noch nicht ganz vorbei sind, obgleich man äußerlich in schönster Eintracht jetzt das Gebuttsseft feiert und für eine Million Mark ein „Erinncrungsrathaus" baut, yu dem Einheimische und Frenrde das GÄd zusammengebracht. Hoffentlich wird auch mit dem Heben des Geschäftes.der Riß bald innerlich wieder verkleistert. Tenn die Japaner selbst können auf die Tauer gar nicht verkeimen, was sie den Fremden gerade in Yokohama verdanken. Bon den verwandten Chinesen abgesehen, leben jetzt über 3200 Weiße hier, gegen 1200 im Jahre 1875 und ein ganz beträchtlicher Teil der Steuern wird gerade von den Fremden getragen. Erfreulicherweise ist auch das Deutschtum in Yokohama kräftig gewachsen, aus den etwa 170 Deutschen im Jahre 1875 sind jetzt 400 geworden, und sie haben sich in der „Deutschen Japanpo st" ein Wochenorgan geschaffen, das sich aus kleinen Anfängen und nach mannigfachen Schicksalen setzt zu einer kraftvollen unb geachteten Vertretung der deutschen Interessen entwickelt hat. Auch eine deutsche S ch u l e hilft dem Deutschtum in der Erreichung seiner friedlichen Ziele. Es ist schwer und undankbar, zu prophezeien. Es ist aber wohl gar keine Prophezeiung, sondern eher ein Schluß aus vollendeten Tatsachen, wenn man sagt, daß Yokohama den Niesenaufschwung aus den ersten fünfzig Jahren seines Entstehens und Werdens nicht wird wiederholen können. Es wird sich langsamer, aber sicher weiter entwickeln und wird zunächst einmal an der Festigung des Erreichten und der Stärkung des Unterbaues zur künftigen Erweiterung zu arbeiten haben. Wenn man es genau besieht, ist diese Aufgabe der nächsten 50 Jahre vielleicht gar nicht leichter, als es die der ersten fünfzig war. * — Eine hübsche Anekdote über die Entstehung des „P a r s i f a l" von Richard Wagner, gibt der bekannte Musikhistoriker und Kritiker Leopold Schmidt im Julihest der Äionatsschrift „Nord und Süd" wieder. Da heißt es: Am Karfreitag des Jahres 1857, so erzählt Wolzogen, stand Wagner auf dem Altan seines Hauses in Zürich und blickte in einen herrlichen Früblingsmorgen hinaus. Ein hehrer Friede war über die Landschaft ausgegossen. Da tauchte in Wagner eine alte Erinnerung auf: „Du sollst nicht Waffen tragen an dem Tage, da der Herr am Kreuze starb". Die Bedeutung des Opfertodes Christi wurde ihm klar, und er entwarf den „Parsifal". Dis Natur hatte also zu ihm gesprochen, und in seinem Geiste entstand die Szene, die wir heute als „Karfteitagszauber" kennen. In ihr tritt Wagner der finsteren kirchlichen Auffassung entgegen und preist den Tag, an dem solch Liebeswunder geschehen, als einen Freudentag aller Kreaturen, ja selbst der Blumen auf Wald- imd Wiesenslur. Für mich ist diese lyrische Episode das Innigste und Schönste, was Wagner überhaupt geschrieben hat. Und dieses Stück mag uns auch einen Begriff von dem wahren, innersten Ideengehalt des „Parsifal" geben. So wie hier das Evangelium der Güte gepredigt wird, kann sich wohl kein Empfänglicher ihm verschließen. Es folgt die Taufe durch Gurne- mosy, bei der die bedeutsamen Worte faßen: „Sv weiche jeder Schuld Bekümmernis von dir". Diese Worte enthaften, recht betucht«, das ganze BMuftpis Wagners. Lc hüt ü« «ach Wn ,!c- 1,8 Erscheint täglich n «fr» ... Dienstag 27. Juli 1909 Zweites Blatt 159. Jahrgang Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntags. Die „Giefeener Samtlienblätter" werden dem Deutsches AeLch Z) C l U 11 1 l | V Ul l l l | u; v v v. | u) y v u | , wu| beabsichtigt nach dem „Börsen-Cour." nach Verkauf seines C'aiteö Klein-Tschirne sich in Brasilien anzusiedeln. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. «.«nprStan den ’J“ Redaktion, Expedition und Druckerei: Echul- straße 7. Expedition und Verlag: «-^51. Redaktion:e^112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen. oi?£t*p?r^urDl,AUer iudjii C?(n öl^ Ainbenty m hön fir r"Seboie unter f l-Laus- ob. AuShii« .Anzeiger'' viermal wöchentlich beiqelegt, das „Kreisbialt für den Kreis Sichen" zweimal loöchentlich. Tie „Landwirtschaftlichen Zeit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. UsdE, OS-- Zur Reichstagsersatzwahl in Neustadt. Die ^ertrauensmänner-Vcrsammlung der Zentrumspariei des .^chlkveises Neustadt-Landau beschlossen in der gestrigen ritzung, bei der Abstimmung in der Stichwahl sich der bnmmen Ku entlMten. In Westerkappeln bei Osnabrück wurde nach der ; smd bis So«--rSt«» » tg.guli »' Kaiser Wilhelm wird voraussichtlich am 3. August v»n seiner Nordlandreise in Swiuemünde eintreffen. — Tie Kaiserin, die Prinzessin Viktoria Luise und Prinz ''Loachim fuhren gestern nachmittag von Cadinen nach dem 'lÄbinger Staatsbahnho' wo um 4.35 Ubr die Abreise nach Wilhelmshöhe erfolgte. Der Besuch des Kronprinzenpaares in England. Wie verlautet, wird die Reise des Kronprinzen- sLaves nach England, die vor einigen Monaten auf Einigung des Königs Eduard in Aussicht genommen war ‘unb im Laufe des Juli stattfinden sollte, voraussichtlich |i diesem Sommer nicht mehr vor sich gehen. Es ist augenblicklich noch nicht bekannt, ob der Besuch, der von vorn- Zuerst freilich wollte die Entwickelung der Eingeborenenstadt damit nicht gleichen Schritt halten. Sie freuten die Stelle, wo die „Barbaren" wohnten und hielten sich zurück. Sie waren aber und sind viel zu gesck-äftskundig, um nicht einzusehen, daß Die fremde Handelstätigkeit auch Geld ins eigene Land brachte und so wuä-s bald hinter der europäischen Siedelung und den es abschlietzevden Kanälen eine mächtige Japanerstadt heran, die mit ihren 400 000 Bewohnern heute zu den größten des Reiches zählt. Mit dieser Entwickelung ging Hand in Hand in wechselseitiger Beeinslusstmg der Aufschwung des Handels. Eftvas über eine Million Yen betrug der Umsatz im Jahre 1859, über 3/5 Millionen Yen betrug er im Jahre 1907. In den allererstes Jahren überwog natürlich die Ausfuhr, hauptsächlich von Rohseide und Tee, avec vom Jahre 1868 an schien sich das stark zu ändern. Die eigenen Bedürfnisse des Hinterlandes von Yokohama wuchsen, die europäischen Kaufleute brachten mit ihrem Leben ihre Lebensgewohnheiten mit und lehrten sie den Japanern, bie nun zur Besriedigung dieser neuen Bedürfnisse zum Import dieser neuen Genuß- und Produktionsmittel griffen. So tticg du Einfuhr ganz gewaltig unb überwog bis 1881 stark, obgleich infolge einer Epidemie unter den Seidemvürmern in Europa und Amerika auch der Preis der Hauptexporiware, der Seide, bedeutend stieg. Tas änberte sich wieder ganz auffallend im Jahre 1882. Von da an stieg in Europa besonders die Nachffage nach japanischen Waren und die Ausfuhr wurde dementsprechend gesteigert. Dazu kam, daß das Land manche seiner Bedürfnisse nun ans eigener Fabrikation decken konnte, so daß sein Export den Import wieder übertreffen komfte. Tann kam der chinesisch-japanische Krieg, mft ihm eine mächtige Steigerung des Handelsverkehrs und schließlich der russisch-japanische Krieg, der, äußerlich wenigstens an den Zahlen des Handelsverkehrs gemessen, diezelbe Z^olge hatte. Yokohama hat diese ganze Enftoicklung mitgemacht. Aus den kleinen Hütten ist eine große Stadt geworden. Zwar überwiegt in der Cingeboreuenstadt noch das einstöckige, einfache, kleine Holzhaus, wohl hauptsächlich im Hinblick auf die, beständige Erdbebengefahc, dem einzig Unangenehmen in der sonst gefunden und klimatisch begünstigten Stadt, aber im Geschäftsviertel und aus dem „Bluff" überwiegt das moderne europäische Haus, eine elektrische Bahn fährt und sogar der Schrecken unserer Großstädte, die „elekttische Lichtreklame", hat sich eingeniltet. Es flutet ein ununterbrochenes Leben im Hafen und den Kanälen und besonders zur Abendzeit in dem Japanerviertel auf den Straßen. Allerdings, man darf sich keine europäische Großstadt vorstellen. Gepflasterte Straßen oder zemeiftierte Bürgersteige gibt es noch nickt und wird es auch so schnell nicht geben. Denn gerade letzt fehlt das Geld zu solckzen Verbesserungen. Nach der Gründerzeft nach dem letzten Krieg hat sich mancher Rückschlag geltend gemacht, Yokohama als Hauptplatz des Handels bekam ihn wieder am deutlichsten zu spüren: die internationale Krisis kam abo hier schon in einer Seit der Depression und konnte um so tiefere Wunden schlagen. Ta steigerte sich das Angebot und sank der Verdienst. Das und das stark wachstmde Selbstbenmßtsein und Selbständig keitsgeftchl der Japemor führ le denn auch zu manchen Reibereien zwischen LmsekonNes wid ÄvsckN- die SSWMärftg n Deutsche1* □g’unoe1 für Menl’e (OeiSgVZ T*.Li**... Ausland. Eine Devesche des Gouverneurs von Benadir i',m 14. und 17. Juli meldet, daß der Stamm Mohallim Ismail t nsuchte, Uarsceik in Brand zu stecken, weil der italienische Resi- von Uarsceik den aufständigen Häuptling Scheit' Uff ein ge ungen genommen hat. Es kam zu einem Gefecht des klammes mit einer btompagnie Askaris, wobei die Aufständischen 11 Tote, 20 Verwundete und 3 Gefangene hatten, darunter einen r«hn des Häuptlings der Aufständischen, während auf italie- nifijer Seite 5 Askaris fielen. Kreta. Daily Chronicle meldet aus 'Canea: Gleichzeitig init den Flaggen der Sckpltzmächte wurde auch die kretische Auto- iEisten-Flagge herabgeholt. Die englischen, fianzösisck-en und iicüieni scheu Truppen verließen gestern vormittag, die russischen ■ ■[xrn nachmittag Kreta. Belagerungszustandin Barcelona. Da in Barce- brrn als Kundgebung gegen den Feldzug in Marokko der allae- tienne Ausstand erklärt wird, wurde über Barcelona der Be- iigermrgSzustand verhängt. Vom entthronten Schah. Wie das Reutersche Bureau ecsLhrt, ist die Regierung bereit, dem entthronten Schah ein 5ahresgeld von 5000 Psund Sterling zu gewähren unter der . bLmgung, daß er sofort außer Landes geht. Uebereincn Zwischenfall an der österreichisch- riontenegrinischeu Grenze wird berichtet: Am 19.Juli Überschritt die montenegrinische Grenz-Pattouille die österreichisck^e '^lbvmze bei Gjurgjewici, dem Standorte des 13. Grenz^tte if-Korps. - cßine znsällig in der Nähe weilende Patrouille des Streif-Korps /'Mte die Montenegriner, die Miene machten, sich zu widersetzen. - ?chch nrehrmaliger fruchtloser Mahnung an die Räontenegriner, gab die Pattouftle Feuer. Die Yiontenegriner flückfteten bann mb schleppten einen der Ihren schwer verwundet mft sich. Ein französisches Bankhaus hat durch einen Bel- graber Rechtsanwalt einen Antrag bei den serbischen Gerichten gestellt, auf das Vermögen des Prinzen Georg Beschlag zu legen. Mau. hofft, daß König Peter die Verbindlichkeiten seines Sohnes, die sich auf 700 000 Franks belaufen, regeln werde. Zar und Sultan. Dem Vernehmen nach wird der Sultan den.^aren in der Krim besuchen, damft der Zar auf seiner Reise nach Italien, die auf dem Seewege von der Krim aus erfolgen wird, den Gegenbesuch ab statten kann. Termin in dem Kontos der Gber Moüstadter Kaffe. -th. Nidda, 26. Juli. Die heutige Verhandlung wegen Deckung des Fehlbetrages, den die Genossen der Kasse als Vorschuß zu leiflen haben, sand in dein Sitzungssaale des Schöffengerichts Hierselbst statt, der viel zu klein ivar, um die 200 Personen zu fassen, so daß ein Teil der Genossen durch die geöffneten Türen von den Qlebetiräumen aus der Verhandlung folgen mußten. Konkursverwalter Rechtsanwalt Sandmann bezifferte den Fehlbetrag auf 517 366.41 iUit., von denen die Posten abzusetzen seien, die in der Tabelle als von einigen Seiten angemeldet sind, so daß der wirkliche Fehlbetrag sich nur auf 364 856,35 Mk. beläuft. Nach der Bilanz berechnen sich die Außenstände der Kasse auf 1 681991,79 Mk., wovon nach Ansicht des Konkursverwalters, dem sich der Gläubiger-Ausschuß einstimmig angeschlosscn hat, ein Ausfall von 20 Proz., mithin 336 398,36 Mk. ergeben, so daß sich der von den Genossen aufzubringende Vorschuß auf 701954,69 Mk. beläuft. Auf Grund der im Termin Anfangs dieses Monats erhobenen Einwendungen hat die Bilanz zuni Zwecke der Ermittlung des Fehlbetrages folgenden Nachtrag erfahren: a) Aktiva: Schätzungsweise Zinsen von IV2 Jahr von 1218 618,52 Mk., der verzinslichen Forderungen der Kasse 86 306,75 Mk., Erlös des Kassegebäudes 5000 Mk., Eingang der ausstehenden Geschäftsanteile 10 000 Mk., Entschädigung der Vorstandsmitglieder 20 000 Mk. Evenftlell 20 Proz. aus dem Konkurse Burk, von 29 000 Mk. = 5800 Mk., aus dem Konkurse Thoma 10 Proz. von 13 000 Mk. = 1300 Mk., aus Konkurs Rothschild (Wertheimer u. Co., Büdingen» 1/2 Proz. von 600 000 Mart = 3000 Mk. in Summa 131-406,75 Mk. b) Passiva: Mutmaßliche Kosten des Verfahrens einschließlich der Kosten von Prozessen 75 000 Mk. . Zusammenstellung: Aktiven der Bilanz 1 681 991,79 Mk., Nachtrag 131 406,75 Mk., Summa 1 813 398 54 Mark: Passiven der Bilanz 2 255 764,98 Mk., Nachtrag 75 000 Mark, Summa 2 330 764,98 Mk., so daß eine Gegenüberstellung der nun vorliegenden Ergebnisse einen Fehlbettag von 517 366,44 Mark ergibt, der als solcher der Vorschußleistungsrechnung für die Genossen zugrunde gelegt ist. Rechtsanwalt Sandmann bemerkt, daß das Gesetz verlange, daß die Genossen den Bettag, der zur Befriedigung der Gläubiger fehle, als Vorschuß beizubringcn haben. Das Gesetz lasse aber zu, das; man den einzelnen Genossen gegenüber human vorgehen könne und er werde, wenn damft für die Kasse ein Nachteil nicht verbunden ist, und auch den Gläubigern ober den übrigen Kassenmitgliedern ein Schaden nicht erwächst, mit Schonung verfahren. Er verweist darauf, daß den wirdchaft- lich schwächeren Mitgliedern der Kasse vom Staat die Hand geboten werden wird, ihre wirtschaftliche Existenz aufrecht zu erhalten. Herr Sandmann erklärte, daß man bei einem Zuschuß von 2300 Mk. wohl, wenn vom 75 Proz. der Genossen der Bettag auch einziehbar sein würde, auf einen späteren Nachschub verzichten könne. Namens des Kassenvorstandes bemängelte Bürgermeister Birke n st 0 ck (Ranstadt), daß man statt für 2 Jahre nur für IV» Jahr Zinsen in Berechnung gezogen habe. Ebenso seien die Kosten mit 75 000 Mk. zu hoch angenommen. Die Einlage der Genossen bringe jährlich an Zinsen 28 000 Mk., die zu berücksichtigen sind. Er ist der Ansicht, daß der Ausfall an den Ausständen geringer wie 20 Proz. sich bemessen wird unb bann würbe von den Mitgliedern, mit deren Nichtzahlungsfähigkeit man rechne, doch auch etwas herauszufchlagen sein, wenn diese auch keine 2000 Mk., bezahlen können, so wird man sie doch nicht ganz leer ausgehen lauen. Die gleiche Ansicht hat Rechtsanwalt S 0 n l h e i m e r (Gelnhausen/, der für einzelne Mitglieder Vollmacht vorlegt und beantragt, die von den Genossen eiuzusordernde Summe zur Regulierung der Verbindlichkeiten auf 600000 Mk. oder für jedes Mitglied bei 2o Proz. Ausfall auf 2000 Mk. festzusetzen. Justizrat Metz (Nidda) unb Rechtsanwalt Keil (Büdingen) plädieren als Mitglieder des Briefe aus Japan. Von Dr. Fritz Wertheimer. II. Yokohama. (Aus Anlaß der Feier seines 50 jährigen Bestehens.) Yokohama, Ende Juni 1909. In toenig Tagen wird Yokohama im Festesttubel mit all dem, das zur japanischen Festesfreube gehört, Jlluminationswundern bild Geishatänzen seinen Jubelgeburtstag begehen. Es ist ganz Larakteristisch, daß die Japaner selbst den Gründungstag der etabt auf den 1. Juli 1859 verlegen, den Tag, an dem YoSo- bCTia zum ersten Male den Fremden als verttagsmäßiger Handels- rofen geöffnet wurde. Demi das eigentliche Yokohama existierte ■ft schon viel länger, allerdings als armseliges Heines Fisclun- dörfchen am westlichen Rande der jetzigen Tokiobai. Es ernährte irrt kümmerlich einige wenige Haushaltungen von lyiicbern, aber «, ist flogar schon 1441, im ersten Jahre der Kakftsuveriode nr- hinblid) erwähnt. Allerdings trat es aus dieser sttllen Ab- Mlossenheit erst im Jahre 1854 heraus, als der amerikannche ffwttenführer Commodore Perry mit 4 Seglern und 3 Dampf- begatten in der Bucht erschien unb in Yokohama im iogenatuften ,^erttagshaus" unter großen Zeremonien und Feltlichkeiten den taten völterrechtliclxm Vertrag mit dem unbekannten Iapanvolke schloß. Damals tonnten die Japaner unter den Gelckenken des Merikanischen Präsidenten zum ersten Male ba£ JJlobe.I *mer Eisenbahn sehen, ein Miniaturbähnchen, das im Kreiie herum Mi seinen Schienen fuhr, eigentlich nur ein kleines fttnb tragen kirnte, jetzt aber sogar einen japanischen Beanften als ^-ahrgast Ham. Sie konnten zum ersten Male einen Telegraphen benutzen, to vom Vertrag sh aus zu einem eine Meile entfernten vause gelegt rurde, sie konnten amerifanii'dK Musikkapellen 1 pieken Horen und ich, wie berichtet wird, hauptsächlich am Maraskino gütlich tun, krtg, sie lernten so zum ersten Male etwas von der Kultur Amerikas, oder besser gesagt, Europas kennen. Fünfzig Jahre sind seitdem verflossen. „Welche Wandlung ikit sich in der kurzen Zeit bei diesem anba|lunger.Ingen Volte Mzogen. Yokohama, das kleine, arme Fischerdörschen von epe- inals, kann als Barometer dieses Umschlags gelten, weil es sich 'Mm größten japanischen Handelshafen entwickelt hat unb alle Phasen der wechselvollen Enftvicklung hier am deutlichsten zu ernennen sind. . Zuerst freilich schien es, als ob der kaum bekannte Name wieder m der Versenkung verschwinden sollte. Im Berttage war nur von einem Kanagawa die Rede und als die javanische Neuerung den fremden nickst dieseii Bezirk, sondeni Ystohama zum Wohnelr an- v«s, weil hier der Hafen weft. tiefer und schiffbarer sei, da -«testierten die Konsuln unb bestanden auf ihrem Schein. Allem legen diesen Bureaukratismus kamen dem japanischen Gouverne- r.ent die ftemden Kaufleute zu Hilfe. Sie zogen einfach am bte ^otohamaseite und die Konsuln mußten folgen So entroiaelte liii hier rasch die sremde Niederlassung und nacy den ersten acht ttonaten, bie der Leffnung des Hafens folgten, waren aus den Lmgen 40. Fremden üüer 150 fremde HanshattungLft geworden. erteilt unentgelilich [D> Hat und Auskmj n Frauen und Mädchk Svrechstunden ÜJlittrooti m 5-7 Ubr, Aliceitrahk Ai ßtoier^Mti wfiehlt sich § »ermann Bauer, Astenv«! MRejnlFrauemvi.!.^. T. l.Wasch.u.Pub.Alicesn.L.'i Cm Garten der Nähe des allen 9^' ort zu pachten gemak . 7]MaüSöarkl Gläubiger-Ausschusses für den Antrag des Konkursverwalters. Keil (Büdingen' verweist darauf, daß niemand sagen könne, 75 000 Mk. seien für Kosten genug. Eine Reihe Prozesse sei anhängig und wie viele noch entstehen und wie sie ausgehen, sei schwer abzusehen. Konkursverwalter Sandmann erklärt, daß man sich darüber einig sei, den Konkurs so schnell als nur möglich, abzuwickeln. Es sei in Aussicht genommen, bie Autzen- stände an Kassen und Banken ab-,11 treten, um schon im Herbst 10—20 Proz. an die Gläubiger verteilen zu können. Ferner bemerkt der Massenverwalter zur Beruhigung, daß bei den Mitgliedern besondere Schonung geübt werden wird, die gleichzeftig Gläubiger der Masse und Mitglieder der Kasse ^sind. 9tan werde einen Modus finben, deren Verpflichtungen und Forderung zu kompensieren unb in Verbindung zu einander abzuwickeln. Ter Vertteter des Konkursgerichts, Gerickstsassestvr Lanz, bemerkt, daß von einer Anzahl Mitglieder der Kasse ber Wunsch ausgesprochen worden sei, man möge die leidige Angelegenheit so gut es möglich, erledigen, damit man wisse, woran man sei. Eine Vorfchußberechnung, die genau stimme, zu verlangen, sei unbillig unb unmöglich. Nach Lage des Falles müsse man eben mft Schätzungen unb Annahmen rechnen. Ties sei so gut als möglich geschehen und damit sollte man sich bescheiden. Man wisse ja noch nicht, ob und wie die Vorschüsse eingehen, deshalb könne von einer Berechnung der Zinsen, die sie bringen wunden, keine Rede sein. , t Beigeordneter H e ck - Dauernheiin fragt an, ob es nicht angängig sei, von den Gläubigern einen Nachlaß zu erlangen.m Gerichtsassessor Lanz bemerkt, diese Frage fn erst später zu erörtern, vielleicht werde die Frage in Verbindung mit der Frage der Hilssaktion der Regierung erörtert werden. Zu den Anttägen, den Vorsckplß auf 2000 Mk. festzusetzen, verkündet Gerickstsassefsor Lanz Gerichtsbeschluß, der auf Abweisung der Anträge ergeht. t _ Es werden mm Einsprüche aus der Mitte ber Erschienenen vorgebracht, wonach die Mitgliedschaft zur Kasse bestritten wird. In 2 Füllen wttd dem stattgegeben und 2 Mftglieder aus der Liste gesttickien. Beide Mitglieder sind 1904 und 1905 verstorben. In vielen Füllen haben Söhne die Mitgliedschaft erworben unter der Bedingung, daß man dafür die Mutter oder den Vater, die bisher YUtglied waren, als solche ausscheiden lassen sollte (eine solche Mitgliedsüberttagung ist statthaft). Der Vorstand hat aber die Eltern als Mitglieder wcitergesührt. In einem FaNe ist der Sohn als Mitglied und als Erbe des Vaters, der auch Mitglied war, für die Verpflichtungen doppelt in Anspruch genommen Für ein Mitglied wird geltend gemacht, daß es bereits 1903 nicht mehr als geschäftsmäßig anzusehen gewesen sei. Danials habe das Kreisamt den Wirten schon verboten, dem Mann Altohol zu verkaufen, 1904 sei er unter vorläufige Vormundsckstift gestellt und 1905 entmündigt worden. Der Konkursverwalter bestreitet in fast allen Fällen die Stichhalttgkeit der Einwendungen. Zum Schluß wird der von den ?Jiitgliebem zu leistende Vorschuß zur Deckung des Fehlbetrages dem Antrag des Kvn- kursv er Walters entsprechend durch Gerichtsbeschluß auf 2300 Mk. f e st g e setzt. . Ans Stadt und Land. Gießen, 22. Juli 1909. ** Mendelssohnfeier. Nächsten Sonntag den 1. August, von nachmittags 4 Uhr ab, findet in sämtlichen Räumen der Liebigshöhe eine Gedächtnisfeier zu Ehren des Komponisten Mendelssohn-Bartholdy statt, der vor 100 Jahren — am 3. Februar 1809 — zu Hamburg geboren wurde, und dessen Lieder-Kom- positionen zu dem Schönsten gehören, was der deutsche Vereinsgesang als heiliges Vermächtnis aus früheren Zeiien sein eigen nennt. Es ist dies die erste größere Veran- taltung, die der vor etwa Jahresfrist gegründete Mitteldeutsche Sängerbund ins Leben ruft; Mitwirkende ind daher namhafte Gesangvereine und Einzelpersonen, bie dem Bunde bereits angehören oder seine Bestrebungen in liebenswürdiger Weise unterstützen. Die Feier wird eingeleitet durch den Choral Da nobis pacem, Domine (Dor» Der Besuch des Zarenpaares. Eine 150 Mann iarbe Kompagnie des Seebataillons ist mittags unter dem !«fehl des Hauptmanns von Köppen nach Hemmelmart, vmi Sommer sitz des Prinzen Heinrich, abgeaangen, um lehrend des Besuches der Zarensamilie den Wachdienst zu ubernel/men. Schleswiger Husaren bewachen den Nord- sn.lt und hlif.k . S von Aürine^' Itttaiug nuu; iuuji. ux.vu.mu., uu vn vvn wur VjihZ > 1 rein eine politische Bedeutung nicht hatte, sondern nur dhek 0 p v He88') Hr rein familiärer Natur sein sollte, noch in diesem Jahre statt- or L Krausse. ' i nden wird. Derantisemitische „Dres chgraf", Graf Pückler, «WM AS b^ibolen flegen Ecmltmic nieratgcbübi-en w Mtteg* ?; yemriK L»um M________Kaiier-AUee w. _ Junger Jagdhick tuntiger, auf d-Namen M lörenb, ’ g tzelol>n.Lchinenb.WegäS^ il Jirlkt- ädx jrt mann (Posen berichtete über die int 9 Hl v 2 2 x 3 :s=’ tm K W ntatitm Leverns, riu m! ►tU-xSxit »urn äbi iWnsu ocrjehc»vs LerL- sick. ba# erste Bnibroafkr ;o£ 3 5 5 5f£ hkdxrn Bthsdbrr» «oVttr fttwhitiert in Jirtntfk bet beenden Irnif* Zogen bet. empfiedst et öci bet klicken Londe! il bet der baupolizeilichen Tätigkeit". Ter Redner bob deroor. tu welchen irraflen die tjn'r.ihningnt der Feuerwehr für die Baupolizei nutzbar gemacht werden kennten und empfahl ein Ju* "immenflehen beider Faktoren al- das beste Mikkel, die fttucitf nrflt Hierauf sprach Tr meb. Tempel München über Lagerung und Transport Berun ,i l ü >k t c r. Es ist ,n wüN'cken. datz die bedemfamr Lücke zwu'ckeu Unfall und ai$tlid *c Perfargung dadurch gefüllt wird. dar alle Mannschaften b r Heuerioedr in der ersten Hilfeleistung ör.zt- firf-cr»i ’t -• unterrichtet werd» n Fabrikbesitzer Franken Oftl'en- ftrdwii sprach über die Arbeite« zur Errichtung einet „Feuer- wehr-Muirnms daS an alten (Herritni ufw die Eniwicklung des Feuerloschwefrns zeigen foll. Branddirektor Wolfcrrnann svrack über ..Vorteile und Nachteile der Ueberflur- und Unter klurhydranten" auf (Mnmb praktischer Ergebnisse AIS letzter m ebner erstattete fror stellcrbauer Edemnitz- einen Be richt über die Ausstellitnq. die so reich beschick? wurde, dasi der vorgesehene Platz nicht ausreichte Tic ans gestellten (Wer ik entsprechen afleit Anwrdcrimgen. »owodl des Heilten £rte# wie der Großstadt. Tic historische Abteilung der 'Ausstellung gibt rineit llcbcrbtirf über die Entwicklung des Feuerlöschwesen? in Nürnberg. Ti • erste Nürnberger Feu rloschordnuni datiert au» bem Jahre 144!», aus dem ein .. Feuer viidicl" erhalten ist Tas erste svntzenwerk luurbc im ^abre 1GÜ2 angefchafft Am Aknd fanden Bcgrüstung.wersammlungen für die non außerhalb ein getroffenen Teilnehmer an der Parade und am großen Fest zuge stau ,7. Deutscher Zeuerwehrtag. S. u. H. Nürnberg, den 24. Juli Unter dem Protektorate de- Prinzregenten Luitpold von Bauern liat hier beute nachmittag der Trüffeln Heuerw.brlag anderen applaudierten und mnn Ruf als italienischer sprach» tun stier war gesichert" — «leine Chronik au? Sonst und S i f (en i d)ift Tet Cbtrarp der Älmrf *ür OetnuHbilfe und Fra rdioiif&nW" in R t c I Vro«. Tr. Cttomor v o e b n e rvnrde zum fn. uerneiriiW | Tirdtor der Anstalt ernannt. die le»t dem Tode de* l'°* i P»anncnniet keinen werter belast. Tet übrige Kliniker ist W 1901 an bet Rietet Unloetfitdt tätig. — T«e S n 11 «T u e 11 -2l|e fetzt einen Preis von 1000 Rionen aus Int t>ie l-e1 • .'t^bondtMO || übet die iitflae: .Weiches ünb die Ideen, nach nvdxn hu- Ii yr» mi LT'iiduellist.fchen Sinne erzogen Iperden toimteV Tie f.rteae» Iw reutfcher. frai'fa'.ckci. Italien «scher ober englilche " u«'< tn« 31. Teze nder 1909 bei der internationalen iMupfft* 1 ui Pest T oeottyauicza) euigemdM loerben. zu s-iner 17. üsscntlickeii Hauotvcrfammlmig zusammen, mir der zugleich eine Ausstellung verbunden ist. Tie P rbundlungen begannen mit einer Beratung des Ausschüsse-, an die sich die gndfaftlidcn Sitzungen anschlossen. Branddirektor Tc. Redde Mitwirkung der Feuerwehr dick an» dO v L. über b« d<.. a bin. . r en eben. ivrror — 5ki bet am 25. b. M. ftattgefandenen großen 3n:erwtt aalen Ausstellung zu Trier errang petr .. igust >cka-Wieven-EbaNentzW ein LuchtprodiTt be$ yemi Äari Volk dahier, brtt 1. Preis» u zwei Ehrenpreise. <6 ,m Babnbofsrestauront und wartete ael 3ua Als der flutmbluf des Bezahlens kam. gerieten wir m bie aräFte Berlegentzeik. denn ter Äellner sprach au-ickl "Klckl tlahenud) und keinem von uns war es mäglick. ibm klar M machen, das» ein teber Gast für sich allem bezahlen wolle. W bandelte iich darum. J4 verich» dene Rechnungen cu’; Ti» kann« doch itälrenilch." wandte sich einer Bet ’H......nte ra mir. ..bitte, dnnge btc sache doch in Lrdnung -leiÄ (Ennnenma luchte ich vergeblich nach den nrdliänenden LaickM her spräche Tarntet: aste» war umsonst, ich hatte alle) vergesst» Ptotzlich fallen nur bte Hugenotten ein Sri (en sie ,jC-mxW per i* per tuNi ,1 ciel Tas w *r stentontimme ..Cgawnj per ss em jeber tor lem-md nn Eckiweifie ictnr» Angesicht», über eine So nncurocnbfcicr zu beruhten, btt unter Leitung „unseres all verehrten Verrn Last- mann" aus der Burgruine Windeck^bei Weinheim a d B. abar« husten wurde Als l. hoher gelegenen Sacken bürg abgebalt.-it. von n» der bock auflvbembc »V’ifnctKtn weit ,n die Abeii.ebene xmh umliegenben Täler futtbar wird ' Jede it’« tet, Be mnrfmig zu btnem berrtteben sprackltchen Kunstnnrk ,st übcrflüiiig — Die teuren Iünbhöl »cken Ans ber durch Verabschiedung der 9leirt>ehnnn•< unter jffliffl ..daszi bet consuni die 3ünbb»h»t t l- 'l •cmit bat sonvdl nie d,e gennren Mengen kvtc •. rauckier tnbbuli't nne für bie all ■ nrm übhdxn er ni aewsbnlich bohr Preise. Auch iKurhinf». 6teuer von 1 » x »pekr ' . • 75 Stück legte und im 3obre I 14 Mcklwnen :Uu... illwn bet teuren streickl »er ?raud> ist es unausbleiblich, das» 24»röchen mit «10 bis 70 stuck Inhalt, die bisher einen Pfennig kostete, iich auf mindestens 2' _• bis 3 Pfennige verteuern imrd Es »st deshalb cm nur recht magerer Trost, wenn man einen Blick auf btc Preise wirft, die m bat Anfängen der Erfindung hcrrfdjten. Tie ersten .iünddölzchen. die an dem geschwefelten Ende mit einer Mifcknng von Zuckt unb diforfaurtin Kali über- mgen waren und bet Eintauchen in em ^tdidxhen mit ksnzen tnerter sd wefelsaure aufflammtcn. wurden, obwohl man sich mit ber herum spritzen den Säure reichlich Töeher in Kleidung und Vaut brannte, als ste mt ^ahre 1812 auf dem Markt erfdnenen. um den Preis van eurrrfi (Hülben für 100 stück angebaten unb willig gekauft Auch bie von dem österreichischen ledmifrr Stefan 3nmie um 1830 erfundenen ersten Neid Hölzchen kosteten wegen der Hohen PHospHotoceiir und weil fie Handarbeit loarm^ um 1833 m S-.cn noch immer emen halben Ohdben für 100 stuck ifan den serbischen, rumintitbcn unb gnednidyn Junbhöttdicn ipdre es am beiten zu ickweigen. Sie ftnb ebenso schlecht wie teuer. — Hüt d r Verwendung der Piszeim t>a u i h a 11 gibt Professor Koben- kkostock in einem Artikel der ..Teutschen flcritC'Scttung" anc Rahe l-acktatsivertrr Regeln Danach sollen selbst Mcn'chen Mit ausgezcicknctem Magen Pilze sorgfältig zerkauen Leute Mit Magen:cknviicde bürkn bie Pi'.ze nur ut rein zcldacktem oder gamlv*:ton Zustande zu sich nehmen, ’ofrm fit ni.11 norziehen. nur Pilzsuppen m:b TiUfaucen. welche von Pilzen beirrt worden sind, zu geniesten. Ängt faulte, ivu an stickige und angeiressene Pilze mü'fen vor der Zuderat.:ng ausaemeru ivaden. ba fick m ihnen leicht Zersetzungsrorgäwie mtt Bilbum giftiger sul stanzen entwickeln Rode Pilze dürren Überhaupt nickt g<- aafen werden, obgl 'ck euxiit derselben reckt gut ichmecken Tas Keckien enivita nämlich em-ge auch m t»baren Pilzai f.ch befindende ;e-dbrlidx substanza' Tie tn bte Küche neediefertrn n.'brn Pilse fallen möglichst bald pibemta und al# midnte jRebl- jnt genosfen. bie daher etwa übrig bleibenden malls tzehragen vom gemif^’ti vv.c- Yt* LeHlartzr 2Rännrr»nan> briein», bestehend .ttcui so ia» Tonttxe Mendelssohn sch« Äompofitionen, teils c.lj Cu-* teil al? P senchore btr beit Vereine, bnurier e Chor für «raucu« i.nb '.1kInner :»mmen C Taler weit, o fcöl>en). Tie Tivef»ion ber -'.'lasfenchöre lieg: in den Händen des Etroßh- Unioers tats-^ufikdirekror Pr.-fcsfor Irauimaim, wahrend bie uzelchore von den S.rftn birißenten geleitet werden ’fn diese eigentliche Men sohnfeier schließen sich bann als Mn.ite db ctlung der - anftaltung in bunict Äc»be Volkslieder unb Volkstum i ch« Lieber, die von den bete.'bV'n Vereinen nach fre :t •. ' l üorgetragen werden — 9Zad> den Bord« r;i:ungen und bem Rus der nritroirfenben Ber-ine - t urteilen, oersprickt die Jeicr ein hcrvorragendci unstgenuß vnd ein < »-mm :vc • streit in deS Worte >allcredelstrr Beceulunq zu ro Tbc-.*; gilt eS doch rncht, Preise und Tiplome zu erfampf. n. fonb i;t den schönsten unb chochstcu Lohn in bet c>genest Bru,: ^a.- Lewusttsetn. einen Meister geehrt, einen schönen r>rfe der n herrlichen deutschen M .uneraesanges besten - eburt übrigens auch in daS Ofebur: ahr noelsfohns fallt — das Seintqe betgeirdaen h> n L ider ti: es n»eqrn der Beschränktheit deS fflaumc. nicht möglich, den Zutritt zu der Dcranstaltung allgemein zu crmog'ichen: bicfet kann nur den Mitunrkcnben und den Bunde4angehör,gen mit ihren Familien gestattet werden. Zur 5 edanp der Kosten wird von den N i ch t mitwtrkenden ein Beirag von 10 Pig. erhoben ojelmp.t dieser erste Versuch, so nnrd ber ^.»itel- deutsche Sängerbund wohl auch für die fialgc feine Mitglieder in gröberen und Heineren (Mruppcn zu ähnlichen Seranftaltungcit zufannnenrufen. (Mitglied de > Mitteldeutschen Sängerbundes kann nitfecr den Bcrcinen iebe Einzelperson werden, die Znlerejfe für den deutfchcn Ber einsgefang hat Ter Minoestbetlrag für solche Einzel perfonen betragt 1 Mk. für ba? Jahr. Anmeldungen nimmt Musikalienhändler öballier, fornic der Sthriftnibrcr deS Bundes entgegen Tie mitwirkenden Vereine feien auf das Inserat in dcc Heuligen Kummer d. Bl. aiomerksam gemacht. •• I m Akademischen Turerbund hielt am ^reitag abend S?err Privoldozent Tr. Rauch einen öffentlichen Vortrag über moderne Stubcntentunfl. Nach einer einleitenden Betrachtung über die allgemeine Ent- Wickelung ber Kunst tm verfloisenen IahrhunbeN kam ber Webner auf fein eigentliches Thema. Das Bestreben unterer Zeit gebt baranf auS, ber ganzen Umgebung, in der sich unser tägliches Leben abipielt, ein wirNich künstlerisches (Vrptägt zu verleihen unb uns von bem unwahren, mit falschem Schein prunkenden Wesen zu befreien, ba» sich überall breit macht. Tiefe Tcnbenz macht fich fpeziell auch im Studentenleben geltenb. Wenn sie hier audi vor ber Hanb nur langsam ihre Wirkung entfallet unb die „(üegen- bcifpiele". wie es scheink, noch wenig an ihrer Beliebtheit eingebüßt haben, fo lassen doch die vorhandenen Keime der Besserung auf kräftige Entwicklungsfähigkeit fchliesten. An Hand von zahlreimen Lichtbildern zeigte y*err Tr. R a n ch bann den Unterschied ztmichen einst und jetzt: früher btc fabrif« und fdinbloncnniftig hergestellten Humpen, M.ueip- tifrfK und «Stühle, Tcbiration»gcgcnftiinbc. Stamm- tifchzeichen usw. heute all bas von st.mstlcrhanb entworfen schlicht unb einfach, zweckmässig unb schön.Auch Berb>n dungShäuser und deren Eiitrichtnng sowie Stubentcnonden in mobernem Olefchmack würben gezeigt. Zum Sckstnst emp fahl Herr Tr. Ranch, bei Neubauten unb Neuanfctmfsnngen vor allem einheimische Künstler zu Rat zu ziehen, von bciicn sich eine ganze Anzahl gerabe auch mit ber stubentenknnst behüt. Tie uitcrefiontcii Ausführungen des Rebners lohnte toarmer Beifall, namentlich auch von den zahlreich cr- schicnenen Studenten. •• Die Schaum wein st euer-Er Höhung tritt am 1. August d. IS. in straft. Schaumwein, der sich am genannten Tage austcichalb der ErzcngimgSstätte ober einer Zollniederlage befindet, nntedirgt einer Nachsteuer von 0,50 Mk. für die ganze Ilafche. Von der Vkachstencr befreit bleibt Schaumwein im Besitze von Eigentümern, die weder AuSfchank noch Handel mit Getränken betreiben, sofern die vermischte». • schweres Unwetter tobte vergangene NaM j gegen 12 Uhr in Bamber g unb in ber Umgebung Zahl- j reiche Tadwr rourtcu stark befdiibiflt. viele »Unstetfchech«, 1 zertrümmert. Auch in den Jlturen bat dos Unwetter grotzgU | ad-abeit angenditet — Auch in ber wgenb von Ne». Z stabt ü. d Haarbl hauste ein schlimmes Setter. Mecke». W heim. Oännbnm. Ell. rstabt. Iuß^sönnheim und rrranla» | that würben am meisten mitgenommen. Ta» «Hetreibe ist vollftanbig zersch.agen^ Auch auf ben Kartoffel« -m feldern wurde groszer schaben «igerichtet. » Zwei schwere Grude nun' ich gestern nieder. Auf der Rndolfgrude bei Iaworzn» erstickten durch Snibenrodler 6 Bergleute. -S?:ck Ctn. mächtige konnte« grretict werden. Dre giftigen Da-e batte» den Sicherheit-damm durchbrochen. Tntd) eine E^» vlpsion schlagender Ae Her bei Clermont Zerrantz ist n einer Grube eme gioste Anzahl Bergleute ein- geschloßen. 12 Bergleute sollen den Tod gefunbee haben. * Zündhölzer mit zwei Kuppen wirb he neueste ,3t>ige der neuen Zunddolzstcuer icir Um ber Brr* tcuerung burd) bie unsinnige Steuer einen Ausgleich am schassen, sind bie Fabriken daran gegangen. Ltrecchbölzer mit Zundkuppen an beiden Enden anzusertigen Ttc 2icun (amt diesem Toppelzundhol) nichts anhaden. ba die Steuer fätze nach der Zahl der tn beit schachteln enthaltene» Streichhölzer bestimmt sinb unb nicht «ach ber Zahl der Zündkuppen. • Tic neue ArmeevistoIe Tic neue Pisfalc 08 tit ein sechszüqiaer seldsUader mit WkbrliibroomdMung »u. acht Pattnn-u. ki Kaliber betragt 9 Millimeter. Ter Gefabrlichkert das Wort ..sicheiii sichtbar wird Beim sckuf' wird duick t*t Tulverqnic ba» ö^eickni' du» dem Laus getrieben und der Sud- ironenhüls'. das 3Dannen de- scklagbolzcns und der -chEud» seder bewirkt Tie Pistole ut Mnn wieder ickus-bereit. Erd nach 'Kad-laiieit br-i Abzuges hinter dem sck ist ift ein rmndel • tv u'. iingen mit ber Pntole 08 werden Anschuh-. Innig«, Bn.il«. ■ • m i envcndet werden müssen. 0 dienen für Pcobc hiiffe ■ Wie Diel x ft i c t>r r Brenne weif-’ Tiefer UB! in über bie memdüwl ' 'm Buck hübet fid) viel Zntereffanlc nanfiuhcb an» dem G-ck:rt icufllltatiftifdjcr llntrrhich'.ingcn Unter anderem bat der 1n6rt um xkiipiri von 7o.', Personen mit einem Tu:rmdmittMllt^ von ihn !tcr « bmr». 'nen jeber Preus'd.-.ii ■ Auch weih ;cbrr Preuße, wie hock er fid> selbst zu sckük'N b«! • Tie Rache bes Italieners Zn Perugia hast • ii'il einem hielte ihr nun auf. Tas Paar befanb sich inbe.' m Ikgleit einet.' anbeten Paare? Aus bei« Hinterhalt erfchost nue irancit uiio v. nvundM feinen Nebenbuhler tödlich. Zuletzt jprang er auf ben av- ilieber fe9£ne >iqt hisr^l^UliQ, -m hat bas der h^ttcrg^ Amines üSeftp,011^!. ^°"nheim .5^ . mmen. %? <$ «"i ^ate,i: Wrichtet "°fsel, ' fliubi'V?"11" * .?te* * beiftr $ Clne bl. SrVnl5e‘-«'i » n, " ^°b gefunl,, tQuec LL ‘9=8N.ei>, Sltffi* »»Ärtiaen. ,«Rn.babfeaS JJW«. cntfjatteiM nilf>1 nach bet Zäh, [, '■ Sie neue PW, $, itbrlabcbomdjtung für * iKimeta. S« GesährlM AnfrtXnm»/ .. j fietras: .geladen mch dem «nm -schuf wird burdi h aus getrieben und der U rer das Ausweisen der & lagbolzens und der CG •n wieder schußbereit, fc dem Schuß ist ein ernev affe möglich. Zu den Cch.» n Anschuß-, Ring-, Brr» die Ringscheibe Hal 2431«: nd Gemeinen, der mit rfc Patronen zur BersÜM tun gesechtsiuaßigen Schich für ProbesMsse. uße wert? Dieser Ta ndheim über die menitb?: t, Leidig und Wien . ) ?, namentlich aus dem Gtt tter anderem Hal der fc :it einem DurchschniltsL len auf Fragebogen erjek on ihnen an der Mulltu czu alle Alkohol rote größte Teil verheirat« L ischtc Ko st zu bevWv ober Land n i (fr t Orient Buch wird nun M* ,e und Medizin" entnehm issteucrslatislit nachgM« stellt. Er repräsentiert dL >ro Kops, nnd man sieht« rrluste dem Staat durch « entstehen. Auch itt'E 1? iu schätzen hat. . eners. In Perugia ha it, daß seine Gattm flben- itruf. Ter Mann aucir d sich indes in WM n Hinterhalt erschoß^ en Frauen und verroumc lcht spmng er auf dcn^ Herstellen und M ^auw-. c verbreiten M laßen, kaum eines den ,u rb*r t» Ö Itartten unt^ 't emvorragt- und Il4JÜ in 5? Karrens b>ewero- . m mit berg!, {agte Stuck l,^'hk(cWortes >r §chauipieler unk? kSW8 Adern E Mitimg F >« “udl mti“ui*n A WG na® hatte «l!K ne» *$’ Sill™ eisi“r«y »JÄ u»d br [Hjrrimg |l kit dc>n Wtt1 'ie '"zgjährige WJeI[.U sLÄ-'F t werben " w-"SUtftrnl,tn^ werter zu leben. Sie legten ihrn also höchst faltbültig einen LasnttLe,e-rLachrichteM. Verlobte: Fräulein Emma AtÜlker in Grimberg mit Herrn Ferdinand Plauz in Alsicld. — Fräulein Anneliese Dewitz von Woyua mit Herrn Ludwig Niedcscl Freiherr zu Eisenbach, beide in Hannover. Literarisches. Die Nummer 3447 der L c i p z i g c r I l l n str i c r t c n Z e i - tung ist unter dem Titel „Leipzig int Zeichen des 500jährigen Jubiläums der Universität" als Sonderheft erschienen, das vermöge seiner glänzenden bildlichen Ausstattung unter den verscktedencn, diesem Jubelfest gewidmeten Veröffentlichungen den ersten Platz einnehmen wird. Wie schon der Titel sagt, beschäftigt sich die Fcstnummer der Illustrierten Zeitung nicht allein mit der Jubel- feier der Universität, wenn dieser naturgemäß auch ein nicht unbeträchtlicher Teil gewidmet ist, sondern sie gibt zugleich ein getreues Bild des gegenwärtigen Leipzig, seines Wachsens und Werdens, mit dem sich jeder gern beschäftigen wird, dem auch sonst nähere Beziehungen zur Leipziger Universität fehlen. Studentische Kreise dürste vor allem interessieren, abgesehen von den zahlreichen Illustrationen aus der Univcrsitätsgcschichte, die Zusammenstellung der Bilder der Leipziger Korporattonshüuser sowie die farbige Toppelseite „Studentcnfrühschoppen im Thüringer Hof" nach einem Gemälde von W. Gause, in dem auch das interessante gesellschaftliche Leben und Treiben im Foyer des Gewandhauses während einer Konzertpause einen geeigneten Chronisten gefunden hat. Dieses ebenfalls doppelseitig wiedergegebene farbenprächtige Bild leitet über zu dem der Musikstadt Leipzig gewidmeten Teil, der sowohl bildlich als textlich das interessante Thema erschöpfend behandelt. Tas Gleiche gilt von den umfangreichen Beiträgen „Leipziger Architektur", „Leipziger Kunst der Gegenwart" und „Tas literarische Leipzig". Strick um den Hals und zogen ihn mit vereinten Kräften am Söller in die Höbe, bis er seinen Geist rntfgab. Nicht lange danach mißfiel den Leuten das Benehuten einer Tochter, die zehn oder elf Jahre zählte; sie stießen das Kind in einen Brunnen, der dann zu geschüttet wurde. Ein anderer, schon über 30 Jahre alter Sohn war als Tieb und Spieler bekanut. Im vergangenen Winter wandten sich die Eltiim an den Bezirksmandarinen und erfudHen ihn, den Menschen hinrichten zu lassen. Der Beamte hielt jedoch die Beweise nicht für genügend, um ein Todesurteil rechtfertigen zu können, weshalb er den Angeklagten ließ. Dieser hütete sich wohl, freiwillig in das elterliche Hoi. zurück- zulchren. Was taten nun die Eltern? Sie lockten ihn n-.it aller- banb schönen Versprechungen zu sich, und als sie ihn erst im Hause hatten, fesselten sie ihm nach einer harten Gegenweln die Hände und schlugen ihn mit einer Hacke tot. Die Berichterstatterin (jedenfalls eine Frau aus Missionarskreisen, der volle Glaubwürdigkeit beizumessen ift) fügt ausdrücklich hinzu, sie habe in Erfahrung zu bringen gesucht, was man wohl im Volke von diesen schauderhaften Taten denke, ober in den Bemerkungen, die sie darüber gehört habe, sei stets nur betont worden, wie betrübend es sei, ivenn jemand solch schlechte Kinder habe. Star Leu roeroeit von den Freunden des Turners als em ictnames Dokument sorgsam bewahrt. * Väterliche Gewalt in China. Im Landender Mitte hat der Vater unbedingte Gewalt über Leben und Tod seiner ftütber. Daß diese vatrta potestas keine leere Redensart ist, wird von neuem durch Fälle bewiesen, die bei uns Westländern den größten Sckiauder erregen müssen, für die die Chinesen jedoch nur ein Achselzucken haben. So wurde der „ilkorth China 'Daily News" kürzlich folgendes aus dem Bezirke Poti eh in der Provinz Tschuhli beruhtet: Tort lebte ein Ehepaar, dessen männlicher Teil als „ehrenhaft" bezeichnet wurde, während man die Frau für „etwas unkultiviert" hielt. An Kultur scktent es allerdings bei den Leuten gefehlt zu haben, denn von den fünf Kindern, die sie hatten, gaben sie nicht ivenigcr als dreien mit eigener Hand den Tod! Vor mehreren Jahren fanden sie zunächst, ein Sohn, der 20 Jahre alt war, verdiene es wegen seiner Schlechtigkeit nicht. xren Urann tos uno jerfLCi|O)ic ü)rn nut Den Zahlten ö*u> . Sefidjt. Ter Mörder floh, wurde aber bald ctngcholt tnd verhaftet. . ' Ein Jahr Gefängnis für einen K u v. ^.as Tribu° . I udl von Lucera hat. wie aus R o m gemeldet wird, soeben einem ron rvunn _ tet nebenbei Geistlicher i|t - einen boien Denkzettel . ncilt DonAlessandrodiTara n t o nennt sich der heiß. Ii'lütiae Sünder, der als großer Schürzenjäger vor dem Herrn ge- , | (jntöert wird und sich zuletzt tu eine neapolitanische Dame verliebt iNle Schon in der Kirche hatte er der Schonen allerlei gewagte . Komplimente zugeraunt, aber ohne damit den Zweck zu crreidien. er die Dame aber eines Abends überraschte (sie war tn Be> ! Zeitung eines jungen Mädchens), ging der GcUtliche ohne weiteres ! ms sie zu und umarmte und küßte \\e. Die UeberiaUene sehne um AHe und der “iebcslu|tige entfloh. Vor Gericht gab Don Alestan- ;r0 an er habe ohne jedwede böse Ablicht den Arm um die Huste ! irr Dame geschlungen, sozusagen mir ui vertraulicher Weise". Leider lütte das Gericht für derartige Bertraulichkeiten fein rechtes Ver- ’anbniS und hat den küsselustigen Pfarrer auf ein Jahr ms Ge- ingniS gesteckt. ♦ Die Rache der Schneiderin. Nach der Trauer- Lner für Dr Gustav Karpelcs, über die wir au anderer Stelle Berirfticn kam es vor dem Portal des Friedhofs zu einer sehr ue-nlicbeii Szene. Eine Dame in Trauer ivvllte, von dem Gatten leaüitet ihren Skigcn besteigen, als cm Gerichtsvollzieher ihr antaeaentrat und auf Grund eines vorgewiesenen Erkenntnisses Gablung ixt langte. Der Zwischenfall erregte i-nter der denFried- itof bcrlaiicjtben Menge großes Äuslchni und wurde iwdurch be- ndet daß die geforderte Zahlung gefaltet wurde. Als der Ge- n'ä'tsvollzicher daraus ein Paket aushändigen wollte, wurde dessen Annahme veiweigert. Der Jnhält dieses Pakets aber war die ?rftc uno letzte Ursache des Vorganges. Es enthielt nämlich Kleidungsstücke, die vor sechs Jahreii die Davie, die Gattin eines d;kannten 'Petersburger Anwalts, bei einer dortigen Mcodichn jeftcHt jedoch wegen verspäteter Lieferung nicht ab genommen batte 'Die Schneiderin erlangte vor Gericht ein obsiegendes Er ^cnntni", von dem sie aber erst jetzt am Fnedhofstor Gebrauch □m±en ließ. — Es ist bedauerlich, daß so etwas bei uns mög- i,id) ist. * Pierre Loti als Akrobat. Pierre Loti, der in seinen Dickstungen die Reize und Schönheiten der orientalischen Well u farbenreicher poetisckier Verklärung gestaltet, verschmäht es bis- rcilen nicht, mit den Artisten wandernder Zirkilstruppen in Wett- xiucrb zu treten und am Trapez oder auf dem Drahtseil seine orperliche Waglwlsigleit zu erproben. Tie „Vie Parisienne" plaudert von diesen Akrolwtenknnslstücken des Dichters: vor cimgcn fahren hatte ein Volkszirkus in Brest Station gemacht, Pierre Loti >iuchte die Vorstellmig und wurde dabei von dem Wnnlche er- infsen sich mit den Artisten zu messen. Er besprach sich nut dem lircEtor und am nächsten Abend erschien er mtogmto tn der Manege, führte am Trapez eine Reihe halsbrecherischer Kunst- tiicke aus nnd erntete einen begeisterten Beifall, um den mandyer j;fri)bat von Fach den Tichter beneiden könnte. Wohl ^wenig Poeten werden sich rühmen dürfen, wie Loti auch im Zirkus Erfolge errungen zu hoben. Bei dieser Gelegenheit benchttt die jlonzüsische Zeitschrift von einer seltiamen Aehnlichkeit des Ge- sichtsausdruckes, die den französischen Dichter mit dem berühmtesten der Pharaonen verbindet. Pierre Loti wußte bisher nicht, welchen atavistischen Einflüssen die farbengiühende orieiitalische Geistes- -chtung seiner Plwntasie zuzuschreiben war. Er fühlte unklar, oaü die märchenhafte Welt des Orients die Heimat seiner Traume sein müßte, und immer wieder zog es ihn nach der wunderlichen Welt des Ostens. Jetzt hat er seine „Ahnen" gefunden. Es luar I b'im Besuche der ägyptischen Königsgräber; als er zufällig der Mumie Ramses' II. gegenübertrat, starrte i-r überrascht auf die ' Gesichtszüge des Pharaonen, denn die Aehnlichkeit mit dem Geflchte Pierre Lotis war verblüffend. Pierre Lott hat eine Reihe von Photographien und Ansichtskarten gesammelt, die das Profil, des ..roßen Pharao zeigen, und sein eigenes Profil daneben gefetz damit seine Freunde sich von der leltiamen Aehnlichkei überzeugen könnten. Tie Uebcrein|timmuug ist in der Tat verblüffend unb die <» e |i o r u e n e: peiv v\oi)aiuic» ti>eoec m wiuuveig. — ^)ert Johann Faust III. in Groß-Eichen. — Herr Johannes Specht in üeufei. — Frau Friederike Parr, geb. Schösfler, tn Bad Nauheim. — Fräiilein Eleonore Buchecker in Friedberg. — Fräulein Anna Bender in Marburg. — Fräulein Margarete Rieke, Fräulein Anna :)tt'lim, beide ui Wetzlar. Telefonische Kursberichte ies Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Giessen. Frankfurter -Börse» 27. Juli, 1.15 Uhr. B1/,"/« Beichsanleihe. . . ^ö.70 3°/. do. ... »6.45 3*/,% Konsole • • • • ^5.70 3°/. do. . » o • 86.50 3l/,70 Hessen . . . » . 9ö.0O 3l/,°/o Oberhessen . « • 4°Oesterr. Goldrentn. . 100.00 4*/,% Oesterr. Silberrents. 99.35 4°/e Ungar. Goldrente . . 95.45 4e/e Italien. Rente . . . 105.00 3°/0 Portugiesen Serie I . 62.10 8°L Portugiesen „ III . 64.10 4*/,% russ. Staatsänl. 1905 99.30 4'/j°/o Japan. Staatsanleihe 96.00 4°/0 Conv.Türken von 1903 93.00 Türkenlose . ... 146.60 4°/0 GriecL Monopol-AnL . 48.60 4°/0 äussere Argentinier . — 3% Mexikaner ...» 66.30 471% Chinesen .... 99.50 Aktien I Bochum Guss ..... 232.00 Buderus E. W. . • . • 111.25 Tendenz: rabig. Berliner Börse. Canada E. B. ... 183.30 Darmstädter Bank . . • 131.60 Deutsche Bank . . . 243.50 Dortmunder-Union C. . • 63.20 Dresdner Bank . . • • 153.70 Tendenz: behauptet. Elektriz. Lahmeyer . • . 115.00 Elektriz. Schuckert . . . 124.30 Esch weil er Bergwerk . . 191.70 Gelsenkirchen Bergwerk . 184.10 Hamburg-Amerik. PaketL 120.10 Harpener Bergwerk . . . 194.01 L&urahtttte......184.60 Nordd- Lloyd.....93.00 Oberachles. Eisen-Industrie 98.00 Berliner Haudelsgea . . 173.00 Darmstädter Bank . • . 131.90 Deutsche Bank ...» *-13.60 Deutsch-Asiat. Bank . , 143.50 Diskonto - Kommandit • . 186.80 Dresdner Bank .... 153.50 Kreditaktien.....201.60 Baltimore- und Ohio- Eisenbahn . . . • • 118.00 Gotthardbahn.....— Lombard. Eisenbahn. . . 21.00 Oesterr. Staatsbahn . . . 154.50 Prince - Henri - Eisenbahn . 129.00 27. Juli. Anfangskurse. Harpener Bergwerk . . « 193.00 Laurahütte . . • • . —.— Lombarden E. B, • « • . 21.10 Nordd. Lloyd , . . . . 92.5) Türkenlose . « • « • • 145.90 Ein großartiger Erfolg durch die Anwendung des Pioion. Inden «Kreis Flilichtt 9. Jan. 1909. Seit 3 Wochen habe id) „Bioson" im Gebrauch «leide an lUinnctv und Darmtatarrh» und kann es nicht unterlassen, Flmvn heute meinen besten Dank auszusvrechen für den großartigen Erfolg, welchen mir Ihr Präparat brachte. Bioson hat meine Verdauung fehl’ gefördert und den Stuhlgang geregelt; aber die erstaunlichste Wirkung ist doch die erhebliche GewichlSzunahme, in diesen 3 Wochen habe ich 4—5 Pfund zugenommen. Ich bin jetzt wieder sehr getraüigi und kann Bioson Jedermann emvfehlen, da es wirklid) ein Rähi und Krästiguiigsmittel ersten Ranges ist. Hochachtend! Joies H a m a ch e r. Unteiidirift beglaubigt: Die Polizeiverwaltuna, der Bürgermeister W o n s. Bioson ist daö beite u. billigste bhubiloenbe Kräftigungsmittel. Paket 3 Akark in Apotheken, Drogerien. b17/« Urr, meine Gnndige - was hab' ich gejagt! m.®»« Ich sehe, Sie strahlen, und bin glücklich darüber! Ja, Fans ächte Sodener! Die räumen mit so einer Erkältung auf, daß eö saft eine Lust ist, krank au sein. — Die Gnädige lacht: Pi r v y{n, eine Lust ist'S wohl nicht. Aber Sie haben recht und ich danke Ihnen für den guten Rat: Fays ächte Sodener Mineral-Pastillen haben mir wirtlich wohl getan und sie sollen von jetzt ab nie in meinem Reisegepäck fehlen. Fano g$H M3 achte Sodener sind in allen Apotheken, Drogerienund Aiineral - MIHv^vafserbandlungen für 85 Pfg. erhältlich. ss«/„ Drucksachen aller Art Ausstattung stilrein u.preiswert ■ । ■ ......... — die Brühl'sche Univ.-Druckerei. «' C' ’o .er 3-’2". o o p Xo." §2- « o- — «b AK -ZK c 61 c 3« • — o = iS 5ß)- « er« c CO CO Ä (51 5 -5b _ er n E 15 « —' co —- s s S eo —? »jo er — ÖU " Äco • (5) ■2 3-"=^ o — **• r» er —• -r> er X w 2/5 o 03 fi o»22c — er 2» Er er rt» « -5 — 'Ä er 2- 1 o EEI'S « 2. y -3'~ r5 1—* o o 2 2 c CO CO s ro > — <6 er — ck,? 2 S J5** « ’ 12^0 - ttEgro- 2 O o O 2 3 %" o « o - 2"^* -s 2 ° er ~ = -32 ?5) " co = co = « er FS2 = C: 0-35 = -an ^2. er »5U- 0-%- ", re re > ► re - S 7? 5 to _ co?r S o 27 — co re - re JT «5> -T =':.Ä o “ — er "re* 2 Ä ~ 7* re S-ö-S ^§2 M-z-ZssH Z-S' 2 co 2 2 «so ö 2 ££ Ä E«S c ent G d ES Z s S^e-2»-» E C L 4) S?.S§ e? 2 e^-N S ?5 _ k E o G V u = C o-r. — ® ?Sx5@-5-i; ^-o H E nS = E r - a =» E*E n*5 Ö» AL-K ZLLZSZ Ae^^Z'Z§Z?ZLL. Gi E ÄS a *5. 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