gieren &K E-NÄKr groia®*«, sq -LV- Silben mit öurt.el- dir bie öorfi ^ei<^et11:” 1 a»igestelli» m>. " Ite »«bei gi, ”lh h*. K bie f-L> hi 1 d« nahm iteÄ8 ^bä-^ UM ;rsM VL* dem Verkauf bUT bain.it. Besonders jtiAtu nUmi A? diente eiM » und sich iogcr SÄ^«?elM4un9te S ,tlc ^otengräbn P rrmkgclber. Tas BegM Wict Tcm. wn Körpers einen hij-. ^ngen, große EniiLdig^ en zu bezahlen. rhre unterwegs ist > jnit dem königlWn ödbren abgesanbt tourk w •idu erreicht bat. LMM 'n den sehr hohen, ouküri unbciieglichcn gra^'fc murath, der überred ii c und vollkommenen Kmi «ndelskammer tun 3r über die zuverlässig ich und der Levanteich )ic in jenen Fahren iiL ndessen gestört, uü»’s. n .Hause der ZaiWuM ; Ludwig XIII. da cte ^ckissc von 'Hian'eiflt ir. ta n der eine furchtbare HE bensmiticl aufichm W«. schreiben, das ran i'N 2i9 ii dem heute bitt NWiil' 300 Kühe, Rinder und Mu hoben Preisen flott, dir M icmartl waren etwa 61 'tere toftelen 35 und 45 -90 M. ba§ Paar, je r:: iinq gut. __________ M mW urger Ltt. 4o, chen 13 (06 90 1 <“l 4,s| 3- 8° ,r? 8* Ur iifct ;obnd)cu Äj?/.:;;; rmer stille, - hatte, 1« ** ö Kerl geworden. -gj ... i werden muhe^A. im ein Jahr al M^. iqen iniljer getan'-» diese BermdeE^ lgez.) Fra» M ner Mutter lenit »* besonderen VoG°^7 ttz Emulsion egen, w°»K ui4 St*uÄ > bejonbet» b« • iltig «” „aS «onb"9 (j)l, ?„ Metta» 9™ 'EÄ""!°AA- ^ Ki" 6“ E- Nr. 99 Der Siegener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich 6ie6encr$amilienbläftcr; zweimal wöchentl.XreiL- dlatlsürdenAreir Sietzen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Landwirtschaftliche Zeitfragen Fernsprech-Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesiumimer bis vormittags 9 Uhr. Erstes Blatt ISS. Jahrgang Donnerstag 29. April 1909 Rotationsdruck und Verlag -er vrühl'schen Univ.-Such- und Lteindruckerei R. Lange. Sedattion, Lxyedition und Druckerei: Zchulstratze 7. <- & V: Eck Bezu gsp vei ?: monatlich 75 Pi., viertel- fährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Mk.2.— oiertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeileirprers: lokal ItzPs., auswärts 20 Pfennig. Verantwortlich für den politischen Teil: E. Anderson; s. Feuilleton und „Vermischtes" K. Neurach; für „Stadt u.Land" und „Gerichts- saal": E. Hetz; für den Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Die Ausschaltung des Blocks. Nicht mir Sydow, sondern auch der bayerische Frnanz- minister hat sich gegen die konservativ-klerikale Reichswertzuwachssteuer ausgesprochen. Im Steuerausschuß der bayer. Kammer äußerte sich der Finanzminister dahin, daß ihm die Reichswertzuwachssteuer unannehmbar erscheine. Die Besteuerung des ELdanfalles an Deszendenten und Ehegatten erscheine ihm als gangbarste Form der Besteuerung des Besitzes. Auf einem anderen Wege werde man nicht zu einer befriedigenden Lösung kommen. In Berliner parlamentarischen Kreisen verlautet: Im Laufe der Besprechung über oie Wertzuwachssteuer im Reichstage habe sowohl der Finanzminister Frhr. v. Rchein- baben als auch der Reichsbankpräsident Havenstein entschieden erklärt, die Durchführung einer Wertzuwachssteuer auf Wertpapiere sei sachlich und gesetzgeberisch kaum ausführbar. Die „Nationalzeitung" erfährt aus parlamentarischen Kreisen, daß der Reichskanzler gestern, Mittwoch, die Führer der konservativen Partei, v. Manteuffel, v. Normann und v. Heydabrand, zu einer Besprechung bei sich empfangen hat. Es scheint aber, daß sich die Negierung keinen großen Erfolg gegenüber der Hartnäckigkeit der Konservativen und des Zentrums verspricht^- Wie nämlich die National-Zei- tung erfährt', betrachtet man in Regierungskreisen nach den vorgestrigen Erklärungen den Block als ausgeschaltet. Voraussichtlich werde die Reichsfinanzreform mit den Konservativen und dem Zentrum gemacht werden, da man einen Appell an die Wähler nicht für zweckmäßig hält. Die Erb- anfallsteuer werde als aussichtslos aufgegeben und statt bessert werde das Branntwein-Monopol nach dem Kompromiß zwischen Konservativen und Zentrum in erster Linie als Haupt-Finanzguelte herangezogen, ebenso wie die Reichs- toertzuwachssteuer, besonders auf Wertpapiere, an deren Annahme im Reichstage nach der neuen Konstellation nicht zu zweifeln sei. Die Finanz-Kommission des Reichstages wird übrigens 'ieute die Beratung des konservativen Antrages betreffend Hinführung einer Wertzuwachsstener beginnen. Sehr resigniert äußert sich auch schpn die National- Merale Korrespondenz- über die Lage. Die Besprechung iiber die konservativen Werizuwachsanträge, so schreibt sie, zu der in immerhin etwas seltsamen Formen Herr v. Nor- Wann Vertreter- der verbündeten Regierungen und der bürgerlichen Parteien auf Dienstag abend geladen hatte, ist «msgegangen, wie man nach den letzten Pronuneiamentos der konservativen Presse fast erwarten mußte. Tie Herren vom Negierungsti,ch haben sich müde geredet, den Konservativen Lie völlige Unausführbarleit eines Teils dieser Anträge Zu erweisen und die Unmöglichkeit, sie als Ersatz für die Besteuerung der Erbschaften in die gegenwärtigen Finanz Hläne aufzunehmen. Dann haben die Konservativen in -finsterer Entschlossenheit erklärt, daß sie auf ihrem Stück Leharrten und das Zentrum ist ihnen einmütig und von Hartei wegen beigetreten. Vielleicht wird die Rechte das als eine Genugtuung empfinden. Vielleicht glauben die Herren wirtlich, daß es dem Zentrum ernst ist mit seiner gestrigen AbGmmung; kann sein, daß sie in ihrer Fechter- ssümmung übersehen, daß sie in Wahrheit die Geschobenen sfind; daß es dem Zentrum nur darauf ankommt, koste es was es wolle und gleichviel mit welchen Mitteln, den Riß Wischen den Konservativen und der Regierung zu erweitern und die Mehrheit, auf die in den letzten zwei Jahren der Kanzler sich stützte, zu zertrümmern. Indes sollen das meines LenMeton- -h. Von der Weisheit und dem Stolz der deut- f*cf)en Post. Seit dem 1. April hat die Postbeyörde den An- kknifts stempel bei allen Sendungen abgeschafft, um Zeit zu sparen und uni die Beförderung beschleunigen zu können. Für die Ge- s'häststrctt find diese Maßnahmen aber keineswegs erfreulich, da fair Aukunfissiempel für sie mitunter von bedeutendem Wert ist und dura) ihn die Ursache einer etwaigen Verzögerung sicherer zu ermitteln war, als das nun der Fall ist. Um die Zeitersparnis euer richtig zu verwenden, hat die Post in richtiger Erkenntnis Üer Nocweudtgkeit eine Neuerung eingeführt, die ebenso hübsch ivie überflüssig ist. Auf alle Senduiigen, die durch Eilboten zu bestellen sind und den bezüglichen Vermerk deutlich äusweiscn müssen, klebt nun die Post noch ein rotes Zettelchen, das diesen Vermerk w i e d e r h o l t und zwar in deutscher und franzö- ssi s ch c r S p r a ch c. Die Notwendigkeit dieser Bezettelung leuchtet außer dem betreffenden Tezevneuten wohl niemand ein, und warum gar die französische Sprache herangezogen »v-ird, ist völlig unklar, da aus der ganzen Erde heute schon viel mehr deutsch -rls französisch gesprochen wird und für uns doch keinerlei Keranlassung besteht, solche Mätzchen zu machen. Warum wir rare immer mit dein Hut in der Hand vor dem Ausland stehen llaüssen und doch schon als kleine Zdinder Deutschland über alles! f'ngeu? Mit demselben Rechte könnte man den Vermerk in türkischer Sprache daraus setzen —. Es lebe Deutschland! Ach, trern! Vive 1’ Alhnagne! — D i c Vorstellung de r S chau spiel c v im Zirkus Dusch, die vor einem bis unter das Dach gefüllten Haus, vor ernem begeisterten und durch all den Ulk lebhaft erheiterten! Publikum in der Nacht zum Sonntag wiederholt, worden ist, tet rnt Lager der Artisten Groll erregt. Das älteste Llrtisten- s«chblatt schreibt: „Dies übergroße Interesse an einer Zirkus- vwrstelirmg, die reine Zirkusvorstellung war, nichts als ein 'Dilet- lomtcnspuk, bei den: die positiven ßeiitungen nichts bedeuten und tuiturßemÖB nichts bedeuten konnten, ist eine schwere Ungerechtig- lait, eine Herabwürdigung der ehrlichen Manegekunst. Eme durch ehrlichen Fleis; und^ Schweif; der Llrtisten geweihte Kunststätte ist zLM Tummelplatz stümperhafter Versuche geworden!" Die Ar- tu'ten haben ihrem Unwillen über die Schaust ielervorsteUungeü Lach bereits praktisch Ausdruck gegeben, indem sie es ablehnteit, träten Teil der Einnahmen, der ihnen angebotcn wurde, für ihre lüttterstützuugskassen anzunehmen. Sie zeigen iedoch durch diesen Gwll einen lebhaften Mangel an Humor. Kein Schulreiter, sagt das 18 T., braucht sich zu ärgern, wenn Vasserrnann in der Manege die Hobe schule reitet, und auch die Clowns können nicht gut beleidigt sein, wenn Else Lehmann sich in ihre Reihen stellt. Daß aber die Schauspieler selbst 'sich nicht einbildeten, ihre Ännstftütte Io gut machen zu können wie die richtigen Zirkuskünstler, das zeigt ein Witz, den einer der Pseudvclowns verbrochen hat. Memmt da ein i>Naun in die Manege gegangen. „Was sind Sie?" fragt der Clown. „Schauspieler". „Und was ivollen Sic hier?" „Ich will hier auftreten." „Was, Sie wollen hier auftreten? Sie, hören Sie mal, hier muß man was können!" — Manneken-Pis in Feuersgefahr. Manneken- Pis, das ebenso ungenierte ^vie beliebte Ehrenbürgerleiw Brüssels, wäre beinahe verbrannt oder g'tzfchmolz-en. Das niedliche fciuderfigürchen in der Stellung, die allen Engländer rinnen ein „shocking" entlockt, lehnt an einem Block alter Häuser, und eins von diesem war am Somitagnachmittag unvermerkt in Brand geraten. Als man es. bemerkte, schlugen die Flammen schon hoö' gen Himmel, und die Einwohner, die einen SonntagsauSslug machten, trafen bei der Heimkehr eine leere Trümmerstätte. Die Feuerwehr halte aber die anderen Häuser und — Manueken gerettet, sogar ohne seine Mithilfe bei der Löscharbeit in Anspruch zu nehmen. -- Was ein Rad werden will . . . Der Voss. Ztg. schreibt man aus Paris: ES gibt keine Kinder mehr: in Frankreich wie anderwärls. D-ie lieben ftteinen machen sich alle Sitten und namentlich Unsitten der Erwachsenen zu eigen, und alle politischen und sozialen Schlagworte des Tages finden in ihren frischen Gemütern den lebhaftesten Widerl-all. Es geschah in diesen letzten Tagen, daß die Schüler der 'Volksschule im Torfe Sepmeri.s, unweit von Lille, Scaatsbürger im 'Alter von sechs bis zwölf Jahren, mit ihrem Lehrer unzufrieden waren. Der Grund? Sie fanden, das; der würdige Scholarch für sie - zu alt ist! Er ist nämlich etwas Über fünfzig Jahre alt. Sein Turnunterricht läßt nach ihrem Urteil zu wünschen übrig. Der Lehrer ist nicht gewandr, nicht geschmeidig, nicht kräftig'genug. Er springt, klettert, läuft, arbeitet am Reck und Barren nicht schneidig genug für ihren Geschmack. Und da ihres Erachtens das Turnen der wichtigste Unterrichtsgegenstand, der Sport das vornehmste Bildungsziel der Volksschule ;>'t, verlangten sie kurz entschlossen — die Versetzung des unge^.-ickten Lehrers in den Ruhestand und die Ernennung eines Athleten zu seinem Nachfolger. Tie Schulbehörde, an die das Gesuch allen Ernstes gestellt wurde, war hinter der Zeit genug zurückgeblieben, um die Forderung der kleinen Unzufriedenen nicht zu beachten. Diese wußten sich zu helfen. Sie beschlossen uiwerzüglich den Ausstand und setzten ihn nach allen Regeln der Kunst ins Werk. Eurige nicht unsere Sorgen sein; das haben die Konservativen mit sich und ihren Gewissen abzumachen. Mit ihrer: Gewissen auch, wenn sie sich dauernd allen gilllichen Vorstellungen verschließen und gegenüber jedweden sachlichen Argumenten taub bleiben. Worauf sie hinaussteuern, ist nunmehr ja ohnehin mit Händen zu greifen. Wer so vor- geht, will den Bruch; dem handelt es sich einfach um eine glatte, nackte Machtfrage; der trachtet danach, an den Verlegenheiten des gemeinen Wesens sein Parteifeuerchen zu entzünden. Es dünkt uns unter solchen Umständen müßig, darüber zu debattieren, ob der Block noch besteht oder nicht. Das ist, wie die Dinge sich nachgerade gestaltet haben, eine Doktorfrage. Schließlich stehen wir doch vor der Tatsache, daß die Konservativen von den bisherigen Gefährten mit Bewußtsein ab gerückt sind und daß sie ihre Entschlossenheit bekundet haben in der Opposition gegen diejenige ©teuerart zu verharren, die von der Regierung zu wiederholten Malen als conditio sine qua non bezeichnet worden ist. Wohin dieser konservative Widerstand noch führen wird, wissen wir nicht; ist auch nicht unsere Sache, zu entscheiden. Immerhin wird man es uns wohl nicht verdeirken können, wenn wir in dem Streit um die Macht, der nunmehr entbrannt ist, der Regierung den Sieg wünschen. Sie würde in diesem Falle die Interessen der Gesamtheit gegenüber keinerlei Parteieigensucht vertreten. Die „Köln. Ztg." warnt die Regierung noch in letzter Stunde vor dem Zurü.-Eweichen: „Das Zurückweichen würde der Autorität der jetzigen Negierung so schaden, daß sie sich nicbt mehr halten könnte. Die Auflösung des Reichstags aber würde im Augenblick jedenfalls zu einer Zusammensetzung führen, die zwar eine Bestrafung des konservativen Trotzes, aber durchaus noch nicht eine Erleichterung der allgemeinen politischen Lage herbeiführen würde. Das Notwendigste scheint daher jetzt zu sein, daß der Reichskanzler seine ganze Autorität einsetzt, um zu verhindern, daß der konservative Antrag überhaupt zur Abstimmung gelangt, daß er selbst in den nächsten Tagen an den Verhandlungen der Reichsfinanzkommission teilnimmt, um zu erreichcm, daß diese keinen die ganze Reform hindernden Verlauf nehmen. Daß es mit den sachlichen Gründen der Konservativen gegen die Erbschaf.sbesteuerung nicht sonderlich gut bestellt ist, hat sich rviederholt gezeigt, hat sich namentlich darin gezeigt, daß viele Konservative, auch Parlamentarier, ihr mehr und mehr sich genähert haben, hat sich vor allem in dem letzten Wochenrückblick der Kreuzzeitung gezeigt, die selbst gestand, es habe unzweifelhaft bei der Fraktionsmehrheit sogar der gute Witte bestanden, nach der Richtung der „Witwen- und Waiiensteuer" weiter zu verhandeln, sofern verfassungsrechtliche Sicherheiten gegen spätere unerträgliche Erhöhungen gegeben werden könnten. Wenn trotzdem jetzt dieser plötzliche Frontwechsel vollzogen worden ist, so liegt die Erklärung dafür nicht in sachlichen Erwägungen, sondern in persönlichen Gründen. Die „Kreuzzeitung" verrät es selbst, wenn sie sagt: „An diesem Umschwung ist -einzig die Tattik der Regierung schuld!" Gegen diese Taktik der Regierung also richtet sich der konservative Vorstoß. Offener ist noch niemals zugegeben worden, daß man die Gründe für sein Verhalten nicht aus der Sache selbst herausholt, sondern sie sich durch Umstände eingeben läßt. Den Konservativen wird dieses Wort noch oft in die Erinnerung gerufen^ werden und sie werden sich seiner nicht zu erfreuen haben." Zum türkischen Chronwechsek. Wie Mohamed V. durch die Jungtürken zuin Throne gelangt ist, >o -gt damit gleichzeitig auch das Jungtürkentum tatsächlich zur Herrschaft gekommen, und eine neue Aera scheint damit für die Türkei l>ereinzubrechen. Gewiß hatte die jungtürkische Bewegung schon in den letzten Jahren so an Boden gewonnen, daß Abdul Hamid diesen Bestrebungen Entgegeukommeii zeigen mußte;- von welcher Gesinnung er aber in Wirklichkeit beseelt war, das haben die letzten Ereignisse bewiesen. 9hir mit dem' größten Widerwillen hatte er sich zur Gewährung einer Konstitution verstanden, weil er wohl merkte, daß es ihm sonst an den Kragen gehen würde. Die schon damals auftauchenden Befürchtungen, daß er es nicht ehrlich meine, sondern wie vor 30 Jahren versuchen würde, in einem ihm geeignet erscheinenden Momente zur Reaktion zurückzickebren, haben sich schneller, als man erwartet hatte, erfüllt; aber diesmal hat seine Kurzsichtigkeit den Sultan den Thron gekostet. Auf führerlose Soldateska und die niedere Geistlichkeit lMte er sich stützen zu können geglaubt, aber solche schwankenden Säulen konnten den morschen Bau nicht mehr halten, „das Alte stürzte, unb neues Leben blüht aus den Ruinen". In den letzten Tagen schien es, ccks wenn man eine Schattenl-errschaft Abdul Hamids unter scharfer jungtürkischer Kontrolle beibehalten würde, und der Sultan mag nach dieser- Richtung Ihn auch Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt haben, aber die Erbitterung gegen ihn, der Tausende imd Abertausende auf dem Gewissen hat, war eine zu große, und vielfach forderte man sogar seine Hinrichtung. Schließlich beschränkte sich Abdul Hamid darauf, um sein Leben zu winseln, das man ihm auch gnädig schenkte, obgleich die Jungtürken barüber ergrimmt waren, daß ihr Einzug in Konstantinopel doch nicht ganz ohne Blutvergießen abgegangen ist. Daß )ie für die jüngsten Vorgänge Rache nehmen wollen, ist menschlich begreifM), politisch klug würden sie aber hmrdeln, wenn sie weitgehende Milde walten lassen würden, um eine Versöhnung herbei zu führen und damit die Ruhe zu sichern. Vor allem darf man nicht vergessen, daß es noch weite Länderstriche gibt, in denen man vom Jungtürkentum nichts wissen will, und wo man sogar mit einer Erhebung gegen das neue Regime zu gunsten Abdul Hamids rechnen muß. Am Ende der inneren Wirren in der Türkei dürste man daher vorläufig noch nicht sein, sondern man wird sich auf weitere Ereignisse noch gefaßt machen müssen, wenngleich nicht von jenem Umfange, wie die letzten, zumal die Jungtürken gezeigt haben, daß sie imstande sind für Ordnung einzutreten. Eine Einmischung des Auslandes ist vorab nicht mehr zu erwarten, und das ist gut, da sonst internationale Zwisttgkeiten sich leicht hätten anschließen können. Am wenigsten zufrieden dürste man in England mit der Wendung der Dinge in der Türkei sein, denn es scheint doch, als wenn man bei den jüngsten Vorkommnissen der Drahtzieher hinter den Kulissen gewesen ist, in der Hoffnung, als Lohn für die Wieder au s ri ch t ung der Autokratie einiges einzuheimsen, während man jungtürkischerseits wohl einige Neigung für ©nglanb zeigte, die aber lediglich platonischen Charakter hatte, was dem kaufmännischen Geiste John Bulls wenig zusagte. Dagegen kann es wohl sein, daß die beut» s ch e Diplomatie nunmehr wieder ihre prominente Stellung am Goldenen Horn erhält und die Aeußernngen des neuen Sultans und auch des Generallissimus Schewket Pascha deuten betranf hin, baß vielleicht jetzt wieder in» Konstantinopel ein besserer Wind für Deutschland wehen wirb, nachdem man in den letzten Monaten durch allerlei Intrigen uns von dort zu verdrängen versucht hatte. bin historisches Dokument. Der amtliche Wortlaut des in der vorgestrigen Nationalversammlung über den Thronwechsel gefaßten Beschlusses ist folgender: Dienstag, den 27. April 1009. Die aus Senatoren und Deputierten zusammengesetzte als Nationalver-sammlung tagende Versammlung, wählte einstimmig unter den beiden Vorschlägen, die in dem von dem Scheich uel Islam verlesenen und unterzeichneten Fetwa enthalten sind, die Entthronung. Dem- zufolge wurde der Sultan Abdul Hamid II. des islamitischen Kalifats und des ottomanischen Sultanats für verlustig erklärt und als sein legitimer Erbe Mehmed Reschad Effendi unter1 dem Titel Mehmed V. zum Kalifen und Sultan proklamiert. Wie Abdul Hamid seine Absetzung erfuhr. Wie Abdul Hamid das Urteil des Parlaments und der höchsten geiiilichen Äutorität überbracht wurde, sckstlb-ert der Tailtz-Tele- graph-Korresondent wie folgt: „Der Kiosk wurde zunächst von allen Eunuchen, Dienern, Weibern und Beamten geräumt, dann drangen Nurzzi-Bei, ein an.berer Offizier, ein Dutzend Soldaten, besonders entschlossene Knirpse stellten sich an der Schultür auf unb riefen allen Kindern, die morgens mit ihrem Nänzlern aw- ruckten, schon von wertem zu: „Ausstand ! Keine Schule!" Zrr -.hrcm Lobe seines gesagt: die^Kleinen begriffen rasch unb taten jauchzend ihre Schuldigkeit. Sie kehrten nm und gingen trupp- wn,e hinter die Sckmle. Rings um diese umrden Ausstandsvosten ausgestellt, sie hatten aber keine Arbeit. Tenn unter dem musterhaften Nachwuchs von Sepmeries fanden sich keine Ausstands- breckM. Der Ausstand bauert fort. Denn der Lehrer ist )wch immer nicht abberufen. Die Eltern Mischen sich nicht in den Streit, ^te haben anscheinend zu viel Achtung vor den Menschen- und Bürgerrechten ihrer Sprößlinge, die in der Tat die Hoffnung der Reprchlik sind, (sie haben noch feine Gewerkschaft gebildet, ua; dem allgemeinen Arbeitsbunde nicht angeschlossen und ihre Schulbücher und Federhalter nicht verhunzt. Tas kommt wohl noch. Die Kleinen von Sepmeries haben den Klassenkamvs in ihrer Werse begriffen — als einen Kamps der Schulklassen. . — ,2-ad Meist er werk eines U hrmachers. Nach vieriähriger geduldiger Arbeis hat jetzt ein Uhrmacher in Coventry eine kleine Uhr fertig gestellt, die ein Meisterstück der F-einmechanik ist. Die Uhr hat etwa die Größe einer mittleren Taschenuhr einen Durchmesser von fiebert Zentimeter bei einer Ticke oon achtzehn Millimeter. Sie schlägt Stunden und Viertelstunden gibt meckranisch genaue Angaben über die Stellung der Sonne und des Näondcs, bezeichnet auf die 'Sekunde genau das Aufgehen der Sonne imb dm Untergang, Ebbe unb Flut und auch die Sternlnlder, die m den verschiedenen Jahreszeiten sichtbar sind ~er Wert dreier kleinen Uhr wird auf 20 000 Mk geschätzt - Kält e l et tun gen. Auch bie Kälte, gleich bem Wasser ober dem Gas, durch Nohwn denen zuzuftihrcn, die ihrer bedürfen, ist lein blotzer bräunt eines Ingenieurs mehr Es gibt ru Amerika bereits eine Anzahl Städte, wo in Zentralen Kälte erzeugt unb dann durch ein stlöhrennetz in die Häuser geleitet w.rd. Als solche Orte macht der „Kosmos", das bekannte Crgan glerchnanrrmn Gesellschaft her Naturfreunde, namhaft: stcew- iwrk, Loswn, £>t. Louis, Baltimore, Los Angeles, Norfolk, Sen- bet, Kanws City. ~ie Kälte wird im allgemeinen durch Am- mvniakw.stchrnen erzeugt. . ~ Chronik aus Kunst unb Wissenschaft, "br Kuchetchrstoriker ^rotessor Dr. Joseph Sauer an der Uni- p>erI\tnl lS Xy 1 -111 \b $r* '"Ul de Sinn Konservator für die md)liehen Kunst- unb '.UUeriunisbenhnäler Badens ernannt, bie c etehe war leit dem Tode des Geh. Rats Dr. F. X. K r a u s -i-1901i nicht mehr besetzt. * cn M bisher recht wider, vrechend lauten. uvckz Nachdem vor kurzem der Unterrichtsplan ^der Baugewert Ter hrtel iiiicrheblid), ob das Ma»; durch Anprobe, tanfi in »rudi t An dem Bahnbau Grün- ein In der Frage des Unterrichts an den zu legen. Lililät stets entbehren wird, insolge des häufigen Lehrer T. identen Anwesenden bemerkte inan unter anderem den aus Aus Stadt und Land Arbeiter einen Un» geneten mehrere Wagen aus den Arbeiter u • Main-Rhein-Ga'!- gestrigen Tagung be* * " X Leibe mein wird es sein, die Aeußerungen der französischen Presse über diesen Hör trag zu Hören Gießen, 29. April 1909. Für den III. InfonuationSkursu^ zur Infanterie-Schicßschule wurde 1 lö, kominandiert. Der Schicksal bcrg-Lich erlitt ein italienischer fall. Beim Anfchütten des Dammes stark ins Rollen, ein Wagen stürzte verletzte ihn erheblich. — Alsfeld. 28. April. Der ivirte-Verband hat auf feinet Lothringen. 0 Grünberg, 28. April. stimmig der Ansicht, das; trot< Aufstellung neuer Grundsätze für die Erteilung des Unterrichts an diesen Anstalten, und ogbleich für die Ausbildung der Lehrer an denselben all jährlich besondere Shtrfc eingerichtet sind, der Unterricht an diesen Anstalten einer gewissen Sicherheit und Sta- V a n d w e r l c r - S o n n t a g s s ch u l e n war Ter ftäbtifchc Boransckla .597 212 Mk ab. Unter den (hr. Sckrntzung oder durch Abmessung genommen wird. Tir . schäftigung von Arbeiterinnen und jugendlichen IrtcÜrnt hat demgemäß, mit wenigen in der Verordnung felbi: c gegebenen Ausnahmen, nach den Vorschriften bei ritz l - "l3S der Gewerbeordnung zu erfolgen •• Einfuhr von Schweizer Vieh. Die “ Einfuhrbeschränkungen, die daS Gioßh. Badische Mimsln bc5 Innern für die Durchfuhr von Schweizer Vieh onqcotbr.r. hat, gelten auch für die Durchfuhr von solchem durch Wz lassen; darauf stehe, er nach Amerika gebraucht, haftbar gemacht werden. Worms, 28. 2lpril für 1909 schließt mit 2 litjtti Er- *3^4 Tn Tal Schicksal des enttlirouten Sultan«. neue Sultan Mahomrd V soll sehr be'örgt um das seines Bnideis sein, .;umal die Nachrichten über sein man ein* des Herrenhauses, Frhrn v. Manteuffel, den Präsidenten deS Reichstages. Graien Stolberg Geheimrat Paaickic. Gr.if Appersdorf, den (Glaubten v. Flotow, der im Namen des Auswärtigen Annes erschienen war, sowie zahlreiche ^tar'Hinten tarier und Diplomaten Ter Redner führte unter lebhaftem Beifall aus. das; die deutsch-frtNizösische Anualie- rmbi ti I fei und das; sie anirninui und o!htv Hintergedanken ver- wir Nicht iwrDen müsse Geheimrat Paasche dankte dem Redner ftir die wisgez^rchnelen 2Sorrc und mochte den Bor- fd>laq, den Vortrag ins Deu.-j^ übersehen zu lassen, der vou der Veiiav'.u:lu:>g umtÄOuuu iv. rde Von Interesse neuen Ministeriums. Inzwischen Ha- Präsident FalliöreS bem neuen Sultan telegr«irdisch feine Glückwunsch ausgesprochen und bei franwh'dK Winisler hr? Aaißern begoh sich gestern nachmittag auf bic otto manisch«- Bctidwit ut Paris um beit türkischen Botickwiter zur THoonbefteigmig Sultan Mohmnebs V. zu bvglurfivünicbcn. Die rranwudr Wegu-nm.i bat der tikriidm Regierung ihre Glück nyünfdK umi Thronwechsel lelegraplnick' übcnmhelt. Die Krönung unb llmgurtung des neuen Sultans mit bein Schwerte wirb in der Mosckwe Vriut nach ’?TMftiif von vierzig Tagen erfolgen. schlossen, seinen nächstjährigen VerbandLtaa hier abtubalt i Bad-Nauhcim, 28 April. Bor der offiziell-r Eröffnung des neuen staatlichen .>t o n z e r t h a n >«' - die 'iurtapelle auf Veranlassung des Großh tiurbiunot. ;ur Prüfung der Akustik des Saales heute ein Probekonzett bei dem gegen 1 400 Schüler der hiesigen und Fried derger Schulen den weiten Raum füllten Offenbach, 27. April. Ter Vorsitzende der io^.* bemokratischen Partei gab gestern abcnb bekannt, das; t ' SOjähngc Hilfsarbeiter auf dem Parteifekretariate, SWinlt vor einigen Togen mit 5 00 M k. aus der Kaffc nach Ainer- Er habe diele Summe in Abwefenh«: Gewerblicher Unterrichtswesen. Am 26. April sand in $ arm ft ab t eine Versamn^ lung der Direktoren und Leiter der gewerblichen Unterricht«- en Herrenhauses in Berlin einen Vortrag über das Thema ..Französisch-deutsche Annäherung al» Grundlage des Weltfriedens". Unter den Kinao^owmissio». In der Sitzung der Fi n a n z k o m m i s s i o n de s Reichstages wurde gestern § 107 des Branntweinsteuer geiCHc» Verkehr mit Esjig dein narionallibe al freiit inigen Aiitrao entsprechend gestrich-m. Dann wandte sich die Ber Handlung von neuem der Betriebsauslage und der daraus zu ahlenden Denaturierungsnergütung u Nach langer Aus'prache wird eine ganze Reihe Anträge angenommen Danach beträgt die Vergütung für vollständig vergällten Branntwein 18 Mk für den nn hinderen Mitteln als Essig veig'.llten 12 Ml, die Ausfuhrprämie 9 Reck für den iyetto liier Alkohol. Diese Sätze sind vom Bundesrat mindestens einmal im Zahre naclizupriisen und unter Aufrechterhaltung des Verhältnisses der Vergütungssäpe dergestalt zu erhol en ober hcrabzusetzen, daß die Ausgaben nicht über die Ein nahmen aus der Betriebsauflage hinausgehen. Nach £ >6 des Entumrfs soll aus der Betriebsauflage ein Denatu rierungsfonds bis zu zehn M ll.onen angcfimmelt werden. Abg. Sieg natL) beantragt eine Erhöhung bis zu 50 Atill. Abg. Müller Fulda b-nuiragt bi-' Verpflichtung zur Zurück erstattung der Betriebsauflage. sobald aus ihren Einnahmen 10 Millionen angesammei: sind Den Antrag über die iHücferirattung zog Abg Muller-Fulda zuruck behufs anderer Formulierung zur zweiten Lesung Tie Hohe des Denatu rierungsfonds wurde, unter Ablehnung des Zehnmark-Satzes des Entwurfs, der 40 Mk. des Antrags Dietrich und der 50 Mk. des Antrags Sieg nach einem Antr.^e Speck Ientr auf 20 Mk. bemessen, ter Abschnitt über die Betriebsam» läge wurde erledigt. Morgm beginnt ber Vereinbarung gemäß die Verhandlung des konservativen Antrages über die Wertzuwachssteuer._____________________________________ Ausland. Der Zar wird, iuie bic „Kieler Neuesten Nachr." mitteilen, in der zwenen Hälfte des MonalS Mai mit einem Begleitgeschivader von 5 bis 6 Kriegsschiffen aus der Fahrt nach Franki e,ch Kiel pafsicren unb hier kurze Zeit verweilen. Tie Weuersahrt wird voraussichtlich burd) den iiailer-Wilhelm-Kanal erfolgen. Cb eine Beqe«nnn>g des Zaren mit dein Kaiser erfolgen wird, stehl nod) nicht lest. Tw Polizei von Monaco verhaftete den 23jährigen Franzosen Verdier, der Anarchist m und erklärte, nnd) Monaco qefomnien zu fein, um den Präsidenten z u töten. Ter Perhaltcle tuav im Besitze eines mit sechs Kugeln geladenen Revolvers. Er mürbe zwar inS Gefängnis gebracht, doch glauben die Behörden, es mit einem Geisteskranken oder Alkoholiker zu tun zu haben. nahmen stehen an erster Stelle die 'Gemeindesteuern null , Millionen, Ertraginsse aus tHa», Wasser unb cleftrtfw1 Mrail mit ' 2>»000 Mk das städtische Cftrot mit 214 »O1 ?•' Die hauptsächlichen Ausgaben betreffen die Kopitalz v'^' nut । Mill-onen, die Volksschulen mit • • Million, Ber walning und Poli;erw«'sen mit 420 000 Mk Tie Vermögen:- rechnung schließt mit 1 371 OO'f Mk ab . [ Marburg, 28. 2lpril. Hier trank ein Solda' Furcht vor Bestrafung wegen UrlaubsuberschreitunS Lysol Der Manu wurde sosort in die Klinik gebracht. X. Hanau, 28. April. Bei den in den <*marhingn ber Crte Marköbel, Butterstadi unb Bayersröderhof vor genommenen Ausgrabuiigen sind wiederum eine Anz-d bal ? fetten aus prähistorischer Zeit zutage a< fördert worden. Die .Metten werden gebildet von je eine*, größeren Anzahl kleiner, flacher Steinchen von nieten förmig, länglich ovaler Gestalt, die feine Bohrlöcher um teiltveiic wnicfte linarc und kreisrunde Ornamente ;eigen Wiesbaden, 28. April veutc abend brach n-J , Frki 3tg." in der LZalluferstravc Lroßseuer ö* •• 2 e hrerpe ri onal ien. liebet tragen wurde dem Schiilamtsafpiranten N!oritz Li man ans Echzell eine Lehrer» stelle an der höh. Burgerfchiile zu Pfungstadt; der Lchul- amtSafvicantin Anna Eia ft auS BlodeSheun eme Lehrenn» stelle an der höh. Bürgerschule zu Pfungstadt. »'Ernannt w u r d e der Joies Geck in Gießen zum Kanzleigehilfen am Landaericht der Provinz CberbeRen. "Der >?assia Bezirk > eßen hält am Sonn tag im Lcnzjcken Felsenkeller fei Bezirkstag ab Die Tagung wird sich r a m-i d.m Antrag des Majors a D Beck befassen: „Die Mitgliederversammlung wolle beiculiei>en. alle Einkünfte aus dem Saminelw.rk, einfchhefe» het' des Erlöses aus Ansicht postkartmi. fallen dis auf weiteres dem Veteranensonds zu' Der feitbenge Veteran en unterstunungsfonds ist auf 13000 Mk zurückgegangen unb dürft? bei den noch lebenden 7600 Kriegsteilnehmern in 4 -.» Jahren auigcbninch! fein Hauptmann Waldecker wird einen Vortrag über das Verbandstvefen der Hassia halten " Schießen ber Wen barmen. Ans dein Echreß» stand unseres RegunentS wurde gestern vormittag von Cberfi» leutuant Schmidt das alljiihrige Schießen der Hiesigen Gen» barmen und «Äefangenauffeher abgeholten. Es schossen auch noch mit die Gendarmen von Lollar, Londorf und Re,«» krrchen. •' Der D amenverein Gabelsderger Hielt genern abend tm Eam Ebel feine vauptveriammlung ab Nach dem ourd) bic 1 cchriftfübrcrin erstatteten Jahre-bericht bn: ber Bereu, in brm vergangenen Gefchau^iahre eine außermbeni heb reg«- Dätigken cnttaltrt, was die Zunahme ber Milqlicder- iabt unb bic Erfolge seiner Mitglieder btt BrnSwettschrerden beweisen. Sv gelang es ban Verein aud> am vergangenen Sonn lag in Friebberg gelegentlich der Früln«idrs-V semiftcr ftib.gi 'n diesem Julie würde ihmldehnt wurde, mrt ber Maßgabe, daß nach schlug des - n i I Semesters den Besuchern der Baugewerkschnlen, die nur ■ iest Anzahl von Semestern aufwenden können, eine abgc d an I schlosserte Ausbildung gewährleistet werden soll, einigte man (ll- dahin, den Unterricht plan der dreisemestrigcn Gc rOe' blagi it )V( tbefdiiiien in eine gewiss lebet inst mit kleinem = *i <• 11"’ 1 loengf . Uebcrwachung wie ein Gc I ^cr er^cn drei Semester der B ugewei schulen zu ingen, l^03mfflcrXbiu obigen Mclbuuge.i befindet sich ber abgefetzte um auch den Ucbertrüt der Schulcrvon den ^wcr bef chu len derzeitigen Kammerherrn des neuen I nach den Baugewerksc^tlen gU erleichtern, unter der ^orau. : i’'n’ im Jildiz Sichei ist, daßi sc.tzung, bni; der Besuch der Gew > beschulen ini einer i - ilinn Bag Ische unter Dampf liegt, I lichen Prüfung abgeschlossen werden könne >\n ah r t. - anscheinend Mi sofortigen Abfahrt bereit. ftxic den Abiturienten der Baugewerkschulen ein Der neue Sullae las; in den theoretischen Fächern, der Weiftet Prüfung für bic Banken unb Geschäfte Das Fieiibensd cßeii in ber letzten für deren Abittirteutin ebenfalls emc ^«igunitigiig bu icn 'ruufat war nm von luizer Dane, Die Truppen hielten aus genannten Me.isterprumngen, und zwar in der Abncht, hier gezeichnete Disziplin. So stoppten sie am ein Hornsignal sofort I durch solvohl den Besuch der Oicwerbeschuleu rvährerid der - dir albanesischcn Frei Ifüns Wintermonate, in denen das Bauhandwerk ruht, ti willigen nndi twrn ersten Saluischuß be«;omicn ymtcu Evuifo strcbenSwett zu machen, als auch hierdurck) dem Hand charaktciisiiscli war bas Verhalten bei Solbnten im reraskieral, ^>,ekeis«and besser vorgebildete Meisterkandidaten zu,zu welche bn; Erlaubnis erhallen holten, bei ber Alna lut bcs ^uitan» cül )rcn >n Bersolqung dieses Zieles befinden sich die Mit ans Fenster zu treten und t>ic auf b>'-? üomm«indo ,,sanimeln I . Handwerkersckmlkommissivn im Einklang mit STta Su S!M v°nd.Ln d°r für *« ber Arni l'ilung dürfte ein offizielles Verbot der Zugehörigkeit!-lnsrcht ist, bat «ine Entlafttlng dei ..ceifterpimfung ton vmi Offizieren zimi Komitee unb vielleicht bas tollkvmmcne Zurück theoretischen Prnningsgcgenftanden nnd bereit Berweiwng treten, wenn nicht bie Auflösung b< in, das seineI aus die Schule insofern nur von Borten für die Meister 'Jutgnbe als cnullt ansieht, so baß mir bie parlmiientarischc prusung iciii kann, als es dadurch ermöglicht wird, .auf „nationalliberale" Oppoiitionspartei bleibt. | praktischen Teil dieser Prüfung ein größeres Oiewicht Dei neue Sultan foU gestern geäußert haben, sein Wumch sei, grm?ii; dem Sck'-riaigesetz unb brr Verfassung zu regieren. Er- sei stolz darauf, lnn erste wirkliche Freilieitsvascha ;u fern. — Die tiirrijrtK Presse huldigt dem neuen Sultan und gibt bei Hoii mnt«i ans eine neue gUullichc 'Jlrrn Aufdruck. Den Blättern, tu folge Ivii bas Kabinett um seine Entlast ung gebeten: ber Sultan Hobe es ich'.Kh ersucht, vorläufig im Amte zu bleiben Tulion Mol^nueb V. beauftragte Tewf ik Pascha mit der Bildung de« Sultan kirt: „Habe ich nicht den nn gegen Griechenland g- füfrrt? hnnim wollt Ihr mein Leben haben?" Hoch immer ickm legen cne sechs Abg^ ^.enei n ber rmrr unc öe? 4'jIF- „Ich habe DrninibbrnRifl Jahre lang regiert." nammcltr ’ihniil nn llnred t getan, irnrum ’.irbfr1 «tr mein t'eh n Die Männer, die sein Urteil überbringen sollten, h iten die /»eit, zu iDrewti, noch nicht für gekommen Des Sun ans angswolle 'fugen iuck n in ihren starren Mienen sein Schick al zu lesen, er hob die Hände bittend zu ihnen auf imb flehte: „Laßt mir mir da« Leben 3d) werbe alles tun, was Fbr wollt" Die Boten des Volke« Llicftrn stumm unb inuleiblos auf bm gefallenen Tnrann.n Abdul Hannb v rmock.te sich nicht mehr auf den Beinen zu Italien, er sank auf einen Diwan unb bet'ckte das <4nid)t mit den Hänocii flöVlul itnang er auf und rief: „Bringen rrie mich und meine Familie nach dem L'alast von Tfcherigan: dott wurde ich geboren, dort will ch üerben." Tie Klttschc stand ’cfcon bereit Ä-nige Aug-ublick« spater war der ehemalige sulton mrf ban W« i in n E^fangensck-ast." Der Times N orr spondrnl meld • übfi das zukünftige Schiefen Abdul Hamids, daß ihm ivahec! inlich in ber imneir einer Ka'emc be- fco tonrfi gelegenen Villa eines reichen italienischen Iuben ein ’ichc rcr Auiknihalt angewiesen nxrrbnt oll In den Wandelgangen deS Parlaments sei allerdings der Gedaalke - ob tm Ermt ober Echeri, bleib-’ dahingestellt geäußert nxntum, baß Eiiglanb, dos «nn meiftai an ber Erhaltung des Friedens beteiligt sei, Abdul Hannb wie anbere entthronte Füritat in Obhut nehme begleitet von avei Senate- u und zwei Delirierten, m bit Ge tnädN*i D'-j 3ul ans. Tie Soiootcn hrlten ihn am einem ab gelegen, n .immer, in das -’r sich «Kflüditet hatte, tmb iährten ibn bex £ r • -n und L^olksvertr i'-rn toi Als er ihrer amichiig nnnb . iiberzig T otenbläste bas (^efiefu dieses Mannes, ber »o flüchtig gegangen ist. des PartetfekrelärS unterschlagen unb eine Quittung hmtn Hobe diese 600 Mk. als Reisegn' Der Vorstand soll für den Berft'' Soennecken’s Eilfedern verschönern die Schrift und spritzen nie 1 Auswahl (12 Federn) mit 1 Halter 50 Pf • 1 Gros Nr 106: M L.— F. Soennecken • Schreibw.-Fabrik • Bonn <» Berlin W, Taubenstr. 16-18 • Leipzig Wen,, AW8 DMA bet Ib(ltmen. %,rJlw galten 9eflft|iDotinil lbein \6**» 6= hi?06» ab8*lttn k '* bi- ^Mtbet bei rein audi am WE “AfifÄSt Jirtin, ÄMtan’SÄJj rrf kwqiingme, aus nW; «erntete ist eine russische Ztz ;um »,J heißen. Man nch- s an datz man es mit einer! ira durch einen anonnmen 5r ilici, eines besseren belehrt. ; man es mit einer vielsach fe Ikrion zu tun Hal, die Zeige > nd geboren ist und in der ir [ dem Tiamon Xante Eppstch tfKiti’icbni, die als solch: miet ark-, Köln und Zranßurt i gemacht hat, wird sul Lochenmarkt vor der Straifa in SonfcftionSgcii: : Tcmen-, Kleider- und Lm. jen hergestellte Laren wrfer m Lnnsch der Käufenr ch: acht iverden, haben ik6 trimer noch Zweifel biriki bt innen" als gewerbR Ä chriflen der Peroriviung to- t werden muffen. Nach ein s IJ. ttrafienatä vom 13. £t "s gctverblidw au^ufeljen, ir ffläiningzftütftf erfolgt, hur. f Bestellung nach Maß jr -[(er- Tic Aenderungsivei lUamctbcä; bie.feW *8cd(ui\e5. \ic moitzt W}' , Md zwar nach W- M '• Rast durch Mrovech isnna aenommen wird.. neu md jnsiendlichen-' n in der Lerordnung- i den Vorschriften der- i“ er'ol9e\i,t, --- schweizer -3ieh- das ®roBl). Büdische ^ 1t von Schwer V'eh - chfnhr von solchem buch fllnril An dem Bahnb^- mrheitet Ä «*%"&* n Djt- “I bl" inL. ® Lilnaen W . , 28. atli* s?"0’wB. iE >nl. bekannt, » s dem Pa;‘' 6flffc nach •? d°b° chlogc" ""og < habe bie,e Uafl für 5 *.?£?»< -i. in 6«^ E'-Ä- . Bei den .fll)er,ro & jpc^'-teii1^^“ Eine Anzahl Stallungen und Remisen, sowie das große Karussell des Besitzern Bernhard wurden eingeäschert. ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In der Kaserne des 115. Jnfanierie-Ncgi- ments in Darmstadt bat sich ein Soldat mittels Tienstaewehrs erschossen. Die Beweggründe zn der nngliickfeligen Tat und bis jetzt noch nicht aiägellact. — In Bens h c i m soll die Gen ick- starre bei einem Kinde mit tätlichem Ausgang vorgekommen sein. Tie Beborde hat soiort die größten Sicberheitsmaßregeln ergriffen. — Seit etwa 10 Tagen ivird in (Gladenbach der 68 Jahre alte Grubenarbeiter Ernst Nord vermißt. Ter Mann wurde zuletzt nn Walde bei Nnnzhansen geieben und ist seitdem verschivnndcn. — In vorletzter Nacht brannten in H a h n h o f bei Niederfischbach ein Wohnbans und vier Scheuern nieder. Tie Beivohncr konnten nur das nackte Leben retten. Wandern und Helfen. — lDer Zweigv erein Frankfurt a. M. des Vogels -berger Hohen-Elubs unternimmt Sonntag den 2. Mai seine 3. Lercinswanderung (Bad-Salzhausen, Forsthaus Glaubzahl, Langd, Hungen >, unter Führung der Herren ^ofeHor Georg Bender und Karl Otto Bender. Ankunft in B a d - S a l zha u s e u 9,09. Besichtigung des Bades (neuer Sprudelt. Ankunft in ForsthmiS Glaubzahl 10,30 (Frühstück). In Hungen ist im Gasthaus zur Traube gemeinschaftliches Essen und anschließend geselliges Beisammensein mit den Bruder Vereinen Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gelnhausen, Gießen, Gvünberg, Hungen, Lmi- bacy, Lauterbach, Nidda, Schotten, Bildet. Bei gutem Wetter Gartenfest. Landwirtschaft. **VvgelsbergerZuchtviehmav/tundTierschau des Landwirtschaftskammer-Ausschusses in S chv t ten. Wie erlvartet, sind die Anmeldungen für diese Veranstaltung sehr zahlreich eingcgangen. Zur Prämiierung werden vorgeführt werden: 25 Vogelsberger Bullen, 35 Kalbinnen, 85 Kühe, 12 Familien, bestehend aus einet Kuh mit mindestens 2 unmittelbaren Nachkommen oder mit mindestens 2 Nachkommen in unmittelbarer Gcschlechtssolge, 3 kleine Sammlungen von Landwirten (im Besitze von weniger als 20 Stück Rindvieh>, bestehend aus mindestens 6 Über ein Jahr alten weiblichen Tieren und 5 große Sammlungen von Züchtervereinigungen oder Landwirten nn Besitze von 20 und mehr Stück Rindvieh, bestehend aus mindestens 10 Stück über ein Jahr alten weiblichen Tieren und einem reinrassigen Bullen. Für den Zuchtviehmarkt sind 19 Bullen, 33 Kalbinnen und 60 Kühe angemeldet. töcriebtsfaal. Bochum, 29. April. Ter M o r d an dem Landwirt Leick in Günnigfeld bei Wattenscheid bat nunmehr seine Sühne gefunden. Bor dem hiesigen Schwurgericht ivurden geifern die Bergleute Ignatius zu 1 c b c n § 1 ä n g 11 d) e m Zuchthaus, Temßig zu 15 Jahren und Marschewsli) zu 12 Jahren Zuchthaus verurteilt. Die drei waren am 14. Tezember 1904 in die Wohnung LeickS eingedrungen und haben ihn irad) heftigem Kampfe getötet. Stuttgart, 28. April. Die Strafkammer bestätigte das schoffengerichtlidie Urteil, daß als Ausgabeort des „Siin- plizissimus" Stuttgart anzusehen sei, da von hier aus die Verteilung an die örtlichen Erveditionen erfolgt. Ter Verlag des „Sim- plizissimus" haue ine Ablieferung eines Pflichtexemplars an die Stuttgarter Polizeibehörde abgelehnt, weil die zuständige Polizeibehörde München sei. Ter Verlag beabsichtigt, noch eine Ent- fcheidung des Oberlandesgerichts herbeizusühren. Roeskilde, 28. April. Wernikewitz, der bei dem Xiebstahl in der Königsgruit mit beteiligt ist, wurde zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt. Lustschisfahrt. Der neue Ballon „Moenus" des Frankfurter Äereins für Luftschiffahrt unternahm Dienstag vormittag 1’0it Griesheim aus einen Aufstieg, an dem 2 Herren Teilnahmen. Der Ballon wurde in kaum drei Stunden nach Thüringen verschlagen. Bei der Landung in der Nähe 3on Schmalkalden geriet der Ballon in einen heftigen iLirbelwind, der ihn über den Boden schleifte, wobei °Dr. Peter Frey, der seine erste Fahrt machte, einen Arm- Qruch erlitt. Als der Luftschiffer Legagneux in Wien gestern «bcrmals einen Flug mit seinem Farmanschen Flieger aus- fiührte, wurde der Aeroplan von dem heftigen Westwinde ^it Boden geschleudert und zum großen Teil zcr- nrümmert. Der für Sonntag angesagte erste öffentliche ^lug muß unterbleiben. Legagneux selbst erlitt nur nn awhebliche Beulen. In S t u t t g a r t trat gestern unter dem Vorsitz des ö^eneralleutnants v. Berger ein Komitee zusammen, das Bien Beschluß faßte, mit Unterstützung der Stadtverwaltung seine B a l l o n h a l l e zu errichten. Es soll eine runde Halle imit einem Durchmesser von etwa 185 Metern und mit jfichiebbaren Türen zur Aufnahme von vier Luftschiffen lldergestellt werden, die einen Aufwand von 400 000 Mk. er- fprdcrt. VerenrZschtes. * Dummcjungc n st r eiche. Seit einiger Zeit wurde ix>nt Reicks tag mis mit Hilfe des Telephons allerlei Unfug ver- ribt. Die Feuerwehr wurde böswillig nach der Umgebung des Reichstages und d?s Abgeordnetenhauses alarmiert. Ferner wur- iien allerlei Bestellungen gemacht. So ließ der Täter 200 Flaschen »champagner und Körbe voller Blunren nach der Reichstags- ::eftauration schassen, wo die Annahme der Sendungen natürlich t'frmeigert nntrbe. Der Unfug hätte noch weiter gedauert, wenn ncht der Bote eines Korrc-jpoiideuzbureaus, der mit einem anderen 'burschen in Streit geraten war, diesen aus Rache airgezeigt hätte. ’ter Täter, ein 11 jähriger Schüler, den das Bureau nur ein ?rtar Stunden am Tage beschäftigte, wurde daraufhin sofort ent- assen. * D i e H o ch z e i t s n a d) t im Fahrstnhl. Ein heiteres tzeschichtchen mackt, so erzählt die „B. Z. a. M.", gegenwärtig in ‘8 er t i n W die Runde : Gin junges Pärchen Hane Hochzeit gefeiert und wandelte spät nachts seinem neuen Heim zu, dessen Vorzüge — Nachtbeleuehtung, selbsttätiger Fahrstuhl u. s. w. — es ivohl kannte, aber sozusagen noch nicht am eigenen Leibe erprobt hatte Der Ehemann öffnete die Haustür, „drückie" die Nachtbeleuchtung „wach" und schob sein junges Frauchen in den Fahr- stuhl. Dazu brauchte er mehr Zeit, als eigentlich nötig war. Als der Fahrstuhl nun nut dem jungen Paare in die Hohe stieg, erlosch id)on wieder die Nachtbeleuchtmig. Ter Ehemann hatte aber noch nicht die Fahrstuhlbeteuchtung geknipst, und so betäub sich das Paar plötzlich tut Dunkeln. Ter Gatte, der feine Streichhölzer bei st di trug — man hatte ja elektrisches Licht — tappte im Finstern nach dem Lichtknipser, sand irgend einen Knopi und drückte: sofort stand der Fahrstuhl still. Tie junge Fran begann in Todesangst zu meinen und erlaubte um keinen Preis ihrem Gatten weitere Versuche an den Truckknöpten. So saß das Pärchen zwischen Himmel und Erde im Fahrstnhlschacht gefangen. Die Tränen der jungen Frau brachten and) den Ehemann znm Weinen, und da Weinen, wie Sudermann sagt, schläfrig macht, so schliefen die Neuvermählten, an dem Fahrstuhlbänkd)en dickjt aneinandergeschmieqt, schließlidi ein. Als am frühen Morgen der Pförtner den Fahrstuhl benutzen ivollte, ließ er ihn durch einen Druck auf den Knopf nach dem Erdgeschoß konimen, und war nicht wenig erstaunt, als er die Tür öffnete und drinnen ein süß schlummerndes Pärchen entdeckte, das seine Hochzeitsnacht auf jo eigenartige Weife in Seligkeit „schwebend" verbracht hatte. Kleine Tageschronik. Ein Kanonier des 31. Feldartillerie-Negiments in Hagenau stürzte sich, plotzlick) irrsinnig geworden, im Stalle ohne jede Veranlassung mit der Heugabel auf einen Hauptmann, einen der beliebtesten Offiziere, um ihn zu ersteche n. Sechs Kanoniere waren nötig, um den Irrsinnigen ins Lazarett zu bringen. Auf den Grünberger Hartsteinwerken in Schlesien explodierte ein Kessel und wurde hundert Meter weit geschleudert. Er richtete erhebliche Verwüstungen an. Ein Heizer und ein Feuerwehrmann wurden getötet, ein dritter Arbeiter wurde schwer verletzt. In Kleincerwa in Schlesien ist mtm nach jahrelangens Bohrungen auf eine ergiebige, stark eisenhaltige Quelle gestoßen. Man hofft, ein.neues Bad errichten zu können. In Plettenberg in Westfalen sind an der Genickstarre so viele Leute erkrankt, daß der Ort vom Verkehr vollständig ferngehalten werden muß. Aus Kamerun wird amtlich gemeldet, daß ein heftiges Erdbeben, das seit Montag abend anhält, das Gouvernement gezwungen hat, Buea zu räumen und seinen Sitz vorläufig! nach D u a l a zu verlegen. D ie deutsche Prinzessin, der nach italienischen und schweizerischen Zeitungsmeldungen auf der Reise zwischen San Remo und Lugano ein Koffer mit Juwelen im Werte von 600 000 Franks entwendet worden war, hat sich in die russische Gräfin A a rmakowska verwandelt. Tie schwer kranke Frau hatte den Winter an der Riviera verbracht. Die Polizei glaubt, raß eine Person aus der Umgebung der Gräfin den Diebstahl begangen habe. w In der vergangenen Nacht brach im Magazin des Eisenbahn- regiments in K o r n e u b u r g (Oesterreich) Feuer aus, wobei 33 vollständige FeldtelegraphenauSrüstnngen verbrannt sind. Man vermutet Braudstiftung. In Neapel erfolgte gestern die Beisetzung der bei der Explosioit an Bord der „Foea" Getöteten. Die Särge wurden auf Saffetteu auf den Kirchhof gebracht. Eine ungeheure Menschenmenge wohnte der Beisetzung bei. Anwesend waren der Herzog von s)lofta, dec Unterstaatssekretär der Biarine, sowie die Vertreter der Militär- und Zivilbehörden. In M o n t r e u i l zerstörte gestern eine heftige Feuersbrunst eine große Spielwarenfabrik. Der Schaden beläuft sich auf über zwei Millionen Franks. Tie djilciiifdjc Regierung beschloß, den früheren Sekretär der d e u t f ck) e n G e s a n d t s ch a f t in Santiago, Becker, der des "Mordes an dem Pfortiier der Gesandtschaft, der Brandstiftung n. s. w. beschuldigt ivird, der deutschen Regierung a u § 3 u liefern- Literarisches. — .3 ahcb 11 ch für Verkehrsbeamte 1909. Herausgeber I. Müller, Weilburg 1909. Tas von deutschen höheren Postbeamten ausgearbeitete Buch verfolgt den Zweck, einen Ueber- blick über alle den deutschen Post- und Tclegraphendienst sowie bas gesamte Verkehrswesen berührenden Ereignisse, Neuerungen, Veröffentlichungen ujw. aus dem Jahre 1908 zu bringen und ein praktischer Führer in allerlei für den Postbeamten wichtigen Dingen zu fein, daneben das Interesse der Berkehrsbeamten für allgemeinere, aber mit dem Berufe im Zusammenhang stehende Gegenstände anzuregen. Man muß gestehen, daß die Verfassev es verstanden haben, durch die Auswahl des Stoffes und die belebte Darstellung, die.große Liebe zuv Sache verrät, das Interesse des Lesers in hohem Maße zu gewinnen. Tas Buch ist ersichtlich in erster Linie für den jüngeren Beamten bestimmt, für den es einen Ansporn zu fleißigem Studium und zur Hingebung an Berufsleben und BernfSwisieiischaft "bildet. Das Buch ist ungemein reichhaltig: neben einem Kalender für 1909 und einem postalischen Geschichtskalender enthält es zählreiche Aufsätze dar stellender und belehrender Art aus Verfasfung, Gesetzgebung, Politik und Finanzwirtschaft, sowie über die mannigfachsten Fragen aus dem Beamtenleben und dem Post- und Telegraphendienst. Ueber- sichten über Zeitvergleichung, Münzverhältnisse, Maß- und Ge- wichtsshsteme, Arbeits- und Kraftmaße für nicht elektrische Kraft, Maßeinheiten für Elektrizität und für Lichtstärken, Wärmemeffer- grade ufw. find dem Buche angefügt. Alles in allem ist eS ein wertvolles Buch für jeden deutschen Postbeamten. unfc Verkehr, Volkswirtschaft. Würzburg, 28. April. Die Generalversammlung der Bäuerischen Boden-Credit-Anstalt genehmigte die Beschlußfassung über die Bilanzen nebst Gewinn- und Verlust- rechnungen für 1906 08 mit großer Majorität, ebenso die Beschlußfassung über die Verwendung der einzelnen Reingewinne für die genannten Jahre und die EMlastung des Aufsichtsrates und des Vorstandes für dieselben Jahre. Gegen die E n t - l a it u n g der Direktoren Sauer und Ach wird Brote ft eingelegt. Die Beschlußfassung über die Anfechtung der Abfindung der ge- nannten Direktoren wird aufrecht erhalten, falls sich dieselben mit einer Abfindung von 25 000 Mark nicht einverstanden erklären sollten. Zum Punkte Regreßfragen wird folgender Antrag der Verwaltung mit großer Majorität angenommen: Es soll von Regreßansprüchen gegen sämtliche Mitglieder des Lbiftichls- rotes und des Vorstandes Abstand genommen werden, mit Ausnahme der Direktoren Sauer und Ach, falls der mit den letztgenannten in Aussicht genommene Vergleich nicht zustande kommt. ' — Vom Kalisyndikat Der Absatz ist in den ersten 3 ')Jtonatcn dieses Jahres um etwa 5 Millionen Mark gestiegen und für Avril dürfte eine weitere Steigerung um 2 Millionen Mark zu erwarten sein. Der Mehrabsatz ist ausschließlich im landwirtschaftlichen Geschäft erzielt worden. Der Absatz in der Industrie weist sogar einen Rückgang auf. An dem Mehrabsatz ist besonders Amerika beteiligt. — G 011 h a r d b a h n. Großaktionäre der Gottlwrdbohn aus Berlin, Frankfurt und Wien haben mit einer Delegation des Bundesrates über die Uebernahme der Anleihe Gotthardbahn in Höhe von 119 Mill. Frcs. durch den Bund konferiert. Der Bundesrat hatte sich schon vor einiger Zeit zur Uebernahme der Verzinsung und der Amortisation und der Anleihe bereit erklärt. Märkte. fc. Frankfurt a. TL, 29. April. (Tetegr. Orig. - Bericht des ^Gieß. Anz.".) Amtlidie Dotierungen der heutigen ViehMarktpreise. Zum Verkaufe standen: 40 Ochsen, 00 aus Oesterreich, 4 Bullen, 0 ans Oesterreich, 89 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 973 Kälber, 146 Schafe und Hämmel, 789 Schweine, 9 Ziegen, 34 Ziegenlämmer, 17 Schaftämmer. Bezahlt wurden für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1. Qualität 74—76 Mk., 2. Qualität 68—72 Mk., 3. Qualität 60-62 Mk.: Bullen: 1. Qual. 66-68, 2. Qual. 60-62 ; Kühe 1. Qualität 71-73 Mk., 2. Qual. 58—60 Mk., 3. Qual. 48—50 Mk., 4. Qual. 00—00 Mk., 5. Qual. 00—00 Mk. Bezahlt wurden für das Pfund Schlachtgewicht : Kälber 1. Qualität 97 bis 100 Pfg., Lebendgewicht 58—60 Pfg., 2. Qualität 95—100 Psg., Lebendgewicht 56 — 60 Pfg., Schlachtgew 73—75 Pfg.; Schafe: 1. Qual. Schlachtgew. 70 bis 72 Pfg., 2. Qual. 64—66 Psg. Schweine: 1. Qual. 66—67 Pf., Lebendgewicht 54,0—00,0 Pf., 2. Qual. 65—00 Pf., Lebendgewicht 52,5—53,0 Pfg., 3. Qual. 60—64 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. Geschäft bei Hornvieh gut, kein Uebersland, bei Kleinvieh gut, kein Ueberstand. Voraussichtliche Witterung für Hessen am Freitag dem 30. April: Trüb. Regnerisch. Westliche Winde^' OrSgrnal-DrahtrnciöLrlrgerr. Köln, 29. April. Der Konstantinopeler Korrespondent der „Köln. Zeitung" hat Grund zu der Annahme, daß für den verflossenen Samstag, den Tag des Einrückens der Verfassungstruppen, auf Änstiften des Sultans Mdut Hamid ein großes Gemetzel in Konstantinopel geplant war. Die Kurden sollten mit den Hodschas und später mit den Soldaten der Garnison über die Armenier und die Christen herfallen. Solche Gerüchte waren schon früher im Umlaufe, aber ohne bestimmte Beweise, die jetzt vorhanden sind. Als leitender Gedanke wird angenommen, daß der Sultatl dadurch die Einmischung der Mächte und die Erhaltung des Thrones für seine Person bezweckte. Köln, 29. April. Tie „Wln. Zeitung" meldet aus Saloniki: 5000 an der Meuterei in der Hauptstadt beteiligt gewesene gefangene Soldaten sind hier gelandet. Auch trafen drei Sonderzüge mit Soldaten ein, die itt verschiedene Garnisonen des Landes verteilt werden. Der entthronte Großher wird ljeute nacht als Gefangener in aller Stille eintreffen. In U e s k ü b ist der erste Transport gefangener Meuterer, 870 Mann, eingetroffen, die im Gefängnis untergebracht wurden und später für Zwangsarbeiten verwendet werden sollen. Paris, 29. April. Nach einer Meldung aus Saloniki ist Abdul Hamid gestern abend 10 Uhr unter Führung F-echi Beh's dort eingetroffen begleitet von 30 Gendarmen. Er weigerte sich ui das bereit stehende Automobil zu steigen und fuhr per Wagen nach der ihm zur Wohnung bestimmten Villa Alladiui. Paris, 29. April. In einer Unterredung mit A hmed Riza erklärte dieser, bei* jetzige Sultan habe, sich davon überzeugt, das; es nötig fei, das bisherige Kabinett noch einige Zeit beizubehalten bis die vorliegenden dringenden Fragen erledigt find. Konstantinopel, 29. April. Der verhaftete Prinz 2 a b a h E d d i n sowie der Koinmandant des 4. Armeekorps Zckki und der Staatsrat Mukhtar Pascha wurden wieder freigelassen. Dagegen soll der hauptsächliche Ratgeber des entthronten Sultans, der Ober-Eunuche Nadir Egha mit mehreren anderen Persönlichkeiten gehängt werden. Konstantinopel, 29. April. Infolge der in militärischen Kreisen bestehenden Absicht, den entthronten Sultan vor ein Kriegsgericht zu stellen, ist man in diplomatischen Kreisen bemüht, die Machthaber in Konstantinopel sowohl gegenüber dem Sultan als auch gegenüber dessen früherer Umgebung zu Räilde zu sttmmen, um die Erregung des Volkes nicht weiter zu steigern. London, 29. April. Wie ein hiesiges Blatt aus Mersina meldet, marschieren zloei türkische Regimenter nach Adana und richteten ein heftiges Blutbad unter den Armeniern an. Sie steckten deren Häuser in Brand, so daß über 1000 Leute verbrannten. Tie ans den brennenden Häusern fliehenden Armenier wurden niedergeschossen. In der gesamten Provinz wurden 3 0 0 00 Ar menier getötet. Tas Leben der Europäer ist nicht bedroht. 2488 MderrheinW MaWnenfickik und Nsen- ißeßerei suchte 50 krustige, fleißige Arbeiter, rie schon in Gießereien an Formmaschinen gearbeitet Kaben. Meldungen sind an die Llnnoncen - Expedition von Schnrmann in Düsseldorf unter K. 606 : t richten. Dortmunder Union-Pilsener Münchener ßür^erbräu Gut^ehaltene Weine Mitta^stisch in und äusser Abonnement. Reichhaltige Ta^es- und Abendkarte. Restaurant „Hessischer Hof“ Frankfurter Strasse 7 Dillenburger Kronenbräu 1 ® liefert mit Firmen- MWUMMv bää: 11 ubillUl lulb äsä Formamipt sollte deshalb in keinem fehlen. Erhiltl. io den Apotheken u. 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Vorlage der Rechnung 1908. 2. Beschluß über die Verwendung des Reingewinns. 8. Wahl des Direktors und AufsichtSratS. Tie Rechnung liegt acht Tage lang zur Einsicht Interessenten bei dem Rechner offen. Staufenberg, am 29. April 1909. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats: Kuhl. IH. N»Mck f. dauernde Beschäftigung gesucht. DiM ßirttMtDfiirrin vom Lande wird fof. qes. Beschäftigung kommet und hinter. 2567 Marburger 2>trane 20. Äithmt Sti^mäöditn per sofort gesucht. (08118 2 Pfeffer. Marktplatz. Korrespondenten f. AuSkuuftSntuernebmen :. *lnnebotc " - A. lös an den Invaliden dank. Berlin W. 64. dr . ZüMN $irid)t, welch mit ein. Pferde umzugel,en versieht, für dauernd foi. gesucht. (0. 21. Krämer, West Anlage 28. tsrdsenreiser zu verkaufen. OROW Sicher Strafte 80. Roonltrake Hintergebäude, 8-^immef Woh- nuna zu vermieten. Näheres Spar- und Vorschuh-Brrein (eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht) zu Staufenberg. Bilanz am 31. Dezbr. 1908 Bnhbach-Licher Eisenbahn. Am 1. Mai dS. IS. kommt ein neuer Tarif für den Lünnenveckehr unserer Bahn zur Einführung. Die darin vorgesehenen Sätze für die Station Rocken- berg der Neubaustrecke Griedel—Bad-Sranbetm sowie für die Stationen der Neubaustrecke Grünberg—Lich gelten erst vom Tage der DetnebSeröffnung dieser Stationen. Die Eröffnung der Station Rockenberg wird am 3. Mai stattfinden, die der Strecke Grünberg—Lich wird noch besonders bekannt gegeben. Direkte Tarifsätze über Butzbach oder Lich hinaus werden für die Station Rockenberg DOildufifl nicht eingeführt. Bis zur Einführung direkter Sätze für Rockenberg werden für die von und nach der Stoatsbahn übergehenden Sendungen die Frachtsätze der Station Griedel (in den direkten Tarifen als Station Griedel—Rockenberg bezeichnet) angewendet. Für die Uebenührnng dieser Güter von der Station Griedel nach Station Rockenberg bezw. umgekehrt wird eine Anschluß- Ein in .'Lüche und Hausarbeit erfahrene..' Mädchen »um 1. ml oder 1. 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