentlich sehr leicht gehandhabt. Man läßt dem persönlichen Ermessen der Z einen zu grüßen Spielraum. ES sind erhebliche M« Abg. Dr. Mogdaa (Fr. Bp.): Wir setzen nicht allzu große Hoffnungen auf die Wirksamkeit des Gesetzes, aber, wie fast alle Redner, sind auch wir van der Güte deS ersten Teiles des Entwurfes überzeugt. Der zweite Teil erregt allerdings das Bedenken, daß dadurch die Bauzeit verlängert werden leimte. DaS könnte leicht zur Folge haben, daß nur kapitalkräftige Personen sich an einem Bau beteiligen und der grüßte Teil der Bautätigkeit auf die großen Firmen übergehen könnte. Dadurch hätten wir gerade daS Gegen- tril von dem erreicht, was wir beabsichtigen, nämlich den Mittelstand geschädigt, statt ihm zu helfen. Der § 4 wird aber vielleicht für die Handwerker ein Ansporn sein, sich genossenschaftlich zu organisieren, um den kapitalkräftigen Firmen Konkurrenz machen zu können. Das wäre immerhin ein großer Erfolg. Unsere Bedenken gegen den zweiten Teil werden dadurch gemildert, daß er, falls der erste Teil sich voll bewähren sollte, wie wir hoffen, nur selten in Kraft zu treten brauchen wird. Den Antrag Bömelburg, betreffend die Wahl wenigstens eines 23auUm ihr die Spitze abzubrechen und die Möglichkeit einzuschränken, niedriger verzollte Gerste zu Malzzwecken zu fcertoenben, haben wir, den Wünschen deS Hauses entsprechend, diese Vorlage ringe- bracht. Das Neue der Vorlage besteht darin, daß bestimmt wird, daß die niedriger verzollte Gerste nicht zu 2)rauzwecken verwendet werden darf, widrigenfalls Bestrafung eintritt. Bisher hatte man kein Mittel der Kennzeichnung der Gerste, denn die bisherige Art der Denaturierung war zu kostspielig. Jetzt haben wir nach diebem Probieren ein geeignetes FärbungSmittel gefunden. Ich will Henle nicht daraus eingehen, in welchen Fällen die Färbung borge. schrieben werden soll. Doch wo sie durchführbar ist, mutz sie zur Anwendung kommen. Für entsprechende Apparate muß gesorgt werden. Das Ermessen der Zollbeamten soll eingeschränkt wer- den. Heber Einzelheiten wird in der Kommission zu reden sein. Deutscher Reichstag. Sitzung, Mittwoch, den 28. April. Am Tische des Bundesrats: Dr. Nieberding. Präsident Graf Stolberg eröffnet die Sitzung um 2 Uhr 15 Minuten. Die Sicherung der Baufordernngen. Auf der Tagesordnung steht zunächst die zweite Lesung deS Gesetzentwurfs über die Sicherung der Bauforde- rungen der Bauhandwerker. Der Regicrungsentwurf hat zahlreiche Abänderungen erfahren. Dic Novelle will den Forderungen der Bauhandwcrker Nachkommen, die seit Jahren die Klage erhoben, daß sie durch die moderne Bauspekulation schwere Verluste erleiden. Nun soll den Baugläubigern, wenn leine Sicherheit geleistet wird, eine Hypothek gewährt werden, welcher andere Rechte nur bis zur Höhe ocs VaustcllenwerteS und der zur Befriedigung von Baugläubigern verwendeten Vaugelder vorgehen können. Abg. Dr. Mayer-Kaufbeuren (Ztr.): Wohl selten hat, ein Gesetzentwurf eine so eingehende Um» arbeitung erfahren, wie der vorliegende. Er hat aber auch bereits die Billigung der Preffe aller 'Parteien gefunden. Freilich die Wünsche der Bauhandwcrker gehen noch weiter. Wenn das Gesetz sich in der Praxis bewährt, dann können sie später vielleicht noch berücksichtigt werden. Während der Entwurf nur die Neubauten berücksichtigte, hat die Kommission auch die Abriß- oder Ersah (fauicn in den Bereich des Gesetzes gezogen, leider nicht die Umbauten. Auch allgemeine SrcherheitSmaßregeln hat die Kam- Mission festgesetzt, die zur Führung eines Baubuches zwingen und auch Bestimmungen über dic Verwendung der Baugeldcr treffen. Neu hat die Kommission auch die B a u s ch ö f f e n ä m t er ge- schaksen, die als Aufsicht»- und Einigungsämter dienen sollen. Wir hoffen, daß da» Gesetz sich rasch einbürgern wird, zum Nutzen deS ehrlichen Handwerks. Dbg. Pauli (Potsdam, Kons.); Die Handwerker haben weitaehende Wünsche zu bem Gesetz geäußert. Alle konnten nicht berücksichtigt werden. Trotzw' sind dir Handwerker durchweg mit der Fassung der Kommis/'n zufrieden. Im übrigen stimme ich dem Vorredner zu. Abg. Linck (Natl.): Die Arbeit in der Kommission war außerordentlich schwierig, weil Bedenken über Bedenken geäußert wurden. Da wir aber mit einem ganzen Herzen von Handwerkerfreundlichkeit an die Sache herangingen, ist schließlich etwas Brauchbares geschaffen worden. Die Baubücher und die Bestimmungen über die Verwendung der Baugelder geben den Handwerkern eine gvte Sicherheit. Auch bi „Kettenbauten" werden unmöglich gemacht. Bisher kam eö . daß Baufchwinbler einen Bau nach dem anderen eröffnen, um mit bem neuen Baugelde bie alten Schulden zu bezahlen. Ihnen wird jetzt das Handwerk gelegt. Das wird nur zum Segen des Baugeschäfts sein. Eine große Erschwerung deS Bauens wird allerdings eintreten. Aber diese Nachteile fallen nicht erheblich ins Gewicht. Der Schutz der Gläubiger ist werwoller. Das ganz« Bauwesen wird auf eine solide Basis gestellt werden. Das Risiko wird geringer, man wird daber auch billiger bauen. Sehr wichtig ist bie Tätigkeit bc8 Bau- schösseiiamts als Einigungsamt. Die Forderung, daß von den Bauschöffen mindestens einer Bauarbeiter sein mutz, :-Einen wir ab. Abg. Frank (Soz.), daß von ben Bauschöffen mindestens einer Bauarbeiter fein soll. Der Antrag wird abgelehnt. Der Rest des Gesetzes wird nach den Kommiffionsbeschlüssen unverändert angenommen. DaS Verbot der zollwidrigen Verwendung von Gerste. Es folgt die erste Lesung deS Gesetzentwurfs über die zollwidrige Verwendung von Geräte. Malz aus Gerste, die zu einem niedrigeren Zollsatz eingeführt worden ist, darf nach der Novelle nicht zu Brauzwecken verwendet werden. Die Geldstrafe für jede Zuwiderhandlung beträgt mindestens 50 Mark. Abg. Speck (Zentr.): Unser Gerstenhandel muß wieder auf reelle Grundlagen gestellt werden. Daher ist die Vorlage zu begrüßen. Den Malzkaffee sollte man zolltechnisch nicht begünstigen. Bisher ist die Verwendung niedrig verzollter Gerste sehr befördert worden dadurch, | werden deshalb für das Gesetz stimmen. (Beifall links.) Dbg. Waids (Pole) erklärt die Zustimmung seiner Fraktion zu der Vorlage. Abg. Wieland (D. Vp.) stimmt ebenfalls zu. Es war die höchste Zeit, gewissenlosen Unter- nchmern das Handwerk zu legen. Ein Danaergeschenk für die Handwerker ist das Gesetz nicht, Obgleich es die Grohbel be begünstigt. Damit schließt die allgemeine Aussprache. Der erste Abschnitt des Gesetzes über die allgemeinen Sicherheitsmaßregeln wird unverändert angenommen. Der zweite Abschnitt handelt von der dinglichen Sicherung der Dauforderungen. § 1 bestimmt, daß im Falle eines Neubaues in der durch landesherrliche Verordnung bestimmten Gemeinden eine Sicherung der Bauforderungen ftattzusinden hat. Vor Erlasiung der Verordnung ist die Gemeinde und die Hcmdwerkskammzr des Bezirks zu hören. Ein Antrag der Freisinnigen und Nationallibe- ralen, auch die amtliche Handelsvertretung zu hören, wird angenommen, ebenso einsozialdemokra- t i s ch e r Antrag, der auch die gesetzliche Arbeitervertretung dabei zuziehen will. Im übrigen wird der Abschnitt unverändert genehmigt. Der dritte Abschnitt betrifft die B a u g l ä u b i g e r. Nach § 10 sind Baugläubiger alle an der Herstellung des Gebäudes Beteiligter. Dbg. Herzog (Wirtsch. Vg.) beantragt, auch die an der Herstellung der auf der Baustelle befindlichen Gartenanlagen Beteiligten als Baugläubiger auzuerkennen. Abg. Panli.Potsldam (Kons.)^ spricht sich gegen den Antrag aus. Vorgärten gehören ohnehin zum Gebäude. In dem Anträge sei gar nicht angegeben, was unter „Gartenanlagen" zu verstehen sei. Der Antrag wirb abgelehnt und der Abschnitt unverändert angenommen, ebenso der Abschnitt über die Bauhhpo. thek und die Vaugeldhypothek, ferner die Festfetzungen über die Sicherheitsleistungen. Bei den Bestimmungen über das Bauschöffenamt beantragt Die Frage des Gerstenzolls ist hier so oft erörtert daß ich heute nicht auf bie Einzelheiten der Frage einzugehen brauche. Es ist bekannt, daß die Schwierigkeiten, die sich einer richtiger- Verzollung entgegengestellt haben, m der flüssigen Grenze zwischen Malzgerste und andere. Gerste siegen. Wenn man sich beklagt hat. daß beim Abschluß beS russischen Handelsvertrages auf solch« Unterscheidungen überhaupt riirgeganaen würbe, so sage ich nichts neues, wenn ich erklär«, baß das Zustandekommen dieses Handelsvertrages davon abhing, daß wir auf diese Unterscheidung eingingen. Dieser Vertrag güt noch bis 1917, und wir haben damit zu rechnen. Was die Klagen anlanat über die niedrige Verzollung der Gerste, die riw- siger mit einem höheren Satz belegt würde, so verkenne ich bureb- aus nicht, daß btefe Klagen zum Teil bcrcchtßfi find. Sie sind aber sehr übertrieben. Wir erkennen ober an, daß di« bie Verstorbenen Bewegung der Sevöüerung in der Stadt Gießen, insbesondere die Sterblichkeit im Jahre 1908. Im Jahre 1908 sind in der Stadt Gießen 594 männliche und 538 weibliche, zuiammeii 1132 Kinder lebend zur Welt gekommen; hiervon ,ind Ortsfremde 461, als Zuwachs zu der Bevölkerung der Stadt zu verrechnen: 351 Knaben und 320 Mädchen, zusammen 671 Kinder fim Vorjahre 644 . Bei einer für die Jahresmitte berechneten Einwohnerzahl von 30 400 fallen auf 1000 Einwohner 22,1 Kinder , wovon ein Teil ort^fremben Müttern angehört hat. Gestorben sind im Berichtsjahre 341 einheimische und 303 ortsfremde, zusammen 644 Personen (i. V. 695). Wir lassen die Ortsfremden, welche zumeist in den Krankenanstalten starben, außer Betracht und werden nur bei einzelnen Todesursachen auf die Ortsfremden zurückkommen. Stimmungsbilö aus dem preutz. Landtage. Berlin, 28. April. Nur noch ein Mann vom parlamentarischen Garde- k^rps des Abgeordnetenhauses trat am Mittwoch fei der Generaldebatte zum Kultusetat in Aktion: Freiherr bc Zedlitz. Dann kam die sogen. ,.zweite Garnitur" an fee Reihe. Bon ihr aber ließ die des Generalhadcrs müde Mehrheit nicht mehr als zwei Redner, einen Konservativen umd einen Nationalliberaleu, ?.u Wort kommen; dann sauste dors Fallbeil des Schlußanträges hernieder, und der Rest dew Rednerliste verschwand im OrkuZ. Frhr. v. Zedlitz fand — nach einer nicht eben glücklichen Polemik gegen den Eintritt von Sozialdemokraten in die Schulvorstände — ein puar hübsche Sätze zur Begründung der Notwendigkeit einer Teilung des Kultusmiuistcriums. 5) e ck e nro t h , der Redner fer Konservativen, ritt nochmals und bis zum lleberdruß taf dem Fall Mahl in g herum und gab mit Augriffeu auf horckenbergs Darleguugeu vom Tage zuvor dem National- lweralen Hintzmauu Gelegenheit, ihm eine kräftige Abfuhr zu applizieren. Der liberale Schulmann brachte das ftiier unmögliche zuwege: Er warf noch einige Fragen auf, bie in dieser Debatte bis dahin nicht behandelt worden imen. So die Frage der Zulassung ausländischer Stu- , beriten au unseren Hochschulen und die der Entlasttmg der ' hchereu Lehranstalten von ungeeigneten Elementen. Mit Interesse folgte das Haus — pars pro foto! — den Aure- ! jungen des Redners auf diesen Gebieten. Dann begann i )u Spezialdebatte. Sie brachte feine sonderlich interessanten Momente: die üblichen Polnischen Klagen aus Posen und 01erschlesien, eine Aussprache über die von der Kommission )e-intragte und allseitig gutgeheißene Errichtung einer lautlichen Stelle für Naturdenlmalspslege und eine längere ; Interhaltung über die Frage, ob sich der Bau eines zweiten LSlkerkundemuseums.für Berlin schon je! t erst später ober iferhaupt empfiehlt. Daun vertagte da .-aus die Wei.er- jnatung auf Donnerstag. über 70 Jahren' 53 = 341 23 = 303 ,Daß die Erledigung des Lehrerbesoldungsgesetzes im Herr en Hause sich nicht so glatt vollziehen würde, wie die der anderen Besoldungsvorlagen, war aller Welt klar angesichts der beträchtlichen Aende- rnngen, die die Kommission der Ersten Kammer an den Beschlüssen des Abgeordnetenhauses vorgenommen hat. Man kam denn auch am Mittwoch in der Leipziger Straße nicht über die Göneralbebatie hinaus, und es ging mitunter ziemlich heiß her. Mit Rücksicht aus bie Schädigung der größeren Kommunen, die injien Beschlüssen oes Abgeordnetenhauses gegeben ist, hat nie Kommission in puncto der Staatszuschüsse im wesentlichen die ursprüngliche Regierungsvorlage wiederhergestellt, die auch Gemeinden mit nicht mehr als 25 Lehrerstellcn den Staatszuschuß erhalten wissen wollte. Es war vorauszusehen, daß bie Vertreter des platten Landes im Herr en Hause gegen diesen Kornrnissionsbcschluß Front machen würden; waS man aber nicht voraussah, war, daß die Regierung ihr eigenes Kind, die ursprüngliche Vorlage, verleugnen und ihrer Wiederherstellung sich hartnäckig entgegenstemmen würde. Das aber geschah, und wie sich die Oberbürgermeisterfrartion auch mühte, das Haus von der unbilligen Behandlung der größeren Kommunen durch die Beschlüsse des Abgeordnetenhauses zu überzeugen: mit den Laubbaronen lobten bie Vertreter ber Regierung bie Beschlüsse ber Zweiten Kammer über den Schellenkönig, und Herr v. Rheinbaben mußte sich von einem alten Ministerkollegen, Botho Eulenburg, die ironische Frage gefallen lassen, warum beim bie Regierung nicht gleich von vornherein auf die glänzende Fassung des Abgeordnetenhauses gekommen sei. Zur Bcschlußfasjung über die Koiu- missiousvorschlüge kam es noch nid); cs gehörst aber kaum Provhetengabe dazu, die Ablehnung dieser VorsaMge, wenigstens soweit sie die Staatszuschuisc aud) für die Gemeinden mit 10 bis 25 Lehrerstellen bet essen, vorauszusagen. Am Donnerstag geht ber Kampf iter. Rach Altersklassen verteilt, ergibt sich für folgende Tabelle: Es starben im Alter von: 0-1 1—15 15-30 30—60 60—70 Einheimische: 67 62 30 82 47 Ortsfremde: 24 49 52 117 38 Zus.: 91 111 82 199 85 76 — 644 Einschließlich der Ortsfremden sind auf 1000 Einwohner 21 12 Personen genorbcn; die Sterblichkeitsziffer für die Einheimischen beträgt nur 11,21 °.oo (i. V. 12,9 °/00). 67 ober 19,6". der Vmiorbeneu gehören dein Säuglingsalter an: aus die Einwohnerzahl berechnet, und 2,2 auf 1000 gestorben und 10 mal io viele Kinder, wie oben angegeben, zur Welt gekommen; im Vorjahre war die Sterblichkeit der Kinder im ersten Lebensjahre gruöcr, uwem mehr als 25»c> der Todesfälle auf diese Altersklasse tarnen. Ungefahr der verstorbenen Säuglinge brachte schon den -rx>d?skenn mit zur Welt und starb an Lcbensschwäche und mangelhafter Entwicklung oder Mißbildung int ersten Leoens- ^ouvte Die, Erwachsenen, über 15 Jahre alt, 212 an der JahUJafcen em durchschnittliches Lebensalter von 54,81 Jahren etreic. u. -8.^b,4>, eine Ziffer, die in den letzten Jahren nur gann eringe Schwankungen gezeigt bat. Uebcr 70 Jahre alt mb Perwnen geworden, davon hatten das 80fte überschritten: lo, . 90|te: 1, und 1 Mann ist 103 Jahre alt gewesen^ 12 (6) 1 1(11 V,'.t Uhr un Hotel schütz. * ff Börne, 29. April, 1.16 Uhr. 3°/. do. 3'/,% Konsole 3 % do. IM* 17hl' 244.70 114.1 Berliner Börne, 29. April. Anfang knrw IM 152.00 Unübertroffen begriffen. F. P. U (7) die Ter 229.50 114^0 90.40 147 JO 17J0 160*’ 117 JA 191 Jb 15UU 30L70 95.9V 86.75 95.90 86.75 954)0 Harpe ner Bergwerk . Lanrahtitte . . . Lombarden E. B. . . Nordd. Lloyd • • • Türkenkee . . • • Harpcner Bergwerk . Laurahntte ...... Nordd- Lloyd . . . . • Obersehles. Eisen-Indtuttii Berliner Handelsgea. . . Darmstadter Bank . . . Deutsche Bank . . . • Deutsch-Asiat. Bank . . Diskonto-Kommandit . . Dresdner Bank . . . • Kreditaktien..... Baltimore- und Ohle- Eisenbahn ..... Gotthardbahn . . . . • Lombard. Eisenbahn. . . Oesterr. Staatsbahn . . . Prince - Henri • Eisenbahn . Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . . Tendenz: stramm. 99 95 99.60 95.20 . 177.60 . 134.00 . 245. 0 Anm.: Tie m Rlanunetn geletzten Ziffer ,eben an. wie uiet der Todesfälle in der betreffenden Krankheit au< von auswärts nad Gießen gebrachte Kranke kommen. Meteo.ologjfchc LZeobjchtnugen der Station Wieweit. Rns stB-t NN- Gießen, 29. April 1909. ' TageSkalender für Toniicrstag den 29. ?(ptil: Kolosseum: Gastspiel des Neuen Berliner intimen Theaters. h o r t f cb r. pol. BildungSverern: Vortrag von Pro'. U r st adl: Tie Geschichte des deutschen Bauernstandes. Abends gen, Verhältnis der pautoen VerQuismitglieder $nm Ber- banb, Abhaltung der 6. G^sellschafts-Loktoric im Sxrbft, Arbcits» 7!achwc is, Anstellung eines Revisor? Ver den ganzen Jahresbericht sorgfälti g durchgeht, wird gerne in die lebhafte Anerkennung der X'cii'tung des 1. Schriftführers Tr. Bogt mit einstimmen. Bad-Nauheim, 28. 9lprtl. Vorn fürsorgenden Sinn der Reichsposloerwaltung für ihre Beamten zeugt das am 1. April eröffnete PostgenesungSheim, das neben dem Erholungsheim in Blankenburg a. varz die zweite vom Reich eingerichtete gemeinnützige Stätte für Poslbedlenl'rete i|t. TaS hiesige Genesungsheim ist in der früheren Villa SanitaS m der RitterhauSstraße untergebracht. Zu dem Zweck ist daS Gebäude von der Reichspost für 5100 Mk. gemietet und für zirka 13 000 Mk. behaglich eingerichtet worden. Die Wohn- und Lchlafräume, das Lesezimmer :c. entsprechen nach AuSsta".ing und Einlage vollständig neuzeitlichen Jordcnlngen. Tie jetzt schon anwesenden Besucher deS HeunS können sich über WohnungSoerhältniffe und vor allem auch über die vorzügliche Verpflegung gar nicht genug lobend anerkennen. Dazu ermöglichen die außerordentlich geringen Pensionspreise auch den Wenigbemittelten eine Badekur: Beamte geben rund 3,50 S7.L, Unterbeamte 2,80 Mk. den Tag. Tiefe Gelder werden an den Verwalter bezahlt, der seinerseits wieder eine geringe Miete an die Post entrichtet. Man nimmt an, daß das Genesungsheim, das 39 Personen zu gleicher Zeit vcr- pflegen kann, bis Mitte Mai schon vollständig besetzt ist. Geistige Getränke werden im Heim nicht verabreicht. Wetterscld, 28. April. Großes Aufsehen erregt in allen Kreisen die Mitteilung, das; 102 hiesige Einwohner ihren Austritt aus der evangelischen Landeskirche bei dem Großh. Amtsgericht V au bad) angcmeldel hätten Ties Aufsehen ist um so größer, als Wetterscld, ein kleiner, stiller £rt, bekannt ist als eine ebenso kirchlich wie politisch national gesinnte Gemeinde. Sic zählt ca. 300 «eelen, so daß der Austritt der 102 Angehörigen mit etroa 90 Kindern rund 40 Prozent der Einwohiicrichasl auSlnacht. Wer den tiefcinge- wurzelten, hehr gehaltenen religiösen Sinn unserer Landbewohner kennt, der fragt sich gespannt nad) ocr Ursache dieses Schrittes. Sic liegt in dem seil langem getrübten Verhältnis mit ihrem Geistlichen. liefern Zustand ent- standen Anzeigen gegen letzteren, die aber ohne Erfolg blieben. Als nun der Geistliche gegen den hiesigen zweiten Lehrer auftrat, der sich bei seiner vorgesetzten Behörde und der Gemeinde des besten Ansehens eurent und in letzterer bei jebennann beliebt ist, und eine dienstliche Bersi des Lehrers erfolgte, die man auf die Einwirlung des Geistlichen zurudsührte. ging dem ^aß der Boden ans. In einer Eingabe an den Großherzog, die vom gesamten Wcmeinbetat, dem Schulvorstand und sämtlichen Qrts- bürgern unterschrieben war, nntrbe um Zurückziehung der Versetzung des Lehrers gebeten Tie Erbitterung erreichte nun in der Gemeinde einen solchen Grad, daß 102 Personen bett Entschluß faßten, aus der evang. Landeskirche auszu- treten. Von diesem Entschluß wurde neben dem Amts» gcrid)t auch dem Patronatsherrn und dem Cberfonfifioriuni Kenntnis gegeben. Allerdings ist die Austrittserklärung bedingt. Sie mürbe rückgängig durch die Versetzung des Lrtsgeistlichen. (In einer im Namen derer, die den Austritt erklärt haben, an uns gerichteten Ziifchrift wird mitgeteilt, daß die Erregung in Wetterfeld nicht künstlich sei. Sie sei durch natürliche Ursachen hcrvorgcmien, die bei der -'n erwartende» Untersuchung zutage treten würden Der Austritt der 102 Gemeindcmuglicder >0 Männer, 34 Frauen und 12 Jugendliche ist nicht nur angedroht, sondern nach uns abschriftlich vorliegenbcn Schriftstücken tatsächlich erfolgt. Red. d. Gieß. Anz.) 60.10 62.50 98.60 9640 146.80 51.25 89.40 99.50 3*/,°/, Heesen . . , • . 3' ,'s, Oberhessen . . . 4°/0 Oesterr. Goldrente . . 4‘/»’/n Oesterr. Silberrente. 4° „ Ungar. Goldrente . . 4°, Italien. Rente . . . 3®/0 Portugiesen Serie I . 3°/0 Portugiesen „ III . 4*/,*/, russ. Staatsanl. 1905 4tLeL Japan. Staatsanleihe 47. Conv.Türken von 1903 . . . 4°/e Griech. Monopol-Anl. . 47. äussere Argentinier . 3°/. Mexikaner . . . . 4"/,•/. Chinesen . . • • Aktien: Bochum Guss..... Buderus E. W. . . . • Tendenz: sehr fest. lidi ausgeführt Tu* Einnahmen betragen 57 130 Mk Ausgaben -4 587 Mk. mithin 3603 Mk lleberschuß. Lingcscrndt. (Für Fonn und Inhalt aller unter dieser :Hubrit stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) In letzter Zeit sindci man häutig Ankündigungen, wonach sogenannte Kunslanstallen ein last lebensgroßes Bild nach em- zusendender Photographie kostenlos on-erngen wollen. Wer das lieft, dem fallen fo'orl die fettgedruckten Stellen in die Augen, wo es heißt: Wir liefern volliländig kostenlos nur zur Reklame und man wolle nur 60 Pfg. für Porto :e. mit einsenden. Tabci übersieht der Vejci gewöbnheb die lleingedruckle Stelle: »Wir liefern unsere Bilder fariomrci und ohne jede Posttwretusche', und gerade in diesem Say liegt der Haken, der schon lnanchem Leser Unannehmlichkeit und Verdruß gebracht hat. Tic meisten verstehen diese beiden ZachauSdruckc liicht, und baraui baut sich der ganze Gc- schä'lsbclrieb jener Rimfianftailcn. Wer 60 Pfg. mit einer Photographie cmjendet, erhält in kurzer Zeit alo Trucksache ein Stuck Bromsilbcrvapier (zusanunengcrollt), auf dein sich die vergroßenen Umniic der ciugesandtcu Photographie bennden. Dieses ist daü kartonfreie Bild ohne Positwretufche, das für den Besteller abiolut fernen Wert bat, denn erst nachdem da» .Bild- ansgearbeuet (retuschiert- und auf steilen Ration gezogen oder mit entern Passepartout versehen ist, wnd rS etn Bild. Auch die betreffenden Rumt- anstalten sehen em, daß 'das Bild wenig Wert für den Besteller hat, deshalb liegt dem kartonfreien Bild etn Begleitschreiben bei, in dem die Jirina den Bestellern das Aetnschicren des Bilde» empfiehlt, das sie für den ,biUigcn* Prei- von 3-6 Mk. auS'ührt. 2tzohl die meisten senden das Bild zum Retuschieren zurück, und von denen, die c5 für 60 Pfg. behalten, kommt die betreffende Runitanstalt auch auf ihre Rosten. Ebenso ivenig wie em Bäckermeister lahrelang zur Reklame kostenlos Brot baden kann, so wenig kann ieder andere umsonst arbeiten, die Rimftanftalteii mit ein- Gelsenkirchen Bergwerk . J91.71 Hamburg-Amcrik. Paketf - Frankfurter 81/,e/1 Rcicbsanleihe. . . zur Haarpflege ist Dr. Dralle’s • Birken- Haarwasser im Gebrauch mit Kopfwaschpulver „Kopfrein“. Durchgreifende Betten -Verbesserung wir! dereb Relnhold’s Patent - Mctrntze „Prlmlsslnic" EmserWasser Kräne hen.______ Vergleichen wir die Surbtidrfcu in de» venchieoonen Monaten des Berichrstahres, io brachte brr Februar die größte l her Todesfälle, nämlich 16, wesentlich bedingt ducch das Vorherrschen von Erkältungskrankheiten der Atmungsorgane Lungen ent .ündung und Influenz: int Znli starben nur 14 Ern heimische, die übrigen Monatszisfern schwanken zwuchen 20 und 37 Todesfällen. , Nach den Todesursachen und größten drankdertsgruppeu ^usammengestcllt verteilen sich die St.-cbesälle folgendermaßen- Wie schon bemerkt, war bei 12 Säuglingen i. V. 26 Leben 4* chwäche, bei 16 Personen über 60 Jahre alt Alters ' schwäche als Todesursache angegeben An X i n b b e tt sie b er ist niemand, an anderen folgen von tMnirt und Wochenbett tnd 2 Frauen verstorben. Eine Scharlach- Epidemie ist in (Hietm während des ganzen Wahres in vonlirfi gleickmiäß'ger Verbreitung beobachtet worden: pen 113 gemeldeten Erkrankungen bei 10k) Hindern und 13 Er wschienen hatten 2 <1) tödlichen Ausgang. Auch D i pht herie mar epidemisch trimmtet, vornehmltch im 1 Biertcliahre: bei 13ki Erkrankten hatten wir 4 Todesfälle -6i. An Di a i c r n sind 2, an Keuchhusten 4 Kinder gestorben. ThvhuS Kranke sind rj 5 bekannt --morden, davon gestorben 1. „ , , , „ -Tic Tuberkulose rorberte 61 Opfer, davon laklm aur Lungentuberkulose 34 unb 27 auf luberfulofc anderer Crnanc (i. P 42 und 13); Todesfälle an LimgensckMnndfuckst kamen hiernach au' 10000 Einwohner 11,1 (t. B 14,0, im .-rgleich mit der Ziffer für das GroßherzogTum eine sehr günstige Lungenentzündung und Zmluenza führten 20 mol, oitberc entzündliche Erkrankungen der '''tmungsorgane in 46 Zöllen zum Tode. An .strankheüen des Herzens und der BlMgefäße starben 32 Personen, an Lchlagfluß 20, en anderen Erkrankungen des Zentralnervenfhstemcs 22. Aahezu >, ocr verstorbenen Säuglinge — 15 — gingen an Magendarmkatarrh 1 Brechdurchfall- zu Grunde (im Voi> obre 13 : an mioeren >lrankheiten der Verdauungsorganc 8 Per • o-ien 12 , an B l i n d d a r m e n t z ü n du n g 4 (2>._ Bösartige Neubildungen, meist ZI r e b S - Geschwülste, sind in IS Hallen als Todesursache genannt, (außerdem starbcit noch 46 i .•r.nibc an Mrcbs Selbstmord begingen 4 (7», tödlich v -• runglückt sind 6 (4> Personen und 1 .Hnabc wurde ermordet .'n 3tcrbcfällc verteilen sich auf minder nichtige und unbekannte Todesursachen. Großh. ZlreiSgesundheitsamt Eteßen. Dr. vaberkoru. *♦ Landesttnivcrsilät. Tie Akademie für Sozial- und handele Wissenschaften zu Frankfurt a M. bat den Privatdozeuten an der Landesuniverfität Tr. Bruck iür das Sommersemester 1909 mit einem zweistündigen «olleg über tropische Nutzpflanzen in botanischer, g"vgra- phischer und wirtschaftlicher Bedeutung betraut. •• Folgende Schenkungen und VermLchtttisse iüd l weckc m Ober Hessen wurden im Bi rt I fahr b 3 betätigt: Kirche Altenschlirf: Zur Anschaffung einer Turmuhr von Ma Ihar ine vosmaim 168 Mk. — Mirche .Iltenstadt - Zum Mirdibmitapital (zur Derstellung der jtzirche Reinerlös eines Weilmachtsf 1 1 1 Kirche Angen rod. Von Otto Schmidt ein Taufbecken im Wert von 52 Mk. — Mirche V o b e n h a u s e n II: Von Pfarrverwalter Bühler eine .'Illarbibel im Wert von 10 Mk. — Kirche (Stadt») Friedberg: Für die .stirchenheizungsanlage von Frau ^tciierrat Deibel Witwe 1000 Mk. Kirche Grebenau: Von den Konfirmanden eine 11 von । DM. Kirche G r o ß E i dre n: Zur ’JlnfdMiffuno einer Altar und Kauzelbekleidung: von Gememde gliedern 158 Mk. 43 Pf., aus Anlaß von KasualhandllMgeu l!i Mk.; zusammen 177 Mk. 43 Pi. — Kirche Grüningen : Für die Luise vubeler-Stiftung zur Gründung einer Kleinkmder?chule und Diakonissenstation von Christian Leilut) II. 100 Mk. — Kirche .\ja in eben: Für ein Gitter um den Krrchcuvlatz Dom Krieger verein S?aindn n in zwei Gaben 123 Mk. 10 Pf. — Kirche Lan - b a rb: Zur Anschaffung eine? .-önnnonumiy für die Friedlwfs- kapellc: von Ztechmn <■. r 1 50 Mk., von Kuuih Mutter Eumra ji Lolms-Laubach ::n Mk., von Gräfin Sriebnd) zu solms Lauboch 20 Mk., von t^rai Wilhelm zu Solms-Laubod» 50 Mk., von Fräulein S Klimt ein 25 Mk, von Pfarrer Nebel 24 Mk., von Gemeind gliedern 92 ")l 1. 79 Pi, von Frau Meyn in Wiesbaden 20 '.Vir.: zufamm. il 311 Mk 79 Pf Kirche Lauterbach: Von Frau Maior Aiedefel Fteifrau zu Eiienbach geb. Gräfin Bernstorff ein auf L>oN gemaltes Oelbild und zwei Wtarleuchker mit Macfwkerzeu von unbekanntem Wert. Mirdic Melbach: Juni CrgelbaufDiibv: von verschiedenen Gebern 25 Mk. 12 Pi. und 29 Mk.: zusammen .">1 Mk. 12 Pf. — Kirche Nieder- C h m c n Von der Gewerkschaft „Louise" ein Ofen im Wert von 250 Mk. Kirche O b e r - M o ck st a d t: Von den Abend- mahlsgüsten eine Attardecke im Werte von 38 Mk., ein Lichte» anzüuder im Wert von 2 Mk. 75 Pf., zwei Uittersätze für die ‘.'lltarlcnditcr im Wert von 2 Ms : Geiaintbetrag: 42 Mk. 75 Pf. 3um Kirchbausond? Nieder Mockstadt von der bürgerlichen Go nieind.' Ajeder Mockstadt 30 Mk. - - Kirche Mi i n b c r b ü g e n : 3um Umbau der Kirche: von Pfarrer Göbel 26 Mk, von Friedrich Peil 10 Mk, vom Gesangverein Miinberbügnt 15 Mk. 4 Pf.; zufammen 51 M.’ir. 4 Pf. — Slirdh* Schadenbach: Zur An- ichafsung einer tzostiendofe: von früheren Geistlichen der Gemeinde 31 Mk. Von Bürgermeister Erb und s>ran eine Altar decke im Wert von 117 Mk., von Lehrer Volk eine Bibel im Wert von 13 Mk.; Gesamtbetrag: 183 Ml — Kirche Vilbel: Zur Unterhaltung seiner ErbbegräbniSstätte von x?cinri(b üerchenröder 500 Mk die Nickst brnötiflicn bimsen verbleiben zur ireien Verfügung des Kirchenvorstande»>. - Kirche Wir berg: Von Ungenannt ein .'lltarkruzifir im Wert von 20 Mk. — Kirche Zell (in Cbcr Hessen : Von mehreren Einwohnern eine Erinnerungstafel der Kriegsteilnehmer von unbrfanntem Wert. •• Der Münner-Turnvercin versendet gegenwärtig einen gedruckten Zahnübericht nebst Mitglieder-VerzeichniS an seine Mitglieder. ** Von der Hassin Ter tätige 2. sdellvertr. Präsi- deut uud 1 Sd)Tif'i ihrer Medizinalrat Tr Bogt in Bittz bach bat mit gcivo.i. i Hl eis; und Geschick den Z ah ree bcrid't über da. i Veri-auaojahr • 1908 der Krieger fameraöjd.aft jbaffia auf in Seiten erstattet. Ta für jedes Mitglied der Bericht leicht erhältlid) ist, bedarf es nicht auSführlidievcr Mitteilung ano dem Bericht, der u. a. für den Bezirk Gießen 18 Vereine mit 2545 Mitgliedern auf- führt, darunter 5 B in Gießen '35 Mitglieder des Marine-, IS dr Garde . .">o des Artillerie-, 25 des Pwnier- und 82 des Kavallerie Vereins. Auf S. 50 und 51 find die 15 Ehren- Mitglieder und die 11 „Einzelmitglieder der ixiffia" nanient- ICircblicbc Nachrichten. ZLraeÜtische RcligionsgeiiKinbt. Sotterdienst in der Sqnagogc (Süb^Inlage). 6 a m 6 1 a q den I. M a , 1 909: Vorabend 7.30 Uhr. Morgens 8.80 Uhr. sJl ad) mit tag 4 4.00 Uhr. Lchriitc ktärung. Sabbata Umgang 8.35 Uhr Israelitische Neligionrgesellschast. Sottesdieast. Sabballeier am 1. M a i 1909: rrreitaq abend 7.20 Uhr. SamSlag vormittag 8.00 Uhr. Nachmittags 4.00 Uhr. Sabbal-AuSgang 8.35 Ubr. WochengotteSdienst: Morgens 6.30 Uhr. 9lbendS 8.35 Uhr. ' .......—1 - --- Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgetoilt von der Bank für Handel und Industrie, Giessen. Literarisches. — (fcntf ernitna *-'21 ngaben iiliierhalb des Kreises Friedberg. Berechnet nach der lürzesten fahrbaren Kreis- traßenverblndung und alphabetisch ztisaininengestelli van Kreis- traßennielster ä h 11 in ,zriedberg. 9.U \ 1 Hatte des Kreises Friedberg. Verlag von Emil Miotl) in Gießen. Von kreis- traßeilineifler Hahn in Friedberg ist eine alvhabciische Zujainmen- ftcllnng der EntferuungL-angaben für die Städte und Cric mner- halb des Sticdeo Friedberg, berechnet nach der kürzesten iahrbaren krei^itraßenvcrbindung, mit Karte deck Kreisen Friedberg, herauS- gegebei, worden. Weit Riickticht auf den praktischen Wert und die Branchbarteii öcs Buches wird es für alle Behörden, Aerztc, 9lad- fahrer, Touristen, Fllhrwerksbestyer, Reifende, Awlets und J — — Herzlähmung J_____ 1 — — Slpril jo« n — E = ute gke' .2 *6 •E 1909 c— - entpei der ü Absol eudjli Nelal euchti <0 i'inbfl Wetter ev GW 5* •7* 28. 2" 749,1 14,0 6,9 58 WNW 4 Sero. Jbtmmr 28. 9“ 750,4 9,3 7,1 82 8 stlarervimmkl 29. 7" 747,8 10,8 6,7 70 SW 2 Bero. tzimme' vöchste Temp iratuc im Y . bi» 28. Avril ■= 4- 14.2'6. Niedrigste . 27 28. , 4- 8,8'6. 2581 Nieder-Weisel statt, Gießen, 28. April 1909. 2549 Die trauernden Hinterbliebenen Danksagung Giessen (Hammstr. 8), den 29. April 1909. Friedelhausen, den 29. April 1909. 2565 Giessen (Dammstr. 36), den 29. April 1909. MillionenHausfrauen putzen Putzextract 2570 Die trauernden Hinterbliebenen 2568 deS Herrn Johannes Becker auf diesem Wege den aufrichtigsten Dank. Gießen (Liebigstr. 77), den 28. April 1909 2559 2574 Neuen-Bäue 15 (Begründet 1832 [1311] Büttner Engel Köcher. Die trauernden Hinterbliebenen Krausgrill, Bürgermeister Familie Forbach. Familie Familie Familie Giessen, Asterweg 54, 28. April 1909. Namens der Hinterbliebenen die tieftrauernde Gattin Margaretha Becker geb. Gerhardt. Gestern mittag verschied nach längerem Leiden unsere innigst geliebte Tochter, Schwester, Schwägerin, Nichte und Tante Fräulein Minna Büttner. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Marie Conrad. Georg Becker Giessen, Goethestr. 21, den 29. April 1909. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen Otto Grünebauni, Lehrer. Die Beerdigung findet Freitag den 30. April, nachmittags Vf, Uhr, zu Partenheim (Rheinhessen) statt. 2552 Die Beerdigung findet Freitag den 30. d. Mts., nachmittags 4 Uhr, vom Portale des neuen Friedhofs aus statt. 2554 K 4/09. < Donnerstag den 13. Mai 1909, nachmittags 3 Uhr. wird in unserem Amtszimmer die dem Georg Hammel und Ehefrau Franziska geb. Stuckart zugeschriebene nachstehend verzeichnete Parzelle versteigert, nämlich 1/264,5 --- 331 qm Hofreite auf dem Kreuz. Gießen, den 19. Avril 1909. Grotzherzoglicheö Ortsgericht. Gros. _____ Giessen, 29 April 1909 Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Ableben Sarg-Lager Metall-, Holz- und Verbrennungs-Särge. Ifebernahme von Bestattungen nach hier und auswärts. SCaH Zimmermann Schreinermeister Nieder-Weisel, Giessen, 29. April 1909. Die Beerdigung findet Freitag den 30. April, nachmittags 3 Uhr, Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dein Hinscheiden unseres lieben Vaters, Großvaters, Schwiegervaters, Bruders, Schwagers und Onkels Karl Steuernagel sagen wir allen herzlichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Samstag, nachm. 3J/2 Uhr, auf dem neuen Friedhof statt. Banmwachs § Adler Drogerie. Otto Schaaf. Saatyartoffel früh und späte Sorten liefert H. Drechsler Steinstraße 48 (2190/ Telephon 581 Die Beerdigung findet Samstag den 1. Mai, nachm. 21/, Uhr, in Naunheim statt. Gestern entschlief nach langem, schweren Leiden meine innigst- geliebte Gattin, unsere treusorgende Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Pauline Grünebaum geb. Herz im Alter von 55 Jahren. Todes-Anzeige. Gestern entschlief sanft meine innigstgclicbtc Gattin, unsere treusorgendcMutter, unsere guteTochtcr, Schwester, Schwiegertochter, Schwägerin und Tante FkilU Karoline Hofmann geb. Lepvtt im Alter von 29 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. Wieseck, den 29. Slpril 1909. 2564 Die Beerdigung findet Freitag, 30. April, nachm. 2 Uhr statt. Danksagung*. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dank. Gestern morgen um 11 Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden unser innigstgeliebter, treusorgender Gatte und Vater, Bruder, Schwiegervater, Grossvater, Schwager und Onkel Herr Emiä Beil, Schreinermeister im 67. Lebensjahre. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme während der schweren Krankheit und bei der Beerdigung unseres lieben teuren Entschlafenen Christian Fritz sowie für die zahlreichen Blumensvenden sagen wir Allen, besonders dem Kriegervercw von Salzböden und Odenhausen, der Eisenbabn-Betriebsinspeklion zu Gießen, fotvic den Beamten und Arbeitern und Herrn Pfarrer Sprödt für die trostreichen Worte unseren innigsten Dank. Die tiestraueruden Hinterbliebenen. Arbeitsvergebnng. Die Maurer-. Pflaster- und Asphaltarbeiten für die Neu» befestigung der Kaplansgasse zwischen Katharinengaffe und 5lrenz- platz sollen Dienstag den 11. Mai d. Js., vormittags 10 Uhr, öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen liegen während der Dienststunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenannten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen an uns einzureichen. — Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 28. Avril 1909. Städtisches Tiefbauamt. Braubach._________ K 44,09. |B=' < Donnerstag den 6. Mai 1909, nachm. 3Uhr, werden m unserem Amtszimmer die der Auguit Helfendem Ehefrau, Hermine geb. Rohde in Gießen zugeschriebenen nachstehend verzeichnete Parzellen versteigert: 21/15,2 - 262 am Grabgarten rechts des Wreiecker Wegs. 21 15,5 ----- 2496 qm Hofreite daselbst. 21/15,8 = 1053 qm Grabgarten das. Gießen, den 9. Avril 1909. Großherzogl. Ortsgericht . Gros. _______ Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere innigstgeliebte Gattin, Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter Frau Christine Krausgrill geb. Schimpf nach langen, schweren Leiden im Alter von 58 Jahren zu sich zu rufen. Um stille Teilnahme bitten Streusand Maurer und Weißbinderfand kann aus der Haas schen Sandgrube bei Großen-Linden abgefahren werden. (03094 Gg. Reichhardt, Besitzer. Hühneraugen Hornhaut rc. entfernt sicher mein bekanntes (2403 „Radikal“ Flasche Mk. 0.50. Germania-Drogerie Carl Seibel - Frankfurter Str. 39. Todes- Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren lieben Neffen Hermann BsM Bautechniker nach langem schweren Leiden im Alter von 24 Jahren zu sich abzurufen. Um stille Teilnahme bittet Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Freitag trifft in der Markthalle Nr. 1 eine große Sendung (03112 Spinat, Saldi, Spargel u. alle Gemüse zu billigen Preisen ein. — Svinat 15 Pfg._______ Prima »Mm Weiwei» empfiehlt (2548 Emil Schmält, Hessischer Hof. Telephon 380._________ Freibank. Heute u. morgen B20 4 Schweinefleisch Pfund 50 Pfg. KreibankinMtscck. Junges, fettes Kuhfleisch, ä Pfund 35 Pfg. 103123 von heute 4 Uhr ab zu haben. Lästige Haare entfernt sicher und schmerzlos „Dcpilo". Dose Mk. 1.50. [2547 Adler-Med.-Drogerie. Otto Schaaf. ■M M & ry. M- N I >' W •v. G 8 5.' *. U U' M D ‘/X*- U Sä# ./..v.-.J U - , '■ IMJUUSUiä MWMG - W-' ■ v f x Beste __ i. 1 UM.", —■ WWIW ==TrSSSS O U 1 GOGGS»TOG»OO0O«G0OO»S»SHKTD otat-Aurvertau wegen vollständiger Geschäftsaufgabe SMielis ßm nie» zu ;ta MM« Preise nM Docter, Seltersweg Aeusserst günstige Gelegenheit für Brautleute 2417 ci' Q? ■: ■ ' 1 ? -n ■- — - w 73rate ohne ‘Tett “'M Brüder Schmidt ll Inh.: Heinrich Guthnrdc. Alleinverkauf bei: Seilersweg 12 August Kröll SßliüFSWÖQ \ü i * ä Pfu^ 80 Psg.- sogen. * Hamburger Rauchfleisch Besichtigung ohne Kaufzwang erbeten. Man achte auf Marke „Oetker**. iss7/«] Probieren Nir bitte Tennisschuhe u. Stiefel Eberhard UrtLxer. Seltersweg 70 C*t Wetter- Telephon 434 Schuhe! Schuhe! 2 Hd.-Dose 30 Pfg. H n w n n »J n n n n 12 Sauerkraut Bahnhofftr. 4. 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