Dienstag 31. August 1909 Erstes Blatt 159. Jahrgang General-Anzeiger für Oberhessen Reöattioit, Expedition und Druckerei: 5chu!stratze 7. Well« (V igil Geh. Justizrat Po r \\V> i\ Sonnenite JHartröiiR $eö. pur-1 Nr. 203 Der «iehener erscheint täglich, äußer Sonntags. - Beilagen: niermai wöchentlich Siehener§amilienblöttcr; zweimal wöchenll.Ureir- dlaltfürdenUreiLSieheo (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land» oirtschastlicheAeitftagen Fernsprech - Anschlüffe: für bie Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse sür Depeschenr Anzeiger Gieße». Annahme von Anzeigen i EL linfcl!ütcieS^ für die Tagesnummer Rolationrdnick und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und 5teindruckerei R. Lange, biß vormittags y Uhr. Versammlungen geplant sei, Verantivortung selbst zu tragen hatten. 4 2 still 56. deutscher Katholikentag. S.u.H. Breslau, 29. August. 20,9‘C. 8,5'6. »»4 iw »• ■den »-"• t • z, Lloyd ' Ivse . - ' j eI- Ein ZE I bnentalen Banw-D,! deutsche «apit^I . UNd LondvIIil ; I i| die ihm ausgtg.^ I ■inen Anpreiiimgu I ist anjunejmtB, I eitsfclbe anseijehnM Mr genauer anju. ■ rsicht geboten isi 1 ' Aktiengesellschajil Sanfen und (hl andern jetzt auch u] csec-Banken ausgesliM n^Bankwcit vor jl| Stellung nehmen -| chäst zurüägehen fr] »ergehen, sich mit I 'ig wachsenden tel i können, ist I irgend einen bc|tiK.| ist aber angängig I st zu treten, die k I des Kapitals fontr:. I für die Art, wie: I ndon Bank of Acpt l fen Interessen cro.'-.A t, und dennnch (in k l)cn Manngern gelt'iti Aussicht-rot bti Ited beschloß für te d ent Dividende an' I , 2\;2 Millionen rachtungeii ten. I monatlich 75‘l»i.,Dterte(- sährlich Mk. 2.20: durch Abhole- xl Zweigstellen monatlich 65 Ps.: diirch diePost WIL 2.— mcrtcl- iät)cL ausjchl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Ps^ axxSwärtS 20 Pienmg. Verantwortlich sür den politischen Teil: L. Anderson: t ,"tentl!e- ton und , Vermischte K. Neurath: siir „Stabt u.Land" unb „(slcxtchta- saal": E. ycir, iüv den Anzeigenien: H. Beck. K-Kl he cini ?ni! I WeThÄI MM toben gt , I MM ss n Nit. ^n9ni§jel, . *lQt>e einu , sich eiuD let allem Qn^y '««'vox-senen M onftniieiie ct r,?, ^-"'erelephM eibmben, Msmaneru lnil^ “? lQ1'9e, da J 1110 'hm leim ä 1^.:„ "^arum i|i J geiurchtet?" __ ;i ^Qnn militäiuni^ Griechische Sorgen. Mit gutem Erfolge haben die türkischen Offiziere an >er Erneuerung des türkischen Reiches gearbeitet. Nun cheinen dre gviechisck-cn Offiziere es ihnen nach tun zu wollen. r)as hellenische Offiziertorps hat bestimmte Forderungen m den Wnig und die Regierung in einem Memorandum usammengesetzt, das an demselben Tage, an dem das &•> Hnett Rhallys vor dem Heere kapitulierte, in Athen ver- stfentlicht worden ist. Dieses Programm umfaßt nach einer ilteldung der „N. Fr. Pr-" dre folgenden Punkte: 1. Wieberierstellung der zweijährigen Dienstpflicht, Erhöhung des '^riedenspräsenzstandes des Heeres auf 14C00 Mann, des Nie gs stand es auf über 150 000 Mann. 2. Aufhebung der Organisation des Generalkommandos. 3. Entfernung der iöniglichen Prinzen aus den Reihen der aktiven Armee, -t Berufung eines fremdländischen Generals als Neuorgani- ätor der Armee und Anstellung erfahrener ausländischer imtrultorcn für die Schieß- und Reitlehrkurse. 5. Grundlegende Reformen in der Verwaltung der Munitions- und Nonturdevots, Schonung des Materials und größere Spar- amkeit bei der Verwendung desselben. G. Ergänzung des Kriegs Materials durch neue Bestellungen. Vom Marine- illinisterium wird die Erfüllung nachstehender Forderungen verlangt: Verkauf der unbrauchbaren und Anschaffung moderner Kriegsschiffe, Ergänzung der Torpedozcrstör.rfiottille rurch Bestellung neuer Fahrzeuge dieser Achse, Vermmde- mng der Zahl der königlichen Jachten bis auf. eure, die speziell für den König bestinimt ist, Reorganisationen der ver- Ichiedenen Abteilungen im Marincminiilerium und im See- -arsenal, grundlegende Reformen in der Verwaltung der Munitions- und Wäonturdepots, Schonung des Wlaleriaty -unt» größere Sparsamkeit bei dessen Verwendung. Alle Offiziere haben sich sür die Erfüllung der aufgezählten ^osmlate solidarisch erklärt. Nur eine kleine Minorität tritt sür eine mildere Fassung der Forderung bezüglich der Prinzen ein, indem sie anstatt der gänzlichen Entsermung Her Prinzen aus der Armee das Verlangen ausspricht, daß sie wie die übrigen Offiziere in den Status eingerecht und tourlich befördert werden, ohne einzelne Chargcngrade zu überspringen. . . v Die öffentliche Meinung steht auf feiten der Offiziere, und es heißt, daß der König sich nun mit Abdantungs- w lichten trage. In Paris hält man eine Abdankung des .öitigs für den schwersten Fehler, oenn für die Griechen Mimte eine dynastische Krise die schlimmsten Folgen haben. Ein großer Teil ihrer internationalen Stellung beruhe aus ler Verbindung ihres Herrscherhauses mit den regierenden Lausern von Deutschland, England und Rußland. Der Augenblick erscheine schlecht gewählt, diese Beziehungen oenng zu schätzen, besonders da die griechische Armee nicht lie gleichen Ga.ranti.en für Erfolge biete wie die jungturri- fchen Regimenter. Wenn die griechische Regierung kopflos -ist, so schreibt der „Temps^, und sich durch Gewalt fireiche nwerrutnpeln läßt, wer bürgc dafür, daß die von Griechenland noch kürzlich gegebenen Versicherungen gegenüber der Äforte gehalten werden? Tie befreundeten Machte müssen I mit Nachdruck geltend machen, daß durch die Revolte der I Offiziere nicht nur die innere Lage Griechenlands gefährdet I nnrd. Wenn die Regierung annulliert ift, sind auch ernste 'ionflikte für die äußeren Beziehungen des Landes zu iürchtcn. Es scheint, daß sich die Offiziere über diese Be- venten allzu leichten Herzens hmweggesctzt haben. Porsch Er begleitete dm Präses der katholischen Arbeiteroereure I > Breslaus, Knratus Pseffmg, auf bie Tribüne, wo letzterer in I [ kurzen Worten den am Fenster seines Palais im Lehnstuhl sitzenden Kardinal Kopp die Huldigungsgrüße der gesamten kalho । lischen Arbeitersdsafi Deutschlands überöradste. Er dankte für L die Liebe, die der Kardinal nicht mir für seine Diözesanen, son- 1 dern für die gesamte katholische Arbeiterschaft Deutschlands hege und dankte ferner Gott für die gliickliche Genesung des Kardinals 1 von langer, schwerer Krankheit. 21000 katlwliscye Arbeiter und! Gesellen hätten sich vereinigt, um Sr. Eminenz zu huldigen und ihn um seinen erzbischöflichen Segen zu bitten. Ter Kar-1 dmal, der offenbar doch noch immer der Schonung bedarf, er-1 teilte darauf den Segen, ergriff aber das Wort nicht. Zum Schluß brachte der Redner der Arbeüervereine ein Hoch auf den Kirchenfürsten aus. In zwei Stunden langem Zuge zogen dann die Teilnehmer an ihm, die über 20 Atustkkapellen und Hmiderte von F-ahnen mit sich führten, an der Tribüne vorüber, durch Hoch- und Hurrarufe ihrer Begeisterung Ausdruck gebend. Gegen 4' , Uhr hatte der Zug sein Ende erreicht: die Teilnel)mer sangen gemeinsam das Lied: „Großer Gott wir loben dich." Damit schloß die Huldigungsseier. Um halb ö Uhr fuhr der Kardilial nach der Fefthalle im Scheittugcr Park, loo sich inzwischen Tausende von Teilnehmern am 5katholilentagc eingesnnden hatten. Von bekannten Persön-1 lichkeiten der katholischen Kirche und des Zentrums bemerkte man die Grafen Praschma und.Ballestrem, v.^FrankenfteiN, bie Abgeordneten Schädler, Gelteimrat Porsch, Schädler, Herold, Landgerichtsrat Giesler (Mannheim), Landrat v. Savigni) (Münster!, Fürst Löwensteüi u. a. Die Versainmlung wurde vom Geheimen ^ufnzrat Dr. Porfch I mü dem katholischen Gruße eröffnet. Er bonfte der Arbeiterschaft des katholischen Deutschlands für ihren Huldigungsgrus; I an den wiedergenesenen Oberhirten dec Erzdiözese. Ter Eintritt I des Kardinals löste ungeheuren Jubel aus. Rach dem ^orsttzend^t ergriff als zweiter Redner Kardinal Kopp sofort das Wort. Er I sprach über den Segen der Arbeit, die stark mache unb freudige Herzen sck>affe, betonte, daß er in dem Feftzuge em Betenntnis ber Arbeiterschaft zum Glauben erblicke und führte weiter aud, daß die Kirche bie Arbeit ehre und für bie Arbeiter Nie, was sie kömre. Zum Schlüsse erteilte er allen Anwesenden den bifchof- licheil Segen, der tnieenb entgegengmommen wurde. Hierauf sprach NeichstaLsabgeordneter Tr. Fleischer über die „Aufgaben des latholisaien Mannes in der Gegenwart". Die Welt, so führte« er aus, ftclje im Zeichen des Kampfes gegen die Autorität. Ter I Boden der Ordnung werbe untergraben burch den Egoismus. Die äußere Gewalt könne bie Autorität nur vorubergehenb aufrechthatten : für ben katholischen Mann gelte es zuerst, den Gem der Empörung zu bewältigen und zu ueücn durch den Witten Gottes. Tie SlatMueit w-oilen eine starke Schutzwehr der staat- i leben Ordnung ,rin., Wenn die g.uize.Men'chiieit'rur em katholischer Verein wäre und den Weisungen Pius X. folgte: die Gesetzgeber und Häupter der Erde brauchten sich mchl darüber die Köpfe zu zerbrechen, wie sie die Empörer zügeln 1 ollen. Wir wollen sein die Stimme der rufenden Kirche, die ^tämpfer gegen eine antichrisckiclfe Welt. (Lebhafter Beisatt.) ^er nadjfte Redner! war Pfarrer Hübner (Neustadt i. Schlei . über „die Arbeit für die Kirche und der Arbeüerstand". Es fei nicht wahr, baß bie Kirche eine Verbummungsanstalt sei, die den Unternehmern biene. | Chrisms selbst sei aus ber Arbeiterschaft hervorgegangen. Ter Redner süstoß mit dem Gelöbnis der o.reue zur Kirche^ unb der Treue zu .Fürst unb Vaterland. Hierauf schloß ber Vorntzende die Versammlung mit der Bitte, nach West,alen die Gruße der katholischen Kirche überbringen zu dürfen o 3n ber eilten geschlosfeiien Geueralversaminlung der Katholiken Teutschlands am Montag wurde beschlossen, die 'olgenden Huldigung s d e p e j ch e n abzusenden an den K a i | e x: «Eurer Maiestal bringen bie zur 56. Generalversaniinlung der Katholiken Tentich- lands in der Hauptstadt Schlesüns unter dem Schutze der heiligen Hedwig, der Lanbespatronui, uexfanuneiten deutschen 5iatholiken ehrerbietigste Huldigung entgegen. Getreu ihrer Tradition will auch diese Generalverjammlung im Sinne und nach dem -ISorbi öe Eurer Majestät der Versöhnung der Konfeslioneii und der fozialen Gegensätze zu dienen bestrebt sein zum Heil des teuren deutschen Vaterlandes/ - An den P a p ft wurde folgendes -telearainm ab- nejonbt: .Viele tausende von Männern, zu Breslau in b§r 56. Generalversammlung der Katholiken Teutschlands cex-cirngt, entbieten Dir Heiliger Vater, als dem Oberhaupt innerer Kirche ~unb dem Stellvertreter Jesu Christi, hiennit ireubtg aus tief|ter ceele den Ausdruck ihrer Ergebenheit und in unüvenvindttcher -treue er« bitten wir demütig Teinen, den Beratungen der Ver,ammlung io förderlichen apostolischen Segeti/ - Tie Beriammlung brachte hierauf auf den Kaiser und auf den Papst em dreifaches^voch aus. - Es folgte alsdann die Auffahrt der katholifchen oiubeuten- oereine, bie dem Fürstbischof Tr. Kopp eine Ovation darbrachten unb am Tenkmate Kaiser Wilhelms des Großen Kranze mederlegte. Die diesjährige Generalversammlung der Katholiken Deutschlands wurde am gestrigen Samstag in der Hauptstadt Schlesiens burd) ein feierliches Geläut lamtttcher katholiiuf.'u Kirchen der St titgS su Sauftnben fuib bie ffatholita. aus b«n ganzen Reick-e, besonders natürlich aus Oberfchlesien, der Mark Brandenburg, dem Rheinland, Bayern, Württemberg und Vaden in die Mauern der alten Wratislavte eurgezoge^ die sich zu etwa ein Drittel aus Äatljolifcn unb jmci xrittcln aus Protestanten Msmnrnensetzt. Ter oberste Kirchenfürst Schlefims, Kardmal-Furst difchof Georg Kopp, hat gewissermaßen das Protektorat über du. Veranstaltung übernommen, rudern er lerne ^"^siiM^tellt bedeutenderen Versammlungen der -Tagung in -üivsicht scsteiit hat. Ferner sind zahlreiche Kirchenfursten aus dem In- und Auslände erschienen, an ihrer -spitze Bischof Giesen aus Sud- schaistuiig üi Ehina unb der Erzbischof von Momignore Athanasius voii Sawaya. And) der frühere Präsident^>es brüt- scheu Wstages Graf Franz v. Ballesw-M ist zur Teilnahme an ben Verhandlungen des Katholilentagcs h^r elngetroNen, mit ihni fast alle bekannteren ReichstagsabgeorbrtetQi bes Zen^mis sowie ber verschiedenen bundesstaattichen Landtege Dom P^st Pius X. liegt ein Sendschreiben vor, in welchem alten XeilncIjmcrn des Kattwlikctttages ber päpstliche Segen erteilt wird^ Eiiigeleitet wurde die Tagung durch?icrli^Glockeng^la -t von allen katholischen Kirchen Breslau^,.das.von 6—7 W Rett.^E?Äb^te dw^tschritte ber ^bstmmtenl^gimg^md »tbnü. Ter heutige Sonntag würbe mit einem feierlichen KnttNkalantte im Tom eingeleitet. Um 2 Uhr bewegte sich nach Zchntausen^ von Teilnehmern zählenbe große yeft3“ßj” ■ A Ohlauer über die Schweidnitzer Straße nach dem Ringe, u ~ ©tabtgr oben unb bie Lessing brücke nach der ?.onrm,cl. Der ^3 dauerte 1-, Stunden. Aus einer Tribüne du au dem fürstbischöflichen Palais errich^twürden das Domkapitel sowie zahlreiwe anucrc ^vviminitarer träger der katholischen Arche. Besonders steten die Dommckmier Patres in ihren langheeabwallenden braunen a^bräunt n Aufsehen erregte auch der Bisckwf Giesen, ree mit sei 9- .* Anckitz, bem braunen Barte unb seiner [tränen »citeung viel eher an einen Offizier als an einen Bitewf. ermnerte. Um haU 3 Uhr hatte die Loitze des Zuges die 4omins^erreich7- ^>rm schrill die Kürassierkapelle. Ti: daraus solgeiioen ^.- ^g - -- katholischen Arbeitervereine sührke ber bekat-lte ^cmbt g g nete unb Vizepräsident des Abgeordnetenhaus es Ge~ nd ÄrMle-: rion. —j sberichte 1» der Bank für Ha Seo- J Labmeyer. - ^-l , stuckert ier Bemerk • ..Amenk/^ lfc. ,r ßerg'verk''", L- bah der Katholikentag sich diesmal auch einen Ehrenpräsideittenl erkören habe, ben früheren Präsidenten des Reichstag-:, ('-raten Ballestrem. (Stürm. Beifall.) Gras Ballestrem wird barrntf zum Rednerpult geleitet, da ihm ein leichter ^chlaganmll das Gehen immer nod) schwer macht. Graf Ballestrem führt aus, daß ber Kathofikeniag ihm ein Amt voll Würbe, aber ohne Bürde übertragen habe. Er wolle beginnen mit dem Ruse: _ berieten die Anträge zum Kakholikentag, die sich mit kirchlichen, sozialen, chariiativen und allgemeinen Bilduugssragen beschatt.gen. I Znteressant ist es, daß diesmal in den eingelaufencn Anträgen! I aud) cme polnische Note erklingt. So wird gegen bie Freibeuter mobil gemacht, die in den tttztcn Tagen in Breslau eine bange „Los von Ztom-Bewegung" inszenierten und heute abend m brci öffentlichen Volksversammlungen ihre Führer Vogtherr, Tschirn und Schüler auftreten lassen werden. Weiterhin liegt in Anknüpfung an die Mahnung des vormaligen Reichskanzlers Fürsten v. Bülow zur Sparsamkeit ein längerer Antrag vor, den die Arbeitersekretäre 2r. Pieper und Giesberts von der sogenannten Gladbacher Richtung eingebracht haben, und der die Vereinfachung I der Lebensführung, eine größere Sparsamkeit unb eine Vertiefung I des religiösen und geistigen Lebens von den besitzenden unb gebildeten Schichten der deutschen Katholiken forderte Zur Zurück-- drüngung der sozialen Entfremdung zwischen den einzelnen Volks- > schichren wie zwischen den Erwerbsständen wird in einem weiteren Anträge ebenfalls von den besitzenden unb gcbilbetcn Klassen ein besseres Verstänbnis für bas soziale und geistige Ausmärts- I bringen ber minderbemittelten Volksschichten, besonders der Arbeiterklassen, verlangt. Den Tarifverttagen soll grotzere Aus- : merksamkeit geschenkt und bie Gründung von katholischen Dienst-i : Mädchen- und Fabrikarbeiterinnen-Verernen gefördert werden. Zu . dem Thema der konfessionellen Volksschule liegt ein längerer An- t trag vor, in dem die gesetzmäßige Gewährleistung der Kirche auf Ueberroadjung der gesamten religiösen unb sittlichen Erziehung i burd) Llnteilnahme an ber Schulaufsicht, sowie bie Erteilung des Religionsunterrichts in ber Muttersprache gcsorbert wird. Andere Anträge richten sich gegen die Schmutzliteratur. Die Beschlußfassung über die vorliegenden Anträge soll in den drei nächsten geschlossenen Generalversammlungen erfolgen. . Gegen 5 Uhr strömten die Massen wieder hinaus zur Fest- Halle, wo die erste öffentliche G cner alv er s amm l ung Geh. Justizrat Porsch erotinete S^rsaimnlung. Er teil üon L ö w e n st e i n - W e r tch e i in das Wort zu mit, datz aus Anlaß des ü?^.l..^e"^^Eine Re^ twn ^eoen 1 rgrm ' über: Tas katholische Missionswesen. Tann ---------I«, «»■ CTÄ8g«i<6tirat Sanbtagäabgeorb. Marr Verantwormng seivsi zn tragen Latten.- tfur alle bteie Jimn ip Schulfrage. Der Redner führte aus: Es ist teianitaltungen seien zahlreiche Teilnehmer ^'N^etrossen, so datz ^rfreulidi daß bei ber Schulfrage bie Katholiken Teutschlanbs ein ieuditbarer S«laur dm" Ä b« San^nÄ tinNäe« Ei, einig uni, ge. eine Ausnahme müsse konstatnit ^rdrn, nämlich bie Versammi g, .,. b rteben Diese Grundwtze, die wir aum von der staat- toetd-e bie Dbcritfnein-eben 9lrbe,to „Imtenjmb m bet b,e »oInnete ttiien wollen, gehen b°l,m: Sic Sprache gebraucht werden sollte Wie eia Blitz lSeT;“ Zildungs-, aber auch Erziehmigsinstitut. Sie HimmA kam die ^adiricht an das Komitee, datz der G _ Perstand ebenso wie Herz unb Charakter bilden. Von der polniidien spräche imtcciagt werden ^^e, und bas; . - Grunbsätzen ausgehend verlangen wir, daß ber Unterricht Es erschien uns auch nicht angemessen, c me Zeitungspolemik ,u eröffnen, damit der ruljige Fortgang unterer -bagrmg nicht ge- äbrA werde Vielleicht wird man uns vas als Schwache unb Äcchttt auslegen, aber in dieser Beziehung sind wir ja an An- qZw gewöhnt so baß wir uns auch darüber himvegietzen werdew ^eb's Beifall > te-s Haven uns lruher schon vul schwerere sd...ge cierroffen ich er inner: nur daran, datz einmal uisolge Beroots de- 'Hörden ein Katholikentag nach Koblenz verlegt werden mett w unier seliger Wmdthorst baim bie Worte Fracht „Nur hübsch ruhig . solchen Fallen unsere Losungsem . hier in Br------- . - itte . 9Ü . Haudels?631; • jp idter Bank“" e Bank • • ’,st -Asiat, ßa; 0.Kommandit ■ J?. r Bank - • * BtaW ••■‘■'p. tSss-n* Henn-L15C daß ber Religionsunterricht, soweit dies errorberhd) ist, m der Muttersprache erteilt wird. Unsere polnischen Glaubensg^nostiM können versichert sein, baß bei ihrem Kampfe um den Religionsunterricht in ber Muttersprache, soweit jie sich aus dem Boden der staatlichen Ordnung, innerhalb ber Vertonung und der gesetzttchen Grenzen bewegen, die deutschen Katholiken stets -seiie an ^cuc mit ihnen stehen werden. iStürm. bimonürahoer Beisall. xa wir die Aufgaben der Schule hauptsächlich in der Erziehung ber Zug end zu sittlichen Eharakteren erblicken, muß bie Kirche auch in der Lage sein, darüber zu wachen, daß die gesamte Erziehung der Fugend von religiösem unb sittlichem Geiste gitragen und geleitet werde. Wir verlangen, daß dieses unantastbare Recht gesetzlich festgelegt werde. Tarin sind wir einig, daß sich dieses Erziehungsideal nur in einer konfessionell streng geschiedenen T 1C-Mmotyorir uaxui u« Schule erreichen laßt. Wir befinden uns in dieser Beziehung iA ia Ziut'nnch nicht bange machen lassen, muß in I Uebereinuimmung nut unseren evaiigeliichen Mitbürgern, sowech ~... imiere Losung sein". Tassclbe Rezept werden wir I sie auf pos.iw-lirchlicheni Boden stehen, -da, bi» weit in bte Bresüiu v^ol^m. Justiz rat Dr. Porsch erklärt sodann, > sogenaniuen liberalen ftreiie hinein ist bie Ueberjeugung von bet? grdRneu Dor rüge» bet foni'HünuIlCTi 3<6uk aunznom Redner nxn^et sich 'tun iifflen b*.e Dmullonsrhulev unb inrbrit bte katboluckeu (eitet» auf. darüber tu «rachen. bafi ihre Shr.txr au: latboh'die ??r,u!en b suchen uxO daß tat SetrulurteTTKfct d-nn von ihn*» gewünschten 3nne erteilt werde -.Stiler '.endet fuft der Reonet b ondtt« fieqrn den oreu» »scheu Lebrervemn. <3«rm den Bremer L'edrerverein und gegen d-n sächsischen Lehrer c ena in ?,rmdflu, sow e gegen Iodanius lew«, die alle Forderungen, die tue lotboltidK Kirche tüt sich mit Recht erhebe, vetrotcken Mit tinrm Zchluß.oort bei PrSnderrten erreichte bte benage öffentliche I6eneral»tnammliin7 <5nc-_________________________ 21u» Statt ttnö Ca»ö* Gießen, 31. August 1909. — Orden »Verleihung. S. Ä. H. der Grohherzog haben dem Major Cuafforolft, Ingenteurosstzter vom Platz tn Mainz, und dem Hauptmann Muth, beide m der <. Ingenieur-Inspektion, da» Ritterkreuz 1. Klasse bei Verdienstorden» Philipp» de» Großmütigen verliehen. • • gorftperfonolitn. Ee. Kgl. Hoh. der Groß- Herzog haben dem Mimstenalsekrrtär bet der Mmtsrenal- obteilung für Forst- und Kameralvrrwaltung. K. Nicolau» zu Darmstadt, den Charakter al» Oberförster verliehen. • • Finanzpersonalien. Se. Kgl. Hol^. der Groß- oerzog haben den HauptsteueramtSasststenten de: dem Hauptsteueramt Offenbach. Wilh. Freymann zu Lstenbach. zum BezirkSkafseasststenten bet der BezirkSkasie Mainz I und den Fmanzaspironten Aug. Donge» au» Gießen zuin Haupt» steueramtSassistenten bei dem Hauptsteueramt Offenbach ernannt. • • Lehrerpersonalien. In den Ruhestand verfehl wurde der Lehrer an der Volksschule zu Mainz Gottfr. We bet bi» zur Wiederherstellung feiner Gesundheit, und der Lehrer an der kolh. schule zu AlSheirn, KreiS Worm», Hch. Chris: auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen JBienfle. — Die neuen 2b-Pfennigstücke. Tie Numismatiker müssen stch noch etwa» gedulden. Wie unS em Freund de» Gieße Anz. mitteilt, ist die vor kurzem durch du Blätter gegangene Mitteilung unzutreffend, daß die neuen Dtertelmarkstücke schon Anfang Oktober in Verkehr gesetzt würden. Der Auftrag zur Prägung der neuen Münzen ist noch nicht erteilt, so daß da» Erscheinen der neuen Münzen vorläufig gor nicht abzusehen ist. Bestimmt ist, daß der preisgekrönte Entwurf von Bildhauer 91. Kraumann in Frank- hirt a. M. zur AuSfzihrung gelangt. Ten Stempel zu den: Entwurf hat Münzmedailleur Prof. P. Sturm in Berlin geschnitten. Auf der Rückseite wird ein heraldischer Adler von Münzmedailleur Schultz in Berlin erscheinen. Eine Sitzung de» ProoinzialauSschrisse- stndet am SamStag. 4. September, vormittag» 9 Uhr, mit folgender Tagesordnung statt: Enteignung von Gelände in Gemarkung Schwalheim zur Erweiterung des Bahn- Hofe» Bad Nauheim. •• Ta» Vrod wird billiger? Tic Bäckcrinnung W in ihrer gestern abgehaltenen i^cneralversammlun.', bc« schlossen, von uiorgen ab einen Preisabschlag für Brot tüittiicn zu lasseii Tie beiden ersten Sorten sollen 4 und die drille Sorte 6 P,g. billiger werden Tanach werden die Preise für den Laib ie nach Onalital 62, äb und 54 Pfg. bcirufltu. In einer Ietl. in der sozusageii alle« teurer tviro. ist c» erfreulich, baß bei einem so wichtigen Rahrungs- mittel da - Gegenteil eintritt und unsere Backer verdienen für diesen Abschlag umsomehr Anerkennung al» die Mehl- Preise trotz des guten Ernteertrag» noch man gesunken sind. Die Gießener Fleischer-Innung unternahm am Sonntag eine Wagen sahn nach deut herrlich gelegenen M Unzenberg War die Stimmung durch da» Ifrriidc Wetter schon vorzüglich, so wurde sie durch die ausge eichnete Bewirtung der Burgivirlin Frau Klein auf veu \>ui cpunkt gebracht. Bei 'tinderspieten, Aujsteigen eines „Zeppelin'-Ballono auf der Höhe der Ruine ufiu. verstrichen die Stunden nur zu rasch, und bei Eintritt der Tunkclheit luurbc die vvimfal)« mit Lampions geschmückten Wagen ciußvirtirn. ' Zitherkonzert. Ter Zilhervirtiiose Ab. Arnold auv Straßburg i. E. (cm geborener Gießener) veranstaltet am 2. September in EtemS Saalbau em Konzert. Ern Besuch bev Konzerten kann nach den uns vorliegenden Rezensionen auswärtiger Blätter empfohlen werden. •• Seinen 52. Bezirkstag hielt am Sonntag nachmittag der u r i e g e r v e i e i n » b ez i r k Gießen im Lenz'schen Felsenkeller unter (tarier Beteiligung ab Bon den '«NbÄrrctncn des Bezirks iparcn 37 vertreten, 3er fehlende Verein iiKir entschuldigt Um ' ,3 Uhr erosftiete der Bezirks- Vorsteher, Lehrer T o a b - Lollar, die Versammlung mit einem Hoch auf den ikaiser und erstattete sodann Bericht über den HaMatag in Ober-Ingelheim Die Beretne sollen für den Be t e r a n e n - App e l l 19 10 m Tarmstadt die Anmeldmigen dis spätestens l Oktober einsenden, diese Anmeldungen sind jedoch nullt bindend, der Tarmstedter Berein will bormidi nur seine Borberenunaen zum Appell ein- richten. Sale mieten usw Ten Bereuten wird anhemige i Ttc Um. II ä. B Lollar schon 65 Jahre, ohne dah em Unfall Dorflc- lammen sei Bei den jetzigen Prämiei.iäyen werden nur wenige Bereute von der 8. 12. und 19 sep- trmber findet im Schuyend^u: zu Giefwn ein Bezirk»- preisf chießen stau Ter Bornhende empfiehlt da» 3omnrtln>eien und die Aufführung der Verning'schen xrieg-sestfpiele Um 6 Ubr schloß die Bersarnmlung mit einem Hoch auf den (vroßherzog •• Stenographie Ta» hier die Kurzschrift immer weitere Greife zieht und besonder» von der .'.xrndels- und rx-U Die notige <■ . tut bet. da» beipcn't die stetige Zunahme der hier bestehenden Stenographenvereine Ler i*abcbbcrgcr stenograpl n-Verein von 1861, der älteste und größte Verein am hiesigen Platze, der am 13. d. Mt» sein »Sjahrtge» Bestehen bestehen tonnte, war dieser Tage in der Lage, fein 250. Mitglied aufnehmen zu können. Ter Lerein hat innerhalb Jahresfrist eine Zunahme von über 100 Mitgliedern zu verzeichnen. •• Eine vesuchshiffer von beneidenswerter Höhe hatte dieser Tage der Horsaal eine» hiesigen Pnvatbo^riien aufzuweisen. Zu Hunderten drängten sich die Besucher. c4 ivarcn — Fledermäuse m der statte geheiligter Wissenschaft, so baß kaum ein Platz, selbst der Raum unter dem Katheder nicht ausgenommen, leer blieb. Cb die Tiere hier einen akademischen FerienkuriuS über Flugmechanik abhielten oder sich auS anderen zeitgemäßen Gründen zu sammengefunden hatten, konnte mit Sicherheit bisher nicht festgestellt werden ? Klein-Linden. 30 Vlug Heute wurde hier ein Mann verhaftet, der Ärantenflclber für eine nicht existierende Kasse erhob. -- Groß en- Linden, 30 Ang Bei den Sieber» herstellungsarbeuen an unserer alten xirche war es erforderlich. einen Grabstein mit Lungsteinrahmen wahrend der Arbeiten vom olrabe wegzustellen Nach Fertigstellung der Arbeiten sand sich, daß der Rahmen vom Friedhof entwendet iporben ist. lis iMrc erwünscht, txiij diese Zeilen zur Ermittelung des Siebe) führen — Großen-Duseck, 30. vlug Am Sonntag abend gegen 10 Ubr ereignete sich uvischen hier uno Beuern ein i ch;-j euer Unfall, der «orderte Ter Arbeiter Brück von Alten Buseck stürzte io unglücklich vom Rad. daß er auf dem Transport zum Arzt jeinen Geist ausgab Er ist der einzige Ernährer seiner g. G ö b e l n r o d, 30. Äug. Am sonntag. 29. d. Mts . wurde der Hausierer Fischer au» Tarmstadt im Walde ,wischen hier und Laasen von drei HaudwerkS- burichen überfallen und seiner Barschaft in Hohe von '.B Mk. nebst chtk .• >rastcns mit Kurzwaren und Legi- berg komnicnd, in chobelnrod seinem Bruder, der z Zt. im schäft, die zugleich Posthilssi^lle ist, ein unp ließ Hh> Mark wechseln. TaS halten drei ihm unbekannte x^ndwerkö- burschen gesehen, die auch tu jener Wirtschaft verweilten Nachdem Fiicher gefrühstückt und den drei Handwerks biirjdnm je ein HUüv Bier nebst Wurst bezahlt haue, wollte er seinen Weitcrmarsch nach Laasen antreten Einer der Handwertsburschen batte schon vorher die Wirtschaft verlassen, was dem Fischer aber nicht weiter ausgefallen war Etwa eine Viertelstunde später al» dieser verließ Fischer die Wirtsa-aft Tie beiden anderen Handiverksburschen folgten ihm und gleich am Eingang des Waldes unweit chobelnrvd sprang der zuerst fortgegangene Handiverl. burfdK mit einem Revolver in der Hand auf Fischer zu und riß ilpt zu Boden: unterdessen kamen die beiden anderen heran und beraubten Fischer seiner Barsckwft und de» Haften», wobei ne ihn schlugen, bi» er besinniingslo- mar. Auf zu Hilfe komniende Radiahrcr gaben die Räuber einen schuß ab. so daß sie unerranut entUnni.ien lonntVn Hoffentlich gelingt eS, die spchduben dingfest zu machen - Bon anderer s-cite erhalten nur die folgence T ar fiel hing des Vorfalles. Am sonntag früh kehrten in einer Wirt schäft jiu Ewbelnrod ein Hausierer mit drei Handwerksburschen ein. denen er Essen und auch reichlich zu trinken bezahlte. Tie vier Personen schlugen dann den Weg m der Richtung Gießen cm, sie wollten angeblich zur nicchive»he tn chroveu Buieck Am Rachmittag kam der Hausierer mit an, ban er von ,einen Begleitern im Walde seiner Barschaft beraubt worden sei. Wie irir hören, haben die gestern an- gestellten polizeilichen Ermittelungen soweit erfolg gehibt. daß die Personalien der in Betracht lommenden Burschen sestgestellt werden konnten; sie durften somit ihrer Bestrafung nicht entgehen ^Ettingshausen, 31. Aug. Gestern nachmittag zwischen 2 und 3 Ubr wurde plötzlich der Himmel jo ver- nn'tcrt, daß die Leute nut Angst und Bangen vom Felde eilten. Um 3 Ubr folgten einige schwere Donnerjchläge und der Blitz kurz hintereinander. Kaum war der Landwirt Ludwig Ior mit einem Llagen voll Weizen zu Hause und hatte sein Pferd an s tolle, da schlug e» in 6en Giebel feiner scheuer über dem Auhstalle cm. Tie Wetterborden fielen herunter und mehr al» einen Fuß breit wurde der ganzen Länge nach oa» Dach abgedeckt. Eine Stelle der Tochkandel ist zerschmolzen und auch em Platz am Haufe t'i dt'ch.ch.at. Tie Selle der Scheuer war noch leer, so daß e» nicht zu einem Brandau»bi.ich kam. - Homberg a d. £ bm, 2> Aug. Seit acht lagen bat m unserem Städtchen, da» )ia> al» Luftkurort eine« von Jahr zu Jahr steigenden Zuspruch« dank der Bemühungen bc» hiesigen Verkehr»- und Berfchönerungsverein« erfreut, eine awö 13 «eyulern der Stadt Knabenschule zu Gießen bc- Berta ui der Tagung Au l zrrk einen xasscnvorrat v.»n 3 o II m : ii n Tetrnach La tag zu über x*nin*lbeun mit dem Hinweis aut den |a>onen I ficuenbe Ferienkolonie Aufenthalt genommen Tie gen. -i». Aug Gestern abend wurde in der in einem dortige.i Hanse verschiedene Tieb- geiuhrt hatte. Tie Diedm rntilch nach der Laus quer Uber» Feld der cum rhle iu ? Hun Nähe von T men. die noch etwa - » j stand wurde burd Xaincrab Bruchhauser peicht I Losten für biete Kolonie werden au» einer von dem (tatet dem Bezirkdoorstever'Taao den lanl »er Srrfanimlung aus I Le» ^andgerichtsdirektor- Bücking, Gießen, der Suxbl Giegen für tH*n Berichi und das ’am.ifttgc treten für die In- vermachten Stiftung bestritten. terrfftn bc« Bez beim, erstattet b iitzenk r Vebret Ka Lollar, _ Ire.tretet ur .; mciU. Li UN '"tv: . . Zkeil-rttein-LuidCti, al» Rechner Boltmann-Heru. elhcun. £r und c. mut ie eine »ori iliche Jag» auf sie gema lt werde" bi» man lurtr habhaft wurde, schließlich .o.roe sie aber doch von ihren Bergigem cmget)olL Alo sie sah. baß teut hl Ai. r ne un rergeiebm. 2 Vu't de» Vie verunglückte Rüctyafyrt Seppclins erregt bcgrciihdAnvci't allgem ine TcilnahMi „Z. lll." betir L-. Limit! ub bn Bill zig ocinbnöcnc B--Ilt>adk'?ungcn rrutim ul muEU* landen. Lie rt bciHt. iPirD Ck.-J Vufll'dlltl inint^strn» |br legt bei Bulng Itcqai bleiben, da o, Vuntunic. die von •tTWt-.id. Hasen atmeten, ertt beut«: tiiunifcn Umneu. Zu ticiterleba de» Luft>chi,:c» kann erst mvrg. ri nmbmiueo erfuigea Juf Nr 'l’idDunq von dem Unioll, fubi »er Mr npriii) gr ,i nedj und weilte dort luiipere In« ,ur fest. « Bekanieiung bc» Lauf: i bient em VciunuogcKüirtrll, oa» tun Vnuen i e 2”. In« -_h<■$!», angcfltaben wurde und an dem bi« inuorix <>Vmbd mit Lra.rH seillm befestigt i'i. übrigen wird die tkianfemng tch »>•' I halten kitr.i» der solbui n bewegt, r e . rou c»ie» uu* n Berlin geschah iornfol: j dem t: wbönnh. dem da Lafnchiß auegcsetzr ist, nachgeden Auf da» lelcgxamn . da» Ck: ingenieue Tun nach BerUn sandte, tiei.-n tenIustir« eltin bei» stiioertMW ^iieprastvenieil 1>eier Krafi mm Borstheuben. — Anstr.e WW 'eiUjcrifleii Giotzh. Bürgermei'ter« Helirrch ut ver tüioyh. *o •u - irr »si tx. rch lern uiu'anenöe) •leinen auf allen Uicuteirn oer Heimm^gef« iw und al« itzründer de« Heimatniufeum». Ter " i-a itbniu auch iör diese Jei 3d b na. 31 Aug ihn ttpt.'.kT Rarlmi uog- >«' ühjfu- hc. an deu s .nteügcai W»v. an den Ceeroabünbc» etile»: morötn Zadna, 31. Sag. Gestern adtnd zwi'che» 7 und änderte ,'ch de 3u»ef4>» bc» lll" jo(lüd»bm I« C«os- zog von üüncribtrge bi« XtCBfnbt’fbe» tu n» Swett* A»»UI] herauf Ter Ballon »chwanktr tnlolge briim tn dir 3si.- alle Laterne» und »oustige Lichter au« M Sabe des ctBM Jt») ikeu: totu eniwrul wurden, da man cxw EzHto>'ao« bctMtibictr. Tee Rcvaraiure» Dftrhnt sv t stchlmargi cv*i können, crß bet Ballon brate leib bte Vettersoh^r anrretr» Ux* sich ur bet der Aepluatutc» ab. FrtcbrtchSdafen, 3L Aug. 0taf Jcppdui H* zelle ist bnctl« de gönnen ' ras w Lustschiffahtt. iU. Giessen, Goethestrasse 42, den 30. August 1909. Gießen, den 31. August 1909. 4789 L 2. 3. ’J* -'[er 7-ram Joses gestern gemeldet, daß er die Besichtigung des HI" verschieben müßte, weil nicht gesagt werden kann wann ; Luftschiff wieder am Bodensee eintrisft. Der Gras wird Kaiser von Oesterreich in Friedrichshafen begrüßen und zur ta'-'l geladen werden. Stuttgart, 31. Aug. Ter König von Württemberg hat 1 . Grasen Zeppelin ä la suite des Ulancn-Rcgimcnts König I nrl Nr. 19 gestellt, dessen Kommandeur der Graf in den Jahren I -yg—1885 gewesen ist. Verknus voll CWMlkell: 5-rcitoo den 3. September 1901), nachiniuagö3 Uhr, lassen die Erben des Wild- Löber IV. in Gießen aus hiesigein Ortsgerichle nachsotgende Grundstücke öfscnltlch versteigern: ; «hfalls einen Pokal. Die Uebcrreichung des ersten Pokals an ti Sieger erfolgt am 6. September an Bord der Regier-ungsyachl • ufloiver" durch den Präsidenten Tast. Tic Marktpreise für Bich und Frucht und die Gicßcucr Fleisch- und Brotprcisc am 30. August 1909. Ein Ballonunfall wird aus Breslau gemeldet: 11 zur Benutzung des Publikums zugänglicher Fesselballon, en auf dem Friebebcrge bei Breslau gestern mittag mit icm Führer und einem höheren katholischen Geistlichen Posen aufgestiegen ist, riß sich vom Haltseil los und rflog die Stadt in bedeutender Höhe. Aus der Rosen- 1 rt Feldmark wurde er zuin Sinken gebracht; kaum aber 12 der Geistliche der Gondel entstiegen, als der Ballon iiS dem Führer hochschnellte und davonslog. Der los- tniffenc Fesselballon tourde, als sein Führer zwischen Pir dm und Skarrne zu landen versuchte, gegen eine Tele- >,»phenjlange geschleudert. Hierbei stürzte der Führer aus 'et Gondel, ohne ernstlich Schaden zu nehmen. Der erleich- , ::e Ballon ging wieder in die Höhe und wurde vom Ji-ibc davongeführt. Ter Gouverneur von Massachussets Drayeu, sliiiele Sport. = Fuß ball Tie 1. Mannschaft des „Sportvereins •jefeen" iveilte am Sonntag in Ba d-N a n h e i m, um gegen , gleiche Vlannschast des dortigen 1. Fußballvereins ein ulspiel zum Anstrag zu bringen. Tie Gießener konnten sich Anfang des Spieles nicht recht zusammensinden und hatten ■jIt einem mißlichen Platz zu leiden. Der Tormami n>ar seiner . he zu sicher und wagte sich zu weit von seinem Platz, so daß icauheim gelang, ein Tor einzusetzen. Naul-eim hatte bis zur Unzeit die Führung mit : 0. Nach Halbzeit gelang es Gießen j Im;,er Zeil ein Tor zu erreichen. Nauheim zog es vor, 1 alles auf die Verteidigung zu legen, cs war Gießen nun pe t mehr möglich, ein offenes Spiel zu führen unb mußte sich kmit begnügen, noch zweimal erfolgreich zu sein. Marblehead (Massachussets), 30. Aug. Hier begannen heute Clegcmvnrt einer großen Flaue von Pachten und Fahrzeugen :u Art die Wettfahrten der drei deutschen und drei k iorilanischen Pachlen-Sandertlasse um den Pokal des Präsidenten Hessen und ii n bei lilüde m Zer erfolgreicher Lr 2teii, den jeitbenj 2nben. -Anstellel „ ift der lSrogh. J ü’ibau jimi > Dienslaiiweifiing 1 egei)t heule der i eins, 'üuinpeniabn!: lir ist betaimt bi 1 der Heiniaisgeflhi! GericbtsscraL. sc. Wiesbaden, 30. Äug. Ter Witwe Elise Schraub k lvtzheim bei Wiesbaden war im Ä)lai v. I. ein Kind in Pflege neben worden. Tan Nachbarleuten siel es aus, daß man das hub niemals aus der Straße sah. Alan schöpfte Lcrdachl und 1 chte der Ortspolizei Aiitteilung, die auch t>dachschau halten Man fand das Kind in völlig venvahrloslem Zustand.'. ; c Korb, in dem das arme Wesen lag, war so klein, daß cs ir mit angezogenen Beinchen liegen tonnte. Tie Unterlagen ein völlig durchnäßt und wimmelten von Würmern und anderem : zezieser. Tas erst 6 Aionate alte Kind wurde ihr abgcnominen r) tarn ins Krankenhaus. Hier starb es am 2. Weihnachtsfeiertag. : ärztlichen Künst loar es nicht mehr möglich, die Beinchen ' Kindes in ihre natürliche Lage zurückzubringen. Tas Wies- . 111er Schöffengericht ließ denn auch gegen die Rainnmntter 1 l-c Milde walten und erkannte auf 8 Monate Gefängnis. Flur II. Nr. 1965/10 = 1576 qrn Acker in der Schwarzlach. Flur II. Nr. 219 5/,0 = 2381 qm Acker links der Chaussee. Flur II. Nr. 219 600 qm Technikum Eutin. Direktor: Großherzoxi- Baurat Klücher. Maschinenbau. Hoch- u. Tiefbau. Spezialkurse zur Verkürzung des Studiums. — Prosp. frei. lb®/6 Wiese daselbst. 4. Flur V. Nr. 250 — 1515 qm Acker zwischen dem Aulwcg und dem Leihgesterner Weg. Sämtliche Grundstücke liegen in genehmigten Bauauarüeren und werden die näheren Bedingungen vor der Versteigerung bekannt gegeben. Bai/8 Großh. Orlsgericht Gießen. Gros. Die Beerdigung findet statt in Stockhausen Mittwoch den 1. September 1909, nachmittags 1 Uhr. 4776 vcrmLfchtes. ' Die Cholera. In G e r i n d c n in Holland ist ein l 0 lerasall sestgestellt ivordcu ; das Bcsiudcn des Erkrankten i juiriedenstellend. — Nach einer amtlichen Mitteilung des urgermeisters von Notierdam befinden sich in den dortigen I acfen 11 Cholerakranke und drei Choleraverdächtigc. 90 Per- V en befinden sich unter Beobachtung. Seit 28. August sind drei 6 cssälle und seit 20. August insgesamt acht Todesfälle sestgestellt, L jen die Mehrzahl auf den Genuß von ungereinigtem Flußivasser Lt (fjuiül)ren ist. r T e r Schüler streik in Auc. Ter Schülerstreik an |t Fachschule für Llccharbeiter. und Installateure "scheint in- kie der Halsstarrigkeit der Scl)üler damit enbm zu sollen, daß h Schule aufgelöst wird. Vorstand und Kuratorium haben in p.en Erlaß an die Schüler diesen zur Kenntnis gebracht, daß » nach Ausbruch des Streiks von den Schülern eingereichten Hpinbc und Wünsche in gemeinsamer Sitzung geprüft und die Häuptlingen, sowie die Zrngenansfagen sestgestellt wurden. Vor- . t.ili und Kuratorium haben hierauf der Schülersck-ast zu er- Hlvi, daß ihre Beschwerden Mißstände nicht ergeben, daß aber le Wünsche auf Abänderung oder Verbesserung des Unterrichts 6 Gemeinschaft mit dem Vertreter der Königl. Staatsregierung irtren worden sind und, soweit möglich, Berücksichtigung finden nl'Oi. Im übrigen haben sich Vorstand und Kuratorium mit der Ißehtauffassung des Tirekior Bleckcrt und mit seinem Bestreben, Ik Schule weiter zu fördern, einverstanden erklärt und ihm das |>! t Vertrauen zum Ausdruck gebracht. Die mit der Üehrer- kslsfl in Abwesenheit des Direktors gepflogenen Verhandlungen ergeben, daß sie mit dem Vorgehen der Schülerschaft nicht pwftmiben ist, auch nicht den Auftrag gegeben hat, irgend k.-ic, ihre Interessen berührende Angelegenheit von der Schüler- M vertreten zu sehen. Ter Schülerschaft wird nunmehr cr- lii.lt, daß sie den Unterricht in vollem Umfange wieder aus- ipiebmcn habe: wer fernerhin dem Unterricht eigenmächtig sern- litt, hat sich nach den Beschlüssen Jbes Vorstandes und des wmloriums ohne weiteres iU5 entlassen zu betrachten. Trotz li«s weiten Entgegenkonrmens der Leitung der Schule haben Todcs-Anzcige Verwandten, Freunden unb Beiannlen die.traurige Nachricht, daß gestern morgen 4 Uhr unsere mmgitgelicbtc Tochter und Schwester änna nach langem, schwerem Leiden im 16. Lebensjahre sanft in dem Herrn entschlafen ift. Um stille Teilnahme bitten ,, die ticftrauerndcn yinterblicbcncn: Familie Eberhard Haas. Steinbach, den 31. August 1909. 4/85 Die Beerdigung nudel Mittwoch den 1. September, nachmittags 2'/. Uhr, statt. Statt besonderer Anzeige. Sonntag abend verschied sanft zu Stockhausen (Kreis Lauterbach) Frau Lira Will ged. Köhl im 74. Lebensjahre. Die trauernden Hinterb?iebenene Danksagung Für die vielen Beweise inniger Teilnahme bei dem Hinschciden meines lieben Mannes sage ich hiermit Allen herzlichen Dank. Eeleae Müer Wwe. reisende HOSPIZ Damen evang. Schwesternhaus, fiieeeeu» MOanoeMtr #, Seppcüns hnie. „3. III." kl bigungen erütlen 1 stschifs miitbciten? I die, die von (jrieönL-1 leit Tie Weiimstl lag erfolgen. 3ufH in; gestern ncdj Ml nleiuiig beaNföiiü] n dcs e Gilde/ ni! Trat:] irtuifcnmgti oäi] — 1 vic dies m d le, dem das S'-Mj ilegxanim, da, Cic 1 etwa 50 ÄM Ml aus Lettin en den Weg von kl cklegen. Tas 1 ganzen den Gintil etc Untehulhung a-A n unb ferner, fekt ist, nn denviic Kon jurchtlmen K ;t5 berichtet roirh, W bung iveilte gelten j leit auf bet 2« [beiten der Lu,lld>^ rüstig oorangrg^ inbig ausgeM Z 'Las nolMNMH ie aus ca. 500 elli Hne JüiwMfl » trifft ffnifet dein wrgefuW ..’jaiec: •isst* L-Ä dagegA ' £ den „ d S I irseld y0i‘" ■ t!Dare,2ic dl WSW. Di Schauspielerin schoß. Zwei Zuschauerinnen erlitten beim Anblick der gefährlichen Leistung einen Nervcnch 0 k. Ter in Plnmoulb eingctroüenc Dampfer „M ail er Milbe l m d e r G r 0 ß e" des Norddeutschen Llond kollidierte drei Tage nach der Abfahrt von Newvork mit einem schlafenden Walfisch, der, verwundet, uitgehcure Aiistrengungen machte, sich zu befreien. Ta er zu fest am Bug saß, verfiel man darauf, den Dampfer in voller Fahrt rückwärts geben 11 lassen, worauf der nunmehr verendete Walsisch losgcfpült und sortgeschwemml wurde. In der Nähe von St. Louis überfuhr der Rocki^Toun> tains-Schnellzug ein Automobil, ü Personen wurden getötet, bar« unter 4 Deutsche. ■baitöcl und Verkehr, Volkswirtschaft. Die Leipziger Herbstmesfe hat bei schönem Wetter begonnen. Im iPhificrlagcrocrtcbr sind 3500 Firmen vertreten. Der Zuspruch der Einkäufer hat sich rege angelassen, die Jnlandskundschaft dominiert. — K a m e r u n - B e r g w e r k s - ill k t i e n - G e s e l l s ch a f t in 5 i q 111 b a t i 0 n , 'Berlin. In der Hmiptoersammlung wurde auf die vollgezahlte Aktie noch 2,20 Mt-, auf die nicht vollgezahlie 1.65 Alk. ausgeschüttet. Mu dem im vergangenen Geschäsisjahre bewirkten Verkauf eines Grundstückes in Duala ist der gejamte Besitz der Geselljchalt veräußert. Im ganzen sind 18 Vroz. auf das eingezahlte Aktienkapital verteilt worden. I J nan erljQi,I l'” arbeit., ecn toicbtt ’m , I öOjä^rigt hl ’°Mewu fl? bie >'e iiÄ 5n ihrer 6| "l i*«» Stritt J ^trenanitait st m9en beiwohn. eutc eine $npd Clls 60 Perjoi, Zen verliefen ed en Genug von M itätsniotlcrei flyJ sich die trotzköpfigen und verführten Schüler nicht belehren lassen. Uebcr die Hälfte der Schüler sind bereits ausgelreien, io daß nur gegen 20 den Unterricht noch besuchen. Man Iwsst, daß es trotzdem möglich sein wird, die Existenz der Schule aufrecht zuerhalten. * Ter sittenstrenge Pfarrer. Tic Zeitschrift „Freir Schule" fcr.iint folgende heitere Geschichte: In GamS bei Stain; in Sc st erreich rettet derzeit ein Pfarrer, der dicf<.n Crt erst seil luticm mit ferner Tätigkeit beglückt, die Sittlichkeit. Um die Unsittlichicit mit Stumpf unb Stiel auszurotten, dekretiert er unb stellt sich die erhabene Aufgabe, folgendes beim Srisschulrate durchzusetzen: 1. Tie Schulmädchen müssen von nun an alle Kopftücher tragen, damit man ihnen rückwärts nicht in den Hals siebt. 2. (5s ijfl unsittlich, wenn die Buben sogenannte Ruderober Turnlcibchen tragen, die Hals unb Arme freilasscn. Einige nicht bäuerliche Eltern batten nämlich ihre .Q.nber — schamlos, wie Stadlleule schon sind — in solchen Leibchen in die Schule ^cscknctl, was der ganzen Pfarre zur Sckwnde gereicht. Eine ältere Lehrerin trug in den Tagen großer Hitze ein Kleid, das den Hnls und einen kleinen Teil des Nackens freiließ. Auch dies konnte der getvissenhafte Tberhirt vor seinem Seelenheil nicht verant Worten. Ter Kaplan mürbe angewiesen, bei der Schulleitung wegen dieses unsittlichen Beispiels vorstellig zu werden, da eine erzieheiisckie Tätigkeit sich mit nacktem Hals oder Bändckieu herum nicht vereinen lasse. * Baionett-Angriff auf Ausflügler. Wir erfahren aus Chicago: Am 15. August abends wurden bei einem Kirschenpilnik 20 Personen bei einem Angriff einer 20 Mann starken Abteilung polnischer Scharfjchützen verletzt. Ter Konflikt cntflanb dadurch, daß ocr Kapitän einem Jungen, welcher nicht aus dem Wege gcl)cn wollte, einen Hieb mit der flaclwn Klinge versetzte. Hierdurch entstand unter der Menge eine große Entrüstung, die Mutier des Jungen fiel den Kapitän mit einem Knüppel an, unb schließlich sah sich dieser veranlaßt, seine Leute zum Bajonettangrifs vergel-en zu lassen. Die Menge erwies sich jedoch den Soldaten gegenüber überlegen, und der Kapitän ordnete den Rückzug an. Durch später hin zu kommende Polizei, die ebenfalls für die Menge Partei ergriii, wurden fünf Scharf-- schützen gefangen genommen. Alle zeigten leichtere Verletzungen. "Petersburg 1500000 Einwohner. Nach den letzten Ermittelungen beträgt, wie der »Intern. Preß-Korresp." gemeldet wird, die Eimvohuerzahl der ruffifdjeit Hauptstadt Petersburg 1454 70-1 Personen. In den letzten drei Jahren ist demnach die Eimvohuerzahl um 18,8 Proz. oder um 230 055 Einwohner gestiegen. Von dieser Zahl sind 787 881 männlichen und 686 820 weiblichen Geschlechts. Tie Zählung inniafjt nur die Einwohner der Hauptstadt jelvst, ausschließlich der Vororte. ’ A l k 0 h 0 l g e w i n u u ii g aus Banane n. In Englisch- Cl'taUifn hat sich ein Syuditat gebildet, ivelchee die Altohol- gewiummg aus Bauaiieu betreiben soll. In der englischen Kolo- nie, ivie überhaupt in den meisten Landstrichen Afrikas, ivachseu die Bananen in ungeheuren Mengen, und lostet die Frucht am Produkltonsorle so gut iuic garmchts. Tie Kompanie beginnt damit, " am Ausgangspunkte der Uganda-Eisenbahnlinie eine Brennerei zu errichten, in der die Bananen einem ganz besonderen, neu erfundenen Verfahren unterworfen werden. Ter Prozentsatz des aus den Früchten geivoimeiien Alkohols soll ein ziemlich hoher jein. Das Geschäft biuite sich, eben wegen der geringen Kosten des NohprodulleS äußerst gewinnbringend gcfialieu. * Letzte Hoffnung. Student (am letzten, im Bette, zur Vcrmictecin): „Holen Sie mir den T.'ttor Meier!" — 33er- mü’tcrin: „F-ehlt Ihnen etwas — Student: „Tas nicht, aber vielleicht pumpt er mir etwas!" Kleine Tageschronik. In Nixdorf stürzte bei bem stark besuchten Volksfest auf der Rixdorfcr Schützemvicse infolge eines 33etriebsfehlers ein Suft^ fchifflarusfell ein. Drei Personen wurden verletzt, teils schwer. In H a r t h b e i L e i p z i g hat sich ein b l u t i g e s Liebesdrama abgespielt. Ter Lithograph Steiner aus Leipzig erschoß seine Geliebte Wanda Schulze unb versuchte sich dann ebenfalls zu erschießen, verletzte sich aber nur durch einen Schuß in den Kopf schwer. Das Mädchen wollte das Verhältnis lösen unb aus diesem Grunde beging er die Tat. An den Aufkommen Steiners wird gezweifelt. Nach dem Genuß von P f e r de f I e i s ch-erkrankte eine Kieler Familie schlver. Ein.9 jähriger Sohn ist bereits gestorben. Tie Polizei beichlagnahmte die Fleischvorräte des Schlächters, bei dem das Pferdefleisch gekauft worden war. Professor Raffen, Chefarzt des jüdischen Krankenhauses in Posen brach in seiner Villa mit dem Fußboden durch und fiel in das untere Zimmer. Er erlitt einen Neroenchok unb anscheinend innere Verletzungen. Tas Automobil des Barons von Radowitz, der sich in Begleitung feiner Gattin auf der Heimreise von Marienbad nach Paris befand, ist in der Nähe von Amberg verunglückt. Das Automobil rannte am Samstag abend in der Nähe von Lutterfricht bei Hahnbach in der Oberpfalz gegen einen Baum und schlug um. Tie Baronin war sofort tot, der Chauffeur erlitt einen Schlüsselbeinbruch, Herr von Rabowitz unb ber Diener blieben unverletzt. In Pieschen wurde auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft in Prag der Lithograph Johann Elias, der im Verein mit anderen Personen österreichische Tausendkroncnsch ei ne angesertigt unb in Verkehr gebracht halte, verhaftet. Dem am letzten Samstag von Wien nach Krakau fahrenben polnischen Rittergutsbesitzer Korowskh wurden, da er während der Fahrt Zeichen von Irrsinn gab, zwei Eisenbahnbeamte zur 3krcad)ung an die Seite gegeben. Plötzlich zog Korowskh einen Revolver unb tötete einen der beiben Beamten burrf) einen Schuß ins Herz. Ta ber andere Beamte den Rittergutsbesitzer entwaffnen wollte, sprang er aus dem fahrenden Zuge, ber Beamte ihm nach: es entsvann sich nunmehr ein Ringkampf, schließlich aber gelang es, mit Hilfe einiger Soldaten, den Irrsinnigen zu icifeln. . Im Garten des von Goquclm begründeten Schaippielerheimes in Paris wurden am Sonntag Vorstellungen gegeben, in deren Verlauf ein Pistolenvirtuose em Ei vom Kopf einer jWcll ZMclkchc» morgen Mittwoch 8V2 Uhr. Bäckermeister C. Haas, 4795______Blcichstraßc 21. Friicuic nimmt noch Alwnnem.an. Frl.Parthier, Lettersweg81. I064" Märtte. fc. Frankfurt a. TL, 31. Aug. Heu- unb St rohma rkt. 2lngefahren waren 8 Wagen Heu uud 4 Wagen Stroh. Bezahlt wurde für Heu TiL 4.50—5.00, Stroh Mk. 2.20—2.80. Alles je 50 Kg. Die Zufuhr kam aus Oberhesjen, soivie aus den Kreisen Dieburg und Gelnhausen. Voraussichtliche Witterung für Hessen nm Mittwoch dein 1. September: Wiederholt Regenschauer. Starke kühle Nordwesl- n.indc Orrgiiral-Dlrahtmeldungen. Franlfur 1 a. TL, 31. Aug. Zu Ehren der Teilnehmer am Wettfliegen von Freiballons fand gestern abend im Wein-Restaurant auf dem Ausstellungsplatz ein Festdiner ftatt, auf welchem im Namen des Frankfurter Luft- schiffervereins Geheimem. An d r e a e - P a s f a v a n t die Begrüßungsansprache hielt. Friedrichshafen, 31. Aug. Laut Mitteilung der Zeppelin-Luftschiffbau-Gesellschaft ist die lepte Sendung Hilfsmaniischaften mit Material heute früh 7 Uhr auf dem Landungsplätze in Bülzig eingetroffen. Das Luftschiff „Z III" wird nach einer Aenßerung des Direktors Colsmaim vorausfichtlick) heute abend flugbereit fein und man rechnet hier mit seiner Rück lehr in der Nacht von Mittwoch auf Domierstag. Infolgedessen wird wahrscheinlich eine Absage des Besuches des Bundesrats und der Neichstagsabgeorbneten nicht notwendig werden. Rom, 31. Aug. Vorgestern nacht rissen unbekannte Täter das belgische Kon|ulatsschild herunter. Ter Quästor sprach dem Substituten des abwesenden belgischen Man- suls fein Bedauern über den Vorfall aus. Indessen ist dem belgischen Stonfulat von seiner Regierung Weisung zugegangen, das Konsulatsschitd wieder anzubringen, wenn der italienische Minister des Aeußern sich cntfajulbigt haben wird. Chal 0 ns sur Marne, 31. Aug. Tie Untersuchung in Sachen des gestohlenen Geschützrichres wird von den Zivil- und Militärbehörden gleichzeitig geführt. Es steht nunmehr fest, daß der Korporal Techamp-o Mitschuldige hat. Ztvei Artilleristen des 2d. Artillerie-Regiments suid von der Polizei verhaftet worden. General Persil ertlärt, die Wichtigkeit des Tiebstahls werde bei weitem übertrieben. Tas Hauptstück des Geschützes befinde sich an der Lafette und sei von den Tieben nicht gestohlen worden. London, 31. Aug. Von den 6 großen Schiffen, deren Bau bedingungsweise beschlossen wurde, werden zwei am 1. November os. I. und die übrigen vier am 1. April n. I. in Auftrag gegeben werden. London, 31. Aug. Taily Telegraph meldet aus Madrid, daß 6ö 000 s p a n i s ch e R e s e r v i st e n durch königliches Tekret mobil gemacht worden seien. Madrid, 31. Aug. In Penon und Alhuzemas dauerte die Beschießung den ganzen gestrigen Tag. Einige Mauren erhoben Einipruch gegen bie Belästigungen, denen sie seitens der Spanier ausge,etzt sind, obwohl sie sich als ihre Freunde erwiesen hätten. Ein Maurenstamm yat sich den Spaniern unterworfen. Me» Mftr > Frauenarzt ist vom 30. August bis C Ende September ( verreist. 7 x Höchste Schlachwtehpreüe m Frankfurt a. 9)1. pleischpreise in Gießen Echsen Kälber Schweine 50 Kg. Schlachtgewicht 79—81 Ult. Kg. Schlachtgew. 86-92 Pi. , 75 — 77 „ */, Kg. 76-84 Pfg. '/, , 70—74 , '/, „ 80-90 , Gctrcibcpreise in 9)1 annhei m Brotprcife m Gießen Weizen 100 Kg. 22.UÜ-22.2Ö Mk. Roggen 100 Kg. 17.00-17.25 Mk. Weitzvrol 2 Kg. 66 Pfg. Schivarzbrol 2 Kg. 58 Pfg. 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