Erstes Blatt Freitag 3 ISS. Jahrgang Nr. 406 2 ec Siebener »nj^gct scheint täglich, duHei* Sonntag?. - Beilagen: viermal wöchentlich . ^letz«ner.saniill:nbläller, j r.veimal wöchciUl.streir: C l>Iattsürdenstrti5Giehtn ■ (Dienstag und Freitag,. <] nveinial monall. Land yirtschastliche Zeitfragen Fernsprech - Anschlüsse ■ für die Redaktion 112 Verlag u. Expedition 61 Adresse für Depeschen: Unzetger Gieße». eprember 1909 Vezugoprers: monatlich 75 Pf., viertel- A A jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pi.: durch V ilv I LV 1 441 Liv LUV € • ^F E rj 'V ■ V ^F V ▼ M 'tF ▼ ▼ « ^F “ Ehesredaktcur:A Goetz. 8 Ab Verantwortlich für den • *ee poliuschen Teil: August ___ General-Anzeiger für Gberheffen WM bÄ nönrattagTo'ut“ NotaNonsdnick uitö Verlag dervrühl'sche« llnio.-vuch- und Steinöniderct R. taugt. Reöaftion, SrptdMon und Druckerei! Schulstrafte Anzeigenteil: H. Beck. Zeppelins Triumph. Graf Zeppelii: hat seine Reise nach Berlin mit einem vollen Erfolg abge.chlossen. Das Wetter war, als er abends gegen 11 Uhr von Bülzig abfuhr, ungünstig, und mit um so größerer Genugtuung darf der Tapfere auf diese nächt- liche Fahrt zurückblicken, die ihn schließlich nach noch nicht dreiundzwanzigstündiger Fahrt wieder an seinen Ausgangs punkt nach Manzell zurückführte: rund 550 Kilometer ohne Unterbrechung! Bemerkenswert ist, daß Zeppelin den aller kürzesten Weg, nämlich in fast schnurgrader Linie, eingeschlagen hat, und da dies zweifellos kein Zufall ist, sondern in der Absicht des Führers lag, ist der Erfolg um so höher zu bewerten. Die Lenkfähigkeit des Luftschiffes ist damit nneder glänzend bewiesen. Der erste Teil der Fahrt wurde verhältnismäßig langsam zurückgelegt, denn Zeppelin III brauchte für die 180 km nach Hof etwa 12 Stunden. Die 320 km nach Nürnberg wurden schon in etwa 16 Stunden zurückgelegt. Für die Strecke von Nürnberg nach Manzell, etwa 230 km, hat das Luftschiff nur rund 6 Stunden gebraucht. Man darf daraus schließen, daß dem Luftschiff auf seiner Fahrt kein weiterer Unfall zugestoßen ist und es wohl in solchem Zustande sich befindet, daß es bereits morgen dem Bundesrat und dem Reichstag vorgeführt werden kann. Alle Meldungen, soweit sie Einzelheiten von den Durchgangsstationen bringen, loben die Sicherheit und Eleganz, yiit der das Fahrzeug auch dem leiscstenSteuerdruck gehorchte. So wurde denn auch eine Berliner Meldung, der Termin dieser Vorführung sei auf den 6. d. M. verschoben worden, dementiert. Zeppelins Erfolg ist außerordentlich groß und erfreu lich; die Teilnahme des Volkes wird ihn am Lebensabend viele bittere Stunden der Vergangenheit haben vergessen lassen. Wenn ein Berliner liberales Blatt sein Befremden und seine Verwunderung darüber ausgedrückt hat, daß der Kaiser dem' »a-lten Grasen nicht den Fürstentitel verliehen habe, so begreifen wir das nicht. An Titeln und Orden pflegt ja auch sonst der Liberalismus nicht viel Freude zu haben. Zeppelin ist geehrt worden, tpie es ihm gebührte; der Kaiser hat ihn umarmt, ihn in sein Haus geführt, und wir müssen gestehen, daß wir uns gerade darüber gefreut haben, daß allzuviel äußerliches Trara, wozu ja auch schließlich die Verleihung des Fürstentitels gehört hätte, entbehrt worden ist. Und wenn der Kaiser etwa hat dartun wollen, daß der „größte Mann des zwanzigsten Jahrhunderts" keineswegs den Fürstentitel zu besitzen braucht, so ivürbe das deutsche Volk lediglich Genügtuung darüber empfinden. Wir erhielten folgende Meldung: Friedrichshafen, 2. Sept. „Zeppelin III" passierte nm 9 Uhr 30 Min. Friedrichshafen und landete um 9 Uhr 40 Min. glatt in Manzell. Auf schnurgrader Fahrt. In Ergänzung der gestrigen Nachrichten über die Heimfahrt sind heute noch nacheinander folgende Meldungen eingelaufen: Nürnberg, 2. Sept. „Z. III" hat um 2 Uhr Pottenstein (Fränkische Schweiz) passiert. Nürnberg, 2. Sept., 3.15 N. „Z. III" fährt im Osten von Nürnbferjgj, von Heroldsberg kommend, auf den Dutzendteich zu; eine Landung scheint nicht beabsichtigt zu sein. Nürnberg, 2. Sept., 3.30 Uhr. „Z. III" machte im Osten von Nürnberg am Dutzendteich angelangt eine Schwenkung, fuhr mit geneigter Spitze um die Burg und bann über ganz Nürnberg weg nach Südwesten auf Schwabach zu, ohne weiter zu landen. Nürnberg, 2. Sept. Das Luftschiff fuhr in voller Fahrt über den Dutzendteich und den Landungsplatz im Walde hinweg. Auf der Burg, auf den freien Plätzen, auf den Dächern und Türmen jatlchzten die Einwohner Nürnbergs dem Luftschiff zu, das in schneller, tadelloser Fahrt die Stadt passierte und elegant im Südwesten der Stadt auf Schwabach zu entschwand. Alle vier Propeller arbeiteten rastlos mit lautem Surren. Nur die ausgebesserte Hülle erinnert noch an das ausgestandene Ungemach. Schwabach, 2. Sept. „Z. III" passierte um 4 Uhr 15 Min. westlich von Schwabach vorbei in südwestlicher Richtung. Gunzenhausen, 2. Sept. „Z. III" passierte soeben, 4.55 Uhr unseren Ort in südwestlicher Richtung. Wassertrüdingen, 2. Sept. „Z. III" schlug von Gunzenhausen aus direkt südöstliche Richtung ein und passierte 5.25 Min. Ostheim, die Stätte der ersten Zwischenlandung auf der Hinfahrt nach Berlin. Nördlingen, 2. Sept., 5.50 Uhr Nachm. Soeben wurde „Z. III", von Dettingen kommend, gesichtet. Neresheim, 2. Sept. „Z. III" passierte um 6.40 Uhr Neresheim in der Richtung nach Giengen a. d. Bren^. Ulm, 2. Sept. Um 7.45 Uhr passierte das Luftschrft „Z. III" die Stadt. Die Spitze des Münsters war beleuchtet und die Glocken des Münsters läuteten. Biberach, 2. Sept. Das Luftschiff „Z. III hat um 8.25 Uhr Biberach passiert. _ , Friedrichshafens. Sept. Z. III ist gestern aberü> 9.40 Uhr hier glatt gelandet. Um 9.30 Uhr erschien das Luftschiff bei herrlichem Himmel über dem See in etwa 150 Meter Höhe und nahm sofort den Kur» auf seine Halle zu. Kurz vor der Halle kam es auf das x^a|)er zu. Bei der Einfahrt des Luftschiffes in die Halle war auch der alte Graf Zeppelin zugegen. Einst und Jetzt. In der „Voss. Ztg." zeigt ein Vergleich von Einstund Jetzt das Ersinderschicksal des Grafen Zeppelin in einem weiter reichenden Lichte: Nicht vergessen dürfen wir, daß noch nicht zehn Jahre dahin sind, feit die „Sachverständigen" entgegen der Zustimmung von Hermann v. Helmholtz, Zeppelins Pläne für „unbrauchbar" erklärten, das preuß. Kriegsministerium seine Unterstützung energisch ablehnte und unsere Behörden vor der Unterstützung der Zeppclinschen „Utopien" öffentlich warnte. Aus dem Fahre 1901 ist jener entsetzliche Notschrei des müde gewordenen Mannes, den wir heute nicht ohne tiefe Beschämung lesen können, in dem es hieß: „Rettung vor diesem bebauemdroerten Untergang ist nur nach möglich, wenn es gelingt, in dieser letzten Stunde der Welt das Vertrauen zur Sache wiederzugeben. Eine kurze Spanne Zeit — und Witterung, Sturm und Wellen werden mein lagerndes Material unverwendbar gemacht haben, meine letzten geschulten Gehilfen werden mir nicht mehr zur Verfügung stehen, die letzten Mittel, die ich selbst zu diesem Zweck zu opfern vermag, loerben erschöpft sein, und die Gebrechen des Alters oder der Tod Werdern meinem Schaffen ein Ziel gesetzt haben. Findet sich nicht rin Förderer, so fällt mit mir die Aussicht dahin, jene Flugmaschine zu erhalten, die nach klar vorgezeichneter Entwicklung das Innere des feindlichen Landes, seine Festungen und Höhen erkunden, die als Fimkentelegraphenstationen den Mangel unterseeischer Kabel ersetzen oder die entlegensten Posten mit der Kulturwelt verbinden, die Pole gefahrlos erreichet, die unerforschten Gebiete erschließen und endlich das sicherste, schnellste und zugleich behaglichste Reise- mittel gewähren wird. Darum eilet! Sonst werdet ihr das in die Tiefe versinkende Kleinod nicht mehr erfassen können!" Und im Jal-re 1906, noch nicht ganze vier Jahre find seither vergangen, gab Zeppelin angesichts seiner dauernd aussichtslosen Lage den Befehl, sein Luftschiff zu zerschlagen. . . . Heute ist es selbstverständlich, ihm zuzuftibcln, feine Zähigkeit war stärker als alle Atißgunst des tückischen Schicksals. Tas Problem ist gelöst, ob der .Himmel freundlich dazu blickt oder ob er Regen schüttet und drohende Wolken ballt. Auch ein Defekt am Motor und ein neuer Propellerbruch bedeuten nichts mehr. Nun geht es an den ruhigen Ausbau und die tausend Verbesserungen, um den gewonnenen Sieg auszunützen und die Tücke des Objekts in ihren letzten Schlupfwinleln aufzustöbern. Die Luft ist bezwungen! Wie uns aus Wien gemeldet wird, erzählte kürzlich der berühmte Charakterdarsteller Dr. Tyrolt in Freundeskreisen folgende Anekdote: ,;Als ich im Jahre 1899 im Hof- tbeater zu Stuttgart ein Gastspiel absolvierte, saß ich an der gemeinsamen Tafel im Hotel Marquardt. In einer Ecke des Speisesaales fiel rryr ein äußerst lebhafter alter £rerr auf, der mehreren Offizieren etwas zu demonstrieren schien. Ich fragte meinen Tischnachbar, ob er den Herrn kenne. Darauf antwortete mir der biedere Schwabe, indem er mir im Tone gutmütigen Bedauerns zuflüsterte: „Dös isch e Narr! — Ein Praf Zeppelin! — Der guate Mann moint, er kennt durch die Luft fahre!" Ein Flug nach Wien? Die vielfach angezweifelte Nachricht, daß Graf Zeppelin dem Kaiser Franz Josef gegenüber anläßlich seiner Vorstellung am 31. August die bestimmte Absicht geäußert hat, mit feinem Luftschiff Wien zu besuchen, heruht nach einer Berliner Korrespondenz auf Wahrheit. Wie von unterrichteter Seite aus Wien mitgeteilt wird, habe Graf Zeppelin in der Tat dem Kaiser bestimmte Zusicherungen für einen Besuch im nächsten Frühjahr gemacht. Die Flugstrecke vom Bodensee nach Wien beträgt annähernd 600 km, wahrend die Flugstrecke Friedrichshafen-Berlin annähernd 700 km beträgt. Die Fahrt nach Wien wird voraussichtlich von Friedrichshafen über Memmingen -Buchloe-München-Mühldorf- Braunau und Linz erfolgen. Anläßlich seiner Anwesenheit in Friedrichshafen hat Graf Zeppelin auch mitgeteilt, daß die für Mitte September geplante Fahrt des Z. III nach Dresden-Teplitz-Karlsbad wegen der Havarie des Luftschiffes auf unbestimmte Zeit verschoben werden muß. Lin froher Tag in Konftantmopd. Während gemeldet worden war, daß der Exsultan Wahnsinnsanfälle bekommen habe und voll .Verzweiflung sich selbst anklage: „Warum habe ich so übereilt gehandelt?", scheint der neue Herrscher am Goldenen Hom rasch die Zuneigung feiner Untertanen zu gewinnen. Wenn er auch sicher kein Mann von Willen und Zielen ist, so hat er feine Türken doch dadurch für sich gewonnen, daß er aus der Abgeschlossenheit heraustrat und sich unter das Volk begab. Heute wird gemeldet: Konstantinopel, 2. Sept. Der Sultan hat heute die Grabstätten seiner Vorfahren und die Moscheen in Brussa besucht. Am Nachmittag empfing der Sultan die Würdenträger; das Volk bereitete ihm überall begeisterte Huldigungen. Gleichzeitig lief in Konstantinopel folgende frohe Botschaft ein: Konstantinopel, 2. Sept. Nach einem Telegramm des Wali von fernen haben sich die Tschame-Stämme nach großen Verlusten unterworfen. So scheint über dem jungtürkifckien Regiment fürs erste wieder ein freundlicher Stern zu leuchten; daran ändert auch die Tatsache nichts, daß die obersten Würdenträger noch immer kommen und gehen: Konstantinopel, 2. Sept. Der Oberzeremonienmeister gab seine Entlassung. Der Boykott der griechischen Schiffe in Salonik begann wieder. Das Schicksal des früheren Schah; von perfien. Der Widerstand des früheren Schahs gegen die Abtretung feiner Besitzungen in Aserbaidschan an die Regierung ist überwunden worden. In einer auf der russischen Gesandtschaft abgehaltenen Konferenz zwischen einer Deputation der Regierung und den russischen und englischen Ver- tretem ist ein Protokoll aufgesetzt worden, nach dem die Abreise des früheren Schahs drei Tage nach der Unterzeichnung des Protokolls stattsinden foll und dem Schah eine Jayrespension von 100000 Tomans ausgesetzt wird. Eine Anzahl persischer Nationalisten, die nach einjähriger Gefangenschaft von Rakhim Khan befreit wurden, sind in Täbris eingetroffen. Sie berichten, daß Raklstm Khan 180 stamele, die von ihm während der Belage- rung von Täbris den russischen Untertanen rocggenommen worden waren, jetzt ihren Eigentümern wieder zugestcllt und außerdem dem russischen Konsulate eine große Geldsumme zur Entschädigung der russischen Untertanen für die erlittenen Verluste übermittelte. ____ Deutsches Reich. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Ergebnisse deS Reichshaus Halts für das Rechnungsjahr 1908. Im ganzen sind an ordentlichen Einnahmen, soweit sie dem Reiche oerbltiiben, 185 115 000 Mark weniger aufgekommen. Da der Ausgabebedarf um 63119 000 Mk. hinter dem Anschläge zurückgeblieben ist, ergibt sich für das Rechnungsjahr 1908 ein Fehlbetrag von 121996 000 Mk. Mehrerträge brachten die Zigarettensteuer, die Zuckersteuer, die Salzstcuer. Zurückgeblieben gegen den Voranschlag sind die Zölle, um 121018 000 M!., die Brausteuer, die Erbschaftssteuer und die Fahrkartenstcuer. Die Kaisermanöver der deutschen Flotte nahmen, wie aus Ar ko na gemeldet wird, am Donnerstag ihren Fortgang mit einer mehrtägigen sttategischcn Uebung. Der Kaiser bleibt aus der „Hohenzollcrn", auf der sich auch die Manöverleitung unter dem Chef des Admiralstabes, Admirals Grafen von Baudisün, befindet. Tie aus dem Mstew- und Panzcr- geschwader, Schul- und Versuchsschiffen gebildete feindliche Flotte unter dem Befehl des Vizeadmirals Zehe hat die Reede von Swinemünde noch am Mittwoch wieder verlassen. Die blaue Partei wird von der gesamten Hochseeflotte dargestellt und vom Prinzen Heinrich befehligt. Die Ausklärungsschiffe sind vormittags in See gegangen. Die Linienschiffe werden am Nachmittage folgen. Die Torpedobootsstteitkräfte sind auf beiden Seiten verteilt. Auf der „Hohenzollcrn" befinden sich außer dem militärischen Gefolge des Kaisers noch Staatssekretär Admiral von Tirpitz, Admiral von Fischet. Deutsche Kolonien. Wie der Berliner Korrespondent der »Köln. Ztg/ erfährt, betrug die Ausbeute der Deutschen Dia- inantengesellfchaft auf den im Hinterlande der Prinzen- bucht jetzt im Anbau befindlichen Feldern im Monat August 8 000 Karat. 2hi5 la et fc. Das Marinemilitärgericht in Sebastopol verbandelte am Donnerstag in der Angelegenheit des Zusammcir- stoßes des Unterseebootes „Kambala" am 12. Juni mit dem Panzerschiff „Rostiszlaw" im Hafen von Sebastopol, bei dem der Chef der Unterseebootabteilung, Kapitän Bjelikow, sowie zwei Deckoffiziere und 17 Matrosen ertrunken sind. Das Gericht sprach den Kommandeur Sapsai deS Panzerschiffes „Siostiszlaw" frei und verurteilte den Kommandeur Aguilenow des Unterseebootes zu'einer sechsmonatigen Festungshaft und Kirchenbuße. Einige Blätter in Athen verlangen bis zur Einberufung der griechischen Kammer eine Frist von etwa 14 Tagen, damit die Regierung Zeit habe, vorbereitet vor der Kammer zu erscheinen. Ter Finanzminister ließ sich sein finanzielles und wirtschaftliches Reformprogramm vom Könige beftätigen. Aus Santiago d e Chile wird gemeldet: Der frühere Kanzlist der deutschen Gesandtschaft, Becker, der im Februar dieses Jahres einen chilenischen Diener der Gesandtschaft ermordete und bann Feuer in das Gesandtschaftsgebäude legte, ist zum Tode verurteilt worden. 2lus Stadt und Land. Gießen, 3. September 1909. "In Audienz empfangen wurde von Sr. Kgl. Hoheit dem Großherzog am Mittwoch Pfarrer Kalbhenn, Lehrer Jung, Bürgermeister Mickel von Ober-Mock- stadt und Beigeordneter Harth von Nieder - Mockstadt. Man geht wohl nicht fehl in der Annahme, daß diese Audienz mit der erstrebten staatlichen Hilfsaktion für die beim Rothschild-Krach teilweise schwer geschädigten Mitglieder der in Konkurs geratenen Ober-Mockstadter Spar- und Leihkasse zusammenhängt. •• Ruhestands-Versetzungen. S. K. H. der Großherzog haben dem Forstwart der Kommunalforstwartei Gröningen, Johs. Dippel zu Dorf-Gill aus Anlaß feinet Versetzung in den Ruhestand den Charakter als „Förster* erteilt. — In den Ruhestand wurde ferner versetzt die Lehrerin an der Volksschule zu Offenbach Marie Graulich auf ihr Nachsuchen, unter Anerkennung ihrer langjährigen treuen Dienste. H Aus dem Militär-Wochenblatt. Zum 1. Okt. wurden versetzt: Altenhofen, Proviantamtsinspektor in Darmstadt, als Kontrolleführer nach Goldap, Schwellenbach, Intendantur-Sekretär von der Intendantur des 18. Armeekorps, zu der Intendantur deS 3. Armeekorps. — GestorbSn find: am 18. Juni Weichelt, Rittm. der Landw.- Kao. 1. Aufg. (Mainz), 21. Juni Stoll, Lt. im Jnf.-Regt. Prinz Karl (4. Großh.) Nr. 118. •• Die Verkehrs-Einnahmen im Personen- und Güterverkehr betragen nach vorläufiger Feststellung: 1. für die Eisenbahndirektionsbezirke Frankfurt und Mainz: a) für den Monat Juli d. Js. 11 724 000 Mk. oder gegen bas Vorjahr mehr 312 830 Mk. — 2,74 Proz., b) für die Zeit vom Beginn deS Rechnungsjahres (d. i. feit 1. April ds. Js.) 42 802 000 Mk, ober gegen das Vorjahr mehr 1 461 424 Mk. — 3,54 Proz.; 2. für die Preußisch- Hefsische Eisenbahngemeinschaft: a) für den Monat Juli d§. J§. 168 097 Mk. ober gegen bas Vorjahr mehr 6 668 000 Mk. — 4,13 Proz., b) für die Zeit vom Beginn des Rechnungsjahres 627 612 000 Mk. ober gegen baS Vorjahr mehr 25 625 000 Mk. — 4,26 Proz. ~ Die Ergänzungswahlen zur Handwerkskammer hatten in Oberheffen folgendes Ergebnis: In dem Wahlkörper Innungen würben gewählt Bäckermeister Val. Frey in Gießen als Müglieb und Malermeister Louis Petri III. in Gießen als Ersatzmann; in bem Wahlkörver ‘UniqfTO• <*:*"zr'fnr und ftaftige flnöz.bf'Str? iunim Zim «er- : td) t* Jing j| tn rtl«»>'5, Zchremer- nieifict 3 „ #)!• LL’i’f^lifbrr unb Schreiner- mcifitt Qof). Find in Se.l.tz. 9,Iftrinrrmri'lcr Irrebr. Dituniiif) II. i.t 3 'j 7!r inr. Dar unter ton .< Uoniejsion rnd 19"» ! --« 19 .oange- IijdFC, 74 (;; \>\,a frn. 2 (1 . rli.cn und 1 1 S ' nler fonfhgen Veke.iulnisse Irr fcerhmft nach mären II (91 Söhne von Lehrern. 100 (99. von LmidtoiNen. 117 JII2 von Handwertern unb ‘4efdi ?flofculen. /> (37 von Beamten unb 12 (14/ von » Ikern andern 3 ' ioc nnl der .rovinz Starkenburg waren «3 (93, au» cberhessen 8A (Nl), au» Rheinhessen 95 (8m); Nichthessen waren darunter 6 (9 . ee Ter vorstand be* LandeS-Lehrer- Vereins Hai sich in seiner letzten Sitzung auch mit der Umgestaltung des Schulgesetzes beschäftigt Ein besonderer Ausschuß soll süh mtt dieser Ausgabe schon in den nächsten -/konnten beschafnqen. venn auch die vollständige Behandlung derselben etwa 2 Jahre in Anfvruch nimmt. 2 i d) i e n. Ter Lonnes kommt zmn Bürgermeister iciucv Crtf*. Tei Bürgermeister ifi mitt der Staube»* beamte namir« macht dle Auzeige von der Gebnn leine» imigsten SprohluigS Sei Bürge,meister setzt die Brille au«, holl da» Stammbuch und ndm ein. Al» do» aeichehcn, tragt er den ttomuj. ,91o. Hanne», d a iväiultlt eav ba$?e - ,D * siew« sagt kräftig Hanne». — .Hanne»/ sogt mahnend der -laude-deamte. IcbMi " ,3o!e erwidert geärgert Hanne». ,«or wo.i? betoabl aid) dann ine, hommuunl Bm Sonntag nachmittag hehl ber Eckekar! mit feinem fe,t>»tadriqen Töchterchen im SonntagSstaai »um 'lntgang bereit au Itmet Tür. Er schont nach dem Himmel, an dem d,e t/olken l-et dem kalten Wmde voruderjagen. ?er Rochdoe blickt mm Fenster heran» und tagt zum Eckekorl: eT’ roärldit doach «ua» Necnid mtt mettneemme mölle k M r bub a kalt Temperatur 1' — .Aoormn dann nut?' traut ernannt der Eckekorl. .fte, ixrfnti cm wer doa» steand uo *r iemperohir •• • M :> nster (fr 'Ziehen . 2. Sept Heule abend um H Uhr *oq unser Lehre, ‘Jibmer mit (einen Schulkindern auf die Anhöhe am eteinr*. E» brannte daselbst rin grob Freuden- feuer, nubteie Mutber trugen patnotuche i*ebutic :>or unb [anmn emfpcechende Lieder dc,mischen Tie ganze Gemeinde lam Nrbrtuernt und Pfarrer fl bl beim hielt eine von christlich- patriotischem Geiste durchwehte Siebe, tue nut emem Hoch auf de» staue, endigte ir otodbaufen b Mucke. 2 5ept xtn mchr geringe Xttirrauna ivuiben beute morgen bte Bewodnec unsere» Ior«e» Prdeta Ate vbrlniie 4Huin..ttt Petec Veit do::en -.duftüb- Ktihl m» Id be-irbr:, Als d,e l8|äbn7.chte Ta» gtobdrn eilte ton. um Hilfe «tu» der Au.lrbac'chu-I ,u rufen die Hilfe kam. war cer Em'rechn au» dem .im,wer oer- schvnmXn v - wurde aiynvinmen. bau (ich der " lenich Di der Hofreite oirbcltr ^re w^.de gut bewaJK und st «oit durch btSevtx''»schrn -tnru' Bot,her mu einem L«'li|ei» bunöe nach Stockhaustn erbeten Bereit» um U Ubr tut- muta^ trat ne an iva. ane Lust, ru 'eben, nnt nirUtra Ette der Hund d^ Spur de' Täter» ludur Er lutttc btr Herren «m den H. :oden. nxü--rbtt er Dcrbedt unb fdMtr> :..:, au» etnrm El B • t unter rman Balken enien den: Etöbr cher yr Iben Hivelock. Bttrd^md straaen. Strümpfe. ? brtriHM’ t Irr Etnr echer ieN st tour n chr in finden Auch bet Add; cd« inten wurden t i blich hurdFUdit Ta in brrn Sali t* n Hane nn .tm Ttmihndtxlxn »rtdärnrde» tertrwr.'nn• md NM11 iKTt»-.?-?’ '(Vr-aiK und Strumpfe sonne mehrere 3>*ttur' wch Xpitendii :*ir« ;enm*.i werden. " Mite öe- «'Uiimri lafl» einen g rat er -'n ‘.K; , geplant Tn er rn um 7a < totb ba: axi TSirb-Tt d^r yt r-n». ade e*uf dem Hen> 7 ii ü.mochtet -sb erst morgen« sein Caeraer jN-^ch-elt. H-i emlich «ettNOt e« ber totiKi. den Saunet d.nller Schtsh nnb lieget io brmgn» G4 d rrkcht Sher den Bonott begrailicherto in der «crKn Umgegene irofce Äu'trgun, 6* wäre dem Burschen irbenfil’.« schlecht errangen. m.Tin ihn die erregten Du: ;r:♦■inner ».'n ctcdLauien. oit beim Aö.chen mir «ilain Handgerärm IfKafm-l bauen, erwischt hätten — Schott«», L Sept Tie Hauptversammlung ** kernnA ,Le hrerheim BvgelSderg" soll am -am^tag. 9 Ch, nachnnttaa». auf dem eine halbe Stunde von hier gelegenen Lehrrrherm fwiihnbnt. X Büdingen. 2 Sept Da« Pro,ekt der Erbauung einer Äleinhabn von Hanau noch Büdingen liegt letzt dem Negierung.Präsidenten tn Eas el ^ur Genehmigung vor Man hofft, daß im Trühiahr mir dem Bau begonnen werden kann * Sau bad). 2. 5'pt Heute medrttn alle »laffeu bei birttam GvmnasiumS firiirer- oder «rösere Ausflüge ,n die Umgebung Lau^chg. — 3n dem benachbartnt Setterfelb werden in den lebten Tagen an Ott Höhe am .1u»uari nach Laubach von der Zinna Lenz & 6o an oenchiedenen stellen Bohrungen nach Eisensteinen vorgenrmmen. die bis letzt einen tuten Erwlg harren Tu ffirma bat wegen Ankaui de» in Betracht kommenden Geländes mit den Besitzen» Unter- dan'lungen angeknüpst Auch in öünilet wird letzt mit den Bohrungen nach Braunkohlen von derselben Truma begonnen. • Bad-Salihausen, 2 Sept Dem Bernehmen nach !'--k Len Jean Häuier. Besitzer bei ..6 a f ff Ä r o n p r i n >**, sein (hablüifnunt. dal eben im schönsten war. an vrnit Schulz, leimen Inhaber der ..Billa ebarlottf" tum Breise von 24 000 Mark verkauft und f» wird Mitte Oktober d an den neuen Besitzer übergehen Herr Häuser selbst beabsichtigt ein qruel Unternehmen, da» am Crt noch nicht vertreten ist, |u verwirklichen Er gedenkt bi» zum Beginn der nöchstiährigen Badefaisoii eine Anlage für Lun. Sonnen- und Sandbäder u dgl in Betrieb zu setzen. Bad» Nauheim, 2. Sept. Zu ber gestern einberufenen Versammlung zweck» Gründung einer Metzger- Innung halte sich eine stattliche Anzahl Metzgemieisfer von hier eingefunden. Nach au-cührlichem Neserat de» InnmigSobermeislerS Jung au» Frankfurt a. M. wurde die täründunq einer Innung beschloffen, zu der alle Anwesenden ihren Beitritt erklärten. Ein prov. Dorstand, bestehend au- Hartinann-LangSdorf. Emil Rofenthal und Tlajr Rosenthal, wurde mit den weiteren Vorarbeiten betraut L Friedberg. 2. Sept. Das Lehrerseminar mit feinen Lehrern madit heute zu Ehren de» Scdantaae« einen Ausflug nach dem Vinterstein mit anschliekendcr ocier in Lckstadt: die übrigen Lehranstalten hielten gestern ober heute entsprechende Schulfeiern ab. = Nieder-Wöll stobt, 1. Sept. Don ber kürzlich hier abgehaltenen Dekanatsinnode 91 ob heim wurden die seitherigen Abgeordneten der LondeSsynode, sowie deren Stellvertreter wiedergewahlt. EL sind die»: Pfarrer Lühl von Nieber-Eschdoch, Freiherr v. Leonhardi in Grob-Karben, Vsarrer Lic. Dr. Dieckmann in RodHein, v. b. H. und Bürgermeister Moscherosch in Biirg-Gräfenrode. R. B. Darmstadt, 2. Sevt. Gestern nachmiftaa 2 Uhr wurde aus der Bahnstrecke T) arm ft ab I — WormS in der Nähe von GrieSheun cm Mann gefunden, ber von dem kurz vorher passierenden Zuz überfahren worden war. Tic amtliche Untersuchung ergab, daß e» sich um den 52 Jahre alten Invaliden Philipp Baffenauer von GneS- heim handelt. Der ftopf war vom Rumpf getrennt, ein Arm war abgefahren und auch sonst wies die Leiche schwere Verletzungen auf. Offenbar liegt Selbstmord vor. Er war körperlich lobend und zeigte auch Spuren von GenteS'törung, io Satz ivohl demnächst die llnterbungung in eine Anstalt hülle erfolgen muffen. B. war unverheiratet. X-OssendachL M, 2. Sept, ^tu Beginn der lteutigen Stadtverordnetensitzuna teilte Bürgermeister Ir Tulio mit, dass sich in ber lenken Zeit bieanonpmtnTe- n u n Rationen in auffälliger Weife mehrten Er be- mertke. da st alle bcrartigen Schriftstücke ungeprüft in den 'l’apinrforb tvanberten Tie Stadtverordnetenversammlung de sch lost, ein Cbercrutaditen über die Manaltfation»- anlagc dir1ubolen..bü verschiedene Beschto.rden über em- getretene Unmträglichteiten vorgebracht worden sind Ten an den Hilsoschulen für schirachbesäh,gte ihnbrr tätigen Lehrsrasten sotten Zulagen gewahrt tonben, und zn^r den Lehrern 200 Mk, dem Leiter .'hW) Mk - Born Burger meist ei amt wurde austerhald ber Tagesordnung ein Tnnq- ÜdlfritMitlrag eingebracht, ber bie 'Äiilrtbeauinahme beiraf. Tao tzrciöamt hai dem '.Imrage auf Oknehmigung einer 9 MiUionenanleihe nur insoweit srattgeg.den. als es ber Jliix'gabc der noch von dem Anlehen von Utz»7 vorhandenen t» Millionen -»gestimmt hak Wegen ber restlichen 3 MUlio neu ,verben detaillierte «uifdümfe über die Verwendung gewünscht Tic Stadtverordnetenversammlung genehmigte den Antrag ber Bürgermersterei, die Anleihe auf sech^ Millionen -u beschranken v. Nroidorf, 2. Sept. Mit nächstem Sonntag ist wieder die Zeit der Kirchweihfeste für unsere Bürgermeisterei hervcigekommen. Schon unter Bürgermeister (Eolnot wurde für sämtliche Gemeinden der Bürgermeisterei Atzdach- LaunSbach die Bestiinmung getroffen, bah die ttirchwerben sämtlich am ersten Sonntag i n September stattstnden. In Dutenhofen wird wegen der Einquartierung die Rinnet auf den letzten September-Sonntag verlegt. Weylar, 1. Sept. Eine gemeinsame Besprechung twffchen Brauer e, en. Rons u menten unb Gastwirten verlies res ultallotz Die Roniinncnten brachten zum Aut- druck. da st sie ihrerseits auf alten Preisen beim früheren Maße belieben müßten. Die» sind »/„ zu 10 P'g., »/ie ju 15 Pfu u Marburg, 2. €n>L Nach L'/»jähriger Bauzett raunte vergangene Nacht um 12 Uhr umer neuer Haupt- babnhof, ber an derselben Stelle rote seither seinen Platz gesunde» hat. dem Betrieb übergeben werden. Tat Aebäube. da» int Barockste gehalten ist. bildet eine neue 3,ftbe der Stadt. — In, Atter von 91 Jahren starb heute nachmittag der bekannte Marburger Lokalhuwrcker und Ehrendoktor unserer Universität, Bolktz-ch llehrer a. D. Wilhelm Bücking. Der Verblichene bat sich vauplsächnch um bir Erwrichuna der Geschichte ber heiligen Ettsadetd oeebient ge- i,acht. Bit in seine letzten Jahre rvar er ichnn tellenich tätig. 0 Marburg. 2. Sept. Vergangene Nacht wurde biet in einen, Pfarrhaufe em gebrochen. Ten Ti.ben steten dma 160 Mark an Geld, sowie Bxrriachen m du H^nde t) Ä 1uf*<”6ii Tt frr un : . Hana ne r Zert i|f Lat d>-rmal# ihren Br k r 4 2 < ,-r.: di^.ch t irti:l aft. •• Der Anbau der Wintergerste at in den k>m fahren an Umfang luaertom: - n bir V ntera rste ri#4g vn.-anJ Möglichkeit al* butterftÄr und Braugerste für viele l^ndw y» triebe eine arotze Bedeutung beiibt. iptrb von der Landn-,. r^ii* fammrr bncui Angewiesen. b<, ne grrne über ta irrste, wie auch Wrnterrvggen uch Weczen. den Interessenten Auskunft erteilt tuftfchffiübrt. Die Deutsche 7r 1 u a P l a d,e se 11 scha f t teilt mit: Hen stluvtman». der Bertrauenvmann bfr Taitidxrn iHuaPlU*rridl- schatt, der am Donnerstag an* Bar,* in Berlin eindrtTpffrn ,i, berichtet, datz für bte Berliner grotze Trlug r öche p. m Jti. 3#> tember bi* &. Choher mit Bestimmtdett aui die Teilnahme -n Anzahl der berühmtesten sranzöfiichen Aviatiler an den ausgeschriebenen »vnkurrenien tu rechnen ist Die Cholera in Holland. Nach ber letzten Bekanntmachung be* Bürgern-eiskerg poh N 0 tterdain befinden sich Unartunv holcrakranE in ben Tiraden. E* ist fein werterer «tobetangfrf)e Bcnedciilanden < Sumatra gehören, ermordet nop ocn. nachdem er eben von einem achtmonatigen Urlaub den er zur Wiederherstellung seiner Wundheit in Europa angebracht hatte, auf feinen Posten zuruckgekehrt war Seit bem 3abre 1891 ist der Ermordete al* Missionar im ma- aischen .Archipel tätig getuefen Ursprünglich waren diese Mentotocicr. wie Sir Raffle*, der 1810 von den nieder» länbtfdH-n Kolonien Besitz ergriffen dar. au'bnidlut) fagUL rbr „!ubni*tourbige Menschen" gewesen, aber die Malam dKinen unter ihnen furchtbar gekauft zu haben, denn ,etzt inb sie au st crie scheu und ängstlich geworben mnbm oen Umgang mit fremden, überfallen biete, wenn sie bte* straf- lv^> tun zu können glauben, und senden end) ab und p» einen verräterischen Pfeil auf die niederländischen Soldat en, wenn diese, nach vollbrachter 3trofejrpebition, sich ntedE einfdiiffen. Äugust Lett spielte mehr als einmal die ZWe- Mittlerrolle und sorgte dafür, dast die Strafe für "luftuW ufm io gelind al» möglich ausfiel und dast namentlich nicht die Unschuldigen mit den Schuldigen gestr, t umrde».s fll* ain 15 September 1906 ein Lffizier beim v nnponfl laifafo verräterisch überfallen wurde und brr *teg.i rungt’ dumpfer Eondor mit einer Rompagnie Soldaten aus Ir r Nbebe von -cifafap erschien, um den verra.erischen llrba»! all zu bestrafen, erschien Lett auf dem Schiff unv meldete. >aft sich die Meniaweier vollständig uniermodnt butte» , Unb al* danach eine Strafrjpebihon beschlossen wurde ,1t? t*ett voraus Und al* die Erpeoition dann an kam. Uwl it ibn mitten unter den Eingeborenen die Neine n.eder- äirbxfdr taggen schwingend, den nirbrrlänbtfdvn Soldat« entgegengingen Im Jahre 10OM. rodbrrnb oder vielleicht tret! Lett abwesend war. »and wieder em solcher U.verfall auf einen niederländischen Poften statt, ber durch Einäscherung vieler Wohnungen unb Ericknestcn ber x>tu*tier der Eingeborenen bestraft wurde Vielleicht ist darin auch der z*rund zu der Ermordung Letts zu suchen, die sonst km» erklärlich ist da er von den Eingeborenen, deren Sprache ec vollständig verstand, wie em Baker verehrt wurde • lieber eine wunderbare Operation wirb au» Var»* beruhtet: Ir Doyen ift e* gelungen, d« Aber eine* Sebate* in da* Bern eine* ISonne* zu per- iilaruen unb io eine väNige Heilung Zu erbeten T«r Rrit hatte zunächst eine Cprration an dem xatirnt.-n rar- genommen, die durchaus gelungen zu fein sch.c- bald da rauf entdeckte er zedoch, bah der Blutumlau' tm Bein UN icnugeub wr. da die «der eine »ontrafhon aufroie*. s* nlbcte sich eine starke SchweNung am K*kine, unb der flut iah das einzige Heilmittel in einem Beriuch, die sdr« auf eine Länge von etwa 12 Zentimeter zu rmenen Ein lebende* stbaf wurde tn ben Cprratu>n*raum gebracht, und nachdem c* anästdetisieN trar. wurde bir Ha.sader ooitt* heran »genommen unb ein 12 Zentimeter lange* Stück m ba* Bein be* Manne* an die stelle d. erkrankten leUe» ber Lder verpklanzt Die normar ? kulation be* Wüte* iieiUe sich darauf wieder her, unb bu Wunde begann schnell Ns Bie tief trauernden Hinterbliebenen 06563 ZpMWM .Iren en und tritt dilim Rheinisch, Kaufhaus -ländische Bahnhofstrasse 58. GIESSEN Bahnhofstrasse 58 (4622 umlauf raktiou. Mannes r" rasall borgefonuntt' m ist am Donners efund e;gab Cholm! er „Egcria" inixd ig gestellt, weil eit ächtigen #nun.. 'W teilt mit: h» K» Augpl^Z Mn emgetroffena giDodie vom 26. L, 1*1. die Teilnahme ta ■biatilet an den ändisch-Jndien mialmimsterium ia der Msfionar 'Jur illschaft (Sarmen) aö] c Residentschaft d ter zu e hFl. nsrauu'..r p Täglich frische Preifrclbcercn 4720] Slitern) eg 1. ’V H«»1' ch-"- K &r. Stuetf. Ermittelungen über die Ursache des Doppelselbstmordcs sind eingeleitet. Ter Bergsteiger Lutz aus Unter-Grainau sah bei der B e steigu ng brr Zugspitze einen oer drei Herren, die er begleitete, vlötzl'.ch abstürzcn. >Hcid> richtete er sich so, dos! er den sich Ueberschlagcndcn, einen Müncheiter Mediziner, aufsangen konnte. Hierbei trug dieser inte leichte Hautabschürfungen davon, wahrend der rettende Bergführer durch die Gewalt des Aufpralles erhebliche Verletzungen erlitt. Jetzt half der Gerettete seinem Retter einen kunstgerechten Verband anlegen und ihn zu Tal bringen. _____________________________ Paulsens Juli empfiehlt billigst I. Weisel, Täglich treffen jetzt neue preiswerte Schuh Warensendungen ein. mit Brut vernichtet radikal Rademachers Goldgeist. Patentamt!. eezch. No. 75188. Geruch-u. farblos. Reinigt d. Kopfhaut von Schuppen, befördert den Haarwuchs, verhütet Zuzug von Porifllten. Wichtig für Schulkinder. fUSCtiO 66 klg. K. Seibel, Drogerie. ;ss* . Ilias ü fw. NI Hin q Q l Uhnearzti. untersucniuiK. ■ . -- ■■ ü d ml tenbezug ohne LebcnNzeugnls unter den lUjjiiunuu v l |)jrck(jon zU erfahrenden Bedingungen. Strengste Verschwiegenheit. hv . Ih.Ausk., Tarife u. Prospekte kostenfrei be,i: Chr. kmii Brechow, Frankfurt a. M.. Kaiserstr. 14. Kaisen'latz. dauert nur noch einige Tage. Sie kaufen billiger bei uns als in jedem Ausverkäufe. aufdenLebensfallbeiderl838erricht.l‘reu^. ItentenverRlcherungs-Anstalt in Berlin Oeffentliche Versicherungsanstalt. 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Ferner brannten eine Schemte des Jakob L das Haus, die Sckieune und Stallungen des Peter Kreuzer, rhnhaus des Karl Schneider und das Wohnhaus und Neben des Bäckers Philipp Schneider nieder Der Sckiade.t ist L-tb Erst gegen Toimerstag mittag konnte der Brand ge L c tverbeu. Die Entstehungsnrsache ist noch nicht sestgestellt. I- chülerselb stmorde werden aus C h a rl o t te n b u r g L (t • Gleichzeitig mit dem Unterprimaner Eurt Skala I igte sich der ihm innig befreundete Obcrsekundaner Adolf »frbunben mit dem I. Preisschiessen des Bezirks Sonntag den 5. l. Mts. im Sckützenbaus. >i«iert, Kinbervergnügungen u. Tanz. Aufsteigen eine 1. . Ldmarsch um 3 Uhr vom Lu.dwtg5pla.tz ‘nl^.uJ*fun ®^bc? das A.-irs chießcnd um 2 Uhr. - Bei ungunittger Wmer^g findet das Irttin Saal statt. — Um rege Beietltgung wird rriucht. >ie Mitglieder der übrigen z.mmavereme mit ihren oamuten iltcil ebenfalls freundlichst cingelabcn. $cr Vorstand. Danksa^ysug. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unseres teuren Entschlafenen Hemröch Schaefer1 Grossherzogi. Provinzialarresthaus-Verwalter sagen herzlichsten Dank Original-Drahtinel-ringerr. Die Cholera in Notterdam. London, 3. Sept. Angesichts des Austretens der Cholera-Epidemie in Rotterdam hat der Minister des Innern durch Runschreiben allen Behörden eng- lisckwr Häsen, welche Beziehungen zu Rotterdam und anderen holländischen Häsen haben, strenge Maßnahmen gegenüber Schissen angeordnet, welche aus den betreffenden Hasen ein- laufen. Auch soll die Ausdehnung der Epidemie auf dem Festlaude genau verfolgt werden. Wien, 3 Sept Tas Programm für die Kaiser m a nö- per in sisrotzmcseritsch wird heute Deröficntlidu. Danach trifft .stoifrr Fran; Joies am Miuw.'ch, dem 8. September, mittags 12* - Uhr m Grobm^'mitsch ein. Tie Eicher zöge Franz Ferdinand, Karl Franz Joies und Le'.'pold Salvator, die schon früher un gräflich Harrachschen Schlosse erntrcsien iverden, begeben sick, um 2 Uhr in 'Jlirtomobilcr. iud) Iglau, um Kaiser Wilhel,nzu empfangen, der kurz vor 4 Uhr dort erwartet wird. Die Erzherzoge geleiten Kaiser Wild lm nach Grobmeseritstli, wo er ebenfalls im gräflich Harrachschen Schlosse Wolmnng nehmen wird. Abends 7 Uhr findet ein Tiner beim Kaiser Franz Josef statt. Am Twnnerstag beginnt das große Manöver, zu dem Erzherzog Friedrich aus Cannstatt im Automobil eintrisft. Freitag früh wird ein Totenamt für die Kaiserin Elisabeth abgebattcn und darauf das Manöver fortgesetzt Um ' _>3 Uhr ist beim Kaiser Dejeuner Dinatoire. Die Abreise Kaiser Wilhelms ist auf 4 Uhr 1.5 Minuten an gesetzt. Erzln'rzog Friedrich wird den Kaiser im Automobil ttadi Zglau begleiten. Mailand, 3. Sept. Infolge eines wellenförmigen heftigen Erdstoßes sand im Camonix-Tal ein großer Felssturz statt, wodurch die durch dieses Tal führende Bahnlinie total zerstört wurde. Paris, 3. Sept. Txts „Journal" meldet aus London: Im Hasen von Weymouth, wo die Kriegsschiffe ihre Kohlenvorräte an Bord nehmen, sind gestern neuerdings unter den Kohlen an Bord des Kreuzers Forward Spreng kapseln entdeckt worden. Das Schiff wurde sofort zurück- berufen und die Ladung ausgcschifft. ‘AM ALL Neue Kartoffeln gelbe Perle von Erfurt unb Kaiserkrone, Ia. Wetteraucr gut- kochende Ware, v. Ztr. Mk. 2.50, Zwiebeln, gekunde mittlere Ware, d. Ztr. Mk. 4.25 mit Sack versendet um. Nachnahme ab Station Echzell Ludwig Erb, 4313 »artoffet-Versand-Geschärt. Echzell (in der Wellerau)- München, 3. Sept. Der Münchener Hosoperndirektor' FelixMottl hat gegen seine Frau, die frühere Kammersängerin Henriette Stanbharoter die Ehescheidungsklage wegen Verschwendung cingereicht Das Gerückst, das; Mottl eine zweite Ehe mit der Münchener Kammersängerin Faßbender ein gehen werbe, wirb von unterrichteter Seite als unwahr bezeichnet. Verbessertes im Gebrauch billigstes Seifenpulver. Erleichtert bedeutend das Waschen und ist ohne Zusatz von Seife und Soda en gebrauchen. Ueberall erhältlich. Paket 25 Pfg- Alleinige Fabrikanten: HeaKel L. Co., Düsseldorf. stistsprcchenb vorgebilbewr Kaufmann ncdlu I. Militnrsrcie Bewerber, bic über die ersorberlicken Mate rWlntntnissc verfügen, tvollen ihre Bewerbungen unter Bei ügung neun .ciigniSabschriften unb Angabe der Gehaltsampruche alsbald, ipiäftiii-nu bis 15. d. Mts. bei uns einreichen. -mrT-r»-»-» entwickeltes U^PPI^ Glanzendes ist Schönheit ■ILllÄr Ist Reichtum! 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Beachten Sie bitte meine Schaufenster te Mill biele! eine fjm im m;1:: Brfl pk- । i 95 pk 95 pk 95 pf< I ÜtarifltKb«, 1 lichfalrlltr, (| ’ I WtladiMr, 2 Wa*a«rflAMr •' Giessen Schulstrasse 6 Schulstrasse 6 95Pfg 95 Pfg tar MT auf alle übrigen Artikel doppelte Rabatt-Marken « .*T DD r~JUST;"] Gelegenheits-Posten I reicht >0 Hk starker Strapaeienüefel i 1 Posten Damenstiefel 90 hfelimki! W. 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