Nr. «8 Der Sietzener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich SietzenerZamllirnblälter; zweimal wöchentl.Ureis- blatt für den Arris Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land- Virtschaftliche Zeitsragen Fernsprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. Erstes Blatt ISS. Jahrgang Mittwoch 28. April 1909 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstratze 7. Bezugspreis: monatlich 75Ps., vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk.2.—vicrtel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal IbPs., auswärts 20 Pfennig. Verantwortlich für den politischen Teil: E. Anderson; f^Feuille- ton und „Vermischtes" K. Neurath; für „Stadl u.Land" und „Gerichts- faal": E. Heß; für den Anzeigenteil: H. Beck. ra Die heutige Nummer umsatzt 12 Seiten. Der Znimobiliarftempel bei Erbnbergängen. lieber hie Wirkung der Nachlaßsteuer neben dem Hess. Jmmobiliarftelupel bei Erbübergängen von landwirtschaftlichem Grundbesitz sind vielfach falsche Meinungen verbreitet. Auf agrarischer Seite versuchte man sogar den Jmmobiliarstempel als ein Gegenargument gegen die Nachlaßsteuer Hinzushellen. Es wird daher gerade für die oberhessischen ländlichen Kreise von einigem Interesse sein, zu erfahren, wie es sich damit in Wirklichkeit verhält. Es besteht in Hessen wie in allen größeren deutschen Bundesstaaten (wie später noch des näheren beleuchtet werden soll) ein Jmmobiliarstempel nicht nur bei Kauf-, Tausch- usw. Verträgen über Grundbesitz, sondern auch bei einfachen Erbübergängen von Grundbesitz. Die diesbezüglichen Stempelsätze finden sich in dem Tarif zum Urkundenstempelgesetz vom 28. März 1907 und zwar kommen hierbei die Tarifnummern 29, 45, 63 und 75 vorwiegend in Betracht. Der Jmmobiliarstempel bei einfachen Erbüber- gongen von Eltern auf Kinder beträgt nach genannten Tarif-Nrn. i/4 der Sätze für Tausch- und Kaufverträge (Tarif-Nrn. 29 und 45, Ziffer 1), wozu noch ein geringer sogenannter Notariatsstempel kommt. Er ermäßigt sich aber weiter, wenn das steuerpflichtige Einkommen der Beteiligten unter 2600 Mk. bleibt, noch wesentlich unter dieses Viertel der Sätze für Tausch- und Kaufverträge. Nun muß mau wohl im Auge behalten, daß Pie Sicherung des privaten Grundbesitzes durch Festhaltung desselben in Grundbüchern und Karten, der Schutz gegen Grenzverletzungen usw. die öffentlichen Organe, insbesondere diejenigen der Rechtspflege in einer Weise in Anspruch nehmen, daß der Staat zum Ersatz für diese oft vielseitigen und umfangreichen )7tü Heleistun gen einen Entgelt in Gestalt des Jmmobiliar- stempels verlangt und auch mit Recht verlangen muß. Dies ivird erst völlig klar, wenn man sich dagegen vor Augen hält, welche Maßnahmen der Staat für die Sicherung und den Schutz des privaten Mobiliarbesitzes (z. B. von Wertpapieren aller Art) im Verhältnis hierzu etwa zu treffen l)at! Der Grundbesitz bietet gerade auch infolge dieser steten Ueberwachung und Sicherung seitens des Staates in Grundbüchern und Karten rc.) an sich einen viel sichereren Besitz als das Mobiliarvermögen. Hierin ist aber in der Hauptsache auch der Grund sowie die Berechtigung für Den Jmmobiliarstempel beim Wechsel von Grundbesitz zu juchen. Wie hoch ist nun dieser Stempel? Derselbe steigt progressiv von 0,2—2 Proz. mit dem Brutto-Werle des Grundbesitzes von 1000 bis 50 000 Mk. und beträgt z. B. bei einem Kalif- und Tauschgeschäft über einen Grundbesitz inr Bruttowerte von 20 000 Mk.: 240 Mk. Bei einfachen 'Erbübergängen von Eltern auf Kinder ermäßigt sich dieser "stempel, wie oben angegeben, auf 1/4, d. h. auf 60 Mk.; beträgt das Einkonkmen solcher Erben außerdem weniger .als 2600 Mk., was sehr häufig in dieser Vermögenslage iber Fall sein wird, so ermäßigt sich der Stempel noch !»eiter auf 40 Mk.! Dabei ist besonders zu beachten, daß Illeberschreibungen (und damit Stempelentrichtungen) nid). Heinrich Lonried f. Direktor Conried ist heute nacht um 2 Uhr im Alter lwn 54 Jahren an den Folgen des erlittenen Schlag an - 'ialles, zu dem sich noch eine Lungenentzündung gesellt ldatte, in Meran gestorben. Mit Conried ist ein Mann dahingegangen, der sich nm die Ausbreitung deutscher Bühnenkunst in Amerika ^roße Verdienste erworben hat. Als Direktor der Metro- raolitan-Oper versuchte er mit Glück die deutsche Oper rn den Vordergrund zu rucken. Conried hat als erster Ibas Wagnis unternommen, Waaner in Newyork auf z uführen und bewerkstelligte auch die erste Aufführung des . .Parsisal" außerhalb Bayreuths. Auch die besten deutschen -schauspieler berief er zu Gastspielen nach Amerika wie '!>ie Niemann-Raabe, Barnay, Mitterwurzer, die Gall- neyer, Tewele, Schratt, Sonnenthal, Possart, Naval, Mottl u. v. a. Ms junger Charakterspieler kam Conried an das Newarker Thalia-Theater, nachdem er am alten Berliner Nativ wl-Theater unb in Leipzig gewirkt hatte. Im Jahre 1882 ourde er mit seinem Freunde Herrmann Direktor des rhalia-Theaters und führte hier mit deutschen Kräften ne erste große deutsche Operette in Newyork :u f. Nach einer kurzen Direktortätigkeit am Newyorker iaftno-Theater gründete er das Jrving-Place-Theater, um om Jahre 1903 ab gleichzeitig noch das Metropolitan- Opera House zu leiten. Conried war eine ernste Natur mit einer unbegrenzten ' lrbeitskraft. Vor zwei Jahren erlitt er einen schweren i Schlag an fall, von dem er sich nicht wieder erholte. Seine ; zerrüttete Gesundheit und mancherlei Mißhelligkeiten mit i.'en Aktionären der Oper veranlaßten ihn schließlich, die Direktion niederzulegen. In Der letzten Zeit hatte er sein Gedächtnis fast ganz verloren. In deutschen Bädern suchte er Heilung, bis ihn nun ’ m Meran der Tod ereilt hat. Die Leiche wird nach Amerika jaberfüljrt, wo die Beisetzung stattfindet. * — Eine Universität für Lu ftschis fahrt. Aus London wird berichtet: Die britische „Aerial League" hat jetzt irad) eingehender Beratung einen Entschluß gefaßt. Der für die Entwicklung des Flugwesens in England von weittragender A'c- Drutung fein wird: die Errichtung einer Universilät für Luft- i schiffahrt. Unter dem^Dorsitz des bekannten Mathematikers und ; Ingenieurs Dr. Hele--Shaw ist bereits ein Komitee eingesetzt, das ; b:e Plane für die rasche Errichtung des neuen Instituts sofort ' Gearbeitet. Man rechnet damit, daß die Kosten für Besoldung ! t^r Pwfessoren, Einrichtung eitles großen Laboratoriums, 2ln- Ühafsung von Moto reit und Flugmaschinenmodellen und die Be- etwa bei jedem Erbüb^ergang von Eltern auf Kinder stattfinden müssen, sondern daß solche auf dem Lande bekanntlich vielfach erst bei der dritten oder vierten Generation wieder stattfinden, da ein Zwang hierzu nicht besteht!! Wenn man mtn annehmen wollte, daß die Stempelabgaben vom Grundbesitzwechsel in solcher Höhe nur in Hessen beständen, so ist dies ein großer Irrtum. Hessen hat von allen größeren deutschen Bundesstaaten mit Die niedrigsten Jmmobiliarstempel, wie folgende Gegenüberstellung ergibt: Es werden beim Verkauf eines Grundbesitzes im Werte von 20000 Mk. an staatlichen Stempeln erhoben in: Hessen Preußen Bayern Württemberg Baden 240 Mk. 200 Mk. 400 Mk. 240 Mk. 500 Mk. Von Elsaß-Lothringen ist ja bekannt, daß es noch weit höhere Stempel selbst als Baden erhebt (die ftüheren französischen enregistrements!). Hiernach bliebe nur Preußen hinter Hessen zurück; jedoch ist dies nur scheinbar, da in Preußen neben dein Staate noch die Gemeinden und Kreise Jmmobiliar-Umsatzstempel zu erheben berechtigt sind und tatsächlich vielfach auch erheben, die bedeutend über den staatlichen Stempel hinausgeben dürfen! In Hessen können die Gemeinden beim Wechsel von Grundbesitz nur einen Zuschlag von höchstens der Hälfte des staat- licljen Jmmobiliarstempels erheben, sofern der Grundstückswechsel nicht unmittelbar auf Erbfall beruht; in diesem letzteren Falle dürfen nämlich die Gemeinden in Hessen einen Zuschlag überhaupt nicht erheben! Ganz anderen Zweck und ganz andere Bedeutung hat aber (gegenüber Dem Jmmobiliarstempel!) die Nachlaßoder Erbansallsteuer, wie sie das Reich einfuhren will. Es stellt diese eine allgemeine Vermögensbesteuerung LUgunsten des Reiches beim Erbübergang dar, einerlei, ob es sich dabei um Jmmobiliar- ober Mobiliarvermögen handelt, und zwar soll die Nachlaßsteuer nach dem diesbezüglichen Entwurf erst erhoben werden bei einem Rein vermögen von mehr als 20 000 Mk.! Man darf aber wohl annehmen, daß diese untere Grenze mindestens noch auf 30000 Mk. heraufgesetzt werden wird. Bei solcher Untergrenze würden nun nach früheren Feststiellungen in Hessen auf dem Lande durchschnittlich nur etwa V™—Vis aller hessischen Staatssteuerpflichtigen mit ungefähr nur der Hälfte allen ländlichen Grundbesitzes zur Nachlaßsteuer herangezogen werden. Nun hat man aber absichtlich im Entwurf zur Reichsnachlaßsteuer den ländlichen Grundbesitz (offenbar mit Rücksicht auf die Belastung mit Stempelabgaben re. und die Unmöglichkeit der Hinterziehung der Nachlaßsteuer beim Erbübergang von Grundbesch re.) ganz besonders begünsttgt. Einmal kommt dies darin tzum Ausdruck, daß landwirtsa-aftlicber Grundbesitz bei Wiederholung eines Erbfalles innerhalb der nächsten 5 Jahre überhaupt nicht und nach 5—10 Jahren nur mit der Hälfte zur Nachlaßsteuer herangezogen werden darf,' sowie haß 20jährige Renten-, d. h. Ratenzahlungen für dieselbe ohne Rücksicht auf die Höhe des Nachlasses gestattet werden. Am meisten aber kommt dies darin zum Ausdruck, daß die Nachlaßsteuer bei landwirtschaftlichem Grundbesitz nicht vom gemeinen Wert (Verrehrwert), sondern vom jeweiligen Ertragswert erhoben werden soll. Ein Bauerngut z. B. im Verkaufs werte (gemeinen Werte) schaffung eines geeigneten Platzes für die Ünterfunft den Universität _ mit einem Kvstenaufivand vvn 2—3 Millionen Mark verknüpft sein werden, die man in kurzer Zeit zusammenzubringen hofft. Von dem Ban eines eigenen Hauses soll einstweilen abgesehen werden; der Plan erstreckt sich zunächst auf die Miete von einem geeigneten Uebmrgsplatz und einiger Schuppen; zum Bau eines eigenen großen Heims soll erst geschtttten werden, wenn das praktische Interesse an der Universität sich dazu stark genug erweist. Zunächst werden die Bemühungen darauf abzielen, anerkannte Autoritäten aus dem Gebiete der höheren Mathematik und der Technik für die neue Lehranstalt zu gewinnen, die hier Gelegenheit finden werden, mit praktischen Versuchen den Problemen des Fluges und der Lustschiffahft [näher zu kommen und die dann zugleich den Unterricht der Studenten übernehmen. — Die gefälschte Madonna. Nachdem auf Anregung des Kölner Rostaurawrs Fridt Direktor Poppelreuter starke Zweifel au der Echtheit der Kölner Madonna mit der Wickenblüte geäußert hat, haben mm Professor Dr. Karl Voll und und Kustos 'Dr. Braune das Gemälde einer neuen Untersuchung unterzogen. Denn auch die im Germanischen Museum befindliche Madonna mit der Erbsenblüte wurde mit Bestimmtheit für eine Fäls ch u n g aus Dem Anfang des 19. Jahrhunderts erkannt. Dr. Braune fuhr mit dem Bilde, wie die „Kunstchronik" berichtet, nach Köln, um es mit der angezweifelkm Kölner Madonna zu vergleichen. Das Ergebnis ist für ihn unentschieden. Er hat Beobachtungen gemacht, die für Fälschungen gewisser Partien des Bildes sprechen, während er bei anderen Teilen sich nicht entschließen kann, sie unbedingt für neu zu erklären. — Kurz darauf hat Professor Voll eine mehrtägige Untersuchung des Bildes vor- gcnomnien. Das Ergebnis lautet: Die ganze Madonna mit der Wickenblüte ist eine Vvllst ändige Fälschung aus dem Anfang des 1.9. Jahrhunderts. Volt geht sogar noch weiter und glaubt, daß die Liste der Fälschungen altdeutsches, speziell altkölnischer Bilder erst begonnen hat und nochw eiteren Umfang annehmen wird. Die Direktion des Watlnaf-Richarü- Museums hat die Absicht, die Frage, die natürlich die kunst- fteundlichen Kreise der Stadt Köln sehrervegt, einem dazu berufenen kleinen Kongreß von Künstkennem und Restauratoren zu unterbreiten. — Di e Ausgrabung des alten Jericho. Wie der „N. Fr. Pr." aus Palästina gemeldet wird, ist die Ausgrabung des alten Jericho, die von der 'Deutschen Orientgesellschaft auch in diesem Jahre fortgeführt wurde, unter Leitung von Professor Dr. Sellin, der bis vor Jahresfrist die Lehrkanzel für alttesta- mentliche Wissenschaft an der evangeliscki-theologischen Fakultät in Wien innehatte, nunmehr beendigt, und der Gelehrte befindet sich bereits auf der Heimreise. Durch diese Ausgrabnüg, deren Ergebnisse auf den verschiedensten Gebieten als sehr bedeutsam zu bezeichnen sind, ist zum erstenmal in vollem Umfange die Fvrtisikation einer kananitischen Stadt ausgedeckt und ein großer Teil des Inneren aus kananitischer wie jüdischer Zeit freigelegt. Viele Touristen konnten in diesem FrMahn Die mit einzigartiger von 30 000 Mk., das zu 3 Proz. rentiert (was ja die Regel bildet!) und sonach einen jährlichen Reinertrag von 900 Mk. abwirft, würde nur mit 18 000 Mk. idem 20fachen des jährlichen Reinertrags!) bei der Nachlaßbefteuerung in Betracht kommen, d. h. es würde von derselben auch bei deren Beginn mit 20 000 Mk. gänzlich frei sein! Ein Bauerngut im Ver kaufswerte von 50 000 Mk. würde bei gleicher Rente nur mit 30 000 Mk. zur Nachlaßsteuer herangezogen werden und ein solches von 100 000 Mk. Verkaufswert nur mit 60 000 Mark. Je geringer der Reinertrag, desto geringer ist auch dann der Ertragswert bezw. die Nachlaßsteuer und umgekehrt, je größer der Reinertrag, desto größer ist der Er traaswert bezw. die Nachlaßsteuer. Niemals aber Darf dabei ein" höherer Wert als der Verkaufswert (gemeine Wert) angenommen werden, auch dann nicht, wenn der Ertragswert den gemeinen Wert übersteigen sollte! Da nun eine 2—3 prozentige Rente den Durchschnitt des Reinertrags (ausschließlich Arbeitseinkommen der bäuerlichen Besitzer) in der Landwirtschaft darstellt, so bedeutet die Berechnung der Nachlaßsteuer nach dem jeweiligen Ertragswert gar nichts anderes als eine wesentliche Hinausschiebung der unteren Grenze des nachlaßst euer- psüchtigen (G^und-) Vermögens für die gesamte landwirtschaftliche Bevölkerung im Gegensatz zu allem sonstigen Vermögen und zu allen anderen Bevölkerungsklassen! Zwei Brüder z. B., von denen der eine ein Bauerngut im Verkaufswert von 50000 Mk. (bei einem Ertragswert von 30 000 Mk.) und der ' andere ein Kaufmannsgeschäft einschließlich Gebäude im Verkaufswerte von 50 000 Mk. erben, würden von ihren Erbteilen ganz verschiedene Nachlaßsteuern zu zahlen haben, indem auf das Bauerngut nur 0,6 Proz. von 30 000 Mk. = 180 Mk. und auf das Kaufmannsgeschäft 0,8 Proz. von 50 000 Mk. = 400 Mk. entfielen! Es ergibt sich hieraus, daß der landwirtschaftliche Grundbesitz selbst angesichts der Belastung mit Jmmooiliarstempeln keinerlei besonderen Grund hat, gegen die Reichs-Nachlaß- oder Erbschaftssteuer Stellung zu nehmen. Würde aber die allgemeine Besitzsteuer für das Reich, über deren Berechtigung an und für sich man sich in allen Parteien des Reichstages einig ist, auf dem Wege der Matrttülarbeiträge, d. h. durch hessische direkte Staatssteuern aufzubringen sein, dann wurden gerade die hessischen kleinen und mittleren Landwirte (mit einem Einkommen von 500 Mk. und einem Vermögen von 3000 Mk. an!) herangezogen, bezw. belastet werden, ohne daß etwa die höheren Einkommen (infolge der progressiven Einkommensteuer in Hessen) und Vermögen wesentlich entlastet mürben! Würde aber Die von den Bundesstaaten einzuziehende Beschsteuer nur von Einkommen von 3000 Mk. und von Reinvermögen von 20 000 Mk. an zu erheben sein, wie dies das bekannte Besitzsteuerkompromiß vorsieht, Dann würde für diese hessischen Steuerpflichtigen die jährlich zu zahlende hessische Staatssteuer lediglich für Reichs- zwecke um zirka 25 Proz. gesteigert werden müssen, ohne daß Dabei für die landwirtschaftlichen Einkommen und Vermögen irgend welche Vergünstigung einträte. Eine durchschnittlich nur alle 30 Jahre zu entrichtende Reichsnachlaßsteuer (oder Erbansallsteuer) verdient sonach vom hessischen Standpunkt aus auch für die Landwirte, ins- «>'-> » V Tiru * 1 Sorgfalt dem Schoße der Erde wieder abgerungenen gewaltigen! Rumen bewundern. Die keramischen Funde int Inneren der Läufer Waren bedeutend. Von bejonberetn Interesse ist ein größeres Gebäude der späteren jüdischen Anfiedeliing, in dem mit höchster Wahrscheinlichkeit der Wohnsitz des jüdischen Wiedererbauers der Stadt, des im 1. Königsbuche, Kap. 16, Vers 34, genannten, Chiel, des Zeitgenossen von König Ahab, vermutet wird. Eine flehte Schürfung, die in den letzten Tagen der Grabung zwecks Auf- Nahme des ausgedehnten Ruineitfeldes aus römischer Zeit vor- genommen wurde, führte die glücklichen Finder auf die Reste des Winterpalais des Königs Her ödes, dessen Lage bis jetzt völlig mrbekannt war. — Giftige Primeln. Man schreibt den M. N. N. mit Bezug auf eine kleine Abhandlung über die Chinesische Primel: Vielleicht ist es von weiterem Interesse, wenn ich aus eigener Erfahrung bestätige, wie gefährlich die. Pflege dieser so beliebten und schönen Blume sein kann. Im Herbst des vorvorigen Jahres erkrankten meine Hände und mein Gesicht samt den Augen: sie waren mit großen und kleinen wassergefüllten Blasen bedeckt, die wohl heilten, aber nur für höchstens zlvei Tage, dann wieder entstanden und mir große Pein bereiteten. Die zu Rat gezogenen Aerzte wußten mir mit ihren Salben usw. nicht zu helfen; ich war schon ganz verzweifelt und litt an Appetitlosigkeit und Schlaflosigkeit, denn in der Bettwärme wurde das Brennen und Juckeit fast unerträglich. Nach vier Monaten wechselte ich aberinals den Arzt, und dieser erklärte sofort, es müßte etwas Gifttges in meinen Zimmern fein: er suchte nach und fand die besonders üppig gediehene Chinesische Primel mit ihren lila Blüten, in der er den Krankheitserreger vermutete. Zur Probe mußte ich die eine gerade geheilte Hand mit der Pflanze in Berührung bringen, und nach zwei Stunden war sie wieder mit den Ausschlägen beoeckt. — Ein originelles Stellengesuch war dieser Tage int „Breslauer General-Anzeiger" zu lesen: „Junger Kaufmann, zuletzt im Kontor tätig gewesen, sucht, da jetzt nur noch Damen angestellt werden, Stellung im Haushalt Derselbe ist in sämtlichen Haus- und .Handarbeiten firm wurde jedoch gern im Fach bleiben. Gefl. Offerten ufw Chronik aus Kunst und Wissenschaft Die 38. Wanderoersammlung desDeutsche.^Photographen- Vereins wird voin 23. dis 27. August iu Weimar abqehatteu. ~ie danut verbundene Ausstellung im Gebäude der Großherzoqlichett Baugewerbeschule bleibt bis zum o. September geöffnet. - Auf eme Anfrage erklärte die vreußische Regierung in der Budaet- kommwion des Abgeordnetenhauses, daß die K r e b s i o r s ch ün a bisher ke nie praktischen Erfolge erzielt habe. — Zum Studium der ltadlychen Euirichtungeu treffen am 15. Mai 40 M,t- gaeöer oes AcagMrals und der Stadtverordneten-Versammlunq der Städte Manchester und S a l s o r d in D ü s s e l d o r f ein. Fleischpreise in Kietzen Cd)5.90 86.80 94.55 uir letztere das erzieherisch« Moment niil sich brächte, die Bucher • mehr schonen zu niunciu Elektrit Lahmeyer . . . Elektrii. Schurken . . . Eschwtiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Awerik Paket! Harpener Bergwerk. . . Ltarahütte . . . . . Nordd Lloyd..... Obenchles. Eiaen-Tndmtrie Berliner Handelsgea. . . Darmstadter Bank . • • Deutsche Bank . . • • Beek e Diskonto • Kommandit . . • Kreditaktien..... Baltimore- und Ohle» Eisenbahn..... Gotthard bahn . . , . • Lombard Eisenbahn. . . Gesten. SUaUbahn . . . Prine« ■ Henri - Eisenbahn . Best bewährte gesunde und magendarmkranke ItzS-t Ws 1*MA = + 16.7'e. = 4- IM’u I 9ie,ien Iric. i ES »st ja sehr an^uerkeimen, wenn die Slabiveiwallung mit alten Häusern in der etabi ausräuinl, nm einerseits die flanali- sationskosten zu sparen, aber auch anderseits das Ltraftenbilb zu verschonen. Wie aber die Sonnen ft Tafte seit einem Jahre, nach Niederlegung der Häuser, anSsieht, spottet jeder Beschreibung, und mancher Fremde wir Einheimische ist kopfschüttelnd »leben geblieben. Unverständlich ist eS auch, dag sich die Stabt dar letzte ber alten Gebäude wegen 1’1 f. 300 — vor der Nase wegkanien 12 .MD IHN.'*/ 119.7) 191H 197.10 90.1V Sö>' i n* isißo 148.1’ 189« IjU-UV 20L46 Meteorologische rveobachtnttgeu der Station Wieweit. Tie Marktpreise für ^ieb und frucht und die wieftener Fleisch* und Brotpreiie am 26. Aon! 1909. Höchste Schlachtviehpreise m Frankl urt a. M. Wetzen luu Mg. 25.75-uO.uu i'if. Wonnen 100 Sn-18.50-18.75 Ml. IW b Nahrung für: sowie schwächliche, in der (**>1*1 zuriitkjeWekai Kinder. Literarisches. — Briele eines B a n l d i r e k t o r s an seinen Cohn Hinter die Riiliffen des Bant- und Börscnwcjcns zu bilden, ist in der Regel nur denjenigen möglich, die in enger Fühlung uni den Groften der Hante»Finance flehen. Alle anderen bleiben sie Trähle verborgen, an denen die Puppen des Rapualmarttä tanzen: das .warum- und ,wiclo" mand)cr Gründung, mancher Emission, manches BorscnkoupS bleibt den vroianen Blicken ein Bud) mit sieben Siegeln. Diese Siegel löst jetzt ui außerordentlich belehrender und interessanter Weise ein Buch, bad sich äußerlich wie jedes andere gibt, das sich aber bei näherem Huschen nie. dar ganz eigenartige Erzeugnis einer in Bank- und Borsendingen uu- geivöhulld) eriahreneu und vor allem nngeroöljnlid) offen und ungeniert Idjrcibenöcn Feder darstellt, lös nennt sich «Briefe eines Bankdirektorü an seinen Cohn", und hat einen Finanzmann zum Bersasser, der sich hinter dem Pseudoni)M .RrgentariuS' । zu deutsch etwa: Geldverwalter, Bankier) verbirgt In einer Reihe von Brielen, deren Lektüre fd)ou in stilistischer Hinncht einen ästhetischen Genug bereitet, weiht hier ein MitgUed der BeUmer Haute-Finauce seinen noch ziemlid) unerfahrenen Cohn in die Geheimnisse des Böllen- und Bankwesens ein. Man kann aus diesen 22 Brielen mehr lernen als aus manchem bidlcibigcn Kompendium des Geld-, Bank- und Borsenwesens. TaS Buch ist beim Bank-Verlag in Berlin-Charlottenburg erschienen. tyeu leimten. :va4 auch 9960 99.60 95.30 schwister die Bücher der älteren iv In einem Eingesandt wurde dieser Tage mit Recht die vedaunsche Boischnlt der viellardigen Veflunvd>lagc bei einer hiesigen Schule gerügt. Diese Vorschrift läht aber wenigstens das elterliche Pone- mennaie ungeschoren. Anders dagegen die in den höheren Schulen übliche Manier, m icbem Johi neue Schulbücher, ober wenigstens neue Auslage«, ehiuifü.ireiu 21ngeiichts der au «ich schon sehr beträchtlichen AuSgabei» iür Bucher niid sonstige Schularuket wäre es für viele brltev.i sehr erwünscht wenn d,e jüngeren Ge- 50 Kg. Schlachtgewicht 74-76 Mk. Kg. Schl ichtgeiv. 97-100*1'. ", . , 66-67 , DatibcL •• Haftvtlichtvcrticherungsanstalt ber larbm. Berussgenottenschasl. Wir machen auf die Witham- feit der Vaftpsl'chtverncherimg-amialt der Berusgenossenfa-a't und insbesondere am den Umianq der bei ihr mogliavn Beri.cherunß auinirrliam. Tic \1nftalt ist ein .jemeinnuyigee llnterniom a. lediglich begründet zum Schutze der t'anbwirtc gegen die rtzei.idrcn der gesetzlichen Haftpflicht. Ihre Verpflichtungen crfnllt sie durch Erhebung autzeroideutlich Niedriger Beiträge, die nu 1 '.Wan beginnen und selbst bei groften Betrieben die Höd.- von '.'.II kaum übersteigen. Die Anstalt will keinerlei Gewinn .r . und rotro durch die Crgane ber Bernfsgenonenschau, ceren tuu richtungen ihr sämtlich nutzbar gemacht sind, vermaltet. Moiten der Berwattiing sind daher verschwindend niedrig i'-eg-^ tciliqc zum Teil gesliisentlich verbreitete Behauptungen enterbtt jeher Begnlnoting. Die vattpstichtveruch. runi utnwtri n.-brn he Veresterung des landwirtscl-astlichen Betriebes die g famtcjLriioai Haftpflicht des llnternebmcr«, umschlreftt also and) jobb' 3ib.ioe-:. die Vorkommen können int vause ober bett 'Wirtschaftsgebäuden, durch das .Halten eines Hundes, die Benutzung eines Fahrrades »enter Haftvflichtist^ibcn, die sich ergeben können ans einer B nachläsiigung litcutUrtier Pflichten, wie Beleuchtung der Tr.rn . Stremn bei Glatteis uiro. '.luch Schaden unter 2" Mk, ivelaw i:at tausch bisher nicht vergütet wurden, sollen bereits letzt nach Prinung m die Ver,ichernng eingcsst losscn u eine nadtira.ili c Gen bm। tu acr Satzungen in bieicnt Smne von ber Genonenichastsv.namml• criüirtt ipcrben. Tie Erhebung einer Rachschuftpränne ist ent gegen fälschlicher Angaben VON dritter unmittelbar mtere'i en Seite bei dem jeftt schon günstigen Stand der Anitalt und d ginftcn Zahl der Vcnicherungsiir hmer nah. ,u ausgesanoisen, au aus dem Grunde ichon, weil ein Rückversicherung-»'.nrag ir i anderen berufSgenosieuschastlichen Anstalten diele. Art beliebt, Dv nach Schaden über .>000 Mark gemeinsam getragen iin-rbeit T.-m Riickversicherungsvcrbanb gehören die '.Iniialten von v " j Raisau, Lstpreuften, Schlesien, Pommern und Reus-. an a '.!!u»bcl;nuiig aus bad Reich ist zn erwarten. 59.70 62.30 96.50 95.50 93.50 146.20 h9.D0 66.00 •J9.45 2lu$ dem preuhischen Landtage. AbgeardneienbaiiS. B e r l t n, 27. Avril. Die Stabtei Weiterung von lüiielbori wurde in zweiter Leiung nach d n Borschlägen der tiontmiii'on angenonunen. Tic tomer ■ ?tiDen hatten den Ort mit d-m schonen Ramm dimmclgrist von ocr riui ileibung ausnehmen woll-ni die Mehrheit schlos; ihn nut rin in die neue Skadtgememde .'Ibg T-r Beumer Mail, nahm r.iajni, nachgesagt hat, er habe in den beteiligten t^emeinbcn eine äsen. Svec gegeben. Diese Behauptung wurde mit kroiiwn • rtrn m da? Reich der Fabel verwiesen Twin kam der H"ltu lat wieder zu seinem Recht. Abg Hoss irren. Bgg > w'dnietc ,n franfen Minister einige aus ifebrermuno doppelt beachtens B - trau' ns, oaun entwarf ir b< ।ogranim von den wünschenswerten Berbesserungen des Schul- iens. Tic Lnsschulaufficht hatte dann keinen Platz: be- iarf> . .her 'ireiSschulauiiicht glaubte er daraus ganz verzichten zu können Unb nun nur noch ein Redner aus dem xxnije: Hr. Rossmann bestieg die Tribüne: hätte man gewuftt, baft er iie vor Stunden nicht verlassen wollte. Er sprach einmal alles her 1 nter, was er auf dem Herzen hatte. Rur cm Crbnungsrur unterbrach den Fluft der Rede. Winifterialtnrcftor S chwar y tovf' glaubte, oa bic Ailsrührungen nicht sachlich, sondern agita- - ■ iid) gewesen seien, aui eine Erwiderung verzichten zu können. und iano öaiür namentlich auf ber rechten Seite des X>auiec- I.tta’icn Beifall. Dann ging man rasch auseinander. Herrenhaus. Bei sehr starker Besetzung beriet das Herrenhaus die Be h'ldungsvorlagcn. Man sah in groftcr ,jahl die C^ranöen, die ii Minist r, öi" Lü • rL>.■ t c sonst Berufenen. Tie Uniformen fehlten nicht: neben der ;i snzte auch em jugenbheper .'i., cs soll der Herzog von Jlrcnberg gcitnrini fein. Hernr u. ';urt und CbcrbürgcTincifter Ehlers, die Zielscheiben ber Kritik i s B amtemages, bemerkte man dagegen zunächst nicht. Tiefer trbe, nachdem die beiden Pwrrerbefoldungsgeietze tast ■..jr Besprechung erledigt waren, entichieden Besclx.-id gegeben .. .muizminisUi ,3rl)r r Rhein baden vertrat babei bic Staats >g,crung. Er l>ottc es am Vortage im Nachbarhaufe getan, ,ih. m er vor das verwaist? üvlt ns Ministerium den Schild des .StaatsniiniiterinmS" hielt. Er deckte letzt Abgeordnetenhaus wie vcrrenlKiUd, dazu du Staatsregierung und sich selbst. Richt in nngcidiidtcr Weise. Ein freies '16ort der Kritik könne man wohl i. itragen, aber die Fvrm der Kritik sei ungehörig gewesen. Und iann wieS er eine ganze Reihe von irntitellungen zurück, um mit oer 46ietcil)oluiig d.r Erklärung der „Nordd. Allg. Jig." zu ld triften, caft ein FeitsteUnngsversahren gegen die beteiligten Be amten eilig« leitet sei. Aucl> ber Berichterftatter, Oberbürgermeister Tr. S ch m i cd i n g - Dortnmnd, wies in scharfen Wortim die Beschlüsse des 'Lri'amtentages zurück, die na l>c an eine Berge wat iigung be5 BarlanientS iKcanfamen Tie Diskussion begann mit etwas Erfreulichem uiib das (ScfreulidK kam vom Grafen Mirbach: er zog einen Antrag zurück, ber, io gut er gemeint gewesen fein mag er wollte die Beamten einer bestimmten Anstatt besser stellen int gegenwärtigen ^ivnient Schivierigkeiten bereitet l-ätte. War hier bic Zurückziehung verdienstvoll, so war-bie Einbringung hu cd andern Antrags es nicht minder. Cberbürgermciflcr Tr. Lende- Magdeburg beantragte, die Zulagen an die Regierungs rate nur zu geben, wenn diese sich in gcl>obcnen Stellen be finden, somit in diesem Buitkie die Beschlüsse des Abgeordneten Hauses wieder herzustellen. ^angc wogte die Tebatte hierum. V'o ibradKit u. a. v. Tziemdowski, ber einen vermittelnden Vorschlag hatte, Jlistizminister Bese le r, der ehemalige Mi nister des föniglidicn Hauses v. Wedel-Piesdors, der Minister des Funern v. Moltke, brr einmalige Staatssekretär v. Möller, Bros. Loening Valle und V a m m. Und nachdem man sich jo lange — nicht ohne Grmid, denn die Ausl-ebung der Kennzeichnung der „gehobenen Stellen" würde die Gleick^ heil zwilchen Verwaltung und Rechtspslege nneber vernichten — um diese Frage aufgeregt hatte: n-os geschah schlteftttch? Fast einstimmig niirben die „gehobelten" Stellen wieder in ben Text ciugeiügt uiib somit eine Streitaxt zwischen verrenl-.tu-s und 'Äbgeoebneten begraben. Tann wandte man sich den Anträgen ,ui, die eine Hcrabdrücknng der Bezüge der Professoren ber Ber- ;met Universität auf bic Stufe der Professoren ber anderen Universitäten bezwecken. Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für and Industrie, Glessen. •/, flg. 76-84 Plg. , 70-78 , . 80-94 , TicVnuncnl)aftißfcit bringt mich noch nm Saum freut man nrd der Sonne - alettb Zommt cm treiben, ein Reaenichauer und ei'iger Wind bunerbrr11 man bi» ui die Muocbcn hinein friert Ra in raf’u tchdn in anders Aber mir macht da» nicht», ich. do»- - ioMiem Wetter immer eine Sodener Mineral-Bamtieo. ,\au im Mund und erfülle mich nun Überbaust nicht nw»; achen Sie c» wie ich Tic 2dmditei die rie in Anolbeti. Drogerie oder Mineralivatzerdandiuna ‘aMTe Vfr—!i nnen, lo’tci nur <- B'a. Lasten Sie 'ich aber unter -f,|_ vVüw Urnnanden Nachahmungen aunchwatzen. lw' “ Taft für den ortivährenken Bücherwechsel bmrtichenb haltige Gründe vor lägen wirb kein Schnlmauu behaupten ivollrn, ober e^- wurde ihm vom gebilbeten fubhfum nicht geglaubt iverden. BIS in der Zweiten Stäiidekammer kürzlich gegen diese Sitte Beschwerde ge'udrt wurde, stellte der fertreter der Cchnlab'eilun, eibhil'c in Aussicht. Hoffentlich ist btefe auch bei den städtischen Schulen zu erreichen. einaefchränkt werden kann, die. wie sie die iritem sinanjiell, k,e Kinder förverltd) über Gebühr belastet. Stehe ,9lfid-irate- verlrümmungen.* ht Lbcr-Efchbach. obrte ihm einen Wandergewerbrichein gelöst zu haben b;w c?ne d m Finanzamt hiervon Meldung -lemacstt va beb n: auch ist nie rinc vorherige BesteUut^s ergangen. Tas Schö'fen r ad::, das ftch mfolge Antrag aur gerichtlich' Entscheidung mit ber ctufct zu befaiien hatte, nahm an, ed hege em <6circrbebetrieb im Umberuebcn vor. Es kam deshalb »ur Perurteilung der Ängeklagten iu ben in den Skrafbefchetben an- gefetzten Strafen und ber Racheninchtunq Der Steuer Tie nn geklagten fochten bas Urteil an indem tri- behaupteten, er ici nur an feste Kunden geliefert worden: eine vorherige Bestellung iei nicht notig gewesen, oa der Mnecht periodenweise kam und im ihl'* schweigenden Einverständnis der Kunden soviel Celhieben qebraxvt tat. als er für nötig erachtete Rach dem Wandergewerdestruer geietz ist der strafbar, welcher ohne vorherige ^Bestellung Waren tm Umhfru-bcn inOnetet. «3m vorliegenden Fall nahm ab*'- das Berufungsgericht an, es handle sich um eine ihllidxvtigenoc 'b# steluing der Waren, da die in Bettacht kommenden Landwirte mit der Lieferung einverstanden waren und nicht nachzuweiscn war. oaft ä auch bei ande-n die Waren k. L. R. wurde neben andern wegen ähnlichen Vieufterungcn zu 25 Mark Geldstrafe verurteilt. Tic üblen Rast' , di Berhtmdlun^ t ilweife un . Ceffentlid it ftattfinben mutzte. Tas Gericht kannte nicht, d.'f; man bei der .»> cm -• über bic Verson unb deren Verleiten änftent tarj. Jin vorliegenden Fall ist aber die Gehässigkeit zu weit getrieben worben, indem Leute vollständig unwahre Gerüchte aufbrachten, bic bann von den ÄngeÜagten in dem Glaul n, i., । breitet wmden. Tii t rufuiigen würben mit der Mas jal liuigi ii für nicht und . wicsi n erachtet wurde und deshalb die eine Geldstrafe von a Mark i) I 2d c i fall >ii f o ui in c i1 ________________________________ ber alten Gebäude wegen M k. 300 — vor lieft unb bei» nunmehrigen Besitzer noch nicht gezwungen bat, dieses so verwahrloste HauS, weld)co gleid)jeuig bte ärgfie Brntstätte von allem Uiigezicfer ist, meberjulegen. W,r Rnwohner naben lange genug zugeschaut unb uns trösten lassen, baft mit diesem Platz bereite etwas beschlossen sei; aber nachdem selbst die Stabt hier den Schutt au6 anberen Straften ablaben lägt, können rotr nistsi mehr still sein uiib rufen die öffentliche Meinung für uuS an. Hofieiitlid) genügen bieie Zeilen unb sieht die Stadtverwaltung ein, bau hier dringend Abhilfe not tut, war sehr leicht zu machen ist, wenn der Platz 511 einem annehmbaren Preise mit der Verpflichtung bci> sofortigen Bebauens verfault wirb, rnebhaber waren bereits im letzten Zahre da, doch sind damals Pieife verlangt worden, die auf einem Irrtum beruhen müssen, da man solche leibst tu gröberen Städten wie Gieften nicht kennt, besonders wenn die Stadt Jutcrene daran haben rnuft, solche Zustände 111 beseitigen. Mehrere Bewohner der E 0 n n e n st r a ft e. Bochum Gqm . . . . 227.30 Bud-rut E. W.....114^0 Tendenz: fest. Cingcjanöt. («fttr Form unb Inhalt..... sitbrik stehenden Artikel übernimmt bic Redenr an dem ‘-b .1 gegenüber keinerlei Verantwortung, s besondere aber die kleineren und miitteren Landwirte gegenüber allen anderen Arten von allgemeiner Besitz bcitfiterung unbedingt den Vorzug' R- B- politi|d>c €a$c$fdmn. Persien und die Mächte. Die Einmischung Englands und üinsziands in die persischen Wirren und der Einmarsch russischer Truppen ruft in Persien eine grvftc Erregung Hervor Russische Militär abieilnngen ans Älexandropol unb Eriwan, oic der Ez- pediuon nach Persien zuaeteilt sind, Haben mit der ersten Staffel die Grenze überschritten, wo 20 Werst von der Grenze entfernt, der An in ar sch der übrigen Truppen ab- gewartet wird. Tie Expedition richtete eine eigene Post- verbindung ein. Tie Petersburger Abendblätter mciöcn von der beginnenden rusjenfeinoi.che.i Voil.^vvwegung in Rordpersien. 2.» Werst südlich von Dschulfa sei eine Kosalen- abteilung von persischen Reitern beichosfen toorben. In Rescht und Giljan hält -n große Prolestveriammlungen gegen den Einmarsch der Rusjen stattgesunden und es fei be schlossen, gegen die Russen bis zum letzten Blutstropfen Widerstand zu leisten. Auch die Frage des Heiligen Krieges sei erwogen ivorden Ferner wird gemeldet, daß eine starke, vorzüglich bewaffnete Bachtiarenaoleilung unter Tachlamud Sultan von IopaHan nach Teheran gegen den Schah marschiert. Vor Enfeii, Maianderan und BeuderigeS liegen russische Iransporlschifse bereit Ter Schah ist gegen das ui unreifen Englands und Rußlandv. c c uofsi, durch diese seine Haltung Shmpatlsten in der Bevöllerung zn gewinnen, die eie fremde Einmischung verabschenl Sabris will sich mit Teheran anSsohnen. Ter Schah hat diese Äbsicht gutgeyeifzen, aber gle.chzeitig in anderen Provinzen seinen Sieg über Tabri.- verliindigt. Die wahre Gesinnung des Schahs ergibt sich aus der gestern neuhr vor- genommenen Beryastung von 25 Rationalisten in Schab- dulgim. Mlmahliiü werden nun zwar die Wege zur Einfuhr von Lebensmitteln nach Tävris geöffnet, doch wird ivenrg Brot eingesührt Vluo Muselmanen und Armeniern bildete sich eine Wohltatigteitsgeseilschast, die sofort be- deutende Geldsummen zusatnmenbrachte, mit denen Brot für bic arme Bevölkerung beschafft iverden sott. Sanar nchan spendete 5000, Bagier Khan 1 Mk na .r.iglist» entrichten und der Säu'mann cntrichtiiiia der Steuer fur l'aitbar ei ’ . si. »stuckte istvu )cit längeren Jahren jeinen Knecht mit Ceitudicii zu den Lanbwiiien 9lpril 1909 "Barometer auf 0® reduziert Temperatm bei ifirit "H .2® a> H Windstärke 27. 2” 743.8 15.6 9,3 70 s 2 27. 9’J 744.3 11,6 9,2 91 | s 28. 7“ 746,8 10.7 8,1 bö , w i Höchst« 1 1 Temperatur am 2f >. bis 27. ?lvril = SS* 14-18 Plockstr. für Brautleute. befindet sich Oberhessens grösstes Waren- Möbel-Versandhaus m J. Jttmann welches Ihnen Kredit gewahrt. in grober Auswahl bei a24/. ^uegMst iCrta!^ Osessea?,, Sel'ersweg 12 Turn- und Sprin^hosen Diskretion. J. 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