Erstes Blatt 159. Jahrgang Mittwoch 29* Juli 1909 Z öd Redattion, Expedition und Druckerei: Schulstrahe 7. 8nzeigente^?^Beck. 3 8 j? ® Z>' 8®# c ■» S c £ ß? X 8 : " 2 Nr. 174 Ter Siebener Anzeiger erscheint täglich, außer sonntags. - Beilagen: viermal roöcbenilicf) Giehener.^amilienblciltcr; »roeimnl wöchentl.Ureir, vlatifttr den Ureir Stehen Dienstag und Freitag); jveimal monatl. Land» wirtschaftliche seilsragen Derusprech - Anschlüsse: 5ir die Redaktion 112, Serlag u. Expedition öl Adresse für Depeschenr «uzetger Gießen. Annahme von Anzeigen Giefzener Stcrdttheater. Boccaccio. Operette in 3 Akten von H. Zell und R. Geuse. Musik von Franz von Su pp e. Leonctto zu erwähnen, wobei Lotte Gühne ihrer vorzüglichen Maske als Lehrbub wegen nicht vergessen sei. Tas Orchester unter Alfons Mourot war ebenfalls recht lobenswert, so daß auch diese Aufführung als ein voller Erfolg anzujehen ist. * N. — Dichter auf dem Katheder. Tie jungst erfolgte Verleihung des Doktortitels an Detlev von Liliencron erinnert daran, daß vor einigen Jahren nach dem Tode Carduccis Paul Ernst dafür eintrat, mehr Dichter bei uns als Universitätslehrer heranzuziehen. Er versprach sich davon ganz neue befruchtende Wirkungen für unsere Aesthetik und Literaturgeschichte, wenn neben den Gelehrten und kritischen Theoretikern der Wissenschaft auch die Schassenden selbst lehrend zu Worte kämen. Tatsächlich werden neuerdings in Deutschland die Fälle, in denen die Dichter gleichzeitig als Universitätslehrer wirken, immer seltener. Von unseren Klassikern waren, wenn man nicht auf Gottsched, Bodmer und Gellert zurückgehen will, noch Schiller, Bürger und Voß zeitweise Hochschullehrer, außerdem unser größter klassischer Satiriker Lrchten- berg. Von ben Romantikern war Friedrich Schlegel in jungen Jahren in Jena Dozent, fein Bruder August Wilhelm im späteren Lebensalter lange Zeit Professor in Bonn, wo noch mit ihm zu- qlcick Ernst 'Moritz Arndt, späterhin Gottfried Kinkel als akademische Lehrer ivirkleu. Das Junge Deutschland war schon aus oolilischeii Gründen von der Lehrkanzel ausgeschlossen: Ludolf Wienbarg mußte deshalb seine Vorlesungen in Kiel schon nach dem ersten Semester eu'-stelleu, und Theodor Mundt, Luise Mühlbachs Gatte, Halle allerhand Kämpfe zu führen, um seine Professur zu behaupten. Llidivlg Uhland erhielt nach nur dreijähriger Tozenteutäligkeit in Tübingen von der Regierung seine Entlassung, und welche Maßregelungen bald nachher Hofsmann von Fallers- leben als Professor der deutschen Sprache in Breslau seiner voll- tischen Haltung wegen zu ertragen hatte, ist bekannt Gottschall wurde zur Habiliiation gar nicht erst zugelassen, Robert Prut; erst nach mannigfachen Schwierigkeiten im Reoolutlonsjahr als außerordentlicher Professor der deutschen Literaturgeschichte nach Halle ür die Tagesiuumner RofOffott$bHi(? und Verlag der vrühl'fchen Univ.-Such- und rieindnickerei H. Lange. 18 vormittags 9 Uhr. = «3 . e.i s 2. 5 ® o bslhnro bschnrd yq£ XJq ^nqaT" iO jNv JUlOlög. k-L-! 5'c" In fi eko bte auch gesanglich vollauf befriedigte. Lore Scholz, erfüllte die Beatrice mit viel Liebreiz und lebenslustiger Frische und wurde darin von Edgar Pauly als ihrem tikttcn wacker unterstützt. Richard Hetsing zeigte sic.) Wieder als tüchtiger Leiter und in der Rolle des Gewuvz- krimers als ein vielseitig verwendbarer Künstler, der trotz mancher Ueberhöhungen scharfe Charaktere zu bilden versteht. Von den übrigen wären noch Willy Schwind als Faßbinder, Ada Pauly als Peronella, Paul Urban als '■"* 'S S-0 No N K ®e »)9| I I - W ? vU LM ! Ö 'MeZ. 19^4 p ; ®s 3s - V10 o »/d i-r Aus Stadt und Land. Gießen, 28. Juli 1909. '* Ordensangelegenheit. S. K. H. der Großherzog haben dem Ober- und Geheinien Baurat Schoberth, Mitglied der König!. Preußischen und Großh. Hessischen Eisenbahndirektion in Mainz, die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm verliehenen Kronen-Ordens 3. Klasse erteilt. ♦* Landesuniversität. Wie wir von zuständiger Seite hören, ist die Angelegenheit der Zusendung von Truckschriften durch die Universität Budapest an die Landesuniversität, über welche wir vor kurzem berichteten, durch eine Erklärung der ungarischen Universität über die auch von einer Reihe anderer Hochschulen beanstandeten Begleit- schreiben nunmehr in befriedigender Weise erledigt, so daß einem Austausch von Schriften in Zukunft nichts entgegenstehen wird. ** Der Rektor unserer Universität hat sich heute nach Leipzig begeben, um al? Vertreter der Ludooiciana an den Feierlichkeiten des 500jährigen Stiftungsfestes der sächsischen Hochschule teilzunehmen. ** Für die Sitzung der Stadtverordneten- Ber samm lun g am T on n e r s t a g, 29. Juli, nach- v iß. c. 0 , -ü8<-e Neustadt Landau und die neue Situation. Ms dem Wahlkreise Neustadt-Landau geht uns fol- < fflenbe beachtenswerte' Zuschrift #u: Für denjenigen, der in dem Wahlkampfe Neustadt- gandau aktiv Witig ist, ist folgendes klargestellt: 1. Die schlechte Finanzreform ohne allgemeine Besitz- sSmer, die heute eine gesetzliche Tatsache ist und bereits preis- 'rrteuernd wirkt, erweist sich als bestes Förderungsmittel ir die Sozialdemokratie, daher ihre Zunahme um 2000 Stimmen. Die Tatsache, daß der Liberalismus diese unsoziale Reform nicht hindern konnte, nimmt ihm den Wind aus den Segeln. Ganz anders lag die Sache, wenn bei einer allge- I meinen Neuwahl im Falle ber Auflösung der nationalliberale .andidat freie Bahn hatte und mit der ganzen Stoßkraft .iner von sozialem Geist getragenen Reform gegen alle vexatorischen kleinlichen Steuern in den Wahlkampf zog. Diese Stoßkraft ist durch die wr Tatsache gewordene, höchst unerfreuliche Reform gebrochen, und so eröffnet sick) für alle kommenden Wahlen eine für die Sozialdemokratie gtinstige, für die bürgerlichen Parteien ungünstige Per- ipektive. Unsere Prophezeiung für 1911 beginnt sich zu calisieren; das Unterlassen der Auflösung war ein großer Fehler. 2. Das Zentrum hat wegen seiner schlechten Finanz- form einen starken Stimmrückgang zu verzeichnen. Seine Lrbeiter wandern in das sozialdemokratische Lager ab, und dies Schauspiel wird sich in Rheinland-Westfalen verstärkt wiederholen, lieber die Stimmung und Verstimmung in >entrumskrcisen geben die Mahlresultate einzelner Orte ii nb der offen ausgesprochene Unmut genügend Klarheit. 3. Der Bund der Landwirte hat eine starke, wohlverdiente Niederlage erlitten. Für so schwach hätte man selbst bei nüchternster Beurteilung die Zahl seiner Anhänger nicht gehalten, ein allgemeines Aufatmen geht durch die Pfalz, kiR die reinliche Scheidung vollzogen ift. Das bedeutet gute Aussicht für 1911 in der Pfglz, wo man vor allem ücnserslautern, hoffentlich auch Pirmasens und Germcrs- Ä heim, die beiden letzten Wahlkreise, infolge Rückgangs des Zentrums, der nationalliberalen Partei zurückgewinnen wird. 4. Der Stimmenrückgang der Liberalen liegt zum Teil Bin der scharfen Trennung vom Bunde, die manchen Wähler Wverstimmte und zur Wahlenthaltung veranlaßte; mancher andere scheute die terroristische Gebarung der Bundesleitung ■uni) blieb lieber weg, als sich Vorwürfen auszusetzen. Biele MVeschäftsleute, die früher liberal wählten, enthielten sich her Stimmabgabe, weil sie sich über die mittelstandsfeind- . ■ lichen Steuern ärgerten. Dazu kamen ,Verstimmungen in einzelnen Weinbauge- ■meinden über das nach Ansicht vieler Winzer zu juristische L-eingesetz. Eins sieht fest: Wenn die nationalliberale Fraktion sich her neuen Mehrheit angeschlossen und diese schlechte sogenannte Finanzreform mitaemacht hätte, dann sand sie als Gegner allerdings.^keinen Bündler, wohl aber einen Deutsch- Mrersinnigen, der aus eigenem und aus dem Lager der total verärgerten Nationalliberalen tnindestens 5000 Stimmen er- ■ hielt und sür diesen Fall fand — darüber ist in dem Wahlkreis teilt Zweifel — Stichwahl zwischen Sozialdemokratie und Zentrum statt. Dieser Fall ist vermieden. Ob nunmehr das Zentrum als wiedergewonnene Regierungspartei den Wahlkreis der Sozialdemokratie ausliefert, wird der kommende Freitag eciv eisen. Steht das Zentrum Gewehr bei Fuß, so bleibt der Wahlkreis der nationalliberalen Partei erhalten. Bei dieser Gelegenheit möchten wir die geschäftige Aufdringlichkeit, mit der ein vielschreibender freikonservativer Reichstagsäbgeordneter sich mit Ratschlägen an die national- literale Partei herandrängt, gebührend zurückweisen. Tie i'vtionalliberale Partei weiß ihren Weg allein zu gehen. . 15^ - v a „ berufen. Gustav Freytag, der sich als junger Doktor für dasselbe Fach in Breslau habilitierte, blieb nur wenige Jahre Privatdozent, ehe er andere, freiere Wege einschlug. Friedr. Rückert gehörte fünfzehn Jahre als Professor für Orientalia der Universität Erlangen und vier der Universität Berlin an, pflegte sich aber, so oft es irgend an- ginq, von der ihm nicht sehr angenehmen Universitätstätigkeit zu .drücken". Von demMüncbener Dichierkreise hattenGeibel undBoden- stedt der Berufung burd) König Max Professuren in München zu danken; fast gleichunlig mit ihnen trat dort W. H. v. Riehl, der Schöpfer der „Kulturhistorischen Novellen", sein Lehramt an. Auch Wilhelm Hertz fand in München feinen akademischen Wirkungskreis, und Georg Ebers zog sich dorthin zurück, nachdem er lange in Jena und Leipzig Dozent gewesen war, ivährend der andere Vettreter des sogenannten .Professorenromans", Felix Dahn, erst in Würzburg und Königsberg, dann in Breslau lehrte, wo er noch jetzt eine Zierde der Leopoldina bildet. Berlin besaß lange Zeit in Hermann Grimm einen auch als Dichter geschätzten Hochschullehrer, Halle in dem Chirurgen Richard o. Volkmann, der als Richard Leander seine vielgelefenen »Träumereien an französischen Kaminen" schrieb, Heidelberg in dem Kirchenrechtshistoriker Adolf Hausrat (George Taylor), Stuttgart in Friedrich Theodor Vischer und Karl Weilbrecht, Darmstadt in Otto Roquette, Dresden in Adolf Stern, Tübingen in dem phantasiebegabten Max v. Eyth. Die Universität Kiel hatte den Stolz, Klaus Groth, länger als vierzig Jahre zu ihrem Lehrkörper zu zahlen, ebenso wie Innsbruck den kürzlich durch em Denkmal geehrten Adolf Pichler. Von Lebenden Darf noch der feinsinnige Lyriker Professor Adolf Frey in Zürich und der vielseitige tätige Berliner Rechtslebrer Joseph Kohler genannt sein. Von der ganzen jüngeren Dichtergeneration der Gegenwart aber hat sich fein einziger mehr der Universitätslaufbahn zugewandt. Daß dagegen die Universitäten ihrerseits Dichter durch die Verleihung der Ehrendokiorwürde auszeichnen, ist erst in neuerer Zeit ein häufiger wiederkehrender Fall geworden: außer Liliencron besitzen diese Würde zurzeit Marie Ebner-Eschenbach, Wilhelm Raabe, Peter Rosegger, Ferd. Aoenarius, Karl Spitteier, Gerhart Hauptmann, Gustav Frenssen mittags 4 Uhr, ist folgende Tagesordnung ausgestellt worben: 1. Ausführung bes Reichsgesetzes, die Sicherung der Bauforberungcn betreffend 2. Vorarbeiten für bie Bahn Gießen—Branbobernbvrf. 3. Einrichtung eines zahnärztlichen Instituts. 4. Wettbewerb betreffend die bauliche Gestaltung des Wasserturms bei der schönen Aussicht. 5. Anschluß der Oberrealschule an das Elektrizitätswerk. 6. Entnebelungsanlage für die Schweineschlachthalle. 7. Befestigung der Neustadt vor dem Hause Nummer 32. 8. Unter* terhaltung und Befestigung des Wegs nach dem Volksbad. 9. Umgestaltung der Nord-Anlage. 10. Ankauf von Grund- stücken am untersten Riegelpfad von Ludwig Keil Erben. 11. Ankauf von Grundstücken von Georg Simon. 12. Verkauf von Stadtbachgelände,an E. Sack II. Eheleute. 13. Geschäfte des WohnungsHnspektors. 14. Vergebung von Arbeiten und Lieferungen. • • Ba hnpersonalien. Der Regierungß- und Baurat Roth, Vorstand der Betriebsinspektion 2 hier, wurde von S. K. H. dem Großherzog zum Geh. Baurat ernannt. * * Lehrerpers onalien. Ucbertragen wurde dem Schulamtsaspiranten Paul Hußler aus Planig eine Lehrerstelle an der kath. Schule zu Lampertheim. • * Mit dem Hute in der Hand...... In einen schweren Gewissenskonflikt ist kürzlich der Vorsitzende des Allgemeinen Deutschen GrußvereinS, Forstassessor Walter, geraten. Der Verein propagiert die Idee, daS militärische Grüßen durch Anlegung dec Hand an die Kopfbedeckung allgemein auch in der Zivilbevölkerung einzuführen, und gibt als Grund für seine Bestrebungen an, daß das Hut- lüften zu Erkältungen des KopfeS und zu schweren Krankheiten führen könne. Der Verein führt ein kurzes Dasein, so daß die letzten Konsequenzen auS seinen Statuten, alle Leute nur militärisch zu grüßen, erst vor einigen Tagen klar zutag traten, als der Vorsitzende Walter seinem höchsten Vorgesetzten, dem Minister Gnauth, begegnete. In dem GewisienSkonflikt zwischen Disziplin und Ueberzeugung siegte letztere, und Walter grüßte den Minister iy der neuen legeren Form. Der Minister scheint aber dem schönen Verein keine Sympathien entgegenzubringen, er verbat sich den militärischen Gruß und drohte dem Forstassessor für den Wiederholungsfall eine Ordnungsstrafe an. Eine Eingabe des Vereins an den Minister, die neue Grußform zu gestatten, blieb unbeantwortet, was ja allerdings auch eine Antwort ist. Mit dem Hute in der Hand scheint man also vorläufig auch in Darmstadt noch weiterzukommen. • * Der Landesverband hessischer Fleischbeschauer und Trichincnschauer hält am Sonntag, 1. August, zu Darmstadt eine Verbandsversaminlung ab. * * Der Verein Hessischer Rechtskonsulenten hielt am Sonntag zu Oppenheim seine 3. General- versa m m l u n g ab. Die in vorjähriger Versammlung beratenen Statuten fanden einstimmig Annahme und sollen zum Druck gelangen. Die vom Rechner über das abgeschlossene Geschäftsjahr gestellte Rechnung ergab keinen Anstand. An Mitgliedern wurden die Rechtskonsulenten Schwan zu Osthofen und Saal zu Lengfeld einstimmig ausgenommen, so daß der Verein 18 zählt. Bei der stattgehabten Vorstandswahl wurden einstimmig wiedergewählt als Vorsitzender Krämer zu Höchst i. O., dessen Stellvertreter Herget zu Vilbel, als Schriftführer Knöß zu Oppenheim, als Jiechner Schöpp zu Worms und als Beisitzer Stappel zu Wieseck. Lils Ort der nächsten Generalversammlung wurde Frankfurt a. M., ev. Vilbel, bestimmt. Nachdem der Vorsitzende der Nechtskonsulenten-Jnnung für Hessen-Nassau, Rechtskonsulent Ludwig zu Homburg v. b. H., einen Vortrag über den so viel angefeindeten Rechtskonsulentenstand gehalten und die Zuhörer ermahnt hatte, auch fernerhin den Beruf reell und nicht mutlos auszuüben, verabschiedete sich die gut besuchte Versammlung. politische Tagesschau. Die Umgehung der Talonfteuer. Wie bet Tag aus gut unterrichteter Quelle erführt, hat sich her Bundesrat jüngst mit ben Bestrebungen bes mobilen Kapitals behufs Umgehung ber Talon steuer und etwaigen Abwchrrnaß- regeln bet Regierung eingehenb beschäftigt. Man wat der Meinung, daß zurzeit nach dem Wortlaut des Gesetzes ein Einschreiten nicht zulässig sei und Abwehrmaßregeln allein Der Legislative überlassen werden müssen. Es sollen zunächst Erhebungen angestellt werden, in welchem Umfange die beobachtete Steuerhinterziehung sich vollzogen Hat mid der etwaige ©teuer- ausfall berechnet werden. Auf Grund dieser Erhebungen soll bann dem Reichtage sofort eine Novelle zum Neiä)sstempelgesetz tocgelegt werden, die Bestimmungen dahin treffen wird, daß alle Ökmhtnamteile und Zinsbogen, die vor dem 1. August 1909 trotz noch nicht abgelaufenet GültigkeitÄxmer gegen neue langfristige umgetauscht worden sind, bet Täkmsteuer vom Tage bet Ausgabe an unterliegen. Die betreffenbe Novelle mit einer er- läutcntben Denkschrift wirb im Reichsschatzamt ausgenrbeitet werden. * Die Zarenfamilie auf Schloß Hemmelmark. Gestern früh gegen 5 Uhr traf das russische Kaisergeschwaber in ber Eckernförber Bucht ein. Als erste lief bie kaiserliche Jacht „Stanbart" ein. Tas Zarenpaar irnnbe an Land empfangen von der Prinzessin Heinrich und der Großherzogin von Hessen. Tann begaben sich die Herrschaften nach Schloß Hemmplmark, wo ein Frühstück stattfand. Tie Weiterfahrt bes Zarenpaares erfolgt Donnerstag früh- Das russische Geschwaber wirb 8 Uhr früh in Holtenau eintreffen. Wie von gut unterrichteter Seite verlautet, wirb die Prinzessin Heinrich baS Zarenpaar nach England iriid Frankreich begleiten. Von anderer Seite wirb diese Meldung allerdings als unzutresfenb bezeichnet. Der Ches der russischen Geheimpolizei befinbet sich mit einem großen Stabe russischer imb deutscher Geheimpolizisten in Eckernförde. Die Ab- speriungsmar,regeln werben sehr rigoros gebanbhabt, so daß nur ein kleiner Teil von Personen der Landung des Zarenpaares beiwohnen konnte. * Zur Lage in Persien. Der ,,Kölnischen Zeitung" wirb aus Teheran unter bem heutigen Datum telegraphiert: Wie seinerzeit in Konstantinopel 1 verben auch hier die Führer ber Reaktionäre vor ein Kriegsgericht gestellt werben. Es ist ein Konflikt zwischen Den Ko saken unb ber Regierung ausgebrochen. Tic russische Gesanbtschaft nahm Die modernen Geschütze ber Kosaken- brigabe weg, weil Rußland für bereit Bezahlung haftbar sein soll unb sie der persischen Regierung daher nicht unterstellt werben dürfen. Tie Nationalisten glauben, Rußland suche einen Konflikt, um bie Räumung Persiens hinans-zuziehen. Wenn die Truppen des Schah bei Snltanabab die Waffen nicht niederlegen, kann die Negierung sie nicht angreifen, da sie nicht stark genug ist, um Teheran von Truppen entblößen zu können aus Furcht vor neuen Unruhen. «K äk Bezugspreis- ™ monatlich 75'Df., viertel- Gietz en er Anzeigers General-Anzeiger für Gberheffen 8; g £« Die letzte Abonnementsvorstellung brachte Suppös, jetzt 4 .8^8 O w : -EScro'.E. . -> . CI-— SO d 30 -8 2^0o=q 6 I ' I O O.G.-C - v U®.qO-ocoo ® >§oS | ^^o§ = a ;o I oo9to= । =o §85§g^ > e O sox-0 £2 Q SO ogc = c >p8®6o-|s“f2 = = ü es©*0, \t cSgPgo'Scö* S- <=22-- Ä -Zo 6 058'28 ©d®os £<556 2d »ON _ 64 Clo ; ug'ägo'so 41 ©^4*0 hl 08«=0^3 O o '* o 5 °- 7 =2^0' ^ZsOL--o«Z •• Bom MLnncrturnvcrein tnirb und ge- schrieben Zu bem an!?lich des Djährigen Bestehens des Turnverein- schotten am Der jangenen sonntjq ibaebal* lenen Mufterrieqcnivetturnen batte auch der f? 7 r- teilen eine «Riege enlianbl. Die-mal waren e- ine . nge. die einen gleichen Erfolg erhielten wie kürzlich bt.- aktive rq auf bem Gtauturnfcft in l' arburq Bei fr. r fthirfe. rkunq erreichte sie mit 3'»^7.» Punkten b rite c,;< U un:cc den mitturnenben ßöglinc-. rieten uno übertraf sonach noch um 1«^ Punkte die beste Leistung der ^ogling)r;cgen, die au- bem Gautu rufest in Marburg erreicht wurde, sowohl Schwierigkeit und Turnfprach' nebst Entwickelung. al-? auch Verhalten der gesamten Riege und namentlich die Ausführung der Hebungen wurden It Ehrenurkunde mit recht gut bewertet kiin scho, er Erfolg, der bie gleich* mastige Ausbildung der Turner m schönstem Luchte$cigt •• Ter Verein ehemal. Jager uno schützen hielt fein dies irriger Preisschieyen in Rodheim a. dB auf dem 3d>iebftanb«* des dortigen Turnvereins ab. Tie Beteiligung war recht groß, und bie Veranstaltung, bte mit einem Tun->chen beschloßen wurde, nahm einen sehr schönen Verlaus. Preise erziehen: 1. Förster Moller-Lrofdorf mu ilZ Ringen. 2. Tr. Hq>peiX*ieBen 62 R., 3 Förster Möhringer. Haina 61 N., 4. Förster Miehc-Frantenbach 69 9t, 5 F» r ter Fischer/Satbgirme-5 58 R, »■. 21). Rau Heimer-Gießen SS 9t, 7. Förster Metzler-Bieber 58 R., h. E ASprion-Oftcftcn 57 R., 9. Emil Hohn-Rodheim 54 9t, 10. H Ubrig-Gicßcn 51 9t, en 49 R, . . 13 7er 3ul(maitn-» 'vf;cn 17 9t, 14 r (■•Heften 47 R.. 15. 9t Poschmann^'Hcften 45 9t, 16. Förster ttrf)ternad) t-Rt o fborf 42 R . 17. Iac Lahn'Gießen 37 9l. Tie Ehren scheibe wurde von Förster Miehe»Frankenbach ge- fd)offcn. •• Iagdnotizen. Die Nebhühnerjagd wird m diesem Jahre am 23 August ausqehen, ausgenommen in den Kreisen Erbach. Alsfeld, Lauterbach und Schotten. Hier ist der Ausgang am 1. September vorgesehen. In dem nördlichen Teil der Provinz Starkenburg und an der Bergstraße verspricht die Jagd ein günstiges Resultat. Seit Beginn der Ernte werden hier häufig stark und gut entwickelte Retten von 7, 9 und 11 Stück, die gut beflogen sind, angetrofien. •• Himbeeren sind im Sommer in der Lüche sehr begehrt. Was läßt sich auch nicht alle- aus ihnen bereiten: Gelee, Marmelade, Himbeeressig, Himberfast uftv. Besonders bat die Herstellung von Himbeersaft in den letzten Jahren stark jfrUflenomnic» Er ist auch ohne Zweifel, besonders wenn man ihn selbst bereiten kann, ein angenehmes Er- srischungsgctränk. Leider fallt die H i m b c c r c r u t e heuer recht schlecht ans. Schon zur Blütezeit haben niedrige Temperaturen die BefnichtungSorgane zerstört. Tie »venigen Früchte find durch die Trockenheit klein und unansehnlich geblieben und viel mit Maden bevölkert. Im vorigen Jatire gab es Beeren in Hülle und Fülle. Diesmal wird manche Familie daraus verzichten müssen, und es ist den Hausfrauen anzuraten, sich reck-t-eitig für irgendeinen Ersatz zu sorgen. le 3 u der Hau Sein stürz-Notiz in der gestrigen Nummer schreibt unS Architekt Wagner hier: „In Nr. 173 Ihrer Zeitung berichten Sie unter der Bezeichnung „Drohender Hauseinfturz" von baulichen Veränderungen eines Hauses insbesondere von Anlegung von fttflcr wodurch eine starke Absprieftunq notwendig geworden fei Da dieses und das weitere der Tatsache nicht entspricht, ersuche ich um Berichtigung, denn die nach Ihrer Angabe bezeichneten bebcnfiLlH'H Risse sind nicht infolge von Anlage von wellet noch durch bauliche Veränderung entstanden, waren viel- niehr schon lalirelang üov().inben. waS Ihnen von den Beamten des 'l*üliAciamtc5 noch von der Nachbarschaft nut geteilt werden kann Die Abfprieftung innen lies ich am Freitag wegen den» fortgesetzten Setzen der Türe und dem nächsten verleben der Treppe machen, wodurch das schon jahrelange schlechte Mauerwerl der Ecke sich seines Druckes enthoben und infolge |id> etwas am Samstag errgab. Da demnächst dieses Mauerwerl wege Anlage eines Lades heransgebrotl)en werben soll, lies ich von äugen die 3adK unterstützen und wurde hierwegeu die Straße gesperrt. Hierdurch ist bcdenllichen Leuten, besonders ein großer Teil Eckensteher, Gäste einer benachbarten Gastwirtschaft des 9ieucnn*cp? der Gedanke gekommen, baf» bas Haus Umstürzen würbe. Daß sich hierbei eine gewisse Art Menschen mit besonberer Intelligenz auSzeignete wirb bet beauftragte Gckiutzinmin zu genüge bestätigen können. Ihrem Herrn Berichterstatter, hätte ich gerne auf eine Anfrage m anständiger Form auch für Ihre Zeitung bereitwillist Auslunst gegeben und wäre dadurch eine Beunruhigung des Publi- rums unterblieben auch hätte dies ein e r n g e iv e i h t e r Privatterl.niker auf Anfrage können. Da 31)re Mitteilung der Wirklichkeit mdit entspricht ersuche ich um Veröffentlichung dieser Richtigstellung." (Wir erfüllen diesen Wunsch, trotzdem das Schreiben weder der Form noch dem Inhalt nach eine Berichtigung unserer Mitteilung ist. •• Politisches u o tu Wochcnmarkt. Wie die Politik auch bei den Frauen interessiert, geht aue folgendem Zwiegespräch von zwei Bauersfrauen auf dem gestrigen Wochenmarkt hervor: .Soo eilt hu aich niet Bolter verkauft un kann aich mei Echnlche Rafft tarnte.* — ,Ioa »in kamt aach e paar Weck dezou aeste. ,Ciuer etzt ivaft de Rafft versteuert un muß iner oa de Bunne fpan'. ,Ioa u« oarme Lett versteuern fe alles, bie Streichhölzer un des Flaafch git in die Hth, doa» kannst de glawe. wenn niet noch de Bülow behaale Haire, dann wer daas net so komme, doaS woar en Mann für die oarme Leu, der könnt oawer die llboate net seh. deßhalb er aach oabgegange', und mit einem lebhaften Temperament erwiderte die andere: ,Tie Etgan un de Brautewei, bat wer net brache, dai mSche fe versteuern un aach de rauche Leu ihr Automobiller". •* In Amerika verstorbene Hessen. Heinrich Falkenhanner au» WormS, 78 Jahre alt» zu 6t. Lout». 4- Lollar 27 Juli Am letzten Sonntag fand das Schluftprrisfchiestel, des g rteg er-Vereins statt An drei Sonn tagen itmrden in der neu errichteten Sctmtzen- ftalle 230 Nummern ä 3 Schuft auf bie *20 Ringscheibe ge- schoflen Zur Verteilung tarnen IS Preise, 1 Ehrenpreis und 2 Ehienscheiben. letztere gestiftet von den Rameraben Tirfpri a tcficn und Taab-tollar E5 erhielten erste Preise: 1. Preis Hch fldrist mit 109 Ringen, ein -egulator: 2 Preis Fr Heuser nut 105 Ringen, cm Dafclscrvtee 3 Preis bcltb Ruhil mit 101 Ringen, ein feibener Regenschirm t Peet» Moos mit 10«» Ringen, eine teile. _• 1 Hch nut 96 Ringen, eine >>ickmajchine: »’• Pre.s *\ i-tul mit 98 :stiugeu. ein Portemonnaie Tic Prefle der v nter Ab tri Uhu; erhielten Fr Riehin Hack. E Iugdard x^ct> Hchoinber. H Agek. £ Rudn v**t "v : deck. . Seipp. Iah Sch .fl u C Lang, Frank ' > . ... schoß M Hack mU Iv Ri en, ein _ bi en schossen irr. csaul und hch. Fuck^. Im £xrbfi urbet voraus- sichtlich ein 3dmlidurften mit den neuen «^wehren statt w. Sroßen-Linden. 26. 3ulu uta'lern war uu'cre R t m e 9 besonders auS Stehen mehr wie stark besucht. Besä -er! ich war, daß gegen 6 Uhr eine bedrohliche Witter: na e rflehte, die Hunderte Perionen veranlaßte, zum Bahnbcf zu dkängen, um mit dem Zuge 8 Uhr 55 ’Ulin. wieder heimwärts nach Sicßen zu fahren. Ter Warlcfaal war bald überfüllt, ebenso der Rombor, der an dem Billrit'chalter vorbei zum AuSganq führte. Männer, Frauen und Rinder itanden bald hier in furchtbarer Enge eingekeilt und baten den EtationSbeamten, doch die Tür zur Station eftnen zu lasten, damit man em erträgliches Unterkommen m der 3ihi Perionen fastenden Halle auf der 9lbfubrfcite nach Gregen biS zum Abgang des Zuges ftnden könne. Aber aste« Bitten war vergeben». Ter Bahnsteig wurde um 8 Uhr 50 Minuten zu dem in 7 M nuten (mit 2 Minuten Der» ipätung) obfobrenben Zuge geöffnet. Tadurch wurde ein Durcheinander herbeigeführt, daS icbtr Beschreibung spottet. = Eberstadt (Rr. Ä.eßenl, 27. Juli. Ein hiesiger LrtSemwohner wurde dieser Tage auf der Landstraße zwischen hier und Lich van einem ihm * bekannten Mann au» unbekannter Ursache überfallen und mit einer Hacke geschlagen, so daß er ärztliche Hilfe m Anspruch nehmen mußte. ? Hungen, 27. Juli. Heute abend */49 Uhr ging ein großer Luftballon, der in der Richtung von Frankfurt kam, in der Nähe der Stadt nieder. Er trug die Auffchru'i .Honsea' und hatte drei Herren al« Insosten. Wie em Lauffeuer verbreitete sich die Nachricht von der Landung deS Ballon« und in kurzer Zeit hatte sich eme ungeheure Menschenmenge anqesammelt, um da« Luftfahrzeug auS der Nähe zu sehen. Auch von auSwärt« waren viele Leute herbelgeströmt. Nachdem einer der Herren mit einigen hiesigen Damen eme Auffahrt gemacht, fuhr er nach kurzer Rast m der Richtung nach Gießen weiter, während die anderen Herren mit der Bahn abreiften. ? S d, o 11 r n, 27. Juli In bem benachbarten Michel- bad) wurde auf Anregung des hiesigen «rieaervereius ein solcher gegründet, dem bis jetzt 30 Mitglieder angeboren Zum Vorsitzenden wurde der C^-rvfth. Beigeordnete Alt ge- ivählt. Assen he im, 27. Juli. Ein Unfall, der leicht ein Menschenleben kosten konnte, trug sich heute früh tn der Koch' schen Mühle zu. Plötzlich, der Heizer hatte gerade den Maschmeuraum verlaffen, sprang daS große Schwungrad der Dampfmaschine in mehrere Stücke auseinander. Da« Dach de« Raume« wurde durch die hindurch geschleuderten Stücke vollständig zertrümmert, andere Stücke wurden durch die */> Meter dicke Wand de« Mühlengedäude« ge« schleudert. (Cb. Auz.) X Nidda, 27. Juli. In dem Bericht über da« IahreSsest der Rleinkinderschule hat sich ein (durch undeutliche Schrift entstandener), den Sinn entstellender Ditickfehler em- geschlichen. Statt eine Stätte de« Ianimer« muß e« heißen de« Lernen«. △ Vom Vogelsberg, 27. Juli Eine reichliche Ernte werfen in diesem Jahre bie Haselnn ft Hecke n ab. In den Wäldern suchen üindcr und Erwachsene erb- und Heidelbeeren, welche in großen Mengen vorhanden sind. Tie Himbeeren sind in der Reife iu>d) etwas zurück § Vom Taufstein, 27. Juli Der un Weiterbau befindliche Bismarckturm ragt jetzt schon über die Spitzen der auf dem Gipfel deS Berges wachsenden Buchen hinaus und wird aus der Ferne sichtbar. # Bav Nauheim, 27. Juli. Tie Verlegung der städtischen Löwenap otheke ist endgültig b»''ch!osfen worben. Prosestor Hofmann» Darmstadt hot für den Neubau ein Projekt auSgearbeNet, da« dem RreiSamt zu Friedberg zur Genehmigung vorgelegt wird. — Die in dieser Saison in» Leben gerufene U n t e r ft ü tpi n g ß - und Pens» onSkasse unserer Rurkapelle hat schon zwei ganz beträchtliche Zuweisungen erhalten, die die Summe von etwa 2000 Mk. ergeben. Ta« kürzlich veranstaltete Ronzert der vereinigten Homburger und Bad Nauheimer Rurorchester erzielte allem einen Reinertrag von über 1500 Mk., baß andere rührt von der EchönheitSkonkurrenz im Ium her. Diese Erfolge der neuen Raffe sind in der Hauptsache dem Entgegenkommen der Großh. Rurverwaltung zu verdanken, bie in Erkenntm« de« hohen und edlen Zwecke« der Neueinrichtung ihr rege« In- tereffe entgegenbringt. o. 91 »e b er tuet fei, 27. Juli. Zu dem im nächsten Monat in unserer alten Romthurkirche statifindenden Iohauniler- tag wird auch der Herrenmeister dc« CrdenS, Prinz Eitel Friedrich von Preußen, hier erwartet. fc. Darmstadt, 27. Juli. Ter russische Hof)äger- meister unb Staatsrat A. v. Dauben Ski), dec vom Mm 1906 bi« ebendahin 1909 al« Gesandter am Heiuschen Hofe akkredidiert war und in der letzten Zeit seine« hiesigen Auf- cntball« durch seine Ertravaganzen von sich reden machte, suchte nach ferner Abberufung von seinem Posten in Darmstadt eine Nervenheilanstalt auf. Hier ist v. DoubenSki) nunmehr für geistesgestört erklärt worden. w. Mainz, 27. Juli. Zum Verband für die Errichtung einer elekt rischen lleberlandzentrale zur Veri'orgung der Pcovmz Rhelnheffcn mit Elektrizität haben nunmehr auch 22 Gemeinden des Rreifes Worms ihren Bei- tritt ei klärt. Somit werden annähernd etwa 100 Gemeinden an der lleberlandzentralc beteiligt fein. M,t der Ausführung de» Werkes soll noch im Herbst begonnen werden. •ch. Rrofborf, 27. Jul.. Am näch :en Sonntag hält der Schützen verein sein erstes d.e-iahriqeS VreiS'chreßen ab, an dem 'ich lebernmnn beteiligen kann. Es unb zehn machtvolle Preise m AuSiicht gestellt un Sc^amtiverte von beinahe 150 Mk.; sie sind in dem Schaufenster br» Zigarren- Händler» L. Bender in Rrofboif a.-»gestellt. Verschiedene au»HMrtige Vereine haben «hr Erscheinen zugeiagt. — Aus bem am 18. d» Mt». abgehobenen Prei»schießen tu C ber • diel errang ein Mitglied unseres Verein« den 2. Pre-«, auch noch andere Mitglieder erhielten Prefle. — Tic Bohr- arbeiten an brr künftigen Wasserleitung, die vor 14 Tagen ui Angriff genommen »cuiocn, haben biS >etzt noch nicht zu < .nent ttrg. tmi geführt, trotzdem auf einer Tuk von 20 Mir. 3)011 zienst ch Waffer zutage kam. — Unter den fimbtrn ist ''e D rphtert t i» auSgebcochen; bei einet emzrgcn Familie lugen drei Rindet an der Rianfheit darnieder. Dutenhofen. '7 Juli. Tr 3u fa m m en (cgnng un irrer Feldmark mi nsgefam, »27 H k.ar. k.;run t in gebracht. Ian f(heute b»sb. - noch bcu stoficnpunkt **ie Okimink gerade in hc-t ‘ihtcn I ren bedeutende Aus» * idiuft xt; dem i^ulrrbnbnho» ? a r t b au# her 11 Ubr vom Eisernen Steg ihr ftebeniähriges 4K'ih l'.pbt Töchterchen Annp in den Rain und sprang bann selbst nach. Alle vier wurden n duiciag von Fischern an» Uftt ae r e 11 c t. Die Frau wurde ins HeUiggeisthosvital ge. bracht, ttr hui her in ha? stiuberpflegcheim .'.'adrun; sorgen scheint bas Motiv der Tot zu fein Ter *.' ann ba Frau iit vor einiger Zeit durchgegangen. — Sn ber b» iUige, Stadtverorbnetcn-Si'Ung würbe d.1 3?brc. re *- nunfl iür 1 908 voegcleat. n> i tc einen Fehlde» i r a., vom 189189»» Mk. ergibt. Der Fehlbetrag soll babutdi g deck: werden, baß aus hon 6rneuerung«fonb» btofOj 1J . aus den Ueberschüsfen des Elcktrizitäts und Bahnamt.- t>Ofi ein llnoaick m'a.ii se^ den schönen Weg kaout u reiten ^>err v Ul tot i enruViit kudl vom hoben Rosse hinab: . 2dvrvn Sir " ine ' ntnautc in 7 ia| und der Grmeinhevorstrda batte wrluiftg b' Radneben M« Vieler List gelang es ibm^abrr. den Romen dl- Halrrv ausru funbidiartai. ivorauf er Straiantrag ii? München. 26 Juki Ganter erschien haste gegar bte veinnnvrni rmir ’fc zur ersichtlich: hogegen fitzt bet Mitangrklagke Hamburg uMl talnalmtsles da " Wirb hon her Vorsikend.- bie Sitzung pimkt I Uhr nut l Mittriluiia. hast die Beweisaufnahme mm mehr grfcstlosftn unb di.' Lläbovas beginnen werden, umurt, nimmt her aniralt Gülermanu bov Wort ,u fetnriv klähonet Id, tr mir öfters nber1r.it. >onS eigemlt i- m I ulfd- idjc - , tet muß, virllcubt abgrieben von uoühitbni Föhriussrn um i t Bs entent großen Teile der Berlstkeruug Deutschland# ankAl Tages ivar außerorhastlich Hctbi lotrnswcrt bat Preise in btt Sad>c eingegriffai lvr rnvabnt bann ei ber aus bet HauvtVerhandlung helauuin ,'.ilk ".a'i brbauvtai, daß die Bnrfe von rtnnn halbwr is aulgeN । Er beb davor, haftet nicht ladannnia tmrieaaii-irn fa. ha er n.n Iurrsta, b-itw beraint !aii • Er irr brr -tth rn:- t-ont ich sei: n halte fid, nach wir »üt einen tüditija: mrrlligenlcn MeickdUii unb werbe a ch i erlittener Slraie wieher ar baten, um iith unb ferne ."timfhe lich durchs trbat ;u brinnen Das d- ut" c '".nv au* lerne pili Dcttnidx MinderwcNigke: oder verbrecherische Vcrcnlistimg Auch br- Inficflcitr Hamburg ciltdri sich hir unidmlbi.i. KM um 6 Ubr abends w1gen»es Urteil aamg: Der ’Angrtt sanier inrb unurr ... .l'.uiung rn.-:derlei Um.rJnb- wq Betruges vnb U r künden ia l, chu na zu Monaten wird tbm voll angaechnet Tex Ha'tbestdl itm» Gaula wird aufgehoben T:e bdcbUanat.....n m-lir des Buche« ..Doppel: Itiotal" werden rrcioc.i *en A.:|. r?rr» aegnr «Manta v »rar Vergebens grgrn aas ftgrir^ .*u* cik? '-sthstra^e von 34«fc* Mark akanut Ter Angeklagte £ n di but« trtrb wegei! Batnlie an der PripaturkundrnfölichMNC unter *3ut :tiiouwr mdbanbr: Umftänor zu II Tagen Ge das 'Baimxmt fanrt Frau verloren irt und haß her Schadrn d cinidnen em aennoer ,ft. Tcc Staatsanwalt beantragte aegi IWanter »wa Jahre iei Mouatrn der Unters ichungshan. iwiri tt# gehen» geg.-n das Postgartz rtne l*clbittai.' von 15bINX) ef b fgodvn Haft «xoni vamhir.) be'introlle b- i ?tndt -anw 5 Monate ineiangms und gegen bar vai'pötrl anffnini .laich Red i .inwalt Mauaineier 100 Mk CürQ>fhrafe Taraui rritti her Baterhig^r des AngeNagien Bernstein das W?:t iu jane Blusoya. an heften cdtlunc ct bie Ftcuprechnng ferne» Hl,en» beantragt V' - 1 Giessen (Bismarckstrasse 40), 28. Juli 1909. 4240 Gießen iDammstr. 39), den 28. Juli 1909. UUMMzrs^Ein Die trauernden Hinterbliebenen; P. Gibb und Kinder Versteigerung Donnerstag d. 29. d. M., vor mittags 10V? Ubr, versteigere ich zu Kl.°Linden 1 Ctdjcitnon und 1 Wanduhr (Regulator). Zusammenkunft der Steigerer dort'. Frankfurter Str. 1. [05592 Gießen, den 27. Juli 1909. Seipel, Gerichtsvollzieher. Die Beerdigung findet Freitag den 30. Juli, nachmitt. 31/, Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. (Perle von Erfurt) 5.50 Mark pro Zentner mit Lack gegen Nachnahme. [4226 L. Stern, Melbach iTverhesseM. Brennholz klein gehauen, liefert billig frei ansHauo. (S. *c*. Müller. (4120 Verwandten, Freunden und Bekannten machen wir die schmerzliche Mitteilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unser inmgst geliebtes Töchterchen und Schwesterchen ^LNN heute morgen 2'/, Uhr nach 3 tägigem, schwerem Krankenlager im Älter von 12 Jahren zu sich zu rufen. Um stille Teilnahme bitten die tieftraueruden Hinterbliebenen. I. d. N.: J. Dechert. Todes^Anzeige. Tiefbetrübt teilen wir Verwandten, Freunden und Bekannten mit, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsere innigstgeliebte, treubesorgte Gattin und Mutter Frau Katharina <*ihh geb. Euler nach kurzem schweren Leiden im 48. Lebensjahre in ein besseres Jenseits abzurufen. vermischtes. * Marcel! Prevosts Gebet an die Hoteliers. Gin bewegliches .Klagelied von den leiden und Kümmernlssen des ' ommerreiseudcn, der die Beguemlichkeiten eines trauten Heimes Iiiber im Hotelleben doppelt schätzen lernen muß, erbebt Marcell 1 revost int „Figaro". „Jedes Mal, »venu ich um d.e^e Jahrcs- rit mein Heim verlasse, lverfe ich einen letzten melancholnckien, irit zärtlichen Blick aus zwei Möbel meines Hauses: auf den 1 sich — nicht aus den Schreibtisch, soirdern auf den Eßtisch - Ltib auf das Bett, in dem ich schlafe." Tenn draußen, ui der Zommersrische, wird man wieder lernen müssen, die wohltuenden l'L.ize dieser beiden Symbole des täglichen Lebens bitter zu entehren. Marcell Prevost hat beobachtet, daß alle Hotels ihre Pebler haben; wo man gut ißt, läßt die Schlafgelegenheit zu wünschen übrig, imd wo die Betten gut sind, versagt die Kunst der Küche, bliicklich der, dem ein unerhörter Glücksfall einmal dazu fuhrt, mite Küche und gutes Bett in einem Gasthof vereinigt zu sehen. 3n zwei Lager kann man die Hoteliers teilen, fo meint Prevost , b,c einen erschöpfen ihren Ehrgeiz im Komfort des Schlafgemaches, die anderen in der !>büchc. „Warum," so ruft der dichter schmerz- doll aus, „warum sorgt der eine nur für den Tisch und der mlderc nur für das Lager? Warum ist das Eisen miserabel. aal. chrssonnvi des Malinesin meuidevorstehcrs von hch der l.Ct 2 J.le Gemeinde mit g^, W entern Belanm ‘CT ui böslicher Weise barer w. darüber cnidörle,1- eS eme UiiversM'.nthei! i,- wn?. llllolvsii erroiba. E Sie sich roeg, Sie u : er seine Rosinaiilc in Tu rläufig das 'HaGhen. K Rainen des Reiters ausj, I wegen Beleidigung fhllr ■ einen Anttag aus Aida 'crhandlung vor dem teilt seiner Acichmmg jte igliche Absicht geiveicn itw. . Er sei aber ruhig gtHitta ckt sah in bem Reiten a nd verurteilte v. UM Von der Auflage der $ jurbe er fteigcsprochen, int die sofortige Cavite inbelt habe. empfehle [3960 alle Sorten Kohlen u. Koks von 30 Ztr. an. Gg. Unverzagt, Kaiser Allee 151. Arbeiterbewegung. Berlin, 27. Juli. Mit dem heutigen Tage ist in den Berliner Geldichrankiabrifeu ein S ch l 0 s s e r st r e r k ausgebrochen Tie Arbeitnehmer fordern eine Erhöhung der Löhne, wozu sich die Geldschrank-Fabrikanten aber picht verstehen wollen. Nach den bisherigen Mitteilungen haben heute früh etwa 1200 bis läOO Mann die Arbeit uiedergelegt. Perpignan, 27. Juli. Auf der Eisenbahnlinie Eerbere- Barcelona sind in der Richtung nach Figuecas die E i s e n b a h n - schienen an mehreren S t e l l e n a u f g e r i s s e n worden. Tie Ausständigen verhindern allen Eisenbahnverkehr und überwachen die Bahnlinien. Nach Berichten aus Barcelona herrsch! dort in den Straften wenig Verkehr. An einzelnen stellen wurden Angriffe gegen die Gendarmerie verübt. Diese machte daraus von der Schußwaffe Gebrauch, wobei mehrere Personen verletzt wurden. Zn den Vororten Sau Andres und San Martin kam es ebenfalls mehrfach zu Zusammenstöften mit der Gendarmerie, wobei meh- rerc zufällig vorübergehende Personen verwundet wurden. Der Straftenbahnvcrkehr ist 'unterbrochen. Glasgow, 27. Juli. Die hier abgehaltene Konferenz zwischen den Bergwerksbesitzern und den Führern der Bergarbeiter zur Herbeiführung eines Kompromisses, um den Ausbruch eines allgemeinen Ausstandes zu vermeiden, führte ni keiner Verständigung. Am Donnerstag soll eine neue Versamm- luug in London abgehalten werden, llcach ben im Lause des Nachmittags von den Bergarbeitern in Nottinghamfhire hier ein- Lustschiffahrt. Zeppelin 2 ist gestern nachmittag 3.1 > Uhr zu einer ttz-robefahrt aufgcstiegen. Um 7 Uhr tel^te das Schiff i wreder nach Manzell zurück und landete glatt m der Ballon- Mlle. Der Probeflug ist gut verlausen. i Wie die B. Z. erfährt, wird die Verteilung der deutschen Luftkreu'zer auf die verschiedenen Ballon- hiien in der Weise vorgcnommcn werden, daß Metz Z. 3., S»al 2. und örofe 1. erhält. I» X 81» soll Z. 2 P-rse. S 3 und Groß 3. stationiert werden, wahrend Berlin den '?inen Groß 2 und den Z. 1. als Schulschiff erhalten fall. , i wird demnach nicht, wie ursprünglich geplant war, Köln kommen. Tic Ucbcrführung des 3,2 nach Köln Vrb nad) neueren Meldungen ledenfalls nicht vor An- iickeln. .. r ... .. , Der Flugapparat Blertots ist bereits lo Mal zu je 10000 Franken verkauft worden. — 3 u f a m m e v b v u d) einer Frankfurter B a u* firm a. lieber das Vermögen der Baufirma Panl Jnmor und A. Metzger in Frankfurt a. M. und deren Inhaber ist das .siönkurc verfahren eröffnet worden. Tie Firma betrieb am Frankfurter Platze ein ausgedehntes Bangeschä't und besitzt dort unter rlnderem das Hotel Westminster und das Restaurant Kaiierkeller. Dieie beiden Etablissements sind verpachte', so daß deren Betrieb keine Veränderung erfährt. Tie Hnpothekenlasten der Firma betragen etwa 5'/, Millionen Mk. Tie sonstigen Verbindlichkeiten sollen sich auf etwa 860,000 Mk. stellen. Aktiven über den Betrag der Hnpothekenschulden hinaus sind kaum vorhanden, so daß die nicht gesicherten Gläubiger voraussichllich leer ausgeheti müssen. ^.cr Zusammenbrilch der Firma ist als eine Folge der ungünstigen Verhältnisse auf dem Immobiliemnarkte anzufeheu. _____ r 6erid)f. Miinchl'n, 26._5xL )ic vergangenen " igctlagte Hamburg tzMg pmst 4 Ust mit lc mc mmmchr gcsÄlosskii t ■ cresiiut, nimmt der vls^ i seinem Plädova: 3d) te int Trutscheu Ä oä (ben FHrniM'M imte i wie sie talsachiin) tiitn.s., Jahres. Ae TeutscklLnds amAbciid jt ivbenstveck bat 5t erwähnt daun eine .mwi nuten?* nh-lw-B-xIM«..» >rdeu mußten. 2cr Wyi iübit Tank W diesen J* den in dem Falle ' r. v«s SÄ1*«! Orrgriral-Drahtmeldungen. Rom, 28. Juli. „Eorriere d'Jtalia" meldet, der deutsche Reichskanzler Bethmann-Hollwcg werde sofort nach seiner Zusammenkunft mit Baron Aehrcnthn in Ischl nach Italien reisen, um Tittoni einen Besuch abzn-' statten. Vielleicht werde Bclhmann Hollweg auch von König Viktor Emanuel empfangen werden. London, 28. Juli. Tie „Times" meldet aus Petersburg: Frankreich hat verschiedene Abänderungen des französisch-russischen Handelsvertrages vor - geschlagen. Weitere Abänderungen lvcrden bca. sichrigt. Ti? Unterhandlungen hierüber werden nach der Rückkehr bcs französischen Bolschasters in P.ttcrsburg beginnen. Madrid, 28. Juli. Die Regierung sieht in den Ereignissen von B a r c e l o n a das Wc r k v o n A u a r ch i st e n und Rcvolntionärcn. Gestern abend explodierte eine Bombe in der Nähe des Gencralkapitäns, ohne diesen zu verletzen. — In San Pueblo wurde eine Kirche in Brand gesteckt, desgleichen mehrere Klostcrschulcn. Eine Abteilung Bürgergarde ist nach Parassa abgeaangen, wo zwischen Polizei und Ausständigen wiederholt Zusammenstöße slalt- sanden. Verschiedene Personen wurden verletzt. In Batc.- lona sind gestern 119 Personen verhaftet worden. J£er gestern in Madrid zusammcngetretene Ministerrat beschäftigte sich ausschließlich mit den Ereignissen in Barcelona. Melilla, 28. Juli. Ter Kampf begann neuerdings wieder. Mehrere Offiziere sind gefallen. Der Kampf am 23. Juli war der schwerste bis jetzt vorgefallene. Es gab an diesem Tage mehr als 4 00 Tote und Verwundete. Es müssen "weitere 16 000 Mann Verstärkungen hierhergeschickt werden, um Melilla halten zu können. Markte. fc. Frankfurt a. öl., 28. Juli. Schweinemarkt. Tel. des Gieß. Anz.) Zum Verkaufe staudeu 1509 Schiveiue. Bezahlt wurden: für Sclnveine 1. Qual. 76—77 Pig., Lebendgewicht 60,u bis 00,0 Pfg.; 2. Qualität 74—76 Pia., Lebendgewicht 59,0—59,5 P'g., 3, Qual. 68-73 P'a. Geiebäit gedrückt, Ueberstand unbedeutend. Loraudstchiliche Witterung für vciicii am Tonnerslag dem 29. Juli: Teiliveife heiter. Warm. Trocken. Westliche Wmde. . r daß bei Ganter Körperverletzung und Beleidigung nicht z vorliegend erachtet worden je. Bei dem Angeklagien Ham- Krq tritt besonders der llinstand als ftrafmildernd httvor, daß Angestellter Ganters war und auf denen ml.drucktichen Be- r /qetmnbelt hat. Der Angellagte wurd. hieraus aus der Hast Kasstm und hat sonach n.ch fünf Monate Gefängnis abzubutzen. i/7 er Tk'A R TF NI in jeder beliebigen Schriftart und Kartonsorte, VIO11 v sQwie mj( zirkeln aller studentischen Vereinigungen liefert zu mäßigen Preisen die Brühl'sche Univ.-Druckerei, Todes-Anzeige. Freunden und Bekannten hierdurch die traurige Mitteilung, dass unser lieber Bruder, Grossvater und Urgrossvater Herr Werkmeister Johann Pahlke nach kurzem Leiden sanft entschafen ist. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Giessen, den 27. Juli 1909. Die Beerdigung findet Donnerstag den 29. Juli, vormittags 10 Uhr, vonjer Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. wenn das Bett gut ist, und das Bett miserabel, wenn das Essen > gut? Warum? O warum?" Und er schließt seinen Schmerzensruf mit einem inständigen Gebet an die Hoteliers: „Liebste Hotelbesitzer, wir sind unserer viele, die Euch bescirwören, nicht mehr in dieser strengen, uncrbittlidjen Tremnuig der beiden Symbole menschlichen Wohlergehens zu verharren. Ja, wir treiben unsere Anspruchssülle so weit, daß wir auf Reisen nach einem guten Tiner auch gut 'chlascn wollen oder gut frühstücken nach cijjer wohlverbrachten Nacht. Könntet Ihr nicht Euch zn zweien zu- sammeiisckließen, könnten sich nicht zwei bereinigen, von denen der eine die liebende Fürsorge für5 Bett, der andere die für die Küche am höchsten stellt? Amen." Kleine TageSchronik. Ein s ch iv e r e s U n g l ü ck ereignete sich am 27. ds., vormittags, bei einer Militärübnna in der Nähe von Inns- b r u ck. Bei einer Kavalier ie-Attake kamen fünf Soldaten mit ihren Pferden zum Sturz. Drei Soldaten erlitten schwere, zum Teil lebensgefährliche Verletzungen, die berdei, anderen wurdeii leichter verletzt. Auf dem Kriegsschiffe .Erzherzog Friedrich", das in Vola liegt, hat ein Aiatrose lucgcn geringfügiger Ursache einen Offizier mit dem B a j 0 n u e t t e r ft 0 ch e n. Die Hinrichtung des Inders Dinahra, des Aiörders des Obersten Curzon, ist auf dcu 17. August festgesetzt. Jedoch sind Anzeichen dasür vorhanden, daß die Hm- rlchlilng in lebenslängliche Kerker hast verwandelt wird, weil sonst eine M a s s e n e r h e b u n g der Indier zu befürchten ist. Seit dein Todesurteil erhalten die Mitglieder des Gerichtshofes täglich Drohbriefe. In B u k a r e st und Jassy herrscht der T Y p h u s. In den letzten 14 Tagen seien mehr als 6 0 Kin d er und gestern allein 15 Personen gestorben. Tie Lage sei umso bedrohlicher, als die .Hitze von 40 Grad die Ausbreitung der Epidemie noch fördert. Tic Polizei verhaftete in Warschau mehrere Mädchcnhändler, die 14- bis 16jährige Mädchen angeblich in Ferienkolonien zu reichen Wohltätern bringen wollten. Einem Mädchenhändler wurden allein 13 Mädchen abgenoinmen. Aufrührerische A r bci Ler m af ien zündeten gestern die .Holzbrücke in Tarrasa in Spanien an und zerstörten eine andere Brücke mit Dynamit. In Pueblo Nuewo zerstörte der Pöbel das Aiaristen-Kloster, tötete einen Ordensbruder und verwundete mehrere andere. Der Minister des Innern gab bekannt, welch außerordentlich schwere Folgen die -ö er nur digung des Generalstreikes hatte. In Barcelona und den Provinzen sind drei Streikende getötet und 45 verwundet worden. Die "Polizei hat mehr als 20 Verwundete. gegangenen Nachrichten über die Frage des Generalstreiks sind dort die Meinungen vorwiegend bohlt. Stockholm, 27. Juli. Tie gestern cingctrctcne^ große Aussperrung ist daraus zurückznsühren, daß^neue Streitigkeiten in verschiedenen Arbeitszweigen, bei den Schneidern, den Weg- und Wasserbauern, Papierarbeitern usw. trotz langwieriger SScrfudjc der amtlichen Schiedsrichter nicht beigelegt werden konnten. Eine Versammtting der Arbeitgeber hatte eine Urnx’i teruna der^ schon bestehenden etwa 13 000 Arbeiter umsauendcN Aussperrung bescklossen, falls nicht bis zum 26. xXiili die <>.'r- berung der Arl-eitgeber, die keine Herabsetzung der Löhne cni- hielten, angenommen würben. Ta dies nicht geschah, crplglc die Aussperrung, woraus die Arbeiter den Generalstreik für den 1 August in I netiieu ssfsi n ilt UM y £ltrflgte 4-2 5ta Untfri’.iN5']56üuO Ztaat-Mö g beauE^^oiM SCslS ISSSÄ»**! 5lllt ÄtctDll idiqcr. ^v'^LAlcibcn f L :^ctI“noib n,e -rSt : als cüic daintt "i- Bin$ «ter •ÄS.t WM nbuiti 1,0 mit rbs oie vom oA- ec »jt-. chnct. ^Q,lec gchjjtz Ulli. Di? d-..., "U-i heute 2'7 511 sein. 2er 2run^ unaen - ' *3 hmrbc^^^tigh wenFelUt!°^sw-- teieii* la-Anöschuß 1Iad) 16 SSä? Heute [B28/» Schweincsteisch, Pfund 50 Pfg. Achtung! Achtung! Kammerjäger Schwarz empfiehlt sich zur Vertilgung von Ratten, Mäm'cn, Schwaben, Wanzen u. Ungericfcr jeher Art. Schristl. Angebote unter 05594 an den Gießen. Anzeiger erbeten. Die Beerdigung findet am Freitag den 30. Juli, nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des neuen Fnedhofes aus statt. Joppelmt empfiehlt '428 Saaterbsen Saatwicken Senfsaat Neue Kartoffeln I a. Qualität Wetterguer per Zenmer 3.30 Mk. emphebh J. 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