feinen Stamm auf die byzantinischen Kaiser zurück), Fann ich hier — als nebensächlich — nicht hinzufügen. Sie würde auch, so wenig als meine ooige Ausführung selber, von der großen Masse iwch nicht begriffen werden, in deren Reihen das Licht der Erkenntnis, das nach der vor vielen Jahrtausenden vvrausgegangcnen: indischen Erleuchtung, erloschen, zuerst wieder von Darwin an- gezündet (die Vererbungslehre), nur sehr vbenflächlich noch auf- hellend in die allgemeine Verfinsterung eingedrungcn ist. Dienstag 36» Januar 1909 159. Jahrgang Erstes Blatt Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Neue Verwickelungen aus dem Baifan. arbeit in dieser Tagung stellt. xt enthält :ür Knorr-Sos. in- vtoni enundfremden :re Herstellung ckenverfahren, eschmack und gewährleisten. Redner; eS waren die jedesmaligen Parlesireunde, die, wenn er geendet, sich wieder in die anderen Räume des Hauses zurückzogen. So leer war es im Saale, daß ein Neuangekommener an der Tür umkehrte, weil er drinnen anszulallen fürchtete. Aber die allgemeine Einigkeit, die b»i der zur Verhandlung stehenden Frage in der Hauptsache zwischen den einzelnen Parteien und zwischen Regierung und Reichstag besteht, gibt die Erklärung für die anscheinende Teünahmlosigkeil des hoben Hauses. Es sehll das allfreizende Interesse einer Opposition. Viele Jahre laug hatte die Agitation zum Schutze des ge>verbtichen Mittelstandes Legen den unlauteren Wettbewerb ihre Wellen «'esiiq auch in den etreu der politischen Parteien und der pailamen'artschen Politik geworfen und waien nach kurzem Ab-bben nur um so stärker geworden, als es fiel) erwies, das; das,iach schiveren Stämmen zustande gekommene Freunde miseres Volkes und Vaterlandes zur heiligen Pflicht — selbst wenn vorerst keine Aussicht auf Erfolg bestehen mag — die führenden Mächte in der Oefsentlichkeit, im Staate auf das immer mehr sich ausbreitende Uebel der Latifundien-Bildung im Lande aufmerksam zu machet! und dringend Abhilfe dagegen zu fordern. — Dazu wäre noch zu bemerken, daß die Lehrmeinung, als ob die Befestigung des Grundeigentums durch Fideilommisso oder „Erbgüter" (wie sie die hessische Gesetzgebung im Jahre 1858 ebenfalls vorgesehen hat) im Interesse der Landwirtschaft oder des Volkes überhaupt gelegen wäre, durchaus als unzutreffend zu betrachten ist. Ja, ich selber habe mich in einer vorübergegangenen Periode meines politischen Wirkens dem allgemeinen „Zeitgeist"', der damals „Heimstätten" forderte, wohl auch einmal gefügt; ich selber habe in meinem allerersten Anträge zum ersten Landtage, dem ich angehörte, am 31. Dezember 1893 die „Heimstättegesetzgcbung" gefordert. Ich hatte unrecht. Das Volk und die Tatsachen haben längst auch hier anders ent- j schieden, als wohlmeinende Leute es vorhatten. Denn das hessische Gesetz über die „Erbgüter" vom Jahr 1858, das schon eine Art Familien-Fideikommiß bei Vorhandensein von schuldenfreien „60 hessischen Normalmorgen" oder 15 000 Gulden Kapitalvermögen zuläßt, ist bis heute fast gar nicht (man spricht in einem Falle!) in Anwendung gekommen und die Vererbungsweise der Höfe auf den Erstgeborenen im Riedescl'fchen und im Odenwald nimmt von 5ahr zu Jahr ab. Außerdem kann festgeftellt werden, daß die Gesamterträge, die Kultur des Ackerbodens, dort viel höher sind, das Volk wohlhabender geivorden ist, wo die I freie Teilbarkeit des Bodens besteht. Und es ist doch auch ein offen am Tage liegender Irrtum, wenn man meint, die rechtliche Befestigung des Bodeneigentums diene dem Staatswohl dadurch, daß es den Eigentümer am Boden sesthalte, ihm eine „Heimstätte" sichere; das ist zumeist I nicht wahr und nicht zu beweisen. Es gehört dieser Ratschlag zu den vielen Ratschlägen wohlmeinender, aber übel- I beratener Leute, die von der rauhen Wirklichkeit überholt den Fragen und Jnleresien gab und ebenso wie die Redner oo» der Rechten und vorn Zentturn, die Abgg. Tr. Giese, Linz, Werner, Hanisch, R o e r e n und 3 i r sich zum Sprachrohr der von gewerblichen Vereinen geäußerten weiteren Wünsche machte. Eure politische Sire ui rage in diese A n - g e l e g e n h e i t nicht mehr. Eine Llgliedrige ttommsision nun, nun versuchen, die Vorschläge der Regierung dem gewerblichen Veben noch besser anznvassen. Tie KomlnissionSzimmer des Reichstags reichen faum noch aus. Aus den weilen Morrtboxen Iahen sich die erforderlichen 'Räume hierzu leicht schaffen, aber man wird Die Mitgliederzahl des Reichstags demnächst erhöhen müssen, wenn man den Aniordernngen gerecht werden will, die die Gesetzes- Tagen mit einem Auftrag nach Adrianopel abgereist. Die Pforte ist nun freilich in keiner sehr angenehmen Lage. °Das Abkommen mit Oesterreich-Ungarn hatte doch viel böses Aiul erregt. Die Albanesen beispielsweise, die mit dem lieberein- lammen zwischen der Türkei und Oesterreich-Ungarn unzufrieden §md, sandten an das türkische Parlament eine Depesche mit der ^lussvrderung, gegen die Annahme einer Geldentschädiguno, (Ein? tzpruch zu erheben' Sie boten die Regierung das Doppelte der von Oesterreich gewährten Geldsumme an, wenn sie das Geld so bringend brauche. ES ist also durchaus nicht ausgeschlossen, daß Man die Unzufriedenen dadurch hat beschwichtigen wollen, daß -man dem Keinen Bulgarien gegenüber energisch auftritt; ander-1 -feite, besteht allerdings auch die Möglichkcll, daß Bulgarien durch militärische Maßnahmen einen Druck auf die Pforte ausüben will, | um diese für eine schnellere Einigung gefügiger zu machen. Man1 hat in Konstantinopel bisher nicht sonderliche Eile bei den Verhandlungen mit Bulgarien gezeigt und es ist begreiflich, daß man in Sofia etwas ungeduldig wird, weil man endlich eine definitive Regelung der Verhältnisse herbeigeführt sehen möchte. Wie dem auch sein möge, jedenfalls kompliziert sich die Situation durch diese neue Episode wieder nicht unbedenklich, und es wäre nicht undenkbar, daß dadurch auch ein Rückschlag der Regelung der Angelegenheit zwisd)en Oesterreich und der Türkei ausgeübt vird. 1 Man darf aber vielleicht hoffen, daß die Großmächte sich ins Nittel legen, um einen folgenschweren Konflikt zu vermeiden. Oesterreich hat im übrigen nicht nur Grund, der Entwickelung der Lalkandinge mit einiger Besorgnis entgegenzusehen, vielmehr ruft das Verbältnis zu Italien neuerdings wieder Beklem- ° e= In werden; und gar nichts anders bleibt auf Gottes weiter Welt, um den Bauer an die Scholle zu fesseln, als der eine Grundsatz: Schasst dem Landwirt genügend hohe Preise für im I die Produkte seines Ackerbaues und seiner Viehzucht und Zldutommlsje int GrogHe^ZSgtUM Hessen. gebt ihm das Vertrauen auf eine gesicherte Zukunft seiner Der Abg. Köhler-Langsdorf hat folgenden AntragL^er, alles andere wird sich schon von selber finden. Denn beim Landtage emgebracht: nicht die Vergnügungssucht und ähnliche Gründe sind es. Ich beantrage: die den Bauer zur Stadt hinziehen, einzig und allein ist Die verehrliche Zweite Kammer wolle beschließen, die es das dunkele Gefühl, daß seinen Kindern auf der bäter- Großherzogliche Regierung zu ersuchen: liehen Scholle immer das glänzende Leben erblühen möchte, L in Ausführung der Artikel 1 (mit Ausnahme des Ab- als wenn sie dorthin sich wenden, zur Stadt, zu Handel und satzes 2 Nr. 2), sowie 3—9 des Gesetzes vom 13. Sep- Industrie, zum Beamtentum, dort wo der Mensch von der tember 1858, die Familien-Fideikommtsse beiressend') Gesetzgebung weniger schikaniert erscheint, als auf der (in ihrer neuen Fassung durch Laudesge.etz vom Scholle, wo das Wetter und noch mehr der Wech.el ver- 17. Juli 1899 — Regierungsblatt 1899, Seite 225) so- schiedenartiger Gesetzgebung und gesetzgeberrscheu Versuche wohl der Neu-Errichtung wie der Vergrößerung von dem Menschen das Leben erschwert und keine Zuversicht Familien-Fideikommtsseu entgegenzuimr.en; auf eine für die Zukunft gesicherte Existenz sich ihm bretet. 2. dem Landtage eine genaue Auftlellung über die Zeit Richt der Umstand, daß den Bauer Gesetz und Rechte mecha- der Errichtung, Inhaber, Oerllichleit, Fläche und nisch an die Scholle fesseln, das hilft ihn erhalten, nein, Kulturart der Fideitommifle im Großherz-ogtum in den nun — Gott fei Lob und Dank'. — dahtngeschwun- Hessen sowie um wie viele Hektaren der denen schlimmsten Zeiten der neunziger Jahre war der Fideitommißbesitz seit Erlaß des Gesetzes vom Grund und Boden dem Bauer zu einer schweren Last ge- 13. September 1858 bis heute im Großh. Hessen worden, die ihren Träger zwar zu erdrücken, ihn aber nicht lassen. I zu entlohnen verhieß. — Und was nützt es zuletzt auch selbst dem hohen Adel, daß in seiner Hand so viel tausend von Hektaren des Erdbodens vereinigt sind? Würde ein gleich großes bares Kapital, das unter den gleichen Bedingungen für die Familie gesichert, vielleicht in den Schuldbüchern der Staaten eingetragen, ihm nicht dieselben Garantien der Gemeinschaft und der Existenz geben? Wie wenig ist doch — leider Gottes! — unser hoher Adel noch mit dem Lande verknüpft? und, abgesehen von dem verstorbenen alten Grasen zu Solms-Laubach, wie wenig geht doch unser hoher Adel mit dem Bauernstände, der ihm doch am allernächsten von Allen stehen sollte, Hand in Hand! Darum spricht nichts für die Beibehaltung der Familien-Fideikommisse, nichts ober für ihre stetige Ergänzung und Vergrößerung, die zuletzt alles freibewegliche Bauerland noch zu ver- $nk?m eUn'JJ1Qne heikel jjf, m Obera vor zwei Tagen 1,1 K-w>ch7Ltz SttmmungsbU» aus öcm Reichstage. Berlin, 25. Januar. Der unlautere Wettbewerb. Qui tacet, conseutire videtur! Tas moajten alle die vielen Mitglieder des Reichstages als Entschuldigung geltend machen, Die sich in die Präsenzliste der heutigen Sitzung nicht emgeiragen haben. 5hir etwa gerade io viel Abgeordnete sah man im Lttzungssaale, als Redner zum Verhandlungsgegenstande, der eilten iiejung des Gesetzentwurfs über den unlauteren Wettbewerb, em» gezeichnet waren. Und die Halste von ihnen wechselte bei jedem KM tL aubuft,; 9cl^auit Und. § Kkttt .Q?t Nenche lb ^rtugie]cii. n en lQ9f” l'Ä schlingen droht. Wie ist doch der Zustand im Land? Wohin in Oberhessen und in Starkenburg das Auge o-,-„ o ... . , schaut, überall dort, wo in diesen von Natur aus so reich- mer mehr sick) ausdehnende Fideikommiß- und Latifundien-1 gesegneten Provinzen die fruchtbarsten Landstriche und mäch- Wesen benommen ist, macht es einem jeden wahrhaften t-ge Wilder sich ausbreilen, meilenweit ists der Standes- ---- -, . v Herr, dem das Land gehört. Der Bauer ist mancherorts *) Besonders in D-tr°cht zu ziehen [mb: iaum noch geduldet und ein lvuhres Glück ists noch zu L $3ut KitStung : . ... ine l-mdeS. nennen dort, wo die großen Güter unter die Bauern der. herrliche Bestätigung erforderlid>." pachtet sind. Dort gedeiht noch em Geschlecht, auf welche-- 2. Ter Artikel 5, Aös. la (neuer Fassung): das Vaterland sich verlassen kann, im Frieden und im „Tie Erteilung des . . ... Zeugutises kann erst I öxiea in der Stunde der höchsten Gefahr. teUUU’ V Aber auch damit gehts wies scheint, dem Ende zu. 3. Ter Artikel 9 (neuer Fassung-: Die kleinen Pachtbauern, die saugt der Hospachter un- Die Vorjd)riften.....i in Den auf die Vergrößerung oder Ergänzung eines Fideikornrn.,s.s cnt.prechvnöe Anwendung/'! S) ($;inc yegrüitDung zu dieser meiner memchengcw-rchtlich rasirntheorelischen Meinung über den .Hohen- oder Uraocl, dessen Almen hinwiederum, als |ic vor 1000 fahren m die Geschtd>te cintratcn, fdjon vvn l^hem Adel, Fürsten, Katser und Mumge unb diese es' vor ajer Jahrtausettden in ihren Vorfahren gewiß auck, schon geivefcn waren, (denn von heute auf morgen kommt solche Aufwärts-Enllvicklung nicht, und selbst Napoleon sührte i. Giessen. aiungen hervor. Die Frage der Errichtung einer italienisd-en llnioersität in Oesterreid) ist es, die im Appeninenreiche Unruhe l zu genommen hat, zugehen zu hervvrruft unb die dort herrschende Stimmung nicht gerade zu ö ö sn « « r ü n h u n n • Äunsten der Donaumonarchie beeinflußt. Die italienisd)en Blätter, l ö e » »• lelbft sottst durdiaus gemäßigte Organe, ja sogar der Regierung Der Vorgang, daß Beschränkung und ganzlrche Auf- jehr nahestehende Journale, bringen erregte Artikel, in denen Hebung von Famtlien-Fidcikommisien seither in den allerer österreichische Minister des Aeußeren sa-ars angegriffen wird, ochsten Fällen von solchen gefordert wurden, die ohne ivell er ein Tittoni gegebenes Versprechen nicht eingelöst hat. ^^iteres als ausgesprochene Gegner der Standesherren, Za es heißt sogar, Titwni habe zweimal dem Mmisterprustdenten sealichen Adels überhaupt zu erachten sind, macht es! Äiolitti deshalb seine Storni,ton angeboten, well er ferne Zulage wte ^nrhmi no hiermit stellen ui müssen Mr der Kammer, daß die Frage eine zufriedenstellende Lösung nur schwer dieselbe Forderung htermll stellmt zu muften, ünben werde, nicht einlöfen Lunte, und nur nut vieler Mül>c soll tote fte. Schwer - weil ich nicht nur kem Gegner, sondern cs gelungert sein, ihn zum Bleiben zu veranlassen, um die Lage gerade ein überzeugter Anhänger und Vertetdtger des auf itidst nod) mehr zu verschärfen. Auch kolportiert man in Rom, dem Prinzip der Ebenbürtigleit erwachsenen Uradels bin; daß Fürst Bülow sich bemühe, in Wien in dieser Angelegen- das heißt, freilich nur insoweit, als dieser sein Blut von freit zu vermitteln und daß er der österreidstschen Regierung im stummes fremden Beimischungen rein erhalten hat und er- Znteresse des Dreibundes 9cad)giebig'eit gegenüber den itaiieni|d>en ( unt) r0 im allgemeinen als eine von der Urzeit bis Wünsd-en empfehle. Ob dies zutrifst, entzieht sich der tontms, s;e[en Tagen in sich gcschlos,ene, durch mancherlei Vor- -tber richtig ist, daß diese Streingkeiten zwisd^en Oesterretch und s I 8 ' A „Klasse", „Sphäre" der Mensch- ber Türkei nicht dazu beitragen, den Drewund zu starken. (£s ^9^ ^^emjneEe 3t l , 11 ,, v, gibt in Italien Stimmen genug, die vom Dreibund nid)ts wissen I hett, oder wie man 1 9> H ) / -vollen und die internationale Konstellation läuft überdies daraus Aber die Not des Volkev, dem die Auvbrettungv- un frinaus, Italien vom Dreibund abzudrängen. Oo angesichts Mer | Entwickelungsfähtglett dnrch^dos schon bestehende und^ un- ganzen Situation der Dreibund s. Zt. erneuert werden wird, kann als fraglich gelten, zumal der Gegensatz zwisd>en Oesterreich lind Italien ganz abgesehen von der jetzt fajnrcbcnben Univerfttäts- jrage durch das Vorgehen Oesterreichs aus dem Balkan zrveifellos ünc meitcre Zuspitzung gebracht hat, so daß alles in allem die beiderseitigen Gefühle auf dem Gefrierpunkt angelangt futb. Inzwischen hat der deutsche Botsd-aster in Konstantmopel Anlaß genommen, der Pforte in eindringlicher Weise eine Verständigung mit Bulgarien zu empfehlen. Nr. 31 Ter Stehener FnzrlaM' lur A Bezugspreis: «rscherm tägliA, auMr Ml monatlich7bPf., viertel- Unidfißt Zs ioirlschaflttche Zeitfragen 88 Rfa M ly BU Wr 'Nr auswärts 20 Pwnnrq. Fernfprech-Anschlüsse: Ia eh Verantwortlrch jüx die Redaktion 112, e * •• zBa < für den politischen Test, MU General-Anzeiger für Oderhefsen WM- S- o>‘ T°u»u„>nm°- Rotafionsbrad uct> Verlag 6er «rShnchell llnl».°vllch- unö Steiuöraierei L ränge. Beöaftlon, «rpebition nttOruderei: Lchulftrahe r. Lu->-vui-u7H^B,ck. bis vormittags 10 Uhr. Ihüay 1 g 64 34 Inlagt 49 coßc 9 ilitafec 2 11. ch-urglfchr [ße 11 l[üye 47. -ß. H. Liren ha lin Seife barmherzig auf; ja Erte'gibte in dec gesegneten Setterau, die von Natur ein Paradies, einzig und allein einem Pächter sein Auskommen und sonst nur armen Leuten die farge Nahrung geben. Und es könnten doch Hunderte von tüchtigen Bauern familien dort erblühen. Aber immer mehr greift das Uebel um sich; es versagt den deutschen Bauern von der Scholle und führt Proletarier ans fremdem Lande dafür ein. — Cb das gesunde oder ungesunde Zustände seien, Sas ist letzt schon gar nicht mehr die Frage: aber die Ausbreitung der Fideikommißgüter ist ein Krebsschaden, der am Mark des Volkes zehrt, der des rücksichtslos und scharf schneidenden Messers in kundigen Staatsmannes Hand bedarf, um dos ganze Volk vor dem Untergange zu bewahren. — Ter Ausspruch aber des älteren Plinius in seiner Historia naturalis: „Latifundia pcrbibcrc Jtaliam" („die Latifundien haben Italien zugrunde geriifiteö; bleibt jetzt noch, nach fast 19 Jahrhunderten, eine beherzigenswerte Warnung und Mahnung auch an unser Volk und Vaterland. Möchte man doch einmal aus der Geschichte lernen, was zum Heile oder zum Verderben führt!--- Ich habe versucht festzustellen, welche Fortschritte die Entwicklung zur weiteren Fideikommmbildung feit dem Erlaß des Gesetzes vom 13. September 1858 gemacht hat, indem ich die seit dieser Zeit ergangenen Bekanntmachungen über „landesherrliche Bestätigungen" gemäß der Artikel 6 und 8 des Gesetzes vom Fahre 1858 (und in seiner neuen Fassung von 1899 die Artikel 1, 3—9) in dem Großherzoglichen Regierungsblatt der Jahre 1858—1908 einschließlich zugrunde legte. Tiefe Feststellungen folgen hierunter; eS war jedoch nicht möglich die Flächengröße zu erfahren, um welche genaueren Angaben nun die Großherzogliche Regierung hierdurch noch besonders ersucht wird. — 1858-1908. ES wurden int Grvßhcrzogturn Hessen, nach Erlag dcS Ge- ,eves vom 13. September 1858, die Familicn-FidLikommiste bc- rteifcnb, ausweislich der Bekanntmachungen im Grvßperzoglid)en Ivegierungsblott und nachdem die eigentliche Hauptmaste der Tausende von Hektaren umfassenden Flüchen 1. des (Srvßherzoglichen Fiskus, > der Fürstlichen Hauser, Leiningeu, Löwenstein-Wertheim- ?Üo)enbcrg, SolmS-Braunscls, Solms-Hohensolms-Lich, Stol- betg-Wcrnigcwde, Bscnburg-Birstein und 'SicnuurgTübingen, 3. der Gräflichen Häuser Erbach-Erbach, Erbach Fürstenau, Er- bach-Schönberg, Leiningeir-Wesderburg, Schönborn, Solms- Laubach, Stolverg-Lrtenverg-Roßla, Bfenburg-Meerholz und Menburg-Wochtersbach, 1. dec Freiherrlichcn Häuser v. Bibra, v. Torlh, v. und zu Frankenstein, v. Gcmiuingen, v. Günderude, Nordeck zur ^Kabcnau, Ricdesel zu Eisenvach, Sckzenck zu Schweinsverg nnb anderer lwelche insgesamt den Uradel im Großherzogtum Helfen barftcllen), hcreit-3 vorher zu Familien FideiLmmisseN zusammengefaßt war, tm Großherzogtum Hessen folgende Fideikommisse errichtet, ergänzt oder vergrößert: 1858, 1861#, 1860, 1861, 1862, 1863, 1864 keine. 1865. Neu errichtet: Gras von Ingelheim gen. Echter u. Mespelbrunn, in den Gemarkungen: Ober-Erlenbach, Groß- ’larbcn und Rendel. 1866. Neu errichtet: Gras v. WalderSdorff, in den <^'martungen. Moppenhcün, Llarbcn, Pettc«vcil, Vilbel, Graß und Langd. 1867. Neu errichtet: Ludnüg Willich gen. v. Pöllmtz, in der Gemarkung Reinheim. 1868, 1869 reine. 1870. b.jOkt. Vergrößerung: Gräfliches Haus Stolberg- Ortenberg-Roßla: zu Ortenberg, Eckartsborn und ^clstei- leld. 1871 7. Fkln. Errichtung: Freiherr v. Gun de rode: zu Fehrbach uiib Erbenhausen. — 3. Cft. Errichtung: Karl Wil- 11 ch gen. v. Pöllnitz: zu Reinheim (Jlbacher Hof^ 1872. 17. Jan. Vergrößerung: Freiherr Schenck zu S ch w e i n s b c r g: zu Mlfenrod, Nieder Gemünden, Maulbach und Ehringshausen. - 19. Juli. Vergrößerung: Fürstliches Haus zu Ho hcujol ins-Lich: zu Ettingshauien, Eberstaot unb Lich. 1873. 26. Nvv. Vergrößerung: Gräfliches Haus Stoiber g - L r t c n b c r g - R o s; t a: zu Ober-Seemen, Nieder-See- men, Ortenberg, Eaartsborn, Gern haar, Swloerger Wild und Glashütten. 1b<1. 26. März 9leu errichtet: Frech, v. Leonhardt: der Ludwigsbrunnen Ibci Gr.-Äarben. 1875 und 1876 keine. 1877. 5. Jan. Vergrößerung: Frech, v. Leon har di: zu Okarbcn'Ülopvenheun. 1878. 10. Füll. Vergrößerung: Gräfliches Haus Stol- berg-Lrtenberg-Roßla. zu Ober-, Mittel- und Niedcr- Seerncn und llseillwin. 1879 unb 1880 keine. 1881. 15. März. Errichtung und Umgestaltung: Freih. v. LerSner: zu Nieder-Erlcurbach unb Harhüm. 1882, 1883, 1884 und 188-5 keine. 1886. 5. Jan Vergrößerung: Gras v. Waldersborff: zu Ülovvenheim, Okarben, Petterweil und Vilbel. — 27. Febr. Vergrößerung: Freih. Schcnck zu Schweins berg: zuEhrungs Hausen, Maulbach, Nieber-Geinnnden und Rülfenrod. — 20. Lkt. Errrchmng: Marl >l em vf Gießen, zu Gießen und Wieseck. 1887. 19. März. Vergrößerung: Gräfliches Haus Slot- 5 e r g - L r l e n b e r g R o ß l a: zu Tauernheim, Eckartsborn, -ißberg, Mittel-Seemen, Lbcr Seemen, £ rtcitocrg und SelterS. — 11. Nvv. Vergrößerung: Freiherrl. Haus von Gemmingen: zu Franlism-Erumbacy und Nicder-Kainsbach. 1888. 1. sDuü_ Errichmng: Tr. Georg v. Wedekind: u Tarmstadl. — 5. 9iui). Vergrößerung: Freiherr von und zu Frankenstein: zu Friedberg, Ocküaot, und Siraßh.un. 1889. 26. Lkt. Vergrößerung: Freih. v. Leon har di: »u Okarben, jtltin- unb Gwß-Karben. 1890. 4. Jan. Vergrößerung: Frelh. v. Tori tz: zu Neckarsteinach, Hirschhorn, VangciiLbal, Uiucr-SäwnmaUemveg. — 23. Aug. Vergrößerung: Graf Görtz: Bern.K-ausen, Frau- Romvach, Psocdt, Rimbach, Schlitz, Ucilershauien, Gcasl. Görtz- scher Wald Nr. I, II unb VII. — 13. Tcz. Ergänzung unb Vergrößerulig: Freih. v. Bibra: zu Angenrod. 1891 keine. Seche u». 1891. 189-. 19. >zan. Vergrößerung: Freih. Schenck zu vschwcinsberg: zu Burg^peminidcn, Melbach, Berstadt, ^dmxilnain, UtulK. <-Nlmverrcnrod und Nieder Odin.n ,LV. Juli. Ergänzmrg: Gräfiid>es s.xniv Erbach- März Errichtung: Frech, v. Berckheim: zwei oie.ifümnunc: I- Viernheun. tirtcamt. Trösel. Unter „locken, t-ad), Reisen. Mörlenbach, Wold ..'eubeload Lurr E lenbam Ai. io l ter bad', Walken und L lien. li. ohunmcifruaü). £t> . und Un- r, Sens da di. Ober und Unter Flnkeneud - - - .. - e» - ' - -'.MMW V L V U »v * Erbach: zu '.".steibrunn, Erbach, Ernsdam, Leiten-Gesäß Wurz berg unb Zell. — 9. £f‘ ----------- . . . MVUIU, k HieiMUi, LVUij» oCll. — 9. LfL Errichtung: Erven des Prmzen von Veilen: zu AlsoaM, Balkhausen, Jiigeillzeim und 1896. 15. . Errichtung: Frech Hehl . uHerrnS. beim: zti Gnntershauseo Vergrößerung Frech Heol »u H c r in !> b c i in: ,u chinL 'N - >- ILl . beim, PjrNlighetm, Jlursde.m, .Nt.ctn . tlKim u Sm nun 1896. 11. Fel r. Verg. jno Laubath: «u Wenuigs unb Werumg 1897 23. S«t. iktsroseriing:: FürfL. Haus zu Solms- Brau nfels: zu Rieder-Eschbach. 1898 keine. , _ . .. 1899. 20 Jan. Bergrögerung: Grat v. W a lde t sbo r 71: zu Klovvenhetm, Petterweil, Langd und Rodheim. — 10. Aug. Vergrößerung: Fün'tl. Haus Solms-Braunfels: zu Bel- ler-beim. — 29. Sept. Vergrößerung: GesamihauS Erbach: zu Asselbrunn, Bullau, Michelstadt, Rehbach, schöllen- dach, Steinbild», Ober- und Unter-Sensbach. 1900. 25. Lkt. Errichtung: Frech. Norbeck Kur Rabenau: zu Stausenberg-Friedeshausen. — 19. Nov. E^ gärvung: Fürstl. Haus VsenburgzuBübingen: zu Büchel, Büdingen, Hamm-Gründau, Heegheim, Rindcrbügen unb Von- hausen. _ 1901. 19. 9wv. Ergänzung: Gräsl. Haus rsolms-Röbel heim: zu Beienheim, Einartshausen, Fauerbach, Torheim, Heldenbergen, itaiben, Nieder-Florstadt, Robheim, Swmsels. 1902. 24. Dez. Vergrößerung: Freiherr!. Haus Ried- e sc l ; u Eisenhach: zu B.oenbausen, Lauterbach, Retzesdeim, Reid los, Sck>edges, Stockhau-en und Zeitbach. — 12. Tez. Vergrößerung Iler Fibeikommii'se Herrnsheim und Gundcrshausen: Freih. Fehl 5 u Herrnsheim: zu Guntersblum, Gundcrs- bauicn, Viernheim, Lorsch, Lampertheim, Seeheim, Herrnsheim, Tcierftein, Gundersheim und Pfeddersheivu 1903 keine. 1904. 14. Nov. Vergrößerung: Freiherr!. HauS Ried- esel zu Eisenbach: zu Rudlos. 1905. Vergrößerung: Gräkl. HausSchönbvrn-Wiesen- t h e i d: zu Harheim. 1906 keine. 1907. 27. März. Ergänzung und Vergrößerung: Freih. von und zu Frankenstein: zu Altenstadt, Echzell und Unter» Midders heim. — 15. Juni. Ergänzung: Fre.h. v. Torth: zu Unter-Schönmaltenwal). — 3. Dez. Errichtung Freih. von Günderodc: (Jultinianiicher Stamm) zu Lehrbach, Erbenhausen, Tarmstadt. 1908. Vergrößerung: Familie von Willich: zu Reinheim. Deutsches Neich. Berkaus von königlichen Schlössern. Ta5 Ministerium des königlichen Hauses teilt mit, daß der Verkauf des königlichen Schlosses in Eelle nicht geplant ist Pour le mörite. Wte der „Reiä)sanzeiger" meldet, sind ber großbritannische Botschafter James B r Y c e und der Maler John Singer Sargent in London zu auswärtigen Rittern der Orden pour le m4rite für Wissenschaft und Künste ernannt worden. Tie angekündigte Bergbaugesetznovelle ist dem preußischen Slaatsministet zugegangen. Gegen direkte Reichs steuern, insbesondere gegen die Reichneinkommen- oder Vermögenssteuer hat sich gestern bet säch- s ische Fina nz m iniste r in ber sachlichen 2. Kammer ausgesprochen. parlamentarisches aus Hessen. RB. Darmstadt, 25. Jan. In Gegenwart von Staats- Minister Tr. Ewald, Finanzminister Tr. G n a u t h, der Ge- tieünerätc Pückel, Tr. B e ü, Ministerialräte Lorbacher, S üs ser t und Geh. Oberbaurat K l in g el hö sset hat heule öer Finanzausichuk der 2. nammer eine in mana-er Hinsicht recht interessante Generaldebatte über den Justizetat abgehalten. Der Etat criorbert, nie schon srüher bemerkt, bei einer Einnahme von 2 553 000 Mark eine Gesamtausgabe von 5 ‘283 00U Mark. Nachdem Geh. Justi.;rat Abg. Tr. Gutsleis ch ein allgemeines Referat erstattet Izatte und eine Uebersicht über die Zahl und den Stand der Prozesse am Oberlandesgeridit und Landgericht gegeben worden war, nahm Abg. Tr. Liann das Mort. Er beivrach die Frage der festen AnNeliung der Schreib- gel/ilscn, gab hie Vereinigung der Bibliotheken des Oberlandes- gerid-ts, des Landgericbts und der Landgerichte, sowie der Staats- anwaltscl-ast zur nalzeren Erwägung, und ging dann auch auf die Frage der Verwendung dcS sog. Schützer Geldes näher ein. Redner schilderte die manigsachen Unzutruglichkeiten dieser noch aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts stammenden Unsitte der Zahlungsleistung, die durch die jüngst erfolgte neue Prägnng solcher Ncünzen zur Lohnzablung friid) in Erinnerung gebracht worden sei und fragte an, ov nicht gegen die Verwendung dieses „Schützer Geldes" strafrechtlich eingescdritten werden könne. Weiter erörterte ber Rebner die Zulassung der Grasen Erbach in Prozeßsachen zum Armenrechl, woraur von ber Regierung erwidert wurde, daß sie auf die Entfchließung der Gerichte keine Einwirkung aus- üben könne. Im Hinblick auf verschiedene traurige Vorfälle der letzten Zeit, insbesondere die Mordtaten des Studenten Raae in Atainz gab Redner zur Erwägung, ob keine Alöglichkeit vor banden sei, derartige jtriminaliällc zu verhüten, indem solche Per soyen, deren Geineszustand eine ztatastropl-e als wahrscheinlich vermuten läßt, frühzeitig uiücr Beobachtung gestellt werden. Die Regierung verspracl), diese Anregung naher prüfen zu wollen. In der Frage des Schützer Geldes fpracl-en sicb noch mehrere Mitglieder des FinanzausschusfeS stark mißbilligend aus. Staats- Minister Tr. Ewald erklärte dagegen, es lasse sich ftraf- rechtlich nur dann in der Sache etwas uusrichlcn, wenn der Jnstiz- behörde ein Fall angczeigt werde, der gegen den § 115 der Gewerbeordnung verstößt. "Nach diesem Paragraphen könne nur dann eiir geschritten werden, wenn der bestimmte 9tachwcis vorliege, daß die Schlitzer Blechmarken außer an lanbro. auch an gewerbliche Arbeiter als Lohnzahlutig verwendet würden. In der weiteren Debatte wurde noch die desinüive Anstellung solcher Gerichtsassessoren, die eine dauernde Stellung inne haben, in Anregung gebracht. Ter Regieriuigsvertreter legte dagegen die Gründe vor, aus denen sie sich mit Mcksicht auf die gegenwärtige Finanzlage unb die Justizorganii'alion zurzeit nid« zur Sdzasfung neuer definitiver Stellen entschließen könne. Tic Abgg. Brauer und Tr. Weber sprachen Wünsche dahin aus, daß den Lrtsgerichten das Recht zuerteilt werden möchte, bei Mobiltarveraur-erungs-' Verträgen im Werte bis zu 500 Mark rechtliche Protokollierungen vornehmen zu können. Abgg. M 0 l t h a n und Brauer wandten sich amt) gegen die Erhöhung der Änwaltsgebühren. Aus eine 'Jinirage des Abg. M 0 tthan, wann denn nun eigentlich die Fertigstellung des Mainzer I u st i z v a l a ü c S erfolgen würde, man habe früher das Jahr 1907, dann 19U8 und nun wieder einen sehr späten Termin genannt, erwiderte Geh. Cbcrbaurar Klingelhösser, es sei von Ansang an behördlich das Jahr 1910 in Aussicht genommen gewesen und der Bau werde auch ani 1. 'Jlpril 1910 fertig werden. Da in der Debatte auch die un neuen Etat für die innere Einrichtung des Mainzer JustizgebäudeS und des Provinzialarresthauses angetorberte Summe von 596 000 Mark als hoch bezeichnet wurde, gab derselbe Regierungsvertreter eine eingehende lacblidx TarftcLlnng und Bereckmung, worauf die Bedenken gegen die Höhe ber Forderung fallen gelassen würben. Aus Statt mit Laut. Gtesteu, 2V. Januar 1909. ** Tage skaten ber für TtenStag, 26. Jan.: Stab!» t h e a t e r: „Tie Schmuggler." Anfang 8 Uhr. Konzert der Tiroler Raf.onal-Säuger- und Tänzer-Truppe T' U n I c r - I n n t a l e v im polet 0 ya t. 'Anfang 8 Uhr. ** Kommerzienrat Koch j. Heute nacht starb nach längerem schwcicn Leiden einer dec besten Bürger Gießens, Kommerzienrat Friedrich Koch, der Ecntorchef der Firma Koch L Eichenauer. Der Aerstorbenc ist am 10. Mai 1836 11 dem damals hessischen Städtchen Böhl, wo fein Vater Laub» lichter gewesen war, geboren, erreichte also ein Alter von nahezu .3 Jahren. Sem Heben war voll von.Mühe unb Arbeit, ober auch re ch an Erfolgen und galt zum großen Lei! ber | Allgemeinheit. Seil 1862 war er als selbständiger Stauf» mann unb Fabrikant hier ansässig unb 32 Jahre lang gehörte ec ber Handelskammer als Mitglted an. Seine Kenntnisse und seine berufüche Tüchtigkeit wurden Vktanlassnnr, daß ihn die Kammer 1885 zum stellvertretenden unb 1888 zum ersten Vorsitzenden wählte. In dieser Stellung entfaltete er eine eifrige unb fruchtbrmgcnbe Tätigkeit, namentlich auf bem Gebiete dcS Verkehrswesens — er war 25 Jahre lang Mitglied des BezirtSeifenbahnrateS zu Frank- :urt unb längere Zeit gehörte er auch den (rifenbahiirälen zu Hannover unb Köln an —, in Zoll- unb 6 teuer fragen. Kommerzienrat Koch war treuer Anhänger der freisinnigen Partei unb ist namentlich in früheren Jahren für seine pol.- tische Ueberzeugung agitatorisch tätig gewesen. Eine allezeit hilfsbereite, liebenswürdige unb bescheidene Persönlichkeit von lauterem Charakter ist mit ihm dahingcgangen, deren Andenken allezeit in hohen Ehren bleiben wird. •• Vom Gr ostherz oglichen Hose. Am Sonntag nachmittag 4 Uhr war, n. b. »Tarmst. Ztg.*, eint größere Anzahl von Herren und Tarnen der Hofgejellschail mit ihren Kindern von den Großh. Herrschaften in3 Neue PalaiS geladen, wo Generalintendant v. Posiart auS München eine Reihe von Märchen unb Erzählungen zum Vortrag brachte. Nach bem Vortrag nahmen die Herrschasten mit ihren Gälten den Tee. Am Nlontag abend 10 Uhr 44 Min. reifte Se. Kgl. Hoh. der Großherzog nach Berlin. Irn Gefolge befanden sich Major Freiherr v. Schauroth, Riitmeister Freiherr v. Maffenbach und Oberleutnant v Schröder. Tie Ankunft in Berlin erfolgt heute vormittag 10 Uhr 46 Minuten Potsdamer Bahnhof. ** I u st i z p e r s 0 n a l i c n. S. K. H. der Großherzog haben1 dem Amtsrichter bei hem Amtsgericht Michelstadt H. N 0 a d den, Charakter als AmtsgerichtSrat erteilt. — Ernannt wurde bet Gerichtsvollzieher mit bem Amtssitze in Herbstein Wilh. Nebeck zum Gerichtsvollzieher mit bem Amtssitz in Büdingen. •* Lehrer Personalien. Bestätigt wurde die vow dem Kreisrat zu Offenbach unb bem Gemeinderat zu Seligen- (labt auf eme Lehrcrinslclle an der Gemcinbeschule zu Seligenstadt präsentierte Schulamtsaspiranttn Katharine Pirols auS Seligenstadt für diese Stelle. ** Nuhestandsversetzung. S. Ä. H. der Großherzogs haben bem F^rstwart bet Komniunalsorstwartei Göbelnrod (Cber* iorftcrei Grünberg) Aug. Kappes zu Göbelnrod aus Anlaß seiner mit Wirkung vom 1. Fcbr. 1909 an erfolgenden Versetzung in den Ruhestand den Charakter als Förster verliehen. LU. Lanbesun tverjität. Dem Dr. phil. 5tegfrieb Becher, Assistent am zoologischen Institut, unb dem Dr. phil. Gerhard Böhmer, Assistent am lanbivirtschasllichen Institut wurde die venia legendi unb zwar dem ersteren für bas Jach der Zoologie unb dem letzteren für baS der Landivirtichast erteilt. Dr. BechcrS Habilitationsschrift lautet: „Tie Stanimesgeschichte der Seewalzen^ und bie Tr. Böhmer»: , lieber die Systematik ber Hascrsorten sowie über einige züchterisch wichtige Eigenschaften ber Haferrispe". " SlaifcrS Geburtstag bei unserer Garnison^ Am Vorabend des Geburtstages S. M. des Kaisers finbet heute abend großer Zapfen st reich statt. Er geht unter Führung des Oberleutnants v. Bocltzig durch die Licher Straße, Moltkestraße, Scnckenbergstraße, Schloßgasse, Sonnenitraße, Selterswcg, Frankfurter Straße biß zur Wohnung bei Rcgtmcnts-KommaubcurS unb durch die 3üb-9lnlage, Kaisi - Allee nach der neuen Kaserne zurück. Am 27. morgens vt großes Wecken, bas Leutnant Firmenich sührt. Um 8 Uhj wirb ein Choral durch Hobotstcn des Regiments 00m Tmnl der Stadtktiche geblasen. Im Anschluß an den evangelische, und katholischen Gottesdienst finbet gegen 11.30 Uhr ani OswaldSgcirten große Parade mit einer Ansprache dcS Re- gimentS-KommaiidcurS und anschließenver großer Parole-^ auSgnbc statt. Darauf werden die Jahnen des Regiments, durch die mit beut Schießabzeichen der Letbregimenter au> gezeichnete Lcibkompagnic unter Führung ihres Chefs, Haupts mann Stephan, in die Wohnung deS Regiments-Kommau- deurs zurückgebracht. Um 4 Uhr nachtmttagS vereinigt sich das OffizierkorpS des Regiments mit geladenen Reierv.- ofstziercn zu einem Festessen in: Offizier - Kasino. Bei dieser Gelegciiheit wirb Oberst v. Müller deS Hohen Chefs an seinem 50jährigen Geburtstage gebenden und den treuesten! Wünschen seines Hessischen LeibregmieulS Ausdruck geben. — 2lbenbS feiern die Kompagnien in den verichledensten Lokalitäten der Stabt unb kommen hierbei, nachdem der Bebentung deS TageS in wüibtger Weise gedacht ist, Spiel unb Tanz zu ihrem Recht. Hoffen wir, daß unser HcisischeS Kaiserregiment sich wie bisher, so auch un neuen Lebensjahr seines ChesS besten Zufriedenheit m vollem Blaße erringen wird. ! • • Postblenst an Kaisers GcburtSlag. T»S Postschaltcr sind morgen (27.) nur in demselben Umfange wie an Sonntagen geöffnet, auch finbet nur eine einmalige Briefbestellung unb keine Paket- unb Geldbestellung statt. Die RcichSbank ist morgen mittag von 12 Uhr ab geschlossen. • • Studentische Unterrichtskurse für Arbeiter unb Unierbcaiute. Der Uiiterricht fällt am Dllttwoch (Kaifi 3 Geburtstag) aus. Tie oberste Rechenklastc (Leiter: studJ Jung) hat basur am Freitag, 29. Januar, Unterricht. • • Zur Frauenbewegung. Auf Einladung der FrauenrechtSschutzstelle fand Freitag nachmittag im Hote» Schütz eine Vcrfamml uug statt, in der die Gründung einer Ortsgruppe beS AUgememen deutschen Frauenoerems beschlosten wurde und mehr als 50 Tanten sich sogleich o'.l Mitglieder emzeichneten. Ter Allgemeine deutsche Frauen- oerem, dessen Vorsitzende Helene Lange ist, ichließt m sei» Programm jede Bestrebung em, die ans eine freie soziale Wirk- laiuteit bet Frau unb ihre volle PersSnlichkeilsentfaltung gerichtet ist, unb will bemgemäß im einzelnen die Mitglieder nicht aus bestimmte Prinzipien verpflichten. Bei den geplanten monatlichen Zusammenkünsten der Ortsgruppe wird weiteren Kreisen Gelegenheit 311 näherer Bekanntschaft mit den Zielen des Vereins unb zum Beitritt gegeben werben. *♦ lieber das Innere ber Erdc unb bie Hcbun- ihrer Schätze iprad) gestern abenb in der Turnhalle an der Eteimtraße Tivlorn Ingenieur Fritz Tunfiev aus Frantenl-au en ;um Besten dce Sjinicrblicbencn bet bei Radbvd Beriingtüctiev rot sehr fchwacv besetztem Saale. Ter Vorlragcnae gab in groben 3ügcn einen Uebcrbim üb^r Enlstchung und UTttwidiung ber l rbe uno ihrer wefentlichsteu aiwrgamiüxn Vrobukie, der durch Licht- bilber veramchau. ,t wurde. Im weiteren Verlaus des kMK* :cageS iduWeru N. n.r bann tie Anlage und den Betrieb eines "toyen Kohlenbergwerkes, wobei er auch auf die Ursache uni? t'n* nunglüct £ m sprechen Iain, rei nuöiubitc. Daß es wohi überhaupt unmöglicy ser, btii iDirtiiai« Grund dxr ErpUn'ion zu criahren, baß es aber stchcrligj keina morden. Die 32er Hochbehälter kommt auf die Anhöhe hinter der Kirche. Ms Pumpwerk werden die Maschinen der Molkerei benutzt. De Wasserleitung ist zu rund 50 000 Mk. veranschlagt und fall bis Sommer vollendet sein. Auch mit dem Gedanken — Kleine Chronik aus Äunit u n D Wissenschaft. Die Ausschinückungskommissioil des Reichstages trat abermals 'zu einer Sitzung zusammen. An dem bereits gefaßten Beschluß, die Jankfchen Bilder zu bezahlen, sie aber nicht wieder un Sitzungssaal anzubringen, wurde iiichts geändert. Im übiigen waren die Verhandlungen der Komifsion vertraulich. — Ter bekannte Orientnialer Bisoo'ist am SamLtag in i)lom gestorben. — In Aschaffenburg ist am 22 ds. der ordentliche Professor der Chemie a. D. der Teschuischen Hochschule zu Ai ü n ch e n, Dr. E. Erlenmeyer inr Aller von 83 Jahren gestorben. ScotlS Emulsion gibt wirklich dem Schwachen und Müden die beste Hilfe, indem sie ihn befähigt, sich selbst zu helfen. Das heißt mit anderen Worlen, Scotts Emulsion kräftigt bald den ganzen Körper, regelt die Verdauung und regt den 9lppetit an, so daß der Körper in doppelter Weise gestärkt wirb, und zwar sowohl dlirch Scotts Emulsion selbst, als auch durch die infolge des gehobenen 2lppcht5 vermehrte Kleine Tagcöckronlk. Den Erzherzogen Joseph Ferdinand und H s-. «< r t ch gelang es als die Ersten, die Nordkette der Zentralalpen, ba< Karwendelgebirge, i m L u f t b a l l o n z u überlahren. Bei dem gestrigen Aufstieg mit dem Ballon „Salzburg" flogen fte zunächst ins Juntal bis nach Schwaz, dann in einer Hohe von 2700 Meterii über den Bettelwürf und landeten im Gieseiibacher Tal bei Scharnitz an der bäuerischen Grenze. O Muschenheim, 24. Jan. _ Unsere Wasser- luitung ist im Bau begriffen. Die gefundenen Quellen sind scv ergiebig, daß mindestens 4—5 Dörfer mit Wasser versorgt werden könnten. Birklar beabsichtigt sich anzuschließcn. besuchte und seitdem verschwunden ist. *♦ Preisgekrönter Kanarienzüchter. Auf der Allgemeinen und Bundes-Kanarien-Ausstellun g, der süßten, die bis jetzt stattfand und bei der 94 Stämme und j-;6 Vögel ausgestellt waren, erhielt der Züchter Karl )>ü nermund-Gießen auf seine Selbstzucht die große silberne Medaille und einen wertvollen Ehrenpreis. --- Albach, 24. Jan. Der Volkssängerbund ,'Lhattia" feiert am 27. Juni d. I. hier fein zweites Gundesfest, mit dem der Gesangverein „Sänger kränz* feine Fahnenweihe verbindet. Tie Lieferung der Fahne is'l der Fahnenanfabrik M. Hisgen & Ko. in Lieh übertragen Msspricht. , ** Ihre goldene Hochzeit und den 91. Geburtstag eierten Karl und Margaretha Retter, geb. Hofmann. •• Diebstahl. Einem Portier in den Kliniken »urde gestern morgen aus seiner Tischschublade mittelst Rach- Müssels eine eiserne Kassette mit ca. 50 Alk. Inhalt gestohlen. Qec Verdacht lenkt sich auf einen gewissen Werner, der früher 115 Wärter in der Klinik tätig war, den Portier gestern morgen Märkte. Gießen, 26. Januar. SDiuruoericht. Auf heutigem Wocken- ntentte kostete: Butler vr. Pfd. 0.90—1.00 Alk., Hühnereier 1 St. 8-9 Pfg., Käse pr. Sl. 6—8 Pf., Käfematte 2 St. 5—6 Pfg^ Erbsen p. Pfd. 18—24 Pia.. Linien v. Pfd. 25—40 Pfg., Tauben pr. Pr. 0,80-1,00 Alk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Alk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Gänse vr. Pid. 60—70 Pf., Enten pr. Stück 1,80 bis 2,20 Wit., Öchsensleisch vr. Pfd. 76—84 P'g., Kuh- und Rindfleifch pr. Pfund 70—80 Pfg., Schweinefleisch vr. Pfund 80— 90 Psg., Sclnveinesleisch, gesalzen, pr. Pfd. 90 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—78 Pig., Hannnelsleisch pr. Pfd. 60—80 Pfg. Kariosseln pr. 100 Kg. 5.50—6.00 Alk., Zwiebeln pr. Ztr. 6,00—8,00 Alk., Milch per Liter 20 Pfg., Weißkraut per Stück 10-15 Pfg., per Zentner Mk. 0.00—0.00. — Aepfcl per Ztr. 8—10 Alk., Birnen per Ztr. 10—15 Alk. Nüsse 100 Stück 50—00 Pfg., per Ztr. 0—00 Alk. Marktzeit von 8—2 Uhr. fc. Frankfurt a. M., 26. Jan. veu- uno Strohmarkt. Angeiahren waren 18 Wagen Hell und 3 Wagen Stroh. Bezahlt wurde für Heu Alk. 3.60—3.80, für Stroh (Kornlangstroh) Alk. 2.50-2.70, Dlaschinenslroh Alk. 0.00. Tie Zufuhren waren aus den Kreisen Büdingen und Tieburg. Ter Alarkt war bet lebhaslester Nachfrage schnell geräumt. Tendenz fest. — Kartoffel markt-Bericht dom 25. Januar 1909. Friedberg < Hessen): Rote Sorte Alk. 2.0)- 2.10, Magnum bomnn 2.25-2.40, weiße runde 2.00—2.20, Gelbsleischige, blaue, 2L5 bis 2.35, weiße 0.00-0.00. Frankfurt a. M.: Rote Sorte Alk. 2.10—0.00, Magnum bomnn 2.40-0.00, weiße runde 2.20-0.00, Gelbsleischige,blaue,'2.25-0.00, weipe 2.60. Wiesbadeu: Magnum bonum 2.50, weiße runde 2.50, Gelbsleischige tote 0.00. Ai a n n- h eim: Aiaguum bomnn Mk. 2.35—2.50, weiße runde 0.00, Gelb- fleischl c bläue 0.00 bis 0.00, weiße 3.25—3.50. Köln: Rote Taber 0.00-0.00, Magnum bonum 2.50-2.90, weiße runde 0.00, Gelbsleischige blaue 2.70-2.75, rote 0.00-0.00, weiße 0.00 - 0 00. Dortmund: Rote Taber 0.00 - 0.00, andere rote Sorten 0.00 bis 0.00, Magnum bonum 2.90-0.00, weiße runde 2.30—0.00, Gelbsleischige blaue 0.00—0.00, rote 3.40-0.00, weiße 3.80-0.00. Krefeld: Rote Taber - k. 0.00—0.00, andere rote Sorten 0.00 - 0.00, Magnum bonum 0.00—0.00, weiße runde 0.00—0.00, Gelbfl. blaue 0.00-0.00, rote 0.00—0 00. S a f f i g - P l a t d t: Rote Taber 3.00—0.00, andere rote Sorten 0.00 - 0.00, Magnum bonum 2.80—0.00, weiße runde 2.60-0.00. Gelbsleischige, blaue 0.00 bis 0.00, rote 0.00—0.00, weiße 0 00—0.00. Saarlouis: Rote Taber 0.00-0.00, andere roie Sorten 0.00—0 00, Magnum bonum 0 00- 0.00, weiße runde 0.00-0.00. Gelbfleischige, blaue 0.00 bis u 00, rote 0.00—0.00, weiße 0.00-0 00. Frank ent Hal (Pfalz): Rote Sorten 2.20-0.00, Magnum bonum 2.30—0.00, weiße runde 2.15-0.00, Gelbfleischige blaue 3.00-0.00, rote 3.00-0.00, weiße 3.00-0.00. Kempen: Role Taber 0.00 - 0.00, andere rote Sorten 3.20—0.00, Magnum bonum 0.00-0.00, weiße runde 2.50-0.00, Gelbfleischige'blaue 0.00.-0.00, rote 0.00-0.00, weiße 0.00-0.00. München: Aiaguum bonum 2.35, weiße runde 0.00. Gelbsleischige blaue 0.00-0.00, rote 0.00-0.00, weiße 2.25-0.00. Regensburg: Rote Sorten 0.00-0.00, Magnum bonum 0.00. 0.00-0.00. (Alles per 50 Kgr.) Nur echt mit dieser Marte—demFischer — dem Garantie» zcichrn bei Scott» tujeu DcrsahreuSl ö ©■/ . Rttrtfiet 9JltBtMnal«Vebcrtren 150,0. prtmo DlvzeNn bO,O, unttrphoxiDhorinfaurer v.aik 4,8 tintcrphotuboitn aurcö Diatron \M vulv Tragani 3.0. feinflcr aiab Gummi pult). 2.<‘. bcfliU iißass.r 12'JA) Jltohol 11,0 Hierzu arrmar-fdit vmufsio» mit -iimr-. WanbM un- n'onltbfriaol K 1 T'vvien. tnt Interesse der Ausbildung seiner Kinder in die Stadt will, dieser Schritt in Zukunft zur Unmöglichkeit gemacht, und die Anwartschaft auf städtische Lchrcrstellen wird mit Rücksicht auf den Stadtsäckel ein Monopol für jüngere Lehrkräfte. Rod heim a. d. B., 24. Jan. Die freiwillige Feuerwehr hielt gestern abend bet Gastwirt K. Schlierbach eine Abendunterhaltung ab. Kommandant H. Bender gedachte Sr. Mas. des Kaisers, der in diesen Tagen feinen 50. Geburtstag feiert, und forderte zu einem dreifachen Hoch auf, dem die Kaiserhymne folgte. An Kurzweil fehlte eS dann nicht. -s- Hermann st ein, 24. Jan. Der Gesangverein „Eintracht" blickt aus ein 25jährigeS Bestehen zurück Mnstaubexvlosion gewesen fein tonne, da sonst die Verschalung - Stollen unbedingt mit einer Koksschicht überzogen sein müsse am — Der Vortragende erntete mit seinen interessanten nsführitnqen reichen Beifall, dem wir uns, soweit et den Vor- (11 selbst betrifft, ebenfalls gern anschließen. Hinsichtlich der Der wäre es wünschenswert, wenn bei ihrer Auswahl nut grotze- . Vorsicht zu Werke gegangen würde und Bilder wegblieben, die un Stile der Schauerromane nur der Sensationslust dienen. Es uiö ja nur ein paar, aber hier ist auch nur eins schon viel Rahiuugsausnahme. Scans ikmulfton roiro von uns ausichltehilck im fltofien oertaurt unb jwar nie lose noch (Dcioidu ober Mai; lonbcrn nur in üerfirgeuen Originalfiaichen in Station mit unterer Schutzmarke ,Facher mU dem Dorsch), ©coli u. Bowne, w. m. Ut,b 32 ft-, a*‘.r«ng liefet ebnM el)?‘vefen6 ' nQIN- y d-n Sm* Soll. luib l "htilti 5«brtn MlkL.S"? w5 *•*£ ft xi- teilte & ) ®efo! ' ^°lh, 9liitineifler9? m ° Echtöde, lllQ9 10 Uhr 46 3)Hnutcr_ • 7 r Ernannt tomiv v» « vnbitein Bilh.N eb^ M in Tübingen.9 " ^ejiätiqt wurde die dou m®emeinbei<ü zu Eelim. Smemdeschule 3u Seligen, tnlIn Kathanne Pirols - ?• Ä. Ö. bet Großhencs loritroartei Göbelnrod (Llw -u Göbelnrod aus An!:; )9 an erfolgenden ^erfeßin; Förster verliehen. 2ein Dr. phü. Ziegsriß en Institut, und dem Dl it am landivirtichastlichri ndi und zwar dein erstktti dem letzteren für da? M - Habilitationsschrift lautet: Ijen1 und die Tr. Böhmer:: rjorten sowie über einijt )et haflrrispe^. bei unserer GarnisSL c. M. des Kaisers fick :eich statt. Er geht unk Bocltzig durch die Lch iraße, Lchloßgasse, Sonnn. rave bis zur Ächtung bt H bie Süb'flnfagtf M ick. Am 27. ntorgenS rmenid) fuhrt. Um 8 Uli Negimerts w Stau MH on den rvangetW inbet gegen 11.30 Ul)U4 ut einer Ansprache desM blicöcnöec großer die Fahnen des Regimes n der Leibregmicnter ony lihrung ihres Ws, HM g des Aegiments-üo»""" ?nachimWs vereinigt PH - m;t ßelobenffl im Offizier * Ka|mo.^ -"E l'ttS un*# , nur • * einnwlU, •Ä& «S i _ liniert'^1' u statt, tn Frauen^ Friedenau-Berlin, Friederich Wilhelmplatz 13, den 8. Januar 190J „Alein Töchterchen Gleichen war un Aller von 1 Jahr noch so schwach und zart, daß es ausjah, wie em Kind von einem halben Aaljre. Tic Kleine konnte weder sitzen noch stehen, und keine Nahr- nna wollte bei ihr bleiben. Ter Appetit schwand immer mehr, so bau ich schließlich genöiigt war, bem Kinde em KrailigungsmirtA ,u geben. Ich veriuchie es nut Scotts Emulsion und sah, daß schon nach Verbrauch Der erste« Flasche cm ganz anderes lieben tn b;e kleine kam. Das Minb begann sich auf die Beinchen zu stellen, sing wieder an Appelii zu bekommen und ivurbe nach Gebrauch mehrerer Flaschcii ganz umgewandelt. Heule ißt es jede Lpelfe, ihm voraejetzt imrb, mit großenr Appeut, sieht vorzüglich aus und macht auch schon vielverjprechenbe Gehversuche." (gez-) Frau Jorfchick. Im eoangeI. Arbeiterverein brachte der vor- e irige Unt e r h a Itu n g 8 a b e n d da? soziale Schauspiel M Friedrich »Die Söhne des Arbeiters^. Die Aus- ii srung war recht gelungen, nicht nur durch geschickte Regie, vidern auch dadurch, daß sämtliche Darsteller ihre Rollen iihtig aufgcfaßt und auch fleißig geübt halten. TaS Zu- und gedenkt am 11. Juli diesen Tag festlich zu begehen. Der a nmenfpiei klappte vorzüglich, der Souffleur brauchte an sehr starke Verein hatte in diesem Zeitraum nur zwei Din- mer Stelle einzugreifen. Ein gut geschiiltcs Dilletanten- gcnten gehabt, nämlich Musiker Gorr-(euchelhcim und Lehrer - .chesier (Mitglieder und Freunde des Verein?) hielt vor Menz dahier, der dem Verein heute noch vorsteht, guainn der Aufführung und während der Pausen das HauS *♦ Kleine Mit teilen acr -''s He s ien und den ongenetact Stimmung. M'hrsach SeÄta “urbf ein'5” uÄ-7eU Ä oc-lrieb. Er wäre besser auf die Pausen beschrankt geblieben, vermutlich hat in der kalten Zeit ein Mann dort Schutz und Nacht- — Deutsche Landschaften zeigt in 45 Reproduk- quartier gesucht und ist dann durch die ausströmenden Kohlengase 2nen die gegenwärtige Bilderausstellung in der Lese- erstickt und dann verbrannt — Der achtzehn Jahre alte Fabrik- >laillmorqen, Overbeck, Volkmann, Madersohn, HanS am I ------ --------- — - — == ämbe Rüdisühli. — Von älteren Meistern ist Ludwig Richter mit 4 seiner besten Gaben — Brautzug, Abendlandschaft, T. Hungen, 25. Jan. Das Schöfsengericht verhandelte K iesengcbirge, Schreckenstein — beteiligt. heute gegen 5 russische beM galizische Arbeiter, dre •• «etfammlung von Eisenbahnbcdiensteten. sicham 20. Tczembcr in emer SBirtiW auf der Grnb^FMt>vich . s. 9a c?An,mr taate hier in der Restauration schwere Ausschreitungen zu Schulden kommen ließen. i.ie Angc- ?, nt £“!9nb n 5 - Z ?s ° i , t - R C r l a m M U n a des klagten wurden aus der Untersuchungshaft vorgeführt, in der sie ji« Stadt Kassel die Delegierten-Versammlungdes I M 5 Wochen befinden. Die 3 stündige Beweisaufnahme ZezirkS Frankfurt von dem Verband Deuticher ntrollt ein an höchst gefährlichen Situationen reiches Bild und bwhn-Handwerker und -Arbeiter (Sitz -briet, 55000 Mit- oeranschaulicht die Gefahr, von der l>arm'lose Leute auf der Grube gl feder). ES waren vertreten Frankfurt, Hanau, Limbiirg, Don ausländischen, namentlich russischen Arbeitern oft bedroht I L ktzdorf, Bruche, Fulda und Gießen, mehrere kleine Orte 5 Mmm sind wegen Haussiüedensbmchs und schwerer iv acen entschuldigt. Von den einzelnen OrtSveceinen wurden Körperverletzung, Sachbeschädigung und Diebstahl angeklagt. Es । -le ginträac aestellt, die Lohn- und Krankenkassenverhält-1 war von ihnen am Nachmittag des genannten -tagc8 bekannt gc- rilc betrafen Alle Forderungen, die die moderne Arbeiter- geben worden, daß am Mcnd ^ü^Schlägerei vor sich gehen 1 iazen unterbreitet werden. Bei einlchneibenden prägen sollen to^Tenb yie in der Kantine unter gebracht sind. (Die Kan- ■ öiie betreffenden Ortsoereine nut gedrucktem Material den I ^ne ^ofludet sich in einer großen Arbeitskaserne auf dem Fabrik- j L,ündtagSabgeordneten auswarten und letztere gebeten werden, grulü)t-iüd bcr ^ube.) Von den mitgeschädigten Zeugen B. wird den Parlamenten für unsere Sache einzutreten. Ganz be- angelronnnen, daß die Schlägerei aus §mß gegen ihn ober seine anders lebhaft wurde die Diskussion wegen dcr Reugründung Wirtschaft inszeniert worden sei, jedoch Läßt der Zeugenverhör aas fonenannten Zcntralverbandes deutscher Eisenbahn-Hand- eine solche Annahme nicht gerechtfertigt erscheinen. Die Zengcn- veinr. Herzberger ftubrunternebmer. Vd6etffrnhe 3. !r 100 Mark abAUgeben. »21 Kaiser-Allee 14 Hth. Der Patent- Doppclschnellhelz"r tft an ledern Ölen anwendbar, erspart circa 50% Lohlen bei gleichem Heizeffckt- 1311 Preis 20 - bis 24 - Mk. 3tn Gebrauch anAuleben Neuenweg 20 Wilhelm Dürberk. Dvezialgefch. GklkNknheits-K-uis! M°b^PianinoM^ sind preiswert mit Anzahlung au verkaufen oder Miet--Vertrage darüber abzufchliekren. Näb- bei E Kruse. Aiterweg 47. 1300 Umstände halber ist j 11 der Neuzeit angemessen, in bester Lage OttehenS, zu verknusen. Schrittl. Angebote unier 0308 p.d.ÄekchästSst. d. Gies,. Anz. erb. flrtnnhrh kleingemacht, zu ver- ^rrnuijßi^ kaufen. (0196 C. 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