die Wohlfahrt der Arbeiter zu sorgen, am Ende zufrieden. Anders Herr Le inert, der Sprecher der Genossen. Anderthalb Stunden lang nahm er die Zeit des Hauses in Anspruch, um an der Behandlung der Arbeit durch die Staatsbahnverwaltung kein gutes Haar zu lassen. Herr Hammer exzcllierte mit einer K o n - sumvereinsrcde: an das Ehrgefühl der Beamten appellierte er, denen die eben auf Kosten des Mittelstandes bewilligte Gehaltserhöhung die weitere Teilnahme an Konsumvereinen verbieten müsse. Man kam nur mit. der allgemeinen Aussprache zu Ende, die Spezialbcratimg folgt am Montag. Berlin, 22. März.. Res redit ad triarios, heißts im „Bellum gallicum" des schwebt- und federgewaltigen römischen Imperators, wenn der Ernst der Schlacht das Einspringen der letzten Reserven nötig machte. Sie waren nicht die Besten, aber auch nicht die Schlechtesten, die ein römischer Feldherr ins Treffen zu führen harte. Und es waren auch nicht die Schlechtesten unter den preußischen Volksvertretern, die Triarier, die am Montag beim Eisenbahnetat in Hellen Haufen aufmarschierten, um für ihre Hausaltäre zu kämpfen. Ganz unbekannte Männer freilich waren sie fast alle, die da für eine neue Viehrampe, für d'e Beseitigung eines gefährlichen Niveauüberganges, dort für behaglichere Warteräume oder gegen Mißstände auf Bahnhöfen Schwert und Schild im parlamentarischen Kampfe erhoben, und Herr von Kroecher mußte mehr als einmal im parlamentarischen „Blaubuch", dem Plate scheu Vademekum für das Abgeordnetenhaus, blättern, um sich hu vergewissern, weß Nam und Art der vor ihm Redende fer. Aber sie taten ihre Schuldigkeit, und, was anerkannt werden muß, sie taten sie kurz und bündig. Wenn trotzdem die Sitzung an die fünf Stunden dauerte, so ist das nur ein Zeichen, wie viel Wünsche, und, wie die Debatte ergab, berechtigt Wünsche im Eisenbahnwesen noch der Erfüllung harren. Politische Momente bot die Debatte ganz und gar nicht; der Fall Stolv- Zitzeritz, der zu einer politischen Diskussion'allenfalls noch hätte Veranlassung geben können, schrumpfte unter den Händen der Herren v. Bocher und v- Breitenbach zu einer quantitä nLgligable zusammen, und auch die Beschwerden über die Besetzung einzelner Betriebsinspektionen durch mittlere, nicht akademisch vorgebildete Beamte hatten politische oder auch nur prinzipielle Debatten nicht im Gefolge. Erst am Dienstag wird das Haus mit dem Eisenbahnetat zu Rande kommen. Vie Geschässsordnungsloinrnisfion. Die Geschästsordnungskommission hat am Freitag 4 Stunden lang getagt; aber zu irgend einem Ergebnis ist sie nicht gekommen. Das ist bedauerlich; indes tragen die liberalen Parteien an solcher Unfruchtbarkeit keine Schuld. In dieser Kommission arbeiten nämlich Konservative und Zentrum brüderlich und einträchtig Hand in Hand in der offenkundigen Tendenz, nichts zustande kommen zu lassen. Von den Konservativen wird immer von neuem schweres Geschütz ausgefahrcn. Jeder Versuch, die parlamentarischen Rechte zu erweitern, wird von ihnen von vornherein als eine Gefährdung der Gerechtsame von Kanzler und Bundesrat bezeichnet. Neuerdings gelten ihnen sogar die geplanten kurzen Anfragen, die den Kanzler wenigstens indirekt nötigten, dem Reichstag Rede zu stehen, als veritablc Verfassungsänderung. Das ist natürlich Unsinn. Es wird imitier in der Macht des Kanzlers bleiben, wie er sich diesen Fragen gegenüber verhalten will. Von Gesetzes wegen irgend einen Zwang auf ihn zu üben, ist weder beabsichtigt, noch im Ernst durchführbar. Führt dann die Entwicklung wirklich dahin, daß der erste und einzige verantwortliche Neichsminister sich der Beantwortung solcher Anfragen nicht mehr zu entziehen vermag, so wird man das im Interesse des Parlaments und seines Ansehens nur begrüßen können. Das wird dann aber von der Bedeutung abhängen, die der Reichstag seinen Anfragen zu geben versteht. Und wird geradezu ein Musterbeispiel darstcllen für die friedliche, organische Fortentwicklung unserer Institutionen, beileibe aber keine Vcrfassungänderung. , Mit den andern konservativen Einwänden steht cs nicht viel besser. Die Konservativen wünschen keine kurzen Anfragen zuzulassen, die in ein schwebendes Gerichts- und Vcrwaltungsver- fahren cingrisfen. In Bezug auf schwebende Gerichtsverfahren mag man die Beanstandung zugeben: Wenns sein muß, auch in Bezug auf verwaltungsgerichtliche Verfahren. Aber ein Vcr- waltungsvcrfahren schwebt eigentlich stets, wenn über Dinge aus dem innerpolitischen Gebiet interpelliert wird. Richtet man derlei Zäune aus, so werden kurze Anfragen aus diesem Bereich überhaupt gegenstandslos. Und weiter verlangen die Konservativen: die Anfragen müßten „Gegenstände von allgemeiner Bedeutung" betreffen. Auch das wird man kaum konzedieren können. Es wird eben Aufgabe des Parlaments sein, vom besonderen zum allgemeinen fortzuschreiten, aus dem Einzelfall das typische zu entwickeln. Immerhin wird man dem konservativen Vorgehen eine gewisse Konsequenz nicht absprechen können. Aber das Zentrum'. Das handelt zweideutig und mit doppelter Front wie immer, seit es aus seiner beherrschenden Stellung verdrängt ward. Zunächst bestreitet cs im krassen Widerspruch zu seiner anfänglichen Haltung im Plenum die Notwendigkeit einer Erweiterung der parlamentarischen Rechte. Daneben aber müht es sich, die projektierte Aenderung als doch nicht genügend radikal zu verdächtigen. Jede Aktion, die von Parteien des Blocks unternommen wird — das ist der rote Faden, der sich durch alle diese Erzbergereien zieht —, soll eben nach Möglichkeit verhindert werden. So besorgt das Zentrum, das einst nicht beweglich genug über das persönliche Regiment zetern konnte, die Geschäfte der Konservativen, denen jede Erweiterung der parlamentarischen Rechte ein Greuel ist. Den liberalen Parteien bleibt bei solcher Gestaltung der Dinge leider nichts anderes übrig, als mit gebundenen Händen beiseite zu stehen. An Rührigkeit hats ihnen nicht gefehlt; an Einigkeit auch nicht: Freisinn und National- liberale gehen in diesen Stücken durchaus konform. Aber gegenüber dem doppelten Ansturm sind sie machtlos. Tagesschau. Für die Nachlahsteuer. Die Hauptversammlung des Landesverbandes evangelischer Arbeitervereine im Königreich Sachsen hat am 21. März in Deuben, bei Dresden eine Resolution zu Gunsten der Finanzreform angenommen, in der die Reichsregierung und der Reichstag dringend gebeten werden, mit Entschiedenheit den Plan einer Nachlaß- und Erbschaftssteuer von neuem aufzunehmen, und in der ferner der Ueberzeugung Ausdruck gegeben wird, daß in allen Schichten des deutschen Volkes noch genug opferwillige Vaterlandsliebe vorhanden sei, gegebenenfalls alle Widerstände siegreich zu überwinden. * Die Budgetkommifsion und der Reichskanzler. Als am Momag die Budgetkoinmlssion an das Extraordinarium des Marine-Etats kam, beantragte der Vertreter der Sozialdemo- traten, vor dem ersten Titel über Schiffs-Neubauten die Verhandlung abzubrechen uiid nicht eher lortzusetzen, als bis der Reichs- kanzler in der Kommission erschienen und sich zu den Erklärungen des englischen Premiers geäußert habe. Alan müsse, ehe man über neue Schiffe berate, wissen, ob der englische Premierminister Recht habe mit seiner Behauptung, daß er in Bezug aui die Einschränkung der beiderseitigen Flottenrüstung bei uns fein Entgegenkommen gesunden habe. Ter Vorsitzende der Kommission verlMl darauf nochmals das Schreiben des Reichskanzlers aiis der Samstagssihung, wonach dsr Kanzler nicht in der Lage sei, in den nächsten Tagen eine Auskunü der Budgetkommlssion zu geben, daß er aber nach Eingang des Materials den Staatssekretär des Auswärtigen beauftrage» werde, Mitteilungen zu machen, soweit sie im Interesse des Landes liegen, und daß er sich weitere Mitteilungen zu gegebener Zeit selbst vorbehalte. Der Vorsitzende der Kommission macht im Anschluß hieran den Vorschlag, dem die Komnilssion einmütig zu- stlmnit, die Neubautilel zurückzuslellen, am Montag den Marine- Etat im übrigen zu erledigen und Dienstag vor Beratung der Schiffsneubauten beit Etat des Reichskanzlers einzuschieben. Dern- keit, mit der hie Salzseen in Tibet austrocknen, bedeutungsvolle Schlüsse ziehen Eönncn. Gegenüber dem Dr. Longstaff bemerkte Hedin, daß die Gebirgskellen, die s)uiin Singh sah, keineswegs die Sxmptfctten des TranS-Himalayas gewesen wären. Gegen Long- staffs Behauptung, Hedins Karte fei identisch mit Atkinsons Karte, protestiere er. Es finde sich keine Uebereinstimmung zwischen den beiden Karten. Es sei bedauerlich, daß derartige Behauptungen ausgestellt worden wären; sie hätten große Verbreitung gefunden, nicht bloß in Schweden, sondern auch in Deutschland und anderwärts. Schließlich kam Hedin auf die auch in der „Voss. Ztg." erwähnten Karten zu spreck)en, die auf den Wänden im Dogenpalast in Venedig gemalt sind. Die Sack-e sei sorgfältig untersucht worden, und er habe aus Italien und vom Oberbibliothekar der EönigL Bibliothek in Stockholm interessante Aufschlüsse darüber erhalten. Die Karten wären Mitte des 16. JahrlMiderts an Stelle einiger Karten gemalt worden, die 1483 zerstört wurden und Asien von der Akündung des Indus bis China und zum Sttllen Ozean, sowie einen Teil von Amerika darstellten. Sie zeigten indessen durchaus nichts, das eine Aehnlichkett mit dem Lande hätte, wie es in Wirklichkeit war. Sie seien Mitte des 18. Jahrhunderts ausgebessert worden und wiesen Berge und Flüsse in völliger Konfusion auf. Man tömte somit unmöglich sagen, welche Gebirgskette den Himalaya oder welcher Fluß den Ganges oder Bralmm- putra darstelle. Vom wissenschaftlichen Gesichtspuntt seien die Karten völlig wertlos. - - Sie wären auf Bestellung angefertigt worden, um das Andenken an Marco Polo und einige andere Venetinner zu erhalten, und da weder Marco Polo rwch sonst ein Venettaner jener Zeit in Tibet war, sei leicht einzusehen, daß die Karten nicht etwas enthalten könnten, was er, Hedin, während seiner letzten Reise entdeckt hätte. Somit erhält man aus dem Verlauf der Diskussion über die angefochtenen Entdeckungen den Eindruck, daß die Angriffe gegen den schwedischen Forscher imbegründet waren und daß ihm die Abwehr in vollkommener Weise geglückt ist. C.K. Das Problem der Junggesellensteuer. Die schwierige Frage, in welcher Weise unverbesserliche Junggesellen für ihren Mangel sozialen Sinnes durch Steuern „beftraft" ioerben können, beschäftigt seit einiger Zeit die Parlamentarier von Kansas, ohne daß man zu einer Einigung gekommen märe. Jetzt nt dem Parlamente von Maine ein Gesetzentwurf vorgelegt, der das Steuerprojekt feines Strafcharakters entkleidet und nut dem schimmer sozialer Wohltätigkeit umgibt. Die unverbesserlichen Junggesellen, so sicht das Gesetz es vor, sollen Eünmgbm den alten Jungfern, die durch die Schuld der Junggesellen ledig blieben, in Form einer Art Pension Schadenersatz leisten. Die Erträg- nisse der Steuer werden dazu dienen, den am gen Jungfrauen, die das vierzigste Lebensjahr unoerbeitatet über)(brüten haben, eine Rente von nicht über 100 Mk. pro Jahr zu geroäl)ren. Zur Steuer lverden alle .unverhellateten Männer herangczogen, die das dreißigste Jahr vollendet Habel; und Sicht nachweijes Lonnes, daß sie bereits dreimal in aller Form um die Hand einer Tochter des Staates Maine angchalten haben. Ebenso sollen auch nur jene Jungfrauen, die Jungfernpension bekommen, die imchweisbar niemals in ihrem Leben einen ehrlichen Hciratsanttag bekommen haben. Als ehr1ick>er Antrag gilt die Werbung eines jeden Mannes,, der nicht bereits Insasse einer Geistestrankenanstalt war oder wegen eines ehrenrührigen Verbrechens bestraft wurde. — Kostbare Bücher. In der Buchhandlung von Max Perl in Berlin wird zurzeit die Bibliothek des Frciherrn von G r o t e - Wannsee unter «ehr lebhafter Beteiligung versteigert. Das Germanische M u s c u m in Nürnberg erwarb eine große Anzahl wertvoller Originaldrucke. Die erste ^lusgabe dich Grimmschen Kinder- mid Hausmärchcn brachte 680 Mark, der Schilletschc Musenalmanach für 1800 375 j)Nark, die Erstausgabe von Lessings „Minna von Barnhelm" 300 Mark. Goethes Schriften, erste Ausgabe in acht Bänden, kamen auf 560 Mark: andere erste Drucke von Goethe-Dichtungen erzieltem ebenfalls hohe Preise: „Faust", erster und zweiter Teil, 331 Mark, „Werthers Leiden" 505 Aiark. Ein Berliner Privat-i sammler erwarb La Fontaines „Contcs et Nonvelles", Amsterdam 1762, für 810 Äiark. Sehr umstritten war auch eine besondere Rarität: das von Theodor Mommsen, Theodor Storm und Tychv Riommscn im Jahre 1843 heraus gegebene „Liederbuch dreier Freundc", t>a£ kurz nach dem Erscheinen von den jungen Autoren aus dem Handel zurückgezogen wurde, so daß nur wenige Exemplare erhalten blieben. Es brachte 360 Mark. — In dem Verlag der Concordia Deutsche Verlags-Anstalt, Herrn. Ehbock, Berlin W. 30 gelangen in der nächsten Zeit einige Werke zur Ausgabe, die unsere Leser besonders interessieren dürften. Der beliebte diomancier Georg Engel bietet mit dem humoristischen Bande „Der verbotene Rausch" eine ganz eigene neue Note seines Schassens, bei Paul Lindau bewährt sich seine befanntc Erzählungskunst in „Der Held des Tages" rcieber voll und ganz, mit einer kleinen aber den früheren Schöpfungen ebenbürtigen Sammlung „Der Vetter aus Köln" erscheint Rudolf Presber, und mit den trefflichen Erzählungen „Die zwölfte Stunde" wird Rudolf Stratz seinen Leserkreis noch bedeutend erweitern. Ferner zeigt ber Verlag das Erscheinen eines ncüen Romans der beliebten Schriftstellerin Mito Kremnitz „Ist das — daS Leben?" und die zweite Auflage des. vor wenigen Wockjen erschienenen RomanS „Siehe, es beginnt zu tagen" von El-Correi an. — Kleine Chronik ans Kunst und Wissenschaft Ter Geheime Medizinalrat Professor von R e n o e r £ ist gestern früh in Berkin gestorben.— Ter Herzog der Abbruzzen begab sich über Genua nach Marseille, von wo er seine neue Expedition nach dem Karakeramgebirge aiitrelcn wird. — Die berühmte Schauspielerin Ak a r i a D a h n - H a u s in a n n ist 80 Jahre alt in München gestorben. Ä Rechtsschutz^ erteilt unentgeltlid) [D- Rat und Auskunft SprechstMden Mitwochs 5-7 Uhr, Alicestrahe 31 in geraut ^hen Äs TT... S Theater 5 lachen! :.®.OtnifetChn*i , Sturm?’'’88”4”1”'' Mark 22000 aui vrima 2. Hypothek gan;c! geteilt sofort au verleihen. Schriftliche Angebote unE an den Gießener Anzeiger nft 0 /zv | u.TamettvercinGabelsbev Donnerstag den 25. abenbö 9 Uhr un Caf6 Ebel Vereins* Elegante i 16 62 II ini Elegante i fc-te/e 5. fl; 17 tt ch 6. 14' an ch- ino r tie/drWt unter Granne guten Zitzes Heinrich (hiUt Lchnridermeister -Meritt. ? ■ Zirkus MM s'SZH ***Ä»8^ A"'^^»denE^ i fcS’Sk JU>»LZ4c- stirchenplatz 9-J == Leüte Wochel-5 Eine interessant* Wj 1 Im westlichen Hart. & Nr. 69 Zweites Blatt 159. Jahrgang Dienstag 23. Marz 1909 Gießener Anzeiger Erscheint tögllch mit Ausnahme deS Sonntags. General-Anzeiger für Gberheffen Rotationsdruck und Verlag der Brühlfchea Untversitärs - Buch- und Stemdruckeret. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: 5L Redaktion: e=^112. Teß-Adru AnzeigerDießen, Die „Siehener ZamilienblStter" werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zeitfragen" erscheinen monatlich zweimal. Sttmmungsbllö aus Sem Reichstage. Berlin, 22. Mit einer nach den aufgeregten Debatten der letzten Tage ■um so auffallenderen Stube und Friedlichkeit wurde heute dic> B e - •ra tun g des Mili täretats weiter geführt. Die gereizte Polemik hat einer geradezu versöhnlichen Stimmung Platz gemacht, die so weit ging, daß recht starke Mehrheiten verschiedene Abstriche, die die Kommission unter dem dringenden Widerspruch der Militär- verwalttlng beschlossen hatte, nach nur kurzen Erörterungen wieder aufhob unb die Forderungen der Regierung glatt bewilligte. Des .gilt unter anderem fürdieBerlegungdcrUnteroffizier- 1 ch u l e v v n B i e b r i ch n a ch W e tz l a r, nwgegen die Kommission ■in der Hauptsache die Ersparnisgründe geltend gemacht hatte, und weiter insl>esondere für die Erhaltung des reitenden ,F e l d j ä g e r k o r p s, dessen Schicksal nicht nur in der Kommission, sondern auch in der allgemeinen Aussprack>e des Plenums beim 'Gebalt des Kriegsministers lebhafte Für- und Gegensp-vache veranlaßt hatte. Er erregte nicht geringes Aufsehen, als bei Eröff- tjnmg der Sitzung mit den Herren vom Kriegsministerium auch der Staatssekretär des Auswärtigen Amts im Saal erschien. ’Dtan iglaubtc schon, er hätte in der Budgetkommission, die bis zu diesem ^Augenblicke getagt hatte, die erbetenen Erklärungen über deutsch- englische Flottenfragen abgegeben. Aber Herr v. Schoen war gar nicht in der Budgotkommission gewesen. Was ihn nad) dem Reicl)stage führte, war die J^elchägersrage, und er setzte durch, was Herrn v. Einem nicht gelungen war. Denn et legte überzeugend dar, daß für die diplomatischen Kurierdienste, die von den Offi- zieren des reitenden Feldjägerkorps versehen werden, sich verabschiedete Offiziere nicht immer eignen und daß die Aushebung des Korps statt Ersparnisse dem Reiche jedenfalls Mehrkosten herur|äd)en würde. Daher desavouierte Freiherr v. Hertling feinen Fraktrvnsgenvssen Erzberger, und auch Dr. Sentier erklärte sich im Namen seiner politischen Freunde für dick Aufhebung des Kvrnmissionsbeschlusses in der Voraussetzung, daß so weit wie möglich Stellen für verabschiedete Offiziere eingerichtet werden. Und ebenso bewilligte man die von der Kvmmission gesttichenen Stellen der Ober Veterinäre, indem man sich mit der Zusage einer Reorganisation des Veterinär ko rps begnügte. Ohne die Auseinandersetzungen aus der Generaldebatte zu erneuern, fand sich eine Mehrheit für den Resvlutionswunsch nach Einrichtung der Charge des Fe ldwe be l l e u t- ■nants. Weitere Wünsche und Beschwerden ürurben aus den Reihen aller Parteien vvrgetragen, und die Herren von der Militärverwaltung äußerten dazu ein mehr oder minder großes Entgegenkommen: so in den Fragen der Kantinenverpflegung und der Privattätigkeit der Musikkapellen, die ((Stellung der M ilitärapotheker und die (.Bewährung von Urlaub zur Erntezeit und die Gebührnisse bei Reisen und die Gewährung von Rationen. Der Reichstag ist mit der Militärverwaltung in der Hauptsache darin einig, daß Rationen nur für wirklich gehaltene Pferde gewährt werden sollen. Stimmungsbild aus dem preuh. Landtage. Berlin, 20. März. Prachtvoller Lenzsonnenschein lag über den Straßen der Reichsl-auptstadt, als das preußische Unterhaus sich am Samstag zu fleißiger Arbeit versammelte. Und and) in den dämmerigen Saal der parlamentarischen Rede und Gegenrede war ein Frühlingsgruß gedrungen; vor dem bekränzten Sessel des Vizepräsidenten Porsch erhob sich ein lenzfrisches Blummenorrangement, des Zentrumsmanncs sünfundzwanzigjährige Tätigkeit als Volks- 1 Vertreter dem Hause kündend. Wohl an die hundert Köllegen- Hände hatte der also Gefeierte zu schütteln: von allen Seiten wurde er beim Eintritt in den Saal herzlich begrüßt und be- fglückwünscht, und nicht zuletzt in der Reihe der Gratulanten stand der Eisenbahnminister. Der mußte hinterdrein sein Stimm- :mittel noch gründlich strapazieren: Von allen Seiten rückte inan ihm mit langen Wunschzetteln auf den Leib. Herr Beyer vom Zentrum forderte das Koalitions recht für die ■E i i c n b a b n a r b c i t e r und wcitergehendc soziale Fürsorge für sie, und der Nationalliberale Dr. Schröder-Kassel wie der Bolksparteilei Dr. Flesch hieben in dieselbe Sterbe. Immerhin hatten sie für die Sozialpolitik ber Eisenbahnverwaltung größere 'Anerkennung als die Zentmmsmänner; uni) sie gaben sich mit dem Versprechen des Ministers, nach Kräften weiter für ICUines Feuilleton. — Josef Lausss Schauspiel „Der D e i ch g r a f", eine Bearbeitung seines bekannten Romans „Frau Aleit", erlebte vor- Igeftetn seine Uraufführung im Wiesbadener Kgl. Theater und erzielte durch die äußerst bühnenwirlsaiue Handlung, durch die prachtvolle Zeichnung engherziger niederrheiinscher Bauernlypen, durch kernige urwüchsige Sprache und das interessante Lokalkolorit einen durchschlagenden unbestrittenen Erfolg. — Ein hübsches Wort Björnstjcrne Björnsons ferzählt Hans Winderstein, ber Dirigent der Leipziger Philharmonischen Konzerte. Winderstein veranstaltete mit seinen Philharmonikern eine ssirndinavische Tournee. Eines Tages befanden sich auch Frithjof Nansen und Bjömstjerne Biörnson mit seinem Sohne (dem jetzigen Regisseur des Hebbel-TheaterS in Berlin) im Publikum. Na chdem Konzert kam der große Björnson auf Winderstein zu, schüttelte ihm die Hand und sagte: „Sie haben mir heut einen großen Genuß bereitet. Ich habe durch Ihr Programm das betende, das liebende, das kämpfende und das siegende Deuffch- land kennen gelernt!" Man hatte Händels Largo, „Isoldens Liebestod", Beethovens C-Nwll-Symphonie und Wagners Kaiser- Marsch gespielt. . — ZumStreitüberSvenHedinsEntdeckungen wird geschrieben: In wenigen Tagen hält Dr. Sven Hedin in der Berliner Gesellschaft für Erdkunde einen Vortrag über seine letzte Forschungsreise in Zentralasien. Da etliche seiner Ergebinsse namentiid) die Entdeckung der großen Gebirgskette, der .Hedin den Namen Trans-Himalaya gab, eine scharfe Kritik veranlaßt haben, bietet es Interesse, zu fel-en, wie Hedin den Eingriffen begegnete. Dies geschah vvr einigen Tagen in der Geographischen Gesellschaft in London bei der sich an Hedins Vortrag anschließenden Diskussion, an der auch der öfter genannte, Dr. Longstaff teilnahm, der Hedin die Ehre, Entdecker der großen Gebirgskette' zu sein, abgesprochen hatte. Von den Kritikern war u. a. auf die Reise des indischen Punditen Nain Singh hingewiesen worden. Dr. Sjebin erklärte nun, er bewundere Nain Smghs Reise, besonders da er, Hedin, dessen Spuren mehr als ein anderer gefolgt wäre. Llber die Ergebnisse der indischen Reisenden seien für wissenschaftliche Zwecke nicht verwertbar. Ein Geograph könne, aus den Berichten eines Pundften keine wissenschaftlichen Schlüsse ziehen. Sie gäben nur eine topographische Idee von dem Sanbe. Andernfalls würden Nain Singhs Beobachtungen über den mitten in Tibet belegenen See Tarienam tho, den Hedin zweimal berührte, außerordentlich wichttge Ausschlüsse über Tibets Austrocknung und die Verwandlung der Wasseransammlungcii zu Salzwülten gebracht haben. Singh erwähne aber nur in allgemeinen Ausdrücken den See und liefere keinerlei bestimmte Angaben, die von Nutzen für die Wifsensck-aft wären. Hedin hätte dort nur weißes Salz, aber wicht einen Tropfen Wasser gesehen. Hätte Singh vor 34 Jahren genaue Beobachtungen gemacht, würde man jetzt über die Schnellig- qemätz wurde am Montag daL Ertraordv nium ohne die Neubau- mel beraten. wie T?u Pfarer Ter toadtrc Pfacc Trui rr felbft rrflärl, bt:: T wo non Balsbach- i von Polsbach üi Bayern bot, nicht den landesderrl!th«-n LMus gegen Die gciftlidx dedörbe ongenijni. Die ilyt j*1 *ini "u-uj*. 04 n'.at^bürger.icher Siechte bedrängst 3-fir den - a'.l, < ben e ab sehr ungerecht *cirtjftnL '2116 sehr ungerecht und sehr uiifrc*:th,e Verbrrchen, tue dem Pwrr r von Bolsboch zot geworfen werden. Man hört ober r icht« d ’ooii, Oflh die üb» deutschen Jentrum*fccrreii tept gegen die Verhöhnung Dir udnerp schkn B- riaisung und der staaiv!>.,roerltchen IrteihetU'n eine» tatholi ichcn Vsarrer» vorgebrn. scheint ihnen olio doch nicht so sehr nij die Freiheit de- Vereins imb Berjammlungslebenund auf die , -reih.it bet Meinungsäntzerung cnjufomnlen, sondern auf gam .•non! anderes Tobet darf mnn auch nicht ocriiciien, da st der Bomb iger (mb:idw, »er dem Pfarrcr Trenn'l vorgesetzt ist, die boyeriich''- Verfaffung, in or miges von den rrethcdlichen Rechten der Bürger und auch die Bestimmung über die Anrunuig des lünbc'5bcnlui)fii 3d)upc.’ steht, m inner (t'genfchaft olS R-ichsrat der Mronc Bayern» besch >ooren hat! Deutsche» Ncicd. Der Kaiser icrod) geilem morg-n beim Reichskanzler Zürsteil Bulow vor. Tic Tnbkommission des Reichstages hat auncr der bereits gcmclbcten ^rböbuug des Rohtabak Zolles und der ihn mbrung nnrr »Taktieren W-rlneuer mich Dir Verhängung rintf sofortigen 3oI isvkrre beantragt, um >nc über (udfcige Voreinsubr vor Inkrafttreten de-i neuen Kietzes zu Der- irmdern Tic Äue sichten für das Zustandekommeir eines Tabak- itniersi^escsto-5 au> dieser tSrundtaac werden im rltcichslagc als günstig bezeichnet. Man lese den Gietzener Anzeiger größte und reichhaltigste Tageszeitung Gberhestenr mit de« Beilagen „ZamilienblLtler". „Landwirtschaftliche Seitfragen“ und dem Ureisblatt für den Kreis Sieben. Auslage über HOOG Srpl- ÄDe Briefträger, unsere Zweigstellen und die Geschäfts- stelle des Lietzener Anzeiger, nehmen Bestellungen auf otn Lietzener Anzeiger entgegen. Sport. Fußball. Dergangenni Sonntag spielte die zweite Mann- fdwft d< s iestener Fn tzba l I klu bs von 190ti gegen die critc Mannsdiaft des Alsfelder Fußballklubs, seit langer 3eil tvar iviever einmal trockener .''öden, so dan ein einwandscrcics •Spiel ,u Stande kam. Beide. MunnsdwNen waren gleichmistig verstärkt Tas Spiel war fan durchweg offen Gieße» Stumm reibe zeigte ,edoch planvolleres 2Dici und wurde Dabucri Dem Gegner gefährlicher Ter Tonvurtttei von ‘JUäfclD eutmaviie jecart) flute» Mbmivn und konnte manchen iSrfolg noch im letzten ;lugenblid vereiteln Bei valbieü führt C-L neu mit 2:0 Toren und siegte am 2dHnl; mit l i Toren Bei Aisseld zeigten, wie iduu enuahm, der ionwchier und auch der linke Verteidiger gute Meinungen «Hievens bester Teil war die 5 jebaft nod, zu wenig eingespielt türmcneitc, cod) in die Mann- Tw 2p'..'in> i|c mar enrwandfrn Vermijrhte». * T i c A Strahlen i m 2 ien it e der Pe r 1 e njischer Tie Perleniisch?rci tvar I w her mit einer wenig rationellen massen weisen Veinidttung von Austern und Muscheln hcrfiriipft: es toar nötig, alle Austern zu täten, um test zu stet len, ob sie Berken int bin um. '.lut Ceylon, der grostteu Verlensisdnrei der Weit, herrfchti leit uralten Zeiten bic okmoonhvit, die '.Initerntdmlen ,vi oftnen wib sie mitsamt dem Inhalt in ein groye» vteiLH zu toerfen, wo sie bann der Benvcsung uberUificn wuroen Ta nur eine uer hdltnisniästig geringe Anzahl mm Weichtieren Perlen enthalten, iiuifotcn Millionen und mi- Der Millionen von Anstern vernichtet weroen, ohne den geringsten Nutzen zu bringen Wenn Die Weich teile in Fäulnis ilbergegangen iimren, wurden die Muscheln in lieuic Wassergesdtze geworfen und hier mit Seewasser ausgespült, bis «ich die Auiternreste auf dem Boden der Gefaste niedeiletzten Diese faulige Masse wurde bann genau nach Berten burchforidjt. während zugleich die leeren Muichelschaleu von anderen Arbeitern burdnudn wurden. Tadurcy wurden natfirlül) auch alle Die winzigen 'Jlnfubi von Perlen vernichtet, die obncbie» wahrscheinlich geunxetnen und später fmöiie grosti Serie» gegeben hätten Zugleich aoer bot das alte Verfahren den Arbeitern graste Oiemdi nicht selten venmnibeten fte ihre frühe an den f dürfen Muichelkanten, die Wunden wnrbtii burd) ote tauligen Weicht« lrefte ocrgutet, vipe bemien untre den Perl nrifärern sind nicht selten. Aut i'friinb der Untersuchungen oe-> Professors an der Universität in X'öon, Tr. Raphael Dubois, der radiograplniche Auniahmeii geschlaslener ".'Innern machte, bei denen die Berten al» Dunkle Punkte deutlich iichtbar waten, hrit letzt ent Hingt r auienkanisdier Ingenieur ^odn iSalomou ba- l abiograDlmdw Xkrfahren im gröl'en Stil in den Tieusi bei Perlcuti'cherei gestellt. Aach längeren Studien in ! ainarip und Tuiu? hat der Amerikaner aui , iS en Ion das neue Verfahren in die Brazis ein ästen von je bunot ii l hm Su werden un JE Strahlenranm uboiogriiphiert: das Veeiabren in n» vervolliornninet. dast sechzig Partien Austern ZU ic hundert Stint in einer Minute photographiert lind. Tic M»schein, die gioiure Perlen enthalten, weben lotort gevfinet, lene, die kenn Ansätze icigen, wieder in bas Meer hmausgeoracht. Tie Musktieln aber, in denen sich nnn-ige (leine P rlenaniaye zeigen, werden in an besonder «'S tz röster es Bassin am Meer geietzt wo in bleiben, bis die Perlen sich zn genügender Gröste ent wickelt bnbt-n v 51 ' ent m oder nr ,.S? c x c n i r o ,i r s, ’i'ürn schreiot der B 3 aus der Schweii Einem Biiuerhtn int nanten Sdjiooi, Bonifaz T’flid'arb, innen eine Jln.uibi siaibcr plötzlich tugrunbt flegangen 2er !■. rl. t icniftne Tierarzt erklärte. Dau btr ; rcre an einer A'nngenknmkdrit eingegangen leien, lir fand tvcudj kenen glauben um dieser »nitsietlung. Ter Bauer VebiHimete v elmehr steil uno ich. hui 'Nachbar, der Wendelin Jnt ili.en. nm dem r die MuiIhi verdezt Ta bei Nützte er sich namentlich am da» 3nnj iuS eitlei Wahrsageri>i in ^»urich. bk ibn in sein m Wobne de lUirft halle. . er so beschuldigte ,^cjreiimeuter" ir Jllir |ia> jrood) dicS vkrcbi' mdjt gc!allen lassen: er verliagte i>*n .. n-. verlangt' I. S< a- !am in» »Teilen . i. •..in \u lliilet bell A'U v u bei. io )id> auch bu bciviu.. taiMi.t i nn. fine elegante ;'am in S?m und S.beriet: sie he: uuixe.c t. oulich. sie l)nbi «hi- v' .m tkik - bc und ' ran dir ?: von >:• Vbrilin» b« i i' Künste und reu v-: uavn - 1 .I'dii . ilT ocruu Buke und 400 ?rtf» Moftrr. Tte elegan» Aadriagerin. die offenbar ein n. 'gltches ('kictält betreibt, ging leider len aus Sic hätte auch ihr Teil verdient. • Stutzer: „Z ift rin patenter Äedankenleser. C*n drei Minuten Ur rr alle meine Gedanken durchschaut " - Hui ine: „Wer dazu drei Minuten braucht, iit kein potenter Wetainfcn- leier." •3m»cflrtarionud)cn3ieftaurant Bigciar»ec per einen w --unten cin-wladen hatte, einmal mn ibm dort zu spe s n : ,.,'ia, 2 -c, wie bat ri Tir geidmudt?" Schulze: „C. einfach — grasartig?" * Wiener Beruf. Vanswerksbursche: „(ün armer Renender bittet um eine kleine Unterftützung." — \?err „Was sind Eit?" — Handwerksbursch:: „T rahtloser ifleltrotedmifcr!" bnrcn Lr.nliduien tebn Wie de fmni. ist bei Dem letzten vod-waiier die Brücke eingeiturzt. tue Die leiden £rtc in.teinanDer verbindet. Tex Fuhr verkehr wurde seither IN er die in Der -Markung Salzboden gelegenen Brudcn geleitet. Tie zahlreichen Arbeiter und Arbeitenmtrn und sonstigen irur> Gänger benutzten bei Dem niederen Wassernaiid die ^in-lur-ftelle. um iber Steingeröll nach dem aiideren Ufer zu gelangen. Seit mehreren Tagen ist die Salzbooebach infolge Tauivetters stark an gilchwollcn und die Arbeiter und sonstige FubgLnger mu' cn einen ^tlbweg geben, der letzt, bei dem Taumeticr, einem Floran ai’icht und auf dem inan au» Schritt und Tritt bis aoei die »tnöchel tief ciminh. Bis jetzt sind ade Po niet i ungen bei der Gemeinde Odenhausen um Anlegung eines Fustfteges bei De: Unfallftelle untead ict geblieben Man mutet sämtlichen Fustgangcrit zu, einen 500 Meter langen Feldweg zu lenutzen, biS man glücklich mH nassen Füßen und entsprechenden Vasen wieder auf fester Chaussee an langt Hoffentlich tragen Oicie Zeilen iaw bei, dast von her zuständigen Behörde Abhilfe geichaoen wirb. Vetretde-Wochenbertcht bet PreiSberichtslelle des Teutidjcn ^andwirlschastsrats vom 16. biS 22. Plärz 190V. Ter Uinsiand, da» Die kalte Wiltenina während der ersten Wochciihälfte auljielt und nenerliche Schneefälle im C|tcn wie auch un Bheingebiet Die Auf nähme bev jdbarbcuen loeitci hinanozli icl)iebeii Drohten, verjagte Den zelliveife jchwächeren ainerikvnifchen Berichten zunachsl einen (Siivluy auf Die Siiminung, zumal Die ungünstige Aliffassiing der polinschen L'agc die Borncht der Ad- geber auf dein üieferungsinarkte erhöhte, fo Dau die AuS> iiihrung vorliegender Slau’Quitrnge zu weiteren Preisaiifpami- uiigen führte, -stecht fest lag auch Jioggeii infolge lebliaetrcibc am letzten Alarktiagc in Mark pro 1C0V kg je nach Qualität, wobei Das Mehr (-b) dezw. Weniger (—) gcgciiübn der Vorwoche in Mlamniem () bcigciiigl ist, wie (tilgt: Weizen loggen Haier Königsberg 235 (- ») 169 (-h 1) 170 (-f- 2) Tanzig 285 « t- 3| 172 4) 172 (4- 1) Stettin (-4- -r> 171 (t- 1) 170 ( + 2) Polen 226 H- 4, 166 t+ 4i 170 (-h n Breslau 222 t v 2) 172 (4- 172 i-s- Berlin 23 o (- ' 172 (— ) 188 ( — Blagdeburg 226 rr 2) 173 (— ) 182 (+ I) Leipzig 226 ( ; 2) 175 (+ 1) 18!» (— > Braiiufchweig (4- 2) 167 1 — ) 185 ( — Rostock 224 l-r 2, 169 (+ 1) 170 (— l Vambiirq 22H (- 1) 171 (- ) 182 (— Riel (— 2) 169 (- 1> 175 (— ) Hannover 231 H- 1) 17.» l-t" J) 187 ( — ) Tüstelbor' 240 (- ) 18U ( — 1 168 (— ) Köln 285 I— ) 177 ( + o, 178 (- ) (jranfiurt a.'l'L 237* (-37,) 1HÖ (— J 190 (4- Ö) Mannheim 247 ,, 185 *(— ) 185 ( — ) Etratzburg 24Ö (— ) 195 (— ) 192'/, (— e tungart 245 (- ) 185 (— ) 18b (— 9)limd)rn 24« (- ) 17b (— ) 180 (— ). Weltmarktpreise: Weizen: Berlin «L’lat 226.75 (— 2.50). Tiull 2üö.2ö LUU). Biidapesl Avril 23* «U i-s- 1,90). Vidcl- i’ool i'lai l82.au i— .i 4u>. Chicago -in; 177.40 (— 3 io>. Äoggen. Berlin Slot 17d.5O (— 2.2b, Juli Istu.UO (— 2.25). Haier: Berlin Mai 172.75 (— 0.75), ^Inli 173.75 {— 0.25) Ak. (Harfte. Wietzen, 23. März. ' uiuucridif. '.' ul heutigem Woche» niüitie fofieie: Butter pr. P|0. 1.00—1.19 Mt., Hühnereier 1 Et. 6—7 Pig., Male pr. St. 6—s Pst, MaieiiHiilr 2 Et. 5—6 Pig., Oibjen v. i-iD. 00—UO Pfg^ Luijeu v. Pih. ühL, Milch per X'iiei 2u t'g., Wechkrcnii per Stuck UO—Vu l'igM per Zentner Mt. U.UU—0.00. — Aepfel i>er J:r. 0—00 'Dit, Birnen per Ztr. UO—00 Mk. .'Inste 100 orüd 50—UU Pfg., pet Ztr. u—u» 1 k. Maickkzett von 8—2 Uhr — M a r i o f i e 1 m a rk t-B erich: ix,rn 22 März 1969. (jtiebbetq tHeften): stoie Sorte Mk. 2.25-3.40, Magiuiin bonum 2.60—2.7", weitzc runde 2.25—(stelbncifchigc, rcic. 2_6v bi» 2.7u, it>eu,e O.UU—u.uo. Frank । nri a. M.; 3ioie Sone Pik. -.20 -2.2.», Maginnn bonnni 3L0-"U0, iptibe runde 2 4U-UU", v>dbilenct)i.ic, blaue,2.«ö-O.UU, ivci.it 3.20. W>etzvaben; Blaguum bonum - »o, ivciBC runde 2.50, utril'IruchUK töte u.0u. IM ann- bet in: B.agniun'douuni Mk. 3.2—Ä.2o, n^etpc runde u.uu, (5eie- sleifchi e blaue 3.25 vis Oou, iremc UU—u.OO. Köln: iH.ne a aber UDO, Magmun boiium 3.60 - O.'K», wen runde 2.85—8.'j0, iSetrsleifchige biene ü.U)—ouu, rate 4.20— um- tre:u< 4.UU—OjUO* i o r i in u n b '.Helt iaber 0.00— üOu, ar. rc rote Sotten Q.iu» itv um>, i.a uuim conmii 3.5u—u.uu nn ^e rnn.e 0.U". Gelbftenchige blaue Omi—u.OU, rott 4 4u- u.m), iveihe o.oo— O.cjü. Vagen t. 2v.: Jioie Zaber r. u.«*?-AUU, andr e toi Scneii l'iclbfl. wie auo—O.UU, weise €6U—OLUt- c a ♦ | i n-1# i n i b t: Kote Taber 0.00—0.00, andere rote Sorten 4.o>-u.00, A'.aiuum bc 140-0.00, weipe runde 2.iM)-u.Ü0, <4elbileilchigt. blaue 0.0 o.jO, rote u.O1»—0.00, loeihe ODO—0 00. Frankenthal iP Note Sorte' *30—O.UU, Tiaanun: bonum 2.»^—Ulkst weihe i 2-5O—I.I.OO, '^eldsteifchige blau» IJ5—0.00, rote 3.25-0.00, t 3JjO-0.00. Saari otii»: Jlcie Tober 0.00—0.00, andere Sorten 3.50—u"", Magiuim bonum 0.00—0.00. ifeifce nmbe bt5 ".00 U)eldsteiichige, blaue 0.00—1\00, rote 0.00—0.00, i Tie Diarktpreiie für Bieb und Frucht und die vtiesrener Fleisch- und Broipreise am 22 Mär» 19 7 (3, 1 5(1) 'Mnni. Xie ui Ruuvmem gehetzte.i Ziffe» i geben an, wie viel dcc Tode-.-iällc in der betreffenden Krankheu anl »en mrswärtS nach OlieBcn gebrachte Kranke fommen. Kirchlidic Uadiricbhii. Evangelische uiemcinöc. 3n 6er )ohanneskircht. Mittwoch Den 24. Marz, abends 6 Hin 5. P a j s i o n S a n d ach l Pfarrer Bechtolsheim er. iVicteoroloflifdic Beobachtungen der Station ttliesten. März 1909 Barometer Olli 0" vcbnjiert Ten.peralur der Luft Absolute Heuchligkeil 2 ® n c V Welter 2> o»* 741,1 10,7 7,3 76 w ' 2 Bew. Himmel 22. 9’4 740.5 8,0 ' 7,1 89 0 o " later Vunmcl 28. 7” 739,6 5,8 6,7 97 WbW - i -stedel Höchste Icmpcvalui vlicbugflc , t ] am 21 . -'1 . bitt rz Ä 4-11,5 • C. Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeiger», mitgctcilt von der Hank für Handel und Industrie, tilesseu. Franktcirter Hör 8*/e*/e Reichsanleibo. . . 95.50 3°;, do. ... Oö.^l 3'/,"/, Konsola • . . . 95. .-> 36/, do. .... H ’/ ' S'/j’/a Hessen ..... '34.40 3*4*L Oberhesscn . . . —. - 4e/e Oesterr. Goldrente. . 97.85 4‘/ie/e Oesterr. Silberrente. 97.« 4*1, Ungar. Goldrente . . 92...a *•/, Italien. Rente ... —. - 3*1, Portugiesen Serie I • '>8.30 3*1, PortmricseD , III . «K'.HO 4*/,°/, raus. Staat«anl 1906 97.ÖO 4'/,’ o Japan. MaaUanlcrhe ' 4*1, Conv.Türken von 1903 93..'" Türkenloae . ... 14 LOO 4 , Griech. Monopol-Anl . 49.M 4*1, Lass» rs Argentinier . 87XX) . . 47,°/. Chinesen ... 98.su Aktien: Bochum Gose.....213.20 Buderus E. W. . . . . 107. n Tendenz anfangw »chwach. zi Berliner Börne. 2 Canada E. B.....170.75 Dannit.ul ter Bank ... 126.70 Deutsche Bank . . . 245.00 DofUnondcr-Duion C. • • — Dresdner Bank ...» 148.71 lendens, schwach. *e, 23. Mürz. 1.15 I hr. I F.lektriz. T.a’j eycr . . . Elcktris. Schurken . . **' * Eschweiler Her?werk . . */ ' Gelsenkirchen Bergwerk . 1 *v: ’ Hamburg«Amerik PakeU. llarpcjicr Bergwerk. . . Lenrahütte ......'' Nord 1 Lloyd .... Obcrschles. Eisen-Industrie ',--1 Berliner Hand»' Darmstädter Ban. ... 1-1' Dents-'he Bank . . Deutsch • Arial. Bank • . IG.O' Diskonto-Kommaudit . . Dresdner Bank . . . • 1 ‘ Krc iitaktien.....193 • Baltimore« und Ohle- Eisenbahn ..... I®-1*1 IQ .... • Lombard. Eisenbahn. • . 1*** Oesterr. Staatsbahn . . , Hf • « Prince- Henri «Eisenbahn . 116 ö ' tn Schlags besser. 3. IIAn. Anfang'knnc. Harpener Bergwerk . . . 174.7" LaurabtilU .... ,M-V ' Lombarden E B. . . • • l*1 1' N irdd. Lloyd • • • • • * Turkcnl'jM .••••• mit dem Kreerstem Hänwburc 13. alle Nacbab-nunfen an Feiebeil, Ausgiebigkeit end Billigkeit Deshalb eeplrble ich stets das echte *■16 Seit 20 Jahren ÜhertriKt MAGGI1 Würze Globin! durai iie nicht ab. 1 2(1) 1(1) 1 [B23/s mutter ich bitt, 83«/, bring’ Kaiser-Otto mit! 'S -S 8t6r 5 i 5) 2!________ sagt ist. 0 89 Mäuse CJ Ueberall erhältlich in rot-gelb-roten Paketen. w B23j Vemögens-BilWzv.31.DezeRber19V8 V2% Der Vorstand. 14 DEUTSCHLAND-FAHRRAD-WERKE D der Aktiva 75 Spezialität: ! Heinrich Krevert !?ä5lL | Summe der Passiva 114 33*3 299 75 (1094 Euler, Rendant. Bender, Direktor. F3 1 1 88 61 66 25 63 M iti 16 ä U l) . Versuchen Sie Si&werdon proben und loben t -■ Jn grossen^ Dosen ä 20 Pfg. überall erhältlich. IBU 1K*; lüii Globin fettet das Schuhwerkycr hindert das Eindringen von Wassei und sichert beständig trockene Füsse.Globin färbt selbst bei Nässe iö 22.Wxj = W’C; 99 =4- ‘l.l „ 0 ' .filüi'ti'tiimfflb y; HöH’ - /W „Kaiser-Otto", der allerbeste Kaffeezusatz, ist aber auch wirklich zur Erlangung einer gesunden und feinschmeckenden Tasse Kaffee unentbehrlich — das werken schon die Kleinen! Gießen, 22. März 1909. Großh. Oberförsterei Schiffenberg. Trautw ein. Vorverkauf: für Richtmitgliedcr bei Gg. Todt, Plockstraßc. tüi" Mitglieder nur bet Läng L Wiederstein, Marktstraffc. SV- Jedermann bat Zutritt. Zur rocht zahlreichem Betuche ladet ein Die Armendeputation der Stadt Gießen. K eller. Güterverpachtung. Samstag den 27. l. Mts., vorm. 9 Uhr, werden auf dem Rathaus zu Watzenborn die Ende l. Zs. leihfälligen lameralsiskalischen Gütecslücke in den Gemarkungen Schiffenberg (III. Gutsverband) und Watzenborn-Steinberg auf 9 Jahre weiter verpachtet. Reservefonds Betriebsrücklagc Geschäftsguthaben der Genoffen.... Anlehen einschließlich Spareinlagen . . Bankschuld Schuld in laufender Rechnung an Genossen Vorauäbczahlte Zinsen ..... 114638 • ' । Deutsch-Asiat Bank . niskonto-Kommandit . Dresdner Banti . ■ ■ , Eisenbahn , Gottbardbahn.• • Bekanntmachung. .Die Unlenn 9. ft.'.ärz 1909 angeordnete Sperre der Wolkcn- gasse wird hiermit aufgehobcn. Gießen, den 18. März 1909. Großhcrzoglichcs Polizeiamt Gießen. Reinha r t. 73 1792 J,c1' unb Ättl" ich- und "cht $ 1909. Ölpresse Ortskrankenkasse Lich. Krankenvorschriften. 1. Die Kassenmitglieder sind verpflichtet, die durch Beschluß der Generalversammlung erlassenen Vorschriften über die Krankenmeldung, das Verhalten der Kranken und Krankenaufsicht, sowie die Anordnungen dcS behandelnden Arztes zu befolgen. 2. Insbesondere dürfen erkrankte und infolge dessen erwerbsunfähige Kassenmitglieder: a) ihre Wohnung nur mit Bewilligung deS behandelnden Kaffenarztes und nur zu der von diesem auf dem Krankenschein angegebenen Ausgehezeit verlassen. Diese Ausgehczeit darf nur von morgens 8 Uhr-bis abends 6 Uhr und für die Zeit vom 1. Oktober bis 31. März nur bis nachmittags 4 Uhr währen; b) alkoholartige Getränke nur aus Anordnung deS Arztes genießen; c) kein öffentliches Lokal besuchen ohne Genehmigung des Arztes; d) keine auf Erwerb gerichtete pder sonst ihre Genesung hindernde Handlung vornehmen; e) vor ihrer Gesundmeldung beim Arzt und von demselben stattgehabtcr Ausstellung des letzten Krankenscheines die Arbeit nicht aufnehmen. 3. Der Kassenvorstand ist befugt, Krankenbesuchec zur Kontrolle der Erkrankten zu bestellen und Instruktionen für dieselben zu erlaßen. Zu Krankenbesuchern können Kassenmitglieder ernannt oder auch Angestellte verwandt werden. 4. Den Krankenbesuchern ist der Zutritt zu dem Kranken jederzeit zu gestatten, falls dies nicht vom Kassenarzt unter- Hühner gar. leb. Ank., 11 Mon. all, jetzt fleißig legend, Farbe nacll Wahl, tierärztlich untersucht, 18 Lt. m. Hahn 32 Mk., 12 Stück 22 Mk., G Süick 12 Mk. StrtiiiM Hicktz (3dÄ Bekanntmachung. Die Gemeinde Dorlar hat die Erlaubnis er «alten, das alte Schulhaus nebst Nebengebäuden öffentlich meistbietend versteigern zu dürfen. Die Versteigerung findet am Mittwoch, dem 28. April er. nachmittags 2 Uhr auf dem Gememdehause in Dorlar statt. VerkaufSbedmgungen und Tarc liegen aus dem hiesigen Amte offen. Das Haus liegt in Mitten des Ortes an der Hauptstraße und eignet sich als Geschäftshaus jeder Branche. Krofdorf, den 7. März 1909. (B% Der Bürgermeister: Braun. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Armenkasse für 11)09 liegt vom Mon tag den 22. März d. IS ab 8 Tage lang auf dem Armenamt, Neuen Baue 25 zu jedermanns Einsicht offen. Gießen, ben 20. Marz 1909. (B2^ Die Armendeputation der Stadt Gießen. Keller. ahren •rtrifit |S WÜrZe zl^ungk" an iilligke't- «inPlrble IC- -B- ■* .bürg 13'_ t $ ' '0-78 Samstag den 27. d. Mts., abends 81/, Uhr, in Steins Garten Oeffentlißher Vortrag mit Lichtbildern über öic Deutsche Turnerschaft miil das 11. Deutsche Turnfest in sfmkftrt. LLatrltt«liartea einschließlich «Zestfolge pro Person 40 Psg., für Mitglieder und deren Angehörige die Hälfte. Das neue SSett! Hochfein ruf, dicht Taunenköpcr, arostc, 1'/-schläfrige Ober- und Unter' betten und 2 Nissen, mit 17 Pfund Halbvnuncn teils Partie, weil kleine Fehl' färben, dnS Äebelt nur Mli. 30.-. Tnsselbc Äctt mit Daunenoberbett 35.-. bemsteS herrschaftliches Taiinenbrlt Atli. 40.-. Zweischläfrig kostet'jedeS Bett Atll. 5 mehr. Nicht gcfalleno 'Nclv Zurück Natalog frei. ^Jctlcnfabrilt A. , Essig-Gurken Preiselbeeren lose und in Dosen btlligtt bei Anglist Wallfiftlr Marftvlatz 17. IÖS41 Telefon 2tB. I JÄ4 Hübnerauae wird sicher p 0Q en,f-burtbOttoSchaafd dulluu fiäiincriMütntei. ’ Adler Med Drogerie SelterfwLV Fabrikation n. rtü^nta. «iinrn= idikii«,'8trtiiMli= Kidi., Trforatienrn, einensranzen re. (17T. H. Itilgr r. Krvueplntr. 4. Bekanntmachung. Betr Die Heichelheim ichc Stiftung Aue obrncr StiUnng d nm 19 annt b. <). die baibiadrigen 3in»en mit MaG an eine in (SieKen wobnbaite, würdige und bedÜrfiige israelitische Familie oder Verion ui vergeben. Annleldtinacn werden bio 13. Avril b. auf unsere» Gc- fchüstdzioimer, .'»cuen Baue Ä entgegen genommen. Gtrßen. den 16. Mar; 19t®. (B”s GroLherzogliche Bürgermeifierei Gießen. I. T.: Seiler. Giessener Herde - Lose i ML 1- sind in allen du^ch Plakate kenntlichen Geschahen und bet den bekannten Pose» Berkan fer auf dem fände zu Haben. ------------- Ziehung: 1. April d. Je. - Hauptgewinne: 3 Einspänner, 10 «serde und Noblen. 5iäb maichincn, Fahrräder, ttbren:c. 8kNlrÜ-Plrtmd rüichard Bucharkcr in Wicken Dcclbst auch 11 Lose für Mk. 10.—. irflr Vütc und liüito 25 *l