Nr. 46 Zweites Blatt 159.5 latt 159. Jahrgang Mitttr Giehener Anzeiger Mittwoch 24. Februar 1909 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntag». General-Anzeiger sür Gberhesjen Notationsdruck und Verlag der Br übliche« UnwersuälS • Buch- und Stemdruckerei. R. Lange. Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« ftroBe 7. Expedition und Verlag: Redaktion:^OII2. Tel.»Adr.:AnzetgerTieben, Die „Giehener §amiiten''Idtter.' werden dem ^Anzeiger" viermal wachen lief} beigelegt. daS „Kreisblatt fii den Kreis Siehen" -weimal wöchentlich. Die „kandwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal. Serbien, Bulgarien und die Mächte. In letzter Zeit schien es, als wenn der Friede auf dem Balkan endgültig gesichert sei: Oesterreich-Ungarn und die Türkei hatten sich auf friedlichem Wege verständigt, eine Verständigung zwischen Bulgarien und der Türkei stand vor der Tür und die kriegslustigen Serben, die von St. Petersburg ernstlich verwarnt worden waren, schienen sich mit der neuen Wendung der Tinge abgefunden zu haben. Ta hat nun urplötzlich die Reise Ferdinands von Bulgarien nach St. Petersburg den Meisten neue Schwierigkeiten bereitet. Fürst oder König Ferdinand ist an der Newa mit königlichen Ehren empfangen worden und leitet hieraus — mit Recht oder Unrecht — ab, daß Rußland fein Königtum endlich anerkennen werde. Die erste Folge hiervon war natürlich große Verstimmung in der Türkei. 9hm wurden Ällerhand Dementierungen in die Welt gesetzt und gemeldet, daß die Anerkennung der Selbständigkeit Bulgariens noch nicht erfolgt sei. Aber an maßgebender Stelle in Sofia hält man daran fest, daß iyc Anerkennung der Unabhängigkeit Bulgariens durch Rußland tatsächlich bereits erfolgt sei und zwar aus spontanem Entschluß des russischen Kaisers, der diesen seinen Entschluß durch Iswolsky dem bulgarischen Vertreter in Petersburg mitteilen ließ, ehe gewisse Formalitäten erfüllt waren und bevor noch die russischen diplomatischen Stellen im Auslande benachrichtigt wurden. Man hegt insofern die bestimmte Zuversicht, daß bis zum Geburtstag des Königs Ferdinand am 27. ds. auch alle Formalitäten der Anerkennung erfüllt sein werden. Gestern besuchte der Zar Nikolaus nachmittag gegen 4 Uhr den Fürsten von Bulgarien im Winterpalais. Der Kaiser war im offenen Schlitten vorgefahren. Der Fürst empfing den Kaiser an der Tür, die zu den inneren Gemächern ftihrt. Nach freundschaftlicher Begrüßung gingen beide nach den inneren Gemächern, wo der Kaiser bis nach •r)$A Uhr blieb. Die Abreise des Fürsten erfolgt voraussichtlich Freitag. Wie verlautet, beabsichtigt Fürst Ferdinand bei seiner Rückreise von St. Petersburg Aufenthalt in Berlin zu nehmen. Es erhält sich die Annahme, Rußland lucrbc die Anerkennung Ferdinands als König den anderen Mächten Vorschlägen, nachdem Ferdinand vorgestern eine längere hierauf bezügliche Unterredung mit dem russischen Minister des Auswärtigen gehabt hat. Ist die Frage der Anerkennung Bulgariens in diesem ^Augenblick, wie man sieht, noch nicht geklärt, so ist die serbische Frage direkt bedenklich, und Frankreich hatte bereits geplant, im Interesse des Friedens in Wien zu intervenieren. Einer solchen Intervention ist nun aber Deutschland abgeneigt, und die .Köln. Ztg." läßt sich auS Berlin melden, .daß die Mächte nach Deutschlands Weigerung, sich den Vorstellungen in Wien anzuschließen. den ganzen Plan fallen lassen werden, von dem wir übrigens nicht annehmen, daß er, vor allem, waS Frankreich betrifft, die Spitze gegen Oesterreich-Ungarn kehren wollte; cs ist im Gegenteil wohl sicher, daß Frankreich nur zu einer Beruhigung der Lage beitragen wollte, wofür allerdings die Vorstellungen in Wien nicht das richtige Mittel gewesen wären. Im übrigen weist daS Telegramm auf die Meldung der „Voss. Ztg." als beachtenswert hin, nach welcher der französische Botschafter in Wien dem serbischen Gesandten dringend angeratcn habe, auf alle territorialen Forderungen zu verzichten." lieber die Entwicklung bes Menschengeschlechts. Von Geh. Rat Pros. Dr. Aug. Weismann.*) DaS Wichtigste aber und Tiefgreifendste für uns, was die Entwicklungstheorie bewirkt hat und noch weiter bewirken wird, ist ihr Einfluß auf die Geisteswissenschaften. Wenn der Mensch entstanden, entwickelt ist, nicht einmal erschaffen wurde, dann ist auch sein Geist entwickelt und allmählich geworden, dann sind alle die einzelnen Eigenschaften seines Geistes, all die Seiten seiner geistigen Tätigkeit entwickelt und nicht plötzlich geworden. ES eröffnen sich »somit unendliche Perspektiven für die Forschung, für den weiteren Ausbau der Wissenschaft, welche jetzt schon sich damit beschäftigt hat, eine Geschichte der einzelnen Wissenschaften zu geben und sie in genetischen Zusammenhang zu bringen, .z. B. eine Geschichte der Sprache, eine Geschichte deS Rechts, eine Geschichte aller andern Richtungen des menschlichen Geistes. Sie alle müssen jetzt weiter zurückoerfolgt werden, daS ist die Aufgabe der Zukunft. Manches ist schon geschehen, anderes aber wird erst geschehen können im Laufe langer Zeiten. Ich sehe nicht, ivo jemals diese Forschung rückwärts und diese Verfolgung der Entwicklungsgeschichte aufhören sollte. Auch für das praktische Leben wird diese Lehre immer mehr ergebnisreich fein. Man denke z. B. wie die Gesundheitspflege des Menschen beeinflußt werden kann, wenn erst das Prinzip der Selektion einmal in eingreifender Art angewandt wird. Man denke an die sozialen Verhältnisse, an die Kämpfe der Rassen; wie viel klarer wird unS das alles, ivenn wir den Kampf ums Dasein, wenn mir daS SelektionSprinzip dabei mitberücksichtigen. Roch eine Folgerung möchte ich ziehen. Wenn man sich überlegt, was die Deszendenztheorie ergeben bat, so weiß man, daß daS Leben auS den einfachsten Anfängen entstanden ist; aus kleinsten und einfachst organisierten Wesen, •) Der berühmte Tarwinianer, Wirkt. Geheimrat Professor >Dr, August Weisrnann (Freiburg i. Br.), dessen 85. GeburlSlag, wie unteren Lesern erhmcdid), vor wenigen Wochen gefeiert wurde, veröffeuilicht in der Wochenschrift „Allgemeine Zeitung" (München» einen außerordentlich imeressanten Artikel über die Zukunft des Darwinismus, dem wir die obigen Ausführungen entnehmen. Beachtenswert ist nun eine Aeußerung dcS „TempS". DaS Pariser Blatt schreibt unter Hinweis auf die Weigerung Deutschlands, an der Intervention der Mächte in dem österreichisch.serbischen Zwist teilzunehmen, u. a. folgendes: Was kann man unter solchen Umständen tun ? Soll man gleichzeitig in Belgrad und in Wien intervenieren, indem man sich der Mithilfe Deutschlands entschlägt? Aber diese Lösung, welche den schweren Uebelstand hätte, Europa in zwei Lager zu teilen, wäre vollständig unbrauchbar, denn Oesterreich hat bereits erklärt, daß es Ratschläge dieser Art nicht zulciffen könnte, und niemand hat die Macht, eS zu zwingen, diese Ratschläge über sich ergehen zu lassen. Es bleibt daher nur ein einziger Weg offen: die gemeinsame Intervention in Belgrad. Da darf man nicht nach feinen Sympathien, fonbeni nur im Hinblick auf bestimmte .nteressen entscheiden. Auf der einen Seite die Möglichkeit eines europäischen Konfliktes, auf der anderen eine Enttällschung für Serbien und zwar lediglich eine moralische Enttäuschung, die man durch wirtschaftliche Vorteile abschwächen könnte; auf der einen Seite die Gefahr eines unmöglich zu begrenzenden europäischen Krieges, auf der anderen vereinzelte Proteste, die übrigens keinerlei Folgen nach sich ziehen können, sobald Europa gesprochen haben wird. Wenn man bedenkt, daß die Serben heute tatsächlich in derselben Sage sich befinden wie gestern, daß Bosnien und die Herzegotvina in der Praxis ebenso österreichisch vor der Annexion waren, wie sie es jetzt sind, daß der serbische Anspruch auf territoriale Zugeständnisse und die Forderung der Autonomie Bosniens aus keinerlei Grundlage beruht, besonders nach dem österreichisch-türkischen Abkommen, bann wird man begreifen, daß wir von zwei Uebeln das kleinere wählen und un5 für den Frieden Europas aussprechen. Es gibt Augenblicke, wo man die Pflicht hat, kühl zu urteilen. Serbien mag uns noch soviel Sympathien einslößen, es ist keinen Krieg wert. Keine Regierung will diesen Krieg und es wäre verbrecherisch, ihn zu entfesseln. Wie man der serbischen Frage in Wien gegenüber steht, läßt eine Mitteilung aus dortigen politischen Kreisen erkennen. Man erklärt dort gegenüber der von Paris kommenden Anregung, das Wiener Kabinett möchte den Mächten klar machen, welche Konzessionen Oesterreich den Serben zu machen geneigt sei, man denke gar nicht daran, sich hierüber in Erörterungen einKulassen, solange Serbien an seinen Forderungen sesthalte, die völlig ungerechtfertigt seien. Die österreichische Regierung habe von Anfang an erklärt, sie sei geneigt, Serbien wirtschaftliche Vorteile zu gewähren. Man werde sich aber erst dann bereit zeigen, dieser Sache näher zu treten, sobald Serbien erklärt habb, von seinen Forderungen abzustehen, welche jeder Rechtsbasis entbehren. 4po!ifi$cbc Sagcsfcbati. Unsere Kolonialwirtschaft in ihrer Bedentnng für Industrie und Arbeiterschaft. Nach Zusammenstellungen be-3 Kaiserlichen Statistischen Amtes bat daS Kolouialivirtschaftliche Stomitec unter obigem Titel eine Schrist erscheinen lassen *), deren Zweck es ist: Die wirtschaftlichen Wechselbeziehungen zwischen der kolonialen Produktions- und Konstim- sähigkeit und den heumfcheu Arbeiter-Verhältnissen klarzustellen und aus Grund der amtlichen Koloiualstalistik in Verbindung mit den Ergebnissen unserer amtlichen Bevölkerungs-, Berufs- und Handels- •) Verlag deS Kolonial - Wirtschastlichen Komitees, wirtschaft, sicher Ausschuß der Deutschen Kolonialgesellschaft. Berlin N. W„ Unter den Linden 43. 1909. die aber allmählich sich verändert haben und so den Ursprung gaben für solche, die höher organisiert sind, biß schließlich hinauf zu dem Menschen. Wir sehen also eine auf steig en de Entwicklung: Wir haben gar keinen Grund, anzunehmen, daß diese schon an ihrem Ende angelangt ist. Ich bin fein Anhänger des sog. Uebermenschen, glaube und hoffe auch nicht, daß eß jemals Uebermenschen in großer Zahl geben kann; aber daß der Mensch sich weiter entwickeln wird, das ist durchaus gar kein Zweifel, das liegt im Prinzip. Wir sehen, daß die Entwicklung nicht stillsteht; daß die Haustiere sich tatsächlich verändern lassen, schwerlich werden wir körperliche Veränderungen noch in irgend einem Grade erleben; auch unsere fernsten Nachkomnten nicht, es werden uns keine Flügel wachsen. Dafür haben wir Erfinder. Zeppelin hat uns das lenkbare Luftschiff ersonnen, und so wird es auf allen Gebieten gehen. DaS wichtigste scheint mir die geistige Entwicklung zu sein. Wir haben gar keinen Grund anzunehmen, daß diese nicht mehr vorwärts schreite. Ich meine, selbst wenn auch der Intellekt sich nicht weiter steigern kann, und wir haben keinen Grund, das anzunehmen, da er sich in der nachweisbaren Zeit, in der historischen Zeit nicht wesentlich entwickelt hat, so liegt doch auf ethischem Gebiete die Möglichkeit der Vervollkommnung. Wir werben niemals auS einer Gesellschaft von Heiligen bestehen, aber ich glaube, je länger die Menschheit lebt, um so mehr wirb die Zahl derjenigen wachsen, welche nach einem reinen, echten, höheren Menschentum streben, und die eS in ihrem eigenen Leben zu verwirklichen bemüht sind. Ich glaube, die Zahl derer, die nicht bloß nach sich selbst fragen, sondern die auch für andere sorgen, die vor allen Dingen für das allge,neine Wohl denken und handeln, wird immer wachsen, und wir werden in Zukunft eine edlere und bessere Menschheit vor uns haben, wenn wir sie auch nicht mehr erleben. — DaS Straßburger Stadttheater gegen den Bühnenoerein. Bürgermeister Dr. Schwander erklärte in der letzten Maglstratßsitzung, daß er als Stadtoberhaupt auf dem Standpunkt der neuen Theaterccktiengesellschast in Frankstatistik beit Nachweis ju liefern, daß unsere Kolonialwirtschalt eine Lebensfrage für Industrie und Arbeiterschaft ist. In einem ein- teilenden Kapitel wird zunächst auf die mit beni Aufschwung bc-3 deutschen Außenhandels stetig wachsende Bedeutung der kolonialen Rohstoffe für die heimische Industrie hingewieseu. Die wichligeren unserer kolonialen Rohstoffe werben sodann in einer Reihe von Kapiteln einzeln behandelt. Dem Schlußkapttel „Ausblicke für unsere Volkswirtschaft" ist die Unterfuchung der Frage votbehallen, ob begründete Aussicht besteht, daß bic an die wirtschaftliche Er- fchließiina der Kolonien gcknüpsten Hoffnungen sich verwirklichen lassen. Anhaltspunkte zi»r Beantworlniig dieser Frage gibt em Vergleich mit den Nachbargelneten unserer Kolonien, die ähnliche klimatiiche und Bodenverhältnisse anfzulveisen haben, und deren wirtschaftlicher Enuvickluna. Bei diesem Vergleich tritt besonder-' die große Wichtigkeit der Eisenbahnen zu Tage, denen vor allem die englischen Kolonien ihre hohe Blute ivirtschastlicher Entfalniüg zii verdanken haben. Graphische Darstellungen über „Die En:- ivickluiig deS Handels bet bemühen Kolonien", „Die Entwicklung des ElsenbahiibaueS in den deutschen Kolonien in Afrika", und übet den „Anteil der größeren Staaten am Gesamtaußcnhandel ber wichtigeren Länder bet Erbe 1886 unb 1905" ergänzen die Schrift in vorteilhafter Weife. bas Reiten als hygienischer Sport Aus ganz Deutschland erschallen Klagen über den Niedergang der Reitkunst. Daß die Vervielfältigung und Verbillilping der Verkehrsmittel derselben großen Eintrag getan, liegt auf der .Hand. Je mehr man sich ganz passiv durch Eifeubahnen, Dampfschiffe und Automobile bewegen läßt, umsomehr ist das Reiten in den .Hintergrund getreten. Dabei bedenkt man nicht, daß dasselbe nicht mir als Kunst, welche die Herrschaft über das Pferd, unsere vornehmsten und nützlichsten Gehilfen und Kriegsgefährten aus der Tierwelt verleiht, hochzuschätzen ist, sondern auch als eine körperliche Uebung, welche den ganzen Körper in Anspruch nimmt, alle Muskeln desselben ohne Ausnahme übt, im jugendlichen Alter das Knochengerüst ausbildcn und dadurch dem Körper zum Wachstum hilft, vielen, aus Stagnation des Blutumlaufs herrührenden Leiden aufs gründlichste vorbeugt. Es fördert die Verdauung, die Atmung unb bcu gesamten Stoffwechsel. Die wohltätigen Erschütterungen se>? gesamten Körpers kräftigen vor allem das Rückgrat: die Knorpelscheiben, welche bic Zwischenlagen zwischen beit einzelnen Rückenwirbeln bilden, werben zu krustiger Ausbildung angeregt und dadurch namentlich das Langen- wachstum des Körpers gefördert. Es ist kein Zufall, das; sich viele altadelige Geschlechter, welche das Reiten von Jugend auf zu pflegen gewöhnt sind, durch Körpergröße, wie durch Leistungsfähigkeit unb Langlebigkeit auszeichnen. Gegen Trägheit der Verbauung, Hämorrhoiden, Atembeschwerden, Nervenschwäche, int höheren Alter gegen die heute fast zur Modekrankheit gewordene Verkalkung der Arterien bildet bad Reiten ein vorzügliches Gegen-» und Vorbeugungsmittel. Und daneben, welch ein herrliches Vergnügen, ein sq flüchtiges und schönes Tier zu beherrschen, welches dem, der das in kunstgemäßer Weise versteht, alle feine Kräfte willig zur Disposition stellt und ihnt ein treuer Freund wird in Rot unb in Gefahr. Es ist deshalb auch eine wohlbegründete von altersher überkommene Einrichtung, daß jede deutsche Universität ihr Reitinstitut besitzt unb bannt beit jugendlichen Universitats- besuchern Gelegenheit bietet, die vornehme und Geist wie Körper bildende Reitkunst zu erlernen, den Professoren aber, sich zu erholen, den Blutzufluß von dem überangestrengten furt stehe unb eö daher ablehncn werde, den gegen die Bühnengenosscnschaft gerichteten Beschlüssen des BühnenvereinS feine Zustimmung zu geben. Er betraute die Theater^ kommission mit der Angelegenheit. Für das Straßburger Theater hat diese Meinungsäußerung des Bürgermeisters besondere Wichtigkeit, da das Stadttheater (Oper und Schauspiel) ein vollkommen städtisches Institut ist und sogar einen auf Lebenszeit angestellten städtischen Theaterdirektor besitzt. K. Von der Pariser Claque. Aus Paris wird geschrieben: Von Zeit zu Zeit versichern die Pariser Theaterfachmänner, baß bie berühmte Pariser Claquc ber Vergangenheit angehöre unb längst aufgehört habe, zu existieren. Wie ernst man diese Aeußerungen zu nehmen hat, zeigt ein interessanter Prozeß, der jetzt bic Pariser Gerichte beschäftigt. Mme. Alamone, von Beruf „Claquc ° Unternehmerin", klagt gegen die bekannten Brüder Jsola, bic einstigen Theater- bireftoren, wegen Vertragsbruchs. Im Jahre 1901 schloß sie mit den Direktoren einen Vertrag, der erst 1908 ablaufen sollte, und auf Grund dessen sic für eine Summe von insgesamt 10 800 Mk. das Claquc-Monopol in dem Theater der Bruder Isola pachtete. Sie erhielt dafür täglich 30 Freibilletts, die sie billig weiterverkaufte au Theaterfreunde, bic von ihr genau instruiert wurden, bei welchem Künstler unb bei welcher Arie sie zu klatschen hätten. Die Wahl der Künstler unb auch die Wärme des Beisallß richtete sich genau nach ber von den einzelnen Darstellern gezahlten Entschädigungen. So geht aus den Büchern der Dime. Alamone hervor, daß z. B. ClSo de Merode 100 Mk. für eine freundliche Begrüßung an die Dirigentin der Claquc gezahlt hat. Da die Brüder Jsola ihr Theater 1907 aufgaben, verlangt Mme. Alamone einen entsprechenden Teil ihrer im Voraus für bic Pacht bis inklusive 1908 bezahlten Summe zurück sowie den Ersatz ihres Schadens. In der Verhandlung entrollte sich ein anschauliches Bild von ber Bedeutung, bie das Ckaqnewesen nach wie vor im Pariser Theaterleben hat unb man konnte die Erklärung dafür sinden, weshalb manche mittelmäßige Künstler bei ihren Auftritt:» bisweilen so „enthusiastisch" begrüßt wurden. Der Prozeß wurde vertagt und wird wohl noch weitere interessante Enthüllungen bringen. —_____ , Gehirn abzrlleiten, sich vor Nervosität und Neurasthenie tfU bewahren. Leider must ich feststellen, das; gerade hier m Gienen die edle Reitkunst wenig gefördert und gepflegt wird, während olle Cfetfl und Nerven scharf in Anspruch nehmen den Künste sich einer ganz ungewöhnlichen Pfleg« erfreuen Vir besitzen zwar ein mit einer Anzahl gutgerittencr Pferd« versehenes ReitinstiMt und einen tüchtigen „Um oersitätsreitlehrer" in Herrn Creutzburg. Aber diese, no« minelle Etaatsinstitut finkt mehr und mehr zu einem reinen Privatinstitut herab und ist damit allen Wechselfällen einet solchen preisgegeben. Während die früheren Universitätsrettlehrer ein kleines Gehalt, daneben freie Wohnung und einige Nationen für ihre Pferde erhielten, hat der derzeitige „Univerfttatsrcitlehrer" weder l^halt, noch Rationen, und mutz selbst für seine Tiensrwohnung noch Miere zahlen. Das Reitbahngebäude ist ziemlich bau» fällig und die Einfriedigung der offenen Reitbahn verfällt lichtlich To- find feine einer „Landesuniversitär" würdigen Zu» stunde. Man sollte meinen, wo so viele Hunderuausende von fetten de- Ltaate- und der Stabt für Irrenanstalt, Augen» und Ohrentllniken usw. auSgegcben werden, wohl auch eine bescheidene Lumme für die Pflege einer Kunst und eine» Sport- angelegt werden könnte, welche sich manchem al- geeignete Prophylaxe erweisen würden, um ihn vor dem Schicksal zu bewahren, jenen Anstalten zur üift zu fallen. .Luch würde die Verordnung einiger Rcitkurfe manchmal nicht nur Avothekerrezcptc, sondern ganze Badekuren ersetzen nnb sich alles in allem viel billiger stellen. In den 8 Semestern, welche ich in den vierziger Zähren des vorigen Jahrhundert- in Bonn studierte, gehörte es zum guten Ton bei den Studenten, deren Wechsel es ge^ stattete, in jedem Semester, besonders im Winter, Reit- stunden zu nehmen, wie das damals wohl auf allen Universitäten*) üblich gewesen ist. Wenn ich heute noch tagelang reiten und Berge zu erklettern vermag, während ich in wenigen Tagen meinen 81. Geburtstag in voller Gesundheit zu feiern hoffen darf, so bat dazu die Reittunst ihr wesentliches Teil beigetragen. Jeder der Millionen von Tropfen Sd)tueif;, welchen ich beim Reiten und Treineren von Pferden vergossen habe, ist ein Baustein zur Konsolidierung meiner Gesundheit gewesen. Ich möchte allen meinen jugendlichen Kommilitonen dringend an- Herz legen, die gebotene Gelegenheit zu benutzen, dadurch sich selbst einen nicht hoch genug anzu schlagenden Dienst zu leisten und gleichzeitig das ehrliche Bemühen des jetzigen Universitätsreitlehrers zu unterstützen. Es hat mir, offen gestanden, wehe getan, wenn ich an io vielen Tagen diese- Winter-, der durch seine wechselnden Witterungsverhältnisse weder den Schlittschuhlauf noch das Schlittenfahren andauernd begünstigte, der einzige Besucher der hiesigen Universitätsreitbahn war. Wer im Sommer das hcrrlickw Vergnügen, auf dem Rücken eines flotten Pferdes Fluren und Auen zu durch jchweifen, geniesten will, sollte nicht versäumen, im Winter einige Reitlurse zu nehmen, um sich mit der Ausübung der herrlichen Kunst recht vertraut zu machen. Dazu laden die billigen Winterpreise de- Herrn Creutzburg unlsomehr ein, als in den Nachbarstädten Frankfurt a. M. und Wies baden meist höhere und doppelte Preise (3 und l Mk. pro Reitstunde gegen 2 in Gießen) gezahlt werden. Bei der jetzigen Vernachlässigung des Neitinstituts wäre dessen gänzliches Eingehen nur eine Frage der Zeit. Tann aber möchten es doch manche bedauern, dasselbe zur Zeit seines Bestehens so wenig benutzt und unterstützt zu haben. Zu spät' Auch die Herren Professoren und manche vielbeschäftigte Herren der gelehrten Stände, wie des staufmannstandes möchte ich darauf aufmerksam machen, wie viel mehr ost selbst die gewiß schätzenswerte und billige Erholung durch ein gewissenhaft besuchter Reilkursus der Gesundheit nütztalS Spazierengehen und iRupe. Zn der Abwechslung zwischen g c v ft i g e r und körpert icher A n st r e n g n n g liegt die Quintessenz aller wahren (Gesundheitspflege. Gießen, den 23. Iebruar 1909. P Spohr, Oberst a. T. *) Taß iitfc Manche beit Preis »in diese R.ntsninden au ihren Bicrausgahen abl'varten, ist ihrer Gesundheit sicher noch besonders zu statten gekommen Gießener Strafkammer. Gießen. 23. Febr. Leine Ehefrau verkuppelt >rt her flrbeitci A 2. aus Marburg, ucr hier in Arbeit stand W c ans dem Urteil zu entnehm n war, »it er burd; inne Notlage ,u der Tot i cranlastt iroröen. da er arbeitslos war. 3»n Hinblick «ms die geschildenc Lage und s.ine seitherige gute Führung er» fonnic da- Ole richt mir Grund des § 181 u-eirn .'liiwrit auf 1 ?abi Gefängnis nnb 3 Jahre Ehrverlust. Das Gestönd uis berückfichtigend, evi? ate di' Anrechnunz einer Woche Unter hutungoliüft. Betrügereien und Betteleien vcrudü der Tienüknccht I. B. aus Wehrda in Sdilip, indem er uiuvchrmrctic angab, seine Iran sei gestorben Bon einem 'laumtüini erschwindelte er sich einen Geldbe trag unter d.i Angao». Ki ne ix rau sei zu Fulda int 'hanFenbai? verstorben; er liebe kein Rciregelb. möchte aber doch gern ui ter Beerdigung Er versprach, das Geld am anderen 5age imeder zurückzugben Bei anderen brodh- er vor, er sei mit seiner Frau tnt Walde gewesen, ’te sei rlöptich tot hingeiallen und liege auf einem Wcgr Tob'» bat er um Unterstützung 3vmc 24 Bor strafen »regen Bettelns und Berge den» gegen d»ts ewnumt kenn leiä.ueu ihn als einen arbeit» scheuen Mknfäxn. u sbalb ihm auch das Ardiitshaus winkt .nir ocn Betrug wurden 8 Monate Ökjängn s .tngeiegt und wegen Betteln- crTannK das i^eriitt an» eine futd btc Untersucktungoimit lür verhilft ju crackieudc Haüära'e von 3 Wochen und U d r-;n jung an die Landesoolizctbekwrde Einen ftheettn Dtedftabl verudic der Schlosser V. V. ait' hlariasch in ui d.r Porlierstude der medizinischen M 11 n •. t h. linier der XvxaV-. er »volle sich unterfuch.ii hwii». .T3frl it Inland a|4 auch schon in feinem Heimatland Leftcrretd Entart worden Es wurde cur 1 Iabr Gciängnts erkannt und ihm 3 Wochen Untersuchung-- haft angerechnet Diebstahl. Unter cet Anklaz de- Tieditah.s nano oer Ta^lohnrr H. H ton Va 1 lenrod Eine bei »dm woän.'nde Iran hatte dm nut Recht im Derdawt. daß er seinen Tienitivrm besiedle, weshalb iie Anreize er »tattere Hei einer Haussuchung »and man eine Anzacl Äannen und Kruge m t Lack, £el und Ja cd en, von denen cZ »ich herausstellte, daß sie au ? dnn Laden »eines Herrn her» rührten Weiter förberte man ein großes Stück Leder im Werte von 30 Mark zutage, oa3 sein trüberer Tien>'therr als ’bm gehörig anerkannte Ter Angeklagte will die ,"ratben usw mit Genehmigung seine- Tieusthercn mttzenommeu haben, was dieser jedoch bestritt. Ium Beweise, baß er das Leder von einem Sdnib- madter hier, der nun allerdmgs oeri'wrben ist, gekauft bat, als er vor 6 Jahren noch hier roobnL", liest er mehrere Imgen laden. Tiefe konnten aber seine Angaben nicht b-ftzüttgen. iumal sein früherer Tienstl-err angab, da st c3 sich um ein Stuck frisch gegerbtes Leder handelt Es »stand somit fest, bas er »ich in beiden Richtungen bin des Ticostah.s schuldig gemacht hat. Dies trug ihm 5 Monate Gefängnis ein. $nr Utkunbcntälichuug unb Betrug liest sich der Dienstknecht W L aus Äiebtr-Sefimgen aus Not hinreisten. Seine Iran hatte versucht, für ihn ein Paar Sd ufce aus itreoit zu bekommen, was der Kaufmann Sch. in Grünberg von einer Bürgsd»a»t feilens deS Diensth.rrn abbingig mad te. Später erschien der Angeklagte selbst mit einer gcräh'dnen Beslhemigung unb indem er Bezug auf die Unterredung mit der Frau nahm, wurden ihm, in der Annahme, de Urkunde sei echt, ein Paar Sdjidg ulync Zahlung verabfolgt Als man aber alsbald erfuhr, dast der ‘-(ngenngte stell-Nlos war unb wegziehen wollte, faßte man ihn auf dem Wege zur Bahn ab und fo kam der Wauhnann wieder »n den Besitz oer Schulz, ohne Schaden zu erleiden. Tie gro *JuOt d^s Angeklagten berück- sichtigend, erkannte das Gericht nur eine Gesamtstrafe von 1 Monat Gefängnis Erfolg einer Berufung hatte Der Sd^rnftcinicgir \ Sch. aus Nürnberg ;u inrrzeicknen. Er »vurdc in Braner'duvend bettelnd betwffen, was zur ,Iolge hatte, das. ihn dar Ai.-clocr Schössengerickt mit einer Haststrafe von 5 Wochen belegte, worauf 14 Tage Um.'rfucnungshast an gerechnet werden sollten. Mit Rücksicht auf feine lil Borstrafen wegen Bettelns und seine frühere Internierung in Ärbcit-obäuicrn, sollte er nad» verbüßter Strafe abermals der Lan des pol, ze i be Hörde übcnoieseu werden, liegen biefe letztere Maßtiahmc, die die Bett ler als fcav Schlimmste bciradnen, crljoo er Berufung und gab an, er l-abc fi’d» und, der Entlafumg aus dem Arl-ei.shause die größte Mühe gegeben, Arbeit zu bekommen. Bei 12—15 Landwirten habe er sich gegen Verabreichung der Kost zur Arbeit an- gcbvlcn; er konnte aber nirgends Unterkommen, da die Landwirte jetzt keine Arbeit für s i ch hatten. Es sei ihm her Entschluß gekommen, sid, nach der Arbeitskolonie Reil Ulrichstein zu wenden, er sei aber nid;t so meü gekonuneu. Als er hunger,id um ein Stück Brot angeholten babf, sei er verhaftet worden. Er versprach, nad) seiner Entlassung nach der Kolonie zu geben und bat, ihm die Uebenveisung abzunehmcn. Ta feine Angaben glaubhaft erschienen, nnirbc von der genannten Maßregel abgesehen, ihm ober empfohlen, in Zukunft dos 'Betteln zu unterlassen, da ihm bei der nächsten Gelegenheit des Arbeitshaus winke. »»••••oee©@®®eeeeee® Man lese den Gtetzener Anzeiger gröhie und reichhaltigste Tageszeitung Dderhestenk. Auflage über 14000 (Erp!. KNe Briefträger, untae Zweigstellen und die Geschäftä- stelle bcs Gießener Anzeigers nehmen Bestellungen auf den Gießener Anzeiger entgegen. vermischter. " Ein ungewöhnlicher Dieb wurde kürzlich ui einem großen Partsei 2B a r e n t) a u 5 erwischt, ör ließ seinen lAffen für sich arbeiten. Schon feit einiger Zeit hatte man in einem großen Hause beö Opernoiertels bemedt, daß Gegenstände in bestimmten Abteilungen fehlten, und daß cm regelmäßiger Gast, ein nachlässig gekleideter Mensch von freinbländischeui Aussehen, durch die Gänge strich, bei nie etwas kaufte, dagegen öfter bet Juwelen unb Spitzen stehen blieb unb die Sachen betrachtete. Bei den tausenden von Menschen, die leben ?tachmittag die Pariser Warenhäuser füllen, unb bei ihrer Beliebtheit für Stelldicheins wäre ba3 nicht werter auffällig geiucfcn, ober bnfi unerklärliche Fehlen von Gegenslänben beunruhigte die für den Zweck besonders hcrbcigenifcncn EicherhettSdeainten. Als sie einmal unseren Mann, der sich Ringe und Schmucksachen uotlcgen ließ und habet ruhig flehen blieb, schärfer ins Auge faßten, fahen sie zu ihrem großen Erstaunen, wie aus der Tafchc seines Jacketts em kleiner Tierkovi auftauchte, eine haarige Pfote dazu, bic rasch cm Schmuckstück faßte unb ebenso raich damit wieder verschwand. Daun ging der Besucher weiter zur Spitzenabteilung. wo ec dieselbe Manipulation vornahm. Tie Geheimpolizisten ließen ihn jetzt verhaften, und et mußte gestehen. Der Affe — von bei- Gattung her Seihenaffen — schien ebenso erstaunt wie betrübt über hie Unterbrechung ferner rhm wahrscheilürch seht zirlagendeir Tätigkeit. Sein Herr wat em henimzlehenhtc Gauklet unb Seiltänzer, bei auf den Gedanken Qclommcn war. hie Talente fernes Bierfüßlcis auch in bicfcr Weise zu beschäftigen. Et with sich jetzt vor btn Genchlcn z.l ufiantiuodcn Haben, nnb im Mittelalter Hatte inan wahrfcheinlrch fcincni Affen auch einen Prozeß nn» gehängt. • Maison d c S a n t 6. In vcrschiedeucn oeursckwn Stabten bezeicvnct man da Irrenhaus nod) a!Maifon de Sonte' Tieie franko»ndie Bczciclnmng bat inan wohl nur gewählt, um den traurigen nnb furcht baren £tl nicht offen als das zu bezeichnen, was er ist Auch unirre „Pro vinzial '■'eil- unb pflege Anstalten" umgehen ;a üi die«cm ihrem '.«tarnen die eigentliche Bezeichnung „Irrenanstalt" unb lorieu die .vaubhaihc dabei ganz weg, coenfo nne dao die Franzosen tun. Tas :ft verständlich, oder öod» auch ein LennZeichen unjercr Werchlichlett: wo ^fciaeskrankheit befürdiie: wird, gehl man ia and« nickt mehr zum Irrenarzt. iondern ;um „Psycki-tn?*, iocil das vermeintlich „nicht so schlimm" klingt. QailbcL B o tt’ I' o ft i d# c d p c 11 c r .^niuBlid) oct son bat ältesten bei iaunnann»’.?* am:, ergangen, der r.ir folgendes «tnehmen: Jin Int c. . .er vnup «Hüne des Pofn'ckeckverkcdrts in es erwrdcrlia-. da^ tiefer Berlehr in eine meglick st beaueme Beröi.idung mu dem :K.*. 2 •? janf*SiaMxrfdn: gebracht ivtibc. ’Xad) den E^^rterunacn. txe hierüber mu dem öieid.soant-Tirekwrium «ratigrsunoen heben, ist eine wlchc Bet bindung in den nadytcivnlxn Aor icn 1 :rg rllt: Tu Reick»- bank bat für ihre Anstalten cm Sitz-' des Postscheckamts K tux Pvrrid-eckkonw genommen Bei dem bui.gen Po'tscdcckamte juo der Rcidsöankbiuvtlaise unb dein Kontor für SatDopure Sonieu Dom Publikum benutzt werden, bei. jeder, her auf ein '^b.''d.s.ank- girobntD eine Emzab ung zu macken w^.'ä't. den Betrag bei ein.r Postanstalt rntttels 3 h-hnc. bi: au da» B. 'v ck cktonp) her Reichs- dank lautet, einzal^cn kann Auf dem Adschnstt der ZahiZarte muß vermerkt werden, für wttches Girokonv bet eatge^ahlre Betrag verrechnet werben bU. j?at bte Perfon. ipeidk auf cm Reicheoankgiwkonto Iah.una leisten null, ein Pouicheckkouro, fo kann iie den Betrag von ihrem Postscheckioitto mittels Postgirs- iormukard rotes Ucbettoeiiuitge’onnular oder öirow«’tta£; auf ba-j Pcstfihcckkonto der Reicksdank überwrifen — Tip ibenbe b c r Reich bau! Ter Iabtesodschluß, der jetzt zur Genehmiguug dem Reichskanzler vvrliegt, ergibt einen Ueberschuß, welcher die Verkeilung einer Tivld.noe von 7 77 Pro;, zulötzi. 3m Iahrc 1907 wurde eine Tividaihe von 9.8U Ptoz, tyijv von 8.2'2 Proz.. 1905 von 6 ff> Pro.; verteilt. — Tcutschcr 'Jl u fj c 11 b a 11 b ej i m Januar 1909 T’ Einfuhr belru 1 im Januar 1909 im Spciialhandel 3 G51 &17 T vceschiedem Waren gegen '»652876 T. iin Variable, ferner 83 622 Stück, »vorunter 74 859 Uhren und 871» Pietdc uiiu . gea. '.i 103 661 Stück im Voriahr, iporunt.-r 95 782 Uhr-n unb 7871 Pferbe ufw Tic Ausfuhr -"356 289 T, ver'chi,s Wareti. gegen 3 h>8 754 T un Poriabr. ferner 37 480 Si 1 «üorunt.t 36 718 Uhren gegen 37667 Stück worunter 37017 Uhren. Märkte. — Kaitoiieluiarkt-Berichi u. Frvnk 1 uri a. 2t. Siotc Sone Mk. 2.20—2.25, Mngnnm boiiuin 2.30—0.00, »veiße runbe 2.40 - 0.00, welbsteijchige,blaue,2.7ö-0.00. meiste 3.25. Wiesbaden: Maguum bomini 2.50, ivciHc runde 2.50, Gcll’UeiJcbirte rote o.UO. 21 aanbei ni: Magnuni l onuui Ml. 2^0—2.60, ivetse runbe 0.00, Geld- sleischi e blaue 0.00 bis 0.00, weibt 3.25—3SU. Köln Lri.'ic Tadcr 0.00, Magnuin bonum 2.80 - 3.00, weiße runde 2.40—OLv, Welbfleiicbiße blaue 2.75—u.OO, rote 3.50—0.00, weißc^sLO-oov. Tori mund: Roie Taber 0.iagnuui bonum 2.40—U.0v, weine runde 2.15—0.00, <4clbflcitd)ige blaue 3.00—O.OU, roie a.uu-O.Oü, weihe 3.00— 0.00. Hem vc n. Role Taber 0 'M - 0.00, andere roie Sorten 0.00—0.00, Magnuni bomim 0.00—O.UO, weiße runbe 0.00 - o.OO, Gelbfleiichige blaue 0.00.—O.(X), roie U.OO—OjOu, w.ißc 1.35 n'relbfleijchige blaue U.OO—O.UU, io|e u.uO—weiße 2J$U—U.>0. Hcigen 1. W.: Magnuni bonum 3.uu, Gelbfieischige roie 3AU, »veiße rote 4.00—0.00. (Alles per 50 Zigr.) - * 1 — 11 .....— ■ Meteorologische ^eovttchruugen her Station Oücrcu. Februar 1909 Baroineter an' 0’ rednzierl Temperatur bei Lnü = CI II ' " <0 Relative oeuditipleit 5 B 1 *« Seilet Telefonische Kursbericnte des tiie»»ener Auxelgere, mitgetcilt tjq der Hank für Handel und Industrie, (»lewen. 23. 2" 734,7 + 0.9 3.1 03 N 4 Bew. Himmel 23. 9'- 753,2 । — 3,6 2,9 35 NE t Rlarerpunnid 24. 7» — O.U j 2,6 I 06 . NE 2 । Bew. Vmnnel i tt 1 1 ?dd)fle Tenwerolur am 22 i Gebt. üi6 28. 1 i üebr. = + i.’-c. 1 ilieouftfte . - 22. • . 23. • -- - 4,7 ' f. Frankfurter Börne bJV/e Kelchsanleibe . . U6.2U 3,U do. . . h6.65 3;te„ Kousoli .... S6J0 3«, do.....M.65 3Z»'/, Hessen.....Vö 80 d)ie,e Obcrhf'tn . . . —.— 4 ?e Deelen Goldrcutc. . 97 95 41/» Ueeterr. bdbcrrcute 97 60 4 ,*e Ungar boldrenle . . 93.70 49» Italien. Rente . . —.— 3S Portugiesen Serie I — 3X Portagiescu e UI 59 50 4^e/e rusfl.Maatsaiu. 1905 98.00 . japau. MaxiMol-iuc 94.20 1 . i.cnT. TQrken vou 190^ V4.2U 4}e luiecb. Mouopv.-AuL«. 49 90 49, aiuwexc Ar^enUnicr . 87 je/e Mexikaner . . . — iChinesen .... 9vL0 Aktie« : Bochum Goss.....218 56 Buderus Y„ \V. . . 110A) Teudenx: schwach. . *24. Februar, 1.16 Uhr. Elcktnx. Lahmeyer . . . 11*50 Elektrir. ächnckert . . . 118.50 Escbwcilcr Bergwerk . . 18400 Gelsenkirchen Bergwerk . 184.70 Hamburg - Amenk. PakelL 111 60 Barpcner Bergwerk. . . IMhu Laar abu tu......19860 bordd. Lloyd.....91.00 0 bei seh'.&». EiMD-Indaitrie 95*0 Berliner Handelsgc* 171 » DarmsUdter Bank.....*7 ® Denudie Bank .... 243.ru DeuUch-AalaL Bank . . Idfcbu IHskento-KommaDdiL . 196.10 Dresdner Bank .... 149 76 KrcditakUeu . ... 1MK> Baltimore- und Uhio- Lisenlahn.....1071U GoUbardbahn.....— Lombard. Eiacabahu . . IbJO Desterr. "taauoson . . . 142 8u Prmce-Uenn-hiaenLauu . 118.— Herliner llürae, 24 CanaL K . ... 16S.9u Darm-udtcr Lank . . . 127.70 Deutsche Bank .... 243.00 Dort n.onder-tmon C. . . 59.10 Dresdner Bordd. IJojd . .... 911> 1 OrkenlMc......14.'.6U Emser Wasser :• ■• Kränchen Die trauernde Familie Giessen (Weidengasse 6), den 24. Februar 1909. Die Beerdigung findet am Freitag den 26 d. Mts., nachm. 3 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. 1226 Todes-Anzeige Heute wurde unser lieber Gatte und Vater Herr Philipp Völlmar nach kurzem, schwelen Krankenlager in die ewige Heimat abgerufen. Um stille Teilnahme bittet Lang-Göns, 23. Februar 1909. 1225 Unentgeltliche Arbeitsveumtlelung Danksagung. Für die überaus zahlreiche Teilnahme bei unferm schweren Verluste sagen mir innigen Dank, insbesondere für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Weber. Im Namen der trauernden Familie *. Fac. Luh, Bahnwärter und Kinder. LVtislher Arbeitöllchiveis Gießeil. Gartenstrakc 2. Zimmer 2. Eo können eingestellt werden: a. bei hiesigen Arbeitgebern: 2 Weihgerber, 1 Wagner, 1 Maschinenwärter, 4 Dienstmädchen, 1 Kindermädchen, 1 Kauffrau, 2 Hausmädchen, 1 Kinderfräutein, 1 Haushälterin. Lehrlinge: 1 Buchbinder, 1 Schreiner, 1 Spengler und Im slallcueur. 1). bei auswärtigen Arbeitgebern: 1 iung. Schreiner, 4 Steinmetzen für Hartgestein, 1 Friseur, 2 Schneider, 1 landw. Knecht, 1 Dienstmädchen, 1 landw. Dienst Mädchen, 1 HauSlmlterin Lehrlinge: 1 Bäcker, ES suchen 'Arbeit: B54/» 7 HandlungSgebilsen, 1 Bäcker, 2 Eisendreher, 1 Konditor. 2 Maurer, 1 Gärtner, 1 Spengler, 1 Buchbinder, 3 Stein inetzen, 2 Maschinisten u. Heizer, 4 Banschlosser, 2 Fimallu teure, 1 sviaschinenschlosser, 3 Schuhntacher, 2 Schneider, zwei Lackierer und Weihbinder, 1 Müller, 4 Polsterer u. Tapezierer, 4Schreiner,:-! Aubrfiicdjte,6Hausburschen, 4 landwirtsch.Knechte, 19Arbeiter, 1 Haushälterin, OLanssrauen, 2Laufmädchen, 1 ZUck trau, 2 Waschsratien. Lehrlinge: 1 Schlosser. Bekauntmachuug. Betreiselw: Lehrlingsoermittlung. Die Lehrherren, die Lehrlinge oder Lehrmädchen emstellen und die Eltern, die ihre Kinder in Lehrstellen unterbringen wollen, machen wir aus unsere unentgeltliche Lehrlingsoermittelung aus" merksam. Gießen, den 18. Februar 1909. B Städtischer Arbeitsnachweis seichen. Wir iuchen für fosvrr einen tüchtigen Maschinenwärter für die Bedienung der Gasmotoren und Dampfmaschinen in der Maschinenstation des Elektrizitätswerks. . Bewerber, welche bereits in Maschinenbetrieben tätig gewesen und gelernte Sckloner sind, erhalten den Vorzug. Offerten unter Angabe der Lohnansprüche umgehend erbeten. Gießen, 23. Februar 1909. B23,.. Stadt. Elektrizitätswerk Gießen. Stolte. Holzverfteigerung. Ivttttwoch den 3. März l. Fs., vormittags 91/« Uhr, werden ut dem Gasthaus von Herrn Heinrich Schevp V. zu Saasen aus den Distrikten Baufchel, Bauernheide, Belmerod, Birkwaldsheege, Güntersgraben, Hainheege. Kleiner und Großer Seng, Kälberstall. )reuhossdeege, Saafer Heegmald, Schasbusch, Sengkopf, Winueroder- haide und jeilenljen versteigert: Stämme: 2 Eiche 3 Kl. 1,75 Fm., 22 Eiche 4. SIL — 12,46 Fm., 16 Eiche 5. Kl. — 6,50 Für., 17 Eiche 6. Kl. — 4,44 Fui., 1 Buche 1. Kl. — 0,73 Fm.. 12 Buche 3. KL - 1057 Für., 19 Buche 4. Kl. 15,28 Fm., 2 Stiefer 3. KL — 1,43 Fm., 5 Kieser 4. KL — 2,49 Fm., 1 Lärche 3. Kl. — 0.88 Fm., 1 Lärche 4. Kl. - 0,86 Fm.. 1 Lärche 5. Kl. =- 1.11 Fm., 6 Fichte 4. Kl. — 5,86 Fm.. 310 Fichte 5. Kl. — 71,67 Fm., 1 Weihtamie 5. Kl. — 0,60 Fm. Terbstangcn: 233 Fichte 1. Kl - 20,58 Fm., 21 Fichte 2. Kl. ----- 0,80 Fm. Scheiter, Rm.: 41 Buche, 5 Eiche, 50 Kiefer (12 9rm. 4 m lg.), 2 Fichte. Knüppel, Rur.: 117 Buche, 54 Elche, 14 Aspe, 46 Kiefer, 15 Lärche, 14 Fichte. Knüvvelrersrg, Rm.: 4 Kiefer, 20 Fichte (2 Schichthausen). Reisig, gew., Rm.: 190 Buche, 422 Eiche, 40 Aspe, 24 Fichte. Stöcke, Nm.: 11 Buche, 3 Eiche, 15 Kiefer und Fichte. Die Nummern 50—70 Buchenstäuime, sowie das blau gestrichene Buchen-Brennholz kommen nicht zur Versteigerung. Das Brennholz kommt von 12 Uhr an zum Ausgebol. Der Grog. Forstwart Hör ns zu Rcinhardshain wird aus Verlangen das Holz vorzeigen. Gießen, den 23. Februar 1909. BM/-_- Grotzh. Oberförsterei Wieseck. : Weigarid. Nutz- lilid Bttunhchmstkigttllng der Fürstlich Solms-Braunfels'ichen Oberförnerei Hungen in den Distritten Fuchsstrauch und KiechhosSboden zwischen Garbenteich und Grünmgen. Es sollen versteigert werden: Freitag den 26. Februar 11)09, von vormittags 10 Uhr an: 2 Fichten-Stämme bis 12 m lang, bis 22 cm Durchm. — 0L8 Fm. 39 Ficklen-Derbstangen bis 9 m lg., 8—9 ein Durchm. — 1,92 om. 322 Fichten-ReiSstangen, 7 m lang, Baum und tZaunitangcn. 650 Stück Bohnenstangen, ausgevutzt, fertig zum Gebrauch, 45 Rm. Bucken Scheitholz, 30 Rm. Buchen-Stockholz, 12 Rm. Eichen Stockholz, 65 Rm. Buchen-Prügelholz, 9 Rm. Eichen Brügelholz, 1250 Stück Bucheu-Wellen, 950 Stück Eichen-Wellen, 24 Rm. Eichen- Reisig. Die Zusammenkunft ist beim Bahmvärterhaus. Hungen, den 22. Februar 1909. B'^/i Fürstliche Lbcrsörsterci. Vergebung von Bauarbeiter!. Die für die Erbauung eines Schulhauses nebst Abort- gebäudc, Einfriedigung und Stratzenanlagc in Oberstadt erforderlichen Arbeiten und Lieferungen wie: Erd- u. Maurer-, Steinmetz-, Zimmer-, Dachdecker-, Spengler-, Schlaffer-, Glaser-, Schreiner-, Weißbinder-, Tapezierarbeiten, Eisen- u. Nohrenluffernnq, Rohrleger- u. Chaussierungsarbeiten, sowie Äiaterial- liefexung sollen im Wege öffentlichen Angebots vergeben werden. Die Angebotsunterlagen liegen auf dem Büro des Unterzeichneten , Zimmer Rr. 18, ivährend den Dienststunden zur Einsicht der Interessenten offen. Angebote mit entsprechender Aufschrift versehen sind verschlossen und portofrei bis spätestens Mittwoch, den 10. März l. I., nachmittags 2 Uhr auf Großh. Bürgermeisterei Ebcrsladt emzureichen, woselbst die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Bewerbern erfolgt. Freie Wahl unter den Bewerbern bleibt vorbehalten. Gießen, am 23. Februar 1909. Der Großh. Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. B21',________________I. V.: K a l b st e i s ch._______________________ 'Arbeitsvergelmng. Die Einrichtung einer Zentralheizung in dem neuen zweitlassigen Schulhause zu Lollar soll im Wege öffentlichen Angebots vergeben werden. Tie AngebolSunterlagen liegen auf dem Büro des Unterzeichneten, Zimmer Rr. 18 ivährend den Dieuststunden zur Einsicht der Interessenten offen, auch sind dieselben von dort gegen Erstattung der Selbstkosten erhältlich. Angebote nut Erläuterungsbericht sind mit entsprechender Aufschrift versehen, verschlossen und portofrei bis spätestens Montag dcu 15. März ö. F., vormittags 10 Uhr auf Großh. Bürgermeisterei Lollar einzureichen Die Ausführung der Anlage hat im Monat Juni d. I. zu erfolgen. Gießen, den 23. Februar 1909. Der Großh. Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. B-% I- V: Kalbfleisch. Arbeitsvergebung. Dienstag den 2. März l. I., Dornt. 9 Uhr werden auf hiesiger Bürgermeisterei folgende Arbeiten wenigst-- nehmend vergeben: M. Pflasterarbeit, veranschlagt zu 764.— Zunnierarbeit (Gartenspalier), veranschlagt zu 196.40 Etsenwarenlieferung, veranschlagt zu 17.40 Liefern und Ein decken von 60 Cbm. Basaliklein- schlag, veranschlagt zu 360.— Liefern und Entdecken von ca. 18 Cbnt. Basaltgrus, veranschlagt 54.— Ackendorf a. d. Lda., am 23. Februar 1909. Großh. Bürgermeisterei Allcndorf a. d. Lda. 1222) Nein. Holzverfteigerung. Freitag den 26. l. Mts. sock un Grünmger und Dorf- Giller Markwald folgendes Holz vrrsteigert werden: 1. Eichen -Stammholz. 1 Stück 1. Kl. mit 67 (Stni. Tchm. — 1,97 Fm. 2 „ 2. Kl. mit 52—58 Ctm. Dchm. — 2,92 Fm. 8 „ 3. Kl. mit 40—45 Ctm. Dchm. --- 6.54 Fm. 20 , 4. Kl. mit 30—39 Ctm. Tchm. = 10,16 Fm. 14 „ 5. Kl. mit 25—29 Ctm. Dchm. — 8,13 Fm. 166 6. Kl. mit 12—25 Ctm. Tchm. — 19,89 Fm., letzteres für Wagner und zu Gactenpfosten sich eignend. 2. Fichteu-Stämme. 1 Stück 3. Kl. von 38 Ctm. Dchm. = 1,29 Fm. 4. Kl. von 25—29 Ctm. Dchm., 18 Mir. Länge = 2,80 Fm. 5. Kl. unter 25 Ctm. Dchm., 18 Mtr. Länge ----- 15,69 Fm. 3. Kieiern-Stämmc. 3. Kl. von 30—36 Ctm. Dchm. ----- 8,00 Fm. 4. SIL von 25—29 Ctm. Tchm. — 19,50 Fm. 5. Kl. unter 25 Ctm. Dchm. — 18,50 Fm. 43 Rm. Kiefern-Nutzknüppel, 3 Mtr. lang. Die Zusammenkunft ist Morgens 10 Uhr am Fußpfad von Gröningen nach Garbenteich. Gröningen, den 22. Februar 1909. Großh. Bürgerineislerei Gröningen. 1220) Gilbert. Holzversteigerung Fürstlich Solmsischc Oberförftcrei Hohensolms. Montag den 1. März. Verkam an Crt und Stell? Zu» famntcntunfi 10 Uhr vormiuags am Eingang von der Kretsstraße Wetzlar—Hoheiisolms in den kleinen Grundwald A. 'Jlut?hol5. Tiftriti Grundwald. Eichen: Holl» Nr. B — 1 Abschnitt Schreiuerholz 41/5 - 0416 Fm., Nr. 24. 26, 27. 55 — 4 Schmellenablchnuie - 1A»7 Fm., Nr. 30 — 1 St. Bauholz 27/10 ■= 0,57 ßm. Dimätt Anncwald. Kiefern: 4 Stamme mit 2 71 Fm- B Brennholz. Distrikt Grundwald. Buchen: 5 Rm. scheit. 4 Rm. Stöcke, 150 Wellen. Elchen: 5 Rm Scheit, 3 iftni. Prügel, 650 Wellen. Fichten: 2 Rm. Brügel, jso Wellen. Distrikt Annewald. Buchen: 23 Rm. Scheit, 74 Rm. Brügel, 7 Rm. Stöcke, 2100 Wellen. Eichen: 2 Rm. Scheu. 1 Rm. Prügel. Nadelholz: 1 ?Rm. Prügel. 3 Rm. Stöcke. 60 Wellen B2*/» Bttilll- Nd Niitzlsslz-Persteigerullg. Im Licher Stadtwald, Distrikt Kronau, Münchköpfe, Schweinstallshege und Zappenau werden Donnerstag, den 25. Februar, vormittags 10 Uhr in der Kronau anfangend, nach Zusammenkunft am Kreuzungspunkte der Nlederbessinger^ und Wiescnschneise versteigert: Scheiter R.: Buchen 165,9, Eichen 30,2, Knüppel R.: Buchen 82,8, Eichen 57,8, Erlen 23, Kiefern 3. Aspe 3,9, Reisig Wecken: Buchen 3155, Eichen 2450, Erlen .795, Linde 1000, Birke 440, Aspe 300, Kiefern 130, Lärchen 100, Stöcke Rm: Buchen 65, Eichen 88, Kiefern 2. Außer dem oben genannten kommen noch 6 Schläge Fichtenreisig zum Ausgebot. Ferner 5 Eichenslämme von 3—6 Mtr. Länge, 40 bis 45 Ctm. Durchm. mit 3,11 Fstm. und 2 Buchen von 4 und 8 Mtr. Länge, 42 und 46 Ctm. Durchm. mit 1,77 Fstm. Lich, 19. Februar 1909. Großh. Bürgermeisterei: Dörmer. bw', Holz-Verkauf. Aus dem Taubringer Gemeindewald soll folgendes Holz auf dem Submiffionsweg verkauft werden: 1. Eiche-Stammholz. 4 Stück 3. Klasse sind 3,96 Fstm. 1,4., , 0,30 , 4 „5. , „ 1,50 , 4 „ 6. „ u 0,93 w 2. Äiesern-Ltammholz. 16 Stück 3. Klasse sind 8,63 Fstm. 31 , 4. , , 24,50 , 86 „ 5. „ , 26,62 , 3. Fichten-Ltammholz. 3 Stück 3. Klasse sind 4,09 Fstm. 4,4., , 3,83 , 103 , 5. , „ 25,83 , Die Angebote sind pro Fstm. nach Sortimenten getrennt bis zum 27. Februar l. I., einschließlich bei unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen. Die Oeffnung der Offerten findet am 28. Februar l. I., nachmittags 3 Uhr statt. Daubrmgen, den 17. Februar 1909. Großherzogliche Bürgermeisterei Daubringen. Walter. 1113 Nutzholz-Versteigerung Freitag, den 26. Februar d. Fs. vormittags um 10 Uhr anfangend versteigern wir im hiesigen Stadtwalde öffentlich meistbietend das nachstehend 2 Fichtenslämme 1. Klass, 22 2 «5 u „ u -i. , 66 u , 3. , 146 „ , 4. „ 40 , , 4. , 28 Eschen-Stämme 2 Weißtannen-Stämme 44 Eschen-Derbstangen Sämtliches Holz ist ot verzeichnete Stammholz: Mitteldurchmesser 60 cm ii. mehr ----- 5,71 Fstm. 50 bis 59 cm --- 33,27 Fstm. 40 „ 49 , = 63,31 Fstm. 30 „ 39 „ = 92,^8 Fstm. unter 30 cm = 13,84 Film. = 3,96 Fstm. — 1,98 Fstm. = 2,61 Fl'tm. me Rinde gemessen. Zusammenkunft au der Waldwirtschaft. Nähere Auskunft erteilt die unterzeichnete Behörde, oder Forstwart Bormuth zu Bad Nauheim. Das Holz lagert tin Stadtwald an chauffierten Straßen oder in deren nächster Nähe an Schneisen. Entfeimpng vom Bahnhof ca. 2 bis 3 km. Verzeichnisse über die einzelnen Stämme sind bei der Bürgermeisterei zu erhalten. [D20/3 Bad Nauheim, den 16. Februar 1909. Großherzogliche Bürgermeisterei Bad Nauheim. Dr. Kayser. Holzsubmisston. • Aus den Waldungen der Gemeinde Rüddiugshausen soll nachveczeichnetes Holz auf dem SubmissionSwege vergeben werden. Fichten-Stammholz: 2 Stämme mit 4,01 Fm. 40—49 Ctm. Mittendurchmcffer 32 , „ 44,27 ,, 30-39 , 38 , „ 32,47 , 25—29 r 312 „ v 98,05 „ unter 25 „ r Micfcrn= Stammholz. 13 Stämme mit 12,86 Fm. 30—39 Ctm, Mittendurchmcffer 31 „ , 21,09 „ 25—29 „ / Ztieseru-Grubeuholz. 387 Stück mit 99,82 Fm. unter 25 Ctm. Miltendurchmeffer Die "Angebote sind nach Sortimenten und Klaffen getrennt pro Fm. einzureichen. Die Offerten sind verschlossen mit der Aufschrift Holzsubmission bis längstens Freitag deu 26. Februar 1909, nachmittags 2l/3 Nhr auf der unterzeichneten Bürgermeisterei emzureichen, wo alsdann die Eröffnung in Gegenwart der erschienenen Bieter stattsindet. Nähere Auskunft erteilt Forstwart Kalberlah. 1188 Röddingshauseir, den 20. Februar 1909. Großh. Bürgermeisterei Rüddingshausen. Brann. 50000 flLeee k IM.,PortowJtl • !>•«• tftr nor 5 M «ad Porto «mi Hut-Klinik Revaratureu an IVIUhflten werden fadmcmäij, ittmcU und biUinlt auogcfübrt. öntflcitiöjt (Sonraö^ranim Marktplatz 1R. flOOK Morgen Tonncrstng früh ttitft eine grofee Sendung '1!M frische LchcWe ein bei Georg Wallenfels. Marktvlau nur 21. Telefon 16. öegenüber bei lengclapotbch'. Bestellungen erbitte frühzeitig! Für 320 Ml? Ganz Jtalien 16 Tage. 4.—10. April, II. Kl. Corfn-Grlecbenland 180 ML 6 W. April, II. kl. all. Inbegriff. Proep. gegen 1 handlang H. 'hv11’, llt-rlln W., Kolosseum Giessen rvalltorllr. 36-3R (trüber Saf< Yeib) XclOb»« 044 Heule Mittwoch den 24. «jtbvuar 1F® __ _ iW Grostc (ertra - Vorstellung. ^iK Tai Tigeiaelprail) v (Nieeen bubet das wunderb neue Brogriun» i.mll Merkel. TeuifchlanbS beiter 3hnufer. Md Ile HcIKrrtc luunbcrbot brrnertc Bare» und das ubnac Brogromm. SamStag den 27. 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