töt- Erstes Blatt Mittwoch 26, Mai 1909 159. Jahrgang Die heutige Nummer umfaht 12 Seiten. Eine unaufgeklärte Geschichte wird aus Neapel von der Tribuna gemeldet. ES handelt sich uirt einen Konflikt zwischen den italienisck»en Zollbehörden und einem deutschen Dampfer, der auS Genna in Neapel angekommen war und von einem anderen Schiffe 72 Kolli Tabak und andere Waren an Bord genommen und kurz vor der Abfahrt wieder heimlich ge- landet und in die Stadt geschmuggelt haben soll. Der Kapitän! des deutschen Schiffes sei von der Zollbehörde gewarnt und wegen; Zolldcfraudation in eine Strafe von 72 000 Lire genommen worben. lichen Lehrbücher der organischen und anorganischen Chemie be* kannt geworden, die seit ihrem erstmaligen Erscheinen i. I. 1872 bezw. 1873 eine große Reihe Auflagen erlebt und Tausenden von Medizinern und Pharmazeuten in Examensnöten wertvollste Hilfe geleistet haben. Auch als akademischer Lehrer war Pinner wegen der musterhaften Klarheit und Anschaulichkeit seines Vortrages bei den Studierenden außerordentlich geschätzt. Außer zahlreichen Aufsätzen und Abhandlungen in den „Berichten der Deutschen chemischen Gesellschaft" veröffentlichte Pinner ferner die Ergebnisse seiner Svezialforschungen über „die Jmidoälher und ihre Derivate" (1892). Wichtige Prinzipienfragen der Wissenschaft behandelt seine anregende Studie „Die Gesetze der Naturerscheinungen" (1888). — Auszeichnung eines Journalisten. Dem Chefredakteur des „Meißener Tageblatts" Schriftsteller Dr. phil. Gotthard Winter in Meißen wurde vom König von Sachsen der Titel „Professor" verliehen. Dr. Winter ist 1855 zu Schwarzenberg in Sachsen geboren. Er promovierte 1880 in Leipzig mit der Schrift „Goethes deutsche Gesinnung", hielt sich dann mehrere Jahre im Auslande auf und ließ sich nach seiner Heimkehr in Dresden als Schriftsteller nieder. Seit 1887 ist er Chefredakteur des Meißener Tageblatts. — Das englische Landhaus.- Eine Sammlung englischer Hauspläne aus dem Privatbesitz des Kaisers. Im Allerhöchsten Auftrage zur Anregung für den deutschen Eigenhausbau veröffentlicht. 36 Tafeln Abbildungen mit erläuterndem Text von Professor Artur Wienkoop, Darmstadt. 96 Seiten. Verlag der Westdeutschen Verlagsgejellschaft m. b. H., Wiesbaden. Wir stehen in Deutschland erst am Anfänge einer nationalen Wohnungskultur, wie man sie in England schon seit Jahrzehnten kennt. Wenn die deutsche Hausbaukunst eine Blütezeit wie in England erleben soll, dann wird man wie dort neue Anregungen hierfür in der ländlichen Baukunst suchen, auch bei uns wieder auf das alte Bauernhaus zurückgreiien müssen, aus dem heraus sich auch das heute als vorbildlich bezeichnete englische Landhaus entwickelt hat. Wie bet unserem niedersächsischen Bauernhaus gruppieren sich im englischen Landhause die Wohnräume um eine Diele und die Beispiele der namentlich in den Grundrissen vorbildlichen englischen Häuser zeigen recht deutlich die von Wienkoop betonte Abstammung vom niedersächsischen Bauernhause. Die hier vorgeführten Pläne können uns eine Menge neuer Anregungen geben und zeigen, wie man praktisch und billig bauen kann. Die entschiedene Klarheit und seltene Schlichtheit der Wienkoopschen Erläuterungen erhöht den Wert der Veröffentlichung, so daß sie auch Laien nur zu empfehlen ist. Nr. 121 Der Wietzener Lnzeißer erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich EiehenerLamilienblätter; Iweimal wöchentl.Ureir- latt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Landwirtschaftliche Seitfragen Fernsprech - Anschlüfie: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen; Anzeiger Gieße«. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. Kreta. Die Jungtürken sind entschlossen, allen definitiven Angliederungsversuchen Kretas an Griechenland den schärfsten Widerstund entgegenzusetzen. Sie würden, wie versichert wird, auch vor einem Kriege nicht zurückschrecken. Unter den vier kretischen Schutz- mächten herrscht keine Einigkeit. Die Erllärimgen deutscher Blätter, daß Deutschland in der Kretafrage eine neutrale .Haltung beobachten werde, werden in Konstantinopeler politischen Kreisen mit großer Befriedigung begrüßt. Man erblickt darin einen weiteren Beweis für das Bestreben Deutschlands, dem neuen Regime in der Türkei keine Hindernisse in den Weg zu legen. Au; der wetterau.') ----- Friedberg, 25. Mai. Wie unzühligemal nrögen die sich begegnenden Land^ wirte in der letzten Zeit sich angeredet fyaben: „Der Regelt ist wieder fort." Denn auf Regen warten die Landwirte nun schon seit der Frühjahrsb-LstellunI, das sind reichlich! vier Wochen. Statt Regen kühle Reifnächte, tagsüber warmen Sonnenschein, trockene Nordost- oder Nord» Westwinde, die den letzten Grad von Feuchtigkeit aus der Ackerkrume fortnehmen. Seit acht Tagen etwa sind die Nächte wärmer, tags-, *) Der Artikel ist 'gerade vor dem darin so sehr ersehnen! Regen geschrieben. po(itifd?c Tagesschau. Der Vorstand des deutschen StadtetageS ist in Berlin unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters von Borscht- München, der an Stelle des zur Zeit in London weilenden Oberbürgermeisters Kirschner die Geschäfte leitet, zusammengetreten, um zu der Frage der Einführung einer Neichs »Wertzuwachs st e uer Stellung zu nehmen. Der Vorstand beschloß nach längerer Beratung, eine Eingabe an Bundesrat und Reichstag zu richten, worin nachdrücklich gegen die Einführung einer ReichS-Wertzuwachsfteuer und Umsatzsteuer protestiert wird unter Hinweis auf die außerordentliche Gefährdung der Finanzsysteme nicht nur der Städte sondern auch der einzelnen Bundesstaaten, die in der Einführung einer solchen Steuer erblickt werden muß. Außerdem sollen die Landesstädte ersucht werden, bei ihren Landesregierungen in gleicher Weise Vorstellungen zu erheben. Die Berliner Gäste in Loudon. Die Berliner Gäste besuchten gestern die St. Pauls-Kathedrale und das Kriminalgericht von Old Bailey. Im Anschluß daran fand im Gebäude der Tuchmacher-Korporation ein Frühstück statt. Den Gästen wurde von den Besuchern der dem Gebäude gegenüber liegenden Fondsbörse eine große Ovation dargebracht. Die Berliner Gäste wohnten am Nachmittag einem Flotten- und Heeres- -Schauspiele bei und besuchten aberws die königliche Oper. Beim Empfang in der City von London.erfolgte von einer Knabenschule eine großartige Kundgebung, die tiefen Eindruck machte. Ern Schüler sprach im Namen von Jung-England in deutscher Sprache und drückte Englands Wunsch aus, daß das auf dem Schlachtfelde von Waterloo geschlossene Bündnis zwischen Blücher und Wellington stets vorbildlich 'sein und ewig dauern möchte. Die Rede des Knaben rief stürmische Begeisterung hervor. Oberbürgermeister Kirschners 'Erwiderung erregte denselben Enthusiasmus. Arrsland. Demonstrationsstreikin Lemberg. Um' ihren Forderungen wegen Aufführung eines neuen Unwersitütsgebäudes, Vermehrung der Akademie-Seminare usw. bei der Regierung mehr Nachdruck zu verleihen, haben gestern die Lemberger Universität-- Hörer mit einem dreitägigen Demonstrationsstreik begonnen. Rumänien und Bulgarien. In Bukarester diplomatischen Kreisen verlautet mit Bestimmtheit, daß demnächst Verhandlungen wegen eines engeren Anschlusses Rumäniens an Bulgarien von den beteiligten Kreisen eingeleitet werden sollen. Die Königin Viktoria von Spanien sieht für nächsten Monat ihrer Niederkunft entgegen. Politischer Mord. Der Geheimagent der russisch« Polizei, Swerjew, der speziell mit der Oeffnung von Briefen, die die Polizei interessieren, betraut war, ist in seiner Wohnung inj St. Petersburg vergiftet aufgefunden worden. Die Tat wurde von Revolutionären verübt. Zum russischen Botschafter in Konstantinopel an Stelle Sinowjews ist der Gehilfe des Ministers des Aeußeru! Tscharykvw ernannt worden. Reorganisation der türkischen Flotte. Der neue türkische Marineminister entwickelt 'eine eifrige Tätigkeit zur Reorganisation der Flotte. Zahlreiche Offiziere, die die Altersgrenze überschritten haben, aber noch im Dienst belassen wurden, werden jetzt entlassen. 72 größere und kleinere Fahrzeuge, die als untauglich befunden wurden, werden verkauft. Man hofft, daß die Türkei in wenig« Jahren über eine tüchtige Kriegsflotte verfüg« werde". *e^e*e Die Lage in Syrien ist noch immer sehr bedenklich. Die Autonomie-Bewegung wächst. Die Parole lautet: Eigsns Beamte, eigene Verwaltung. Die in Damaskus stehenden Truppen weigerten sich, den neuen Sultan anzuerkermen. Man befürchtet einen allgemein« Aufstand. den Platt, in Deutschland eine Stätte zu bereiten, wo die Schifffahrt die ihr notwendige Pflege von der wissenschaftlichen Seite finden' sollte. Er hat dem Gedanken einer „Deutschen Seewarte" dann zwar nicht selbst die erste Wirklichkeit gegeben. Während Neu- mayer mit der Ausarbeitung seiner wissenschaftlichen Ergebnisse beschäftigt war, gründete W. v. Freeben 1868 in Hamburg die Norddeutsche Seewarte. Aber schon 1871 plante er mit Freeden zusammen eine Seewarte des Deutschen Reiches, und nachdem er 1872 als Hydograph in den Dienst der kaiserlichen Marine eingetreten war und als solcher die Zeitschrift gegründet hatte, die jetzt als Annalen der Hydrographie eines der hervorragendsten Organe gleicher Richtung ist, nachdem er die erste deutsche große Tiefseeexpedition der „Gazelle" mit vorbereitet hatte, die nach der größeren und größten aller Tiefseeexpeditionen des „Callenger" unsere Kenntnis des Weltmeeres mit schönstem Erfolge gefördert hat, da übernahm Neumayer 1876 die Leitung der Freedenschen Anstalt, die nach seinem Organisationsplan umgewandelt und am 9. Januar als Reichsanstalt gegründet wurde. Als Direktor der Deutschen Seewarte isst ’cr bis zu seinem 78. Lebensjahre 1903 tätig gewesen. Auch die deutsche Südpolarforschung hat dem Heimgegangenen außerordentlich viel zu danken, denn er war einer der eifrigsten Förderer. — Professor Adolf Pinner f. Die Wissenschaft der Chemie hat den Verlust eines als Forscher und Lehrer gleich angesehenen Vertreters zu beklagen. In Berlin ist nach längerem Leiden der etatsmäßige Professor an der Tierärztlichen Hochschule, außerordentlicher Professor an der Berliner Universität, Geh. Regierungsrat Dr. Adolf Pinner im 67. Lebensjahre verschieden. Am 31. August 1842 zu Wronke in der Prov. Posen geboren, erhielt er seine Vorbildung auf dem Gymnasium in Glogau, das er 1863 mit dem Reifezeugnis verließ. In Berlin widmete er sich dann zunächst dem Studium der Theologie, das er aber bald darauf mit dem der Naturwissenschaften vertauschte, dem er nun unter H. Rose, RammelSberg, Dubois-Reymond u. a. mit großem Eifer oblag. Nachdem er 1867 promoviert, war er einige Zeit Bor- lesungsassislent bei dem bald darauf nach Berlin berufenen A. W. Hofmann uub habilitierte sich 1871 als Privatdozent an der Universität. Im Jahre 1874 wurde er gleichzeitig etatsmäßiger Lehrer an der damaligen Tierarzneischule und 1878 außerordentlicher Professor au der Universität. Daneben war er seit 1884 als Mitglied der Technischen Deputation im Handelsministerium, seit 1885 auch als Mitglied des Patentamts tätig, welches letztere Amt er jedoch au§ Gesundheitsrücksichten vor zwei Jahren wieder niederlegte. In weitesten Kreisen il' iiuners Name durch seine beiden treffGeorg v. Neumayer t- Der frühere Direktor der Deutschen Seewarte in Hamburg, Wirklicher Geheimer Admiralitätsrat Professor Dr. Georg von Neumayer ist Dienstag früh um 3 Uhr in Neustadt a. d. H. gestorben. In ihm verliert die Wissenschaft einen Mann von großen: Ansehen, einen Gelehrten von weitreichender Bedeutung. Die Hydrographie und Geophysik verdanken es gum großen Teil seinen Verdiensten, daß sie sich zu ihrer heutigen Höhe entwickeln konnten. Und namentlich ist es auch die zu bemerkenswerten Resultaten gelangte Polarforschung, die den Arbeiten Neumayers zu großem Dank verpflichtet ist. Exzellenz v. Neumayer ist fast 83 Jahre alt geworden. Die letzten Lebensiahre verbrachte er in seiner pfälzischen Heimat, nachdem er jahrzehntelang als Direktor der Deutschen Seewarte in Hamburg gewirkt hatte. Neumayer war am 21. Juni 1826 in Kirchheimbolanden geboren als Sohn eines Notars. In Speyer besuchte er das Gymnasium, um dann, 18 Jahre alt, den Studien an der Technischen Hochschule zu München obzuliegen. Mathematik und Physik zogen ihn vor allem an. 1849 machte er sein Examen und trat dann noch im gleichen Jahre als Assistent bei der Bogenhauser Sternwarte ein. Die Studien!, die er dort betrieb, wurden für die Richtung seines späteren wissenschaftlichen Schaffens maßgebend. Er beschäftigte sich dort mit Astronomie, Nautik, Ozeanographie und Meteorologie. Die Unzulänglichkeit, die damals noch in diesen Gebieten herrschte, eiferte ihn zu selbständigen Forschungen an. Die Flottenbewegung in Deutschland int Jahre 1848 regte ihn bann! besonders noch dazu an, sich dem ©tuhinin der Seewmen- I(haften zu widmen. Um durch die' Praxis zu lernen, trat er 1850 als Matrose in den Seedienst. Er bereiste England und Südamerika, kehrte dann nad) Hamburg zurück und legte dort auf der Navigationsschule das Seeschiffexamen ab. Wettere steifen rtad) Südamerika und Australien folgten. Durch seine Vorträge, die diese Reise behandelten, erregte er später in Hamburg das Interesse Alexander v. Humboldt und Liebigs. Durch Liebig nnxrbe Neumayer an König Max II. empfohlen, und als das Pro- iekt eines geophysikalischen Observatoriums für nautische Zwecke und die erdmagnetische Forschung durch die Errichtung einer Station in Melbourne Verwirklichung fand, wurde Neumayer als beten Direktor nach Australien geschickt. Bon 1857 bis 1864 hatte er die Leitung des magnetic Survey of tf>e Soloni) os Victoria in Melbourne inne. Während dieser Zeit führte er ergebnisreiche Arrschwtgsreisen ins Innere Australiens aus. 1864 nach Deutschland zurückaekehrt, entwickelte - wie wir einem im Bert Tgbl. veröffentlichte "Nachrufe aus Feder Dr. Stahl- hergs, des Kustos am Kgl uftitut für Meereskunde, entnehmen, Holstein, über fiskalische Waldschlächterei und ein Dutzend andere | zum Ressort des Herrn v. Arnim gehörige Dinge. Der Minister hatte keinen leichten Stand, sich gegen die Forderungen und Beschwerden der Pairs namentlich auf forstwirtschaftlichem Gebiete zu behaupten. Insbesondere die Oberbürgermeister von Breslau und Danzig setzten ihm wegen der Grunewaldabholzung hart zu, und er mußte sich sagen lassen, daß die ganze Grunewald- frage kein Ruhmesblatt in der Geschichte der preußischen Verwaltung sei. Gegen seinen Widerspruch stimmte bann auch das Haus dem etwas bedenklichen Begehren des Herrn v. Salisch, die private Forstwirtschaft unter staatliche Aufsicht zu stellen und die Oedlandaufforstungen zu beschleunigen, ebenso zu, wie einer Petition, die gesetzliche Maßnahmen zur Erhaltung des Grunewaldes fordert. Auch die Stellungnahme der Regierung in der Frage des Abschusses des Elchwildes in Ostpreußen begegnete scharfer Kritik, und die Erklärung, die der Minister für den öer- stärkten Abschuß dieser aussterbenden Wildart gab, sand namentlich bei den ostpreußischen Granden wenig Gegenliebe. Der Etat der Ansiedelungskommission brachte eine kleine Debatte über bie Wirkung des Enteignmigsgesetzes: zwei Sachverständige, die Oberbürgermeister von Posen und Danzig, betonten mit Recht, daß die kurze Zeit der Geltung des Gesetzes vor der Hand kein abschließendes Urteil über dessen volkswirtschaftliche Konsequenzen ermögliche. Die aktuelle Wertzuwachssteuerfrage wurde auch in diesem Hause beim Etat des Finanzministeriums gestreift. Man rügte die Befreiung des Fiskus von der Wertzuwachssteuer, und Herr v. Rheinbaben fang statt aller Antwort ein Loblied auf diese Steuer als kommunale Steuer. Er ist von der Unentbehrlichkeit dieser Steuer für die Kommunen so durchdrungen, daß er sie ihnen großmütig auch dann belassen will, wenn das Reich den Wertzuwachs für seinen eigenen Säckel in Steuerpflicht nehmen sollte. Hoffentlich verbirgt sich hinter dieser Städtefreundschaft des Ministers nicht lediglich der Wunsch, eine Reichs- steuer dieser Art hintanzuhalren. Eine ganze Reihe kleiner Etats wurde noch debattelos erledigt. Dann, nach fast siebenstündiger Sitzung, vertagte man die Beratung der Etatsreste auf Mittwoch. Offenbar will das Haus an diesem Tage den ganzen Etat unter Dach und Fach bringen. Stimmungsbild aus dem preutz. Landtage. _ Berlin, 25. Mai. Immer starker macht sich das Nuhebedürfnis der Volksvertreter un Abgeordneten Hanse geltend. Die parlamentarische Maschine arbeitet unter Dochdruckspannung: Man will so schnell wie möglich in die wohlverdienten Ferien. Beinahe im Handumdrehen wurden am Dienstag, dem voraussichtlich vorletzten Sitzungstag, zwei wichtige Anträge, der Antrag Zedlitz betreffend den Anschluß der Lehrkräfte an den öffentlichen nicht- staatlichen Mittelschulen an die Alterszulagenkasse der Volks- schullehrer und ein Antrag des Nationalliberalen S ch i f f e r e r auf Beschleunigung der gesetzlichen Regelung des Mittelschulwesens erledigt; mit großer Mehrheit stimmte das Haus ihnen zu. 'Nicht minder schnell wurde die zweite Lesung der Stempel- steu er Vorlage beendet, und auch, das Eisenbahn- anleihegesetz war in knapper Frist in zweiter Lesung genehmigt. Nur bei der dritten Lesung derBerggesetznovelle hielt man sich etwas länger auf. Hier lagen eine Reihe Kompromißanträge, die zum Teil zwischen der Rechten und den Nationalliberalen, zum Teil zwischen diesen beiden Parteien und dem Zentrum vereinbart waren, vor. Wie immer bei Kompromiß- anträgen war keine der beteiligten Parteien mit dem Kompromiß so recht zufrieden. Noch viel weniger war es die Linke; angesichts der Unmöglichkeit, gegen die Kompromißmehrheit etwas auszurichten, beschränkte sie sich indes auf einige außerhalb des Kompromisses liegende Abänderungswünsche. Auch die Regierung war mit dem Kompromiß unzufrieden, und Herr Delbrück erklärte rundheraus, daß er das Kompromiß für eine erhebliche Verschlechterung gegenüber den Beschlüssen zweiter Lesung ansehe. Aber um nicht das Zustandekommen des Gesetzes überhaupt zu gefährden, verstand der Minister sich doch dazu, in den sauren Apfel zu beißen, und auch angesichts dieser Verschlechterung des Gesetzes glaubte er doch die Zuversicht äußern zu dürfen, daß eine loyale Durchführung der Novelle ihm und den bürgerlichen Parteien gute Aussichten für den „Kampf um die Seele des Arbeiters" eröffnen werde, den er unlängst als seine vornehmste, Aufgabe bezeichnete. Zum Schluß brachte die Ministerrede noch eine vom brausenden Beifall der Mehrheit begleitete Mitteilung von aktueller politischer Bedeutung: Herr ßeinert hatte dem Minister angekündigt, die Bergherren würden ihn zwar nicht so, rücksichtslos absägen, wie sie es mit seinen Vorgängern Berlepsch und Brefeld getan, wohl^ aber ihn ins Kultusministerium schieben und so unschädlich machen. Mit erhobener Stimme gab Herr Delbrück dem Genossen die Versicherung, er hoffe mit aller Z uv e vsicht, da ß er n och recht lange an dieser und nicht an einer anderen Stelle den Kampf um die Seele des Arbeiters werde führen können. Aus der Reihe der Kandidaten für die Nachfolge Holles scheidet Clemens Delbrück danach wohl endgültig aus. Die Abstimmung ergab, wie vorauszusehen war, die Annahme der Kompromißanträge. Selbstverständlich wurde auch der in zweiter Lesung versehentlich abgelehnte Hauptparagraph des Gesetzes, der die Sicherheitsmänner und Arbeiterausschüsse einführt, wiederhergestellt. Für den Mittwoch setzte Herr v. Kröcher unter ständig wachsender Heiterkeit des Hauses nicht weniger als anderthalb Dutzend Beratungsgegenstände an. Die erste Kammer scheint es darauf anzulegen, dem anderen Hause zu Gemüte zu führen, wie schnell man bei einigem guten Willen mit dem Preußischen Etat fertig werden kann. War das Haus am ersten Tage der Etatsberatung nicht über die allgemeine Debatte und den Kultusetat hinausgekommen, so erledigte man am zweiten Tage so ziemlich ein Dutzend Einzeletats, darunter einige recht umfangreiche, wie den Etat des Landwirtschafts- und des Finanzministeriums. Dabei kann man nicht sagen, daß das Haus diese Vorlagen übers Knie gebrochen habe. Beim Landwirtschaftsetat z. B. gab es eine recht umfangreiche Debatte, man unterhielt sich über die wichtige Frage der Aufforstung der Oedländereien, über die Hebung der privaten Forstwirtschaft durch Eingreifen des Staates und der Gesetzgebung, I über die Ausdehnung der inneren Kolonisation auf Schleswig-' tdtentr InNNLlM- Verantwortlich General-Anzeiger für Gberheffen rSi Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Lteindruckerei 8. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Lchulftratze 7. Anzeigente?l^H.^Eck. » a & 6 6n s 8 9 & 0 s f» s S W S ?? - LS -Ls?? •fcrr 'herrschte oft Zwitterschwüle, der Fimmel bewölk Hich, num glaubte oen Rrgen greifen tonnen ber Kegen *t# fort Das kann zu Ver^ältmjsen fuhren wie im KotiJbrc 1903. Die Trockenheit roirb nicht allein verspürt in den 4 moThmflen und Landschastci' mit oünner fldcrtrumc, mit steinigem ooer gar seifigem Untergrund, nein, vom hohe! Vogelsberg herab bis ui öic reichsten Niederungen ex $ettnxni schreit das bestellte Feld noch Regen, die Wicsen- gründe noch feuchten uno warmen chten Wunderbar find die Laubbäume entwickelt Man Zaub fo üppiges Laub an Eichen, .l-uchen ?c um diese Wahres zeit noch nicht gesehen ;u haben Tic genannten 'Salb' bäume wollen oazu viel Eiä>eln und Buchedent tragen, fo reich wie seit einem ^alxnctmt nicht ,?n Bad-Ncmheim tragen die Ulmen, die in der Hauptsache die -kratzen und Anlagen umsäumen, so reichen 2amen, datz der fetzt in Massen nie verfallen ne brei geflügelte Samen für die sauber Badestadt zu einer staloinität wird Ter Samen wird lästig in den Straften, auf den Fußsteigen, entstellt durch seine gell lich-weitzeti Massen Rasenplätze und 'Anlagen und mutz in Wagenladungen vor bic Tore der Stabt geschafft werden Wie fid) die erfahrensten Landwirte irren können Zn: zeitigen Frilhfahr wurde behauptet, der Barfrost hat dem Weizen diesmal wenig oder nichts getan Tann kamen später Bedenken, man tflüatc kleinere Flächen um und be stellte neu mit Sommer-Halmfrüchten ober Hackfrüchten Während der kalten Nächte im Mai verschlimmerte sich der Zustand, die Weizensaatcn sahen auch in den besten Feld lagen immer ruppiger aus, man fuhr fort umzuvflügeu elftem wurde von etnem tüchtigen Landwirt mitgeteilt, das; er von fernen 15 Morgen Weizen 13 umgcpflügt babi Was an Weizen stehen geblieben ift, taugt auch nur wenig Man darf als bestimmt annehmen, datz zirka 60 Prozent unserer Weizen flachen rn Oberhessen umgebrochen werden mutzten und im März erzählten die Berichte, datz der Weizen den Winter gut überstanden habe. Da auch die Auslandsbenchte heute über den Stand der Brotfrüchte nicht gerade günstig sind, erklärt sich die Preis fteigerung der Bwtfruchte non selbst. Bon Ldessa wurde berichtet, datz ber Weizen feit 20 Jahren nicht fo teuer gewesen sei, als heute ZVommt her Regen nun ganz bald, daun lassen sich die landwirtfclfasklichcn Sorgen einigermatzen vergessen Tas Pfingstfest steht vor der Tür. Sollten die Pfingsttage nicht Regen bringen -* Das ist doch so üblich Es wäre verwundet- lid> und verlfäfignisvoll, wenn bis dahin die Wendung nicht käme Tie Landwirte wurden sich der Wendung freuen, fo bedauerlich es auch wäre für alle die Menschen, die aus der .Häuser drückender (Snge In nausflüchten mödyten in den von Sonnenlicht imb FrühliugSgrün durchleuchtLten Berg wald Der Frühling ist heute fo schon. Aber die meisten Menschen wissen gar nicht, melchv üblen folgen der sonnen lielle Frühling bat oder haben tarnt. Bon der Sorge der Landwirte, die icben Frühmorgeu mit Wpfschütteln ins Wetter fchcu und immer ernstere 6kfid)tcr maclfen, ahnt die übrige Menschlfeit meist nichts. Es wird ihr erst sühi Ixtr, wenn der Brotkorb sich immer hoher hängt Sdilimnt ist heute |cl>on der Backer daran Die Mehlpreise steigen fortgesetzt, alter der einzelne Bäcker tvagt nicht, den Brot- her anzusetzen auS Furcht vor der Konkurrenz Die Bäcker sind noch unklug, indem sie uneinig sind, sie haben nichts von den Müllern und Frucht' Itzindlern gelernt, auch nichts von den Kohlenbaronen Der dicker kann Leute gar nicht zu den früheren Preisen Brot aus deut seit Wodnn fortiuilprenb gediegenen Mehl backen Tut er s dentwcl», so säf-adet er sich, das mutz gercd)tertoei|e anerkannt werden 3m Fritz Miruter sagt Bräsig: Was dem einen seine Uhl ist, ist dem anderen feine Nachtigall. In Bad Ran heim freut man sich des ewig blauen Lümmels. Der Freniden^ vndrang nimmt zu Niemals war Insher die Saison schon im Mai so im 'Flor Dadurch sollte sich aber niemand vom Besuch abfchrecken lassen, es gibt in Bad Nauheim leere und doch behagliche Zimmer nod) genug. Also auch hier liebe rprobuh ton Sitzt man abend-' auf dem Bahnsteig in Bad Nauheim und erwartet seinen bescheidenen Lokalzug, dann braust protzig von Norden Lcr ber Schnellzug heran. Zwei mach iige Lokomotiven schleppen die lange Wagenreihe. Mit kirrzem Mhicf steht der Zug, die Sdmffncr offnen die Al" teile und rufen laut und tcharf mit besonderer Betonung ,,Bad Nauheim" Da mutz er, der eingeschlnmmerte Babegast, wach und aufmerksam werden. Tic breit golbbor- btertcu Diener der großen Hotels stürzen sich den der ersten und zweiten Wagen Nasse Entsteigenden entgegen, Ofcpärf- tvager und Dienstmänner besänftigen sich mit den Ange- Tommcneu, die ihr Yxntbgcpärf selbst tragen mochten Sic wehren sich nicht selten mit aller Energie gegen zu viel Zu- Vorkommen l.eii. Bald rollen die Wagen mit ihren CKiften davon und immer mehr clektrisäx'S Licht flammt in der Bä der sbn dt auf. Das Wetterglas fällt stark Der Himmel bat sich bc- toölkt Kommt der Mtegen? Wenn nur die Wetterkarten nid)t Trübung und Regen migefagt hätten, dann tonnte man doch hoffen Aber so' Himmel hilf den Landwirten und allen, die viel gutes und preiswertes Brot bedürfen? 2lit» mit Cattö» Gictzen, 26. Mai 1909. — Erledigte Lehrerstellen. Erledigt sind: Tie mit einem eoangel. Lehrer zn besetzende 2. Lehrerstelle an der Gemeindeschnle zu Zotzenbach. Eine mit einem fatbol. Lehrer zn besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschnle zu Uffhofen. Mit der Stelle ist Organiftenbienft verbunden. •* Land w. Studienreise Die Landwirt schafts- Fnmmcr fibr bar ("rotzlierzogNun Hessen veranstaltet Ende August, voraussichtlich vom 22.—2K August, eine lanbrr Studieirreise nach ber Schweiz Zweck dieser Mu-iic ist das Studium ber schu>eizonsäx'n Viehzucht und der hierzu fletroffenrn Entrichtungen. Infonders im Simmental und den angtrii^'iiben Zuchtgebieten. Wie in früheren Fahren, so übernimmt auch dieses Fahr die Üanbtvirtfcbaft 4amnu ■ bic .'tonen der Führung und Borbereitung ber Reise. i \ perfoi'liän'u »lösten laben bic Teilnehmer selbst zu tragen Da auf der Heue audi iMegenbeit genommen werden soll, bic Betriel^seinrichtungen und Birtschastsweise ber dvrngcn Betriebe teinten zu lernen, muffen auch höher gelegene Alpen besucht Werber Tie Reise unrb daher mitunter mit Anstrengunge l vertun ost fein. Ta die Teilnedmerzahl nur aus 3n fcügciei.it werden kann. . idientt ratsam, schon setzt zur Rene auuimclbtii Tn Anmeldungen gescheh, n bet der Landwirts haft skämmet Tarmftadt, inftrnf.c r ** 5 c l b b c i e i n i g u n g c n i m oberen Sog etc berg. AIS erste der im oberen Vogelsberg gelegenen De. marfungen w:d oora yicblhd) Vo 1 ka.!, ain das F^l'- bcreininnnasoeriahren burchnihren. Bet der LanbcZkommtsttoii :n Tanwtabt 'tnb n. d. Tarrn'":. Zig. om 24. L MtS. zwe mit einer grötzcren Anzahl von Unterichri'ten versehene An träge auf Einleitung der Felbdeterntgung m dieser Okmorf mg und in den an irenzenden Spuren der Gemarkung Cbcr- Seenicn, die zum gcotzten Teil im Bentz von LandtviNen ans VolkattShain nnb, rmqeqonqcn. 2lach vorläufiger 3chdi;iir • ■h bte für das 3uflanbftonimen des Unternehmens gesetzlich erforderliche Stimmenmehrheit vorhanden. S .»halb das Ab sttmmunqsergebniS genau feststeht, wird ungeiäumt mit der ?ltbeitm begonnen werden. *• Ter Feuervcrficherungsverband beif Lehrer erzielte im abgelauienen i^schäitsiahr einen Reni gewinn von .'»178.10 Mk. gegen 2M- 12 " k. im Bomadr.' An Brands darben rourben ausb> rhl: 7' >2.85 Mk : der Rc servefonde ist letzt auf 25317.10 Mk. angewachfen. Ter Turbanb hält feine diesjährige vauptvcrfannith ng gemein fam mit dem hessischen Landeslchrerverein tn Worms ab — Vom El»ktriziiatS>verk. Das BetrrebsergebmS deS Werkes für 1908/09 stellt sich auf eine ©emmterjeugunq von 1020 000 Kilowattstunden, gegen 938 658 Kilowattstunden im Vorjahr. Für abgegebenen elektrischen Strom wurden vereinnahmt 197 000 Mk. gegen 172 084 Mk. im Fahre 1907/08. Die Arbeiten zur Vergrötzerung des Werkes nnb im vollen Gange und die AuSschachlungSarbeiten zur Herstellung eines neuen MaschinendauseS sind schon ziemlich weit vorgeschritten, so datz nach Psingsten mit den Fundamenten für den Bau nnb d»e auszustellendc 1200pserdige Maschine begonnen werden kann. ** Ein Mißverständnis, bei dem eine hiesige Tarne wenig M i st Verständnis zeigte, mochte ich, so schreibt uns ein Leser, den Lesern Flures geschätzten Blattes gern mitteilcn: Am vergangenen Sonnabend fragte ich in einem Inesigeu .nolonialroarenaeidmft nach, ob ich Tkruguano bekommen könnte, »vorauf .ch bir Änovort erhielt: „Bedaure, »vir fuhren blotz e i n h e i m i s d) c Weine !" Klein-Lin den, 24. Mai. Ter Mricgcrocrcin veranstaltete gestern nachmittag auf seinem Sd»i tzstanbe hinter der Burg sein b" rössuuug s - 3 d» e i_b e n f d, i c ü c n Es wurden von H4 Schützen nahezu -'>"O 3d)iihc abgegeben Tie erzielten Schietzresultate luaren redtt günstig. Zn einer Ansprache wies der Vorsitzende, Lehrer .»teil, aus die Bedeutung des Scheibenschietzens hin Mit einem Hoch auf das deutsche Reid) und den .Haiirr schlotz die Ansprache Der zweite Boriitteubc T önges nahm bic Preisverteilung vor, darnach erhielt den 1 Preis mit 33 Ringen Gf. Spengler, Preis mit 33 Hingen Ludwig Euler, 3. Preis mit 32 Ringen Jul. Fung, 4. Preis mit 32 Ringen Lehrer Heil, 5. Preis mit 30 Ringen Wuh. Ufer, 6. Prei.« mit 30 Ringen Fnebr. Weller, 7. Preis mit 30 Ringen Phil. Jung. Ehren-- scherden wurden geschossen von L Bepler, Hari Fung, PH. Fung, Ludw. Euler, big. Spengler 2) und Ful. Fung -u- Eberstadt, 25. Mat. Seit Herbst vor. FahreS erfreuen wir unS einer eigenen Wasserleitung; nun scheint sie den Betrieb schon ivieber einstellen zu wollen. Seit gestern war sie wegen Wasiermangel im Hochbehälter nur 3 Stunden geöffnet und von heute ab nur 2 Stunden, morgens von 5—6 und abends von 6—7 H Ta die Quellen nach wie vor kräftig zulaufen, so liegt Uebelstand an dem Unverstand mancher Leiite, die bei hu trockenen Wetter das LeitnngSivaffec in Fässern fortfnhren ober sonst unnötig verwendeten. = Wettershain, 21. Mai. Heute wurde Bürgermeister Sann mit 113 Stimmen einstimmig auf »oeitcrc 9 Falwe zum Bürgermeister »v i c d e r g c w Ü h 11. Etchenrod, 20. Mai. Tcm Zimmerineister Bock von HopfmaimSfeld, der an einer hiesigen Baustelle bc^ jdjäfttgi war, »vurde heute, während der Akittagspause, das Fahrrad gestohlen Starker Bordacht lenkte std) auf einen durchgewanderten Handwerksburschen Des vermuteten Ticbcv konnte man trotz »ofort cüigcleitetcr 9ted)erd)cn nicht habhaft werden. :< NiedcrStoll, 25. Mai. Tic in den 50er Fahren stehende Witwe.v.atharinc Siebert von hier machte heute ihrem Leben durch Ertranken ein Ende Sic entfernte lid) nadus beimlid» aus ihrer Wohnung und stürzte sich in die Schlitz, »voselbsc sie alsbald den Tod fand. Als Atotiv »vird hodigrabigc Nervosität angenommen. = Sauter bad), 25. Tlai. Tie 67 (Scmcinbcn unseres Kreises erheben julammen 396 247 Mk. Semeinbeumlagen ober burd)|d)nUllid) 140,154 Proz. der doppelien Grundzahlen und Dev ganzen (rinfonuneniteuexbeirag5. Ten hod)Ucii Sieuerfatz erhebt die (Seincuibc Steinhirt nut 210,962 Pro». (4HUÖ 2Jlt.); et folgen Uetzhaulen 216,707 Proz. (4200 Mk.), Rudlos 200,836 Proz. (3200 Tlf.i, Wünlchen-Moo^ 206,395 Proz. 11220 Mk.), JJJenlo-j- (Aehag 200,602 Proz. (:10O0 Mk ), Hemmen 194,602 Pro.;. (3440 Mk.), Heisters 191,44 Pro;. (2h00 Mk.), Willofs 100,885 Pro». (4vOO Ml.,, Dieqlüv 169,261 Proz. (3500 Mk.), Zahmen 1^2,083 Pro;. |3O<)O iML), Bcusbaui 181,131 Proz. (2180 Mk.), cdiaöacv 179,685 Proz. (1700 TU.), Hutzdott 179,003 Proz. (5700 Mr.), 22e,d-T!ooS 166,914 Proz. (180-J Mk ), Gunzencur 166,673 Proz. (4100 Mk.), Sandlofs 166,426Pro; <3000 Mk.), Queck 16.1,977 Proz. «75jO Mk.), Rimbach 164,232 Proi. 4«0üTiI >. üaiqeiibaui 162,464 Proz. 5<)00Mk.), Bernsbanscn 160,959 Proz. (41^0 Mk.), Ilnicr-Sanvarz 160,606 Pro». (2500 Mk.), Obci-Weq'urtb 159,49«- Prou (1000 Mk.>, Bannerod 158,691 Proz 2600 Mk.), Wallenrob 157^>S> Proz. (luOOü Tlt), P'ordi 157,142 Proz. (5200 TlL), Maar l.»6.8S«' Pro;. J6000 Mk.), Vdrqeimu 156,397 Pro;. (3(Xmj Mk ), 9liebei«StoU 156,128 Pro;. (2400 Mk.), (Ftninfelö 152,051 Proz. 8300 Mk.), Altenschlirf 149,967 Proz. (7ouO Mk.,. ReichloS 147,341 Pro». 3000 Mk.), 'dileeblenivegen 14'.,H84 Proz. (41 vTIL). üeblo» 143,42m Pro; (3700 TH.). Rimlos 143,409 Vroc . 1300 TIL), 2lUmcnrob 140,5 Tro«. (3500 Mt.), Lanbcndanlen 13o,20h Proz. i8.!00 Mk.), Eichenrob 134,732 Pro; (2800 Mk., FldeSi-aulen 133,53 Pro^ (8500 Mk/, ■ (2900 Mk. . Rn -eld 130,204 Pro^ '4000 Mk.h Uuier-Aeahirth 128,425 Proz. (1650 TlL), HopfmannS cw 127.91 Proz. (4iX>f Mk.), .'lieber-Moos 126,»»6 Proz. .4300 Alk ). Vlaobetl» 124.948 Pro^ , 1509 Mk. , G-i.Delb.un 121,139 Pro^ (2uu0 Mk. , Rabnnihl i.u,992 Proz. (1800 Mk.), Schlitz 118.538 Pcc>(. 50 000 TU), £b ;mübl *'2.797 Pro». ilSOo Mk ), ü ngeliov 7",4,-7 11o*. <22io P,k., Angersdacb 52,9s Pro^ (6lX»7 Mk.), €idenlx>rt 41,946 Pro», Sd) 11 b. Mai. Ter am 18. Mai m Darmstadt geborene unb am 2i> wieder gestorbene Sohn des tWraiot ■. 11 h c l m v.i S d' 11 :> wurde tn der Naclu ;um Sa ms lag ' icrber utfttfüUrt, und m der Halicnburp aufgrbihrt. Bon vrafltdKn Erdvegräbins |UUL T arm fl a bt, 24 Mai Unter dem Borsir des LeTo- nomicrais 3 2u>ni i n -4!-u nt c i o bl um sand hexte nomntiog up toerfa mmliiitg ber Zentrcklgenosseufchaft der defi landw. ton fumvcr inc. c (A in. b H, statt Ben 13-3 CHenoflen-« niaitcn waren Te'.egierte aus allen Teilen Hessens er» ncv Bor cimriit »n die Taie4ortmung widmete der P. n uende 8?m Dt niorbf ncr um g st en Mitglied deS Auf- em v. chr.-nben Nachruf Ter erste TtrJlo.. Celonomirral Tr Heidenreicb. erstattete den Fahrcsvench! iür HKJb, auv dem dervorging. datz der c ntralgenoiffnfdmft dis heute 137 Pereine imb zwar 12*J ' . neifcnfchaften und s Einzelperfonen angehören Ter Ote- amt umfatz an Hilssdunger Mraftfuttrnnirtrln. Hohlen, Sämereien, T^rfftrcu. Schwefel nur betrug 514 449 Zentner im Werte von 1 '«.U426 Mk. Ter Warenbezug ist auch im BerlUnsiabre erheblicn gestiegen, insbei'oudrre bei Tünger uno Wahlen. Ter Rcmfewnin aus 11107 beträgt 65 4OG,7u Mark, von dem »l 450 Mk an die einzelnen Vereine ak iHud Vergütung zur Verteilung gelangen Tie Gesedäftsgurhobeu betrugen am 31. Tezembcr 1908 20 424 Mk., bic Haftturnmc 1020») Mk. und die vorhandenen Reserven 100OOU Mk. Bei Per Sontanbyroahl wurden die aiisscheidenben Herren trnr- bergeroablt. Für Warner wurde Beig. .Hopp-Reinheün neu gewählt. h. Mainz, 25. Mai. Von den drei Kindern, die an Genickstarre erkrankt sind und von denen dal eine bereits vor einigen Wochen verüard, sind heute auch die beiden anderen ftmber un städtischen Krankenhause gestorben. () Marburg, 25. Mai. Unsere Stadt steht gegenwärtig im Zeichen ber stube ntische n Fäßche npartien, die durch das herrschende Durstwetter noch begünstigt werden. In den Nachmittagsstunden ziehen fast täglich mehrere Roi- porahonen mit Musik nach irgend einem schönen Platz am Waldrande, wo dann bis m bic Abendstunben gesungen und getrunken wird. Bricht die 9iacht an, gehtS mit Lampion» tn die Stadt und inS VereinShauS zurück, wo bann immer noch eins getrunken roirb. Wächtersbach, 25. Mai. Die Gewerkschaft Braunkohlengrube Wrntersreude bei Wächtersdach hat vor einiger Zeit eine Drahtseil bahn nach bem Bahn- Hofe ber Kleinbahn in Wächtersbach angelegt, (hnc lanbes- polizeiliche Prüfung ber 2lnlage fand kürzlich statt. Autzer ?omburger in den daneben stehenden -'io»« betfler Zug einfhcfl, nerh- b den Zug >n Eühborn, um non U aus zu Futz nach Homburg ;u gehen. Sie trug einen »bt bt gegneiidni Mann nach dem 29ea Tirirr deqleitett sie nur 2tTcde, übfT’irl sie in em cm Fettnveg oiopl'kh und nerubtt eil Sittlichkeits verbrechen Der Tater, em Metzger, ivurtze bereit» nerbaftet. w. Frankfurt a M., 26. Mat (Id.) Durch dre Explosion einer Lampe entstand im >>ause Berga» strafte K5 ein
7 Jahre alte 'trau erlitt so schwere Brandl mindert, daß sie noch in der Nacht starb. M Verdon- mittlerer Dermaltungsbeamten. ■= Hevven heim a b B, 25. Mar Am 22 und 23. Mai wurde hier nn „Halben Mond^* W 7. Hauptvcrsa ni 1111 u n <1 des Berbau des mittietei BerMil- lungsd-omteu abgebalten. Tic ,lahl der Teilnehmer an her a Samslag statt gehabten Ausfuraclic über dienftlict,. Fragen ratz dem sich om'chlictzenden gestlligcn . üllantmensem war midet ifrrotinuufl grotz. Am Sonntag oonniitofl um 9 Uhr begaben M i-U’ja iU) Teilnehmer nod) oct Fricnanüatt. Nach Erf.iutcruNOßa 'Jitnrnilublaien an Hand von Sttuationspläneu durch Ttrefirt Tr Bnbcrbach ivurben den Teilnehmern tn vier iHrupptn Wr Einrichtungen gezeigt Erne Fülle des 3ntcTqfantcn tmrb jebaf 4 erlnehmet in l: nunrrung bleiben, tnvbcj dec laifody . nnt d* Leitung bet Anstatt beitrebt ift. ben Fnsasien bas Leben so ai* .7 nedm wie möglich zu geftatten. Um 10', Uhr begann W vauotvetsannnlung. ut ivel für fid) am (hnlabuna ftt. israt w» vabn wto Hrersamkrnann •Xülkt ngvsunden ban-n. Fn fnefl ^Worten ftrcirtr bn Vorsitzende. Hre.samlSbuteau-EtB' nei;ct Schneider Heppenheim, tut; bic Zwetkc unb 3idt Wt . cüininroereim. gab ieinem Bedauern übet, »um Glück nur vn ernzett »u vert •.tmenbe, Ausmüchfc .lusdriuk unb betonte, d» riefe in tonet Weise geeignet feien, da- Ansehen des BegmtenftMWM .u heben Eretsral von Hab» hob hervor, datz der BetbaM C*er Ztr immun 1 Oer Regierung sicher fein büre, wenn tne Set Igung her Ziele »,ch m bm i'euhetigen Grenzen bewege. Ve 'anders wertvoll fest datz sich b: Verein dir Hcvuna seiner gtteder in geistiger Hinsicht ;um Ziele geftrek: hüb- ■ 1 liotiete der BorfitzcnOe bat sticht über das abgelaufent •’** jchäir ghr Hieran ,'chlotz sich cm Vortrag de» Herrn bogel- r'.t. tng n über rnv . erhanblunqtn gegen das llrfenhmftrniyl* »x- n. her rme lebhostc Disdlstion beruornef; an dieto betcitute* -,ch eine größer 2lnc - bl Berbanssmitglicber Bezüglich ber W SianO v rnacbic oct Vorsitzende die Mitteilung, daß ben» Vern ^m.-:i noch Oie Rcv'.iion der Befolduugsorbiltmg m ni” Uv t.’er 5c-m :« *>-. irrbet auch tne Frag >r Vergünmq brr u. .augehitten geregelt rorrben dürfte. Fn ber Frag der (WnU* nrg inet nm ei Fich;euschrti: konnte ber Vorstand " 'her ’.nxm Boruhta-. nicht kommen. Weuer gab bn SoniBarbe jtaoö* H y$x* Ml! Gestern morgen Uhr stieg der M i l i t ä r - B a l Ls n' in Giessen. Verlag von Emil Habe pro Woche noch einige Lamme Donnerstag u. Samstag aufd. Fischmarkt mitLahnnicken, Zentner ÄirttmHr Nainichcn, Schell fiich.,Äablian kfe( fommt b\t |ni§ feine M- i von ,tt von Ontzl» im ^tantjurifl ;udrab erschoß onat seiner SKq Rotznuacu usw., frisch v. Zang, zu d. billigst. Preiseli. M. Simon, Walltorstr. 13. Tel. 614. L03927 Universitäts-Nachrichten. — Die Fuurn^kommissum der mirrttembergischen Zweiten Kammer hat btc Regierung arifgesordert, an der UniDerfitäf Tübingen ein Extraordinariat für Haut krau k- hatten zu errichten. Gerichtrfaal. ** Bu ch stab en-G ere ch tig keit. Ein junger Knecht auf dem Laurenzlberg, zurzeit im Hospital in Bingen, hat auf der Station Gau-Algesheim am 7. Januar unbefugt die Geleise überschritten und wurde von einer Maschine erfaßt und überfahren. Hrerbcr büßte er seinen linken Arm und den rechten Fuß ein. An den Folgen der Verlegungen wird er heute noef) behandelt. Ter Bursche hat nun auf Anzeige der Bahn- behördc einen Strafbefehl wegen unbefugten Ueberschreitens der Geleise erhalten, worin ihm 3 Aiark Strafe auferlegt waren. Er erhob Einspruch und vom Schöffengericht Ober-Ingelheim wurde die Strafe auf 1 Mark herabgesetzt. Du isburg, 25. Mai. Der Pferdehändler Scharpegge aus Mülheim a. d. Ruhr wurde wegen Wechselfälschnngen in Höhe von 30 000 Mark zu 5 Jähren Zuchthaus verurteilt Hamburg, 25. Mai. Tas Landgericht verhandelte gestern imd heute gegen fünf Angeklagte, die beschuldigt wurden, in 190 Fällen deutsche Offiziere gewerbsmäßig bewuchert zu haben. Tas tzsericht verurteilte den Kaufmann Mohr zu einem Jahr Gefängnis und 500 Mark Geldstrafe, sowie 2 Jahren Ehrverlust, den Makler Bein zu 9 Monaten Gefängnis, 400 Mark Geldstrafe und 2 Jahren Ehrverlust, den Kaufmann Kruschwitz zu 6 Monaten Gefängnis, 900 Mark Geldstrafe und 2 Jahren Ehrverlust. Zwei Angeklagte wurden freigesprochen. Petersburg, 26. Mai. Tie hiesige Gerichtskammer verurteilte den Verleger der Tolstoi'scheu Schriften, Belten, zu 6 M o u a t e n F e ft u n g. Tolstoi forderte die Gerichtsbehörde brieflich aus, das Verfahren gegen ihn einzuleiten, doch hatte diese nicht den Mut, Tolstoi selbst unter Anklage zu stellens Luftschiffahrt. In Gegenwart mehrerer Mitglieder des Königlichen Hauses beraustaltete gestern nachmittag der deutsche Touring-Klub in Münch en in der großen Arena dos "Ausftelluugsparks den Taufakt seines ersten Ballons. Reichsrat Schlicht betonte in seiner Ansprache, daß der neue Ballon „Sport" der Wissenschaft und wenn es Nvt tut, dem Dienst der Vaterlandes geweiht sei. Darauf vollzog die Priirzessin Adelgunde von Bayern den eigentlichen Taufakt und der Ballon unternahm alsbald seinen ersten Aufstieg. abzugeben. (2659 Tamvimolkerci Wolzhausen (Kr. Biedenkopf). Behufs W at der WB lesfcn und t ,n Cuelllüflllcr i en BoqelsbM - inq durch die Sv I>c darauf mit fr mg an eine« ab aus tzomburg^ eu stehenden chborn, um sruq einen .ihr; begleitete i«■ * ltf! und verubte- ein Mtzger, M (M.) m Ne„% noch in ’ niete ber J le? des Aus, 5' dafj der UfK W 6540597$ SAL «W 1Dte- ^ernhewl neu bie an bas «ne bereits '°ß bie b,ib,„ «Horben. * Mt gegen, "chenpartien, Zünstigt werben, ch mehrere Kor. Honen Platz Qin m gesungen unb § mit Lampion? mo dann immei isbeanM sj$t men bu(Ap|xn h W- > b,it idung cm # sO- -ÄW & llrtunbir^ 'M SM ^Zocl'^ Nls von dem bisherigen Erfolg der Feuerversicheruugsänstalt des Verbandes deutscher Beamtenverenre und bedauerte, daß so wenig von dieser Einrichtung Gebrauch gemacht werde: der Versicherung könnten auch Beamte, die keine Mitglieder des Verbandes seien, angehören. Auch die Vorteile der Bersicherungsnahme bei der hessischen Beamtenfterbekasse - - der nicht nur Staatsbeamte, sondern auch Gemeindebeamte und -Bedienstete beizutreten berechtigt feien — würden nicht genügend gewürdigt. Tie Erfolge dieser Kasse seien ganz außerordentlich, seien doch in diesem Jahre 43 Prozent Dividende gewährt worden. Sodann wurde die Rech- uungsablagc gutgeheißen unb dem Rechner Entlastung crterli. Als Ort der nächften Hauptversammlung wurde Büdingen bestimmt. Nach einigen weiteren Mitteilungen wurde zur Nerrwahl des Lorstairdes geschritten und in diesen Schneider, Willmann, Griesheimer, Heger, von (Lift und Kirschbaum wieder, und an Stelle des auf eine Wiederwahl verzichtenden Herrn Getrost Herr- Vogel-Büdrngen neugewählt. Bei dem sich anschließenden gemein- sckwftlrchen Mittagessen brachte der Vorsitzende ein Hoch aus den Grvßherzog unb bie Großh. Regierung aus, das begeifterren Widerhall fand. Ein Spaziergang auf die Starkenburg unb späteres geselliges Zusammensein im Garten des „Halben Mond" beendete die Tagung. Dermifdytes. ♦ E i n P 2,6), Winterspelz 2,6 (2,1), Winterroggen 3,0 (2,6), Sommerroggen 2,6 (2,3), Sommergerste 2,6 (2,3), Hafer 2,7 (2,5), Klee 2,9 <2,3), Luzerne 2,8 (M), Bewässernngswiesen 2,6 (2,0), andere Wiesen 3,1 (2,4). Ter Verkauf ber Witterung für bas Wachstum ist im allgemeinen wenig günstig: häufige, zum Teil empfinbliche Nachtfröste unb raube Nord-Ostwinbe wirkten hemmend auf das Wachstum ein. Tierische und pflanzliche Schädlinge sind bisher nur vereinzelt ausgetreten. Wintergetreide hatte in der zweiten Hälfte des April vielfach Anlauf zu fräftiger Entwickelung genommen, durch die rauhe, anhaltend trockene Witterung im Mai wurde sein weiteres Wachstum aber überall ungünstig beeinflußt. Im allgemeinen wird der Stand der Win- terung nur wenig besser oder ebenso beurteilt wie im April. Tie Sommerung findet trotz ber verzögerten Entwicklung vielfach günstige Beurtehung. Frühkartoffeln haben stellenweise durch Nachtfröste gelitten. Klee unb Luzerne sind im Wachstum sehr zurückgeblieben und zum Teil nur dünn bestanden. Stellenweise wird, ba die alten Futter vor rate zur Neige gehen und mit Grün- fütterung noch nicht begonnen werden kann, Futternot befürchtet. Auch ber Graswuchs der Wiesen ist itoch verhältnismäßig weit zurück, vielfach fangen die Wiesen erst langsam an grün zu werden; Flußwiesen standen hier und da noch unter Wasser. — Hamburg-Amerika-Linie Hamburg. Tie Verwaltung hat einem Aktionär auf dessen Anfrage mitgeteilt, daß die Nachricht von einer Verschlechterung der Ofeschäftslage jeglicher BegrüildiOtg entbehre. Sie halte die in der letzten Haupt- iammlung im Anschluß au den Jahresbeschluß gemachten Mitteilungen über die Aussichten im laufenden Geschäftsjahre in vollem Umfange aufrecht. Oester reichische S Ü dbahn. Tie Schutzvereinigung der Deutschen Südbahnaltionäre verfügt über 197800 Aktien und damit über eine ansehnliche Mehrheit in der Generalversammlung. Newyork, 25. Akai. Der Plan einer Vereinigung der hiesigen tind europäischen D ü n g e r f a b r i f e n unter dem Namen Jildependeut Ferlilizer Eampany ist abgegeben worben. Ter Plan schloß die Hermmtn Schmiblinaiinscheii Kaliinteressen in Deutschland ein. — Kleine Fiuanzch r o u i k. Die Nassauische Landesbank in Wiesbaden gibt eine neue Serie Lit. B. vmt 10 Millionen Mark ihrer 4°,o Schuldverschreibungen aus, für die der Emissionskurs vorläufig auf 102° o festgesetzt wird. Auf bie ucuen750 000 Mark Aktien ber Wapß & Froytag Akt. Ges. Neustadt a. Hardt ist mmmehr in ber Zeit vom 1. bis Xo. Juni das Bezugsrecht auszuüben-. — Bei der Heidelberger Straßen- u. Bergbau Akt.- Ges. ergibt sich ein Nein gewinn von 74 714 Mark (80 631 Mark) und die Aktionäre erhalten eine Divideltde von 4°-'o unb im Vorjahre -U^o. — Die Binger Nebenbahnen in Bingen a. Rh. beabsichtigen die Erhöhung ihres Grundkapitals zur Erwoi^rung des Bahnnetzes nach Bingerbrück. Märkte. fc. Frankfurt a. M., 26. Mai. Schweinemarkt. (Org.- Tel. des Gieß. Anz.) Zum Verkaufe standen 1638 Schweiite. Bezahlt wurden: für Schweine 1. Oual. 67—68 Psg., Lebendgewicht 53,5 bis 00,0 Psg.; 2. Dualität 66—OOPig., Lebendgewicht 53,0—00,0 Psg., 3. Qual. 62—65 Psg. Geschäft gut, Ueberftaub unbedeutend. “Mß Kablian ohne Kopf | Schellfische Bratfische treffen Donnerstag ein Gehr. Berdux l Bahnhofstraße 27. | Zum Bepflanzen von Blmeiibceten unö Wte empfehle große Poften fflhgemio Geranium. Friedrich Okovg Kunst- und Handels-Gärtner, _________SelterSweg 41. 13104 Neue Ltniichiniischme billig obzugeben. 103929 H. schön, Ltebigsrraße 65. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Mai Wetter 1909 to Höchste Temperatur am 24. bis 25. Mai — 4- 24,10 C. Niedrigste . „ 24. „ 25. „ =+ 8,2 °C. 25. 2“ 742,7 23,2 9,3 44 s 4 Sonnenschein 25. 9" 740,4 18,9 13,3 82 8 2 Gewitter 26. 7“ 745,1 13,3 9,0 80 8 4 Bed. Himmel LoranSsichtliche Witterung für Hesse» am Donnerstag dem 27. Mai: Wolkig. Vielfach Regenfälle. Etwas kühler. Westliche Winde. „Die Verdauung ist in Ordnung Müller'sche Badeanstalt. W a s s e r ro ä r m e ber Lahn 166 R. Grsginnl-Drahtmeldungen. Rom, 26. Mai. Linda Murri, die im Verein mit ihrem Bruder ihren Gatten, den Grafen Bonmartini, ermordet hatte, wurde begnadigt und sofort in Freiheit gefetzt. S z e g e d i n , 26. Mai. Der Fabrikant L u st i g , ein angesehenes Mitglied der Stadtvertretung, ist mit Hinterlassung mehrerer Hunderttausend Kronen Schulden geflüchtet.. Ein Verfahren wegen Wechselfälschung, Unterschlagung usw. ist eingeleitet worden. Paris, 26. Mai. Die gerichtliche Prüfung der Statuten des Po st - und Telegraphen-Syndikats hat ergeben, daß diese als ungesetzlich zu betrachten sind. Das Syndikat wird infolgedessen aufgelöst werden. Eine gerichtliche Verfolgung der Unterzeichner des Statuts soll jedoch nicht stattfinden. Paris, 26. Mai. Der Abgeordnete Coutant, Vertreter des Seine-Depattements, wird am nächsten Freitag einen Gesetzentwurf betreffend Begnadigung der gemaßregelten Post- und Telegrap henbeamten einbringen, wonach diese roiebe^ in ihre Aemter einzusetzen sind. Paris, 26. Mai. Nach einer Meldung aus Rom empfing der P a p ft gestern 800 französische Eisenbahner, Mitglieder katholischer Verbände, die gegen 100 Fahnen mit sich führten. Der Papst lobte in einer Ansprache bie Eisenbahner für ihre Bemühungen, ihre Sage zu verbessern, ohne babei ihre Pflicht zu vergessen. Weiter lobte ber Papst bie Arbeiterorganisationen im allgemeinen, zugunsten deren die Katholiken niemals zu arbeiten ermüden würden. Petersburg, 26. Mai. Der Verband echt russischer Leute wird am Gedenktage der Schlacht von Poltawa eine große Feier veranstalten, der auch der Zar beiwohnen wird. Bei dieser Gelegenheit soll dem Zaren eine von 20 000 Mitgliedern des Verbandes unterzeichnete Bittschrift überreicht werden, in welcher der Zar um Aufhebuitg des Ottober-Manifestes unb Wiederherstellung der Autokratie gebeten wird. Saloniki, 26. Mai. Die Beruh igungsaktiou in N o r d - K o s s o w o macht täglich Fortschritte und die Jungtürken können bereits als die Herren ber Situation betrachtet werden. Der Einfluß der albanefischen Behörden hat sehr zur Herbei- fübrung dieses Zustandes mitgeholfen. N e w y o r k, 26. Mai. Wie verlautet, beabsichtigt Präsident Taft, einen Antrag einzubringen, das Kriegsbudget für 1909 um zirka 30 Millionen Dollar zu kürzen. Wenige Menschen können das von sich behaupten, und doch ist gute, regelmäßige Verdauung eine so wichtige Sache. Boru'-Endenrch, am Burg graben 11, 9. Jan. 1908. „Unser jetzt 7 Monate alles Töchterchen Mathilde ist durch den Gebrauch von Scotts EmlUsion ein so munteres und kräftiges Äutb geworben, baß wir das Präparat gar nicht genug schätzen können. Das Kind war zwar im ersten Monat kräftig, ging aber txmn, trotz sorgfäftkHer Pflege, immer mehr zurück. Sie sah limtner blaß und müde auä, wollte ihre Nahrung nicht nehmen, unb die Vcrdcnmng ließ sehr zu ivünschen übrig. Es blieb nichls anderes übrig, als dem kleinen Säugling ein Kräftigungsmittel zu geben, und zwar Scotts Emulsion. Scho»k nach 14 Tagen war eine bedeut ende Aenderung un Befinden des Kindes sichtbar, unb jetzt, nach dem Gebrauch der zweitetr Flasche, steht es hell und munter aus, der Appettt ist wieder vorhanden, uub die Verdauung ist vollständig in Ordnung. Die Kleine hat kräftiges, festes Ftesich am gamen Körper uub ist schon so wild, daß sie am liebsten mit ihrem Schwesterchen und Brüderchen herumspielen möchte." (gez.) Jakob Betzen u. Frau. 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