' er' =r>-v J.Zt* £ i Erstes Blatt Mittwoch 24. November 1909 159. Jahrgang Ein ®coBi»ehl(antennim in der Art, m.e | ctljöftie. In Deutschland bars man für den ö^tigon hohe» a berau5gebilbet hat, hat wohl in der Gelbstanb aber auch btc Reichsfrnanzmistre und den grotzen Die heurige Nummer umfüfet 12 Seiten. jitzen, fast unentbehrlich ist. < I cs 2*«y c~ 5 S Z »2 C?Kt b e Mabrid". — Schilauf in den Schulen an Stelle des Turnens. Dem Jahresberichte des Oberharzer S. C. über das Jahr 1908/09 entnhnint der „Winter" (München), daß bei der-- schiedenen Schikurien auch JugendabteilunFen eingerichtet waren. „Recht erfreulich/' io lesen nur da, „ist die Ausbildung der Jugend nn Schiläufen durch die Ortsgruppen Clausthal - Zellerfeld, St. Andrrasberg, Altenau, RiefenSdeck, Braunlage, Buntenbock, Lautcmhal und Wildemann. Besonders nahmen sich die Lauf, warte und Lehrer der Jugend an und förderten die Leistungen durch planmäßiges lieben. Besonders »u begrüßen i)t die Eur- lcgung des Schneejchuhlaufens tn den Lehrplan der Schule statt Dinterrurnen, wie cs von jetzt an in Clausthal-Zellerfeld gt> schieht und schon feit Jahren in bat Ortsgruppen Altenau, et. Andrcasberg, Braunlage und Riesensbeck. Um nun in Claus- chal-Zellerfeld allen Lindern von der Mittelschule den Segen 3.CT -'2 ~ ÖOC» * Remlpved) • Anschlüsse: tot die Redaktion 113, Verlag u. Expedition 51 Adresse tüt Depeschenr Anzeiger «iefccn. on -• 2 1s r‘ z.t •* ■r» r-r- r. isi >ß- r*—> G 7*3- Nr. 276 Lei «ietzener Lnzeig« erschein! ü: glich, anöet konntag«. - Beilagen: viermal wöchentlich -ichen, rFamiUenblätter; »iprimaimöcbentl.Kitis» blatt lLrdenllrtts Lichen (Dienstag und frreilaa); »weimal monail. Land- vlttschastlichr Seitsragen 1I ■ N ’ 2 S Cd -i;ö 7= 2o,u- 5 « er U t £ | Z vierte dieser Hä: Es hat keine Bl------ ... eine windschiefe, elektrische Bogenlampe. Was dah.nter ist, will ich lieber nickst unterfudjen. Es heißt: „CasS streitig nicht allein, es sprechen noch andere Ursachen und Verhältnisse mit. Wir haben nicht nur in Deutschland, sondern auch in Rußland und Amerika nicht mehr als eine gute Durchschnittsernte gehabt. Allerdings muß in Betracht kommen, daß im allgemeinen die Lebensrnittel- preise in der Welt bedeutend bestiegen sind, also in den einzelnen Ländern die erforderltchen Summen viel größere sind als noch vor 5—10 Jahren. Aber es sprechen noch andere Umstände mit Der Geldmarkt ist in weit höherem Maße als irgend ein Warenmarkt international. Das Kapital sucht da Anlage, wo es Aussicht hat, am besten zu rentieren. Kein Markt greift also auch von einem Land in das andere so sehr über wie der Kapitalmarkt, und darum sind auch die Rückwirtungen von einem Land zum andern auf keinem Marktgebiet starker als an diesem Markt die Entwickelung zur Jnternationalität ist in den letzten Jahr eil besonders stark in Deutschland und den Vereinigen Staaten liervorgetreten infolge der außergew.hnlich starken industriellen Entwicklung, die diese beiden Länder genommen |aben. Man kann sie gegenüber den alten Industrie- und L.»5- Ä: Die Marokkofroge in der französischen Kammer. Paris, 23. Nov. Die Kammer nahm die Be- spreck)ung ber M a r o kko an f r a g e n wieder auf. Emile So n ft an t (Republi.aner) meinte, Frankreich habe an Marokko nickst ben Antell erhalten, ber ihm für seine Opfer gebühre. Tour nabe (Nationalist) billigte bie Politik Pichons und würbe es für unklug halten, die Truppen zurückzurufen. ,, In Erwiderung auf die Ausführungen mehrerer Redner sagte Minister Pichon, Spanien habe, bevor seine Aktion im Riffgebiet begann, die europäischen Staaten benachrichtigt und versichert, daß die Aktion genau begrenzt unb sich mettf' gegen Tast richten werbe. Spanien habe den E^f.ktwbestand an Truppen oerboppelt, aber immer zu verstehen gegeben, baß es sich damit begnügen werbe, bie aufrührerischen Stämme zu unterwerfen, unb daß es feine Truppen zurück- ziehen werbe, sobalb bies gelungen sei. Die europäischen Staaten hätten einmütig Spanien beigepflichtet. Pichon versicherte, bie E n t e n t e m i t S p a n i e n sei bie Gr u n b- lage ber Marokkopolitik Frankreichs. Er erklärte, Frankreich werbe das Schaujagebiet erst nach ber Organisierung ber Streitkräfte bes Machsen, bie btc Ordnung gewährleiste, räumen. Minister Pichon betonte weiterhin mit großem Nachdruck die loyale Haltung d e r d e u t s ch e n N e g i e r u n g. Aus ber Haltung Deutsche lands habe sich für bie beiden Regierungen sowohl wie für die allgemeine Lage eine Entspannung gegeben, die alle mit Beifall begrüßen müßten. (Beifall.) Die italienische Regierung habe bem Machsen mitgeteilt, daß sie nicht länger auf bie Bezahlung ihrer Forberungen warten könne. Die Mächte seien also hinsichtlich ber bem Machsen gegenüber einzunehmenben Haltung einig und billigten einmütig bie Vorschläge Frankreichs. Die Zustimmung Marokkos, fuhr ber Minister fort, haben wir noch nicht erhalten. Er habe den Vertretern Mulay Hafids mitgeteilt, daß bie Fort^ setzung ber Derhanblunaen uunö:ig würde, wenn wir nicht schnelle Genugtuung erhielten. Die Antwort, die eine der dringenden ist, ist die bezüglich der Anleihe. Die Presse Deutschlands, Englands-und Italiens erklärt, daß ihre Regierungen bereit seien, die Maßregeln zu billigen, bie zu treffen wir gezwungen werben könnten. (Beifall.) Wir werben nicht in bie Räumung Casablancas will'gen, ohne daß wir Garantien erlangt haben. Mulay öafib werde entweder der Stimme der Vernunft gehorchen, dann Die internationale Geldklemme. Es ist eine mit großer Regelmäßigkeit wieberkehrenbe xrscheiimng am internationalen Geldmarkt, baß alljährlich zum .Herbst hin bie Gelbflüssigkeit etwas nachläßt und in ben verschiedenen Industrie- unb Halbagrar-Länbern einer mehr ober tninber stärkere Anspannung Platz macht. Als Ursache dieser Erscheinung sieht man im allgemeinen bie Velternte an bezw. ihre llcberleitung in bie weitverzweigt ,cn Kanäle bes Hanbels unb Verbrauchs unb die damit usammenhangende Versilberung derselben. Je nachdem nun nn Land — noch mehr ober minber Agrarstaat — eine größere ober kleinere Ernte hat, werben bie Ansprüche an ben Gelbmarkt größer ober kleiner fein. Ihren Ausfluß -inden diese Ansprüche in dem jeweiligen S ande ber großen Jenlralnoteninftitute, bei uns die Reichsbank, bie bann gelungen sind, eine Schutzwanb für ihre Gelbbestänbe zu errichten, d. h. ben Wechsel- unb Lombarb-Zinssuß zu rrhöyen. In diesem Jahre nun hat diese internationale Geld- «mspannung im Herbst besonders stark eingesetzt und sie ist besonders unangenehm auch bei uns empfunden worben, veil es kaum 1% Jahre her ist, daß ber Zinsfuß bei uns in Deutschland bie ungeahnte Höhe von 7y3 Proz. für wechsel unb 8V2 Proz. für Lombarddarlehne erreicht unb einen mit ben üblichen Begleiterscheinungen ausgerüsteten Marken Rückschlag in ber wirtschaftlichen Entwicklung her- vorgerufen halte. Unb bann unangenehm auch deshalb, toeü baS wirtsckstlftliche Leben wenigstens in Deutschland rjerabc wieder die ersten Ansätze zu einer Erholung zeig e. Cs besteht also die Gefahr, oaß diese Ansätze zu einer all- gemeinen Belebung von Industrie, Handel unb Verkehr wieder im Keime erstickt werden, wenn bie Geldanspannung lich länger erhalten sollte, unb darum dürfte ein näheres Eingehen auf bie befonberen Ursachen von Interesse fein. Denn die Welternte unb ihre Versilberung tut es un- -e leichtes Feuilleton. -■_ Ein seltsamer Ehrendoktor. Es gibt doch üoch gute Menschen auf der Welt, die dem Verdienste seine Krone zuerkennen. Der ,Berl. Bürs..Cour.- hat den piechischen Dichter Menandros, besten Schiedsgericht beute ilier oufqefübrt wird, anscheinend in gerechter Würdigung 'einer Verdienste um die Lustspiel-Literatur, ehrenhalber zum Doktor gemacht. In seiner Nr. 547 vom 23. November nacht er seinen Lesern nämlich folgende köstliche Mitteilung: In Gieße n findet am 24. November die Uraufführung des LnsNviels T r. Menanders „Tas Schiedsgericht" tn der Uebeiietziing von Prof. Alfred Körle mit dramatischen Ergänz- unaen von v. Lvveln-Bronikowski statt. Etwas gar zu spät für eine solche Ehrung, wenn sie lmch sicher aus gutem Herzen kommt. — Aber auch hier in Sieben hat Menander bie Geisler in Aufregung versetzt $n dem Personen Verzeichnis von Menanders Schiedsgericht hat sich, wie nnS mitgeteilt wird, em iinnftörenber Druckfehler eingeschlichen. Es heißt da: .ChoiraflratoS ein reicher Athener', .Charisios sein Sohn', und weiter „Onesimos, Vater des Charisios^, — danach hatte ber arme Charisios zwei Väter gehabt, und daS war auch in Alben zu MenanderS Zeit nicht üblich! Es muß heißen: »Onestmos, Sklave des Charisios^. — Vier Namen. Dem Kunstwart (Verlag C^rg Callwey, München) wirb geschrieben: Bei einem Aufenthalt in einem schweizerisch-bab scheu Grcnzstäbtchen führte mim kürzlich mein Weg bes öfteren durch eine Strafe, die mir mit jeoem Male besser gefiel. Nicht etwa desha-rn weil |te im glücklichen Besitz von vier nebeneinanber stehenden Weinwirtschaften ist — bas trifft man in ber Schweiz ja sehr höusig —, sondern das eigenartigen Berhältnist^ halber, in bem bie Häuser zu ihrem Namen stehen. Das erste ist ein altes, biederes Kleinbürger Häuschen, fein stiub erlich gehalten, mit grünen Lstben und vielen, vrelen Blumen Blumen, wohin das Auge schaut. Rote, blaue und {^oe umranken bie Fenster unb lachen aus dem weinen Bvl" gärtchen. Solche alten Fuchsien- unb Nelkengehange, bie ^ohl gepflegt unb gestutzt bie sorgfältige Wartung liebe» 2 r> Sprungyaf.igteit. Ein yrovipetuiantenrum in oer luri, ro t es sich in Amerika herausgebilbet hat, hat wohl in ber ganzen Welt nicht seinesgleichen. Denn^ eS hat sich nicht nur in ber börsenmäßigen Wertpapicr-Spekulaiion ein genistet, sondern hat auch fast bie gesamten Warenmärkte, wie Eisen, Metalle, Petroleum usw., und selbst das Eisen- lahnwesen ergriffen. Dadurch ist aber Amerika ein sehr unruhiger Faktor für bas internationale wirtschaftliche Leben geworben, unter dessen Einfluß in erster Linie Eng- lanb, bann aber auch Deutschlanb zu leiden hat. In Dcutsch- (anb zeigt nicht nur bie Börse eine große Abhängigkeit von Newyork, sonbern auch, um nur ein Beispiel herauszu- greifen, der beutsck>e Eisenmarkt ist stark abhängig von ber iemeiligen Konjunktur am ameri anischen E senmaikt. In Englanb ist es vornehmlich bie Börse, unb in Kvnsequenz davon ber englische Gelbmarkt, ber unter amerikanischen Einflüssen zu leiben hat, ba in weit stärkerem Maße noch als bas deutsche, bas englische Kapital beim amcr.konischen Wertpapiermarkt Anlage sucht.. Auch bie englischen Roh- itoffmärhe werden, wenn auch nicht in bem Maße beeinflußt. Tatsächlich haben sie auch nicht bie Bedeutung gegenüber ben amerikanischen Rohstoffmärkien als der englstiie Geldmarkt, der für bie Amerikaner, wenn sie in der Geldklemme wird bie Zukunft gesichert." *■ — Ein neuer Berliner Eispalast soll, wie ber „Winter" mitteilt, mit einem Kostenaufwand von 12 Millionen! Mark gebaut werden. Eine als „Adnriralspalost-A.-G." ehtM getragene Firma will den als VergnügungShaus mit Eislaufbahtt gedachten Bau in ber Nähe des Bahnhofes F-riedrichstraße stellen. Die Eislaufbahn selbst soll Platz für 600 Läufer bieten. Die Ge- sellschast fdteint ben Mut ju diesem groben Unternehmen durch den sehr aünskiaen ersten Jahresabschluß des bereits bestellenden Berliner lÄsoalastes gefunden zu haben. Sie rechnet mir einem: jährlickien Ueberschuß von mehr als 1 Million Mark und mit einem fReingenrinn von etwa 700 000 Mark, aus dem eine Dividende von 15 Proz. in Aussicht gestalt wird. Tie Eröffnung ist für Ende 1910 vorgesehen. Zurzeit ist das Geld sirr diel es Unternehmen jedoch noch nicht beisammen. — Zum erstenmal eine Ftugmaschine unter deml Hammer. Das geschichtlich denkwürdige Ereignis ber ersten Versteigerung einer Flugmaschine wirb aus London gemeldet, wo ein Eindecker englischer Bauart unter ben Hammer kam unb xum Preise von 50 Pfund Sterling einen neuen Besitzer fand. Der Pfandmeister gedachte ijtit einer kleinen Ansprache dieses bemerkenswerten Vorganges. — Kleine Chronik aus Kunst und Wiiienschaft. Im Erfurter Auen-Theater ist zwischen dem Direktor I. Karl unb den Mitgliedern ein so st a r k e r Z w i st a u s g e b r 0 ch e n, daß der Direkwr alle Künstler entlassen hat. Die „Deutsche Dühnen-Genossenschaft"' hat zur Klärung der Sachlage jofort ihren Generalsekretär Tr. Osterrieth entsandt. — „Polnische Wirtschaft" heißt ein neuer dreiaktiger Schwank Don Kurt Kraatz und Georg Okonkowski, der jetzt an die Theater versandt wird. — „Cesare Borgias End e , Musikdrama von Bernhard T i t t e l, hat bei ber Uraufführung im Nürnberger Stadttheater einen starken Erfolg erzielt. — „Außenseiter"^ drei Einakter von Öermaun Vagus ch e, fanden in Krefeld bei ber überbauet ersten Aufrührung sehr lebhaften Beifall. — Tie Ausführung ber Operette ,,P rinz Ton Juan" wirb am 27. November im Wiener Raimund-Theater stattfinden. Bekanntlich wurde die Direktion zur Aufführung dieses Werkes durch Beschluß des Gerichts gezwungen^ «ciuflODrei^. monatlich 7öVü, vierteljährlich Mk. 2.20. durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 t>L; durch die Post Mk.2.— Diertel- jährt, ausschl. Benellg. Zeilenoreis: lokal 15 Pf^ ausioaiis 20 P'enniq. CHelredakteur: A Goetz. Perautivorllich für den 'w- ' polintdjen Teil: August „ _ für (Dbcrljcffcn sss Annadme von «nzeigei ” , _ , . - — faal“- ® £>eß' tüt den tüt die rageSrtummer Botafion$6ni(! und Verlag der Vrüdl'fchen Univ.'vuch' und Zteiudruckerel R. Lange. Redaktion, Erpedition und vruckerel: rchmflrabe 7. ^„^l'aen'teit: *$>. Beck, bi« vormittags 9 Uhr. _______ Unb diese Gelbschwierigkeiten treten in ben letzten । Jahren in ben Vereinigten Staaten nicht selten unb wie oben schon bargelegt, sprunghaft auf. Neben bem spekulativen Moment spielt dabei das amerisa:iifck>e WährungS- unb Umlaufs-System eine offenbar große Rolle, auf bad . näher einzugehen hier inbes zu weit führen würbe. ES fehlt bie Zentralisierung unb Regulierung bes Geldwesens unb ber Umlaufsmittel, wenigstens in bem Maße wie bas in Deutschland) burch bie „Reichsbank", in Englanb durch die „Bank von Englanb" unb in Frankreich burch bie „Bank von Frankreich" geschieht. Dadurch ist ber Geldmarkt ber Vereiniglen S.aaten öfters wieberkeyrenben Erschütterungen ausgesetzt, sobalb unerwartete giößcre Ansprüche an ihn gestellt werben. Solche Ansprüche treten aber Wieberum bei ber ganzen inbustriellen Be.ätigungsart, bie, wie oben schon bargelegt, ebenfalls stark spekula.iv ist,, nicht selten auf. In ivlchen Fällen ist ber amerikanische Markt bann gezwungen, bei ben europäischen Märkten, speziell bem englischen, Stütze zu suchen unb biejen Golb zu entziehen. Das jeweilige stärkere Auftreten amerikanischer Finanz- wechsei in London unb ber Golbexporc aus Englanb laubigen bann ben kontinentalen Märkten bie Krise an. Um ihre Golbbestänbe gegen bie amerikanische Invasion zu schützen, müssen sie ben Zinsfuß in bie Höhe setzen. Eine solche Krisis am amerikanischen Gelbmarkt brachte im Jahre 1907 bie europäischen Gelbmärkte unb im melieren Verfolg auch bie internaitonafen Waren- unb Probuktenmärk.e ins Wanken unb riß eine Hochkonjunktur um. Unb ein solcher Rdißstanb in Amerika hat auch bie zurzeit besiehenbe herbst- liche Anspannung verschärft. Das inbustrielle Leben hat sich in Amerika im Lause bieses Jahres im Hanbumbrehen wieder zur vollen Blüte entwickelt, unb bie Roheisenvro- duklion hat bereits in ben letzten Monaten wieber Rekorb- zisfern zu verzeichnen. Dem infolgebessen stark gesteigerien Kapiialvebarf ber Jnbustrie in Verbinbung mit ben ja ebenfalls großen herbstlichen Ernteansprüchen war der G ld- markt in Amerika nicht gewachsen unb er mußte aus Europa übergreifen. Die Folge war, baß bie Bank von Englanb innerhalb kurzer Zeit ihren Diskont von 2V2 ,Proz. auf nicht frei von starr jperuiarrven Aus- 5 Proz. heraufsetzte unb baß analog auch bie beutsche Reichs- baburch hervorgerufenen größeren > bank vorgehen mußte unb ihren Diskont von 31/3 aus^0 Proz v-a-r Hände verraten, solch ichinnckes «rtchen^mi^einen ^I«o-"^^icheNggUebung an arme Kinder verliehen werden. Dadurch erlangt das Schnee- schuhlaujen eine soziale Bedeutung, und bem gesunden Sport s i&z I S? 1 I I C2 3 "*= I WhXr11 Die Zinanzresonn im engli|d?en Oberhaus. :mö. Dcutfd?cs Ucidn Der Kaiser traf Dienstag abend gegen 9* • Uhr auf Dem Bahnhof Aadzionkan ein, rvo Fürst Henckel von Donnersmarck )üh zur Begrünung eingefunden hatte. Die Mitglieder der Grieger meine, die Feuerwehr und Bahn- bexuntc bildeten auf dem Wege vom Bahnhof durch das Dors Spalier. Ter Aaifcr und der Fürst, sonne das Gefolge fuhren in '.'lutomobilen nad) dem neuen Sckilost Reudeck, Das bengalisch beleuchtet war. Int Foyer wurde der Shufer von der Fürstin begrübt. Als Iagdgäste sind u. a. cm- getroffen. der Herzog von Rultbor, Fürst Hatzfeld zu Tra- chenberg, S ber prüf tbent G.a> Z.dlttz zu Trü. schier, Äcg.e- rungSpräsident Tr. v. Mei,tcr Wiesbaden und R.gicrungS- prastdent von Schwerin iLppuln. Der frühere Chef des Marinekabtnetts, Admiral Freiherr von Lenden-Bibran, ist gestorben Tic „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" meidet: Der XXd)cimc Cbercc0icnin(idrat und vortr.'.qcndc Rat ber Reick)s- kan?,lei, Lahns chafje, ist zum Unter st aatssckre- tär der Reichskanzlei ernannt worden. 2lu» Statt unO CaitO. Sieben, 24. November 1909. M La ae Skatender <ür Mittwoch, '> Jlou. S i a ö t • t b e a t c v. »tooiuc!luim jui x.'O<*eitt vo-. tikoBlKitogit ukbun*- tag; .DasSchiedAgerichi' (Uiair1 .yiua.v uiio.Xdtiülle*. Lluiang 7 Uhr. Vortrag von Pastor Simon: SBobtn heuert der 3 • I a m f Abeiu>. ti‘,4 Uhr im grovcn Vöqaal der Uimrtijiiat. Singe. Hüc die Regierung sprach hierauf Horb Pentland und erklärte, bab sie geschlossen für das JBubgct enttrete und stellte in Abrede, bau sie der Angreifer im Streue sei. Ta- von LanSdowne vorgeschlagene Vorgehen sei ein Präzedenzfall, und toenn er and) darauf hmgewiescn habe, bau ein ckhaoS, roic c5 die 'JTbfelrniiig des Finanzgesetzes zur Folge haben werde, durch ein Sufanimniarbeilen der Jicgiming mit dcr Lovofnion ocr> miecen werden könne, so müiic Lansdowne doch sehr gut wissen, baü btc Regierung sich niemals an einem Schritte beteiligen könne, dcr auch nur den leisesten Anschein ccrocdc, an den Privilegien des Unterbaute» rütteln zu wollen. Die Ablehnung bed Fluonzgesetzes bedeutet die Lahmlegung dcr Exekution und eine v.j) daraus ergebende Stocku intinung es keinen Ausw.g gebe, als eine revolutionäre Aende- rung ber Bertasfung. Er tonne nicht glauben, bau das Volk es dulden wolle, bau 600 Peers sich die Kontrolle über die Besteuerung anmastcn, btc es tragen solle, und er gebe zu erwägen, ob die Lords diesen nicht zu widerru»enden Schritt tun mühten, denn sei n einmal getan, so tonnte ber Zustand, wie er einst gewesen, nie wieder hcrgeitellt werden. tVetfall bei bat Ministeriellen.- 'werbe Frankreich ihm helfen, oder er werbe bet sctner Haltung verharren und bann werde Fran'ret-ö ^enöt.gt sein, titeln sie in ^aroHo die Achtung vor den ,Interessen Frankreichs und der Ausführung der Ucbcrcm- kommen und Vertrage wahren werde, welche bü Beriehun- sen Frankreichs zur marokkanischen Regierung regeln, wurde mit 433 gegen 67 Stimmen angenommen. TaS Haus nahm sodann mit 460 gegen 72 Stimmen den einzigen Artikel des Gefeycnttvur'LS an, der einen Ergün- zungSkredit in Höbe von 12 Millionen für die Cperanonen in Marokko verlangt- Tor auf wurde die Sitzung geschlossen. 2luslant. Tumstag vormutag fand in ber Diener Hofburg unter fron Vorsiüc des Kaisers ein ungarischer Minister- Tat statt, der 1”» Stunden dauerte. Gute Enttvirrung ber gegenwärtigen Lage hat, w.c HandclSm.n.sters L^ssu.h den TreffeDertrcteni crti ucic, noch ntd't erzielt werden können; Fortsührunz bei Vorhand IKestimmung getroffen. Ter Minister kehrte am Raü»mittage snach Cfenpcft zurück. Einer Tepeschc au4 Lr enitza zufolge verhinderten *2ni>ajiefcit die sranzösischen Ingenieure, welche mit dem Studium der Sracc der Ädriavahn besa-ast.gt waren, an ihrer Ardctt. Tic Ingenieure mußten nach ,'Dristina zuruckkehren. Der türkische Senat genehmigte eine Adresse, ut der die Thronrede paraphrasiert wird, bezüglich der Lage in -Mazedonien das afißcuunic Bedauern uoer die dort an- 'dauernden traurigen Zustände konstatiert und der Wunsch ausgesprochen, bar die,e chronischen Fragen gelüst werden. Bezüglich der Deckung des TcftzttS im Budget w,rb die in der Adres e geb tarne xsdmhiing von Mrn^polen gntgch.isten, dagegen Die Zollerhöhung fritifiert, die die Armee und Bevölkerung belaste. Die Konstantinopeler Presse setzt die abfäl ige -ritlk de- Balkandreibunde- fort, der nur gegen dte Türkei gerichtet sein könne. Aue Peking wird gemeldet: ES ivurüc ein kaiserliches Edikt erlassen, wvburü» bei Bizek önig von Tschili, Tuan-sang, entlassen wird Der Biie- künig von Hukuang, der Mandschu Ehcn-jkueiLung, wird sein 'JIxiq;folger. Der Gouverneur von >hang u, dcr auch Mandschu ist. ivurde uuit stellvertretenden ä-ekönig von Huluang ernannt. Ihm folgte im Am»e der Eouverneur von Slansi Tic Ernennung Chen Sucilungö su.dct nicht die oUgenicnw Billigung, da seine dienMicoe Züd)tigfiii gering geachtet wird unb er in dem Ruse st h:, fremden- se i n d 11 ü' e vt nsichte it zu hax’cn. Bei den Eh.ucsen ist er nickst beliebt. den Sorpag baden. Vermächtnis Derselben an den T:t>3» - ircheniondS in Bingen . ün Betrage von 8000 7.k. der Lu'lage, bi? Zinken siuuübü einem ’Äefien der Cr...-/ r; T bi» zu oe'scn Ableben eukommen ;u Ian en, später b:» 9-:':-^ als ..cP»?cie Swleußner und der graul an Helene Hehler T-inniiaM an bie Stabt T ar m y. abt alS „Heuler-Sz : j-xr,. S:iiiung" ;m Betrage von 1UOüÜ Mk. zugunsten b-? fani'^r r Einrichtungen im städtischen Arankmdauie. Sera? ein 3aoen?ung des "bo;i Görz in ilonton cn den e b c n 4 v 11 f #. verein m M ai r. z als Betrieb-kapital zur Erbalrtrug ftuTbc-.i.ippe. im Betrage von 102 1UU Ak. Bennächtristst >- D'twe 'auquüe Fauerbach, geb. Hannu»m:, in Rieder. stabt an bie 0 em e 1 n b e 7? tcber-Soll nabt, tm Setze« von 10 000 und 15 000 Mk. Bermöchtmö Tertibex an ht Gemeinde Llovvenbe,m, un Betrage von 10(XX) A», zur Unten'tüeung der CrZMrmen aus dem Zinsertrag. Cercü.:, niiie be4 Fabrikanten Phil. Renn in Taimflobt an die Fre . maurerlose .Johannes der Evangelist zur einiradx ‘ u Darmstadt, behebend un Erlag einer Darlehens,^,Id ue 8*:rc;e von 18 OCX) und in em em Kapital von 5000 T.* bei als „Philips und Cutlie Äenn*51ir:ung" verwaltet uni be’ici ZinS-rkiag zur Verschönerung des Logen -ebchtde« mu seiner Emricheungen verwende werden soll. -Schu-.kung bei LereinS zur Unterstützung armer ftranfer vs, 2anoe in Tarmstedt an daL Llieehospiial dafellst ta der am 1. Juli 1909 erfolgten Auslösung deS iSa!bdbea<^^- kranlenhaufes. ceuebenb ui der Hälfte des 'darDermäqeni twu Lrankeiihauses un Betrage von etwa 35 000 Mk und u ba Mol-ilien bc3ielbcn, unter der Bedingung, dast das uber;^en.- Vermo^en für sic geiondert als „rduchicr'iche Sti'tung^ co matter und bet Zmittag nach Bedürfnis zur dntc.- ^6014 armer Lranler vorn Lande verwendet werde, ictoie daß Llicehv'vital bereu fd, in ber Erfüllung der noch lanmchW Verträge deS MarhüdoLandkrank-udauseö auf Äxtrlangai cs* iutreten. ** Stempelfrer. Tie Anerkenntnis bet Vaterschaft vor dem Stande»beamten und Errichtung einer besonderen Ilrlunde hierüber ist mit bestens 4 Mk. stemvelpflichtig. 2luf Sti.ung bcS H«: fische, Ministeriums her Justiz tonnen für die Zukunft die o.ü.-ib.* beamten bei Beibringung eines Armutö^ugni. s.s mu atn.^ gerichtlick er Genehmigung den Stempel 30113 oder tc> weise erlassen. Bcur.undung der Vaiersil-aft^-an.-rkenkno^ durai Eintragung in das S.andcsam^regi .er ist ften.p.I.u» •• Tie Ringkampfe im Kolosseum, bie un ihrem Ende entgegen gehen, gestatten sich immer spannend«. E-estern siegte ocr Ki'lner Em 0 ndS na2» h.n *ni ..amtzstz in 13 Minüten über Langenbach- Siegen Da am 'S. - nerstag keine Lampse statt,inoen, sind für heute 4 :aa vorgesehen. Emoud., der a.S stärkster £11.1)131^1 i.iin« Deutschland.' gilt, steht hier dem taubstumm, n fHoöenbiM gegenüber. Beide haben noch nie z. s .mmen g.rung.n, et<™ iGiiv Jensen und Bcrnard le Boucher, oie,c r.e Finger sind in der Konkurrenz bis jetzt noch unbesiegt ES wird deSl-all» von grostcm Zntcref e sein. Die Sinnt* anzufehen. Ferner ringt auch der Meyg.rgebilfe Kolfertz wieder und zwar mit Dem Franzosen Louis 1 e ilatu Fritz Heydt wird wohl in Langcnoach einen cbcitbüit.jn Eegner sinden. Die Kämpfe sind eine dfolikurrenz um Ml Meisterschaft von Löcscdeutschland. Tie iHingci sind dn hoher Strafe und sofortiger TiSqualijikation uerp lichu^ bie uampfe reell zu fuhren. •• Kinernatograph. Ter Tirektor des hiesigen Unternehmend, ztusgen, hat nun auch m Limburg an Der Lahn em Theater iebenoer Bittrer eröffnet, oj. toi '.Kamen Apoliothcatcr fuhrt und stark besucht wird. .-Loch dem hier erfolgenden Programmwemfel (wöchentlich zwei Mal) kommen die Filmt, nach Limburg, um dort vo> geführt zu werben. — Ter heutige Programmweibsel bringt hier eine überaus farbenpriichtig: 'Naturaufnahme, „deiw lese". Der Humor ist durch bre: feine yiujuni 11 DerUeiflr, nämlich „Schnupfen und kein Taschenluch", „Die verhär.z» niSvolle Hose" und „Tie beiden Lroona.izen". ^c.',ensn sind auch cic dramatischen Bors .. .. . ujig*, nach bunt Roman bei Grafen Tolfuri, und „ber Tod Dd Pcrser-äönigS EambyseS". Sehr nett wirkt auch das Io* bild „Schiffertanz" aus der Operette „^0 wohiit sie b.na*- 80m Vogelsberg e. Ter pLöbudx eingetret ae ftadd. Schneefall hat uuindxu 2 a n b in 1 r 1 Ulfe angenehm überrascht .An ruiujcn cxtnarh-iijcn sich* noch üvhlraden aus, ui Meiches hat ein Lanbmann taget 1.4 itar teil ein emznermcn. je. T a 1 m ,t a 01, 13. Nov. Scu einem Zahizchtu. be» schäftigt sich die Bevölkerung der ibergitrayc lebhaft n* dem Bau elektrischer Bahnen von Tar.it fra* nach den Hauptorten der Bergstraße Tu tn4- gebenden Behörden, die diese Angelegeiu^eit früher pr^ii«. standen dem Unternehmen ableyneuo gegenüber. düngen ergaben inzwischen, daß siö» die geplanten 2una ntchi unrentabel gestalten wurden Fn Frage kommen b£ Linien Tarrnstadt—Eberstadt mit .Ibzweiguag na .) üur;#- sttidt und Verlängerung der Bahn bi» Bensgemr; B.cken.a».- Jugenheim -Seche im ^te man hört, ift d.e I u/| iL.ru > g Dc» Projekte.' in greifbare Nahe gvruat, da bat-' nisteruur ihm ba.inäd)|t nal)er treten wird, um die irntwicklung oc Bororte von Tarnt stabt nickst hu'.tanzuhaltcn un ftranliuLt a. 2R. 28. 3ä>t* In ber beuttjmSfaö* verordnetenveiiammlung teilt Der tiotitvc.i£h: mit, iti auS Dem sJtad?laü Der DcrltorDcnm Frau Frauzis^. SpeQts Dan Armenamt eine Stiftung wn 5<>juuo : .-’rf , * geuoifen ist, woo.m die Beriau.mluna untn leooarian Laick •' den Dabura» betuttgten Burgernnn Äanur.u r.an.Tt Leiter y- nebmigte bie XietiamnUung Die Ein fuhr ung Dc* cvxcäxudffi au ba stuDt.schen Spattojic. X. Fuida, üü .ov. Derrn BaudeSTistelrasen- tun ne is in der NL e von Sihiuckstern veruug.lickten or« mit Entladen eines sagens befchasttgtc Aroeiirr, uw es sie an einer stecken S>ette adstürzten Ter eine von tuneo, cui Italiener, erlitt sehr schivere Verletzungen, an benrri er im Lranlenhause, wohin man ihn verbrämt hx.le, start. — Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem CchulamtSasviranten Hch. Jager au3 UPa bie Lehrerstelle an ber Tcmemdeichule zu Fauerbach bei Äibda. - Au« dem Militär-Wochenblatt. AIS Romp.. Chef versetzt wurde L^theißen, 'Jlbjuiant ber 50. Inf.» Bngabe (2. Hen.), in baS Inf.-Regt. v. (Soeben l2. Rhein.) Rr. 28. — Ernannt wurden bie Cbedeutnantv Wegeli un Füs.-Neat. Generalfelbmar!chall Pnnz Albr. von Preutzen (vannov.) Nr. 73, zum Rdsulanten ber SO. Ins.-Brigade (2. Hess.) unb Jacobi 0 Wangelin im Fn'.-Le'b-Regt. (Srohherjooin «3. Hess.) Nr. 117, unter Bew.beriing zum überzähligen Hauptmann zum Adsutanten der 84. ^ns.-Bng. — Berl-hen wurde Göy. bidher Bez'rkSfelbivebel beim Landw.-Bezirk Erbach, ber Charakter als Leutnant. -- Der- setzt würbe Meier, Oberleutnant im Westpreuv. Train-Bat. Nr. 17, in das Heff. Tram-Bat. Nr. 18. — BefSrderi mürben zum Lentn. m-t Patent vom 19. November 19ü7: der Fährnch MerSmann im Inf.-2eid-R.gt. Großherzogin (3.Heff.) Nr. 117; zu Fähnrichen bie ch.ro klensterlen Fähnnch«- Rose, Tmgelbein im Ins.-Regt. lta ser Wilhelm (2. Hess.) Rr. 116, Buckmann, Wieter im Inf.-Leib-Regt. Grogherzogin (3. Hess) Nr. 117; Naumann im 5. Grogh. Hesi. Ins.-R.-gt. '.'k. 168. — Ans fein Gei ach zu den Reserve- Oiftzirrcn ber betreffenden Truppenteile übergeführt wurde Nitz 01di im Ins.-Regt. Prinz Karl (4. Heff.) Dir. 118. — Ter Abschied mit der gesetzlichen Pension, der Aussicht auf Anstellung im Zivildienst und bet Erlaubnis zum Tragen seiner b:8berigcn Uniform bewilligt: Böcking im Garde- Lrag.-Regt. (1. Heff.) Nr. 23; zugleich ist bcrielbe bei den Reieroeofftzieren deS Regiments angestellt. — Ter Abschied wurde bewilligt dem Leutn. Graf von bchlitz, genannt von Görtz, un Garde-Trag.-Regt. (1. Heff.) 91 r. 23; gleich- zeitig ist letzterer unter Belassung seiner bisherigen Uniform zu den Offizieren ä la suite ber Armee übergetreten. — Der Abschieb mit Pension bewilligt wurde dem Major z. T. und BezirkSofsizier SDlorneroeg beim Landw.-Bez. Eibach, mit der Erlaubnis zum Tragen ber Uniform des Leibg.-Inf.- RegtS. (L Heff.) Nr. 115. ** Zur Feier des Geburtstages deS Groff- herzogs findet heute 8 Uhr abends von der neuen Aa> ferne auS großer Zapfen ft reich statt. Er nimmt • olgenben Leg: Licher 'Straße, Moltlestra^e, Ost-Lnlage, L-acktorstraste, Markttlatz, Scltersweg, Lü^-Anlage bis vor die Wohnung deS Regimentsurmmandcurs. Tort lverden drei Ntusilitucke und der große Zapfenstreich gefpiclL Der Rückweg geht durch die BtSmarck'rraßc, Ludivigsstraße unb Aaifctallec, nach der neuen Kaserne. Wegen der durch die eleltrische Straßenbahn erfolgten Beengung der Straßen ersucht das Garnifon-üommando das Pubiiium, um Un« glückSfälle zu vermeiden, den Anordnungen der Begleitmanuschaften und des Absperrlommandos unbedingt Folge zu leisten. Am 25. 7 Ufjr vornr ttndct großes Wecken statt. Es nimmt denselben Weg wie der Zapfenstreich. Um 0 Uhr vorm. wird von dem Turm der isiadtiirchc ein Ehoral geblasen. — Rach erfolgtem Festgottesdienst in der Stadtiirche und in der karhol. jtirdje ist gegen 11 Uhr ein Regiments-Appell aus dem Hose oer Zeughauslaserne mu anschließender großer Paroloausgabc. Um 4.30 Uhr nad;m. ist Festessen des O,fi- ^ierlorps im Offizierlasino. Gegen 8 Uhr oben es beginnen in den verschiedensten Lokalitäten ber Siabt die Lompagnie- feiern, die in hergebrachter Weise in Aus,ühriingen unb Tanz bestehen. — Die Beamten unb bie Bürgerschaft begehen den Festtag, der durch die Festvorstellung im Stabt^jeaicr heule abend eingelecket ivird, durch das herlömmliche Festessen im Saale des GesellschaftsvercinS. In den >schulcn, die im übrigen unterrichtsfrei find, finden besondere Schulfeiern statt. •* Nationalliberaler Verein. Montag, 29. Noo., abends l/,9 Uhr, wird Amtsgerichlsrat Dr. Lohmann- Weilburg, Mitglied deS preußischen AbgeorbnetenhauseS, hier in einer öffentlichen Versammlung über ic ReichS- f 1 nanzrei0rm und die politische &age* sprechen. ” WeihnachtSboten. Der Großhandel mit Christbaumen hat begonnen. Oberheffen und der Odenwald lieferten vor allem die WeihiiachtSbäunie in bc* beutender Zahl nach den Städten Gießen, Frankfurt a. 9)L, 'Wiesbaden, Hanau, Offenbach, Mainz und Darmstadt. Für acht- bis neuniäbrige Bäume werden 30 Mark, für zehn- bis zwölfjährige 35—40 Mark für daS Hundert von den Händlern bezahlt. — Die hiesige ReichSdankstelle ist auS Anlaß von Großherzogs Gebultstag von 12 Uhr mittags ad geschloffen. •• F 0 lyende Schenkungen wurden ön üroetien unb drillen Sicricliabr vom Oirofeberwg genebnuat: Schenkung emc- Ungenannten an bie katbottsche Äirme tu Abenheim )ur Gründung emeS Aavlan-iwnds, bestehend au3 Grundstücken ün Verte von 20 000^'JDrf. Schenkung de4 Sigmund Neustadt m fReronm' an die Stabt Tarrn Habt, unter Ana!lederung an die bereits bestehende „Mons und jlaroline-Neustadi Snstung" tm Betrage von gleichfalls .50000 Mk., mit Der Maßgabe, daß der ’Kmnr. dieser Snitung 'ortan „Moriv. äaroline und Elise fReuftebt-Siiftung" lauten solle, sonne oaß bu Zinsen dieser weiter gcitirteicn 50 000 Mk. zur UnteruL^ung solcher Beoüri- tigen der Stabtgemembe — ohne Unterschied ber Konfession — verwendet rjerben sollen, die durch ihre Geburt, Lebens- ober aeicllschaickiche Stellung sich nicht cn die öremliihe M,ldkätla- teii 511 wenden in der Lage find sogenamue „oer'.ch.imte Arme"? Tie Verfügung aber dic Zinsen un einzelnen soll dem freien Ermeisen de- ittveckigen er^cu Bürgermeister- dcr Staat Tann- ^nb: uberlapm bleiben, «chenkung deS ftonnucrjienraM Phck otratemeper in Mainz an die Stadt Mainz, bestehend au5 Billa«. Gürtnertzaus und Park zu Gcmsenbelm im Werte v.-n mindestens 73 00*J Mk. Scheumngen de« Rentner- '.Qathan i:hd Aei» in Marn^ an Die Stadt ’.'Ji ainz, und zwar; a Mned nach dem Ableben seiner als i>^uvniLßerin bdtinunicn Äitwe auS- »uzatzlenden Äapital4 von 2U0JÜ Mk., bad al» „Phuiov und Babette tHci* S.iitung" von ber städtischen tinncn?eputctton alj Unterfiüdung-iond- verwaltet werden »oll: b emo Kapital» von 1 j UV«J Mk, ba» al» .jtlara AevS-Sn'tung" verwalte und dessen Ertrag alliäbrlich dem Verein für Bo.kSn«rb'.fadrt ut Mainz jur Ber'ugung geteilt und von diesem zur lirbaliunj de» Ämbec tiürtce ,m Fclddeigichul-au» oder nach besten Eingehen zur ut- Ixiliuno eines Krnderdorte» in einem anderen luiDtuiuen Sevulhauo Dcrice.-ibct iverbcn sott. Vermächtnis des Geh. Iuiii-.rats 3gnar M c $ in Tantiftabt udie Sekt . 0 n 2atn)iat>t des ieut- scheu unb Oesterreichi'ckxn AlvenvercinS E V . im Ve trage von 10O» ->k Vennackums Tesieiden an Di. Hilfs- faife lur Deut»»be Siechtsan walte in Leiozig. un Be^ trage vsn lOtXX.» Mk. Vermächtnis Der Loren; t: a a d Uütiabeib, geb. Immerickiu, m B:ngen an be. römisch tötens v-taab unb c-uaotüK Immer»chitt au» Biuo >.^S. utng . un Betrage von 12 uuu Lxf., unter der Aui.ast, bu imräonü’c für einen unbemittelten, m diciem Seminar uiio.aeabca Alumnu. iu Dameabai; eumetuuxn Fall cs soll lui m Brngcn gc^orsur London, 23. Nov. Daö englische Oberbaus setztc bei dicht besevtem Hause bie Deralung Der nstnanzre form Vorlage fort Lord Lr 0 mer führte aus, er wolle sich der 'Abstimmung enthalten. Er tonn: nicht für bie Entschließung Lan->- bomne summen. Denn er gegen sie stimmen wolle, mürbe bud al- nn Zeichen dcr Zustimmung zur Bckl angesehen, die er aber oMdjiu. Sowohl Englunb gegenwärug gluckeicherweiie mu aller Wett in Frieden lebe, tonne er doch nicht sagen, die allgLmaine Lage ut Europa wäre so, daß man nicht befürchten muute, ein Sluuretcn von Zwisllgketten in England würde ba5 Land lat)men, ronm es einmal in Gefahr geraten sollte, unb Die Ablehnung der Bill würoe _ heftige Lamme Hervorrufen, denn sie würde auch die genrnnujjun Liberalen -wingen, sich nicht eher »ufrieben zu gchen, bis itid>t nur bie Zuiammenseyung, ionbem auch btc Befugnisse bed^ Cher* häufe5 tatsächlich geändert lutd. So verwenlich auch die Finanz- chorschlägc ber Regierung feien, könnten sie doch nicht abgücbnt ! werden, ohne daß man anlnxn schrecklicheren Gefahren entgegen* Diriituiago. ■ E, n Ln egsluf tschii s im ttahre 1812. SaM b.t turchtöare Btaitt» von P!v4kau unb die Schrecke» w nschen Xbtmer* bewirkten, die '.lurrribunq Der ncvoteon.fcheri 3** oaiwnsarmre, soltte ur-prüngliür die Luigabe eineü ra.r.t-x^ ftrieG4luftj(bitfc6 jän. zu Denen Bau sich cm nnmänrnidja Är- chanrker namens Lepick Dem. jtatfn Ä'erander 1. haue enku^c la,»en Aut Die wenig bekannte G.'chichte, die irr jia- .ä ar Den gen nnrärtigen Liand De: mckitäriuhen Lust'l. airt tx1 geichi^.tuchcm Intcresie ist, wurde bie Le ’enuent cm 3*^ 1892 au'mcrkcam, al? dai „Xulili Archiw" den in Di .cr Ar - C< kirn bat yt’ubruii Brie^ch'el zwiich.-n Dem Zaren und bce 2Xoska^.r Kommandanten v t-i.n biouoozchiu ^ranSgab. ulten 2t Mai 1812 teilte Der -.onarch oew ’Vca’en unter hi Benawirgenbett mu, daß c.an ttm einen sehr ge'ch.üttn ^.c-chcn.kc tonnte", er scndr ihn nach Noslau. wo »dm zu uuu all. . . aö cr brauche, jur ikriügung gestellt werden solle. Tie» xTTunbung war nichts gcimjercJ, älü ein nüa:;:gaudcr Lepick Uun peng auch wtrlltch nach Mdüuut, s* SÄ. Giessen (Stein Die Beerdigu von Verwandt Xichricht, das Leiden unser t rater, Urgross Her im Alter von V -x --2 r Je - Sn Zare> .-y’-. un- U iW b o^'V-yngt, b & ___- ^^Vricjkast< ?JS tauscan Tod Heule nacht if Frau Dr. Entschlafen. ?^r!ch 'rni d um 3ilfriöe. ■ '‘'•h. ro^t n •4. s"ien, den 24. ^Kihn 22. bhristbau den »v. X( AUn6 dem 2tc IfL”* 'n Vaier Var- lDf0' 10 Üb' VÄ !;M5 I ^ulnerier § L ^inbeia, den 23 Mm B J Geburt Ttorfel, SfAier D*/h) Die tieftrauernde Familie Giessen (Steinstr. 51p ), Gladenbach, Volkmarsen, 24.Novbr. 1909. Die Beerdigung findet Donnerstag, 25 Novbr., nachm Uhr, 6415 Eintritt frei. 6409 T Frische Fische. Adele Welker 6424 Gießen, den 24. November 1909. [5076 Preisen. B 1 Hauptgewinn A 20000 Mark iar empstehlt (6418 Pforzheim, 22. November 1909. 6297 äu JAVOL •K in jeder Preislage. 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Molt Han (Zentr.) rechtfertigte nochmals die Aus- schußanträgc und bedauert, daß nach der Verständigung im Aus- schu.ß morgens 8), auch ist ift jetzt südlich des Main? eine dünne Schneedecke vorhanden. - Ta- nördliche Xie’ zieht in südöstlicher Richtung weiter, io dast Tentschland auf semer Westseite in den Bereich nordwestlicher Wrnde gelangt. S ch u e e b e r i ch t. Bei neuerdings einsetzendem Schneetreiben in den Mittelgebirgen 5—10 cm Neuschnee, Uralt. Wette»ansstchten in fressen am Tonnerstag den 25. November 1909 • Niederschläge, meist eebnee; milder, windig. Doch läut die Lage des Tiefdruckgebiete^ später wieder auf Abküblung schliesten. ftovschm unter peinlichster Geheimhaltung zwei Schmiede und r! Schloss" für ihn anwarb, und das Werk begann unter dem _'wand der fremde Mechaniker sei beauftragt, Pivdelle zu »^wirtschaftlichen Maschinen zu bauen. 2tind gewann den Grafen .»lick für seine Idee, Rostopschin war vom Gedanken an ihre ^sichtlichen Folgen überwälltgt und schrieb dem Kaiser: Diese -e Erfindung werde das Kriegshandwerk überflüssig machen. ' Menschengeschlecht von dem höllischen Zerstörer .Napoleon« i-eien und den Zaren zum Schiedsrichter über Könige und !stareiche und zum Wohltäter der ganzen Menschheit machen. Zwischen bestellte Lepick .5000 Arschin Taft von besonderem -vebe, trockenes, fünf Jahre altes frolz. für 30000 Rubel riol und für die gleiche Summe Eifenfpane zur Anfertigung i Bomben. Zur Begleichung der Rechnungen wiesl der Kaiser dem -sen 100 000 Rubel an. das genügte aber nicht, und schon an- ,s August hatte der Erfinder im ganzen 163 000 Rubel für /chasfungen verbraucht. Mitte August endlich war der Tast istäirdig zusammengenäht, Ende des Monats sollte der Auf» ■ , vor sich gehen. „Der Ballon wird fünf Menschen tragen", neb der Graf dem Zaren am 2d. August, „morgen wird Lepick • n Versuch madxn und ich habe das Publikum davon unter» itet damit es nicht erschreckt." Das Publikum erschrak aller- - iS'nicht, denn der Mißerfolg war geradezu glänzeitt). und Ro- , -schin war genötigt, dem Zaren zu berichten, daß sich der er- He freilbringer als ein „verrückter Scharlatan" erwiesen habe. e das Geheimnis des Ballons zu wahren, wurde die Gondel »brannt und das Gerüst auseinandergenommen. Was übrig b war für 30 000 Rubel Vitrwl, das zur Füllung der -nben bereits angeschafft worden war — waS man damit „acht hat, verschweigt die Chronik. Prima MWMcta empstehlt K. Hartmann, Metzgerei, 6411) Frankfurter Str. Beteiligung evtl. Kauf. richtiger vermög., rout. u. energ. Kaufmann (Christ, verh-, 33 J-k venräffl. Ch. ra’cter, wünscht in ein größeres nachweisbar gut rentierenücM Fabrik- oder Handelsunternehmen mnzu- ? urasich nach Einarbeitung mit vorerst ca.50—LOO M t l le zu Reuigen oder das Geschäft demnächst oder später ganz zu uber- v Unen- Nur durchaus solide, zukunftsreiche Objekte kommen in l’h llelerenz. geboten und verlangt; strengste,Diskretion. 4 -sfuhrl.Anträgeunt.F.A.K.226 a. Rud.Mosse,Frankfurta.M.erb. lss”/uJ Sicfinier Mmin E. V. Zur Erlangung von Entwürfen für den Neubau eines EisvereinSliaufes wird hiermit unter den in Gi eben ansäffigen Archttetten cm Wettbewerb ausgeschrieben. Für '^reiseund zum Ankauf von Entwürfen stehen 300 Mk. zur Verfügung. Die Unterlagen und bei dem Unterzetchncten. Asterweg 9, kostenlos zu beziehen. v^/n Gicbcuer Eiäverei« E. V. F. A.: Braubach, Geräiewart. 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Fre1t^-AboiiKi.-fortiil& JlolteDmanöTer' Schwank in 3 Akte, oa« P. 8roatz u. Heinrich Sfsb » ifang 8 tidr. (Lnbe »eg «> . Kolosseum Giessen e-nurin*'t i «... fe*- Heute Mittwoch, 24. November: 9. lag der groiiea uueraetioneiee Bingkimipf-Konkurrent Heute 4 Kampfe. kaagendach argen Hevbt. Jeniea .icgen vernarb le Voacher. SottiS le Marin Frankreich at v »eifere, «rugereebüfe e. Robeabuich aeaen (smoads. vorder ba» g-.o;artige Lvezialttate, 'Ürorrsstsu W KlnemBtogrmph. voü’taniige neue Srnee. r . . . • iu den t ' \ . Annina der ^k.r irQuna 8 Ubr. Lzi Rtngkamofe» 9 . UH Om vorderen 2.\* : lurcm taa.ich ab 7» , Uhr grobe» tonien de." X iircnor.txntT» ..>est»aret»". «u» «nlah oon (8to berAoflt Qkbuitbmn findet Toweert^ 36. Rovern der. die Vorstellung in 2^et>i-n. 'dnisenganen taut y :• .a'.- t ' ein Direktion Albert RapyWM^ ton. Klreheoplnts 9. 00016 Tief unter der Erde. Z<*che Rheinpr^uasen. deben tag a 8—10 Uhr geöffnet. 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Zur Neuen Welt Donaerotag den 2Ä. W. Mts. aut ireier des Hcburiotageo Lc «'ÄS Ärtifonirrt. 15» lad. erst em V?,. Hoimonn. Ssnoerkranz Giessen. Dirigent: Herr ALBERT KASTEN. Sonntag den 2*4. Novbr. 1909, abends 5 üb in Nieia» Sani -»au = KONZERT = ▲tufflhrende: Fnlaleln Marianne Geyer 'Alt) aus Bertie (Lieder zur La ite); Hen Willi Bro« Ten*»r) vam >udu . thestar iu Mü h iwsen I Els.; Gjmischlar Caor ead Mannerchor des SÄngerkraniea. PROGRAMM: Dir.: