Zweites Blatt Nr. 22 159. Jahrgang Mittwoch 27. Januar 1909 Erscheint täglich mit Ausnahme beß Sonntags. K.N. ly, Clemens Rode«. Einniahmeausfall von etwa 90 Millionen Mark zu verzeichnen, ist der „9torbb. Ällg. Ztg." zufolge unrichtig. Die preußisch- hessischen Staatsbcchnen hü-tten 1907 aus dem Personenverkehr gegen das Vorjahr eine Mehreinnahnre von 14 50 631 Mark gehabt. Die Mehreinnahrne vom 1. April bis 31. Dezember 1908 aus dem Personenverkehr beliefe sich gegenüber bent gleichen Zeitraum des Vorjahres wieder auf rund 14 775 000 Mark, hiernach beruhe das Verlangen, der Korrespondenz nach einer allgemeinen Erhöhung des Personcntarifcs auf falschen tatsächlichen Unterlagen. weise frei von allem Possenhaften hielt, was von Rolf Ziegler als Chassepot leider nicht behauptet werden kann. Er machte die an sich schon recht schwache Gestalt noch unsympathischer. Sehr einnehmend war dagegen Erich Weingartner, der sich wie neulich als Arzt im „Ernst des Lebens" auch diesmal als knot- teriger Gcenzaufseher von einer neuen Seite im besten Licht zeigte, obwohl die Rolle an sich weder bedeutend noch originell ist. Rudolf Goll war trotz der unsicheren Beherrschung des Wortlautes angenehm wie immer und betonte mit glücklichem Gelingen den kenntnisrcicl-en Weltmann, der sich ein Vergnügen daraus macht, der Behörde ein Schnippchen zu schlagen. Auch die grauenvollen waren gut besetzt. Lore Scholz als resolute verliebte Salome und Dorle M a i s a r t h als völlig verliebter Backfisch waren gut erzf ihrem Posten urrd auch Jo Hoven als Professorin wäre tadellos gewesen, wenn sie etwas temperament voller spielen und auch sprechen wollte. Auch die übrigen Nollen oe5 von Rudolf Go l l gut geleiteten! Stückes, dessen fröhliche Satire ihm uneingeschränkten Beifall sicherte, roaren angemessen besetzt. Besonders erwähnenswert sind Karl Volck, Wgar Pau- Die „Lietzener Samllicnblätter“ werden dem »Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „Kteiebtatt für de« Kreis Siehe?." zweimal wöchentlich. Die „Landwlrtschafllicheu seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Rotationsdruck und Verlag bet Brühllchea Unwersitäls - Buch- und Sremdruckeret. R. Lange, Gießen. Hotttnche L«gesjchatt. D>e Budgetkommiffrou des Reichstages Ketzte gestern die Beratung des E>.ats für das Auswärtige Amt Kort. Auf eine Anfrage über die angebliche „Beschießung" «on deutschenTampfern an der Küste von Liberia erklärte bei Staatssekretär, daß es sich dabei um Vorgänge von erheblicher Bedeutung handle. Zum deutsch--schweizerisch en Mehl- Kreit erklärt der Staatssekretär, wir seien zu einer schicdsgericht- Hichen Lösung des Konfliktes bereit, jedoch sei über die dem Schiedsgericht Vvrzulegenden Fragen noch keine Einigung erzielt itrorben. Staatssekretär von Schön ging bann auf die Frage tter Schiedsgerichte ein und bemerkte, Deutschland habe Gchiedsgerichlsverträge mit England und Amerika abgeschlossen, aber sei noch dabei, es zu tiut Herr von Schön ging weiter aus Üie Reform des diplomatischen Dienstes ein und Mvtestierte gegen den Vorwurf der adeligen Exklusivität. Redaktion, Expedition und Druckerei: 6cbul* strotze 7. Expedition und Verlag: 5L Redaktion:L^112. Tell-AdruAnzeigerGleßen, — „D ie Dame mit d-n Lilie n". Aus Frankfurt a. M. schreibt man uns u. d. -4. ds.: Rudolf Presber, dessen graziöse, lmmorvolle und ost auch sehr nachdenkliche Plaudereien gerade in Frankfurt einen besonders ausgebreitelen Leserkreis haben, erschien gestern nach sehr langer Pause auch wieder aus der Bühne seiner Vaterstadt. Sein phantastisches Lustspiel „D i e Dame mit den Lilien" hat bereits in Berlin die Bühnenprobe bestanden. Interesse bei den Besuchern hat das Stück dort in hohem Matze gesunden, aber auch viel Gegnerschaft, — und nicht blotz bei der berufsmäßigen Kritik. Und das ist natürlich, denn die Voraussetzungen, au, die wir eingeben sollen, sind nicht von der Art, datz jedermann sie ohne weiteres annimmt. Presber nennt sein Stück phantastisch. Aber wenn man auch das Erscheinen von spukenden Gespenpern, die im zweiten Alte die crussclstag- gebenue Rolle spielen, ganz gern als ein phantastisches Motiv gelten läßt, so i|t das fcuieiniagen dieser Gespenner in die reale Welt doch an einem wichtigen Punkt zu loeit geführt, als datz wir selbst bei weite,tem Entgegenkommen iwch mi.gehen konnten. Die Gespenster — ein Liebespaar, von dessen Liebe bei ihren Lebzeiten uie Welt so wenig geahnt hat, datz die Dame noch ein halbes Jahrhundert nach ihrem Tode als Muster von Lugend der Nachwelt gepriesen wird >—-enthüllen nämlich einen geheimen Versteck, )uu> ihre Aus seaSL und Laus. Gießen, 27. Januar 1909. — Ordensangelegenheit. Se. Kgl. Hoh. der Grobherzog haben dein Direktor der Aktiengesellschaft für Holzgewmiuing und Dampfiäaebetrieb Lndw. Horch in Wien uf u. Hypothek eines imeö m giinmgitet Vage1 naot von einem priwa L adler gesucht. Lchriilliche Angebote unter' in den (sieben. Änze^er eite M8urLerl.evaug.Ei,eniL: icncrtiJ illäbdnu, auch neu.- n gute Wege (öisivci). 6eierinai;e 1 vanerie. die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm vom König von Preußen verliehenen Kronenordens 4. Klaffe. deZ ihm vom Prinzen Luitpold, des Königreichs Bayern Verweser, verliehenen Verdienstordens 4. Klaffe vom heiligen Michael, des ihm vom Kaiser von Oesterreich verliehenen Ritterkreuzes des Franz-Joseph-OidenS und des ihm vom König von Runiänien verliehenen OjsizierskreuzeS deS Sternes von Rumänien erteilt. — Erledigt sind an der Volksschule zu WormS fünf LehrerlleUen, von denen drei mit evang. und zwei mit kath. Lehrern besetzt werden sollen, und vier Lehrermslellen, von denen zwei mit evangel. und zwei mit kathol. Lehrerinnen besetzt meröen sollen. — Em Fortbildungskursus für Organisten und Ehordingenten der evaug. Kirche des Grobherzogtums Hessen soll im Herbste dieses JahreS in Darmstadt statt- finden. Durch Vermittelung der Pfarrämter und Dekanate können Dieldungen zur Teilnahme an dem Kursus bis zum 15. 9Jlai emgerelcht werden. •* Bo denreforrn. Im .Grobherzog von Hcffcn^ sprach am Diontag vor etwa 100 Zuhörern Dr. Strecker auS Bad-Nauheun über: .D i e ethischen Grundlagen der yobenteforin.* Alle ethische Betrachtung, so führte .der Redner au-, mutz sich mit Kant auScinandccsetzen. Seine Ethik ist uns nicht Dogma, aber sie stellt uns vor ein Pio- blem, das ernsthaftes Denken nun einmal nicht umgehen kann. Kant bedeutet den Markstein zwischen zwei ethischen Zeitaltern. Die christliche Ethik m ihrer oorkantischen Form stellt den Einzelmenschen und fern Schicksal in den Mittelpunkt, erst nut Kant treten die Ansprüche der Gemeinschaft entscheidend hervor. Die Ethik ist politisch, ist Gemeinschasls- iache geworden. Gleichzeitig rückt sie aus der einseitigen Bezogeuhett auf das Icnsetts entschiedener in den Kreis der diesseitigen Dienschheitsaufgaben. Die groben Fragen deS menschlichen Zusammenlebens dürfen dem Forum der Ethik nicht eutzogcn weiden. Aiit treffender Ironie wandte sich der Redner gegen den oberflächlichen Einwand, was in der Theorie richtig sei, brauche doch in der Praxis nicht zu stimmen, mit dem sich schon Kant abgeben mußte, sowie gegen die Aussprüche sogenannter Realpolitiker, die die ethischen Gesichtspunkte aus bet politischen und volkswirtschaftlichen Erörterung glauben auSjchalten zu können. Vornehmstes Objekt auch der Volkswirtschaft ist und bleibt der Mensch, die fittlicfye Persönlichkeit ; letztes Ziel aller Gemeinschaftsarbeit die Gewinnung möglichst vieler intellektuell und sittlich vollwertiger Dicnschen. Solche erwachsen aber nur auf der Grundlage einer gewissen wirtschaftlichen Sicherheit und inneren Bewegungsfreiheit. Darin liegt bas ethische Recht der Bodenreform. Sie will an ihrem Teil die Menschen von dem verhängnisvollen Druck befreien helfen, den das Monopol an Boden und Bodenschätzen auf sie ausübt. Sie strebt in besonnener, organischer Neformarbeit einem idealen Zustande zu, da die produktioe Arbeit in allen ihren Formen nicht mehr dem unproduktiven Bodenmonopol frohnden muß. Deshalb kritisiert sie neben anderem das Privatmonopol an Kohle und Petroleum, bekämpft sie die Fideikommisse und da§ privatkapitalistische ländliche Verschulduiigswesen, an dessen Stelle die staatliche Versorgung mit der AmortisationShypolhek treten soll. $n der städtischen Bodenpolitik vertritt sie die bekannten, nun auch anfangsweije verwirklichten Besteuerungsgrundsätze und andere Diaßnahinen, die geeignet sind, den Boden für das Wohn- und Arbritsbedurfnis zu verbilligen. Dem fesselnden und mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag folgte eine längere Besprechung, an dec der Vortragende leider nicht mehr tellnehmen konnte. — Warnung. In letzter Zeit hat ein Betrüger inj mehreren Städten folgenden Tnk nut Erfolg anSgeführt: Er Ausland. DeutschenndTschechen. In Eger veranstaltete gestern abend eine große Menge Kundgebungen gegen einen Gastwirt, der tschcchiscton Postbeamten Wohnung gegeben hatte und drang in den Gasthof ein. Die WachmannsclMt schritt mit ausgepslanztem Bajonett ein und verwundete zahlreiche Personen. Um 11 Uhr nachts war die Rübe noch nicht hergestellt. DreNachricytvoneinerVermittelungDeutsch- l a n d s zwischen Oesterreich und Italien in der Frage der Errichtung einer ilalicniid’en Rechtssalltttät ist unrichtig. Deutschland mycht sich nicht in diese innerpolitische Frage. Das Befinden der Königin Alexandra von England hat sich so gebessert, daß sie gemeinsam mit König Eduard die Reise nach Berlin wird antreten können. Nach dem Berliner Besuch wird das Königspaar am 17. Februar in Vila Garcia den Besuch erwidern, den ihnen das spanische Königspaar im vergangenen Jahre abgestattet hat. citmargarlne. '■Sette G. m, 6. Tutlach j. 8. Liebesbriefe lagern, und dort werden diese von einem jungeit Prinzen, der dem Spuk beigewohnt hat, auch gesunden. Und ine Briefe spielen bann im Stück noch eine sehr bedeutsame Stolle. Wäre irgend eine ideale andere Dcöglichkeit, wie der Prinz den Versteck der Briese entdecken könnte, — den Geisterspuk an sich würden wir hinnehmen, und bei dem Gedanken, der ein paar Mal anküngt, daß die Triebe, Strebungen und Schicksale der Ge- storbcnen gespensterhast im Blute der Lebenden weiterwirk n, würden wir sogar gern noch länger verweilen. An sich betrachtet ist die Geistcr-Lichesszene übrigens ein sehr freies, poetisches unbh anmutiges Stück, wie denn überhaupt, sobald wir das Auge" auf Einzelheiten des Dialogs wenden, sich sehr viel Reizvolles!, in Versbau, Gedanken und Einfällen zeigt. Äa aber dem Dichter, dessen Hinneigung zum Transzendenten und Mystischen man ja. kennt, vor allem daran gelegen sein muß, Gläubige für die Grundidee seines Werkes zu gewinnen, so ist zu fürchten, datz seine Gefolgschaft nur klein sein wird. Die Ausnahme durch das Frankfurter Publikum war überwiegend freundlich. Presbcr selbst war leider in letzter Stunde durch Krankheit gehindert, der Aufführung beizuwohnen, die übrigens nicht besonders glücklich war. Z. — Eine kostbare Sammlung alter Uhren. Ein großer Verlust ist dem deutschen Lkunsthandel erwachsen. Aus Der in Knustkreisen allgemein bekannten Sammlung MacselS, berühmt durch ihre alten Meisterwerke der Uhrmachcrkmtst, find Die seltenen Uhren aus dem 16. und 17. Jahrhundert für 750000 Franks in den Besitz dcs Hosantiquars Jaques Seligmann in Paris übergegangen. Es handelt sich dabei nm ganz außer- orbentlidje testbare Exemplare, wie sic selbst in unseren großen Museen nur selten ansutreffen sind, namentlich Arbeiten in (SfoliV eirunde und Bergkristall. Einst der wertvollsten Stücke trägt das in Gvldemaille meisterhaft ausgcsührte Porträt des Großen Kur fürsten. Eine außerordentlich jeltcne Eiuhr in Limoges-Email Leigt auf den Gchausedeckeln außen und innen meisterhafte mythologische Darstellungen in transluzidem Email. Das Ziffernolatt 'ft ein Meisterwerk der Gravicrlünst. Tas Stuck befand sich ehedem in der Sammlung des Freihsrrn DLayer Earl von Rothschild in Frankfurt a. M. — Für Felix Mendelssohn-Bartholdy, dessen 100. Geburtstag am o. Februar d. I. gefeiert werden wird, ist an seiner Lcuhcstüue auf dem alten Dreisalligkeits-Kirchhosc in Berlin ein neues Grabdenkmal errichtet worden. Es besteht in einem toben Kreuz aus Marmor und enthält auf der Vorderseite in Goldbuchstebeu Nattzcü, Gehurt^-- mti) Tptosteü des Deut?Li)es Ueicv. Der Kaiser hat dem Fürsten Leopold zur Lippe das Großkreuz des Noten Adlerordcns verliehen. Die Lehrerbcsoldungskomniission des Abgeordnetenhauses hielt heute vormittag noch eine dritte Lesung ab, in der die Beschlüsse der zweiten Lesung in einzelnen Punkten abgeändert wurden. Vor allem wurde die Zahl der Orte, die Ortszulagen gewähren können, erhöht. In der Präsentationswahl zum preußischen Herrenhause ist der „Tils. Allg. Ztg." zufolge von dem Verbände dcs alten befestigten Grundbesitzes des Landschaft b.zi.kcs Littaucn der Rittergutsbesitzer Landrat S ch l e n t h e r - Baubc-ln an Stelle des verstorbenen Rittergulsbejitzers v. Sperber-Graudcnz einstimmig gewählt worden. Der am 1. Februar ausbrechende Aerztestreik dürste, wie aus Köln gemeldet wird, einen großen Umfang an- nehmen. Acht Aerzle, die im April mit dem Kraiikeickasscnverbanb neue Verträge abschlosseu, wurden gestern vom Ehrengericht wegen Bruck^es dcs Ehrenwortes zu einem Vertocis und 200 Mark Geldbuße verurteilt. Die Reichstagsersatzwahl in Siegen. (Amtliches Wahlresultat). Bei der Slidyvahl zum Reichstage im Wahlkreise Wittgenstein- Siegen-Biedeulopf am 22. ds. Mts. sind 33 622 Stimmen abgegeben worden: hiervon entfielen aus den Berg- Hauptmann a. D. Vogel (Siatl.) 17 922, auf L. Mumm (Ehristt. Soz.) 15 <00 Stimmen. Ersterer ist somit gewählt. Die vielangefochtene Wahl Dlugdans zum Berliner Stadtverordneten ist gestern im Ausschuß mit 9 gegen 5 Stimmen für gillig erklärt worden. Der sächsische Landtag ist gestern mit einer Thronrede geschloffen worden. LändlicheDienstbotenorganisation. Die von den Zentrumsabgeordneten sdion seit längerer Zell vorbereitete Grün- Dung einer ländlichen Dienstbotenorgauisation ist in Regensburg in einer Versammlung unter dem Vorsitz Dr. Heims besdfloisen worden. Die Statuten wurden einstimmig angenommen. Diese Dienstbotenorganisation burd) das Zentrum richtet sid) gegen die neuerdings lebhafter gewordene Agitation der Sozialdemokratie auf dem Lande. Neues Landtagswa hl recht in Weimar. Wie der Eisenacher Korrespondent der „Franks. Ztg." ans zuverlässiger Quelle erfahrt, wird dem wcimarisck)cn Landtag bestimmt noch in dieser Session ein neues Landtagswahlgesetz mit dem allgemeinen gleichen und direkten Wahlverfahren zugehen. Das neue Gesetz liegt dem Ministerium des Innern bereits fertig vor, es bedarf nur nock) der Durdflrcratung durch das Gesamtministerium. Stimmunflsbilb aus dem preuh. Abgeordnetenhaus. Berlin, 26. Januar. Die Wahlrechtsdebatte im preußischen Abgeordneten- yause ist vorüber, und ihr äußerliches Ergebnis ist die Ablehnung aller auf eine Reform deS .elende st en aller W a h l f y st e m e* zielenden Anträge. Ein Zulalls» ergebnis: Von den 443 preußischen VollSverlretern sind erheblich mehr als die tzällle Mitglieder der Parteien, die für die Wahlrechtsänderung tm liberalen Sinne eintreten. Aber nur 333 Mitglieder des hohen Hanfes waren bei der Abstimmung zugegen, und unter ihnen hatten die beiden konservativen Parteien die Alehrheit. So fielen die Anträge. Aber auf das zifsermäßige Abstimmungsergebnis wäre es tu (einem Falle angefontmen, auch dann nicht, ivenn es, Dem Stärkeverhältnis zwischen Reformgegnern und ÄeionnkcunDen entsprechend, den Anträgen der Natio- aaüibcralcn, Freisinnigen und Polen günstig gewesen wäre. Die Vedeuiung der ganzen parlamentarischen Wahl- rechteattion liegt ui den Debatten. Und diese haben Römern ernen Zwei'el darüber gelassen, welcher Anschauung in pancto der üjahlrechtSänderung die Zukunll gehört. Eine tm beiten Sinne ilaatSmamnsche Rede des Nationallrberalen Tr. Friedberg leitete die Verhandlungen de« zweiten Tages wirksam ein, und eine nicht mmder eindrucksvoll« Rede Dr. Wremers von der Voiks- oartei schloß sich ihr glücklich an. Wenn auch über Art und Um- nang der Reform die Anschaimngen der beiden au§eumnbcvgfbcn. in der Uederzengung von der vlotwendrgkeit einer fchleumge'r Be- fettiguiifl der indirekten und der öffentlichen Wahl sind sie eins. And diese Ueberzeugung stellten beide liberalen Redner geschickt m --en Vordergrund ihrer Ausführungen. Be'de beleuchieten mu unerbittlicher Unzioeideutrgkeu die einzigen letzten Gründe ibe c koufervatioen Gegnerschaft gegen die Wahl- lechtSreform, und Dr. Friedberg nahm die Gelegenheit ivahr, der Rechten tm Namen der geiamlen Linken die gebührende tüuuiung aut ihre jüngsten Zettelungen gegen den Kanzler und Die 'dlodpoiif zu geben nicht fo lehr m der scharten und rucküchlslosen 'Ldierugung der Konjeivatwen als in dein L e k e n n l n » S des netto ii alltberolest Führers z u der Gemetndürg- ch a t l der Linken lag der bedetnende polnische Wert feiner srächltgen Rede. Ohne, daß es ausdrücklich attsgefprochen wurde, ^ewaun Doch daS ganze HaiiS die Ueverzeugung, Daß die konser- iyntüje Absage an die Polilck deS Fücftetl Bulow die Gruppen ibe t Linken einander nur noch näher gebracht hat, unb der stürntlfche Beifall, den neben den Nationalliberalen auch fcer Srcifmn dem Redner trotz feiner auDerenSielluug zur Waylrelorm- Erage -ollre, war wohlbegriuidet. Und dte Kanipigemeltifchait der gesamten Linken (am noch besonders zum Ausdruck, als Dr. Wiemer tür *en iZall der Ablehnuttg die Zilstlmmung der Bollspartei und der 'Aereniiguttg zu beut tiQttonnltibevalen aiikündiqte. Altes in allem : Tie Sache i|i nicht auegegangeti tute das Hornberger Schießen, und die Wahlrechtsaktion der Liberalen war alles atiDere als Der- lotene Liedesnlühe. Tie wettere Verhandlung brachte noch die Verweisung eines tiationalliberalenAntrages wegen Zulassung der Voiksf chullehrer zum Schütt en amte an die Unterrichte - Kommission. Der Antragsteller Tr. S ch t t s e r be- prünDete die Fordertntg eingehend unö eindrucksvoll, und alle Äarreien erklärten sich mit ihrem förunbgcDanfcn einverstanden. 2er Mittwoch gilt der Kaifergevurrstagsieter, ein Tomtecätag stehen die Befoibungsvorlagen zur Tedatte. (Seit) iÄSS1*?*"» elluny'^ ^urant: M Praseat-V=rt^ u,ebß8inse| ' GaraiSOa !°uuar 1909: . 5?^^ "%p-, i ^kcnball -Ärr °^°n>erlauiö!ielienV^ 1 naebenii cufanc w. 0.;; aann. A Gj^en. Siehener Anzeiger General-Anzeiger für Gderhesfen Gscizeuer staSäthearer. Die Schmuggler. Konröbie in 4 Akten von Artur Dinter. Man wäre versucht, bas lustige StücAein des noch ziemlich hngen Elsässers, der als Dramaturg in Rostock wirkt, als ein Ergebnis bcs Köpenicker Gaunerstreiches zu halten, wenn es nicht I ton tm Jahre 1903 im Buchhandel erschienen wäre. Es be- Hmbelt, um die sehr verwickelte Geschichte mit wenigen Worten üa erläutern, mit Geschick unb Laune dte tollkühne Pascherei eines txrüd)tigten Sä.mmglers, der einen großen Uhrentransport vor den Eugen und gewissermaßen mit Hilf der Grcnzaufseher sicher über bie Grenze bringt, indem er sich als den neuen Rcgierungsrat Msgibt unb so die Behörde hinters Licht führt. Daneben gehen Noch eine Anzahl cingeflochtencr GesdM-tchen, die sich natürlich alle in harmloser Lust zu einem vergnüglichen Schluß vereinigen. Die vielen Verwickelungen unb komischen „Situationen" sind sehr «rschickt vorbereitet unb eingehend begründet, so daß all die lustigen Tcgebenheiten die größte Wal)rscheinlichkett für sich in Anspruch »tonen dürfen. Allerdings ist die an sich recht gefällige Idee, b«£ den Reiz der Neuheit längst eingebüßt hat, etivad sehr mager, tob der Verfasser sah sich deshalv gezwungen, eine Reihe von Eingängen einzuschicben, bie mit der Handlung an sich gar nichts iw tun haben unb nur verzögernd wirken, wodurch stcllcnrveisc eine geioifse Oebe hervorgerufen wird. Tie Ctoraktcristik der einzelnen Personen ist nickst immer sehr glücklich ausgeführt, einige Figuren aber sind dagegen ganz ausgezcidstrct gelungen, vor allem der mit seiner Satire gegebene Steuerrat Pimpe, der ehemalige Offizier, der deutsche Kultur im Kasenteichofstil verbreiten will uib überall in dem neuen Reichs land Verrat unb Meuterei wittert. Max Kronert sanb sich im allgemeinen recht gut mll bicscr banioarat Nolle ao, hätte aber doch etioas Militärifcher auftretcu bücj'en. Chcenoczeugäugen werden bei unoeoccktem Kopfe von einem Offizier nur durch eine leichte Verbeugung ausgcführt, nie durch Anlegen der Hand an den Stopf, was auf den eingctveihten Zuschauer einen unangenehmen Eindruck macht. Sehr gut war Aillibald Völcker in der ebenfalls sehr geschickt gewidmeten Gestalt des Gastwirtes, die der schätzenswerte Stünftter mll bestem Gelingen zu (Silbe führte. Aud) Paul Ko hl mann als zimper- liciier Profl.sor Zipfel verdient mieingcschränttcS Lob für die sehr gut ausgeglichene, überlegte Darstellung, die sich glücklicher- Die Me!dli!j ".N der Aktientrauerei ist nul abcM81Urrgcöffuct.Si>iic betreten ist iiraibar. 8ä! fälle wird nicht gebartet. Der Uiitcrnehwk Kranken- gräbnissh M Han<: hilien :: $ Verwaltungsstelle 6® Personenverkehr und preußischer EisenSahnfiskur. Die Behauptung der „Deutsu-en votl'Äoirttcha,t.idxen Korrc- silvndenz" in einem Artikel über den Personenverkehr, der preußische Eisenbahnfiskus habe 1007 beim Personenverkehr einen ^Dnb Kolonialwaren- und fotoeiucn ktrctcr Giessen. Direktion: H«™1 st'"!* 13, iittwti-Wffl'*10 tesi-Vorsieding 50 Geburtstag Sei ZUn,*2tat 1°. W« Waile^eg? - ihr.V6CöEn ' au|fln8'UÜnrliuö0»,t)0rl^ t«u v.uu-p^'Jtiiunj. Vo>ks-Vl" „ „er •Vofte U ^,r AlU'll ^jtöC 3 dell liut. , j(<>u’%nlona ’ .U‘r jVjMf*** stellte sich in der Nähe eines Bankgeschäfts auf und wartete, bis irgend ein junger Bursche mit Geld zur Bank ging. Diesen hielt er an. gab ihm ein weißeS Brieflouvert, m datz er vorher 400 Mk. in Papiergeld tat und dann verschloß, und beauftragte den jungen Mann unter Versprechung eine? Trinkgeldes, er möge ihm für das Geld einen ans der Bank liegenden Scheck auSlösen. Ter lange Mann ging darauf cm, mußte ober dem Fremden als Sicherheit 400 Mk. von seinem Gelde znrücklassen, und als er zur Bank kam. entdeckte er, datz der Betrüger daS Zlouvcrt vertauscht hatte: er hatte in dem Kouvert kein Geld, der Betrüger war aber inzwischen mit den 400 Mk. dcS jungen ManneS verschwunden.. Ta der Betrüger sein Handwerk auch weiter in anderen Städten fortsetzen wird, sei vor ihm gewarnt. •• DaS Mißtrauen der bäuerlichen Bevölker- u n g gegen fremde GeschästSrci sende und Hausierer, die sie nicht kennt, nimmt in letzter Zeit erheblich zu und mit Recht. Haben doch Vergrößerungsschwindler ganze Teile der Provinz abgesucht und leichtgläubige Leute um Geld und Bilder beschwindelt. Trotzdem geht noch mancher auf den 5leim, bis auch er sicht, daß er betrogen ist.. Auf diese Mene werden die Leute wenigstens klug und eS wäre zu wünschen, daß auch gegenüber den Marktschreiern und Hausierern mit nutzlosem Zeug seitens dcS ländlichen Publikums mehr Vorsicht angewandt würde. fl Muschenhcim, 25. Ian. Am Freitag sand nn OrtSverem deS Eoanq. Bundes ein Familien abend im Saale deS Gastwirts Roth statt. Pfarrer Köhler eröffnete die Versammlung: sodann fand ein Lichtbildervortrag von Pforrer Prüll, Lber-WidderSheim, über den Krieg 1870/71 statt. Verschiedene gemeinsame Lieder wurden gesungen, auch trug der Gesangverein einige Lieder vor unter Leitung deS Lehrers Günther. Die Versammlung war recht gut besucht und es verlief der Abend in schönster Weise. — Die hiesige Volksbibliothek erfreut sich auch dieses Jahr wieder eines reichen Zuspruchs: eS werden jeden SamStag 70 bis 80 Bände auSgegeben. x Schotten, 26. Ian. DaS Bezirks fest deS Bc- zirkSkriegeroerbandeS „Vogelsbergs findet im Juni in Wingershausen statt. — Ter Krieqervcrrin Hartmanns- Hain hat die Anschaffung einer Fahne beschloffen. dm. Bingenheim, 26. Ian. Zur Vorfeier von Kaisers Geburtstag veranstaltete gestern der Zweigvcrcin dcS Eoang. Bundes in Gemeinschaft mit dem Kncgerverein und dem Gesangverein im Münchschen Saale einen Familien- abend. Forstmeister Lang hielt die Eröffnungsansprache, die in einem begeistert aufgenommenen Kaiscrhoch auSklang. Tann führte Pfarrer Brill aus Ober-WidderShcim Lichtbilder auS dem Krieg 1870/71 war. Zur Verschönerung des AbendS trugen tue patriotischen Lieder deS Gesangvereins unter Leitung seines Dirigenten Groth aus Echzell viel bei. Eine Tellersammlung für die Erdbebcnbeschädigten in Messina ergab über 17 Mk. dkricbtsfciaL Entscheidung des Oberlandesgerichtes. Im letzten Jahre erhielten eine größere Anzahl hiesiger Pferde -und Fa h r z e u g b e s i tze r ans Anzeige der Bürgermeisterei Strasmandate wegen Uebertretung gegen $ 27 des Reichs gesetzes, die K r i e g s l e i ft u n g cN betreffend Infolge Widerspruchs gegen die Strafbefehle wurden sie durch Urteil des Schöffen gerichtS s r c i g c s p r v ch e n . ebenso verwarf die Strafkammer die von der Staatsanwaltschaft eingelegte Berufung. Hiergegen wurde von der Staatsanwaltschaft Revision veriolgt. um eine höchstgericktlicke Entscheidung herbeizusührcu. Es handelte sich um eine Pferdevvrmusterung und Prüfung der Fahrzeuge der Stadt Gießen. In der kreisamtlichen Bekanntmackmng heißt es: Tic unterbrochene Vormnfterung und Priifung werde fortgesetzt vormittags 10,15 Uhr. Unter anderem ist weiter bemerkt: Tic Bürgermeister b."w. deren Stellvertreter Inocn schon vor dem Abmarsö' zum Mufterungsorte samtlirlw Pferde genau in der Reihenfolge der Listen zu ordnen, damit die Vorführung genau in dieser Reihenfolge stattsinden kann. Tie Bürgermeisterei Gießen neröfsentlichle diese Bekanntmachung durch zweimaliges Einrücken int Amtsblatt, worin es auslnncklich hieß Tie Pserdemusterung und Prüfung der F-ahrzenge finde vormittags 10', Uhr statt. mntflen seien mit Geldstrafe bis zu 50 Talern fltnDen. Ra» 3 tre Hessischen Ausfuhr ungsvori'ckriften seien bt? Musterung^. geilen und bic Anordnungen für deren Bekanntmachung nvnck-n den Kommissaren und den Kreisämtern zu vereinbaren, -L*r > o bezeichn- noch einzelne Berpsticktungen der Bürg.rmcmer bet ben Musterungen. Es sei den Bürgcrmetst-rn aber nirgends da» Reckt mgeiprochen, dem von den genannten B-'6irden fefigeietzt-n Mustcrungslermin noch einen trüberen Gestellungetcrmin vorzu^ setzen, um den ihnen nach 8 5 auferlegten Pflichten nachkommen u können Jhir von dem Musterungskommiisar und dem .streik amt gemeinsam könne ein solcher Termin bestimmt werden, andernfalls könne das Musterungsgeschäst zur angesetzten Llunde nicht pünktlich begimtcn. Tie Bürgermeister i nwrc -war befugt, im Interesie der öffentlichen Sicherheit und Ordnung e-n- diesbezügliche Polizeiverordnung zu erlassen, aber auf Grund der oben- be'.eichneten Gesetzesstellen stehe ihr eine solche Bewgnis nickt zu. Es sei auch unerheblick, daß die Bürgerm.i'. .ri mit Gen-Hmigung oder aus Weisung des Kreisamts gehandelt Hal. Tic Verletzung ter Vorschrift der Bürgermeisterei enthalte somit keine Ge- etzcsverlctzung und könne strafrechtlich nicht verfolgt wer- )en. Das Oberlandesgericht fügte nock weiter an: Ter §5 ter Hessischen Ausführungsverordnung bestimmt, daN die Bürgermeisterei im Verhinderungssalle ityce Stellvertreter sich zu den Musterungsterminen einzufinden haben und verpflichtet sind, dem Kommissar ein Verzeichnis der in ihrem Bezirk vorhandenen Pferte tumlegcn; s.e haben für die Gestellung der zum Ordnen und Dorsuhren Mer Pferde erforderlichen Leute und ferner dafür zu sorgen, daß das Vorfuhren genau in der Reihenfolge der Vorführungslifte stattfindet. Auf tiefe Bestimmung hat dos Kre.s- amt in seiner Bekanntmackmng hinge.viesen und es ist klar, daß, wenn das Vorführen in ber Reihen folge der Vorsuhrungslisk zur Musterung um 10V* Uhr beginnen soll, schon vorher die Pferde zur Stelle sein müssen. Reben dieser Terminsbeftimmung noch eure weitere unter Strafandrohung zu stellen, liegt nicht in der Befugnis ber Bürgermeisterei. Wenn der Musterungskommissar und das Kreisamt den Beginn der eigentlichen Musterung auf IO* '4 Uhr vereinbart haben, ist nur das Nichterscheinen um diese Stunde, nicht aber schon um 9'- Uhr strafbar. Nach dem Angeführten liegt eine Gesetzesverletzung nicht vor, tvcshalb die staat-anwaltliche Revision unbegründet abgewiesen werden mußte. * fc. Darmstadt, 24. Ian. Ter Erbgraf Erasmus zu Erbach- Eibach schlug 1907, nachdem ihm der Awenihalt in Hessen und Preußen untersagt war, sein Domizil im Nhöndö^chon Voller--, Bezirksamt Brückenau, auf. Von hier aus holte er sich Rat bet dem Rechtsanwalt Schäker in Brückenau, speziell über Angelegen- betten, die das Gräflich Ervack-Erbach'sche Fidetcommitz betraten. Der Amvalt legte nun bei Anfslellung seiner Sloftenredmiinq den Wert des Fideicommif'eS — 41 Atillionen Mark als Cbjcft zn Grunde und forderte demgemäß 4680 Pik. Der Vater des Erb- grnfeu weigerte sich, bicie Summe zu zagten. Es kam zur Klage. Vor der 1. Zivilkammer des hiesigen Landgerichts wurde die Sache verhandelt. Der Vorsitzende schlug einen Vergleich vor. Beklagter sollte an Kläger 500 Mk. zahlen und setzte die Entscheidung auf den 20. Januar fest. Tie Sache wurde inzwischen außergertchtlich verglichen. ' vermischtes. • 0« kahl. In einer Zeitungssetzerei entwickelte sich letzten Samstag, so ickreibt die „kölnische Zeitung", folgendes Gespräch: „Herr Niüller, bitte rasch. Die Fraktur hier „hos tatet" muß griechisch gesetzt werden " — „Cd) batt noch. Vier tväbc widder nid) fähig. Bitter, flock eravv zum Schmitz, äh soll batt grechisch setze" .Pilter" rast ab und lommt nach einigen Minuten keuchend an. „Cb bat richtig wär? Herr Doktor! „’C p^at._ o, ihr Brüste . . . Tas ist ja unstttlick. Heiliger Roeren, htl'! So, ich hav's. liebliche Valage (AaXap'J, „süß läckelnbe und süß vlaudernde" Freundin uicmcS Horaz, und du, „zwitschernde Friihlingsbotin' her Lesbierin Sappho, bei oeren Girren selbst ber alte ^chivätzer Etcero fein vertrocknetes Iuristenherz schlagen fühlte, verzeiht mir bic Sünde tüibcr den heiligen Geist des Griechischen: id) mache es lateinisch, bas ist auch gelehrt. — Herr Müller, bitte setzen Sie hos lalei ontiquo, aber mit ei, nicht, wie falsch geletzt ilt, mit ai" ,Hc, Becker, anliqua, ävver lalei mit ein rocidien Ei. Immer batt GedönS mott benun oertrafte Griechisch. Neulid) och mett bemm grechisdie Kateatsmus." „Katechismus! ?lh. Herr Müller. Sie meinen x« e^oyf.v." Ganz räch. Wenn bod) bic Haren im Reichs- tag nitt e su udl schwätzen bäte, un wenn ie bod) ehr grechisd;e Brocke für sich beheelte." „Vst! Herr Müller, bas deutsche Volk wählt in den Reichstag die Blüte der Nation xa- »$ound auf unsere Neichshoten paßt nid)t 0« kakel. Die schwätzen nicht, die reden nur. Ties zur Erklärung des hos lalei im Reichstagsbericht vom 23. Januar. Eingesandt. fegen? Oder warum wenden rovr erfundenen Mittel an? nicht bxc zur Ltauvverwuang E i n Ävi n b c r f r c u n b. Die soeben bekannt gegeben' S'.atist'.k ber <-ckule etolj-. Sckrei, kann in Bezug auf die Zahl in Dcutscktand Unter, richteten insofern mit der ber Schule Gabelskarger nicht verglichen werden, als bei Stolze Schrei) alle Unterrichteten ac-irit werden, itnj. die Deutsche Stenoaravhen Zeitung durch Berö'femlichung bk der Teilnehmer am Schlusic von Amängerki.n'cn z-ihlk. Suite bic Gabclsbcrgersche Schule ebenialls alle llnierrichief zählen, so kennte sie den 102 000 Stolze-Schrehanern in Deutsch land allein ftna 190(33') un.erri :c:e > wbelsbcrger n r g g;n- überftcllen. Diese Tatsache ist nick: abv.iftrcxten, b nsowenig bi' Tatsache, das; das Gabelsbergcr'scke Snftem das in den nbge- lauf en en 10 Jahren von rund 1'. Millionen Personen erlernt wurde, ba-5 bei weitem verbreitetste Stenograph:. System ist. die tatsächlichen Verhältnisse liegen »eigen ?i Zahlen der Bercinsmitglieder: Swi'e Schien v.hlt im Deutschen Reiche 56 886 7216 gegen das Vorfahr . die (Gabeleberger sche Schule aber 81590 Mitglieder - 7.M2 gegen d.'-e Von am.. Tic Vsarttprcisc für Viel) und Frucht und die Giestcner Fleisch- nnb Brolvrcisc am 25 Januar 1909. Höchste Schlachwieboreiie rn Frankfurt a. TL Uleifchpreiie in Dieben Dchsen Kälber Schweine 50 Kg. Schlachtgewicht 75—78 Mk. ', Zig.Schlachtgew. 90—95 P«. V. . . 79-00 „ Kg. 76-84 Pkg. Hi , 70-78 , «/. , 80-90 „ Getreidevreife in Tf a n n h e i nt Brolpreise in Dieben Weizen 100 Stg. 22.< o- 22.25 Ml. IlJeiBbioi 2 Ug. 62 P>g. Roggen 100 ftg. 17 00-00.00 Mk.Schwarzbrot 2 Na. f»8 V'g. 2Grchlid?c Nacliriebten. Lvasigelische Eesiieinde. Donnerstag den 28. Januar, abends 8 Uhr, im Markussaal: Bibel stunde. (1. Johs., Kap. b). Marrer Schwabe. Meteorologiselie der Station (Ziesten. — o - .s Januar - = w •i Z> IW 'C 0> -• 6 tr. «S Wetter 1909 >5* S o _ 5 ■- e*# 3« »e/ö Konsols .... 95 60 3% do.....«6.25 3>je/e Hessen.....94.80 3>4ele Oberbcssen . . . 93.60 4% Ocsterr Goldrente. 9820 4*/»% Oesterr. Silberrente 98 00 4 % Ungar Goldrentc . . 93.40 4% Italien. Rente . . —.— 8*o Portusriesen Serie t 57.95 3% Portugiesen „ HI 58.30 4Xe/e mss. Staatsan1. 1905 97 80 4z3°/n japan. Staatsanleihe 9:3.00 4 % Couv. Türken von 1903 93.30 Türken'080 ...... 146 20 4% Griech. Monopol-Anl.. — — 4% äussere Argentinier . 87.' 0 3°/e Mexikaner . . . — 4 >8% Chinesen .... 98.75 Aktien: Bochum Guss..... 222 30 Buderus E. W.....111.00 I-Jcktriz. Lalunoyer . . . 119(0 Elektriz. Schnckert . . . 119 # Eschweiler Berpwork . . 18100 Geleenkirdieu Berunerk 181.1b llamburg-Amerik Paket'. 112 60 llarpener Bergwerk. . . 192 00 LauraLtitte...... 20050 Nordd Lloyd . ... 92.fr) Obeischlea Eisen-Industrie 96 ä) Berliner Haudclsgos. . . 171.30 Darmstädter Bank . . . 1.30 50 Dentsche Bank .... 243.75 Deutsch-Asiat Bank . .135 00 Diakonto-Konunandit. . . 184.40 Dresdner Bank .... 150.40 Kreditaktien.....197.60 Baltimore- und Ohio- Kisenlahn ..... 112.10 Gotthardbahn.....— Lombard. Eisenbahn . . 17.4'» 1 »estorr. Staatsbabu . . . 144 20 Prinee-Henri-Eisenbabu . 121.60 Tiefer Bekanntmachung fügte die Büigcrmeistrrci als Nachsatz bei: Wir fordern hiernnd) sämtliche Pserdebesitzet hiesiger Stadl aus, ihre Pferde und kricgSbrancbbare Fahrzeuge in dem ange gebcnen Termin vorfuhren zn lassen und zu diesem Zwecke fpitcflrnd um 9»j Uhr zur Stelle zu sein Da durch eine spätere Ge ftcllung der Pferde unliebsame Störungen im Musterungsgeschäft hervvrgerusen werden, machen mir die rechtzeitige Gestellung der Pferde allen Besitzern zur Pflicht und werden alle Säumigen, die ihre Pferde bis 91 j Uhr nicht auf den Trieb gestellt haben, umiachsichtlich zur Anzeige bringen. In dem Urteil hatte die Strafkammer geltend gemacht: Nach 8 27 des ungezogenen Gesetzes werde das Verfahren bezüglich der Stellung und Aushebung der Pferde unter Zugrundelegung der §§ 25 und 26 von den einzelnen Bundeöstuaten geregelt, lle'.irtr.'tungcu der Anord- (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redallion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Nachdem wir im Interesse der Schulkinder das^ Tiefbauamt, wie es scheint, mit Erfolg gebeten l>.iben, bC den Schulen nahe^ gelegenen Stragen erst nach '->9 Uhr fegen zu lassen, wenden wir uns auch an unsere Mitbürger mit der lrer.zlicken Bitte, das slaubauswirbclnde Fegen zwisckxn 8 und v>9 Uhr nach Möglichkeit zu unterlassen. Wenn übrigens in jedem Winter über die zahlreichen Er- k r a n k u n g e n , die in Giehen Vorkommen, geklagt wird, so sollten wir nicht das Stlima Gießens verdäcktigen, wie cs regelmäßig geschieht, sondern an unsre eigene Brust schlagen und dte Frage auimerfen: Ist nickt das trockeneFegcn daran schuld? Warum lassen wir nicht, wie es in anderen Städten geschieht, nachts Tendenz: ruhig. Berliner Börte, 27 Canada E. B. . ... 172.90 Darmstadter Bank . . . 130.70 Deutsche Bank .... 243.30 Dortmunder-Union C. . . — Dresdner Bank . . . 150 20 Tendenz schwach. Januar. Anlangskursa. llarpener Bergwerk. . . 191.80 l.aurahlltte .....199.00 Lombarden E. B. ... 177.50 Nordd. Lloyd.....— Türken! ose......—.— pldisanschmuck boiter Errat? für lohten Gc'dionmuck, c'arko 14 kar. 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Mrs., miitagß 2 Uhr. bei der unterzeichneten Bürgermeisterei cinzureichcn, woselbst die Ei Öffnung der Angebote erfolgt. Laß Hotz wird aus Verlangen vom Forst wart Kullbach dahier vorqezcigt. Garbenteich, am 25. Januar 1909. Vroßh. Bürgermeisterei Gardenteich. Kissel. Die 3ufammcntunft ist auf der Licherstraßc am Daldeingang. Gießen, den 27. Januar 19U0. B”A Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. B.: Leller. StroioorL den 2ti. Januar IbUD. Der Bürgeruieisier. Braun. fBtranilaltuug DcrVnubcsJIiiiuttfitnt für dir Opfcr der Erdbeben in Süd-Jtn!icn. DonnerStng, den 28. Januar, abends 8 Uhr io der neuen Aula der Lauves-Uuzvcrsität. 1. Ansprache des Rektors. 2. Lonrag des Herrn Professor Kaiser: Ucber Erdbeben, insbesondere über die UrsaU-en der calabrijchen Erdbeben. Der Ertrag wird dem Hilfßsondß für die Geschädigten zugeführt werden. — Eintritts- preise: Saal, numerierter Platz 1.50 Mk., unnumenerier Platz 1 Mk., Galerie 50 Pfg. — Eingang zum Saal durch das Ha»>pigebäude, zu bet Galerie von der Goelheiirage auß. Einirittskarten sind in der Alusikalienhanblung von Ehallicr, in den Buchhandlungen und beim Hausverwalter Ritter zu haben, für den numerierten Platz nur in der Musikalienhandlung von Ehallier. ______(SidjenuoaUolA 2 „ ftieiernuoitliola 070 Wellen Buchenreisig (*id)enrciii0 Fichienreiiig i^rlenreiüg Weidciirclüg Äleieiureifig. 'Bekautttmachung. Die Errichtung eines Steigeriurms für die freiwillige Feuerwehr m Wismar sowie bic Einrichtung eines neuen Schul- mal» öaiclbu sollen ueiocuen werden. Plan und Uoiienanlwlag liegen bei mir offen. Offerten erbitte ich bio fpateueno b. aclnuar er. einschließlich. Gummiwaren sämtliche Artikel zur Krankenpflege und Chirurgie Holder steigerung im Gtclrcucr Tia^.wald. Seltersweg 60 C. Pattberg -^rWilgagwina«HM—awim ut Buchenicheuholz , Eichenicheilhol^ , BinenichclU-ol- , Erlenschenholz , Bucheiilnüpoeihol- , l^idieiilnüpuelboU , Ztieiernliiüppelholz , Buchenslockoolz Montag, den 8. Februar, ttbcubö 8 Uhr Ml großen Saale des Hotel Einhorn: Vortrag von Frau Professor Götza D”/i) auL Branuichwcig über: Soziale Fraucupflirhten in bcc BläßigkeitSbeivegung. Die WhlE Bestecke B der Württemberg!(eben Metallwarenfabrik Geislingen • St. sind wegen ihrer eleganten Ausführung, vorzüglichen Beschaffenheit and äussersten Dauerhaftigkeit allgemein beliebt und weltbekannt! Nur die eingeftempelten Schutzmarken lUftäFI SS Kassiererin IUM 15. März gesucht. 639 SchruUlche Offerten nur von solchen Damen, welche ’ schon ähnliche Posten bekleidet haben und in der Buchführung bewandert sind, erbntet Carl Nowack. Montag, den 1. Februar 190'J, vormittags S'/, Ubr beginnend, werden in den Waldungen der Stadl (Sieben in den Diftrittcu Obcrbag, Braubof, Vicubcgc und Braune versteigert: 5 Fichlciiderdiiangenm.b^)7Fm. 41,2 iHux. Eichenuockholz Konkursversahrtn. Duo 3tuiiiiUvi)ci|üi)ivn uüct baß Bermügen bes ftauimaniiß Ludwig Sommer in SUein- Linden wird nach erfolgter Abhaltung bfß Schlußtermins hierdurch aufgehoben. DM/, (Buben, den 27. Januar 1909 Droijherzogliches Amisqerlcht. velannlmachung. Die am 23. b. MtS. vormittags 9 Uhr an dem biiegelviad zu (Buben dbflcuaücne Berueigc- rnufl auötüiiaiert Bahnichweuen »it gcuchmigl. Iß"/, (Sicucn, den 26. Januar 1900. Qltoub. Baonmeliterei 4. Täglich frische Krcppcln. Rrict>r.9ioll,fj)fbödifr,