ing, b°-L. i izert Militärkapelle, Uhr, ^elletazsäbn Muienvlatz f- «auHteUe, oe L®rabenftx,4lR Iftl „müoGen ("v «ontorM MausguteLeuc- :ontor oder &o«i niragenmüM Anzeiger etfc ntWUdlie!; Mntt.56.il* Mia i; iedriiti ^schaffe verseh w: .Teilte erkt M. ■ aktanun - v.- perblicbetew i. Stadt-x U»1 Jeder Art. »M d sind die denk- roz? JedenMW- Verlinken biß Besuch zwecks Wi en Nacht. xieMZgass“ 6.L .menimtBureiU jinover,Kölna<& xarlbiuhe ilB. Lturwerkiiallc f- rdinand Bg£ VSllltN cittierolifolgl-l® iM ,^-Oro-" iadlas-i ff»*** den LandM^ 'Snedr-E de» ausge'p^ Nr. 120 Drittes Blatt Dienstag 28. Mai 1909 159. Jahrgang Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Dtittivoch den 2. Juni: „Figaros Hochzeit. Predigt. Wochengottesdienst: Morgens 6.00 Uhr. Abends 7.30 Uhr. Die „Lietzener Zamlllenblätter- werden dem »Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das UCreisblatt für den Kreis Lietzen" zweimal wöchentlich. Die .^Landwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal. Nachmittags 4.00. 9.20. 31. Mai: badour." Müller'sche Badeanstalt. W a s s e r w ä r m e der Lahn 16 °E. 1. Tag: Vorabend 8.10. Morgens 8.00. Nachmittags 4.00. 2. T a g: Vorabend 9.20. Morgens 8.00. FesteSausgang Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UniversitätS - Buch- und Steindruüerei. R. Lange. Gießen. Ä-rereorot0gsfche ^eodochtuugeu der Station Gießeu. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul» straße 7. Expedition und Verlag: 5L Redaktion: 112. Tel.-Ad ruAnzeigerGießen. 2.liansplatzanlagen errichtete Dentmcü Max von Mtentofters sererlich enthüllt. 4 Gießener Anzeiger Srneral-Anzeiger für Gberhesse« Liternri§ches. — Griebens Reiseführer. Band 62: Nürnberg und Umgebung. Verlag von Albert Goldschmidt in Berlin W. — Eine der ältesten Städte Deutschlands und eine der wenigen, die sich ihr mittelalterliches Gepräge bis aus den heutigen Tag bewahrt haben, ist Nürnberg. Die meisten Besucher Süddeutschlands oersehlen deshalb nicht, in Nürnberg zu rasten. Ihnen allen sei der soeben in 13. Auflage erschienene Grieben'sche Führer bestens empfohlen. Diese neue Auflage ist völlig unbearbeitet und hat überall den neueften Stand der Verhältnisse berücksichtigt. — Plutus. Kritische Wochenschrist für Volkswirtschaft und Finanzwesen (Herausgeber Georg Bernhard). Inhalt vom 21. Heft des 6. Jahrganges: Depots. Bon Bruno Buchwald. — Bankiers vor dem Strafrichter. Bon Rechtsamvalt Tr. Johannes Werthauer- Berlin. — Der Aktien betrug. Bon Rechtsanwalt Dr. Max Alsberg-Berlin. — Revue der Presse. — Aus den Börsensälen. Von Bruno Buchivald. — Ter Fmanzdirektor. — Direktorentantieme und Ausdehnungsdrang. — Reichsftasko. — Verbotener Termin- Handel. — Gedanken über den Geldmarkt. Von Justus. — Plutus- Merkta'el. — Antworten des Herausgebers. Waren des Welthandels (Bernstein-. — Neue Literatur. — Generaloersammlungen. — Das Blaubuch, Wochenschrift, herausgegeben von H. Jlgenstein. Verlag der Wochenschrift „Das Blaubuch", G. m. b. H., Berlin W. 30. Inhalt von ticr. 21: Das Regieren aus der Dunkelkammer in Preußen von Lothar Engelbert Schücking. Die Los- reißung Nordschleswigs von Arnold Kalisch. Polit. Darwinismus von Otto Corbach. Das ertrinkende Berlin von Victor Noack. Haltet den Dieb von Leonid Andrejew. — Aus Darmstadt wird uns unterm 23. Mai geschrieben: Tas englische Theater von Meta Illing kam nach einer Vorstellung anläßlich der Festspiele in Wiesbaden, wo es einen englischen Schwank aufsuhrte, gestern zuerst auf seiner Gastspielreise nach Darmstadt und vermittelte uns im Ho st he ater die Betannt- schaft der beiden in h altreichen Bühnenwerke „Candida", einem dreiattigen Trauerspret von Bern.trd Shaw und „Eine floreutiuii dje Tragödie ", einem Einakter von Oskar Wilde. „Candida" gehört zu den interessantesten Werken des englischen Bühnenautors und Wildes „Fragment, wie es. der Theaterzettel bezeichnet, ist erst nach feinem Lode hohen Grades von politischem Fanatismus zu bezichtigen, ebensogut oder in noch viel berechtigterer Weise könnte man dies Herrn .Krumm gegenüber tun, trotzdem er sich meist mit einem gewissen Biedermannston beliebt zu machen sucht. Daß es Herr Stumm gern sähe, wenn Einsender es gerade so halten möchte wie er, ist ganz nett, aber es bedurfte dieser Anregung nicht, denn in berufsgenossenschaftlichen Kreisen ist man schon längst bestrebt gewesen, Leben und Gesundheit der Arbeiter zu schützen und zwar im eigenen Interesse der Arbeitgeber schon. Es ist 1 Segen 100 zu wetten, daß bei der Ausführung der sozia- listtschen Idee, aus ihren Kreisen Arbeiterkontrolleure zu wählen, die Unfälle doch nicht abnehmen werden. Genau so wäre es, wenn man infolange die Schutzmannschaft immer noch weiter vermehren wollte, ills noch gestohlen wird. Wie ein Hohn auf die höheren Beamten klingt es, wenn Herr Krumm meint, daß ein Arbeiter gerade so gut das notige Verständnis für den Ar- beiterschutz sich aneignen werde, wie ein Minister gewissermaßen in der 9lacht den Verstand für einen Ministerposten bekommt. Daß ein Gramm Praxis 10 Kg. Theorie aufwiegt, ist manchmal richtig: unter Praxis versteht man aber nicht etwa das tagtägliche Vermauern von so und so viel hundert Steinen, sondern auch die Anleitung zur Herstellung der Konstruktionen usw. stellt ebenfalls Praxis dar, die aber mit Theorie gepaart sein muß. Herr Krumm ist ja wohl ein tüchtiger Kaufmann, aber von Ueber- wachung von Bauten versteht er nichts, sonst würde er nicht aus so naive Einfälle komnren, als wenn ein Baukontrolleur etwa nur die Leitern dahin zu prüfen habe, ob nicht eine Sprosse fehlt. Die Oberhessifche Volkszeitung behauptet zwar auch, daß ein Arbeiter gerade so viel von Unfallverhütung verstehe, als die Herren, die jetzt schon für die Kontrolle behördlich berufen sind. Diese Ausführungen sind leeres Geschwätz, denn es ist doch ernstlich kaum anzunehmen, daß ein Arbeiter, der vor Jahren nur eine Volksschule absolvierte, gerade so viel weiß, wie ein Techniker, der so und so viel Semester Hochschule oder Baugewerkschule besucht hat. Allerdings wenn man glaubt, daß ein Baukontrolleur nur daraus zu achten hat, daß feine Leitersprosse fehlt, dann ist der Standpunkt des Herrn Krumm und feines Organs zu verstehen. Ein Baupolizei- oder ein technischer Auffichtsbeamter einer Baugewerks-Berufsgenofsenschaft hat doch außer der Seifer* sprossenkontrolle auch noch andere Funktionen. Er muß z. B. Die Konstruktionen, Materialien, Rüstungen usw. auf ihre Sicherheit beurteilen und statistisch berechnen können, er soll objekttve Gutachten über alle möglichen Fälle der Technik erstatten, er soll den höheren Instanzen gegenüber, hauptsächlich in Beichwerde- sachen, als gewisse Autorität üt seinem Gebiet gelten, er muß Maschinen kennen usw. Wenn die Oberhessische Volkszeitung gerne wissen möchte, in welcher „Reichsverbandsiorrespondenz" die seinerzeitigen Zitate aufgegabelt find, so mag sie das Stenogramm der oo. Sitzung des Preußischen Llbgeordnctenhauses vom 17. März 1909 geil, durchblättern. Uebrigens soll das Arbeiterschutzgesetz im Schoße der Hessischen Regierung schon fertiggestellt sein und danach die Bauarbeiterschutzkontrolle neben den Berufsgenossenschaften noch den jetzigen Baupolizeibeamteu übertragen werden. Dies ist jedenfalls das allerrichtigste. Hoffentlich wird 'es dann wieder auf einige Zeit Ruhe geben in dem ungestümen Trängen der sozialdemokratischen Kreise nach Ansichzieheu von weiteren Machtmitteln durch Schaffung von sozialdemokratischen Arbeiterschutztontrolleuren.' In berufsgenossenschastlichen Kreisen ist man bestrebt, zum Schutze der Arbeiter die .Kontrolle immer niehr zu erweitern. Man hat deshalb keine Veranlassung, vor sozialdemokratischen Anzapfungen sich zu sürchten, nur Die sozialdemokratischen Agi- tafionskomrolleure möchte man sich vom Halse halten. Wenn der Entwurf des Arbeiterfchutzgefetzes in angedeutetem Sinne Gesetz wird, dann ist der Zweck der Erwiderungen auf die sozialistischen Notschreie nach „mehr Bauarbeiterschutz" erreicht. Es könnte den sozialdemokratischen Rädelsführern so passen, wenn die Arbeitgeber im Baugewerbe sich alles ruhig gefallen ließen und der Sozialdemokratie durch Einführung unb womöglich noch durch Bezahlung der hauptsächlich zu Agitationszwecken dienenden ge- wählten Baukontrolleure behilflich wären. Doppelzüngige Erdichte. In der „Voss. Ztg .* werden 2 lateinische Gedichte veröffent- licht, die von hinten nach vorn gelesen, genau gleich lauten, aber I itbesnial den umgekehrten Sinn haben. Das erste Gedicht stammt dem 13. Jahrhundert und erscheint als Huldigungspoöni iiir - b-tit neugewählten Papst Clemens IV. (li';5—1268), ist von einem Lominikanermöuch versaßt und in Wahrheit em Pamphlet bösester |!Dct. Das ebenso kunstreich geformte wie witzig erdachte Schmah- i Hiildigungsgedicht lautet folgendermaßen: Laus tua non tua fraus, virtus non copia rerum Seandere te facit hoc decus exiiaium. Pauperibus tua das. nunquam stat janua clausa, Fundere res quaeris nec tua multiplicas, Conditio tua sit stabilis! non tempore parro Vivere te faciat hic Deus orunipotens. (Dein Verdienst, nicht Hinterlist, deine Tüchtigkeit, nicht Auf- an reichen Geldmitteln ließen dich emporsteigen zu dieser nächsten Ehre. Ten binnen gibst du das Deine, nie steht betne iut verschlossen, du strebst dein Eigentum fließeu zu lassen unb ^wielfaltigst es nicht. Tein Wirken fei dauerhaft ! Der allmäckitige :;Wt gebe, daß du nicht nur eine kurze Spanue Zeit lebest!) mnn nun aber dieses Lob- und Preislied von hinten nach vorn, so ecgibt sich folgender Sinn; Omnipoteus Deus hic faciat te vivere parvo Tempore! non stabilis sit tua conditio! Multiplicas tua nec quaeris res fundere, clausa Janua stat nunquam das tua pauperibus Eximium decus hoc fecit te seandere rerum Copia non virtus trans tua non tua laus. (Ter allmächtige Gott gebe, daß du nur eine kurze Spanne iet lebest! Nicht dauerhait sei dein Wirken! Du veivielwltigst :can Eigentum und strebst nicht danach, es fließen zu lassen, uer* chlösten steht deine Tür, niemals gibst du das Deine den Armen. ' .su dieser höchsten Ehre ließ dich Äniwand an reichen Geldmitteln inporl'teigen, nicht Tüchtigkeit, deine Hinterlist, nicht dein Ber- iienft.) Als Beitrag zum Kapitel der Krebsverse ist dieses historisch jefceutfame Huldiguugsgedicht wohl einer der originellsten. Das 2. Gedicht ist uon Friedr. Aug. Wolf aui den eisten iapoleo« gedichtet, die Verse, in umgekehrter Reihenfolge gelesen, mlen gerade den entgegengesetzten Sinn ivie m der ursprünglichen. Sie lauten; K 1 aka u, 23. Mai. Das Sfrasgericht verurteilte deu ehemaligen Pollzeibeamten in Beuthen (O-S.), Johann Knitsch wegen Spionage zu Gunsten eines fremden Staates zu 3 Monaten Gefängnis. Paris, 23. Mai. Tas Schwurgericht verurteilte 11 am Donnerstag und Freitag verhaftete Aus ständige zu Sc« f Ü n g n i sst r a s en von 6 Tagen bis 3 Monaten. Spielplan der vereinigten zrankjutter Ltädttheoter. (Opernhaus. Dienstag den 25. Mai*): „Aida." Mittwoch den 26. Mai, abends 6 Uhr: „Siegfried." Donnerstag den 27. Mai: „Tosea." Freitag den 28. Mai, abends 6 Uhr: „Götterdämmerung." Samstag den 29. Mai: „Versiegelt." Hierauf: „Die Regimentstochter." Sonntag den 80. Mai: „Madame Butterfly." Montag den Tannhäuser." Dienstag den 1. Juni: „Ter Trou- Vatieinor tibi quod navalis laurea cinget Tempora, nec magnas spes maie destituet. Deiciet tua gens cunctas, nec Gallia victrix Denique frangetur littus ad Albionum. Sors bona non mala sors eoncludet proelia, quare Saecula te dicent: pars bona, non mala pars. (Ich weissage dir, daß der Lorbeer iür Seesiege deine Schläfen kränzen und das Meer deine hohen Hoffnungen nicht täuschen wird. Niederwerfen wird dein Volk alle andern, und das siegreiche Gallien ivird endlich nicht scheitern am Gestade der Briten. Ein glückliches, fein schlimmes Los wird die Kriege zum Abschluß bringen, und die Geschichte wird dich darum Bonaparte, nicht 'Malaparte nennen.) Liest man die Worte von hinten nach vorn, so entsteht folgendes Gedicht: Pars mala, non bona pars dicent te saecula, quare Proelia eoncludet sors mala, non bona sors. Albionum ad littus frangetur denique victrix Gallia, nec cunctas gens tua deiciet. Destituet marc spes magnas, nec tempora cinget Laurea navalis; quod tibi vatieinor. (Malaoarce (Geißel), nicht Bonaparte (Segen) wird dich die Geschichte nennen ; deswegen wird den Kriegen ein (<ür dich) schlimmes, kein gutes Los ein Ende machen. Am Gestade der Briten wird endlich das siegreiche Gallien scheitern, und nicht alle Völker wird das deinige niederwerfen. Täuschen wird das 'Ticer deine hohen Hoffnungen, tmd nicht wird der Lorbeer für Scesiegc deine Schläfen kränzen. Dies weissage ich dir.) ♦ Der Buf nach neuen AuslandrnMarden und Schutzzöllen. ArtS Petersburg wird der Rus). Storr, vom 18. Mai geschrieben: . Trotzdem in den letzten fünf Jahren in das Tanatocnfaß des russischen Staatssäckels aus ausländischen Anleihen beurahe vier 'genau 3,9) Milliarden Rubel geflossen sind, hat das Land diesen grandiosen Goldzufluß in feiner zerrütteten Volkswirtschaft nur ftenig gespürt. 21/2 Milliarden sind allein tüt den russisch-japanischen Krieg verbraucht worden, Dutzende Millionen hat bereits i der Wiederaufbau der Flotte verschluckt, gewaltige Summen ver- Sendete der Staat für den Kampf mit dem inneren Feind, während imgezählte Millionen in die weitmaschigen Taschen der Verwal- lungsgroßdiebe flössen, und nur ein beschränkter Bruchteil der entliehenen Gelder wurde in neuen Eisenbahnbauten angelegt. Unb ein jeder weiß es, daß die Goldflut bet bet russischen Finanz- rerwaltung bereits im Verebben ist. Zugleich damit werden jedoch die Klagen immer lauter, daß das Land mtter einer immer drückenderen Geschäfts- u. Jndustriekrifis zu ächzen beginne. Neben der Tatsache, daß der Export Rußlands von 1001,9 Millionen im Jahre J 1906 auf 938 Millionen Rubel im Jahre 1908 zurückgeaangen, aer Import im gleichen Zeittaum von 624,4 Millionen auf 744,3 Millionen gestiegen ist, kommen in den letzten Monaten be- 'rmders traurige Botschaften über das wirtschaftliche Leben Rnß- ands. Im Kaukasus und am Ural, in Lodz- und im zentralrussischen Textilindustriegebiet, in den Residenzen und in der Provinz, überall wird eine unerhörte Stagnation im industriellen Betrieb konstatiert, inb eine gewaltige Armee der Arbeitslosen aus allen Berufs- pharen wandert bereits in Stadt und Land umher. Dieser krankhafte Wirtschaftszustand hat in den Handels- und Zndustriekreisen eine schwere Beunruhigung hervorgerufen, und K schon ertönen laute Ruse nach staatlichen Gegenmitteln. Als «Aho großer Interessensphären erhebt jetzt die vereinigte Handcks- itnb Jnduftriegruppe der Reichsduma unb des Reichsrats die kategorische Forderung, daß zur Errettung Rußlands aus der wirtschaftlichen Misere eine Revision der Zolltarife „int Sinne einer Erhöhung der Tarife bis zum wirklichen Schutz der vaterländischen Produktion" stattfinden müsse. Tann würde der größte Teil der aus i>cm Ausland importierten Waren im Lande produziert werden. 'Inbererieits verlangt der Rat der Handels- und Jndnstrie-Kon- 'orenjen zur wirtschaftlichen Hebung des Landes einen ioeiteren Ausbau der Eisenbahnen im großen Stil und eine festgefugte Organisation des Jndusttie- unb Landwirtschastskrediks. Sie verkennen rticht, daß dazu ungeheure finanzielle Mittel erforder- cch sind, aber diese müssen eben im Auslande gefunden werden. Zur Deckung der durch unabweisliche Scaatsbedürfniffe entstehen- i'cn Tefiztte sowie für die wirtschaftlichen Privatunternchmungen müsse man aus dem Westen in den nächsten Jahren weitere zehn Milliarden herccnziehen. Also lauten, die bescheidenen Wünsche M bec Jndustrievertteter! So phantastisch auch diese Pläne sein mögen, so schwirren rc doch in der Luft und werden wohl auch.in dtnbetracht des Einflllsses, über den die Petenten und Ratgeber verfügen, noch einiger Zeit die Negierung und die gesetzgebenden Körper- lchaften beschäftigen. Wohin sollen aber diese aveitteuerlichen Operationen Rußlands führen? Wird denn die .Kreditfähigkeit Ruß ruds bei allen wucherischen Bedingungen nicht schließlich cm Chtbe nehmen? Von den Projektionszöllen schon gar äu schweigen! Hat doch bereits der bisherige hohe Zolltarif im Verlaufe der letzten dreißig Jahre dem russischen Volke Milliarden geraubt. D Und das Resultat: die oben gelennzLichneke Hanbclsbclauz. Nochmak Unfallverhütung unb Saukoiürolle. Man schreibt uns: Herr Krumm beschäftigt sich in Nr. 114 des Gießener Anzeigers mit dem Artikel in Nr. 112 über Unfallverhütung und Hankontrolle. Er irrt sich, wenn er meint, daß es dcm feineracitigcn »(nnfender necht leicht geworden fei, Beweise für die Behauptung T-hu bringen, daß die Sozialdemokratie, lediglich der fozialdemo- lLLtischen Agitation halber, gewählte Arbeiter als Baukonttol-- lare' haben wolle. Der Äusfpruch, daß es „geradezu kläglich enmute", wenn die aufgeführten Fälle, (bie .nur „dürstiges Mair trnal" fein sollen,) als bünbrges Zugeständnis der sozialistischen ^eftrebungen bezeichnet wurden, beweist, daß der Gegner darauf c^rielt, den Kern der Sache zu verdrehen. Es ist doch einleuchtend, i'aü man nicht alle die vielen Fälle als Beweismaterial für die jnnerzeitigen Behauptungen in einer Tages-Zeitung aufführt. ,(=tber vernünftig denkende und nicht von der Sozialdemokratie : iftitfeitig beeinflußte Atonsch wird ohne weiteres zugeben muffen, ldatz bei Wahlen doch nur solche Arbeiter gewählt werden, die sich kurch sozialistische Aufhetzungen und Störung des sozialen Friedens bereits hervorgetan haben. Gerade so gut wie die Beamten der QrtSkrankenkasse nur aus den Reihen der waschechten Sozialisten crisgewählt werden, ebeufo würden auch die Arbeiterkontrolleure sireifellod nur aus diesen Kreisen entnommen werden. Es ist f.ar nicht nötig, einen Menschen, der dieser 'Ansicht zuneigt, eines Mai 1909 Barometer ntif 0® reduziert Temperatur der Lust LIbsolute Feuchtigkeit Relative Feuchttgkeit Windrichtung Windstärke Wetter 24. 24. 25, ... 9“ ■?»4 Höchst Niedri 753,2 752,7 749,5 Tems gfte 1 23,4 I 15,9 12,1 reratur 9,2 8,5 7,7 am 2 „ 2 43 63 73 bis 3. „ CI II II Sonnenschein KlarerHimmel Sonnenschein +- 23,4® 6. 4- 14,00 C. 35 aff) 2:-- > 2 -9 E S w Z" - S I t*c 5 L Vu 2. 8^3 ff @ff>=* »N L 8 -e xs § S'M i Z re- -ff? Vl L » ** = er 7- 2? Cc er az3 i 5 G- -s» AS ft So -tzS E 2. o 2 5 ?3^2 v^s-^S 1 « r. VLLrN gÄft 2:* ®A <Ü e = 0-7 ■z- SS s 5 Z2. ££ o* eS.5 9 Z= c; n 3 2 = « 5 I ■ = ? CD 5-T 2 2 sysz E-S «<§» f 3^ T 5 3®a3SE 2'3 = w st E ä 9 8 3? g §»cua» r a- V> B = 3? 3 2 9 3 s>5 05 a ?H‘3'S J?i a 8 ® c. lisat 8 3 3 IM&SH Or*»" ;.3g§a.5 3 S s= = 9 3 2 561= 5 e 2 = 2.= 3F 6B c A CS « 2.-S tf X?| 88- 2?E 3 2 I 9 2 7 3 *» = L r&| A=" CD Z 5 T 9h A A 3 3 Cs, 2, hl Ö-V» de*).*: fv*< m ititri iilttl *:)L KL zar fä G Ts = 93? 3 ^2, Sff» tc Z - * D<^ 5 = x 2. - d —— 2 C3 = 8| lf s es a* W tu tet« 1 boa] fcr:n lääeri !r;ai? n* vor •film c*:: Sei WTbtB 'mm $ tii ' *> r= «S' L ZT 3&|!2.h SbiWj s'?S §8"? 2.? Xsr- 2 - 3:^2.= 5 .A= J2-2 er ~ cr^H -2-2 2.<£a ®i •— fi’Ls »«.®or- Mff) v»Ä --C ^) ^EBz=2”^ 22 »?B3 c 'C — «-> |z5S__? =53=35? ert^o ' = 2 ° B - _ 5 A-e =.-• 2 2 = o ± ^"*—2 ?d1 o -X *v _ " — ” »WX SJa»!? To >S A 2 ® a »5 ^-2 5.5 ^2?2&S* 7? L-- S 0 5 3^- 3 ., 9••■3 2 o 3e7 (£L. £3 s Siye = “i=;s =S.= ?.^»S »ä ° 8,ra 2 3 l-s-5??a 5X? 5s-ö a.e ~2 = 2tS£ ® Cr~ c X CF- |sw ® r£Ä5 f- s§i -ffff x-q_2 C2 &5 O *sv Jo 3©^ (S^^aei “ 3 2’7.3 5=5 OZ = =® = » 2 -2*5 3 ' ■% _. _ «3* — ~ " c*>A La-=efi*?eo? =§rss=l ?ss aztthf ' l •* o o 22 ^; =»32.S ' » ,7 - ? Sfit-er Pa:<8 ' S^. ■ —. — X- o p_ 2" = 'S 3<£