■ Bezugspreis: monallicb 75 Pf., viertel-' jährlich Mk. SLO; durch Abhole- u. Zweigstelle« monatlich 65 Pf.; durch d ie Post M.2.— viertel- jährl. ous»d)(. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Pf^ auswärts 20 Pfennig. Verantwortlich für den politischen Teil: E. Anderson; f. Feuilleton und „Vermischtes^ K. Neuraih; für „Stadt i u.Land" und «Gerichtssaal": E. Heß; für be t, Anzeigenteil: H. Beck. dlatt 159. Jahrgang Dienstag 23. Februar 1909 erscheint täglich, außer MM "^ST && Sonntag?. - Beilagen: J Ls viermal wöchentlich JS z». z^K AWk >8^ A A A Ak Ak. Ak Ak A SießenerZamklienblatter; M «AM AV* AL'®® M■ <* A * Ak A A& zivermalwöchentl.llreis- @ »M «3 Äj S??8 W M M &*9 kH M yT /H M /3 A -La LÄ V blatt f är ben Kreis Rieften ■■■■ ■ > W W M tö K H ■ ■ (DienstagundFrerlag); fe BÄ U8 vA ä8 p.'x W W W fz^f Ws M fed > •&' i-H zweimal monatl. Land- M gjfi M M M M fei M M M ÄL. LZ rÄ wirtschaftliche Seitfragea U M W W" fc§ M Ä 8fr ^entsprech-Anschlüsse: SS V für die Redaktion 112, N8 General-Anzeiger für Gberheffen bis vornüttags"^E RotaüonrdruS md Verlag der Vröhi'fchen Aniv.-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstratze 7. Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. 5timnmng-dil- aus dem preutz. Abgeordnetenhaus. Berlin, 22. Februar. Oedc und leer, wie die Veste der Erde am ersten Schöpfungstage, präsentierte sich am Montag die preußische Lanb- srube. 3m Zirkus Busch hielt der Landtvirtsbund seine Zahreshcerschau ab, und die Folge war, daß auf der rechten Seite des Hauses der parlamentarische Pflichteifer nur kümmerliche Blüten trieb. Kaum ein Dutzend der Herren von der konservativen Fahne war auf dem Posten, nnb das an einem Tage, da der Landwirtschaftsetat zur Debatte stand. Die aber da waren, feierten nicht, neben Herrn v. Pappenheim brachen Graf Wartcns- leben, Herr v. d. Osten und General v. Kloeden pflichtschuldigst ihre Lanze für die Landwirtschaft. Herr Wamhoff von den Nationalliberalen eröffnete den Tanz mit einem Appell an den Landwirtschaftsminister, schleunigst auf die Linderung der Hochwass er schaden hinzuarbeiten, und seine Fraktionskollegen v. Campe und Cngelsmann brachten die Klagen der Landwirtschaft über die schädlichen Wirkungen der Bergwerksabwässer und die mangelnde Fürsorge für den Weinbau zur Sprache. Des Weinbaus nahm sich in seiner geraden, wackeren Art auch der nationalliberale Pfarrer Hackenberg an, der zugleich eine larmogante Brandrede des Sozialdemokraten Seiner! kurz und bündig abtat. Weniger kurz und weniger bündig, aber reichlich subjektiver hat das nachher auch Herr v. Pappenheim, der in seinen Angriffen auf den Sozialdemokraten manchmal bedenllich die Grenze des parlamentarisch Erlaubten streifte. Vom Freisinn sprach Dr. Pachnicke, seine hübsch poin- tierte Rede galt vornehmlich einer Rechtfertigung des vom Zentrum und den Konservativen unter Zustimmung des Ministers unsanft angefaßten Professors Plate, des Nachfolgers Haeckels. Der Minister selbst ließ sich schließlich auch einmal vernehmen. Mer auch feine intimften Freunde werden nicht behaupten können, daß weltbewegende Worte ihm entschlüpft wären. Er rühmte sich, daß für die lieber» schwemmten alles geschehen sei, was möglich war', und ließ sich im übrigen angelegen fein, Herrn Le inert zu wider» legen, was diesmal keine schwere Shinft war. Am Dienstag geht die Debatte weiter. Aerzteverband und Staatsftiretär. Bekannllich hatte Staatssekretär v. Bethmann-Hollweg am 5. Februar im Reichstage den deutschen Acrzten den Borwurf eines Mißbrauche des Koalitionsrechts gemacht und die Möglichkeit eines Imstichlassens Kranker ober Sterbender als einen Rückfall in unsoziale Zustände schlimmster Art bezeichnet. Gegen diese Ausführungen des Staatssekretärs wendet sich nun ein Offener B r i e f, der tont Vorstand des Verbandes der Aerzte Deutschlands zur Wahrung tljrcr wirtschaft!icl>en Interessen unterzeichnet ist. Tort heißt es u. a.: „Mcht die Idee der Koalitionsfrciheit, nicht die uns angemutete Herrschsucht hat unS zusanunengeschweißt, nein, es war die Nut, die uns als freien Bürgern unseres Staates und als den Hütern eines freien Lernfes, den Existenzkampf gegen Übermütige unb herrschsüchtige Kassenverwaltungcn ausnötigte." — „Wenn jetzt in Köllr Kranke oder SterlKnde ihrem Elend hilflos überlassen werden, dann trifft die Schuld daran nid# die Aerzte, sondern die Kassenverwalrungen, die zwar durch öffentliche Bekanntmachung ihren Kassenmitgliedern mitgeteilt haben, daß sie Kosten, die aus der Inanspruchnahüte der alten Kölner Aerzte entstehen würden, nicht ersetzen, die aber nicht, wie es ihre Pflicht war intb ist, für die ausgeschalteten Kassenärzte ausreichenden und vollwertigen Ersatz beschafft hoben. Daß die Krankenkassen kämpfe zum Teil auf Kosten der Kranken geführt tverben, ist sdKndlich, das geben wir zu, aber das sollten sich in erster Lime diejenigen sagen, die jene Kämpfe aus Herrschsucht herbeigeführt, und die- jenigen, die sie nicht verhindert haben. Wir Vertreter der kämpfenden Aerztcschaft fühlen uns Ijcute noch wie mmiet als die Vertreter eines Standes, dessen Aufgabe und höchstes Ziel Betätigung der Menschenliebe ist, die Verwirklichung unserer sozialen Gesinnung sehen wir in der gewissenhaften Ausübung unseres Berufes und wir sind überzeugt, daß hierin die bcutfd^e Aerzto- schast hinter keiner anderen Gesellschaftsklasse zurückstcht. ?Aber wir Aerzte haben auch die Pflicht, der Selbsterhaltung und Pflidstem gegen unsere Familien; deshalb l-eißt es dem Publikum einen schlechten Begriff vom ärztlichen Stande beibringen, wenn man uns zumutet, and) im Kriege unseren Gegnern den Willen zu tun und uns ihm so lange zu fügen, bis wir überflüssig geworden sind." Zum Schluß heißt es' „Sollte aber der Versuch gewagt werden, uns Aerzte mit unseren Beruisstwderungen unter den Svrud) eines Schiedsrichters zu zwingen, und auf diesem Wege uns das Recht der Freiheit der Hilfeleistung, unsere beste Waffe zur Verteidigung unserer Berufs- und Standesinreressen, aus der Hand zu winden, dann können Exzellenz versichert sein. Sie werden die beutfajc ^letzteschäft ebenso einig int Lbideritande finden, wie sie jetzt zum Schutze ihrer bedrohten Z^llegen einig und treu zusammensteht. Sorgen Sie dafür, daß künftig allenthalben den ärztlichen Standesvertretungen das Recht eingeraunrt werde, bei der Regelung des kassenärztlichen Dienstes mitzuwirken, daß dem Arzte in Zukunft fein ihm durch die Reichsverfassung verbürgtes Recht auf freie Ausübung des Berufes gewährleistet und er der Willkür der Kassenvvrstände entrückt werde. ^Tann, aber nur dann, wird endlich dein ärztlichen Stande der Frieden zurückgegeben sein." _________ KoLLteschc Ss§esscL)KU. Das parlameularischc Wahlrecht in Deutschlaud. , Nun da ein so rveitgehendes Jndwesse an der WahlrechLS- frage alle Kreise unseres Volkes erfaßt und gepackt hat. gerade nun wird eine Schrift des Geschichtsforfchers Professor Dr. Georg von Be low (Freiburg i. B.) über das parlamentarische Wahlrecht erhöhtes Interesse beanspruchen müssen, ^ie Schrift, die im Verlage von Karl Curtius in Berlin W. 35 erschienen ist, behandelt smvvhl das Reichstags- wie das Landtagswahlrecht. Zunächst gibt sie eine Darstellung der Einführung des Reichstagswahlrechts und ihrer Motive soivie der Bedenken, mit denen man ihr begegnete. Sodann verfudst sic eine allgemeine Würdigung des Reichstagswah'lrechts vom historischen und praktisch-politischen Standpunkt aus. Sie schildert seine^ ungünstigen Wirkungen und seine Vorzüge. Ein Vorzug der Schrift liegt unzweifelhaft darin, daß sie die Erfahrungen, die man in Süddeutschland mit dem gleichen und direkten Wahlrecht gemacht hat, für die allgemeine Erörtei-ung verwertet. Sie wird in Süd- und Nor^eutfck-land gleichmäßig Beachtung sinden, in Boden, Württemberg, Bayern, ebenso wie in Sachsen, Hessen, Oldenburg, den Hansastädtcn und Preußen. Sie wird aber nicht nur von denen gelesen werden, die sich mit beit dort aktuellen Fragen besckKftigen, sondern, da ihre Erörterungen auf dem Grunde historischen Betrachtungen ruhen, von allen, die von historisch- politischen Interesse erfüllt find. • Ter Nachfolger Sydows. Es scheint bereits emitlich mit der ÄMöglichkeit gerechnet zu werden, daß Sydvw nach dem etwaigen Scheitern der Reichs- finanzrefvrm abgehen werde. Man erörtert auch schon die Frage des Nachfolgers, ohne natürlich positives zu wißen. Die „Dresd. Nachrichten" scyreiöen: In Verbindung mit der Nachricht, datz die Stellung des Reick)sschatziekretärs Sydow erschüttert fei, wissen einzelne Blätter zu meloen, es schwebten mit dem Oberbürgermeister Beutler-Dresden Verhandlungen wegen der lieber» nähme diej es wichtigen Neichsamtes. Wir sind ermächtigt, zu erklären, daß wegen der llebernahmc eines ZbeichKamtes mit ihm nicht vcrhandell worden ist. Finauzreform und Frauckeusternsche Klause!. Der frühere Reichsschatzsckielär v. Stengel veröffentlicht in der „Deutschen Revue" einen Au'satz, worin er nachdrücklich die Äe- feitigung der Franckenstoinschen Klausel befürworlet. Er hofft, „daß sich aui Grund einer nun dreißigjährigen Erfahrung bei der Beschlußfassung über § 3 des jetzt vorliegenden Reformeulwurtes im Reichstag eine Mehrheit finden werde, die sich für bte endliche Beseitigung des letzten Restes jener veralteten Gesetzesbestimmung elttscheidet", und fährt fort: „Ueberetnflimmeitöe Mehrheitsbeschlüsse von Reichstag und Bundesrat würden allerdings in diesem. Fall noch nicht genügen; vielmehr bebar$ es hierzu im Hinblick aui § 39 Abs. 1 mit § 4? Abs. L des geltendes BtunnlweinsteuergesetzeS auch noch ber besonberen Zustimmung ber Reservalslaaten. Daß aber hieran bte Sache scheitern sollte, ist um so weniger zu besorgen, als nicht bloß bic Regierungen ber Reservalslaaten, sondern auch deren Landtage wohl hinlänglich davon überzeugt sein dürften, daß für bte Einzelstaalen von bem wetteren Fortbestehen des Ueoerwetsungssystems wohl mehr Schaben als Nutzen zn erwarten wäre. Die Hauptsache bleibe freilich immer, baß bis Steuervorlagen selbst in ausrelchenbem Umiangc bewilligt werben. Aber Eile tut not. Ter verheißungsvolle Herbst 1908 ist längst vorüber; bas Frühjahr 1909 steht bereit» vor ber Tür, unb noch immer mangelt jebe Sicherheit, baß eine Berstanbigung uniec ben gesetzgebenden Faktoren erzielt werde. Schon werden Zweuel laut, ob es überhaupt möglich sein werde, die schwierige, umiangreiche Aiifgabe in ber laufenbeit Session noch zu bewältigen. Jede Verzögerung um Wochen und Nlonate steigert aber den Fehlbetrag um eine Reihe weiterer Millionen unb häuft bie Schwierigkeiten einer gebcihltchen Turchfuhrung ber Reform. Gewiß trägt kurzsichtiger Eigennutz beteiligter Interessentenkreise, bic jebes Opfer an materiellen Gütern ängstlich von sich selbst adzuwenben trachten unb nur solche Steuern als zweckmäßig empfehlen, bie von anberen zu tragen sinb, hieran große Schulb. Aber ungesunber PartikulariS- ntils, parteitaktische Rücksichten, üieleitenbe Schlagworte unb Toktrinarismlis haben nicht minber schweren Schaben gestifiet. Auch hierin Opfer zu bringen unb sich weise Selbstdeschränkung aufzuerlegen, ist ein bringenbed Gebot ber Gegenwart. Möchte biese ernste Mahnung bei allen, bie es angeht, in ber Stunbe ber Enlscheibung nicht unbeachtet bleiben!* Auflösung beß sinulänbischeu Laubtages. Der erst dieser Tage einberufene ftnnländifck)e Landtag ist nun plötzlich durch einen Ukas des Zaren ausgelöst worden. Die Beweggründe für biefen Mfsetzen erregenden Vorgang find nach dem unfernd/cn Manifest folgende: Bei der Eröffnung des gegenwärtigen Landtages habe dessen Talman die Landtagsstatuten verletzt, indem er es, trotz der ihm durch einen kaiserlichen Hinweis gemachten Wanmng sich tzerausgenommen hatte, im Namen des Landtages in unangebrachter Weise ein abfälliges Urteil über eine vom Kaiser beseitigte Entscheidung des Ministerrates hinsichtlich des Reglemciits zur Prüfung^der finnläudisd^n Angelegenheiten, die gleid)zeitig die Interessen des Landis, berühren,. zu fällen. Der Landtag verkennt den wahren Sinn des genannten gesetzgeberischen Aktes, ter lediglich zum Schuhe allgemeiner staatlicher Interessen beschlossen würde und deren Wahrung immer von vornehmster Bedeutung bleiben muß. Aus der Tatsache derartiger unangebrachter, abfälliger Urteile ist ersichtlich, daß der Landtag im gegebenen Falle sich nicht von dem Bewußtsein des tatsückftichen Wohles Finnlandes leiten ließ, dessen Znteresfen so unlösbar mit den Interessen des ganzen Reiches verknüpft sind, und cs sind habet keine fruchtbringenden Resultate von der Tätigkeit dieses Landtages zu erwarten. — Man sieht, es sind wieder einmal schwere Zeiten für das Großfürstentum Finnland angebwchen. Dentsetzes 2Seid?* Die nächste Sitzung des preuß. Herrenhauses, die sich mit der Gehaltsaufbcsserungsvorlage für Beamte, Lehrer und Geistliche zu befassen haben wird, soll Anfang März stattfinden. Nachdem die Vorlage in der Kommission durchberaten ist, soll sie auch unverzüglich dem Plenum zugehen, so daß Hoffnung vorhanden ist, sie Ende des Jahres zu verabschieden. Die Koh le narb ei ter im Kieler Hafen haben wegen Lohnheraüsetzung die Arbeit eingestellt. Die Kohlendampfer können nicht gelöscht werden. Vermutlich werden sich andere Hafenarbeiter den Streikenden anschließen. Reisen nach Russisch-Zentralasien. Die Außerachtlassung der russischen Bestimmungen über Reisen von Ausländern nach Russisch-Zentralasien hat, namentlich in neuester Zeit, für viele Reisende Unzubräglichkeitcn im Gefolge gehabt. Es wird daher in Erinnerung gebracht, daß nach der 1905 erfolgten Aufhebung der Reiseftciheit in Russ'sch"Lentralasien Ausländer für Reisen nach diesen Gebieten einer besonderen Erlaubnis hedürfen, die durch die diplomatischen Vertretungen ihrer Länder in St. Petersburg einzuholen ist. Ans Stadt und Land. Gießen, 23. Februar 1909. Gedenket der hungernden Vögel! ** Tageskalender. Stadttheater. Dienstag abend 8 Uhr: .Hofgunst*. Mittwoch nachmittag 3'/s Uhr Ki n b c r - Vorstellung: »Die Puppenfee* unb .Die sieben Geislein*. ** Die Gesellschaft für Soziale Reform hält ihre nächste Generalversammlung am 4. bis 6. März in Frankfurt a. M. ab. Auf her Tagesorhnung steht nur die Privatbeamtenftagc. Zur Vorbereitung sind drei Hefte der Schriften der Gesellschaft erschienen, von denen Heft 25 die Kranken-, Unfall- und Invalidenversicherung der Angestellten, Heft 26 den Dienstvertrag der Handlungsgehilfen, der Techniker in nicht gewerblichen Betrieben und ber Güterbeamten, sowie die Konkurrcnzllausel, Heft 27 den Dienst- Vertrag der Werkmeister und Techniker in gewerblichen Betrieben, den Dienstvertrag ber Bureauangestellten unb ben Erfiuberschutz behanbelt. Außerbem enthält Heft 27 einem Schlußaussatz deö Reichstagsabgeorbneten Dr. Potthoff über einheitliches Privalbeamtenrecht. Darüber schreibt bic „Soziale Praxis", baS Organ ber Gesellschaft: „Me Pott- hofssche Arbeit zieht gewißermaßen bas Resümee aus ben sieben vorangehenben. Sie zeigt einmal, wie bie gegenwärtige Zersplitterung bes Rechts ber Angestellten aus sozialen, logischen unb juristischen Grünben unhaltbar und wie die Vereinheitlichung des Privatbeamtenrechts bic Bor- bebingung für einen wirllich ersprießlichen Fortschritt unserer sozialen Gesetzgebung ist. Tie Schaffung eines einheitlichen Privatbeamtenrechts darf aber nur erreicht wer- be/n durch Ausdehnung der günstigsten Spezialgesetze auf alle Gruppen, nicht etwa durch Zurückschraubung der bevorzugten auf ein niedrigeres Niveau. Die einheitliche Fort» entwicklung dieses Rechts muß na chsozialen Grundsätzen erfolgen, b. h. immer stärkere Betonung der Persönlichkeits- interessen gegenüber ben Vermögensinteressen unb bamit zugleich ber öffentlichen Interessen (Gesundheit, Nachwuchs, Wehrfähigkeit, Konkurrenzfähigkeit) gegenüber den Privat- interefsen. Vor allem diese letzte Arbeit, bic geradezu glänzend geschrieben ist, verdient die Beachtung weitester Kreise." Man lese den Gießener Anzeige^ grStzte und reichhaltigste Tageszeitung Gherhestens mit des vettagea .LaMtlienblatter", ^randwirtschaftlichü Seitftsges" vud dem Krelsbiatt für den Kreis Gieße«. Auflage über ^000 Expl. Alle VnestrLgsr, unsere Zweigstellen und bie Geschäfts- stelle bes Gießener Anzeigers nehmen Bestellungen auj dar Gießener Üazeiger entgegen. •* Im Kaiser-Panorama wird diese Woche cüic mit der Hamburg-Amerika-Linie ausgeführte Reise nach dem Orient in vorzüglichen Aufnahmen wiedergegebcn. Nach kurzer Besichtigung Genuas besteigen wir daselbst den Vergnugungsdampfer „Prinzessin Viktoria Louise* unb unternehmen eine Fahrt in die Riviera bis Monte Carlo. Von hier aus geht es nach Neapel, woselbst unS unter anderem Jnterressanten das englische Mittelmeergeschwaber zu Gesicht kommt. Weiter gehts dann mit kurzer Rast nach Palermo, Syrakusa, Pyräus, Athen unb Konstantinopel; bann zuruck über Algier und unserem Endziele Lissabon zu. ** Heber ein Wohltätigkeitskonzert in Lollar wirb uns von geschätzter Seite geschrieben: Schreiber bieses hatte Gelegenheit, einer Wohltätigkeitsfeier beizuwoynen, bie her Männergesangverein „Germania"-Lollar am letzten Sonntag zum Besten deS bärtigen „Kinberfteunb" veranstaltete, unb er nmß gestehen, baß er bem Zufall bankbar ist, ber ihm biese Gelegenheit bot Wir Gießener sinb ja ziemlich verwöhnt in Bezug auf solche Veranstaltungen, benn es werben uns durchgängig dabei gute Leistungen geboten; wir betrachten sie daher auch leicht mit kritisch geschärften Augen. Mer was die „Germania" ihrer Zuhörerschaft bot, die den sehr geräumigen Saal des Gasthauses „Zur Linde" bis zum letzten Platz füllte, bas kann jeglichen Vergleich mit ben Darbietungen hiesiger Vereine aushalten. Klangwirkung, Vortrag und Aussprache waren vorzüglich und mustergültig. Am besten gefiel mir das ewig schöne. Volkslied „Drei Röselem^ Mchger Eduardo L. Plitt auS Biedenkopf 59 Md. Weiten Haier 3) -icichsgerichtöbrief Nachdruck verboten. J. S. Leipzig, Februar. ) 164 161 162 180 175 (+ ( + (— 2) 8) I 2, 182‘j, 173 ( 235 (4- ö) 233 (- ) Sönigibetg Danzig Stenin Pofen Breslau Berlin Magdeburg i'aUe t’eipjifl Braunschweig Nostock Hamburg Riel Hannover Tusseldori Rtantiurr a.TL 2 Mannheim 2 Gtrayburg Stuttgart München (Sefct gang t ott? Drünnele) nnb daZ Schradorsche „ j l a n dn>. Genossenschaften, der tut nun» mrhr 36. Iahte seines Bette.xns gegen 700 Genossenschaften aller Art nut insgesamt 7000*J Mit gliedern züdlr, für die Vor» statids- und Auptchu>ratsmuglieder der ibat an geschlossenen (5c- nosscnschaitcn veranstaltet batte. Irr Kursus, an dem wen über 100 Personen teilnabmcn. wurde durch den BcrbandSdirekwr (^eh. Regiernn^rat Haa>.» mit einer Ansprache eröffnet, in der barau’ hingctoiesen U'ucde, ein wie nncfxigcr Fattor die Genossen- Uva tun un WttttschasdSleben der ländlichen Bevölkerung geworden Heien, aus nnldicm t^runde dte Vfrtviilhinii-x'tganc vor allem be- Geaoffemchaften mit der Lmdw. Genottemch-ftSbank, inSbei. brr 3 3 Jahren i" » Unterrich ö mar ein sich ans über Ertrag des Giieralsekret-ns Haas möglich zmn ^erbrmgert keZ im Uebcdlub corbantenen Aietall- balastes. Er degersterie sich auch bdonder4 «ür Gesana unb Kunst nr.6 ocrüeiratere üch des bald nacheinander mit zwei eetcufrteler- tnnen. Son «einer ;u.cuen Fran wurde er id'ltegltd) un Jahre 1883 entinu: bißt und au» Ur.mtfl der etaat4u.;wali« in einer Steuer Irrenanstalt ir.uei :cbrad}L Aus dreier Anitalk entfübtte ihn e ne Lucia Baclegöy, di: daran' ieme Geliebte wurde und an vorlänstqen Vergütungen jQJOüü IM. crtiel Sür den beireiten Fürsten begann daun ein cUerbmqi- an Verrückthe-.: gremenbe-j JScnnelebeiu Jür eine einzige £*anäfer-3duiirmad)t flat er 38 00U iTranleT au -. De im ?o. re 18bö ausae'vrocheue (rittmürbiquna war vier Iabre trätet wieder aui(bung#itbulm. Bolk-bidlwtbekm. iigen emigerniahen geiorgt Für bic Jtiäfrigunn b<*s störvers geichiedt nod) so gut wie gar nichts, und laber zeigt auch ein gwßer Teil der jungen Mwären wenig Steigung, die rorhanbenat nützlichen unb segensreichen Einrichtungen für dir Erholung zu benutzen. Statt tn den Freu stunden Leibesübungen zu betreiben, ihren ICörPcr zu frö’tigax. hrafcei mit fLaul- erfüllter Luft mnhcrLunandeln Unbcgwiflidxmx iic behaupten gerade diesenrg. n, tvcfd^ viele J.-it dem ems'g- n '.’iirtlvtini widmen, sie hätten „Ferne Feit" zur ttörperübung. Also auch nicht einmal einige Minutrn für bte nötigste Bfteg her Muskeln erübrigen sie. Ter wahre Grund ist. daß sie sich einl'ildcn, ihre Muskeln würden nicht gesehen. Als t»b nicht Elastizität der Gucder sckvn Schön heit wäre. Als vb nicht straft allein 'hnniut erzeugteI Son bet Anmut ist nur ein Schritt zur Schönheit, nicht nur denn Manne, bei bau un fraftnollcs, siigdaftes Aeußcrc gleichbedeutend ist wtt Schönheit. Auch bei den Märchen sind Leibesübungen das beste Mittel, die Schönheit zu pflegen und ihr Taner zu geben. Tst vielbriungene „riUrvcnoc Hüjtosigkett" kann höchstem' twim Hüi»r rühren. Seine mwthfrnen Menscd-n wird sie un besten stall- Mttlerd cnvcth'ii Unbebolnrni i: kann int E^nst gewiß niimair.^ schön finden. Leibe-.'Übungen sind das beste Mittel, um sic Eitelkeit aud ihren lätwischen, entwürdigenoen Bahnen zu ctang.uL Alle künstlichen Mittel, wodurch die Figur „kbnscrvieri^, richtig, r korrigiert wird, reichen nid l an.', einen degeneri' rcudcn Zkörper zu bedecken. Dabei kinnurn bic betrübendsten Uebcrtrribungen vor. bic jeder Verständige nut mit Mitleid ansehen kann. Bvn imien heraus, durch Einübung kräftiger, annuitigcr Bcwegnngat kann man seinen Körper nnrOidi verschönern. Wemt men aber statt dessen den sforixt tu ein Art Futteral nach angeblich bk söwn gehaltenen '.’Jlnbcilm hineinpreßt, so ist das Sduinndel und Betrug, 'lud) darin wirken die Scil*cvübun(jm geradeiv erlöfenb, daß sie die Mensck'rn, nvnn auch zunächst nur bic Emsichtiastm, Den mand;cm unnatürlichen Auswuchs der Mode befreien. ipc. BricfbestellunginnerbalbdcrHäuserdurch Elektrizität. In eigenartiger Weise ioub in einigen Schwerter Orten die ^4ektrr;ität zur Bestellung von 2)riefen rnnnchalb der Läniet verwandt- Iut Erdgeschoß ces Haules bcfüihet |id> rin Lasten zur Äusnabnw ocr Bri^., der cbev'ovte! sicher enthält, rote Geschosie zu bestellen ftnh. Wird em Snej in eines der Facher knnemgelcgt, so 'chließt sich rin elektrischer Strom unb es ertönt in dem Geschoß, jur welche^ dav Fach beftbrnnt ist, ein Glocken.zeichen, um auf bic Ablirierung des Briefes au'w-rlla« zu machen. Gleichzetttg damit ösinet der Strom einen Wasser- bahn im Dachgeschoß be^ Hans.L. Das aussttSmende Sailer Meßt in rin zhlinderisches Gekutz, roeUhe» da« «sie nm gewicht zu den Briefkastm bildet. Ist daS öe?äf, itowu iriiMlL daß es dm Aasten in die Höhe neht, so hört der Wasierzufluß auf. Der Briefkasten geht nun in bic Höhe In jede« Grick-iß öffnet sich von selbst das in Frage kommende Fach und entleert leinen Inhalt In einen zu diesem Zwecke auf jedem Fsttr «mgebrachten Behälter. Sobald der Znlindcr mit Wasser im iridgeschoß angekommm iü. fließt das Daiser aus, und bet Bn ckastm kehrt aljbann durch sein eigenes Gewicht auf dm alten Standort zurück. • Luther als guter Stencrrahler Bri lÄeltzgm- heit eines ^ortragro über Ott Reich;linanzrrm in Dresden gab Vrof. Dr. Wuttke-Tresdm einen bisher nirqeno* verönmttichtcn Brief Martin Luther.'» bekanm. Der Brief beschäftigt sich mit । intr Steuerumlage, dir der Äuriurfi ron Sachen für einen Türkenzug benötigte, unb lautet: ,^Zch wollte auch gern mit meinen Lsennigm bei dem Türkenzuge sein unb zwar unter Denen, bte willig beitragen, beim die Unwilligen fein genug. Ich wollte auch gern ein gut (Sjcmtxl geben, dem leid begegnen und aridere auimuuiern, wenn sic schm, daß auch Dr. Martinus millteuerc. Ich hoffe, es würden die Groschen, so ich und andere gehorsam nnb rreubigen Gemüts beitragen, Gott nicht minder wohlgefällig jein als der Wimxn Schärsirin und bes'er als die. Dukatrn, welche die Reichen irrt Unwillen erlegen." Man möcht auch beut wieder tm ncum. einigrn. deutschen Reich Dr Martinus ..tteudig Gk- mür* im -Aieuererhlrn so manchem gutem Deutschen wunschcn. D E. Die TucHforbctur. geiiitrTame. Eine recht energische Dame scheint eine gemisst Frau Crnmoff in Mariapot zu fein, welche, wie aud St. Petersourg gemeldet rvird, telegraphisch kcn TuniaabiTeotbnritn der ntrenteu R-chten, i-ui.ihtovitid) zum Duell derauswrderte. Besagter 2lbgevronetcr hat über die von dien russischen Damen vrrrtrt: Frau Fili'vrövw. Die Führerin vnb Lrganifntotin deo russischen siraucti llvngrriies in Juli 178.25 (— 0LO). Juli 171^0 <4- 2.00) Alt. Vctreidc-Wochcnkrcrtcht bet dreiSbcrichtstelle deS Deutschen LandwirtschaftSratS vom 1U. bis 22. Februar 11)09. Auch öic letzt- Woche brachte abwechselnd Tamoetlcr und Frost in rascher Auftinaudcrfolge, und man fürckstel allgemein, dast die mangelhaft gesch-ützten und zum grvsten Telle sehr scbwacbm Saaten durch den häufigen Wllterungswechsel ernstlich gelätm haben dürften. Auf dem Weltmärkte für Weizen ist die Srimmnng, von kleinen Sckzwanbungcn abgesehen, fest geblieben, trotzdem bic europäischen Importeure im Hinvück auf bic umfangreichen 2Sclt- Verschiffungen der vorangegangenen Woche sich etwas zurückhaltender .zeigten. Bon Argentinien lagen neuerdings ermäßigte Enttesäjatzungen vor, mährend von Amerika weitere PreiSsteigc> ningeii gemeldet nmrden. die ihre Wirkung aus die europäischen Markte keineswegs verfehlten. In Deutschland suchten sich die Mühlen angcsichtö der hoben Forderungen für fremden iSeürn nach Möglichkcll im Inlande zu versorgen, fanden aber nur sehr knavveS Angebot vor, daS durch anitouembe Exvvrtmisprüche inzwischen eine lveitere Skrminberung erfahren hat. Der Umstand, daß zwischen Maclicscrung und der Bczugsparttat Nir fremden Weizen em Unterschied von ungefähr 15 Mk. liegt, m ranlaßt Avgcber duf Vxux X!icfetung5niar'tc ;u besonderer Vorsicht, und so erklärt eö »ich, daß der vvrwöchentliche PreiLstand schließlich um 8’4 Mk. überschritten werden mußte. Im (Gegensatz zu Weizen ist bad Angebot von Roggen immer noch ziemlich stark, so daß sich die Befriedigung bei mäßigen Inlandbedarfd ohne PrciSanspaniiuug vollziehen ließ. Ium Teil mußten fiel) Verkäufer sogar nut niedrigeren Preisen zufrieden geben. Hebet ctwaä besseren Absatz berichtet man nur vom Westen, wohin sich die Ausfuhr von den OstscehLsen zuletzt auch in stärkerem Maße richtete, ohne angesichts der vorlwndenen Warenfülle einen gnn- stigeit Eiufiuß auf den Prcwgang amszuuben. Lieferung lag demgemäß überwiegend matt, zum Schluß durch Weizen mllgczogen etwas fester und Mk. niedriger als vor acht Tagen. Ein sehr festes Aussehen hat der Hajernmrkt angenommen. ‘3tc Forderungen der Provinz haben bei ftarnchem Angebot weiter angezogen und mußten von dem schwach versorgten Konsum tm BevarfSsalle bewilligt werden. Lebhaftes Interesse zeigt sich zuletzt auch für Saallwwr. Besonder- schwierig gestaltet sich bu Beschaffung von Braugerste, für die sich mehrseitig bringmbe DeckungSftagc zeigt. Futtergerste und Mais Haden ihren Preisstand jcit der Vorwoche nur wenig Veranden Es fteülen sich die Preise (ür lllländischeS Getreide am letzten Markttage in Mark pro 1000 kg je nach Qualität, wöbet daä Mehr (+) bezw. Weniger (—) gegenüber der Aorwoche m klammern <) beigefügt ist, wie folgt: 325 (-h S) 164 (+ 224 (- 164 (— 215 (-4- 1) 165 (— 214 (4- 8) 1d9 (— 312 (- 164 (- 220 (X » 168 (+ 214 (4- S) 165 (- 214 (— 1) 167 (— 215 (- ) 169 (— 213 (— 1) 163 (— 216 (4- 164 (+ 222 (-|- 2) 168 <- 220 (— ) 166 (- 220 i— 166 (- 233 ( + 10) 176 (- t7V, i- 176 (+ H'L <- 230 (4-3 ) 7t) ‘Ti L n ) 178 181 (- t (- 180 (- 9) i) 165 (H 2) 7.) 2) 176 (- ) 170 (- 4i 180 (- > 165 (- 1) 1777, (+ 87 ) 5) 1777. 87.) 1877, (4 - 2‘.) isj (- ) ) 174 l- ) Architekten Charles Fcmrin, Sti ältesten lebendigen Trägers des Rornpreises für französische .Wnstler. .humorvoll erwiderte Herr Farnin, der sich völliger seelischw und törperlick^r Rüstigkeit erfreut, aus die Ansprachen der Führer der zahlreichen Deputationen, die ihni Glückniünsche und Ehrcnspi'nden überbrachten: „Sie leihen mir zahlreiche Vorzüge, deren ich mir im iiaufc meines Lebens niemals bewußt geworden bin. Die Mehrzahl der mir zuge- idjricbcncn Tugenden bestehl, offenbar nur in Ihrer Erfindung. Dadurch daß Die mich so über den grünen Klee loben, werden Sic mir Feinde unc» Neider machen; und eS gibt im Ic-nieits einen Mann, der mit Recht auf mich eifersüchtig sein darf, Melhu- jalcm, der neunhundert Jahre alt geworden ist, ohne datz jemand gedacht hat, seine Brult mit einer Medaille zu schmücken, ihn mit Blumen zu überschütten, ober ihm Ständchen darzubringcu." Kleine Tageschrvnrk. Auf der R a d b o d z e ch e wurde bei den Sümpfungsarbeiten der First der zweiten Sohle erreicht, wv gegen zweihundert Leichen Liegen. Ehe die Llufraumungsarbeiten beginnen können, werden noch mehrere Tage vergch-n, bann erst ist die Leicheichergung möglich. Der Prosindaco von Atessina hat an den dcutscheit Botschafter iit Rom folgendes Telegramm gesandt: Ter etabtrat von Messina spricht in feiner ersten Sitzung dem deutschen Kaiser feinen lebhaften Tank intb aufrichtige Bewunderung aus für die den unglücklichen Ueberlebenden her ungeheueren Katastrophe in hochherziger Weise gewährte Lilfc. Ich bitte Ew. Exzellenz, btefe Gefühle seiner Kaiserlichen Majestät zu übermitteln. M e il e l i l und d i c Opfer des Erdbebens. Wie der Agenzia Stcfani aus Adis Abeba gemeldet wird, hat der Negus Menelik 30 000 Taler zum Besten der durch das Erdbeben in Süditalien Geschädigten gespendet. Die Bewohner der > p a u i s ch c it Provinz Micante sind gestern früh durch ein Erdbeben erschreckt worden. In mch- r.eren Orten der Provinz ttnirben drei Stöße verspürt. Namentlich der ztveite Swß war sehr stark. Berfchiedeive Personen erlitten Verletzungen. ^anöcL Konkurse in Hessen, lieber den Nachlaß der am 26. August 1908 zu Bad-Nauheim verstorbenen Ehristian Meyer Ebesrau, Philivpine, geb. Stoll in Bad-Nau hei m wurde am 13. Febr. aus Amrag des Nachlaffverwalters Buch- binbermetftcr Ernst Alettor in Bad-Nauheun das Konkursverfahren eröffnet, da ber Nachlaß überjchuldet ist. Raufnumii Philipp 9)1 ü 11 e r zu Bad-9lauheim wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 5. März bei dem Amtsgericht Bad-Nauheim auzumelden. — lieber das Vermögen des Uhr- nmchers Joses Bachmaicr in Mainz wurde am 15. Febr. das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Dr. Lotz in Mainz wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 9. März bei dem Amtsgericht Mainz anzumelden. — lieber den Nachlaß des Privatmannes Rudolf Orth IL in E i ch wurde am 18. Febr. das Konkursverfahren eröffnet, da derMachlaß überschuldet ist und bie Erben die Eröffmmg bc5 Konlursoeriahrens beantragt haben. Rechtsanwalt Fritsch in Osthofen wurde zum Vtoukursverwalter ernannt. Konkurslorderungen sind bis zum 11. Alärz bei dem Amtsgericht Osthofen anzumelden. — lieber das Vermögen des Moses Krieger in Mainz, Inhaber der Firma M. Krieger, Weinkommifsionsgeschäü und Wemhandlung daselbst, wurde am 18. Febr. das Konkursverfahren eröffnet. Rechls- Ueberall erhältlich in rot-gelb-roten Paketen. Mutter ich biff , bring’ K(iifer=Oifo mit! „Kaiser-Otto", der allerbeste Kaffeezusatz, ist aber auch wirklich zur Erlangung einer gesunden und scinschmeckeiiden Taffe Kaffee miembehrlich — das merken schon die Kleinen: erhall die r Schabe u.machb siewasserdkhtX W teorplelle liir (Medizinische Klinik, Klinikstraße) Sprechstunde: Jeden Mittwoch abend 6—7 Uhr. . Unentgeltliche Untersuchung von Lungenkranken und Ange- horrgen von tiungenfrernten. (D6/! Ausgabe von Attesten für Aufnahme in Heilstätten, dcattchläge für Kraute und ihre Angehörtgen zur Vermeidung von Amteckung. ______________________________Volt. Versteigerung. <■* *1 SamStag, den 27. ds. Mts., sollen im Gemeindewald Seumgsbaufeu nachstehende Holzarten versteigert werden. Nutzholz. Gimcn: 20 Stämme = 4,5 Fstm., 35 Nm. Schichtnutzholz. JcfloelgoU: 10 Kiefernschnittüämme -- 9 Fstm., 58 Stämme —17 Fstm^ 73 Stangen L, 144 IL, 200 IH. Klasse, 48 Rm. Schichmutzholz. Brennholz. 'Stößen : 34 Nur^Scheite und Knüppel, 145 Rm. Reiser H. u. III. Klaffe, 1 Nm. Stöcke. st. Knüppel, 130 Rm. Reiser II. u. III. Klaffe. Nadelholz: 40 Rm. Scheite und Knüppel. 247 Rm. Reiser II. und III. Klaße, 2 Rm. Stöcke. Der Anfang ist Vormittags 9 Uhr oberhalb des Dorfes bei Nr. 413. d a/a Der Bürgermeister Wagner. §3^/^ Vm-lAngeu Sie ausdrücklich nur Krebs-Fett. GingesanSt. (Snr Form und Inhalt aller unter fcieh-r Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Reüailio'i dem 'l>!iblifu:n gegenüber keinerlei Verantwortung.) Wenn gleiches Recht für Alle in einer Stadt bestehen soll, so wäre cs endlich am Platze, auch den Bewohnern der oberen Lie - big-, Ebel- und Stephan st raße nni> anliegenden Gebiet en, bie Angenehrnheir, eures bequemeren und dringend int Bedürfnis liegenden Verbindungsweges zu schaffen, der die Anwohner in die Lage versetzt, mit geringster größter Z-itversäunims ans der Slephanstra ste nach der Ebelstraffe zu gelangen. Wie leicht wäre cs, einen Durchgang durch den Bahnkörper zu schaffen, der diesem dringenden rmd allseits toiebcrbolt anerkannten Bedürfnis Rechnung tragen würde. Meines Wissens hctt sich das Stadt- EoUegium mit dieser Angelegenheit auch schon beschäftigt. Die Kosten hierfür sind doch nicht so groß, daß diese paar Lausend Mark nicht durch Die -Stadt zu erschwingen waren. Tie verehrliafeu Stadtverordneten nebst deren Oberhäupter dürfen fick' des Dankes aller dabei beteiligten Unteren eitlen versichert hüten. , Es wird ja int Laufe des Fabres für sonstige edle Zwecke außerhalb des Stadtbereiches so viel getan (ZevpeliwSpende, Iiadbod-., Erdbeben in Italien, Donaueschingen usw.), daß man auch ganz gut zn 9cuh und ß-nomuten Der Bewohner der Stadt Gieffen etwas übrig Haven Dürfte. Es liegt nicht in meiner Absicht, den Stch>rvätern einen Vorwurf zu machen, für die Verausgabung der wohltätigen Spenden, nur darf man die Interessen der eigenen Stadt und Einwohner nicht außer acht lassen. Geburten: Herrn Willy Schwarz und Frau in Friedberg eine Tochter. — Herrn Lehrer Hildebrand und Frau in Steinfurth eine Tochter. Verlobte: Fräulein Benha Walther in Lindheim mit Herrn Start Schneider in Nidda. — Fräulein Minna Schneider in Nidda mit Herrn Rudolf Eckhardt in Friedberg. — Fräulem Katha- rinc Eik-eller mit Herrn Karl Erbes, beide in Ermenrod. — Frl. Minna Müller in Effolderbach mit Herrn Ludwig Schick in Werdohl. Gestorbene: Herr Konrad Steinbrecher in Alsfeld. — Herr Konrad Eicheliauer, Herr Konrad Pfessei, beide in Lauterbach. — Herr Johannes Hofmann in Erainield. — Freiherr Ludwig n. Bouchenroeder. — Frau i'tnna 3iaufch Witwe in Friedberg. — Frau Eoa Sittig in Schwalheim. — Fräulein Johanna Hechler in Dermjtadt. — Herr Ja lob Henn, Frau Witwe Ludwig, geb. Weber, Frau Amalie Hoffmann, geb. Klöffler, sämtlich in Alarbiirg. -- Frau Susanne Lang Witwe, geb. Daum, in Wetzlar. — Herr Friedrich Schmidt in Dorlar. _________________ Tttrchttche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Mitt rv och den 2 4. Februar: 3n der Ltadttirchc. Abends 6 Uhr: 1. P cr s s i o ns a nd a ch t. Pfarrer Schwabe. anwalt Reen in Mainz- Kaffel wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zmn 10. März bei dem Amtsgericht Mainz anzumelden. iTelefenischo Kursberichte des Giesseucr Anzeigers, mitgeteik von der Bank für Handel und Industrie. Giessen. 35, Elektriz. 8chuckert . 1 % Oesterr Go'dreute 98 25 Oesterr. Silberreute 98 10 94.30 96 35 87.00 96.30 221 IC 111.00 58.20 59 80 98.30 94.86 94.20 4)4°lt rass.Staatsanl. 1905 4/a°/o Japan. .Staatsanleihe 1 % Cunv. Türken von !Uu3 EschweiJer Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hain barg-Amerik. lakoti. Harpen er Bergwerk. . . Laurahutte . . . . . >urdd. Lloyd Obeischles. Eisen-Iudostriu berliner Handelsgea. . . Daruistildter Bank . . , Deutsche Bank . . . . Deutsch-Asiat. Bank . . Diskonto-Kommandit. . . Dresdner Bank . . . . Kreditaktieu Baltimore- und Ohio- Li.-.eulaim Gotthard bahn Lomuard. Eisenbahn . . Oesterr. Staatsüabn . . . I'nuce-Llenri-Liseubahu . do. Konsols do. Hessen . . Oberhessen Türken ose l?z Griech. Monopol-Anl, 4% äussere Argentinier d% Mexikaner . . VauU Chinesen . . . Aktien: Bochum Guss .... Buderus h. W. . . . Tendenz: erholt. . 145.80 . 19 90 . 88.75 . 65.30 . 98.75 Ungar Goldrente . . Italien. Rente . . . Portugiesen Serie I . Portugiesen „ III 4 % 1 4% . 3% : Frankfurter Börse, 22. Februar. 1.15 Uhr. Reichsanleihe 96.4;< Elektriz. Lahineyer . 87.00 F' ’ • ■ ■ 119 30 120.50 186 00 187.50 112 70 190.00 193.00 92.00 9625 178 50 129 30 245.30 136 50 188.20 151 20 197.40 111.20 17*50 113 50 118.- Beriincr Börse, 22 Februar. Anfaugskurse. Harpener Bergwerk. . , Laurahütte ..vmuarden E. B. . . . Nordd. Lloyd lurkenlose Canada E. B. . . . . . — Darmstadter Bank . . . 129.10 Deutsche Bank .... 244.70 Dortmunder-Union C. . . — Dresdner Bank . . . 15109 Tendeuz; lustlos. 189.75 198.50 17.50 91.10 145.70 Tic Fördermrg des Allgemeinbefindens war überraichcüo. Mainz, den 30. September 1908. Ich verfehle nichL Ihnen miUuleilcn, bau ich Ihr Präparat „Bwson" für mein Magenleideu ncuü Schmächezunänden gebraucht habe. Die sichtliche Stelgeruwi des Appetits, welche schon nach wenigen Lagen eintral, furote die Forderung des allgemeinen Wohlbefindens waren »eradcz,l ü6er= raichend und kann ich daher „Bioson" jedem ahltlich Leidenden nur aufs wärmste und beste empfehlen, und bin gern bereu, jedermann Auskunft Darüber zu kommen zu lassen. Aiit aller Hochachtung Heiiir i ch S ch lö ffmamt, Schloffergasse 30. Unterschrift beglau^ bint, Mainz, den 30. Sevteniber lOUti. aez. Stein. Gerichts^ mann Olroffh. Hess. Ortsgeiicht Atainz. — Man leie die Urteile der Pvofeisoren und i'lerzte und überzeuge sich, baff Lioson das beste, biülgite, angenehmste, rascheste Mittel ist, nm die gefunteneu Körper träiic bei Jung und 2llt zu heben. Erhältlich Kilo 3 Al. in aUeit Apotheken. Drogerien. b^/t rrelWüNe nenn’ ich Erich, inhaltsschwer, Erkältung. Krankheit — und Sodener! Erkältung, vor der äSB kein Mensch sicher ist: Krankheit, die sich aus jeder uitbc-- tifig achteten Erkältung ergeben kann: miD Sodener — natürlidj 90 Fays ächte Sodener AtiiieraLPasnllcn, die ieder Erläliuna Riß öc5 Halses, jedem Katarrh der Luftwege schnell cm Ende Sag wachen. Wer also Erkaltungen fürchtet und nicht krank Kg_S. werden will, der soll regelmäRtg Fays ächte Sodener ne brauchen. Man tauft sic überall für 85 Psg. die Schachtel. straffe 51; I4.u,rl Seibel, Sranf- surter-Strahe. 1091 Obstbäume!! In «i, ., Schulstraffe * Warn, At'oll, Bahnhof- Baumschule [Ds/L BlmtkeuLaÄ b. Oberpleis lSiegkreis). Kein Baum Mindermass! Kein Baum krumm! Jedes Stück fehlerlos! ferner: Bnumichulartikel aller vorkommenoen Arten, alles in garantiert allerbester Qualität Illnstr. Katalog kostenlos. Parsümerteu, ; cif en, Nagel-, ahn-, Kops^ uno ^a'Ken-Burften. Frifter- u. 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Fried« fcttg, Fulda, Biedenkap', Marburq, .'auUt&a'i, äerbom, Tillcnborq, Weilburg. Liwonrg u. Umgebung- Verband der Flatchenbierhandler ließen. Tie Gastwirtsvereiue von Lberhefskf. Tie Verbände der Branereiarbeiter. Tab l^eaerkschaft-kartell. D"/, landwiMalUinhe Lehrawlall y. Lebrinolkerei Braoflsrhwrig Ableilnnc A : Um fassend Incdnirt-i h.VUkhc Buchführung velliercn, Döngcr-, r Otter an t - und Bet rii bsichre, Pflanzno- kunde, AKrikultarcherole. tirrflrz'lieber I nt erricht und MUchuntcmuchung. Bechnen, Deut < b und ' n>>uschreiben. AbtrlluDC H: Gründliche, prakti-clie und theorctiechi: Ausbildung zum Molkerei beamten. • ssr’/i» Eigene moderne Dampfrnolkerel: gute Unterkunft und Vcr- Vermittlung ol» Verwalter, Kr-clinunguführrr, Molkcrcibe- amtcr; in 10 Jahren über 3<, welcher in jeder Gnmilic ncfmifi wird imh hoben Nutzen In fit für gröbere oder iletnerc Bezirke au ucrRcbeu. 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