I 1 Schlossen, erkauf 1U . Ji Qnuner n nn m , a Mer i rn H-35 „ UU W hon 298 RSs -chu- *»,ee‘ul“H m** juyjlw^ Unubertro/^^1 ssä«s 1 mhk»h ^ihnaseb1**^* eA hnMl.)atobw!>i.B4tiU W. Uaitoitr. 126, l>l*y BjeQÄ (henbitateM^l** M>11 tlr-. Kr,ejer-Ver^ ^ST® -tn Ä "WttB.6** argJ 2 beturaig» si«;*;IJ s«v°d, Br**» *95^6 lirt < •i-'beatl frtid ^7„,lU hblliget-UW*■ latrt 8*“± IZw'fö R»lle , 1$_ juuf iS rraakfuti. «Mj «nüM ine l i . r«« I, «erlchlcimung^ deiHu'^LnieiJavreiibcl» 7S-tz-!' IMD Nr. 33 Zweites Blatt L 39. Jahrgang Donnerstag 28. Januar 1909 Erscheint tvgNch mit Ausnahme des Sonntags. Die ..Sietzener FamiliendlStter- werden dem ^Anzeiger" viermal wöchentlich betgelegt, das „Kreisblatl für de» Kreis Gietzen" zweimal wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen Seit» tragen“ erscheinen monatlich zweimal. Gmeral-Mzeiger für Oberhchen w T $Rjtahon3bni(f und Verlag der Brühl'sch« Unwersuäks • Buch» und .Tremdruckerei. 9L Lange. Gießen. Redaktion, Exvedüron und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: 5L Redaklion:^?A1I2. Tel.-2ldruAnzetgerGreßcn. «ZT RBB sund sandten an beit Kaiser ein Telegramm, in dem die Glück- wnüsche und dec Dank der Stadt für die ihr bei dem großen Brande geleistete Hilfe ausgedruckt werden. Gietzener StadLLysuter. WalleOsteius Tod. Trauerspiel von Schiller. Schillers Wallenstein ist gewiß eins von den wenigen deutschen 'Stücken, die man immer wieder einmal gern sieht, besonders wenn ■ 6» so gut dargestellt wird, wie das gestern im allgemeinen der 'Fall gewesen ist, es darf aber doch füglich bezweifelt werden, iob es in der augenblicklichen Zeit eine geeignete Festvorstellung »abgibt. Außerdem war mit Bestimmtheit vorauszusehen, daß 'bas' Stück trotz aller Kürzungen nicht vor 10 Uhr abgespielt sein ivmrte, wodurch die auswärtigen Theaterbesucher natürlich den Schluß versäumen mußten. Die Vorstellung, die zur Feier des 50. Geburtstages des Kaisers bei festlich beleuchtetem Hause stattfand und mit einem Vorspiel der hiesigen Reg.mentsfLpelle unter Leitung des Musikdirektors Kcauße eröffnet wurde, war gut vorbereitet und vickelte sich glatt ab. Die Regie hatte gut gearbeitet und recht schöne Bühnenbilder ausgestellt, nur der zweite Teil des vierten Auszuges Hütte eine Verwandlung bringen müssen, denn es ist unwahrscheinlich, daß die ohnnrächtige Thekla aus ihrem Zimmer herausgebracht wird, um den schwedischen Hauptmann in der Vor- ixtfle zu empfangen. Durch Vertiefung der Halle wäre eine Umwandlung rasch vollzogen gewesen, wenn anders nicht rein technische Gründe dem entgegenstanden. Da die Besetzung der we.ent iichsten Rollen dieselbe wie in den „Piccolomini" geblieben ist, braucht nur wenig neues gesagt zu werden. Hermann B a ko j vollendete mit Glück seinen groß angelegten und sicher durchge- sührteu Wallenstein und gestaltete ihn zur Glanzleistung des Äbends. Auch Rolf Ziegler als Oktaoio schloß seine Rolle sehr gut ab. Clemens Roden a.s Max, der in den ersten Alten tinen sehr erfreutick-en Anlauf geiwmmen batte, hatte sich vorzeitig ausgegeben und schlug unglücklicl)-erweise bei den Schlußworten mit der Stimme über, wodurch die Wirkung natürlich vollständig verloren ging. Direktor Stcingoctter als Butt 2er war durch eine stimmliche Unpäßlichkeit verhindert, sich frei iu entfalten, gab aber doch eine scharse Charakteristik des greifen Soldaten. (Sine sehr schöne Leistung bot Karl Bolck als jchive- Lischer Hau.ptmanu., Erich Weingartner als Terzky, Rudolf Voll als Ilio; auch Edgar Pauly als Wränget war recht lobwürdig. Als Gräfin Terzky gab Helene 'zi uj t e r b e r g eine ochtungswerte Leistung, die sie namentlich am che n Gesellschaft für Natur - und Heilkunde. Der dritte der vier Vorträge sand am 14. Januar in der alten Aula statt und behandelte ein aslronomisckies Thema; Herr Professor Fromme sprach über „Den jetzigen Stand unserer Kenntnisse von der Sonne". Nach einleitende Worten über die Abhängigkeit, in der Leben und Bewegung auf jer Erde von der Sonne ftehcn, und über die Größe der Sonne und die Vtächtigkeit der aus ihr beobachtbaren Erschemungen gmg der Vortragende näher auj die Beschaffenheit der Photosphäre, ans die Granulation, die Flecken und Fackeln ein und verweilte Länger bei den Flecken, bei der auS ihrer Bewegung erschlojsenen Oiotationsdauer der Sonne, chrer Periodicität und ihrem Zusammenhänge mit den Ersck-einungen des Erdmagnetismus. Betrackstungen und Ex^^Zmente über Spektralanalyse führten sodann üui die Annahme einer Sonnenatmoiphure mit einer gruben Anzahl von auch aus der Erde vortömmenden chempüien Elementen. Glühende Calcium-Dämpje wurden nicht nur über den Fackelgebieten, sondern weil verbreitet gesunden, sie ergaben die Aiög- tichkeit, die Sonne im Licht einer einzelnen Calcium-Tillie photographisch aujzunehmen und den Nachweis zu führen, daß die Granulationen der Sonnenoberjläche aus Caiciuni-Wölkch-en bestehen. Die Beobachtung totaler Sonnensinsternisse mittel)! des Spettrosiops führte zur Erkennung der Sonnen-Chromos^hare und ihres innersten Teils, der umkehrenden Sosioht, sowie zum Studium ocr Sonnenprotuberanzen und erwies ferner die Existenz einer Sonnen-Eorvna, mil deren Erforschung die Astrophysik noch lauge beschäftigt sein wird. Ziemlick) gut ist man jetzt über die (esfett ve Temperatur der Sonnenoberftäche unterrichtet, die auf 7000 Grad Celsius zu normieren ist. Die Schlußbetrachtungen galten dann oer Frage, nrie lange es noch dauern kann, bis Ow Temperatur Der Sonne abzunehmen beginnt. Unter Zugrundelegung dec von Kant unü Laplace auigcftellicn Hypothese über die Bildung unseres Planetensystems unO mit Hulse der Helrnholtzschen Annahme über die Quellen der 6'onnenrourinc wurde diese Zeit aus 17 Millionen Jahre angegeben. Nach dieser Zeit würde also ine Strahlung, welche der Erde von der Sonne zugejandt wird, jortschreuend kleiner werden, alles organische Leben aui der Erde sich mehr nach dem Aeauator zuruaziehen unü endlich ganz au.hörcn müssen. Die Ausführungen des Vvrfitzenden wurden durch eine g.oße Anzahl von Lick)lbildern, |oroie durch eine Re.he von Experimenten dem allgemeinen Verständnis näher gebracht. (Soquelin f. Der Schauspieler Coauelin der Aeltere, der vor einigen Tagen erkrankt war, ist in Pont aux Dames gestorben.— Coa.^ in, der an einer Grippe litt, hrl sich au de.i Rat feiner Aerzte |ur einige Tage nach Pond-aux-Dcunes, in das hauptsächlich durch seine Mitwirkung gegründete Schauspielerheim, zw- rüägezogen. Er schien bereits vollständig wrederhergestellt und wollte in kilrzem nach Paris zurüaichren, um Die Probe des Rostandichen Stückes „Eyanlecler" zu leiten. Gestern morgen setzte er sich an seinen e>djreihti|d), um das Studium des „Chan- teder" forlzusetzen, als er plötzlich ohnmächtig wurde und wenige Augenblicke später an Herzlähmung verschied. Coquelm wird einer letznviliigen Verfügung zufolge in Pont-aux-DameS beerdigt werden. Das Leichenbegängnis findet morgen statt. — Felix Mendelssohn-Bartholdy gehört zu den volkstümlichsten unter unseren großen Konrpvnisten, und es erscheint deswegen ais eine Ehrenpflicht des deutschen Volkes, anläßlich des am 3. Februar 1900 stattfindeiwen 100. Geburtstag des Meisters seine Werke für diesen Winter in den Vordergrund oer musikalischen Veranstaltungen zu stellen. Viele Volksbildungs-- und Gesangvereilie iverden wohl auch Mendelssohu-Gedenkseiern veranstalten wollen. Wie man eine solche Feier am zweckmäßigsten einricijtet, dazu bringt ein Aussatz in dem Näruatsorgan des Rhein-Mkavriscyen VeroLndes sür Volksbildung (Geschästsstellc in Frankfurt a. M., Stiststr. 32) geeignete Vorschläge und Literatur- .'.aüstveise. Sonderabzüge davon werden unentgeltlich versandt, nur Portovergickung, am besten in Form einer der Bestellkarte angebogenen Anlwvrtposträrte, ist erwünscht. — Zwei bisher unbekannte Briefe von Ern st Moritz Ä rnbt weiden von Dr. '31 uDolI Mü 11er int letzten öe'te der Pteußifchen Jahrbücher iBd. 13ö. Januar. Berlin. G. Suite) nütfleieüt. Tie beiden Tokumenie flammen aus den fahren 1811 und 1835 und führen am ein ernsteres Gebiet. Ter eiste behänden eilte liteiuiijcbe Lpezial'iage und tällt em überaus hartes vairiotijches Urteil über Die Zeil: „Mich ekelt unsets teut- jchcn Treibens und der ä fischen Halöheil in allen unieren Dingen: eine Elenüigkelt, die mich ircniDe Völker recht anschaulick) gelehrt haben. Unsere üittcratur, unsere Kunst, unsere neueste Atysiik und Nomantik, kurz alle» alles ist voll beivußier und unbeiuuüt£c Lugen; unjeie Schäden und so groß, daß sie nicht anders geheilt lucröen tonnen, als durch das Euen, und zwar durch unser eigenes Eisen. Ich hoffe aui dergleichen noch immer tute tu einem prophetischen Traum; ohne jede Hoffnung mögte und könnte ich nicht leben." Der zweite gibt u. a. Anskmnt üoer eme von Arndt ge- üiaiite Biographie des Frei Herrn vom Stein, mit dem bekanntlich Arndt innig befreimDet war: «Ich glaube, ich hätte sie wahrer schreiben können, als mancher Andere; sie ist nur uorbeigegangen. Cime Einwilligung der Familie tonnte ich es nicht ivollen. Ich hoilie, ihrer genug zu sein; aber Der hamioversche Teil derselben (Die SUelnmimveggcii) Hal gesiegt, und sie ist an Pertz gefommeit. Der sie Deriqfjen |oli, nut Hülie von FamiUenpavieren; doch wird sie noch unter dem Scheffel liegen, bis em 4 oder 6 Augen sich werden für diese Erde ge'chloyen haben." Ohne Zuhllieuahme Sieuischer Papiere, nur aus eigenster, wennschon reicher (Srmne- titng heraus fdirieb er deshalb nach langen Jahren die 1858 von K. Renner verlegicn »Wanderungen und Wandelungen mit dem Reichsfreiherrit von Sreut". Vie Ausbreitung der polen im rheinisch westfälischen Inbustriebczitt. Es sind recht bedenkliche Ziffern, die von der Zunahme des Polentunis int rheinisck)-westsäliscl)cn Jndustriebezirk berichten; geradezu u n h e i m l i ch ist die Entwicklung ihrer Organisationen in den letzten 15 Jahren. Während im Fabre 1861 nur 16 Polen gezählt wurden, betrug ihre Zahl 1890 schon 31 000; nach weiteren drei Jahren (1893) waren es bereits 55 000, 1897 war daS erste Htindert- tauseud erreicht; heute sind etwa 350 000 Polen im rhcinlsch- tocftfälifdren Jndustriebezirk und zwar meist im Bergbau be- sckstisiigt. Um ihre nationale Eigenart zu sichern, haben die wandernden Kinder Poloniae besonders im letzten Jahrzehnt eine ganze Reihe von Organisationen ins Leben gerufen. AIS Haupt- zentralc ihrer BestrcbungLN sind der Stadt- und Landkreis B 0 ch um zu betrachten. Hier besteht nicht nur der Haupiwahiverein und eine polnische Dcreinsbank, sondern auch ein Polenbund, die polnische Senn Bereinigung mit vielen KreiH- und Ortsableilungen und der Verband der polnischen Arbeiterinnen. Jrn weiteren Ind'.lstrie- bezirk wird das polnische Element vertreten durch etwa 80 Lokal- vcrcine, sieben polnische Handwerkcrvereine, drei polnisclv Frauenvereine, einen Verein polnischer Kaufleute, einen Verband polnischer Gesangvereine, einen poluifck)en Unterrichts Hilfsverein, sowie eine große Anzahl polnisch-kirchlicher Vereine und mehrere L^on- sumvereine. Neben diesen uational-polnisckien Vereinigungen hat auch die sozialdemokratische Partei begonnen, ihre polnischen Anhänger zusammenzuichließeu, und man greift nicht zu hoch, wenn man die Zayl solcher Vereinigungen in Rheinland und Westfalen auf mindestens 400 schätzt. Bei der Reick»stagslvahl 1903 wurden 20 000, im Jahre 1907 bereits 30 000 polnische Stimmen abgegeben. Mögen die Polen auch jetzt noch dem Zentrum Heeresdienste leisten, die Zeit, roo sie sch ilarf genug fühlen, ganz selbständig auftreten zu wnn n, ist nicht mehr fern. Von polnischer Zähigkeit könnten aiiucte lernen! Auch auf kommunalem Gebiet haben die Polen bereits allerlei Erfolge zu verzeichnen, und die Zahl der polnischen Gemeindevertreter iit in stetem Wachstum bcgrissen. Nach den neuesten "Feststellungen im Landkreis Bochum (vom Januar 1909) betrug die Zahl der polnischen Personen daselbst 25 017, das sind 2 0 Prozent der Gesamtbevölkerung. Darunter befanden sich 16 483 inländische und 17 ausländische Polen, sowie 8517 Masuren. Die Zahl der polnischen Manner betrug 8753, davon sind 7014 Bergarbeiter. Der p r e u ß i s ch e A d - e r auf dem Kriegerdenkmal in Trebnitz war von den Tschechen kürzlich beschädigt worden. Nachdem der tschechische Gemeindevorstand die Neuanbringung deS preußischen Adlers an dem preußifchen Kriegerdenkmal anstelle des bisherigen beschädigten Adlers verboten hatte, ist diese von der Bezirkshaupt- mannschast nunmehr bewilligt worden. Dic tschechenseindlichen Kundgebungen in Eger haben sich gestern abend wiederhollt. Größere Trupps durchzogen die Straßen und bewarsLn die Gendarmen mit Steinen. Niehrere Personen wurden sestgenommen, es wurde aber nur eine in Hast behalten. Rücktritt Tittonis. Es heißt, Tittoni bringe fhn auf Bitten Giolitti's vorläufig zurückgezog.nes EmluflUitgs. esuch ton neuem int Minister rate ein. Letterer werde voraussichtlich die Auslösung der Kammer beschließen. Rußland hat feine Mititärabteilung von Kreta zurückgezogen. Es besteht Die Annahme, daß die anderen drei Sck;utz- mächte diesem Beichiele folgen werden. Der russische Handelsminifter Schipow iit zum Mitglied des Reichsrats ernannt worden. Die Leitung des Handelsministeriums übernimmt der ehemalige Handelsminckter Ti- nt i r i a | e ro, bisher gewähltes Mitglied des Reichsrats. Ferdinand wechselt nicht den Glauben! Das Gerücht, nach welchem Fürst Ferdinand bei seiner Krönung zum orthodoxen Glauben übertreten werde, ist unwahr. Fürst Ferdinand denke weder an eine Krönung noch an einen Glaubenswechsel. EineVerschlvörunggegendenserbischenKron- Prinzen. Der Kronprinz von Serbien hat den Redakteuren zweier oppositioneller Blätter erklärt, daß er täglich^Drohbricse erhalte des Inhalts, man werde mit Hilfe der radikalen ^kupischma- Aiehrheit ihn be-5 Thronerbes verlustig erhören und seinen Bruder Alexander als Thronfolger prcflamiercn. Ter Kronprinz erklärte weiter, schriftliche Beweise über Machenschasten seines B r u d e r s A l e x a n d e r mit verschworenen Offizieren in Hä.lden zu haben. _________________ _______ geisrn zu Keifers EebuUstag. x Lollar. 27. Jan. Zur Feier des LieburtStageS S'.'.^Maj. des Kaiiers wurde in den festlich geschmückten Räumen der Bahn- bofsrciianraiioit ein Festessen veranstaltet, an denr sich eme Nailtiche Anzahl patriotiid) gesinnter Bürger von hier und ber Umgebung beteiligten. Tie Feslrebe, die mit großem Bet^att auf- genommen wurde, hielt Hanptiehrer Sehrt von hier. In das ansgebrachle !iaiierhock> finnmtcn die Anwesenden mit voller Be° geiftevung ein. Im Verlauf der Feier gedachte 9>ürgermeiftcv Schmidt unseres Grostherzogs nnö brnd)te auf ihn cm ebenfalls begeistert aidgcnommene3 Hoch nu5. -ob. Nied erb es fing en, 27. Jan. Am letzten Sonntag abend hatte fid) in Dem Lotz'schen Saale dahier eine außerotbent- tich große Zahl unserer böcineindeglieder nebst zahlreichen Gästen aus Ltch und den um.legenden Cnen versammelt, um sich an Den köstlichen Tarbieiunqen zrt er reuen, die unser Lehrer G r a n l i co wie alljährlich mit feinen Schulkindern zur Feier des Geburtstages des Kaisers veranstalte: hatte. Tie Vortrags'olge war dreiteilig (weihnachtlich, patriotisch und hnmorislisch) und im Vergleich zu den der Vorjahie außerordentlich reichhaltig. Ta wechseUen Alifsuhrungen ernsten und heiteren Inhaltes mit mehrstimmigen Gesäugen, alles fast nur von Sdiulfmbern ausge'ührt. Es ist er- slauulich, lvelche vorzüglichen Leistimgen mit geringen Tlttteln ber Vehver mit seiner einklassigen Schule erzielt hat, und es dürfte unter den zugegen Gewesenen wohl niemanö sein, dem der gelungene Abend nicht großes Vergnügen bereitet hatte. 0 V a n b a d). 27. Jan. Gestern Dcranftahete das Gym- n a f 1 it m F r i e d e r i e i a n u m in seinen Räumen eine Feier zu Kaisers Geburtstag. Tas Programm wies 17 Nummern auf. Es bestand zunächst aus 3 Nummern für Klavier und Violine, die von drei Schülern der ObcrUasse zu gutem Vortrage kamen, ans 4 gemischten Chören, worunter der »Sang an Aegir" mit Klavierbegleitung wirkungsvoll zur Geltung kam, aus 8 durchweg vatriotiid)en Teklamationen, rvormiter 2 Gedichte von Ernst o. Wilden brück), und ein längeres Gedicht: Falk von Staust bas von einem Unterprimaner sehr lebendig und irisch vorgetragen iviirbc. Die Festrede hielt Oberlehrer Prof. Dr. Wetzc11; zum Haupithcma hatte er sich gewählt: Tie Musik unter den Hoheit- zollern. Die Perioden unter dem Großen Kur'ürsten, unter Friedrich Dem Großen und seiner Schwester Prinzessin Amalie, unter Friedrich Wilhelm III. und Prinz Louis Ferduiaud wurden aus- 'ührtich behandelt, zuletzt kam er aiti Kaiser Wilhelin II. zu sprechen, den er als guten -xagnertanev pries. Ter Jestieier wohnte ein sehr zahlreiches Publtkum, darunter die hiesigen Gräflichen Herrschailen, sowie dre aus Arnsburg bei. — Heute findet eme allgemeine Ka.ser- teiev nn „Schutzenhoi" statt. Cmjmnafialbirehor Dr. Müller hat die Festrede übernommen. Musik- und Die beiden Gesangvereilie haben ihre Milioirkung zngesagt. KB. Dar m (tobt, 27. Ja». Die Feier von Kaisers Geburtstag vollzog sich ganz nach Dem gewohnten Programm. Gestern abend ivav Zapfenstreich von den hiesigen Pillrtär- fnpellen rnver Leitung des Obermusikmelsters Ätitleg. Heute früh wllrde Reoeille durch die Stadt geblasen und vom Turm der Ctabttuche em Festchoral angeftimmt. Um 10 Uhr fanden in der evang. und in Der kathol. Stadtkirche FestgotteSblenste statt. Tte Parade wurde um 12 Uhr auf Dem Marienplatz von General- leuinant von Strantz abgenommen und durch Generalmajor von Werder fommanDiert. Nach dem Kaiserhoch ivurDen 101 Ehrenschüsse durch eme Batterie des Feld - Amtierte - Regiments Dir. 25 abgegeben. — Sämtliche Bureaus und Schuten waren ge- fchlossen. In Den höheren Klassen fanden Festakte statt. — Am StaehmiHrig sanden zahlreiche Festkonzerte imb_reeburt§ta(v§- seierlichkeiten flall. — Jin Ho st bester tvmbe als Hefluoxftdhnto .Alida" au'oe'nhrt, vorder wurde die Jubel-Onverlure von^Äoil Maria v. Weber gezielt. — Ter Festto m merS des 3 11: • denten verbände- findet morgen abend statt. - Anläßlich des Geburtstages des Kaisers und Königs land am TienStaa abend bei bcm vreußifchen Gesandten, ftrbrn. v. Ienisch, ein Herrendiner von *2A toei tcfcii statt, an dem il a. tue Minister, die Generalität, d,e Hoistaattn und dre iremden divlo- »natischen Vertreter tellnahinen. Staatsmiuister Tr. Eioalv Exz. toastet e mri den Kaiser, Frhr v. Jeinich aui den Großberzog. I| Marburg, 27. Ian. Lei der K a i s e rg eb u r t s t a g ß sei er in der Aula der U n i v e r f i l ä t forach der Direktor des pbystologiichen Instituts, Ikof Dr. med. Friedrich Schenk übc> Axt VbyNologie der Jalbenetnofindung^. Von den im vorigen Jahre geiicUten Vreisan'gabeil Halle nur die der philosophische» Fakultät eine Bcarbeili-ng erfahren, während die lheoloaiiche, jnrtstische und medizinifche Pret^autgobe ungelöst blieb. Ter Külz- AlthofipreiS winde dem Prioaloo-enten Tr. Acker mann- Würzburg zuerkannt. Au» Stadt und Land. Gießen, 26. Januar 1909. •* Ta g eska lender für Donnerstag, 28. Ian.: Stadt tljeater: Der -Schwiegervater (Volrsvocstockung). Anfang 8 Uhr. Veranstaltung der LandeSunivcrsität für die Opfer der Erdbeben in Südstalien. Abends 6 Uhr in der Neuen Aula. • * Auf LiebeSpfaden ist der Titel unsere? neuen Romane?, dec in der heutigen 9himmer unserer .Farnllien- blätler* zu erscheinen beginnt. Die Verfasserin H. Ehrhardl ist jedenfalls durch ihren s. Z. bei uns abgebiudten Roman „Mittellose Mädchen^ noch in bester Erinnerung. Tie beliebte Schriftstellerin wird sich zweifellos auch mit ihrem neuen Romane, der zum Teil in unserer Nähe, m Mainz und Wiesbaden fpidt, viele neue Freunde erwerben und unseren Lesern viele angenehme Stunden bereiten. 9 ** Ordensverleihung. Dem Staatsminister Dr Ewald und dem Minister des Innern Dr. Braun wurde vom König von Preußen der Kronenorden 1. Klasse verliehen. •• Beförderungen in unserm Regiment z u LaiserS Geburtstag. Zum überzähligen Major und beim Regiment aggregiert wurde Hauptmann Großmann, zum Kompagniechef ernannt Hauptmann P o l y und Oberleutnant Schwen dy, letzlerer unter Beförderung zum Hauptmann. Leutnant Lindemann wurde in das Feldartiller ic-Reg im ent Nr. 33 verseht, zu dem et kommandiert war. Hauptmann und Bezirkv- vssizier v. RoqueS wuro ezum überzähligen Major befördert. — Lehrerpersonalien. Ucbcrlragen wurde den, EchulamtSaspiranten Ioh. Bauer aus Helpershain die zweite Lehrerslelle an der Gemeindeschule zu Winterkasten. — Er. ledigt ist eine mit einem eoangel. Lehrer zu besetzende Lehrer- stelle an der Gememdeschule zu Wixhausen. — Ernannt wurde der Gefangenaufseher am Pro- vinzialarreslhauS in Darmstadt Rich. Stremniel zum Gc^ sangenaufseher am LandeSzuchthaus Marienschlost. — Erledigt ist die Stelle eines Steueraufsehere bei dem Hauptsteueramt WormS. Die kirchlich -p ositi ve Vereinigung für /Hessen hält am 8. und 9. März gemeinsam mit den gleichnamigen Organisationen in Nassau und Frankfurt a. SDi., sowie den kirchlich-positiven Kreisen KurhessenS und bei Superintendentur Wetzlar in Gießen eine größere Tagung ab, für die die Profesioren der Theologie Grtt tzm acher. Rostock, Ha uß leit er- Halle und H inz i ng er-Leipzig Referate zugesagt haben. Daß nähere Programm wird dein- nächst bekannt gegeben werden. •* D ie Vereinigung zur Förderung bei Künste in Hessen hält ihre Hauptversammlung am Sonn» tag, 81. Januar, in der Stadthalle zu Mainz ab. Anbei dem JahreS- und Kasienbcricht, sowie der Neuwahl des Aus- sichtSrates steht ein Vortrag von Herrn Franz Como übci .Bauernkunst und Bürgcrkunst im Vogelsberg" auf bei Tagesordnung. Am Nachmittag findet ein Besuch des Mainzer MujeumS unter der Führung von Professor Neeb- Mainz statt. *• Abg. Kähler und die Deutschsozialen. Naä, einer Mitteilung deS Friedberger Bündlerbtatles wird bei Wahlkreisvorstand der deulschsozialen Partei in unserem ReichStagSwahtkreiS demnächst eine Vectra uenSmänner- sitzung abhalten, um zum Austritt Köhlers aus der deutsch- sozialen Partei Stellung zu nehmen. •* Einen Fackelzug veranstaltet die hiesige Studentenschaft am 19. Februar aus Anlaß des 40 jährigen Dozenteniubiläums des Geheimrates Prof. Dr. Heß. ** Stadttheater. Da im Theaterbureau fortgesetzt Dn- ’hxxgen wegen Wiederholungen von „Puppenfee" cüüaufcn, so ist für nächsten Sonntag nächnritlag eine weitere Aufführung ia3 reizenden BalletS angefetzt. Vorauf gehl daS Lustspiel ,Lm weißen Rößl". Die Vorstellung findet zu kleinen Preisen statt. Am So im tag abend findet eine einmalige Aufsühcung von Gerhari HautümannS „Versunkene Glocke" statt, in der Harr Ferey Taubai vom Hellbrvnner Stadtlhcater als Heinrich auf Engagement für das Fach dcS ersten Helden gastieren wird. Auch diese Vorstellung findet bei rteiuen Preisen statt und Gutscheiiie haben Glltigkell. ** Das Kaiser-Panorama bringt in dieser Doä)e als Neut>erl eine intcresjaiitr Reise durch (£l)iie zum ersten Üttnl Aur Ausstellung. Die Besucher lernen neben ocr Hauptstadt der Repuolik Samiago umer auberem auch die Städte Valparaiso und Ehillan mit ihren malerischen Umgebungen Ecn.ten. •• 5i o l o 11 e u m. 9loch immer üben Prang 8 Burlesken große Anziehungskraft aus. Arigenblieklich spielt das Ensemble ,Dünnes auf der Liebeslnsei», eine Komödie toller Irrungen, und die zwerchfellerschütternde .Perle bei Garnison *. In beiben Slüclen bietet bec originelle Dünnes von Pclcr Prang wieder wahre Glanzleistungen. Gleichen Applaus findet und verdient auch der Umversallünstler Ferry, ein vorzüglicher Jongleur, Handsiondkünsiler, Kopiläuser rc. Einige hübsche Lieder bringt itene Scholz recht schelmisch Aiuu Vo.lccig. Ehlk und nelt sind auch die verschiedenen Tänze der Schwei lern Bubzinska. Ter Komiker regt nicht über den Turchlchnut hervor. - Kronbauer'scher Quartett-V erein. Tas Konzert dcs Vereins, zu Gunueu der schulpflichtigen Amber unserer unbemittelten Mitbürger findet in önum Jahre am Sonntag ben 7. Febrnar un - v,n £aaic d. j . dürftigen Kindern, die bed Morfin on gan^ u . .cütugt c;c Schule betteten, ein warm«- Süppchen mu Brot vcrabretcht Ter Winker ist in diesem Jahre streng und da müssen also besonders reichliche Mittel herbeigeschasst werden, um allen nach dieser Richtung hin gestellten Anforderungen entsprechen zu können. TaS Quartett hofft auch m diesem Jahre bei seinem LiebeSwerk Unterstützung zu finden, um so mehr, al-:- eS auch bestrebt ist, neben eigenen Darbietungen durch Gewinnung hervorragender Solokräfte ntusikalisch wirklich Gediegenes zu bieten. ** Konferenz der hessischen 25 er gn>er f abe^ triebsleiter. Kürzlich sand hier die erste diesiährige Betriebs lciterkonjerenz statt. Tee Versammelten gedachten zunächst^ des kürzlich verstorbenen Geh. Dergrats Tecklenburg, der lange Jahre hincurch in besten biemdidten Bez ehungen zu ihnen gestanden bat. sodann brachie Betrieb, fährcr e ch u m a n n* Mücke interessante 'JJiilicilungcn über die Anfänge der maschinellen Eiscnsteinwäschcrei im BogelSberg. Der Vortragende berichtete au- eigener Erfahrung, rcie sich feil 1874, als die erste Erzwäfck>e bet Mücke er r chlel norden war, die Eisensteinausbcreitung allmählich zu ihrer h.utigen Vollkommenheit und Bedeutung entwickelt hat. — Mascknneumettter Bayer-Gießen referierte sooann über Abbamp,-Entöler und Ockciniger, ein Tl-ema, das iür alle Besitzer maschineller und Kcssclbetciebe von Wichtigkeit ersähen. Besonders interessiertrn die Angaben über Betricbsergebnisse mit foldjcn Apparaten. — Bergmeister Köbr i ch-Darmstadt gab dann e.ne Uebersicht über bic Vorschriften, die für Drahtseilbahnen im Gcoßhrrzogtum belieben und über bat )id) hieraus ergebende Bcrfähren bet Prüfung und Genehmigung solcher Anlagen. Mit SludjiaX aus die Bei- breitung dieses modernen Mastentransporimittels im Bergbau fand die Erläuterung der menig bekannten Grundsätze für solche Anlagen allgemeines Interesse. — Sodann erläuterte Vetgassessor Engel- Ha r d-Darmstaht die berggesetzlickien Vorschriften über das Mu- mnaS- und Berleil-nngswesen. Im Zusammenhang hiermit tarnen zahlreiche Rechtsfragen aus dem Gebiet des ÄtutungSwesens zur Besprechung. Auck, die Novelle zum Berggesetz, berrefsend Verstaatlichung der Salze und Solen, wurde hierbei besprochen. — Nach einer weiteren Uebersicht über die neueste Fachliteratur schloß die Versammluitg. Die nächste soll am 20. März in Friedberg stattsindcn. ** Tie Sieinkohlen-Bezugs-G cs eil schäft Gießen , die im Jähre 1396 gegründet wurde, hielt am 25. d. Mts. im „Sckfipkopaß" chre Hauptversammlung ab. Nach dem Bericl)t hatte die Gesellschaft am Schlüsse des Geschäftsjahres — — Ende Juli — 1143 Mitglieder gegen 985 im Vorjahre. Es ivurbcn geliefert: Niißkohkn, Anthrazit kohlen, Anthrazit-Eifornt- orikettS unb Braunkohlenbriketts. Ter Gcfamtbedarf in diesen Sorten betrug 81400 Zentner gegen 72 592 Zentner im Vorjahre, wofür cm Betrag von 99 408 Mk. einschließlich aller lln- öosten aufznbringen war gegen 84 049 Mk. im Vorjahre. Die Einzelpreise stellten sich für den Zentner: Nußkohlen 1 unb 2 ^Winter) 1,19 Mk., (Sommer) 1,17 Mk.; Anthi-rzitkohlcn (Wuttcri 1,67 Mk., (Sommer) 1,66 Mk.; Anthrazit-Eiformöriketts iWinter 1,11 Mk., (Sommer) 1,10 Mk.: Braunlohien-Britetts (Winter- 0,78 Mk., (Sommer) 0/<9 Mk. Die Beiträge der Mitglieder werden, so weit sie nicht alsbald wieder für Kohlen bezug nsw. verausgabt werden, verzinslich angelegt unb nach Bedarf wieder abgehoben. Am Jahressclstuß ttrerben, nach gestellter Reckmung, llebcr Zahlungen der einzelnen Mitglieder zurückgegeben, Wenigev-Eiw Zahlungen müssen nacl>gezahlt werden. Vermögen besitzt die Gefell- scljast nicht. Ein Reservefonds wird angciammelt Er betragt zur Zeit 1785 Mk. Bezüglich der aufliegenden Rechnung erklärte der Rcckmungsprüfungs-Ausschuß, daß fie in allen Teilen für richtig oefnnden und daß fic sehr gewijienhaft und mit großer Sorgfalt geführt wvrde.: sei, worauf die SBerfammlimg dem Rechner Ent- laftung erteilte. Dem IteanrungsprüsungSausschuß sowie bcm Ncck)- ner Schisfirie sprach der Vorsitzende den Tank des Vorstandes für die mühevolle Arbeit aui-. Die auSscheidcnden 2Zorstaudsmitglieder Bräutigam, Bausch und Fauidralh wurden wieder- und Kaufmann Sporrer neugewichst. Auch die Mitglieder bi-3 NeckmungsvrüsungS Ausschusses, Erle, Henckel unb Weife wurden durch Akklamation ivieeergcwählt. Tcr Vorsitzende T i ck o r ö machte nvch auf die Bestimmungen für den Kvh.enoezug, die auf bcm Anhang der neuen Bcstellsck)einc angegeben sind, anjmcrkiäm. Zum Schluffe der 23er- idmmlung sand eine Aussprache über die Erfahrungen mit den Anchrazit-Eisormbriketts statt, die sich im letzten Jal/re so sehr gul eingeführt haben. 4* Tiebstähle. Aus denr Hausflur eines hiesigen Hotels wurde in der Nacht vom 26. auf den 27. d. Mts. einem Rkiseirden ein rinb-ülcucrner Handbiffer mit einet Reisedecke und Wäsche stücken Jnl-alt gestohlen. — Eurem Wirt drangen am Sonntag abend unliebsame G^stc heimlich in den Keller ein und entwen- uelen eine 2lnzahl Flaschen mit Cognac, Sekt unb Wein. ** Rohheit. Einem IZewohnrr des Riegelpfades wurden in verflossener dtacht mehrere Fensterscheiben an der Wohnung cingcworsen. --- Lich, 27. San. earattag hielt der Gesangvcrmn „'Dlännerquartett" sein Wtntervergnügen, verbunden mit Theater. Ter Hailandsche Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. Die unter der Leitung dcS HauptlehrerS Roth norgetta-- genen Chöre ernteten reichen Beifall. Auch zwei Theaterstücke: „D er Wilderer" und ,L°nibbes Gewissens biss e", sowie einige Koupttts wurden unter ocr R.'gie von August Hisgen Iji« flott gespielt. Tie sckwne Musik, Pariser Besetzung, die von Hermann Hisgen gestellt wurde, hielt das Publikum beim Tanz bis zur frühen Morgenstunde zusammen. ^Butzbach, 27. Jan. Bei der Gelände-Erwerbung für den Äahnbau Butzbach-EberSgöns wurde in unserer Gemarkung für ben Quadratmeter durchschnittlich 1,20 bis 2 Mk. bezahlt. Mit dem Bau wird im Frühjahr begonnen. 'M. Friedberg, 28. Jan. (Tel.) Der Inhaber der Neuß'jchen Aiobelfabrik Aiartm Reuß geriet heute morgen in die Kreissäge, die ihm drei Finger der rechten Hand adfchnitt. □ Friedberg, 27. Jan. Ein schwerer Unglücke fall trug sich heute vormittag 11 Uhr im Neubau »c5 Vo.kLbads zu. Mehrere Arbeiter waren mit bcm Wegbnngen der Heizkörper beschäftigt. Dabei stürzte plötzlich ein 16 Zentner schwerer Eisenblock um und auf den 23 Jahre alten Schlosser Ludwig Geißler von hier. Er wurde erheblich verletzt und mußte in die elterliche Wohnung gefahren werden. — Ter Frühjah rS-Pferde- und Fohlen markt ifi auf den 23. und 24. Februar festgesetzt. ? Biedenkopf, 27. Jan. Tie Erneuerung des Aussicht Sturme S auf der ,e aefpieife*, diesem herrlichen Leegkegel tm hessischen Hmlerlande ist numuchr gesichert. '2)hl dem Aufbau des Turmes wird im kommenden Sommer begonnen. Tie Ausführung soll durch bic Trigonometrische Abteilung zu Berlin geschehen und ist zu 2öUU Mark veranschlagt. Ter Verein Genügt biS jetzt nur über gränge Mittel unb hofft auf bic Unterstützung der Allgemeinheit. W. Frankfurt a. M., 26. Jan. Tie Stadtvcrorb- netcnversaunnlnng hatte vor JahreSsriit den Alagutrat er- uchk, bcbütfugci: ÄolkSschülcrn Lernmittelfreiheit zu ewähren. Nach cingehcnben Erhebungen cifiait jetzt bei i’iQfliiirat, er könne dem Beschlüsse nicht beuteten, well die j Lcrunutteljrciheii ohne Sleuererhöhung nicht durchführbar sei. Tiefe Erklärung wurde bcm SchulanSschussc zur weiteren Beratung überwiesen. X Kassel, 26. Jan. Ter Landes-Airsschuß hat dem Kommunallandtoge eine Vorlage zugehen lassen, die eine Neuregelung der Besoldung der Beamten bc3 LezirtS Verbundes Kassel enthält. Xie Niehrausivend- imn.cn für die Aufbesserung der Beamtengehälter betragen 127 920 Mk. Sieben diesen Gehaltsaufbesserungen einher geht oder noch die Erhöhung deS Wohnungsgeldzuschusses für alle Beamtensiellen. Für bie Bemessung bc5 Wohnnngs- gelbzufchusses sollen 3 Ortsklassen gebildet werden. In Trenn- klasse 1 wird sich daS WohnnngSgeld für bic 1. Ortsklasse auf 810 Mk., für bie 2. Ortsklasse auf 720 Mk., für b;e 3. Ortsklasse auf 630 Mk. stellen, m ben Dienllklassin 2 unb 3 ist ein WohnungSgelb von 540—150—330 'Mk. vorgesehen, in der Dienslklasfe 4 von 290—220—150 Mk. - - - 1_____----21---!■- . J Soziale grauenpflichten in öer MägigreitLdewegung. ZrauLNpflichl — roie sehr hat dieser 2ttgrstf im öedfld der Zeiten sich geändert'. Noch nicht lange ut es her, da war bu.» Aorc kaum anders als im Zusammenhang mit Haus unb Familie zu den len. Die Frau gehörte ins Hans: der mehr oder minder cbgc schlosse« Rahmen bei Häuslichttll bot den fest umgrenzten Spiel- launt iür die Entfaltung ihrer F-ähigkeiien. Wie anders ist das Bttd heutt! Das BerständuiS für soziale Pflichten ist geweckt, der Wille zur fokalen Täriglmt ist überall erroadü, und wo immer es Notstände zu beteiligen, ohmerzen zu ilnbiru, Kranchstten zu heilen gilt, da Acht der Rui um H he, die Bitte um Mitarbeit auch an die trrau, da ist es Pstichr der Frau, zu helfen — meit über tat Rahmen der Häusl ichkeu hinaus. Unter den vielen Slotftänbcn, unter den vielen Volkskrankh^ite«, die der Abhülse und Hellung bedürjen, steht der Alkoholiomus an erster Stelle. Er schasst ein Heer von Armen, von llnglüalichev, von körperlich und geiirig Lranken. Unzählige wehrlose Zrauen unb unschuldige Kinder ieiben unter dieser Geißell — Ist es da nicht vor allem Ps licht ter Frau, etnzugreisen? Um das Interesse an der Frauenarbeit in bet Bekämpfung des AUoholmigbrattchs zu stärken, hat sich Frau Professor Götze aus Braunschweig bereit erklärt, auch in unserer Stadt einen Vortrag über das Thema „Soziale Frauenpslichten in der MäßigkcuS- bewegung" zu hallen. Frau Professor Götze — die Vorsitzende der Braunschiveigcr Zrauengruppe des Teutschen Vereins gegen den Mißbrauch geistiger Getränke, hat einen klaren Blick und an warmes Herz iür soziales Elend. Seit Jahren steht sie mitten im Kampfe gegen den |d)Iimmfteii Feind unseres Volkes, den Alkoholismus, immer bereit, ben guten Gedanken in die Tat umzusetzen. Die Braunschweiger F^auengruppe g. d. M. g. G. hat sich unter ihrer Leitung in geradezu vorbildlicher Weise ausaebaut, besondecs ivas die praktische Arbeit anbetrifft Von Alisang an war es das Bestreben dieser Frau, durch prallische Einrichtungen zu tonten, insbesondere durch Errichtung von Kässerhallen unb alkohohreten Wirtschaften. Ebenso großen Wert wie auf die Schaffung praktischer Einrichtungen legt F-rau Professor Götze aus die Verbreitung von Aui- ilaning — hauptsächlich durch das gesprochene Wort — und macht es sich zur Aufgabe, ihrerseits recht vielen Mitschivestcrn die Augen zu öffnen über die schweren Scksödigmtgen, bic der Alkoholmiß- mauch mit sich führt, und rcd>t viele neue Mitarbeiterinnen für das io fruchtbare Arbeitsfeld der Mäßigkellsdavegung zu gewinnen. Aus dcr Fülle ihrer Erfahruitgen heraus wttd sie am 1. Februar auch hier fprechen. Schöffengericht aul eine GelängniSstralc erkannt Halle. DcrimfdUe», * Die „Sprechstunde n" des Reacnteu. Der neue Regent von Reuß ä. L., Erbprinz Heinrich X^rIL von Reuß j. L. har im Resldenzfchloijc au Greiz „ienft eingestellt. Erst einige Jahre sväter, un April 1899, kam ein Genier Polizeikommissar auf den Gedanker^ den Nmhtpoli^eibcamten Hunde mit-,ugcben. In Deutschland gab d'.e erste Anregung zur Einiuhrung von Polizeihunoen ein Schioclmcr Polizeikommissar. Taß die Pollzechundebewegung durchgedrnnga ist, das ist das große Verdienst bet unter schwierigen VerhälMisfev amtierenben Polizcr-Obcrdeamttn des rhemisch'iuesifällsMen 3n* dustricgebietes. Dem Polizeihuno die tuiüige Verbreitung go- idjajien und für ihn fmtgejetzi das Interesse der Behörden und Beamten geworben Hai bei bekannte Polizeihundabrichter, Tirew« Rodert Gersbach in Berlin. Heule haben wir in Deutschland fast 500 Polizciverwaltungen, welche Polizeihunde hallen. De» Polizeihunoocrcin gehören jetzt bereits über 1500 Mitglieder an: auch verfügt dieser Verein bereits über eine monatliche Zeitschrift „Ter Polizeilmnb", die in Berlin erscheint und viele für Den Hunbesreund intexaiante Artitel bringt. Smunen muß man, was alles von emem Polizeihund verlangt wird. 3cine Abrichiuog ist sehr schwierig: sie erfordert einen gut veranlagten Hund und besonocrs einen ruhigen besonnenen Beamten, der läg^ich mil dem Hund üben muß. Man verivcndet zum Polizeihund ben sei»» nangen Airedaleterrier, den schonen, temperamenioollen Dober- niannpinsdicr, ben zielbeivußt herangezü^ncten deutschen Schäier- Hund iuu> ui letzter Zeit auch den Rotuveilcr. * Ei N linoigcc Bahnwacyter. 2lls der AbendiNg ter ungarischen Siaatsbahnen jüngst an einem Wächter Hause d« .chiregyhaza—Kisvarader Strecke vorüberjuhr, kam einem mit* reiictioen öberbeamten bk Gestellt des vor dem Häuschen slehendeu BsächttrS sehr merkwürdig vor. Kraft seiner Machtvollkommenheit ließ den Zug halten und sah sich die kuriose Figur auS b« Jiti^e an. Xie aeuwu eegau ein luiiuje» yuzfultat. ocr Bahn* •üäc ter hatte seine Uniform einem Hoizitäck umgehängl und dacaa ^uch eine Lampe befestigt, dieweil er in feinem rooblgebeiit» Jjnmcc den öc« ^eruu/ien schu f, oeui pcai.i.|u#cr ennn (am ihm freilich diesmal teuer zu stehcn: Ec wurde sofort aus ■iein Dienst entlassen. * Unangenehme Reisegesellschaft. Au^ Petersburg wird dem Berll Bors. Cour. becid)tet: „Der eclci.rdurger Chamow füllte dieser Tage hunoert Rauea und Mause nach dem Aecraltder-Fort in monsladt bringe» und bic Tiere auf der Äntipestitarion abliejertr. Er juhl | verborgen ist und wo es die harte Vorbereitung auf den jsL K 174/08. Das Feinste vom Feinsten! maß den Lclreitcr Pfd. 16 CB23/! Konserven in der MäßigkeiLsbewegung. fiStele Diskussion. re:« ____i..v- Sie Gemeinde Franenvereiue. Pfd.-Dose » Heute Douuerstag Heute Donnerstag Leistungsfähigstes Geschäft der Lebensmittelbranche. Junge Junge Junge Junge 2 2 2 2 2 2 2 2 18 24 18 25 18 16 25 15 22 30 30 32 38 45 95 55 45 78 "ML Neue Neue Neue Neue 5J W » n n » » Schneidebohnen Brechbohnen Gemüseerbsen Erbsen I extrafeine Riesenerbsen extrafeine Viktoriaerbsen extrafeine geschälte Erbsen grüne holländ. Erbsen Stangenspargel, feiner Gemischtes Gemüse Pflaumen süss, sauer Metzer Mirabellen Feinste grüne französische Erbsen Ausgesucht feinste Langbohnen Kleine weisse Donaubohnen Allerfeinste Delikatessbohnen Neue sehr schöne Mittellinsen Nur allerfeinste grosse Linsen Das feinste u. grösste: Kaiserlinsen Gäste willkommen. Kreisverein Gieße« des deutschen Vereinet gegen den MißvLaucd geistiger Getränke-. Oberstaatsanwalt Lang. Für den Gesaultvorsiand: Frau Pros. Höh 1 vaum. Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Xvitteruug für Hegen am Freitag den 29. Januar: Heiter und troden Frost, doch langsame (st- roärmung. Auffriid)ende öslltche und iitölidje A>iudc. a18/. geringsten Teile dem angestrengten und harten Studium, durch das er die völlige Beherrschung der chinesischen Gelehrten- und Schriftsprachen sowie der alten klassischen Literatur zu erringen suchte. Kleine Tagevärrontk. Ter Kronprinz hat das nnflcmcibcte Patent für Mauscbetten-- knopke zurückgezogen, nachdem er gehört hat, daß das Patent von versdnedenen Seiten angefochten wird. Im Auflinge einer italienischen Gruppe sind mehrere In- genieure Mailand aut dem 'il’eqe nach Dionaslir, um Vorstudien für den Bau einer Bahnlinie Monaslir-Valona (an der Küste von Epirus) zu unternehmen. Londorf, den 28. Januar 1909. Freiherrliche Oberförsterei Rabenau. Brill. ßai^cL •* Konkurse in Hejien. Ueber das Vermögen der am 4. November 1908 zu Bad-Nau heim verstorbenen Christine 51 l i n k e r i u ß Witwe wurde am 1b. Jan. aus Antrag des Rechtsanwalts Stahl zu Bad-Nauheun nn Auftrag mehrerer Gläubiger das Lonkursverfahren eröffnet, da der Viackstab über- fd)uldet ist. Kau'inaun Philipp 'Dl ü 11 c r zu Bad-Nauheun winde Holzverfteigeruug. Es werden versteigert: 1. Mittwoch den 3. Februar GLsgittaL-DrahtmelduttgSlr. London, 28. Jan. Das offizielle Organ th.5 englifd^n Admirals Aaval anh Military Gazette bezeicksnet die jetzige Ver- Vecteilung der französischen Streitkräfte als eine völlig unzureichende und eine Abänderung fei notwendig, wenn die französische Marine schlagfertig bleiben wolle. L o n d o n, 28. Jan. Daily Telegraph m Ibe: aus Belgrad: Dort einlaufenbe Nachrichten verzci^net^n grobe Unzufriedenheit unter der bosnischen Bevölkerung. Gerüchtweise verlaute, Oesterreich beabsichtige, Bosnien und der Herzegowina noch vor Zusammentritt der Konferenz eine Konstitution zu verlecheu. Leiter heißt es, die dem Staat gehörenden Wälder und sonstigen Liegenschaften Oesterreichs seien an eine.de utsche Gesellschaft verpachtet worden. Sofia, 28. Jan. Es werden bulgarische Truppen-Ab- teilungen nach Harmanli, Tirnowo, Seymen und anderen Grenz- punkcen vorgesclwben. Die Türsen haben im Gebiet von Kirdsecstü große Verstärkungen herangezogen. Konstantinopel, 28. Jan. In der hiesigen Militär- Akademie hat neuerdings eine Meuterei der Zöglinge statt- gefunden, wobei mehrere Zöglinge verwundet wurden. Die Akademie wurde von einer Truppen-Abteilung aus Saloniki besetzt. Cherbourg, 28. Jan. Der Torpedozerstöcer Audaeieux, bet eine Probefahrt unternahm, erlitt Havarie und mußte zuruck- gebracht werden. _____________________________________ Kostprobe Maggi's Erzeugnisse. n Ang. Wavcnsels, Marktplatz 17 0 Ziegenlämmer, 00 Scha'lämmer. Bezahlt wurden für 100 Pfund Schlachlgewlchl: Cdjieti: 1. Qualität 75—78 Mk., 2. Qualität 68—70 Alk., 3. Qualität .8—60 Bit.; Bullen: 1. Qual. 65—67, 2. Qual. 62-63; Hübe 1. Qualität 68-70 Mk., 2. Qual. 58—60 Alk., 3. Qual. 46—48 Alk., 4. Qual. 00—00 Alk., 5. Qual. 00—00 Alk. Bezahlt wurden für das Pfund Schlachtgewicht : Kälber 1. Qualität 90 bis 9> Pfg., Lebendgelvicht 58-57 Pfg., 2. Qualität 74 - 85 Pfg., Lebendgelvichl 47 -56 Pfg., Schlachlgeiv 66—60Pfg.; Sd)afe: 1. Qual. Schlachtgew. 70 bis 00 Pig., 2. Qual. 58—60 Pfg. Schweine: 1. Qual. 72—00 Pf., Lebendgelvichl 56,5-57 Pf., 2. Qual. 70—71 Pf., Lebendgelvichl 56,0 - 00,0 Pfg., 3. Qual. 65—67 Pfg., Lebendgewicht 00-00 Pig. Gejchä't bei Hornvieh gut, kein lleberfmnö; bei Kleinvieh gut, 1 Schweinen gedruckt, kein Ueberftand. ........ Frachtbriefe00 BRAUBACH & FlaCHER MrrfLff^-l!an6lal1- Grösstes Geschäft dieser Branche im Grossherzogt. Hessen Gegründet 1848 * Ueber 30 Jahre am hiesigen Platze. Reinigen von Ball- und Gescllschafts - Toiletten, Ballscbuhen. Mindscbuhen, Tüchern, Boas^ Frakanziigen, Smokings etc. Kgne Läden; Seltersweg 79a, Tel. 627 « Neuen weg 4, Tel. bad. fb er Oranrenbanm und benutzte dann den Zug der Baltischen □fjn; den Korb mit den hundert Natten und Mäusen nahm v: mit hinein in den Wagen dritter Klasse. Während der ‘□btt löste sich auf irgend eine Weise der Deckel des Korbes itib sämtliche Tiere sprangen hinaus. Des Publilums be-> nöchtigte sich eine fürchterliche Aufregung. Die Leute brüll» en, als ob sie am Spieße steckten. Die kleinen Nager gerieten Wirmcksz Kanflia»; Bahnhofstrasse 26 ©SESSEL Bahnhofstrasse 26 mit Hrmenelndruck ♦ Sehr billig Brnhl’sclie Dnivers.-Drnckerel *» Montag, den 1. Februar, abends 8 Uhr rm großen Saale des Hotel Eruborn: Vortrag' von Frau Professor Götze D”/t) aus Braunschweig über: Soziale Frauenpslichten K6/09 B38/! Donnerstag, den 18. Februar 1909, nachmittags 3 U.hr, soll in unserem Amtszimmer die den aohann Gerlicher (Stiel, gehörige arzclle Fl. 1 tlir. 1151 522 qm. Ho freite hinter dem Stockhaus versteigert werden. (Sieben, den 28. Januar 1909. Gr. Ortsgericht Gros. imtürlich auch in Angst und sprangen tote toll im ganzen .) xgen umher; sie hüpften den Pafsagieren auf die Schul- ern und auf die Köpfe, und mehrere der zu Tode geling» lugten Damen fielen in Ohnmacht. Sch westlich wuroe die Ölbremse gezogen. Das Zugpersonal erschien mit Besen nib andern Mordinstrumenten und fegte die Pestkaudi- >«ten auf das Geleise lstnaus. Es dauerte lange, bis die !l»freguug sich gelegt hatte. Die Ratten und Mause waren natürlich sehr froh darüber, daß sie das Weite suchen o nuten und von der Aussicht auf die Quälerei im Ale- Mdec-Fort befreit waren!" ♦ Die Erziehung eines Kaisers. Der junge rcviser von China, das vierjährige Kind, das dereinst be- a»fen fein wird, über das 400 Millionen-Volk des Ostens herrschen, lernt trotz seiner Jugend den schweren Druck Titer Krone kennen: die Freiheit seiner Jugend ist dahin. 2'tÜ dem Tode seines kaiserlichen Onkels hält man den Minen Prinzen Pu-M in dem verschwiegensten Teil der verbotenen Stadt verborgen und hier ist er der Gefangene se inet Untertanen und der Sklave seiner Anhänger. Niemand weis;, in welchem der zahllosen Pavillons das Kind des Re-cuten. frnnrütXFlMnitoBi; " -nrtatuiM" «V* e'ixm V* hurrfcherberuf erfährt. Der kleine Kaiser ist noch zu jung, ■ in die Ehrungen, die seinem Rang gebühren, entgegenzu- ;,i< nshmen, und auch dem Schatten des verblichenen Kaisers t farnn er nicht die traditionellen Ehren erweisen; hier vertritt -h üjjn ein anderer Prinz, dem die Ehrung des Toten als Amt übertragen ist und der wohl bald wieder in Vergessenheit luirücksinken wird. Trotzdem wird der kleine Pu-^)i wohl ;l* jaü> einen der verantwortungsvollsten Regierungsacte vornehmen müssen. Von dem Augenblick an, wo feine kleinen f h äude den Tuschpinsel halten können, werden ihm die Listen i ü-er zum Tode Verurteilten vorgelegt: auf dem großen | x lagen mag bann der kleine Kaiser mit seinem Pinsel einen ft reis malen. Die Grüße dieses Kreises aber und seine 2 lellung entscheiden über das Leben vieler: alle, deren Ji inten sich innerhalb des Kreises befinden, werden dann V sMsort hingerichtet. 2luf Jahre hinaus wird dies die einzige k'rgierungshandlung Pu-Yis sein und erst später wird er toe düstere Bedeutsamkeit dieses Pinselzuges ermessen lernen. izwischeu wird die Erziehung des Kaisers ihren alten, durch ' • Dir Tradition geheiligten Gang nehmen. Er wird die chinesi- ji sähen Klassiker auswendig lernen — gegen 300 Bände — / mb jahrelang mag er daran arbeiten, die vielen tausend k,-mplizierten und verschiedenartigen Schriftzeichen lesen und | schreiben zu lernen, die ein gelehrter Chinese kennen muß. ' Denn es erscheint sehr zweifelhaft, ob man bei der Erziehung i dies künftigen Sohnes des Himmels modernen fremden I £be|aoL Em Landbewohner k -mstaöl gebrach! und da er i er ent M aus dem hole ei longeiabten. Er gibt die' , dus 'M juriifyigebtn. ba daS 'M unbeleucfitä ti heil auS Tageslicht. ^-0'' erneut unb auch \u W c iuaitammtt, bau «k .ra* chn frei, wahrend le ira’t ertaunt Halle. Schellfische lebendsrisch, sorbru ri»- .ktroffca und billigst bei Aliguß Wlllieilfels Martipiatz 17 l«l Telefon:L62 Wäiihe rumFtge!n nommen. Frau Louis Neiü Wwe., Bruchftr.tzh D-, 2»tcut). t5x. Seibel. zuin Konkiir^verivalier erimimt. Koukinsforderinigen find vis zum 6. Fevr. bei dem Amtsgericht Bad-Nauheim anzumciden. — lieber das Vermögen des Gaftivirts uni) Zigarienl)ändlers Peter Schreiber von Mainz, z. Zt. unbetüinueii Aufenthalts' wurde ' aaiä Distrikt Eichmald: Stämme Eichen 1 Stück von 48 em Durch- Messer, 6 m lang = 1,09 Fstm.; 1 Stück von 52 cm Turchinencr, 5 rn lang = 1.06 J-ftm.. 16 Buchen 111. SIL == 1L53 .&Uin,<, 1 >b«d)C IW. Kl. — 037 Z-stm. Scheiter Rui.: Buche 6 Werk,cheit, 383 I. Kl-, l II. ÄL, 30Eiche. Knüppel Rm.: 141 Buche, 35Eiche ttz^Lom lang) 2 Sirte, 6 Lärche. Reiser Rm.: 700 Buche, 180 EtHe, 22 Lärche, 6 Kiefer (2 ausgeknüvpeltt Stöcke Rm.: IOj Buche^v Eiche. Zusammenkunft vormittags 9Vs Uhr auf der ^Ltraye Llllerts- Hamsen-Lenern am ölrobskopf. Nähere Auskunft erteilt v'oritwart Üi^yerer-Climbach. 2. Freitag den 5. Februar Diftrckten Hörnes 11 und 12 (Märzacker) und Stoll 5,6 u.7: Ruu: 200 Buche (worunter 15 Werkhotz), 13 Eiche (2 ruiid), ! Birke, 2 Aspe 1L SIL, 2 Fichte U. btl. KuüVVel Rm,: 187 Buche, -S Eiche (4=2V2 m lang), 12 Kiefer, 2 Birte. 1 Ldchte IL ML Mjjer Rm.: 522 Buche, 108 Eiche, 8 Bieter (ausgeknüppelt). Stöcke Mm.: 84 Buche, 20 Eiche, 7 Stierer, 2 Fichte 11. KL Zusammenkunft um 10 Uhr vormittags aus der Strane Appenborn—Weitershain bet der Abfahrt nach Diftrut iLtoll- Mhers Auskunft erteilt Forstwart Leyerer-Odenyausen. * Zahlungseinstellung. Die Möbelfabrik A. Gleiser Berlin, welche ein sehr umfcritgreiches Geschäft betrieb, ist zahlungsunfähig geworden. Der Firmeninhaber hak sich vor dem Zu^ fcmrmenbruch entfernt Märkte. fc. Frankfurt a. M., 28. Jan. (Telegr. Orig. - Bericht des „(Siefs. Anz.".) Amtliche Notierungen der yeutigen Biehmarkt- v reife. Zum Verkaufe ftnnben: 58 Ochsen, 00 aus Oesterreich, 2 Bullen, 0 aus Ceftcncid), 115Kul;e, Zersen, Ltiere uiii> 'Jhnber, 1009 Kälber, 362 Lchcrie und Hämmel, 1024 Schiveine, 0 Ziegen, Xene jtübeefrichk in nur hervorragend gutkochenden Qualitäten. "S btt S? blt .6, 1,,e aus 720 M _ln den SJiejififJ’,ur h. °40—15ü^33o X2111,1 ' SaSk* «TW» "• bet wchr nS^nnüie u »ot dru leit Inn« ch Ür'.kn. ' ^^Kitiiea Berftergerung. Freitag, Ven 2L). d. nachm. 3l/e Uhr versteigere ich im Auftrage Gr. Staatsanwaltschaft und Gr.Amtsgerichts Gießen im hiesigen Fustizgcb. Zimmer Nr. 18 1 Taschenuhr, 2 goldene Ringe, IPürfchbücyfe, 1 Flobertgemehr, 1 grüfzere Anzahl wteffer, Dolche, Nevoloer, Stöcke, Portomonaie, 1 Gehrockanzug, Hüte und verfch. Andere geg. Barzahlung. Versteigerung findet benimmt statt. Seipel, Gerichtsvollzieher. sF p e s h a en Schwciuestetfch 52 miß. Donnerstag, den 1. Februar 1909, nachmittags 3 Uhr, werden auf hiesigem Ortsgericht die vor dem ytanicn des Franz Wigand u. Ehefrau geb. Ltundius stehenden Parzellen der Gemarkung Gießen 1/223 = 288 qm Ho freite auf dem Neuenweg 1/232 = 234 qm Grabgarten das. öffentlich meistbietend versteigert werden. Gietzen, den 30. Dezember 1908. Gr. Ortögericht Gieheu. , __Gros.__ K 4/09. IB;Vi Donnerstag, den 11. ö-ebr. 1909, nndjnuttagö 3 Uhr, wird aus hiesigem Ortsgericht die vordem Nauien des Georg Hammel u. Ehefrau geb. Stuckart uehende Parzelle der Gemarkung Gieyen: 1/264*/,o — 331 qm Hosreite auf dem Kreuz öffentlich meistbietend versteigert werden. Giehen, den 19. Januar 1909. Gr. Ortsgertcht Giehen. Die erste W® * x.v. cm . Po.izechundat WÄSZ ® iLen ein vor allen e- ia K mit at, em Di-tJfi t Erst vvlge -KW i?m 01 Raunen rfSjSÄB. S.'tg'S?6* ..«‘•»SA ( «otl Ä i am 19. Jan. das Kmikuisvermhren eröfsnet. Rechispiaklilant ftar.1 K a l t a u s ch m Mainz wurde zum ttoukuisverioalter ernannt. KonkurSwidernngen sind bis zum 27. Jebr bei dem Amtsgericht Mainz anzumelden. — Ueber das Bermögen des Kau'mauus Jean Schenk ui Al a tnz, Inhaber der Firma Schenk & Bauer, Herrentlcidermaftgeschä't daselblt, wurde am ^1. Jan. das Uonlurc- veriahren eii,,uet. Rechtspraktikaut Wendelin 9ie hm in Mainz wurde zum Kaulursveiwalter ernannt. Konkursforderungcn sind bis zum 20. Febr. bet dein Amtsgericht Main; anzumciden. — lieber das Vermögen des Landwirts Georg Schaffner VIII. in Wo 11 skeh 1 en wurde am 21. Jan. das Konkursverfahren eröffnet, Rechtsanwalt Dr. N e it v o 11) in Groh-Gerau wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkurswrderungen sind bis zum 13. Febr. bei dein Amtsgericht Groß-Gerau anzumelden. ** Frachtermäßigung bei Versandt einzelner Gemüse. Die meisten frischen Gemüse erfahren zur Zeit schon eine billige Verfrachtung von der Eisenbahnvenvaltung, indem dieselben als Eilgut zum Frachtgutsatz befördert werden. Eine Ausnahme, deren Beseitigung sehr erivünscht wäre, machen noch Smrgel, Rhabarber und Tomaten. Die Spargelproduktion im Großherzogtum Hessen betrug auf Grund genauer, gemeindeweise erfolgter Erhebungen im Jahre 1907 ca. 40 000 Zentner, die einem tatsächlich erzielten Werte von 1 20 < 000 Mk. gleichkamen. Vergleichsweise sei erwähnt, daß der Gesamtwert der Obstproduktion 3 065 600 Mk. betrug. Die Rhabarber- und Tomatenernte ist naturgemäß geringer, jedoch noch sehr ausdehnungsfähig. Die Landwirtschastslammer für das Großherzog tum Hessen nahm wiederholt Veranlassung, bei den Kgl. Eisenbahndirektionen die Aufnahme dieser drei Gemüsearten in den besonderen Eilgut-Speziallarif zu beantragen, was jedoch bei der in ständiger Tariskomnnssion vorherrschenden Aussassung über die Stolle, die diese Gemüse als Aolksnahrungsrnittel spielen, in deren hierüber entscheidenden Sitzung nickst zu erreichen war. § Mücke, 27. Jan. Die erste N u 8 h o l z v e r st e i g e r u n g im Burgwalde zeigt einen ungewöhnlich hohen Preis des Eichenholzes. Die zentrale Lage des Holzgebietes bei Mücke, die es den Geiverksleuten aus der Untgegenb leicht macht, den Transport des Holzes zu bewerlstelligen, mag hierbei mitsprechen. Während der normale Preis des eichenen Werkholzes pro Festmeter 50—60 Mark betrug, wurde er hier mit 80—90 Mart bezahlt. Diese Preissteigerung schreilien unsere .Handlverksleute dem Abgeben des Nutzlwlzes an Gewerkschaften zu, wodurch eben zu wenig Holz bei beit Versteigerungen zum Angebot kommt. 144 Massanfertigung \/nr7l”ldo meiner Massabteilung für moderne V U I ZUHerren-AnzOge, die mit Erfolg seit —""~ 1882 besteht: erstens: elegante Verarbeitung zweitens: tadellosen Sitz drittens: hochmoderne Stoffe viertens: solide Qualitäten fünftens: reichhaltige Auswahl sechstens: .grosse Preiswürdigkeit J. Pfeffer. Marktplatz 6 p. p. Wertes Tntereeeenten, Schölern, Freundem und Bekannten teile ich 0572 0568] Gebr. Badewaune zu leiben od. z. kauf, ges. Ludwigftr. 4, Mans. Schone 6-Zimmer-Wobnung mit Badeeinrichtung. 2 Mansarden. Keller, sowie Bleichplatz, ver 1. Avril zu vermieten. f482 Anderes Aliceftraffe IS vart. 5 Zimmer krrankiurter Straffe 9 5-Zimmer Wohnung mit allem Zubehör wegzngkbalber ver l. Avril zu vermieten. 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