Erstes Blatt 158. Jahrgang Mittwoch ^.Avgust 18U» General-Anzeiger für Oberheffen labatt, festen. M'.'se seien auch in die Gebirge entflohen, um Die ;sßraPPara?j «* ^roüin/f ist in selbständige Kommunen aufgelöst, die Ntpublikanern und Revolutiormren geleitet werden. WWw lch auf sämtliche Wir Dann */. von An- MM rktstrasse 8. Midlich haben die Führer der Revolution den König ' nb den Ministerpräsidenten zum Tode ver - »urteilt. Die Sozialdemokratie hat den Generalstreik in . >.anz Spanien proklamiert, der am Montag in Madrid ■begonnen lmt. So lange noch derartige Meldungen durchsickern, scheint !(.; mit der „amtlichen" Ruhe doch noch nicht ganz zu Wammen. Deshalb kann man auch der optimistischen Aus- fassnng des nach Paris zurückgekehrten spanischen Bot- sezafters Castillio über die Lage keinen großen Wert bei» ■ r eifen. Nach der Ansicht dieses Diplomaten stellen die !b- Hosea ■ etc. Vorgänge in Barcelona eine isolierte, von Anarchisten und Olntimilitaristen angezettelte Bewegung dar, die sich auswärtige Schwierigkeiten zu Nutze machte, aber unter all- w-meiner Empörung rasch erstickt werden konnte. Die Lin- mhen außerhalb Barcelona haben nach der Erklärung des Botschafters keine tiefere Bedeutung. Ein Bürgerkrieg irhe nicht zu befürchten, da es sich nicht um eine organi- ’iectc Parteierhebung handle. In Melilla haben anscheinend in den letzten Tagen huv kleine Gefechte stattgefunden, da eine größere Schlacht von der Regierung nicht totgeschwiegen werden kann. blicklichen Regierung, sondern auch von andern Politikern als eine nationale Sicherheitsfrage beMchnct. Sogar Don Jaimo, der Sohn des vor kurzem verstorbenen Thron- prätendenten Don Carlos, der sich nicht etwa an der spanischen Grenze aufhätt, um auf einen Ruf seiner Carlistenfreunde in Madrid einzuziehen, vielmehr in seinem österreichischen Schlosse weilt, ist der Meinung, daß der marokkanische Krieg unvermeidlich war. Don Jaime will sich in Marokko an Ort und Stelle von den Anfängen der gegen Spanien feindlichen Bewegung überzeugt haben. Schon vor zehn Jahren habe es bei dem grausamen Volks stamme der Riffkabylen gegärt. Das ungünstige Terrain erschwere den Spaniern die Operationen. Der jetzige Car- listenführer hat auch erklärt, daß er niemals einen Bürgerkrieg entfachen werde. Er werde es niemals auf sich nehmen, „sein Volk"' für sich in Gefahren zu stürzen oder seine Gefahren zu erhöhen. Seine ganzen Gedanken seien bei der heldenhaften spanischen Armee. Unter anderen Umständen, wäre es sein heißester Wunsch gewesen, an der Spitze des spanischen Heeres zu stehen. Die Carlistenpartei wolle eine Hoffnung für Spanien sein und kein Schreckgespenst. Der gute Don Jaime scheint also keine Lust zu haben, seinem Rivalen Alfonso vorläufig die Sorgen abzunehmen. Ein Vergnügen ist es auch trotz aller beschwichtigenden Nachrichten zurzeit immer noch nicht, König von Spanien zu sein. Aolitisehe Tagesscharr. Arbeiterbewegung in Schweden. Der Fach verein der Rcichstelephonarbeiter beschloß einstimmig, sich dem Generalstreik anzuschließen; einzelne Kategorien festangestellter Beamter des Telephonwesens beteiligten sich dagegen am Streik nicht. Die Stockholmer Milchkutscher beabsichtigen, sich der Bewegung anzuschließen, jedoch hoffen die Milchhändler die Milchversorgung der Hauptstadt aufrecht erhalten zu können. Wie „Dagen" erfährt, beschlossen aud) die Stockholmer Kömmunalarbeiter sich dem Streik anzuschließen, ebenso die Bcleucl)tungs- und Müllabfuhrarbeiter. Die Malmoer Fachvereine mit Ausnahme der Straßenbahn-Angestellten beschlossen, sich dem Ausstand an» znschließen. Die Repräsentanten des Verbandes der niederen Eisenbahnbeamten verhandelten letzter Tage über die Stellung des Verbandes zum Generalausstand Es wurde beschlossen, daß die Verbandsmitglieder vorläufig nicht an dem Ausstande teilnehmen sollen, so lange dieser den Charakter eines gewerklichen Streites zwischen den Arbeitgebern und Arbeitnehmern auf den einzelnen Gebieten hat. Nr. ISO S>r Sithener Anzeiger kckchemt täfllirf), außer öonntaflS. - Beilagen; ntermai nwMenilicb rietzeiurZamililnbtälter; jwennal roöfbentl.Kteis» blatt finden Aren Sichen TienSmanndFrenaq); opcimal monntl. landwirtschaftliche oettsrazen s und der Parteileitung zu halten. Es werden öffentliche Vorträge stattfinsen, welche die Massen über die Haltung der Sozialiiien in dieser Frage aufklären und es soll zum Zeichen des Protestes am Tage des Zarenbesuches die Arbeit auf einige Stunden niedergelegt werden. Der belgische Thronfolger Prinz Albert hat über seine Kongo-Reise einen Bericht für den belgischen Ministerpräsidenten verfaßt, der bestimmt ist, den Kongostreit zwischen dem Brüsseler .uolonialamt und der britischen Regierung beilegen zu helfen. Der Zar in England. Bei dem Bankett an Bord der englischen Königsjacht haben Zar Nikolaus und König Eduaro Trinksprüche gewechselt, in denen sie ihrer Friedensliebe Llusdruck geben. König Eduard hat in einem eigenhändigen Schreiben den König von Portugal zu einem Besuche nach England eingeladen. König Manuel wird in einigen Wochen die Reise nach England antreten. Der deutsch-venezolanische Handelsvertrag ist nunmehr auch von der venezolanischen deputierten* kämm er in zweiter und dritter Lesung angenommen. Die chilenische Kammer hat die Hinausschiebung des Noten-Konvertierungsgesetzes bis zum Januar 1915 beschlossen, indem sie sich die Möglichkeit vorbchieli, die Konversion früher anordnen zu können, wenn während sechs aufeinanderfolgende Monate der Wechselkurs nicht unter 17 Pence auf Piaster Papier gesunken ist. e Solttll kolltv ISStSvA,.. Wien, 3. Ang. Die Lage in Spanien gilt hier trotz der Niederwerfung des Aufstandes in Barcelona noch als kritisch, da viele Küstenstädte und auch die Pyrenäen von den Revolutionären.besetzt finb. Für die Fort dauer der Bedenklichkeit der Lage spricht der Umstand, daß alle Vorkehrungen für die Uebersiedelung der Königin und der königlichen Kinder für den Fall von Gefahr nach England getroffen wurden. Auch in Portugal macht sich eine große Gärung bemerkbar. Barcelona, 3. Aug. Nachdem die Ordnung in der Stabt wiederhergestellt ist, ist die Arbeit allenthalben wieder ausgenommen worden, ebenso der Dampferdienst. Die Köhlenzufuhr hat wieder begonnen. Melilla, 3. Aug. Amtlich wird gemeldet, daß die Mauren in der vergangenen Nacht einen Angriff unternommen haben, jedoch von den Spaniern zurückgeworfen wurden. Von den Spaniern wurden ein Offizier getötet und 14 Nöann verwundet. — Aus Alhucemas ist die Nachricht eingegangen, daß die vor dem Platze stehend? Harka neue Verstärkungen erhalten habe. Die Truppen sind moralisch und materiell in ausgezeichnetem Zustande. Die Lebensmittel-Zufuhr erfolgt regelmäßig. Äh ien, so lange Ärret ünö Mark 1- empfieölt auer, Neuenm^'s ■ ter Verhaftung zn entgehen. In Katalonien selbst soll ■ ble Zentralgewalt überhaupt nicht mehr funktionieren. Dir Rotationsdruck und Verlag der Vruhl'schen Univ.-Such- und Lteindrnckerei H. Lange. Redaktion. Expedition und Druckerei: Schulstrahe 7. H.^Beck. — tnr Gas- Hel« ^-LelevbonK ihre Schuldigkeit. Wünschenswert wäre es, daß Regimentskameraden wenigstens gleiche Uniformen haben. Die Kapelle unter Mourots spielte flott und sicher; ein besonderes Lob gebührt dem Fagotkbläser. — Alles in allem eine Vorstellung, die viel Freube machte. N. — Wilhelmine Mitterivnrzer, die Witwe Friedrich Mitterwurzers, des Unvergeßlichen, ist in W t e n nach langem Leiden gestern gestorben. Schon seit vielen Monaten konnte sie die Buhne des Wiener Holburgtheaters, der sie seit 38 Jahren an- aehörte, nicht mehr betreten. Nach einer schweren Erkrankung, die sie vor vier Jahren bekatlen hatte, war sie nur scheinbar wiedcrhergcstellt worden. Die viel geieierte Künstlerin ist etwas über 62 Jahre alt geworden und hat ihren Gatten um 12 Jahre überlebt. — Bernard Shaw, der Ruhestörer. Von Vemard Shaw wird erzählt, daß er nie ins Theater geht, wenn Stücke anderer Autoren gegeben werden. Kürzlich fragte man ihn, roarum er das nicht tue. Der allzeit witzige Dramatiker erwiderte: „.Ich gehe nicht ins Theater', denn ich schnarche so laut, daß kein Mensch in meiner Gegenwart schlafen tarn." — Der Tempel-Verlag. Unter diesem Namen haben die Verleger S. Fischer in Berlin, Eugen Diederichs in Jena, Hans v. Weber in München, Karl Ernst Poeschel und Julius Zeitler in Leipzig sowie (veorg Hartmamr in Frankfurt eine Vereinigung ins Leben gerufen, deren Ziel es ist, Ausgaben deutscher Klassiker in musrergültigen Texten und i:r wirklich gediegener Form zu wohlfeilen Preisen zu veröffentlichen. Diese Ausgaben werden in einer besonders und ausschließlich dafür bestimmten Fraktur von E. R. Weiß gedruckt. An der Spitze der Tempel- Ausgaben wird eine Goethe-Ausgabe erscheinen, die den größten deutschen Klassiker technisch wie textlich in vollendeter Gestalt zur DarstÄlung bringt. — Kleine Chronik aus Kun st und Wissenschaft. Tas 50jährige Dokiorjubiläuin begeht am 4. ds. der Landespspchia- tcr der Rheinprovmz, Geh. Sanilälsral Dr. Bernhard O e b e k e in Bonn.— Ter Geh. Medizinalrat Professor Tr. meb. Karl Eberth an der Universität Halle a, S. feiert am 5. August fein oOiähriges Doktorjublläum. und DentscZ^es Asich. Die Rückkehr des Kaisers von der Nordlandsfahrt. Die Kaiserjacht „Hohcnzollern" mit beit Begleitschiffen ist gestern um 4 Uhr 15 Minuten in Swinemüilde eingetcoffen und legte cm dem gewohnten Liegeplatz an. Eine große Menschenmenge brachte dem Kaiser, der auf der Kommandobrücke stand, lebhaste Ovationen dar. Die Segeljacht „Hamburg" mit dem Generaldirektor Ballin an Bord, liegt neben der „Hohenzollern". Der Reichslanzler hat sich nach Swinemünde zum Kaiser begeben. Er traf abends 9 Uhr 57 Min. ein und wurde am Bahnhof von dem Gesandten v. Trcutler emPsangen. Gleichzeitig traf der Chef des Militärkabinetts G.meralleui- nant Freiherr v. Lyncker ein. Beide Sperren nahmen auf der „Hohcnzollern" Wohnung. Bom weimarischen Hofe. Die „Weimarische Zeitung" meldet von amtlicher Stelle: Von dem Großherzoge ist dem Prinzen Hermann von Sachsen-Weimar- Eisenach, Herzog zu Sachsen, nachdem derselbe sich der Mitgliedschaft des Großher-oglichen Hauses Sachsen und aller damit für ihn selbst, sowie sür seine etwaigen Nachkommen verbundenen Rechte begeben, und für sich und seine Nach- lommen auf das Recht der Thronfolge irrt Großherzogtum! Sachsen, sowie auf den Namen, Rang mib 'Slcl eines Prinzen des Großherzoglichen Hauses verzichtet hat, für sich und seine eheliche "Nachkommen der Rang und Name eines Grasen von Ost heim beigelegt worden. g rei monail>d)75 Pf., viertel- jährlich Alk. 2.20; durch Abbole- tu Zweigstellen monatlich 65 Pi.; durch diePost Att.2.—viertcl- jährl. ausjchl. Bestellg« Zeilcnprels: lokal 15Ps^ auswärts 20 Pfennig. Verantivortlich für den politifchen Teil: E. Anderson, i .vernlle- lon uiid p'Berinilrbtca* K. Neurath; für ^Stadt u. Land" und „Gerichts- I Die gestrige letzte Operettenvorstellnng in diesem Jahre li® noch einmal all die kleinen kicherirden Sprühteuselchen htiet fröhlichen Laune enoachen, die in den letzten Wochen ir unserem Schausviellyaus umgingen und sich dreist unter [He wohlgemuten Zusck>auer fischten. Selten habe ich so tzel herzliches Lachen gehört und so viel vergnügte Gesichter ZZehen wie gestern abend. Man wäre versucht, von einer Mission her Operette" zu reden, denn das Lachen und He Freude ist ein viel wichtigerer Bestandteil unseres $elen§, als man im allgemeinen zugibt, besonders daun richt, wenn es sich um Kunst l)wll sprühenden, herzlichen Frohsinns, den sie im 3. Akt icusgezeichnet mit schlichter Wehmut zu vereinen wußte. Zkei Ziviegesang vom Pitkolo, mit Edgar Pauly, erntete Jta starken Beifall. ich, die übrigen Mitwl.rLenden taten Das 25jöhr. Bestehendes deutschen Te6^ntte?-Verbande5 hat weit über ble technischen Berufsstände hinaus Anteilnahme gesunden. Ter Deutsche Techniker-Verband mit seinen 27 000 Mitgliedern ist ein wichtiges Glied in der Angcstelltenbewegnng. Die Anerkennung der Beteiligten kam in dem Begrüßungsabeno zum Ausdruck, der in der Neuen Philharmonie in Berlin am Samstag stattfand. Reden wechselten mit Gesang und hielten die Teilnehmer lange zusammen. Den Höhepunkt fand die Jubelfeier in dem Festakt, der in der alten Philharmonie stattfand. Aus. allen Teilen Deutschlands waren Vertreter anwesend. Welche Bedeutung der Deutsche Techniker-Verband oesitzt, ging daraus hervor, daß der Minister für Handel und Gewerbe, das Reichs-Marineamt, das Reichs-Versicherungsamt, die tstadtoerordneten-Versammlung Berlin, die Gesellschaft für soziale Reform, der Deutsckje WerUneister-Verbanö, der Verein deutscher Ingenieure/ der Verband der mittleren Staatsbcmbeamten, 5er Verband deutscher .Handlungsgehilfen und der Deutsche Bankbeamten-Berein vertreten waren. Tie genannten Vertretungen begrüßte der Vorsitzende des Verbandes, Fabrikdirektor Ingenieur Kräcker. Er ging näher auf die Erfolge des Verbandes seit seiner Gründung in Leipzig ein. Aus den wenigen Hundert von damals sind heute 27 000 geworden. Das nicht scharf gezeichnete Programm bei der Gründung hat heute einem scstumrissenen Arbeitsgebiet weichen müssen, dessen klares Ziel darin gipfelt, den technischen Angestellten Anertennnng zu erringen. Von den Ersolgen des Verbandes wurde be< sonders anerkannt die Gründung der ftruntenf.itfe, bau erlangte Gesetz, das die Kündigung des technischen Angestellten regelt. Ferner wurden die Ersolge genannt, die für öffentliche technische Beamte erreicht wurden. Ter Verband p,legte bejonbeid bas (Gebiet ber Selbsthilfe. Es sind ungefähr 88 000 Mk. Darlehen gezahlt wordcn, an nicht rückzahlbaren Ruhe in Spanien? Don den verschiedensten Seiten laufen jetzt Nachrichten ■du, baß in ben Provinzen, die im Aufruhr waren, die Ruhe »viederhergestellt sei. ANerbings stnb biese Versicherungen, ia - Reiche-Dersist erungsamt durch die Wohliahrrsbestrcbungen in ständiger enger Fühlung mit dem Verbände sei und gerade au> diesem Grunde bange da) ReichS-Bersickerung»- amt den Bestrebungen des Verbandes so besonderes Interesse entgegen Für die Etadtverordneten-Bersammlung Berlin ergriff Baurat Herzberg das Wort und betonte das; er die Arbeit des Technikers darum besonder- hoch- schätze, weil da^ Wobl und ^Sehe unserer großen Städte so eng verknüpft mit der Arbeit des Techniker - sei. Tie 3tobt Berlin bemubt sich um eine Förderung des technischen Bildung-,vrsenö besonders; in nächster Zeit erhalt Berlin emt technische Mittelschule Für den Werkmeister-Verband sprach dessen erster Vorsitzender Bar t Hel, der besondere den sotzalen Oirbanffn betonte. Er sprach den Wunsch aus, daß der Verband sich fortschrittlich cnlroidcln möge, als treuer Weggenosse neben dem Serkmeisterverband. Dr. Krause sprach für den Verband deutscher Tiefbau-Unternehmer -■•err Wendisch vom Verband deutscher Handlungsgehilfen Leipzig sormnli.-rte bir Berührungspunkte zwischen beiden Lier banden, die Abschaffung der Konkurrenzklausel, die Er langung ber 'Pension-Versicherung. Beide Verbände mußten auch in Zukunft Zusammenarbeiten. seien sie doch «inder einer Stadt und einer Zeit. Bausekretär Moritz sprach für den Verband mittlerer Staatsbaubeamten, Herr Brande n b u r g für den Verband der Eisenbahntechniker der Preus; -Hess. Staatodahnen Beide betonten, daß der Mit- fgiederbestand in beiden Verbänden zum Teil der gleiche ei ^iir den Verband reisender rlausleute sprach Herr Schüler. Besonder- zu Herzen gehend sprach Prof. Tr. brande von der Okfeilfcüaft für soziale Reform Er ent- hucfrltc die Plane dec G.-stluchast für die Privatangestellten Zn der Vertretung der Forderung für das materielle Wohl, für die Rechtssreiheit dec Angestellten soll der Verband auch in Zukunft in bet iHestllsckujt für soziale ^Reform eine ttnterstuiiung finden Den Beschluß des '.'IktnS bildete der ungemein fein durchdachte Vortrag Dr Günthers, der es unternahm, die Forderungen herauszuarbeiten, die sich aus den Brennpunkten der Gegenwart, Indioiduali-muS und Organisation ergeben Dir erleben ein Zuruckflutcn jener Woge, die die ganze Volkswirtschaft im vorigen Jahrhundert erschüttert hat. In der heute noch geltenden Recht-» nrbnvnfl erhöbe sich der Individualismus über die ©diran* len früherer Stände. Ti - Persönlichkeit wird in den Mittel punkt der Weltanfc1»auung gestellt und zu ihr in scheinbarem Gegensatz stellt sich aus Grund der wirtschaftlichen Entwicklung die Iabrik und die anderen Organifationsformen des modernen Gebens. Diese neue Entwiälnng verlangt Unter» ordinnig des Einzelnen in den Organifatiimsprozen, jedoch muffen wir verlanacn, dgk sich das nicht vollzieht nach jenem vatriarchalifchen Willen der allen Zeit, sondern daß neue i^edanken in die neuen Verhältnisse hineingetrageu werden Das wollen die Organisationen tun, die sich zu jenem Optimismus der Vergangenheit in G.-genjatz stellen, i-ach dem jeder nach feinem können fernen Weg finden wird Tas ivirh heute nickt be,triften, aber die Hunderttaufende, die unter gleichen wir.fä»aftlichen Bedingiingen leben, verlangen eine erfolgreulx gemeinfame Vertretung ihrer Interessen. In der schenibar nivellierenden Eigen schatt der Organisation liegt eine große sittliche straft Ein EZeheimbunb von 100 wirkt revolutionierend, eine öffentliche Organisation von 10"»' bat von vornherein eine staat-bildende straft. ; i finden von der Verfassung der Falnik über die wirtschaftliche Organisation zum Privatangeftellteii. um diese Reubildungen in der nützlichsten Form dem W rtschaftülebcn curzusügen und bienit* bar zu madye» ' Durch Gesänge des Berliner Manner Quartett- Orpheus 1851, durch Rezitationen de- ÄQL Hosfchauspielers a. D. v. Lrdbera wurde die Feier cingerahmt Ein Festmahl iH’cnbe hie v. tcc. bic nirt nur sür die Festteilnehincr von Bedeutung fein wird, sondern die einen Markstein in der '-litwictlung der ng-n llten-Organisation bildet. 2lu» Stadt un$ Land. Gießen, 4. August 1909. Der Kaiserpreis. Von unserem Regiment erhalten wir folgende Mitteilung . .Durch Allerhöchste KabinettS-Ordre vom gestrigen rage wurde der Leib-Kompagnie des Re- guneins fuo die besten Schi'-ßleiftungen innerhalb der Leib- Regimenter Seiner Majestät des Kaiser- zum zweitenmal der ChefpreiSdieser Regimenter verliehen Seme Majestät der Kaiser beglückwünschte in einem längeren Tele- graniin die slvmpagnie zu diesem stolzen Erfolge und verlieh dem Regiment als Zeichen der Befriedigung für die hervorragenden Schiebleistungen sein Bildins Tas Tele- granmi Seiner Majestät des ffmfer» wurde dem Regiment, das in Baradeaufstellimg auf den Trieb befohlen war, bttnh den Regiments-Üommnndeur bekannt gegeben ‘ Wie wir noch erfahren. Kat die Kompagnie am 23. Juli unter ihrem sromvagntechef Hauptmann Stephan bei Marburg das Wettschieben erledigt Sie erzielte auf vor- qehende Schützen auf eine Entfernung von 1200 Meter 100 Prozent itrtroffrne Figuren und .13 Prozent ltzesamttreffer: auf ISO Äx'pffdsribm tJOOm), von denen von 4 zu 4 Minuten je 30 Scheiden verfchwmiden. ebenfalls 100 Prozent getroffene Figuren und etwa 12 Prozent i*efamttref#er Tas Ädzeichen der Mannschaften für zweimalige- Schieben besteht ebenfaNs aus einer geldkameelganienen Rundfchnur. irbodi stach geflochten und in der Mitte des iveflechts von einer tivlhenen Plmtfchnur durchzogen An dem einen Ende ein stärkerer, fester Schieber mit geflochtener Schnu rofette nebst schwächerem festem Schieber und Schlau'e >.:f der mit gelbem Tuch utucrfjtterten Rosette ein gelbmc Icr Medaillon, aus welchem sich der Rameu-zug W 11 mit Ämferftxsne befindet An dem anderen Ende nn stärkerer fester Schieber mit kurzem, in eine Schlaufe auslau'm dem Gefleckt: an letzterem Schieber hängt an einer dünnen Rundfchnur die gelb metallene Kaiserkrone mit S-eplec und Schwert Das Abzeichen der Offiziere ist ganz aus Gold und wird von dem Kompagniechef dauernd, von den Cfft zieren nur so lange getragen, als sie »n der Kompagnie stehen. • w Rubestandsoerfetzunc,. -k. Rente'. Hob. brr Grohherzog haben dem Lokomolwmhrer in der Hessisch- Preußischen Eistnbahngemeinfchaft Rüg. Gtffev zu Laubach aus Anlatz seiner Versetzung in den Rtiheiland das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift ,yür treue Dienste' verliehen. — Lehrerpersonalien. Uebertragm wurde dem Schulaintsaspirantrn Hch. Lehr aus Tietzenbach eine Lehrer- lelle an der Gemeinbeschule zu Tubenhofen. *• Der Vorstand der Landwirtfchaslskammer hat in ferner Sitzung vom 2. August, über die wir schon kun berichteten, nach einer vorhergehenden Sitzung der Kommission für Gesetzgebung in eingehender Beratung Stellung zu dem Entwurf des GemeinbeumlagegefeyeS genommen. Ter Vorstand stimmt der in der Ersetze-Vorlage vorgesehenen Besteuerung de» Grund und Bodens nach dem gemeinen Wert grundsätzlich zu. Jedoch soll, fall- der Ertrag-wert eine- Grundstücke-, da- dauernd landwirtschaftlichen Zwecken zu dienen bestimmt ist, einschließlich der zugehörigen Gebäude von dem gemeinen Wert weniger al- ’/i beträgt, Besitzer verlangen können, daß bte Besteuerung nach einem Mittelwert vorn Ertrag-- und neinemen Wert erfolgen jährlichen Reineinkommen- zu gelten. Tiefe Vergünstigung oll auf unbebaute Grundstücke, die innerhalb de- genehmigter LrtSbauplanS liegen, ferne Anwendung finden. Ter Vorstand wünscht weiter die Aufhebung der Steuerfreiheit sämtlicher gemarkung-selbständiger Parzellen. Bezüglich der Beteuerung der Gebäude ermattet der Vorstand, daß die Otfo- noimegebäiide, wie seither, befreit bleiben. Da zu befürchten ist, bau burch ben in Artikel 53 ber Vorlage für die Erhebung her Kommunal- und Einkommensteuer vorgesehene Spielraum der OttSvorstand bei Festsetzung de- Umlaae- loefsijienten in Abhängigkeit von parteipolitischen Ström- iingen gerät, so wäre dahin zu streben, daß da- Verhältnis zivneben Real- und Einkommensteuer nach dem seitherigen Verhältnis in den einzelnen Gemeinden aufrecht erhalten bleibt. Zu Artikel 52 der Vorlage wünfcht der Vorstand, daß die Gemeindesteuer von Grundbesitz und vom Gewerbebetrieb nach einem einheitlichen und gleichmämgen Satze für je 100 Mk. deS auf volle 100 Mk. nach unten abgerundeter' Wette- des dieser Steuer unterliegenden Grundbesitze- und Anlage- und gewerblichen Betriebskapital- und an Stell' von 200 Mk. für je 150 M'. des in gleicher Weise ermittelten Kapital-Vermögen- und landwirtschaftlichen Betriebskapital- erhoben werden. Mil Rücksicht auf die Wichtigkeit der Gcmeindesteuervorlage für die hessische Landwirtschaft treibende Bevölkerung wird der Gesetzentwurf zum Gegenstand ber Beratung einer im September stattfindenden Vauploenammlung gemacht werden. * Einnahmen au8 dem Schlachlhof-belriel' 19 08/09. Es wurden vereinnahmt: Schlachtgedührei 31 502,80 Mk. (gegen 31 038,20 Mk. in 1907/08 also ein Mehr von 464,60 Mk. im letzten Jahr), Beichaiigebühren 12 971,71 Mk. (12 473,79 Mk., also em Mehr pou 497,92 Mk ), Trichmenschaugebühren 5084,10 Mk. (5053 Mk., also ein Ri ehr von 31,10 Mk.), Wieggebühren 2927,25 M'. (2846,59 Mk., also em Mehr 80,66 Mk. . Stallgeld und Futtergeld 1070,90 Dlk. (890.45 Mk., also ein Mehr von 180,45 Mk.). Die (Gesamte.nnähme de- Schlachthos- beträgt in 1908/09 59 537.53 Mk, in 1907 08 57 691,28 Mk., fü daß im letzten Jahr eine Mchreinnahme von 1846,25 Mk. erzielt worden ist. •• Achtuhr - Ladenschluß. Don einem Friseur wird unS geschrieben: Mil Wehmut habe ich und ivohl mein meisten Kollegen den Artikel über den S-Uhr-Ladenschluß gelesen. Alle Geschäfte sind nun bald so weil, nur den Friseuren will eS nicht gelingen, den 8-Nhr-Schlub zu bekommen. Trotzdem voriges Jahr nn Mar schon eme Eingabe, unterschrieben von über ’/• der Interessenten (c; waren 29). mit der Bitte um Einführung de- 8-Uhr-Ladenschli.fie- be den Friseuren an- Krei-arnt ging, ist uns nur durch bo) Polizeiamt imlgeteilt worden, daß eS nicht ginge, weil wir m der Hauptsache Handwerker feien. Unseren Gehilfen müssen wir |cbe Woche einen halben Tag freigeben, dem Prinzipal gönnt man anscheinend das bißchen frische Luft nicht. " Preiserhöhung für Zigarren In ber vergangenen Woche waren bü' Inhaber brr hiesigen Zigarren fln’d>äftc brrfammelt, um schon letzt die Preise z u er höben. Ta aber keine Einigkeit erzielt würbe, ist sur heule abend eine neue Versammlung einbcrufen worden. •• Konzert der Husaren ka pelle. E- tmrb häufig qeflagt. baß verhältnismäßig selten in ließen fremde '-titttarkapellen ein Konzert geben. Tie Hularen- mufif, hie heule abend in Steins Etablissement sich hören läßt, ist uns aber nicht fremd Wi oft kamen die früheren Bockenhelmer Husaren nicht nach ^ef>fn unb halsen den Vereinsvorstände, aus der Verlegenheit, ivenn man ein Fest oder einen Ball vorbereitet und au» irgendeinem Orunbf hie Musik kurz vorher abgesagt batte Tte Husaren ivechselten dann ihre Garnison und gingen nach Maiitz und von dort wurden sie nad) D»c den holen verlegt Aui einer Konzertreise werden die schmucken Reiter heute abend ein Konzert mit einem ausgcwahltea Programm veranstalten. dessen Besuch ihren vielen Freunden sehr einp- ' ob len sei. •• Sein Löiähriges Jubiläum al- Kellner Philosophenwald inert heute der wohl allen Gießenern bekannte Kellner Reh. Indochinesischer Wandbehang. Im Shau- fenster ber Firma E^nst Vlödner Rachfolger ist e..i kostbarer gestickter Wanddehang au« Sondowaa-Burma an-qe- stellt. Er ist von dein Jor chungsretsenden 0. Rouffmann aus Tloeburg an Cn und Stelle erworben worden und ze zt eine faeicnprächt ae Handstickerei. ee Städtisches Freibad. Die Ireauenz des Feri» lade- lc det nai .il ch in btnrm kühlen Jahre ungemnn. Tw Jcfi.djij fier ist gegen das Voriahr erheblich zar. ckgegangcn. In den abgelaufenen 3 Monaien stellte ':ch der Bc-.ich id« ;olgt: Mm 1102 (Ma: 1908: 715\ Ium 3490 (11 966z, Jul» 2178 <12 1551. Der die Aufsicht führende Bademeister beklagt sich darübee. daß besonder- in diesem Jahre 'ich eun ?. wisse Sorte von simgen Bürschchen in der Anualt d'ondeM roh beträgt. Teshalb fei darauf h ngewiden. baß irte Ans» 'chrEitung zur Anjeige gebracht iverden wird. — Von den Wandernden. Im Monat Jul fibdte in ber Herberge zur Hennat 1548 Gö ie rin (gegen 1485 t-w leichen Monat des Dottadres). Von dwsen nahmen 831 (713) Cuattiee gegen Arbeitsleistung an. der Rest 717 (77H ।Daren Selo tzahler. Cffene Stellen waren nn Juli 71 an» gemeldet, von denen 57 besetzt weroen konnien. und uva, 33 mit Handwerkern und 24 mti ungelernten Arbenev^ darunter 2 für Landwitttchaft. Von den unter Arbeitskräften gingen 25 nach außerhalb und 32 blieben e Gießen. - Ober«Rosbacher Kirschenmarki Ma, schreibt uns: Die erste Anpflanzung des Ober-R -cher (lidcbbeegi ist weit ah t. als ei nach dcm .Aussatz n Rr. 177 scheint. Sie gefch'h durch Johann «org Ernst Hoffmann, der von 1764 di- 1787 als süt ilicher Justiz- Amtmann dort lebte. Das damals bewohnte »-.'l-haM brannte 1842 ab, an ferner Stelle stand e,1'cha Störung gut abgelaufen. * Bad Rauheim, 3 Aug Anläßlich des Gel ins» tage- des 8 önigs von Norwegen gab die KuikuveW heute abend auf brr Terrasse ein Festkonzert mit b* sonders aiynpnfitrm Programm Im slurbaiufaol er» anftaltcle der hier schon betannle Ftt)-Eumberland nn® mit Beifall aufgenommnien Erpenmental-Vortrag Lui der Lette rau, 3 Ang Endlich hat tat Ernte, die sonst schon Mitte Juli beginnt, mit ein« Verspätung von 2- 3 Locken ihren Anfang genomrn^ aber nur das Kornschueiden, tropder" dos Ävm N4ch nicht ganz reif ist. Der Strohertrag von Kvrn und LechW wird gering, umsomehr erhofft man aber von der M ör n tr» ernte. Sehr viel Stroh liefert dieses Jahr die Sora- mfrfrucht Ter Hafer erreidjl fast überall die Gss des Korns Das Au-macken ber Frühkartoffeln, da eine sehr gute Ernte versprechen, hat seit etwa n 7 age, allenthalben begonnen Ter Zenttier wird im Preise bii zu 4 Mark verkauft Gute Ertrüge versprecl>en euch die Spätfartoffcln, da- issemuse, sowie Die Hackfrüchte, cvenfalls der zivrite Grasschnitt Ter InunuoMub yct» tera u" (Friedberg-Bad Raulieim) u»ttci nahm cm 3vnn- tag bei reger Beteiligung und gutem Lvetter ‘erte tnfij jährige größere Programmt-uc m de« Spef sa rt, die in 7sruiidigem Marsch von Aschaffenburg aus in den asr» spessart führte. Steinfurth, 3. Aug In diesem Jahr ist ict Roscnabsap nach Bad Rauheirn und der Versand n 3 dem In- unb Ausland so gering wie selten zuvor, *tvf» dem im vergangenen Jahr nach Beendigung der bereintflung die Roscnselder nach LiffelSheim bedeutet vermehrt worden find Es rührt daher, daß de ritt sehr unter der Ungunst der schleckten Witterung im rt?h» jahr und Vorsommer gelitten Hal - Dißmar, 8. Aug Zu dem Brondberickl in Rr.!■ wird uns von Gemeindevorsteher Pansch mtrgetcilt, «4 die 5d)ilbennia des Branbcs in einigen Teilen e was b r* trieben ist. Tie Bekämpsung dcS Feuers enslfltr ait4 die von dem Feuerwehrsest zurückgebliebenen v: in. i « der Feuerwehr und anberen Bürgern und die H^Kipt rk < *(i* Mandant her Lehr st» keineswegs .barsch' auhmretew sondern habe nur feine Pstickt getan. In LZafst i< nms habe tabellos funkttoniert. bloi» sei anfänglich nntge < '• verstrichen, dis die erforderlichen An und AvsteUiiisM porgenommen waren 'hafffrmaugel hab«* sich nick merkl'ar gemacht, und diesem Ilnrstciuk» fri c • mH . - • ’iHt baß die ongreiucnben Gebäude nicht in Mttlfvenfcha t 0- tagen worden sind An dem 75 »nibikmeter Äajier | ■ nMj Behälter wurde am anderen Morgen festgestelll. das M| ca. die Hälfte verbraucht war : Dutenhofen, 3 Aug Am 1 August sind - Jahre verflossen, feit unser Hauptlehrer Eberhard i den Dienst der hiesigen Sehule getreten ist Au ciuM HeitSrücklichten sieht er sich veranlaßt, imnmehr aus WB Sdmlamte zu scheiden «Gleich seinem nn Frühjahr er» starben en Kv liegen Schicserstein hat auch er seine r-ngl Tienstzeit der iuestgen Schuljugeub gewidmet. Tu ff samt* Einwohnerfdsaft, die |a größtenteils zu > «G Schulern zählte, blickt dankbar zu ihrem Lehrer auf 1G wünscht ihm einen heiteren Lebensabend « 'Sc Bl ar 3. Aug Sir werden daraus aiiinr rf|i» gemacht, daß der ^Detzl Anz." in einer uveite.i rrittüM über bet: Gebäubecinstiirz mttgeteilt l»at, baß die Bx» fachen des EinsturLe- im Material und m der • rbnfleg u suchen find, also von einem „Vertuschen" der UttsM nicht gesprochen werden kann kg. Kirchhain, 3. Aug. Gestern nachmittag »ßB 4 Uhr ertönte das Feuerügnal. In dem vor einigen IaßM neu erbauten Hause de- «Äcr cht-sekretärs John vor & eine noch nicht 'estgestell: Weile Feuer ausgebroche^ schnell waren bte Mannschaften zur Stelle unb noch 'nelM' u "mbigcr Arbeit war da» Feuer gelöscht. Der Schade» M Gebäude beträgt co. 7000 Mk. Hart betroffen :r:tb rw nn Iachaeschoß ipohncnb; Arbetteriomilie, der ricl und Klerder verbrannt sind und du nicht oeriiche-sl <•* Heute morgen nach 5 Uhr wurde die Feuerwehr n-Jjil,e" anbitrUe fmfen, da aus dem Trümmerha»t-» die hellen Ftamiurn en porzüngetten. Husche Lier 10 Stück 65, 70 und 78 Pfg. (a*/8 Gebr. Berdux. 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Von einer Probe wüsche er sich unter dem Vorschüben Nervosität zu drücten, doch versprach er, am Abend mit seiner Jlunft auszuwarten. Als aber die Vorstellung beginnen sollte, Mr er verschwunden, nicht ohne vorher vergeblich versucht zu Idaben, vom Direktor Vorschuss zu bekommen, lieber seine frühere - öligleit machte er überall unwahre Angaben; insbesondere wurde heilte Logiswirtin und der Kellner bestimmt, ihm zu kreditieren, ireit er angab, er sei am Wiesbadener Theater, das verkracht sei, :atig gewesen unb er habe statt seiner Gage in bar, nur einen rebuldschein erhalten. B. entpuppte sich als ein vielfach wegen allerlei Unredlichkeiten vorbestrafter Mensch, der erst kürzlich vom l'rndgericht Schweinfurt zu l1Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt worben ist. Für die hier in Betracht kom inenden Betrügereien bezw. be-S Versuchs, wurden Strafen von ? fahren und 1 Monat Zuchthaus und 9 Monaten Gefäirgnis nEinnt, die unter Reduzierung auf die in Schweinfurt erkannte rträfe ausgerechnet, zu einer Gesamtstrafe von 2 Jahren und l 0 M o n a t e n Zuchthaus vereinigt wurden: auch wurde auf eine Gel dstr a fe von 400 M ark erkannt und bei den Neben- ir.afen behielt es sein Bewenden. über Mainz, in schneller Fahrt nach Frankfurt, gesichtet sei! ~ie Nachricht trat so bestimmt auf, das; man ihr glauben mußte. Also kurz entschlossen: Fahre wohl, du Traum von einem ruhigen und stillen Abend! Des Dienstes Zwang fordert wieder einmal seinen Tribut. In einer halben Stunde bin ich in der Ausstellung. Auf dem Juxplatz iit das gewohnte Treiben: nirgends sieht man aufgeregte Menschen. Auf dem Korbplatz scheint eben die Nachrictit bekannt zu sein, denn matt sieht eine Menge Menschen zum Flugplatz eilen, und nach wenigen Sekunden hört man auch schon die ersten Rufe: „Ta ist er!" . . . Wahrhaftig, ganz ist er schon oht das Fluggelände her an gekommen, groß und stattlich, nähert sich in raschem Fluge dem Landungsplatz. Es dunkelt. Jetzt beginnet; die Scheinwerfer vom Ausstellungsplatz her ihr Spiel, und aus deir vorderen Gondel werden die Signale mit Lichtern erwidert, lieber den Flugplatz hin laufen im Geschwind- schritt, immer durch den Matsch hindurch, die von Major v. Tschudi schnell alarmierten Bedienungsmannscl>aften und die Angestellten der Ausltellung, die von den Ballonftihrern des Luftschiffervereins kommandiert werden. Es sieht gefährlich aus, wie sich das Luftschiff jetzt, die Spitze iwch vorn geneigt, mit ziemlich großer Geschwindigkeit, fast greifbar über unseren Köpfen zum Landungsplatz inunterbegibt schnell fliegen die Haltetaue herunter, in rnäcküigem Guß wird ein Wasserballastsack entleert, und im nächsten Augenblick ist das Schiff schon am Boden, oder vielmehr etwa 15 Zentimeter über dem Boden. Wie wunderbar sicher gehorcht das gewaltige Fahrzeug dem Befehle seines 6ernt. Wie sanft und leicht senkt sich der Fabelvogel aus den Lüsten nieder! Die Begeisterung der Men sclwn war, wenn das möglich ist, noch größer als an den Tagen vorher. Der Graf und die Passagiere waren von der 11 stündigen Luft reise gar nicht besonders ermüdet. Sie freuten sich, wohlbehalten wieder in Frankfurt zu sein und waren von der Schönheit der Fahrt entzückt. Näheres darüber aber konnte ich erst heute morgen erfahren, da ich die Herren gestern nicht durch lange Fragen ermüden wollte. Heute morgen hatte die Füllung bereits um 4 Uhr begonnen, und man hatte tiic stille Hoffnung, daß das Schiff um 8 Uhr bereits aufftcigcn könne. Aber die 'Notwendigkeit, noch auf die Wiederherstcllung einiger Maschinenteile zu warten, zögerte den Beginn des Aufstieges bis 10 Uhr hin. Inzwischen hatte man Muße, sich mit den Teilnehmern der Fahrt über die Eindrücke und über den Grund zur Umkehr zu unterhalten. Es muß nach allem, was uns Graf Zeppelin jr., Exz. v. Eichhont, Oberingenieur Dürr, Direktor Eolsmann, Hauptmann George, die Luftschiffer kapitäne .Hacker und Lau erzählten, ein s c h r schwerer Stur m gewesen sein, der das Luftschiff in der Mhe von Remagen gepackt hat. Ein erstes Gewitter hinter Andern apch hatte es noch übenvinden können, banit aber ging cs nicht mehr vorwärts, und Z. II. wurde rückwärts getrieben, 20 Kilometer, bis Andernach. Hier drehte es die Spitze und flog mit rasender Geschwindigkeit nad) Bingen, und es schien eine Zeit lang, ols würde cs nicht möglich sein, das Schiff den Klauen des Nordwindes zu en tret) en und in die Richtung nach Frankfurt zu drängen. Doch gelang es schließlich, und man kam glücklich, etwa 1V.< Stunden nach der Abfahrt von Andernach, in Frankfurt wieder au. Es war also iwch einmal alles gut gegangen, - kein ernster Schaden an den Schrauben ober am Motor war zu verzeichnen. So war man benn heute morgen voll Zuversicht, baß alles gut ablaufen würbe. Das Wetter war nicht ungünstig, boch hatte man bie Zahl bet Passagiere verringert, weil man nicht wußte, ob nicht toicbcr starker Gegenwind bie Fahrt erschweren würde. Exz. v. Eichhorn und Direktor Eolsmann mußten hier bleiben. Als nun ,(rie erwarteten Maschinenteile eingetroffen waren, wurde alles zum Aufstieg klar gemacht, der Graf, der sich mit großer Herzlichkeit und LiebeuÄvürdigkeit verabschiedet hatte, gab das Zeichen unb rief sein Kommanbo, unb bas Schiff entschwebte mit stolzer Sicherheit langsam in bie Höhe, den Kurs auf Limburg zu gerichtet, ba man den» Umweg über Mainz nickst wieder machen wollte. Alles schien sich aufs schönste zu entwickeln, lieber dem kleinen Röberwäldchen, bas sich bicht an bas Fluggelände anschließt, fällt etwas vom Luftschiff herab! Als zum dritten Male ein großer Gegenstand durch die Lust fällt, da ist man nicht mehr int Zweifel: das ist kein Balast — das ist der rechte hintere Propeller, der durch irgend einen tückischen Zufall mitten in seiner rasenden Umdrehung gebrochen und bann hinunter- geschleubert ist. Tiefe Besorgnis bemächtigt sich aller Zuschauer. Durch laute Rufe bricht sich ber Schrecken Bahn. Bange Minuten vergelten, während bas Schiff seinen Kurs verläßt und, nur noch mit einem Motor und dem vorderen Propellerpaar in weitem Bogen auf ben Landungsplatz wieder zufährt. Major v. T s ch u b i dirigiert mit eherner Stimme die Hilfsmannschaften zur Landung und bestehlt strenge Absperrung, und als das Luftschist jetzt wieder auf dem Ankerplatz hinabsenkt, ist alles aufs beste organisiert. Der Graf und bie Seinen waren burchous nicht niebergeschlagen. Tie Ursache bes Unglücks war vorerst noch nicht festzustellen, auch nicht, als jetzt die Schraubenflügel herbeigebracht werden. Ter Propeller bat arge Beulen und Risse an den Flügeln, und die Axe ist glatt durchgebrocken. Auch das Stangewerk, das den Propeller mit dem Schiffskörper verbindet, ist stark beschädigt. Die Ursache ist ein Fehler des Materials. Bis Ersatzteile aus Friebrick)S Hafen da sinb, unb bis bann die Montierung vollen bot ist, können Tage vergehen. Als Ersatzschraube ist ber Propeller von Z. III. verschrieben, ber morgen früh hier sein wirb. Die Reparaturen wirb morgen beendet sein. Aufstieg ocrnuttlid) übermorgen. Uebcrall äußert sich aufrichtiges Bedauern, daß die so glänzend begonnene Fahrt durch die bekannte Tücke des Objekts wiederum unterbrochen ist. Seltsam, die glückliche Ankunft siel fast zusammen mit dem Jahrestag von Graf Zeppelins kühnem Rekognoszienmgsritt in Frankreich t*or 29 Jahren, und morgen ist der Jahrestag ber großen Fernfahrt, die am 5. August bei Echterbingen so tragisch endete. Möge nun die Epoche dieser kleinen Mißgeschicke — denn das sind sie, verglichen mit dem großen Siege des ganzen Systems! — jetzt zu Ende sein. Frankfurt a. M, 4. Aug. Die bestellten Ersatzteile sind heute frül) 6 Uhr aus Friedrichshafen eingetroffen, unb die Reparaturarbeiten gehen in so erfreulicher Weise vorwärts, daß das Luftschiff bis heute abend wieder völlig fluqfertig ist. Falls das Wetter günstig ist, wird morgen früh der Aufstieg erfolgen. Wch des Gebm gab die Kmkapi! konzert mitb Mrhaussaal t« -Cumberland cir: ntal-Vortrag. 5- Endlich hat \ beginnt, mit cir ünsang genonM dem das Korn w. i fforn und Stil von der Kör litt :s Jahr die So» überall die fx Kartoffeln,i seit etwa 8 Äp vird im Preise h ^sprechen auch!t ackfrüchte, cbcchü ii usklub „M nuahin K E Wetter feint te- l SpmartF :g Ms in ben behalten. v Wegen Beleidigung des Bürgermeisters -eines Heimatortes hatte sich der Landwirt A. L. von B leide n- od'vor dem Schösfeugericht Homberg zu verantworten. Im lerger über das Zustandekommen der Wasserleitungsanlage, die --In viele Kosten verursacht hat, äußerte er in einer Wirtschaft: Bürgermeister sorge mehr für die Reichen als für die geringen icütc, mau hätte ihn sckwn bei der letzten Wahl wegschmeißen vlüssen." Als dem Bürgermeister die Aeußerung überbracht wurde, ftcllte er Strafantrag wegen Beleidigung in Beziehung auf seinen •.Beruf; doch das Schöffengericht gelangte zum Freispruch, da dem Angeklagten als Gemeinderat und Gegner ber Wasserleitung eine iold)c Kritik zustehe. Infolge ber Berufung ber Staatsanwaltschaft "kannte die Strafkammer auf eine Geldstrafe von 20 M ark ind sprach dem Beleidigten die Befugnis zu, das Urteil durch Anschlag an der Ortstafel zu veröffentlichen. Das Gericht hielt ii der Aeußerung einen Ausdruck der Mißachtung gegen otn Bürgermeister, der strafrechtlich zu ahnden sei. Ta die Beleidigung an einem öffentlichen Orte erfolgt ist, war auch die 'ßubii tat io n angezeigt. Ein Spezialist int Erschwindeln von Mietgeld ist der Knecht I. H. von Ha rt- mannöbn in. Er hat schon eine große Anzahl solcher Schwin hcleien getrieben und da er sich im Rückfall befindet, hatte bie Strafkammer sich mit ihm zu befassen. Er vermietete sich kürzlich an einen Lanbwirt in Groß-Karben unb ließ sich 5 Mk. •');ictgclb geben; er beburitc auch noch einer Mark, um angeblich schn Gepäck einzulösen. Mit bem erhaltenen Gelb verschwanb er, itnc seinen Dienst auzutreten und tauchte bann in Bingenheim Gilt wo er sich durch einen anderen als tüchtiger Arbeiter schildern ließ. Auch hier bekam er das Mietgeld in Höhe von 3 Mk., um lid) bann heimlich zu entfernen. Nach seinem Geständnis hat er ui keinem Fall die Absicht gehabt, ben Dienst anzutreten. Dem lurrf) ben Alkoholgenuß geistig bcgencricrten Angeklagten würben i rilbenibe Umstände zugebilligt und aus eine Gefängnisstrafe von 10 M o n a t c n erkannt. Unterschlagung von Beiträgen zur Kranken- und Invalidenversicherung, die den Arbeitern in Abzug gebracht wurden, ist dem Maurermeister EKr. L. von Hirzenhain zur Last gelegt. Er hat im Lause des verflossenen Jahres seinen Arbeitern die Beträge in Gesamt Me von 237 Mark in Abzug gebracht, aber davon den Kassen 204,64 Mark nicht abgeliefert. Es erfolgte Anklage wegen Ver- lel-eiis gegen § 182 des Invaliden- unb § 82 bes Krankenver- 1 chemngsgesetzes. Festgestelltermaßen befinbet er sich in schlechten Ütermögensverhältnissen, weshalb auch schon früher solche Beiträge von ilnn nuaagsivcife beigetrieben werben mußten. 'Jtodj vor bem . ermin ist er seinen Verpflichtungen im vollen Umfange gerecht (iclporbeii, weshalb er mit einer Gelb strafe von 100 Mark dnrchkarn. Gießener Strafkammer. »(Gießen, 3. Aug. Ein ständiger Kunde frer Strafkammer ist ber Taglöbner H. I. ans Lützellinden. .Saum in die Freiheit zurückgekehrt, laßt er sich wieder einen riicbl’tabl ober eine sonstige Unredlichkeit zuschulden kommen. Kürz gich riß er einige Latten au einer Garten infriebigung ab und nahm bem Gartenhaus einen ArbeitSrock unb eine Hose. Im Lause .ber Untersuchung stellte es sich heraus, baß er auch einem Wirt, -rür ben er Stroh nach Hause fuhr, einige Gebunb beiseite schäme. I Mit Rücksicht auf seinen, durch den Alkoholgenuß degenerierten i| J.uftanb, sah das Gericht von der verwirkten Zuchthausstrafe ob I -unb erkannte wegen schweren Diebstahls im Rückfalle und Unter i schlagung aus 2 Zahr 1 Monat Gefängnis unb 5 Jahre Ehrverlust. Eigentümlicherweise bat der Angeklagte nach Ver- 'ündigung des Urteils, die Strafe möchte in Zuchthaus umge> sandelt werden. Es mußte jedoch bei der Strafart sein Bewenden «i. 'M'?! hrcr Lberharo eit l|‘- ) t, imnnlchr.^ int 5* frsr-1 icitb- , ^Jt ö A bet rtul^en ’tar§ ’ ebrw tet ’ e .u n# - ft befn? | 1 un^tgebraitia Unb 32 blieben J "markt. % r LbeVu^h : T. G5c°fg 6nt ^uftL [ * wlet (ober si,- Ovaler des pennann Hoffman John fiut oark. 1 dem Spichs '^Turner Heinnj 1 Turnverein utii icrade hier "n 10 Uhr anle 1§ Vercintzlokal» ben enhmdelle/. !nstigt, ohne iegl» anbberidit mM usch uiitflcteut, ® it Teilen * J 'uers ctfolfliC Ä-S fir*» ' Die «SW । «yiitle'denM von den frankfurter Zeppelintagen '4äckt uns unser Berichterstatter folgenden Bericht: Z. Frankfurt a. M., 3. Aug. Das waren schwere und aufregende Tage, dieser Montag und kr heutige Dienstag! . . . Froh, daß mit der glücklichen Abreise des Z. II. gestern früh die Arbeit für uns geplagte Männer kr Presse ein wenig nachließ, faß ich daheim und genoß sckwn in der Vorfreude den Abend, der mir einmal selbst gehören sollte. 6a — das Telephon. Wer ist am Apparat? Ein Kollege, der ttir mitteilt, daß nach soeben bei uns auf dem Bureau an- retangten Telegrammen Graf Zeppelin anscheinend auf demR ü ck hege nach Frankfurt begriffen sei! Ter starke Sturm habe ihn, der schon auf 40 Kilometer dem Ziele nahe war, zur Umkehr gezwungen. Tie letzte Nachricht meldet bereits, baß Z. II. Der Kölner Zeppelin tag hatte mehrere frhniete Unfälle im Gefolge. Zwei K naben stürzten von hohen Dächern ab und wurden s cbw er verletz t. Mehrere Radfahrer erlitten Unfälle. Ferner fiel ein alter Mann von einem hohen Gerüst, unb eine alte Frau stürzte durch ein Glasdack). Mle wurden schwer verletzt. Die schweren Eewitterstürine in die Zeppelin im Rheintal zwischen Andernach und Bonn geraten ist, waren von den Wetterdienststellen vorhergesagt worden Aus wetterkundigen Fachkreisen erhalten wir da-- rüber folgende Zuschrift: Wieder haben unerwartet einsetzende Gewitter sein Schiff in sehr große Gefahr gebracht. Wie durch! ein Wunder ist es gelungen, den gestern vielerorts herrschenden! Ge- witterstürmen zu entgehen. Der Laie wird sich wieder unwillkürlich fragen, ob denn diese Gewitter nicht rechtzeitig von dem öffentlichen Wetterdienst angekündigt wurden. Bereits am Montag vormittag hat der Meteorologe der Frankfurter Wetterwarte (W. Peppler) ausdrücklich auf die starke Gewitterneigung hingewiesen und Dienstag vormittag 10 Uhr wurde, sofort nach Eingang der europäischen Wettertelegramme, die die Gefährlichkeit der Situation übersehen ließen, eine verschärfte Gewitteruiarnung erlassen, die aber durch ein, sagen wir Versehen der Sportkommission nicht rechtzeitig cm den Landungsplatz weitergegeben und Zeppelin übermittelt wurde. Welche Gefahr Gewitterböen bringen, hat die Katastrophe von Echterbingen, die auch heute noch recht gut sich wieberholen kann, bewiesen. Unb wieder schwebte ein „Zeppelin" in ähnlicher Gefahr und doch konnte diese Situation vermieden werden. 3. UL Gestern vormittag i/28 Uhr ist das Gerippe des „Z. III" von der Landhalle auf Flößen in die s ch w i m m enbe R eich sballon Halle übergeführt worden. Tie Hebet» führnng ging glatt von statten. „Z. III", dessen Ausmessungen dieselben sind, wie die des „Z. II", und der auch gleich starke Atotoren besitzt, wird Anfang September zur „Zla" fahren. Zuvor wird mit diesem Lustschiff, nachdem ,,Z. II" nunmehr vom Reich abgenommen worden ist und in Köln stationiert loerben wird, die Fahrt nach Berlin am 26. August und die Parade fahrt vor dem Kaiser Franz Josef in Bregenz am 30. August sowie bie Fahrt mit ben Reichstagsabgeordneten am 4. September ausgeführt werden. Dann erst wird „Z. III" nach Frankfurt zur Ausstellung fahren können. Sport O Fußball. Vergangenen Sonntag sandte der am 1. Juli ds. Zs. nengegründete „Sportverein Gießen" seine P'cann- schäft nach Friedberg, um dem dortigen F.-K. „Merkur" ein Wettspiel zu liefern. Tie Friedberger Niannschaik spielte zu Anfang sehr überlegen, mußte jedoch nach hartem Kampf dem ^Sportverein Gießen" den Sieg mit 1:0 Goals überlassen. Märkte. fc. Frankfurt a. M-, 4. Aug. Schweinemarkt. (Org.- Tel. bes Gieß. Anz.) Zum Verkause standen 1188 Schweine. Bezahlt wurden: für Schweine 1. Qual. 77—79 Pfg., Lebendgewicht 61,U bis 61,5 Pfg.; 2. Qualität 76—00 Pfg., Lebendgewicht 60,0—60,5 Pfg., 3. Qual. 68—75 Pfg. Geschäft gut, Ucbcrftanb mittelmäßig. — Kirchhain, 3. Aug. Heute fand der 2. Fohlen- markt, verbunden mit Prämiierung und Verlosung hier statt. An 22 Pferdebesitzer konnten Prämien ausgegeben werden. Tie zur Verlosung kommenden Fohlen wurden beim Marit angekanft. Ter Hauptgewinn bestand aus einem kompletten Einspänner. Die 7000 Lose waren vollständig abgesetzt. Gießener Vetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hessen am Donnerstag dem 5. August: ^Anfangs heiter und wärmer, dann wieder Trübung und Regenfälle. Strichweise Gewitter. Veränderliche Winde. Griginal-DvahtmelSungen. Köln, 3. Aug. Der 20. Internationale Eucha- ristische Kongreß wurde durch den feierlichen Empfang deS päpstlichen Legatens Kardinal Vannutelli, der auf dem Salondampfer „Rheingold" abends 71 < Uhr, begleitet von dem römischen Prälaten Dr. Heiner und Bischof Kirstein-Mainz hier eintraf, durch die Begrüßung bes Erzbischofs Karbinal Dr. Fischer ein- geleitet. Kardinal Dr. Fischer bewillkommnete Vannutelli als Vertreter des Papstes, versicherte die von den Altvorderen überlieferte Gesimtung, Verehrung, Gehorsam unb Treue gegenüber bem Heiligen Stuhle unb sprach ben Wunsch aus, der Kongreß möge zum Heile ber Seelen, Roms und der altehrwürdigen Kirche Kölns gereichen. Oberbürgermeister Wallraf bewillkommnete den päpstlichen Legaten namens der Stadt, woraus dieser in feierlicher Prozession durch die festlich geschmückten Straßen zum Dorne geführt wurde. Magdeburg, 3. Aug. Große Unterschleife int hiesigen Militärproviantamt führten zur Verhaftung ntehrerer Angestellter ber hiesigen Militärbäckerei. Stendal, 3. Aug. Auf Anordnung des Kriegsgerichts wird der Einjährig-Freitvillige Baumgarten vom Magdeburger Husaren-Regiment Nr. 10 in Stendal, der in der Naci)t vom 15. zum 16. Juli den Fahnenjunker v. Zenner erschoß, nach der Landesheilanstalt Alt-Scherbitz bei Schkeuditz gebracht, um dort sechs Wochen auf seinen Geisteszustand untersucht zu werden. Genf, 3. Aug. Heute wurde hier der internationale Psychologenkongreß eröffnet. Paris, 4. Aug., Echo de Paris meldet aus Madrid: Es wird versichert, daß Muley Hafid in seiner Antwort an Spanien darauf besteht, daß Spanien sich aus seiner Position bei Melilla zurückzieht. Die spanische Regierung müßte sich mit einer Ataßregelung der Riffbewohner begnügen. Eine weitere Genugtuung könne nicht ftattrinben. Ter spanische Ministerrat wirb sich mit biefer Frage beschäftigen. Es heißt, die spanische Regierung habe,sich über diesen Punkt mit Frankreich unb England bereits verständigt. Konftantlnopel, 4. Aug. Nach hier eingetroffenen Meldungen überschritten französische Kolonialtruppen die Grenze im Bezirk Gab in Tripolis. Die Pforte verlangte Aufklärung. Brot-Abschlag Rheinisches Kaufhaus ist bei der gegenwärtig teuren Zeit wohl kaum zu erwarten und habe ich mich entschloßen, um den teueren Lebensverhältnissen zu steuern, Brot zu führen. Verkaufe von heute ab la. Kornbrot 4 Pfd.-Laib 54« Automorsiere Deine Wohnung! Einmachzucker 10 Pfund Mk. 2.20 „„ Jakob Maternus 2rf)on! Wem? WS Kaffeezusatz nur Kaiser-Otto! Allein ächt in rel-gel- rottm Paketm. kchußm. ,Hsu4'^ --------- Ueberall zu haben! - -----— «.3(m '». b». Mts.. uormttiQQ» II llbt, Sexiieiqerunp (*inr Tlaobbiinbin. ein «cboierbunh und ein Zvibbund. auf ber Polizenoachc *361 ‘lloliACiroatituiculer y Mrntilc. ?tiubmann Wh - Kartoffeln Perle von Erfurt Mk. vro «Rentner Inti. 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