Nr. 2V-L Zweites Blatt Dienstag 31. August 1909 159. Jahrgang Erschein! täglich mit Ausnahme des Sonntags. Semral-Ayzeiger für Gdechchen I 65,00 -68,00 Ml., TeUer Fig. ver- tterdose, des Hg. Börse, 31. August, 1.15 Uhr. Kuchen- n*r ule tJu Pfg, 95pig. 118.50 Berliner Börse, 31. August Anfangskurse. 60.40 Schweine, 105 Halber Apotheken, Drogerien. Äian frage seinen Arzt. b17/» 22.20 162.80 133.00 Abself- sto 115.00 127.20 203.00 196.10 200.20 191.75 95.00 103.00 176.90 137.20 248.10 149.00 192.10 160 10 207.10 . 184.50 . 137.50 . 248.40 sich von daß 95 '•95 Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . . Tendenz: fest Elektriz. Lahmeyer . . . Elektriz. Sehuckert . . . . Eschweiier Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. Paketf. Harpeuer Bergwerk. . . Laurahütte . . Nordd. Lloyd .*. . . . Oberschics Eisen-Industrie Berliner Handelsges. . . Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank . . . . Deutsch • Asiat. Bank . . Diskonto - Kommandit . . Dresdner Bank . . . . Kreditaktien ... . . Baltimore- und Ohio- Eisenbahn ....«> Gotthardbahn . . .» . . Lombard. Eisenbahn. .-it. Oesterr. Staatsbahn . .' . Prince - Henri - Eisenbahn . legenheitskauf: affeeservices, , Dteilig nen-Dekor .95. ‘aille‘ Q^n sser vv Plg. Abdul öamiö irrsinnig. Wie verlautet, zeigen bei dem Exsulta'n Abdul Hamid seit einigen Tagen Anzeichen Geistesgestörtheit. Seine Aerzte demeiuiercn das Gerücht, Abdul Hamid an Kehlkopfkrebs leide. Aktien Bochum Guss . . . Buderus E. W. . . Tendenz: fest. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Unwersitäts - Buch» und Steindruckerei. Di. Lange, Gießen. 0,00—0,00 M., Landkäiber 1.44 —1.64 Mk.; Hämmcl unb 3cbm'e 1,46 bls 1,48 Mk. — Rinder notierten: 1. Dual. 73—75 All., 2. Dual. 70-72 Pik., Ferkel daß Stück: 00-00 Mk. Geschäft gut, Ueber- stand unbedeutend; Kleinvieh außverkau't. Tie Zufuhren ftammtcu aus der Provinz Hannover, dem Kreis Limburg, Tiez, Untertaunus unb Wiesbaden-Land. 95.25 86.00 95.25 86.00 94.00 93.00 100.20 99.10 95.45 105.— 63.00 64.10 99.40 97.40 93.70 146.00 49.00 89.20 66.— 99.70 1 Kilogr. Schlachtgewicht: Schweine, vollsleischige, 1,52—1,54 Mk., Salien 1,32—1,38 Mk., Eber 0,00—0,00 Akk.: Kälber: Aiastkälber Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: e^Sö51. Redaktion: 112. Tel.-Adru AnzeigerGießen. standen: 59 Lehsen, 53 Kühe, weil dic Briefe Postmarken mit dem Aufdruck Hellas trugen. Tie Briefschaften wurden der Direktion der ottomanischen Post zur Verfügung gestellt. Türkische Anleihe. Es verlautet, die türkische Regierung verhandele mit ausländischen Banken wegen der Aufnahme einer Anleihe in Höhe von 10 Millionen Psund. AuTeheran. Tie persische Regierung soll auf dem Punkte stehen, im Auslande eine An leihe auszunehmen, stößt jedoch dabei aus den Widerstand der Nationalisten, welche Gegner jeder Inanspruchnahme der Mächte in persischen Angelegenheiten hielt. Deutsches Reich. Bei der L a n d t a g L e r s a h w a h l im Wahlkreis St. Goar wurde, wie die ..Köln. Ztg." meldet, der bisherige Abge- ordnete Well stein ^Zentrum wiedergewählt. Tie „Gietzener Lamiliendlätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Ureisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Selb fragen" erscheinen monatlich zweimal. (darunter 00 Masltälber, 105 Landkälber), 00 Hammel und Schafe. Bezahlt wurden für 50 Kilogramm Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qual. 178,00-80,00 Mk., 2. Qual. 73,00—75,00 Mk., Kühe 1. Qualität Meteorologische Beobachtungen der Station Gieße». 2. Qual. 48,00—51,00 Mk. Bezahlt wurde für . 242.50 . . 117.70 200.30 191.10 22.10 95.20 146.30 Verantwortlich für Feuilleton und Vermischtes: I. V.: Ernst Anderson. 2iii5laatd. Kaiser Franz Joses weilte gestern in Bregenz anläßlich der Jahrhundert fest r der Tiroler Besreiungskstmche. An den Grafen Zeppelin schickte Kaiser Franz Joses cm he:Kich gehaltenes Telegramm, marin er sein Bedauern über den neuen Unfall von „3- HI." au:-spricht. Tschechischer Fanatismus. Als Sonntag abend nach Einbruch der Dunkelheit Mutsche Ausflügler aus Trebnitz, darunter auch der Vorstand des deutschen Voltsrates für Böhmen, Tr. Titta nebst Frau, nach Trebnitz heirnkehrlcn, wurde auf sie aus der tschechischen Mühle von Trebnitz geschossen. Ter Pächter der Mühle ist ein fanatischer Tscheche. Gr hat schon einmal im April auf zlvei Tentsche geschossen. Ter serbische Minister des Aeußern, Milowano-- witsch, hatte mit dem Grafen Aehrenthal eine Besprechung, deren Inhalt den Abschluß eines österreichisch-serbischen Handelsvertrages bildete. Tie p o r t u g i c s i > ch e Kammer genehmigte den Handelsvertrag zwischen T e u l s ch l a n d und Portugal. Tas Konstantinopeler französische Postamt weigerte die Annahnrc eines aus Kreta eingetroffenen Briefsackes, iteh- l 1 Nudel, anunef a* ’tampf. vu Pfg. Harpeuer Bergwerk . Laurahütte . . . . Lombarden E. B. . Nordd. Lloyd . . . Türkenluse . . . . Vermischtes. • Tret russische M iuenkreuze r beschädigt. Drei Mineulreuzer aus dem Schiffbestande der baltischen Flotte ,'Jtiißlnnbä" haben auf ihren letzten Fahrten Beschädigungen erhalten: Ter „Ssibirsk SlreloD' und der „Wssadmck" am 17. Juli beim Erforschen des Fahrwassers in den fimiischen Schären unb der „Dchounl" auf der Fahrt von Trangsund nach Kolba am 23. Juli. Zur Untcriucbung der Umstände, unter denen die Beschädigiingen erfolgt sind, sind besondere Kommissionen ernannt worden, die ihr Gutachten dem Konteradmiral von Essen vorlegen werden. Telefonische Kursberichte C’essener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel rrd Tr. ' --tric^Giessen. und clk» die sich schwach und elend fühlen, Ö41*' Vivl-yPfv das beste, biUioitc und bekömmlichste Ltürkungsmittcl. Bo bau i. Westpr., 4. Februar 1909. Bringe Ihnen hierdurch gerne zur Kenntnis, daß ich „Bioson" gebraucht habe — bei schwerem Nervenleiden — und bin ich über die Resultate, die es gebracht, sehr erstaunt, wofür ich Ihnen meinen verbindlichsten Tank ausspreche. Hochachtungsvoll! I. Kawka, Kaufhaus. Unlerichrifl bcglauvigt: Gemeindevorsteher Frost. Bioson ist das beste und billigste blutbildende Kräftigungsmittel. Paket 3 litt, in F1’ , <8füh,( ’ yn u. (Kleiner 8a^ fKonzert n a, Arnold «M H ÄUctra=äbun! ;' aus Stras ^,1 f***' iin-' ll,trrSe' 1RSC 3',,°/n Hessen . T7. 3”,u|„ Oberhessen . 4",n Oesterr. Goldrente . . 4'/,°/» Oesterr. Silberrente. 4"'o Ungar. Goldrente 4° 0 Italien. Rente 3° 0 Portugiesen Serie I •. 3°,'o Portugiesen „ III . 4’/,% russ. Staatsaul. 1905 4'.,°,0 japan. Staatsanleihe 4°/' Conv.Türken von 1903 Tilrkeulcse...... 4Ü/O Griech. Monopol-Anl. . 4% äussere Argentinier . 3°/0 Mexikaner . . . . 41/,% Chinesen . . . . Grade entwickelt ist. Es würde dann die Auffassung nahe liegen, daß bei der Erwerbung der neuen Eigenschaft die männliche Hälfte der Menschheit sich so vorwiegend beteiligt hat, daß diese zu einem Geschlechtscharakter für sie geworden ist. Meine persönlichen Erfahrungen an Einzelfällen sprechen dafür, daß auch bei oolllommencr Freiheit in der Betätigung der Anlagen und Interessen weibliche Kinder den abstrakten Wissenschaften keine Freude abgewinnen, selbst wenn sie an ihren Brüdern die Betätigung solcher Interessen unmittelbar beachten können. Auch in der heutigen Nomanliteratur, in der die sich männlichen Berufen zuwendende Jungfrau eine ausgedehnte Nolle spielt, wird von den Autorinnen (aus naheliegenden Gründen können hier nur weibliche Autoren ein sachgemäßes Zeugnis abgeben) mit großer Regelmäßigkeit irgend ein äußerer Grund für die Aufnahme wissenschaftlicher Arbeit geltend gemacht und nie die unmittelbare Begeisterung für diese Art der geistigen Betätigung. Auch diese Beobachtung unterstützt die Annahme, daß die Neigung und Fähigkeit zu abstrakter Geistesarbeit so vorwiegend bei den Männern anzutreffen ist, daß sie tatsächlich als ursprüngltcher oder erworbener Geschlechtscharakter anzuschen ist. • — Dr. ing. h. c. lieber die Verleihung des technischen Echren-Tottorrieels wird en Bolkswirksa) östlichen Blattern vos Märkte. Gicstcu, 31. Aug. 9)i nrltb eridit. Aus heutigem Wocben- menfte [o|iete: ■cuttet pr. Ptd. 1.20^-1.30 Alk., Hühnereier 1 St. 8—9 Pfg., Enteneier 1 St. 8 Pig^ Käse pr. St. 6—3 Pf., Erbsen p. Pid. uO—60 Psa., Linsen p. Psd. 00—00 Pfg., Tauben pr. Pt. 0,80—l,( o Alk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Alk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80Mk., Gänse pr. Psd. 60—70 Pf., Enten pr. Stück 1,80 bis 2/20 Mk., Lchsensteisck) pr. Psd. 76—84 Pfg., Kuh- unb Aiindfleisch pr. Pfund 70—80 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 80—90 Psg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Psd. 96 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—74 Pfg., Hamnielsteifch pr. Pid. 60—84 Pig. Kattojseln pr. 100 Kg. 6.00—7.00 Mk., Zwiebeln per Psd. 0,11—0,12 Alt., Milch per Liter 20 Psg., Weißkraut per Stück 00—00 Pig., per Zentner 'Mk. 0.00—0.00., Aepsel per Ztr. 0—00 'Mk., Birnen per Ztr. 00—00 Alk. Nüsse lOo Stück 00—00 Psg., per Ztr. 0-00 'Mk., Kirschen per Psd. 25—00 Pfg. 'Marktzeit von «-1 Uhr. Ic. Wiesbaden, 30. Ang. Lieh markt. Zum Verkauf anftalten unö die Kandidaten, welche die erstgenannte Prüfung bestanden haben zu „Tiplom-Ingenieuren", diejenigen Diplom- Ingenieure, welche die Tostorprüfung abgelegt I>abeii, zu „Dolwr-Jngenieuren" zu ernennen. Auch ist den technisck)en Hochschulen von allerhöchster Stelle das stecht zuerkatml worden, „in seltenen Fällen" Männern, die sich um die Fortschritte der technischen Wissenschaften besondere Verdienste erworben haben, die Würde eines Totwr Ingenieurs (Dr. ing.) ehrenhalber zu verleihen. Von dem letztgenannten Rechte ist schon bisher ein ziemlich ausgiebiger Gebrauch gemacht worden, was erklärlich ist aus der großen Zahl ausgezeichneter älterer Vertreter der technischen Wissenschaft, denen früher eine Anerkennung dieser Art unzugänglich war. In jüngster Zeit sind aber einige Ehrenpromotionen als Dr. ing. erfolgt, die doch ein gewisses Kopfschütteln erregen, unb nicht bloß in technischen Kreisen. Rektor unb Senat der Technischen Hochschule in Aachen haben es nämlich für geboten erachtet, den vorgesetzten Ministern und Vortragenden Räten in Berlin, zusammen füm Herren aus dem KulttrK- und Finanzministerium, den Grad eines Ehrendoktors zu verleihen, nicht etwa wegen ausgezeickmeter Leistungen auf technisch-wissenschaftlichem Gebiete, sondern wegen Sicherung der Entwickelung der Aachener Hochschule, insbesondere „durch die erfolgreiche Lösung der Landerwerbsfrage". Es darf billig bezweifelt werden, ob es wirklich int Sinne des allerhöchst erteilten Privilegs liegt, daß die technischen Hochschulen die Pflichterfüllung von Ministerial-- beamten, auch wenn es sich um Landerwerb handelt, durch Ehrenpromotionen belohnen. Im allgemeinen wird man sich unter einem Dr. ing. honoris causa etwas anderes vorstellen." — Goethe als Zeichner. Ein großes Corpus von Goethes Handzeichnungen wird vom Goethe-Nationalmuseum zu Weimar herausgegeben werden. Tas Goethe-Haus hatte einen großen Teil feiner künstlerischen Schätze -,ur Jubiläumsausstellung der Leipziger Universität hergeliehen. Fräulein Tr. Marie Schütte, die Asjiitentiu bei den Weimarer Museen, entwirft jetzt in der „Zeitschrift für bildende Kmlst" einen großzügigen Ueberblick über die künstlerische Tätigkeit Goethes, bereit Dokumente in jenem Corpus vereinigt werden sollen. Tas große Werk wird die ersten Zeichnungen und Itadierungcn des Dichters ans den Leipziger Lehrjahren, dann aus der Straßburger Zeit (die Rötelzeichnung des Sesenheimer Pfarrhauses mit den einzigen, beglaubigten Schriftzügen Friedertteus au, der stttkckseite) enthalten. Vlua der Frankfurter Zeit wird man die berühmte Rötelzeichnung '„Frauen- gnippe") sehen, auf deren Rückseite einige Strophen des „Prometheus" stehen. Unter den vielen anderen Zeichnungen Goethes sind die Skizzen aus dem Weimarer Park, die Aquarelle aus Rom, die Studien zum „Faust" besonders zu nennen. :a,uX decken vO Pfg Weibliche Kölscher. Von Prost Dr. Wilhelm O st w a l b.") Es liegt unzweifelhaft die Tatsache vor, daß die schöpfe- Qsch beanlagten Köpfe sich so gut wie ausschließlich beim männlichen Geschlecht finden. Unter der nicht großen Zahl weiblicher Gelehrten gibt es Taunt eine, bet der eine aus- i gesprochene schöpferische Begabung vorhanden wäre. Neue Wege m der Wissenschaft ober Technik sind fast nur von Männern entdeckt und gegangen worben; weibliche Hände laben hernach zuweilen die "Arbeit des Ausgleichens, Glättens, ^ertiginachens unternommen, aber darüber find sie meist 'nicht hinausgegangen. Man findet gelegentlich gegen diese unzweifelhafte Tatsache geltend gemacht, daß die Frauen niemals Gelegenheit z.i wissenschaftlicher Entwicklung gehabt hätten, doch ist dieser Linmand vor der Geschichte nicht zu halten. Zu allen Zeiten Eat es einzelne Frauen gegeben, die sich an der wissenschaft- ichen Männerarbeit beteiligt haben, und die Männer haben > ssie nicht verhindert, so viel zu tun, als sie wollten und Emmen. Wenn also auch in der gesellschaftlichen Stellung Üer Frau niemals ein besonders nachdrücklich wirksamer Faktor sse der Wissenschaft zugetrieben hat, so beweisen" die in allen Zeiten vorkommenden wissenschaftlichen Fralien doch, das; auch keine unüberwindlichen Widerstände Wogegen wirksam zewesen sind. Als vor etwa 10 Jahren unter lebhafter Bedingung der öffentlichen Meinung die deutschen Universitäten Sen Frauen zugänglich gemacht wurden, hatte man gemäß Sen früher geschilderten Verhältnissen eine besonders reiche Produktion weiblicher Wissenschaft erwarten können. Doch ist a ne solche keineswegs eingetreten; vielmehr habe ich den Eindruck, als wenn die gegenwärtigen Leistungen für die weib- Ichen Autoren sogar einen kleineren Bruchteil ergäben, als aus dem Zahlenoerhältnis beider Geschlechter unter den studierenden folgen müßte. Der andere Eimvand, daß durch die seit Jahrtausenden Dattgehabte Auslese bei den Frauen die Organe wissenschaft- ’) Der berühmte Gelehrte veröffentlicht in der von Marlin Zuber herausgegebeneii Sammlung sozial-psychologifcher btono- -raphlen (Verlag Literarische Austalk Sinnen u. Loeuing m prank- Wart a. 'M.) einen Baud, „Erfinder und Entdecker" betitelt, dom wir Sie obigen ontegenben Auseinandersetzungen entnehmen. Die Zahrhinidertseier der Befreiungstämpfe in Tirol I ist am Samstag unb Sonntag in Innsbruck in Gegenwart bet I Kaisers Fran- Josef festlich begangen rovrbai. Bei strömendem I Higcn traf am Samstag abenb Kaiser Franz Josef aus Bad I Ischl zu den ,s-estlichkeircn in Innsbruck ein. Er wurde von der l Lcrölkerung mit unbeschreiblichem Jubel begrüßt. Nachdem der I Kaiser dic auf dem Bahnhof erschienenen ErA)crzöge begrüßt hatte, I -iclt Land shauptmann Kakhrein an den Kaiser eine Begrüßungs- I msprache. Ter Kaiser ernnberte, es sei ihm ein Herzcnsöcdürfnis I ;croesen, zu der Jahrhunderlfcier nach Tirol zu kommen. Er I visse, das; er in diesem Lande auf die alte Treue stets sicher I rechnen könne. Bürgermeister Greil überbrachte den Wittlomm I ;ruß der Stadt Innsbruck. Ter Kaiser dankte unb drückte feine Genugtuung über den Aufschwung der Stadt ans. Durch cü: I Spalier von Schützen, Veteranen und einer naeh vielen Tausenden I .dijlenben MenscheninKige fuhr der Kaiser an der Seite des Erz I ;er'zogs Franz Ferdinand durch dic reichgeschmückten Straßen, I jcfoiöt von den übrigen Erzherzögen in die Howurg. Allenthalben * rar der Kaiser Gegen [Ian b rauid)2nber Huldigungen. Die Ge chästsläden waren während des Einzugs geschlossen. Ter Zuzug I >er Fremderi ist außerordentlich groß. ^rachdem Kaiser Franz Josef in der Hofburg abgestiegen war, I jmrbc er dort von den versanuiulten Erzherzoginnen begrüßt. Ibenbv um 8 Uhr brachten 400 Sanger des Tiroler Sangcr- I müdes dem Kaiser eine Serenade dar. Hieraus fand ein Fackel;ug :att, an dem 2500 Fackelträger teilnahmen. Gleichzeitig war I Jie ganze Stadt feenhaft illuminiert, von den Höhen leuchteten chöhenfeuer. Sonntag vormittag um 8’,2 Uhr begab sich der Kaiser durch ein Spat: : von Schützen, Veteranen und einer nach Tausenden zähleiiden Menschenmenge an der Seite des Thronfolgers auf den ! eöerg Jsel. Auf dem Bergplateau fanden sich inzwischen ein die I ßrrz her zöge, die Erzherzoginnen, der Kreins, üie Staatswürden I irugcr, die Spitzen der Militär- und Zivilbehörden und der Abt L ®on Mitten. Ter Kommandant üom Berg Jsel begrüßre den »Monarchen mit einer Huldtgungsansprache, worauf der Kaiser r iitij enuiocite. Nach der Messe auf dem F-cstplatze richtete der *1 Landeshauptmann Zkathrein an den Kaiser eine Ansprache, auf ! die der Monarch u. a. folgendes erwiderte: Die Erhebung Tirols U’lt als Beijpiel dessen was ein gottesfürchtiges, treues, durch harte |l Arbeit gestärktes Voll vermag, zum Gemeingut aller Volker gell Lvoeden. Ich aber, der ich heul, als Enlel des rocilanb Eures in I? Cott ruhenden guten Kaisers Franz zu Euch spreche, ich gebellte I mit meinem ganzen Hause und dankbaren Herzens all der Getreuen, I üie damals Gut und Blut für ihren Kaiser geopfert haben. Tast I Dieser Geist in den Nachkommen sortbLsteht, Haden die Tiroler I Laudesverteioiger in allen liegen gezeigt. Ter Kaiser fuhr I Dann in italienischer Sprache fort und icchoß: So versichere ich I Such denn, liebe Getreuen von Tirol, meiner väterlichen Liebe I unb entbiete Euch meinen laiserlichen Gmtz unb Tank. Ich I unb mein Haus halten euch Treue um Treue. Gott verleihe I uns und Euch seinen Segen. Ter Kaiser zeichnete dann die zur . hkei! .1 aus, unter ihnen auch I Die Nau kommen And e-.rs :.'ofers öurcrj Ansprachen. Ter Kaiser I uegab )iy dann 5um Hojerdenkmal, wo er eoien prächtigen Kranz 1 nicberlegte. An bim Teickmal ]praa) dann Landeshauptmann Tr. Kathrein dem Kaiser drn Dank aus für die Stifinng der scnlmän;., mit denen er die historischen Sch.itzensahnen ge- , i'ymüct hat!e. Nach einer kurzen Erwiderung oes Kaisers er- 1 .Igtc die sttücksahrr nach der Hofourg. Um 11 U:jr vormittags begab sich der Kaiser in den vor der H-ofourg errichteten sestlici, gcichmückten Hospavillon, um von dort ans den Vorbeimarsch d:s Schü.^npu'iUgcs entgegenzuuehmen. Auch die E.zherzöge und Erzherzog innen hatten sich im Pavillon eingefunden. An dem | Festzug nahmen etwa 30 000 Schützen, Veteranen unb verschiedene malertzche tvruppen von Landstürmen sti^ ihrer alten Tracht teil. Ler Vorbeimarsch dauerte etroa zwei S^unben, die der Kaiser ina Paa klon stehend zubrachte. Einen Mißton i.n die öeftedfreube brachte wiederum der -iationalikatenzwist. Fn Trient beschimpften und bedrohlen ungeiäur 3000 Italiener unter Führung des Sie;d;yraiSabgcorimetcn Äuancim am Bahnhof die zu den Festlichkeiten nach Innsbruck j ährenden d e u 11 ü) c n Schützenvereine. Einzelne Schützen wurden, Xie die „Reue Freie Prejie" meldet, gezwungen, znruckzubleiben. Die Gendarmerie schritt ein und verhaftete viele Temonsttanteu, toirunlci- auch Avancini. ntelleMir* ^läserydpfg derbürste, ntine 95 Pi; licher Arbeit zurückgebildet seien und daß eine entsprechende 1 einem hohen techuischcu Beamten geschrieben: „Ten technischen Aenderung daher erst nach mehreren Generationen merkbar Hochschulen rst! bekamitlich vor einigen Jahren das Recht ver- werden lönnte, ist feiner eigenen Beschaffenheit nach unwider. worden. Tipknm-rüstmgen une D°,torprüstmge» ,zu °er- legbar, weil er noch keinem Beweis für ober wider unterworfen werden kann, bevor diese Generationen vergangen sind. Er fetzt aber die Annahme ausdrücklich voraus, daß jener Mangel an wissenschaftlicher Begabung jedenfalls zurzeit als Oeschlechtscharakter vorhanden ist, sei dieser nun erworben (wie behauptet) oder ursprünglich vorhanden gewesen, und ich weiß nicht, ob dieser Schluß im Sinne jener liegt, die den Einwand geltend machen. Im Zusammenhang hiermit ist zu erwägen, daß die wissenschaftliche 2(rbeit überhaupt ein sehr spätes Produkt der menschlichen Entwicklung ist, das erst den letzten Jahrtausenden angehört. ES handelt sich also in jedem Falle um eine erworbene Eigenschaft, die bei den Forschern in besonders hohem Frankfurter R'.V/o Reichsanleihe . . . 3°/n do. 3' ,°/0 Konsols . . . 3'7o do. .st.- . August 1909 ’ 2 aronieter oui 0° reduziert Temveratur der LuK ^Absolute Feuchtigkeit 1 Relative Feuchtigkeit T. c A S s Windstärke Wetter 30. 2» 739,4 20,2 11,7 66 SW 2 Ded. Himmel 30. 9’4 740,1 14,0 10,8 92 w 2 Bcw. Himmel 31. 714 738,2 12,1 8,9 85 w 4 Sonnenschein Höchst« yticbti Temp natur xni 22 .-30. Augu t = - - 21,1 °C. gste ■ , 29.-30. • — - - 11,3 "0. fpfj 5 z. 5 7 5222 - 2 - - s - 39 8 S »72 I ?? = 5 T * ?r=;v = 73-:?9» =- 15* s = 3 3 a K E isr’l 7 3 ■ 7^ s’jc S 2 2 <£ n ri * «y 7^ 2-* 7 Roi 77* 3 a rttailj 7 a a *ä I »■? L- •* ~ 7. rr - ** 8Z5 - - » ?7 iSs» Fra $r^e 2 " = = 7 9 5 8 2 7© ' ' ' •' s -77-7ff 2 -4 13 faJ s gg-a ar =• 5 *»« t6 2.2*= s£ s .8 2 9 < ■’S’ » 8i® Cr£ s E-L rc > 8ZLSLL8 " n z-Z-r 7 SB (OH »2 3-? srr! S tf 7*1 7=9 «R? Z?=7 -L'SSZ-SLSKLLL 5? iS »A? ? *4i K-l n a. 2 a. aas* = « A7-Lä» “ 3 Z1 - ■ » ^5 i 11 7 2 =■ . 5 7 2 3lr ;ih l-t-i g 3* ■7 = S- 7e "SZZ- - X1 j?2 ?=’ -97 = s- »>» -» - S52&KS HW !?!»! - 71= 8-S.3-? D3ys *•* = ;-i-s - - - • CM üa-ets^a a» i *5ir - 8* 3 8^ ? SE S5 a« ■ 2. AL _ 2E 3*5 5 r 3 a er7. d 3 = *-)• « Z s = 2 8 2 £77 E 3..» *£'y Z 3 2.» 7 =, 9 7 7 E 7 5 7 a 3 a 8 S 3 8 7»Z? s «- «? L ö§- o -3 3 - « üii »3? X 2« o- - w tr M C r>" «Hx. Rroiilheitcn •c. 5 Vbinirfli- Irticii Siliiuf tiiduenflimf " er LLgficher Vflcflflelbfoh in der 6 l>i5 i fi bi« io wir. | io Tif. R bis ' H 60 blS 10 Tif. । 10 Tlf. ' 10 Tlf. 10.50 Tlf ßnt bfloiibert oufl- tViinilrlc Jimmn 7.50 bi« 1 R bis 10 Mf. 10.60 Mf Halbjahr •«|in® '•i»utui09 ui| >üo|A$ i iijß CB »g 9, 4 60 Tlf. 5 Mf. 4 4-5 Mf. Halb m _ 2 Z’ 5 2 3.60 bi« ’ 5 Mk. | 6 Mf. o> L Z 4.50 Mf. 4.50 bi« 5.50 Tlf. jahr 11. «lass« in Sinter* 1.26 bi« 2.60 Tlf. re M *9n ° c >gS! 1.76 dis 2.6<) Tlf. 1^0 dis 2.50 Mf. ro — SS iw 7 r» * Qiir bi« 1IL «lasse iinÜJl; «* wegen Lmfnhrung einer weltberühmten Spezial - Marke V, unterstelle ich mein vorhandenes tager und die noch bestellten waren einem ZLusverkauf. £ Lilienfeld s Schuhwarenhaus 2 Seltevsweg 52 Telephon 298 Telephon 298 Beachten Sie meine Schaufenster und vergleichen Sie die enorm billigen Preise. . .Tecüaische Hociisctele zu Darmstadt Germania - Gasherde 2) sssns?! (3558 empfehle zu billigsten Preisen. 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Der GrvKberzogliche ,>eldberetnigiingS-Sommissär: oryi ch n r l t s pa hn , . Sbirnrqtfche gliwit. L- bi» 4 - Zimmer - Wohnung zu vermieten. Woitnrahe 10, 47btl) Ecke Äoilec-ÄUee. Station (Ur. Viubcn. Ber loi. ob. 1. Ch. ift am Bahnbof 1 schöne 2- cütl 3-Z. W mit Wnrtenani. u. "J-Jailerleit. btll. z. v. -Iah. rhen. T e r n. Babnhol Gr.'Ltnden. «»Nllv Wohnung m d. Vömengalse I u: verm ^lqher Telicreroeg X »•W70j «leine LSohn zum 1. Ctt. au verm. ebemranc 4. HiNtcrb. >»47U. «Icmco Vofli» zu vermteicn. ____________ r'owengafse 15. 0G<73, Lchön.Stübchenm-Borplay. eoentL mit ScQer. an ein*. Perlon au vermiet Wtoüer Steinweg 1 | Möbl. Zimmer | 06403, *>rbL mobl 3- an Latum, oder Beamten, evtl, mit Wen non. au permieten. vtoetdeftrnhe L ot. • )• : öohn- u. Schlafzimmer mit feoar iLuigang au vermieten. Moumtr 53 pari. Alle biejentgm. tu berunarn an ten A 0<7rnIOtzanNVahIkew haben werden aufac An'piuche dts 1U den Unui zeichnete» ein cber.-ü 'ind .-loblunare genannte» Termine an au leiüen. 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