I K78 M breit N- ik’sche, >n Weck, nander. arat egenwart zzz: iessen isse 4. en detail Preislisten mit 3103 WM meinbeiml pw 1909/10 bet Ware daß 30 bit ,ren muß bei Irodentra K geschehen. W -zum 30. d.W.°- D\ felpfläff unrßehlt ser .*s 10pfd.^ . pfd. 58 ktz ielade Qualitäten 1 160 180» itwei" FL !■" .0 FL 90 ktß- 10 9,70 * Pld- 4 f 1,8® 2,** initf®* Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. fattn doch wohl nurnoch in Frage kommen, den größeren Besitz-! Zentrums und der Konservativen stQterproiekten der Mehrheit ernstlich näher zu treten und ihnen | sonderliche Erregung E^^lichst zweckmäßige Geftalymg, zu geben. , (£in and^es^Gestcht reiate das n Widerspruch laut, aber ohne Eine zweischneidige Steuer. Man ist noch vielfach der Meinung, daß die größten Betriebe im allgemeinen auch den höchsten Nutzen ab-- werfen. Tiefe Erwägung wurde mit vorgeschützt, als die Rumpfkonimission des Reichstages sich zur Ausnahme eines Mühlenumsatzsteuer-Antraycs in das Finanzgesetz entschloß, welcher in diesen Tagen un Plenum des Reichstages zur Verhandlung gelangt. 2er deutlich ersichtliche Zweck dieser Steuer ist der, die größeren und größten Mühlenbetrieba mit enormen Steuern zu belasten. Man meint, das wäre nicht mehr als recht und billig in Anbetracht der hohen Tividende, die diese Betriebe ihren Aktionären einbrächten^ von dem Ruin der mittleren und kleineren Handels- uni>, Lohnmühlen, der durch die Großbetriebe herbeigeführt werde, gar nicht zu reden. Ern anderes Gesicht zeigte das Haus während der nachfolgenden x t en -9- Sieg. Es war von besonderem taktischen Wert, daß die Nationalliberalen diesen „Agrarier" zu ihrem Sprecher erwählt hatten. Denn dadurch wurde das Märchen, daß es sich bei der Erbschaftssteuer um tue Frqge f ü r oder gegen b i c ■r^toTrtiu aufs Schlagendste widerlegt. Unter stü! Beifall der Linken, in den sich auch starke Zustimmung von der Reichspartei mischte, redete Herr Sieg seinen Berufs-' gertönen auf der Rechten ins Gewissen. Die Beseitigung der Kotierungssteuer und, die Annahme der Erbschaftssteuer fordere grade im Interesse eines Znsammenhaltcns von Groß- und Klemgrundbesitz; und in diesem Zusammenhang kennzeichnete er vas Verhalten des Grafen Westarp, der mit den Stimmen der liberalen als deutscher Kandidat gegen die Polen gewählt, nunmehr mrt dieser Partei zusammengehe.. Große Beivegung ging durch das Haus, als der nationalliberale Redner das Gebiet der auswärtigen Politik streifte und den Konservativen zum Vorwurf maaste daß ste einen Kanzler, dem nicht nur die Landwirtschaft so viel zu verdanken habe, sondern dessen Politik die Sickerung des Friedens bedeute, notwendigerivelse zum Rücktritt nötigten : und lauter Beifall erscholl, als er als östlicher Grenzbewohner dem Kanzler und dem Kaiser den Tmt* * aussprach, dafür, daß es rhm gelungen sei, die guten Beziehungen mit Rußland wieder herzustellen. Was man behauptet, das sollte man auch beweisen hinten; jedenfalls hätte die rstumpfkommission die Pflicht gehabt, den Steueran.rag vor der Annahme einer gründlichen Prüfung tzu unterziehen. Zu einer Annahme hätte, es überhaupt nicht kommen können. Die Fixigkeit der Rumpfkommission, indirekte Steuern auszufinden und das Bedürfnis direkter Steuern negieren zu tonnen, hat ja in der Presse zumeist eine vernichtende Kritik gefunden, eine solche ist aber besonders am Platze, wenn man sich fragt, wie die Kommission eigentlich dazu gekommen ist, die M ü h l e n u m s a tz st e u e r anzunehmen. — Man behauptet, daß der übermäßige Verdienst der großen Mühlendetriebe einer stärkeren Besteuerung unterzogen werden solle und könne. Das ließe sick) so glatt bewerkstelligen, daß nicht' einmal die Mehlpreise steigen würden! — Solche Behauptungen zeugen von einer unglaublichen Unkenntnis der Rentabilitätsverhällnifse in der Müllerei. Ein Blick in die Statistik der Deutschen Mühlen-Akrien-Gesellschaften zeigt wie es damit bestellt ist. Von 74 darin angeführten Betrieben haben im Verlauf der letzten 10 Jahre 13 du^ch-. chmttlich überhaupt keine Dividende zahlen können 10 Betriebe zahlten Bruchteile von 1 Proz., 4 Betriebe 1—2 Pro; L 1 3—4 Iroz, 5 4-5 Proz. Das sind also •iöetrieAe, h- Zerade die Hälfte. Nur 2 von den 74 Aktienmuhlen konnten 10,8 Proz. Dividende zur Ausrahluna bringen. Bet den übrigen schwankte der Prozentsatz vom 0—0-2 Proz. Zudem waren die beiden sich am bestes! NUN? Die"„Freisinnige ^Zeitung" "schreibt"': ^schehen muß etwas Mit der gestrigen endgültigen Ablehnung der Erb- Ä„ 'tüat der Regierung Es ist mimöglich, daß die verbündeten anfallsteuer im Reichstage hat es sich entschieden daß die tiDK ^S^tonJc^r ®e.Iüften des neuen Blocks bisherige konservativ-kterikal-polnische Mehrheit Siegerin ae- Ser ^^Manzler nicht nur sachlich, sondern blieben^ Siegerin über be ^ruckwetchen darf für ihn nicht Linke. ^-te Pmckeieit der Linken, unter Einschluß $er Na- Die „Börsenzeitung" drückt aus, daß ein eventueller Rück- twxiatttiexaten hatten erklärt, daß sie einer Finanzreform tritt des Reichskanzlers keine Lösung des inneren Konfliktes ohne die Erbschaftssteuer nicht zustimmen würden; somit drmge, da Fürst Bülow bei all seinem Tun in dm letzten Atonalen werden Konservative, Zentrum und Polen die Finanzreform £! den Verbündeten Regierungen einen Rückhalt hatte. Das allein machen. Es fragt sich jetzt nur, was die Reichs- ^lut, .von zwei Uebeln, Beugung unter das kaudinische regierung, was Bülow tun werden! Werden sie diese Miß- Mehrheit und Auslösung, äs neigt sein, so etNxis zu befurchten, denn die gestrigen Er- des Erbschaftssteuergesetzes macht die Bahn frei für ein schnettes klarungen Sydows waren recht matt. Von einem Unan- und erfolgreiches Weiterarbeiten an dem wichtigen, schweren Werke nehmbar war keine Rede, und Bülow schwieg sich aus. der mnauzresorm. Es steht nun bei Regierung und Liberalen, Er wartete nicht einmal die Mstimmung ab. Zn den ^klärsten Situation die richtigen Konsequenzen zu ziehen. Kreisen der neuen Mehrheit sowohl wie in den Kreisen Verhandlungen sind nicht mehr notwendig. Eine des Reichskanzlers verlautet denn auch, daß Fürst Bülow eswollm lvarn bte m betracht kommenden Faktoren « 0 f iJenfe. Der Retck)skanzler, so versickern seine Liberalismus Abschied ober Auflösung. Der Sieg der Rechten Freunde, soll zwar nach wie vor an der Ueberzeugung war vollkommen. Die Krisis aber ist durch ihn akut geworden festhalten, daß an eine Finanzreform ohne Erbschaftsbe- Der „Vorwärts" verlangt die Auflösung, damit die Volkssteuerung und ohne die Mitwirkung der Liberalen er nichts mafjenjelbft ihrs Enftcheidung treffen gegen die neue Mehrheü, machen könne. Anderseits erscheint ihm aber die Reform ^iuanzreform für die Besitzlosen eine neue Verschlechterung her Reichsfinanzen als ein so bedeutungsvolles patriotisches S bedeute. Mit aller Energie Werk, daß alle parteipolitischen Rücksichten darüber in den Der Börsen^Courier" der^rste"die a^e?en Blättei- dieM'i» Hintergrund treten müßten. Das historisch Bedeutungs- lichkeiten eines .K^izlerabschieds mid der ^flösung ^ö^t, weist volle sei, daß er Nicht vom Schauplatz abtreten dürfe, ohne auf einen dritten Weg hin. Die Regierungen sollen vielmehr die Reform vollendet zu haben. In den Kreisen der ge- jetzt die Session schließen und den Reichstag un Herbst vor ein nannten Mehrheitsparteien ist man überdies der Neber- ueues Werk der Reichsfinanzresorm stellen. Finden sie bann keine zeugung, daß selbst, wenn der Kanzler jetzt sein Entlassungs-1 Mehrheit, dann folge .Auflösung und Neuwahlen. Das sei die gesuch einreichen sollte, es vom Kaiser'in diesem Moment b^c Loiun^. nicht angenommen.werden würde. in hEt Mit besonderer Spannung hörte man die kurze Erklärung des pursten Hatzfeld namens der Reichspartei. Sie werde mit werngen Ausnahmen in zweiter Lesung für die Erbschaftssteuer stimmen und selbst dann, wenn auch ferneren Herzens, wenn der Verwuungsantrag abgelehnt werden sollte. Wer sie tue das unter der Voraussetzung, daß nunmehr auch die Parteien der Linken die Gewahr dafür lieferten, daß die 400 Millionen Verbrauchssteuern für die dritte Lesung sicher seien. Anderenfalls und im Falle einer Ablehnung der Erbschaftssteuer in zweiter Lesung werde die. Reichspartei versuchen, die Finanzreform auch ohne die Erb- ansallsteuer zu machen. Für das Zcnttum sprach der Fraktion^, vottitzende Freiherr v. Hertling. Ein paar Worte über den Familiensinn und dann eine eindeutige Drohung nach rechts, gekleidet in einen Angriff gegen die Nationalliberalcn: wenn die Natronallweralen, wie es verlautet, beschlossen hätten, ohne Erbschaftssteuer der Fincmzreform ihre Stimme nicht zu geben, so lolle man daran denken, was dem einen recht sei, dem anderen billig. Eine kurze Erholung bot die Rede des Sozialdemokraten David. Man entnahm ihr, ivaS man schon wußte, daß die Sozialdemokraten ihre Stimmen mit denen der bürgerlichen Linken vereinigen würden; das übrige interessierte nicht, und zeitweilig wurde cs im ^aale ziemlich leer. Dr. Muller-Meiniiigeu füllte ihn sofort. Er fand die erlösenden Worte bei der Kennzeichnung der Situation. Mit plastischen Strichen zeichnete er das Bild des Zen- trnmstiers, das daran sei, die Konservativen mit Haut und Haar zu fressen. Auch er erklärte wie Herr Sieg, daß für seine Freunde die Ftnanzreiorm mit der Erbansallfteuer stehe und falle. Eine Verlcgenheitsrcde des bayrischen Zentrumsuianncs Heim und ein ungeschickter Angriff des Abg. Lüttmann von der wirtsck-astlichcn Vereinigung gegen die Freisinnigen beendete die Besprechung, ^vann wurde nach einigen persönlichen Bemerkungen abgestimmt. Durch Erheben von den Sitzen brachte man zunächst die Abänderungsanträge zur Entscheidung. Sie wurden sämtlich abgelehnt. Tann gingen die Schriftführer mit den Abstimmungs- nmen. durch die Bankreihen und tiefe Stille lagerte sich über den tsaal, als Vizepräsident Tr. Paafche das Ergebnis vertün- dete: mit Ja 18 7 Stimmen, 195 mit Nein. Die Deszendent en steu er ist abgelehnt. Kein Beifallsruf wurde laut, kein Wort aus den Reihen der Unterlegenen. Schweigend lag die Frage auf allen Gesichtern: Was nun? Herr von Loebell überbrachte das Absttminungsresultat dem Kanzler, der schon während der Rede des Herrn von Hertling den Saal verlassen hatte. Und dann wurden in rascher Folge auch die an-, deren Paragraphen erledigt, mit denselben Mehrheiten, und zuleltt auch Einleitung und Ueberschrist. Der Präsident stellte fest, daß damit für die dritte Lesung nichts übri ggeblie- b e n i st. man doch eine etivas schärfere Stellungnahme. Herr Sydow vermied cs, das Wort „unannehmbar" ausdrücklich auszusprechen. Er richtete eine eindringliche Mahnung an die negierenden Parteien, aber er versuchte durchs schlichte Gründe zu ivirken, während man doch allgemein unter dem Eindruck stand, daß die Zeit dafür, sowctt es überhaupt noch möglich gewesen fein sollte, vorüber sei. Als er seine Darlegungen am Schlüsse zusammen- fayte und die Erbschaftssteuer eine gute, eine vernünftige Steuer nannte, wurde auf d^r Linken Beifall, von den Bänken des SäM" 159. Jahrgang Freitag 25. Juni 1909 Sonntags. — Beilagen: Ätt -Bezugspreis: viermal wocbentlieh M A Ak z a. -a. ▲ 88 v monatlich75Ps^viertel- Eießener§amllienblätter; M A AA WH AA A A Jk Ak jährlich Mk. 2.20; durch sMeyener Anzeiger für die Redaktion 112, FHM auswärts 20 Pfennig, Verlagu.Expedition 51 ynr w -r e Verantwortlich -MM General-Anzeiger für Gberheffen MM bis vormittags 9 Uhr. Kofafiott$6rud uni) Verlag öer vniheschen «Niv.-Vuch- Hit» Steindruckerei B. rmge. Redaktion, Lrpeditiou und Druckerei- Schn'straße 7 [«»i": nmn—wrmw hum itMEm—g„w — ' 0 Anzeigenteil: H. Bcck. nickt anaenommen werden würde I . ,-Berl. Tgbl. meldet, es verlautet, daß Fürst Bülow man das W.ber » «LL geftligen ^^Eng erfnbr, wohl allgemem der Ansicht, sei die Ansicht vertreten, daß die Finanzreform nicht aus der Erb- daß Bulow das Verhalten der konfervatrv-llemralen Mehr- ansallsteuer allein bestehe. Der Kanzler iDerbe nicht verantworten heit nur mit seinem Rücktritt oder mit der Reichstagsanf- können, wenn er vor dem Abschlüsse irgendwelche Konseguenzen Lösung beantworten könne, so muß man jetzt leider zugeben, Ssthen wollte; nach dem Abschlüsse der Verhandlungen werde er daß Bülow in der Tat auch noch andere Auswege zu wissen diese Konsequenzen ziehen. scheint. Ein solcher Ausweg wäre ja allerdings auch die ----- ---------- ~ Vertagung des Reichstages bis zum Herbst und der'Rück- Öl?$ V0rtl tritt Sydows; ein anderer noch schlimmerer und noch Berlin, 24. Juni, schwächlicherer LluSweg wäre, wie bereits erwähnt, die An- Die Entscheidung über die Erbanfallsteuer. nähme der konservativ-klerikalen Reichsfinanzreform. Daß Schon zu früher Sttmde strebten heute die Reichsboten nach Bülow sich damit um alles Ansehen nicht nur bei den dein Reichstagshause. Eine Stunde vor der Plenarsitzung träten Liberalen, sondern bei allen Parteien bringen würde, das Fraktionen der Rechten hinter verschlosienen Türen zu wichtiger wird Bülow jedenfalls selbst am besten wissen. Der „schwarze öeL‘?tl“W zusammen; auch die Mitglieder der Paneien, die feine Block", der ja auf alle erdenkliche Weife bemüht gewesen ausdrückliche Fraltwnssttzung angefagt hatten, waren schon in den ist Bülow au beseitiaen würde ihn seine Mncki hnnn mehr- Vormittagsstunden un panie. Aber der Saal füllte sich erst, als ist, Butow gU vefeingen, rourou U)n feine JJtacnt Dann mehr Glocke des seit einigen Tagen den erkrankten Grafen Stolberg denn je fühlet lassen ..can mochte Cy also doch nicht vertretenden Dizepräsidenlen Dr. Paasche die Eröffnung der Sitzung glauben, oaß Bulow sich dazu hergeben werde. Will man I schon gekündet hatte. Eine JraktionSsitzung im kleinen hatte vorab er das nicht annehmen, bann erhebt sich die Frage: her im Plenarsitzungäsaale Herr Müller-Fulda abgehalten, um Was nun? Es ist immerhin möglich, daß Bülow mit der dessen lange hagere Gestalt sich etwa 20 Mitglieder des Zentrums Reichstagsauslösung gezögert hat, weil erst noch allerhand sammelten. Eine Viertelstunde vor 2 Uhr war der Kanzler vor- Widerstände im Bundesrate oder beim Kaiser zu überwinden gefahren, pünktlich zu Begmn der Sitzung nahm er seinen Platz sind. Em frischer, srihlicher Wahlkampf wäre, so wie die ™' '«»« S-<>-Herr «ydow und der niemals I-Hlende Dem- »titge jchtAen, wohl der beste Ausweg. 3m Lande mehrt -> RhBaben sich die Mißstimmung gegen die nteuersabntaiiten von den blieb der Sitzung fern. Das Verhalten des Publikums auf den Konservativen und dem Zentrum, ^o bringt icht die „Sächs. überfüllten Tribünen ließ deutlich erkennen, daß man sich des Polit. Korr.", das offizielle Organ des konservativen Landes- Ernstes der entscheidungsvollen Stunde wohl bewußt war. Aus Vereins für das Königreich Sachsen, eine Erklärung, I der Tagesordnung steht die zweite Lesung der Erbschaftssteuer. die sich gegen das Verhalten des Bundes der Landwirte in lLune kurze, hastige Auseinandersetzung über die geschäitsord-- Sachen der Erbanfallsteuer wendet. Tie Korrefpondenz stellt mmgsmaßige Behandlung der Diskussion war gleich zu Anfang wiederholl fest, daß die Eroansallsteuer durchaus nicht so !9?r?a}Ur's'üec^ folgenichwerer Bedeutung die rein perda^men^t sei wie sie °on be, Weit WgUt ÄÄÄ werde. Zum Schluß der Erklärung heißt es, die faastifchen Vorlage herausgegrigen und an den Anfang der Besprechung ge- Konservativen seien zu ausrechte Manner, um sich einer von stellt: die Deszendenten- und Ehegattensteuer. Alles andere war irgendwelcher Seite abgegebenen Partei-Parole, die ihrer hernach mir noch Beiwerk. Aber der Abg. Bassermann widersprach Uefcer&eugnng widerspricht, blindlings unterzuordnen. dem Vorschlag des Dr. Muller-Meiningen, den Antrag v. Gamp Der aeschäftsführende Ausschuß des Zen tr al v o r- aus venasstmgsrechtliche Bindung der Steuersätze in die Verhand- ,'tan d e s der n a t i o n al l i d e r a le n Partei hat übrigens, lang emziibeziehen. Er hielt es für taktisch richtiger, der Reichs- bekannt aeaeden loirö beicklossen einen alls I p^^Eei nicht durch die sichere ^lblehnung ihrer Klausel von vorn- tlach Berlin einzuberufen, .richt ohne Zntereste wird es I von der wirtschaftlichen Vereinigung zeigte als Berichterstatter sein zu erfahren, daß rzreiherr von Hehl und Graf Oriola, I erfreuliches Verständnis für die Lage: er machte es kurz, und daim wie die „Franks. Ztg." zu berichten weiß, der gestrigen I betrat als erster Redner Herr v. Richlhofen die Rednertribüne. Msttmmung fern geb heben waren. A. Als er geendet, war das Schicksal der Erbschaftssteuer genau so * I ungewiß wie vorher, denn aus dem „wir", womit der Wortführer . . , . .. nyr ! der konservativen Fraktion leine Parteifreunde bezeichnete, konnte Sämtliche Morgeublatter beiprechen in ^eitartiteln die Ab- ! vian nicht entnehmen, worauf es allein ankam, nämlich die Zahl der ilehmmg des Erbanfallsteuergefetzes durch den Reichstag. I Outsider; und die Rechnung mußte um so unsicherer sein, als Herr Das „Berliner Tageblatt" schreibt: Nur einen Ausweg, eine 0. Richlhofen ausdrücklich die Erklärung abgab, daß seine Fraktion Rettung gibt es in dieser schlimmen Lage: Auslösung des Reichs- keinen Abstimmungszwang beschlossen habe, und daß es Prinzipien- tages. Fürst Bülow kann in, diesem Augenblicke, nicht zurück- und Gewissenssache „jedes Einzelnen" sei, wie er zu zu stimmen habe, treten, daiseinei Demission die Gefahren der Lage nur steigern müßte. I Immerhin ließ die Bestimmtheit, mit der er die bekannten Gründe Die „Vossifche Zeitung" sagt: Wenn unverzüglich die An-1 gegen die Erbschaftssteuer wiederholte, daraus schließen, daß die beraumimg der Neuwahlen erfolgte, dann werde die gesttige Mehr- Linke aus einen großen Zuzug von dieser Sette nicht zu rechnen beit einem Gericht verfallen, wie es hier zu Lande beispiellos I hatte. Herr v. Richthofen hielt es für notwendig, ausdrücklich untre. Unterbliebe die Auflösung, so wäre alles Ansehen der sind laut Verwahrung einzulegen gegen die von ihm als Ver- Machthaber für absehbare Zukunft derart untergraben und die I dächtigung bezeichnete Annahme, daß die 'Konservativen aus den Erbitterung so allgemein, daß man der nächsten Entwicklung der Sturz des Kanzlers ausgingen. Das Der trage sich nicht .inneren Politik nur mit tiefstem Mißtrauen entgegensehen müßte, mit konservativen Grundsätzen, denn das führe zur Parlaments- Die „Tägliche Zrundschau" schreibt: Wie aus diesem Wirrwarr, Herrschaft. Die Uttterbrechungen von der linken Seite des Hauses Lieser gänzlich verfahrenen Lage ein anderer Ausweg gefunden zeigten, daß der konservative Redner mit diesen Beteuerungen werden soll als die Beruftmg an das Volk, ist nicht ersickstlich. nicht viel Glauben sand. Daß Fürst Bülow heute in der zweiten Entweder tatsächliche oder moralische Äbdankuiig des Reichskanz- Beratung das Wort nehmen würde, daraus hatte man von vorn- Icrs, des Bundesrats und der Minister, oder Auflösung. berent wohl kaum gerechnet. Aber als unmtttelbar nach Herrn Die „Nationalzeitung" meint: Mit der Verwerfung der Erb-1 v. Richthofen sich der .Schatzsekretär zum Wort erhob, erwartete ichaftssteuer haben Konservative und Zenttum sich über den Willen <‘" r* *x‘ 31 Tja~~' " -- ■ der Regierung und der großen Mehrheit des deutschen Volkes hinweggesetzt. Für den Reichskanzler und die Reichsreglerung gibt es nur noch die Wahl zwischen Biegen und Brechen. 2,cr Auf an das Volk wird nicht ungehört verhallen. Die „Deutsche Tageszeitung" schreibt: Mit der Erbausall- Heuer ist das größte und gefährlichste Hindernis der Rclchsnuauz- reiorm glücklich beseitigt. Die Bahn ist frei für nüchterne Erwa- gungen und sachliche .Arbeit, Für die verbündeten Regierungen nachzuweisen ist. den Wasserlauf hineinsühren und den fischen alü natürliche Stadt hier ein Opfer der Schundliteratur. In Unter von nutroartti •* stet tu NA auf Hohen der Stadt zu entsenden. fc. Wiesbaden. 23.Juni. In der vergangenen flacht wurde der Versuch gemacht, m die St. B onisaciuSkirche einzubrechen. Die äußere Gittertür an der Satri'ki n»ar erbrochen, an der Tür der Sakristei versnchten die Einbrecher zu arbeiten, wobei sie gestört wurden. $011 den Täten» fehlt bi5 jetzt jede Spur. au- Haubern Ä. _ , Marburg. 24. Juni. Tic Verpachtung der fünf Drrtfchaftshallen zum henifAen Gau turn sc ft ergab 2800 Ml. -- Unter den 80 angcmeldcten '"rufterncgen dc. findct i'ch auch zum crhcnmal eine Tamenriege, nämliih die der Turn gemeinde Marburg. ic. taiiffurt a. M.. 23. Ium. Im Stolbera- Roßlaschen Walde bei Ortenberg ui Oberhessen entstand vor l Jahresfrist ein Waldbrand, der dem FunkenauSwurs einet I vorubergesabrenen Lokomotive seine Enthebung verdankte. Der Fürst Jost Christian zu Stolberg beschritt, al» der 'SisenbahnfiSkuS den Entschädigungsanspruch abivie». den ^lagewcg. In der Verhandlung am Landgericht lieg der FiSliiS erklären, der fragliche Brand sei gar nicht durch die I Lokomotive, sondern durch andere Ursachen eiitslandeu, außer- dein haste der FiSknS mir, wenn ein Verschulden desselben vorliege, z B. wenn die Maschine defekt und dergl. DeS Landgericht verurteilte den EisenbahnsiSknS zur Iahlung deS Entschädigungsanspruch«. Dieser legte Berufung beim Ober- .indeSgerlcht ein, die zurückgeiviefeii wurde mit der Bc- cündung, daß laut reichügerichtlichec Entscheidung der Eisen- .ahnfiSkuS ersatzpflichtig ist, iuenn durch den Betneb das Eigentum der anliegenden Besitzer beschädigt wird, auch ohne daß dabei cm besonderes Verschulden der Eisenbaht'. von Gastwirt SUmgcl. fc. Von der Lahn und der Nidda, 23. Juni. In 24. Juni. Der Magistrat beschloß, hiesige ~ " i zur Besichtigung der Wiesbadener Industrie, und Gartenbau-AuS- X. Hanau, ! Üandiverksmeifter und Gehilfen bahnen genebmigt. -• । .i c b u r fl, 24. \uni. L-aS Schöffeirfl ttiHt verurteilte heute einen Studenten, >r eine inngc Tcmc auf ber Strafte umarmte und deren bimm ilenbtn Bräutigam bunbg.Tiuqclt halte, zu 8 " Mk. ^ldlrrafe. "i a r b u r g . 24. Juni Die Eifendann - « af l e n» Hute der Bezirke Münster und Hamburg hielten grftern bter ihre Ialweövcrsamm> ung ad Ihr gmg ein de- Direktor? der medizinischen Univeriitats-sklinrk, vro|. Tr. Brauer, voraus. t . . Frankenberg, 24 Juni. wiiern adeno mürbe m der hiesigen Gemartung eine Lcichd aus der Ed« gelandet. Vermutlich lrandelt cS fick um den feit dem 13. 3uni vermißten UO Jahre alten Maurer ^yobanne» -trwp u Tagung des Bunöes dcutjcher (Süjtmiitc. Darmstadt, 23. Juni. Zur Einleitung dc? 17. BimdeStaae^ Teulfdn-r « -rümitte idrtb gestern abend int fttiiicrfa liehe Begriistun.iain'prache an die febr zahlreich aus allen Talen des 3iein;cv berbcigckommenen Kollegen, ivoiaui der zweite Var- hlvciibc, Herr Häuft, einen lur,en Rückblick auf oi** >>tncht< und den gegemvärtigcn Staub der von ihm mit begrünScien Sicriekassc «mb und dabei besonder der Vcrdien'ie dc lllrstick verstorbenen ersten Vorsibenden des Berband»'^, r iadlveroidn ini Rinem.-r, gedachte Daran schloß sich di- Uebergade Den tbren- nrkunden an 11 verdient ' Verbandsmitglieder, darunter bie XKntr. Baue r und Tlnl. Schmidt in Gießen, Henniw Dege» bnrdt, Uran.-, Tckfrg. Gustav Jung. Jos. stappel nd * S?ade in Offenbach. Heul - voaniltag 8 Ubr fand au» vt» I Aricbhoi die 15 nthiillunn des Steinerner Ten km als, web', die Herren Hcrn»anii und Siener^Hauau Gedächtnisreden vil'Uer und zahlreiche Stranze niedergelegt wurde». Die geschäiilick)en Beratungen begannen nm 9« 2 Ubr^ im I deS '.Kununelbrau unter Leitung bi 5 Bundespräsidenten f 9' J * .Vanoii. Na inens der hefsischen Regierung b'grii'U- \vrr Mt- nisterialrc Tr. II,» n g e r die Veriammluna, d u v-Thanb'.nnrt ? n besten 'S-Jcuir wünscheno Ramens d r *bt bien m x** hmberuna br> BürnermeifterS Herr Be, i ordi'eier Egenol' dr, büdibcbnitiank* Versammlung willlommen, iv.ihrend im '.tut n,-r ie» trat stelle für die 0 inerbe H ir (Heroetberr.t o i n 11 iv-ffcn l'hüHe und ^iniidK (uiviprnd). Ter BorUtzende v . naus ent breitabe* joo* auf den Malier und i'ki'Hhrriegee |! Iid cne ^erlammliivg besä I"st die 'Jlbicnbuna von >)uldiauiig«ew ( Ginnirn an Dicfclbeit Rachd-m bann noch der verstör ."utalnC'-i a 'dacht und der «' ifr- • rid ? erstatt ' iviniXBJOg u-'.:r Branfteuervoekage rrnattrtni Riid^f NamPi ILeipzig und ^onis T reut le e -Leipzig Kr ernte '-ach U I £ t batte wurde »in Änirag des Ostdeutschen (Mirouk Io . uonmtrn. wenach eine neue Petition an den ! d . 2'ictaläiec gctvrdert wird: der ^chaumrano loli, ime I aefeu and) o,e Bierftaschen nut cindezogen iuü> rar Die Beravuw dei Geicbentwurs.» die Hinzuziehung ^acktveritanlnger gttorM». na bauert nut einen Ubr e ngetiefett und “ ■ i M öenbrn .l 3UM «i-ll. di- her .»m W r-.ncr i?unkiiri',:i •.. Ssn>U: »nd M n.:.-. Tem Be:'.!' iind bti KD! '.ser al» o-raivreife gestrn« Muster den Edr uvre. en kommen bohe Ge!ldprene und wtiwje Gegrnftünte lur Vertrilun T:: .tusnelluna bauen nur eient ■ Tdc Ti. Hunde kennen :nor-ieus bi» i> L,. . — vbends um 7 Uhr ai'ir.xHt werden Vunbt- bie n,t Ikt rata * iandi weiden, inüven ipäteiien-3 am lü^^*uli Ter foatnrw cknan.rort der Vunbe t r aur »amtlichen ctcatP -rentierenden Betriebe nicht «roß-, sondern nur «ittel-I nrühl^i von 2^)000 unb 7-VJfXjO M. IfneutapnaL Än fiefirl)t*3 dieser überaus bescheidenen NentabrKtat der l.nen ?>>roftinuhlen muß ed wie eine bittere Ironie berühren, toen 11 die T^nanzkommission ihnen bn Hochstverdienue,. von 400 (XX) Mk Iahrcssteuecn von 100000 bt4 1 ‘ auferlegen nnll und dabei bestreitet, daß die ^ronbctne^ erdrosselt werden sollen, oder daß die Ällgemc,.iheit da durch geschädigt würde Da 5S Großmuhlen al,o ge-wungen toaren den Betrieb einzustellen, so würde die 'Steuer überhaupt nur einen Bruchteil des veranichlagten liefern, demnach keine Ertrag.hener bilden. Wgeieben von den schweren wirtschaftlichen Schaden, Ware also Nicht einmal dem Iinanzinterefse tc Reiches imt dreier ohne Beispiel dastehenden Steuer gedient. Es ist baher »ehr begreiflich, daß fick selbst bei -taatsscketar des Re^is- schatzamtes, der fidycr fein Stcucrieind ist, energisch gegen diese Steuer wandte. Nürnberg, Mehr- y»uneben tmb Holr Rach laiincrer, teilweiie erregter Dekali angcnvmmcn, die Velitwn an brn B id de) ^laschenbierbmideis unter die BcdürsntSsr werden. lieber die Bekämpfung der 21 n im . rrtnciPC" f- stattetc Hermann- Leipzig ein Uicieiat. woran) mehre« lutionm auf Ädandernna des Art 33 bet GewerdcordnuKg aur wirfsamcre Belämvmnq der \lnimierfnn»cn anaenomm« w» den. Rach einer weiteren Reiolunon sollen ru n " In 6 er gestrigen nichtöffentlichen Sißu n g der Stadt vcr o r dnc t c n - Der samml ung wurde! nnebet über die leidige Rosetten frage unterhandelt, die baut des Widerstandes einer Anzahl von Hausbeo Hern immer noch nicht erledigt ist. Tie Bersanimluug bc,chlteßt die Verpflichtung einer nnlündbaren Befestigung nur bis j-um Jahre 1913 zu verlangen und von diesem 'icitpunkte an eine jäljrlidK Kündigung anzunchmen Von einem Em irafl in das Grundbuch soll vorläufig Abstand genommen werden. Evgen diejenigen Hausbesitzer, die ihr Einverständnis nicht in den nächsten Wochen crflaren, soll dann weiter vorgegangen werden. . , . .. ** Eine Sitzung des Provinzralausschusses ber Provinz Oberhefscn findet Mittwoch, 30. Juni, vorm. 9 Uhr mit flstgcndcr Tagesordnung statt: 1. DiS,;iplinarvei> fal)rcn gegen den Smupinann Jloam Steil in Gießen. 2. BanmPflanzung zivischcn Bahnhof und Ort Ranstadt. *» 7 6 Kandidaten für das höhere Lehrfach sind in dieser Woche an der Ludoviciana ins Examen gegangen. "Militärisches. In dieser Woche findet in der Turnhalic an der Rord-Anlage die General Musterung statt. Bu einer militärischen Hebung find c!wa 400 Landwehrlciite auf 10 Tage eingezogen. Die Leute wurden gestern und vorgestern in der Zcughauskaserne ärztlich untersucht und eingekleidct. . ** Die diesjährigen Manöver des 18. Armeekorps finden wieder in unserer Nähe statt. Die 21. Division iibt in dem Oberlahnkreis und einem Teil des Dillkrerses, die 25. Division im Ober- und Unter - Westerwaldkreis fuchungShast wurde gesleni ein 14jähriger BauhandwerkS- lehrling von hier genommen, weil er sich der Urkundeii- sälschung und deS Betrugs schuldig gemocht. Er eignete sich vor Kurzem aus dem Schcckbuche seines Lehrherrn einen Scheck an, fälschte diesen und erhob auf der Bank 800 Mk., I mit denen er flüchtig ging. In staffel mietete er sich bann als Student ein, fand leicht Gesellschaft und brachte in wenigen Tagen doS Geld durch, mbem er mit feinen Freunden Automobilreisen unternahm und alle« bezahlte. Der junge Mensch hat sich viel mit Schauerromanen befaßt, wodurch ihn die Reiselust und Sucht noch Abenteuern packte und er schließlich diesen Fehltritt beging. Stic in-Sinben, 24. Juni. Ter Turnverein bt*| gebt am 17. und 18. Juli sein 20jahrigeS Bestehens urd) ein Turnfest. Außer den hiesigen Vereinen Haden sich eine ganze Anzahl von Turnvereinen aus der Umgebung aiigemeldel. Lollar, 21. Juni Der ncugcprünbfte Militär- Brieftauben-Verein „Wiedersehen', Lollar hielt am Sonntag den 20. d. Mts. seinen ersten '^reisflug von Sanger- baufeu i'2OO Stüonietev) ab. Die Tauben wurden morgen 8.45 Ubr aufgelassen Da die Tiere mit starkem Gegcnnnnd und gcringei Fernsicht zu kämpfen hatten, so erreichten die ersten Dauben gegen 1 Ubr ihren Schlag Die 14 Preise fielen wie folgt: Ludrr 2 4) mitt den 1 2., 5. 7., 8., 11. und 14. Preis, v- W i ft n e i den 4 Preis, E^drüder Seipv ben 3. und 12. Pr , <üm‘riw Sehr den 6. und 0. Preis, Otto Muller den Pr>is und Ludw. "rank den 13. Preis. Fm Laufe dieses Fahre, beabsichtigt ber Verein eine Militär Brieflanbenausstellung zu ocranfraUen. tr Bad Nauheim, 24. Juni. SchonheitS-ston-I' kurrenz. Trotz dc2 kalten und rrgnernchen Wetters erlebte heute nachmittag die Terraye einen io außerordent'.ich starken I Be'uch rote selten zuvor. Tas Doppelkonzert der 24er xraqoner au6 Tarmstadt und des russischen Balalaika-Orche lerS haben wohl dazu beigetragen, m her Haupnachc ober b:e cd)on- he. kS - stonk irrenz Tie NachmittagS;uge brachten vor. 1 Gießen, Jrankfutt und vor allem von Butzdach un^ried-1 berg geradezu Schioarme von Dleugierigen. Auf ber-terrare I qobs ein bewegtes und wogendes Treiben, ein auffallender l und oft sogar übertriebener stleiderprunk cnifaltek nch- ■L;< I Herren, die sich Stimmzettel gekauft hatten, konzentrierten |:hre Aufmerksamkeit bald auf einige besondere , Schönheiten Viele Tarnen wiesen aber die angebotenen Bonsl zurück. Als nach 6 Uhr von der Großh. sturdirektion die PrciSverteilung oorgenommen wurde, war kaum noch hi r« | das Gedränge zu kommen. Tie drei Siegerinnen erhielten wertvolle Geschenke, und zwar Fräulein Elie Wianf?Ib-*;J.:e:i ben 1. Preis nut 263 Stimmen, MrS. Tonald-Millon U. e. J. I ben 2. Preis mit 242 Stimmen und Frau Ettinger-Phila- I delphia den 3. Preis mit 197 Stimmen. Zusammen waren mmzettel verkauft iDortvr.. 9h ch Abz, i w.ird? ein Reinertrag von rund 3uO Dlk. erzielt, ber m die UnteritiitznnaSkassc deS W'.nderstein-Orche'lcrS fließt. L. Friedberg, 24. Juni. Am 23. b. Mts. hielt btc| Evangelische Konferenz für ba^ t^roßherzogtum liessen — die sogenannte Friedberger Konferenz — )M Hotel Trapp unter dem Vorsitz des D'rekiors de- VredigerieiniiiarL- I d. Eger ihre stark iefuihtc Ialiresver ammlung ab. ..«.or- gcns fand eine geschlossene Mitgliedervcria.ninlung statt, Iin der nach Erstattung des Iahrceb richte > Dir.t.or L n e r über „Stellenvesetzung" referierte. 9luch wurde zu den dies- iährigen Shnoda wählen Steanug g:itomincn Nachini.tag) fand eine öisentlichc Versamit.lung statt, in der vscntor L>. Boriicmann, Frankfurt sprach aber: „Wo liegt die Zu- I fimft unserer Kirche?" Eine lebhafte Au-igprackie fchloft sich dem Vortrage an. — Die im Jahre 1850 geborenen Friedberger geben sich am Samstag und eonntag ein ^tclb dichein in den Räumen des Hotel Trapp. C cf Habt, 24. Juni. Tic Großh. Kurkapelle > (Windcistein-Orchci'ter Leipzig) zu Bad-Nauheiin feierte heute wie alljährlich in Anwesenheit ihres Dirigenten HanS Winder- - stein hier ihr Sommerfest m dem festlich geschmückten Saal den Flüssen und Flüßchen in Oberhessen, besonberS in ber Lahn und Nidda, mirb seit Jahren eine starke Abnahme der Fische festgestellt. In diesem Jahre ist das Ergebnis der Fischerei so gering, wie nie zuvor. Von Sachkundigen wird die Schuld aus den verflossenen beengen und anhaltenden^ Winter geschoben, wo besonders die kleinen Bäche und Rinnen, ein Dorado der Fische, zuweilen bis auf den Grund gefroren waren, sowie auf das Hochwasser tm Februar dsS. IS., wo eine Tlcnge Fische auf das flache Land gesetzt und hier nach dem Zurückfluten der Gewässer tn Gräben und Wasserlöchern eine Beule von Staubzeug ivurben, besonders der stark anf- ßetictenen WasserspitzmanS, Wasserratte und Fischotter. Eine weitere Beobachtung hat man bei den FrühjahrSfüngen ge- ! macht. Kaum ein einziger Fisch wurde gefangen, der frei ivar von der gemeinen FijchlauS, ein wurmartiger, grünt.cher Dchinarotzer. Um dem Rückgaug dcS FifchbeftandeS tn Lahn und Nidda nebft Zuflüssen zu steuern, ist e2^ geboten, eine große Anzahl Stauplätze anzulegen, die den Fischen bei-ge- ungern Wasserstande wahrend deS Souimcrö als Laichplätze oder bei startcr Vereisung als Versteckplätze dienen. Vor allem aber niuß darnach gestrebt werden, Gestrüpp, Hecken und Baume an den Flüssen, die ihre Wurzeln meistens in Latch- und Versteckplätze dienen, zu erhalten. R.-B. Darmstadt, 24. Iunt. Westerburg. ** Unser Regiment fährt am 26. Atrgu,t hier ab und begibt sich zu den biS zum 9. September dauernden Regiments- und Briaadeexerzieren bei Meudt. Vom 11. bis 14. finden die Brigade- und vom 15. bis 22. die Di 'Visionsmanöver statt, die bei Westerburg enden. Am 23. trifft das Regiment wieder hier ein. ♦♦ Der Gießener Mieter-Verein hielt am Dienstag abend int Schipkapaft seine diesjährige ,v--itfral Versammlung ab, die bebauetlicherweise nur schwach besucht war. Es wurde beschlossen, in einer Versammlung zum Herbst von einem bentfenett Redner, der bereits gewonnen ist, einen Vortrag über da i Ferner wurde eine Anskunftsstellc für Mitglieder geschaffen, die sich Seltersweg 59 befindet. Bei der Vorstands wat' t wurden die seitherigen Mitglieder des Vorstandes wieder gewählt. '• Äo Io ff cum. Die gestern angesagte Eröffnungsvorstellung dev Intimen Theater« au« Ntannheim konnte wegen plötzlicher Erkrankung des Herrn Stage vom Deutschen Theater in Berlin nicht stattsinden, tveshalb das Gastspiel heute abend 8 Uhr beginnen wird. An Stelle des ausgefallenen Gastspiels konzertierte das Damen-Bläserchorl Lyra im großen Saale und fand mit feinen durchweg ausgezeichneten Darbietungen lebhaften Beifall. Gegenüber den vielen minderwertigen Damenkapcllcn muß darauf bingewiefen werden, daß diese llapelle wirklich wertvolle Leistungen zuwege bringt und über eine tadellose Schulung verfügt. Das Schlachtenpotpourri fand auch gestern außerordentlichen Beifall *• 'Jluoft and Die bri sein Bau der elektrischen Bahn befchäftigicii VslaM'ccr eines Unternehmers sind in den Ausstand getreten, da ihre Lohnsorderunaen nicht aenclniuat luuioen. Wie in dem Bericht der acsli'ien Dituiiig der Stadtverordneten bc Tninit gegeben wurde, trepen in ben nächftor Tagen Pflasterer m entet cm rut dem Zu'atz. es dm emtelnen LandksreqM^, tu jüctlafiitt, qeeianftf Boischriften tut Bekamtn ^e w wuchs- nn rvlafi*'.nbifibanbd ?u erlassen. — die i» in u n a I c Gctränkesteier wurde nach Reieralen iw« *>1 . i« 1 n r. Wi- daden .ml» Lana Bforrdeuii eine RcioluNM>^ j: nommen, den BundeSooN'tand zu bcaustrogen, aiU de ul verordneten-Bersammlung vollzog heute nachmittag I an elfter €tcUe die Bürgermeisterwahl anstelle deS verstorbenen Oberbürgermeisters Morneweg. Ätachdem Bei-1 geordneter (Start die von der StadtverordnetenkommisnonI mit Herrn Bürgermeister Dr. Glässing vereinbarten näheren Anstellungs-Bedingungen mitgeteilt (das Gehalt beträgt I 12 000 Mk. und 2000 Mk. NepräfentationSkoften; die Wahl erfolgt auf 12 Jahre) und Stadtv. Slarl TtAller nach An -1 erlenmmg der Verdienste des vereivigten Cberbürgenneiflci6 : die Wahl Dr. GläsflngS empfohlen hatte, wurde er mit 36 von 37 abgegebenen Stimmzetteln (darunter ein weißer) znm l. Bürgermeister von Darmstadt gewählt. Der! Titel .Oberbürgermeister^ wird gewöhnlich später vom Gros.- Herzog verliehen. Dr. Glöfsing dankte der Versammlung mit herzlichen Worten für daS Vertrauen der Stadtverordneten, und versprach, seine ganze Rraft für daS (j)ebeigen der <3taM I einzusetzen. Dr. Gläging ih am 7. 2lpril 1865 in Gron pjerau geboren und Hal die Ögmnafien in Büdingen und Gießen, sowie die Universität daselbst besucht. Nach dem ! FakultätSexamcii war er bem» Amts- und Landgericht Gießen lund spater beim KreiSamt daselbst und nach dem Staat?« cramen als jnrisllfcher Hilfsarbeiter bei bet Bürgermeisterei Gießen, bann alfl Vertreter der Staatsanwaltschaft und I bann 5 Jahre als Amtsrichter in Offenbach tätig. Seit 1901 I «ft Dr. Gläfflng besoldeter Beiaeordneter der Stadt Darmstadt, die ihn im Januar 1906 neben Dt. Osann auch in die !Zweite Kammer wählte. Mainz, 24. Juni. Die Stabt Main;, die schon vor zwei Jahren die hier begrabenen franzöfisawii Soldaten in einem Massengrab beerdigte und ihnen ein Denkmal I setzte, hat nun beschlossen, auch die Gebeine der hier bc- grabcuen enva 1000 österreichischen Soldaten in I einem Massengrab untcrzubringen, eb.nso die Orbrine der 1800 hier liegenden deutschen Soldaten auo den Jahren 1870, 71. Beide Massengräber erhalten ebenfalls l’cnhnätcr. Ibie mit dem frau^öfischeu Grabdciumal einen Ehrenhof ans dem hiesigen Friedl os bilden selten. Biebrick». 25. Juni Die <^meinsame Tagung bt* naiiau- I ischen unb hessischen Siädinages- wurde beide früh 9 Ubr in I ber Turn hell- jer Turng.menide von Dberbürgermnftrr Tr. I 3bei 1 eröffnet fc. Biebrich a. Rh., 23. Juni. Gestern nachmittag 3 Uhr wurde in der NalhauSflraße der 9 Jot re alte Schüler IHerber aus Echicrstein von einer 2lutomobil -Droschke au8 Wiesbaden überfahren und so schwer am Kopse ver- etzt, daß er heute nacht an der erlittenen Verletzung starb. Wetzlar, Hundeausstellung Wir ni< dein Fnsero! n I teil t*r beut..;cn 'A'-ununrr eviduiub, fnibet m Werl ar irr schützen .1 gdrim, am 11. Juli i». 3*. eme grob allgemein. Äusftellimg 106 ’ 8s»- ite'-sy r'^ah’Snti, b«? H>Ä«,°L ' -ps m Ä N°n> atenb iM>. ^Änn^Ltz Ä*« «'» Netriege% iQmenriegc, nämlii ^”•3™ Stolts H*> entjtanb öiinfcnauStouq ein« «ntitetjung verdM cr9 beschritt, als n'spruch abivies, bm 1 Landgericht lieb bti I« zar nicht durch di- lchen entstanden, autza- 1 verschulden desselben defekt und dergl. zur Zahlung de! e Berufung beim Obco 1 miirbc mit der N- Entscheidung derEifui- durch den Betrieb bi; beschädigt wird, au$ Schulden der Eijenbot'. liagisirat beschloß, hieü^. zur Besichtigung bc d Gartenbau-Aus' entsenden. sn der vergangenen 9ltii: 5t. Bonifaciuskich tnr an der Sakrislei m versuchten die Einbrch i. Lau den Tätem siu Dchtt (Söfiwirie. rmstadt.RIiini. ■agf.j Jeutscher WlviürW Qllacmeiuer BcgnWN^M zur Frier des .Verbandes öcrfnublt mW '•abtüeroibnctct S. AM Maiir-Veibandes cuie^M r zahlreich aus allen ■«rco:aui Mäblick aiil. bic E.^M von ihm mit b-gluAW der Berdienile des | ^rsr.»| itwj 8 U6r i='» "^j 91-, U6ri«-;;fl itn? dcr^ unten, '"L zuaB'M i’wSaWI d'-,*BL? Kotier u'1" hjJbigungH (t w All, *.1»U 34«*Sc« i" dl! sentcr l°‘ ,.r j)1C S-tM | =*#»«* ■t WW I ' 1 verband bcut^cr Wttoirtc dahin zu wirkm, daß bic lommEle Besteuerung auf Getränke aufgehoben wird. . cj 0 ykostt - Schutzverbandes referierte m af V n den Antrag des Rhein-Main- Verbcmde-: „Der ^mibesLaq wolle beichließcn, daß der gcschäfts- tuhrende B un des vorttand unverzüglich vorbereitende Schritte cin- ■ < älir Titres Boykolt-Schntzoerbandes für die Mrtgltcder des ~ , cuciitf. unter Ausdehnung dieser Ein- rrchtung auf den Reick)sverband." Der Referent wies in seiner Darlegung beiondcrs auf den jüngsten Mainzer Boykott hin. Mehrere Redner hegten mt der Durchführbarkeit dieses Antrags Zwenel, wahrend Mainzer Delegierte vorfchlugen, in den Ber- lragen ntit den Brauereien Bestiinmungen zu treffen, in denen den GastwiAen gestattet wird, während der Dauer eines Brauerei- Boykottes ihr Bier aus anderen Braicereicn zu beziehen. — Die Resolution >;askowskt> ivurde schließlich angenommen. Ucbcr die B ranntwern st euer referierte Lülsdorf- Koln namens der dortigen Wirte-Innung und brachte auch eine akzeptierte Resolution cm, die sich gegen das Verbot des Brannt- weinausschanks vor 8 Uhr morgens wendet und die Festsetzung auf 7 Uhr verlangt. Endlich wurde noch über die Bestrebtmgen auf A b s ch a s f 11 n g der Stell 11 er innen von Glaßner - Karlsruhe ein Referat erstattet. Der Redner befürwortet eine Eingabe an den Reichstag, in der gegen bic Eingabe einer Professorsfrau in Heidelberg Stellung genommen werden soll, die die Abschasinna aller Kellnerinnen erstrebt, wegen das Referat nnd die vorgeschlagene Eingabe wandten sich namentlich mehrere Redner aus Norddeuksch- lanb; cs wurde belchlossen, die Eingabe zu unterstützen, doch mögen die Bundesstaaten einzeln in der Sache vorgehen. — Darauf wurden die Verhandlungen um V_>3 Uhr vertagt. Im städtischen Saalbau fand gleich darauf cm gemeinsames Fest ef i en statt, an welchem ca. 300 Personen teil- nahmen. Bundespräsident Steyer hieß auch hier die große Zahl der Gäste willkommen, denn gerade beim Gastwirt habe der Saß: „Ohne Gäste keine Feste'' seine größte Bedeutung. Die Ansprache schloß mit einem Dreimaligen doch auf Kaiser und (fKoßherzog. T r eu t l e r-Leipzig toastete auf die Sperren Karl Phil. Müller u. haust, Böhm-Nürnberg ans die Damen, Jas-- k 0 w s k y - Gießen auf den Bundesvorstand, Gewerberat Wagner auf den Gastwirtsstand u. s. f. Mit Beifall wurde die Verlesung eines Danktclegramms des Großherzogs ausgenommen. Nach dem animierten Mahl fand eine Fahrt nach dem Oberwald- haus und abends F e st b a l l im „Hotel zur Traube" statt. D a r m st a d t, 24. Juni. In der heute um OVc Uhr eröffneten zweiten Sitzung verlas der Bundesvorsitzende Steyer- Hanau folgendes Telegramm: „Se. Mai. der .Kaiser lassen für die Huldigung herzlichst danken. Der Geh. Kabinettsrat: v. Valentin." Die Beratung betraf zuerst die Kreissteuerordnung in Verbindung mit der Konzessionssteuer, worüber fine Resolution Weide- Breslau angenommen ivurde. lieber die Veranlagung her Gebäudesteuer bei gewerblichen Räumen der Gast- und Schankwirte referierte St yrmsc - Wetzlar als Vertreter des Gastivirteverbau- des Dtassau und am Rhein unb die Versammlung beschloß eine Resolution: Der B. T. G. verbandelt heute zum wieder- holtenmal über die ungerechte Bewertung seiner gewerblichen Räume bei der Gebaudesteuer anderen Gewerben gegenüber usw. Weiter protestiert die Resolution gegen die doppelte Belastung und ersucht die preußische Regierung, baldmöglichst eine Reform der Ge- bäudesteuer-Einschätzung und ‘eine gleichmäßige Behandlung der Gastwirtsräume mit anderen gewerblichen Raumen herbeizuführen. — lieber die A r b e i t s v er m i t t e l nn g i m 'G astivirts- ge werbe referierte Ra u h e-Leipzig, worauf nach scharfer Debatte eine Resolution angenommen ivurde, in der sich die Verbände bereit erklären, „alle Bestrebungen zu unterstützen, die auf eine Abschaffung der privaten Stellenvermittelung hinzielen. Die kostenfreien paritätischen Arbeitsnachweise mit einem Fachmann als Leiter sind vorzüglich geeignet, bic gesetzliche Abschaffung der privaten Veinnttelung vorzubereiten, und die Heutigen Mißstände im Stellenvermittelungswesen zu beseitigen." , t lieber die R e i ch s v c r s i ch c r u n g s 0 r d n u n g referierte Sekretär h ä r t l e i n. F u h r b e r g - Hannover berichtete und erläuterte einen Antrag deS Nordwestdeutschen Wirteverbandes: „Mittel und Wege zu suchen, den selbständigen Wirten Gelegenheit zu geben, sich an den bestehenden reichsgesetzlickicu Kranken- und Jnvaliditätslassen beteiligen zu können." In betreff der E r r i ch t u n g c i n c r G a st w l r t s k a >n m e r nnrrbe nach einem Referat von Bracht- Frankfurt a. M. fvl- gender Antrag des 'Gastwirteverbandes Frankfurt angenommen: " Der Bundestag wolle beschließen, den Reichsverband zu veranlassen, bei der Reichsregiermlg auf Gründung einer Gastwirtskammer zu bringen" . Eine Anzahl weiterer Anträge, bic sich auf wcz teile Dachin ter essen bezogen, wurden der vorgerückten Zeit wegen, dem Vorstand zur Erledigung überwiesen. Bei der darauf vollzogenen Vorstandswahl wurde der bislierige erste Vorsitzende Steyer- 5>iuau, der eine Wiederwahl abgelehnt hatte, zum Ehrenmitglied und der bisherige zweite Vorsitzende, Mmpß-Leipzig, zum ersten Vorsitzenden gewählt. — Als Ort des Bundestages 1910 wurde auf Antrag des Landesverbandes der Wirte Württembergs Stuttgart bestimmt. (ScriditsiaaL Magdeburg, 25. Juni. Der Ainterialwarenhäiidler Otto Teuerkaus ivurde vom hiesigen Schwurgericht wegen Doppel- mordes zum Tode verurteilt. Teuerkauf hatte am 27. Dezbr. seine Wohnung in Brand gesetzt, wobei seine Frau und sein drei Monate altes Töchtereben erstickten und verkohlten. Essen (9tuhr', 25. Juni. Im P a t e u t - Schwindel- Prozeß wurde gestern nach zweitägiger Verhandlung das Urteil gesprochen. Der hauptangeklagte, Ingenieur Holzappels wurde zu einem Jahre Gefängnis und 1000 Mark Geldstrafe verurteilt. Die beiden anderen Angeklagten wurden zu 16 Monaten bezw. einem Jahr Gefängnis verurteilt. L a n d s b e r g a. d. W., 25. Juni. Der Händler Karl haak aus Soldin wurde wegen versuchten Mordes an der 26 jährigen Ehefrau Wegener vom Schwurgericht zu 10 Jahren Zuchthaus verurteilt. Er hatte sie durch einen Hammerschlag auf den S^kopf zu toten versucht, weil er d'urch sie früher eine Gefängnisstrafe erhalten hatte. Reichsgerichtsbrief. Nachdruckverboten. I. S. Lei P-ig , Juni 1909. W e i n p a n t s ch e r e i. Aus Grund des Weingesetzes und des Nahrungsmittelgesetzes wurde der Weinhändler Üüigiift F. von dem Landgericht Würzburg zu 180 Mk. nnd zu 20 Mk. Geldstra'e verurteilt. Dem Angeklagten rvnrde einmal zur Last gelegt, daß er reinen Apselmost iiiit durch Ziickerwasjer aiisgelöster Weniheie vermischt und gimi Verkauf gebrachl habe. Er habe mii diese Weise ans 410 Zentner Aeoseln 325 ’öcftolitcr Llpselniost hergestellt, währeiid zu einem Hektoliter reellen Apselmost 3 Zentner Aepsel eeiorderlich seien. E)egen d>.e aut § 10 des Nahrungsmiltelgesetzes gestützte Anklage wendete der Angeklagte cm, daß er diese Mischung nur als A p s e I r e st e r m 0 st verkaufen wollte. Das Gericht nahm in dieser Beziehung an, daß der Angeklagte den Atost nicht zum Zwecke der Täuschung verfälscht habe und erkannte deshalb in diesem Falle nur ani 20 Mk. Geldstrafe. Zu der Verurteilung in höhe von 180 Mk. sührte der Umstand, daß der Angeklagte den gezuckerten Tresterwein auf doppelt gekelterte Trauben gegossen und dann eine Weinsäure beigemischt Halle. Gelegentlich einer Kellerrevision halte die Uutersuchnngsanstalt eine Probe von diesem Wem entnommen iml) gesunden, daß der Wein eine fremde Beimischung enthalte, was nur dadurch möglich geivorden sein sollte, daß dem Av^elmost direkt Weinsäure beigemischt worden ist. Ter Angeklagte und die Slaatsamvaltschait halten gegen die Urteile des Landgerichts zu Würzburg Revision beim Reichs- gericht eingelegt. Der Angeklagte berief sich darauf, daß die Kellerbehandlung nur unrichtig ausgelegt worden sei. Das Finden von Weinsäure sei daraus zurückztlsühren, daß sich durch den Traubenwein an den Fässern Weinstein gebildet habe, auf ivelchen die entdeckte Weinsleiusäure zurückzuführen sei. Tie Revision derStaats-- amvaltschask sührle alis, das; eine hochgradige Täuschung vorliege, wenn aus 410 Zentnern Aepseln 325 Hektoliter Apfelmost her- gestellt wurden. Tas sei beinahe das Dreifache der im normalen Herstellungsbetriebe gewonnenen Atenge. Wenn das Urteil betone, das; der Angeklagte nur Trestermost verkaufen wollte, so hätte es dazii anssühren müssen, was der Käufer unter Trestermost verstehe. Umsomehr wäre die Untersuchung am Platze gewesen, was das Publikum unter Apfeltrester verstehe, iveil es sich im vorliegenden Falle nur um eine Mischung von Wasser und Aepfeln ohne Trester gehandelt habe. Der I. Strafsenat des Reichsgerichts erkannte auf B e r iv e r s n n g der Revision des An- getlagten und hob das Urteil auf die Revision der <2 l a a t s a n w a l t s ch a s t hin t e i l lv e i s e auf. Es sei bedenklich, dein f)lngeklagten zu glauben, daß er die Mischung als Trestermost habe verkaufen wollen, da er diese Bezelchniiiig erst nachträglich angebracht habe. vermischtes. * E i n a n d e r t h a l b t a u s e n d f ä h r i g e s Brötchen. GelegetUlich der Untersuchung einer vorgeschichtlichen Ansiedlung in der schwedischen Provinz Oestergötland fand man in einer Kulturschicht einen kleinen, halbkugeligen, verkohlten Qk’gcnftanb, der sich als Rest eines Brotes erwies. Die ziemlich schwierige mikroskopische Untersuchung des Fundes ergab, daß es sich "um ein verkohltes Gerstenbrot handelte, bereitet aus grobgemahlenem und mit Steinsplitterchen, wahrscheinlich des Mahlsteins, vermengtem Mehl. Dieses Resultat stimmt zu ber_ Tatsache, daß die Gerste von Alters her und bis tief in das 15. Jahrhundert hinein das einzige in Schwedear angebaute Getreide war, während Roggen unb Weizen noch in der Mitte dieses Jahrhunderts als in Schweden neue und ungewöhnliche Getreidearten bezeichnet wurden. M M '■5 •V-« i i W M 11. Fuii liehe Geldpreise. Grosse allgemeine m hta alle? tan Wertvolle Ehrenpreise. Programm u. Anmeldebogen sind kosten- *■»/«) frei erhältlich durch die Geschäftsstelle. Emil Dornbusch, Wetzlar. Telephon 114. Meldeschluss: 29. Juni. Heute nachmittag 4% Uhr verschied plötzlich mein lieber Gatte, unser lieber Vater und Schwiegervater Herr Altbürgermeistsr Münch. Um stille Teilnahme bitten Die tieHrauernden ümterbliebenen. Harbach, Beltershain, den 24. Juni 1909. Die Beerdigung findet statt: Sonntag den 27. Juni, nachmittags 4 Uhr. 3625 Lchnhk für Herm Llhiihe für 3nmtn Lchuhe für Kinder nur gute Qualitäten zu extra billigen Preisen Max Marum Bahnhofstraße 4. 3615 Prima neue ilal. nnd Matta Kartoffeln Matjes- und Boll-Heringe frisch cingetroffett, billigst :L74 »ei Ang. Wallenfels Marktplatz 17 • Telephon 262 Mitglied des Rabattsparvereins. Lcbmdc Hmm, W- unö ÄMn-Krcbst, srischc» fiöoinr, neue Matjeshcringe empfiehlt 3622 Carl Schwaab Seltersweg 23. Tel. 27. Täglich frische [3460 Erdbeeren I. Hankcl, Neuen Baue 7. Telephon 612. Eisschriinke solider Ausführung und moderner Ausstattung sind eingetroffen. W. Diirbeck, _________Neuenweg 18. 3623 Mangelhafter Haarwuchs ist ganz rasch beseitigt, luenu man Kammfett statt Pomade verwertet. Der Erfolg ist ganz unglaublich, aber wahr. Zu haben bei: [2422 M. Keßler, Roßschlächter, Nach bei Fttndschicht stammt das Brot aus dem 5. oder G. Jahrhundert 11. Ehr. * M c 11 s che n köpfe a l s Zahlung s mitt c f. Diese Einrichtimg traut mau höchstens den ganz wilden menschenfrcsscn beit Negcrstämmen Zentralafrikas zu. Es ist aber di'rartiges int verflossenen Jahrhundert ganz in der Nähe Europas vorgekommen. Eilt Hamburger, der in den Dreißiger- und Vierziger- sahreil des 19. Jahrhunderts in Algier die Kämpfe der Frcmzoseit gegen bic rebellierenden Äraberstärnme mitgemacht hat. erzählte nach seiner Rückkehr, von selten der Franzosen sei auf den Kopf eines Arabers eine Prämie von fünf Franken gesetzt worden. Diese Einrichtung hätten sich die Soldaten insbesondere bei Geldmangel zunutze gemacht: in diesen Fällen sei man truppweise ausgezogen, und mit einer Anzahl von Araberköpfeit am Gürtel ins Lager zurückgekehrt. Dort habe man aber nicht erst bei der zuständigen! Instanz sich dris Geld auszahlen lassen, sondern getvisferinaßen. als Selteck die Kopse den Wirts und Kaufleuten direkt in Zahlung gegeben: diese gaben sie ihrerseits wieder weiter, jo daß sich schließlich ein zienrlich geregelter Verkehr in dieser sonderbaren „Währung" entwickelte. Kleine Tageschronik. Major Parfeval arbeitet an einem Eindeckgleil- i lieget int Gegensatz zu bent Wright'schen Doppeldeckgleitflieger. In der gestrigen Nacht wurden in Süd- unb Mittelitalien nicht weniger als 15 heftige Erbstöße verspürt, die non gewaltigem unterirdischem Getöse begleitet ivaren. In Paris wurde der ehemals dem französischen Kronschatze gehörige blaue Diamant lief unter dem Schätzungsiverle verkauft. — Kleine Chronik aus Kunst und Wissenschaft. Auf der hohen Acht, dem höchsten Punkt der Eifel, wurde vorgestern das Kaiser W i l h e l m denkmal, ein 15 Meter hoher Aussicht sturm mit dem Bild Kaiser Wilhelms I. enthüllt. Der Aussichtsturm ist aus' Anlaß der silbernen Hochzeit des kaiserlichen Paares im Jahre 1906 vom Kreise Adenau gestiftet worden. - Anläßlich der Feier des 10 0. Geburtstages Darwins verlieh die Univ. Cambridge die Doktorwürde honoris causa u. a. den Professoren Bütschl i - Heidelberg, G ö b c l - Münck)en. Hert- wig-München, von Grafs. 6>raz, B c r w 0 r n - Göttüigcn, Schwalbe- Straßburg und T i m i r j a s e f f - R^oskau. Märkte. kc. Frankfurt a. M., 25. Juni. Leu- und S t rohm ar k t. Angefahren waren 10 Wagen Öen und 2 Wagen Stroh. Bezahlt wurde für Heu Mk. 4.80.—5.50, Stroh Mk. 3.00-0.00. Alles je 50 Kg. Die Zufuhr kam aus den Kreisen Dieburg, Gelnhausen unb Friedberg. Tendenz schleppend. fc. Wiesbaden, 25. Juni. Heu- und Stroh markt, yhigefabrcn waren heule 18 Wagen mit Heu rmdStroh. Man notierte: Öeu (alles) 8.00-10.80, neues 0 00-0.00 Lik., Stroh (Nichtstroh) 7.00-7.60 Mk. Alles für 100 Kilo.__________________ Mcherrt!. Ueberftcht -er Todesfälle Eichen. 25. Woche. Vom 13. bis 19. Juni 1909. (Einwohnerzahl: angenommen zu 31100 (inkl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 13,40 %„, nach Abzug von 3 Ortsfremden: 8,36 V«,. Kinder ES starben an: Zusammeit: Erwachsene: tm vom A n m.: Tie in Kammern geletzten Ziffern geben an, wie viel ber Todesfälle in der bv^rsxben Krankheit auf von atiswärts nach Gießen gebrachte Kranke fommen. Scharlach 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr 2 —— — 2 Masern 1 — — 1 Schlagfluß 1 1 Eklampsie 1 (I) 1 (1) — _ Hirnhatitentzi'mdltng 1 1 Darnwerschlttß 1(D 1 (1) —— Leberschwund 1(1) 1(1) — — Surnnte 8 <3/ 5 (3- — 3 Voraussichtliche Witterung für Sehen am Samstag dem 26. Juni: Wollig, kühl, meist trocken. Nördliche Winde. OrigLttaL-Ds«cshtinel-rsntzett. Lübeck, 25. Juni. Der aus bent Fall Schücking bekannte Regierungspräsident D 0 l e g a Kozierowski ist am Montag von Schleswig nach 'Lübeck übergesiedelt, mithin verabschiedet worden. Tanger, 25. Juni. Abdul AsiS weigert sich, irgend jemand zu empfangen und läßt sich über die gegenwärtige Lage genauen Bericht erstatten und empfängt zahlreiche Korrespondenzeit. Man glaubt nicht, daß er beabsichtigt, ben Kampf gegen den jetzigen Sultan aufzunehmen. Freisinniger Verein LoRnr Samstag den Ä ir.. Weilar ßtojif rott §trjtiriihtH fit. Salitöurltu la. iüiflöl fit. pimbccr-riis;u Siuionnik Programm 20 Psg. (04745 Bi*marck*tran»e. Berichtigung ohne Kaufzwang gestattet. unsere Verkaufsstellen: Astcrwca 6 ‘•tfabnboiftvaNc 31 Bleichitrastc 16a geschloffen. LS labet ergebenst ein 3611 K e tclbiiiung argen t^ilbclm * ,xtco nehme i4> btcrmtt al» unwahr zurück. >04737 ________Vbtlivp «Sier VI fudit eine Anleihe «05 i IVarbure Idiem. .ZrcunN * iicteuw iuiL u,;-.L uiutcii y Tct Giesten, den L .Zum >«6-__ Xurmöau.v Da» KoiKnb». 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Juni 1909 (Sastspiel deS Intimen Theaters Mannheim Direktor: Emil Wettz-Mäller. Mitglieder erster Hof - u. Stadttheater. Selbständige Köchin emonehlt sich, gebt auch nach Darmstadt oder »rankfurt. >04669- 9iäb. durch f>rau Hüttenberger, Selterswegck/ Krofdorf Krofdorf Am L und 5. Juli 1909 feiert der biesige Äricgcrticrcin fein 40 jähriges Stiftungsfest == im Lokale (Worten) deS Gastwirts ttrcunb =■—- ■ Sonntag 1—2 Ubr Empfang der auswärtigen Vereine. 2 Uhr iVestzug, Begrustungsrede, Danz und Volköbelusngung. Montag von 10 Ubr ab Konzert und .vrllhfclwvven. Nachmittag- ,>estzug und laiiA. Abend 6 Ubr Äostuni'Q.uadrille getanzt von 16 Paaren «Herren und Damen», arrangiert von Lanz- lebrer Herrn Karl Schmidt aus (Wegen. Bei Eintritt der Dunkelheit s>ackel Neigen und bengalische Beleuchtung. Ausflug nach Bieber. tlbiabrt mit Erlrazug pünktlich 2* Ubr nachut. Rückfahrt von Bieber 8*' Ubr abend-. können nut bicicnigcn Mitglieder daran tcünebntcn, die im Beffne bet ausgegebeuen blauen Karten sind. Diese sind zur sZahrt mttzubriugen und bei der Kontrolle oorzuzeigen. Kinderwagen können nicht befördert werden. f)ür Speisen und Getränke ist beiten* gesorgt. v»/.) Der Borstand. 'Ttknt* vertäu,t hier oder Um- flkgknd Dobn-. Geschästs- haus ober sonstigem Grundstück. Cfkrten erb. unt. F. T. 29bs an die Geschastbst. d. wiest. «nz. >». iMTSf'l Moderne S»^umi.ierwobn- mit Loggia rcr L Ctt ,a verm. labere» Altcein 22 dl Färbe zu Hause nuflnif den echten Heitmann1 Farben 5rankiurter Str. (E dl Neues Stadt-Theater Giessen. - —Direktion: Hcrmgnn Lteingoetter. Dienstag den 29. Juni 1909 Abends 8 Uhr. „ Abends R Uor. — Abonnement Hal Gükltnkcit. — ■ce Drittes Operetten-Gastspiel ■■ des Grvhb KurrheaierS Und Nauheim. unt. Mitwirkung d. Kavelle des ^n(.-Ne,tts .Kaiser 59ilbelm* ^kr. US „Fatinitza“ Lverene in 8 Akten von Y. Zell und R. Genbe. Mustk vor t>T. von SuvoS. ... Anfang 8 Ubr Ende 10». UH Der Barverkauf beginnt Sauntag den 27. du tu, vornmtag» 11 Ubr Dte Herren Studierenden gcntehcn an der atenMafic Prei^ Ermätztgung. - Hoher Verdienst an allen Städten u. ^rten werd, fteifeige Personen u. Hausierer als Alleiuoerkauier für eme gesehlich geschürte, grobartige Pateut- dknbcit sofort gesucht. Hoher und uaudiger Berdtenst. Kavital nicht nölig. :»>01 Schrinliche Meldungen unter A. Xr. 50 voitlg. P<ünzcnberg. Trlcinigcr, junger Manu milunrfrci, wirb zum Besuche von Prtoatkundschast gesucht. Schrisil. Meldungen unt. 04712 an den Gienener Anzeiger erbet. 047441 .3uDcrlöH.tütbt76d)rcincr= geselle gesucht. Asterweg Ist. Angehender Kommis sticht vcr 1. Juli Stellung als Volontär, um uch weiter auszubilden. Schnitl. Angebote unter 04728 an den Gienener Anzeiger erbet. Tiunges, anständig. Mädchen, geituy auf gute Zeugnisse, sucht gute Ltellung in besserem Hause loiort oder iuätcr. Schnstl. 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