Nr. 3 Erstes Blatt 159. Jahrgang Dienstag 5. Januar 1909 ÜBM Beschwerde beim Kultusministerium. Er erklärte das Vorgehen der Fakultät als Anmaßung einer Disziplinargewalt, die nur dem Ministerium zustehe. Darauf ist jetzt die Entscheidung des Kultusministeriums ei.g-ir^sf.n. ©L lautet dahin, baß das Verhalten der Fakultät durchaus nicht als eine Anmaßung zu betrachten sei, sondern lediglich als ein Ausdruck der freien Meinungsäußerung, die, wie jeder Privatperson, so auch einem Kollegium zugestcmden werden müsse. Die Entlassung Auanfchikais. Die mit allen Zeichen der tlugnade erfolgte Absetzung Yuanschikais hat nach einer Timesmeldung aus Peking in der dortigen Ausländer ko lonio die größte Beunruhigung hervorgerufen. Die Vertreter der acht Großmächte versammelten sich aus die Nachricht hin alsbald m der ameri- tanischen Gesandtschaft. Es wurde beschlpssen, den Regierungen zu raten, sie sollten beim Regenten Prinzen Lsclmn einzeln Vorstellungen erheben. Die Vorstellungen sollen jedoch nicht die Wiedereinsetzung Zuanschikais in seine Aemter bezwecken, was einen Eingriff in die inneren Verhältnisse Chinas bedeuten würde, sondern vorläufig nur die Hossnung ausdrücken, daß die Entlassung gerade desjenigen Staatsmannes, der dem Auslande Vertrauen in die Stetigkeit der chinesischen Politik einfläßte, nicht das Vorspiel zu einer grundsätzlicher Umkehr auf dem Wega der von ihm am wirksamsten Vertretenen Reformpolitik bedeuten möge. Daß dies tatsächlich der tyall ist, bezweifelt nach weiteren Meldungen desselben Korrespondenten kein Kenner chinesischer Verhältnisse. Wie eilig es die Reaktion hat, gehe schon daraus hervor, daß man nicht einmal anstandshalber die Trauerzeit für den verstorbenen Kaiser l und die Kuiserin-Mtwe abwartete, bis man Yuanschikai Oesterreich und Serbien. In Wien ist man begreiflicherweise empört über die gestern mitgeteilte Rede des serbischen Ministers des Aeuße- ren Milowanowitsch in der Skupschlina. Die Wiener Allgemeine Zeitung schreibt: Man glaubt in hiesigen diplomatischen Kreisen, daß von der russischen Regierung die Rede des serbischen Ministers Milowanowitsch als ein Desavou der Erklärung Iswolskis aufgefaßt wird und daß Serbien mit vollem Bewußtsein auf den Ausbruch eines Krieges mit Oe st erreich-Ungarn hinarbeitetunddeshalbimmerstürterePro- Dotationen versucht. In ähnlicher Weise äußern sich auch die anderen Wiener Blätter. Man sprach sogar davon, daß die österreichische Regierung die diplomatisä-en Beziehungen zu Serbien abbrechen werde, falls Serbien leine Genugtuung für die Rede des Ministers gebe. In Serbien scheint nun inzwischen die Erkenntnis der ganzen Tragweite dieser Rede aufgedämmert zu sein und die serbische Regierung, die noch in der vorgestrigen Skupschtina- Sitzung nach der Rede Milowanowttsch s stürmische Beifalls- Kundgebungen geerntet hatte, ist gestern zurückgetreten. Während der Weihnachtspause der Skupschtina werden wieder die Fäden zur Gründung einer Koalitions-Regierung ausgenommen werden. Diese Regierung soll eine Kriegsregierung fein, die, falls ein Krieg ausbrechen sollte, während seiner Dauer die Staatsgeschäfte führen soll. Die Anzeigenfteuer. Von allen neuen Steuern, mit deren Hilfe Herr Sydow die Reichsfinanzen reformieren Witt, ist die geplante An- , zeigensteuer wohl die verfehlteste. Die Einführung einer solcher! Steuer würde ohne Zweifel — ebenso wie seinerzeit die Fahrkartensteuer — mehr Sck)aden als Nutzen bringen und vor allem zur Füllung des Reichssäckels wenig beitragen. Der Vorstand des Deutschen Btuhdrucker-Bereins hat soeben in einer Eingabe gegen die Anzeig en steuer dem Reichstage ein gründliches und zuverlässiges Material an die Hand gegeben, das dis Handels- und verkehrsseindlichc Tendenz einer Steuer auf Inserate, Sonderbeilagen und Plakate zur Genüge beleuchtet. In dieser Eingabe, die weit über die Fachkreise hinaus Interesse zu erwecken geeignet ist, wird aus Grund einer Umfrage eingehend begründet, wie eine solche Steuer das deutsche Buchdruck- und Zeitungsgewerbe schwer, zum Teil sogar vernichtend treffen würde. Aus den mehr als 1000 Urteilen, die von Firmen des Buchdruck- und Zeitungsgewerbes über die Anzeigenfteuer abgegeben worden find, geht hervor, daß diese Steuer in den allermeisten Fällen nicht von den Inserenten, wie ' der Entwurf annimmt, sondern von den Verlegern getragen werden müssen. Für die kleineren und mittleren Tages- ' Leitungen und für saft alle Fachzeitschriften stelle die Steuer । an sich schon eine unerträglich hohe, ja ruinöse Belastung dar. Ferner würde die Einziehung der Steuer, die bekanntlich durch die Zeitungen selbst erfolgen soll, große Umständ- lidjlrit und Kosten Hervorrufen und die Zeitungen noch -schwerer belasten als die Steuer selbst. Die Erhebung der । Steuer bei Erteilung des Auftrages wurde bei den Bedingungen, unter denen in der Regel Jnseratausträge vergeben werden und zu berechnen sind, ganz undurchsührbar sein. 'Die Kontrolle durch die Steuerbeamten würde für die Zei- , tungen eine Preisgabe sorgfältig bewahrter Geschäftsgeheimnisse bedeuten und eine Quelle dauernder Belästigungen, Betriebsstörungen und unangenehmster Disserenzen sein. Aber ganz abgesehen von diesen Schäden roirb auch ! die Preßfreiheit hierdurch bedroht, und Zeitungen, die sich ' aus irgend einem Grande die Ung nabe der Behörden zn- gezogen haben, bleiben der willkürlichsten Surch Jnseraten-Ruckgang (ganz bescheiden mit nur Vio angenommen) 700 Mark und Steuer 140 Mark = 1840 Mart jährlich. Auf Grund dieser Rechnung kommt der Verleger zu folgendem Urteil: Mit diesem Verlust wäre ohne Piioal- vermögen die Existenz gefährdet. Ein schrciendcs Unrecht wäre es, wenn das Reich, um 140 Mart aus meinem Geschäft herauszuziehen, mich um weitere 1700 Mark schädigt. Wenn sck)on die Steuer sein müßte, wäre eine Pauschale richtiger. Dann würde aber die Steuer eine reine Gewerbesteuer fein, die nur nufer, nicht auch die anderen Gewerbe belastet. Man sieht, wie Unkenntnis der einschlägigen Verhältnisse mit dieser Steuer aus dem besten Wege i)t, Schaden anzurichten, anstatt der Attgemeiuheit zu nützen. In Oesterreich hatte man vor etwa 40 Jahren noch die Anzeigeu- steuer. Sie war ein HernrnsclMh für die Entwickelung der Presse. Will Deutschland nun denselben Hemmschuh ein- sühren? Dient man so dem Kulturforlschritte? Hoffent- lich werden schon die Kommissionsberatungen dieser rückschrittlichen Steuer den verdienten Garaus machen. EL A- tz>ezugSpreiZ: monatlich 75Pj., vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhote» u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Mk.2.— otertel- jähri. ausjchl. Besteüg. Zeilenpreis: lokal 15'BL, auswärts 20 Pieiuiiq. Verantwortlich tot den politischen Teil, tot .Feuilleton' und .Vermischtes': Errist Anderson; für .Stadt Der Eichener Anzelaer erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich GlehenerZamilündlütter; iroeunal ivöcbentl.Ki eir- blaMUrdcnXreisGiehen (Dienstag und Freitag)'; zweimal monall. Land' wirtschaftliche Seitfrogcn Fernsprech • Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. polatifdK Ein v.aiifpiel zum Fall Bernhard. Die Berufung des Nationaiö.onomen Bernhard au die Berliner Universität hat, wie erinnerlich, seinerzeit viel Staub aufgewirbelt. Man wird an diese Vorgänge jetzt wieder erinnert durch den Ausgang eines Konfliktes zwischen der Berliner juristischen Fakultät und dem Professor Borir- hak. Den Ausgangspunkt des Konfliktes bildete em Artikel Bornhals, in dem er das Borschlagstecyt der Fakultäten einer Kritik unterzog und zu dem Schluß kam, baß dieses Recht veraltet wäre. Er begründete diesen Standpunkt damit, daß es bei dem heutigen Stand der Wissenschaften nur noch wenige Manner gebe," die das Ganze zu übersehen vermögen. Die Vorschläge gingen daher nur von wenigen aus, bereit p.rchn.iches Ver.m.wort.ichkettsg.f. hl durch das Kollegialitätsprinzip verdcckc werde, und deren Organisation heute dazu führe, sich einen Rivalen fernzuhalten. Daraus hat die juristische Fakultät dem Professor Bornhak ihr Bebauern ausgesprochen, daß er derartige Anschauungen hege und veröffentlicht habe. Hiergegen erhob der Professor nenangehöriger", umso weniger aufiommen, als es in ihr an bet rechten Einheitlichkeit des Empfindens und damit auch an einem zentralisierten Willen fehlte. Tie Schauspieler sind ja kein einheitlicher Staub; die Spitzen bet großen Bühnen fühlen sich nach Bildung und sozialer Stellung naturgemäß mehr den Direktoren verwandt als den Provinzmimen, die nach Palmarum im Havelock und groß tarierten Beinkleidern in Berlin auftauchen. Zudem ist gerade für eine ganze Reihe bedeutender Schauspieler der Spielberuf nur Turchgaugsstabium; sie streben zum Abschluß ihrer Laufbahn nach einem Direttorposten und erreichen ihil wohl auch; kurz: eine klare Scheidung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehment hat sich bis jetzt nicht ausgebildet und wird sich wohl auch nicht ausbilden. So ist aus dem Wege der Selbsthilfe und Kampsorganifation für den Schauspielerverbanb kaum etivas zu erwarten. Dr. Charlotte Engel Reimers setzt (wie andere übrigens schon vor ihr) die Hoffnung auf ein Theatergesetz; zugleich and) aut die Ausdehnung der Ärbeiterschntzbestimmimgen auf die Theater. Wie die Tinge heute liegen, herrscht an vielen kleinen Bühnen vielfach eine kaum mehr menschliche Ausnutzung der Arheitsiraft. Daneben wünscht Dr. Reimers Schaffung von Lheatergerichten nach dem Vorbiibe der Gewerbe- und Handelsgerichte. Diesem Verlangen stehen wir ein wenig skeptisch gegenüber: wenn wir den Kreis der Sondergerichte immer weiter dehnen — wer bleibt denn noch übrig, um vor den ordentlichen Gerichten Recht zu nehmen? Um so zutreffender erscheint uns, was die Verfasserin über die Notwendigkeit einer strengem Handhabung der Konzessionspflicyt sagt; oei sparsamerer Verteilung der Konzession könnte viel Unheil verhindert werden. — Kleine Chronik au -- K ii,in n ö W isse n f d) a 11. Ernst von Wildenb r u cd läßt bei G. Gor le in Berlin cm Gedieh! „Tciujches Neujahr 11)03" als Ftugjchri't erscheinen. Der Dichter hai darin die Empfindungen, die m diesen ernsten Tagen wohl alle Teulftheu bewegen, in kraftvollen, freimütigen Worten zum Ausdruck gebracht. übrigen Erwerbungen befinden sich zahlreiche Briefe schwäbischer Lichter, das Stammbuch von Georg Scheret IN München mit vielen, meist dichterischen Einträgen sowie die Komposition der „Wacht am Rhein" in der Handschrift bcS Komponisten Karl Wil hell«. Unter den Stiftungen, die dem Museum ivieber in großer Zahl zugingen, stehen obenan 37 Briefe UhlanbS an Frhrn. Josef von Laßderg in Meersburg (gestiftet durch dessen Töchter) unb bet dichterijche Rachlai; von Eduard Hiller. Das wertvollste der neu erworbenen Bildnisse in bas bisher unbekannt gebliebene, fein ousgesührte s?lquacdlbilb von Sari von Hcideloff »Schiller im Bopserwald seinen Mitschülern die Räuber vorlejend', das sowohl von der seit löüv m Marbach aufbewahrten Skizze ivie von dem Stich ui Wagners Geschichte der Hohen Karlsjchule abiveicht. — Die soziale Fr ageimSchau spielet der u f. Die soziale Frage des Scktauspieletberufs ist bisher, von ein paar spärlichen Anläufen abgesehen, so gut wie gar nicht untersucht worden. In der neuesten Nummer der Sozialen Praxis unterzieht sich Dr. Charlotte Engel Reimers dieser Aufgabe. Sie geht von dem Streit aus, bet vor kurzem wegen bes neuen Bühnetivertrags zwischen ocr Dttettoren- lörperjchaft, bent „Bühncuverem", unb bet „Genossinschäft" ber Schauspieler ausgebrock)en war, unb legt im einzelnen bar, wie bas Grunbübel bei bet bisherigen Gesetzgebung liegt, bie zwar bcu Theaterarbeiter und die Milglieber einfacher Schaububen schützt, alle aber, bie bei Veranstaltungen von sogenanntem „vorwaltendem künstlerischen Interesse" mitwirken, schtechthiil vogelfrei macht. Die vollkommen un- eingefchtäntte wittschastlid-e Freiheit — bas hat man nach- getabe allerorten erfahren, wo man nach Lösung der alten Gebunbeuheiten es mit ihr versuchte — vertragen wir Alenscheu nun einmal nicht. Die Direktoren, bie»fid) im „Bühnenverein" eine straffe Organisation geschaffen, bie sie vor einanber im ^donkurreiizkamps schützte, gewannen eine Macht über bie Schauspieler, wie sie kein anbetcr Arbeitgeber über seine Arbeitnehmer hat. Dawider konnte die Schauspielerorganijatwn, die ^.GeuoljenjchaLt deutscher Bich- X, —v t ... u, Land' und.GkricblS- pFiJM Rofatiottsbrud und Verlag der vrLhrschen Univ.-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange. Redattion, ExpedMon und Druckerei: rchnlstraße 7. 8ÜzIigenieN''H."Ä dir vormiltagÄ 10 Uhr. ____________________________________. Mkinei KesrilLero«. — Vom Marbacher Schiller-Museum. Du Sammlungen des Schiller-Museums in Marbach sind, wie die Kölnische Zeitung schreibt, in den letzten Monaten wieder um wertvolle Stücke vermehrt worden. Das meiste Interesse verdienen sieben Briese Schillers. Vier davon sind an Körner gerichtet; sie stammen aus den Jahren 1796, 1801 und 1802 und behandeln den Tod feinet Schwester Ranette, die Bearbeitung des Märchens Turandot und seine Hoffnungen auf Karl von Talberg. Drei andere bet Briefe Schillers sind bisher ganz unbelamu geblieben; sie sind an Herder unb an bie Buchhändler Breitkopf und Göschen ge- richtet. Unier den Slener’.üeibiingcH deö Museums befinden sich ferner auch zahlreiche ungedruckte Briefe an Schiller, so von Herder, Wilhelm von Humboldt, Karl von Dalberg, Körner, I. I. Engel, Gustav Schober u. a. Diese Briefe sollen, wie die unbetaniiten Schillerbriefe, in dem nächues Frühjahr erscheineuben dritten Viarbacher Schillerbuck) veröffentlicht werben. ©iivoiben wurde auch ein Bries Danneckers an Schiller, ber 1796 mitteiU# daß der längst bestellte« kattarische Biariuot ongefommen fei unb ansragl, ob er die während Schillers 'Aujeuthalt in Siuttgart 1794 modellierte Büste nicht für Schiller ober einen feiner Verehrer in Marmor ausfuhren dürfe nm 100 Louisdor, tn vier Raten zu bezahlen: »Ich würde mir die größte Mühe geben, daß meine Kunst auch noch den Wert des Pvitiäts erhöhte, 'ieij so gut, lieber Schiller, und gebe mit bald Nachricht Deiner Gesinnung, denn jeder Tag ist mir Zeit-Veiluft und meine Begürde gefesselt." Bekanntlich kam die Büste erst nach Schillers Tod zur Ausführung in Marmor. Eine Reihe weiterer neu erworbener Briese stammen von Charlotte Schiller an ihre Schwester Kcuolinc von Wotzogeu unb von dieser an Schillers Schwester Christophine und an Emilie von Gleichen. Ein Billclt von Ehattolle von Stein an Schillers Braut bezieht sich auf eine Verwendung bet Frau von Stein bei Karl Auguii wegen eineL Gehalts von 200 fThalern für Schiller als Profeffor in Jena. Unter den Gießener Anzeig General-Anzeiger für Gberheffen entließ Tie fremden Gesandten in Peking jinb allgemein der Ansicht, daß der Friede durch die Entlassung Mianschikais bedroht sei. Erprastdeat Cast». Ter venezolanische Er Präsident Castro hat sich in der Privatllinik des Professors Israel einer Operation unter» sogen, die Stunde dauerte und gut verlaufen ist. Das Befinden des Patienten ist zufriedenstellend. Es handelt sich um einen Eingriff, der gleichzeitig an Darm und Blase ausgeführt worden ist Castro erklärte nach der Operation, er wäre zufrieden, daß er operiert worden sei, denn dadurch erfahre die ganze Welt, daß er nicht nach Europa gekommen sei, um sich seiner Verantwortung zu entziehen. Während der Operation waren die Gattin und die Schwester Castros sowie drei venezolanische Aerzte aus London in der Klinik anwesend. Deutsche» Reich. Der Kaiser wird sich heute auf 6 oder 6 Tage nach bem Jagdschloß Hubertusstock begeben Gestern vormittag hörte der Kaiser die Vorträge der Chefs des Zivil- und Militär-Labinetts und empfing spater den Oberbürgermeister Kirschner. Staatsbesuch deS engl. Königspaares in Berlin. „Daily Expreß" läßt sich aus Berlin melden, daß nach den bisherigen Dispositionen der Staatsbesuch des englischen Königspaares dort am 9. Febr. erwartet werde. Sollte der König einen Aufschub wünschen, so werde der Besuch doch jedenfalls im Monat Februar von statten gehen. Das auf 5 bis 6 Tage berechnete Programm werde von Kaiser Wilhelm entworfen und König Eduard eiugelaüen werden, etwa ungewünschte Punkte zu streichelt. DaS Reichskolonialamt hat einer Berliner Information der „F.-Z." zufolge mit einer Finanzgruppe, der fast alle Großbanken angehören und an der auch die Deutsche Kolonial-Gesellschaft und die Südwest-Afrika- Gesellschaft teilnehmen dürften, ins Benehmen gesetzt wegen des Verkaufs der Diamanten in Südwestafrika. Das Befinden Holles. Gegenüber der Meldung der „Kölnischen Zeitung", daß das Befinden des Kultusministers H olle sich gebessert habe und er in einigen Wochen fein Ilessort wieder übernehmen könne, erllärt die „Kreuzzeitung", daß man nach den ihr gewordenen Informationen dieser Meldung Zweifel entgegensetzen könne. Alexander v. Wa rtenöleben f. Ter General der Kavallerie z. T. Graf Alexander von Wartensleben ist gestern in feinet Berliner Wohnung im 71. Lebensjahre gestorben. Ausland. Rücktritt Iswolskys. Die in letzter Zeit Viel fach besprochene Meldung, daß die Stellung des russischen Ministers des Aeußercn Iswolsky erschüttert sei, scheint sich zu bewahrheiten. Wie Berliner Blätter erfahren, soll Iswolsky schon am russischen Neujahrstage (13 Tage später als der westeuropäische Neujahrstag) znrücttrcten und voraussichtlich den Botschafterposten in Berlin erhalten. Eine militärische Verschwörung gegen den Zaren? Nach einem Telegramm der „Daily Mail" aus Petersburg steht die Explosion einer Bombe im Zentral- Caf6 am Newsti^Prospekt, die ein Student in Papier gewickelt, dorlhm gebracht hatte, mit einer weit verzweigten itchilistischeit Verschwörung gegen das Leben des Zaren und die Mitglieder der kaiserlichen Familie in Zusammenhang. 20 der Teilnahme Verdächtigte seien teils in Petersburg, teils in ZarSkojc Selo bereits verhaftet tvorden. D e r t ü r k i s ch e T h r o it f o l g e r. Die Berliner türkische Botschaft erklärt, daß alle Mitteilungen über den angeblichen Verzicht des türkischen Thronfolgers auf die Thron- lolge zu Gunsten des Prinzen Iussuf Izzedine Effendi jeder Begründung entbehren. parlamentarische- aus Hessen. Folgende Regieruugvvorlageu sind der Zweiten Stammet noch zugegangcn: Regelung desrechteu Main uferS zwischen dec Mainmündung und der ehemaligen Schiffbrücke bei Mainz. Bei den Mtegulieruttg*nrbeif cn im Jahre 1899 ist Langsam unb Böschungsgebäude in dem Eigentum des Rcichsmilitär- fiskuö verblieben, ebenso das durch die Mittelwasserlinic begrenzte frühere Festungsgelände, das jetzt ein Teil des Rheinstroms bildet. Bei Vermessung der über Mittelwasser liegenden fiskalischen Weidenanlagen am Rhein ist es zur Herbeiführung geordneter Grenzverhältnisfe für zwecke nb wrechend erachtet worden, diese Teile vom Reichsmllitär fiskus zu erwerben Das preußische Kriegsministerium ist mit bet Abtretung der in Rede stehenden 2772 qm Ufer» böschungsgelände zum 'Lreis von 15 Pf. und der 11451 qm Rhein strömst äche zum Preis von 1 Pf. für den Quadratmeter einverstanden unter der Bedingung, daß eine 610 qm große Geländcstäche in Flur 16, Nr. 4, zum Preis von 25 Pf. für den Quadratmeter ihr überlassen werde. Evnach sind 377,81 Mark an die Militärbehörde zu bezahlen. Zur Abtretung des dem Großh. Landeseigentum gehörigen ländestücks wird die ersorderliche Zustimmung bet Kammer nachgesucht Beräußernng fiskalischLr Grundstücke. Die Regierung richtet an die Kämmer das Ansinnen, sie auch für die Dauer des 34. Landtags zur Veräußerung landwirt tchaftlich benutzter, zerstreut liegender, d. h. nicht zu Hof- gutern gehöriger kämetalsiSkalifcher Grundstücke allgemein ohne nähere Bestimmung der einzelnen Gemarkungen und Varzellen unter bet Bedingung zu ermächtigen, daß den Standen aUiahrluh ein Verzeichnis bei veräußertem Grund stucke zugeht. Steueraufseher i. P. Putzer zu Darmstadt eriucht n: einer Vorstellung an die stammet um Erhöhung seiner Pension nach. Airche und Schule. ----- Evang. Bund. Auch in Garbenteich har sich em oweigverein de. evang. Bundes um 7u M grdlld«. Gelegentlich seiner Gründung hielt Pfarrer r!eh-1 mann einen Vortrag über die Bestrebungen deS Bundes, sowie über die evang. Bewegung in Oesterreich. Hierauf trugen die Gesangvereine »Frohsinn* und ,93iftoria*, sowie die Schüler der L Klasse Lieder vor, die ungeteilten Beifall fanben und zur Belebung deS Familiennachmittags beitrugen. hessischer Handelskammertag. R. B. Mainz, 3. Januar 1909. Der Hessische Handelskammertag hielt heute vormittag im Ltadthaussaal unter Vorsitz des Kommerzienrats Dr. Bamberger eine sehr zahlreich besuchte Ler- sammlmtg ab, die sich in erster Linie mit der Reichs- finanzreform beschäftigte. Ws Vertreter her Regierung wohnten Ministerialrat Dr. U s i n g e r und Oberfinanzrat Weiffenbach der Sitzung bei. Das Referat über die Finanzreformvorschläge hatte Syndikus Mees- m an n-Mainz übernommen, der die dringende Notwendigkeit einer durchgreifenden Finanzreform anerkannte, dagegen die Mehrzahl der vorgeschlagenen Steuergesetzc nicht als den richtigen Weg für den gedachten Zweck erblickte. Im einzelnen sprach er über dieErbschafts-,Nachlaß- und Wehr st euer, die letztere hieß er gut, die beiden ersteren verwarf er, nachdem die einzelnen Kammern ihren Standpunkt zu den erwähnten Steuern präzisiert hatten, äußerte sich der Vertreter von Gießen zur Branntweinsteuer, die er in Uebereinstimmung mit den übrigen Kammern, namentlich in der Monopolisierung und in Liebesgaben als unannehmbar bezeichnete. Das Gleiche war der Fall bei der Tabaksteuer, über deren schädliche Wirkungen sich die Handelskammer Offenbach eingehend verbreitete. Der von Offenbach eingeschlagenen Resolution stimmten die Kämmern mit Ausnahmen von Mainz und Friedberg zu, die sich auf die nicht so scharfe Resolution festlegten, wie sie vom Ausschuß des deutschen Handels- kammertages gefaßt worben ist. Der Direktor der Mainzer Aktienbrauerei Dr. Jung sprach gegen die geplante neue Br austeuer unb erwähnte babei, baß während des Bierkrieges in Mainz ein Beamter einen Beschwichtigungsartikel in die Mainz. Volksztg. lanziert habe. Er war für die Resolution der Mainzer Handelskammer, die die Brausteuer nicht verwirft, aber eine gerechtere Staffelung fordert. Auf denselben Standpunkt stellte sich Worms und Offenbach, während Gießen die Ablehnung der Steuer verlangte, desgleichen Singen und Friedberg. Die Handelskammer Darmstadt war für die Mainzer Resolution. Gegen die Weinst euer verbreitete Syndikus Meesmann schwere Bedenken, Offenbach, Friedberg unb Gießen waren nicht für birefte Ablehnung und Worms erklärte, daß in feiner Kämmer die Meinungen geteilt seien. Eine große Reihe anderer Redner trat für die unbedingte Ablehnung ein; die Abstimmung ergab eine Ablehnung der Steuern durch Mainz, Bingen und Darmstadt, während sich Worms, Friedberg, Gießen und Offenbach für die Resolution des Handelstags erklärten, die nur die Form der Besteuerung nicht gutheistt. Syndikus Dr. Humann-Tarmstabt beantragt bann Ablehnung der Gas- unb Elektrizitätssteuer und fand die Zustimmung des Handelsiammertags. Syndikus Meesmann sprach über die Anzeigen st en er, bereit Mlehnnng er ebenfalls empfahl. Sie wurde gegen die Stimme Offenbachs beschlossen. Bei dem Weingesetz schloß man sich den Beschlüssen des Ausschusses des deutschen Hanbelstags an. Herr Ministerialrat Dr. llsinger teilte bann burch eine Anfrage noch mit, daß eine Vorlage über das Offenhalten der Schaufenster während des Hauptgottesdienstes demnächst an den Landtag gelangen werde, worauf der Handelskammertag noch eine Resolution gegen die Schis- f ahr tsabgaben annahm. Stabt unb Land. Gießen, 4. Januar 1909. * * TageSkalender sät Dienstag, 5. Jan.: Stadt- t Heater: »Der Talisman.' Anfang 8 Uhr. * * Ordensverleihung. Se. Kgl. Hoh. der Groß- Herzog haben dem Obcrhofprcdiger Ludw. Ehrhardt in Darmstadt das Nilterkreuz 1. Klasse des LudewigS-OrdenS verliehen. * • Reichs tagScrsatz wähl in Bingen-Alzey. Die Sozialdemokraten haben für die Reichstagsersatz- wähl in Bingen-Alzey den früheren Landtagsabgeordnetcn Redakteur Bernhard Adelung in Mainz vorgeschlagen. ** Die geistliche Musikaufführung des Evang. Arbeitervereins m der Stadtlirche bot einen ungetrübten Genuß. — DaS Orgelvorspiel führte die Zuhörer zur Sammlmtg, die sich bei der Güte des Dargebotenen mit den folgenden Nummern zu weihevoller Stimmung steigerte und bis zur letzten Nummer anhielt. Frl. Ida Stammler, deren ausgezeichnet geschulle Stimme in dem weiten Raume vorzüglich zur Geltung kam, brachte Lieder von Bach, Hat)dn, Mcndclsohn, Hlldach usw. — F-rl. Scbmcckenbecher und Herr Keßler dellamieren fein gewählte, vollendet vorgettagenc Gedichte von Uhlaiid. Goethe, Eichendorfs, Ernst Moritz ?lrnbt, Paul Gerhardt, Rückert, Earlnie-Oeser. Herr Rollo ff spielte auf feinem Violoncell mit feinem Verständnis und schönem Ton ein Slöagio religioso von Tarlini, — Ein Streichquartett gab das Largo von Händel. Dazwischen sang der Gemischte Chor Lieder von Beethoven, Mehul, Rolle, teils a capella, tclls mit Streichquartett. Ganz vorzüglich trug der Ki n -- der ch or ,^!ieb Vater im Himmel" von Tauben vor. Der Gemischte Chor überraschte burch seine erfreuliche Entwicklung ju einer großen Zahl von Sängern wie burch vor zügliche Darbietung. Die feinsinnige Zusammenstellung des Programms, die Einstudierung fämtlidjer 9htmmem, bie Leitung der Chöre, ferner die Orgelbeglenung, welche die meisten Darbietungen umrankte und schmückte, all das lag in den Händen des Vereinsdirigenten Gernhardt, dessen außerordentliches Geschick für derartige schöne Kwistgabeu auch dieSnial volle Anerkennung fand. Es sprachen in den musikalischen unb gefänglichen Teilen wie auch bei den Rezi tationeik erste Meister der Literatur und Der Tonkunst mit (Sabcn von lwhern Gehalt, doch schlicht und innig zum Ge- müf, "'rständlich aus' für minbergeübte Hörcr. Es bildet biqc Aufführung einen würdigen Abschluß der nun hinter unä liegenden Festzeit. — Stadithcatcr. Em alle Thcatcrfteunde inte- ieiiierenbe5 Gastspiel findet am Dienstag, 19. Jan., statt. Albert Bassermann, der geniale Berliner Künstler, wird an diesem Abend in dein EinakterzyklnS von Felix Salten ,'Som anberen Ufer* m drei verschiedenen Rollen auf- iceten. Wer sich an* BaßermannS grandioser Leistunq als ,Biegler* in Sudermanns ,Stern unter Sternen* erinnert, wird dem Gastspiel mit größtem Interesse entgegensehen. Da starke Teilnahme — auch von auswärts — zu erwarten ist, dürfte sich empfehlen, bei Zeiten Plätze vorzubestellen. — ES sei darauf hingewiesen, daß die zweite Hälfte dcS Abonnements noch nicht ganz abgcholt ist. Tie Abonnenten werden ersucht, diese Abonnements im Theatcrbüreau in Empfang nehmen zu wollen. • • Auf dem DünSberg wird es am nächsten Sonntag doch hergehen. Die torrristischen Vereine unserer Gegend werden sich oben ein Stelldichein auf der luftigen AuSüchtS- roarte geben und beabsichtigen, einige vergnügte Stunden miteinander zu erleben. Für die Bewirtung der hoffenllich recht zahlreichen Gäste ist oben bestens gesorgt, man munkelt in eingewerhten Kreisen sogar von Erbswurstsuppe, Frankfurter Würstchen und ähnlichen Genüssen. "Der Mord im Gießener Stabtw alb. Zn der Anregung in der Volkszeitung, man solle den wegen Mords verhafteten Reif photographieren und bas Bild veröffentlichen, können wir mitteilen, daß dies bereits von der Behörde beschlossen war, daß aber die Ausführung erst geschehen kann, wenn der Gerichtschcmiker Dr. Popo mit der Untersuchung der Kleider deS Reis fertig ist. Zunächst war eS geboten, die Kleider unversehrt dem Gerichtschemlker zu überlassen. • • Brandausbruch. Gestern abend entstand im Dachüock eines HauseS in der Crednerstraße Feuer, die Feuerwehr wurde allarmiert und schritt mit den Hausbewohnern und Nachbarn gleich energisch ein, so daß nur geringer Schaden entstand. Die Entstehungsursache ist auf einen im Dachraum angebrachten sog. transportablen eisernen Raucher- opparat zurückzufuhren. Inwieweit eine strafbare Fahrlässigkeit vorliegt, muß die eingcleitete Untersuchung ergeben. "Auch ein Vergnügen. Zwei Eifenbahnarbeiter begaben üch am verstossenen Sonntag mit ihrem Monatslohn in der Tasche in eine hiesige Damcnkneipe. Sie vertrauten 28 Mark an Wein, bic der eine bezahlte und dann einschlief. Als cc bas Lokal verließ, vermißte er fein Portemonnaie nut dem Rest des Lohnes, bestehend in 38 Mk. Verdacht spricht der Bestohlene gegen die HcUerm auS, bic sich neben ihn gefetzt hatte, als er fchltei, und er machte derselben auch gleich selbst Vorhalt, anstatt zur Polizei za gehen, aber sie bestritt den Diebstahl. "Die Maul- unb Klauenseuche ist auSgc- brachen in Montig, Kreis Rosenberg (Reg.-Bez. Vla- aemuerber) am 2. Januar. - u Londorf, 3. Jan. Einen recht vergnügten 9leu- jahrsabend hatte der Kriege r-Verein einem sehr zahlreich erschienenen Publikum bereitet, indem er bad Rhein- Mainische Verbandstheater zu einer Vorstellung ver- pstichletc. Gegeben wurde „Der eingebildete Kranke* von Moliere. Das Stück sand lebhastesten Beifall. Von den Darstellern gefielen besonders Herr Max Stumpf als Argon, Frl. Marner als dessen Frau und Frl. Werner als Tolnette. Daß hier bccactigeii Veranstaltungen immer ein tegeS Interesse entgegengebracht wird, hat sich auch jetzt wieder gezeigt. Vielleicht gelingt es einmal hier, einen VolkSbildungSvcrem zu gründen. Diesem wird cs daun auch möglich sein, gegen cm geringes Eintrittsgeld derartige Ver- anftaüungen hier zu arrangieren. O Alsfeld, 4. Jan. Die Ober Hess ische Vieh- verivcrtungSgenofsenschaft hat seit einiger Zeit ihre Tätigkeit begonnen und dadurch in den Kreisen der Landwirte Anklang gefunden. ES läßt sich bereits cm günstiger Einfluß auf die Preisbildung für Schlachtvich nn Bezirk AlSseld erkennen. In den Kreisen der Landwirte und der Vtetzger ist die anfängliche Voreingenommenheit gefchwunden. Um die Organisation der Genossenschast hat sich Direktor Gobel besonders verdient gemacht. Die Alstgliederzahl ist bereits auf fast 100 gestiegen. Tie Mitglieder sind verbunden, ihre Schlachttiere nur an die Genossenschaft zu liefern. - a Hart man ns ha in, 3. Jan. Zwischen hier und Ober-Seemen an der Vogelsbergbahn liegt bie Holz - verlade- unb Haltestelle Alteburg. Von dieser geht ein Fußweg nach dein Dorfe Volkartshain durch mehccre Grundstücke, bic bem Fürsten von Ortenberg gehören. Die Oberförl'terei Ortenberg will diesen Weg der Gemeinde Vol- kartshain streitig machen, obwohl er schon feit vielen Jahren von Leuten, die i»ach Siechenhausen ober Herchenhain gehen, benutzt wird. Hoffentlich wird die Angelegenheit nicht zum Prozeße ausarten, sondern bald im Interesse und zum Vorteil der Gemeinden, die dahin ihre nächste Bahnstation haben, erledigt werden. lz) Aus dem Vogelsberg Eine Bürger- nieisterwahl im Winter ist eine schöne Sache, denn da hat man doch bie nötige Zeit. Wenn bas Törfchen and) noch so klein, im Winter geht cs bei einer solchen Gelegenheit schön her. In G. waren es etliche 40 Wähler, bic fast völlig an bie Wahlurne traten. Lange vorher stanb bic Wahl zur Diskussion unb bie Aussichten waren für fieibe jtanbibateu fast gleich — bis am Wahltag ein geschickter Schachzug bie Entscheidung gab. Der jlanöibat hat Wirtschaft, aber beileibe, vorher wirb auf bie Wahl nichts getrunken. (Gewöhnlich haben aber bei Wahlzeitcn Anhänger einer Stanbibatur ihren Geburtstag unb geben etwas zum Besten.) Im Stalle des H’anbibaten, ba liegt der Siegcs- gett: ein fettes Schwein. Ja. hcnte soll es fidi entscheiden über Leben ober T^d bei borstigen Sau. Ter Kessel wirb angcheizt, in bet Stube sitzt bei Metzger unb aud) ber Fleischbesckiauer. Diese Vorbereitungen wirken mehr als alle Flugblätter der Welt: um 6 Uhr wird großartig der Sieg verkündet, die San Hal ihn erkämpft mit ihrem Leben. Aun rasch and Werl, em Schlag auf5 Hirn, b:n Todesstich ins Herz, stoch spritze bas Blut im Bogen. Unb wer ben Löffel lenken kann und schaben, ber hilft zu reinigen bas Sckiwein von Borsten und vor» Schmutz, riauni baß bie 111)1 um eine Ziffer weiter ruckt, brodelt fn bem j.ffcl schon des Schweines edeles Gebein; indessen sie im Hause drin jem säuberlich, jo gut cs geht, bic Tafel zu dem '.Nahte; Das Erdbeben in SüditaUcn. S.L- <5 Welter eo K 2 Handel Italien. Rente . 3% Iberiiuer f»ör#e, 5. Januar. Aiuaugakuibn. 176.80 still 195.00 198.10 85.65 94.65 85.40 93.40 92.00 Börse, 5. Januar, 1.15 Uhr. 943-51 Elektnz. Lahmeyer . . Larpener Bergwerk i.aurahütte . . , um borden E. B. Aordd. Lloyd . . i uraeiüuae . . . 4. 4. 5. Januar 1909 Berliner Banaelsgcs. Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Deutscn-Asiat. Bank Diskuntu-Kommanuit. Diesuuer Baun . . Kreaitaktien . . . Baltimore- und Ohio- Bisentann . . . . 110.40 '. 17*80 . 142 uO . 123.50 117.70' 116.50 188 50 189.30 112.80 194.60 198.50' 9LGO 96.00 168.50 97 3u Laurahutte...... 97 40 .\ordd. Lloyd . . . . . 92.50 Ubeischles. Eisen-Industrie . 63.50 uotthardbahn . . . . 98.50 Lomuard. Eisenbahn uesterr. btaatsuaiin . Elektnz. bchuckert . . . Eschweüer Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. Paket!. Harpener Bergwerk. . . . . 91.40 . . 142.70 222.50 rince-Henn-Eisenbahn ". '. 11L30 Wlo O% a>6o/o 3% o^°l0 103 45 58 70 59.90 96 80 92.7b 93.30 schule in Florenz sind zur Hilfeleistung nach dem Süden abgegangen. Der Kriegsminister ernannte sie zu Unter», leutnants. Messina, 5. Jan. Der Leichengeruch, der aus den Ruinen entströmt, wird immer unerträglicher imb die Bemühungen der Soldaten, durch Desinfektionsmittel Abhilfe zu schaffen, bleiben erfolglos. Aktien; Bochum Guss . . . . Buderus E. W. - Tendenz; schwach. Kleine Tagetzchronik. Die Sammlung im G rnb e n rev i cr zu E. harleroi, für die Hinterbliebenen der Radboder ® r uben-ttatn-j ft r o v 6 c hat 11 223 Francs ergeben. In Jütrichau im Xireiic Forst tourö? der längst gesuchte! Raubmörder Sternickcl, dcr seit einiger 3cit aus dem Gutshofe Dornbock als Stallschweizer gearbeitet hatte und vorgestern flüchtig geworden war, verhaftet und nach Breslau/ überführt. i Bed. Himmel ■Diebel Bed. Himmel j Meteorologische Beovachtuugen der Station Gieken. Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Ltzitterung für Hesteu am Mittwoch den! 6. Januar: Tauweuer, trüb, geringer Regen. Etwas milder^ Westliche Winde. \ Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutscne Bank . . . Durtmunuer-Lnion C. . Dresdner Bank . . . Tendenz schwach. 241.50 61.2b 147.8« . . 241.30 . . 136 50 . . 180.00 . . 148.00 . . 193.00 ebenso herzlich «ruf die Admirale, ,Dsnziere und Maunfchäfben! der russischen, der englischen und her deutschen wie der französischen Schiffe, die ein bewunderungswürdiges Bei spiel einmütiger Menschlichkeit gegeben und an der Hilfeleistung in edelmütiger, fruchtbarer Weise mit ihrer geistigen und körperlichen Kraft teilgenommen haben." Berichte von Geretteten. frankfurter Reichsanleihe . . do. . . Konsols .... do. .... Hessen Oberbessen . . . 4*> -- . . , 3ü6 Portugiesen bene 1 Die letzte Nacht Messinas. Bon der Schreckensnacht in Messina entwirft her Handlungsreisende Josef Adler aus Trient ein schauerliches Bild im ^ag: „y/acb der Vorstellung int Leatro Bittona spazierte ich ui Messina umher, hielt mich in einigen Cafes auf und schiffte mich um j 2Ö Uhr auf der Tampfsähre ein. Gerade als die>es, voll von Passagieren, den Anker lichten wollte, erfolgte das Unglück. Ich stand an der Reeling, als plötzlich ein gewaltiges Kracken erfolgte. Die Fähre wurde vom Meer emporgehoben und ans Land geworfen, obgleich wir noch verankert ivaren. Bor unfercu Augen stürzten die Gebäude zusammen. Wir wurden gegen die Lanoungsbrucke geschleudert, die in Trümmer ging; ich ritz mir Pelz und ^acke vom Leib, bereit, ins Wasser zu springen. Im felven Augenvnckc wurde die Fähre zurüctgeworsen, die Erde öffnete f i oi wieeinSchlund, aber sofort überflutete das Meer von neuem die Kais und schlenderte das Fährboot gegen das Ufer Ich weif; i nicht mehr, rote ich mich plötzlich an Land befand, -jch iah >wch, wie sich der Eisenbahnzug auf der champnuhre ineinander schob und umstürzte; die Ankerketten waren alle gerinen. An Sanb krachten die Gebäude zufammen, lauiend- stimmiges Geschrei ertönte. Ich tief wie toll an oer Enenbahn entlang zur Station, Leichen über Leichen lagen am Wege über Trümmern und Schutt. An einer Tur lese ich: „^tatwnsclfes ; ich laufe hinein, ihn zu fragen, was geschehen ist — vp falle — meine Hände fütb voller Bint und Gehiriunasfe — ich bin über Leichen gestürzt, deren Köpfe zerschmettert sind! Aus dem Bahn- lwssplatz kniet ein junger Mann; er will aus den Steinen etwas I iwrausziehen; ich sehe ihm zu. Mit aller Gewalt bemüht er «ich, einen Körper herauszuarbeiten. — „Bater!" schreit er, „lieber, I Heuer Vater!" — zu einem Leichnam, Denen Kopf eine sormlofe ■Hiniie ist. Endlich vemerkt er, datz er einen enten der übrigen Fakultäten gehen von -^ur Tur, um für die ^Lolleidenden Spend e n z-u s »ntm e l^-^ahlreiche ^Pflüchtlingc sind ohne Kleidung. Aiidere stecken m Mckitaruni- . formen. E i n e F r a u w a r v o l l st a n d i g i n e i n e M a r i n e- -.uniform gekleidet. Viele Matrosen pflegen mi cher Milchflasche in der Hand Sauglinge, die zu (i i f e n geworden s i n d. Viele äRtisentinder sind in Neapel -bi yamilien aufgenonunen worden. Selbst Arbeiterfrauen deren . Einkommen nur 2 Franks beträgt, «nahmen Kmdeir in Pflege. • süiarquife Filiasi hat einen Aufrus an die Neapeier Frauengefell- . schuft Mit der Bitte erlassen, jene, welche Juwelen besitzen, moajten ;einen dieser Juwelen für die Opfer hergeben. ‘ Die Behörden nehmen als sicher an, das; die IKatastrophe noch weit mehrMenschenlebenge- /fordert hat, als bisher , e l o std i e pe , sim i st i s ch ft e n .^chätzungenan nahmen. Verschiedene Berichterstatter ^ben ‘ eie Umgebung von Messina und Reggw abgestreift und 24 Städte, .viele Dörfer und sonstige Ansiedelungen fast vollständig zerstört Auf Äntras des Kaiserlichen Botschafters in Rom hat die italienische Regterung für die aizs D e u t s ch l a n d Limmen- Len Liebes gab en die zollfr eie Zulassung in Italien ungeordnet.,^ Division der amerikanischen Schlachtschifflvtte wurde angewiesen, nach Neapel zu fahren, um an dem Hilfs- werk teilzunehmen. Tie anderen Schiffe werden an verschiedenen Punkten des Ptittelmeers verteill. .. Der Fürst von Monucco hat beschlossen, den Ertrag per Aufführung des ersten Zhklus dcr Wagnerschen Nibelungen zu Gunsten der Ueverleociiden zu verwenden. Prinz Adalbert und Prinz uno Prinzessin Heinrich von Preusteu l)abeit sich bereit erklärt, Spcnoen entgegen^ I nehmen, die dem unter dem Protektorat der Kaiserüt sdn-enoen ocutscheu Hilsswmitee überwiesen werden sollen. Spenden und Sammlungen. Die „(yraimurier ocllnug' M'-ftau. i. u..o ihrer vsammlung 30 000 Lire an ueit Miiiisterpruiidenten Gtv 11111 und 10 000 Lire an den deutsch c n Konsul in N e a p e I. — Das deuftcl-e Hilfskomitee überwies als^rste Rate 50 000 Mr. Die Vereinigten Staaten von Amerika bewilligten 500000 Dollars. . . .. . , I Die englische >Lubstriptionsliste erreichte 600000 Marr. I Der Herzog von Eonnaught j'anDte 2000 Mk. — A/ie ! kretijche yiegierung hat 20 uuu Franks be^villlgt. Der ueineuwerat von A i h e u bewilligte 10 000 grants In Rom oeransUlllete oac> .'Oiuöwinitec Gelds arnm-- iungen in den Stra ven der Stadt. Rom, 4. Jan. L . lanoo erklärte, M e s s i n a müsse ro ; e d c t aufgeuaut >•. croen, was am besten durch Pnvaic erfolge. er ^taat w. Gelomillel u günstigen Bedingungeii I ücttjcbün. . | Rom« ö. Jan, l.'O Stud.eutLN dap Medizin- iy0 Uesterr Goldreute. 4*/6>'o Uesterr. öüberreute 4-j, Ungar G oldreute . löriSic aus vatikanischen Kreisen gemeldet wird, wird sich der Papst daraus beschranken, die Verwundeten durch diel Bischöfe besuchen zu lassen. In den meisten Blaicern iunten die nach dem Erdoebengebiet entsaudi.en Verichterstatter ofttere Klage über schwere M n n g e 1 in Der teinriä?mng des Rettungswerkes. So telegraphiert der Berichterstatter des „Eorrters ocia Sera" aus Messina, ,,es t e h 11 immer noch a n 3 a) i f f e n". Tie Barken \ ind voll von Fluchtigen, irren um den Vasen und werden zuruckgewie, en, wett alle Schiffe schon überfüllt sind. Tausende von Be-^ grabenen hatten befreit werden können, wenn rechtzeitig 10000 statt nur oOOO Soldaten am Platze gewesen wären. 6—7000 hungrige Ueber- lebendeerwartenBrotundSchifse. FnReggioer- etgnen sich zahlreiche Falle, da tz noch lebenderer- wunbetE zwlschcn Stummem ihrem SchlLl-t vreisgegeben werden müssen, weil ihre Rettung noch schwere Unglücksfälle verursachen wurde. Den A e r m st c n wird sogar keine Je a hrung gereicht, damit ihr Todeskampf Nicht langer andauere Unweit Megina bei der Staot Galati ivurve em llisenvahNaug mll VLahrungsnritteln für Messina von einer hungrigen ^5oits- menge ungehalten und uollbnunen ausgeplundert. Die Straste von M e s s i n a wunmerl )etzi von zahllosen H a i - 'festlich kränzen. Und nun herbei ihr Brocken dcunpfend herß. I Man wird nicht wählen unter euch, denn alle seid ihr uns willkommen, doch jedermami hätt heute gern den^größten von euch hingenommen. Und noch was sonst zu Sieg und s^eier all gehört, das Haus, es gibt es willig hin. Mtt aller Ebre und Respekt, wie sich's den Bürgern wohl geziemt, ftn da die Uhr noch eine Zahl erreicht, das schwere Schwein liebst gutem Trank zum Lohn für ihre Treu' den Magen derer zugeführt, die überzeugt den Sieg des Tages erkämpft .haben. .. rr i ---- Dollars ha in, 4. Jan. Der 7yurit zu Stolberg- ?2ßerntgerobe hat zur Beschaffung einer neuen Orgel für mniere Kirche 500 M. gestiftet. " Frankenberg, 4. Jan. In dem nahen Dorschen Haine wurde am Samstag der 28 Jahre alte Landwirt I Haus e, dessen Vater vor einigen Tagen tot in seinem Bette gefunden wurde, verhaftet. Die gerichtliche Sektion der Leiche hat nämlich ergeben, daß der Mann eines unnatur- licheu Todes gestorben ist. „ _r. Hanau, 5. Jan. Durch AuSstromen von .Leuchtgas fanden die Landmeffer-Witwe Wallschmidt «und ihre Tochter heute nacht ihren Tod. Fritzlar, 4. Jan. Auf dem Bahnhofsplatz wurden aus einem zu schnell fahrenden Krümperwagen der Artillerie- abteihmg das Freifräulein v. Buttlar und ihr Bräutigam, Oberleutnant Hu eck vom Feldartillene-Regiment Nr. 47, m die Fulda geschleudert und schwer verletzt. ... Portugiesen „ 111 4zau/o luss.btaatsanl. 19Uo japau. ötaatsanleihe l^o Uunv.'lürken von lauö Türken:ose 142.6‘J 1% Grieeh. Monopol-Anl. . 49.4b 4% äussere Argentinier . 86.20 o0l0 Aiexiaaner . . i>sv/0 Chinesen . . . Märtte- Gietzcn, 5. Januar. Alan io er ich L Auf heutigeni Wockeu-^ niaxtte kostete: Lutter pr. Pfd. 0.90—1.00 Alk., Hühnereier 1 St.' 8-9 Pfg., Käse pr. St. 6—8 Pf., Käfemcitte 2 St. 5—6 Pfg.,^ (Srbfcn p. Pfd. 18—24 Pfg., Linsen v. Pfd. 25—40 Psg., Tauben pr. Pr. 0,80-1,00 Dtk., Vühner pr. St. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr.! Stück 0,80—1,80Lik., Gänse pr. Pfd. 60—70 Pf., Enten pr. Stück 1,80 biö 2,20 Mk., Ochsenjleifch pr. Pfd. 76—84 Pfg., Snh- unb Rindfleisch pr. Pfund 60-80 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 80—84 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 84 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—78 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfd. 60—80 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 5,50—6.00 Mk., Zwiebeln pr., 4tr. 6,00—8,00 Pik., Milch per Lit" 20 Pfg., Wei bkrau t per -rück 10-15 Pfg., per Zentner Mk. 0.00—0.00. — Aepfcl per Ztr.' 6—10 Mk., Birnen per Ztr. 10—15 Mk. Nüsse 100 otücE 40—üOj Vfq,, per Ztr. 0—00 "Mk. Aiarktzeit pc*i 8—2 Nhr. 1 ‘ sl Marburg, 4. Jan. Tie M arburger Märkte sind; für 1909 wie folgt kitgelegt worden: S. r ä m e c m ä r £ t c ;i >. Februar, 25. März, 3. Mai, 2. Juli, 29. September, IS. vember, 31. Dezember. Schweinemärkte: 18. Februar? 11. März, 15. April, 13. Mai, 17. Juni, 8. Juli, 12. Aug::-i? 9. Sepiember, 14. Oktober und 25. 9lopember. fß f e vb emar 11 e: 18. ÜJlän und 14. September. , tc. Franklun a. M., 5. Jan. Heu- und Strohmarli.! Angefahren waren 6 Wagen Heu unb 3 Wagen Stroh. Bezähm würbe für Öen Alk. 3.40-3.70, für Stroh (Kornlangstroh) Mk. 2.30-2.50, Aiaschineustroh Aik. <».00. Tie Zufuhren waren, aus ben Kreisen Büdingen und Dieburg. Tendenz fest. Der Maikt war bei lebhafter Nachfrage rasch geräumt. ^ie Insel Strom bvli wurde vprgestcrn um o Uhr! 22 Mm. onrck) ein Erdveven heimgefucht. Tec Vultan sLigic i .eine starte Tätigkeit. Der Bevölkerung bemächtigte sich enu gwste Panik. 4U Häuser find eingcft.arät. Trotz der Kalle l>ait -,ich alles im Freien auf. ... Der italleuiiche Kriegsnii n ist e r verpchert, öab die V e r - 'teidiaungswerke von Messina iniakt geolieuen feien. Der König richtete folgenden Tagesoefehl an die Truppen: „Maruie: Bei Dem schrecklichen Ungiua, das cui weillS 'Gemet unseres Italien getroffen Ijat nno zwei grotze Städte und Zahlreiche Lam»chaften Eamoriens uno isizftckns zerftorie, tonnte ich wieoer einmal persönlich die edle Begeisterung von Heer und Marine feststeilen, die ihre Kräfte mit denen der tapstren ^ftiziere uno Mannschaften oer a u s l a n b 11 u) e n ^chifst vereint haben und ein. Werk erhabenen Mitteids vvillrachcen. ^tc bargen unglückliche Verichuttete durch Tatened)ien ^eioeimiutes üuä den slurzenoen Trüminecn und pflegten Verivunoete, |ie gauen ihnen Lvuach und trafen Vvriorge zuir VUfe für die Ueoer^eoen^ den. In frncher Erinnerung an das fuiujloare ^chanfpiei, das mich tief erschüttert, ist, meine Seele erfüllt von dem auoerproeiU' .iid) lebendigen Gefüb«, der Bewunderung für das Heer und die Mariuc. Meist pankoares GedestUn lichtet ftch Höchste Temperatur am 3. Jan. bis 4. < Niedrigste , , 3. „ „ 4. = + 0,40 0. = — 1,7 ’C. 2" 765,8 0,1 4,3 92 8 92& 765,8 — 0,6 4,4 100 8 7»s 1 765,2 0,1 4,3 92 still ! „Knorr-Sos* würzt famos* diese wenigen Worte besagen ge- nügend, und empfehle ich dieses neueste Knorr'sche Produkt bestens. Apotheker Lodwig Weder in 81* *H« FrlidtliKkr-Dlülvjßuüg Girßkn. Donnerstag, den 7. Januar 1OOO, abends 8l/> Uhr in Stein» Garten Oeöenll. Vortrag (mit Dtstussion- wn Frau Henr. Fürth, Frankfurt a. Main übet: „Mutterschaft und Beruf" Eintritt r Reservierter Platz Mk. 1.—, ^aalplatz 60 Pfg 116________________________________Der Vorstand. Turnverein Giesieu Dir tcotlmählocn Tornadeude beginnen TienStag, den !£• Januar wieder. Die Uebunflßabenbe der Aechtriege morgen (Mittwoch). 2^t____________________Der Vorstand. BRAUBACH & FLCtlER Firm C'jfmistiif Hast, anilall. GrÖMiee Üeschätt d ieser Brauche imUrotisheraogt.lleBeeb Gegründet 1Ö46 * üeber 3U Jahre am hiesigen Platze Relnhren von Ball* and Gesellschaft* - Toiletten, Bullschuhen. Handschuhen, Tüchern, Boas. Frakanzüxen. omukinx» etc. Eüme L&deu: SaltersweK Tüa, TeL 627 • Neuenwe« 4. TeL 553. fd d __kjU___ Galvanische Arbeiten aller Art in AtckeL ttnpser, Stahl, Mesnng, sowie Ilufardetten Don Vanipui uuo fronen für Petroleum, (Vas und elektrisches Licht gut und preiswert in der LsMniibnl Eugen ttauffmaun, We» Lchiffcubcrgcrtvcg 50.__1130)__itzeruiprecher 264. Königl. Preuss. Kiassen-Lotierie. Sie Ziehung der 1. Klaffe 220lec Lotterie beginnt am 12. Januar. _____24__ll‘ ... __xJi___pt ^[flRe M. 4 M.s M. 8 10 M. 20 W. 4oP 11 empfiehlt, jo lange Vorrat Der Königl. Preutz. Lotterie-Einnehmer buchackei* 67 9kucn Bäue 11. Jüfcei Hustenreiz AUTENTIA •ngeleniet vom Idnüjdhngtm tjbnkarue.i drri«inoUn t>eiff Mir wirken Menthol (Luc. Bonbons »Bonns" Paket 80 Pfg., jojort lindernd und erirtscliendl Virnv-Avotbeke, Krankmrter Mlo95Pfg. • Eier! W frische Licdwarc ”ötx 10 Stück 95 Pfg. [141 L. Steinhäuser L7 Selterswcg »7 17 Neuen Baue 17. Backfische per Pfund 15 Pia. [iQ8 ff. Schellfische 2 di» 3 Pfünder per Pfd. LS Pfg. offeriert I. M. Sd)llll)Of Marktstrahe 4. Telefon 119. „Gege» kalte Füsse“ ist der beste Behüte das Trugen von u a•/» Kelbarta-Mpiero In allen Grössen für Damen u. Herreu Paar <6 Pfg. I Salomon 4 Cie. ^T-6 Ncchtsschuhstellc erteilt unentgeltlich ID*/, Rat und Auskunft 0’ Iraira :iu iflä^rg. 3X''Ä".rİftl. °°° 6 Zimm er 4 Zimmer Zu recht zahlreichem Besuche ladet ergeben ft eia (000© 3 Zimmer Bobnbofftrone. Brei SZimiDBr-WohDiiayeii (3 au vermieten. uiu Ml und Rücksprache. lhvM/, verlange die ^.Deutsche Batauzeupolt"' Lhlingeu 14Z. NovitHt! WovitMt Husten 3tt vor Kaut eil ietijcl litljc (Offene Stellen . StelleÄel’iidie’1 Aerjclf^denes Andtf möblierte» dimmer mit vau|i separatem Eingang. ®(6rifiL Angebote unter 060 an den Wehen. Anzeiger erbeten -rM gk» ihn Küchen, wahrend Halder Tage ob. stunde n- ivetie, auch auoroauo, vmpficblt mb erlabieuer Uansmann. Lchri'U.che Angevote unter 057 an den ane,ener Anzeiger erbet. Zur Beaufsichtigung d. Schul arbeite u eines Cumtancr» wird etn theala^n.iiauau höherer Älasie gesucht. Zchrittl. Angehoie unter oiMH a. d GeicbaDucuc dS. Bl. dubebör Lu ueruücien. (22 _______________^udwlgstratze 40. A. Itappmnnn. Direktor und Inhaber des UoiosieumS Gietzen. Donnerstag: 1. Kamilieuabeud mit Pralentverteiluaa. Dramatisches Märchen in 4 Aufzügen von Vuötuifl tzulda. Anfang 8 Uhr. Ense geg. KP/« Uhr Mittwoch, den 6. äanuar ItiOü An lang 7 Uhr. 11. Mittwoch-Abonn.-yontellai^ Stadttueater Giessen. Direktion; Hermann Stelngocttar. Dienstag, den 6. Januar 19(A Ulniana 8 Ubr. 12. Dlenstag-Abonnem.-Yoratellg. Achtung! Achtung! Kolosseum Giessen Walltorvr. 38 (früher C |iinfl.| iu QJüiteti- 20 43aßen IWJIUp erde neeig» ncL hat üü.suflebcn iülOOlU 6 H. Ppcig, Wetzlarerweg VO. Tadellos erhaltener (Siicnbabn* Uniforn mantel, nur einige UHale getragen, biUig zu uertauicn. 1491 VanbnraivnuTaBe 2 parterre. jjanoraina Airchcnplatz 9. 157 WM um! Neckartäl. iteden Tag uon 2—10 Uhr gedlfn. KictzkHki Sialjiirtr=Strtin IW. Winterfest Samstag, den 9. Januar, abend» 81/, Uhr tm Kolosseum. Ofifle können durch Mitglieder eingesührt roarbeit. Karlen zu haben beim 1. Vorsitzenden, Herrn Emil Otts, vruckfachm alin fln liefen in leder gewünschten flusHdtiuno, (tilrem und pecisu)crt Brühl'fdic UniDcrntäts*ßu(l)»u. SicindruckcrciR.langc-Oicßcn Hin älteres Dienstmädchen für leichte LteUung hei gutem Vobn gesucht. Zu erfragen <010415 BleichstraKe 1L IL besucht 1 sauocres Mädchen für die Küche. Vobn Mt. 35.-. Fran Carl Nowack _______GelterSweg 85._____10 P)Jd)t|nm Oil ela^"- &rau Vouis Reit, tUwe., '• Vrnchstr. !ll, 11, Neud. §r. Seibel. Besiempsohl. Klavierlehrerin eil. preiütv. gründlich. Unterricht. Tchrtsli. Angebote unter U8B en t^iehcner Anzetger erbet ihkr lernt etncutDeichästomaun dieoal|chli!tslii.r>v^iihkuiig und für welchen Preis? Schristl. Angebote unter Vir. 187 an den töteuenct Anzeiger erb. Weichsttatze Ä 6 .^hnrner nebft allem Zubehör auf L Avrtl au vermieten. 121 Näheres Lleichftrahe 21 pqvl Qip fo nehmen Tie die kzivav' "v' ärztlich erprobten BdlöKr Bruft (LarameUen. 5500 not beflL Seunn. bew. den vorzügl. (£• solgbeiHulten.HeiserteitKcuch' haften. Vafet 25®!.,Toie50‘4.M. Kaifer'S Bruft Extrakt Slasche 00 Üfg. Zu haben in Gießen bei: Georg Wallenfels. Marktplatz 21; Aua.ilt WallenielS, Nlarfiol. 17, relei. 202; l£. Tort Walltoritr. 45, Vubro. Lteinhüufer, Neuenbäue I# u. LelierSweg 27, H. Dornberger, l>rtu. Ilelikan-Apoih.; I. Bevolcr in Vanqnön#; Aug. Seibert und Heinrich Kümmel in Wieseck. |D’/U U7V] Üunger Mann zum Vücher- beitragen für abends gesucht. _______________Markiftrane 2V. „Die Tür ins Freie 1“ Vuftfptei in 3 Alten von CKar Blumenthal und üJuftan Ä adel bürg. Anfang 7 Uvr. Ende gegen V Uhr. Nach der Mtttwoch.BorsteÜung halt em Cutnibuv tu her Sud- Anlage, der spätestens - jo uvr utuu der Bahn fahrt. ow Tüchtiger, flotter Stenograph und Masck)inenschrciber zum baldigen Eintritt für ein nesigcs kausm. Geschäft gesucht. Schrtstliche Angebote unter 173 an den Üfienencr Anzeiger. 115) Sauberes Van madchen oder i)ran gesucht. W lhelmur. 5. II 122; Ein durchaus zuverlässiges tlV/ihrfiPH bas die einladie iviaocijeil, Agche verlieht, wird zum 1. öebruar gesucht. ________araiitiurtcr Straße 48. illihlkik 3--3iuun.’!Bo nun . der Neuzelt entsprechend rinne- rlchiet, sofort au verniietett. [Ohjetio 'Näheres bei Lr-llbelm ittobrig, Große Mühlgusse 41. 3- Ziiniiier-Wobitung mit allem Jii uevmieten W-iDtltll Schwan 1/feblcBtraOe «5 (1(12 liefert bei dauernder Behandlung bliilcnhtlle Illiijchk. t>iuji>chaIkii-Exiratl aus der Kgl. Hosparfütnerie-i>abr. von (S. D.Wunderlich, 'Nürnberg, um den Haaren em dunkles Ansehen zu geben, Tr. I^rftla o 9iuh- dl, zugleich feine» -vnnrbL macht das Haar dunkel und wirkt haar- stärkend, beide ä 70 Psg., 1JU Mk. W. tttibingee, Drogerle. IE>*/t OOlj 7 Hübner u. em Haon zu verkansen. Schiffenbergerweg 1L>». 1 ober 2 Dlruolna 'dbotnie MrUt Pltttzk il. Parteti) adzu' geben._______Goethestrai'.e 10. 154 Peter Prangs beliebte Bnrlesken Lachen ohne Ende! Besonder- zu erwähne» Reserv-leutnant L.nscxnsnn DageSgefprach! yn Vorbereitung: KT Der »anee Papa. Außerdem daS wundervolle Speztalitäten-'Vrogranmi mit Mau de bester Loubremn-DarsteUer. Im vorderen Resiaurant Konzert deS beliebte» Dameuorchefterb nEdelwelse*4. Die oettbrL Theaterbesucher werden böfl. darauf aufmerksam gemacht, frühzeitig zu erscheinen, da die Vorstellung ounü 8 Uhr beglmtt, wegen der langen Dauer der Burlesken. Samstag, den 16. Januar 1009: 2.grosser -ubsxripuons Ma- konball starten hierzu find in den bekannten VorverkaufSftcllen, sowie im üolosseum zu hoben. toll fZreutidl. 4- Zintinerwohng mit Bub. im 1. Stock per t. Avril au Perm. Volk, Kaifer-Allce L (7731 Schöne 4'^mmerivohn. mit Balkon. Bleiche,Trockenbod.'GaS, Mädchenz., I. Stock, per L Hanl zu vermieten. Ebelurahe Ü. 171| Brabetiitraße 0. 4-Bimmer- wotmung mit allein ßub^ Leucht und Heizgas, au venu. Stab im 8. Stock oder Lndwigstraße 40. Liebigfiraße 76 Schöne neuzeitlich eingerichtete 4'Biminer-Wolinuitg mit allem Bubcbör per 1. April zn oennieten ydbereft 1. Etage. |0UU2H ES] 4-Biiiinier-'b!ansati>enwohti zum L April zu oerinieten. Lfberiirnhe 10. hunger Manu sucht Stellung, einerlei welche Branche. Bei Ber- trauen-st. k. Kaution gestellt werd. Lchristl. Angebote unt. Obi an die Geschäftsstelle des Gteg. Anz. 0671 Stelle gesucht für braves, lleitzigcs Mädchen Bu erfragen ___________Bahnoolftratze:17, IL Olebtlb. aU und 4-Bimmcr Wobtiung alöbald preiswert zu vermieten. __________Marktplatz 17. 060] Parterrewohn. u. Mansarde zit vermieten. Danimstrahe 26. u56) ’Dlanfarb.'ißüün., ganz oder geteilt, zu verm. Babnboistr. 02. E. Kommen Nach!., Köln a. Rh., Kreuzgtutte b, I Alias LasUundicrtes Unternehmen mit Bureaux In Dresden, Leipzig, Hannover, Köln a. Rh., Karlsruhe i, B. 311 kausen flefudjt: Ein gnterbaiteneS Stehpult, doppelt, möglichst schmaL |Uüb Üu erfrag, l d. Veschäft-st. d. BL ttriiw Gennania Kaiser-Allee 117. Morgen Mittwoch abend: Metz ‘isuppe wozu freundlichst einlabet KXB ____________G. Gemmer. Gesucht zum lü.Jari. ein tüchtiges HauS» miidchen, daS nahen und bügeln kann. Shau Dr. Vtevcrboff, tot)___________Südattiage 7, l. 146) Tüchtiges Hanomadchcn so- fort gesucht. DÜd-Anlage 14- n'“u.04|)Un',XU&Clm" deS Mädchens, das 5 Jahre dort war, am" dem L'anbc in der Nähe ÄtegenS lohne Oetononnei nut städtisch. Haushalt ein Pfädchen, das alle Hausarbeit gründl. verft. Zu ertragen ober schriftliche Angebote unter Str. 148 an die iveschastSstelle des (flieh- Änzeig. ailllim.fllfu Knigge 7.'^ 170) kleine Wohnung zu verm. ___________Neaenweg 28. f Möbl. Zimmer 011X570) (flrvges, schön utobl. Linum. zu verm. ^andgras PbiL-Pl. 6,1V. 00007/ L möbL Zimm, mit Pens. osort zu verm. Kreuzplatz 12 WSdl. Iimmtr kvann„.