bsttitigl Ohne Wäsche, garantiert big verblüffend! nut c!i>, M tritt vNt '■*SaÄ****«^ •!* L-.,TsL “S?Ria iteit i9ß() danach lB... P «°Ä::L^r 5t*»wi btt'SS™»» tbicc. .. :-'lehrabM,j^ iß^e^nF^ VÄ”' bM»WI». S«, «“sX'Ä'wSf1- welches iehMu(ÄPobcr "cbmcn. vutdj b •SS^g mrl für schwache, ificube. qp. c' trniidicnbc Futuna iJ« L WiiÄa'x^ o'-befcn, Drogerien uiw. |i. dkcil der Milch kleinen Iuaninms lt >'°ch dem Rezent, bnv die i mirt n. $l) ihren Jecoatfur-.- ib und leichter »erbaulich, t'icf (? P= y» s V* 'S 'V vrt J3« I N * Nr. 70 Der Gießener Änzeiner erscheint täglich, anher Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich SlthenrrZamilirnblStttr; zweimal wöchentl.ttretr- dlattsürdenUreisGietzen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Landwirtschaftliche Zcitfragen Fernsprech - Anschlüsse: für di« Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Sieben. Annahme von Anzeigen für d»e Tagesnnmmer bis vormittags 9 Uhr. Erstes Blatt ISO. Jahrgang Mittwoch 24. März 1909 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und Verlag der Vrühl'schen Univ.-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange. Redattion, Expedition und Druckerei: Zchulstrahe 7. Bezn gSpreiS: monatlich 75Pf., viertel- inbrlid) M. 2.20; durch Abholc- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Mk.2.— viertel- jährl. ausfchl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Pf^ ausivärts 20 Pfennig. Verantwortlich für den politischen Teil: E. Anderson; f Feuilleton und .Vermischtes" K. Neurath; für Stadt u. Land" und „Gerichts- saal": E. Heb; für den Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umsaht 12 Seiten. Die vudgetkommisfion u. das Zlottenbauprogramm. mb. Auf der Tagesordnung der Budgetkommission stand gestern an erster Stelle der Etat des Reichskanzlers und der Reichskanzlei. In Vertretung des Reichskanzlers ist mit dem Unterstaatssekretär v. Loebell der Staatssekretär des Auswärtigen Amis v. Schoen anwesend, weiter der Staatssekretär v. Tirpitz mit den Herren aus seinem Amte. Der Vorsitzende der Kommission eröffnete, die Sitzung punkt 10 Uhr. Zunächst spricht der Berichterstatter zum Etat des Reichskanzlers: er findet dabei nichts besonderes zu erwähnen. Dann nimmt der Wortführer der Na tionalli beraten das Wort und bittet den Vertreter des Reichskanzlers um Aufschlüsse über die in den Ber- banbhmgen des englischen Unterhauses behaupteten Verhandlungen über eine Flottenverständigung. Der Redner weist darauf hin, daß nach den neuesten englischen Meldungen die englische Regierung ichrr ursprüngliche Darstellung doch sehr wesentlich eingeschränkt habe. Es sei da nicht mehr die Rede von offiziellen Verhandlungen, sondern davon, daß man auf englischer Seite in mehr anregender Form an Deutschland herangetreten sei. Ter Redner fragt, wie es sich damit verhalte, und betont, daß an ein Abweichen von dem gegenwärttgen deutschen Flottenprogramm nicht gedacht werden könne. Eine andere Frage sei, zu erwägen, ob nicht, namentlich wenn man zu einem handelspolitischen Ueöer- einkommen mit England gelangt sei, etwas geschehen könne zu einem Hand in Handgehen. Darauf verlieft Staatssekretär v. Schoen eine Erklärung des Reichskanzlers. Es sei niemals eine offizielle Anfrage über eine Einschränkung des Floltenausbaues oder ein dahin zielender Antrag von Seiten Englands an das deutsche Reich ergangen, sondern es seien lediglich zwischen massgebenden Persönlichkeiten unverbindliche Gespräche geführt worden. Es sei aber kein Vorschlag gemacht worden, der als Basis für Verhandlungen hätte dienen können. Es sei üblich, daß zwischen befreundeten Regierungen keine Anträge gestellt werden, wenn ihre Berücksichttgung zweifelhaft sei. In diesenr iknverbindlichen Meinungsaustausch habe die deutsche Regierung den Standpunkt vcrtteten, daß das gegenwärtige Flottenbaupiwgramm lediglich dem Schutze des deutschen Reiches entspreche und sich gegen keine bestimmte Macht richte. Ein Vertreter des Zentrums spricht einer Verständigung mit England das Wort. Er erklärt aber ausdrücklich, daß nientand in seiner Partei in diesem Augenblick an eine Mänderung unseres Fl-ottengesetzes denke. Der Sprecher der Sozialdemokraten wirst der deutschen Regierung vor, daß sie die von Englayd lnn- gestreckte Hand nicht ergriffen habe. Er sielst in dem Verhalten Deutschlands eine Zweideutigkeit, die unserem Ansehen im Auslande schweren Schaden zufügen müsse. Dein wird von konservativer und freikonservativer Seite auf das entschiedenste widersprochen. Ein nationalliberaler Lkbge- ordneter drückt dem Reichskanzler nach seiner heuttgen Erklärung das ivollste Vertrauen aus. Ter 9(bgeorbnete, der sonst der Hauptsprechcr des Zentrums ist, wünscht eine Erklärung darüber, ob die Verhandlungen zwischen verantwortlichen Persönlichleiten stattgesunden hätten, und welches der Inhalt dieser unverbindlichen Gespräche gewesen sei-. Er hält eine Verständigung mit England unter voller Aiürechterhaltnng des bestehenden FlottengefctzeS für durchaus möglich. Ter Vertreter der süddeutschen Volkspartei spricht gleichfalls gegen die Aenderung des Flottengesetzes. Der Staatssektretär des Auswärtigen Amts gibt nach einer kurzen vertraulichen Mitteilung der Freude Ausdruck, daß die gesamte Kommission die Hoffnung ausgesprochen habe, daß die englischdeutschen Beziehungen, unbeirrt durch gelegentliche Erregungen über den Flottenausbau in Deutschland, sich in freundschaftlichem Sinne weiter entwickeln würden, wie dies der Wunsch des gesamten deutschen Volkes sei. Diese Ausführung des Staatssekretärs wird mit lebhaften vielfachen Beifallsrufen bekräftigt. Es werden dann die vorgestern zurückgestellten ersten Raten per neuen Schisse zur Beratung gestellt und ohne jede Debatte einstimmig bewilligt, damit also auch die ersten Bauraten für drei Linienschiffe und einen großen Kreuzer. ES wird dann in der Beratung des MarineetatS fortgefahren. Oesterreich-Ungarn und Serbien. Die Lage wird in Wien außerordentlich pessimistisch beurteilt, denn der englifdje Vermittlungs-Vorschlag, der Russland eine diplomatische Niederlage ersparen sollte, könne als gescheitert angesehen werden. Der erste englische Vorschlag, der am Samstag überreicht wurde, wurde von Oe ft erreich als ungenügend, von Rußland als zu weit gehend befunden. Der zweite Vorschlag wurde gestern in Wien rundweg abgelehnt. Beide Ratschläge enthalten nur Worte, mit denen höck;stens für bcn Augenblick die Situation gerettet worden wäre. In Wien glaubt niemand mehr daran, daß der Friede erhalten werden kann und spätestens in nächster Woche werden andere Mittel die Krisis zur Entscheidung bringen. Man glaubt, daß der Schritt des Grasen Forgach sciwn Ende dieser Woche erfolge unb Serbien eine ganz kurze Frist zu einer Antwort einräumen wird, die, wenn sie Oesterreich befriedigen soll, den unbedingten klaren Verzicht auf alle Ansprüche ausdrücken muß. Gestern abend sind wieder drei Bataillone Truppen in kriegsmäßiger Stärke von Wien abgegangen. Wie verlautet, hat die türkische Regierung ihrem Gesandten in Belgrad die Weisung erteilt, der serbischen Regierung den Rat zu geben, die österreichisch-ungarischen Vorschläge anzunehmen. Bei der Konstantinopeler serbischen Gesandtschaft sind Nachrichten eingelaufen, die angeblich eine friedliche Lösung der Ztrisis erhoffen lassen. Auch in amtlichen türkischen Kreisen hofft man seit vorgestern auf eine friedliche Beilegung der Streitfragen. Weit weniger zuversichtlich lauten die Wiener Meldungen aus Belgrad: Der Kriegskorrespondent der Reichspost meldet seinem Blatte aus Belgrad: Nach einer größeren Demonstration am Vormittag fanden gestern abend in Gegenwart des Kronprinzen noch kleinere Demonstrationen gegen Oesterreich statt. In Belgrad herrscht große Bewegung. Eine andere Wiener Korrespondenz meldet aus Belgrad unter dem 23. d. M.: Gestern beriet König Peter den Kronprinzen Georg zu sich und hatte mit ihm eine zweistündige Konferenz. Es verlautet aus der Umgebung des Königs, daß der König dem Kronprinzen sehr scharfe Verstellungen wiegen seines provokatorischen Auftretens gemacht habe. Die Unterredung zwischen dem König und dem Kronprinzen endete mit einem sehr scharfen ZLonflikt. Kronprinz Georg erklärte: „Ich teile die Ansichten des gesamten serbischen Volkes und trete für dasselbe ein, weil ich sein zukünftiger König bin." Während man von England aus immer wieder versucht, in Wien Mißtrauen gegen Deutschland zu erwecken, hat man sich an der Donau genötigt gesehen, diesen Verdächtigungen die Spitze abzubrechen. Die Wiener „Politische Korrespondenz" meldet: Ein Londoner Blatt, zu dessen Dogmen es gehört, Deutschland als Urquell fast aller Gefahren der europäischen Politik zu betrachten, suchte im Verlause der Balkankrisis wiederholt, der Erhaltung des Friedens durch Warnungen Oesterreich-Ungarns vor Einflüsterungen Deutschlands zu dienen. In den letzten Tagen erhob neuerdings das Blatt einen solchen Mahnruf. Im Hinblicke auf das wiederholte Auftauchen solcher Auslassungen in ausländi schen Blättern erscheint die Erklärung angemessen, daß für die Bemühungen zur Rettung Oesterreich-Ungarns vor Abgründen der deutschen Politik kein weniger günstiger Augenblick gewählt Zranksurier Schauspielhaus Das letzte Glück. Schauspiel in vier Aufzügen von Clara Viebig. Clara Viebig ist eine Künstlerin von starker, persönlicher Eigenart, einem entschiedenen, ungeschminkten Wollen, einem großen lebendigen Köimen. Sie bat Neuländ für die Literatur entdeckt, ihre Heimat, die Eifel. Dort wurzelt sie und wie erstaunlich und vielseittg sich ihr Talent auch sonst öffenbaren mag, das hefte ihrer großen, vielbewuuderten Kraft hat ihr die Heimat gegeben. Jk^on Novellenband Kinder der Eifel und ihren Roman Das Weiberdorf halte ich für das beste, was sie vis beute geschrieben hat, z. T. auch Das'Kreuz im Venn. Die beiden älteren sind jedenfalls ihre perionlichsten Buckuw. Rmch und hart wie ihre .Heimat sind die .Kinder der Eifel, und wie sie voll heißer, heimlicher Glut. Tumnrigläubig, aber ,ruch wild und trotzig und kantig wie Basaltblöcke. Menschen, die man trotz all ihrer Fehler, und Schwächen lieb haben muß, weil sie so fest in sich selbst gegründet sind, weck sie voller Leben und Teilnahme sind für alles, was sich lebendig um sic regt — weil sie ein Herz haben und eine Seele. Diesem Bild entsprach aud) das gestern int Frankfurter Schauspielhaus zum erstenmal aufgeführte bäuerliche Drama Tas letzte Glu«. * Wat die gestrige Ausführung dieses Werkes ein Erfolg? War cs die entschiedene, allem heimlichen Widerstand energisch Trotz und Spitze bietende Wirkung einer einheitlich gelassenen Dichtung, hinter der eine bedeutende, große Perionlichkett steht? War es eine unabänderlich feftlWnbe, Weg und Ziel weyeirde Befreiung oder war es Mehr der Eindruck, den lede aus dem Rahmen der Mlgemeinheit herausgewachsene Persönlichkeit hinterlaßt? Pislleickft nur das letzte, aber doch eine Wirkung, dte über das Hinausgicht, was sonst int Lause der letzten Fahre ^aus der Buhne erschien, um sich einen Platz zu erringen an der -sonne der Anerkennung. Dos Werk eines echten, begnadeten Menschen, aber kein vollkommen ht sich gefügtes, kein werkgerechtes Bauwerk. Billige Masken und unedles Fachwerk fchmücken und putzen vielfach den stolzen Bau — und auch der Grund ist niaft ganz frei von unsicheren, wenig vertrauensvollen Stellen, auf die em tüchtiger Meister nicht bauen sollte, aber doch ein Kunstwerk das Werk eines Menschen, der ein ernstes WollcS hat und ein starkes Können. Gülte Enttäuschung vielleicht? Zum -5.eil ;a. Man sieht deutlich, Clara Viebig kommt vom Roman zum Drama, wie Sudermann.... Das letzte Glück ist in ferner Gesamtheit ein dramatischer Roman, kein Drama. Em e-wgenstuck zu Alfred Bock. Seine Romane sind erzählte Trameii, ui sich geschlossene, pspchologisch begründete, aus üfver inneren Notwendig- feit herausgewachsene Werke. Das ist das Werk Clara Liebigs nicht ganz. Es spielt so vieles hinein, was beffer weit weggeblieben wäre, ari'r nun es einmal da ist stört es — unb teilt Pas, was ein Ganzes sein sollte, in lauter einzelne stucke Nird Ssritew Vieles auch könnte anders sein, nur Zusöll igteichcL, hindern daran, Grunde, die keine Gründe sein dürften. Wäre das Mädchen rein geblieben nach seiner ersten, fruchtbaren Liebe, dann müßte alles anders kommen, und wären die Pferde zufälligerweise nicht durchgegaugen, es wäre wieder anders gewesen. Warum hat der Rabe recht, der dem Volksmunb zufolge den Tod prophezeit? Damit das stück den Abend füllt? Zum Teil. Oder soll der Aberglaube das Volk der Eifel charakterisieren? Möglich, aber nicht notwendig, nicht einmal nötig, und künstlerisch nicht cinwandsrei. Eine Laune aber auch nicht. 9hir zwecklose Stimmung, die das Ende anbeutet, und eine rein äußerliche Stimmung dazu, deren Zweck und Ziel jeder sofort erfaßt. Ein seltsames, romanhaftes Werk. Im Grunde genommen ist das Schauspiel in seinem ersten Teil ein Kampf um das Kind, der nach dem rein zufälligen Tode des Kindes durch den Kampf um den Manu abgelöst wird. Nach langen Wauderjahrcn kommt Sus Endenich aus Sehnsucht nach ihrem .Kinde, das in der kinderlosen Ehe des Vaters liebevoll aufgezogen wird, wieder in die Heimat. -Heftig kämpft sie um ihr Kind und als es ihr der Vater endlich zuführt, da scheuet unterwegs die Pferde und das Kiud bleibt tob; die Ahnungen des alten Knechts erfüllen sich also. Nun aber entbrennt ein Kampf um den Vater des Kindes, aber nur ein scheinbarer, denn die Sus will den Mosenhofbauer gar nicht, der seine Gattin vev- lassen will, um der Sus im schiveren Kampfe des Lebens beizustehen. Wer das hat Clara Viebig nicht durchgefühtt; die Sus geht lachend ab; das Kind vom Mosenhofbauer war nicht ihr einziges, und mir weil das zweite gestorben war, kam sie in ihrer augenblicttichen Verzweiflung in die Heimat. Nun geht sie wieder in die Welt und den Frühling hinaus, und der Winter wird ihr wohl ein drittes Kind bescheren. Der Mosenhofbauer aber sinkt vor seiner FraN, die ihn über alles liebt, in die Knie — und anstatt durch Kampf haben sie ihr letztes Glück durch den Verzicht der Sus errungen. — Die Charaktere sind gut geschaut und größtenteils ausgezeichnet behandelt, aber das Uebermaß naturalistischer 9Romente stumpft die Zuhörer ab, obwohl warmes und echtes Leben in dem Werke steckt. Der lebendige, farbenbunte erste Akt mit dem fröhlichen Jahrmarkt ist teilweise sehr gut, manchmal aber auch schleppend und undramatisch, wie auch manches andere in den folgenden Aufzügen, von den besonders der letzte unter einer weit ausgesponnenen Länge zir leiden hat. Der erste Akt wurde freundlich, der zweite sogar begeistert aufgeiwmmcn, der dritte aber ging unter eisigem Schweigen vorüber und am Schluß setzte sich dec Beifall kaum gegen den Widerspruch durch. Möglich, daß der örittt Auszug mehr Erfolg gehabt hätte, wenn die Darsteller weniger nervcnfeiudlich geschrien hätten und die laugst übcrivnudene naturalisttsä>e Kunst mehr gedämpft hätten Möglich, aber der Riß zwischen den beiden Hälften des Schauspiels märe dadurch nur übertüncht, nicht weggeschasit worden. Die vom Intendanten Claar geleitete Ausführung selbst war ausgezeichnet und zeigte überall ein bis in das Kleinste sorgfältig vorbereitetes s&eL Von MitwirkendW ivH iU erwähnen werden konnte als der jetzige. Seit der Stunde, wo Oesterreich- Ungarn iletzten natürlichen, von ganz Europa vorausgesehcnen! Konsequenzen seiner in Bosnien und in der Herzegowina seit Jahrzehnten erworbenen Stellung gezogen hat, trat Deutschland für das Recht und die Vorgangsweife feiner verbündeten und cngbefrrundeten Macht ohne das geringste Zaudern ein, mit einer Nachdrücklichkeit und Beharrlichkeit, die hier kein anderes Gefühl als das warmer Anerkennung wecken konnte. Ohne den leisesten Versuch, auf die Entschlüsse, welche Oesterreich-Ungarn für die Weiterführung der bosnischen Angelegenheit mit Selbständigkeit zu sassen hatte, Einfluß zu nehmen, tat das Berliner Kabinett in freundschaftlichem Eifer alles, was es im Hinblick auf das vor Jahrzehnten geflochtene enge Verhältnis zur Monarchie und zum Schutze der Stellung der alliierten Mächte auf dem Gfefanitgebiete der europäischen Politik als feine Pflicht erkannte. Angesichts solcher Verirrungen sei mit allem Nachdruck erklärt, daß man in Wien die Haltung Deutschlands ay der Seite Oesterreich Ungarns in der jetzigen ernsten Phase der Balkanangelegcnheiten als Muster tadelloser Bündnistreue und warmer Freundschaft würdigt und von der Belehrung, daß Dentschland der politische Mephistopheles Oesterreich-Ungarns verschont bleiben möchte. Alle politischen Kreise, die auf dem Boden der Wirklichkeit verbleiben wollen, haben damtt zu rechnen, daß die Richtungslinien Oesterreich-Ungarns und Deutschlands in Bezug auf die in der nächsten Zukunft zu lösenden Probleme identisch sind, und zwischen den beiden Kabinetten, und allen an diesen Ausgaben mit- wirkenden Staatsmännern der beiden Reiche ein vollkommen gegenseitiges Verständnis und ein ungetrübter Einklang über das zu verfolgende Ziel der zu wählenden Mittel herrscht. « 111 ■ JLJ ■ ........... ......... politische Tagesscban. Die Finanzkommisfion des Reichstages trat gestern in die Beratung des von der Subkommission cingebrachten Vranntw einsteuerentwurfs ein. Der Reichsschatzsekretär Sydow erklärte, daß die Verbündeten Regierungen nach wie vor dem Monopol den Vorzug gäben, da dessen Nichteinführung die unerwünschte Beibehaltung bei Liebesgabe bedeute; trotzdem sei er bereit, auch bei der Ausgestaltung dieses neuen Entwurfs mitzuwirken. Er halte eine Verständigung auf dieser Grundlage nicht für unmöglich. In der Debatte, die sich zunächst mit der Regelung bcS Kontingents befaßte, wozu drei Abänderungsvorschläge vorliegen, wurde von verschiedenen Seiten die Notwendigkeit des Schutzes dec süddeutschen Brenner betont. Die Bundesratsbevollmächtigten Bayerns, Württembergs unb Babens erklärten ben neuen Entwurf für unannehmbar; sie stellten sich auf ben Boben der Monopolvorlage. Von freisinniger Seite würbe bas Wieberauftreten bes Monopolsgebankens bekämpft, währenb von konfcrvativer unb nationalliberaler Seite bie Sympathie für bie Regierungsvorlage ausgebrückt wirb. « Eine Auszeichnung des Ministerialdirektors Schwartzkopff. Der .Staatsanzeiger" veröffentlicht bie Verleihung bes Charakters als Wirklicher Geheimer Rat mit bem Präbikat Exzellenz an ben Ministerialdirektor im Ministerium bei- geistlichen, Unterrichts- unb Mebizinalangelegenheiten Wirklichen Geheimen Obcrregierungsrat D. Schwartzkopff. Diese hohe Auszeichnung erklärt sich barauS, baß gestern zehn Jahre seit dessen Ernennung zum Ministerialbirektor vergangen waren. Von seiner Ernennung zum Kultusminister anstelle bes er« die Damen Ilm (Sus Endenich' und Boch (Moscnhofbäucrin) und die Herren Bauer (Ä)loscnhöfbauere Faber (Trittscheid) und Pfeil (Mathes). Clara Viebig wurde nach dem ziociten Aufzuge lebhaft gerufen und folgte auch nach dem letzten Aufzuge dem starken Beifall eines Teiles der Zuschauer. Karl Neurath. — lieber den Einfluß des Radiums auf die Pflanzen waren bisher widersprechende Angaben geniacht worden. Während die Mehrzahl der Beobachter von einer das Wachs» tum der Pflanzen hemmenden Wirkung des Radiums berichtet hatte, hatte eine Minderheit einen günstigen Einfluß fest- gestellt. Diese Behauptungen sind, wie lürzlich Prof. Charles Stuart Gag er vom Newporker Botanischen Garten barlegte, beide richtig. Das Radium ist nämlich ein Reizmittel für die Pfianzen, das, mit Maß angcwendet, das Wachstum! fördert^ bei übermäßigem (Gebrauch dagegen, wie alle Reizmittel, schädlich wirkt und schließlich sogar das ^lbsterben der Pflanzen zur Folge haben öcnm. Diese Wirkung des Radiums hat Gager, so lesen wir im Prometheus (Verlag R. Mückenbergcr, Berlin । durch fast 200 Versuche nachgewiesen. Ten hemmenden Einfluß des Mdiums z. B. zeigte folgender Versuch: Es wurden 20 Haberkürner vor dem Keimen sechs Tage lang der Radiumbestrahlung ausgesetzt und daraus gleichzeittg mit 20 anderen ,.icht behandelten Kornern ausgesät. Tas Ergebnis war, daß die unbeftraMteu Körnet zwei Tage ftühcr aufgingen, als bie anderen, und daß sieben Tage nach der Aussaat die jungen Pflänzchen der bestrahlten Körner erst füber dem Erdboden sich zeigten, während die anderen Pflanzen bereits mehrere Zentimeter hoch waren. Um den Einfluß zu ermitteln, den die Gegenwart von Radiumstrahlen im Erdboden selbst auf die Keimung und das Wachstum der Pflanzen ausübt, wurden 16 Körner „Lincoln"- Hafer in einen Blumentopf aus- gefät, und zwar in gleichlaufenden Kreisen in Abständen von 7,22 unb 45 Millimeter vom Mittelpunkt des Topfes. Fm Mittel- pickte wurde eine verschlossene Glasröhre mit 9iabiuni ionir-edyt in die Erde gesteckt, so baß das Ende der Röbrc, das das Radium enthielt, etwa 5 Millimeter unter die Oberfläche zu liegen kam. 3n ähnlicher Weise wurde eine zweite Pflanzung mit einer leeren Glasröhre angelegt. Nach 106 stündiger VersuchSdaner warcnl die Pflänzchen in dem das Radium enthaltenden Topfe sämtlich! aufgegmigen, und sie waren durchweg entschieden größer als die der anderen Anlage, von denen drei überhaupt noch nicht auf- gegangen waren. Tie Pflamzen im äußeren Streife waren durich- ichnittlich 50 Millimeter, die im mittleren Kreise 46 Millimeter unb die im inneren Kreise 42 Millimeter großer, als die in ben enttprcchenden Kreisen des Kontrottwpscs. Am sechsten Tage nach ber Aussaat wurden die beiden Röhren iimgetauscht, unp nun zeigte es sich, daß nach Verlauf von weiteren fünf Tagen die Pflanzen in dem ursprünglich unbesttahlten Topfe die anderen fast ganz ciugeholt hatten. ib Welst« nbimj tu und Bild die t-büiwnieiic der iniit ui dem ^rnrf> . v*ruDd und *lKcifA«nuMb» im nnb feinen Kanälen, atet er, nn en über Calvins läge des PerwallungSberichtS und der Rechnung für 1907. Eine ii taaiilu-iUi AtW loraun II br iwmi. irdtfa e< 'Ikriammlung nach kurzen Erklärungen der Parteiführer einstimmig angenommen. Hain-Gründau. Im ^afjrc 1863 übernahm er bic Pfarre, Düdelsheim, das Amt des Dekans für das Dekanat Büdingen bekleidete er während der Jahre 188-4 biS 1889. Seit feiner am 18. August 1900 erfolgten Verletzung m den Ruhestand bfra in B< nodi frite 1. April (hu'i'd) zogen die um feinem 't'Han ttzbergen, nut folg krankten Ministers Halle, die eine Zeitlang im Vordergrund lag. fchemt abgesehen worden zu sein; eS wird diesbezüglich vielfach eine Ueberraschung erwartet. demjenigen, den Sir Eduard Gren zur Beilegung de österreichisch.ü'ri'stchen Konfliktes verfaßt hat und denifeni Mgndx-n Al'.^itsichlag^ hnD De* .'Ibaiburfcr Oct ‘.erfemnnivwn nuMlirtut lablnnrt» nursu führe«. ist folgende Tagesordnung ausgestellt worden: 1. Dor 21u* Stadt und Land. Gießen, 24. März 1909. •• H a q c -31 a l c n b c r für Mittivoch, 24. 'März: Stadt I I'ca l c r. Cornelius Daß". Anfang 7 llhr er führte der Redner n-5. man bewegte >iw nb man fiaiuuc ftbev en. da? 'ich. S lerne Lustspiel „Hnsarenfieber^ neu einftubiert m Szene. immer treu sich t Weitkörvei de Wiederholung bieier Aufführung finbet nicht flott. Bei beiden Vorstellungen gelten kleine Preise. — Die Inhaber von Tut- scheuicn seien besonders darauf hmgewiesen, daß am 4. April Schlich der Spielzeit ist. "Ein Ausflug in den Weltenraum. Der Physiler Heitmann von VKimbiirg wird morgen in Steins Garten einen astronomischen AuSstaHungSvortrag halten, der sehr interessant zu werben verspricht. Wir finden m der .OberHess. Ztg * folgendem Referat über den gleichen kürzlich gen des österreichischen l^eginvortchlage- beule, nachdem bic Mabmettc von Pans und Peter -bürg iiiqeftimmt haben. Baron Aehreulhal durch den enqlischcu Botschafter in Wien überreicht roetoen. Der Wortlaut soll ein für Ceflerretd* annehmbarer fein, und man erwartet hoher mit S icherhet t die Zuftimm «nq her Öftcrreid)ud>en Regierung. Bonbon, 24. März. In dem 41 leg ramm dc" Südpolarf ori chers Sie ekle ton an d ladn .Vlad Ixifi es weiter, daß die Reisenden den arttuchen Vulkan Erbas unter großer Wefabr beihegen. Tic Mvateröfinung m 1 englische Melle breit und 800 Fuß tief. Der Vulkan ist 2000 Fuß hod). Dec TemDcratm lanl auf der weiteren Reise biS auf 27° Fahrenheit. Am 26. Tejbr. ivurber 88,23 Wrab südl- Breite erreicht und zwar auf ernrr 11000 Fuß über dem Meere liegenden .Hochebene und bann nach dem Nimrod' zurückgekehri Steckleton glaubt, dar der öübpol auf einer 10 000 Fuß hoch liegenden Hoch ebene liegt. , Landwirtschaft. ff Stuten forung Der 8 a n Mn ir l iAe f t»f«i*mev in Cberbeiien Lee Atortrrnüne für bat briliidx 1; rrtntomnt tnnb linden an t'iwnDrn Jenrnneu ihm. EierhcBnnia zu V» t c fee n in VertMiicnnm iml her Marknehan MitNreub. 31. n^. Form l llb FffrOvtoning in 81 d) in Arbmhunq mu her BeurkSpscrbeschau: TvnftaflL 20 April, norm 9' Uhr 'ßitrN cunfl mit bet XTet* meld«,"wird cm o e t niilteTnb7r"ii'örHaüT als «Pfanaflihtnt nach Lmdheim. 1853 als Psarrer nach , , . - Eduard Wien .... Bcilcauna fr bet planen n. sututii mit feinen ‘Rimoi; Lier «twnupren unb I Meteore durchflogen den Uelteiiioum, da BoDiatall ctn zog i I ovierte Redner den Bau der l’hlcfcftrafer und DeS vinnnetS. Der l 2 orirag, der povutänviffenfchastltLh ge(xiUcn war, wurde mit grotTi I Be'rieSiaung auiqcnonimtn. •• Al i c e-L chule. Am Samstag und Sonntag nachm., fand, wie alljährlich, in den Räumen Der Alüe-Schule die Au 8 -1 flellung der Arbeiten statt, die von den Schillcrmnen iml abgelausenen Winterhalbjahr gefertigt wurden. In den 4 Gruppen: Kleider-, Weißzeug., Bügel- und Lehrerinnenkurs bot sich Den zahlreichen Besuchern der Ausstellung ein äußerst I erfreuliches Bild, was an Schaffen und Können, sowohl seitens der Lehrerinnen, als auch der Schülerinnen geleistet worden war. Darum herrschte auch über das geschmackvoll arangiert Targebotenc nur eine Stimme dcS Lobes und der Anerkennung: I jeber Besucher gewann aus den Arbeiten die Urberzeuguna,I daß auch diesmal wieder die hiesige Alice Schule ihren alten guten Ruf glänzend bewährt hat. Möge sic sich auch weiterhin eines regen Befuchcs erfieuen.' "RaumangelS halber erscheint der Bericht über Ibie gestrige Aufführung der „Großstadtluft' erst in unserer nächsten Nummer. -Selbstmord. Verfloffenc Nacht erhängte sich im hiesigen ProvinzialarresthauS der Dienstmann Heinrich Karp» von hier. Er verbüßte eine kleine Haftstrafe wegen Polizei- Übertretung. Die Tat durfte er in geistiger Umnachtiing aus- geführt haben, Denn er war wegen Trunksucht, bezw. Geistes- Irankheit entmündigt. — Leihgestern, 23. März. Am Sonntag fand hier im Gasthaus zum Löwen die für Den nationalen Gesa ngs- Wettstreit anberaumtc Delegiertenverfammlung statt. Außer den Delegierten der am Wettfingen beteiligten Vereine hatten sich zahlreiche Gesangsfreunde aus Groß-Lmden, Lang- «ÄönS, Kirch-GönS, Garbenleich und noch andere eingefunden, I daß der große Saal bis auf Den letzten Platz besetzt war., .stach einem vortrefflich eingeschulten vorgetragenen (Ihor des I ’cflgcbenDen Vereines eröffnete der Vorsitzende Krapf die Bei- ianimlung und dankte für das zahlreiche Erscheinen. Erst. Ilässige gut geschulte Vereine dec Umgegend, der Gegend von Marburg und Friedberg werden in Konkurrenz treten. Dann wurden verschiedene Vertrage zii den WettstrestSbe. iiimmungen zur Diskussion gestellt unb durch Abstimmung erledigt. Ein nicht vorschriftsmäßig gemeldeter Verein wurde auSgeschieden. Nachdem der Gesangverein noch einige Lieder zum Vortrag gebracht, schloß der Vorsitzende die Versammlung mit einem »Aist Wiedersehen am 4. Juli zum GesangS- I Wettstreit'. F. Rodheim bei Hungen, 23. Marz. Durch unser iDorf bewegte sich gestern abend em leuchtender Lampionzug ;um Hause des Bürgermeisters Sch äf er; eS war der Kuchem gesangverem, der daS greife OrtSoberhaupt zu seinem 25 jährigen Dienstjubiläum ehrte und ihm seine Glückwünsche darbrachte. Der Vorsitzende, Pfarrer Stotz, hielt eine Ansprache an den I Jubilar, Die mit Dank erwiedert wurde. Im Namen der Gemeinde überreichte dec Beigeordnete Kröll einen Sessel. wohnte er bi5 zu seinem Tode in Darmstadt. - Aus eine 2.'Vorlage des Voranschlags für 1909. 3. Auf -1 ununterbrochene 50iahrige Dienstzeit ,m Heff. Staatsdienst nahmt einer Anleihe. 4. Baugesuch des Emil Koch für wird am I. April d. Fs. Ministerialreolsor Rcchmingsrat^ EclterSweg 75. 5. DeSgl. des Batth. Wilh. Büttner für die Ludw. Müller hier zurückblicken können. Seme Laufbahn, Rodhennec Straßc. 5. Neubefestigung der Bürgersteige in begann er am 1. Apnl 1859 bei Dem (Hrofeh. Katasteramt. bet Gartenstraße. 7. Feldbereinigung links der Lahn; hier Nach Ablegung des FinanzeramenS 1. Kategorie im Jahre Ehaujfiecung von Abfahrten und Feldwegen. 8. Beschaffung 1865 wurde er nn Sommer 1872 -um Hauptsteueramts- von DeSinsektionSmaterialien. 9. Tic Geschäftsräume bt Jafhitenten bei Dem Großh. Hauptsteueramt Gießen ernannt, vochbauamtö und AinienamtS. 10. Ottroirürfoergütung aus Mit der Aushilfeleistung bei Großh. Steueckontrolle im Juli Braunkohlen und Braunkohlen.BrikettS. 1875 beauftragt, wurde er bei dieser Behörde im März 1876 - Stadttbeatcr. Jedem Gelchmack trägt das Pro. z""i Mmisterialkalkulator unb späterhin zum Ministerial gramm deS nächsten Sonntag« Rechnung. Am Nachmitta. revisor ernannt. wird HauptmannS .Versunkene Glocke' in der bekannten w- Frankfurt a. M., ‘-3. Marz. Die Vorlage über sehenSlveiten Mueflattung gegeben. Am Abend geht das die Einverleibung der eh Gemeinden des 2and- kreiseS Frankfurt a. M. wurde heute von ber <5tabtocrorbneten- ungeheuren Masscnrniggebirge Kirtorf in B«-rlnnbunu U>3, 22. Avrll, wnn 10 Ubr Bierd-Grnng m S>o m b u r g c. ii, $iitr6ti — lü nun ttrnn $ odbtt >t*rnrr "ÜSineml t*a ivi nn wir dir Aooc arme £-ot*nSl nid» bnnrn' Unter Borra« in übnnme oilr nnb wenn idiUH bri«a bod) ouo brr Aooidrkr ober Tiu u:ic cm po«» llxidm in nm Tir Zdiadm. tu Uri in nm !*’*♦ aber ncyi. bnfe du trmc Aaidabniimgen cibälft - it Marburg gehaltenen Vortrag Kn bei "an^ uriieri: Srnitie Me »Zuschaner in Dir inr • iwt Welienincan, man > btc Äcltkatastrovtien. ' teil 3abrnuntonen on’ir . Dcuticbc» Kctd). Die kaiserliche Bach: Hohenzollern ist gestern Morgen 9 Uhr durch den Kaiser Wilhelm Kanal nach den- Mittelmeer abgegangen. Ter Kreuzer Hamburg folgt heute. 7Die Kaiserliche Familie beabsichtigt anscheinetid doch - trotz der ernsten Lage aus dem Balkan — nach Korfu zu reifen. In der verstärkten l^eschästsordnungskom- 'miffion des Reichstages wurden gestern d,e ersten vier Absätze des Antrages Müller < Ntciniugent-Iunk über die sogenannten kleinen Futerpellatioiien angenommen. | Dann aber stimmte das Zentrum gegen die Bestimmung über die Befristung der kurzen Anfragen und machte de durch den ganzen Antrag hinfällig. Ausbau des Bauarbeiterschutzes.- Wie eine Korrespondenz berichtet, wird die württembergischc Regierung demnächst eine Bauarbeiter-Schutzkonferenz einberufen, die sich mit der Frage des Ausbaues der Bauarbeiter Schutzbestnnmungen zu befassen haben wird und rn der die Organisation der Unternehmer wie der Arbeiter offiziell vertreten fei» soll. Die Wahlprüfungs-Kommission des Reichstages hat die Wahl des Abgeordneten von Kap Heng st daS Steigen Der BeslstDuiigcn 6,ne N-chfcier vereinte bic Ze.lnebmer. I Ter t-crlrnfl ber >8 en-»»wn°t.u,n unc . . . v , ■ r । C hmenl diu e ttiat von o< iXri .'Ja. aus woti J>!. .uwv tz Burkhards, -3. Vtacz. Pier wurde furjlia) ehil crbC( c. ,lu westi llichen die BesolDnugeii, die Die "ui • Turnverein gegründet, dem bis )etzt 29 MitgliederpenirftK«Kii b o di M iwvacb, nn einmiai B< iforbnct u't bei Märtonnnni »n Lbn teiibüelimniiri n.-*: titiuo T/n t »erbet ei uv m niihrtxn bunh ii v n.rajunj itr 5luten m bet P ncbe'tuinmbud» keine Mviirw bt; Vunbrrtri werben mi»q'fordert, ihre * idbnqm Nnb alteren • rV-dxiu ■ Ttwnti U. nc n .111 i:* k ■ ■ :■ i in ‘ l 4 x i I b m ; t T?r-tou *.Vjntoa. Au.1, mroi lt u* L:craieninorh (äne nvein ’t'ierDetönum in irrtet» Bruni .ii B ab Satt bau »en m Berdinbunu mit brr Bezirks PKirMwin Ti'N.-iaa, 20. Aon!, ncrtin ?' ? UH ’^rt-rf^ntn i ui Joirjrnba in m Bertnubiing nut onr ;irck»o^eroeidAui Aitmvdi. 21 norm Mi, Ub fitTtr»nu» m lauter udjm 3 Hin B»>rbeki Eichen Terb'tangen 40 Mk. - 986 Aarunineter Brichen-Scheitbott '.«•»(in ‘Ulf., ß7»i Am. (5idien SdictihoU 5070 Mk^ 97 sirn 'Jlabel- 2 teitholA 591,70 Mk« 681 gm. Buchen stnüvoel 5311 ho l’lf.. 796 31m. Eichen Knnvvelhott 4457,60 Ml.. 631 Am. Aadel-Knüevel bott 3470,öü Mk., 263 hundert Wellen Buchen-Reisig 3024,50 Mk, 385,2 hundert Wellen ^ichen-Aeisig 3351.24 Mk., 305 '?unbet: 1 1425,70 Mk, 365 Rm. Eichen Stockliolz 1168 Mk. und 477 An>. )labcl-3iodbols 1526,4” Mk. Jin beuv. 8000 (11 500) Mk Eiunahinen und An . gaben auf. Tic stirch c n fl e u c r n , Die für Die TlaDtfafie nur Durch- laufcnoe Bosten b.ldeu, sind mit 64 200 L56 4 Griginal-vraHtmeldungcn. treter der Regierung, sowie den Angehörigen und Freunden Belgrad, 23. März. Nunmehr ind sämtliche von Schule und Schülern statt. Staatsarchive und Altenbestaude 11 ad) d t u Darmstadt, 23. Marz. Im Alter von 84 3abren|nncrn ^nil5Cd in Siche 1 heil gebracht ßvorden. Paris, 24. ^.ttärz. "Wie bei Matin" aus l'onbmt in beste n 1<813’ ebenfalls entgegen. 1826 Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen (Bahnhofstr. 13), den 23. März 1909 Oienicinidmitlithe nehmen. Bodenbeläge und B)nndbeEIeldUNgeN sowie Leinen und Halbleinen n tohov nniniiniaitoii Of.tAf.'Jhvitnn in 80 u. 160 CD1 breit Gießen, den 24. März 1909. 1820 Mn ?)ii)üiiitrnüe 36. 01964] Nicht», Ewalds Sorten Bilanz am 31. Dezember 1908 3O5O. 10100.— II. 1907 .1823 1675 Bodheixner Straße 42 Neustadt 56 Uerjchredenes *. ^8' WKW Verkäufe. Kauf'Oesliche 97 113.99 12 956.86 Adam Weißmann Familie Heller 7 682.69 936.82 Qualitäten empfiehlt C. C. Pfeiffer, Walllorftraßc 71. fender Rechnung Saldo-Reingewinn u. andere Sicherheiten c) in lfd. Rechnung d) gegen Kauf- schillinge e) in zedierten For- 185 785.17 Stand der Mitglieder Ende In 1908 gingen zu In 1908 gingen ab Dm toi Koch, Sichen Liebigstrasre-Riegelpfad. Tischtücher, 1—5 Meter lang Servietten, circa 100 Dutzend Handtücher, circa 100 Dutzend ! inmio tintt f h f . «t Passiva. Spar-Einlagen Reservefonds Guthaben der Genossen Einlagen auf lau- Iohannesbccrsträucher große Frucht, sehr reich tragend, billig abzugeben. 11833 Friedrichstraße r.Ucttbaul. in jeder gewünschten Ausführung liefert d. Spezial-Fabrikgesch. der £(fin.ehemarL;: 1-00 Htz, s*#t mitttlmäWI. «'b°* Bef. III. 6r. II llljr fiiiQfl. n»i> fitiinii ,v» Mk. 30-35 000.- auf II. Hypotheken geteilt sii vergeben. Schriftl. Angebote unter 1787 an die Gcschästsst. des Gieß. Anz. Die Beerdigung findet Donnerstag den 25. März, nachm. 2 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. 1821 Spar- und Vorschutzkasse, Mainzlar eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht. Vogel.Spaar. Stand der Mitglieder Ende 1908 Mainzlar, 24. März 1909. teilweise bis zur Hälfte des sonstigen Preises abgegeben. flbrfrtitt nndet Schulttr. 10, M 4)CnUU| II. Stock, statt. Ärztlich empfohlen. fliadarlagen durch Plakate orsiohtl/ch. lSinpfcl)le nuct) m allen vor- ronnncnöcn Arbeiten der OMnlmM unter püntllicher Anfertigung. Bestellungen auf Bäume nehme jtt 171878.12 2 237.54 WWI tlmjtto zu mkaufeil: Eine Marolika-Hängclampe, für Gas eingerichtet, mit Metallschlauch, 15 Mk., ferner eine gebrauchte gut erhaltene Zinkbade- wnnne, 12 Mk., ein zweitürig. Schrank igestrichen, u. eine gebr. Waschmaschine mit Heizung. Wäli. Stcvlmnnraße 27, 1. [1822 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen sagen rotr Allen unseren innigsten Dank. , 4 und Geckifi. Baanischützer. Stacheldraht. Drahtkrampen. Drahtspanner, lackierte Gewebe, verzinkte Wäscheleinen etc. — Gartengeräte aller Art empfiehlt J. B. Häuser Zirkus lällSteiiirger das wirkt, größte, eleganteste und leistungsfähigste Unternehmen, welches jemals in Gießen war, gastiert 11764 vom 26. bis eiuschlietzl. 30. März in Gießen. — Erste Vorstellung: Freitag, 26. März, abends 81 , Uhr. Vorverkauf: .'m denZigarre --(Geschäften Gust. Sonntag, Schu Istra he und Seltersweg. '»lerrtrtt verkaufen. '1817 iKcuenmcg 2<>. Aktiva. JC Kassenbestand 8 563.49 Ausgelieh.Kapitalien: a) geg. Hypotheken 54 292.50 d)geg. Bürgschaften Stenographie Privat-Unterricht in der Gabelsberger scheu Stenographie wird Damen und Herren gründlich erteilt. [01260 Landgrafenstraße 4, I. ♦ Schellfische* ♦ Pa. Nordsee Ware, 1—wstindig, per Pfund 32 Pfg. t la. Kabliau o. Kopf § ♦ per Pfund im ganzen Fisch, ä 4—12 Pfund, 18 Pfg.: im Ä Ausschnitt 24 Pfg. ▲ ♦ Frische Bratfischc Pfund 18 Pfg. > RchMpknPIPs.,-^llrilÄPf.,BrMi>llenWPf. % J ÄDJHalat 3 .ftöpR 40 Pf., Vliillltokohl «tüt 35 Pf. ♦ a M/ A Saathafer Liqowo Strube Beseler II. '-'Ohms Geheimrat ^CIjlOnU|$ll Haas» 2. Absaat, ver Beutner 4 Ml., hat abzugeben 01851'1 Fakob Dieb, Lick. Bekanntmachung, das amtliche Verwiegen von Schlachtticren betreffend. 9ind) rf 8 der Verordnung vom 5. Dezember 1908 find die ,znm Schlaclnen in ein öffentliches Schlachthaus mit Schlachthaus- zwang zu verbringenden Schweine aus Verlangen des Einbringers in dairerhaster Weise so zu kennzeichnen, das; bei der Feststellung des Schlachtgewichts eine Verwechslung mit anderen Schweinen nicht slattfinden kann. 3» Ausführung dieser Bestimmnng haben wir -nerohrmarkeu .mit der Umschrift „Schlachthausverwaltung Gießen" und mit fortlaufenden Nummern versehen beschafst und diese bei der Oktroiec- bebestelle am Neustädlertor sinn Preise von 15 Psg. für das Stück zum Verkauf gestellt. Den Einbringern von Schweinen ist damit die "Möglichkeit gegeben, einer Verwechslung ihrer in das Schlacht Haus eingeführten Schweinen mit anderen Schweinen vorzubeugen. Gießen, 22. März 1909. (B2*/3 Groß herzogliche Bürgermeisterei Gießen. 3- B.: Keller. Neues Stadttheater Giessen. Direktion: Hermann Steingoetter. Mittwoch den 24. März 1909 Ansang 7 Uhr. 20. Mittwoch-Äbonn.-Yorstelliing „Cornelias Voss'* Lustspiel in 4 Akten von Franz von Schönthan. Anfang 7 Uhr. Ende 9'/« Uhr Freitag den 26. März 1909 Anfang 8 Uhr. 20.Freitag-Äbonnement-Yorslellg. Die Jüdin vonToledo Historisches Trauerspiel in 5 Auszügen von Franz Grillparzer. Anfang 8 Uhr. Ende 10»/« Uhr Rach der Mittwoch-Vorstellung halt ein Omnibus in der Süd- Anlage, der spätestens 3/«10 Uhr nach der Bahn säbrt. 185 785.17 61 1 1 — 61 1824 Todes Änzeige. ®cftern mittag verschied plötzlich und unerwartet mein innigslgeliebtcr Gatte, unser lieber Vater, Großvater, Onkel und Schwager Jakob Arnold, Mchernicher. Unentgeltliche Arbeitsvermitlelung. Stiidtischer ArbeitsnachAis Cießeil. Gartenstraße 2, Zimmer 2. Es können eingestellt werden: a. bei hiesigen Arbeitgebern: 2 Weißgerber, 1 Buchbinder, 1 Sattler u. Tapezierer, 1 Wagtrer, 1 Lackierer, 1 Schubmaclier, 2 Gärtner, 2 Schneider, 2 Friseure, 1 Schmied, 2 Wickelmacher, 1 jüngerer Hausbursche, 1 Stödjin, 3 Lausfrauen, 1 Haushälterin, 6 Dienstmädchen, 1 Kindermädchen. Lehrlinge: 3 Buchbinder, 2 Schreiner, 1 Spengler und Installateur, 1 Bäcker, 1 Schlosser, 2 Glaser, 1 Schmied, 1 Lehr * Mädchen, 1 Polsterer und Dekorateur, 2 Tapezierer. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 1 Sattler u. Tapezierer, 1 Schuhmacher, 6Taglöhner, 1 Schweizer, 1 Anstreicher und Weißbinder, 1 Schreiner, 2 Schneider, 1 land wirtsch. Knecht, 1 landw. Dienstmädchen, 4 Köchinnen, 6 Zimmermädchen, 1 Buchhalterin, 1 Restaurationskellner, 1 Hausdiener, 7 Kellner, 30—40 Haus- u. Küchenmädchen, 1 Stütze, 2 Personalmädchen. 2 Kaffeeköchinnen. Lehrlittge: 1 Bäcker, 2 Schlosser. Es suchen Arbeit: BM/3 4 Handlungsgehilsen, 1 Weißbinder, 2 Glaser, 2 Kellner, 1 Bäcker, 2 Eisendreher, 1 Konditor, 3 Steinmetzen, 1 Mechaniker, 1 Maschinistn. Heizer, 6 Bauschlosser, 1 Spengler, 2 Schuhmacher, 1 Kernmacher, 2 Polsterer u. Tapezierer, 5 Schreiner, 3 Fuhr- knechte, 1 Krankenpfleger, 9 Hausburschen, 6 landwirtsch. Knechte, 10 Arbeiter, 1 Haushälterin, 3 Lauffrauen, 1 Flickfrau, 3 Waschfrauen, 2 Kindermädchen. Lehrlinge: 3 Schlaffer, 1 Eifendreher. Holzversteigerung Es werden versteigert: I. Freitag den 26. März l. Js. aus den Distrikten Kohlhag (Klingehag! und Hirzenberg der Forstwartei Kiliansherberge: Stämme: 22 Fichten — 18 Fm. (18—39 em Mittendurchmeffer und 15—21 m Länge», 3 Kicsern — 2,13 Im. (25—39 em Mittendurchmeffer und 10—13 m Länge!, 1 Eiche 0,62 Fm. (28 cm Mittendurchmeffer und 10 m Länge». Nutzknüppel: 3 Rm. Fichte: ferner Brennholz: Scheiter Rm.: 166 Buche 1. Kl., 11 2.Kl., 15 3. Kl. und 1 Eiche, Knüppel Rm.: 22 Buche. 6 Eiche, 2 Kiefern und 13 Fichte, Knüppelrciier Rm.: 37 Buche und 12 Fichte, Gew. Reiser Rm.: 463 Buche, Gew. störte Rm.: 182 Buche. Zusammenkunft vormittags 11 Uhr Forsthaus Falltorhauc bei Scholten. Vorgezeigt ivird nur das Scheit- und Knüppelholz in Distrikt Hirzenberg 5d und 5 a. Das Holz sitzt an chauffierten Wegen, etwa '/- Stunde von Bahnstation Schotten. Nähere Auskunft erteilt der Großh. Förster Bing zu Forst- Haus Falltorhaus bei Schotten. II. Montag den 29. März l. Js. aus den Distrikten Roth 1 b und 7 der Forjtwartei Burkhards: Scheiter Rm.: 11 Buche 1. Kl., 136 2. Kl. und 4 Ahorn, Knüppel Nm.: 700 Buche, 5 Hainbuche, 45 Eiche, 33 Kirsch bäum, 16 'Aspe und 9 Fichte. Knüppclrciser Nm.: 1205 Buche, 11 Eiche, 2 Aspe u. 6 Fichte, Gew. Reiser Nm.: 234 Buche. Zusammenkunst vormittags 11 Ubr Schnittpunkt Schotten- Gederner Kreisstraße und Lange Schneise. Bvrgezeigl wird nur das Scheit- und Knüppelholz. Das Holz sitzt in unmittelbarer Nähe der Schotten—Gederner Kreisstraße, ca. 5/4 Stunden von Bahnstation Scholten und Gedern Nähere Auskunft erteilt der Großh. Förster S a u e r ro e i n zu Burkhards. III Dienstag den 30. März l. Js. ans den Distrikten Schläge 2, 3a, Sauberg 2a, 5, Läunsbach 3a, 11 und Altenburgskopf der Forstwartei Wingershausen. Stämme: 1 Eiche—0,49 Fm. (28 cm Mittendurchmeffer und 8 in Langel, 1 Buche — 0,20 Fm. (29 cm Mittendurchmesser und 3 m Länge!, 26 Fichte --- 7,69 Fm. (13—26 ein Mittendurchmesser und 11—18 m Länge!, ferner Brennholz: Sckeiter Rm.: 115 Buche 1. Kl. und 29 2. Kl. Knüppel Rm.: 411 Buche 1. Kl., 12 2. Kl., 137 Eiche (6 Rm. 3 und 18 Rm. 2 in lang!, 27 Kirschbaum, 24 Fichte, 6 Kiefern, 12 Hainbuche (teils Nundscheit) und 1 Aspe, Knüppelreiser Rm.: 109 Buche, Gew. Reiser Rm.: 684 Buche, Gew. Stöcke Rm.: 59 Buche. Zusammenkunft vormittags 11 Uhr, Schnittpunkt Schotten— Wiugershäufer ^eisstraße und Wingershäufer Fußpfad. Borgezeigl wird nur das Scheit und Knüppelholz in Distrikt Schläge. Das Holz m Distrikt Sauberg und Läunsbach 11, sowie das zerstreut sitzende Holz kommt am Schluß der Versteigerung, von ettva 1 Uhr ab auf dem Lehrerheim bei Schotten, unvorgezeigt zum Ansgebot. Nähere Auskunft erteilt der Großh. Jorstwart Schott zu Schotten. Schotten, den 21. März 1909. Großherzogliche Hei fische Oberförsterei Schotten. Seidel LP E '.„I in>.; r Gebräder Berdux ♦ Bahnhofstraße 27. Telephon 231. am weist geg. Honorierung nach, wo Zentralheizung, auöget. werden sollen? Off. u. F. G. K.917 an Rud. Mossc, Frankfurt a/M. Ein Garten ans dem Hamm zu verpachten. Näheres 101950 ____________Hammstraße 13, I. Gesunder, 3-jäbriger Knabe wird in gute Pslege gegeben. Näheres i>«'euen Bäue 5,1. ,01975 gportroitflcn Liebigstraße 77, III. Kinderstuhl Kabliau ohne Kopf, Seelachs ohne Kopf, Schellfisch ohne Kopf. Berkause Donnerstag auf dem biesigeu Fischmarkt eine große Partie Lebendsrischen Kabliau ohne Kopf, Seelachs ohne Kops und Schcllffsch ohne Kopf. 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