: IM ► V I I - B* y A Itb'ewahrte Nahrund - fürKinder und Kranke qesuÄt, das auch etwas arbeit zu übernebmen Hai-1 janaslohn ‘2 Mark. Zu erfragen in her t8eifc itede des«u.Amei« Juli 1909 Zweites Blatt Montag 26. Juli 1909 159. Jahrgang Nr. 172 Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntags. Spaniens maroHanifdjer Zeldzug. selbst/ große Verantwortung aufgeladen hat. Wetter 23,6 11,0 vertagt. Höchste Temperatur am 24. S. u. H. München, 24. Juli. 24. Niedrigste Handel des 3% do. 118.25 Markt bi§ SskisM 232.50 111.80 Börse, , 184.10 193.10 183.60 21.20 90.40 145.70 15,2 | 11,9 21.10 154.50 129.00 etwas tti Hal. l> 742,0 739,0 , 741,4 l 19,3 17,2 26. Juli. Anfangskurse. Harpcner Bergwerk . . Laarahütte . , . Lombarden E. B. • . < Nordd. Lloyd • • • < Türkenlose . . . , < 9o.7ö 86.45 95.30 86.55 94 LO 100.20 99.35 96.40 Elektriz. Lahmeyer . . . Elektriz. Schuckert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. Paket! Harpener Bergwerk . . . Laurahiitte ...... Nordd Lloyd..... Obcrschles. Eisen-Industrie Berliner Handelsgee. . . Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank . . . , Deutsch-Asiat. Bank , . Diskonto-Kommandit . . Dresdner Bank . . . Kreditaktien..... Baltimore- und Ohio- Eisenbahn ..... Gotthardbahn . . • * • Lombard. Eisenbahn. . . Oesterr. Staatsbahn . . , Prince - Henri - Eisenbahn . 115.30 125.00 191.90 183.40 119.40 193.50 183.40 92.00 97.50 172.50 132.00 243.50 143.50 186.90 153.50 202.00 Zu Beginn des heutigen sechsten Verhandlungstages wurde der Bezirlsarzt Dr. Bich le r vernommen, der den Angeklagte Ganter in der Untersuchungshaft beobachtet hat. Der Sachver- stäirdige hat bei Ganter keine Anzeichen einer geistigen Störung entdeckt. Ganter wendet sich mit Erlaubnis des Vorsitzenden zu den Ausführungen des Sachverständigen Dr. Frhrn. v. Schrenk Notzmg. Darauf gelangen die Verträge zur Verlciung, die zwischen Ganter und Janke bezüglich der Lieferung und Herausgabe des Buches „Doppelte Moral" abgeschlossen wurden. In diesen Verträgen verpflichtet sich Ganter, wie er bisher immer behauptet hat, daß er das Buch noch im Laufe des Jahres hcrausbringen werde. — In der Nachmittagssrtzung wird Rechtsanwalt M auer- meier als Zeuge vernommen. Er erzählt, daß Ganter mit einem anderen Herrn zu ihm gekommen und um ein Gutachten gebeten habe, ob in dem Buche „Doppelte Moral" eine Maje- stätsbcleidigung enthalten sei. Er habe erklärt, eine Majestäts- belcidrgung sei es nicht, wohl aber ein Vergehen gegen den guten Geschmack. Der Zeuge behauptet nachdrücklich, daß er nickst gesagt habe, der Inhalt der Briefe enthalte unter keinen Umständen eine Urkundenfälschung oder euren Betrug. — Darauf wurden die weiteren Verhandlungen auf Montag nachmittag 2 Uhr vertagt. bahnhofs werden elektrisch betrieben und selbsttätig elektrisch 6c-1 leuchtet. In dem Turm des ersteren, der nur selten von jemand betreten wird, war das Feuer vermutlich durd) Kurzschluß entstanden und wurde erst von unten aus bemerkt, als die Flammen chon das schräge Dachgeschoß ergriffen hatten und nrächtige Rauch- wolken daraus emporstiegen. Tie schnell herbeigeeilte Feuerwehr griff sofort mit einer großen Zahl von Schlauchleitungen von der Vorderfront des brennenden Gebäudes ein, während die Bahnhofsfeuerwehr mit Hilfe mehrerer Lokomotiven nach Turchschlagung der Glasüberdachung vom Bahnkörper aus starke Wassermengen in die Höhe fanbte. Aus den oberen Stockwerken, die als Bureauräume dienten, konnte nur wenig gerettet werden, während die ebenfalls geräumten Wartesäle, die Fahrkartenstellen, Gepäckauf- bewahruugsräume usw. vom Feuer verschont blieben und nur durch die Wassermasscn beschädigt wurden. Da der Bahnhof selbst durch herabstürzende Trümmer und Rauchwolken gefährdet war, mutzte der Verkehr eine Zeft lang durch Umsteigen bewerkstelligt werden, wodurch un Durchgangsverkehr erhebliche Verspätungen eintraten. Außer der Armverletzung eines Bahnarbeiters durch herab stürz ende Glasscheiben siitd weitere Unfälle nicht vorgekommen. Um Mitternacht schlugen die Flammen aus den Trümmern noch einmal hervor, so das; die Feuerwehr nodimals vorgehen und mannshohe Berge von Aktenstößen und Schutt herunterfchaften mußte. Bald nach 8 Uhr rief die Meldung „Grobs euer" die ge- santte Wehr nach der „D a r m st ä d t e r M ö b e I i a b r i k", woselbst in der neben dem großen Neubau an der Heidelberger Straße gelegenen Schreinerei und Maschinenhalle Feuer ausgebrochen war. Der lange zweistöckige Bau brannte vollständig aus. Zur Hilfeleistung und Aufrechterhaltung der Ordnung wurden dret Kommandos Militär herangezobcn. Ueber die Ursache des Brandes ist noch nichts bekannt. Die Firma, die seit einigen Wochen im Konkurs steht und ein Arrangement mit ca. 20 Proz. zu erreichen bestrebt ist, war dem Vernehmen nach gilt versichert. Ein Raubmordversuch wurde gestern abend 9Vs Uhr an einem hiesigen Kaufmann verübt. Er ging in Begleitung seiner Braut am hohlen Weg spazieren, als ein Unbekannter ihn anhielt und unter Drohungen Geld forderte. Da der Kaufmann der Forderung keine Folge leistete, schoß der Räuber seinen Revolver gegen ihn ab. Der Kaufmann wurde burd) einen Schuß in den Unterleib schwer verletzt. Er konnte fick; noch bis zur Polizeiwache schleppen und brach dann zusammen. Im Garnisonlazarett wurde dem schwer Verletzten ein Notverband angelegt, woraus er ins Stöbt Krankenhaus verbracht wurde. Auf die Hilferufe der Braut des Uebcrfallenen floh der Räuber und konnte noch nicht ergriffen werden. In der Chemischen Fabrik von M erd entstand gestern eine heftige Explosion, durch die in der wissenschaftlichen Versuchsstation sämtliche Fenster sowie mehrere Regale usw. zertrümmert wurden. Da der Raum gerade leer war, wurde niemand verletzt. Rotationsdruck und Verlag der Brühlfchen Universität» - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Türkenlose .... 4°/0 Griech. Monopol-Aul. 4°/0 äussere Argentinier 3°/e Mexikaner . . . 4l/i°/6 Chinesen . . . Aktien* Bochum Guss . . . , Buderus E. W. . • • Tendenz •• ruhig. Berliner Canada E. B. ■ . . Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. . Dresdner Bank . « • Tendenz: behauptet 62.10 64.00 99.30 96.20 93.00 146.20 politische Lagesschau. Besuch der Zarensamilie. Es scheint sich zu bestätigen, daß die Zarensamilie dieses Mal nicht nach Darmstadt kommt. Dagegen besucht Die Zarensamilie den Prinzen Heinrich von Preußen. Die 'Lakunst der russischen Kaisersamilie aus dem Schloßgut Äemmelmark wird am heutigen Montag oder am Dienstag NÄH erwartet. Prinzessin Heinrich von Preußen mit ihren beiden Söhnen und die groß herzogliche Familie von Hessen sind bereits anwesend. Ter Besuch trägt einen rein privaten Charakter. Die russische Kaisersamilie wünscht in Hemmelmark zwei oder drei Tage in voller 3iuhe zu verbringen. Dunges jJiaöflitn uum 4 schon gedient, lucht MUTS : I sssEN' 88.70 66.30 99.60 3‘Le/o Reichsanleihe. 3°/. do. 37,% Konsola . . 243.70 63.50 153.70 Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: 51. Redaktion: 112. Tel.-Adr.:AnzeigerTleßen. — South African Ter ritories 2tb Aus London geht der „Fr. Ztg." ein von der Gesellschaft untnzcichnctes Telegramm zu mit folgendem Wortlaut: Betreffend Gerüchte von Dia- mantfunben in Deutsch-Südwcstafriia ist vom Geschäftsführer nach Terrainbesichtigungen folgendes Telegramm cingctrofsen: Diamanten wurden 16 Meilen von Gaibes gesunden und zwar Diamanten mit Kies vereint. Der Ertrag des Alluvilas ist nod) nicht estgestellt, dock; sind achtkarätige Steine gefunden. Das Areal t umfangreich. Zwölfhundert Claims find bereits abgcstcckt. Man wird gut tun, diesem Telegramut gegenüber Reserve zu bewahren. Es ist vor allem abzuwarlen, ob das Telegramm wirklich von berufener Seite ausgcgcben und unterzcickinet ist. T>e „Gießener §aniilienblätter" werden dem „Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zeitfragen" erscheinen monatlich zweimaL peier Eantcr vor Gericht. S.u. H. M ü n ch en, 23. Juli. Zu Beginn der heutigen Verhandlung, die nachmittags um 4 Uhr begann, verlas der Vorsitzertde ein von dem als Zeugen geladenen Rechtsanwalt M a u e r m e i e r aus Bremen einge- gangencs Telegraunn, in dem dieser mitteüt, daß. er erst Samstag nachmittag um 3 Uhr in München eintreffe und seine Vernehmung uni 4 Uhr anzusetzen bitte. Der Vorsitzende teilt bann mit, daß G.'s Vertrag mit Janke aus den Rostocker Acten angekommen sec. Ganter bemertt, daß er vor allem dem Sachverständigen Dr. Frhrn. v. Schrenk-9lotzing, der heute beurlaubt ist, habe beiveisen wollen, daß er nicht der dumme Kauftnann sei, wie er in seinem Gutachten gesagt habe. Denn aus dem Vertrage ginge unzweifelhaft hervor, daß G. das Buch „Doppelte Moral" herausgeben mußte, trotzdem er mit diesem Manuskript des Fleck nicht zufrieden gewesen wäre. Ter Angeklagte ereifert sich bei diesen Ausführungen immer mehr und wird so aufgeregt, daß er vom Vorsitzenden zur Besonnenheit ermahnt wird. Angeklagter (sortsahrench: Wenn id) gezwungen werde, werde ich jede Rücksicht fahren lassen und mein "Recht vertreten. Besonders werde ich Nachweisen, daß ich vor dem Mürz 1909 mit meinem Buche herauskommen mußte, wollte id) nicht 150 000 Mark in den Boden stampfen. Justizrat Bernstein legt entschieden Verwahrung ein, daß Gegenstände wie das Erscheinen des Buches, das gar nicht Gegenstand der Anklage sei, in die Verhandlung mit hineingezogen loerben. Der Staatsanwalt bringt zwei Briefe, die Frau 3ante an Ganter richtete, zur Verlesung, worin sie Ganter vorwirft, er habe den Vertrag gebrochen. Es entjpinnt sich eine scharfe Auseinandersetzung zwischen dem Staatsanwalt und Justizrat Bernstein, da nad) dem Gesetz nur der Vorsitzende diese Verlesung hätte machen dürfen. Der Staatsanwalt behauptet, daß er nur zitiert habe. Rach längeren Gegenreden werden die Verhandlungen auf morgen Teäefomscfoe Kursberichte Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für and Industrie, Giessen. Frankfurter Jtiiiirse, 26. Juli, 1.1-5 Uhr. Meteorologische Beobachtungen der Station Gieße». Handel. — Landw. Kreditbank in Frankfurt a. M. In der Generatversainmlung wurde befchlosjen, das Grundkapital der Bank von 2 auf 1 Mcklion Mark durch Zusammenlegung der Aktien herabzusetzen. Die Beschlußfassung über die Wiedererhöhung des Grundkapitals wurde vertagt und soll einer späteren Generalversammlung Vorbehalten bleiben. Man ist sich noch nicht klar, ob nicht noch weitere Maßnahmen zur Deckung der Verluste nötig sind. , — Elektrisierung osterrerchncher Staatsbahnen. Wie das „Eisenbahnblatt" meldet, ist die Aufstellung von Tetailentwürfen für die Elektrisierung einer Anzahl von staatlichen Eisenbahnstrecken im Gange, die wegen der starken Steigungen, des Vorhandenseins von Tunnels, der Nähe von Wasfer- träfterr und wegen genügend großer Frequenz für die Elektrisierung technisch und wirtschaftlich am geeignetsten erscheinen. Tie Strecken sind zusammen 980 Km. lang und umfassen ungefähr den vierten Teil aller Strecken, bie überhaupt im Bereich ber verwertbaren. Wasserkräfte liegen (4000 Km.,. Von den Detailentwürsen ist ber für den Zugverkehr auf ber Strecke Ovcina-Triest und den Ver- schubsdienst im Triester Slaatsbaynhof ;d)on vor längerer Zeit fertig gestellt und der Entwurf für bie Arlberg-, die Karawanten- und die Wocheincrbahn in Arbeit. UnglücksMe und verbrechen in Darmstadt. IDarmstadt, 25. Juli. Zwei große F e u e r s b r ü n ft e wüteten gestern fast unmittelbar hintereinander in der Stadt. Nachmittags 4 Uhr brach im Uhrturm des Empfangsgebäudes der , i Nain-Neckarbahn Feuer aus, das mit rasender Schnelligkeit den ganzen Dachftock des langgestreckten Mittelbaus ergriff und in kurzer Zeit bie beiden obersten Stockwerke völlig zerstörte. Tie llhren ber Empfangsgebäude bes Main-Neckar- unb bes Ludwigs- 37,°/0 Hessen . . . • • S' Vlo Oberhessen . . . 4°/, Oesterr. Goldrente. . 476°/o Oesterr. Silberrente. 4°/a Ungar. Goldrente . . 4° 0 Italien. Rente . . . 3°/0 Portugiesen Serie I < 3°/0 Portugiesen „ III . 4*/,% russ. Staatsanl. 1905 4‘/a°/0 Japan. Staatsanleihe 4°/0 Conv.Türken von 1903 lec.onsl r_;oi6ener An sofortigem (Smtritt witic kräftiges junges ft« < f ... Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen In Spanien scheint man die großen Schlappen vollständig ‘-ergeiien zu haben, die ihm die Amerikaner in dem Krieg bei- -cbradit haben, der zu der Unabhängigkeitserklärung Stubae gc ubrt hat Wäre das nicht der Fall, dann fömrte die spanischic Regierung unmöglid) den jetzigen Feldzug gegen die Riffkabylen ii 'Marokko vor dem Volk verantworten. General Marina, der iranische Machthaber in Melilla, hatte cs in der Hand, die Streitigkeiten mit den Eingeborenen wegen ber Ausbeutung eines Erzbergwerkes aus friedlick>em Wege beizulegen und die Nicder- netzelungen spanischer Arbeiter zu verhindern, die formell das ignal zu der Strafexpedition gegen die Riffstämme gaben. Offen- n hat er aber nur einen SSormanb gesucht, um die zahlreiche Rifs- völkerung zu unterjochen. Tie Großmächte fdjeinen nickst die '.biicbt zu haben, dagegen Einspruch zu erheben und ^ultan Mulay asid wird einfach nicht gefragt. Wie das spanische Volk über liefen F^lvzug denkt, das geht klar und deutlich aus den Umgebungen hervor, die sich in den letzten Tagen aus Anlaß ,»:r Absendimg von Reservetruppen nach Melilla in San Sebastian, ito sich König Alfons zur Zeit aushält, ereignet haben. Als der iönig mehrere Kasernen besuchte, ist er Gegenstand unfreundlicher 'üanifeftatümen gewesen. Mehrere Kompagnien Jäger bedrohten itre Vorgesetzten und versucksten zu meutern. Die Volksmenge ioarf Schwellen auf die Sckstenen, um die Abfahrt ber Truppen verhindern. Die Polizei war machtlos und erst bie Bürger- arbe konnte die Ordnung wieder Herstellen. Die Regierung er- . reift die fdjärtften Maßnahmen, verbietet republikanische Vcr- ,ommluiigen und sucht überhaupt alle Kundgebungen zu unterdrücken, bie sich gegen den marokkanischen Feldzug richten. Die ^reßzensur wirb in rigoroser Weise gehandhabt, damit alle Nack>- idsten zurückgehalten werden können, die ber Regierung nicht .».assen. Die republikamsck)en Abgeordneten verlangten bie Ein- rrusung bes Parlaments, aber es ist sehr ftaglich, ob sie durch- . ringen werden. Inzwischen haben bei Melilla bereits schwere 'lämpfe stattgefnnben, in denen auf beiden Seiten große Ver- ,Liste zu verzeichnen mären. Tie Marokkaner sind tapfere Sol- oatat und dal>er nicht so leicht unterzukriegen. Fortwährend er- luttcn sie Verstärkungen, da überall der heilige Krieg gepredigt i.ird. Die fpaniidje Regierung beschloß, außer ber schon unter i_-gs befindlichen Brigaden noch zwei weitere Brigaden nach ,-in Kriegsscknruplatz zu entsenden, wodurch die Truppenzahl des -enerals Marina auf 30 000 Mann gebracht würde. Uebrigens 'ißt es, daß General Echague, der Chef des Königlichen Militär- 'M bWieitiqile. n 1 «inhittl unter MK MW!« ’***»S.« Spielplan der vereinigten zranijurter Stadttheater. Gpernhaus. Montag den 26. Juli, abends 6 Uhr: „Die Meistersinger von Nürnberg." Dienstag den 27. Juli*): ^Tiefland/ Mittwoch den 28. Juli, abends 7,8 Uhr: „Tie Fledermaus." Donnerstag den 29. Juli: „Madame Butterfly." Freitag den 30. Juli, abends 7,8 Uhr: „Undine." Samstag den 31. Juli: „Alessandro ^tra- della." Sonntag den 1. August: „Ton Juan." Montag den 2. August, abends 7,8 Uhr: „Ein Walzer träum." Tienstag den 3. August: „Der fliegende Holla,ider." Aiittwoch den 4. August: „Der Freischütz." *) Anfang, wenn nickst anders bemerkt, abends um 7 Uhr. Paris, 25. Juli. Aus Madrid wird gemeldet, die spanischen Offiziere seien über die Vollkommenheit der Waffen und den Ueber- fltlß an Munition erstaunt, welche den Riffleuten zur Verfügung flehen. Es sei zweifellos, daß dieses Kriegsmaterial von Häfen öMtopas aus nachts an die Rijfküste geschmuggelt worden sind. Melilla, 25. Juli. Gestern nachmittag wurde wieder Geschütz feuer aus den spanischen Stellungen gehört. Die Ächiffsbesatzungen sind gelandet. Die Harka soll bedeutende Ver- slärkungen aus dem Zentralriff erhalten haben. Al a l a g a, 25. Juli. Hier eingetrojfene Reisende erzählen: vH Melilla herrscht Panik. Der gestrige Kampf soll furchtbar geivesen sein. Die Zahl der gefallenen und verwundeten Spanier rbwsteigt 280; die Mauren haben die dreifachen Verluste. Die starka der Kabylen versuchte, die Verbindungen der Stellung bei .ltalahon mit Melilla zu unterbrechen. Tie Spanier mußten ■ 3um Teil die Stellungen räumen, in denen sich die Kabylen feft- i 'tten. Der vom Oberst Cabrera mit dem Bajonett geführte Gegen- cugriff, bei dem Cabrera getötet wurde, brachte sie wieder zum Äncheu, doch erhielten üe neue Verstärkungen und umzingelten i.im die Kolonne Cabrera, die schließlich von den gerade in Melilla cnsgeschifften Truppen aus ihrer mißlichen Lage befreit wurde. Die 'Mauren wurden wiederum zurückgeworfen, dock; immer wieder er- r.euerten sie ihre Angriffe. An vielen Stellen wurde ohne Gewehr utit blanker Sßaffe gekämpft. Melilla, 25. Juli. Die Verluste der Spanier in dem gestrigen Gefecht wurden amtlich wie folgt geschützt: Sechs Oiftziere tot; ein Oberst tot oder verwundet in der Gewalt des 7nmdes; zwölf Offiziere verwundet. Die Zahl der gefallenen Soldaten ist noch nicht bekannt. Verwundet wurden 260. Paris, 25. Juli. Marina hat das Oberkommando über bit spanischen Truppen in Melilla behalten und ist zum General- leutnant befördert worden. Nach amtlichen Mitteilungen wird bie Regierung darauf verzichten, für die Expedition in Marokko Reservisten einzuberufen. . Paris, 25. Juli. Der Agence Havas wird aus Barcelona Oer San Sebastian gemeldet, daß dort die Kundgebungen gegen btn Krieg andauern. Am 21. 3uU kam es zwischen Mam- reitanten und der Polizei zu einem Zusammenstoß, bei dem drei Stamte durch Revolverschüsse und Steinwürfe verwundet wurden. Junge Mädchki M Baltb. S* ____äigarren^yabrj Ein solides, in Küche u. halt eriahrenes IC Mädchen aum 1. August gesucht. Frau 5. Weiimk ediulinnr.e 11! ZL-Haushältm üe gut kochen kann uni i pausarbeir übernimmt, will: ‘inern alleinstehenden fe >rrn zum 1. Lkt. gesucht &oetbcitta^e 18 tc Wegen Äerheiratung r äs»*! & Zell hi $ chigen suche ich per 15. Ät . Sept, ein solides, in------ - ----- , - . jausarbeitersabreiiesMädfL jrgeu, wie das Experiment für Spanien ausfallen wird, so viel txrnu ilcovolv Souuebm , eht aber fest, daß König Alfons durch den Krieg nicht an Volks- 54821 West-Anlage 42. _ ■* Mllichreit gävinnen wird und die spanische Regierung sich eine »«ImenmieutfÄ'.S 'ILüchtD^ - abinetts, der Aielilla und Umgegend genau kennt, anstelle von il ' v.'ueral Wiarina mit den weiteren Operationen gegen die Riff « ribolcn betraut werden wird. Auch General Weyler wird als I rüstiger Oberbefehlshaber der spanisckien Truppen vor Melilla ■ mnaniit. Weylcr ist als tüchtiger Feldherr ebenso bekannt, wie V ilS rücksichtsloser Dittator. Man sieht, daß Spanien die Absickst V ;et, sick) in Marokko festzusetzen, beim andernfalls hätte es nicht z i i'tig, ’ solche Vorkehrungen zu treffen. Inzwischen wird ans anger gemeldet, daß Sultan Mulay Hafid^ mit Vertretern von 5 yngianb, Deuts chlanb unb Frankreich eine Protestnote 1 igen die Aktion der spanischen Truppeir in Melilla überreichen ich. In dieser 9iote wird verlangt, daß Spanien sich an bie Algeciraskongvention halten solle. Es war vorauszusehen, baß Mn- laij Hasid gegen bie kriegerischen Unternehmungen ber Spanier U Einspruch erbeben würde. Ebenso sicher aber ist auch, daß die ... Uäcbte sich nicht einmi|d>en werden. Noch kann heute niemand Eingesandt. (Für Form unb Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Lollar. Zu dem in Nr. 163 ber „Oberhessischen Volks- xeihmg* vom 19. Juli 1909 angeführten Artikel, waü mir Sollarer Freffinnigen über die Stellung des Herrn Piarrer Koretl in der am 16. o. Vits, abgehaltenen natio>iallibcralen Versammlung in Darmstadt sagen würden, erwidern mir Folgendes: Herr Pfarrer Korest hat gesagt: „Daß nur unter der Voraussetzung, wenn bei den Nationalliberalen eine reinliche Scheidung eintrete, so daß die beiden Herren von Heyl und Oriola keinerlei Einflriß mehr erhalten und die Partei so bleibe wie sia jetzt sei: „also liberal bleibe", ein Zusammengehen mit ihr möglich sei. Wir begrüßen diese Atisführungen, denn es ist richtig, daß, mic Herr Pfarrer Korest hervorgehoben hat, die Wohlfahrt des Vaterlandes über die liberalen und' demokratischen Ideen gehe, nicht aber über die sozialdemokratischen. Die Stellung der Sozialdemokratie gegenüber dem Liberalismus ist am Sonntag in der freisinnigen Versammlung in Lich wieder einmal so richtig zu Tage getreten. Es ist rimvürdig, wenn em Diskussionsredner nicht im geringsten auf die Ausführungen des Referenten eingeht, fondern einfach schablonenmäßig arbeitet, wie das die Sozialdemokraten immer tun und der frei- innigen Partei alle ihre Sünden vorwerfen, als wenn die Sozialdemokraten stets gie Unschuldigen gewesen wären. Zur sachlichen Arbeit kann man ja doch die Sozialdemokraten nur selten ober gar nicht haben. Hetzen Sie nur ruhig weiter; bleiben Sie nur immer auf dem Standpunkt: „Alles oder gar nichts". Wir werden ja erfahren, was bie Sozialdemokraten damit erzielen. Mehrere Arbeiter, die sich zum freisinnigen V e r c i n bekennen. Spielplan öes Uurhauz-TheaLcrs bad Nauheim. Direktion: Hermann Stemgoeltcr. Montag den 26. Juli: „Boccaccio." Aiittwoch den 28. Juli: „Renaissance." Freitag den 30. Juli: „Ein Walzertraum." Samstag den 31. Juli, nachmittags 37, Uhr: Kinder-Vorstellung: „Sneewittchen." 51 S 4 Sonnenschein 91 WNW 9 Gewitterregen Bed. Himmel 82 SW 4 —2c . Juli -± 24,l°0. —2c • V = + 19,1-0. In meinem r Jj 75 gso g50 sehr reich garniert Weisse SvluESklesder Mk sind noch folgende Artikel zu haben. »eii Schluss des Ausverkaufs Donnerstag, 28. Juli. Servierkleider in Kattun und Zephir per Stück Mk. 3— Leinen-Zephirkleider ÄÄ’ 3— 4— 5— Reinw. WusselZnkieider IO 12 15 Wollmusselän-Blusen Mk. I— 2— 3— Weisse Mullblusen sehr reich Rar"K I- 2- 3" Farbige Waschblusen iZ75Ptg. ZephirMk.l 2 Schwarze Satinbluaen ÄSÄ LN8 Seidene Blusen in hellen Farben, reine Seide Mk. 2» und 3— Wollene Blusen &±T Wo"e'81,12 gefQHert'mit abMhmb"^ 3 Farbige Paletots ML 4— 5— 6— Kostüme, div. Restbestände, nur bessere Sachen, sehr billig Kostüm-Röcke in Alpakka mit Mieder Mk. Mieder-Röcke in Leinen ml 5- in Pikee ml 5— Reste und Abschnitte für Blusen in Wolle, Seide und Waschstoffen sehr billig. Reste und Abschnitte für Kleider in Wolle, Seide und Waschstofffen sehr billig. Restbestände in reinseidenen Foulards das Meter Mk. I Motaraliaiis U| tzM