159. Jahrgang Erstes Blatt porjd)iäge zur ©rganifation der ftaatl. Baurocfens Nur in diesem iiler, Hkflitrt (Siner* jährlich Ult 2.20; durch Abhole- u. Zweigs!eilen monatlich 65 'iif.; durch die Post Ult. 2.— viert el- jährl. auSjcht. Beuellg. ZeitenpreiS: lokal 15Pf^ ausivänS 20 Pfennig. (Ehehrebotteur: A Goetz. Verantwortlich für den volilifchen Teil: August Gocq; für .«Feuilleton* und.Vermischtes* K. Neurath; für .Stadt ii 2anb“ und „(SenctitS- Sozialdemorratische Siege. Barmen. 20. Noo. Bei der heute mittag beendeten Stadtverardnetenwahl der dritten Abteilung siegte die^ sozialdemokratischeListe mit 10 488 bis 10700Stimmen über die Liste der vereinigten bürgerlichen Parteien. Elberfeld, 20. Nov. Bei den heute beendeten Stadt-, oerordn eten - Ergänzunq swa hlen der dritten Abteilung wurden die vier Kandidaten der Sozialdemokratie gewählt. Bisher gehörte kein Sozialdemokrat dem Stadtverordneten-Kollegium an. Är.274 »ft Siebener Anzeige, schein! täglich, auuer Sonntag». - Beilagen: viermal wöchentlich »iehenerZamilienbletter; -jrunalroö setzen wollte, di.ser aber turd) die „Straßenverwaltuna" nicht genügend beanfprucht morden wäre, so wurde auch das Bauwesen der Gemeinden, Hrdjen usw. und die Baupolizei in die Hände dieses Beamten itib in die der Kreisstraßenmeister gelegt. Die letzteren r.nirben „Kreis-Beamte"; die akademischen „Staatsbeamte . 53arum versd ieden, wird niemand in überzeugender Weise Gberhesflscher Geschichtsverein. Die Generalversammlung des oberhessi- Schen Geschichtsvereins, die in der ^rganaenen Woche tu Safe Ebel stattsand, war bedauerlicherweise nicht sv besucht, tnc es der Bedeuvmg des Abends entiprvchen hatt^ Der I sitzende, Geheimerat Dr. Behaghel e^wttete den Geschah teridft, der eine gedeihliche Weiterentwickelmig verzeichnet. Es Made mitgeteilt, daß Dr. Ka l b fu ß eine D^be^g der Ge- 1 d) i d) t e de s Schiffenbergs geliefert ^hat und damit den tvm Verein ausgesetzten Preis von 500 Mark ern^rben hat ~ic | Irbcit eridjeint im Truck und wird den Mitgliedern MgehQr Tos Museum des Vereins hat sich um 400 ^pnnern vermehrt | mb wird auch von auswärtigen Gelehrten eifrig besucht- tlusgrabungen haben sdwne Ergebnilfe aufzuweifm. B^mtders ’inb hervorzuheben zwei Gräberfunde auf^dem Trieb mis oei Latenezeit, diel wegen der dabei gefundewm ^£.7? odrriftzüge enthalten, Aufsehen m der wlfsQifchiftl ck^n Welt nachten. Prosest'or Dr. Behaghel bemerkt, daß ^kcme Runen eien, wie man anfänglich ang-enommen habe. aber man wmc nid) noch nickst, um was es iich eigentlich^ handele. Zur C - vickelung unseres Museums erklärte Prof. ^dTuhnmcher (Mains), Sah es sich unter den südwestdeuchchen Heide.berg und Heilbronn, am besten entwickelt und cm wmen- 'ckwsttickfer Ausbeute großes geliefert habe. IM kommerideu.Jahve lind Grabungen nach römischen Funden bis nach Mulchen heim geplant. Dr. Siegelt erstattete den Msienbericht. De Zahl her Mitglieder (436) ist um 17 zurückgegangen An Bcittagen nnb 1181 Mark eingegangen, zu denen ah- vom Staat, Provinz und tat weisen etwa 1076 ^rk imd mi Geschenken 400 Mark kommen. Die Stadt Gie^n fomdete 100 Mark zur Wiederherstellung von 20 Gemälden ehemattger Ratsherren der Stadt. Es find nun .noch 60 solck)er Bildband vorhanden, die der Erlxckürng wert sind, wozu Iedod) vorerü Die Mittel fehlen. Die Einnahme betrug im ganzen 3648 Ptar^ denen an Ausgaben 3496 Mark gegatiiberitebcn. Die Stoltrn Des Museums allein betrugen 1569 Mark. . e_ Bei der V o r st a nd s w a hl wurden die feithemgen MitgliedLr viedergewahtt. r . Professor Dr. Belke hielt hierauf einen sehr fesselnden Dergiftung österreichischer Generaistabsofstziere. Aus Wien kommen geheimnisvolle Meldungen über Gistsendungen an neu ernannte Generalstabsofsi^iere. L.n Hauptmann war so unvorsichtig, das ihm mit der Post zuge- sandte Zeug zu genießen und holte sich dadu.rch den Tod Wahrscheinlich ist der Täter em unzufriedener Neider ober ein Geisteskranker. Bisher ist darüber noä> nichts bekannt Wien, 20. Nov. Seit einigen Tagen haben, wie mehrere Blätter melden, Offiziere der hiesigen ©arnijon, die in diesem Jahre zum Generalstab emberufen worden sind, in Briefen Sendungen durch die Post erhalten, die je zwei Pillen in Ob l aten f or m enthielten. Ein Begleitzirkular besagte, daß die Pillen geeignet seien, die M an n e skr af t zu erhöhen. Vor zwei T-igen sta rb plötzlicheinGeneralstabshauvtmann, der ebe - falls eine solche Briefsendung er^aLen Kte. CbbuLwii ergab, daß der Tod infolge Vergif ung durä) Zyrn a.i erfolgt mar. Dre chemische Untersuchung der Pillen erwies, daß diese aus reinem Zhankali bestanden haben. Eine andere Meldung gibt noch Einzelheit^: W i e n, 21. Nov. Als vor drei Tagen ein Grneralstabs- hauptrnann infolge von Z antal -$eruiftung weil er zwei Pillen genommen hatte, die ihm m einem Briefe afeid^eitig mit einem 'die Wirkung Pil uupee^ senden Zirkular zugegangen U«ren, wurde bekannt, daN auch andere Generalstabsofsiziere die gliche Sendung erhal en hatten. Die behördlick>e Unterfudjung der Angelegenheit stellte bisher fest, daß sämtliche zehn zu ^ifang November zu Lauptleuten im Generalstabe beförderten und Äcn^e Biebenen Offnere aleicte «rtalten hatten. Ob die riin der Provinz befindlichen, gleichfaNs avancierten 15 Generalstabsleute P.llen erhielten, ist noch nicht bekannt, wohl aber ist festgeitellt worden, daßi die zahlreichen, dem Generalstabe zugeteilten Oberleutnan^, welche im November nicht befördert wurden, di: P.Nr« nicht erhielten. Cs steht jedoch noch nicht fest, ob der Tater in Zivil- oder Mili'.ärkreisen zu suchen ist. Dentßches Die „Norddeutsche Allaemeine Zeitung" schreibt: Die Nachricht verschiedener hiesiger Zeitungen, die Reichsversicherungsordnung werde dem Reichstage nicht oder nicht vor Ostern zugehen, entbehrt jedes tatsächlichen Anhalts. Es wird im Bundesrate mit altern Nachdruck an der Fertigstellung des Entwurfs gearbeitet, damit er bent Reichstage sobald als irgend möalich vor- geleat wird. In jedem Falle wird dies noch vor Ostern ;escheyen. 1 Lin Streit zwischen den vereinigten Staaten und Chile. Santiago de Chile, 20. Nov. Zwischen den Vereinigten Staaten und Chile ist es aus folgender Ursache zu einer Meinungsverschiedenheit gekommen. Die amerikanische Firma Alsop hatte von einem anderen Hause, dem von Bolivien, gewiise Konzessionen gewährt worden waren, eine Anzahl M i n e n g e r e ch t i g - reiten erworben. Die in Frage kommenden Bergwerks- gebiete liegen aber auf einem Terrain, an das Chile zurzeit Eigentumsrechte geltend macht. Chile verweigerte der Firma infolgedessen bie Ausübung der von ihr gekauften Konzessionen. Alsop unterbreitete seine Angelegenheit zunächst dem Schiedsgerichtshof in Washington, wurde aber von dort an bie chilenischen Gerichte verwiesen. Die zurzeit zwischen ben Vereinigten Staaten und Chile schwebenden Verhandlungen betreffend bie Höhe ber von Chile zu zahlenden Entschädigungssumme bezw. die Frage, rn welcher Form bie Angelegenheit bem Schiedsgerichtshof im Haag unterbreitet werben könnte. Chile hinterlegte bereits als Bürgschaft eine Million Dollars bei ber Bank von England; die endgülttge Lösung ist jedoch noch nicht erfolgt, da die Vereinigten Staaten den Wunsch ausgesprochen haben, Chile solle darauf verzichten, bte Sache vor das Haager Tribunal zu bringen; andernfalls drohen fie, ihren Vertreter in Valparaiso abzuberusen. «.«*3 LX-H beantworten können. _ ,, Heute handelt es sich darum, „auf allen Ge- Lieten" zu sparen, und da die Belastungen der Kreise mb der Gemeinden in bedenklicher Weise huuehmen, so irire es an ber Zeit, zu erwägen, ob man nicht, um auch vu\ diesem Gebiete zu sparen, „bie Straßen für sich getrennt", bon mittleren Baubeamten etwa mit einem Aiabemiker in ber Provinz verwalten könnte. Wir sinb bavon über- ieugt, daß dies möglich ist, denn unsere heutigen mittleren Maubeamten leisten mehr wie bie akad. Techniker, die vor CO Jahren bie „s chön st e n" Straßen unseres Landes getaut haben. Der Straßenbau hat durch bie E.senbahnen cn Wichtigkeit ganz bebeutenb verloren; neue Straßen werten kaum noch gebaut, und wäre dies ber Fall, so könnten tiefe durch bie Kreisstraßenmeister unter einer provinziellen Oberleitung ebenso gut gebaut werden, nrie dies früher ren 1882 bis 1897 schon ber Fall war. .. Mehr Selbslänbi gleit ber Beamten wurde manche Stelle überflüssig machen. Das Hochbauwesen des Staates, wie bas der Stre: je, ber Gemeinden, Kirchen usw. könnte mit ber Baupolizei nnb der Bauschätzung für die Br and Versicherung in eine Hand IKreisbauamt) gelegt werden. Hierdurch würden recht bedeutende Summen an „Reisekosten ber Beamten", bie die deinige unpraktische Organisation dem Staate veranlaßt, erspart werden. Es kommt z. B. vor, daß zwei Baubeamte ctab. und mittl.), um von ihrem Wohnsitz nach entseelten Orten chres Bezirks zu kommen, oft halbe Tage mit der Bahn reisen müssen, und eine solche Reise (bie Herren fahren - Masse) kostet heute bem Staat ca. 40 Mk. Um werter zu itaren, wäre es and) an der Zeit, daß alle Beamten, mindestens aber alle mittleren Beamten, bie dritte Dagenklasse der Eisenbahn benutzten. 2hi*lanb, Der italienische Minister des Aeußem T i t t o n i und der niederlän di scheGe sandte haben am Samstag einen Schiedsgerichtsvertrag zwischen Italien und den Niederlanden unterzeichnet. Zn Petersburg sind wieder einmal Beamte als Fälscher entlarvt worden. Ein früherer und ein jetziger: Angestellter ber Staatsdruckerei, bei benen etwa 1500 geraubte Krebilscheine vorgefunben wurden, sinb in Haft gc- nommeii worden. Tie Kreditscheine waren zum T il ohne Unterschrift, zum Teil trugen sie gefälschte Unterschristen und Nummern. _ , . Die Petersburger Telegraphenagentur meldet: Der Passus in der persischen Thronrede, der die Anwesenheit r u s s i s ch e r T r u p p e n in Persien betrifft, wurde von dem Auslands-Korrespondenten in Teheran ungenau gemelbet. Er lautet wie folgt: „Wir hoffen fest, bie Erregung unb Trauer ber Bevölkerung Perlens über bte Anwesenheit auslänbischer Truppen auf persischem Territorium werbe baldigst sdiwinden infolge begonnener freundschaftlicher Der- Handlungen, sowie dank der uns gegebenen kategorischen Versprechungen und den bereits erkennbaren guten Risultaten. Das russische Handelsministerium w.rd in der Reichsduma einen Gesetzentwurf betreffend bie zollfreie Einfuhr von eisernen Seeschiffen für bie Dauer von 10 Jahren einbringen. Die russische Botschaft in Konstantinopel übermittelte bem Senat ben Wunsch ber Reichsbuma, eine Aborbnung des türkischen Senates möge Petersburg be* sU & Buenos-Aires wirb gemelbet: Wie das Blatt Nation" melbet, hat bie Regierung deutschen, fränkischen und englischen Werften ben Bau von je v i e r To r p e d o- bootszerstörern übertragen. Der Vizekönig von Tschili erhielt von Peking aus einen strengen Verweis, weil er von dem Leichenbegängnis ber Kaiserin-Witwe photographische Aufnahmen machen ließ. Alle Beamten ber Provinz Tschili, bie mit ben Leichenfeierlichkeiten zu tun ge- t)äbi hatten, wurden befördert oder ausgezeichnet, nur nicht 1 der Vizekönig. -kl.i'w-ch - Anschlüsse: Wij® v£~ General-Anzeiger für Oberhessen k"Ä"r7^nün,m« Rofattonsbratf unb Verlag btt vrühl'schtn Univ.-Vuch. unb Sttiubruderti B. lange. Hcbattlon, «rpebitton unb vrackere!: 5chnlstratze 7. 3« vormillaqs 9 Uhr. ■ _ 3ur Ausslchrung m islassag jeder An. w- Elektrisieren aller arbeiten in bn Krankenpslr, Bäder aller An Dampf L Heiß! in und auiter dem Hrt Kohleneänre- uni Eichten nadelbftdtt owieHiibncraunctiopcta! emptevlen sich [i. Kratz u. Fr staatliL geprüfter Hchti^ und Masseur Laadgraf Bbilivv Mi Televdon Ml. iiVroSapbM des bekannten Einfuhr gi hauses Friede. Carl Würtbnrg istdie Krone aller Süditf i Griechischer IOjähri,T feiner Frühstücks«^ blutbildend, stärkend, bü nach ärztlichem W » Bestem, Blut.** nesende und nut den r wertlosen, lächerllrt sogen. .Blutweinen J zu verwechseln. U —«r Preis Mk. 21tU I» ^ße Flaschen ab Wirni- Man verlange ans uhr Gastwirtschaft^ MH , pstW ^aschanst^ „Schwan“ Liebig®lr-6! eidhiW«81 xmiu« &(i®“ : Preise"- KSM Velhnf-. - An» Stabt und Land. Gießen, 22. November 1909. ** TaaeSkakender für Montag, 22. New.: Vortrag von Drof. Bender von ßranfhirt über den Logel-berg, veranstaltet vom Zwetgoerein Gießen des D. H. T. abends S'/, Uhr un großen Höefaai der Unwerütät. • •* Anonyme Einsendungen find uns in den Letzten Tagen sehr häufig zugegangen. Da Mitteilungen von Leuten, die eS nicht für notig halten, der Redaktion rhre Namen anzugeben, unter kernen Umständen Aufnahme finden, richten imr wiederholt das bringende Ersuchen an alle ständigen und gelegentlichen Mitarbeiter, bei Zuschriften an die Redaktion deS Greß. An;, stets ihren Namen uud ihre Adresse anzugeben. •• Iustizperfonalien. Ter Grobherzog hat den Handelsrichter bei der an dem Landgericht der Provinz Starkenburg gebildeten Kammer für Handelssachen mit dem Sitz in Offenbach Kommerzienrat Herrn. Wecker in Offenbach auf sein Nachsuchen von seinem Amt enthoben und den Aktuariat-asslstentea bei dem Amtsgericht Lorsch Christoph Hch. Friedrich zum Aktuar bei dem Amtsgericht Herbstem ernannt. Ernannt wurden ferner der AktuariatSasnstent bei dem Amtsgericht Herbstein Wi!h. Reitz zum AktuariatS- assistenten bet dem Amtsgericht Lorsch und der HrrichlS- schreibergeHilfe Karl Rumpf in Offenbach zum 2lftuanaifl- assislenten bei dem Amtsgericht Herbstein. (Letzterer ist, wie unS mitgeteilt war, mit Wahrnehmung der Diensioerricht- ungen eines AktuariatSasffstentea bei der Staatsanwaltschaft m Mainz beauftragt). ** Sven Hedin und Gießen. Mit Rücksicht auf den von uniern FamilienbläUern mitgeteüten Auszug au- Sven Hedi»'s Tranhimalaia, dürste eS von allgemeinem Interesse fern, daß Sven Hedin auch der hiesigen Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde ein Exemplar bei ausgeieichncten Werkes mit eigenhändiger Widmung überreicht hat. • Die Eröffnung unserer elektrischen Straßenbahn für den Verkehr hat am Samstag stattgefunden, und das Stadtbild hat dadurch entschieden gewonnen. Tie Teilnahme der Bevölkerung war außerge- wöhnlrch groß, und wenn der Betrieb zeitweise ein wenig stockte, so waren eben nur diese Ausnai)metagc mit übergroßen Änforderruigen schuld; an der zwecken.sprecl)enden ,Funktion des Verkehrsmittels ist einstweilen nichts auszufetzen. Zeder wollte einmal eine Fahrt mitmachen, und die sich zusammenrottenden Fußgänger bUdten schmunzelnd nach. T-as vermehrte Straßengecäusch nunmt man gern und freudig mit in Kauf, und vielleicht müssen für die ersten Tage oie Glockenzeichen der Wagenführer öfter und rascher aufeinanderfolgen, um das Publikum zur Vorsicht zu ge- wohnen und Unfällen vorzubeugen. Auf die beiden ersten Tage des neuen Betriebes dürfen wir mit Zufriedenheit zuruckblicken. Ter für Gießen bedeutungsvolle Tag sollte aber auch nicht ohne eine beschauliche Feier verlaufen, so dachte man in unserer städtischen Behörde mit vollem Rechte. Leider wurden bei der Aufstellung des Programms störende Mißgriffe getan. So wurde es allgemein als ein bedauerliches Versehen aufgefaßt, daß bei dem am Samstag auf der Liebigshöhe verunstalteten F'ftessen unter den etiva GO Einladungen eine solche an den Borstand der Omnibusgescllsd-aft fehlte. Cs wird an dem frohen Tag ivohl niemanden in der Stadt gegeben haben, der sich über die neue städtische ErrunAenschast nicht herzlich gefreut Hütte, um so lebhafter ist das Staunen darüber, daß die anspruchs^ .löse offizielle Feier nicht dem Volkstürnlichen Empfinden Rechnung trug. Ein Bierkonzcrt ijt ja etwas Lanz Schönes, aber die eigentliche Feier sollte doch wohl bei dem erwähnten festlichen Mahle begangen werden. Hierzu aber war neben der Vertretung dec guten alten Omnibusgesel.scl/ast auch die Vertretung der Oesfentlichteit, die Presse, nicht geladen worden. Man fragt sich, welchen Zweck ein solches Fest- mahl t-aben soll, wenn man an dem Fest wesentlich beteiligte und berufene Faktoren davon aussä ließt. W.r Horen heute, daß bei dem Bierkonzert die Festreden gehalten worden sein sollen, und es liegt nahe, anzunehmen, daß die Veranstalter der Feier nadilragud) ihrer Fehlgriffe sich bewußt geworden sind. Natürlich hat letzt dabei weder ein Vertreter der Cm- VibuSaesellfchaft zum Worte kommen, noch hat die Preise ihre 'Aufgabe der Berichterstattung erfüllen können. •• Unser Omnibus qt, wie man unS schreibt, doch nicht ganz fang- und klanglos von der Bildfläche verschwunden. Am Mittwoch abend 10 Uhr ist der letzte Wagen unter den Klängen von .Muß t denn, muß i denn zum Städtle l)mau6* vom Bahnhof abgefahren. — Die OmniduSpferde haben übrigens einen Lokalpoeten — um dessen genaue Adresse wir 'bitten — zu folgendem poetischen Erguß begeistert: Tcr Lmnibusgaul. Wie dozemol roor die Elektrisch' gemoscht, To bun eich, chr Kinn, bei mir hsiiver gedoacht; To fnebfte en billige VmniduSgaul; Un richtig, eich trog an ganz sch», awwer faul! Ter Gaul Hot aegladi nut leim Klepperverstand E tdm in Oie ©ummertrijdj bei meid) usss Land. E roor v c jo sicherlich buch schunt bei Iohrn; Eich hunn awwer teil mirreni Backuaa ge ohrn. Un wie mer en huppliche Weg enuff finn — Schroerdacke. was sein eich crichrocke, ihr Rinn! — To brummelt ufs ainol mei Gaul vir sich bei: ,Waim eich doch e Frantioner Wärschiche als rodr !• • - Theater-Verein. Tie zweite Opern Vorstellung ist für Dienstag den 14. Dez. in Aussicht genommen. Gegeben wird Eugtn d'Alberts Musikdrama .Tief- lanb‘, daS vor zwei Jahren vom Hoftheater Darmstadt als einer der ersten Bühnen aufgeführt wurde und seitdem in tmem wahren Triumphzug über alle größeren Bühnen Europas und Nordamerikas gegangen ist. Ta die Kosten dieser Vorstellung infolge des hohen Aufführungshonorars und durch die Verstärkung des Orchesters von 33 auf 44 Musiker sehr beträchtliche sind, werden zur wenigsten- teiliveijen Deckung die Preise der Tageskarten etwas erhöht. •• Stenographie. Interessenten seien nochmals daraus 'hingewiesen, daß heute abend */,9 Uhr Lehrgänge für Stenographie und Schreibmaschine im .Hotel Einhorn* von 'der Etenographen-Gesellschaft »Gabele derger' beginnen. Die Entgleisung bei Großenlüder. Von der .VelliebSinspektlon Lauterbach geht uns folgender Bericht iüber den Eisenbahnuusall auf der Oderhessischen Bahn zu. von den, wir am cametag un größten Teil der Auflage ichoi. .Mitteilung machen konnten. Samstag gegen 4 Uhr vor- jimtlage entgleiste auf Bahnbof Großenlüder die Güterzugs. Lokomotive Mbit drei Guterwagen von dem Zug 7324,1 wodurch das HauptglciS bis lu Ühc du Mm. vormittags! gesperrt war. Tie Frühzüge erhellen hierdurch Verspätung. Ter Verkehr wurde durch Umsteigen aufiechterhalten. •* Gestohlen. Mittelst Einbruch- wurden tit der Tracht zum verflossenen Sonntag in Neuenrat be 15 dis 20 Jagdgewehre nebst Munition und sonstigen Fagduten- silien gestohlen. Als Täter werden drer unbekannte Italiener bezeichnet. •• Dorsicht' Cn hiesiger Dirk stieg gestern vormittag am SelterStor in die Elektrische und ließ feinen Bernhardinerbund mitlaufen Der Hund wurde dabei überfahren und an beiden Beinen schwer verletzt. " Unfallberm Ringkampf. Am S-mStag abend ereignete sich im Kolosseum durch die rode Ringweise bcs taubftunrmcn Rodenbusch ein Un-all. der leicht schllmme folgen haben konnte. Als Gegner trat ihm der Leicht- ^ewichtSmeisterringer Fritz Heydt gegenüber. Der sieggewohnte Taubstumme wollte wie gtwohnlich kurzes Federlesen machen, stieß aber bei Heydt auf einen unerwarteten starken Widerstand. Letzterer wehrte alle Angriffe sehr ge- ichiat ab, so daß manchmal Rodenbusch in gefährliche uagen kam. Hierüber wurde der Taubstumme sehr er6oft und geriet nach 11 Minuten Ringens in rasende Wut. faßte seinen Gegner mit Unter griff, drückte ihn erst mit furchtbarer öe- nxxlt an sich uno schmetterte ihn dann nieder, so daß Heydt ohnmächtig und blutend liegen blieb. Ein Arzt stellte später eine he.ne innere Verletzung Platzen einer kleinen Ader) fest, die jedoch nicht von großer Bedeutung ist. Dank der starken Natur snneS jugendlichen HorperS erholte sich He. dt w.cdcr rasch: ernste Folgen sind nicht yt befürchten. Man hofft, daß er heute abend den Kamps wieder aufnebmen kann. Ferner ringt heute abend Rodenbusch gegen Bemard le Boucher bis .zur Entscheidung: dieser Kamps blieb am Donnerstag nach 20 Minuten unentschieden. Bis jetzt sind bei der Konkurrenz noch folgende Ringer unbesiegt: yercht, ®er- narb le Boucher, Rodenbusch, Jemen und Emondo. x Klein-Linden, 21. Nov. Die Heimatvereini- gung hat in der „Burg" eine drcitägigcAuöstcllung von Subern aus der Karlsruher Wanderbi.derei arrangiert Die Bilder sollen dem Wandschmuck in ländlichen Wohnungen bienen unb ben Geschmack beS Publikum- für den Wandschmuck auf dem Lande wecken Die schön angc- orbnetc Ausstellung enthält eine Sammlung von Landschaftsbildern, biblischen Szenen, RachbiDungen von Kupferstichen und Holzschnitten, geschichtliche TarftcUungcn und dergleichen mehr. Der Besuch der Ausstellung war sehr rege. Die Sammlung, die seither den Odenwald unb bie Wetterau durchwaiiderte, kommt nächste Woche in bie Rabenau. Voraus ging ihr gestern ein Vortragsabenb in bet „Deutschen Eiche" Hier hielt Architekt Garnon- Gießen einen Vortrag über „Volkstümliche Kunst unb ihre praktische AnwendungEr schllberte die Bauart Kiein-Linbens als ein Straßenbors, wieS auf manche Verfahren bei Straßenanlagcn unb Bauten Inn unb betonte, baß Klein-Linden bei einer etwaigen Eingemeindung in Gießen infolge seiner Lage an einem Abhang als Villenkolonie vorzüglich geeignet sei. Die Ausführungen fanden dankbare Zurret. Der Gesangverein „Arion" und das Zitherkränzcheii sorgten für eme angenehme Unterhaltung. ■— Wiese«, 2L Rov. In dem 3 aale der Wirtschaft zur Germania sprach gestern im Auftrage des Verbandes der hessischen landw. Genossenschaften Herr Dr. Schöne- mann über Düngung s fragen. Davon ausgelnnb, daß der Sanbivirt heutzutage bestrebt sein müsse, beni Boden die größtmöglichsten Ernten aozugewinnen, verbrci.ete sich der Redner in dreiviertelstündigem Vortrag zunächst im allgemeinen über die Maßnahmen, die mit dec Düngung Hand in Hand gehen rnus.en, unc Entwässerung, Saatsrucht- wechsel, gründliche unb sorgfältige Bearbeitung deS Bobcns, um bann im besonberen auf bie Düngung uberzugchen. Die anregenden Ausführungen sanden ben ungeteilten Bei fall ber Versammlung. Sehr wünschenswert wäre es jebenfalls, wenn nach dem Vorschlag des Redners die Landwirte ben genosienschastlichen Gedanken immer noch mehr ausbauten unb auch ben Anschluß an eine Zenicalleitung nicht versäumten. Mll Worten bes Dankes schloß bcr Dor- sitzenbe bie Versammlung. — In bet (r'^ncralvetsamuilung des Konsumvereins Wieeinrich Baithascr 3ä)nciber. Eine längere Aussprache rief der folgende Punkt der Tagesordnung: „Gründung eines eigenen Heims" hervor. Nachdem man das Für und Wider hinreichend erörtert hatte, stimmte man scyließlich im Prinzip zu und gab dem Vorstand an die Hand, einer späteren Generalversammlung geeignete Vorschläge zu machen. — Muf chenheim, 20. Roo. Heute feierte Gemeinde- einnehmer Wilyelm Weisel in oller Stille im Kreise ferner Angehörigen sein 2blährigeS Dienstjudiläum als Gemeindeeinnehmer. Er ist auch Rechnet der (Bernernbt- krankenkasse von Diuschenheun, Hosgüll unb Arnsburg, sowie Großh. Unteretheder von Biuschenheim und Hosgüll. Auch wurde ihm vor 2 Jahren die Rechnung der Feld Vereinigung übertragen und sämtliche Aemter Hal er mit der größten Gewissenhaftigkeit und Pünktlichkeit verwaltet. fc. Büdingen, 2L Nvv. Tie Bermä hlnng der Drin, zeffin Ali (Eliiabath) zu Stolberg-Roßla-Ortenberg n Vcs Derncrben :at Bruno zu 'Sienbut.j und Büdmgen-Dudmgon, md Herzog Johann Llbrechl zu Mecklenburg, Regem von Braunächweig, fuibcl am 15 Dezember mittags 12 Uhr im Dom zu ktaxunfdjnria start, nachdem lagS- zuvor die Driniesun ibrea E rrzug at ow Reiivenz gepalten bat Auch der Kaiser wird zu den IerettichLeue» errvarie: w. Bug dach, 20. Rov. Im hiesigen Müitärverein sprach heute adend Tr. Strecker auS Bad Rauherm über .allgemeine Wehrpflicht*. Ter Vortrag wurde von den zahlreich Erschienenen beifällig ausgenommen. m. Bad Rauheim, 20. Roo. Im Bildungsverein wurde heute abend der ouSoerkaufiem Saale ,2eil* gegeben. — Einen Kursus der Wander-HauShaltungSichule beschloß heute nachmittag eine Feier, m der Kre.Srat Fey und Schulrat Süg Ansprachen hielten. Ter Kursus war von 25 pingen Mädchen, dec böchstzulässigen Zahl, besucht. ):( Friedberg, 2L Nor AIS am Freitag abend das D i c n st m a d cki e n einet Kiesigen Ka-fmunns von dem mrchplatz nach Haufe tu cue Hanauer sua^e g.hcn wollte, bemerkte fu, daß ihr ein »reniber Mensch folgte. Als sie nn Hausflur ihrer Herrichart angelangt war, wurde sie rücklings überfallen, ^er Attentäter vcr,uchte, bas -<äbch2n vu vergewaliigen, wuroe >esoch an per Auoiah. ru.ig durcy ba: >,llfege^ :er bet U.bei «denen, uns buru. buHutjmnienbc Leute get mbert, uno entpoh Eine D ett l zrunde sparet v«,uchte et in Per oberen r^idwigstraße ein I weiletL_ Sir.IichkcttSaiieu.at an bau Töchterchen c.neS ik-' tun (f)eridn>inal | 11L 1UÄ W I Irt rtr 100 Äa. 6b Ewigkeit Münchhc uiite bitt Gott de guten Vater. Schwager un b. M. vorgenommenen Bürgetmeistetwadl w..r c c 5:elle des seitherigen Hürgcrmci,.ers H.intiu) D ßnet L. der sein Amt freüvtllig — woyl meistenteils infolge vo, Zlviespalt in ber Qkmeuioe über ben Bau einer Qai^eihuu* Berlin, 20. Nov. Das Urteil gegen btt wegen Mii- Handlung ihres Kindes angetlaqle tzrau Doktor tfi« Bergmann wurde in Ipäier Vlad)iitunbe ge'.illt. es tonte« wegen ge'ährücher Körperverletzung aut zwei Monate sanguiS unter Anrechmmg von drei Wochen Unierjuchungsh-. . Tie Kosten aller drei Instanzen, ebenso die ver Redentlage auiM» der Angeklagten auicrlcgt. München, 20. ^iovember. Tas Schöfiengericht tu Cha» sprach den Wagcnwäriergehilfen Mulzer aui Schn.ankor', 6er deschuldigt war, am 10. eepL daS .Anenial' aut den Ho'zvz des deutschen Kaiser» bei Cham verübt zu Haven, rreß» Mangel an Beweisen freu — zum Bebauern bcr Gemeinde niebergelcg: ha.te ^ünbroin Heinrich Bißner III. als Bürgermeister gewählt. F. E. V o m W e st e r w a l b, 21. Nvv. Mehrere ButscholE von GedharbShain gerieten wädtenb bei Herdstmürtttss^ baselbst mit bem Burschen Schupp aus K.tuien, Kteu Alle» I kirchen, in Streit Eifersucht wat die Triebfeder, dieser rochrtc sich energisch unb griff schließlich zum Rev o lvet und schoß in der Dunkelheit blinolingv um sich. I bie Herren Tr. Stein unb Dr. Gur abze. beerdigt fc. Darmstadt, 21. Nov. Im vergangenen Jahre wurde! RechtSamvatt F u t d a hier von ver oitatlainmer wegen U - geduhr vor Gericht in eine CrOnungeflrale von 100 Mart y- nommciL Ter Fall machte damals großes Äuifehen und wu:.« un Landtage erörtert. Bor einigen lagen erhielt Fulda wiederurt in offenilicher Ziviliitzung am Amisgerich, ■ Amisrichiec Dörr tvegeu Ungebühr eine Oidnungsstrote >1 20 Mark. .»5 . x'. ' ‘■S'iS"' öS Ä WS -lei«« ^nends I k Sitlbabtn, A ■ •- ®aitn 4 Aagk lu.lü bis 1 Truchin- | .y luu Äiio. ... zf»lf»ri e. M. |i-r) miiiidx 9loiitnui [Z* i't 22.ou-23ä "c: Paria» 11L OU.OU L SL uu.oo Stritt xto L'dUt: Sieb Ä I -r l’loii i S 0, 1 Luo .tBJjO—ÄfiO, LCaialii i ?L 1060. ÄnifnldMli amten. Hierauf verfolgt, wurde et in ber Hanauer 3ed ausfindig zu machen, ebc von der TiebeSdeute hatte er keine Witterung. Heute gca» cS den Bemühungen der hiesigen Polizei, die g Führung ovn Hauptmann von Jena, ,,P I." mi.tr FühoM von Ma^or Sperling. In jtbem Lufrfchisie befanden fu fünf Personen. Die Landimg von „M. II." wurde von einer 21> idp ff trabte düng bewerlstelligt, bie von „P. I." von einer t> .>nfaruerie-Regiments Aus dem Platze ftcsba zwei Sätinwerfer, weil die An tun ft ver bcibai Luftschi'se «r. Ipater erwartet wurde. 6in schöner Flug. Frankfurta. M., 20. Nov Xxx outn Kaiser ber ,Ilc zur Verfügung gestellte Ehrenpreis für btt bcrDuiragen*, Leistung aui dem ukvictc ver gesamten Flug- und Luinchwafi' ist mit Geuehw.iguug des Kaisers dem Mnior 'Bar ie Dal ► äc1, DU) eben tnoebeu. e Mourme lon le Gtanb. 20 Nov Paulhan täte nahm heute oum hiesigen Flugs ei dc aus einen Flug naä 4 d - lo n j , wo er bie Kathevrau: umkreiste um> mehrere Udmagc aussuhrte. Daraus tegete er nach IMounndon zurück. Er Urin einer Höhe von 2ÜU Metern bie Zunvung ab unb InnJclL <■ durchflog bie 60 Kilometer lange Strecke m etwa 55 MinnieR.^ Vermachtes. • Der Aberglaube ber Eisenbahner. Ber W- ber Verbreitung bei Aberglaubens in allen Goetücha tSf.- c auch nur eine fchwoche 8orHeilung hat. roeiß, Vatz idbn ni b modernes Berkehr-mirrel wie die Eijcnb^bn von denjenigen, ti nie alle werden, m das Bereich ge-penstncher Metaphyfik gezogo wirv. Bekannt ist, baß namentlid» im Sittichen Europa bündel: tauienbe am Freitag ober am vreizehmen beS Monats wc» irgend möglich eine Reife vermeiben Weniger bekannt >K b'- tktbrciiung ve» Aberglaubens unter dem Fahr personal der Üi'ö bahnen, worüber bcr Rmlwap and Locomotioe Enrnncerrng ein meliagenbe Schilderung bringl. Tie meisten amcrikanifcken 5$s schiurnjührer schworen darauf, daß ihnen auf dec Fahrt em llnla. zuuoßt, wenn >ie beim Aussteigcn auf die Maschine zuerst bc rt€»irn Fuß benuyen uoer, »^.aiu ne einen l^oKpuiauCil wollen, die Lokomotive in der Richtung nach rechts DaU;ia Auch wenn dre Maichrne aui ver Drehfche»bc gewendet roetbrt soll, hat fast jeder seine eigene Maron: darüber, ob dies rechts oder links geichehcn soll unb besteht häufig au ihre Ruckwärisdrehnng. Besonöecs groß aber ist da» a.'erg.aubU# Mißtrauen gegen solche Maschinen von labclloicr, neun;« Ko» trullrou. die in ihrer noch kurzen Gcbrauchszcit irgendwo tuusa an einem Un'all beteiligt gewesen nnbe Auch m Fraukre-s ziehen dre Führer bu denbeue eigentlich schon zum aliai 3 arrgedorenbe 2 ^fchuie vor, unb so icheuu J.<:. als er anlse Linie Parrs-^aore die Vorstudien zur „Bcpre non ^emchcn machte, auch etwas vcn detg Lüen^ahnäbcrglauben gewutzt M uei I '■ Ueberftaiib. pro 100 Psd. schntttsvreis #on-bi5 Don-biä 43-62 79—99 00 00 39—45 77-80 00 00 00 00 75-78 00 70-78 00 64—70 00 00 ßr wurden. Sie hätten Man glaubt, baß noch 00 3d—00 68-74 00 24—28 60-60 00 00 21—23 49—54 00 00 Todes-Anzeige Pfaff- Münchholzhausen, 21. 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Biele Wagen sind zer- r ümmert und bret verbrannt. e| S b c® Kälber. Mitllere Mast- und gute Saugkälber. Geringere Saugkälber Schafe. Mastlämmer und jüngere Masthammel Aettere Mlasthannnel unb gut genährte Schale Mäßig genährte Hammel unb Schafe ('Merzschale) Original-Drahtmeldungen. Rom, 22. Hioo. Der Papst beabsichtigt, bei dem int Januar stattfindenden Konsistorium die Erzbischöfe von Paris und Chambery, sowie den Bischof von Montpellier zu Kar- binälen zu ernennen. Messina, 22. Nov. Heute früh l1/, Uhr wurde hier ein heftiger Erdstoß bemerkt, so daß die Einwohner ins Freie flüchteten. W ashington, 22. Nvb. Tic Negierung beabsichtigt, wegen der Hinrichtungvon 2 amerikanischen Untertanen Genugtuung von 9itcoivagua zu fordern, wenn die über die Angelegenheit ihr gemachten Mitteilungen sich als zutreffend erweisen. °°ä -ö s Z'O - "5*5 - C G = - U c allere ausgemäsleie Mäßig genährte junge und gut genährte ältere • 36—39 Bullen. In allen Elektrizitätswerken und Installationsgeschäften erhältlich. Achtung! Jede echte Lampe mu« die - Schutzmarke .Osram tragen. :: Auergesellschaft, Berlin 0.17 LtnscsanSt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik flehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, 22. Noo. 1909. «Nachdem nun die langersehnte elektrische Straßenbahn eröffnet ist und gestern unb vorgestern eine Gewaltprobe auf ihre Leistungsfähigkeit abgegeben hat, — nebenbei bemerkt wäre es interessant zu erfahren, wieviel Personen sie an beiden Tagen befördert hat, — seien nur in Nachfolgendem einige Bemerkungen bezw. Vorschläge gestellt. 1. Straßenbahnen folgen im allgemeinen am besten den Hauptverkehrsstraßen. Die Hauptverkehrsstraße in Gießen ist und bleibt aber die Straße Selterstor—Walltor. Es ist nicht recht ersichtlich, warum man die rote Linie am Marktplatz plötzlich nach der Lichcrstraße abzweigt, zumal eine Kreuzung der beiden Linien tatsächlich nicht vorhanden ist, sondern beide Linien ein kurzes Stück dasselbe Geleise benutzen. 2. Die Gelehrten sind sich darüber einig, daß die elektrische Straßenbahn sich vorerst nicht rentieren wird. Tann sollte man aber doch jedes Mittel benutzen, um das zu erwartende Defizit möglichst zu verkleinern und sollte den zeitwelligen Endpunkt der roten Linie nicht an die Moltkestraße, sondern an die neue Kaserne verlegen. Der große Verkehr nach der neuen Kaserne und dem Siechenhaus ist hier offenbar unterschätzt worden. 3. Alle Wagen, die nicht bis zu den Endpunkten der Linien: Schützenhaus und neuer Friedhof fahren, müßten durch Plakate, die int Innern der Wagen an einem der Fenster an-- zubringen, aber von Außen lesbar sind, kenntlich gemacht wer- H. Kraft Neuenweg 46 5770 in Grüssen von 35—630 Liter Inhalt empfiehlt lD“w Hatchincnfabrlk Gg. Sciiieferstein Lieh (Oberhessen). fichenb» Schlacht- yr0 1•><>— 0.00 Mk. Fruchtmarkt. Hafer, neuer, 16.80—17.20 Alk. It3 per 100 Kilo. ic. Frankfurt a. M., 22. Nov. (Orig.-Telegr. des „Gieß, in') Amtliche Notierungen der heutigen Fruchiniarktvreise. tuen Alk. 22.00—23.25, Kurhessischer Mtk. 00.00—00.00, La ota Kansas Alk. 00.00—00.00, Roggen (hiesiger) Mk. 16.50 i$ Mk 00.00 Gerste (Wetterauer) Mk. 16.50—17.00, Gerste anten Pfälzer Ried Ml. 17.00-17.50, Kleie Alk. 00.00-00.00, xicr 15.75—16.50, Mtais Mk. 15.40—15.60, Weizenmehl Alk. 32.25 i8 32 50 2. Qualität Mik. 30.75—31.00, 3. Qualität Alk. 28.75 jg 29j 0, 4. Qualität Mik. 00.00-00.00, Roggenmeht 0 Ult 25.00—25.50, l.Quatität Mik. 22.00—22.50, Weizenkteie Mik. 10.25 s,S Mk. 10.50, Wkizenschale Mik. 00.00-00.00, Roggenkiele Mik. 10.50 •iS Mik. 11.00, Mlalzkeune Mik. 00.00—00.-0, Biertreber 12.7o—13L6. .illes per 100 Kg. ab hier. ' 20- Nov. . • Jiec=^.uiiii) W buk injolui EN Bau einer Was et n uedergelegi Harle, Laü ^|ler geivähl' -'IM Mehrere Avil Nährend des öerbi'tm P aus Kausen, Kreis 8 Im die Triebfeder, „ ^ueßlich zum Revoh -Niilmgs um sich. Tei -nn wurde hierbei „ lym in Leber und M die Krinik nach Gief^ -liegt. Verein für Kn i Elisabet König ein itr Errichlmg einer Mn itt worden. Tie total' -werden. Bis zu ihrer Z HO in einem gemieteten j werden. Leitende tozu Suradze. saal. |m vergangenen Jahn der Siraflanimer wegen ingsslrale von 100 'lilad is großes Aulfehen und Tagen erhielt Fulda wi ntsgericht Taunsiadl L ihr eine OrdnungM eil gegen die wegen 3 ingellaqte Frau iolloi iachislimde geüillL 61 aut zwei l’lonale Stet Wochen Unterjudjun injo die der Siebenllage Tas Echösfengerichl in1 iulzer aus schwandoi', ; Attentat' aul ben ham verübt zu Haden, * Fritz Rosenbaum Löwcugaffe 20. ISM| Telephon 692. fahrt. nach Metz- nach mehMnWr E« ,nbet. Tamil i'Nd N i"e iL U." verbleÄ * Äc» -15 »p'tf E-l L'MchO Mn» M IL" ntoi* von emo m t" von emo dew Mk gVteei &!»'< handel und Verkehr, Volkswirtschaft. X Gewerkschaft Gießener Braun st einberg-- 63/o Jem mecker. Pfandmeister. ?lm 24. November, vornutt. L1)12 Uhr, soll aus hiesigem Gut er- leuöDcn eine Anzahl überzahtige 'luter, als: Futtermehl, Kaimt, ^ciienpuloer, verz. Draht, ILsen- ^hr. l Wagendecke,6^>0 Mltr. lang, **) Mir. breit, u. s. w. öffentlich äi den Mleistdietenden gegen '-totuge Barzahlung verkauft nerbeiL (D-n Gießen, den 20. Roobr. 1909.' Gr. Güterabfertigung. Quälen Sie nicht Ihr Kind Seifen, sondern nehmen Sie nur Myrrhotinseste, die milb und reizlos ist, und wegen ihres Gehaltes an Myrrholin, die vorzüglichsten kosmetischen und hygienischen Eigenschaften besitzt. 50 Pfg. lb--', e,E in berV die ^P-Tih hy:tv. Ws OrigiDal-lieli- M-LImöüiiWBi':: Zur Kunst-Stickerei vorzüglich geeignet Bieber konnte man bei 200-250 Volt Spannung nur Oiram-Lampen von 40 Kerzen und darüber einzeln brennen. Nunmehr werden auch Osram-Lampen von 25 und 32 Kerzen für 200-250 Volt bergestellt, wodurch die grösstmöglichste Ver- bllligung d-elektr^eleuchtung herbeigeführtwird. Vergleich der Stromkosten pro Brennstunde: E® kostet die Brennstunde bei folgenden Strompreisen pro Kilowattstunde: wn wenn er den Lokomotivführer Iaecme? von intüBertoinb- ' Mißttauen gegen die brave ,Lison" erfüllt schildert. -Tonende Funken. GKegenilich der zwe ien Ver- tnma der Siemens-Stephan-Med all le am CO Stistungs- ie des Berliner Elektrotechnischen Vereins hielt Gras -co einen Vortrag über drahtlose Telegraphie . machte dabei Mitteilungen über die mit dem System tönenden Funken" erzi.lten Ecgebn sse. Er führte rc'Z Reihe nnrkungSvoller Versuche mit einer größeren »nder-Station vor und berichtete dabei, ^aß zwei der- , ine Stationen für „tönende Funken", die kürzlich auf zwei I lermann^Tampfern angebracht waren, einen kür.n Tele- - u immaustaufch zwischen Kap Kalmas und den K p Verdi- II iitn Inseln, b. h. über eine Entfernung von 3000 Kilometer fcmb zwar über das afrikanische Hochland weg, erzielen tonn- «ua|lltOl r,, x Dies dürfte die weiteste, bisher mittels Schifisstationen ie Diitt-n. iU U reichte drahtlose llebertragung darstellen. Kleine Tageschronit. -iecunn .IE i'’i stfSS' j L'dHa ihnen am Ä'fe? -«LH- rKK« SKsN -n iiion i6?, it , Sherry (Illinois), 20. Nov. Von den am vergangenen Samstag in der brennenden St. Paul-Grube eingeschlosscnen Gru- ' ’ ar beitem wurden heute 40 lebend aufgefunden. Neun find ans Tageslicht gebracht worden. Einer der lieberlebenden hr zu U . -ählle,"da^'sle f sch selbst ein gemauert hätten, als sie fach bn , S - ii) der Explosion ihre schlimme Lage gewahr wurden, e>tc hatten ;J.------/ ...... *' lb 1 Uhr mittags ihn passieren müssen, infolge der Gruppen von Leuten, die, am meisten vor der irngelapotheke, vor dem Stamm - scheu Laden und vor der Wirtschaft zum Reichsadler stel)end, die Trottoirs versperren. Es wäre eine dankenswerte Aufgabe für die Polizei, hier Remedur zu schaffen, indem der diensthabende Schutzmann angewiesen wird, die Leute höflich, aber bestimmt aufzufordern, nicht stehen zu bleiben, sondern weiterzugehen, bezw. in Bewegung z u bleiben. Wer sich an den etwas plumpen, aber praktischen Wagen der elektrischen Bahn noch nicht satt- gesehen Hal, muß sich an das Kriegerdenkmal stellen: da Der pcrrt er wenigstens nicht die Passage. Und damit für heule genug. D- e. Spielplan der Neuen Gießener Staöttheatets. 1 Direktion: Hermann Steingoetter. Dienstag den 23. November, abends 8 Uhr (außer Abonnement, bei kleinen Preisen: .Narrenglanz." Ende 10'/, Uhr. Mittwoch den 24. Stooember, abends 7 Uhr (5. Mittwoch-Abonnement-Vor- fietiinifl): Jestvorslellung zum Geburtstage Sr. Kgl. Hoheil öe-S Großherzogs von Hessen und bet Rhein. Uraufführung I -Tas Schledsnerici- " Luslsviel in 3 Akten von Menandros. Deutsch von AUred Korte. Anschließend: .Tartuffe/ Komödie in 6 Au'zügen von Miottere. Ende gegen 10 Ubr. Freitag den 26. November, abends 8 Uhr : 8. Freitag -Abonnement --Borsielluug: .Flottenmanöver.- Schwank in 3 Akten von Eurt Kraaq u>rd Heinrich 3tobiget. Ende 10Vt Uhr. Samstag den 27. November, vor- nutlaqs 10'/, Uhr: Schiller-Vorstellung .Wilhelm Teil/ kirchliche Nachrichten. Evaiigeuiche Gemeinde. Heute Montag den 22. Noo., abends 8 Uhr, im Johannessaal: Bibelstunde. P'arrer Aus ' elü. Amtlicher Wetterbericht. Oesfentliche Wetterdienststelle Gießen. Allgemeine Wetterlage heute morgen 8 Uhr. Aus der Rückseite des östlichen Treidruckgebietes haben kalte Nordwinde ganz Vlord- und Mitteleuropa überflutet. Auch in Hessen ist leichter Frost nach der gestrigen Erwärmung neuerdings emgeireten. Tabei fällt besonders in den Bergen Schnee. Ta das Olttief nur- langsam ostwärts sich entfernt, werden die Nordwinde von Tauer sein. Wetteraussichten in Hessen am Dienstag den 23. November 1909: Meist trüb. Schnee. Zunahme des Frostes. Stark windig. Dollfleischige, ausgewachsene, höchsten SchlachtwerteS........86—38 voUfletschige, jüngere. . , . . 35—36 Färsen, Kühe. Dollfleischige ausgemästete Färsen höchst. Schlachiwertes ..... 37—41 Dollfle>schige ausgemästete Kühe höchst. Schlachtwertes bis zu 7 Fahren. . 32—39 Aeltere ansgeniäftete Kühe und wenig gutentwickettejüngereKüheundJärsen 25—32 Mäßig genährte Kühe und Färsen. . 20—25 Gering genährte Kühe und Färsen. . 15—18 e o F ff jt) Strompreis ,0 bu I 45 4 o | 30 Pfennig fe 25 kerzige K Kohlenfaden- H Larrpe 3<3 4,4 3,9 3.6 2.6 Pfennig & pro fl Brann- W stunde H 25 kerzige E Osram- fl Lampe 1,6 1,6 1,4 1,3 0,9 E Jede 25 kerzig j E Osram-Lamps ■ spart C3. H tvlOlOS"'"^'-'' 34 28 25 22 1? l Hail i I Ersparnis ft der Nurl.Wiedemrtiofcr Ich bade augenblicklich eine fltoMre Parne 6Uä Johl. Brahms. . Fr. Schaber! ex» wnh. a»—4. Biograph Spezial-Bürsien-Geschäh Plockstr. irr nhtrati Liljlbili-Thklittr Plockstr irr A. Welz, Seilersweg 6 Heute und morgen die spannenden Novitäten i 3 Dor los. NU IUI mit rfubebör oer ort od. l Januar »u omnieien aber»! 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Oier»»l: = „Tartfifie“ — Komödie i 5 Aufzug o Molise Lnlang 7 Uhr Ende V> U* caf£ amend, giessen Heute aod foüreode Ta«e - KÜNSTLER - KONZERTE der Orvnoal-Mailänder Trappa Dir.; Franeeaee JannetiL Da tritt frei. Anfaa< • Uhu Lu refl. Beaueh ladet errebenet dm (?in Pulte reine Vogelsberger Nasse, tv Ilion a., leb. i'erbbudjiirr. Auoert kbil.Ninn I8r^Heuchel- penn, Haus 'fix. 3L_________iQtQg7 3a. Vitnb billig abzugeben. r. Arügcr, Toleobon ~>4&. Alics Blei zu taufen gesucht. Näheres in der MefchSllSftelle deS Gtebener Anzeigers. M r »wina ii ■—dm Ganze ober Telle aller hünlllidj. ^fbiflTr kauft Rrrau Ang. Ifet), nur Mittwoch in (Birken, ^Ooiel Schutz". Zimmer Nr 14. («029 ffi32| (»in Acker im toalbbnuiaea ca. 5uuu qm, sowie ei» Acker tr der Vabn und allen Aiitzomtra We.r, ca. 9U0 nm, zu oerpach» oder zu verkaufen. WiMB Marl Baleniia. LchützenlirMD tMaiAlran nimmt noch naW Kunden im Waschen an 0UI7MI Tom nitTfiW 4 Pünar» | Mobl Zimmer | l/ioui tbouit' u. Lchtaiziuluier zu vermieten. 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