Zweites Blatt Nr. 45 159.3; Erscheint tSgNch mit Ausnahme deS Sonntags. Die „Siehener SoniUten^Iätter^ werden dem .Anzeiger" viermal wachen lich beigelegt, das „UreiLblatt für den Kreis Kietzen" zweimal wöchentlich. Die „eandurtrlschaftlichen Seil- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Redaktion. Expedition und Druckerei: Schul» ftrahe 7. Expedition und Verlag: e^5L Redaktion: 112. Tel.-AdruAnzelgerGteße«. Dienstag 23. Februar 1999 ► AA Rotationsdruck und Verlag der DrühNchea UnwersiiätS - Buch- und Cteindruckerei. öU Lange, Gießen. Lehrcrpersonalien. Ueberiragen wurde dem Lehrer Jos. NeeS zu Gernsheim eine Lehrerstelle an der ra Staat in voMommen friedlichen Zeiten bewegen soll. Serbien unternahm auch nicht in dieser Beziehung irgendwelche Schritte, die ausschließlich gegen Oesterreich-Ungarn gerichtet wären. Die serbische Armee ist weder gegen Oesterreich-Ungarn konzentriert^ noch ist irgendein Teil derselben mobilisiert. Die Grenze Serbiens gegen Oesterreich-Ungarn ist in vollständig normalem Zustande. In den serbischen Kasernen befinden sich kaum 10 000 Mann mehr als zur gewöhnlichen Winterszeit. Die Kadresbestände sind auf ein Minimum reduziert. — Das Blatt verweist dann aus die militärischen Vorbereitungen Oesterreich-Ungarns und fährt fort: Alle Großmächte kennen den dargelegten wahren Sachverhalt. Wenn die Drohungen und Beleidigungen der Oefterreichisch-Ungarischen Presse die Vorläufer einer diplomatischen Aktion Oesterreich-Ungarns sind, dann werden wir mrumwunden erklären, daß diese Aktion den Prätext zur Verwirklichung der zweiten Etappe in dem croberrmgs- süchtigen Ballanprogramm Oesterreich-Ungarns bildet, nach welchem Serbien gleich nach Bosnien und der Herzegowina als Naubobjekt figuriert. Serbien wird sich einem solchen Versuche mit allen Kräften entgegenstellen. Wir zweifeln daran, daß Serbien in diesem Falle isoliert bleibe, nicht nur, weil wir nicht glauben, daß jetzt, zu Beginn des 20. Jahrhunderts das Faustrecht wieder erstanden ist, sondern weil wir hierfür auch einige positive Gründe haben. Verschlimmerung der Lage aus dem Balkan. In Wiener diplomatischen Kreisen wird zugegeben, daß sich die internationale Lage verschlechtert habe. Es erregt Bedenken, daß Rußland sich immer offener als geheimer Beschützer Serbiens bekennt. Angesichts dieser neuesten, nach den früheren Erklärungen überraschenden Schwenkung Rußlands ist man entschlossen, in der Balkanfrage noch vorsichtiger und zurückhaltender vorzugeyen als bisher. Doch wird in Wien nach wie vor erklärt, daß Oesterreich-Ungarn eine Konferenz nur daun beschicken werde, wenn über ihre Ziele vorher ganz bestimmte Z.lbmachungcn getroffen würden. Ueber die Haltung Rußlands ist man übrigens auch in Konstantinopel recht besorgt, und zwar wegen Bulgarien. Wie in der Pforte nahestehenden Kreisen versichert wird, erhielt die Pforte von den Botschaftern in London und Paris die bestinlmtc Mitteilung, daß weder Frankreich noch England von der Haltung Rußlands gegenüber dem Fürsten Ferdinand etwas gewußt hätten. Die Pforte ist jedoch hierdurch keineswegs beruhigt und richtete an ihre Botschafter eine Zirkulardepesche, in der sie beauftragt werden, bei den Kabinetten bezüglich ihrer Haltung zum russischen Vorschlag zu sondieren. Der Botschafter in Petersburg soll außerdem beauftragt sein, den Minister des Auswärtigen, Iswolski, auf alle Konsequenzen seines Vorgehens aufmerksam zu machen und, an Rußlands Friedenswünsche appellierend, die Korrigierung der weiteren Haltung Rußlands zu erwirken suchen. In den leiteirden Kreisen Deutschlands wird nach hne vor an der Auffassung festgehallen, daß die Gefahr der Bedrohung des Balkanfriedens so lange als beseitigt angesehen werden darf, als die fremden Mächte in ihrer Gesamtheit entschlossen sind, alles zu tmt, um den zwischen Oesterreich-Ungarn und Serbien drohenden Konflikt zu vermeiden und vor allem die maßlosen Wünsche der Belgrader Regierung auf ein bescheidenes Maß zurückzuführen. Den Meldungen, als habe England in letzter Stunde die Absicht zu erkennen gegeben, die Fordermrgen Serbiens in geeigneter Weise zu unterstützen, wird in Berlin kein Glauben beigcmesscn. So sehr jetzt auch von Deutschland alles ge- geschieht, um den friedlichen Ausgleich im nahen Orient zu ermöglichen, so wenig besteht irgendwo ein Zweifel, daß die deutsche Politik Schulter an Schulter mit der östcr- reichisch-ungarischen bleibe. , Die serbische Regierung hat ein Kommunique veröffent- iticht, worin es l)eißt: Die Wiener und Budapester Presse fahren fort, nicht nur Serbien mit einem Ultimatum und 'Krieg zu bedrohen, sondern die angesehensten Blätter der Nachbarmonarchie sprechen tatsächlich von der Vornahme «einer gewissen Strafexpeditton gegen .Serbien, wenn sich dieses nicht nur den Wiener Anordnungen nicht fügen und sein Recht nicht aufgeben sollte, sich für seine Verteidigung borzubreiten und zu bewaffnen, sondern, wenn es auch verweigern sollte, für die Zukunft Bürgschaften zu geben. In dem Kommmttqrre heißt eS dann weiter: Serbien verhall sich in jeder Beziehung mit voller .^Korrektheit gegenüber Oesterreich-Ungarn, indem es in reiner Weise, weder direkt noch indirekt, die Pflichten verletzt, welche ihm ein internationales Recht nnb die internationale Sitte auf- vrlegcn. Auf diplomattschem Terrain verteidigt es seine Rechte, indem es an das maßgebende Urteil der Signatarmächte des Berliner Vcrttages appelliert. Die milttäri- schen Vorbereitungen Serbiens überschritten bisher in keiner Weife die Grenzen, in denen sich ein mllitärisch vorbereiteter Kolitö?che Sagesfchan. Eine neue Hetze gegen Bulow. In den letzten Tagen ist wieder eine neue Hetze gegen den Reichskanzler Fürsten Bülow zutage getreten. Fast unmittelbar, nachdem Fürst Bülow bei dem Festessen des Deutschen Landwirtschaftsrats darauf hingewiesen, daß er wohl länger an seiner Stelle als Reichskanzler bleiben werde, als seine Gegner hoffen, bemüht sich ein Teil der Presse, neue Differenzen zwischen dem Kaiser und Kanzler nachzuweisen. Dazu muß das Kaisertelegramm an den Fürsten Radolin in Paris dienen, das diesem ein Hauptverdienst an dem Zustandekommen des Marokkovertrags beimißt, während Fürst Bülow in seiner Rede beim Landwirtschaftsrat es so dargestellt habe, daß der Vertrag in Berlin zustande gekommen sei bei Verhandlungen mit dem französischen Botschafter. Es ist nun von gewisser Seite das Telegramm des Kaisers an Radolin als ein Rückfall in die Fehler bezeichnet worden, die zu den unerquicklichen Vorgängen im Herbst geführt haben. Sehr mit Unrecht; es gehört schon viel böser Wille dazu, dem Kaiser einen Vorwurf daraus zu machen, daß er von seinem guten Rechte, einem Beamten des Reiches zu danken, Gebrauch gemacht hat. Aber ebenso schlimm ist es, aus diesem Telegramm einen Gegensatz zwischen dem Kaiser und dem Kanzler zu konstruieren, der in Wirklichkeit gar nicht besteht. Der Berliner Korrespondent des „Petit Parisien" ist inzwischen ermächtigt, bezüglich der Behauptung einzelner Pariser Blätter über das Verhalten des Reichskanzlers und des Kaisers in der Casablanca-Angelegenheit folgende Erklä- rung des Fürsten Bülow zu veröffentlichen: Das ist leeres Geschwätz, welches jetzt nach Abschluß des französisch- deutschen Marokko-Abkommens besonders bedauerlich ist. Dieses Abtömmen ist befriedigend und verspricht gleich günstige Ergebnisse für beide Rationen, die nunmehr, was seit langem dem Wunsche des Kaisers entspricht, mit guter Hoffnung eine bessere Zukunft ins Auge fassen können. Ans Stadt und Land. Gießen, 23. Februar 1909. ~ Ordensverleihung. Se. Kgl. Hob. der Groß- berzog haben zum 13. Februar d. Js. dem Bürgermeister, OttSgerichtsvorsteher und Standesbeamten Georg Korell zu Schmabenrod, Kreis Alsfeld, das Silberne Kreuz beS Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. Gemc-indeschule zu Heusenstamm. Erledigt ist eine mit einer lath. Lehrerin zu besetzende Lehrerinstelle an der Gemeinde- schule zu Viernheim. ** In den Ruhestand versetzt wurde der Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze in Groß-Gerau Joh. Pet. Spreng auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, sowie unter Verleihung der Krone zum Silbernen Kreuze des Verdienstordens Philipps des Großmütigen. *'Au§ dem Militärwochenblatt. v. Henk, Oberstleutnant beim Stabe des Leibgarde-Inf.-RegtS. (1. Großh. Hess.) Nr. 115, unter Versetzung zum 9. Rhein. Jnf.-Regt. Nr. 160 mit der Führung dieses Regiments beauftragt. — Frhr. d. Langer mann u. Erl en lamp, Major im Leib- garde-Jnf.-Regt. (1. Großh. Hess) Nr. 116, unter Enthebung von der Stellung als Bats.-Kommandeur zum Stabe des Negiments übergetreten. — Frhr. Schenck zu Schweins - berg, Major, aggreg. dem Leibgarde-Jnf.-Regt. (1. Großh. Hess.) Nr. 115, zum Bats.-Kommandeur im Regt, ernannt. — Behufs Verwendung in aktiver Stelle mit der gesetzlichen Pension und der Erlaubnis zum Tragen der bisherigen Uniform zur Disp. gestellt: Major und BatS.-Kommandeur Sie berg im Jnf.-Regt. Prinz Karl (4. Großh. Hess.) Nr. 118. — Zum Bats.-Kommandcur ernannt Grube beim Stabe de§ Jnf.-Regts. Prinz Karl (4. Großh. Hess.) Nr. 118. — Zum Stab des Regiments übergetreten der aggregierte Major Fabarius, Jnf.-Regt. Prinz Karl (4. Großh. Hess.) Nr. 118. — Zum Komp.-Chef ernannt der Hauptmann Stettin im Jnf.-Regt. Bremen (1. Hanseat.) Nr. 75, mit dem 1. März 1909 und unter gleichzeitiger Versetzung in das Jnf.-Leib- Negt. Großherzogin (3. Großh. Hess.) Nr. 117. — Zum Oberleutnant befördert Lt. Fitting im Jnf-Leib.-Regt. Großherzogin (3. Großh. Hess.) Nr. 117. — Mit dem 1. April 1909 versetzt zur Unteroffizierschule in Jülich der Lt. v. Aerßen im Jnf.-Regt. Prinz Karl (4. Großh. Hess.) Nr. 118. — Versetzt die Oberlts. im Großh. Train-Bat. Nr. 18: Schroeder in das Lothr. Train-Bat. Str. 1-, Ioost in das Hannov. Train-Bat. Nr. 10, Ziegenbein, Lt. im Großh. Hess. Train-Bat. Nr. 18, in das Sch les. Train- Bat. Nr. 6. — Beförderungen, Versetzungen. Im Beurlaubtenstande: Befördert: Zu Lts. der Res.: die Vizefeldwebel, bezw. Vizewachtmeister: Freise (Posen), des Leib-Drag.-NegtS. (2. Großh. Hess.) Nr. 24, — Heucke (Schwerin), des Garde-Drag.-Regts. (1. Großh. Hess.) Nr. 23, — Vollert (Eisenach), des Leibgarde-Jnf.-Negts. (1. Großh. Hess.) Nr. 115, — Schuchmann (Erbach), des Nass. Jnf.- Regts. Nr. 87, — Bartmann (Frankfurt a. M.), des Leib- Garde-NegtS. (1. Großh. Heff.) Nr. 115, — Bote (Meschede), v. Kalte nborn-Stachau (Oberlahnstein), des Jnf.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nc. 116, — ©tratet (Frankfurt a. M.), des Inf. - Leib-Regis. Großherzogin (3. Großh. Hess.) Nr. 117, — Frhr. v. Bissing (Frankfurt a. M.), des Garde-Dragoner-Negts. (1. Großh. Hess.) Nr. 23, — Oswalt (Frankfurt a. M.), des Großh. Art.- Korps, 1. Großh. Hess. Feld.-Art.-Regts. Nr. 25, — Seitz Gesicht saßen große weitauseinandergerückte Augen mit dunkler Iris, die hinter stark vorspringenden, halbkreisförmig verlaufenden Uebcraugeu.wulften hervorsahen. Das Ohr besaß wahrscheinlich noch Anklänge an das Spitzohr des Affen; die kleine breite Nase lag direkt über dem unförmig breiten, mit sehr beweglichen, aber nicht aufgewulsteten Lippen versehenem Munde, der der Schnauze der menschenähnlichen Assen glich. Dieser gewaltige Mund, der wie bei den Menschenaffen durch kein Kinn begrenzt war, beherbergte ein fürchterlich kräftiges Gebiß, mit dem die Menschen der Eiszeit spielend die riesigen Knochen der Urtiere zermalmten. Der Unterkiefer ist besonders stark ausgebildet und biegt wie bei den menschenähnlichen Affen nach hinten ab; erst beim Menschen der frühen Nacheiszett wird er gerade und entwickelt beim Menschen der neolithischen Zeit ein ausgesprochen vorsteherrdes Kinn. Wie die Kinnlosigkeit des Unterkiefers, so beweist auch die geringe Ausbildung der Sprachmuskeln überhaupt, daß die Sprache noch in ihren Ansängen war und das Sprechvermögen sich mehr auf das Ausstößen unbeholfen artikulierter Laute mit entsprechenden Geberden beschrankte. Die Zähne des Gebisses waren durchweg viel größer und massiver, hatten auch viel stärkere und längere Wurzeln, als diejenigen der heute lebenden Menschen. Die Hinteren Backenzähne nahinen an Größe und Dicke von üom nach hinten zu, während bei den Menschen der als Weisheitszahn bezeichnete hinterste Backenzahn mehr und mehr verkümmert und der Weisheitszahn auch bei den Menfchenafsen iit langsamer Rrüübildnng begriffen ist. Ueberhaupt ist das Gebiß des Urmenschen von dem des Menschenaffen sehr verschieden. Wir können uns nach diesem enticheidenden Funde diese längst ausgestorbenen Ureuropäer vorstellen, wie sie, am ganzen Körper stark behaart, mit ziemlich dunkler Hautfärbung, und nur durch Felle gegen die grimmigste Winterkälte geschützt, als Sammler und Jäger das Land nach Nahrung durchzogen. . ’ ® l e r n e Chronik aus Kunst und W i s s e n s ch a f i. Sie neuliche Kunstausstellung in New-Bork ist gestttm geschlossen roorben. Am 2, März wird sie wreder in’ Boston eröffnet werden. Der Mefte Mensch Europas. C.K. Die jüngsten Ausgrabungen des Schweizer Forschers Otto Hauser haben einen für die Urgeschichte außerordentlich wichtigen Fund zutage gefördert, indem die Skelettreste des ältesten bisher nicht irur in Europa, sondern auf der gairzen Well überhaupt nachgewiesenen Eiszeit- menschen aufgefunden wurden. Nachdem Arbeiter in einer bisher völlig unzugänglich gewesenen Grotte des Tales der Vezere in der Dordogne zehn Meter unterhalb des berühm-- ten Felsenschrchdaches von Le Moustter auf menschliche Ex- tremitätenreste gestoßen waren, wurden dann im Beisein tion. kenn Anthropologen und Prähistorikern im August 1908 der Schädel und die uralten Knochenreste geborgen. Ueber die Bedeutung des Fundes und das Aussehen dieser vor etwa vierhunderttausend Jahren lebenden Urbewohner Europas gibt Dr. Ludwig Reinhardt in der Deutschen Revue (Deutsche Verlagsanstalt, Sttlttgart) einen ausführlichen Bericht, wobei er die wissenschaftlichen Resultate der von den Pro- sfessoren Klaatsch und Schwalbe vorgenommenen Unter- fuchungen verwertet. Es handelt sich bei dem Skelett um einen jungen, etwa achtzehnjährigen, vermullich noch nicht völlig ausgewachsenen Mann von 1.48 m Körperlänge, der der als Neandertal-Rasse bezeichneten Menschheitsgruppe sgehört und von seinen Hordengenossen unzweifelhaft mit einigen Grabbeigaben durch einfaches Hinlegen aus den Boden bestattet wurde. Diese für eine so frühe Zett nicht sangenommene Bestatttmg geht hervor aus der Stellung, in der das Skelett geftlnden wurde. Es lag in vollkommen lunberührten Fundschichten des sogenannten Acheulöen aus der zweiten Hälfte der sehr lange währenden zweiten 1 Zwischeneiszeit. In einer etwas unbequemen Schlafstellung, ben Kopf nach rechts, das Gesicht abwärts gewendet; mit dem Wangenteil ruhte es auf dem Ellbogen deS nach hinten erhobenen rechten Armes, während der linke dorn gestreckt war. Die Beine lagen ganz unregel- : mafjig, das rechte geradeaus gestreckt, das linke im spitzen Winkel gebeugt und gegen den Leib angezvgeu. Die Nase war mtt wohl dagegen geworfenen Feuersteinsttickchen so : eingefaßt, daß man am Abdruck der daraufliegenden Erde noch die Nasenform erkennen konnte; sie war niedrig, flach, mit außerordentlich breiter, tief cingesatteller Wurzel. Da auck) der rechte Ellbogen und die rechte obere Kopfl)älfte auf flachen Feuersteinstücken ruhten, so muß eine sorgfällige Auswahl passender Formen und zielbewußte Zusammen- sügung und Anlagerung an die Weichteile bei der Bestattung angenommen werden. Die zahlreichen angebrannten Tierknochen, die um das Skelett lagen, können als Grabbeigaben angesehen rverden, die zugleich mit aufgefundenen Feuersteinwerkzeugen den Toten zur Versöhnung seines Geistes mügegeben wurden. Auf Grund der anatomischen Untersuchung des Gerippes läßt sich in Verbindung mit anderen sehr spärlich bekannten Skelettresten die körperliche Beschaffenheit jener uralten Eiszeitrasse rekonsttuieren. Die Statur dieser primitiven Jäger, die nur aus Holz und Stein gefertigten Werkzeuge und Waffen, außerdem aber längst die Kenntnis des Feuers besaßen, war mittelgroß bis klein, der Körper langgestreckt mit auffallend kurzen Gliedern. Das Extremitätenskelett ist «nrßer der Kürze auch durch eine merkwürdige Plumpheit seiner Röhrenknochen charakterisiert, wie überhaupt Gelenke und Knochen des Beines eine primitive Lagerung aufweisen, die sich heute noch bei Kindern, bei sehr niedrigen Menschenrassen und bei Affen finden. Der Urmensch ging nicht völlig auftecht, sondern mit leicht gebeugten Knien, wie etwa die Greise und aufgerichtet einherschreitende Menschenaffen gehen. Auch die Arme zeigen mehrfache Abweichungen vom heutigen Menschen, besonders ist die starke Krümmung des Radius oder der Speiche ein spezifisches Dierkmal jener um die Wende der vorletzten Eiszeit lebenben Menschenrasse, das wir heute auch nicht mehr bei den niedrigstehenden Urvölkern wie den Weddas, sondern nur noch bei. den Menschenaffen wiederfinden. Der Ureuropäer besaß einen durchaus affenähnlichen, gewaltige tierische Roheit ausdrückenden Schädel. Alle Schädelknochen waren dickknochig, tierisch derb. Ter Freßteil hatte wie beim Affen ein starkes Uebergewicht über den Denkteil. In dem breiten und ziemlich hohen zahlreichen Auditorium vorführte. willkommen sein dann da' Zentrum' 5Un tm üaaU.chen da» rL t ink tu seiner Eigen m ongeschlesseu werden c Orte !. Mel frohe Nheinland, auch vier ist im hauptsächlich M 0 l n und M aiuz. nbei allgemeinen ein äußerer Niedergang z. Q Wälf erShciui. 22. Fcdr. Wgemiärlig in den Orten der mittlerer und nl> Abschluß der winterlichen Zei tag: h. • »icJ?t <- frn neuen 3ieinr. Frick. — Ter ft’irdicnchor hielt gestern abend iuter Leitung seines bewährten Dirigenten Kantor Bohl i -inen Familienabend ab. Tie Turnhalle war bis aus oen letzten Platz gefüllt und die gesanglichen und rnusikali- ::i mit großem Znteresse oerf 2er wunderbar schön klingende Baß und Alt sind gauz esonders hervorzuheben, auch die beiden andern Stimmen . urden ihrer Aufgabe gerecht, nur schien cif als wenn bei 2 enor etwas stärker vortreten dürfte. Sehr gefallen bat ?.?r Fraucnchor, sollte es nicht möglich fein, ein anderes Mal terbei der dritten Stimme einige Kinimbcgabte Knaben izufügen, welche über kräftige tiefe Stimmen verfügen? jie Solovorträge erfreuten sich reichen Beifalls und leisteten cküerte GlcktrizitätSwerkc; das fine i P. Schlitz, 22. ~ _ der hiesige M i l 11 ä r v e r c i n seine Hauptversammlung ab. Ter Verein, neben dem noch ein älterer 2d Mann starker ch'igwtik , L u d w i g S h o f f n u n g andere dem Bergweik Ü‘3 e d < fl h gegeben werden, das ipftl t.' mit Rücksicht , ![-.*nnmlung md*t idhndnt. auch immer ein F-reudefcst, das alt und jung zu Frohsinl und Hitmor begeistert. •* Die Veruntreuungen des Notars Lin zu Dieburg gaben der Großh. Regierung Veranlassung zi einer Vortage an die Landstände, die Zustimmung dazu ii erteilen, daß zu Lasten der Ueberschüfsc des laufenden Neck' nnngs'abres bis zum 'öchstbetrag von 120uv Mk. Unter stiitzungen an solche Personen gewährt werden dürfen, dir durch den vormaligen Notar Liul in dieser seiner Eigensckms geschädigt worden sind, und zwar insoweit, stbulhcnun, zur Hebung seines Kreoitcs und seines '.-üiichcii». Tic Generawcl- ia mm hing erwartet, daß dabci entsprechend den neucrvvlitnchen Grundsätzen der Reichsverfassung der Ausbau der direkten Bc-cuerung den E i n z c l st a a i c n N b c r l a i s c n bleibt, daß das Reich ab.i seine mbirrhc Besteuerung weiter CJihtnefilt und den etwa nickst gebeckieii Teil ieiner '.'luegabvii von tnx Einzelstaatcn lediglich in der Form anteiliger Lciiluuflcu uadi bem Maßitabc der Matrikularbcilräge etnrorbeti. jn-.bcionOerc verwirft sie mit aller Eutschicbcnlicit bk Porgcidilagenen N a ch - h «ft, unb ErbsckiastSstcnern und da? " rbtcdit des Staates aus Vtruubcn dec Wabrung des EigeiUunisbcgrisi.'. der Erbaltuug des gestmllcn Mtttclstaudcs und der Pslege des Faniilieusinnes." ,. ... . . , , . Mit stürmii'chem Beisall begrünt croffneic kurz nach 11 l Um I Vorsitzende des Bimdcs, Frhr. v. Wangen heim, bic «.et* banblungcn. . ($:. erhielt sodann das Wort der .iiücile B,mde->noriitzci»f. Reichs'.agsabgcordmlei Tr. Roesicke Gor.do'' Jm Vertäu feiltet Rede «pndu sich ber Redner gegen nie 6 th j16- ftcuer aus und meint, das' iu cmeui Lande, ivo die allgemcma Lelrrpsllcht cmgesüdrr ist. die Erbschaftssteuer duckt wirken müsse. Soll.? dem Manne, der rm bhttig-n Sawofe wr das Vaterland gefochten habe, wirklich 1 irz nach scmem ^vde sein Hab uuo Gut konfisziert werben ' Irin.b'kcuul«» DchdUM bat geschrieben, bau Fürst Bülow ferne Grabsteinmichrist. bah er — »,• | etu anrarischri Kanittr ist. werde ändern niüsien. ».eni i.unmi Febr. Am oergangenen eamstag ^ieU ouCTb*nnA'bcc gteoner nicht bei. denn sind nuht nur^agran-d* bas ganze beutschc Volk. Fragen, die o:n Veritand. bas ^ÜRen luw Icukn der gefamttn Uaiion in Ainoruch Redner fdilof: leyu Rede mit einem Vod) aui das biul|d)c ^ater lanb, ui das die Anwesend« n bcgciftcrt einuimmvm. Zum vierten Punkt dcr Tagesordnung, betreftend bic eto- tuiciuinbcriutg des ? 1-*. 'vridn R.ich-tag-adg. «al .- »ahn Aus Anna oc-r Bonitzenoen ^rhr v. Langendeuu stimmt die ca. SUOU Tcilnedmcr umiafienbe Venauimlung bicfcr Srawrenrudcrm'r > : Es erstattet itunmehr lr TtebetuJ Hahn den o vor allem bei den ^uLi'weu Lanbragswahlen. E bestand bekanntlich Die Ab-icht. den Wfl vom Reick'stage am den preußu'ckien Landtag zu übemoflcm 'tson Libti.ikr Seite lief men 3türm gegen uaierc Reiben. Es war I ntchi i'orauszuieken. wie bic Wah»en «rus'allen wurdeo. avcrun' liere Vertraueusmauuer draußen ün Lande haben ftd) uberflu I bematct und wir Laben nicht nu: bu alten 3:fe wiebct oekommen, sondern eine ganze Reibe neuer dazu erobert. be'snderS m meiner | x'eimai Hannover, roa ich nut rtoli hcnwrbcbcn mbdjt , unb Auch bur muß oct SobrlKtt die liste Zentrum Ku > .ch uns ,ur 3cirt gepellt, au» umc ttdbiennalicn cm: andere äa»* Jede weitere Schoffuna neuer jt bedeutet eine ednoldmug der politischen Macht M Halten Landes -etzr licht,g 2atun. oben imr bet «eder «-elegcn- dcit d.n ait'n elaluö mu nen fragen. Die wir unterfHnt toben. Fch dar» aber trotzdem erkläreit. daß auch die NaticnoUib.roten D'vvn prohiurt haben, obwohl i« aut der Nagdrburaei 2a iu.tq sich einmütig für btc Re'orm M -Sabhc»» au.g-vrcC..i haben 3d> boifc. das-. Du -.lat.oiiolliberale Po^ci uif* bitic untere Eallung danken wird, indem sie uns im 9irJ#»* Aflenhetm und RctchclShe.ni mit Licht imb Kraft versehen werden. _ _ w Tüt m Hebt, 22. Febr. Heute Mittag .urz vor 12 Uhr geriet der 25iährige Müllerknecht Karl Schenk cuS Steinbach in Württemberg in boS Getriebe ber diesen- mühlc bei Ebcn'tadt, weit: igm dec linke 2lnn fall ganz abgennen unb auch der Kopf schivcr verletzt wurde, cchi.nl starb kurze Zett darauf. x Bikd en köpf, 22. Febr. In Anwesenheit von etwa 82 delegierten fand geilem im Göbel ichen Saal die o ß Pertreter» Versammlung des KrciSkrieger- oerbandes Biedenkopf statt. 2luch der Vorsitzende des Kriegerverbandes de2 Reg.-Dcz. Wiesbaden. Lderstteutnant a. D. v. Titten - W.cLbaden, war anwesend. Als ~rt des dkSjähngcn VerbandSfcsteü wurde der südlichst gelegene Cr: DeS Kreises Budenkapf, nämlich Waldgirn,eö, gewählt. w. Frankfurt a. M., 22. Febr- Tic Handelskammer schloß heute ihre Sammlung für bic vom Erbbebe» .veimgeiudtten in Süditalien mit einem üfcianH^etiagc ; non 75 288.37 Mk. ab. Hiervon wurden abgesandt 20 Öl'-1 vite nach Catania zur Lermgung des Herrn Konsuls Zqkod in Messina, 60 000 Live nach Neapel an das dortige Hilfs- fomu.ee zu .Händen des deutschen Lonsuls Herrn Aselrmmer Für Anschaffung von Liebesgaben. Zahlung an daZ Rote .treuz und birdte Berwenvung einschließlich Annoncen und Depeschen wurden 8886.85 Mk. verausgab! Der Reiwctrua mit 1305.07 Mk. wurde an das ZentrLhttsskomitee nach Berlin abgelieser- bemerken. — AIS Herold de Frühlings wird cr doch allzei schäft als Notar veruntreute Betrag 64962.0*3 Mk. ist, von denen bei größte Teil wieder von ihm gedeckt wurde, so daß nod) 15 115.83 Mk. verblcibeu, um die insgesamt sechr Personell gc|diatugi wurden. Eine Haftung de_ Ltaa 'S für diesen Betrag besteht nicht. Jin da« ElekwijitätSlvcik WölscrShclm gedentt man LsölserSheim, eöocl. Melbach, Rockenberg und vor allc.:i da: LandeSziichthauS Manenschloß anzuichließcn. $o.;i LeckcS- ycimcc EleltrrzitätSwerk sollen vewnheiw, LseckeSheim, Lorn. wrrtjchaftsminister Einfluß auf die Dinge besitzt, int bewußten Gegensatz zu seinem Herrn Vorgänger (Stürmische Zustimmung: Hochrufe auf Podbielski, den wir zu unserer Freude hier sehen (erneuter stürmischer Beifall und Hochrufe auf Podbielski, so daß der Redner einige Minuten nicht weiter reden faun'. Der Redner schließt: Wir werden unter diesen Umständen bedacht sein müssen, unsere Interessen umsomehr wahrzimehmen, jd weniger dies unter dem jetzigen LandwrrtschaftSnlinister geschieht. Wir danken Herrn von Podbielski an dieser Stelle, daß ec so stark mit) nachdrücklich für uns als Staatsminister eingetrctcn ist. Noch ein Wort über die I n d u st r i c. Die schweren Kämpfe in bezug auf die Handelsvertrags- und Zolltarisvcrhandlungen liegen hinter uns. Sie sind vorbei uitb wir sind gern bereit, in nationalen Fragen mit der Industrie zusamnienzuarbeiten und hier über die gegenwärtige Stagnation hiirwcgzuhelfen. Ich freue mich besonders, daß die versöhnlichen Worte, welche von feiten des Bundes der Landwirte an die deutsche Industrie gerichtet wurden, dort ein dankbares Echo sanden, daß die Beziehungen zwischen Landwirtschaft und Industrie sich fortdauernd gebessert haben und daß namentlich unsere Wohlfahrts- und Heimatspolitik in der deutschen Industrie Interesse urch Verständnis gesunden hat. Ja, ich gehe noch einen Schritt weiter, die deutsche Industrie leidet gegenwärtig sehr darunter, daß lurrsliberale und noch weiter linksstehende Schwarmgeister zurzeit mehr und mehr Einfluß auf Kreise der Industrie zu gewinnen suchen, um sie zu Vor schlagest und Experimenten zu verleiten, bei denen sie nicht mehr Herr im eigenen Haufe bleiben würde. Tie Industrie erkennt glücklicherweise immer mehr und mehr, daß sie die Disziplin am besten, aufrecht erhalten kann, wenn sie sich Seite an Seite _be§ Bundes der Landwirte stellt .und sich mit uns verbindet, fconft würde die Sozialdemokratie die Herrschaft antreten. Es ist aud) erfreulich, daß es dem Bunde im verflossenen Jahre gelungert ist, in rein katholische Gegenden einzudringen, die katholischen Wähler für die rvirtschastsPolitischen Interessen des Bundes zu gewinnen. Sv ist es un-3 auch gelungen, im Herzen des Münsterlandes eine wohlgelungene Versammlung zu veranstalten. Wir wollen auch fernerhin alles das, was uns mit dem Zentrum verbündet, pflegen, um gemeinsaut gegen die gemeinsamen Feinde vorzudringen. Es ist unrichtig, wenn behauptet wird, daß die evMigelische und katholische Bevölkerung in wirtschaftlichen Fragen nicht zusanimengehen kann und nicht yifannnengeben soll. Auch die Natwnalliberalen wollen wir, soiveit sie unsere Zwecke und Ziele verfolgen, unterstützen. So lange werden nur die Nationalliberalen auf dem platten Lande Erfolge zeitigen können, solange fie von dem Asphalt dec Großstadt nicht beeinflußt werden. Ter nationalen Interessen willen haben wir auch an der Blockpolitik fcstgehalten, obwohl wir die einzelnen politischen Manöver unjeren Taktikern im Parlament überlassen, denn wir sind keine politische Partei, sondern nur eine wirtschastspolitis cheOrganisatiou. Wir haben lange genug an der Blockpolitik sestgehalten, obwohl diese Politik ernste Gefahren für uns barg. Namentlich die gute Laune des Herrn Reichskanzlers, der Zauber und die Liebenswürdigkeit, mit dem er die Linke umgab, um diese zur Bereitwilligkeit für seine Pläne zu erhallen, bedeutete für uns große politische Nachtchle. Wir haben uns lange genug Riemen aus der Haut schneiden lassen. Wir haben uns lange genug vor den Wagen der Linken Vorspannen lassen, solange als wir der Einsicht sein konnten, daß der Herr Reichskanzler unsere politischen Traditionen respektieren wird. Als er aber in der Thronrede fein gegebenes Wort, betreffend die Wahl- rechtsändenmg, verpfändete, da brach ,tn unseren Reihen ein großer Unwille hervor, llnbedingt würde durch eine W ahl- re ch t s ü n b c r u n g die Grundlage des Staates gefährdet sein. Wir müssen aber energisch dagegen Front machen, müssen dem Herrn v. Bülow wiederholen, waS wir schon einmal dem Herrn v. Caprivi gesagt haben: Bis hierher geht der Weg und nickt 1d c i t e r! (Stürmische Bravorufe.) Nur die Stärkung des Mittelstandes, nur die Stärkung der Landwirtschaft kann zugleich der Entwicklung der Dionarchie eine feste Basis geben. Deutschland kann seine glänzende Stellung in Europa nur behaupten, wenn eine starke Landwirtschaft uw demzufolge ein starker Mittelstand die Fundamente des Reiches bilde. Seine Majestät, unser Kaiser, könne beruhigt fein: Wenn Arteiterbataillone das Berliner Pflaster bevölkern sollten, so werde die deutsche Landwirtschaft diesen Bauernbataillone citi> gegenfenbeiL vx> lange der Hauptteil der deutschen Armee aus Söhnen deutscher, Bauent uitb Bürger besteht, so lange sei keine Gefagr vorhanden. Wiegen die Proletarier und Wolkenschieber nur drohen wie sie wollen, die Ziele , und Zwecke der deutschen Landwirte sind darauf gerichtet, einen starken Mittelstand zu bilden und so lange sei keine ernste Gefahr vorhanden. Der Bund der Landwirte bildet einen festen Hort des Deutschtums, er lebe hoch! hoch! hock! (Brausendes, langanhaltetrdeS Bravorufen und Stampfen mit bat Füßen.) Hierauf nahm das Wort zuut Hauptthema des Tages: Die Meichsfinanzreform Rittergutsbesitzer aus deut Winkel. Er ging sämtliche dem Reichstage vorliegenden Steuergesetzentwürfe durch und stimmte ihnen bis auf die Nachlaßsteucr und auf die drei die agrarischen Streife bctreffatden Steuern (Nachlaßsteuer, Plnerbensteuer, Erbschaftssteuer) zu. Die Erbschaftssteuer würde unbedingt den Ruin des deutschen Volkes herbeiführen. Sie bedeutet den ersten Schritt zu dan sozialistischen Zukunftsstaat, den ersten Schritt auf der glatten, abschüssigen Bahn. Es wird von unseren Gegnern behauptet, daß die Nachlaßsteuer bereits in England und Frankreich ein geführt sei, aber bitte, zeigen Sie mir den englischen Bauer, der existiert nicht mehr, und die französischen Bauern? die werden nur dadurch erhalten, daß sie das Zweikindersystem eingeführt haben, sonst wäre der sranzösische Mittelstand gar nicht in der Lage, sich ökoiwinisch zu halten. Wie weit würden da wir deutschen Bauern mit unseren Dutzenden von Kindern kommen? Der Bund der Landwirte hat es nicht nötig, für eine gerechte 'Sache zu agitieren, denn Agitation ist die Sache der Bauernfänger. Warum besteuert inan nicht das hohe Einkommen berjenigat Leute, bie es sich in müheloser Arbeit verdienen? Warum will man die erarbeiteten Ideen des deutschen Volkes zu Nichte machen? Warum will man das Heiligtum des' Besitzes und des Bobais mit Füßen treten? Da machen wir nid't mit Man wirst bem Bunde der Landwirte maiigchibe Vaterlandsliebe vor, weil er feinen. Patriotismus sich vom Geldbeutel diktieren lasse. Das ist nickt wahr, dagegen müssen wir mit aller Energie ankümpfen, das ist ein schimpflicher Vorwurf! Wenn es notweiidig ist, einzutreten, fini> die deutschen Bau am immer da und wenn es so lveit kommen sollte, daß wir unser Gut und Blut bingeben müssen, dann werden es lvieder die Bauern und Bürger sein, die den letzten Groschen hergebcn für König und Vaterland, für Kaiser und Reich! (Stürmischer Beifall.) In der nun darauffolgenden Diskussion nahm der frühere Laichwirtschaftsminister v. Podbielski (beim Betteten der Tribüne mit lautem Beifall begrüßt) das Wort; er führte aus: Als vor einigen Wochen man mit der Bitte an mich herantrat, ich solle in einer Bundesversammlung sprechen, da habe ich mich gefreut, daß es mir int Kreise der Bundesmitglieder möglich sein würde, mich über die wichtigen Tagesfragen auszufprechen. Ich danke Ilpien herzlich für das Willkommen. Der Herr Abg. Hahn hat hier die Stellung des Reichskanzlers angegriffen. Aber ich glaube, daß es gerade den Männern, die aus so hoher Position stehen und das Verttauat des' Königs genießen, manchmal unmöglich ist, das zu tun, was sie gern wollen. und daß auch unser Reichskanzler nach Möglichkeit auf die Interessen der Landwirtschaft Rücksicht nimmt Die wichtigste ak- tnelle F rage, die unS hier interessiert, ist die der ReichS s i n a n z- resorm. Darüber, daß eine Finanzreform kommen muß, darüber sind wir alle einig. Es l>andflt sich bloß um das Wie. Und gerade die Nachlaß- und Erbschaftssteuer interessiert am nrenten uns Landwirte. Da diese Steuer die Axt an die Wurzel deS heimischen Bauern legen würde. Darum müssen wir mit allen erlaubten Mitteln gegen die Steuerentwürfe weiterk.rmvfen. Wir dürfen im Widerstande nicht ermüden, denn unsere Existenz ist bedroht. Man solle doch die Trust- und die Ringbildungen nachprüfen und vor allem zusehen, daß unsere Anleihen auf bem inlänbischen unb demzufolge auch auf dem ausländischen Markte höher bewertet werden. Bezüglich des Wahlrechtes hat Herr v. Oldenburg zutreffend ausgeführt, daß eine Aenderung des jetzigen Wahlrechtes eine Erschütterung der Grundsätze des Staates zur Folge haben müßte. Bereits iii allen Kulturländern ist dem Reichstage ein Gegengewicht in dem Oberhause gegeben. So lange bei unS ein solches nicht existiert, solange können wir an) die Wahlrechtsänderung nicht denken. Die Städter, die Bertteter der sogenannten Intelligenz, die möchten wohl, daß wir Bauern vom Lande nach ihrer Pfeise tanzen, aber bekanntlich find es die allerdümmsten Stoiber, die sich ihre Metzger selber wählen. Ich habe.wvhl Verständnis für meine politischen Gegner. Ich greise sie auch nie persönlich an. Aber bitte, meine Herren, was soll man dazu sagen, wenn hier in öffentlichen Bersamni- hingen in Berlin die vorurteilslose Menge durch aufhetzerische Reden animiert wirb unb wenn dann die Menge nach Schluß der Versammlungen bie Straßen bevölkert unb Demonsttationszuge veranstaltet? Wo bleiben ba die Führer? Die sind sicher hinter den Mauern _unb wagen nicht, ihre Haut ;unt Markte zu tragen. Bei uns heißt es immer und so müßte es auch im politischen Leben heißen, Ofsiziere vor die Front. Die Leute, bie wie der König von England her Gast des deutschen Kaisers, der Gast der Stadt Berlin, der Gast des deutschen Volkes war, deutsche und preußische Fahnen herunterrissen (stürmt Pfuirufe), diesen Leuten sollen wir das allgemeine Stimmrecht geben unb erweitern. (Rufe: Niemals, Raubtiere.) Wir leben leider in soldzen Zeiten, wo nicht die Tat, fondern bloß das Wort entscheidend ist. Ich respektiere wohl die Intelligenz der Städter, die soviel auf das Wort geben, aber ich meine, daß man auf dem Lande doch viel freier lebt als der Städter, der, wenn er schon am frühen Morgen die Bettdecke lüftet, vom Hauswirt abhängig ist, unb dafür, daß er Apfelsinenschalen auss Trottoir wirft, bestraft wird. Podbielski wendet sich dann ebenfalls gegen den Parlamentarismus. Parlamentarismus, d. h. Partei- wirlschaft, d. h. von den Parteien Haß unb Gunst abhängen. (Beifall.) Weiter geht der Redner auf die bekannte Statistik ein, wonach die in der Industrie beschäftigte Bevölkerung zugenonv- nicit, die in der Landwirtschaft beschäftigte aber ab genommen hat. Zunächst habe eine solche Statistik immer etwas Bedenkliches an sich. Wenn aber diese Zahlen richtig seien, dann würde bas nur beweisen, baß der Staat bie Pflicht habe, mehr als bisher für bie Landwirtschaft einzutreten. Der Staat habe aber nur Interesse für die Industrie. (Pfuirufe.) Wenn ich persönlich aud) ein solches Wort nicht ausspreche wie die Herren Rufer, so stimme ich doch dem Sinne des Wortes bei. Die Landwirtschaft ist krank, das steht nun einmal fest, weil sie aber krank ist, wird nicht der Doktor geholt, sondern der Henker. Das kann nicht der Wille einer großen staatlichen Organisation sein! (Sehr richtig!) Was die Sozialdemokratie anlangt, so wiederhole ich meine Ausführungen in Hannover. Ich habe keine Sorge vor der irregeleiteten Masse, so lange der letzte Bauer seinen Acker bestellt unb treu zu feinem Kaiser hält. (Bravo unb lebhafte Zustimmung.) Ich gehöre nicht zu den Pessimisten, ich habe immer das Vertrauen und die feste Zuversicht, daß es ber Landwirtsthaft künftig gutgehen wird, nur wer Schwarzseher ist, erhält eine Lähmung des Intellekts. Im Herzen der deutschen Bauern hat aber die Schwarzseherei keinen Platz. Blicken Sie, meine Herren, froh in die Zukunft uitb stehen Sie treu zu Ihren Führern. Rufen Sie nicht, wenn Sie die Industrie mischen, hie Weibling, hie Wolf, sondern bedenken Sie, daß wir alle Kinder einer Mutter sind, der Mutter Germania, der ünser ganzes Leben geweiht ist bis zum letzten Atemzuge. (Donnernder und langanhaltendei- Beifalt., Frhr v. Wangenheim brutgt darauf einen telegraphischen Tank pes Kaisers zur Verlesung, den die Versammlung mit einem dreifachen Hoch austiimmt. Dr. Diederich Hahn verliest fobann zwei Depeschen aus der Altmark, die Hilfe für dir. überschwemmte Altmark erbitten. Dr. Hahn bemerkt hierzu, daß eine Sammlung für die Hilfsbedürftigen bereits im Gange sei. — Es werden sodann eine ganze Reihe Begrüßungsdepeschen verlesen. — Ilm Uhr schließt der Vorsitzende die Versammlung mit dem Wunsche, daß bald alle deutschen Bauern dem Bunde angehören möchten und einem dreifachen Hock auf den Bund. UniverHrtäts-NachriHterr. — Tcr Piivaidozent für Hygiene und Abteiluugsvorstehcr am hygienischen Institut der Berliner Uiiiocifilät Dr. mcd. Karl Kißka11 wurde zum Titutarprofessor ernannt.___________________ Sport» Dr. v. Bleichröder stellte dem Kaiserlichen Automobil klub einen Preis ui Höhe von 1V000 All. zur Verfügung, der Flugschiffern offen steht, die tm laufenden nnd im nächsten Jahre mit ihren Flugmafchinen den Starenberger See umfliegen und ohne Zwischenlandung wieder zum Aufsticgplatzc zurückkehren. Kleine Tagesckrontk. Tie Erdbebenwarte Tarmfiadt-Ingenheim verzeichnet ein Fernbeben, das gestern vormittag 10 Uhr 32 Atm. begann und seinen Höhepunkt um 10 Uhr 40 Mm. erreichte. Tie Em- rernung wird auf 3000 .Kilometer geschätzt; die Richtung war Süd-Süd-Ost. Um 3 Uhr 30 Mm. nachmittags folgte cm zweites schwächeres Fernbeben in derselben Enpeinung imb der Richtung Ost-Süd-Ost. In der Altmark ist nach vorläufiger Schätzung durch das Hochwasser ein schaden von 9 Millionen Mark angerichlel worden. In Oha tn a (Vereinigte Staaten) rotteten sich, um die Er- mordiing ew.es Polizeibeornien durch einen Griechen zu rächen, etwa 3000 "Menschen zusammen und richteten in bem griechischen Viertel öet Stadl große Verw ü st u ii g e n an. Ter bei der Halbinsel Valdez in Brand geratene Dampfer „P r e s l d e n t c Roe a" ist cm argentinischer Post- bnmpier, der zur paiagonischen Zweiglinie der Hamburg-Südame- rikaiuscheu Tampischiffahnsgeielllchail gehört. Oistziere und "Maschinisten des Schiffes sind Teul|che. Tas Feuer ist noch nicht gelöscht. Ter ftapitäu meldete nach Hamburg, e5 feien nur wanzig M enschen u m g e t o m men, während Lloyds '-Bureau 100 Vermißte meldet. Handel nnd Verkehr, Volkswirtschaft. — Kleine Finanzchronik. Tie Dividende der Zellstoff- iabrit Waldhof in Waldhoi wird für das Geschästsjahr 1908 von der Direktion wieder auf 25 Proz. gesetzt. — Der Aussichlsrat der Frankfurter Hiwothekendank beantragt die Erhöhung des Aktien' kapilais von 20 am 22 Millionen Mk. Märkte. fc. Frankfurt a. M., 23. Fcbr. ecu- und Strohmarkt. 9(ngefabren waren 10 Wagen Hen und 2 Wagen Stroh. Bezahlt rourbe für Heu Mk. 3.60-3.80, für Stroh (Kornlangstroh) Mk. 2.60-2.70, Masckiuensirol) Pik. 0.00. Die Zufuhr erfolgte aus den Kreisen Büdingen nnd Ticburg. Teitdenz fest. Tcr Marti war schnell geräumt. Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hesteu am Mittwoch den 24. Februar: Meist heiter und trocken. Fortdauer des Frostes. Schwache nodlichc Winde. Original-DrahtmelSunsen. Ulm, 23. Febr. Tie Fastnachtsnummer der Ulmer Zeitung wurde beschlagnahmt und wegen Be- leidigirng des Rechtsanwalts Hitze! öffentliche Anklage gegen den verantwortlichen Redakteur erhoben. Wien. 23. Febr. Die vom serbischen ausiv artig en Amte veröffentlichte Note wird von der hiesigen Presse auf das schärfst^ zurückgewiesen. Die meisten Blatter vertreten die Ansicht, daß diese Ausführungen einer Kriegserklärung gleichkommen. B u d a p e st, 23. Febr. Die Regierung erhielt von der russischen Grenze Mitteilungen, wonach dort in der letzten Zeit bedeutende Truppenkonzentr-Atio- neit ftattgefunben haben. Belgrad, 23. Febr. Wie es heißt, ist bas neue Kabinett bereits ge'bildel. Der Führer ber Fortschrittlichen, Novakowitsch, übernimmt das Präsidium, Paschitsch behält das Bautenministerium. Milowanowitsch behält das Ministerium des Aenßern bei, ebenso Zivkowitsch das Kriegs- Portefeuille. Paris, 23. Febr. Der Matin meldet aus Sofia, die Tür lei habe die russischen Vorschläge, betreffend Zahlung von 125 Millionen zur Tilgung der Kriegsschuld abgetehnt. Paris, 23. Febr. Der Matin meldet aus Lorient: Unter den Soldaten der Garnison von Vannes ist der Typhus ausgebrochen. 4 Soldaten des 116. Infanterie- Regiments sind bereits gestorben, 30 schwer erkrankt. Die Krankheit ist durch den Genuß von Salat verursacht worden. Paris, 23. Febr. Der Petit Parisien berichtet ans Tunis: 42 Soldaten der afrikanischen Schützen haben in Ar Deaham gemeutert. Sie verließen das Lager nnd pü'mderten mehrere Kaufläden in Dalrarla. Me Gendarmen wurden durch die Meuterer mißhandelt. „Jeder Besorgnis enthoben." Mannheim, R. 7. 40, 18. Dezember 1907. „Unser jetzt vierjähriges Kind Therese hatte im Januar d. I. eine Driisenkrankheit zwar glücklich überstanden, war aber infolgedessen äußerst elend gciDorben und nahm zusehends ab. Was wir auch mit ihm uerjudbteu, wollte keinen Erfolg bringen, bis wir es Ihre wohlbekamite Scotts Emulsion einnehmen ließen. Das Siind begann sich sofort wohtcr zu fühlen, doch zeigte sich ein Rückgang des Allgemeiubesiiideus, als wir nach Verbraud; ber ersten Flasche, eine Zeitlang mit dem Präparat aussetzten. Daraufhin gaben wilder Kleinen Scotts Emulsion beftänbig und sind nun so toeit, daß mir jeder Besorgnis enthoben sind. Der Appetit ist luiebevgcfehii, und die Augen, mit welchen das Slittb vorher sehr a zu tun batte, sind wieder gut geworden. Ich will nur noch sagen, baß das Simb die Emulsion nicht ,mr leicht genommen hat, sondern tatsächlich sehn- E tgdSf? süchtig danach verlangt." (gez.) Slarl Baierwerk. (k Das Verfahren zur Herstellung von Scotts U ?/7j Emulsion ist so vollkommen, daß jede Flasche, z\ f (fe die an der Schutzmarke— der Flscher mit dem ju Dorsch — auf der Außenseite der Packung kennt" lich, gleichmäßig denselben Gehalt an kräftigen- Shit e^t mü b’-?er beu Bestandteilen hat. Sie werden daher auch - ^ent von jeber Flasche den gleichen, guten Erfolg 14ca Acrlcchreäst haben. ScouS ISmulfioa wird dorr unS au.sschlretzlrch tm groben fcertautfc t no nie lose nach Gewichl eher Matz, lottbem uur in ocrftcgclrert Orrguralftaschcn in Karton mit unserer Schutzmarke (Fiichcr mit dem Dorsch). Scakr u. Bowae, D. m. t>. H-, Frankfurt a. M. Bestandteile: ssetnster Medtjtnal-^ebertr-an 1^0,0, tjrtma ffirtjettn 60,0, unieroboSvhortaiaurcr Salf unrerphoSlihorto aurcS 'Jlatron 2,0. vulv *.rugaut 3,0, feinster arab. (Sitinmi pulv. 2.0, de still Waffer 129X). Llkodol Nv Hierzu ori'tnor""tfie G’mitirton mit Stmt«. Mandel- unb Oicidthcriaiil ie 5 Trösten. Die Qualität gibt den Ausschlag Emil Fischbach, Seltersweg 24, MAGGIs Würze übertrifft an feinem Aroma und Würzkraft bei weitem alle Nachahmungen und bleibt das Billigste. Vollkommen eelbettatigl Ohne Reiben blütenweisae Wäsche, garantiert unschädlich! Erfolg verblüffend! V M M aller Art m Nickel, Kupfer, Stahl, Messing, sowie Aufardeiten vo« Rampen und Mrüttnt für Perrolcum, Gas und elektrisches Licht gut und preiswert in der LiMMsM Eugen Kauffmaun, Eirsjtü Schiffcndergerwcg 50. (139} Lcrusprcchcr 261. Kalk- u. Marmor-Werke, Dampfziegelei Aug. Gabriel jr., Giessen Telephon 84 Telephon 84 Bau- und DüngckaJk (auch kohleiibaiu'er Kalk) in Stücken u. gemahlen. — Verblend- u. 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FraueuuereinB ((*inacircacr.c Genossen schalt mit deichranttcr Halwllicht.» Rullmant: .Iltdaus. D'ckel. .»ranz. Edrift • Die Beerdigung finbet Mittwoch, den 2t d. Mio., 12V. Uhr vorn Sterbebause Vachstrabe 1£ aus taut. 1299 Bekanntmachung. In das Handelsregister 2lbi. B würbe bezüglich der Firma: Mitteldeutsche Lredttbank, Filiale Gleücn, eingetragen: Dem Kaufmann Adolf Mannheim tn Berlin ist Gesamtprokura 'dergestalt erteilt, daß er in Gemeinschaft mit einem Vorstands- Mitglied oder ftclloertrctendcn Lorstandümitglied zur 33ct» Vaiüva. Geschäftsanteile NeteroefondS Schulden Reingewinn Bilanz für h$ 8. kesUstsjahr 190t|S (1. Cltobcr 1907 bis 30. September 1908.) 1W>:27 UMB» «MCJ« La. Ä. 5E1 = 48R - tg Au'ammen = flrt " - 19 Etammholz-Verknuf. Am LamStag den *87. Februar 1909, vormittags 10 Ubr wird Hiersetbit int 2aalc des Gasthauses Füdrer das narbbe^eub* netc Holz einer öfLntÜcbtn Berncigerung ausgeicm- 1. lüemeinvewald Altenktrwcu : Dtur. ■vcüicrg 14.b) Fm. Eichen Schneid n. Bauholz „ Roßberg 1141 « - « • • , Vtnitarji 11142 , , • e • L. (gemeindewatd «roh Sltenftädten: Diftr. iSebanerield 11a und 11b — 4MH Fm. Sichen tommbolz. zu» metrt Zcbuiiinui'U. Gchaucrfeld 10b 1K05 Fm. Eichrn'Lchncid- u. Bauholz Haicriami; 2J5 , bergt Wertersberg 15457 . bergt 2. ^cmc.udewald Bermoll: rr.utt verein 14a 19-0 Fm. Eichen SchneidholH 4)iitnlt Hocker 3*> 12,78 ■ bergt Hohen>olmS, den 16. Februar 1900 Der Bürgermeifter Hatte!. In daS neue Geschäftsjahr 19*9 übernommen Mitglieder«uthabcn zu Ende des Gefchaf^jahreS Mitatiebcrhoft-umme- - - • Die i'iimhebcxflutoaben uennebnrn sich um Tic 2'tltglicdcroa'ttauune vermehrte sich um Gtehen. den 22. Februar 1909. (riicubflOnlonfumoereia Gießen \ ui«. i!2ik» Mittwoch, bin 24. Februar, nachmittags 2 Ubr, rcrüeincrc ich Weuiiabt .'>> iBicrcrs ^aali: 4.1 et •Utcrbc, 1 Eisschrank. 1 voll'tanv. Lett, 1 .'Labmaschine, 1 Losa, mebrere LsiriichaftSftüdle und Tische. 1 grdherc Partie ssdnib- waren, sowie Haut und Küthe ii- gerate alt Art, zwangsw. ncg. uar. .,n Lerir. d. l ierichtsv. Getvter: Mori, GerichtSvollz.-Asv. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme sowohl während der Krankheit wie auch bei der Beerdigung unseres unvergesslichen Herrn Qito Heyiscliäfer sowie für die zahlreichen Blumenspenden und die trostreichen Worte des Herrn Plärrers Ausfeld sagen innigsten Dank Fein® Musiki' ä Spezialität: 1182 | s Englische taeo-KosIm \ htiäuse Rattenoertilat sicheres bradittn'.-e *. btr'o . Äll Belikan Avotbete, Slreu jf. Ltreppclmehl. Bcgctaliu und Palmin, Vi Bid. 33 Psg., Psd. «Ü Uffc, P,d. 35 P'g., ’/i Pid. 70 rfty., BileUo, = '.j Md. 43,1, Pjd. Pia- Schwctneichmalz, Psü. 70 Heinrich Reuter, xlubtuigbplai» 4. Bekanntmachung. $n Abänderung unserer Bekanntmachung vom 29. Dczem- .btt 1908 Gietzener Anzeiger Nr. 306 bringen wir zur Kennte mrS, dasi der Äoranschlag der Gemeinde Langd pro 1909 Aj. vom 24. d. MS. ab 8 Tage lang auf dem Bürgermeisterei- Bureau zur Einsicht offen liegt. Langd, den 23. Februar 1909. 1183 Gratzh. Bürgermeisterei Langd. __________________ Men er._____________________ Aufgebotsverfahren. Nachdem Georg Raab II. von Wohnbach die Einleitung Aufgebotovetsahrenö zwecl-s Todeserklärung des zu Wohnbach am 24 November 1847 geborenen Ludwig Kraft beantragt hat. auch fein rechtliche« Intcrcffe hieran dargetan und glaubhaft gemacht hat, dah sett länger al« zehn Jahren keine Machricht von dem Leben dc« Ludwig Kraft cmgegangen und -dieser daher verschollen ist, wird AusgebotStermin zweck« 'Todeserklärung beo am 24. November 1847 zu Wohnbach ils Sohn de« Johanne« tt'raft II. und dessen Ehefrau Mar^ garethe, geb. Htaft, geborenen Ludwig Straft bestimmt auf Donnerstag, den 23. September 1009, vorm, 9 Uhr, vor (örofeh .Amtsgericht Hungen. Ter Verschollene wird aufgefordert, tm AusgebotStermin fich spätestens zu melden, widngenfalls die TodeSciklarung erfolgen wird. Ebenso werden alle, welche LlnStunft über Leben und Tod de« Verschollenen zu erteilen vermögen, auf- gefordert, spätestens int AufgedotSterniinc dem Gericht Anzeige zu machen. Bn,, Hungen, den 5. Febniar 1909. Grorch. Amtsgericht. S^olzvcrfteigerung -rritag, den 20. Februar kommt im Beuern er Gemcmdewatd in dem Distrikt Hegwald, folgende« Holz zur 'Versteigerung: 159 Fichten-Terdsiangen — 8,32 F»'tm. 10 Rm. Stiefem-Rundschelt 34 , Buchen-ttnülpct 28 , Eichen- , 15 , liefern- , 56 r Fichten- , 588 , Vuchen-Reisig 235 , Eichen- , 185 , Radel- , 3 t Eichen-Siock 37 e Fichten- , Ge wird bemerkt, daß die Fichteu-Terbstangen zuerst zur Bersteigcrung kommen. 1193 Die Zusammenkunft ist vormittags 0 Uhr oberhalb Fünfhau'en. Acuern, den 23. Februar 1909. Großherzogliche Vürgerineilteret. Walther. Bau- und Nutzholz-Versteigerung. Montag den 1. März v. Dienstag den 2. Marz, vorm. l/,10 Uhr anfangend, werden im Mohnbacher Gcmemdewald versteigert: 84 Eichen-2tümme v. 4—14 Mtr. Länge, 15—70 Etui. Dchm. — 60 Fm., darunter 28 Stück mit 40 Fm. u. SO Fm. erslklassige« Merk- u. Schnittholz, 20 Buchen-Stämme von 4 biü 14 Mtr. Lange, 46—62 Ctm. Dchm. = 33 Fm., prima Schnittholz; ferner 8 Rm. Eichen-Merkholz. 130 Fichten-Stamme von 6—19 Mtr. Länge, 15—40 Etm. Dchm. — 35 Fm. 50 Flchten-Derbstangen --- SO Im. und 9 Rni. Besen-Reiser. Ferner 30 Rm. Buchen- u. Birken-llnüppel, 500 Rm. Buchen- und Eichen-Turchforslungürclser. Das Rutz- tmb Bauholz kommt ec|i zur Versteigerung. Dienstag den 2. März werben versteigert: 214 Fichten-Stämme bi« 25 Ctm. Dchm., bi8 17 Mtr. Lange ---- 40 Fm. 400 Fichten-Derbitangcii, b. 18Mtr. laiig =26Fm. (Sparren- und Wagnerholz) 77 Riefern-Stämme, b. 36 Ctm. Dchm., b. 10 Mtr. lang = 28 Fm. 84 Rm. Kiefern-Scheit u. Knüppel, 4 Rm. ä 3 Mtr. lang und 24 Nm. Fichten-Unüppcl 130 Rm. Kiefern- und 40 Rm. Fichten-Reiser. Ter Llnfang ist am 1. Tage auf der KreiLftrave Wohnbach-Münzenberg am Eingang des Waldes von Wohnbach. Am 2. Tage im Kommthurwald auf der Schneise. Wohnbach, am 21. Februar 1909. Großh. Bürgermeisterei. 1196]Fatum. Holzfnbmiffion. Aus den Waldu.igen der Gemeinde RttVdingShausen soll nachverzcichnetcL Holz auf dem Submissionswege vergeben werden. Fichten-Ltammholz: 2 Stämme mit 4,01 Fm. 40—49 Ctm. Mittenduichmesser 32 , „ 44,27 , 30—39 , , 38 , , 32,47 r 25—29 , , 312 , , 98,05 r unter 25 , , Ktcfcrif Stammholz. 13 Stämme nut 12,86 Fm. 30—39 Ctm. Mittendurchmesi»r 11 y , 21, ZUcferu-Grubcnholz. 387 Stück mit 99,82 Fm. unter 25 Ctm. Dlittendurchmesscr Die Llngebotc sind nach Sortimenten und Klasien getrennt pro Fm. cinzureichen. Die Cfrerltn smd verschlossen mit der Auffchnft Holzsubmii'ion b.» längstens Freitag den 26. Februar 1909, nachmittag» 2',. Uhr auf d.. unter- zeichneten Bürgermeisterei ctuzuretchen, wo alsdann die Er- ö'snung in Gegenwart der erschienenen Bieter flatlnnbet. 9lahere Auskunft erteilt Forftwart Katberiah. 118b Rüdd'.nz-Jhausen, den 20. Februar 1909. Großh. Bürgermeisterei RüddmgShausen. Braun. Marburg, den 23. Jan. 09. Lieber Franz! Von Hamburg aus verfolge ich sie schon ohne sie bis jetzt gefunden zu haben, ich uVire Dir sehr dankbar, we>. n Du mir die Adresse umgehend mit teilen würdest. Es ist diejenige die, mich durch ihr Entgegenkommen unendlich glücklich machen soll. Ich habe von Bekannten schon soviel von ihr gehört, ohne dass sie mir die Adresse angegeben hatten- In der Er wartung, in Bälde solche von Dir ztt erfahren, grüsst Dich herzlich Dein Freund Ja!jus Schmidt. Der Lettin Freundinnen junger MDchen ladet Stützen. Laden- und Kinderlräulrin zu einem Thee-Abend au Sonntag, den 28. Februar freundlichst etn. 21 ufaiifl n Ubr. Sude 10 Uhr. LercinSztmmer: Äaifcrhof, Sonnenftraße, 1. Stock, Emyanq durch den Ho<. t^od Stordjcnbräu dunkel 1121 aus der Brauerei zum ,2torchen^-2peyer Ausschank im „Krokodil“ Helles Hier aus der Brauerei Zrnn .Waldschlösschen'-Niedershausen Beide Biere zu haben tn Flaschen und Gebinde« de. fflilh. rek. 348. kaifcr-Mce 27. BestaQiateur zum Krokodil.** la Acpfelwem eigener $ieiteret. ■g II c ly s x. M erein 5. ^cremsjahr. e a 3 — -t> .5^ <=s-» = ■--> e = 2*T o v. >C- ej C C Ä G i 3 " A .CQ'»© , « >•= © « « -a -E « — W:5 'C-O ■r.s; c <= X© c sC-dx -— 'S «Ü. — 'S C W“ ’-S %> as - = c " = UW er tinticL^ c c. s» e» Eintritt frei ‘t Allgeltelller. i.&taucuücreinS am, Domlerstag mse des tzassw. neidhslr rsl X. d^S ‘«8! ^3) -. ci = o© .uC " e es y-g O =0-2 -s’Ä/? g e Q ■ort ä e -ZL -s§ g - '2'5^ g-eS = ° Ä :O >«» — o £-O'S Zss^ -Z •D — .G A g cj *■* _-O u- o , =>.5.5 'CG r*>X?s=- ’ •y X, «c. G> S G = x.d=. ä •0-5 Zs>Z — GO °c5:E. s ’C 5 — ? — © S G O 77 - T§5 "■" CD =g) sis L E S-- cSeß-e — 2) IX. O-G - . . -CG CD^. 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