1^0 Erstes Blatt Montag 2«. April 1909 159. Jahrgang 53 Die heutige Nummer umfatzl 10 Seiten. zeichnen sich nur als Werkzeug der Nation, richtiger der in I sanierte lagerten San Stefano tagenden Nationalversammlung. Diese aber bataillon, von dt herauszusinden. Sollte Abdul Hamid darunter sein, dann soll er zur Verantwortung gezogen werden. E. A. bewährt: iniiniH Seltersweg 06 | hrung | •2219 'sm Kreise befinden sich 4 Landwirtschaflskammer Bezu g6preiö: monatlich 7bPf., vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- tu Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch dieVost Dck.2.— viertel' lährl. ausschl. Beüellg. Zeilenpreis: lokal 15Pf., ausivärts 20 Pfennig. Verantwortlich für den politischen Teil: E. Anderson; t Feuilleton und „Vermischtes* K. Neurath; für „Stadt u. Land" und „Gerichtssaal": E. Heß; für den Anzeigenteil: H. Beck. r t bemüht sich nun, die wahren Schuldigen an den letzten auf die Beseitigung des Parlaments gerichteten Versuchen Gießen Wieseck Obbornhofen Utphe Watzenborn-Steinberg Leihgestern Lang-Göns Großen-Lmden Großen-Buseck Inheiden Langsdorf 2 ich Stimmungsbild aus dem preutz. Abgeordnetenhaus. Berlin, 24. April. Ein Gesetzentwurf, eine Reihe Initiativanträge und mehr als ein halbes Schock Petitionen wurden am Samstag von der Zweiten preußischen Kammer in knappen drei Stunden erledigt. Und man kann nicht sagen, daß das hohe Haus dabei irgend etwas übers Knie gebrochen hätte. Im Gegenteil, bei den Initiativanträgen wurde gelegentlich mehr debattiert, als unbedingt notwendig war Ter Handelsmiiiister Delbrück leitete den Tag mit einer längeren Rede ein, die dem zur ersten Leslmg stehenden Gesetzentwurf über den Bergwerksbetrieb nichtoreußischer Gewerkschaften galt und die Notwendigkeit der Vorlage einwandfrei nachivies. Es erhob.sich denn aiich gegen den Grundgedaiiken des Gesetzes teilt Widerspruch; nur dagegen wandten sich der Nntional- liberale L il s e n s k n i>nd der Zentruntsmami Hager, daß etwa dilrch die Vorlage nichlpreußische Deiitsche getroffen werden sollten. In der Kommission, der der Entwurf überantwortet wurde, wird wohl für die Beseitigmig dieser Möglichkeit gesorgt werden. Drei Aitträge auf Aenderung der K r e i s or d n u n g folgten. Die Koiiservativen wollen das Kretswahlrecht der Großgrundbesitzer noch etwas ntehr erweitern, die Freisiintigen und das Zentrunt den Einfluß der städtischen Bevölkerung und der Industrie auf die Kreistage vermehren. Das Ergebnis der ziemlich ausgedehnten Erörterung, in der der Natwnalliberale Dr. B e u m e r und die Freisinnigen G y ß l i n g und Thurm den konservativen Verteidigern der Landratsherrschakt in dcii Kreistagen entschieden entgegentraten, war die Verweisung der drei Anträge an die verstärkte Gementde- kommission. Ein Antrag Vralchma, der irie zeitweise Hera b- s e tz ii n g d e r E i s e n b a h n t a r i f e f ü r S t r e u- u n d F u t t e'r- st r o h in S ch l e s i e n fordert, wurde unter Ausde h n u n g dieser Forderliiig auf ganz Prelißen angenommen. Die Erörterung der Petitionen brachte noch eine flehte Wahlrechts- debatte, die damit schloß, daß ein freisinniger Antrag, eine Petitioii wegen Einführung der geheinten Stimmabgabe bei den Landtags- imd Kommunalwnhlen der Regierting zur Berücksichtigimg ztl überweisen, Annahme sand. Sonst war die Petilionsdebatte ohne allgemeines Interesse. Am Montag beginnt die Erörterung des Kiilliisetats, für die allein zehn Sitzungstage anberaumt sind. Das verheißt zwei Wochen scharfer parlamentarischer Kämpfe. Deutsches Reicd. Dem Reichstag ging ein Gesetzentwurf über die H a f tun g, des Reichs für seine Beamten zu. Das Gesetz besteht aus sechs Paragraphen nebst Begründung. In § 1 heißt es, daß die Personen des Soldalenstandes, ausgenommen des bayerischen Kontingents,, im Sinne dieses Gesetzes den Reichsbeamten gleichstehen. natürlich nicht sagen. Die jungtürkischen Truppen be- Nr. 96 Ter Slehener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal möchentkich LietzenerLamfliktlblutter; zweimal wöchenll.ttreiL- blatl für den Kreis Sichen tTienstag und Freilag); zweimal monatl. Lund wirtschaftliche Zeitfrage« Fernsprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen ’ür die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. men 120 cm hoch, 58 cm brc 1 cm tief, Mk. 285.-, criitlr abruat, weitgehende 0» L neuen unter sub I. 3k nSaaieniteiuL Vogler,^ •and. [hr, gen ;Mli rocken-Anlagen , lügst ausgeführt. suche kostet । rinearsenal in Terschana, dessen Besatzung für stark sultanfreundlich galt, ergab sich kampflos, ebenso zwei in nächster Nähe ds? Mbiz gelegene Kasernen, die 17 Geschütze Übergaben. Am Abend befanden sich somit sämtliche Kasernen, ausgenommen die Mldizbesatzung, in den Händen der Belagerungsarmee. Die Zahl der Toten und Verwundeten wird auf 2000 geschätzt. Die mazedonischen Truppen erlitten besonders dadurch große Verluste, daß die Gegner mehrmals die weiße Flagge hißten, die Truppen so herau- loctten, dann aber feuerten. Alle Aerzte, Apotheker und Hospitäler in Pera stellten sich der Armee zur Verfügung. Der Haupttampf vollzog sich in der Umgebung der deutschen Botschaft. Kritisch gestaltete sich die Lage, als ein Bataillon Meuterer die große der Botschaft gegenüber liegende Friedhofsmauer herabkletterte und in die Botschaft Einlaß verlangte. Die Botschaft war vorher von einer Abteilung der Salonikier Truppen besetzt worden, welche die völlig demoralisierten Flüchtlinge vertrieb. Die Zugänge zur deutschen Botschaft find jetzt frei. In der ganzen Stadt ist der Verkehr ungehindert. Die Truppen kampierten feldmarschmäßig ausgerüstet in den Straßen. In Belgrader Regierungskreisen ist man wegen der nun dock ausgebrochenen Unruhen unter den Albanesen in Alt-Serbien sehr besorgt. Abgesehen davon, daß hart an der serbischen Grenze Unruhen auftauchen, wird das serbische Element in jenen Gegenden immer mehr durch die Albanesen verdrängt, obgleich die dortigen Serben mit den Albanesen bezüglich der Aufrechterhaltung des Friedens schon Verhandlungen eingeleitet haben. ken. EL .. .. ß .Telefon 555 ..... ibzüfleb8n' Lämmer, die sich wie folgt verteilen: Ziegeuzuchtoerein yerk^ M.' (* preise*11 ;ten r* Anstand. Kaiser Franz Josef hat den Antrag auf .Errichtung: einer selbständigen ungarischen Notenbank abgelehnt. Es heißt, daß das ungarische Kabinett infolgedessen die Diemmifsion beschlossen habe. Meuterei in der französischen Marine. Aus Villefranche wird gemeldet, daß die Matrosen des Panzerschiffes „Patrie" ivcgen schlechter Nahrung und Ueberbürdung den Dienst verweigerten. 200 Matrosen sammelten sich auf bein Oberdeck und ließen Rufe nach Vermittlung laut werden. Ein Schifss- osfizier stellte die Ordnung wieder her; am anderen Tage erhielten die Matrosen Genugtuung. Der französische und englische Gesandte in Sofia machten der bulgarischen Regierung von der Anerkennung der Unabhängigkeit Bulgariens seitens ihrer Regierung, Mitteilung. Aus dem Haag. Die Audienzen der Minister bei den Königin, welche eine Zeit lang unterbrochen waren, wurden am Samstag wieder autyenoimnen. Wie verlautet, soll das Kind der Königin, wenn es ein Knabe ist, den Namen Wilhelm Hendrik, wenn es ein Mädchen ist, den Namen Wilhelmina Emma erhalten. Der König und die Königin von England sind mit der Kaiserin-Witwe von Rußland in Catania eingetroffen und werden am 29. in Bain bei Neapel mit dem König imty der Königin von Italien zusammentreffen. Der Zar genehmigte hie von den finnländischen Senators Hjelt, Nvbergh, Castren, nchilbt, Stenrvth und Paldani eingereichten Abschiedsgesuche. Die Revolution in der Türkei. Die jungtürkischen Truppen haben sich am Samstag vollständig in den Besitz Konstantinopels gesetzt. Nur über das Schicksal der Besetzung des Vildiz-Kiosls laßt fi chnichts Authentisches sagen, da die vorgestrigen und gestrigen Meldungen über die Uebergabe des Mbiz sich nicht zu bestätigen scheinen. Die noch auf dem Mbiz befindliche Besatzung wird auf über 4000 Mann geschätzt. Wie verlautet, hat sich der Sultan zur Abdankung bereit erklärt, wenn die Thron- folge auf seinen Sohn Burhan-Eddin übergehe, andernfalls sei er entschlossen, sich bis zum äußersten zu verteidigen. Wie ferner verlautet, hat der Sultan Samstag nachmittag eine große Zahl von Ministern und anderen hohen Beamten in den 2)itdiz rufen lassen. Die Mehrzahl leistete dieser Aufforderung keine Folge: nur einige Minister begaben sich in das Palais und sollen sich noch jetzt dort befinden; unter ihnen der Großwesir und der Kriegsminister. Die Nachricht, daß der Kommanbant der Belagerungsarmee Mahmud Schewlet Pascha sich in den Mbiz begeben habe, ist falsch. Die Verhandlungen zwischen der Armeeleitung und dem Mbiz werden schriftlich geführt. In der Kriegsschule wurde Samstag nachmittag ein Kriegsgericht abgebalten. In der Nacht sind wahrscheinlich bereits mehrere Füsilierungen, darunter die einiger Hodschas und Derwische soivie zwei Softas vorgenommen. Ter Geistlichkeit soll es gelungen sein, im vierten Armeekorps eine reaktionäre Bewegung hervorzurufen. Ein noch unbestätigtes Telegramm aus Konstantinopel vom 25. April besagt, daß die Besatzung des Mbiz bis auf einen geringen Nest die Zildizkaserne geränmt habe und entwofsnet worden sei. Einer großen Anzahl der Mannschaften ist es jedoch gelungen, bewaffnet zu entfliehen. Daher ist seit gestern abend der Belagerungszustand über die Stadt und tue Umgebung verhängt worden. Die Nationalversammlung in San Stefano genehmigte nach stürmischer Debatte den hierauf bezüglichen Antrag des Generals Schefket Pascha. Die Mitglieder der Nationalversammlung haben fast einstimmig erklärt, daß die Absetzung des Sultans unerläßlich sei. Die in den Hotels wohnenden Fremden haben von mehreren Konsulaten Warnungen erhalten, nach 8 Uhr abends die Straßen zu betreten. Der Sultan befindet sich noch in seinem Palaste. Er ließ am Nachmittag den Scheich uel Uslam rufen, der sich um 7 Uhr na chdem Mdiz begab. Es verlautet, die Mannschaften der Selamlikkaserne hätten die Waffen abgeliefert. Die Pforte • ist völlig ausgeschaltet. Ahmud Schefket Pascha führt die unbeschränkte Militärdiktatur. Der Sultan befindet sich noch im Mbiz. Die diplomatischen Missionen wurden benachrichtigt, daß der Belagerungszustand über die Stadt verhängt sei. Präsident des Kriegsgerichtes ist der Artillerieminister Hurschid Pascha. Ueber die Kämpfe, die am Samstag der Einnahme Konstantinopels vorausgingen, wird folgendes gemeldet: Um« 4i 2 Uhr früh griffen die mazedonischen Truppen die auf der Ostseite des goldenen Hornes gelegenen Pulvermagazine in Kassim Pascha, Okmei'dan und Kiathane an, drangen iobnnu ostwärts in der Richtung auf den Bildiz vor und besetzten die Kriegsschule in Pancaldi. Tie Artilleriekaserne im Taximgarten eröffnete darauf gegen die Kriegsschule ein heftiges Feuer und zugleich 'entspann sich ein Kampf um die Laschtischka- und Malschkakaserne. Um 11 Ubr ergaben sich die Taxim- und Matschlataserne, während ein heftiger Kampf um die Taschkischkakaserne mit äußerster ■nen 160 em hoch, 96 cm bo , 4/ cm nei, Mk. 780.-, Heftigkeit fortgeführt wurde, da dort fünf Bataillone Jn- I fnnterie lagerten, unter ihnen das vierte Saloniker Jägerbataillon, von dem der letzte Aufftand ausging und dessen Auslieferung die Belagerungsarmee gefordert bat. Mehr als die Hälfte der Kasernenbesatzung soll gefallen sein. Auch die Verluste der mazedonischen Armee lvaren hier sehr bedeutend. In Stambnl wurden die Pforte und das Kriegsministerium nach leichtem Kampf besetzt. Das Ma- alle iw Rohrkörbe SsgSS ■ttse: Rreis-Ziegenzuchtverein Gießen. th. Gießen, 26. April. Am Samstag nachmittag fand int Cafö Ebel die alljährliche Generalversammlung des Kreis-Ziegenzlichtvereins statt. Nach dem vom Direktor Negierungsrat Merck erstatteten Reck-eujchafts- lericht hat sich die Ziegenzucht gedeihlich weiter entwickelt, doch bleibe nod) sehr viel zu tun, um das gesteckte Ziel zu erreichen. Der Verein, dem int vergangenen Jahre 8 Vereine mit 514 Mitgliedern und 38 Gemeinden angehärten, zählt heute 12 Vereine mit 694 Mitgliedern, sowie 39 Gemeinden als korporative Mit- glieder. Es find dies die Ziegenzuchtvereine Gießen, Großen- Buieck, Inheiden, Großcn-Lfnben, Langsdorf, Lang-Göns, Leihe- gestern, Lich, Obbornhofen, Utphe, Wapenboru-Steinberg, Wiefeck und neu der Ziegenzuchtverein Bellersheim mit 32 Mitgliedern. Die Einnahmen des Kreisvereins betrugen 848,19 Mk. denen an Ausgaben 766,54 Mk. gegenüberstchen. Das bare Vereinsvermögen beträgt 615,03 Mk. Der Vorsitzende teilt mit, daß für 1909 das erstemal die Bezirks-Sparkasse Gießen dem Verein 100 Mk. Beitrag bewilligt und zugesagt hat, diesen Betrag dauernd zu geben. Der Äreisverein hat am 8. August 1908 eine Schau in Lich abgehalten, die sehr gut verlief und bei der zahlreiche Preist an die Mitglieder des dortigen Vereins gezahlt wurden Die Körung hatte 1908 ein «ehr gutes Resultat, es wurden angekort 244 Tiere und zwar 24 Böcke, 113 Ziegen und 117 General-Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und Verlag der Rrühl'schen Univ.-Vuch- und 5temdruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstratze 7. politische Wochenschau. Gießen, 26. April. Der deutsche Reichstag hat in der verflossenen Woche seine durch die Osterferien unterbrochenen Arbeiten wieder aufgenomnuen. Tie ersten Sitzungstage brachten fast nur Petitionen. Unter diesen war eine von besonderem Interesse, die das städtische Oktroi noch einige Jkhre fortbestehen lassen will. Der Reichstag lehnte diese Petition jedoch ab und wandte sich dann dem Erfinderrecht der technischen Angestellten zu. Der hierauf bezügliche Antrag, der die Erfinder besser als bisher schätzen will, fand die Zustimmung des Reichstages. Nachdem man am Donnerstag über bte Einfuhrscheine für Getreide debattiert hatte, erledigte man in den letzten Tagen der Woche noch die kleine Strafgesetznovelle und überwies sie an die Justizkommission. Die F i n a n z k o m m i s s i o n, die sich unterdessen mit der Branntweinsteuer beschäftigte, hat diese Beratungen am Samstag plötzlich unterbrochen, um zunächst einen Antrag der Konser> aliven zu erledigen der die Reichsw r zuwachs- steuer einführen will, als Ersatz für die Nachlaß- ober Erbanfallsteuer. Noch zu Beginn ber Woche hatte ber Reichskanzler beim Empfang ber sübbeutschen Abordnung an bie Konservativen bte ernste Mahnung gerichtet, den Wiberstanb gegen ben Ausbau ber Erbschaftssteuer auf* zugeben. Tie konservative Antwort hierauf war uun eine linkte Ablehnung ber Erbschaftssteuer unb ber jetzige Antrag, eine Reichswertzuwachssteuer an bereu Stelle zu fetzen. Wohl nicht mit Unrecht sieht bte „Köln. Zig." in diesem konservativen Anträge einen Schlag gegen ben Reichskanzler unb seine Schöpfung, ben Block, unb ben Versuch, bie Zentrnmsherrschaft toteber auszurichten. Gegen ben konservativen Antrag werben sehr gut begrünbete Ein- mänbe gemacht. So gibt z. B. Abolf Wagner, ber sonst mt Freunb ber Reichswertzuwachssteuer ist, zu bebauten, daß sie ihrer technischen Schwierigkeiten wegen nicht von heute auf morgen emgefiihrt werben könne. Von anberer Seite wird wiederum darauf hingewiesen, daß eine Wertzuwachssteuer, nne die Konservativen sie sich denken, eine Wertzuwachssteuer auf Wertpapiere, ein barer Unsinn sei. Diese Steuer, so sagen bie. „Münchener Neuesten Nachrichten", würde die Folge haben, daß das Börsengeschäft veröden unb bas beutsche Kapital ins Ausland getrieben würde. Denn an das bei ausländischen Bankiers deponierte unb an mslänbische Börsen umgesetzte Wertpapier könnte bie Steuer nicht heran. Damit würbe ber Ertrag ber Steuer nicht nur zum großen Teil illusorisch werben, sonbern bas deutsche Bankgeschäft unb bas beutsche Wirtschaftsleben würben in einer Weise geschäbigt werben, gegen die der Ertrag der Steuer verschwindend sein würde. Ebenso würde die von ben Konservativen ersatzweise vorgeschlagene Lersünfsachung bes Börsenumsatzstempels wirken. Tas Nünchener Blatt zweifelt baßer, batz sich für biesen An- irag im Reichstage eine Mehrheit finben werbe. Das größte Sebeitfen gegen biese Steuer ist aber jebenfalls bie, baß sie kein wirklicher Ersatz für bie Erbschaftssteuer barstellen würbe. Die Hoffnung ber Konservativen, aus bieser Steuer '80 Millionen herauszuholen, ist allem Anscheine nach :rügerisch. Gegen einen so hohen Ertrag sprechen alle bis herigen Erfahrungen. Das Kaiserpaar weilte in ber verflossenen Woche im sonnigen Äübcn, auf bem Schlosse Achilleion auf Korfu unb ist bei seinen zahlreichen Ausflügen in bte Umgebung des Schlosses von ber Bevölkerung allenthalben freunblich degrüßt worben. Ter beutsche Kronprinz war zur selben Zeit nach Bukarest gereist, um bem Könige Karol :wn Rumänien im Namen seines kaiserlichen Vaters bie 'Glückwünsche zum 70. Geburtstage anszusprechen. Es sinb idei bieser Gelegenheit in Bukarest sehr herzliche Trink- iprüche zwischen bem Könige unb bem beutschen Kronprinzen msgetauscht worben, Trinksvrüche, in benen bes gemein- >amen Banbes gebucht wurde, das das rumänische Königshaus mit dem beutschen Kaiserhause verbinbet. Auch ber stönig von Rumänien ist ein Hohcnzoller. In Frankreich tat ber fteunbliche Bukarester Empfang bes beutschen Kron- toinzen gleich allcrhanb Besorgnisse hervorgerufen. Man ieht ben Einfluß Teutschlanbs in Rumänien wachsen. Auch Besorgnisse anberer Art sinb in Frankreich rege. Sie sinb hervorgerufen worben burch bte unliebsamen Enthüllungen über bte französische Marine. Es hat 'ich herausgestellt, baß schon seit Jahren staatliche Gelber, die für bie Flotte bestimmt mären, in unverantwortlicher Weise verschleubert worben sinb. Tie Folge bavon sinb irge Mißstänbe in ber französischen Marine. Aehnliche Mißstänbe sinb nun auch in ber s p a n i s ch e n Rar ine aufgebeckt worben. Tie Liberalen beschulbigen >ie konservativ-klerikale Regierung, Gelber ber Nation unterschlagen zu haben, bte für Marinezwecke bestimmt waren. Ob es ben Liberalen, wie sie jetzt hoffen, gelingen mrb, bas Kabinett Maura zu stürzen, wirb sich jedenfalls in den nächsten Tagen entsmeiben. Mehr als ein bloßer Ministersturz ist es, was ber* meilen bte Türken bewegt. Tie Truppen ber Jung- ; ürken, bie zur Erhaltung ber Verfassung nach ber Reichsßauptftabt geeilt waren, ljaben biese inzwischen besetzt nnb bie Verteidiger bes Sultanpalastes gezwungen, sich Zu ergeben. Es ist habet zu ernsten Kämpfen in ben Straßen Konstantinopels unb besonbers in ber Nähe bes Dilbiz- Liosk, wie ber Sultanpalast heißt, gekommen. Wie besonnen Lie junktürkischen Truppen hierbei vorgegangen sinb, geht Laraus hervor, baß sic ben fremben Botschaften vorher Schutzwachen gaben. Man hütet sich auf junglürktscher Sei-e Zcrabezu ängstlich, Anlaß zu internationalen Verwicklungen ober zu Einmischung her Mächte zu geben. Was LUs bem Sultan Abbul Hamib werben wirb, läßt sich erie •soooi 28606 15000 M x'm Sirene bennben nd) 4 von ber icgcnböiiuationen unb zwar in Utphe, Gießen, Wiefeck unb Watzenborn-Ltemberg. Der Kreisverein hat zur Untentüiyinä Böcke Ziegen Lämmer 10 11 10 — 13 » 2 14 2 3 7 11 2 17 8 — 23 18 — 4 34 2 5 6 2 6 — 2 2 5 1 7 3 — 4 r> bei Befctaftung guter hort' den <-Gemeinden Langsoor um ßütben je 20 Mk genröhrt. Die Bocke wurden von Bad-Nau-eim bezogen. Die von zwei Revisoren geprüfte :Hfcfmrrm ntiröc von oct Betfommlung angenommen und (fcntlaftunq erteilt benio wurden gerne unweientlicke Aenderungen an oen im Tetember o 3« fceräicn.'n Verein^Za?unqen, die die Lanoivirttckaftskammer qc efarid)t batte, gut flcIviBen Die Vorsianv^wahl batte »olgendes Ergebnis ^Regier an q?iat Dr. Merck, z netter, Jean Sei »et XMtewn, 3td Übertreter, »reit anttSgtfnOe Schupp, Rechner und Sdir rtruhrrr Auf Antrag der Lanvwnilckaftskommer wurden \u h c v i * - vorsiden den genwhlt: L der Borgern Lang Gon6 Burger meister ^Kompf-Long-Gons, Vieh 3. Zimmer Lick. vungen-Lanm dors-Inheiden-lltpl> ftunr 5d ä'et II Langsdorf, Cveßen. rtnn bacy-Watzenborn, WroF.nv L^nben Wnng Schäfer trieften, Alten Bufeck, Lollar, SSteicd, Wrofern Buieck Bürgermeister Schwall» Gvößen-Buseck. 3iir dos lautende 3 iangverein Sängerlrmiz feine Fahnennn'ibe verbindet Der F.-ftplatz liegt am südöstlichen AnSgaiige des Ortes an der Slrar > „ach Lick und beftebt in einer ca. zwei Morgen groß n .. . nfläcbe die allen . n forbt rungt übrigen wird der festgedendc Verein dcjirebt jein, das Fest iu ' geitaltcn, daß sich leder Fesueünehmer wohlfühlen wird ? Nonnenroth, 25. April. Bei der gestern hier vor- genommenen Bürgermeisterwahl würbe Wilh. Happe mit 45 Stimmen gewählt. Ter Gegenkandidat ^?ch. Hoch !. erhielt 32 Stimmen. Die Wahl war sehr lebhaft, mir wenm Bürger beteiligten sich nicht. Wie man hört, soll gegen d' Wahl von der Gegenpartei beim Kreisamt reklamiert werden. auS welchen Gründen ist nicht bekannt. □ Appenrod, 24. April. Hier starb Lehrer Leonhard Maurer nach kurzer Krankheit. Er war seit 1862. also 47 Jahre, im Dienste der Volksschule tätig und beabsichtigte. demnächst in den wohlverdienten Ruhestand zu treten. Maurer war Vorsitzender des Bezirkslehrervere.nS Homberg a. d. Ohm. Unter großer Beteiligung der Gemeinde und der Lehrer deS Kreises Alsfeld wurde er gestern beerdigt. § Wetterfeld, 26. April. (Tel.). Emhundertundzwei über 14 Jahre alte Einwohner von Wetterfeld sind wegen Streitigkeiten mit dem Ortsgeistlichen auS der Landeskirche ausgetreten. O Bad-Nauheim, 25. April. Ein Zeuge au8 der Eiszeit wurde bei größeren Erdarbeiten am Neubau der Badehäufer ausgefunden. ES handelt sich um einen mächtigen erratischen Block, der zahlreiche Gletscher- schliffe aufweist. Er flammt vermutlich vom Winterstein und ist mit dem Gletschereis zutal gerutscht. Der Block wurde neben früheren Findlingen im Park ausgestellt und mit einer Inschrift versehen. L. Friedberg, 24. April. Seit langen Jahren zum ersten Male hat die staatliche Einkommensteuer in unserer Stadt einen Rückschlag zu verzeichnen, der allerdings nur unbedeutend ist. Es ist dies eine Folge der wirtschaftlichen KrisiS, bic natürlich auch anderwärts erscheint. — Nach dem Berichte in der Generalversammlung deS Turnvereins hat derselbe fleißig gearbeitet. Im Festzuge deS deutschen Turnfestes war er mit 45 Mann vertreten; ferner errang er Preise beim Feldbergturnfest, beim Gauturnfest in Lich und bei der Gauturnfahrt in Großen-Linden. 220 Mitglieder gehören ihm an. Erster Sprecher ist Kaufmann Müller. — An die Gewerbe-Akademie haben sich bis jetzt 32 neue Hörer angemeldet. sd. Darm stadt, 25. 2lpril. DaS GroßherzogS- p aar schwebte am Freitag abend in größter Lebensgefahr. Die Equipage, in der die Herrschaften Platz genommen hatten, kam in scharfem Tempo den Herrngarten entlang, als auch mit großer Geschwindigkeit ein Wagen der elektrischen Bahn herabkam und eine Kollision der beiden Wagen unvermeidlich erschien. Nur der Geistesgegenwart des LeibkutscherS, der im letzten Moment die Pferde zu Boden riß und die Equipage dadurch dicht vor dem elektrischen Wagen zum Halten brachte ist es zu verdanken, daß der Großherzog und Gemahlin mit dem Schrecken baoonfamen. — Darmstadt, 24. April. Tie Zentralstelle für Vo l kswo hl sa l) r l läßt die Einladimgen zu ihrer Konferenz in Darmstadt (24 -26 Mai) ergehen Auf der Tagesordnung stehen folgende Themata der Jugendfürsorge: 1. „Für sorge für die schulentlassene männliche Jugend, namentlich im An - schluß an die Fortbildungsfckrule." ^Referenten: llmpersitätSdirek tor Bauer-B en Helsdorf. Universitätsprofessor Obennedi Enalrat Dr v. Gruber München, Dr. Recke Berlin, Fortbildunsissäruldirekwr Uhrmann Erefeld). 2. „Die EnnrbnmgSverhältnifie der Volk? schnlkinder." 'Referent: Universitäts-Professor Ok-fruner Me d^inalrat Dr. Rubner-Berlin) Ter Konferenz bringt nran in weilen Kreisen Deutfck4ands iiub deS Auslandes lebhaftes Iw- leresse entgegen. ViNprechen doch die Verhandlungen, die durch eine klein Ausstellung, eine Spezial ko m'erewz und verschiedene Besicktigungen für alle Jugendfreunde reckt lehrreich^wird, sehr interessant zu merben. T.t Be uch steht allen Interessenten frei, zur Deckung der llnkosten, insbes. für Lieferung der reickchaltigen Materialberichte, wird ein kleiner Beitrag erhoben. Wegen lieber sendung einer Einladung nebst ausführlicher Tagesordnung mtb näheren AngaEn über die sonstigen Veranstaltungen, über die Nnterkunstsverhältnisse die eine rerfit baldige Anmeldung erwünscht erscheinen lassen — wende man sich an brn Geschäfts- rubrer der .Zentralstelle für Volkswohlsahrt, Berlin S.W. 11, Desiauer Str. 14. Darmstadt, 24. April. Ein Trupp Zigeuner, der schon wiederholt in der Gegend von Ober-Ramstadt war, lagerte gestern wiederum in der Nähe des Waldes bei einem Feuer. Bei der lebhaften Unterhaltung entspann sich ein Streit, wobei der aus Seeheim gebürtige 25jährige Zigeuner Peter Delius einen anderen Zigeuner durch einen Revolverschuß so schwer verletzte, daß der Verwundete auf dem Transport starb. Der Täter ist flüchtig. Darmstadt, 24. April. Vom Provinzial-AuS- schuß wurde heute der von dem früheren Bürger- meistereigehilfen Ludwig Goedecke eingelegte Rekurs gegen seine von der Stadt Offenbach verfügte Entlassung ohne Pension zurückgewiesen und der Kläger in die Kosten des Verfahrens sowie zu 10 Mark Aversionalstrase verurteilt. Die Entlaffung aus städtischen Diensten erfolgte s. Z., weil Goedecke der Unterschlagung städtischer Gelder angeklagt, wenn auch mangels Beweises steigesprochen worden war. Wie Bürgermeister Dr. Dullo bei der heutigen Verhandlung mitteilte, mußte in Offenback schon gegen sieben Beamte disziplinarisch eingeschntten werden und auch gegenwärtig schwebt wieder ein neues Verfahren gegen einen städtischen Beamten. Lampertheim, 24. April. Zu der Gräber- s ch ä n b ii n g ist zu berichten, daß der Taglöhner Kronauer, welcher der Tat dringend verdächtig war, >etzt vor dem Untersuchungsrichter em Geständnis abgelegt hat. Er behauptet, die Tat nur zufällig und ohne Vorsatz, sowie im trunkenen Zustand ausgeführt zu haben und will sich auf Einzelheiten überhaupt nicht mehr entsinnen. Landwirtschaft. •• Die Jungvieh und Fohlenweiden des 2mtb- nstrticka'kskammer Ausschusses werden in btefem Fahre früher er augenfällig, daß nein hierub.r ferne Wone ntrhi zu verlieren breuax. Lu Viechzuckter Haven Dam auch tue Aotwendi.-ck.it nnd ^-ntabilität des Wei>*mnaes erkanm wie d-es aus den Änmeid.u-g.n für die l» rvorgebt Tie Rinder i" W ' Nis ist ick - ix? daß neuere Ynmelbraeget • : .'■ne mau angenommen verdea könner. Dagegen ist . ?(L Platz v :i>inDcn cur den Rinderweix^n in Zelle ul' bautet V.v.. öi an üte Der Lsemmgier W > n-.ckc nadx'irhai und f.i Der a\?fr.'*nwkV Tieraarten Tie Landwirte die noch bte - oiid : haben, die Heiörii ;u b tbicfrn. werden autmr öaldigst b im Landu irtsaaitskammcr Au bu); in Gießen ariumrlfirit, her tu Ikjem> u'una der 'Seihettert die idetöen n?mimmt Uwu- tveitcre Mahnung für die Weidetvickickrr ist die rechtzeitige Boi bereiti:na der liext »>ir den Äeidegang. Bei Tieren, btt unmittelbar auS Dem 3lalle auf die Weie kommen, ist ein Aückgang iir C» en-ichts- und Ernährungszustand l»auttg unvermeidlich TesHalb wird zum Zwecke eine; leichteren Angc i ebnung und beiicren Cmnrideluna der Veidetiere verlangt, d'ß dieselben einige Zeit vor Beginn des Werdeganges auf Tiwnnelpi» n und in -1 gänen an den AuientHalt im Freien gewolmt iperbrn und n.ben brn übrigen Jutter keine zudertitete Ir^nfe, sondern mir kal« ftu'ckes Wauer erhalten. Der Weidebeschicker kann viel da,- beitragen, daß der üriblfl de» Weidegangc-> ein auter ist. Berlin. 24 April Soatcnstand d. deutsche, Reicks um Mitte April. Die e-ngeklammerten Zahlen bedeuten April Mitte 1908 ; W.iuerweizcn » l (2 3,; Winieripelz: 2 7 2.3 : Vinterrogacn: 3.0 2 6 ; stl-e: 2.8 2 5 ; Bewänerun^«. wiesen; 2.8 2 > nnd andere V'e>en 3.1 (2.8 In den Bemerkungen beißt es; Die in letzter »en eingcheirnt mildere Witterung und die verschiedentlich gefall tuen Regenmengen dürfte» dazu beitragen, dir bisher noch ziemlich rückständig Enmucklim» der Pflanzen zu beschleun'.gen. Die tierischen Schädling- scheuten b,S aus vereinzelte kleine Reite während des langen Winter» zu. gründe gegangen zu sein Die Vestellimg der »nühtrthr .'aflini war um Mitte April im Norden und Osten des Reich gege» frühere Jahre noch weit im Rückstände Jrübaeiate 'Sinter- getreidesaaten stehen wegen der früh emgetretenen Fröste e.-xbivb besser als bic späten Saaten, dock geben bic meisten B« iiäste der Hoffnuna Ausdruck, daß Lei erntretenher 2Särmr und gern qeabrr Feuchtigkeit fick noch viele Winterickad'N wieder auswack" -., erbt». Futterpflanzen, Klee und Luzerne sind inlnxiie gut durch tx» Winter ansscklieftlich mit Deinstecleu bepflanzt Ter Weinbau ist im Laufe der Jabrhtindertk stark zuruckgegangen und neuerdings durch die leibif/ Peronosvora geradezu in feiner Existenz bebrot.: aber w landschaftliche Schönheit hat burrt) die unzähligen OtP» bäume von mancherlei Art, bic jetzt überall verstreut flehen, nur gewonnen Auch in bic Herzen der Menschen scheilit ber Frühling ei »gezogen zu sein, nnd in der Bürgerschaft herrscht rr freulicl^erwcise eilte so friedliche Stimmung, w man v no l) i oi kurzem kaum für möglich geh städtischen Wahlen, die früher oft mit leidensckaft'ich r Er bittcmitg nnd persönlicher Gehässigkeit geführt nnirbvr. haben sich neuerdings durchaus ruhig und würdig vollzogen Ter neue Bürgermeister Fendl. hat nahezu Ein- ftimmigfeit erzielt; bei ber kürzlich erfolgten Wahl dne Beigeordneten nxircu die Snii'vathie» für jnc bei bi n Br locrber so geteilt, baß nur ein paar einzige Stimmen • rn Totter .;unt Sieg verhalfen, allein auch diese A.ihl ß friedlich und ohne Verhetzung verlausen. Bei der ('ninb» einer gapscl mit vermauert; damit ist and* der alte Strr endgültig begraben. Und bei dem Festessen, da sich« »er Ii* Grundstein de. Friesens zwischen ihm nnd der Stadl se«. gewünscht Habe. T-as Wort war allen Bürgern aus dec ■ Eerncinderäte bevor, und dann kann bt Sradiv rti >ng a-i gehen. die Licht frage, (öas oder el'kttifch s idit » ' ist bic Alternat.ve. Tie Stimmung ist in oct Bürge.ftdüst und tut tHenirinberat geteilt. Wäre nicht der Fürst, der M» dem Schloß, der Rentkammer, dem Obirhoi und zaulreiaei Bcamtenwohnungen ein nicht zu unterschätzender .ibn- tnr-r ist, ein entschiedener Anhänger de. clektiisclxn Llckts. !• hätte man sich längst für Gas entschieden El)^ aber bifK Frage gelöst ist, kann inan an die längst als dringend not wendig erkannte Ncupslasterung der Straßen nicht berar- (Rcrict)t>faaL Konstanz, 24. April. Das bieftae 2d)rourqmd>i tat na* ’irrhaubhinq Den 2aiid vtrt ' u'-mirö G o tz von WH ui-, ietuer ürau unb an w'iv Haier l r < •. i p r <><<1 Tie Konen wurden ber Staatskaste nufedegL Das Urteil »urt< inü Bednll ausgenommen. _ , ... - Das Erdbeben iu Portugal. Turck das Erdbeben sind die Bewohner Lissabon« ® arone Angst geraten. Biele haben die Aackk auf freien 1 - wurde bcdeuiender Schaden angenduct. In Benavenie, coloaim löTcm auS feinen Ufern getreten. Aus den Trümmern von Ben»- v e n t e wurl-en bereit« 40 Leichen geboraeii. Zer H ö n t a brachte bic Nackt auf dem Schauplatz bes E'dbebenS. 3» eo» tareni unb Avi» wucken neue l^rdedckütterungen renr-- Ta« Parlament bereinigte eine Halde Million zur rt,|rn T- lei»:ung. ccit Sonntag haben bie Erbersckü-tertin-en z> *• , gehör». Nur in Beuavente und Samora be 6ort< •vr.iben neue Erdstöße roahrgenonunen. Tie Zahl oft l* i f i a b o n ’’c töteten wird au» 88 angegeben; oe ' m ' werden 120 Menjcheii. Etwa 100 er litten Verletzungen. *:c" So bekommen Sie 45 Pfennig Uhr noch Hanny Schulmeyer* Die tieftrauernden Hinterbliebenen. nachmittags 2 Uhr, zu Salzböden. 2494 Giessen, den 26. April 1909. 2486 Die trauernden Hinter-tte-enen. Greben, den 26. April 1909. 03004 2488 Herr Johannes Becker im 66. Lebensjahrs. stille Teilnahme tiefbetrübt mitteilen. 0300g Ali Bei dab noch sowie für die überaus zahlreichen Blumenspenden sagen wir hierdurch unseren aufrichtigen Dank. 50 Pfennig bezahle, so — heraus!" Die trauernden Hinterbliebenen. Klein-Linden, Aliendorf a. d. Lahn, den 26. April 1909. Benavente und Samora sind zerstört. Salvantere und San Stefano sind sehr beschädigt. Der König, der mit feinem Oheim, Don Alionso, aus dem Schauplatze war, ist am Sonntag nach Lissabon zurückgekehrt. Münchener Bür^erbräu Gut^ehaltene Weine Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme während der schweren Krankheit und bei der Beerdigung unserer lieben, unvergesslichen Die Beerdigung findet Dienstag den 27. d. M., nachmittags 3 Uhr, zu Klein- Linden von dem Hause Lützellindener Strasse Nr. 3 ans statt. Viktor v. Scheffel einst l h in vollem Maße auch c Mitta^stisch in und äusser Abonnement. Reichhaltige Ta£es- und Abendkarte. Die Beerdigung findet statt: Dienstag den 27. d. M., 3 Uhr nachmittags, vom Portale des neuen Friedhofes ans. [2502 ' Die trauernden Hinterbliebenen. Giessen, Liebigstr. 75, den 26. April 1909. Gestern morgen 111/2 Uhr entschlief sanft nach kurzem schweren Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater, Grossvater, Schwager und Onkel Giehener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hessen am Dienstag dem 27. April: Meist trüb. Vereinzelt Regen. Südliche Winde. Die Beerdigung findet Dienstag den 27. April, nachmittags 5 Uhr, vom Portale des neuen Friedhofes aus statt. [2505 Restaurant „Hessischer Hof“ Frankfurter Strasse 7 Dillenburger Kronenbräu Dortmunder Union-Pilsener Verenkychtes. *' Die leichteste Münze. Ans Paris wird berichtet: Die Tage der kupfernen Soustücke sind gezählt. Tie populären gvoßen braunen Münzen u-erdeit bald der Vergangenheit awgc- hören, sie werdet: eingezogen und an ihrer Stelle iverden neue Einfvn- und Zweisoustücke ausgegeben, die >vohl die leichtesten Münzen der Welt sein werden. Tenn die neuen Stücke werden aus Aluminium geprägt und im Mün.mntt ist inan bereits eifrig am Werke, die Vorchereilnugen zu dieser Arbeit zu treffen. Es sollen für 63 Millionen Zyiiitf und Zehn Centimes stücke aus- gegeben werden. Das Metall, das dabei verarbeitet wird, wiegt insgesamt 2 171 000 Mito: da das Mito Aluminium einen Metallwert von 5 Franks hat, repräsentiert die verwandte Munrinium-- menge einen wirklichen Wert von 10 654 000 Franks. Hierzu treten noch 1 200 000 Franks Prägekosten, so daß dem Staate die auszugebenden 63 Millionen nur 11845 000 Franks tosten. Trotzdem wird die französische Regierung bei dieser Umwandlung! einen Gewinn nicht verzeichnet: können: nach genauen Berechnungen bez:fsert man den Nominalwert der zirkulierenden Kupfermünzen aus 56 Millionen: nach der Einschmelzung werden sie als Metall j"doch nur einen Wert von 6 Millionen Franks haben. * Erkannt. „. . . Was, der Geruch meiner Zigarre be- hagt Ihnen nicht ? Erlauben Sic mal, wenn ich für etne Zigarre Todes-Anzeige. Samstag den 24. April 1909, abends 11 Uhr, verstarb nach langem schweren Leiden im Alter von 25 Jahren in der chirurgischen Klinik zu Giessen unser innigstgeliebter, treusorgender Gatte und Vater, unser guter Sohn, Bruder, Schwager, Neffe und Onkel Handlungsgehilfe "Wilhelm Viehmann was wir Freunden, Verwandten und Bekannten mit der Bitte um Kleine Tageschron». In dem Dorfe Schönau am Thüringer Wald find kürzlich Erdsenkungen wahrgenommen worden. Einige Straßenteile milchten gesperrt tverden. Die Ursache soll in Unterwasch- Inn gen durch den Leinekanal bestehen. Die Diphteritiserkvankungen in der Kaserne des Magdeburger Pionierbataillons sind noch im Ausbreiten begriffe::. Die Zahl .der teilweise bedenklichen .Krankheitsfälle ist auf 30 gestiegen. Der 17 Jahre alte Hausdiener Karl Trautmann, der in der Nacht zum 4. April den Stellenvermittler Franz Richter in Halle durch Beilhiebe ermordete, wurde in Schöneberg bei Berlin verhaftet. Bei K a t t 0 w i tz wurde Graf Franz Ballestrem, der dritte Sohn des früheren Reichstagsvräsidenten, aus einem Kraftwagen geschleudert und starb im Krankenhausc, ohne die Besinnung miedererlangt zu haben. Auch der Ehauffeur, der die Führung verloren hatte, wurde lebensgefährlich verletzt. Ein am Samstag in Düsseldorf ausgestiegeuer Ballon landete gestern nach 22stündiger Fahrt in der Nähe des Rix- d 0 r f e r Krankenhauses. Infolge des starken A n p r a l l s kipple alles friedlich ablau fcn werde. Trotzdem herrscht im Palast große Erregung. Eine Militär-Diktatur scheint unvermeidlich. Die Anstifter der letzten Unruhen werden streng bestraft. Zahlreiche Priester sollen verbannt werden. Mahmud Schewket Pascha hat sein Hauptquartier in der Taxim-Äaserne aufgefchlagen. Tanger, 26. April. Der deutsche Reichsangehörige Ren sch- Hausen hat auf der Hafenmvle die deutsche Flagge gehißt. Der Magzehn hat bei der deutschen Gesandtschaft dagegen protestiert. Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, die zahlre:chen Blumenspenden und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Ausselds bei dem Hinscheiden unserer teuren Entschlafenen Frau Wilhelmine Sommerlad verw. Eidmaun geb. Schütz sagen wir allen herzlichen Dank. Statt jeder besonderen Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren innigst geliebten, treusorgenden Gatten, Bater, Bruder, Schwager, Schwiegervater und Onkel Christian Fritz Bahnwärter zu Friedelhausen Veteran der Feldzüge 1866, 1870/71 nach kurzem schweren Leiden im Alter von 64 Jahren in ein besseres Jenseits abzurufen. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: I. d. Namen: Elisabeths Fritz geb. Schaub. Krlebelhaufen, den 26. April 1909. Die Beerdigung findet statt am Mittwoch dem 28. d. Mts., Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen innigstgeliebten Mann, unseren lieben Sohn und Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Herrn Josef Conrad Friseur am 24. d. M. durch einen sanften Tod von seinem schweren Leiden zu erlösen. l Bübingen - Tübingen, 26. M 1 Silben bei Frühling ük Hüten ein schimmernd 3rc (örö^inaböraktmeiöun^cn, Neustadt a. Hdt., 26. April. Eine gestern hier abgehalteue Versammlung des Pfälzischen Weinbaues inkl. der Weiu- händler und Kommissionäre faßte nach einem Bortrage des Reichs- tagsabgeordnetcn Schellhorn-Wallbillis eine Resolution, in der sie sich einstimmig gegen jede Verteuerung des Weins ausspricht. Göttingen, 26. April. Professor Dr. Nierhus, Mitglied des Herrenhauses, ist hier g e st 0 r b e n. Paris, 26. April. Der Matin meldet aus San Stefano: Die National-Bersammlung hat beschlossen, von nun an ihre Beratungen in San Sophie in Konstantinopel fortzusetzen. Augenzeugen versichern, daß in den Taschen von zwei Flüchtlingen aus hem1 Pildiz 27 000 Pfund gefunden wurden. Auf der Galatha-Brücke wurde gestern ein Priester und ein Soldat gehängt. Die Absetzung des Sultans gilt als sicher. Ter nächste Großwesir dürfte Perid Pascha Gouverneur von Smyrna sein. Paris, 26. April. Wie bereits Mitgeteilt, hat die Regierung beschlossen, die Postbeamten, die in verschiedenen Versammlungen gegen den Postminister swlemisierten, zur Verantwortung zu ziehen. So sind für morgen, Dienstag, 7 Postbeamte, die bei der letzten Versammlung der Postbeamten das Wort ergriffen hatten, vorgeladen worden. Die Regierung ist entschlossen, die Versetzung eventuell auch die Absetzung der Beamten zu verfügen. Die Regierung hrirb ihre Maßregeln jedoch erst nach bem 1. Mai treffen, um einen eventuellen Ausstand oder Kundgebung am 1. Mai zu verhinbern. Konstantinopel, 26. April. Gestern vormittag erfolgte in Skutari die Ausschiffung ber Salonikier Truppen, die in Ordnung vor nch ging. Es würbe ntur vereinzelt auf sie geschossen. Der Pildiz war bis gestern abenb 7 nicht besetzt. Konstantinopel, 26. April. Der Kämmerer erklärte, der Sultan habe die Hoffttung ausgedrückt. die Gondel um, wobei die Insassen, drei Offiziere, zu Boden geschleudert wurden. Einer erlitt schwereVerletzungen. In Baesrode bei Gent ist der Dampfkessel einer Zuckerfabrik explodiert; die Fabrik ist in Brand geraten. Sechs Menschen wurden getötet und mehrere verwundet. Vorletzte Nacht ist üt Uzwyl das bekannte große Hotel gleichen Namens gänzlich abgebrannt. Bei den Löscharbeiten wurde ein Feuerwehrmann getötct. In Santa Maria de Osera in 'Spanien kam cs lucgeit der vom Bischof mtgeorbntien Neubauten an der Klosterkirche zu Reibereien zwischen den Gendarmen :rnd den Einwohnen: des Ortes, in derer: Verlauf mehrere Leute erschossen und verwundet wurden. Die E i s m a s s e n, die die Mündung des Niagara ver sperrten, konnten am Samstag ge sprengt werden. Der Abgang des Eises erfolgte glatt. Der Oksamtfchaden beläuft sich aus eine Million Dollar. Ein heftiges Gewitter ist gestern über bei: O st e n Frankreichs niedevgegangen imb hat in der Champagne, besonders in den Weinbergen, großen Schaden ange- richtet. Märtte. m ic. Frankfurt a. M., 26. April. (Orig.-Telegr. des „Gieß. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen Pik. 25.00—60.00, Kurhessifcher Mk. 25.00—24.25, La Plata Mk. 26.25—27.25, Kansas Mk. 25.25—25.75, Roggen (hiesiger) Mk. 18.75—19.00 Gerste (Wetterauer) Mk. 19.00—20.00, Franken- selber Mk. 19.00—20.00, Saker 18.00—19.00, Mais Mk. 17.25—00.00. Weizenmehl Mk. 34.50—34.75, 00—00, 2. Qualität Mk. 33.00 bis Mk. 33.25, 3. Qualität Mk. 31.00—31.25, Roggenmehl 0 Mk. 26.75—27.00, l.QualitätsMk. 23.75—24.00, Weizenkleie Pik. 10.75 bis stick. 11.00, Roggenkleie Mk. 11.75—12.60, Maiskeime Mk. 00.00 bis Mk. 00.25, Franken, Pfälzer, Ried Mk. 19.75—20.25. Alles per 100 Kg. ab hier. fc. Frankfurt a. M., 26. April. (Telegr. Orig. - Bericht des „Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen V i e b Marktpreise. Zum Verkaufe standen: 592 Ochsen, 40 aus Oesterreich, 39 Bullen, 0 aus Oesterreich, 135 Kühe, Fersen, Stiere tmb Rinder, 305 Kälber, 198 Schafe und Hämmel, 1794 Schweine, 1 Ziegen, 8 Ziegenlämmer, 3 Schallämmer. Bezahlt wurden für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1. Qualität 74—76 Mk., 2. Qualität 68—72 Mk., 3. Qualität 60—62 Mk.; Bullen: 1. Qual. 66—68, 2. Qual. 60-62; Kühe 1. Qualität 71-73 Mk., 2. Qual. 58—60 Mk., 3. Qual. 48—50 Mk., 4. Qual. 00—00 Mk., 5. Qual. 00—00 Mk. Bezahlt wurden für das Pfund Schlachtgewicht: Kälber 1. Qualität 97 bis 100 Pfg., Lebendgewicht 58—60 Pfg., 2. Qualität 95—100 Pfg., Lebendgewicht 56—60 Pfg., Schlachtgew. 73—75 Pfg.; Schafe: 1. Qual. Schlachtgew. 70 bis 72 Pfg., 2. Qual. 64—66 Pfg. Schweine: 1. Qual. 66—67 Pf., Lebendgewicht 54,0—00,0 Pf., 2. Qual. 65—00 Pf., Lebendgewicht 52,5—53,0 Pfg., 3. Qual. 60—64 Pfg., Lebendgewicht 00-00 Pfg. Geschäft bei Hornvieh gut, kein Ueberstand, ‘bei Kleinvieh gut, kein Ueberstand, bei Schweinen mittelmäßig. Handel. ** s)t cuc Reichs- und prcu ß. Ijnleihcn. Wir tier weisen die Interessenten auf .hie in der heutigen Nummer ento haltene stlusschreibung von je 400 Millionen 4 prvzenttgc und 3', - prozenttgc Deutsche Reichs und prcußisck)e Staatsanleihe. "EDD d)t(fen ^"divirie ; rMM 1 ÖetbcbeidjiJA"1 mit fQlb:. •licc: 2.8 5; ! ^>en 3.1 (28) Ä HQt^tum bei K Ä -Cn StQnb' ta »luMjen fa en in P'’tW- ' * rrima Kognak Spezialmarke, garantiert franz. Verschnitt, ärztlich empfohlen, per Literslasche 2 Mk., ist der preiswerteste und beliebt wegen seines vorzüglichen Geschmackes. Ferner gelten meine französischen Kognaks unter Originalverschluß als die besten, welche der Markt bringt. 13941 E. Dort, Walltorstr. 45. Kartoffeln. Paulsens Juli, feinste tz-rüb- karwnel, auch zu Salat geeignet, lgelbsleischig» empstehlt (2237 I. Weisel, Sonnenstraße 6. Hühneraugen Hornhaut 2c. entfernt sicher mein bekanntes [2403 „Radikal“ Flasche Mk. 0.50. 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