Nr. 97 Zweites Blatt Erscheint tägNch mit Ausnahme des Sonntags. 15$). Jahrgang Die ..Siebener Zamillenblätter" werden dem ^Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Krelsblatt für den Kreis Sieben" zweimal wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal. Redaktion, Expedition unb Druckerei: Schul» straße 7. Expedition und Verlag: e^5L Redaktion. II2. Tel.-AdruAnzeigerGießen. Dienstag 27. April 1909 Rotationsdruck und Verlag der Brüh loschen Universuäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Die Lonservativen und die Neich-finanzreform. Im Einverständnis mit dem Reichsschatzsekretär hatte der Vorsitzende der konservativen Reichstagsfraktion für gestern abend die Vorsitzenden der anderen bürgerlichen Fraktionen zu einer Besprechung eingeladen, über den konservativen Wectzuwachssteuerantrag. Die neuerlichen Besprechungen, die die Finanzminister der großen Bundesstaaten am Samstag abgeschlossen haben, führten zu keinem endgültigem Beschluß über die Auswahl der Ersatzsteuern. Am aussichtsvollsten gilt nach wie vor die Erhöhung des Kafseezolles. Interessant ist es nun, zu sehen, wie sich das Verhältnis der Regierung zu den Konservativen gestaltet, nachdem die Konservativen der Regierung gewissermaßen schon den Fehdehandschuh hingeworfen haben. Die „Nordd. Allgem. Ztg." schreibt nämlich: „In der „Konservativen Korresv." finden sich Beschwerden darüber, daß die Bewegung für die Reichssinanzreform bedenkliche Formen angenommen habe und daß der konservativen Partei in Preßorganen und Versammlungen egoistische und persönliche Motive in Bezug auf ihre Haltung gegenüber der Nachlaß- und Erbanfalls- steuer unterstellt worden seien. Die Korrespondenz legt Verwahrung gegen eine derartige Agitation ein und deutet an, daß sie sich unter Duldung und Förderung von Organen der Regierung vollziehe." Hierzu bemerkt nun die „Nordd. Allg. Ztg.": „Wenn sich zugunsten der Finanzvorschläge der verbündeten Regierungen im Lande während ber letzten Monate eine wachsende Bewegung geltend gemacht hat, so kann dies als ein erfreuliches Zeichen für die steigende Teilnahme an dem Werke der Finanzresorm nur begrüßt werden. Die Regierung nimmt das Recht für sich in Anspruch, in der öffentlichen Meinung ihre Vorlagen zu vertreten und die konservative Bevölkerung ebenso wie die liberale in ihrem Sinne aufzuklären. Die Ausübung dieses Rechtes hat übrigens bisher auch konservativen Anschauungen entsprochen; jo wenig also die Reichsregierung Ursache hat, die in den erwähnten Kundgebungen sich zeigenden patriotischen Absichten abzulehnen, so wenig ist es gerechtfertigt, sie für jeden Zeitungsartikel und jede Versammlungsrede verantwortlich zu machen. Dabei muß anerkannt werden, daß die Bewegung sich im wesentlichen in einwandfreien Bahnen hält. Insbesondere gilt dies für die vom Reichskanzler empfangenen Abordnungen; wir nehmen daher nicht an, daß sich die Beschwerden der „Konservativen Korrespondenz" gegen diese Kundgebung richten. Sollte sie Aeußerungen im Auge haben, die auf den: Beamtentage gefallen sind, so möchten wir betonen, daß diese Versammlung der Reichsregierung durchaus unerwünscht gewesen ist und daß vor ihrem Besuche ausdrücklich gewarnt worden ist. lieber die Vorgänge auf diesem Tage sind Feststellungen angeordnet worden, von deren Ergebnis es abhangen wird, ob ein Anlaß zu disziplinarischem Vorgehen geboten ist." Die Lage in der Türkei. Rem äußerlich betrachtet, hat sich seit gestern nichts geändert; die Lage ist gegenwärtig gekennzeichnet durch die Bestrafung der tun Militäraufsrand Schuldigen. Es sind mehrere Kriegsgericyre mit der Untersuchung besaßt. Füsilierungen sollen zahlreich sein Unter den Füsilierten befinden sich auch viele Hodschas, doch ist die Zahl von mehreren Hundert übertrieben. Auch einige Zivilisten werden standrechtlich abgeurteilt. Einer strengen Bestrafung geht insbesondere das vierte Bataillon der Salow.kier Jäger entgegen, des seit Mannschaften truppweise gebunden unter scharfer Bewachung abgesührt werden. „Turquie" verzeichnet das Gerücht, daß der erste Feld- ad l u t a n t des Sultans, Marschall S ch a k i r P a s ch a , S e l bst- mo r d begangen habe. Er stand auf der Liste derjenigen Personen, welche die Militärrevolte inszeniert haben. Der „Kölnischen Zeitung" wird aus Konstantinopel gemeldet: Eine Anzahl l)öl)erer Beamter, unter ihnen der Staatssekretär der Finanzen, sind als der Mitschuld an der Meuterei vom 13. April verdächtig, verhaftet worden. Man beab'iichtigt nicht, die Untersuchung zu übereilen, sondern eingehend und klar in voller Form festzustellen, wie die Meuterei entstanden ist und wer der Hauptschuldige ist. Es wird nicht bezweifelt, daß der Nachweis der Hauptschuld des Sultans erbracht wird, worauf dann durch Fetwa des Scheit ul Islam ausgesprocl>en werden soll, dag ein Unwürdiger auf dem Throne der .Italifen nicht sitzen dürfe. Die Kasernen um den Jildispalast sind von mazedonischen Truppen bezagen und der Palast abgesper-rt. Gestern nacht wurden einige Nester geflohener Meuterer gesäubert: auf der asiatischen Seite gab es ähnliche kleine Vorgänge. Noch an mehreren Puntten Stambuls, vielleicht auch in dem türkischen Viertel in der Nähe des deutschen Krankenhauses werden sie erwartet. In das Viertel am Krankenhaus sollen sich flüchtende Soldaten aus den Kasernen von Pera gerettet haben. Die Nationalversammlung ist gestern früh unter militärischer Bedeckung von San Stefano vurückgekehrt, um in .Konstantinopel streng geheime Sitzungen abzuhalten. In der gestrigen geheimen Sitzung nahm die Nationalversammlung die vom Großwesir eingereichte Demission des gesamten Ministeriums an. Wie von gutunterrichteter Seite verlautet, beschäftigte sich die Nationalversammlung in der gestrigen geheimen Sitzung auch mit der Frage eines eventuellen -Thronwechsels. Da Mahmud Schefket Pascha der Versamm- mittelste, daß er für seine militärischen Operationen noch 24 Stunden benötige, wurde die Beschlußfassung bis heute aufge- schoben. Aus demselben Grunde wurde das Kabinett, das die Demusion ^eingereicht hat, ersucht, noch bis heute im Amte zu bleiben. Im Verlaufe der gestrigen Sitzung der Nationalvcr- sammlung teilte der jungtürkische Deputierte Ali Bei mit, daß die Nationalversammlung vom Scheich ul Islam einen Beriäst und den Antrag fordere, der Sultan sei, weil er die religiösen Gesetze verletzt h>rbe, des Kalifats uirwürdig. Die Nationalversammlung werde Abdul Hamid als Sultan und Kalifen ab- setzen und Rcschad unter dem Namen Mahumed V. als seinen Nachfolger proklamieren. Wenn die Nationalversammlung diesen Antrag angenommen und Rejchad proklamiert hat, werde sich eine Abordnung der Versammlung mit dem Scheich ul Islam zu Abdul Hamid begeben, ihm die Beschlüsse mitteilen und ihm ein ihm zugewiesenes Palais nennen, wo er ruhig seine Tage beschließen kann. Falls sich der Sultan widersetze, werde er verhaftet werden, da er dann weder Sultan noch Kalif sei und luegcn seiner Vergehen vor Gericht gestellt. Sollte sich die Nationalversammlung dafür aussprechen, daß Abdul Hamid nomineller Herrscher bleibt, so sollen, wie der Bert. 2ok.-Anz. erfährt, gegen etwaige absolutistische Rückfälle folgende Garantien geschaffen werden: Die 9Jiauent des Jildiz werden geschleift. Die Jildiz-Kasernen. in denen die 2. Division mit mnd 20 000 Mann zur unmittelbaren Verfügung des Padischahs stünd, werden niedergelegt. Der von Abdul Hamid zu einerstarken Festung ausgebaute Jildiz wird künftig nur noch Palastwache in Stärke von einer Kompagnie haben, die täglich abgelöst und der Reihe nach von allen hier garnisonierenden Regimentern gestellt wird. Dadurch wird dem Sultan die Möglichkeit ge- nontmen, die Truppen zu korruptieren. ' Der Sultan hat aus eigenen Mitteln den Anmarsch der Salonikier Garnison zu decken. Er wird sich durch ein großartiges Geschenk an die Nation, wie verlautet, von 50 Millionen Pfund, des größten Teiles seines Privatvermögens entledigen, das im Auslande angelegt ist und nun als Basis für den wirtschaftlichen Wiederaufbau des Reiches dienen soll. Ein reaktionärer Militäraufstend in Erzerum. Bei der Pforte sind Meldungen eingelaufen, denen zufolge in Erzerum eine reaktionäre Militärerhebung unter ganz analogen Verl)ältnissen wie in Konstantinopel ausgebrochen ist. Die Mann- fchaften knebelten die Offiziere und verlangten die Wiederherstellung des Scheriatrechtes. Die Regierung wendet alle Akühe an, um einen Ausbruch von Wirren zu verhindern. Zur Lage in Kleiuafien. Der deutsche Kreuzer „Stettin" wird sich auf Befehl des Kaisers zur Ablösung der „Hamburg" direkt von Malta nach Mersina begeben und dort voraussichtlich am 3. Mai eintreffen. Der Kreuzer „Lübeck" geht nach Korfu. Wie die Agenzia Stefani meldet, haben die englischen und die französischen Schiffe Lllexandrette vorgestern verlassen, da sich die Lage verbessert hat. Der Militärgouverneur ist mit einem Bataillon türkischer Infanterie gestern zum Entsätze von Dvrtyol abgegang en._____ parlamentarifcfyes aus Hessen. Darmstadt, 26. Llprft. Die Regierungsvorlage über die hessische .Gemeindesteuerresorm ist soweit vorbereitet, daß sie voraussichtlich im Laufe dieser Woche den Ständen zugehen dürfte. Sie wird wiederum vom Ministerium des Innern und dem Finanzministerium gemeinsam überreicht und in den parlamentarischen Beratungen vertreten werden. Die Grundsätze der neuen Vorlage sind dem Vernehmen nach die gleichen geblieben wie in der früheren Vortage, doch sollen auch verschiedene, den Wünschen von Interessengruppen und Parlamentariern entgegenkommende Abänderungen getroffen worden sein. Der Finanzausschuß der Zweiten Kammer beabsichtigt, schon in der nächsten Woche mit der Vorberatung der Gemeinde- steuerreform-Vorlage zu beginnen, damit das große Reformwerk, dessen baldiger Abschluß von vielen größeren Gemeinden des Großherzogtums schon im Hinblick aus den demnächstigen Fortfall des städtischen Oktrois gefordert wird, möglichst noch im Laufe des Winters unter Dach und Fach gebracht werden kann. -_________________________________ Deutsches NeScH. Der Kaiser wird auf Einladung des Kaisers Franz Josef Mitte Mai zu kurzem Aufenthalt in Wien eintressen. Kronprinz Wilhelm ist gestern abend 10 Uhr vom Wiener Nordbahnhof nach Berlin abgereilt. In den Straßen zum Bahnhose, namentlich in der Praterstraße und aus i>em Praterste rn hatte sich, ungeachtet der spücen Stunde, ein sehr zahlreiches Publikum versammelt, das dem Kronprinzen begeisterte Ovationen darbrachte. Am Bahnhofe hatten sich zum Abschiede eingesunden der Botschafter von X; dyir । chky und Bögen dorn mit den Herren der Botschaft sowie der Ehrendienst. Der Kronprinz verabschiedete sich herzlich von den erichienenen Herren und wechselte dann mit dem Erzherzoge herzlick>e Äbschiedsworte. Vom Fenster des Waggons winkte der Kronprinz bis zur Abfahrt dem Erzherzog noch wiederholt zu. Der„Reichsanzeiger" meldet: Der Botschafter in Rom, Graf M o n t s, wurde unter Verleihung des Großkreuzes des Roten Adlerordens mit Eichenlaub seinem Anträge gemäß in den Ruhestand versetzt. Der kleine Kreuzer „Cor mo ran" wird am 1. Mai in den Dienst gestellt, um neben „Condor" als zweiter Stationskreuzer in der Südfte zu bienen. Cs gilt .für wahrscheinlich, daß der Kreuzer auf dem Wege dorthin rwch vorübergehend Aufenthalt im östlichen Mittelmeer nehmen wird. Der Verband der Metall-Industriellen von Halle und Umgegend hat auch in diesem Jahre seinen Mitgliedern zur Pflicht gemacht, solche Arbeiter, die am 1. Mai unentschuldigt der Arbeit fern bleiben, bis auf Weiteres nicht zu beschäftigen. Der Münchener Erzbischof Dr. v. Stein wurde gestern abend von einem S ch l a g an ra 1l e betroffen und linksseitig gelähmt. Das Vewußtstin ist noch nicht zurückgekehrt. Tas Doostapstci tat mb im CcstXchbftichen Pa hin versammelt.______ AusLand. Ungarn. In der gestrigen Sitzimg des ungarischen Abgeordnetenhauses teilte der Ministerpräsident mit, daß das Kabinett beschlossen habe, wegen der Bank-Angelegenheir zu demissionieren. Der Ministerpräsident ersuchte das Haus, sich bis zur.Klärung der Lage zu vertagen. Der ChefderPeters bürg er politischen Polizei, Generalmajor Gerassimow, wird unter Anklage gestellt, in Verbindung zu einer staalsverorecherischen Partei gestanden zu haben und zwar auf Grund desselben § 102, nach welchem Lopuchins Anklage erfolgte. Die Affäre macht großes Aufsehen. Man erwartet noch weitere Anklagen gegen andere hoch gestellte Persönlichkeiten. Generalmajor Gerassimow hat sein Amt niedergelegt. In Anbetracht seiner erschütterten Gesundheft ist ihm gestattet worden, eine Reise ins Ausland ansutreten bis das Gerichtsverfahren gegen ihn im Gange ist. , Der Austausch der Ratifikationen des östep- reichisch-ungari sch-türkischen Ententeproto- k v l l s hat gestern vornftttag startgefunden. Aus Washington. Senator Overman brachte ein Amendement zum Tarifentwurf ein, der eine Kopfsteuer von 12 Dollars für den Einwanderer vorsieht. Aus Tanger wird mehreren Blattern gemeldet, daß der d c u t s ch e I n d u st r i e l l e R e n s ch h a u s e n , der außer Stande sei, vom Maghzen Bezahlung für die ausgeführten Arbeiten zu erlangen, sich an die deutsche Gesandtschaft gewandt habe, die durch einen Beamten bei El Gheobas gegen das Vorgehen des Maghzen Einspruch erheben ließ. Der Vorfall wird in Tanger lebhaft erörtert. _ Muley Hafid in Nöten. Sämtliche Stämme zwischen 0*63 und Rabat vereinigen sich und legen eine feindselige Gesinnung gegen Muley Hafid an den Tag. Der Stamm der Aitiussi, welche ^roeftu belagern sollen, tjaben einen Zug gegen die Mahalla Bagdadis unientonuneu. Es geht das Gerücht, baß vier mächtige Stämme am Donnerstag auf Fe; marschieren werden. Der frühere Präsident von Venezuela, Castro, wird demnächst, .nrie behaupt ec wird, in P.rris seinen Wohnsitz aufschlagen. Er gedenkt in St. Mauds bei Paris eine Villa zu mieten und dorr bessere Zeiten abzuwarten. Nach den Meldungen anderer Pariser Blätter beabsichtigt Gastro, einen Guerilla-Krieg ins Werk zn setzen, um die Präs idente nschaft wieder an sich zu reißen. Er wird voir Bordeaux aus sic/) nach Columbien ein* schiffen, luo er von General erwartet wird. Castro wird in Maracaibo landen uni> sich, dort mit seinen .Anhängern vereinigen, um gegen Garracas vorzichringei^ Aus Stadt und Lattd. Gießen, 27. April 1909. • * Landesuniversität. Se. Kgl. Hoh. der Großherzog haben den außerordentl. Professor bei der juristischen Fakultät der Landesuniversität Dr. Paul Kretschmar in Gießen auf sein Nachsuchen aus dein Staatsdienste entlassen. • * In Audienz empfangen wurden von Sr. Kgl. Hoheit dem Großherzog am Samstag u. a. Oberst o. Müller, Kommandeur des Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, Major und Bataillons- kommandeur NÜcker, die Hauptleute und Kompagniechefs P oly und Schw en dy, Oberleutnant Firmen ich, sowie die Leutnants Wolf, Damm (Leo), Nocco und Pieper von demselben Negiinent, Major 'Mohr, aggregiert dem Infanterie-Regiment Nr. 174, und ProfessorDr. Gust. Nol off von Gießen. * * Lehramtspcrsonalien'. S. K. H. der Großherzog haben den von dem Fürsten zu Isenburg und Büdingen in Birstein präsentierten -Oberlehrer an der höheren und erweiterten Mädchenschule zu Gießen Dr. Otto Münch als Oberlehrer an der Oberrealschule zu Offenbach, sowie den von bertr Fürsten zu Nienburg und Büdingen in Mrstein präsentierten Lehramtsassessor Wilh. Beiling zu Offenbach als Oberlehrer an der Oberrealschule zu Offenbach bestätigt. * * Finanzversonalien. S. K. H. der Großherzog Huben oen Hatlptsteneramtskontrolleur bei dem Hauptsteueramt Bingen Wilh. Ahl heim zum Bezirks- kasjier der B^irkökasse Zwingenberg und den Bczirlstaise- ajststenten bei der BsKirkskasse Offenbach Karl Schmidt zum ^ezirkskassier der Bezirkskasse Lich ernannt. ’• Lieb ertrag en wurde der Schulamtsaspirantin Paula Schneider aus Ortenberg eine Lehrcrinstelle an der Gemeindeschule zu Griesheim. Erledigt sind die Stellen de§ Hauptsteueramtskontrolleurs bei dem Großh. Hauptsteueramt Bingen und des Bezirkskasseassistenten bet Großh. Bezirkskasse Offenbach. * * Vom Philippshvspital. S. K. H. der Groß- Herzog haben den provis. Oberarzt Dr. Aug. Dannenberg e r zum Oberarzt an der LandcSirrenanftalt „Pyilipps- hospital" ernannt. * * Die .Gießener freiw. Feuerwehr hielt gestern abend im Saale des yotcü Einhorn ihre Hauptversammlung ab. Brandinspektor Wigand eröffnete die Versammlung durch Mitteilung des Jahresberichts, worin enthalten ist, daß die Wehr zurzeit 153 attive und 29 passive Mitglieder hat. Durch den Tod hat die Wehr im verflossenen Jahre 3 Mitglieder zu beklagen und zwar das Ehrenmitglied C. Frutig und dce aktiven Mitglieder Greb und llumpf. Die Versammlung ehrte deren Andenken durch Erheben von den Sitzen, tzauptübungen wurden acht abgeyalten mit einer Schlüßübung, die gemeinschaftlich mit der freiw. .Gailschen Feuerwehr und der srefto. Sanitäts- kolonne an der alten Klinik, Liebigstraße, srattfand. Außer einigen kleinen Zintmerbründen wurde die Wehr nur einmal alarmiert, als in der Crednerstraße ein Dachstuhlbrand ausgebrochen war. Nack) seiner Rechnungsabtage wurde dem Rechner Entlastung erteilt und der Voranschlag für 1909/10 genehmigt. Bei der 'Neuwahl des Vorstandes wurden Die seitherigen Vorstandsmitglieder bis auf zwei Obleuic-Stell- vertreter, fast einstimmig wiedergewählt. Ter Ucbungsptan der Wehr weist 10 Hauptübungen für diesen Sommer auf, deren erste am Montag, 3 .Mai, stattfindek. ** Der Evangel. Arbeiterverein unternahm am Sonntag bei guter Beteiligung einen schön verlaufenen Aus- flug durch den Philosophenwald, Wicseck nach der ,Karlsruhe". Dort angekommen, wartete der Gemischte bezw.Frauen- Ehor des Vereins mit einer Reihe gut zum Vortrag gebrachter Lieder auf, die sich deut Spaziergang durch die herrliche Natur würdig anschlossen. Die von Mitglied Pfarrer i. P. Hofniann gehaltene Ansprache schloß mit einem Hoch auf den Verein. Es besteht die Absicht, im Laufe des Sommers derartige Wanderungen zu wiederholen. * * Kunstvereiu. Die gegenwärtige Kollektiv-Ausstellung des Malers Alois P e n z - Frankfurt hat sich am Sonntag sehr gut cingefuyrt, indem die Ausstellung sehr rege besucht war und den Arbeiten des vielseitigen Künstlers großes Interesse entgegengebracht wurde. Auch dürfte es interessieren, daß der Künstler auf Veranlassung des Vorstandes vom Kunstverein in den nächsten Tagen einen Vortrag über Raumgestaltung im Bilde halten wird. * * I m K i n e m a t o g r a p h am Seltersweg wird mit dem nächsten Programmwrchsel am Freitag eine Dramatische Komödie „Die Hand" in einem ca. 300 Meter langen .mnst- fftnt von Pcfthe srsres-Paris zur Vorführung lammen. Diese Komödie ist in Paris und Berlin über tausendmal aufgeführt worden und Charlotte Wiehe, Max Tcarly unb Jean Eoquet haben dabei mitgetvirtt. Eharlot/e Wiehe gastierte vor einigen Jahren hier in Gießen vor den Vttt- gliedern deS Theatervereins unter gewaltigem Beifall. Es ist Herrn Direktor Küsgen gelungen, die Komödie „Die Hand" als einer der ersten zur Vorführung zu erwerben. Auch sonst ist das Programm für Die neue Woche wieder sehr interessant zusammengestellt. * * K a r o l i n e T a m p f m a n n. In der vergangenen Woche wurde auf dem Friedhof am Rodtberg die älteste Bewohnerin unserer Stadt, ine 99jährige Karoline Tampfmanii, in ‘cXidiicr Werse zur ewigen Ruhe bejtattet. Für den Uneingeweihten aui- fäli'.g war, bau bet ber Beerbigung der Greisin, die ihr' letzten Lebensjahre im Provinzialftecheni ause verbracht hatte ein - st i<- gheb des Korps Stark.nburgia als Leidtragender er,ästen und an der Bahre der -Loten einen prächtigen Kranz mit den Farbm des üorps nieberlegte. Mit der verstorbenen allen Dambniännin in nämlich eine Person aus dem Leden gejei,leben, b-e über ein Menschenalter hinaus unzertrennlich mit der Geschichte b-r Smcst-n- burgia verwachien war. Sie gehörte zur StarkeWm-na s-> gut wie jeder alte Herr des Korps, und es gab nie eine größere Fes- liwcett, wozu Karolme Dampsmann nicht offiziell eine Einladung erlA'tt. Ehe ine anftseptiiche Methode ber Wundbehanelung bc- fannt war, war es die Dambmännin, die in Guyen ccoeren ur, ine iicd) t>en Meninren den babci verletz! i Stanenburam nachts die Wunden kühlte unb ihnen Dabei die ; aflosen Stu:-den Hf. 1u^^t',,.xnöein. 1LC ullerhaiid Sepmrrm unb uestci? ecz.. ue. ~‘e Kuhlwau des Korps, sie war, p lange aktiv rur bie Starkenburger tätig jcut tonnte, m Die ikuexnsten, Verhätt^iue gcitncfen. Bekanntmachung t zur rten zwochen dutta Frühjalir 1910 ausj Bilmi; am 31 der 1O6U2.4 111 (*ö»e n Remo wich Lugano wurde .J. A. SBcnijcL R. H. Brückcl. ixvrn Ramcn verschwiegen einer deut scheu 4? r i n $ e i f i it 901.37 5 303.05 4 263.90 ®dd)äft6antrile Mitglieder Hapitalschulden Warenschulden Reservefonds Reingewinn Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1907 Während 1908 gingen zu los verbrannt. führend der Fahrt von Aktiva, staffenbestaud Warenbestand Aorh. Emballage AuSstände bald 500 Mitgliedern wobl der stärkte Verein unserer 2:abt ist, seine Wirkungen in Bezug auf Anregung nicht verfehlt. Auf Antrag des 1 Borswenden wurde schon fürs nach den Frankfurter Festtagen eine Tamenrrege ins Leben gi> rufen, die dem Verein angeglicdert tti und unter Leitung des 1. Turnwarts steht. Tas TarnenniTnen ist hier aber Jahresbeitrag gezahlt werden. Tein A. H. El. soll dies im Reklame für den hiesigen Luftkurort überlassen bleiben. Taö nicht neu Sckon seit vielen 3ahren besteht hier unrc<. veuunq eines Lehrers ein h ständiger Tamenturnverein, der keinerlei Beziehungen zum Turnverein und »nm Wau har. Aeuerdings ist im Turnverein nun auch noch als Folgeerscheinung des deutschen Turnfestes eine Fechter abreilung gegründet w rden, in der ein Frankfurter Fechtmeister die Änfangsgründe lehrte, so daß letzt dem neuen Ziveig des Turnens schon von '.rieten Sportsfreunden gehuldigt werden kann. Auch das Wandern wird hier immer mehr gepflegt. Arn letzten Sonntag unternahm der Turnverein seine erste dicsiahrigc Turnfahrt, die von Friedrichsdorf über die Saal'o.trg und Lberurlel nach Bocken heim zum Besuch des dortigen Vereins führte. R.B Tarmstadt, 26. '.'tpr-l. In d?r Rächt vom 3am$/ Mildmbncchme. Q Laubach, 25. April. Gestern tagte die General Versammlung dev Verkehrs- rind VerschöncrungS -vereinS un Schützenhof. Sie beschäftigte sich mit Unter Befreiung wird ciing bearbeiten Benn üodlenfuc» n auf der «ch'ackendolde der 3ed)t_„ hroirtt' Esse it wurden v\ - i Knaben von glubrnt'.-nTdiladen verschüttet. Einer ist bereits l o r. der andere ist boffnung»- Bekanntmachung. Tic rinne des Entwurf» einet kleinmi» - 'ravendadu dr Lladi (»liehen liegen nuf nuferer nanzlci bis mm fr». Mai d. o* zur Einsicht her .iniertmcnien offen . micid',,e:nn wird Uictöuidi auf Mon.a-r den 10. .'?tai ».*- lande palneiinvei l^uninnsrerniin ander«' mir i , n elwem Jufl* Be'nuveiden und Einwendungen flenen die vlnnc unmfMW unsere Gegend. — Bad-Rau heim. 2t». April. Bei dem mit dem gestrigen Bezirkstag Gabelsborgerscher Stenographen ui Friedberg verbundenen Wettschreiben erhielten auch drei Mrtgl ed.r d. s hiesig n Stenographen Vereins Auszeichnungeni Fraulein Franke einen 1 Pr. i. n der Abteilung von 100 Silbe». Bureaugehilfe Kaul einen 2. Preis in der Abteilung von ><• bilden und Stud. med dent. Canstein einen 1. Preis in der Abteilung für 60 Silben # Bad-Rauheim, 27. April. Das 11. Deutsche .Furnscst hat auch auf den hiesigen Turnverein, der ma MO.— 1800.- 4 054.55 2 987.— 1 220 -7 ]U 602.4- 109 Bekanntmachung. Betrifft: (ylcttnicfcc Straücubabu bet 2tabt (»Ucnch. Tic nadiftcbcnbc Bekamitmachung bringen wir hiermit aut handel. Norddeutscher Lloyd. : t Ende th raaimcnet Woche abgchaltcnen Oteneralver'amrnlung kille Tireltor Plärr mit, daß das verflossene Cuartal sich sehr vefrted.gend gestaltet bat und Beirikfi Tic Bertilaung der;Bmcui(ciici. Mi..rVr Tic itiancn unb •▼elöbe*ilf oci Hcmnilj n biennu aiii'neiorbei t. bis ahiu «>.^D?ai 1 woi) »jrc -caumc .i«.rum und -decken van den tttmiv.miciicxn au rcmti-: Tieieniflcr luelaie dicler ii:hotDcn:i' nichi > »narr verfaUeu tu die in 3 :*fr des Reu rvahwicubu » l*‘ ",nn"‘‘ oder Ha l'irafe vluhctbem wiu Die >'bsergel'i'i"e b-.c des fl leid en .Zeitraums 1906 erheblich überitctneu In fnavy 4 klonalen, infl )e» lenen Monats de« ■ im 3roi\d enbedDerf ebr tenribert roaioen gegen ca. 54 <*X) ui ganzen testen Fabre. Roch günstiger Val nch der Berkevr von Italien aus geficlli, wo der Lloyd drs Ende Marz bereus an* nähernd die Totaldefürderung des gairzcn vorigen Jahre» erreicht hak. htc Ausiichien für das >laiuigc'd'aft liegen gut Im Güterverkehr bat rid) die Lage mir ipenig gennbert. Tie Berwattuna glaubt, wenn erst das Tanfgesey unter Tödi ist. lei auch auf eine allmabhgc Belebung zu rechnen Auf den übrigen Xltniai war der Okid'.arygang normal. Turch die billigeren Mvbkitpreiit nnirten erhebliche Ersparnisse erzielt und die Verwaltung bleibt bestrebt, die Unkosten zu verringern. Au» Aktionär kreisen wurde gefragt, ob ein deutscher Schinahnstrust geplant sei. Bon einer gani befümmten Sei^c werde dies in Teil Stuttaarc und F-nedr chshasen sollnt schon ' • - 1 xriiljjabi r.Uu ausgenommen werden - -T'.cizchn Theaterstücke verschollen, liu* in , «Heidelberg aufgeliefcrtes Posuvket. das an die grvßherzoglicki Rhein-Main-BerbandStheater soll wenn möglich dreimal L" z^x„,liche Bchlwih-k m Clbenbutfl gerichtet und von Nt Theatervorstellungen veranlaßt werden, wozu dkn Mitgliedern ^eikelberger IlniversitätSbibliathek abgcdntii uwrdcn ist, wird als cm oerbiUiatcr (imtri.t verschafft werden soll. — Die um I verloren angezeigt. Tas in braunem Packpapier euigehutlte Paket fO P-»z.n. * Cfltraiifnaljine ... bie «olW mach.' ° < ' die Errichtung einer fünften Lehrerstelle nötig. 120< I bunfl bfmertl. ^uf die Wi d rrrtangung wird hoher ädert gc- waren eS 28, 1908 flieg die Zahl auf 34 und die letzte I legt." Lehr begrei'lich mcrfn'urbtg aber, daß die Sendung Ostern 42. die in die Unterklaste emtraten. Ein Kursus I nicht als WerU»kct verschickt ,vorden ist (2jähng) zählt jetzt mehr als 80 Schüler. Äl1c,”c Tagcochrontk. § HartmannShain Sb. April Heute ^9^'1 ?ke m TanV Äm lute 9 Uhr ging cm Luftballon m oillicher Richtung über f „, c de r g e d r a n n t Dtirch den Einstur- der «vppe emes vstas oienc- ivar flüssiges Mas auoacströmt und hatte da? Fachw>.-rk der benachbarten i VcHiuix in "ernno gesesti. Ter schaden ist lehr awß, aber durch Bersicherung gedeckt. der Zeche ..Eirnrachi Ti^'oau" im frnuenbrud) wurden durch WobUniall vier Bergleute verschüttet An der Reingewinn de» abfleiauicitcn Jahre» nicht zur Sludvabiung gelangten Milchaelder im Betrage van 1711,27 Mk soll folgende Bcrwendung finden- T.e Sicherungsein lagen her (Hemmen sollen mit 4 Prozent verzinst, für den Sutter Betrag ocr eingclieiu^m Milch sollen 1 Prozent nachbezahlt und der :1h*it dem Re'ervei.aieS Überwiesen werden. Ter Borschlag nmvoe m dieser ^-assung allseitig qui-Khuficn. 3um Schluß ihr ad) D. Mimgelböffer, vor* über Sdm'ankungen im Fettgehalt der Milch und deren Be Handlung, sowie der Leiter der Molkerei, Shiblnuntn, über die wird, ein ReisLkofser gestohlen, brr für eine Titiliml 3 u r c I •: n und ang. blich auch wichtige Paniere ent breit. In Genf wurden drei Engländ.-r verha in deren Besch man ein- mit Ttaman’en i.nd Eder st nrn g ültte Tasche sand. Die Steine ivaren gewaltsam ou? ihren 7ra'-ungen genffee. Die Be ner Polizei tetm* eine Prämie von JO000 Franks für bte Festnabm- der Tiebe aus. Turch c ne Ervlofion auf dem Unterieeboote ,5acae int vnten von Neapel sind 7 Personen gelotet und 13 verletzt ,vorden. Ter Ronunanbanl und der Ingenieur des Schiffe» »mb heil bavonqetommen. Um weiterem Schadeti vorzubeugen, versenkte inan das Boot im Halenbasstn. In .<7avosvar flngarn biß nn wütender bunö 32 Menschen und zahlreich? Haustiere Bei dem Versuche, den vund tu erschießen, wurde em Student durch eine Äugel schwer verletzt. - In tKculoboac im OtouDemnnent PeterSburq wurde eine Mördcrdande bestehend ans 20 Seibern unter 3iihnme der tuirt>*-n Witwe 3 * a in er i n a verdöstet. Sie bauen nient ihre Münner, darauf mehrere Neisendc ermordet und Ionen Nasen. 2vangen uni» L d»en ausgeschnitten. 3ic uiucrbi-Ufn ein gwßes Lager geraubter Waren Der Dammer ,.« a n d i a" d r L»amburg-Amerik^L.nie ist b.i Liongkong gestrandet. I ? v u u g e n . 26 der „Traube" dir ord.ntliche W e n e i a l ü c r f a in ni l u n n der Mv l ker e i genösse nschast statt. Nach Begrichung durch ben stellv. Präsidenten Wild ".'Icker ans Berstadt wurde zur ordnung geschritten. Die Bilanz wurde berieten und ancirannt. Die Misscheioenden Auffichisratsmitglieder Bürgermeister Brrn mann, TraiS >>orloff, Bürgerin i ier Lind, t^ifi-Nidda, Georg Kock M , '’ionncnrotb und '1-3iII?. Bovp. Beller-Heim imird n wieder- und Landw. Friede. Reid II., Inheiden ncugewahlt. Der Drzemder 190S. Passiva. •< wieder ausgenommen. Die telegraphisch eingehenden Wetteransagen werden, wie im Vorjahre, bei den Telegraphenanstalten durch Anschlag bekannt gegeben werden. Inhaber von Fernsprechanschlüsien können sich, worauf besonders aufmerksam gemacht ivird, die Prognosen gegen eine Pausch- gebühr von monatlich 2 Ml. oder gegen Einzelgebühren von 10 Pfg. täglich zusprechen lassen. - In Amerika gestorbene Hessen. Frau Maria Müller, geb. Gill, auS Alsfeld, 64 Jahre alt, zu Newyork. — Pianohändler 5lonrad Freymann auS Gießen, 7b Jahr- al!, zu Lan-ast-r, Pa. - Martin Äilian aus „ Mühlheim, 54 Fahre alt, zu Detroit. — errau Elif, u-mrie I tjgungsrechtes f re i g c spräche n. Unz, geb. Feller, auS Bleichenbach, 75 Jahre alt, zu Kan- L " ' . . . falte (So — Frau Anna Marq. Sexauer, geb. no.nmeu und sich daher genötigt geie^u, mit aller strenge der <2)vißtliaUDrtit)tmcl»lin(3en. City, SBik. — grau Anna M. Petersen an» «Kin-Felda, ... darau, nach »«ui, ad-nnrn ■■ ■ Vuoiiwurbffl eitle S*r 76 Jahr- alt, zu La Part City, Iowa. und litt -mig- Tag- an UniMIfcin. Aus «tatfete ftotl ta.”U x b-uch-IH-im, 26. April. Nächtlich- EIn. d,c «cbardc zur UnNac^ d-ut,gk rnrbandlung , >>,duu.,ui-n. trunuch-n ulie Ta eitle i-kianornc beim Iian»- brache, wobei in erster Linie auf WirtShauj-r abgesehen btt i!r U -iu-b-u zu t^rina-n, ruit.»'- Ist. habt» in d-r Nacht van Freitag auf SamOtag wirt«L MB weder eorl-stick,- noch fabtläiiige Mchh-ndlnns »ortog moyen w« »n ?oifS einmal unsere Gegend unsicher gemacht. Wahrend die Diebe | m1(tpuuhhm u -i.i n ipu’.i-. »nriMttiuinrii große Unegung l^ruov. in LI tzbach bei ihrem Besuch saft Icer auSgingen, fiel ihnen I . . * Jionftaiitinobcl, - < Jlvr-l Ii' 'lat tiditen auf hier ein arößerer Geldbetrag in die Hande. Hoffentlich wird llEtlDCtf$tat5eit muf übten. Mit List unb sanfter Ge- irniem Leben curch Er dangest ein Ente gemacht pochgvabigc wall brachte man bic Alte damals im Siechenhaus unter aber nicht Nervosität sott bic Ur.ad:? ter Tat qerpeicn tc:n - Geiern nach- als eine ''llmof-neinv'ängerm, sondern man bedachte sie mit einer I mitica wurde in ihrer W.' ituni dir 21 lährig» Ehefrau te-:- ßfrünbe aus der Plocf i'chen Stiftung. Marolinc Dampsinann l Zivil Ingenieurs Alexander schnell, der tm v. von ocr war seitdem sie im Siechenhaus vermöge der guten Pflege 'ickI Slraitammer m Monaten Gefängnis wegen ^artebns'chwnibels wieder erholt hatte,'häufig «^ast in zahlreichen Familien ter alten I verurteilt wvrocn ist, erhängt amgetunbeu. /ie ull nadr | fberren der Starkenburgia, in denen man es als eine Ehrenpflicht Angabe ihres Ehemannes, wahr.nd er nebenan ’dHicr, bte «tat betrachtete bic Alte mit besonderer Freundlichkeit zu bewirten, begangen fribcn. Berschicbene Um,taube haben Die Behörde ver Mit der alten Tambmännin ist eine jener Menschentypen aus anlaßt, nähere Ermittelungen in Der ^ad:: vormnehmen unb es > dem Leden geschieden, deren es ,m alten Gießen viele gegeben wurde u. a die Leiche zwecks flerid.tlicteT »chum bei di lag hat die zu ihrem Gedeihen m der mabernni Zeit leinen Boden nahmt Seit kurzem war das Leben ter Fcau bei zwei Bet mehr finden I ficherungen mit einer großen summe verfid)ert. •• Schlägerei.' In der Nacht zum Montag kam es Offenbach, 26. April. Neue Unterschlagungen, in dec Sonnenstraße zu einer Schlägerei zwischen Arbeitern, wenn auch nicht in so beträchtlicher Höhe wie beim Fall wobei drei Personen durch Messerstiche verletzt wurden. Be- Grebe, sind bet der städtischen Verwaltung in Osienbach auf. zeichnend für den Anstifter der Schlägerei war der Umstand, gedeckt ivoiben, und diesmal betrifft eö daö Gaswerk, das daß ihm von seinem Gegner nicht weniger als ein Stock, em Schmerzenskind der Stadt. Es handelt sich diesmal um eine scharfgeladener Revolver, ein Schlagring und fünf Meffcr Summe von etwa 5» bis 6000 Mk., die der 31jährige abaenommen und ihm dann eine Tracht Prügel verabfolgt Bureaugehilfe Georg Böning unterschlagen hat. ”b ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Wetterdienst wird am 1. Mai Nachbarstaaten. Zugunsten der durch Hochwasicr Gcicha- Der üsfentltche Tvetter bienst wwo am jji f digten in der Provinz Hessen Aassau, uiucr denen sich Lclanntiidi viele kleine Leute beiinben, lut bic Aadiener unb Münchener Fcuerveri'icterungsge'elIschaft eine Beihilfe von 12 000 Mark dem Verband Vaterländischer Frauenvereine im Regierungsbezirk Wiesbaden als Sammelstette überwiesen. — Jnl Märkte. Schwarzenau mürbe bei einer Schlägerei zwischen Hatte (c stQnffur| a.M., 27.Apr,l. ven- und Etrohmarkt. michen Arbeitern ein Beteiligter erstocheii. — Bei falten bun I ^ngefahieu waren 16 Wagen Heu unb 0 Wagen Stroh. Bezahl! dem wurde am Freitag cm unbetamuer Mann vom Buge uoerj ,mui)c hcu Alk. 4.V0.—4.50, Stroh .. lf. u.ou-O.UO. Die Ju'u^t fahren unb getötet. — Istammte aus den Kreisen Bübmgen, ivelnhausen und Dieburg. --------. ---f " Tendenz flott. (ßcrid^tsjaaL--—----— ■ ■■— -----— 91 B Darmstadt, 26. April. Bon der Strafkammer! töiehener Wetterdienst. wurde heute der 21jälnigc Schulverwalter Adolf Süßender ger! Boran-sichtliche Itrittcriing für -es,en am Mittwoch dem von Sprendlingen von der Anklage der Heberschreitung des Züch-128. Apnl: Wechselnde Bewölkung. Regensallc. Etwas kühler. S. hatte im vorigen ^alnc f Westliche Winde. I eine durch verschiedene Umstande recht verwahrloste stlasse über- Strenge der Zu l)»*ee Pf( -e Unerreichte Auswahl! Ausserordentlich Nahtlose Nahtlose Herren-Socken, schwarz Paar 30 Pfg. und 45 Pfg. baumwollenen Damen-Strümpfen wird für den Preis von 25 Pfg. besorgt. Telephon Mr. 6T2 B*/< Tenmsschuhen. 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Eine grünere niederrheinische Margarine Fabrik mit klassigen (Lrzeugnifsen hat die Vertretung für Gießen und Umgebung zu vergeben. Herren, welche die <► cbäftc der Nahrungsmiuelbran.n- icgeirnaiug be uchen un > rM eine lohnende Vertretung mit amnebmen wollen, weroen gebe«, ihre Bewerbungen unter K. M. ti<3« an Jluboli Mofsc, MC la cin-u'.elwen. NieherrhkiLislhc Maschinenfabrik unü tzisei- gieherei sachtitt - 50 kräftige, fleißige Aibeitn, die schon IN Gietzereicu an Zormmaschiricn geardcii.: L. Lchürmann in Düsseldorf unter K. 606 .tu richten.________________ _____ Herr Max Bayrhammer (Rezitation) \ Herr Carl Preusse (Waldhorn) Herr Adolf Redner (Violine i Herr Johannes Hesrar i\ loInnceB) J Herr Prof. G Trautinann (Klavier) Danksagung. Öür die vielen Beweise herzlicher $eUnabme, die zahl- reichen Blumenivenden und die Bemübungen des verrn Dr. Plall sowie für die trostreichen Worte des verrn Pfarrer Schulte bei dem vinfcheiden unserer teueren (Lnlschlafenen ^rau Ltatharina Nlengcs geb. McilglS sagen wir allen herzlichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: H. Menges v. und ttind Äuua Volk geb. MengeS Marie Ztbvyu geb. MengeS *Oihnnf erteilt Lchulern höherer I vlUUiUl , .ia je« ü?ribatituubvu. >cbrihl. Angebote unter uCSil an den t^ie ;cner 2ln7,7tger erbet. Tüchtiger Lchlosser getnch:. H. Hanic.', Vobei'tratie l'J. Lchölics Wohahaus mit geräumigem Vaocrbauo und Stauungen unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. Lchrifil. Angebote unter 2479 an den Giegener Anzeiger erbet. Lfanarienvögel, feine Sänger, St. uront m. ubrenpr.,». verk. W Leichtweis, Sonnenstr. 18. »Wifrmnr.o Unserem lief. «>rxun- L:rob zu «einen. "«ctrji • » ein t-rcir.i.ti do incrndc. 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