zöjeni H w, ♦♦♦♦♦♦♦♦♦ niZiitwti " ei*l)(en wir: er Adler »v Psg., 110 Psg, Zitrone» Bis., 60 Psg, er | ■ 0 Stuck 70 Pt» | ihäuser. I platz 6 [»fit« e««<« i« r ationsgescheir S Juwel ch. I C^«0«IS.U,120^, Mdfitten **• Apfelsinen VJW, 110 Psg ber bekannte Mark. Mix ! Servsprccher 2.31. | Starz. Äff*. ieNachlasssteuer. * ^WOMW- P. »lodl «ie^ non der , M $ & Ali sei T'-äS* ,d K"“”' Nr. 68 Zweites Blatt Montag ÄS. März 1909 Gießener Anzeiger Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. General-Anzeiger für Gberheffen 159. Jahrgang Die „Stehener ZamilienblStter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegl, das „Kreisblau für den Kreis Liehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Rotationsdruck und Verlag der Brühllch« Unioersitats - Buch- und Stetndruckerei. R. Lange, Dießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul» straße 7. Expedition und Verlag: e®5L Rcdaktiou:^dH2- Tel.-Adr.: AnzeigerDießen» Die Weisheit der Mächte. Die heutigen Meldungen über die Balkankrisis lauten friedlicher als in den Tagen vorher. Serbien scheint neuerdings größeres Vertrauen zur „Weisheit der Mächte" gefaßt zu haben als zur Weisheit der Kanonen. Die Spannung, mit der man in Belgrader Regierungskreisen die bevorstehende österreichisch ungarische Rote erwartete, hat infolge zahlreicher Meldungen auswärtiger Blätter über eine demnächstige freundschaftliche Borstellung der (Großmächte in Belgrad fast vollkommen nachgelassen. Alle Besorgnisse vor einem direkten energischen Schritt Oesterreich- Ungarns sind gewichen und an ihre Stelle ist eine große Zuversicht in das vermittelnde Eingreifen der Mächte getreten. 9hm fühlt man in Belgrad wieder sicheren Boden unter den Füßen. Serbien habe wiederholt erklärt, es stände auch heute imerschütterlich auf der Basis, daß nur die Großmächte gemeinsam kompetent in der Annexionsfrage seien. Es sei also nattirlich, daß sich Serbien einem solchen Beschlüsse ohne Reserve fügen werde, denn Serbien zweifelt nicht daran, daß eine europäische Konferenz nur eine Lösung der bosnischen Frage treffen werde, die einerseits der Gerechttgkeit volle Rechnung trägt, anderseits aber eine solche neue Lage in Europa schaffst, die nicht nur für den Augenblick, sondern für geraume Zeit den europäischen Frieden sichert. Eine durch Gewalt erpreßte Erklärung Serbiens hätte weder für Oesterreich-Ungarn, noch für Europa praktischen Wert. ES lpandelt sich nicht nm geschickte Vogelsttaußpokitik, sondern um eine gründliche Beseittgung jener Gefahr, die den europäischen Frieden ständig bedrohen würde. Eine solche Gefahr bestände darin, daß man die bosnische Frage ohne Berücksichtigung vitaler Interessen des serbischen Volkes zu lösen suche. Serbien habe un- enttuegt das größte Vertrauen in die Weisheit der Mächte, denen itidft nur das Verdienst, sondern auch die Verantwortung für die neuzuschaffende Lage zufallen werde. Da auch Serbien von ehrlicher, aufrichtiger Friedensliebe durchdrungen sei, werde es alle Ratschläge, die sich mit der Würde eines selbständigen Staates vertragen, rückhaltslos befolgen in der lieber Beugung, daß die Großmächte vor Erteilung solcher Ratschläge ein Einvernehmen über die Lösung der bosnischen Frage erzielt haben. Durch ein solches Ä3erhalten werde für Serbien auch die letzte Notnwndig- feit hinfällig, wegen der bosnischen Frage mit Oesterreich-Ungarn in irgendwelche direkte ^lnseincrndersetzungen treten zu müssen, wodurch wieder die größte Gefahr für die Störung be£ Friedens beseitigt werde. Der Stimmungswechsel in Belgrad scheint auf Rußlands zwie- sfällige Halttmg zurückzuführen zu sein. In einem unter dem Vorsitz des König Peter abgehaltenen dreistündigen Kronrat kam es zu scharfen Auseinandersetzungen zwischen dem Minister des Aeußern, Dr. Milowanowitsch und dem Bauten- Minister Paschitsch. Die Debatte drehte sich um das Verhalten Rußlands, das sich jetzt anschicke, an der Demarche der Großmächte teilzunehmen und Serbien zur Entsagung seiner Ansprüche ans Bosnien n. die Herzegowina zu bewegen. Diese Stellungnahme Rußlands kommt der serbischen Regierung sehr ungelegen, tveil man ans Rußland alle Hoffnungen gesetzt hat und Paschitsch derjenige war, der nach seiner Rückkehr aus Petersburg die unbedingte Unterstützung Rußlands als den guten Erfolg feiner Mission gerühmt habe, so daß sich auf Paschitschs Erklärungen Serbiens bis zur Stunde verfolgte Politil aufbaute. Milowanowitsch wars denu auch Paschitsch vor, er scheine seine Ausgabe nicht so gut erfüllt zu haben, wie er es glaube» gemacht habe. Dieser Meinung schloß sich auch der Kultusminister Stoianowitsch, der Führer der Inngradikalen an, während Finanzminister Protitsch die Partei des angegriffenen Paschitsch annahm. Merkwürdigerweise wird aber im Auswärtigen Amte zu St. Petersburg erklärt, daß Rußland offiziell Serbien niemals einen 2lbrüstnngsvorschlag erteilt habe, da Serbien eilt unabhängiger Staat sei. Möglicherweise babert andere Mächte Serbien inoffiziell dazu geraten. Rußland habe Serbien nur den Rat erteilt, von politischen sowie territorialen Kompensationen abzusehen, sowie das Verlangen nach einer Autonomie für die annektierten Provinzen fallen zu lassen. Was bedeutet das? Diese Erklärung wird nur neue Erregung schassen und die serbische Kriegs Partei vielleicht zu irgend welchen Unbesonnenheiten verführen. Rach «angeblich ans bestunterrichteter Quelle stammende» Privatmeldnngen besteht in Belgrad eine Orfiziersver schwörung, di c den Zweck hat, im Falle der Nachgiebigkeit der serbischen Regierung de» König lPeter zu entthronen und den Kronprinzen Georg zum König aus zu rufen, d e r dann geswungen werden soll, den Krieg gegen O c ft c r r e i ch zu eröf f n c n. Auf Wunsch der Mächte Ijat O e st e r rei ch - U » g a r n inzwischen die Absendung der neuen Note an Serbien verschoben. Wie die „Ageneia Stesani" ans London erfährt, findet zwischen den Mächten ei» Meinungsaustausch darüber statt, in welcher Form der neue Schritt in Belgrad geschehen solle, durch den Serbien für die Abrüstung und die Wiederausnachne der wirt- schastlichen Verl-andlungen mit Oesterreich-Ungarn gewonnen werden soll. \ Die Ablehnung der Gas- und Llettrizitätssteuer. In der Samstags-Sitzung der Finanz-Kommission gab zunächst der Referent den Hauptinhalt der zahlreichen Petitionen wieder und hob aus ihnen all die schweren sachlichen Bedenken hervor, die gegen die Steuer spreche». Er identifizierte sich als Mitglied der Zentrumspartei mit diesen Auslegungen und erklärte, daß feine Ts-rcunbi' Gegner der Steuer wären: cs sei denn, daß sich vielleicht eine Soirderbesteuerung der Installationskörper ermöglichen ließe. .Hieraus erklärte ein Vertreter der frei konservativen Partei die Zustimmung seiner fyreunbe zur Vorlage. Die Städte, die selbst große Summen durch Elektrizität und Gas vereinnahmte», hätten kein Recht, dem Reich zu mißgönnen, wenn es auch seinen Anteil an diesem Gewinn haben wolle. Ter Schatzsekretär betonte gegenüber den vorgetragenen Bedenken der Interessenten, daß die Steuer doch wohl auf die ftonfumenten sich abwälzen ließe. Er könne in der Vorlage keine Hemmung des technischen Fortschrittes erblicken. Die Städte würden in der Lage sein, durch ihre LichteinnalMen, die steigende Tendenz hätten, etwaige Ausfälle zu decken. Hauptsache sei ihm die finanzielle Seite der Vorlage, die wie keine andere eine dauernde ^>tci- gening der Einnahme verbürge. Hierauf legte ein Vertreter bet Freisinnigen die Bedenken dar, die seine Freunde aus wirtschaftlichen, allgemeinen und aus kom- munalsinanzieNen Gründen gegen die Vorlage batten. Für die Nationalliberalen gab 9lbg. Fuhrmann die kurze Erklärung ab, daß feine Freunde aus prinzipiellen und fachlichen Gründen die Vorlage einstimmig ablehnten. Sie feien gegen die geplante Steuer, einmal weil sie gegen die Besteuerung eines itod) dazu einseitig ausgesuchten ProduktionsMittels wären: sodann, weil die Vorlage eine Belastung der Städte, zumal der kleineren Kommunen bedeute, ferner, weil die Steuer der seit langer Zeit von der Partei und der Mehrheit des Reichstags getriebenen konsequenten Mittelstands Politik nnderspräche und eine schwere Belastung des gewerblichen Mittelstandes bedeute. Nicht zu unter - idxi&en seien auch die Bedenken vom t a n dlv irtschaft - lichen Standpunkt aus, da bei der zunehmenden Einbürgerung des elektrischen Stroincs in den landwirtschaftlichen *$.e t rieb en, die sich heute in dem Bau zahlreicher IlcbcrlandzcTtttalen äußere, nicht angängig sei, diese segensreiche Entwicklung durchs fine Besteuerung zu störest. 1 Um der in den Kreisen der beteiligten Industrien betrieben-' den starken Beunruhigung möglichst bald ein Ende zu machen, leantragte Abg. Fuhrmann, der ganzen Vorlage heute definitiv ein Ende zu bereiten. Seinen Ausführungen, daß nach dem einmütigen Urteil der Industrie die Vorlage so viele Widersprüche enthielte, daß sie anscltzüuenö nicht mit der nötigen Sorgfalt ausgearbeitet sei, wie sie ein so schwerer Eingriff i» das wirtschaftliche Leben voraussetzen müsse, entgegnete der Schatzstkretär, daß er gegen diese Behauptung, die den sachverständigen Schöpfer der Vorlage stark treffe, Verwahrung einlegen müsse. Ein Vertreter der konservativen erklärte, daß seine Freunde geteilter Meinung über die Vorlage wären. Ein Vertreter der wirtschaftlichen Vereinigung leimte die Vorlage ab, ebenso der Sprecher der Sozialdemokratie, der in Uebereinftimmuug mit dem Antrag Fuhrmann bat, die Vorlage sofort grundsätzlich und endgültig abzulehnen. In der Abfttmmung wurde diese sodann in allen ihren Teilen gegen bic Stimmen der Frei konservativen und die .Hälfte der Konservativen dem Einträge Fuhrmann gemäß endgültig ab gelehnt. Es kommt somit zu'keiner zweiten Lesung__________________________________________ Stimmungsbild au; dem preutz. Landtage. Berlin, 19. März. Mit einer umfangreichen Programmrede leitete Herr v. Breitend ach den zweiten Tag der Beratung seines Etats ein. Mit einem heiteren, einem nassen Auge vernahm man auf der Linken aus dem Munde des Ministers, daß er znmr für eine Erhöhung der Eisenbahn tarife, wie sie die Rechte neuerdings fordert, nicht zu haben sei, daß er aber anderseits bei der Prüfung von TariserMäßigungen „allergrößte Vorsicht" üben wolle. Auch die Stellungnahme des Ministers zur Frage der Einführung des elektrischen Betriebs auf den Staatsbahnen war nicht Fisch noch Fleisch: Zwar kündigte er die Elektrisierung des Betriebes sowohl für den Personen- wie für den Güterverkehr auf der Strecke Magdeburg-Leipzig an, aber er hält die bisherigen Erfahrungen mit dem elektrischen Betrieb noch nicht für hinreichend, um seiner allgemeineren Einführung näher zu treten. Und auch von der Zulassung elektrischer K o n kur r e n z l i n i e n zu den Staatsbahnlinien will er nichts wissen. Speisewagenzuschläge für Reisende dritter Klasse lehnte Herr v. Breitenbach zwar ab, aber nur, weil sie diesen Reisenden ein Recht geben würden, noch länger im Speisewagen sich aufzuhaltem Wenig glücklich war der Minister auch in der Beweisführung, daß jetzt zwischen Eisenbahnjuristen und Eisenbahntechnikern ein „ausgezeichnetes Verhältnis" herrsche und die Bevorzugung der Juristen eine abgetane Sache sei. Das Loblied auf die Eisenbahnjuristen, die der Minister in den höchsten Tönen pries, mag nicht nliberechtigt sein, aber es schafft doch die Tatsache nicht aus der Welt, daß die Technikerklagen über Zurücksetzung gegenüber den Juristen nicht aufhören wollen. Der Volksparteiler Gyßling nahm denn auch, nachdem der Konservative von Q u a st dem Hause sein Steckenpferd, die Beseitigung der unentgeltlichen Beförderung der Postsachen durch die Bahn, vorgeritten, Speisewageit dritter Klasse verlangt und die Ermäßigung der Gütertarife bekämpft hatte, Gelegenheit, die Halbheiten der Auffassung d.es Ministers gründlich zu beleuchten. Mit Nachdruck hob er die Notwendigkeit des elektrischen Betriebes hervor, sarkastisch geißelte er den Kastcustaitdpuntt, der die Verbannung der Reisenden dritter Güte aus den Speisewagen fordert, und mit dem gebotenen Ernst wies er darauf hin, daß die Klagen der Eisenbahntechniker trotz der beschwichtigenden Erklärung des Ministers leider immer noch und nicht ohne Grund laut würden. Wie er, so wandten sich auch Dr. Pachnicke von der Freisinnigen Vereinigung und der Nativnalliberale Hirsch- Essen entschieden gegen die Tarifverschlechterungstendenzen der Rechten und gegen die Ausdehnung der Fahrkartensteuer auf die vierte Klasse. Der Nationalliberale besonders betonte den Charakter der Eisenbahnen als eines Verkehrs-, nicht als eines Plusmachereiinstituts, und hielt der Rechten warnend vor Augen, daß bei der Abschaffung der Taris- ermäßigungen zuerst die landwirtschaftlichen Ausnahmetarife "baran glauben müßten. Einer weitverbreiteten M e n s ch e n k l a s s e, der Raucher, nahm sich, wie im vorigen Jahre der humorvolle Nationalliberale Hackenberg, £>crr Strosser von beit Konservativen an: Er entlud ein vollgerüttelt und geschüttelt Maß ehrlichen Raucher- zorns über die rigorosen Bestimmungen wegen des Rauchens auf der Bahn, insbesondere in den Speisewagen, und er wies halb im Scherz, halb im Ernst darauf hin, wie die Sanierung der Reichsfinanzen pom Eisenbahnminister beeinträchtigt werde, wenn er die Raucher am Nikotingenuß, dem tabakssteuerpflichtigen, hindere. Ter Hinweis wirkte: Herr v. Breitenbach beeilte sich, zu erklären, wenn der Reichsschatzsekretär von ihm im Interesse der Reichsfinanzen die Erleichterung des Rauchens auf der Eisenbahn fordere, so werde er fein Unmensch fein. Das heißt, aus dem parlamentarischen Scherzwort ins Ernsthafte übertragen, daß der Minister jetzt endlich zum Entgegenkommen bereit ist. Zu Ende kam man auch heute nicht, Samstag mittag geht die Debatte weiter. Im Automobiltempo hatte inzwischen das Herrenhaus sein Tagespensnin erledigt. In einer knappen Stunde waren über ein Dutzend Vorlagen ohne Debatte verabschiedet, und nur eine weidmännische Freveltat des Herrn v. Klitzing führte zu einer Erörterung Herr v. Klitzing hat eine Rehkitz zur Strecke gebracht, es dann als Ricke frisiert und verkauft. Aber die Zähne des erlegten Wildbrets wurden zum Verräter, und der Amtsvorsteher von Vietz rief den Kadi zwecks Sühne des Frevels an. Das Haus gab dazu seine Zustimmung; dann vertagte es sich auf unbestimmte Zeit — mit der Maßgabe, daß vor dem 30. März jedenfalls keine Sitzung stattfindet. politische Tagesschau. Der Poststreik in Frankreich. Die Lage war noch gestern im großen ganzen unverändert, doch erwartet man, daß die Streikenden heute die Arbeit wieder aufnehmen werden. Minister Barthou empfing gestern nachmittag eine Mordnung des Arbeitersyndikats, welche die Verantwortlichkeit für das Durchschneiden von Telegraphendrähten ablehnte und dem Mi- | n-ift&r vcrjickMLc, dach dE Arbeit allgemLut wieder, cktch- geuonimen werben würbe, wenn Unterstaatssekretär S i- m h a n seine n A b s ch i c b u e h m c n und kein Beamter oder Arbeiter wegen des Ausstandes oder des damit zusammenhängenden Verhältnisses entlassen oder bestraft werben würde. Der Minister erklärte darauf, die Regierung könne über die Demission eines ihrer Mitglieder nur vor dem Parlament verhandeln; bisher sei keine definitive Entlassung erfolgt. Das gesamte Personal müßte aber bis spätestens Dienstag früh die Arbeit wieder ausgenommen haben. Alsdann werde die Regierung, die allen Beamten wohlwollend gegenüberstehe, bereit Vertreter empfangen. Der Minister schloß mit einem Appell an den republikan. unb patriotischen Sinn des Syndikats um der für das allgemeine Wohl so schädlichen Krisis ein Ende zu machen. Bemerkenswerterweife haben bic englischen Postb e -' amten an ihre französischen Kollegen ein Telegramm gesandt, darin sie ihnen G e ld un t er stü tz u n ge n in Aussicht stellen. Sie erklären ferner, eine Subskription zu ihren Gunsten einzuleiten. In den meisten englischen Städten werden Propagandaversammlungen abgehalten. Deutsches Ueich. Der Kaiser bat auch am SamSiag, wie an den Tagen zuvor, den Reichskanzler besucht. Samstag vormittag empfing der Kaiser in Gegenwart deö Staatssekretärs des Auswärtigen Amtes von Schoen den S o n d e r g e s a n b t c u wer Republik Venezuela D r. Paul. Nach beendeter Audienz wurde Dr. Paul, der deu'P r ä s i d e n t e n w e ch s e l in Venezuela notifizierte, vom Monarchen durch die Verleihung des Kroneu- ordens erster Klasse ausgezeichnet. Tie Herzog!. G e u e r a l h o s i n t e n d a n t u r in B r a u n» schweig teilt auf eine Anfrage der „Braunschweigischen Neuesten Nachrichten" mit, daß die Meldungen über einen bevor- stehenden Besuch des Prinzen E r n st A u g u st von Braunschweig-Lüneburg zu den am 1. April staltsindenden Regimentsjubiläen u n b c q v u ndet seien. Eine Ersatzsteuer. Wie von informierter Seite verlautet, trägt sich die Rcichsregierung mit der Absicht, als Ersatz für die abgelehnte Inscratensteuer und die etwa noch fallenden andern Steuervorlagen den Entwurf einer 3 0 proz. Wert- z u w a ch s ft e u c r einzubringen. Englischer Besuch. Zn Ostern wird eine aus 50 Vertretern englischer Munizipalitäten bestellende Abordnung^Köln, Düsseldorf, Frankfurt und Wiesbaden zum Studium des Städtebaus besuchen. Die B u d g e t k o m in i s s i o n des Reichstags setzte am Samstag die Beratung des Marineetats fort. Ihr ging: ein Schreiben des Reichskanzlers zu, in dem er mitteilt, daß er zurzeit nicht in der Lage sei, der Budgetkrinniission persönlich die gewünschte Auskunft über die deutsch-englische Flottenbauverständigungsfrage zu geben, jedoch soll der Staatssekretär des Auswärtigen z» einer entsprechenden Erklärung ermächtigt werden soweit dies im Interesse des Landes ist. Der Reichskanzler behält sich vor, bei späterer Gelegenheit auf die Angelegenheit selbst zurückzukommen. Zur B r a n n t tv e i n b c st e u e r n n g bat in Berlin der Verwertungsverband Deutscher Spiritusfabrikanten einstimmig den Beschluß gefaßt, die im Reichstage von der Snblommission ausgearbeitete Steiiervorlage ab zu lehn en. Wesentlich höhere Steuererttägc könnten, ohne die Lebensfähigkeit des Brenncrei- gewerbes zu unterbinden einzig auf dem Boden der Monopolvorlage der Regierung erzielt werde». Der große Kreuzer „F", der erste deutsche Invincible, ist am Samstag in .Hamburg vom Stapel ^gelaufen und l-at bat Namen „V. d. Tann" erhalten. Ausland. Neue Exzesse in Prag. Gestern ist es in Prag wiederum zu großen Skandalen gekommen. Ans dein Wenzelsplatze promenierten nur wenige deutsche Studenten, und es waren daher auch die Vorbereitungen der Polizei nicht so niniangwich wie an den vorangegangenen Sonntagen. Die Menge rückte gegen die Wache vor nnd es kam zu einer großen Keilerei. Die Studenten wurden von der Menge umringt und mißhandelt. Die Polizei nahnt mehrere Verhaftungen vor. Nach 11 Uhr wollten sich die Studenten vom Graben entfernen, die Wenge folgte ihnen und mißhandelte sie wieder. Ini Ganzen winden 10 Personen, darunter mehrere tschechische Studenten, verhaftet. Der Präsident des e v a n g e l i s ck^e n O b e r k m chen- ratcs in Wien, Geh. Rat Sektionschef Dr. Rudolf Franz, Mitglied des Herrenhauses, ist gestorben. R i f a a t Pascha, der türkische Minister des Aenßern, ist gestern von Berlin in Rom eingetroffen. Fürst Chilkow, der einmalige russische Minister des Verkehrs, ist gestern in St. Petersburg plötzlich gestorben. Ein Ulliinatnin an Nicaragua. Wie aus Ncnchork bcridjtet wird, hat die Unions-Regierung ein Ultimatum an die Nicaragua gerichtet, in der die Regierung von Nicaragua aufgefordert wird, sich einem Schiedsspruch zn nnterwersen. Ans Stadt und Land. Gießen, 22. März 1909. * * Tageskalender für Montag, 22 März: Ossentl. 23er- fatnmlung des Vereins der natlib. Jugend: Sladw. Bangel-- Tarmsiadt: Die sstachlaßsteuer. 2lbeuds 8 Uhr im (£af6 Ebel. » LU. Landesuniverfität. Dem Privaldozenten Dr. Franz Nuernberg dahier' ist ein Lehrauftrag für das Fach der Laryngologie erteilt worben. * * In Audienz empfangen wurden von S. K. H. dem Groß Herzog am SamStag u. a. Professor Hcdderich von Gießen unb Bürgermeister Leun von Großcn-Linben. * • Erledigt ist eine Le h re rst e 1 le an der evang. Schule zu Wimpfen a. B. * * E i n Reise st ipendin m hat Pfarrer a. D- Karl: Leybhecker zu Auerbach gestiftet, bas bic Genehmigung des Groß Herzogs erhalten hat. * * Fischereifchutz. TaS seither 28 Ztm betragenbe Minbestschonmaß sür den Karpfen wirb durch eine am 1. April in Kraft tretende Großh- Verordnung auf 30 Ztm. erhöht. * * Aender ung von Kreis grenzen. Durch die in Ausführung begriffene Fclbbcreiniguug der (Gemarkung Leidhecken hat sich bic Gemarkungsgreuze gegen Staben unb damit auch die Grenze per Kreise Büdingen und Friedberg geändert. ** Politisches ans Hessen. Ter Landesaus--- s ch u b d e r national liberale n Partei Hessens hielt gestern: nachmittag in T a r m st a dt außerordentlich zahlreich versaimnrtt. lieber die Lage des Reichs nnd in Hessen referierte Reichs- und Landtagsabg. Dr. Osann. Er betonte unter allgemeinem Beifall daß bic Finanzresarm für bic national liberale Parte t nur au* Eine hübsche Jlhrn bunter Hebel nicht l itte ausflea.br n irerben sollen, da der tuen aus unö wählte ihn ctmurnmig int iibtveitb. Ihnii Ttc tiinnabnirn bclntaeii •,embcr vom Januar bis tinöe atbrnnt 5 285 503 ?3if minus (»64 Mk. plus 3Ö6 283 Mk. und tcinl)äii)‘cr okwrg In -d. Darmstadt re» lun>i lägt sich nod) nicht vorausfeden Aeutzcrn. März. Ain Freitag weilten zwei um Platten Bcr einem Wich dcS ISTtvmfenö gerettet. Kgl. Hol), dein von verliehen worben. jeft balle bas SchivurqerichtS diachb oudor rotnn- uiacht sich gegenwärtig hier eine auffleigtnbe Tendenz geltend. Im ersten Äiecteliahr des Jahres 1008 ivurden 15 Neubauten vdott rtpot! aus Tode Trebur Erde in Grund: nieisterü ven ür städtische 31. Mai r ft a a t e n und Frau sind 10 Apfelbäume 15—20 Zentimeter über der der Nacht vom 15. aus 16. März abgesägt worden. TaS mutige und energische Eintreten befl Bürger- Kraft für Einleitung der Feldbereitugung in dec Als Anerkennung hierfür ist ihm Großherzog die Rettungsmedaille - 111317 163 Mk .irntt ir Mk und mit 3kdn Geniarkung Trebur. — Salzböden 1 266 730 822 Mk nunflSiahr Iaiumr einer per nicht neben Parot? ifir impv fltflen reiiimi an LtaatSbeihilfen erhalten. h. Frankfurt a. M habet nächster Tafle emr gkidje Versammlung statt. Belgrad tut Brrleminfl des serbisch öüerreichi'chen Hoiirlihc* »u unternebmen gedenken Tieier 3dnitt. den die Mächte gemein'Mr unternehmen ivoilen. dürfte brüte ertolgen und es fn nmbi * irtKinhrt), das; er n*nierrn d'plomattschen Aktionen Vorbeugen dürfte. i handel. E i s e n b a b n e i u n a h in c n. lebt haue, hat sich besonder, als L'uctnrbijunifer jinb Hanf er einen Namen gemach«. Weg«' seiner 'reiheutichen Gesinnmifl wurde ei f. Jt. von der Universität BreZlai-. verwiesen und aus bcmieiben (»runde war ihm auch btc yabiiitauon an der Universität in Berlin verweigert worben. Ec lebte dann ul« Traincuurq ui Königsberg, als Privatgelehrter in BreSlau und übernahm nach emer Ncifc m Italic», die Nedatnon der .Blatter tür literarisch« Unterhaltung* und der Jcitfchiiit ,’.lu|ere Zen', die er bii 1889 ssihue. 1-87 war ihm dec erbliche Adel verliehen worben. Don einen zahlreichen Werken sind die T ramen ,Ferdinand von cdnU*. „(göltin* zu erwähne i, von feinen liieranid)cn hauptsächlich die .Tcutidic 'JlationnUitfratut in der erteil päsite brt 1V.Jahrhunderts' UNd ICillC ,l'0Ctlt*. genehmigt, im Fahre 1909 dagegen 12 Umbauten. Int Bau befanden sich 1908 insgesamt 34 Bauausführungen, Fahre bereits 46 Bauausführungen im 10) und Wenzel 11 Herr F. R o 11 trug dann ein Couplet uu>ge i ictuiet vor uiid nad) dem dritten aemcinfchoftlichen Viob ergöftleit Fran Wehr h e i in und .verv Faber durch em huunn iftifdhv Tuen das ansierordentlicheii Beifall er rattfl. x?err W eidig entfesselte dann als Lüftfchiffcr durch einen sehr gelungenen humoristischen Vortrag wahre Bei sallstiirmc und musite sich zu mehreren Fugibeii entschließen Den 3diluf; des reichhaltigen Programms bildete ein gemein Ichastliclws Lied, dein sich ein vergnügtes länjdKii an schloß. •• Vie Plallenpflasterstein Fabrikation der Stadt ist auf dem Lagerplatz an der Margarethenhütte seit einigen Wochen in vollem Gange. Es arbeiten vorerst mit zwei Steffeln, in denen der Asphalt flüssig gemacht wird, acht Arbeiter, und ihre Zahl soll noch vermehrt werben, sobald der dritte bestellte siegel hier ist. Vorerst werben die Platten, die für die Fahrbahnbesestigung bestimmt sind, für den oberen Teil der Bahnhofstraße m Gramvaeke ausgeführt, weil im Anschluß daran auf der abfallenden Strecke der Straße biS zur Wtefertbrücke bossiertc Pflastersteine, ebenfalls aus Grau- warte, verpstastert werben sollen. Später werben die Platten- pflastersteine mit Steimuatertal aus dem städtischen Stembruch Rudolf o. Gottschall t- Rudolf v. Gottschall ist, wie uns der Traht meldet, Alter von 86 Jahren in Leipzig gestorben. R. v. Gottscha11, der seinen T idnetruhm schon lange über- Kasse. ™ ftiC ^t> 9? otgi Ul Eiq Ä ?utbQ i’”oi *°nt0| vcinio hallenkommission über an der Hochtvart hergestellt. Es handelt fid) nach Angaben des Bauführers Rost, die sich bet such vorzüglich beivährt haben. " Lebensretter. Der Schiffer Friedr. höhere Negiernngsbeamte auß Eoblenz hier, um die bei dem letzten Hochwasser eingestürzten Brücken bei Salzböden und Udenhausen einer Besichtigung zu unterziehen. Es ist zu erwarten, daß beide Gemeinden zum Neubau namhafte Paris, 22. März. Ter serbische iHünftcr Mrtowanowilikb. erklärte in einem Interview bem Hrt’ rri von beten des Marin, die Mächte stünden dem 3tanbpunfif. ihre Verhandlungen zu beenden über den 2dmlt, welchen ft< *Ä Faber <11 , Fimmermann Bensheim. > Sklein-Linden, können Andere Redner betonten, daß s ein Mainvt fl’flcu den Äorell brauten im Reich < aneteit tritt t>, draußen, n gearii den Frei'i, richteten r :t nünttiflcn R- ichs 20. März. Magistrat und Fest- dem Gewcllichaftskartcll die ein Gcwerkfchaf tsfcst am und 21 Umbauten 34 Neubauten und nn ersten Quartal während in diesem Gange sind. — Trebur, eine stimme trabt, in die Petterweil legte Büraernwister ^Berges »ein Amt als Bürq.r meister, C'rtßgeriditßborftcher inib Stondeslxamter ivegen Arank lidiLu nieder Er ist 1 Fahre Ortsoberhaupt geivncn. Fn C Farben würben 73,50 '."i. für btt Ucbrrfdnveimntm gesammelt. Bei bcr Faflbverpachtnng in Dauern he im wurde ein Pacht- erlös von 1520 '.Vi. erzielt !.'! 195 613 Mk. ( 18 714 608 9 818 861 Mk Für Bahnen 19. März. Tein Bürgermeister straft zu Verhältnissi nicht kenne C i a n n i b r Bertra Urteil deS IS. für eine Miete von 1000 Äftk WormS bat am 13. September 1908 einen Knaben vom :oj man die örtlichen und wriönlidm Tie Versammlung pradi Abfl Tr lui nunc fein Müiit v.i eurer au?uiukjukh itieireueiuiifl oes '-uv- fitzes und bezeichnete als bt? geeignetfte Form der Beteuerung tir Siiicitiurr, « ine .. uhlnritruct i)b*’c ausa oehnte Erbfchans Neuer llel r bic Watioarolp tn .'liier Binnen fand eine au-^flf tchu luzirract? statt eine 'Reibe von Rednern aus dem Gahlkrcuc > ;iu »teilte bas Eintreten gegen Morell als eure nicht ‘ r on des rtandidaten ge dem «Kenner Vcrinifcbtcs. Myrtcnsträu siche n Ter Rtt. feiert 3 ilberhochreit. - •• R e i f. ^tachdcm gegen den Schuh mache. Rest von Niederspey die Rechtskiast erlangt bat, erfolgte »cuic feine Ueberführung m das LaudeSzuchthauS 2'iartenjchloß. un F-ebriiai aus dem Perfanenverkebr 3*1929951 Mk. Mt . an dem Wrttcrvn!>'l r 118 651 536 Mk 7 611 für die Bahnen mit Rechnunflsiahr April Mär; vom bis Ende Febinar 09 56 (Dridüial-Drabtmclduiißcn Heiligenftabt, 22 März. Dao warme Wetter der le Men taqe bat Die Vochw affer g es Q hr wieder gest eifert Tic Leine fttial außerordentlich stark und üderichwemmt alle Gebiet c m den Änderungen. Bom russischen Cbctlaid der Weichsel wird, wie ano Tbont berichtet wird, vochwasser gemeldet. Baris, 22 Marz. Aachdem gestern am '.'.achmittag dir Delegierten der sireikendcn Postbeamten beim Munster Präsidenten liltnurmemi cmpfanflfii iporthit waren, bc schloß das Streikkomitee die W i e de r a n 1 n a hm e der Arbeit. Tic Berlündigun.i dieies Entschlusses aob Anlaß zu ein ander widersprechenden llunbqebimgcn. Dai Ztreikkennilee beschloß angesichts dieser valnmg, brüte vonmttafl ,m Tioolstoal eine neue große Bersommlung abznhalten, um den Ztrnfenbfli flcnaue AmNarung zu neben. Der Ausgang dieser Bersamm' einer von ieiner Mutter erbüUrnen 3iraie uiaane Da lu >>oore alte rdiüler Schmidt in Arheil, gen seinem Leb« durch Er. hängen cm Ende. — Dem Hilfsweiebenwäner Reinbart wurden aestern obatd bald 10 Ubr. als er aus dem € i i e n b o di c r Rebrndadnbof beim Rangieren von Wagen deschäfngt war, beide _ Sport» — T im seit zwei Fahren wird nun wieder unter Leitung eine» staatlichen Bohrmeister» in einiger Ent sermmg von den alten Lithium, 5dm efeb und Stahlanellen gc bohrt. Man war bereits bis au ea. 600 Meter vorgedrung, n, nachdem bei ea. 450 Meter' schon Salzwasser zutage getreten war. Allmählich unirbe Cie Salzquelle immer stärker. Tie Tiefe von 600 Meter bis 450 Meter wurde wieder mit Lehm vev stopft und nun trat die Salzquelle nut großer Starke zutage Seit voriger Woche wird nun fortgesetzt gepumpt, auch ist nn Abflußgraben neben dem Bohrturm gezogen worden TaS Wasser schmeckt sehr 'alzig und hat l"> Grad Wärme. Tie genaue F-est Heilung der Bestandteile erfolgt in diesen Tagen. Tic enbgiltigc Fassung der Quelle dürfte etwa April erfolgen Man limpft an die neue Quelle große Hoffnungen für die weitere Entwickelung des Bades ~ . -n. Schotten, 19.März. Hier wurde ein Stück Bauplatz an der Hauptstraße für 5000 Mk. verkauft, das ist 62 Mk. für den Quadratmeter. 2er siäufer will feine Wirtschaft auf dem Platz vergrößern. Dem erhöhten Fremdenzuzug tragen die Jntereffenten Rechnnug. L. Bad Rauhe i m, 21. März. Tie Generalversammlung deS Vorschußvereins genehmigte die Umwandlung des Vereins in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftpflicht. Tie Haftsumme rvurde auf 3000 Rtk. festgesetzt. Aus der A e 11 e r a u , 10. Marz Tic Errichtung eine» ■ lüften .'n Weckes bei Ni - thd eine Vers anmU ung unter dem itze t.- • Sürgcnncifter statt, zu Ins auch Ingenieur Leftmann Bad Aauherm erschienen war Fn Sxiichelbcim i ö W 1 300 618 Mk Fulda, 21. März. Tic Mitteldeutsche Kreditbank ftat das Bankhaus A. o b c l hier .ibemomiucn und eröffnet hier ii,>l dem 1. April e. eine D c p o s r t en kas se nut Wechsel- B»rau4sichtttche ®ittrr*Be für 23. Marz: Teilweise heiter. Kerne erheblichen Niederschläge. Nnchw kühl, am Tage mild. Schwache südliche Winde. •• Ztut er freu den. Am Samstag war nach langem Harren auch den Imkern ein freudiger Tag besch.eden. Bei dem herrlichen FrühlingStvetter konnten ihre Lieblinge den ersten 2luSflug wagen. Leider soll eS bet dem strengen Winter nicht ohne erhebliche Verluste abgegangen fein. •• Die Maul- und silauen'euche ist auSge- »röchen in einem Gehöfte in Wattenheim, sireiS März. In der Bautätigkeit Morrcfp." wird folgendes fast unglaubliche «tcfdHChtchcn aus Ertmmitfchau berichtet: Fm benachbarten L a u e n - Hain wollte ein junge» Paar tn den heiligen Ehestand treten. Aus materiellen Gründen jedoch verzögerte sich die Hochzeit etwas und iiifolgct>cffcn stellte i>ch der Storch zu früh ein. Bei der Bestellung des kirchlichen Aiogebotes wurde dein Bräutigam nun bedeutet, das; die Trauung nicht stattfände, falls er etwa ein Murtensträuftchen an- stecke Am Hochzeitstage hatte man aber, einem alten Brauche folgend, dem Bräutigam doch ein Sträußchen an gesteckt Als das Brautpaar in dir stirche kam, um den iäcgcu zu empfangen, verlangte der Pastor die Ringe, legte fie auf den Altar und forderte den Bräutiga:t auf, das Myrtensträußchen ans dem »inopfloch > u ent- fernen. Ta aber der Bräutigam dieser Aufforderung keine Folge leistete, begab sich der Geistliche tn die Sakristei und ließ das Brautpaar allein und weigerte sich, das Paar zu trauen, so lange der Bräutigam das Strauß dien nicht entferne. Trotz aller gütlichen Ernigungsversuche waren beide Parteien nicht zti bestimmen, ihren Standpunkt aufzugeben und so verließ schließlich das Paar ohne den pfarrherrlichen Segen die Kirche und feierte die Hochzeit ohne kirchliche Sanktion Rach einiger Zeit ließ sich der Bräutigam aber doch bestimmen, nochmals mit feiner Braut vor deut Pastor zu erscheinen und das Sträußchen während dieser Zeit abzulegen Tann vollzog der Geistliche endlich die Trauung. So geschehen a. T. 1909 im Sachsenlandc. Ulcinc Tageochrontk. Gestern starb m Berlin der frühere Oberhof- und ttoul- mnrfcbaU Kaiser Wtthesins I, Gras Friedrich B e r p o n ch e r ,m Aller von Fahren. Ter gesamte Schaden i nt a l t >v ä rk l s ch e n lieber sch iv c in m ungSgeviet ivird aus ubtt 10 Millionen Mk. gc schätzt. TaC- Elend ist sehr groß. Fn verschiedenen p o r t n q i e s i s ch^c n P r o v i n . n i rr;d>t eine starke Hungersnot. Auf den Strai'en wrrbtn viele Per- innen ncrl ungert aingeiunben ..2ecx>lo" bi richte, do» m n Städten .'11 iso und Beja die Bevölkerung verschiedene öffentliche GeUindc angegrisfeii und i n Brand gesetzt h.ib Ti- • ■ Petroleuiu und steckte das Mobiliar in Brand Truppen, die un fangen looröcn. Im Belgrader Mrantcnbaua starb ein Tuner de» nun Prinzen C^corg an ^en Folgen scktzverer Berletzimqeii an, tor' nub Bauch Tas Blatt „Zwow)" ioridit den Verdacht o-j rcr sironvnuz l>abc den Tiolt durch Fußtritte verletzt snd Torten eine lliucrsuchung loncrrn gegen die Trnt B!ockgegner, nzreiorm l obe man * fürKinder und Kranki Wr Ausgaben Einnahmen M. 19,345,185.81 372,583.13 567,304,46 Passiva Bilanz Aktiva Gewinn-Vortrag vom Jahre 1907 . . . . Zinsen aus: Hypotheken Kommunal-Darlehen . . Lom ard -Darlehen, diskontierten Wechseln, Korcko-Korrent und Staatspapieren . ccknvLrt'ücheii liebet- vXX\ übte 10 Äonen 'M tzc- (tjdicn$r0Vin»tT\ Wiiti Den Strögen merbn\ viclc M ,-evlo" WM W” ta iTf’rung vchckiedme Milch-' -»d gtieMhibt i von Ätjo, bcgoB in >)}rßiiL>. rnivM. -- sind mit TynamitboniviD „s 6«rb an Stirn M» chverer BerlclMgc« u" ipridit bcn MoJ; duck tfiW£ Dcrlc-' alles. Frankfurter Hypothekenbank 46[f^ Geschäftsjahr, Abschluß per 31. Dezember 1908. Jahres rech nun g. öcl. ... Ac EinnahM» ^5 Mm * * ! )[f UNd -0J !Ct üWff!’ mit I 6illC”ial1 ___ M. 509,973 20,285,073 501 40 Zinsen von: Pfandbriefen.......... Kommunal-Obligativnen...... Vermaltungskosten.......... Steuern und Stempel........ Abschreibung auf Deutsche Staatspapierc . . Gewinn-Vortrag aus 1907, dem gesetzlichen Ü wiesen............ Reingewinn, beschlossene Verwendung: Dividende......... tleberweisung an die Reserven .... lleberweisung an die Pensionsanslalt. . Tantiemen und Gratifikationen.... Vortrag auf 1909 ........ M. 16,593,171.26 139,453.08 Reservefonds über- M. 1,800,000.— „ 500,026.50 „ 50,000.— „ 305,330.17 117,104.98 M. << 16,732,624 34 326,879 08 288,827 93 164,280 40 509,973 50 2,772,461 65 20,795,046 90 20,795,046 90 ” iu Bcrii. '°'u Liege KM > er TAn’fltter » Ut(f) Gr, ä?*4 DetlSa. rn.niU,3 8 bie öabtlüniin,, e'5 t "nd aus ; I i Lreslau m>h 15 $Vt,mQtUtt I liniere len" y 1 llctariid|( 3 5,15*51 hLcz. ' Beben. Tcr „öiihnvitK I I nt benachbarten Lauen- 8 'n den heiligen Ehesian^ ■ ^.n ledoch verzögerte ich f Mn stellte sich'L Ltotl II - ,be-’ kirchlichen Aufgebote; I deutet, daß die Trauung i cin -^yrtensiränßchen an- 1 ■ man aber, einem alten I 'n doch ein Sträußchen an- I 1 die »irche kam, um dtn I der Pastor die Ringe, legu I e den Prautigan aus, b I bent Knopfloch zu em- I tigatn dieser Äujforderunz I sich der Geistliche in t: [■ ar allein und. weigerte jii i )er Bräutigam das Sträns [ gütlichen Ginigungsversut V estimmen, ihren Ltandour 1 ießlich das Paar ohne in I iic und feierte die W 11 I einiger Zeit ließ sch m | i, nochmals mit seiner mt nd das Sträußchen irÄaid wllzog der.Geistlich M I 2.1909 im SachsMh. rschroaL •r vcüberc Dberljof- unb buu!- ßiiebndj •ßcrpoiitfjctv 9)L A 463,051,957 35 3,852,726 46 9,831,878 98 2,232,084 62 6,619,248 75 3,626,230 — 1,000,000 — 8,583,515 45 944,267 25 629,975 — 500,371,883 86 mit M. 90— = M 15,045,000 2,497,951 9% zur Einlösung. M. 20,000,000 452,289,500 26,500 4,282,000 M.277,924,800.— „ 174,364,700.— 11,410,000. 1,400,000.— 1,200,000.— 1,035.000.— Kommunal-Obligationen, 3Vz0/oige ....... Zinsen von Pfandbriefen u. Ko mmuir al-Obligat io neu: fällige Korwons und Zinsanteile pro 1908 der Koupons per 1. April 1909 ................ Un erhobene Dividende . Kontokorrent: Kreditoren Depositen Dividende für 1908 ............... Tantiemen und Gratifikationen NederWeisung an die Peufionsanstatt Aktienkapital . . * Reservefonds gesetzlicher......... außerordentlicher ..... Disagioreserve Immobilienreserve Vortragspost en Pfandbrief-Agio . Zinsen und Darlehens-Provisionen Gewinn-Vortrag ...... Pfandbriefe 4 % ifle.......... 3 V2% ige......... Verloste Stücke M. 1,523,875 81 „ 856.970.75 117,104.98 hv’7. Die Direktion. 3,451,451 450 331,549 292,151 1,800,000 305,330 50,000 500,371,883 Der Dividend en koupon pro 1908 gelangt von heute ab F^r-a-«Ef ur l a. M., den 20. Würz 1909. Allein -Verkauf Marktstr. 9 Schuhhaus L. Süss Wetter^asse Telephon 434 iSto«»6-*'**, SKO- dem ^«oltben^ y,, fr enden ,„MN * D Ter -lU9J . .sieben-^, Misters } Hypoth eken (sämtlich in das Deckungsregister eingetragen) . . Hypotheke uzinsen (rückständig M. 93,531.26) Kommunal-Darle Heu Prerrßifche (sämtlich in das Deckungs- register eingetragen).......M. 9,370,139.55 21ußerpreußstche......... „ 356,925.28 Zmsen........ „ 104,814.15 Kasse, einschließlich Giroguthaben bei der Reichsbank und Frankfurter Bank................. Wellpapiere M. 6,000,000.— 3% Deutsche Naats- papiere .... ...... M. 4,200,000.— 97!. 1,611,500.— 3V3 und 4% dergl. . „ 1,594,437.75 Eigene Pfandbriefe und Kommunal- Obligationen ...... „ 824,811.— Lombard-Forderungen Guthaben bei Bankhäusern Diskonto-W^ech sel ... *........... Kontokorrent: Debitoren............. 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